Geschäftsbericht 2005 - Wien Holding

wienholding.at

Geschäftsbericht 2005 - Wien Holding

Geschäftsbericht 2005

Wien Holding GmbH

A-1010 Wien

Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-0

Fax: +43 (1) 408 25 69-37

E-Mail: office@wienholding.at

Web: www.wienholding.at

Kontakt

Ing. Ernst Hoffmann

Tel.: +43 (1) 408 25 69-22

Fax: +43 (1) 408 25 69-97

E-Mail: e.hoffmann@wienholding.at

Brigitte Holper

Tel.: +43 (1) 408 25 69-14

Fax: +43 (1) 408 25 69-97

E-Mail: b.holper@wienholding.at


Impressum

Herausgeber

Wien Holding GmbH

A-1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-0, Fax: +43 (1) 408 25 69-37

E-Mail: office@wienholding.at, Web: www.wienholding.at

Planung & Koordination

Ing. Ernst Hoffmann, Brigitte Holper

Fotonachweise

Wien Holding und Tochtergesellschaften, Stadt Wien, Peter Rigaud, W. Denk, MBG/Peichl&Partner, LSE und Oberlaa/BOA

für BUSarchitektur&Partner, U2 Stadtentwicklung/IC Projektentwicklung GmbH, Studentenheim Döbling/Archiv, Vereinigte

Bühnen Wien/Rolf Bock, Jüdisches Museum Wien/Votava, Mozarthaus Vienna/David Peters, WT Wien Ticket/APA Images


Inhalt

Vorworte 04

Organe, Mitarbeiter und Gesellschafter 06

Bericht der Geschäftsführung 08

Beteiligungsspiegel der Konzernunternehmen 16

Immobilienmanagement 22

Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement 32

Logistik und Mobilität 40

Umweltmanagement 48

Medien 52

Konzernabschluss 56


WIEN HOLDING

Vorwort

Wien wird von internationalen Studien Jahr für Jahr als die europäische Millionenmetropole

mit der höchsten Lebensqualität ausgewiesen und das ist für uns Bestätigung

und Auftrag zugleich. Wenn Menschen darüber nachdenken, was Lebensqualität

für sie ganz persönlich bedeutet, so wird die Antwort vielfältig sein: Vom

Hochquellwasser, das wie selbstverständlich aus unseren Leitungen rinnt, über ein

beeindruckendes kulturelles Angebot bis hin zu höchster Luftgüte, Sicherheit, schnellen

öffentlichen Verkehrsmitteln, flächendeckenden Kindergärten und vieles mehr.

Geförderter Wohnbau, modernste Architektur neben revitalisierter historischer Substanz

und eine Stadtplanung, die ökologische und ökonomische Grundsätze vereint,

garantieren, dass der Mensch bei uns im Vordergrund steht. Wie sehr diese

Positionierung geschätzt wird, das beweisen unter anderem 8,77 Millionen Gäste-

Nächtigungen im Jahr 2005 oder die Ansiedelung von 250 neuen Betrieben.

Dr. Michael Häupl

Bürgermeister und Landeshauptmann

von Wien

Der Wien Holding-Konzern spiegelt mit seinen zahlreichen Tochtergesellschaften die

Vielfalt der Stadt ganz besonders gut wider. Dies nicht nur in seiner effizienten

strategischen Arbeit, sondern vor allem auch im Setzen von Impulsen für eine engagierte

und innovative Projekt- und Stadtentwicklung.

Mein herzlichster Dank dafür gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben

das Unternehmen durch ihre Fachkompetenz zum Erfolg geführt und eine Entwicklung

eingeleitet, die ganz Wien zugute kommt.

Auch in diesem Sinne wünsche ich – im gemeinsamen Interesse – alles Gute und viel

Erfolg für die Zukunft.

Dr. Michael Häupl

04


Vorwort

Die Modernisierung der Wiener Wirtschaft ist in den letzten Jahren rasant vorangeschritten.

Wien gilt heute als weit über die Landesgrenzen hinaus wirkendes Zentrum

innovativer Dienstleistungen und vielfältiger Kompetenzen. Der in den letzten

Jahren von der Wirtschaft und der Stadt Wien getragene Innovationsschub in allen

Bereichen war der Grundstein für den Erfolg des Standorts.

Als einer der zentralen Player in diesem Wandlungsprozess hat sich dabei die Wien

Holding positioniert. Das breite Spektrum der Konzern-Gesellschaften und die vielfältigen

Leistungen des Unternehmens in wichtigen stadtrelevanten Feldern unterstützen

diesen dynamischem Modernisierungsprozess der Stadt.

Die Stärke der Wien Holding im Bereich der Immobilienentwicklung bedeutender

Projekte, die Stärken im Freizeit- und Veranstaltungssektor, die Kompetenz in den

Segmenten Logistik, Umwelt und Medien kommen nicht nur dem Unternehmen,

sondern auch der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern zugute. Das Konzept

der Bildung von Business Clusters, die Allianzen mit Partnern in Wien und der

Centrope-Region sowie das erfolgreiche „Wiener Modell“ im Bereich Public Private

Partnership haben sich mehr als bewährt.

Dr. Sepp Rieder

Vizebürgermeister von Wien,

Finanz- und Wirtschaftsstadtrat

Als Ausdruck des Erfolgs der Wien Holding gilt die mehrfache Überzeichnung einer

70-Millionen-Euro-Anleihe, ein eindrucksvoller Beweis für die Qualität und Dynamik

im Geschäftjahr 2005.

Für diese Leistungen möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

des Stadt-Wien-Konzerns bedanken und Ihnen für die kommenden Jahre genauso

viel Energie und Erfolg wünschen.

Dr. Sepp Rieder

05


WIEN HOLDING

Organe, Mitarbeiter und Gesellschafter

Geschäftsführung

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Dir. Peter Hanke

Aufsichtsrat

Univ.-Prof. DDr. Walter Barfuß (Vorsitzender)

Magistratsdirektor Dr. Ernst Theimer

(1. Stellvertreter)

Bereichsdirektor Dr. Roland Kassar

(2. Stellvertreter)

Generaldirektor Dr. Günter Geyer

Hermann Gugler

Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Holoubek

Finanzdirektor Richard Neidinger

Magistratsdirektor-Stellvertreter Dr. Franz Zörner

Arbeitnehmervertreter

Peter Raiber (bis 24.5.2005)

Mag. Doris Rechberg

Silvia Riegler (ab 24.5.2005)

Karl Schmid

Herbert Tegel

Mitarbeiter

Dipl.-Ing. Stephan Barasits

MMag. Doris Beigl

Dr. Susanna Fuchs-Weißkircher

Ingrid Göbel

Dipl.-Ing. Tanja Hanzl

Mag. Christian Hennefeind (bis 31.12.2005)

Ing. Ernst Hoffmann

Brigitte Holper

Barbara Holzbauer

Mag. Stefanie Huber

Tatjana Kirchknopf

Andrea Kladensky

Gertrude Kolek

Sabine Koller

Mag. Nina Krejci

Mag. (FH) Harald Kristinar

Günther Leber

Mag. Michael Maier (ab 9.1.2006)

Gabriele Malik

Mag. (FH) Isabella Manna-Stumpf (bis 31.3.2006)

Gordana Petrovic

Mag. Doris Rechberg

Eveline Scheibelreiter

Mag. Dr. Otto Schimpf

Sylvia Schuller

Mag. Ewa Slunecko

Sabine Stacher

Mag. (FH) Judit Staufer

Mag. Dr. Herbert Szirota

Dr. Gerhard Vitek

Gesellschafterstruktur

WIEN HOLDING GmbH

Stammkapital

Stadt Wien

Wiener Stadterneuerungsgesellschaft, Gemeinnützige Wohnbau-,

Planungs- und Betreuungsgesellschaft m.b.H.

EUR 13.000.000,00

99,99 %

0,01 %

06


Wettbewerb ist Chance

Konstante Absicherung und dynamische Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts

Wien, professionelles Management von kommunalen Dienstleistungen im Auftrag

der Stadt Wien, Gestaltung und Entwicklung von Zukunftsprojekten in der Centrope-

Region, innovative Impulse für die Segmente Forschung und Entwicklung sowie für

die Cultural Industries, große Immobilien- und Infrastrukturprojekte im Rahmen der

Stadtentwicklung – das sind nur einige der herausfordernden Aufgaben, mit denen

die Wien Holding Tag für Tag konfrontiert wird.

Die Wien Holding muss sich aber auch täglich dem Wettbewerb stellen und tut dieses

auch. Hier geht es aber nicht ausschließlich um Konkurrenz zwischen Unternehmen,

Produkten oder Marken, sondern viel mehr um den Wettstreit der Wirtschaftsstandorte

und Regionen, um neue Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, um Wiener

Firmen, die wegziehen wollen und um hoch qualifizierte Fachkräfte. Der Wettbewerb

um Aufträge und Entwicklungsprojekte, die Bemühungen um neue Ideen, Innovationen

und zukunftsträchtige Projekte gehört ebenso dazu wie der Wettstreit um die

besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

o. Univ. Prof. DDr. Walter Barfuß

Vorsitzender des Aufsichtsrates

der Wien Holding

Die Wien Holding ist ein Vorbild für New Public Management und wird am Niveau

vergleichbarer hervorragend geführter internationaler Konzerne gemessen. Das Unternehmen

handelt nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen, ist kompetitiv und ertragsorientiert,

ohne die wesentlichen Aspekte, wie Auftrag des Eigentümers und gemeinwirtschaftlicher

Nutzen, zu vernachlässigen.

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats möchte ich der Geschäftsführung sowie allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2005 geleistete Arbeit

Dank und Anerkennung aussprechen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

o. Univ. Prof. DDr. Walter Barfuß

07


WIEN HOLDING

Bericht der Geschäftsführung

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka

Dir. Peter Hanke

Das Geschäftsjahr 2005

Die Wien Holding konnte auch 2005 wieder ein sehr

erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnen. Der Konzernumsatz

wurde gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent

auf die Rekordsumme von TEUR 283.605 gesteigert.

Auch der Personalstand erhöhte sich auf 1.858 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, somit konnten rund 30

neue Arbeitplätze geschaffen werden. Insgesamt sind

im Berichtsjahr 59 Unternehmen im Konzern der Wien

der unternehmenseigenen Liegenschaften. Dadurch

erwachsen den Konzerngesellschaften Synergieeffekte

in steuerlicher und wirtschaftlicher Hinsicht sowie im

Personalbereich.

Ab 2005 unterliegen die Unternehmen der Wien

Holding der Gruppenbesteuerung, wobei als Gruppenträger

die Wien Holding fungiert. Insgesamt ergibt

sich durch die Gruppenbesteuerung eine deutliche

Verringerung der Körperschaftsteuer.

Holding vertreten.

Erfolgreiche Platzierung einer

Kernaufgaben der Wien Holding

Zu den wichtigsten Aufgabenbereichen des Unternehmens

gehören die strategische und operative Führung

der gehaltenen Beteiligungen,

EUR-70-Mio.-Anleihe

Durch die Aufnahme einer Euro-Unternehmensanleihe

in Höhe von EUR 70 Mio. erhöhte sich die Bilanzsumme

im Vergleich zum Vorjahr wesentlich.

die Verwaltung von Unternehmen

aus dem Bereich der Stadt

Wien sowie die Bewirtschaftung

„ Die Nachfrage nach unserer

Anleihe war sensationell und ist

ein großer Erfolg für den Wirtschaftstandort

Mit der Anleihe werden

sowohl zukünftige Projekte im

Bereich Immobilienmanagement

Wien und

die

Wien Holding.“

Dir. Peter Hanke

08


als auch der Erwerb weiterer

Beteiligungen finanziert. Der Expansionskurs

der Wien Holding

ist somit für die nächsten Jahre

nachhaltig gesichert.

„ Für die Wien Holding sind

Immobilien nicht einfach Grundstücke,

die man erwirbt und verkauft,

sondern Objekte, die zur

(geistigen!) Mobilität anregen.“

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka

Die GESIBA-Gruppe setzte ihre

erfolgreiche Bautätigkeit auch

2005 fort. Insgesamt wurden

Wohnbauprojekte in der Größenordnung

von 415 Wohneinheiten

an die Mieter übergeben. Auf Kundenwünsche

Die erste Euro-Anleihe der Wien Holding stieß bei den wird mit innovativen Angeboten, wie zum Beispiel

Investoren auf enormes Interesse, nach zwei Tagen „Bike-City“ und „Betreutes Wohnen“, reagiert.

war sie bereits um mehr als das Doppelte überzeichnet.

Die Anleihe wurde mit einer Laufzeit von sieben In der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft stand die

Jahren zu einem Zinssatz von 3,625 Prozent primär bei Etablierung eines Biotechnologiezentrums in der

institutionellen Investoren in Österreich platziert. Muthgasse im Vordergrund. Für diverse Teilprojekte

wurden im Berichtszeitraum fünf neue Gesellschaften

Marketing und Kommunikation

gegründet. Im Bereich St. Marx wurden die Sanierungsmaßnahmen

der Rinderhalle fortgesetzt.

Die Marketing- und Werbeaktivitäten des Konzerns

erfuhren im Berichtsjahr eine Ausweitung. So wurde

eine Imagekampagne konzipiert und medial breit eingesetzt,

um den Bekanntheitsgrad des Konzerns und Fertigstellung der Wiener Messe Neu Anfang des letz-

Die Wiener Messe Besitz GmbH betreibt nach der

seiner Unternehmen zu steigern. Die aufmerksamkeitsstarken

Anzeigenmotive positionierten die einzelnen wicklung des Standorts Messe Wien, insbesondere die

ten Jahres weiterhin die Verwaltung und Weiterent-

Geschäftsbereiche und somit die Vielfalt der unternehmerischen

Tätigkeiten des Konzerns. Daher wurden

Neugestaltung der MesseCarrees Nord und Süd.

die attraktiven Anzeigensujets auch als visuelles Leitmotiv

für den Jahresbericht ausgesucht.

beginn für das Einkaufszentrum „Stadion Center.“ Im

Bei der U2 Stadtentwicklung GmbH erfolgte der Bau-

Eine fortlaufende kampagnenbegleitende Imageanalyse weiteren Schwerpunkt-Projekt „Viertel Zwei“ konnten

und eine Evaluation der Werbeaktivitäten seitens der bereits langfristige Mietverträge für den geplanten

Universität Wien ist wesentlicher Bestandteil des Bürokomplex abgeschlossen werden.

Kommunikationskonzepts.

Der Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft gelang es,

Der Konzern

eine Vereinbarung zur kurzfristigen Abwicklung wichtiger

Instandhaltungs- beziehungsweise Instandset-

Das Jahr 2005 brachte eine weitere Fokussierung auf

die Kernkompetenzen der Wien Holding. Der Schwerpunkt

lag dabei auf dem Ausbau der Bereiche Immobizusetzen.

Hier konnte eine Einigung über die Finanzungsmaßnahmen

der historischen Bausubstanz umlienmanagement

und Kulturmanagement. Insgesamt gehören

59 Unternehmen zum Konzern der Wien Holding. wurde für das Konferenzzentrum ein neuer Betreiber

zierung bis zum Jahr 2009 getroffen werden. Weiters

gewonnen.

Immobilienmanagement

In diesem Bereich entstanden im Berichtsjahr mehrere Die Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH & Co KG

Initiativen zur Entwicklung ausgewählter Projekte in hat 2005 einen Masterplan zur Entwicklung des Standorts

Oberlaa ausgearbeitet und im November der Stadt Wien.

des

09


WIEN HOLDING

Berichtsjahres eingereicht. Auf mehr als 200.000

Quadratmetern Grundfläche sollen neben einer neuen

Therme und einem Hotel innovative Einzelprojekte wie

ein DaySpa, Serviced Apartments und ein Gesundheitszentrum

entstehen.

ergänzenden Dienstleistungen. Das Unternehmen

konnte sich in einer Vielzahl von Projekten als Partner

für Veranstalter und Endkunden positionieren. Die

Höhepunkte waren unter anderen die Betreuung der

Eishockey-WM sowie der Kartenvorverkauf für die beiden

Robbie Williams-Konzerte im Sommer 2006 im

Kulturmanagement

Ernst-Happel-Stadion.

In diesem Geschäftsbereich wurde durch den Kauf der

Haus der Musik Betriebsgesellschaft und der Immobilie

eine deutliche Erweiterung vollzogen. Die Höhepunkte

des Berichtsjahres waren die Feierlichkeiten zum fünfjährigen

Bestehen des Hauses sowie die „Lange Nacht

der Musik“. Synergien sollen durch die Zusammenarbeit

mit dem neuen Ronacher und dem Mozarthaus

Vienna geschaffen werden.

Die Erweiterung der Wiener Stadthalle mit Tiefgarage

und Hallenneubau ist abgeschlossen. 2005 startete die

Garage Märzpark in ihr erstes „Regelbetriebsjahr“. Die

Errichtung der neuen Halle F verlief planmäßig. Der Hallenneubau

ist Teil eines im Jahr 1999 gestarteten umfangreichen

Revitalisierungsprogramms. Das Highlight

im Veranstaltungsbetrieb der Wiener Stadthalle war die

sehr gut ausgelastete Produktion „Holiday on Ice“.

Die Sanierungsarbeiten im Mozarthaus Vienna entwikkelten

sich plangemäß, sodass am 27. Januar 2006 –

pünktlich zu Mozarts 250. Geburtstag – feierlich eröffnet

werden konnte. In nur 14 Monaten Umbauzeit

wurde die Immobilie revitalisiert, die einzige in Wien

erhaltene Wohnung Mozarts steht nun den Besuchern

aus aller Welt offen.

Logistik und Mobilität

Auch die wirtschaftliche Entwicklung dieses Bereichs

verlief ausgesprochen positiv. So verstand es die Wiener

Hafen-Gruppe, ihre Bedeutung für den Umschlagplatz

Wien weiter auszubauen. Als herausragender Meilenstein

in der Investitionstätigkeit der Hafen-Gruppe kann

die Fertigstellung der Spundwand im Hafen Albern

Die Vereinigten Bühnen Wien haben auf einen Drei-

Sparten-Betrieb umgestellt. Das Theater an der Wien

wurde zu einem Opernhaus mit Stagionebetrieb, das

Raimund Theater zu einer internationalen Musicalangesehen

werden. Das Ausbauprogramm wird mit

den Großprojekten Hochwasserschutz Freudenau und

der Neugestaltung des Containerterminals fortgesetzt.

Beide Projekte befinden sich in der Umsetzungsphase.

Bühne. Das derzeit in Funktionssanierung befindliche

Ronacher wird ab Herbst 2007 für Musicals und Entertainment

zur Verfügung stehen. Hier wurden Finanzierungs-

und Ausbaupläne gewählt, die auch vom Denkmalamt

mitgetragen werden. Das Haus bekommt

einen Ballettsaal, eine Studiobühne, Orchesterproberäume

und eine neue Bühnentechnik.

Der Güterumschlag, der Containerterminal, die Lagerung

und die Immobilienbewirtschaftung zeigten eine

kontinuierliche Entwicklung. Im Bereich der Wiener

Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungs

GmbH kam es durch eine erhebliche Frequenzsteigerung

in der Kabinenschiff-

„ Die wirtschaftliche Entwicklung fahrt zu einem deutlichen

An-

Die WT Wien Ticket GmbH startete

mit Jahresbeginn als eigenständiges

Unternehmen mit

Schwerpunkt Ticketvertrieb und

10

der Wiener Hafen-Gruppe war stieg der Umsatzerlöse.

vor allem durch steigende

Umschlagzahlen sowie die Am 17. Mai 2005 wurde die

„GüterBim“ von der TINA Vienna

anhaltende Dynamik im Bereich

des Containerterminals gekennzeichnet.“

Dir. Peter Hanke


der Öffentlichkeit präsentiert. Das unter der Leitung

des Unternehmens gemeinsam mit den Wiener Linien

durchgeführte Projekt nutzt die Infrastruktur des

öffentlichen Personennahverkehrs zum Transport von

Gütern. Weitere Höhepunkte waren die Teilnahme am

Transport-Research-Board 2005 in Washington D.C.

sowie die Impacts-Europa-Konferenz in Amsterdam.

Umweltmanagement

Hier stand die Erweiterung der Hauptkläranlage um

eine zweite Ausbaustufe an erster Stelle. Nach fünfjähriger

Bauzeit ist der Ausbau der Hauptkläranlage

Wien abgeschlossen. Die Eröffnung der modernsten

Kläranlage Europas fand im Juni 2005 statt. Sie stellt

das Herzstück des Wiener Gewässerschutzprogramms

dar und bewirkt eine signifikante Verbesserung der

Wasserqualität der Wiener Flüsse. Die Investitionen

ermöglichten, die bestehende Hauptkläranlage mit

einer zweiten biologischen Reinigungsstufe auszustatten,

wodurch den neuesten gesetzlichen Umweltstandards

voll entsprochen wird.

Weiters wird das städtische Kanalnetz im Rahmen des

Gewässerschutzprogramms der Stadt Wien von den

Entsorgungsbetrieben Simmering ausgebaut. Der Ausbau

erfolgt in zwei Stufen, wobei die erste Stufe

bereits im Jahr 2005 abgeschlossen wurde und der

Abschluss der zweiten Stufe für 2015 geplant ist.

Medien

Die Kabel-TV-Wien hat aus ihrer Aufgabenstellung als

Programmgesellschaft der UPC Telekabel Wien neben

dem W:24-Text auch einen umfassenden Internet-

Dienst mit Fokus auf Wien entwickelt. Seit März 2005

produziert die Kabel-TV-Wien das kabelexklusive Informationsprogramm

W:24, ein 15-minütiges Nonstop-

Programm, das sich auf Wien-Themen konzentriert.

W:24 soll in Zukunft als Plattform für weitere Wien orientierte

Inhalte dienen und damit die Kabelkunden an

die UPC Telekabel Wien binden.

Dies ist umso notwendiger, als sich das Konkurrenzumfeld

der UPC Telekabel Wien durch aonDigital TV

und in weiterer Zukunft die digitale Terrestrik wesentlich

verändern wird.

Wirtschaftliches Umfeld

Als Wirtschaftsstandort nimmt Wien einen Spitzenplatz

unter den europäischen Metropolen ein. Nicht

umsonst weist das EU-Statistikamt (EUROSTAT) Wien

als sechstreichste Region der EU aus. Denn Wien ist

Österreichs kräftigster Wirtschaftsmotor mit der höchsten

Kaufkraft sowie den meisten Betrieben und Unternehmensneugründungen.

Das jährliche Investitionsvolumen der Stadt von etwa

EUR 2,4 Milliarden wird schwerpunktmäßig zur Entwicklung

und zur Forcierung von Zukunftsbranchen

wie Forschung, speziell im Bereich Life Sciences, in der

IT-Branche, in den „Creative Industries“ oder im

Tourismus eingesetzt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Auch in die Stadtentwicklung, große infrastrukturelle

Aufgaben und Kultur wird viel Geld investiert. Und die

vielen grenzüberschreitenden Aktivitäten – insbesondere

im Centrope-Raum – bieten neue Möglichkeiten.

Für die Geschäftsfelder der Wien Holding sind somit

die Rahmenbedingungen insgesamt ausgesprochen

positiv. Dies nicht nur, um die eigenen Gesellschaften

und neue, innovative Projekte voranzutreiben, sondern

auch, um die Stadt Wien noch interessanter und

attraktiver für Bürger und Unternehmen, Besucher

sowie Investoren aus Österreich, der EU und dem

Ausland zu positionieren.

So partizipieren eine Reihe von Gesellschaften vom

Tourismus, der in Wien einen absolut entscheidenden

Wirtschaftsfaktor darstellt. 2005 wurde mit 8,77 Mio.

Nächtigungen ein neuer Rekord erzielt, was einer vierprozentigen

Steigerung zum Vorjahr entspricht.

Parallel dazu wird nicht nur der Geschäftstourismus,

sondern auch der Kongresstourismus forciert.

11


WIEN HOLDING

Wie bedeutsam dieser Bereich ist, beweist die Tatsache,

dass allein der Radiologenkongress in etwa

70.000 Nächtigungen gebracht hat.

Vom Tourismus profitieren nicht nur die Wiener Messe

Besitz Gesellschaft direkt, sondern im Großen und

Ganzen auch der gesamte Bereich des Kulturclusters

der Wien Holding: ob Jüdisches Museum Wien, das

Haus der Musik, die Vereinigten Bühnen oder die

Wiener Stadthalle und damit auch Wien Ticket. Das

Mozartjahr 2006 mit dem Mozarthaus Vienna und die

Fußball-EM 2008 werden für eine weitere positive

Entwicklung sorgen.

Mit einer Forschungsquote von 3,02 Prozent des

Bruttosozialprodukts liegt Wien deutlich über dem

Bundesdurchschnitt von 2,27 Prozent. Rund 800 Forschungseinrichtungen

mit etwa 18.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern sind in großen und kleinen

Unternehmen, Universitäten und außeruniversitären

Einrichtungen untergebracht. Der starke Fokus auf

Forschung führt auch zu immer neuen Ansiedlungen

von Unternehmen aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich,

die entsprechend maßgeschneiderte

Immobilien benötigen. Die Wien Holding hat hier

eindeutige Vorteile, verfügt sie doch über ein hoch

entwickeltes Know-how und Experten im Immobilienmanagement

von der Projektentwicklung bis zur

Durchführung. Die Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

und die Glamas-Gesellschaften kooperieren zu

diesem Zweck eng mit der Universität für Bodenkultur.

Die Tatsache, dass der Universitätsstandort Wien mit

120.000 Studentinnen und Studenten der zweitgrößte

im deutschsprachigen Raum ist, unterstreicht die

Ambitionen der Stadt und die Chancen der Wien

Holding als Betreiberin des internationalen Studentenheims

Döbling und im Bestreben, weitere Wohnmöglichkeiten

speziell für junge Leute aus der Centrope

Region zu errichten.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die kräftige Expansion der Wien Holding lässt sich

nicht nur an einer deutlichen Ausweitung der Aktivitäten

darstellen. So zeigen auch die zentralen betriebswirtschaftlichen

Indikatoren einen nachhaltigen

Wachstumstrend.

Die nachfolgenden Kennzahlen beziehen sich auf den

Gesamtkonzern unter Einbindung aller 59 Konzernunternehmen.

Unternehmenskennzahlen

Umsatzerlöse

Tsd. EUR

283.605

266.472

2005 2004

Investitionen

Tsd. EUR

156.981

148.228

2005 2004

Personalstand

1.858 1.826

2005 2004

Die Beteiligungsunternehmen des Wien Holding-

Konzerns erwirtschafteten im Berichtsjahr Umsatzerlöse

in Höhe von EUR 283,6 Mio., das sind circa

6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Investitionen

stiegen um 5,9 Prozent auf die Rekordsumme von fast

Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Umsatzerlöse Umsatzerlöse +/- %

Tsd. EUR Tsd. EUR

2005 2004

Immobilien 129.090 124.093 +4,0

Freizeit/Kultur 49.858 42.430 +17,5

Logistik/Mobilität 31.440 31.005 +1,4

Umwelt 65.943 61.533 +7,2

Medien 7.275 7.411 -1,8

12


EUR 157 Millionen und machen

mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse

aus.

Der Immobilienbereich führt die

Umsatzliste mit einem Anteil

„ Die Wien Holding versteht sich

als Know-how-Center und

Schaltstelle zwischen öffentlicher

Hand und privaten Unternehmen.“

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka

Die Wien Holding ist ein wichtiger

Faktor auf dem regionalen

Arbeitsmarkt.

Die Beschäftigungszahl konnte

konzernweit auf 1.858 Arbeits-

von rund 45,5 Prozent an, gefolgt von Umwelt mit plätze erhöht werden. Spitzenreiter im Personalstand

23,2 Prozent. Der Cluster Kulturmanagement konnte ist der personalintensive Bereich Kulturmanagement

seinen Anteil auf 17,6 Prozent vom Gesamtumsatz mit den Vereinigten Bühnen Wien sowie der Wiener

erhöhen.

Stadthallen-Gruppe.

Investitionen der Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Investitionen Investitionen +/- %

Tsd. EUR Tsd. EUR

2005 2004

Immobilien 85.065 54.641 +55,7

Freizeit/Kultur 13.389 4.220 +217,3

Logistik/Mobilität 6.784 8.897 -23,8

Umwelt 51.551 80.362 -35,9

Medien 193 108 +78,7

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Investitionstätigkeit

des Konzerns wiederum massiv erhöht und innerhalb

des Konzerns verschoben. So stiegen die Investitionen

weiterhin stark im Bereich Immobilienmanagement

und massiv im Bereich Kulturmanagement. Dies

betrifft insbesondere die baulichen Maßnahmen in der

Stadthalle, im Theater an der Wien und im Ronacher.

Mit der Fertigstellung der ersten Stufe der Erweiterung

der Kläranlage sank naturgemäß auch der Investitionsbedarf

im Bereich Umweltmanagement.

Personalstand der Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Personalstand Personalstand +/- %

Tsd. EUR Tsd. EUR

2005 2004

Immobilien 427 427 0,0

Freizeit/Kultur 1.015 996 +1,9

Logistik/Mobilität 212 209 +1,4

Umwelt 151 144 +4,9

Medien 53 50 +6,0

Public Private Partnership

Immer mehr Aufgaben der öffentlichen Hand werden

in PPP-Projekten realisiert, da diese häufig nicht mehr

über die erforderlichen Mittel verfügt, um große Infrastrukturprojekte

rasch und nachhaltig durchführen zu

können. Privaten Investoren wiederum fehlen der Zugang

zu öffentlichen Projekten und das nötige Knowhow

bei Behördenverfahren. In PPP-Modellen bringen

beide Seiten ihre Ressourcen und ihr Know-how bestmöglich

ein.

Die vertraglichen Konstellationen von PPP-Modellen

können unterschiedliche Formen haben. So sieht etwa

das Betriebsführungsmodell vor, dass der private Betriebsführer

auf vertraglicher Basis gegen Entgelt Anlagen

der öffentlichen Hand in deren Namen betreibt.

Das Betreibermodell sieht weitergehende Kompetenzen

vor: Der private Unternehmer errichtet und betreibt

ein Projekt, er tritt dabei als Bauherr auf und trägt das

wirtschaftliche Risiko. Die Finanzierung erfolgt über

Gebühren, welche die Nutzer – im PPP-Fall meist die

öffentlichen Partner – für die Inanspruchnahme zu entrichten

haben.

Daneben wird PPP oft auch im Rahmen der so genannten

gemischtwirtschaftlichen Unternehmen betrieben.

Dies sind Unternehmen, die sowohl öffentliche als auch

private Anteilseigner haben – ein Modell, das die Wien

Holding in ihren PPP-Projekten zum Einsatz bringt.

Diese werden teilweise als Modifikation der Betreiber-

13


WIEN HOLDING

modelle betrieben, teilweise

kommt dem privaten Anteilseigner

aber auch nur eine finanzielle

Beteiligung zu.

Das Wiener Modell

In ihren PPP-Modellen achtet die Wien Holding darauf,

dass öffentliche Hand und private Partner zu – für beide

Seiten – positiven Lösungen kommen. Darüber hinaus

behält sie auch immer den Aspekt der Nachhaltigkeit

im Blick. Im Unterschied zu PPP-Modellen andernorts

geht es in Wien nicht nur um rasche, gewinnbringende

Lösungen, sondern auch um langfristig stadtverträgliche

Entwicklungen. Gemeinsam mit der öffentlichen

Hand und privaten Investoren entwickelt die Wien

Holding Projektideen und bringt neben Know-how

auch materielle Güter wie Liegenschaften ein.

Kaum ein Konzern deckt mit seinen Unternehmen so

viele Bereiche ab wie die Wien Holding und verfügt

über Experten auf praktisch jedem Gebiet: Immobilienund

Umweltmanagement, Logistik, Wohnbau, Kultur,

Medien und Informationstechnologie.

„ PPP schafft Mehrwert und

Mehreinnahmen durch das

Zusammenspiel im Investment

der öffentlichen Hand mit den

Privaten.“

Dir. Peter Hanke

Im Kulturcluster gilt es, bestehende

Synergien auszubauen

und übergreifende Dienstleistungen

für alle Bereiche zu entwickeln.

So wird Wien Ticket sukzessiv als konzernweite

Ticketing-Plattform eingesetzt. Für das erste

Wirtschaftsjahr des Mozarthaus Vienna wird mit

170.000 Besuchern gerechnet.

Die Halle F der Wiener Stadthalle wurde 2006 fertig

gestellt und am 15. Februar offiziell eröffnet. Die neue

Halle ist als Multifunktionshalle für unterschiedlichste

Veranstaltungsformen konzipiert und bietet Platz für

rund 2.000 Besucher.

Im Liegenschaftsbereich sind drei Projekte hervorzuheben.

Im Gebiet „Neu Stadlau“ sind neben einem Umweltzentrum

der MA 48 Büros, Wohnungen, Wellnessund

Freizeitbereiche, Einkaufsmöglichkeiten, Serviceeinrichtungen

für ältere Personen sowie ein Studentenheim

speziell für die Bewohner der Region Centrope

geplant.

Zu den aktuellen PPP-Projekten der Wien Holding zählen

neben der Central Danube Region die Instandsetzung

des Mozarthaus Vienna in der Wiener Innenstadt,

die Entwicklung des Stadtgebiets rund um

Messe, Prater und Stadion, entlang der verlängerten

U-Bahn Linie U2 oder ein Entwicklungsgebiet im

22. Bezirk, wo auf einem ehemaligen Industrieareal

ein „Zentrum für alle“ (STAR22) entsteht.

Beim Projekt PROMIS (Projektentwicklung Missindorfstraße)

handelt es sich um die Kombination eines

Gewerbezentrums verbunden mit Wohnbau und einer

Garage. Der bestehende Gewerbehof wird sukzessiv

baulich verbessert. So kann dem Motto „Stadt der

kurzen Wege“ durch ein kleinteiliges Nebeneinander

von Arbeiten, Einkaufen und Wohnen Rechnung getragen

werden.

14

Ausblick 2006

Das Ziel für das Geschäftsjahr 2006 liegt in der wirtschaftlichen

Stärkung der Unternehmensgruppe. Im

Ausbau der Beteiligungsportfolios sowie in der Erarbeitung

und Umsetzung neuer

Die Wien Oberlaa Projektentwicklung wird gemeinsam

mit der VAMED dem Bereich rund um das Kurzentrum

Oberlaa im Süden Wiens neue Impulse geben. Das

Natur- und Erholungsgebiet Kurpark Oberlaa bleibt

weitgehend unberührt und bildet

Projektideen, um den Wirtschaftsstandort

Wien nachhaltig

zu stärken.

„ Das Mozarthaus Vienna soll ein

weiterer Schwerpunkt im

Kulturcluster der Wien Holding

einen einmaligen Rahmen

für die geplanten Einzelprojekte.

Der Umbau des bestehenden

werden und das Kulturangebot

der Stadt weiter stärken.“

Dir. Peter Hanke


Hotels in Serviced Apartments

wird die Aufwertung des Standorts

einleiten und mit dem

Neubau eines Thermen- und

„ Unter dem Motto ,Oase in der

Großstadt’ ist in Oberlaa ein

Gesundheits- und Freizeitzentrum

internationalen Formats

geplant.“

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka

Wissenschafts- und Technologiepark

GmbH in das Portfolio der

Wien Holding GmbH eingegliedert.

Kongresshotels seinen Höhepunkt finden.

Im Medienbereich soll W:24, das derzeit als analoges

Im Cluster Regionalentwicklung wird der im Auftrag

der Central Danube Region entwickelte „Twin City

Liner“ im Juni 2006 den Betrieb aufnehmen. Hierbei

handelt es sich um eine permanente Schifffahrtsverbindung

zwischen Wien und Bratislava. Der Schnellkatamaran

Fernsehprogramm im Wiener Telekabel läuft, in

Zukunft zu einem interaktiven digitalen Informationsprogramm

ausgebaut werden und als zusätzliches

Feature Schritt für Schritt auf HDTV-Niveau angehoben

werden.

benötigt für die Strecke nur 75 Minuten,

fasst rund 100 Personen und kann aufgrund des geringen

Tiefgangs von 0,85 Metern den Donaukanal

problemlos befahren.

Die Geschäftsführung der Wien Holding GmbH dankt

allen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern

sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das im

Jahr 2005 gebotene Engagement für den Konzern.

Im Wiener Hafen sorgen die geplante Erweiterung des

Hochwasserschutzes und der Bau einer Rohstoffhalle

für einen stetigen Ausbau der Anlagen. Im Frühjahr

Mit hohem Einsatz im Interesse der Holding kann auch

für das Jahr 2006 mit einer positiven Geschäftsentwicklung

gerechnet werden.

2006 wurde die 20-prozentige Beteiligung der Wiener

Hafen, GmbH & Co KG an der Tech Gate Vienna Dipl.-Ing. Brigitte Jilka

Peter Hanke

15


WIEN HOLDING

Die Konzernunternehmen im Überblick

WIEN

Immobilienmanagement

GESIBA Gemeinnützige Siedlungsund

Bauaktiengesellschaft

Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft

Wohnpark Alt-Erlaa

Wiener Stadterneuerungsgesellschaft,

Gemeinnützige Wohnbau-, Planungsund

Betreuungsges.m.b.H.

GASOMETER-MALL Beteiligungsges.m.b.H.

GASOMETER-MALL Errichtungsund

Betriebsges.m.b.H

GSE „Gasometer“ Shopping- und Entertainment

Center Vermietungs GmbH

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH

Schloß Laxenburg Betriebsges.m.b.H.

Studentenheim Haus Döbling Betriebsges.m.b.H.

U2 Stadtentwicklung GmbH

Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement

Haus der Musik Betriebsgesellschaft m.b.H.

Jüdisches Museum der Stadt Wien Ges.m.b.H.

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und

Betriebs GmbH

Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.

VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsges.m.b.H.

Wiener Mozartjahr

Organisationsges.m.b.H.

WT Wien Ticket GmbH

Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsges.m.b.H.

StH - Garagenbetriebs GmbH

WT Wien Ticket GmbH

WT Wien Ticket GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH & Co KG

Wiener Stadtentwicklungsges.m.b.H.

Wiener Messe Besitz GmbH

Immobilienentwicklung St. Marx GmbH

Realitäten-Development GmbH

IMU Immobilienentwicklung Muthgasse GmbH

Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH

IMU Immobilienentwicklung

Muthgasse GmbH & Co KEG

Muthgasse Immobilienbeteiligung Zwei GmbH

Muthgasse Immobilienbeteiligung Drei GmbH

16


HOLDING

Logistik und Mobilität

Central Danube Region Marketing

& Development GmbH

TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H.

Wiener Hafen Management GmbH

Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG

Wiener Hafen, Lager und

Umschlagsbetriebe Ges.m.b.H.

GYÖR-GÖNYÜ KIKÖTÖ BEFEKTETÉSI ÉS

Beruházasszervezési AG

PKM – Muldenzentrale GmbH

Umweltmanagement

Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H.

Wiener Wasser Technologie GmbH

WIEN KANAL-Abwassertechnologien

GesmbH. & Co. KG

Wiener Kommunal-UmweltschutzprojektgesmbH

Tierkörperbeseitigung Wien GmbH Nfg KG

Wiener Tierkrematorium GmbH

Burgenländische Tierkörperverwertungsges.m.H.

Burgenländische Tierkörperverwertungs

Ges.m.b.H. & Co KG

Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

TerminalSped Speditions Ges.m.b.H.

WienCont Krems Kombiterminal

Ges.m.b.H.

Wiencont Management Ges.m.b.H.

DDSG - BLUE DANUBE Schiffahrt GmbH.

TECH GATE VIENNA Wissenschafts- und

Technologiepark GmbH

Wiener Donauraum Länden und Ufer

Betriebs- und Entwicklungs GmbH

Medien

Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H.

UPC Telekabel Wien GmbH

Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungsund

Marketing Ges.m.b.H.

KTV BeteiligungsgmbH

Salum Beteiligungsverwaltungs GmbH

Ö.K.O. Media & Marketing Services Ges.m.b.H.

17


WIEN HOLDING

Die Konzernunternehmen im Detail

Immobilienmanagement

GESIBA Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft

Grundkapital

Stadt Wien (in Verwaltung der Wien Holding)

EUR 85.640.600,00

99,97 %

Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft

Wohnpark Alt-Erlaa

Grundkapital

EUR 3.640.000,00 65,85 %

Wiener Stadterneuerungsgesellschaft, Gemeinnützige

Wohnbau-, Planungs- und Betreuungsges.m.b.H.

Stammkapital

EUR 2.180.185,03 99,97 %

GASOMETER-MALL Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital EUR 42.000,00 50,00 %

GASOMETER-MALL Errichtungsund

Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

EUR 72.672,83 100,00 %

GSE „Gasometer“ Shopping- und

Entertainment Center Vermietungs GmbH

Stammkapital

EUR 72.800,00 100,00 %

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 36.000,00

100,00 %

Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 436.037,00

50,00 %

Studentenheim Haus Döbling Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 36.336,42

100,00 %

U2 Stadtentwicklung GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 100.000,00

20,00 %

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

100,00 %

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH & Co KG

Hafteinlage

Wien Holding als Kommanditist

EUR 10.000,00

50,00 %

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 400.000,00

100,00 %

Wiener Messe Besitz GmbH Stammkapital EUR 2.100.000,00 94,88 %

Immobilienentwicklung St. Marx GmbH Stammkapital EUR 80.000,00 100,00 %

Realitäten-Development GmbH Stammkapital EUR 35.010,00 20,00 %

IMU Immobilienentwicklung Muthgasse GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

IMU Immobilienentwicklung

Muthgasse GmbH & Co KEG Hafteinlage EUR 1.000,00 100,00 %

Muthgasse Immobilienbeteiligung Zwei GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Muthgasse Immobilienbeteiligung Drei GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

18


Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement

Haus der Musik Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

100,00 %

Jüdisches Museum der Stadt Wien Gesellschaft m.b.H. Stammkapital

Wien Holding

Stadt Wien (in Verwaltung der Wien Holding)

EUR 36.336,41

49,00 %

51,00 %

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und Betriebs GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 50.000,00

51,00 %

Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 335.966,51

97,34 %

VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

EUR 36.336,42 100,00 %

Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H. Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

WT Wien Ticket GmbH Stammkapital EUR 100.000,00 45,00 %

Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 10.900.925,13

100,00 %

StH - Garagenbetriebs GmbH

WT Wien Ticket GmbH

Stammkapital

Stammkapital

EUR 36.336,42 99,21 %

EUR 100.000,00 40,00 %

WT Wien Ticket GmbH

Stammkapital

Wien Holding

Wiener Stadthalle

VBW-Kulturmanagement

EUR 100.000,00

15,00 %

40,00 %

45,00 %

19


WIEN HOLDING

Logistik und Mobilität

Central Danube Region Marketing & Development GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 200.000,00

50,00%

TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 72.672,83

100,00 %

Wiener Hafen Management GmbH (WHM)

Stammkapital

Wien Holding

EUR 36.000,00

100,00 %

Wiener Hafen, GmbH & Co KG (WHG)

Hafteinlage

Wien Holding als Kommanditist

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft als Kommanditist

EUR 63.158.003,36

94,99 %

0,01 %

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG (WHV)

Hafteinlage

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft als Kommanditist

EUR 1.750.000,00 99,96 %

0,04 %

Wiener Hafen, Lager und Umschlagsbetriebe

Gesellschaft m.b.H. (WHL)

Stammkapital

EUR 3.700.000,00 100,00 %

GYÖR-GÖNYÜ KIKÖTÖ BEFEKTETÉSI ÉS

Beruházasszervezési AG Grundkapital HUF 177.500.000,00 1,69 %

PKM – Muldenzentrale GmbH Stammkapital EUR 177.000,00 2,03 %

Wiencont Container Terminal Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital ATS 12.500.000,00 94,24 %

TerminalSped Speditionsgesellschaft m.b.H. Stammkapital ATS 1.000.000,00 100,00 %

WienCont Krems Kombiterminal

Gesellschaft m.b.H. Stammkapital EUR 220.000,00 26,00 %

Wiencont Management Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

WienCont Krems

EUR 72.000,00 66,67 %

33,33 %

DDSG - BLUE DANUBE SCHIFFAHRT GMBH. Stammkapital EUR 1.453.460,00 50,00 %

TECH GATE VIENNA Wissenschafts- und

Technologiepark GmbH Stammkapital EUR 440.000,00 20,00 %

Wiener Donauraum Länden und

Ufer Betriebs- und Entwicklungs GmbH

Stammkapital

WHV

EUR 35.000,00 99,00 %

1,00 %

20


Umweltmanagement

Entsorgungsbetriebe Simmering Gesellschaft m.b.H. Stammkapital

Stadt Wien (in Verwaltung der Wien Holding)

EUR 11.658.539,42

100,00 %

Wiener Wasser Technologie GmbH Stammkapital EUR 36.000,00 100,00 %

WIEN KANAL – Abwassertechnologien GesmbH & Co. KG Hafteinlage ATS 1.000.000,00 100,00 %

Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft

mbH Stammkapital EUR 60.000,00 33,33 %

Tierkörperbeseitigung Wien GmbH Nfg KG Hafteinlage EUR 450.571,58 99,00 %

Wiener Tierkrematorium GmbH Stammkapital EUR 72.000,00 30,00 %

Burgenländische Tierkörperverwertungsgesellschaft

m.b.H. Stammkapital ATS 500.000,00 10,00 %

Burgenländische Tierkörperverwertungsgesellschaft

m.b.H. & Co KG Hafteinlage EUR 290.691,33 10,00 %

Medien

Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

EUR 654.055,51

99,99 %

0,01 %

UPC Telekabel Wien GmbH Stammkapital EUR 24.512.546,97 5,00 %

Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungsund

Marketing Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

EUR 72.672,83 100,00 %

KTV BeteiligungsgmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Salum Beteiligungsverwaltungs GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING SERVICES Gesellschaft mbH

Stammkapital

Wien Holding

ATS 1.500.000,00

33,33 %

21


IMMOBILIENMANAGEMENT

GESIBA

GESIBA

Gemeinnützige Siedlungs- und

Bauaktiengesellschaft

A-1013 Wien, Eßlinggasse 8 -10

Tel.: +43 (1) 534 77-0

Fax: +43 (1) 534 77-600

E-Mail: office@gesiba.at

Web: www.gesiba.at

Vorstand

Gen.-Dir. Ing. Ewald Kirschner

Dir. Dr. Manfred Haas

Aufsichtsrat

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

Dir. Erwin Miggl (1. Stellvertreter)

SR Dr. Klaus Baringer (2. Stellvertreter)

OMR Dr. Kurt Peter Chylik

OSR Dipl.-Ing. Dr. Franz Deix

Dir. Peter Hanke

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

SR Mag. Helene Miksits

Dr. Peter Pillmeier

Arbeitnehmervertreter

Ewald Doleschal

Günther Gersthofer

Otto Hadwiger

Otto Kouril

Ing. Robert Strehn

„ Für die GESIBA ist ,Fair Living’

nicht nur Prinzip den Mietern

gegenüber, sondern auch ein

wichtiger Teil der Unternehmenskultur.“

Gen.-Dir. Ing. Ewald Kirschner

Die Geschichte der GESIBA ist auch eine jahrzehntelange Geschichte des sozialen

Wohnbaus in Wien. Das zeitgemäße Motto der GESIBA lautet „Fair Living“ und

bedeutet leistbares Wohnen auf hohem Standard in einer hochwertigen Wohnumgebung

mit vielen Grünflächen und Kommunikationsangeboten.

Für die GESIBA ist „Fair Living“ nicht nur Prinzip den Mietern gegenüber, sondern

auch ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur. Mit innovativen und architektonisch

mutigen Konzepten nimmt die GESIBA auch laufend an Bauträgerwettbewerben teil.

Erst im abgelaufenen Berichtsjahr ging das Unternehmen wieder als Sieger aus zwei

Bauträgerwettbewerben mit 220 Wohneinheiten am Orasteig und am Pelargonienweg

hervor. Ökologie und ökonomisches Bauen mit Kreativität und sozialem Engagement

sind die vier Grundfesten. Hoher Wohnstandard und leistbare Wohnkosten

sind kein Widerspruch. Dazu kommen bewusst auch Experimente und Nischen:

Wohnanlagen für ältere Menschen, die Bike City für Radfahrer oder eine Passivhausanlage

und die Integration von Industriearchitektur und „Modern Living“ wie beim

Gasometer.

Sozialer Wohnbau in Wien ist nicht nur in der Praxis umgesetzte Sozialpolitik, sondern

wesentlicher wirtschaftspolitischer Motor: Existenzsicherung für viele kleine

und mittlere Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe, Schaffen von

sicheren Arbeitsplätzen und damit auch Steigerung der Kaufkraft. Forcierter Wohnbau

ist ein Indiz für eine funktionierende soziale Marktwirtschaft.

Alleine im Berichtsjahr 2005 wurden von der GESIBA vier

Wohnbauprojekte in der Größenordnung von 415 Wohneinheiten,

einer Behindertenwohngemeinschaft und einem Sozialzentrum

an die Mieter übergeben. Das Gesamtbauvolumen für

diese Wohnhausanlagen lag bei EUR 48.660.000,-.

Ausblick

Auch für 2006 und darüber hinaus wird die GESIBA ihre

expansive Wohnbaupolitik – als Motor des Wohnbaus in Wien – fortsetzen. Im Jahr

2006 befinden sich bereits sieben Projekte mit 612 Wohneinheiten und einem

Bauvolumen von EUR 73.950.000,- in Bau.

Weiters ist für die Jahre 2006/2007 der Baubeginn für acht Wohnhausanlagen vorgesehen.

Unter diesen befindet sich auch das Projekt Thürnlhof vom australischen

Stararchitekten Prof. Harry Seidler (✝) – mit 752 Wohneinheiten und einem Bauvolumen

von EUR 92.888.000,- .

24


Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

Die Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H. (WSE) ist Initiator und zentrale Ansprechstelle

wichtiger Stadtentwicklungsprojekte zur Förderung des Wirtschaftsstandorts

Wien. Für die Projektentwicklung der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

m.b.H. stand im Jahr 2005 die Etablierung eines Biotechnologiezentrums in

der Muthgasse sowie das Vorwärtskommen zur Verwertung von Grundstücken im

Stadtentwicklungsgebiet St. Marx im Vordergrund.

Im Jahr 2005 wurden Herr Dir. Ing. Mutz und Herr Mag. Herwei zu Geschäftsführern

bestellt. Der Geschäftssitz der WSE wurde in den 2. Wiener Bezirk verlegt. Marketingtechnisch

ist es nun Ziel, die Marke „WSE“ verstärkt zu etablieren.

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

mbH (WSE)

A-1021 Wien, Messeplatz 1

Tel.: +43 (1) 720 30 50

Fax: +43 (1) 720 30 50-25

E-Mail: wse@wse.at

Web: www.wse.at

Geschäftsführung

Dir. Ing. Rudolf Mutz

Mag. Josef Herwei

Aufsichtsrat

St. Marx

OSR Dipl.-Ing. Dr. Franz Deix (Vorsitzender)

Die Ausbaustufe 1 im Stadtentwicklungsgebiet St. Marx, die zu 100 Prozent im OAR Gerhard Kammerer (Stellvertreter)

Eigentum der IEM Immobilienentwicklung St. Marx GmbH steht, umfasst die Bauplätze

1 bis 4 mit einer Gesamtgröße von rd. 12 ha. Davon konnten einige Grund-

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Arnold Klotz

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Dir. Dipl.-Ing. Dr. Bernd Rießland

stücke mit einer Gesamtfläche von 26.939 m 2 in den vergangenen Jahren bereits

Vorst. Dir. Ing. Gerhard Schmid

erfolgreich verwertet werden.

Dr. Daniela Strassl

Hauptziel ist derzeit die weitere Verwertung des Bauplatzes 3

„Rinderhalle“ mit einer Fläche von 29.874 m 2 . Die begonnene „ In der Muthgasse sind nach dem

Sanierung der Tragwerkskonstruktion der Halle wird 2006 fortgesetzt.

Für die übrigen Grundstücke gibt es laufend Gespräche

Rückzug der Firma Baxter im

vergangenen Jahr für die Biotechmit

potenziellen Nutzern. Für den Bauplatz 4 „Litfaßstraße“

Flächen wieder sehr positive

wurde ein Bebauungskonzept erstellt.

Entwicklungen bei der BOKU-

Erweiterung zu erkennen.“

Muthgasse – Glamas Entwicklungsflächen

Mag. Josef Herwei

für den Technologiecluster Muthgasse

Diese Flächen (43.693 m 2 ) befinden sich im außerbücherlichen Eigentum diverser

Glamas-Gesellschaften. Für einen Teil der Flächen (Biotech-Flächen) ist ein Syndikat

zum Zweck einer gemeinsamen Projektentwicklung zwischen WSE, BAI, Porr und

Wiener Städtischen in Gründung.

Ein Projekt ist das BOKU BioTech-Zentrum, das die WSE im Syndikat entwickelt und

das, bei weiterem positivem Verlauf der Verhandlungen mit der BOKU, im Jahr

2008/2009 fertig gestellt sein soll.

Für die Beteiligung als Kommanditist wurden von der WSE zwei Tochtergesellschaften

gegründet. Die WSE wird sich selbst als Komplementärin zu je 20 Prozent beteiligen.

Mit Baxter, als dem früheren potenziellen Nutzer des Areals, wurden die Verhandlungen

über eine Beteiligung an den Vorkosten erfolgreich abgeschlossen.

Muthgasse – Krone Entwicklungsfläche

Der Ankauf des Grundstücks erfolgte im März 2005 über die IMU Immobilienentwicklung

GmbH & Co KEG, eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft der WSE.

25


IMMOBILIENMANAGEMENT

Wiener Messe Besitz Gesellschaft

Wiener Messe Besitz GmbH

(MBG)

A-1021 Wien, Messeplatz 1

Tel.: +43 (1) 720 40 50

Fax: +43 (1) 720 40 50-25

E-Mail: office@mbg.at

Web: www.mbg.at

Die Wiener Messe Besitz GmbH ist eine 95-prozentige Tochter der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

(WSE), 5 Prozent befinden sich im Eigentum der Wiener Wirtschaftskammer.

Die Hauptaufgabe der MBG war bisher die Errichtung der neuen

Wiener Messe – eine EUR 192 Mio. umfassende Investition der Stadt Wien – sowie

deren technische Wartung und bauliche Erhaltung. Das abgelaufene Geschäftsjahr

2005 war bereits das zweite als neues Messezentrum Wien.

Geschäftsführung

Attraktive Gestaltung der Vorplätze und Eröffnung des Messehotels

Gen.-Dir. Ing. Rudolf Mutz

Rund um das Gelände gehen die Bauarbeiten zur Verlängerung der U2 zügig voran.

Aufsichtsrat Diese wird ab 2008 das Messezentrum mit zwei Stationen erschließen. Die Zufahrtsstraße

vor dem gläsernen Foyer wurde zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Die

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

SR Dr. Klaus Baringer (Stellvertreter)

neue Verkehrsführung bietet nicht nur die direkte Zufahrt zum Parkhaus A, sondern

OMR Mag. Dr. Gerhard Cech

Vizepräs. Komm.-Rat Michael Hochenegg es wurde damit auch eine erste bauliche Maßnahme zur Neugestaltung des Praterzugangs

im Bereich der Südportalstraße gesetzt.

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

SR Mag. Helene Miksits

Im Herbst 2005 nahm im Bereich des Vorplatzes Ost der vom Team Peichl und Partner

gestaltete Imbiss-Stand, der „IGEL“, seinen Betrieb auf. Damit erfährt auch der

Ostbereich eine architektonische Aufwertung.

Das von Architekt Hermann Czech entworfene Messehotel

„ Die Wiener Messe Besitz GmbH wurde termingerecht im Juni 2005 fertig gestellt. Es wird vom

stellt dem Betreiber, Reed

Betreiber Österreichisches Verkehrsbüro als Austria Trend Hotel

geführt und schafft rund 70 Langzeit-Arbeitsplätze für die

Exhibitions Messe Wien, die

Wiener Tourismuswirtschaft.

Infrastruktur zur Verfügung, die

für einen modernen Messe- und

Projekt MesseCarree Nord und Süd

Kongressbetrieb erforderlich ist.“

Das nördliche MesseCarree ist während der Bauarbeiten für

Gen.-Dir. Ing. Rudolf Mutz die U-Bahn-Linie U2 bis 2008 an die Wiener Linien vermietet.

Derzeit werden in Abstimmung mit den verantwortlichen

Magistratsabteilungen die stadtplanerischen Leitlinien entwickelt. Dazu ist die Auslobung

eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs in Vorbereitung. Die konkrete

Umsetzung beider Projekte erfolgt ab dem Jahr 2008 nach Durchführung der

Fußball-Europameisterschaft.

Hinsichtlich der Aufbereitung des südlichen MesseCarrees für eine künftige

Verwertung mussten zunächst mehrere alte Messehallen abgebrochen werden.

Derzeit läuft die sach- und umweltgerechte Asbestentsorgung der Hallen 14/16.

Der bereits seit 2004 zur Verfügung stehende „Rotundenplatz“ wurde auch 2005

mit einer Reihe von Events wieder der Wiener Bevölkerung präsentiert. Die MBG

verfügt dort nunmehr über eine permanente Bewilligung für Starts von Heißluftballons.

Um eine nachhaltige Verwertung des gesamten Grundstücks sicherzustellen,

sind umfassende, im gesamtstädtischen Kontext stehende, Planungsgrundlagen

in Ausarbeitung.

26


LSE Liegenschaftsstrukturentwicklung

Die LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH wurde im Geschäftsjahr 2004 als

eine 100-prozentige Tochter der Wien Holding GmbH gegründet. Primär als strategische

Besitzgesellschaft konzipiert, bedient sie sich zur gesamtplanerischen Entwicklung

von städtebaulich bedeutsamen Liegenschaftsprojekten für die Erledigung

operativer Aufgaben weiterer Partnergesellschaften.

Im Rahmen der Ausgliederung von Aufgaben von Körperschaften öffentlichen Rechts

an juristische Personen des Privatrechts wird die LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs

GmbH von der Stadt Wien beauftragt, Liegenschaften der Stadt zu entwickeln

und zu verwerten.

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs

GmbH

A-1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-49

Fax: +43 (1) 408 25 69-93

Geschäftsführung

Dir. Ing. Rudolf Mutz (bis 30.4.05)

Dir. Mag. Josef Herwei

Im Berichtszeitraum wurden die im Jahr 2004 durch die Stadt Wien übertragenen

Liegenschaften des Komplexes „U2-Krieau“ in Besitz und Verwaltung übernommen.

Das Ziel, die Grundstücke unter Berücksichtigung übergreifender städtebaulicher

Zielsetzungen mit privaten Partnern zu entwickeln, wurde in enger Zusammenarbeit

mit der U2 Stadtentwicklung GmbH weiter verfolgt.

Es handelt sich dabei um die folgenden Liegenschaften:

• Liegenschaft 1 U2-Krieau Ecke Vorgartenstraße/

Trabrennstraße

• Liegenschaft 2 Parkplatz beim Ernst-Happel-Stadion

(Olympiaplatz)

• Liegenschaft 3 Sportplatz (Ausstellungsstraße)

• Liegenschaft 4 und 5 Grundstücke im Bereich des Wiener

Trabrenn Vereines

„ Gerade vor dem Hintergrund der

städtebaulichen Aufbruchsstimmung

im 2. Bezirk ist die verstärkte

Nutzung von PPP-Modellen

ein sinnvoller Weg für eine

gesamtplanerisch gezielte Liegenschaftsentwicklung.“

Dir. Mag. Josef Herwei

Es ist beabsichtigt, die Projektflächen 1 und 2 im Jahr 2006 an optionsberechtigte

Projektgesellschaften zu verkaufen.

Der LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH wurde seitens der Stadt Wien

auch eine Option zum Kauf von Flächen im Bereich des Naherholungsgebiets

Oberlaa, beziehungsweise der Therme Wien Oberlaa eingeräumt.

In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr in Abstimmung mit der Wien

Oberlaa Projektentwicklung GmbH vorbereitende Arbeiten für eine spätere Übernahme

der Liegenschaften durchgeführt und mit der Abklärung der rechtlichen Rahmenbedingungen

begonnen.

27


IMMOBILIENMANAGEMENT

U2 Stadtentwicklung

U2 Stadtentwicklung GmbH

A-1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-39

Fax: +43 (1) 408 25 69-93

E-Mail: u2stadt@wienholding.at

Web: www.u2stadt.at

Geschäftsführung

Dir. Mag. Michael Griesmayr

Dir. Ing. Hermann Klein

Dir. Mag. Dr. Otto Schimpf

Beirat

Gen.-Dir. Ing. Ewald Kirschner (Vorsitzender)

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

(Stellvertreterin)

OStBR Dipl.-Ing. Elisabeth Alexander

Mag. Karin Assem-Honsik

OMR MMag. Dr. Sandra Hofmann

Andreas Hutflesz

OAR Karl-Peter Löwenstein

OStBR Dipl.-Ing. Wilfried Kalss

OStBR Dipl.-Ing. Andrea Kreppenhofer

Bezirksvorsteher Gerhard Kubik

Gen.-Dir. Ing. Rudolf Mutz

Dr. Ferdinand Podkowicz

SR Dipl.-Ing. Klaus Vatter

Ziel der 2004 gegründeten Gesellschaft ist es, einen Stadtteil zu schaffen, der sowohl

den Bewohnern des zweiten Wiener Bezirks Vorteile bringt als auch einen dynamischen

Akzent für die gesamte Stadtentwicklung darstellt. In den Blickpunkt der

Öffentlichkeit wurde das Gebiet durch die Fußball-EM 2008 gerückt. Mit der Verlängerung

der U2 Richtung Donaustadt verfügt das Areal „Krieau“ über einen bedeutsamen

Standortvorteil als Büro-, Hotel-, Geschäfts- und Freizeitareal, umrahmt von

Natur und integrierten Parkflächen. Im Berichtsjahr erlangte die Gesellschaft im

Wesentlichen alle Baubewilligungen.

Stadion Center

Beim Einkaufszentrum „Stadion Center“, das im architektonischen Einklang mit der

Umgebung, insbesondere dem benachbarten Ernst-Happel- und dem Radstadion,

steht, wurde mit dem Bau begonnen. Ab September 2007 wird der Betrieb aufgenommen.

Bereits jetzt sind für nahezu alle Geschäfte Mietverträge abgeschlossen.

Die Verkaufsfläche beträgt 21.000 m 2 , der Gastronomiebereich 2.000 m 2 , die Mall

6.000 m 2 und das Kinderland 300 m 2 . 880 Parkplätze stehen zur Verfügung.

Viertel Zwei

Ebenso wurden für die anderen Schwerpunkt-Projekte des Areals langfristige Mietverträge

abgeschlossen. Die OMV wird ab Januar 2009 ihre bisherigen Wiener

Standorte in den Projekten „Hoch Zwei“ und „Plus Zwei“ an der Vorgartenstraße

Ecke Trabrennstraße auf einer Bürofläche von 44.000 Quadratmeter konzentrieren.

Mit dem Bau des einzigartigen Bürohochhauses, dessen Baukörper

im Kontrast zur rationalen Struktur des Messeareals steht

„ Mit der Umsetzung des Projekts

entsteht ein neuer Stadtteil mit und das ein signifikantes Entree zur „neuen Krieau“ bildet, soll

Freizeit- und Erholungsflächen ab Mitte 2006 begonnen werden. Der Baubeginn für das Hotel-

Projekt „Hotel Zwei“ ist für Oktober 2006 vorgesehen.

samt kulturellen Akzenten.

Wirtschaftliche, öffentliche und

Ausblick

private Interessen harmonieren.“ Alle Einzelprojekte werden ab 2006 über bereits gegründete

Dir. Mag. Dr. Otto Schimpf Projektgesellschaften abgewickelt. Die Vorlaufkosten, die bisher

über die U2 Stadtentwicklung GmbH abgerechnet wurden,

werden an die Projektgesellschaften übertragen. Die U2 Stadtentwicklung ist danach

primär Interessensplattform und hat, in enger Zusammenarbeit mit der LSE

Liegenschaftsstrukturentwicklung und der Wien Holding, die Koordination und das

Controlling des Gesamtprojekts inne.

Die IG Immobilien GmbH, eine Tochter der Nationalbank, ist als operative Errichtungsgesellschaft

für das Stadion Center samt Ambiente und die optimale Parkraumnutzung

für das Stadion, die IC Projektentwicklung GmbH für Büros, Hotels

sowie Freizeiteinrichtungen zuständig.

28


Schloß Laxenburg

Schloß Laxenburg

Betriebsgesellschaft m.b.H.

A-2361 Laxenburg, Schloßplatz 1

Tel.: +43 (2236) 71 226-0

Fax: +43 (2236) 72 730

E-Mail: office@schloss-laxenburg.at

Web: www.schloss-laxenburg.at/

Geschäftsführung

Dir. Ing. Robert Dienst

Dir. LAbg. Günther Reiter

Aufsichtsrat

Gegenstand des Unternehmens ist die Wiederherstellung, die Erhaltung und der

GR Peter Maschat (Vorsitzender)*

Ausbau des Schlosses Laxenburg einschließlich des dazugehörigen Schlossparks Dr. Peter Pillmeier (Stellvertreter)*

sowie die Schaffung eines Erholungsgebiets im Bereich Laxenburg, um dadurch eine

Förderung der Allgemeinheit auf geistigem, kulturellem und sittlichem Gebiet durch

Denkmalpflege, Gesundheitspflege, Pflege des Natur- und Tierschutzes, Heimatpflege

und dergleichen herbeizuführen.

Dir. Peter Hanke

Ing. Walter Heidenreich

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Mag. Helmut Miernicki

(*im Jahreswechsel alternierend)

Die Einzigartigkeit der Fauna und Flora, der Natur- und Baudenkmäler machten den

Schlosspark Laxenburg auch im Jahr 2005 für mehr als eine Million Besucherinnen

und Besucher zu einem allseits beliebten Ausflugsziel. Das vielfältige Freizeitangebot

von Panoramabahn über Pferdefuhrwerke, Ponyreiten,

Bootsvermietung, Fähre bis hin zum größten Kinderspielplatz

der Region mit einem großen naturnah gestalteten Bereich

bietet Erholung für die ganze Familie.

„ Nach einem selektiven Auswahlprozess

mit mehr als 60 Kriterien

wurde die Destination Schloß

Für internationales Renommee sorgten die Bildeinspielungen

Laxenburg als 40. Mitglied in die

des Schlossparks im Rahmen der TV-Übertragung des Neujahrskonzerts

sowie die Dreharbeiten für Richard Dornhelms

Top-Ausflugsziele des Landes

Niederösterreich aufgenommen.

Fernseharbeit „Kronprinz Rudolf“, die übrigens im Sommer

2006 als Zweiteiler auch im ORF zu sehen sein wird.

Wir tragen dieses Gütesiegel mit

„Der malerische Landschaftspark in Laxenburg bei Wien“ titelt

eine umfassende Publikation von Geza Hajos. Dieser reich

Stolz.“

Dir. Günther Reiter

Dir. Ing. Robert Dienst

illustrierte Band bietet eine umfassende kunst- und kulturhistorische Darstellung des

Laxenburger Parks. Großzügig unter anderem von der Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft

m.b.H. unterstützt, erschien dieses Werk im Böhlau Verlag und ist im

Buchhandel seit Dezember 2005 erhältlich. Fortsetzungsbände sind in Planung.

Denkmalschutz ist erwiesenermaßen immer auch eine Frage des Geldes. So ist es

sehr erfreulich, dass als Betreiber des überregional bekannten Konferenzzentrums im

Schloß Laxenburg mit August 2005 die „Palais Niederösterreich“ Gesellschaft

gewonnen werden konnte. Durch die daraus resultierende Vermarktung werden

Qualität und Bedeutung der einzigartigen Anlage weiter ausgebaut.

29


IMMOBILIENMANAGEMENT

Studentenheim Döbling

Studentenheim Haus Döbling

Betriebsgesellschaft m.b.H

A-1190 Wien, Gymnasiumstraße 85

Tel.: +43 (1) 369 54 90-16

Fax: +43 (1) 369 54 90-25

E-Mail: office.sth.doebling@netway.at

Web: www.haus-doebling.at

Geschäftsführung

Dir. Herbert Pretsch

Das Studentenheim Haus Döbling bietet Studenten und Studentinnen aus 35 Nationen

einen Platz zum Studieren, Wohnen und Leben in Wien. Derzeit verfügt das Heim

über 700 Einzelzimmer, die wegen der vorteilhaften Lage, des guten Heimklimas,

sowie des günstigen Preises sehr stark nachgefragt sind, so gibt es laufend eine

Warteliste mit mehr als 200 Interessenten.

Trotz des geringen Preises für ein Einzelzimmer mit Euro 152,- im Monat konnte die

Haus Döbling BetriebsgmbH ausgeglichen bilanzieren. Die betriebsnotwendigen Investitionen

in die Einrichtung und Erneuerung der technischen Anlagen wurden teilweise

durch Zuschüsse der Länder Burgenland, Kärnten und Oberösterreich gefördert.

„ Das Studentenheim Döbling ist

auch um eine internationale

Atmosphäre bemüht und bietet

Studierenden aus möglichst

vielen Ländern einen günstigen

Platz.“

Dir. Herbert Pretsch

Internet

Die für 100 Studierende ausgelegte Internet-Versorgung mit

einem WLAN-System entspricht nicht mehr dem neuesten

Stand der Technik und hat mit 400 Usern die Grenze des

Möglichen erreicht. Um die weitere Versorgung und den

Ausbau zu gewährleisten, wurde eine Projektstudie durch

einen Sachverständigen beauftragt und die ersten Schritte für

eine Projektinitiierung gesetzt.

Im Jahr 2006 sollen die Häuser A und B mit einer Internetverkabelung versorgt werden.

Durch die damit frei werdenden Kapazitäten können die restlichen Gebäude

besser an das WLAN angebunden werden. Für die Projektumsetzung wurden wie

bereits in der Vergangenheit die Studierenden mitintegriert.

Weiterer Ausbau

Durch die hohe Nachfrage und die nötigen Sanierungen an den Bestandsobjekten

werden durch einen Ausbau 162 neue Appartements errichtet. Somit können nach

der Fertigstellung die bestehenden sechs Gebäude sukzessive saniert werden, ohne

die Zimmerkapazität des Heimes zu verringern.

Die Planungsphase ist durch die Genehmigung des Grundstücksbeirats und Bestätigung

der Förderfähigkeit abgeschlossen. Derzeit wird die Einreichung der Baubewilligung

gemeinsam mit der GESIBA vorbereitet.

Da das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur voraussichtlich erst

wieder ab 2007 Fördermittel für Neubauten zur Verfügung stellt, verschiebt sich der

Baubeginn für die neuen Häuser auf das erste Quartal 2007.

30


Wien Oberlaa Projektentwicklung

Wien Oberlaa

Projektentwicklung GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung

GmbH & Co KG

A-1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-35

Fax: +43 (1) 408 25 69-93

E-Mail: oberlaa@wienholding.at

Web: www.wo-p.at

Geschäftsführung

Wien wird um eine attraktive Wellness- und Gesundheitsoase reicher. Das Kurzentrum

Oberlaa mit einer der beliebtesten Thermen Österreichs erfährt durch eine

groß angelegte Neugestaltung eine signifikante Ausweitung des Angebots. Mitten

in der Großstadt entsteht bis 2010 auf 200.000 Quadratmetern Grundfläche eine in

Europa einzigartige Anlage internationalen Formats: Mit einer erweiterten und

modernisierten Thermenanlage, einem Hotel der 3-/4-Sterne-Kategorie, einem integrierten

Gesundheitszentrum, Serviced Apartments und einem exklusiven DaySpa.

Monika Freiberger

Beirat der Co KG

Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Gerhard Weber

(Vorsitzender)

Vorstandsdir. Dkfm. Mag. Leopold Hager

(Stellvertreter) ✝

Prim. Univ.-Prof. Dr. Johann Bröll

OStBR Dipl.-Ing. Bruno Domany

SR Mag. Dietmar Griebler, MBA

Dr. Susanne Herbek

Lebensqualität ist Standortsicherung

Dir. OAR Otto Müller

Die Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH & Co KG, eine Tochter der Wien Dir. Ing. Walter Troger

Holding und Vamed, hat den Masterplan ausgearbeitet und im November des

Berichtsjahres eingereicht. Die Gesellschaft ist mit dem Partner Vamed für die

Umsetzung des Gesamtprojektes verantwortlich. Gemeinsam mit der Wiener Stadtplanung

setzt man ein Zeichen dynamischer Stadtentwicklung:

Auf mehr als 200.000 Quadratmetern Grundfläche entstehen

neben der Therme und einem Hotel der 3-/4-Sterne-Kategorie

innovative Einzelprojekte wie ein DaySpa, Serviced Apartments

„ Bereits heute zählt Oberlaa mit

mehr als 1 Mio. Besuchern pro Jahr

zu den bestbesuchten Thermen

und ein Gesundheitszentrum.

Österreichs. Mit diesem Projekt

Hervorragende kulinarische Gaumenfreuden und ausgesuchte

wird sich Wien in Zukunft als Zentrum

für ,Wellness in der Stadt’

Erfrischungen werden auch weiterhin im Mittelpunkt des

Standorts bleiben. Der weitläufige Kurpark mit 90 ha Grünfläche

bleibt weitgehend unberührt, wird aber noch stärker als

heute in das Gesamtareal integriert.

präsentieren.“ Monika Freiberger

Bei der „neuen Therme“ stehen vor allem die Verdoppelung der Wasserflächen, die

Einrichtung großzügiger Themenwelten und die Schaffung eines eigenen Kinderbereichs

im Vordergrund. Das Gesundheitszentrum wird sich als Zentrum für Prävention,

Diagnose und Therapie etablieren, während das DaySpa allen Gästen zur Verfügung

steht, die für ein paar Stunden dem stressigen Alltag entfliehen wollen. Auch für

Seminare und Veranstaltungen ist Oberlaa dank des an die Therme angeschlossenen

Hotels mit bester Infrastruktur gerüstet. Das Investitionsvolumen für die Errichtung

des gesamten Projekts beträgt rund EUR 220 Mio.

31


Vereinigte Bühnen Wien

Wiener Stadthalle

Haus der Musik

Jüdisches Museum Wien

Mozarthaus Vienna

Wien Ticket

32


FREIZEIT-, KULTUR- UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Vereinigte Bühnen Wien

Vereinigte Bühnen Wien

Ges.m.b.H.

A-1060 Wien, Linke Wienzeile 6

Tel.: +43 (1) 58 830-0

Fax: +43 (1) 58 830-33

E-Mail: info@vbw.at

Web: www.musicalvienna.at

In der Neugestaltung der Wiener Theaterlandschaft nahmen die Vereinigten Bühnen

Wien im Berichtsjahr einen zentralen Stellenwert in der künftigen Positionierung seiner

drei Mitgliedsbühnen, Theater an der Wien, Raimund Theater und Ronacher, ein.

In Ausrichtung der kulturpolitischen Zielsetzungen ging mit der Umwidmung des

Theater an der Wien zum stagionegeführten Opernhaus die jahrzehntelange Ära des

Musicals in diesem Haus mit dem letzten Vorhang von „Elisabeth“ zu Ende.

Geschäftsführung

Mit der bereits im Vorjahr erfolgten betrieblichen Eingliederung des Festival-

Gen.-Dir. Komm.-Rat Franz Häußler

Managements Wien (OsterKlang & KlangBogen) in die Organisationsstruktur der

Intendanz

Vereinigten Bühnen Wien wurde die künstlerische Etablierung des Festivalbetriebs

Mag. Kathrin Zechner,

mit Musiktheateraufführungen wie „Der Graf von Luxemburg“, „Fidelio“ in der Urfassung

von 1805 und der zeitgenössischen Oper „The Knot Garden“ neben der

Musical, Entertainment

Dipl.-Ing. Roland Geyer,

Neue Oper Theater an der Wien Musicalbespielung und den alljährlichen Festwochenbespielungen durch hohen

Publikumszuspruch bestätigt.

Aufsichtsrat

Das Jahr 2005 präsentierte sich auch für das Raimund Theater sehr erfreulich. Mit

Gerhard Weis (Vorsitzender)

OSR Dr. Adelheid Bretterbauer der Musicalfassung der deutschsprachigen Erstaufführung von Shakespeares weltliterarischer

Love-Story „Romeo & Julia“ stellte sich ein weiterer Erfolg ein und

(Stellvertreter)

Dir. Peter Hanke schafft somit die Grundlage für eine spätere internationale Vermarktung.

SR Mag. Helene Miksits

Das derzeit in Funktionssanierung befindliche Ronacher wird ab Herbst 2007 für

Dr. Karl Newole

SR Mag. Thomas Stöphl

Musicals und Entertainment zur Verfügung stehen. Im Rahmen eines zweistufigen,

Mag. Marion Winkler EU-weiten Verfahrens ging das Projekt von Architekt Domenig (Architektur Consult

ZT GmbH) als Wettbewerbssieger hervor. Bei der Sanierung des Ronacher wird

gemäß den Vorgaben des Bundesdenkmalamts Hauptaugenmerk auf die Schaffung

zeitgemäßer Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen wie

„ Mit fast 7,8 Millionen Zuschauern effizienten Theaterbetrieb gelegt.

weltweit wurde ,Elisabeth’ zum Für die Organisation der Aktivitäten der Stadt Wien im

größten Unternehmenserfolg.“ Mozartjahr 2006 wurden sämtliche Planungs- und Vorbereitungsarbeiten

Gen.-Dir. Komm.-Rat. Franz Häußler

abgeschlossen.

Ausblick

Derzeit wird ein in Wien konzipierter Musicalstoff über Kronprinz Rudolf und

Mayerling auf Grundlage des Romans „Ein letzter Walzer“ von Frederic Morton

von der Vereinigte Bühnen Wien Kulturmanagement- und VeranstaltungsgesmbH

entwickelt. In Kooperation mit dem Budapester Operettentheater soll dieser in

Budapest uraufgeführt und in Folge in Wien als deutschsprachige Erstaufführung

präsentiert werden.

Die Vereinigten Bühnen Wien streben für die Zukunft an, jenen Beitrag zu den Zielsetzungen

des Tourismus-Konzepts Wien 2010 zu leisten, die durch kulturelle

Attraktionen im Städtetourismus darauf abzielen, Wiens jährliches Volumen auf

zehn Millionen Gästenächtigungen zu steigern.

34


Wiener Stadthalle

Wiener Stadthalle – Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

A-1150 Wien, Vogelweidplatz 14

Tel.: +43 (1) 981 00-0

Fax: +43 (1) 981 00-376

E-Mail: customer_care@stadthalle.com

Web: www.stadthalle.com

Österreichs größte Sport- und Showarena war wieder Schauplatz für zahlreiche

internationale Großereignisse. Eine Imagekampagne mit dem Ziel zur „Vertiefung“

der Publikumsbindung präsentierte die Vorzüge der Wiener Stadthalle.

Sport

In den ersten beiden Maiwochen stand Österreich im Mittelpunkt der internationalen

Sport- und Eishockeywelt. Die besten 16 Mannschaften kämpften in Wien und

Innsbruck um den Titel des Weltmeisters. Durch den Streik in der National Hockey

League nahmen erstmals auch die Superstars teil, darunter Jaromir Jagr, der wohl

höchstbezahlte Spieler der Welt. Die 69. Eishockey-Weltmeisterschaft, die am 30.

April von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer eröffnet wurde, war ein Fest für alle Fans

und gipfelte in dem Traumfinale Kanada gegen Tschechien. In diesem fulminanten

Spiel gewann Tschechien vor ausverkaufter Halle mit 3:0.

Ein weiterer Höhepunkt: Seit 20 Jahren ist die Bank Austria-Creditanstalt Hauptsponsor

des erfolgreichen Tennisturniers. Aus diesem Anlass gab es rund um die

„BA-CA Tennis-Trophy“ eine Vielzahl von attraktiven Veranstaltungen, darunter die

Tennis-Gala mit früheren Champions.

Auch das „Fest der Pferde“ beging ein Jubiläum: Österreichs größte Pferdesport-

Veranstaltung gastierte zum 20. Mal mit einer hochkarätigen Mischung aus Sport

und Show. Weitere sportliche Höhepunkte waren der T-Mobile-Hallencup, das

„Vienna Sport Festival“ sowie die publikumswirksamen Motorsportveranstaltungen.

Geschäftsführung

Dir. Prof. Komm.-Rat. Mag. Dr. Gerhard Feltl

Dir. Komm.-Rat Peter Gruber

Aufsichtsrat bis 19.12.2005

Dr. Ferdinand Podkowicz (Vorsitzender)

Dkfm. Klaus Stadler (1. Stellvertreter)

SR Mag. Georg Wurz (2. Stellvertreter)

Brigitta Fischer

SR Mag. Dietmar Griebler, MBA

SR Mag. Karl Pauer

Hofrat Ing. Paul Schiller

SR Dr. Dietmar Teschl

Aufsichtsrat ab 7.3.2006

Dr. Walter Schwartz (Vorsitzender)

Dir. Peter Hanke (Stellvertreter)

OMR MMag. Dr. Sandra Hofmann

Mag. Ulrike Huemer

Mag. Bettina Klötzl

Arbeitnehmervertreter

Walter Krizmanits

Johann Schager (bis 19.12.2005)

Herbert Tegel

Josef Weissenburger

Entertainment

„ Die neue Halle F ist eine der

Internationale Stars wie zum Beispiel Anastacia, Kylie Minogue, attraktivsten Showbühnen

Simply Red oder Joe Cocker begeisterten ihre Fans in ausverkaufter

Halle ebenso wie die Rock-Formationen R.E.M., Queen, eindrucksvoll unser Veranstal-

Europas. Das beweist überaus

Rammstein, Black Sabbath oder Franz Ferdinand. „Holiday on tungskalender 2006.“ Dir. Peter Gruber

Ice“ feierte den 60. Geburtstag mit einer glänzenden Jubiläumsproduktion

unter dem Titel „Diamonds“, David Copperfield faszinierte mit neuen

Illusionen, und die rasante spanische Tanz-Show „Fuego“ war erstmalig in Wien zu

sehen. „Mamma Mia“, das zurzeit weltweit erfolgreichste Musical, begeisterte auch

in Wien mehr als 50.000 Abba-Fans.

35


FREIZEIT-, KULTUR- UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Haus der Musik – das Klangmuseum

Haus der Musik

Betriebsges.m.b.H.

A-1010 Wien, Seilerstätte 30

Tel: +43 (1) 516 48

Fax: +43 (1) 512 03 15

E-Mail: info@hdm.at

Web: www.hdm.at

Geschäftsführung

Dir. Simon K. Posch

Wirtschaftliche Entwicklung

Mit Stichtag 15. Januar 2005 erwarb die Wien Holding das Haus der Musik inklusive

Gebäude und Betreibergesellschaft. Mit dem attraktiven Konzept des Klangmuseums

ist damit großes Potenzial für die Kulturlandschaft der Stadt Wien gegeben.

Der Neuerwerb des Erlebnismuseums ergänzt sich perfekt mit dem umfangreichen

Kulturcluster der Wien Holding.

Das in der Wiener Innenstadt gelegene, denkmalgeschützte Gebäude, das ehemalige

Palais Erzherzog Karl, ist nach seiner vollständigen Renovierung seit Juni 2000 der

Öffentlichkeit zugänglich. Im heutigen Haus der Musik befinden sich das interaktive

Musik-Erlebnismuseum, das Museum der Wiener Philharmoniker, ein Museumsshop,

ein Veranstaltungssaal, ein Café und Restaurant, die Werkstatt einer Geigenbaumeisterin

sowie einige Geschäftslokale.

„ Insgesamt wollen wir 2006 die

150.000-Besucher-Schwelle überschreiten

und dabei vor allem

das Segment der touristischen

Besucher weiter ausbauen.“

2.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Hier sind Erwachsene und Kinder eingeladen, vieles selbst auszuprobieren, zu musizieren

und spielerisch neues Wissen zu entdecken. Aufgeschlossenheit, Verständnis

und Begeisterung im Umgang mit Musik werden durch zahlreiche interaktive

Stationen auf spielerische Art vermittelt. Das Haus der Musik ist weltweit einzigartig

Dir. Simon K. Posch

und wurde für seinen „hohen volksbildnerischen Wert“ und

seine „didaktisch modernst aufbereitete Schau“ bereits mit

dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet. Das Haus

der Musik ist ein Ort lebendiger Auseinandersetzung. Es entwickelt

eigene Veranstaltungsprogramme, ist Plattform für

Kulturveranstaltungen und bietet seine Veranstaltungsräume

zur Vermietung an.

Besuche

Im Juni feierte das Haus der Musik sein fünfjähriges Bestehen mit einem großen

Fünftagefest. Auch 2005 nahm das Haus der Musik an der Langen Nacht der Musik

teil, bei der es wieder die bestbesuchte Spielstätte war und in diesem Jahr zum

ersten Mal den „Location Award des ORF“ erhielt. In der Langen Nacht der Museen

besuchten mehr als 4.000 Nachtschwärmer das Haus. Mit der Volksoper Wien, dem

mica, dem Polnischen Kulturinstitut, Chris Rea und edel Records wurden auch kleine

Sonderschauen im überdachten Innenhof präsentiert. Die Zahl der Besucher

konnte im Jahr 2005 um 16 Prozent auf mehr als 137.000 gesteigert werden.

Ausblick

Im Jahr 2006 feiert das Haus der Musik den 250. Geburtstag Wolfgang Amadeus

Mozarts mit einem Mozartpfad und einer Reihe von Sonderausstellungen. Gemeinsam

mit dem Mozarthaus Vienna wird ein Kombiticket angeboten.

36


Jüdisches Museum Wien

Ein Museum – zwei Standorte

Im Jüdischen Museum begegnen Besucherinnen und Besucher der „Erinnerung“:

sowohl im Palais Eskeles als auch im Misrachi-Haus am Judenplatz. Erinnerung ist ein

Schlüssel zur jüdischen Kultur und prägt das Museum im Gesamtkonzept als auch

im Detail. Nach der Aufsehen erregenden Ausstellung über die 1. Republik im Vorjahr,

Wien, Stadt der Juden“, wurde im Berichtsjahr mit „Jetzt ist er bös, der Tennenbaum“

eine würdige Fortsetzung für die 2. Republik gefunden.

Neben der permanenten Schau, den Wechselausstellungen und anderen Veranstaltungen

war das Museum auch in Graz und Salzburg sowie in Ungarn, Slowenien,

Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Liechtenstein, Israel und Australien aktiv.

Auszug aus den Wechselveranstaltungen

Jetzt ist er bös, der Tennenbaum – Versuch über die 2. Republik (20.4.– 4.7.2005)

Burekas oder 1/4 Huhn – Wie man jüdisch heiratet (4.5.–10.7.2005)

Eine Zeit zum Bauen – Jüdische Identität in der zeitgenössischen Architektur

(13.7.– 4.9.2005)

Das Jahrhundert an der Gurgel packen – Elias Canetti (24.7.– 25.9.2005)

Mahleriana – Vom Werden einer Ikone (21.9.2005– 8.1.2006 )

Endstation Schein-Heiligenstadt – Eric Zeisl (30.11.2005– 26.3.2006)

Jüdisches Museum der Stadt

A-1010 Wien, Trattnerhof 2/106

Tel.: +43 (1) 535 04 31

Fax: +43 (1) 535 04 24

E-Mail: info@jmw.at

Web: www.jmw.at

Geschäftsführung

Dir. Dr. Karl Albrecht-Weinberger

Dir. Dipl.-Ing. Georg Haber

Aufsichtsrat

Komm.-Rat Dr. Thomas Lachs (Vorsitzender)

Präsident Dr. Ariel Muzicant (1. Stellvertreter)

Hofrat Dr. Günter Düriegl (2. Stellvertreter)

Prof. Dr. Alexander Friedmann

Dir. Peter Hanke

Dr. Johann Marte

Robert Sperling

Arbeitnehmervertreter

Mag. Gerhard Milchram

Begleitveranstaltungen

Unter den rund 90 Begleitveranstaltungen, wie zum Beispiel

Lesungen, Buchpräsentationen, Musikdarbietungen, Kinderprogrammen

und vielen mehr, sind die „Lange Nacht der Museen“

mit 2.700 und die „Lange Nacht der Musik“ mit mehr als

2.800 Besuchern besonders hervorzuheben.

„ Erinnerung also ist das Schlüsselwort,

das Vergangenheit und

Gegenwart, Vergangenheit und

Zukunft verbindet.“

Elie Wiesel

Besuche

Im Berichtsjahr haben 57.320 Personen das Museum in der Dorotheergasse und

18.840 das Museum am Judenplatz besucht. Weiters wurden 13.910 Gäste der

Synagoge Seitenstettengasse betreut. Die Bibliothek und das Archiv wurden von etwa

1.000 Personen genutzt. Auch aufgrund des Angebots pädagogischer Arbeitsmaterialien

und Führungen besuchten mehr als 25.000 Schülerinnen und Schüler

das Museum. Somit beläuft sich die Gesamtzahl auf annähernd 90.000 Personen.

Ausblick

Für 2006 sind wieder fünf Ausstellungen geplant. Höhepunkt wird „Lorenzo da

Ponte – Mozarts Poet“ sein. Dabei kommt es erstmals zu einer Kooperation mit der

Albertina. Bei den Veranstaltungen und bei den Auslandsaktivitäten wird aus

Kostengründen eine leichte Einschränkung gegenüber 2005 erfolgen.

37


FREIZEIT-, KULTUR- UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Mozarthaus Vienna

Mozarthaus Vienna Errichtungsund

Betriebs GmbH

Die Mozarthaus Vienna Errichtungs- und Betriebs GmbH hat im Berichtsjahr die

Umbauarbeiten am Haus Wien 1, Domgasse 5, bisher als Figarohaus bekannt, unter

Einbeziehung des Nachbarhauses Domgasse 3, abgeschlossen.

In 14 Monaten Umbauzeit wurde der Standort zum „Mozarthaus Vienna“ umgestaltet,

das die einzige in Wien erhaltene Wohnung Mozarts in ein großzügiges

Gesamtkonzept mit rund 1.000 Quadratmetern Betriebsfläche einbezieht. An der

Geschäftsführung

Dir. Dr. Gerhard Vitek

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und Betriebs GmbH sind neben der Wien Holding

GmbH (51%) die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien reg.Gen.m.b.H. zu 25 und das Wien

Museum mit 24 Prozent beteiligt. Die Finanzierung erfolgte im Rahmen eines Public-

Private-Partnership-Modells überwiegend auf privatwirtschaftlicher Basis.

Zum Gesamtbudget von EUR 8 Mio. tragen die Stadt Wien

„ Im Innenhof des Hauses wird

zum ersten Mal die historische

Tiefe und der Genius Loci erfahrbar.

Hier findet die Ouvertüre

EUR 1 Mio. aus dem Budget für das Wiener Mozartjahr und der

Bund rund EUR 600.000 bei. Der Betrag von EUR 1,725 Mio.

kommt aus EU-Interreg-IIIA-Fördermitteln, der Rest wurde auf

dem Kapitalmarkt beschafft.

des Mozarthauses Vienna statt,

Vier Ausstellungsebenen

welche die Besucher auf Mozart

Das Mozarthaus Vienna präsentiert nun auf vier Ausstellungsebenen

auch unter Verwendung innovativer Multimedia-

und die Mozartstadt Wien

einstimmen.“ Dir. Dr. Gerhard Vitek

techniken Leben und Werk des Musikgenies. Zusätzlich zu der

vom Wien Museum adaptierten Mozartwohnung erwartet die

Besucherinnen und Besucher eine umfassende Präsentation der Zeit, in der Mozart

lebte und die wichtigsten seiner Werke. Im Mittelpunkt stehen Mozarts Wiener

Jahre, die den Höhepunkt seines Schaffens darstellen.

A-1010 Wien, Domgasse 5

Tel.: +43 (1) 512 17 91

Fax: +43 (1) 512 17 91-91

E-Mail: office@mozarthausvienna.at

Web: www.mozarthausvienna.at

Die Gäste beginnen den Rundgang im dritten Stock des Gebäudes, wo sie Details zu

den Lebensumständen Mozarts in Wien erfahren: wo er wohnte und auftrat, wer

seine Freunde und Gönner waren, seine Beziehung zu den Freimaurern, seine Spielleidenschaft

und anderes mehr. Die Präsentation im zweiten Stock beschäftigt sich

vor allem mit dem Opernkomponisten Mozart, und in der Mozartwohnung im

1. Stock liegt der Fokus auf jenen zweieinhalb Jahren, die er hier verbracht hat.

Das Café im Erdgeschoß, der Museumsshop und ein Veranstaltungsbereich im

Kellergeschoß des Hauses vervollständigen das Angebot des Mozarthauses Vienna,

das mittlerweile täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet ist.

Ausblick

In den ersten Betriebswochen seit der Eröffnung am 27. Januar 2006 haben bereits

etwa 50.000 Gäste das Mozarthaus Vienna besucht, sodass von einem plankonformen

Erreichen der erwarteten jährlichen Besucherzahlen von etwa 170.000 ausgegangen

werden kann.

38


Wien Ticket

Lagebericht

WT Wien Ticket GmbH

Das Jahr 2005 als erstes volles Geschäftsjahr der WT Wien Ticket GmbH war geprägt

von Wachstum und Konsolidierung. Zu Jahresbeginn mussten alle nötigen Arbeiten

zur Etablierung des Unternehmens innerhalb kürzester Zeit abgewickelt werden.

Gleichzeitig wurde die Struktur im Call-Center stark gestrafft und das Leistungsangebot

A-1060 Wien, Linke Wienzeile 6

Tel.: +43 (1) 588 30-533

Fax: +43 (1) 588 30-539

E-Mail: office@wien-ticket.at

Web: www.wien-ticket.at

klar und marktorientiert formuliert und kommuniziert.

Geschäftsführung

Das Unternehmen konnte sich neben dieser organisatorischen Erstausrichtung durch

Dir. Mag. Markus Weber

eine Vielzahl von Projekten als ernstzunehmender Partner für Veranstalter und Endkunden

positionieren. So nahm das gesamte Unternehmen regen Anteil am Meisterschaftserfolg

der Vienna Capitals, die für ihren Ticketverkauf auf das System der

Wien Ticket setzten.

In weiterer Folge wurde im April und Mai 2005 die Eishockey-Weltmeisterschaft

Beirat

Mag. Erwin Molnar (Vorsitzender)

Dr. Herbert Szirota (Stellvertreter)

Mag. Wolfgang Hülbig

2005 in Wien und Innsbruck abgewickelt. Dabei konnten mehr als 330.000 Tickets,

größtenteils in Form von Karten-Packages, abgesetzt werden. Auch eine erstmals

eingesetzte Zutrittskontrolle an den Spielstätten Wiener Stadthalle und Olympiaworld

funktionierte einwandfrei.

Seit Beginn 2005 ist die Neue Oper Wien Partner der WT Wien

„ Die erfolgreiche Abwicklung

Ticket GmbH im Bereich des Kartenverkaufs. Der Kontakt mit dem

des Kartenvorverkaufs für die

Opernpublikum wurde durch die Einrichtung des Abonnementverkaufs

für das ab 2006 als Opernhaus geführte Theater an der

Konzerte von Robbie Williams im

August 2006 in Wien gibt dem

Wien weiter vertieft.

Das Jazz Fest Wien 2005 rundete das Kundenportfolio weiter ab,

Team von Wien Ticket viel

ebenso wie die zu Jahresende auf das Ticketsystem der WT Wien

Ticket GmbH umgestiegenen Museen Haus der Musik und Mozarthaus

Auftrieb.“ Dir. Mag. Markus Weber

Vienna. Ein weiterer Höhepunkt im Berichtsjahr war der Kartenvorverkauf im

Herbst für die beiden Konzerte von Robbie Williams im August 2006 im Wiener

Ernst-Happel-Stadion.

Der Personalstand stieg stetig und wird auch im Jahr 2006 nochmals erhöht. Die

Umsatzerlöse konnten um fast 150 Prozent gesteigert werden, das Jahresergebnis

war trotz hoher Aufwendungen für die technische Weiterentwicklung positiv.

Ausblick

Das Jahr 2006 wird für Wien Ticket mit verstärktem Engagement im Bereich des

Marketings verbunden sein. Außerdem werden die internen Abwicklungsprozesse

weiter optimiert. Das Unternehmen will weiterhin die innovativsten Lösungen nicht

nur ankündigen, sondern auch real umsetzen. So wird es ab Frühjahr 2006 für die

Endkunden erstmals möglich sein, Tickets für Veranstaltungen der Halle F der

Wiener Stadthalle zu Hause auszudrucken. Der Kartenverkauf für das Mozartjahr

2006 in Wien prägt das Geschäftsjahr ebenso wie die Konzentration auf das

Ticketangebot im Kernmarkt.

39


Wiener Hafen-Gruppe

TINA Vienna

Central Danube

40


LOGISTIK UND MOBILITÄT

Wiener Hafen-Gruppe

Wiener Hafen Management

GmbH (WHM)

A-1023 Wien, Seitenhafenstraße 15

Tel.: +43 (1) 72716-0

Fax: +43 (1) 72716-200

E-Mail: office@wienerhafen.com

Web: www.wienerhafen.com

Geschäftsführung

Auf einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern entwickelte sich im Osten der

Stadt das Logistikzentrum Hafen Wien in den letzten Jahren zum größten Güterverteilzentrum

in Ostösterreich. Mit den Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau,

dem Personenhafen bei der Reichsbrücke und über 120 hauptsächlich logistiknahen

Unternehmen bietet dieses Verkehrszentrum der Wirtschaft die erforderliche Dienstleistungspalette

für ihre Import- und Exportabwicklungen. Der Güterumschlag von

mehr als 10 Millionen Tonnen unterstreicht die Bedeutung dieses Logistikzentrums.

Dir. Mag. Walter Edinger

Dir. Komm.-Rat Friedrich Pacejka Lagebericht

Im Jahr 2005 konnte die Umschlagsmenge der Hafengesellschaften um 18 Prozent

Aufsichtsrat

auf mehr als 4,5 Mio. Tonnen gesteigert werden.

OSR MMag. Robert Spacek (Vorsitzender)

OAR Gerhard Kammerer (1. Stellvertreter)

Dir. Peter Hanke (2. Stellvertreter)

Präsident Paul Höfinger

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Peter Kunisch

OAR Gerhard Mörtl

OSR Dr. Peter Pollak

Dr. Karl Ruhs

Mit 1,6 Mio. Tonnen erreichte der Schiffsumschlag trotz der schwierigen Fahrwasserverhältnisse

eine Steigerung um 27 Prozent und bestätigte damit die Investition in

die Schüttguthalle im Jahre 2004.

Auch der Containerterminal ist weiterhin stark gewachsen und erreichte mit 225.000

Containereinheiten (TEU) einen Zuwachs um 12 Prozent und damit einen neuen

Umschlagsrekord.

Vorst. Dir. Ing. Gerhard Schmid

Mit 77.000 Pkw konnte der Autoterminal im Wiener Hafen seine Position als wichtigster

Verteilknoten der Region wiederum unterstreichen.

Dir. Senator h. c. Prof. Mag. Dr. Günther Schön

Vorst. Dir. Dr. Martin Simhandl

Stadtbaudir. Dipl.-Ing. Gerhard Weber Im Sommer 2005 wurde der Neubau der Kaimauer im Hafen Albern mit einem Investitionsvolumen

von rund EUR 6,0 Mio. plangemäß abgeschlossen. Somit ist dieses

Arbeitnehmervertreter

Hafenbecken für die Anforderungen der Schifffahrt in den nächsten Jahrzehnten

Anton Hagl

Silvia Riegler gerüstet.

Die im Jahr 2004 eröffnete Schüttguthalle wurde im Juli mit zwei Verladesilos von je

250 Kubikmetern ergänzt, wodurch der rasche Umschlag von Schüttgütern auf Lkw

weiter verbessert werden konnte.

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Warenwirtschaftssystems

„ Mit der 2004 gestarteten Investitionsoffensive

zur Erweiterung

konnte der Datenaustausch zu den Kunden auf den neuesten

Stand gebracht werden.

Der Eisbrecher „MS Eisvogel“ war im Winter 2005/2006 aufgrund

der tiefen, lang anhaltenden Temperaturen oftmals im

der Hafeninfrastruktur werden

die Voraussetzungen geschaffen,

Einsatz, um die Schiffbarkeit der Häfen zu gewährleisten.

um zukünftig die Bedeutung des

Verteilzentrums Hafen Wien in

der Region weiter ausbauen zu

Ausblick

Mitte 2006 wird die bereits im Bau befindliche Rohstofflagerhalle

können.“ Dir. Mag. Walter Edinger

mit einer Lagerkapazität von 6.000 Tonnen in Betrieb

genommen und eröffnet damit ein weiteres Marktsegment.

In der zweiten Jahreshälfte ist der Baubeginn der beiden größten Infrastrukturbauvorhaben

der letzten Jahrzehnte vorgesehen. Für die Errichtung eines Hochwasserschutztores

im Hafen Freudenau wird mit einem Investitionsvolumen von

42


Wiener Hafen

GmbH & Co KG (WHG)

Wiener Hafen und Lager Ausbauund

Vermögensverwaltung,

GmbH & Co KG (WHV)

A-1023 Wien, Seitenhafenstraße 15

Tel.: +43 (1) 72716-0 Fax: DW 200

E-Mail: office@wienerhafen.com

Web: www.wienerhafen.com

Wiener Hafen, Lager- und

Umschlagsbetriebe

Gesellschaft m.b.H. (WHL)

A-1023 Wien, Seitenhafenstraße 15

Tel.: +43 (1) 72716-0 Fax: DW 200

E-Mail: office@wienerhafen.com

Web: www.wienerhafen.com

EUR 14 Mio. gerechnet, für die Erweiterung des Kombiterminals Freudenau mit

Investitionen von EUR 72 Mio.

Mit der Wiedererrichtung der Eisenbahnbrücke über die Hafeneinfahrt Freudenau

und der dadurch möglichen Verbindung der Donauufer- mit der Donauländebahn

wird das Hafengebiet zukünftig direkt an den Zentralverschiebebahnhof Kledering

angeschlossen werden. Mit diesen Investitionen und der Fertigstellung der Schnellstraße

S1 bis in den Autobahnknoten Schwechat ist das Güterverteilzentrum Wiener

Hafen für die Herausforderungen der Zukunft bestens vorbereitet. Bis Anfang 2009

wird die Fertigstellung dieser Infrastrukturausbauten abgeschlossen sein.

Wiencont Containerterminal GmbH

Der von der Tochtergesellschaft Wiencont betriebene Terminal für den Kombinierten

Verkehr im Hafen Freudenau entwickelte sich in den letzten drei Jahren zum Überseecontainerterminal

Ostösterreichs. Mit 225.000 Containereinheiten (TEU) konnte

das dynamische Wachstum fortgesetzt werden. Die wöchentlichen Ganzzugsverbindungen

zwischen Ostösterreich und den großen Seehäfen Hamburg,

Bremerhaven und Rotterdam sowie nach Duisburg, Budapest, Bratislava und anderen

Terminals in ganz Österreich steigerten sich von 22 auf 38. Die Mittelmeerhäfen

Triest, Koper und Rijeka werden mit Waggongruppen erreicht.

Die in Zusammenarbeit mit den ÖBB betriebenen Leercontainerdepots an den Standorten

in Graz, Wels und Villach werden vom Markt sehr gut angenommen und entwickeln

sich ebenfalls dynamisch.

Mit diesem Netzwerk an Terminals und Zugsverbindungen entwickeln sich der Kombiterminal

Freudenau und damit der Wiener Hafen zur Kombiverkehrsdrehscheibe

der gesamten ostösterreichischen Region.

Geschäftsführung

Dir. Mag. Walter Edinger

Dir. Komm.-Rat Friedrich Pacejka

Wiencont Container Terminal

Gesellschaft m.b.H. (Wiencont)

A-1020 Wien,

Freudenauer Hafenstraße 12

Tel.: +43 (1) 72772-0 Fax: DW 19

E-Mail: office@wiencont.com

Web: www.wiencont.com/

Geschäftsführung

Dir. Mag. Walter Edinger

43


LOGISTIK UND MOBILITÄT

DDSG - BLUE DANUBE

SCHIFFAHRT GMBH.

A-1010 Wien, Friedrichstraße 7

Tel.: +43 (1) 58880

Fax: +43 (1) 58880-440

E-Mail: info@ddsg-blue-danube.at

Web: www.ddsg-blue-danube.at

Geschäftsführung

Dir. Mag. Helmut Richter

Wiener Donauraum Länden

und Ufer Betriebs- und

Entwicklungs GmbH

A-1020 Wien, Handelskai 265

Tel.: +43 (1) 72710-201

Fax: +43 (1) 72710-290

E-Mail: office@donauraum.at

Web: www.donauraum.at

Geschäftsführung

Dir. Dr. Ronald Schrems

DDSG Blue Danube

Die Wettersituation im Sommer des Berichtsjahres war für die gesamte Region Wien/

Niederösterreich wenig erfreulich. Dies hat auch zu einer massiven Beeinträchtigung

der Nachfrage im Linienverkehr auf den touristischen Strecken in Wien und der

Wachau geführt.

Gleichzeitig hat die Ausweitung der eigenen Abendveranstaltungen auf Schiffen im

Raum Wien auf über 100 Events in der Sommersaison 2005 zu einer starken Belebung

dieses aufstrebenden Geschäftsfeldes geführt. Insgesamt konnte eine Steigerung

des Umsatzes um rund fünf

Prozent erreicht werden.

Ausblick

Die Hauptgeschäftsfelder wie touristische

Linienschiffsverbindungen in

Wien und der Wachau, Schiffs-

Charterfahrten auf der Donau sowie

„ Obwohl das Betriebsergebnis

2005 unter dem Vorjahresergebnis

liegt, ist trotz der wetterbedingten

Ausfälle im Hochsommer ein

sehr positives Ergebnis erreicht

worden.“

Dir. Mag. Helmut Richter

Event-Fahrten mit Abendprogramm werden auch im nächsten Jahr den bereits

traditionellen Schwerpunkt der Aktivitäten der DDSG Blue Danube bilden.

Weiters wird die DDSG Blue Danube als Partner der Central Danube Region

Marketing & Development GmbH im Bereich Schifffahrtsbetrieb und Verkauf bei der

neuen Schnellboot-Verbindung zwischen Wien und Bratislava tätig werden.

„ Durch die Kombination ihrer

Projekte wird die Wiener Donauraum

die Aufgabe ,Wien an die

Donau’ zu bringen in den

kommenden Jahren offensiv

wahrnehmen.“ Dir. Dr. Ronald Schrems

Wiener Donauraum

Das Geschäftsjahr 2005 ist für die Wiener Donauraum ausgezeichnet

verlaufen. An den Anlegestellen in Wien haben in der

vergangenen Saison 3.664 Schiffe festgemacht, dies sind um

314 oder 9,4 Prozent mehr als in der Saison 2004. Die

Passagierzahlen haben sich um 11 Prozent auf 180.000 Personen

erhöht. Der Umsatz der Gesellschaft ist um 15 Prozent

auf EUR 4,3 Mio. gesteigert worden und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

wurde fast verdreifacht.

Die Mitte 2003 neu übernommenen Aufgaben im Bereich der Entwicklung der

Ländenflächen in Wien wurden konsequent weitergeführt: So wurde ein neues Leitsystem

rund um das Schifffahrtszentrum installiert und eine Handelsniederlassung

für Schiffsbedarf angesiedelt, um die Attraktivität des Standortes für die internationale

Binnenschifffahrt zu erhöhen.

Weiters wurde der Standort an der Reichsbrücke durch das neue Restaurant

„Riverside“ belebt, um auch den Wienerinnen und Wienern einen Anreiz zu bieten,

den Kernbereich am Ufer der Donau wieder zu erobern. Das unter dem Titel „Waterfront“

definierte Gebiet wird in den kommenden Jahren deutlich aufgewertet.

44


TINA Vienna

TINA Vienna als Kompetenzzentrum für europäische Verkehrsplanung hat sich auch TINA Vienna - Transport

2005 als wichtiger Vertreter Wiens außerhalb der Grenzen der Stadt erwiesen. Strategies Ges.m.b.H.

Beigetragen haben dazu zahlreiche Veranstaltungen, an denen Vertreter von TINA A-1082 Wien, Lange Gasse 30

Tel.: +43 (1) 4000-84271

Vienna teilgenommen haben beziehungsweise die von TINA organisiert und betreut

Fax: +43 (1) 4000-7997

wurden. Auch die Vertretungen der Stadt Wien in internationalen Gremien boten E-Mail: office@tinavienna.at

Gelegenheit, Wien als Stadt der Wissenschaften und als Kompetenzzentrum für Web: www.tinavienna.at

internationale Planungen zu präsentieren.

Geschäftsführung

Zu den Höhepunkten des Berichtsjahres zählen die Teilnahme am Transport Research

Dir. SR Mag. Otto Schwetz

Board 2005 in Washington D.C. mit 9.500 Teilnehmern, die IMPACTS-Europa- Dir. SR Dr. Thomas Weninger

Konferenz in Amsterdam, die Transport-Logistic-Messe München, die Präsentationen

bei der Euro-Asien-Konferenz in St. Petersburg, das Treffen der drei Pan-Europäischen

Korridore IV, VII und X in Athen, die Smart-Rivers-21-Konferenz in Pittsburgh,

Pennsylvania, die Vorbereitung des Yangtse Summit in Shanghai mit einer

Präsentation beim niederländischen Wirtschaftstreffen, das ICWO-Treffen in

Washington und nicht zuletzt das Kick-off-Meeting für das Projekt TINA Türkei in

Ankara, an dem hochrangige Vertreter der türkischen Regierung

teilnahmen. Die zahlreichen Präsentationen im Rahmen „ Die internationalen Aktivitäten

der Präsidentschaft der ARGE Donauländer, des Projekts unterstützen die Auslandsarbeit

Central und der GüterBim runden diese Aufzählung ab.

der Stadt Wien und fördern den

Bekanntheitsgrad der TINA Vienna,

GüterBim

ohne den das Türkei-Projekt wohl

Gemeinsam mit den Projektpartnern Wiener Linien, Wiener

nicht möglich gewesen wäre.“

Lokalbahnen und Vienna Consult wurde untersucht, ob Güterbeförderung

in Wien auf der bestehenden Schienen-

Dir. Mag. Otto Schwetz

infrastruktur möglich ist. Das Straßenbahnnetz der Stadt Wien entwickelte sich nach

1945 sukzessive zu einem reinen ÖPNV-Netz (Öffentlicher Personennahverkehr).

Güterbeförderungsnetze oder Mischsysteme haben andere Anforderungen in Bezug

auf Technologie, Management und Vertrieb als mono-modale Netze. Im Rahmen

dieses Projekts wurden die Voraussetzungen für ein modernes telematikgestütztes

Güterbeförderungs-System geschaffen. Die Nutzung von Infrastruktur und die

neuen betrieblichen Möglichkeiten folgen sowohl dem Grundsatz der betrieblichen

Weiterentwicklung der Wiener Linien, neue Geschäftsfelder und Arbeitsplätze zu

schaffen, sowie dem Gedanken von intermodaler ökologisch nachhaltiger Güterdistributionslogistik.

Dieses Projekt wurde auch vom Bunderministerium für Verkehr,

Infrastruktur und Technologie gefördert.

Am 17. Mai 2005 erfolgte unter großer medialer Begleitung und Teilnahme von

Verkehrsexperten der benachbarten Länder die Demonstrationsfahrt der GüterBim.

Ergebnis war die Implementierung im Regelbetrieb für den internen Güterverkehr

der Wiener Linien.

45


LOGISTIK UND MOBILITÄT

Central Danube

Central Danube Region

Marketing & Development GmbH

A-1020 Wien, Handelskai 265

Tel.: +43 (1) 72710-201

Fax: +43 (1) 72710-290

E-Mail: office@centraldanube.at

Web: www.centraldanube.at

Geschäftsführung

Dir. Dr. Ronald Schrems

Dir. Dr. Andreas Hopf

Geschäftsverlauf

Das Berichtsjahr 2005 war durch den Durchbruch der Gesellschaft in zwei wesentlichen

Geschäftsfeldern gekennzeichnet: Einerseits wurde von den Eigentümern

Wien Holding und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien die Entscheidung zum Ankauf

eines Schnellkatamarans zur Verbindung der beiden Stadtzentren Wiens und Bratislavas

getroffen. Zum anderen konnte die Gesellschaft die ersten maßgeblichen Verträge

zum Energy Contracting in Ungarn, Österreich und der Slowakei abschließen.

Die im Jahr 2004 begonnene Finanzierungsstudie des Donau-Oder-Elbe-Kanals

wurde 2005 erfolgreich fertig gestellt.

Auch wurde im Rahmen des Interreg-IIIB-CADSES-Projekts Donauhanse ein Auftrag

zur Untersuchung von Befrachtungsmöglichkeiten an der oberen Donau akquiriert.

„ Die gute Reputation der Gesellschaft

in Bratislava und Brünn

wird in den kommenden Jahren

zu weiteren neuen Projekten

führen.“

Twin City Liner

Die Entscheidung zum Ankauf eines Schnellkatamarans bei der norwegischen Werft

Batservice in Mandal, Südnorwegen, wurde Ende Juli des Berichtsjahres von den

Eigentümern getroffen. Das Schnellschiff wird ab 1. Juni 2006 in Linie sechsmal

Dir. Dr. Ronald Schrems

am Tag die Stadtzentren Wien und Bratislava verbinden. Der

Katamaran bietet 102 Passagieren Platz, ist mit einer Bar, zwei

Außendecks und Ledersitzen ausgestattet. Zielgruppe sind

neben Touristen auch Geschäftsreisende und Ausflügler der

beiden Städte.

Die nautische Betriebsführung und der Ticketverkauf in Wien

werden von der Konzerngesellschaft DDSG Blue Danube GmbH

durchgeführt. Auch beim Ticketsystem ergeben sich durch die Kooperation mit Wien

Ticket Synergien im Konzern. In weiterer Folge ist geplant, sowohl in Wien als auch

in Bratislava ein Stationsgebäude an der Donau zu errichten beziehungsweise zu

adaptieren. Die Wiener Schiffstation Wien City wird über einen Architektenwettbewerb

gestaltet und von der Wiener Donauraum GmbH 2007 errichtet.

Energy Contracting

Nach umfangreichen Akquisitionsbemühungen wurden in diesem Geschäftsfeld

diverse Beratungs- bzw. Planungsverträge mit Kommunen und privaten Unternehmen

abgeschlossen. Der Bogen der Aktivitäten reicht dabei von der Potenzialabschätzung

des Objekts über eine detaillierte Feinanalyse mit Vorschlag umzusetzender technischer

Maßnahmen bis hin zur Ausschreibung und Auswahl eines Ausführungscontractors.

An Referenzprojekten für laufendes Energiemanagement wurden im Bereich

Hallen- und Freibäder die Bäder Hajos, Csaszar und Köer in Budapest sowie das

Diana-Erlebnisbad in Wien gewonnen. Daneben wurde mit dem Beratungsvertrag

für die Universität Sopron, unterstützt durch die erfolgreiche Akquisition von Interreg-

IIIB-Fördergeldern, ein wichtiger Prestigeerfolg erzielt.

46


Entsorgungsbetriebe

Simmering

48


UMWELTMANAGEMENT

Entsorgungsbetriebe Simmering

Entsorgungsbetriebe Simmering

Gesellschaft m.b.H. (EbS)

A-1110 Wien, 11. Haidequerstraße 7

Tel.: +43 (1) 760 99-0

Fax: +43 (1) 760 99-5800

E-Mail: info@ebs.co.at

Web: www.ebs.co.at

Unternehmenszweck der Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H. ist der Betrieb

der Hauptkläranlage Wien. Die Bedeckung der betrieblichen Aufwendungen wird

durch den dazu abgeschlossenen Vertrag mit der Stadt Wien über die Betriebsführung

der Hauptkläranlage Wien sichergestellt.

Lagebericht

Die Hauptkläranlage Wien reinigt jährlich rund 200 Mio. Kubikmeter Abwasser mit

Geschäftsführung

Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Peter Bortenschlager

einem mittleren Reinigungsgrad von 95 Prozent. Bei der Reinigung der Abwässer fallen

rund 1,9 Mio. Kubikmeter Dünnschlamm an, die in der Klärschlammbehandlungsanlage

im Werk Simmeringer Haide der Fernwärme Wien weiterbehandelt werden.

Aufsichtsrat

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

SR Dipl.-Ing. Helmut Kadrnoska Das Erweiterungsprojekt der Hauptkläranlage Wien wurde durch die EbS termingerecht

und von den Kosten her planmäßig mit Ende des Berichtsjahres erfolgreich

(Stellvertreter) bis 7.7.2005

TOAR Ing. Christian Gantner

abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionskosten haben rund EUR 223 Mio. betragen.

(Stellvertreter) seit 7.7.2005

SR Dr. Klaus Baringer Weiters wird im Rahmen des Gewässerschutzprogramms der Stadt Wien das Kanalnetz

der Stadt von den EbS mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 434 Mio. aus-

Dir. Peter Hanke

Dir. Dr. Erich Haider

gebaut. Der Ausbau erfolgt in zwei Stufen, wobei nach Abschluss der ersten Stufe

SR Mag. Karl Pauer (seit 7.7.2005)

im Jahr 2005 die zweite Stufe im Jahr 2015 abgeschlossen sein soll.

TOAR Ing. Gerhard Reiss (bis 7.7.2005)

Die EbS ist mit 99 Prozent an der Tierkörperbeseitigung Wien Ges.m.b.H. Nfg KG

Arbeitnehmervertreter

(TKB) und mit 33,3 Prozent an der Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft

m.b.H. (WKU) beteiligt.

Gerhard Maresch

Dipl.-Ing. Miklos Papp

Petra Piesel

Ausblick

Im Jahr 2006 ist ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund EUR 23 Mio. geplant.

Hiervon werden rund EUR 21 Mio. auf die projektbezogenen Kanalnetzausbauten

entfallen. Der Rest der Investitionen ist für betriebliche Ersatzinvestitionen

in der Hauptkläranlage vorgesehen.

„ Die neue Hauptkläranlage Wien

ist die modernste Anlage in

Europa. Die Eröffnung am Tierkörperbeseitigung Wien Ges.m.b.H. Nfg KG

18. Juni 2005 ist der Beginn einer Die TKB betreibt die städtische Wasenmeisterei und ist vertraglich

verpflichtet, für das Land Wien die Sammlung und Ent-

neuen Ära der Wiener Abwasserreinigung.sorgung

von Abfällen tierischer Herkunft durchzuführen. Insbesondere

im Seuchenfall hat die TKB die im Katastrophenplan

Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Peter Bortenschlager

des Landes Wien geregelten Maßnahmen einzuleiten und die

seuchensichere Entsorgung zu gewährleisten.

Über diesen öffentlichen Auftrag hinaus hat sich die TKB mit der Entsorgung tierischen

Materials von Unternehmen des Lebensmittelsektors ein zweites Standbein

geschaffen.

Am 1.1.2004 erfolgte die Freigabe der Entsorgerwahl durch die Europäische Union.

Die Verursacher von Abfällen tierischer Herkunft sind nicht mehr gesetzlich verpflichtet,

einen für sie örtlich zuständigen Entsorger zu beauftragen. Dieser neue Wett-

50


ewerb eröffnet einerseits die Chance, neue Kunden zu akquirieren, andererseits

führt dieser auch zu sinkenden Preisen. Die TKB Wien hat sich auf diese neue Situation

vorbereitet und geeignete Maßnahmen zur Kundenbindung ergriffen.

Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft

Mit Beschluss des Gemeinderatsausschusses für Umwelt, Zl. 2096/02-GGU vom

25.4.2002 wurde die Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft m.b.H.

(WKU) mit dem Unternehmensgegenstand der Planung, Projektierung und Errichtung

von Anlagen zum Zweck des Umweltschutzes in Form der Behandlung und Verwertung

von Abfällen jeder Art, gegründet. Die WKU wurde daraufhin von der

amtsführenden Stadträtin für Umwelt beauftragt, die Vorbereitung und Durchführung

einer Umweltverträglichkeitsprüfung für eine dritte Müllverbrennungsanlage in

Wien zu tätigen und auch die Planungsarbeiten zur Errichtung einer Biogasanlage

vorzunehmen.

Das Vorhaben Müllverbrennungsanlage Pfaffenau erfordert eine Genehmigung gemäß

Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz. Für die Biogas Wien ist eine Genehmigung

gemäß Abfallwirtschaftsgesetz erforderlich. Nach Abschluss der Genehmigungsverfahren

liegen für beide Anlagen alle erforderlichen Bewilligungsbescheide vor.

Müllverbrennungsanlage Pfaffenau

Zweck der geplanten Anlage ist die thermische Behandlung von Restmüll aus den

Haushalten der Stadt Wien. Die Energie aus dem Restmüll wird in Form von Strom

und Fernwärme zurückgewonnen. Die Anlage wird über eine Verbrennungskapazität

von 250.000 Tonnen Restmüll pro Jahr verfügen. Die thermische Behandlung des

Restmülls erfolgt in einer Rostfeuerung mit zwei Linien mit jeweils nachgeschalteter

Abgasreinigungsanlage, bestehend aus Entstaubung, zweistufiger nasser Rauchgaswäsche,

Aktivkoksfilteranlage und katalytischer Entstickung.

Tierkörperbeseitigung Wien

GmbH Nfg KG (TKB)

A-1110 Wien, Simmeringer Lände 208

Tel.: +43 (1) 767 61 76

Fax: +43 (1) 767 61 76-17

E-Mail: tkb-wien@eunet.at

Geschäftsführung

Entsorgungsbetriebe Simmering

Gesellschaft m.b.H. als persönlich

haftender Gesellschafter

Wiener Kommunal-

Umweltschutzprojektgesellschaft

m.b.H. (WKU)

A-1110 Wien, 11. Haidequerstraße 7

Tel.: +43 (1) 760 99-0

Fax: +43 (1) 760 99-5800

E-Mail: info@ebs.co.at

Web: www.ebs.co.at

Geschäftsführung

Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Peter Bortenschlager

SR Dir. Dipl.-Ing. Helmut Kadrnoska

Biogas Wien

Zweck der Anlage ist die Vergärung von im Bereich der Stadt Wien gesammelten

biogenen Abfällen und Speiseresten. Die Energie aus diesen Abfällen wird in Form

von Wärme genutzt. Der Standort der Anlage liegt unmittelbar neben der Müllverbrennungsanlage

Pfaffenau im Bereich des Umweltzentrums Simmering.

Weiterer Projektablauf

Im Jahr 2005 wurden die EU-weiten Vergabeverfahren für die Errichtungsaufträge

erfolgreich durchgeführt. Die Auftragsvergaben erfolgten Ende 2005. Mit bauvorbereitenden

Maßnahmen (Baufeldfreimachung, Baustelleneinrichtung) wurde noch im

Dezember 2005 begonnen. Die Inbetriebnahme der Biogas Wien ist für den Sommer

2007, die der MVA Pfaffenau für Sommer 2008 geplant.

51


MEDIEN

Kabel-TV-Wien

Kabel-TV-Wien

Gesellschaft m.b.H.

A-1010 Wien, Reichsratsstraße 11

Tel.: +43 (1) 368 34 24

Fax: +43 (1) 368 24 65

E-Mail: office@ktv.co.at

Web: www.kabeltvwien.at

Geschäftsführung

Dir. Mag. Christian Cap

Aufsichtsrat

Dr. Peter Pillmeier (Vorsitzender)

OMR Mag. Elisabeth Miksch-Fuchs

(1. Stellvertreterin)

Zurzeit sind mehr als 420.000 Haushalte Kunden des Wiener Kabelnetzes, mehr als

200.000 Haushalte sind mit einem Breitband-Internet-Anschluss von Chello versorgt

und rund 150.000 Haushalte telefonieren im Festnetz über Priority.

Programmangebote

Das Leistungsspektrum der UPC Telekabel Wien umfasst im analogen Bereich 38

Fernsehprogramme und 67 TV-Programme im digitalen Bereich mit weiteren Zusatzprogrammen

und zusätzlichen Premium-Fernsehpackages, die zum Teil auch

Premiere Austria umfassen. Darüber hinaus ist im digitalen Bereich mithilfe des Set-

Top-Computers der Zugang zu Near-Video-On-Demand und damit zu spannenden

Spielfilmen gewährleistet.

Dkfm. Klaus Stadler (2. Stellvertreter) Die Kabel-TV-Wien ist die Programmgesellschaft des Wiener Kabelnetzes und verantwortlich

für das angebotene Programmbouquet der UPC Telekabel Wien. Zugleich

OSR Dr. Rudolf Gerlich

SR Mag. Dietmar Griebler, MBA

ist sie auch Content-Produzent. Nach dem Einstieg mit eigenem W:24-Text bietet die

Hofrat Fred Vavrousek

OAR Peter Zupancic Kabel-TV-Wien bereits seit 1998 über Wienweb.at einen umfassenden auf Wien

bezogenen Internet-Dienst an, dessen News-Bereich den Kunden im Wiener Kabelnetz

auch auf der Chello-Plattform und über die interaktiven Dienste des Set-Top-

Computers zur Verfügung steht.

„ W:24 versteht sich als zuverlässige Vor einigen Jahren hat die Kabel-TV-Wien bewusst den Einstieg

und unterhaltsame Informationsquelle

über Wien mit dem

heute in Österreich zu einem der größten Web-TV-Produzen-

in die Produktion von Web-TV-Formaten vollzogen und ist

ten und -Anbieter geworden. Die Erfahrungen des Unternehmens

sind soweit gediehen und so positiv, dass Web-TV-Über-

Anspruch, die mancherorts aufkommende

,Trash-Kultur’ nicht

tragungen von nahezu jedem Punkt in ganz Österreich aus

zu bedienen.“ Dir. Mag. Christian Cap

angeboten werden können.

W:24

Seit März 2005 produziert die Kabel-TV-Wien das kabelexklusive Informationsprogramm

W:24. Dabei handelt es sich untertags um ein 15-minütiges Nonstop-

Programm, das sich auf Wienthemen konzentriert. Neben Wetter- und Verkehrsnachrichten

liegt der Schwerpunkt auf viertelstündlich aktualisierten News. Weiters

wird auch eine Übersicht über die Veranstaltungsszene in Wien angeboten. Markenzeichen

ist der computergenerierte Anchorman Herbert Hrabal, der durch das Programm

führt und diesem damit auch sein spezielles Colorit gibt.

Die Tagesreichweite dieses Informationskanals liegt derzeit zwischen vier und sechs

Prozent der Kabelhaushalte, die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt erfreulicherweise

bei 6 Minuten mit ansteigender Tendenz. Da das volle Zuseherpotenzial des

Stadtkanals noch nicht erreicht ist, ist ein Relaunch für 2006 geplant, um die

Attraktivität zu steigern und damit die Tagesreichweite zu erhöhen.

54


Ö.K.O. Media

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING

SERVICES Gesellschaft m.b.H.

A-1010 Wien, Wallnerstraße 3

Postfach 3

Tel.: +43 (1) 803 50 50

Fax: +43 (1) 803 50 50-20

E-Mail: oe.k.o.media@nextra.at

Lagebericht

Im Berichtsjahr ist es dem Unternehmen gelungen, das Ergebnis gegenüber dem

Vorjahr deutlich zu verbessern. Während im Hauptgeschäft der Ö.K.O. Media, der

Teamvermietung an den ORF, die erwartete Stagnation des Geschäftsvolumens sich

nun tatsächlich zu Buche schlägt, hat die geplante Umsatzausweitung im Bereich

des Centermarketings voll gegriffen.

Geschäftsführung

Dir. Dr. Michael Kraus

Der Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens ist von knapp drei Prozent im Jahr

2004 auf mehr als 18 Prozent im Jahr 2005 gestiegen. Ausschlaggebend dafür war

die Eröffnung des neuen Einkaufszentrums „Columbus Center“ in Wien Favoriten

gegen Ende April 2005. Die Ö.K.O. Media wurde vom Mehrheitsgesellschafter

Donau-Finanz im Rahmen des Centermanagements für die

Marketingagenden verpflichtet. Die Umsatzerlöse konnten „ Die Ö.K.O. Media kann auf ein

ohne Ausweitung der Fixkosten um rund 18 Prozent gesteigert

werden, sodass sich das vorläufige Jahresergebnis etwa verdreifacht

hat. Die Ö.K.O. Media beschäftigt 18 Angestellte

und drei freie Mitarbeiter.

Ausblick 2006

Aufgrund der weiterhin gültigen Sparpolitik des wichtigsten

Geschäftspartners, des ORF, ist im Bereich Teamvermietung

und Leihpersonal keine Umsatzausweitung zu erwarten. Die

Ö.K.O. Media wird alle Anstrengungen unternehmen, die Kostenstruktur in diesem

Bereich dem Geschäftsvolumen anzupassen. Beim Leihpersonal ist dies inzwischen

insofern gelungen, als einige Positionen mit schlechten Deckungsbeiträgen in ein

direktes Beschäftigungsverhältnis beim ORF umgewandelt werden konnten.

erfolgreiches Jahr 2005 zurückblicken.

Trotz Sparmaßnahmen

beim Hauptkunden ORF konnte

der Gesamtumsatz um knapp

20 Prozent ausgeweitet und das

Ergebnis gegenüber dem Vorjahr

deutlich verbessert werden.“

Dir. Dr. Michael Kraus

Die Akquisitionsbemühungen im Bereich Centermarketing werden 2006 verstärkt,

um die Umsatzabhängigkeit vom ORF weiter zu reduzieren. Die Centermanagement-

Aktivitäten der gesamten Donau-Finanz-Gruppe unterstützen diese Strategie. Als

neue Geschäftssparte wurde damit begonnen, Konzepte für die Nutzung des

umfangreichen Filmarchivs der Ö.K.O. Media zu entwickeln.

55


WIEN HOLDING

Konzernabschluss der Wien Holding GmbH

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2005

AKTIVA

Stand

31.12.2005

Vergleich

31.12.2004

EUR EUR EUR TEUR

A.Anlagevermögen 316.532.472,78 251.964

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.249.133,69 17.939

1. Konzessionen, Rechte, Lizenzen 1.342.064,69 862

2. Geschäfts- (Firmen-)wert 11.891.769,00 17.076

3. geleistete Anzahlungen 15.300,00 0

II. Sachanlagen 231.803.621,56 180.510

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten, einschließlich der Bauten

auf fremdem Grund 185.753.289,64 155.517

2. technische Anlagen und Maschinen 2.344.230,56 1.473

3. andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 16.759.003,82 16.839

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.947.097,54 6.681

III.Finanzanlagen 71.479.717,53 53.515

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

(nicht konsolidiert) 72.072,83 72

2. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.072.909,50 4.002

3. Beteiligungen 1.123.005,58 1.154

4. sonstige Ausleihungen 194.083,85 193

5. Wertpapiere des Anlagevermögens 67.017.645,77 48.095

B. Umlaufvermögen 160.423.948,40 86.994

I. Vorräte 29.272.589,75 2.245

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 197.197,01 223

2. unfertige Erzeugnisse 4.661.288,77 538

3. fertige Erzeugnisse und Waren 23.754.302,14 1.426

4. noch nicht abrechenbare Leistungen 628.311,83 58

5. geleistete Anzahlungen gegenüber Dritten 31.490,00 0

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände 23.860.390,51 21.724

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.963.768,01 13.703

2. Forderungen gegenüber verbundenen

Unternehmen (nicht konsolidiert) 84.827,32 26

3. Forderungen gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 500.293,23 555

4. sonstige Forderungen und

Vermögensgegenstände 6.311.501,95 7.441

III.Wertpapiere und Anteile 7.261.263,43 1.605

IV.Kassenbestand, Schecks,

Guthaben bei Kreditinstituten 100.029.704,71 61.419

C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.258.148,49 6.877

486.214.569,67 345.835

56


Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2005

PASSIVA

Stand

31.12.2005

Vergleich

31.12.2004

EUR EUR EUR TEUR

A.Eigenkapital 227.326.288,72 203.222

I. Stammkapital 13.000.000,00 13.000

II. Kapitalrücklagen 154.812.817,48 128.682

1. gebundene Kapitalrücklagen 560.253,13 560

2. nicht gebundene Kapitalrücklagen 108.245.173,50 90.848

3. Sonderrücklage 46.007.390,85 37.274

III.Gewinnrücklagen 54.456.310,11 54.461

1. andere Gewinnrücklagen 54.456.310,11 54.461

IV.Ausgleichsposten für Anteile

anderer Gesellschafter 4.323.871,92 4.100

V. Konzernbilanzgewinn 733.289,21 2.979

davon Konzernvortrag EUR 0,00

(im Vj: EUR 570.745,33)

B. Investitionszuschüsse

aus öffentlichen Mitteln 15.912.191,06 16.293

C. unversteuerte Rücklagen 20.256.285,70 21.052

1. Bewertungsreserve aufgrund

von Sonderabschreibungen 20.256.285,70 20.900

2. sonstige unversteuerte Rücklagen 0,00 152

D.Rückstellungen 64.988.347,49 67.312

1. Rückstellungen für Abfertigungen 11.020.623,51 10.799

2. Rückstellungen für Pensionen 30.091.587,00 30.756

3. Steuerrückstellungen 719.448,04 1.752

4. sonstige Rückstellungen 23.156.688,94 24.005

E. Verbindlichkeiten 149.132.733,53 30.574

1. Anleihen 70.000.000,00 0

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.196.506,30 10.536

3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 416.920,76 0

4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 12.575.682,02 8.067

5. Verbindlichkeiten gegenüber

Beteiligungsunternehmen 358.804,61 458

6. sonstige Verbindlichkeiten 35.584.819,84 11.513

davon aus Steuern EUR 1.627.993,83

(im Vj: EUR 1.855.237,17)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 1.200.636,88

(im Vj: EUR 1.115.311,44)

F. Rechnungsabgrenzungsposten 8.598.723,17 7.382

486.214.569,67 345.835

Eventualverbindlichkeiten 5.077.135,00 3.004

57


WIEN HOLDING

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005

Stand

2005

Vergleich

2004

EUR EUR TEUR

1. Umsatzerlöse 98.873.747,76 88.312

2. Bestandsveränderungen -13.681,44 -596

3. sonstige betriebliche Erträge 31.457.151,33 38.882

a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum

Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 167.680,55 573

b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.158.837,63 8.597

c) übrige sonstige betriebliche Erträge 29.130.633,15 29.709

d) Erträge aus der Ertrags- und Aufwandseliminierung 0,00 3

4. Aufwendungen für Material und sonstige

bezogene Herstellungsleistungen -29.928.269,77 -22.412

a) Materialaufwand -6.338.766,83 -5.690

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.589.502,94 -16.722

5. Personalaufwand -67.281.548,52 -63.630

a) Löhne -10.282.633,82 -9.306

b) Gehälter -38.500.790,73 -36.914

c) Aufwendungen für Abfertigungen -1.639.424,97 -2.043

d) Aufwendungen für Altersversorgung -3.014.278,49 -2.625

e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben

sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -12.991.652,64 -11.915

f) sonstige Sozialaufwendungen -852.767,87 -827

6. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.924.444,32 -16.253

7. sonstige betriebliche Aufwendungen -37.070.754,04 -36.779

a) Steuern -1.228.721,11 -1.322

b) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -35.819.470,85 -35.457

c) Aufwendungen aus der Ertrags- und Aufwandskonsolidierung -11.908,36 0

d) Aufwendungen aus der Schuldenkonsolidierung -10.653,72 0

8. ordentlicher Konzernbetriebsverlust -19.887.799,00 -12.476

9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

und sonstigen Beteiligungen 1.218.271,44 466

10. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 1.006.240,51 1.346

11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.495.884,90 2.142

12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu

Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 13.974.011,22 704

13. Aufwendungen aus Finanzanlagen

davon Abschreibungen EUR -51.547,34 (im Vj: EUR -41.469,50) -1.166.208,07 -260

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.143.267,89 -676

15. Finanzergebnis 16.384.932,11 3.722

16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.502.866,89 -8.754

17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -646.471,18 -3.073

18. Jahresfehlbetrag -4.149.338,07 -11.827

19. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 963.657,17 263

20. Konzernjahresfehlbetrag -3.185.680,90 -11.564

21. Auflösung unversteuerter Rücklagen 1.075.277,20 11.899

22. Auflösung von Kapitalrücklagen 0,00 222

23. Auflösung von Gewinnrücklagen 13.985.372,59 3.237

24. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen 0,00 -424

25. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -11.141.679,68 -961

26. Konzernvortrag 0,00 571

27. Konzernbilanzgewinn 733.289,21 2.979

58


Konzern-Anlagenspiegel vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005

Anschaffungskosten

1.1.2005

Zugänge zu

Anschaffungskosten

Abgänge zu

Anschaffungskosten

Umbuchungen

EUR EUR EUR EUR

I. Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Konzessionen,

Rechte, Lizenzen 7.349.425,85 743.312,79 7.413,17 116.939,38

2. Geschäfts- (Firmen-)wert 27.285.046,62 0,00 0,00 0,00

3. geleistete Anzahlungen 0,00 15.300,00 0,00 0,00

Summe Immaterielle

Vermögensgegenstände 34.634.472,47 758.612,79 7.413,17 116.939,38

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten,

einschließlich der Bauten auf

fremdem Grund

· Grundwert 18.655.478,34 11.344.633,33 0,00 0,00

· Baurecht 0,00 59.434,85 0,00 0,00

· Gebäudewert 243.481.695,48 21.718.297,92 779.429,49 3.601.211,81

· unbebaute Grundstücke 17.217.672,12 0,00 84.049,18 0,00

279.354.845,94 33.122.366,10 863.478,67 3.601.211,81

2. technische Anlagen und

Maschinen 13.041.539,44 1.425.544,27 481.399,84 25.420,36

3. andere Anlagen, Betriebsund

Geschäftsausstattung 46.641.017,22 3.368.039,92 1.699.906,60 187.729,29

4. geleistete Anzahlungen

und Anlagen in Bau 6.681.489,51 24.219.164,94 22.256,07 -3.931.300,84

Summe Sachanlagen 345.718.892,11 62.135.115,23 3.067.041,18 -116.939,38

III.Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen (nicht konsolidiert) 93.199,70 0,00 0,00 0,00

2. Anteile an assoziierten

Unternehmen 4.132.631,75 407,91 930.045,79 0,00

3. Beteiligungen 1.153.744,45 0,00 30.738,87 0,00

4. sonstige Ausleihungen 337.245,33 13.081,11 22.441,48 0,00

5. Wertpapiere des

Anlagevermögens 49.575.644,07 43.981.768,84 25.017.645,06 0,00

Summe Finanzanlagen 55.292.465,30 43.995.257,86 26.000.871,20 0,00

Summe Anlagevermögen 435.645.829,88 106.888.985,88 29.075.325,55 0,00

Veränderung im

Konsolidierungskreis

Anschaffungskosten

31.12.2005

kumulierte

Abschreibungen

laufend

Buchwert

31.12.2005

Buchwert

1.1.2005

Abschreibungen

2005

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

0,00 8.202.264,85 6.860.200,16 1.342.064,69 861.455,53 379.642,92

0,00 27.285.046,62 15.393.277,62 11.891.769,00 17.076.290,52 5.184.521,52

0,00 15.300,00 0,00 15.300,00 0,00 0,00

0,00 35.502.611,47 22.253.477,78 13.249.133,69 17.937.746,05 5.564.164,44

0,00 30.000.111,67 0,00 30.000.111,67 18.655.478,34 0,00

0,00 59.434,85 606,48 58.828,37 0,00 606,48

0,00 268.021.775,72 129.461.049,06 138.560.726,66 119.643.728,11 6.316.612,72

0,00 17.133.622,94 0,00 17.133.622,94 17.217.672,12 0,00

0,00 315.214.945,18 129.461.655,54 185.753.289,64 155.516.878,57 6.317.219,20

0,00 14.011.104,23 11.666.873,67 2.344.230,56 1.473.475,76 560.441,75

0,00 48.496.879,83 31.737.876,01 16.759.003,82 16.838.715,67 3.482.618,93

0,00 26.947.097,54 0,00 26.947.097,54 6.681.489,51 0,00

0,00 404.670.026,78 172.866.405,22 231.803.621,56 180.510.559,51 10.360.279,88

0,00 93.199,70 21.126,87 72.072,83 72.072,83 0,00

0,00 3.202.993,87 130.084,37 3.072.909,50 4.002.547,38 0,00

0,00 1.123.005,58 0,00 1.123.005,58 1.153.744,45 0,00

0,00 327.884,96 133.801,11 194.083,85 193.188,24 2.119,67

3.653,40 68.543.421,25 1.525.775,48 67.017.645,77 48.094.740,82 49.427,67

3.653,40 73.290.505,36 1.810.787,83 71.479.717,53 53.516.293,72 51.547,34

3.653,40 513.463.143,61 196.930.670,83 316.532.472,78 251.964.599,28 15.975.991,66


WIEN HOLDING

Anhang zum Konzernabschluss

per 31. Dezember 2005

I. Allgemeine Erläuterungen

Der Konzernabschluss der Wien Holding GmbH zum 31.12.2005 ist nach den Vorschriften des RLG in der Fassung

des EU-GesRÄG abgefasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse der Klarheit

haben wir in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang

gesondert erläutert.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Wien Holding GmbH einunddreißig Tochtergesellschaften einbezogen.

Bei einer Tochtergesellschaft wurde auf die Einbeziehung in den konsolidierten Abschluss verzichtet, da

diese aufgrund ihrer untergeordneten wirtschaftlichen Bedeutung das möglichst getreue Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht beeinträchtigt.

Darüber hinaus wurden sechs assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss aufgenommen. Auf die Einbeziehung

von anderen assoziierten Unternehmen wurde aufgrund der Tatsache, dass diese Beteiligungen für die

Vermittlung des möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von nur untergeordneter

Bedeutung sind (§ 263 (2) HGB), verzichtet.

Als Stichtag für die Erstkonsolidierung wurde das Jahr des Erwerbes der Anteile bzw. das Jahr der erstmaligen

Einbringung in den Konzernabschluss herangezogen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die vom Mutterunternehmen erstellten Konsolidierungsrichtlinien enthalten als Leitfaden eine Beschreibung der

Bewertungs- und Ausweisvorschriften, welche von allen einbezogenen Töchtern zu beachten waren.

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm,

ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Bei Vermögensgegenständen und

Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.

Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten

Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im laufenden

Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.

Eine Zwischenerfolgseliminierung (§ 256 Abs 2 HGB) wurde aufgrund von Unwesentlichkeit nicht durchgeführt.

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungsoder

Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Teilwert angesetzt.

Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs zum Bilanzstichtag

bewertet.

60


2. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken im

Forderungsbestand werden durch Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt.

3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach finanz- bzw. versicherungsmathematischen Grundsätzen mit

einem Zinssatz von vier Prozent gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz

von vier Prozent gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Betrag der erwarteten Inanspruchnahme

bilanziert.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht

angesetzt.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Verbundene Tochterunternehmen wurden nach der Methode der Vollkonsolidierung gemäß § 254 HGB, assoziierte

Unternehmen nach der Equitymethode entsprechend § 264 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Die Anschaffungswerte der Tochterunternehmen

werden mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung verrechnet.

Ein bei der Erstkonsolidierung entstehender aktiver Unterschiedsbetrag wurde entweder als Firmenwert ausgewiesen

bzw. mangels vorhandener stiller Reserven im Anlagevermögen gegen die Gewinnrücklage aufgerechnet.

Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften sind im Konzernergebnis

enthalten. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equitymethode in den Konzernab–

schluss einbezogen. Dies erfolgte nach der Buchwertmethode.

Weitere Konsolidierungsmaßnahmen betreffen die Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen

konsolidierten Gesellschaften und die Verrechnung konzerninterner Umsatzerlöse und anderen konzerninternen

Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen.

V. Währungsumrechnung

Eine Währungsumrechnung war nicht erforderlich, da keine der einbezogenen Tochtergesellschaften ihren Sitz im

Ausland hat.

VI. Steuerabgrenzung

Durch die Anwendung unterschiedlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften im Konzernabschluss gegenüber

den Einzelabschlüssen im Bereich der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen kam es zu zeitlich befristeten

Ergebnisunterschieden. Die auf diese Ergebnisunterschiede entfallenden aktiven latenten Steuern betragen

EUR 1.179.135,56. Von einer Aktivierung im Konzernabschluss wurde abgesehen.

61


WIEN HOLDING

VII. Übersicht konsolidierte Unternehmen

Vollkonsolidierte Gesellschaften

Konsolidierungsausmaß

in %

Tochtergesellschaften

Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Wiener Hafen Management GmbH 100,00% Wien Holding GmbH

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Haus der Musik Betriebsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH 100,00% Wien Holding GmbH

TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH 100,00% Wien Holding GmbH

Studentenheim Haus Döbling Betriebsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H. 97,34% Wien Holding GmbH

Wiener Hafen, GmbH & Co KG 95,00% Wien Holding GmbH

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und Betriebs GmbH 51,00% Wien Holding GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklungs GmbH & Co KG 50,00% Wien Holding GmbH

Enkelgesellschaften

Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungsund

Marketing Ges.m.b.H. 100,00% Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H.

Immobilienentwicklung St. Marx GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

IMU Immobilienentwicklung Muthgasse GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Muthgasse Immobilienbeteiligung Zwei GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Muthgasse Immobilienbeteiligung Drei GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

StH Garagenbetriebs GmbH 100,00% Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

WT Wien Ticket GmbH 98,80% VBW-Kulturmanagement- und Veranstaltungsgesellschaft

m.b.H., Wiener Stadthalle -

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.,

Wien Holding GmbH

VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. 97,34% Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.

Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H. 97,34% VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H

Wiener Donauraum Länden und

Ufer Betriebs- und Entwicklungs GmbH 95,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG 95,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Wiener Messe Besitz GmbH 94,88% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Urenkelgesellschaften

IMU Immobilientwicklung Muthgasse GmbH & Co KEG 100,00% Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH

Wiener Hafen, Lager- und Umschlagsbetriebe Ges.m.b.H. 95,00% Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG

Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H. 89,53% Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG

Ururenkelgesellschaften

TerminalSped Speditions Ges.m.b.H. 89,53% Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

Wiencont Management Ges.m.b.H. 59,69% Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

62


At equity konsolidierte Gesellschaften

Konsolidierungsausmaß

in %

Tochtergesellschaften

Central Danube Region Marketing & Development GmbH 50,00% Wien Holding GmbH

U2 Stadtentwicklung GmbH 20,00% Wien Holding GmbH

Enkelgesellschaften

DDSG - BLUE DANUBE SCHIFFAHRT GMBH. 50,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

TECH GATE VIENNA Wissenschaftsund

Technologiepark GmbH 20,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Urenkelgesellschaften

WienCont Krems Kombiterminal Ges.m.b.H. 26,00% Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

Realitäten-Development GmbH 20,00% Immobilienentwicklung St. Marx GmbH

Der Konzernabschluss der Wien Holding GmbH zum 31. Dezember 2005 wurde von der HLB Intercontrol

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

63


WIEN HOLDING

VIII. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

A. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Sachanlagen

Die Entwicklung ist im Anlagespiegel dargestellt.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund

Unter diesem Posten sind im Wesentlichen Liegenschaftsanteile in Fünfhaus, in Rodaun, in Oberlaa die Kurhalle

(Wiener Stadthalle), in der Tuchlauben, in der Anschützgasse, in der Missindorfstraße, in der Seilerstätte (Wien

Holding), in der Freudenau, in Albern, in der Lobau und in Kagran (Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG und Wiener Hafen, GmbH & Co KG) erfasst.

Finanzanlagen

Die Entwicklung ist im Anlagespiegel dargestellt.

Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen

Der ausgewiesene Saldo des Postens Anteile an verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) ist den Konzerngesellschaften

wie folgt zurechenbar: Kabel-TV-Wien (KTV Beteiligungsges m.b.H) EUR 72.072,83

Der ausgewiesene Saldo des Postens Anteile an assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

Entwicklung der Beteiligungsbuchwerte

an assoziierte

Unternehmen (konsolidiert)

Unterschieds- anteiliger

Stand am Zugang/ betrag aus Gewinn/ Gewinnaus- Stand am

1.1.2005 Abgang der Erstkonsl. Verlust schüttung 31.12.2005

mm Liegenschaftsbesitz GmbH 683.837,39 -683.837,39 0,00 0,00 0,00 0,00

Central Danube Region

Marketing & Development GmbH 138.309,89 0,00 0,00 0,00 0,00 138.309,89

DDSG - BLUE DANUBE

SCHIFFAHRT GMBH. 1.906.862,16 0,00 0,00 0,00 -245.000,00 1.661.862,16

Realitäten-Development GmbH 7.002,00 0,00 -1.208,40 0,00 0,00 5.793,60

TECH GATE VIENNA Wissenschaftsund

Technologiepark GmbH 1.073.707,01 0,00 0,00 0,00 0,00 1.073.707,01

WienCont Krems Kombiterminal

Gesellschaft m.b.H. 158.835,29 0,00 0,00 2.807,66 0,00 161.642,95

U2 Stadtentwicklung GmbH 14.735,59 0,00 0,00 0,00 0,00 14.735,59

3.983.289,33 -683.837,39 -1.208,40 2.807,66 -245.000,00 3.056.051,20

Entwicklung der Beteiligungsbuchwerte

an assoziierten

Unternehmen (nicht konsolidiert)

Jüdisches Museum der

Stadt Wien Gesellschaft.m.b.H. 17.804,84 17.804,84

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING

SERVICES Gesellschaft m.b.H. 726,73 726,73

Schloß Laxenburg

Betriebsgesellschaft m.b.H. 726,73 726,73

19.258,30 0,00 0,00 0,00 0,00 19.258,30

Gesamt 4.002.547,63 -683.837,39 -1.208,40 2.807,66 -245.000,00 3.075.309,50

64


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

RESTLAUFZEIT

bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt

in EUR in EUR in EUR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.963.768,01 0,00 16.963.768,01

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 84.827,32 0,00 84.827,32

Forderungen gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 500.293,23 0,00 500.293,23

sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 4.945.990,00 1.365.511,95 6.311.501,95

22.494.878,56 1.365.511,95 23.860.390,51

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

EUR 2005 2004

Sonstige 9.258.148,49 6.877.142,06

Bei der Abgrenzung der Wiener Messe Besitz GmbH handelt es sich um Leasingentgeltvorauszahlungen (Bauzinsen),

eine Rechtsgeschäftsgebühr für den Leasingvertrag und vorausbezahlte Aufwendungen.

Eigenkapitalentwicklung

Kapital- Gewinn- Konzern-

Stammkapital rücklagen rücklagen Fremdanteile bilanzgewinn Eigenkapital

Stand 01.01.2005 13.000.000,00 128.682.311,06 54.460.819,81 4.100.433,86 2.979.012,58 203.222.577,31

Gewinnausschüttungen -132.592,10 -132.592,10

Gesellschafterzuschüsse 26.130.506,42 715.516,60 26.846.023,02

Konzernjahresgewinn

2005 733.289,21 733.289,21

Anteile Minderheiten

am Konzernbilanzgewinn -963.657,17 -963.657,17

Dotierung sonstige

Gewinnrücklagen 11.141.679,68 11.141.679,68

Übertragung auf

Gewinnrücklage 2.837.900,99 -2.846.420,48 -8.519,49

Auflösung von

Gewinnrücklagen -13.985.372,59 -13.985.372,59

Veränderung im

Konsolidierungskreis 471.578,63 471.578,63

Verrechnung aktiver

Unterschiedsbetrag -1.208,40 -1.208,40

Verrechnung passiver

Unterschiedsbetrag 2.490,62 2.490,62

Stand 31.12.2005 13.000.000,00 154.812.817,48 54.456.310,11 4.323.871,92 733.289,21 227.326.288,72

65


WIEN HOLDING

Stammkapital (Grundkapital)

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 13.000.000,00. Es wird zu 99,9944 Prozent von der Stadt Wien

und zu 0,0056 Prozent von der Wiener Stadterneuerungsgesellschaft, Gemeinnützige Wohnbau-, Planungs- und

Betreuungsgesellschaft mbH gehalten.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage resultiert aus den Unterschiedsbeträgen, die bei der Erstkonsolidierung erzielt wurden.

Darüber hinaus wurde von der Wien Holding eine Gewinnrücklage aus dem laufenden Ergebnis gebildet.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln wurden im Wesentlichen der Wiener Messe Besitz GmbH, der

Wiener Hafen, GmbH & Co KG und den Vereinigten Bühnen Wien gewährt.

Unversteuerte Rücklagen

Der ausgewiesene Saldo des Postens Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen ist den Konzerngesellschaften

wie folgt zurechenbar:

Grundstücke

immaterielle grundstücksgl. technische

Vermögens- Rechte und Anlagen und Finanzanlagegegenstände

Bauten Maschinen vermögen Gesamt

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG 1.170.033,00 9.115.805,31 0,00 1.222.393,22 11.508.231,53

Wiener Hafen, GmbH & Co KG 0,00 7.686.188,27 18.636,00 0,00 7.704.824,27

StH-Garagenbetriebs GmbH 0,00 1.043.229,90 0,00 0,00 1.043.229,90

1.170.033,00 17.845.223,48 18.636,00 1.222.393,22 20.256.285,70

Rückstellungen

Diese stammen im Wesentlichen von der Wiener Stadthalle in Höhe von EUR 2,6 Mio., von der Wiener Hafen,

Lager und Umschlagsbetriebe Ges.m.b.H. in Höhe von EUR 1,3 Mio. und den Vereinigten Bühnen Wien in Höhe

von EUR 5,8 Mio.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinssatz

von vier Prozent gebildet.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Instandhaltungen mit EUR 1,5 Mio.

die Tech Gate Vienna und mit EUR 11,1 Mio. die Wiener Messe Besitz GmbH. Darüber hinaus wurden Sonstige

Rückstellungen in Höhe von EUR 3,4 Mio. von der Wiener Stadthalle, EUR 1,4 Mio. von der Wiener Hafen, Lager

und Umschlagsbetriebe Ges.m.b.H. und EUR 1,8 Mio. von den Vereinigten Bühnen Wien gebildet.

66


Verbindlichkeiten

RESTLAUFZEIT

über 1 Jahr

Gesamt

bis 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre 2005

in EUR in EUR in EUR in EUR

Anleihen 0,00 0,00 70.000.000,00 70.000.000,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.124.207,83 7.263.057,18 20.809.241,29 30.196.506,30

erhaltene Anzahlungen 0,00 416.920,76 0,00 416.920,76

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.558.732,27 16.949,75 0,00 12.575.682,02

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 48.303,92 310.500,69 0,00 358.804,61

sonstige Verbindlichkeiten 11.569.398,42 465.251,38 23.550.170,04 35.584.819,84

26.300.642,44 8.472.679,76 114.359.411,33 149.132.733,53

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht

angesetzt. Fremdwährungsbeträge werden zum Anschaffungskurs oder zum höheren Briefkurs per 31.12.2005

bewertet.

Die Wien Holding hat im November 2005 eine Anleihe in Höhe von EUR 70 Mio. mit einer Laufzeit von 7 Jahren

und einem Zinssatz von 3,625 Prozent begeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stammen im

Wesentlichen von der Wien Holding.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten seitens der Wiener Stadthalle von EUR 5,8 Mio., der LSE

Liegenschaftsstrukturentwicklung von EUR 23,1 Mio., der Vereinigten Bühnen Wien von EUR 1,6 Mio. und der

VBW-Kulturmanagement- und Veranstaltungsgesellschaft von EUR 1,6 Mio. enthalten.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der ausgewiesene Saldo ist im Wesentlichen mit EUR 1,3 Mio. der Wien Holding, mit EUR 2,0 Mio. der Wiener

Stadthalle, mit EUR 2,2 Mio. der Wiener Messe Besitz GmbH und mit EUR 1,6 Mio. den Vereinigten Bühnen Wien

zuordenbar.

67


WIEN HOLDING

B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

EUR 2005 2004

Umsätze gesamt 98.873.747,76 88.312.300,94

Gegliedert nach geographischen Märkten bzw. Branchen zeigt sich folgendes Bild:

EUR 2005 2004

Umsatz Österreich 90.273.148,57 81.592.095,74

Deutschland 3.612.264,98 2.729.658,34

Sonstige EU-Länder 1.182.072,43 1.578.826,60

Sonstige europäische Länder 339.302,75 41.807,29

Rest 3.466.959,03 2.369.912,97

98.873.747,76 88.312.300,94

Umsatz Immobilienmanagement 10.452.137,03 8.149.223,98

Logistik/Mobilität 29.180.756,16 28.711.851,63

Medien 9.545.704,02 9.258.445,50

Kulturmanagement 49.695.150,55 42.192.779,83

98.873.747,76 88.312.300,94

Personalaufwand

Der Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt setzte sich wie folgt zusammen:

2005 2004

Durchschnittliche Zahl der Arbeiter 344 336

Durchschnittliche Zahl der Angestellten 866 862

1.210 1.198

Auflösung unversteuerter Rücklagen

Der ausgewiesene Posten ist im Wesentlichen der Wiener Hafen und Lager Ausbau- und Vermögensverwaltung,

GmbH & Co KG mit EUR 0,6 Mio., der StH-Garagenbetriebs GmbH mit EUR 0,1 Mio. und der Wiener Hafen,

GmbH & Co KG mit EUR 0,1 Mio. zuordenbar.

Auflösung von Gewinnrücklagen

Der ausgewiesene Posten stammt im Wesentlichen von den Vereinigten Bühnen Wien mit EUR 0,9 Mio. und von

der Wiener Hafen, Lager und Umschlagsbetriebe Ges.m.b.H. mit EUR 0,1 Mio.

Zuweisung zur Gewinnrücklage

Zuweisungen zur Gewinnrücklage wurden im Wesentlichen mit EUR 5,8 Mio. von der Wien Holding gebildet.

Konzernbilanzgewinn

Im Sinne einer möglichst klaren Kapitaldarstellung wird der ausgewiesene Konzernbilanzgewinn dem Bilanzgewinn

der Wien Holding (= Konzernmutter) angepasst.

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