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EUROPA bei Nacht Fachbibliothek von HAAG - HAAG Elektronische ...

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<strong>EUROPA</strong><br />

<strong>bei</strong><br />

<strong>Nacht</strong><br />

„Strom ist nicht alles, aber ohne Strom ist nichts“<br />

<strong>Fachbibliothek</strong> <strong>von</strong> <strong>HAAG</strong><br />

Die Firma <strong>HAAG</strong> <strong>Elektronische</strong> Messgeräte GmbH ist Hersteller hochpräziser<br />

Messgeräte zur Erfassung und Analyse aller qualitätsbeschreibenden<br />

Eigenschaften der Elektroenergie.<br />

Zu den aktuell erar<strong>bei</strong>teten Kompetenzfeldern gehören derzeit::<br />

► Messgeräte für Niederspannungssammelschienen mit n-Stromeingängen:<br />

Lastflussanalyse mit Leistungsspitzen, Symmetrieüberwachung, Blindleis-<br />

tungsbedarf, Störbelastung einzelner Phasen, Allgemeine Netzanalyse<br />

► Messwandler für gesicherte Messungen unter der Kategorie CAT IV / 1000 V.<br />

<strong>HAAG</strong> veröffentlicht regelmäßig eigene Fach<strong>bei</strong>träge und stellt Seminarunterlagen<br />

namhafter Fachspezialisten ins Netz:<br />

www.haag-messgeraete.de → Bibliothek<br />

Grundlagen der elektrischen Energieversorgung<br />

<strong>HAAG</strong> stellt anschaulich gestaltete Seminarunterlagen über die Grundlagen<br />

der elektrischen Energieversorgung zum Download bereit.<br />

Die Seminare werden regelmäßig <strong>von</strong> Dipl.-Ing. Walter Castor, Stadtwerke<br />

Erlangen AG, veranstaltet und unterliegen seinem Copyright.<br />

Die Vervielfältigung und der Druck dieser Unterlagen ist nur mit ausdrücklicher<br />

Genehmigung des Autors zulässig.<br />

Dem Leser wird umfassendes Wissen über Grundlagen, Basistechnologien,<br />

Fachausdrücke und Wirkungsprinzipien aus dem Fachgebiet der Energieversorgung<br />

vermittelt.<br />

Die Seminare richten sich hauptsächlich an Einsteiger in das Fachgebiet, aber<br />

auch Profis finden viele neue Informationen. Diese Unterlagen eignen sich<br />

hervorragend zur Auffrischung des Grundlagenwissens.<br />

Viele interessante Beispiele beleben den Blick in die Praxis.<br />

► Seminar 01 - Grundlagen (ca. 3,4 MB)<br />

► Seminar 02 - Netze (ca. 2,9 MB)<br />

► Seminar 03 - Isolierstoffe (ca.0,28 MB)<br />

► Seminar 04 - Kabel und Freileitungen (ca. 5,0 MB)<br />

► Seminar 05 - Schaltgeräte (ca. 1,4 MB)<br />

► Seminar 06 - Trafo und Wandler (ca. 3,8 MB)<br />

► Seminar 07 - Schaltanlagen (ca. 7,0 MB)<br />

► Seminar 08 - Fehler in Netzen (ca. 1,9 MB)<br />

► Seminar 09 - Netzschutz und Leittechnik (ca. 1,2 MB)<br />

► Seminar 10 - Ar<strong>bei</strong>tssicherheit (ca. 2,1 MB)<br />

► Seminar 11 - Entstörungen (ca. 0,8 MB)<br />

► Seminar 12 - Schaltungen (ca. 0,35 MB)<br />

► Seminar 13 - Kundenanlagen (ca. 1,0 MB)<br />

► Seminar 14 - Dokumentation (ca. 0,5 MB)<br />

► Seminar 15 - Netzberechnung ca. 0,3 MB)


1<br />

2<br />

Schaltberechtigung<br />

1. Organisatorischer und ar<strong>bei</strong>tsrechtlicher Hintergrund<br />

2. Voraussetzungen sind<br />

- persönliche Qualifikation<br />

- Kenntnisse der Vorschriften und Regelwerke (VDE, BGV)<br />

und der innerbetrieblichen Betriebsanweisungen<br />

- Kenntnisse der elektrotechnischen Grundlagen, der Betriebsmittel,<br />

der Netzformen und der Schaltanlagen<br />

- Kenntnisse des Netzes<br />

- Verhalten <strong>bei</strong> Störungen, Unfällen und Katastrophen<br />

- Kenntnisse im Brandschutz<br />

- Erste-Hilfe einschl. HLW<br />

3. Mehrjährige, praktische Erfahrungen<br />

4. Praktische Ausbildung an den Anlagen<br />

Die Ernennung zum Schaltberechtigten bzw. die Erteilung der<br />

Schaltberechtigung soll durch den Unternehmer schriftlich erfolgen.<br />

Schaltung mit zweiter Person<br />

Keine Aussage über Personenzahl in VDE 0105-100 und BGV A3<br />

Ausnahme: BGV A1 gefährliche Ar<strong>bei</strong>ten (Ar<strong>bei</strong>ten unter Spannung)<br />

„Gefährliche Ar<strong>bei</strong>ten sind zum Beispiel solche, <strong>bei</strong> denen eine<br />

erhöhte oder besondere Gefährdung aus dem Ar<strong>bei</strong>tsverfahren,<br />

der Art der Tätigkeit, den verwendeten Stoffen sowie aus der<br />

Umgebung gegeben sein kann.<br />

Eine erhöhte Gefährdung kann zum Beispiel durch mechanische,<br />

elektrische, chemische, biologische, thermische Gefahren oder<br />

durch Strahlungsenergie gegeben sein.“<br />

In Anlagen, deren Aufbau kein Schutz für<br />

Personen gegen die gefährlichen Auswirkungen<br />

<strong>von</strong> Störlichtbögen bietet und/oder die<br />

Möglichkeit einer Körperdurchströmung durch<br />

elektrischen Strom gegeben ist, sind<br />

grundsätzlich alle Schalthandlungen <strong>von</strong> zwei<br />

Personen durchzuführen.<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

© W. Castor, 2012


3<br />

4<br />

Schaltreihenfolgen<br />

Grundsatz: Fernsteuerung vor Nahsteuerung vor Ortssteuerung<br />

Ausschalten Abgangsfelder: 1. Leistungsschalter<br />

2. SS-Trennschalter<br />

Ausschalten Transformatoren:<br />

3. Abgangstrennschalter<br />

1. Prinzipiell Reihenfolge <strong>von</strong> Ober- und Unterspannungsseite<br />

beliebig, in der Regel jedoch zunächst US (Last), dann OS<br />

2. Vorsicht <strong>bei</strong> leerlaufender Sammelschiene, leerlaufenden<br />

Kabeln und Freileitungen sowie im Erdschlußfall<br />

Unzulässig, wenn vom Trafo mit E-Spule eine große Kapazität<br />

abgetrennt wird und nur eine kleine Restkapazität bleibt<br />

Schaltung an der Trafowicklung ohne E-Spule beginnen<br />

3. Bei Trafos mit E-Spulen<br />

- nie im Erdschlußfall schalten<br />

- erst die Spule abschalten, dann Trafo OS und US-seitig aus<br />

- Rückschaltung analog<br />

Parallelschalten Transformatoren: 1. gleiche Nennübersetzung<br />

2. gleichartige Schaltgruppe<br />

3. Nennleistungsverhältnis ≤ 3:1<br />

4. gleiche Kurzschlußspannung (± 10%)<br />

5. gleiche Frequenz<br />

Schaltgespräche<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

Schaltgespräche werden zwischen schaltberechtigten Personen geführt.<br />

Sie sind klar <strong>von</strong> Informationsgesprächen ( z. B. zur Vorbereitung <strong>von</strong><br />

Schalthandlungen und zur Erläuterungen der Zusammenhänge) zu trennen.<br />

Schaltbefehle sind wörtlich zu wiederholen und unverzüglich auszuführen.<br />

Tätigkeitsbenennung Verwenden für<br />

• Einschalten Leistungsschalter<br />

• Ausschalten Leistungstrennschalter<br />

Lasttrennschalter<br />

Erdungsschalter<br />

•<br />

• Öffnen Trenner<br />

• Schließen Erdungstrenner<br />

•<br />

• Einbauen Erdungs‐ und<br />

• Ausbauen Kurzschließvorrichtungen<br />

• In Betriebsstellung fahren Leistungsschalterwagen<br />

• In Trennstellung fahren Trennerwagen<br />

© W. Castor, 2012


5<br />

6<br />

Für die Formulierung <strong>von</strong> Schaltkommandos (SK), z. B. für einen Transformator<br />

gilt für Inhalt und Reihenfolge:<br />

Werk, Station<br />

Bemessungsspannung<br />

Bezeichnung des Objekts<br />

Schaltgerät mit genauer<br />

Bezeichnung<br />

Tätigkeit<br />

Schaltsprache <strong>bei</strong>m Durchführen <strong>von</strong> Schalthandlungen<br />

Umspannwerk Mitte<br />

110 kV bzw. 20 kV<br />

Transformator NT1<br />

Sammelschienentrenner<br />

Leistungsschalter<br />

TR. "Öffnen/Schließen"<br />

LS. "Ein/Aus" - Schalten<br />

Für die Formulierung <strong>von</strong> Schaltkommandos (SK), z. B. für eine<br />

Kabelstrecke gilt für Inhalt und Reihenfolge:<br />

Werk, Station<br />

Bemessungsspannung<br />

Schaltgerät mit genauer<br />

Bezeichnung<br />

Bezeichnung des Objekts<br />

Gegenstation<br />

Tätigkeit<br />

Schaltsprache <strong>bei</strong>m Durchführen <strong>von</strong> Schalthandlungen<br />

Station 85, Fichtestr. 32<br />

10 kV<br />

Lasttrennschalter<br />

Kabelstrecke 134<br />

Station 122 Walthemaths Feld<br />

15<br />

TR. "Öffnen/Schließen"<br />

(LS. "Ein/Aus" – Schalten)<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

© W. Castor, 2012


7<br />

8<br />

Schaltsprache <strong>bei</strong>m Durchführen <strong>von</strong> Schalthandlungen<br />

Beispiel: Vor-Ort-Schaltung<br />

Einschalten eines Transformators<br />

1. Schaltungen im UW Mitte<br />

2. 110-kV- Transformator NT1<br />

Sammelschienentrenner schließen<br />

3. 110-kV- Transformator NT1<br />

Leistungsschalter einschalten<br />

4. 20-kV- Transformator NT1<br />

Sammelschienentrenner schließen<br />

5. 20-kV- Transformator NT1<br />

Leistungsschalter einschalten<br />

UW Mitte<br />

Schaltsprache <strong>bei</strong>m Durchführen <strong>von</strong> Schalthandlungen<br />

Beispiel: "Fern"-Schaltung<br />

Einschalten eines Transformators<br />

1. Schaltungen im UW Mitte<br />

2. 110-kV- Transformator T11<br />

Sammelschienentrenner schließen<br />

3. 10-kV- Transformator T11<br />

Sammelschienentrenner schließen<br />

4. 110-kV- Transformator T11<br />

Leistungsschalter einschalten<br />

5. 10-kV- Transformator T11<br />

Leistungsschalter einschalten<br />

UW Mitte<br />

110 kV<br />

Trf. NT1<br />

20 kV<br />

110 kV<br />

10 kV<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

Trf. T11<br />

© W. Castor, 2012


9<br />

10<br />

Schaltfehlerschutz: Verriegelungsbedingungen<br />

• Trenner dürfen nicht unter Last gezogen werden<br />

(sicherstellen durch Verriegelungen – bool´sch, topologisch oder optoelektonisch)<br />

• Erdungsschalter dürfen nur eingeschaltet werden, wenn das zu erdende<br />

Anlagenteil spannungsfrei ist<br />

(schwierig zu erfassen in Ringstationen)<br />

• Leistungsschalter dürfen nicht eingeschaltet werden, solange sich im<br />

gleichen Stromkreis ein Trenner in Störstellung befindet<br />

(Erfassung durch Hilfsschalter)<br />

• Leistungsschalter in Sammelschienen<br />

kupplungen dürfen nicht ausgeschaltet<br />

werden, solange in einem anderen<br />

Abzweig mehr als ein Sammelschienentrenner<br />

eingeschaltet ist oder einer dieser<br />

Trenner sich in Störstellung befindet<br />

(jedes Feld muß erfasst werden und die<br />

Stellungsinformation über Ringleitungen<br />

ins Kuppelfeld gebracht werden)<br />

Freischalten einer Ortsnetzstation I<br />

Auftrag:<br />

Freischalten<br />

NSt. Juistweg 33<br />

Stat.-Nr. 509<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

© W. Castor, 2012


11<br />

12<br />

Freischalten einer Ortsnetzstation II<br />

Freischalten einer Ortsnetzstation III<br />

Auftrag:<br />

Freischalten<br />

NSt. Juistweg 33<br />

Stat.-Nr. 509<br />

1. Schritt:<br />

Festlegen, welche<br />

Trennstelle<br />

durchgeschaltet<br />

wird<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

Auftrag:<br />

Freischalten<br />

NSt. Juistweg 33<br />

Stat.-Nr. 509<br />

1. Schritt:<br />

Festlegen, welche<br />

Trennstelle<br />

durchgeschaltet<br />

wird<br />

2. Schritt:<br />

Station NSpg.-seitig<br />

übernehmen<br />

© W. Castor, 2012


13<br />

14<br />

Freischalten einer Ortsnetzstation IV<br />

Freischalten einer Ortsnetzstation V<br />

Auftrag:<br />

Freischalten<br />

NSt. Juistweg 33<br />

Stat.-Nr. 509<br />

1. Schritt:<br />

Festlegen, welche<br />

Trennstelle<br />

durchgeschaltet<br />

wird<br />

2. Schritt:<br />

Station NSpg.-seitig<br />

übernehmen<br />

3. Schritt:<br />

Trennstelle durchschalten,<br />

Station freischalten<br />

© W. W. Castor, 2012<br />

Auftrag:<br />

Freischalten<br />

NSt. Juistweg 33<br />

Stat.-Nr. 509<br />

NSt. Juistweg 33<br />

freigeschaltet und<br />

geerdet<br />

Station zur Ar<strong>bei</strong>tsaufnahme<br />

freigegeben<br />

© W. Castor, 2012

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