Drucksache „Bild“ – Eine Marke und ihre Mägde - Welt der Arbeit

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Drucksache „Bild“ – Eine Marke und ihre Mägde - Welt der Arbeit

TEIL II: EIN BLICK AUF DIE GANZE „BILD“

nur, was passiert. ‚Bild‘ sagt auch, was die Republik

fühlt.“ „Bild“ sei „die gedruckte Barrikade

der Straße“.

Zur Orientierung und Einordnung schlagen

wir folgende Unterscheidung vor: Qualitätsjournalismus,

Boulevardjournalismus, „Bild“.

Ein wesentliches Kriterium der Unterscheidung

sehen wir dabei in der Themenwahl. Nach welchen

Kriterien sucht eine Veröffentlichung ihre

Themen aus? Und als zweite Unterscheidung:

Nach welchen Kriterien werden die ausgewählten

Themen bearbeitet? Es gibt also zwei Skalen,

die zusammengehören: die Themen- und

die Handwerksskala.

Die Themenskala kann grob mit den folgenden

beiden Enden markiert werden: hier die

inhaltliche Bedeutung des Themas, dort die

maximale Aufmerksamkeit für das Thema. Das

kann zum einen zusammenfallen, zum anderen

wird die Bedeutung eines Themas oft umstritten

sein, weil sie von der Perspektive und der

Betroffenheit der jeweiligen Produzenten und

des jeweiligen Publikums abhängt. Trotz dieser

beiden Einschränkungen ist der Unterschied

tiefgreifend. Wer die inhaltliche Bedeutung

wichtig nimmt, wird überlegen, ob die Thematik

für die Chancen und Risiken eines Landes,

für die Belange des Publikums folgenreich ist.

Abbildung 3:

Leitsätze der „Bild“

Quelle: Screenshot aus der Präsentation von Tobias Fröhlich, Leiter Kommunikation „Bild“-Gruppe, über

„Die größte Medienmarke Deutschlands: ‚Bild‘“ am 2. Dezember 2010 in der Hochschule für Kommunikation

und Design FH, Berlin [im Folgenden zitiert als: Fröhlich-Präsentation 2010].

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