Poster - Frauengesundheitszentrum an den Universitätskliniken ...

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Poster - Frauengesundheitszentrum an den Universitätskliniken ...

10 Jahre Frauenförderung

an den Universitätskliniken Innsbruck

Was hat das gebracht?

Bader A, Waldenberger-Steidl B & Hochleitner M

Medizinische Universität Innsbruck

An den Universitätskliniken Innsbruck

Beschäftigte 2002 und 2012

gelten für Holding (tilak) und Medizinische

Universität (MUI) zahlreiche

Frauenförderungsmaßnahmen, mehr an

der MUI. Haben alle diese Maßnahmen

in den letzten 10 Jahren Wirkung

gezeigt?

1400

1200

1000

800

600

400

200

2002

2012

Die AbsolventInnenzahlen in Innsbruck

haben sich in diesem Zeitraum nur gering

0

gesamt weiblich männlich

verändert und liegen immer etwa bei der

Hälfte Frauen. Sowohl im Jahr 2002 wie

n e u e r l i c h 2 0 1 2 w u r d e m i t t e l s

hatten 2002 24,4% der Frauen, jetzt

49,0%. 2002 gab es 2 weibliche

Klinikleiterinnen, 2012 ebenfalls 2!

standardisiertem Fragebogen eine

ÄrztInnenumfrage durchgeführt. Zusätzlich

liegen Jahresberichte von tilak

und MUI vor.

Diese Daten sind auf den ersten Blick sehr

erfreulich. Sie zeigen eine massive

zahlenmäßige Steigerung bei den Frauen.

2002 waren 984 ÄrztInnen an den

Universitätskliniken beschäftigt, davon

352 Frauen (35,8%) und 632 Männer

(64,2%). Im Jahr 2012 sind es bereits

1202 ÄrztInnen, davon 530 Frauen

(44,1%) und 672 Männer (55,9%) (siehe

Abbildung). Das ist eine Steigerung von

50,6% bei Frauen und nur 6,3% bei

Männern.

Das Durchschnittsalter der Ärztinnen lag

2002 bei 35,7 Jahren und ist auf 38,2

Jahre gestiegen. Eine definitive Stelle

Überhaupt scheinen von der Stellenausweitung

hauptsächlich Frauen zu

profitieren. Das spiegelt sich einerseits in

der Steigerung des durchschnittlichen

Lebensalters, andererseits in der

Verdoppelung der definitiven Stellen

wider, allerdings hauptsächlich in der

Kategorie DauersekundarärztInnen und

TurnusärztInnen, den Jobs mit geringstem

Einkommen und Prestige. Bei den

LeiterInnen der Kliniken, den Stellen am

anderen Ende der Skala, halten wir

mühsam den höchst bescheidenen Status.

Frauengesundheitszentrum

an den Universitätskliniken Innsbruck

Innrain 66, A-6020 Innsbruck

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Gewalt und Sexualität in der Anamnese

Fokus auf Migrantinnen

Siller H, Bader A, Waldenberger-Steidl B & Hochleitner M

Medizinische Universität Innsbruck

Bisher hat es sich als schwierig erwiesen,

Patientinnen nach Erfahrungen mit Gewalt

und nach Problemen in der Sexualität in

der Anamnese zu fragen, auch da

Patientinnen diese Thematiken selten von

sich aus ansprechen. Besonders bei

Migrantinnen kommen Hindernisse hinzu

aufgrund Sprachbarrieren und kultureller

Unterschiede. Häufig werden Verwandte

(z.B. Ehemänner, Kinder) als DolmetscherInnen

zur Untersuchung mitgenommen

wodurch zusätzliche Probleme

im Besprechen von Themen wie

Sexualität, Gewalt und weiteren

Belastungen hinzukommen.

Aus diesem Grund wurde an der

Medizinischen Universität Innsbruck ein

gendersensibler Anamnesebogen

entwickelt. Dieser wurde nach intensiver

Literaturstudie und Interviews mit

Ärztinnen erstellt.

Anamnesebogen in der Frauengesundheitsambulanz

eingesetzt. Den

Patientinnen wird das Angebot gemacht

über Probleme in der Sexualität und

Gewalterfahrungen zu sprechen. Eine

Beispielfrage nach Gewalt ist "Haben oder

hatten Sie in der Gegenwart oder in der

Vergangenheit Erfahrung mit physischer,

psychischer oder/und sexueller Gewalt?"

In weiterer Folge wird nun in einer Studie

die Zufriedenheit und Akzeptanz der

Ärztinnen und Patientinnen mit dem

gendersensiblen Anamnesebogen

erhoben.

Der gendersensible Anamnesebogen

stellt ein ideales Tool dar, mit dem Ziel

optimale Therapie/Behandlung und wenn

notwendig eine spezielle Weitervermittlung

zu bieten. Zusätzlich wird den

Patientinnen dadurch aktiv das Angebot

gemacht, über Sexualität und Gewalterfahrungen

zu sprechen.

Es wurden folgende Bereiche abgeleitet,

welche in dem Anamnesebogen zusätzlich

integriert wurden: die Lebenssituation

(berufliche Situation, informelle Tätigkeiten,

familiäre Situation), Belastungen

(berufliche Situation, Sexualität,

Gesundheitszustand und Lebenssituation

im Allgemeinen)und Bewältigung dieser,

Sexualität und Probleme bei der Sexualität

sowie Fragen nach Gewalt- und

Missbrauchserfahrungen. Seit Beginn des

Jahres 2012 wird der gendersensible

Frauengesundheitszentrum

an den Universitätskliniken Innsbruck

Innrain 66, A-6020 Innsbruck

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