Präsentation

bvpraevention.de

Präsentation


Gesundheit
von
Frauen
und


Männern
effek4v
fördern
–


geschlechterspezifische
Präven4on


und
Gesundheitsförderung


‐
Suchtpräven4on
‐



6.
gemeinsamer
Präven/onskongress


des
Bundesministeriums
für
Gesundheit


und
der
Bundesvereinigung
Präven/on


und
Gesundheitsförderung



28.6.2013,
München



Prof.
Dr.
Heino
Stöver


Gabriele
Bartsch



Ins4tut
für
SuchForschung

 Referen4n
Grundsatzfragen


Fachhochschule
Frankfurt
 Deutsche
Hauptstelle
für


am
Main


SuchFragen
(DHS)
e.V.



Universalität
des
geschlechtlichen


Blicks


• „Bevor
jemand
etwas
über
unsere


Persönlichkeit,
unsere
Haltungen,
unsere


Meinungen
oder
über
unser
Leben
weiß,


werden
wir
gesehen
als
eine
geschlechtliche


Person
‐
als
Frau
oder
als
Mann.


• Dieser
Prozess
ist
nicht
immer
bewusst;
aber


er
vollzieht
in
jeder
Situa/on
‐
auch
in
jeder


Einrichtung,
Ins/tu/on
oder
Behörde.“




 
 
 
 
 
(M.
Tödte
2012)






„Kann
gendern
was
ändern?!“




3


Fragen
an
Sie
(1/2):


• Was
ist
genderspezifische/‐sensible
Suchtarbeit?


• Brauchen
wir
genderspezifische
Suchtarbeit?


In
allen
se^ngs
und
Lebenslagen,
in
allen


Altersstufen


• Warum?
Zielgruppenspezifisch,
lebensweltnah


• Genderspezifische
Suchtarbeit
als
Methode


• Haben
wir
genderspezifische
Suchtarbeit
?


• Wie
geht
genderspezifische
Suchtarbeit
(Präven/on,


Beratung
und
Behandlung)?


• Haben
Sie
Erfahrungen
mit
genderspezifischer


Suchtarbeit?




Fragen
an
Sie
(1/2):


• Welche
anderen
prak/schen
Beispiele
kennen
Sie?


• Was
muss
eine
Ins/tu/on
tun,
damit
genderspezifische


Sucht
staainden
kann?


‐
Gendertraining
als
Standard,
Bestandteil
der


Ausbildung



• Geschlechtsiden/tät
zentrale
Komponente
der


Persönlichkeitsbildung


• Geschlechtsspezifische
Arbeit
wachstumsbildend
für


professionelle
Arbeit
und
eigene
Persönlichkeit


• Welche
Widerstände
gibt
es
bei
der
Umsetzung


genderspezifischer
Suchtarbeit?




Qualität
und
geschlechtergerechte/‐

sensible
Suchtarbeit


Suchtarbeit
ist
effizient
und
erfolgreich:


• 
zielgruppenspezifisch


• 
lebensweltnah


• 
orien/ert
an
Erfahrungen,





Bedürfnissen
und
Ressourcen


7


Geschlechtersensible
Suchtarbeit


verankern.
In
der
Einrichtung:


• Leitbild
und
Konzepten



• Qualifika/on
der
MitarbeiterInnen


• Angebotstruktur


• Kommunika/on



• Datenerhebung
und
Dokumenta/on


• Darstellung
der
Angebote


• Rahmenbedingungen


• Steuerung


• Vernetzung
und
Koopera/on


Vgl. Heinzen-Voß/Ludwig (2009): Grundlagen und Leitlinien – Genderaspekte in

Institutionen der Suchthilfe

9


Leitlinien
zum
Einbezug
von


Genderaspekten
in
der
Suchtarbeit


• Verantwortungsübernahme
der
Leitung,
z.B.


Personalpoli/k


• Bereitstellung
von
Ressourcen


• Weiterentwicklung
der
Fachlichkeit


• Haltung
der
MitarbeiterInnen


• Planung,
Umsetzung,
Evalua/on


prozessorien/ert


10





Rausch, SUCHT GENDER

Männer

11





Rausch, SUCHT GENDER

Sucht

– eigentlich ein

Männerthema...

v.a. im Alter

12


Modul
2




 Inhalt:



• In
allen
Ländern
der
Welt


konsumieren
Männer
mehr


Alkohol
und
rufen
dabei
mehr


Probleme
hervor
als
Frauen



• Konstruk/on
von
Männlichkeit


„Doing
gender
with
drugs“



• Demonstra/on
vermeintlicher


Macht
und
Stärke


• Teil
des
männlichen


Risikoverhaltens


13


Die
Entdeckung
der
Männlichkeit


in
der
Suchtkrankenhilfe


• Warum
gerade
jetzt?


• Geschlecht
als
zentrale
Kategorie
in
der


Gesundheitsförderung


• Konstruk/onen
von
Männlichkeiten
und
die


Bedeutung
des
Drogengebrauchs


• Gender
Mainstreaming


14


Salutogenese:
Posi4ve
Aspekte
des


Mannseins
wahrnehmen


• Warum
bleiben
Männer
gesund
‐
Was
sind
die


„heilsamen
Ressourcen“?


• Von
der
Medikalisierung
noch
nicht
ganz
erfasst
–


der
‚gesunde
Mann‘



• Defizitäre
Blick
=
autonomie‐einschränkend
=


kontraproduk/v


• Wie
kann
man
zu
Gesundheit
befähigen?


‐
Orien/erung
am
Gelingenden


‐
Wissenslücken
in
Bezug
auf
männliche







Sozialisa/on,
Lebenslagen
und
Risikolust


‐
Akzeptanz‐orien/ert
arbeiten


15


Prävention

16


Anforderungen
an
die


SuchtarbeiterInnen


• Orien/erung
am
Gelingenden



• Wissenslücken
in
Bezug
auf
männliche


Sozialisa/on,
Lebenslagen
und
Risikolust



• Akzeptanz‐orien/ert
arbeiten


17


Therapie
als
Moratorium


• Auseinandersetzung
mit
d.
eigenen
Konstruk/onen


von
Männlichkeit


• Beziehungen
zu
Frauen

zu
komplex?


• Organisa/onelle
Antwort/en


• (Vorübergehend)
monogeschlechtliche
Gruppen‐/

Einzeltherapie


• Alterna/ve
Erfahrungen
von
Rausch


• Iden/tätsangebote:
Ehemaliger?


18


Therapieziele


• Körperbewußtsein/‐erfahrung


• Konflikoähigkeiten
erhöhen


• Ressourcen
iden/fizieren
und
steigern


• Handlungskompetenzen
erhöhen


• Alterna/ve
Erfahrungen
von
Rausch



• Iden/tätsangebote:
Ehemaliger?


• Verminderung
der
Abhängigkeit
von
Erwerbsarbeit


19


Was
ist
zu
tun?


• Champions
iden/fizieren:
Beispiele
guter
männer‐/

frauenspezifischer
Praxis
in


‐
Präven/on



‐
Beratung


‐
Behandlung


• Erfahrungen
und
Konzepte
sammeln
und
auswerten:
Wo
und


wie
wird
frauen‐
und
männerspezfisich
gearbeitet?


• Methoden
systema/sieren


• Lernen
von
der
Frauengesundheits/‐sucht
–
Debare?


• Strukturelle
Verankerung

+
Entwicklung
von
Leitlinien
=>


20


Was
ist
geschlechtergerechte/‐

sensible
Suchtarbeit?


• Gleichberech/gte
Behandlung
beider


Geschlechter



• Reflek/erte
professionelle
Praxis



• Verbesserung
der
Zugänge
zu
Hilfeangeboten


und
Erhöhung
der
Wirksamkeit


21


„Wie
ist
es
in
der
heu/gen
Zeit


möglich,
auf
gelingende
Art
und


Weise
ein
Junge
oder
Mann
zu


sein“?




Welche Schutzmöglichkeiten haben Männer?



Empowerment
–
aber
welches
Mann‐

Sein
soll
gestärkt
werden?
–
Modell:


Balanciertes
Junge‐
und
Mannsein


(nach
Neubauer/Winter
2001)


• Konzentra/on


• Ak/vität


• Präsenta/on


• Kulturelle
Lösung


• Leistung


• Heterosozialer
Bezug


• Konflikt


• Stärke


• Integra/on


• Reflexivität


• Selbstbezug


• Kulturelle
Bindung


• Entspannung


• Homosozialer
Bezug


• Schutz


• Begrenztheit



Gendersensible
Suchtarbeit
(u.a.
nach
FDR)


• Ermirlung
geschlechtsspezifischer
Bedürfnisse


• Entwicklung
differenzierter
Angebote
in
Präven/on,


Beratung
und
Therapie


• Bezüge
auf
gesamtgesellschaxliche
Struktur


herstellen


• Vernetzung
und
Koordina/on


geschlechterspezifischer
Angebote



Themen
männerspezifischer


Präven4onsansätze
(1/2)


• Die
Bedeutung
der
peer‐group:
Gemeinsamkeit
erleben


• Die
Gratwanderung
in
der
Bewäl/gung
des
Rausches


• Risikofreudigkeit
und
Risikoreduk/on


• Macht‐
und
Stärkerituale/‐gefühle
herausfinden


• Eigene
Ressourcen
entdecken:
Kontrollstrategien,


Souveränität


• Ambivalente
Haltungen
iden/fizieren
und
thema/sieren


• Ungebrochenes
Mannsein
erleben
können


• Wissen
vermireln



Themen
männerspezifischer
Therapie‐/

Beratungsansätze
(2/2)
(nach
H.
Müller,
casa
fidelio)


• Die
Vaterbeziehung
und
das
eigene
Vatersein


• Beziehungen
zu
anderen
Männern


• Beziehung
zum/zur
Partner/in


• Sexualität


• Gewalrä/gkeit
und
Gewalterleben


• Erwerbsleben
und
Arbeitslosigkeit


• Bewäl/gung
des
Allein‐Seins


• Kulturspezifische
Themen:
Beispiel:
„Wie
umgehen
mit


Stärkeritualen
und
Kampfeslust“?


• Bewäl/gungsziele:
„Ich
minus
Sucht
=
gleich
guter
Mann“?



Neuere
Entwicklungen:


• Handlungsempfehlungen
LWL


• Wachsende
(Gender)Sensibilisierung?



• Beginn
einer
Bewegung?


• Größerer
Kontext:
Männergesundheit


‐
Zugang
zu
Gesundheitsdiensten


‐
Adhärenz
bei
Behandlungen


‐
Selbstheilung/‐hilfe


‐
Rauchverhalten
bei
Männern
im
3.





Lebensjahrzehnt


• 
Alters‐/Migra/onsspezifische
Ansätze


• www.drugsandgender.ch
auch
für
D.
und
A.?



Gender
mainstreaming
Qualitätsstandard
i.
d.
Suchtkrankenhilfe


• Gender
mainstreaming:
männerspezifische
Angebote


als
Querschnirsaufgabe
aller
in
der
Suchthilfe


tä/gen
Organisa/onen


• Männerspezifische
Angebote
als
Qualitätskriterium


der
Förderung
von
Suchthilfearbeit






29


Widerstände
gegen
die
Einführung


geschlechtsspezifischer
Angebote
(I)


• Für
viele
Männer
ist
„Gender“
ein
weiblich


konno/erter
Begriff



• Frauen
haben
Kompetenzen
im
Umgang
mit


diesem
Thema
erworben
‐
das


Kompetenzgefälle
wird
ggf.
als
bedrohlich


erlebt


• ‚Gender‘
passt
nicht
recht
zum
männlichen


Selbstverständnis


30


Widerstände
gegen
die
Einführung


geschlechtsspezifischer
Angebote
(II)





‐
Gender
mainstreaming
zu
Lasten
von


Frauenförderung?


‐
Gefahr:
‚malestreaming‘?



‐
Ressourcenumverteilung?



‐
Geringschätzung
der
Bedeutung
von
GM


‐
Nicht‐Kenntnis
der
Überlegenheit
von


GM‐Angeboten


‐
Abwertungen


31


Fazit:


Gendergerechte/‐sensible
Ansätze
=


Qualitätsentwicklung
in
der


Suchtkrankenhilfe


Let‘s
gender
together!!


32


Kontakt


• hstoever@a4.c‐frankfurt.de


• Bartsch@dhs.de


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