Unsere Kirche 4/2012 Oktober bis November - Evangelische ...

christuskirche.pohlheim.de

Unsere Kirche 4/2012 Oktober bis November - Evangelische ...

Nr. 112 • Oktober / November 2012

Gemeindebrief der ev. Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg

4/2012


Impressum

Herausgeber

Ev. Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg

Zur Aue 30

35415 Pohlheim

Tel 06403/963190

Fax 06403/963194

www.christuskirche-pohlheim.de

Pfarrbüro

Frau Renate Zulauf

Zur Aue 30

35415 Pohlheim

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Fax 06403/963194

pfarrbuero@christuskirche-pohlheim.de

Öffnungszeiten

Di 9.00-12.00 Uhr

Mi 9.00-12.00 Uhr

Do 15.00-18.30 Uhr

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Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß

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jutta.hofmann-weiss@christuskirche-pohlheim.de

Pfarrbezirk West

Pfarrer Alexander Klein

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alexander.klein@christuskirche-pohlheim.de

Redaktion

Dr. Ernst-Ulrich Huster, Roger Schmidt

Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß (V.i.S.d.P.)

Adelheid Wehrenfennig

Brigitte Wolni

Gestaltung und Satz

Eva Saarbourg • Saarbourg Design Werbeagentur

Pohlheim • Tel. 06403-97 95 329

www.saarbourgdesign.de

Druck Druckhaus Harms e.K.

Martin-Luther-Weg 1 • 29393 Gross Oesingen

www.gemeindebriefdruckerei.de

Auflage: 2500 Exemplare

Fotos

Titel, Seite 18-19 ................................... fotolia.com

Seite 2 .................................................. Urlich Probst

Seite 4-6 + 17 .................................. Brigitte Wolny

Seite 7-9 ................................................ Ralf Krause

Seite12-15 .......................................Alexander Klein

Konto

Sparkasse Gießen (BLZ51350025), Nr. 242002684

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben in

erster Linie die Meinung der Autorin bzw. des Autors

und nicht unbedingt die der Redaktion wieder.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:

1. November 2012

Liebe Gemeindebrief-

Leserinnen und Leser!

Vor einiger Zeit

begegnete mir

ein Mann mit

einer Bibel unter

dem Arm. „Bist

du ein Christ?“

fragte ich ihn.

„Ja“, sagte er. Ich

hielt an, aber ich

habe gelernt,

dass man nie

vorsichtig genug

sein kann. Darum

fragte ich weiter: „Jungfrauen-Geburt?“

„Natürlich, glaube ich.“ „Tod am Kreuz?“

„Er starb für alle Menschen.“ Könnte

es sein, dass ich hier von Angesicht zu

Angesicht einem richtigen Christen

gegenüber stand? Ich fuhr mit meiner

Checkliste fort: „Status des Menschen?“

„Sünder, der Gnade braucht.“ ‚Definition

von Gnade?“ „Gott tut, was wir nicht

können.“ „Bibel?“ „Inspiriert.“ Mein

Herz begann schneller zu schlagen.

„Herkunft?“ „Protestantismus – Pietistisch

– Landeskirchliche Gemeinschaft.“

Das war meine! Mir standen die Tränen

in den Augen. Ich hatte nur noch eine

letzte Frage: „Ist euer Predigtpult aus

Holz oder Fiberglas?“ „Fiberglas“, antwortete

er. Ich zog meine Hand zurück

und mein Genick versteifte sich. „Ketzer!“,

sagte ich und wandte mich ab.

Natürlich ist diese Geschichte überzeichnet,

aber einen Funken Wahrheit

enthält sie doch: Wie oft haben wir

Christen es fertig gebracht, uns über

alle möglichen Themen zu streiten

und zu entzweien.

Dem gegenüber beschreibt die Apostelgeschichte

das Miteinander der ersten

Christen in Jerusalem (4:32-33): Die

Menge der Gläubigen aber war ein Herz

und eine Seele; auch nicht einer sagte

von seinen Gütern, dass sie sein wären,

sondern es war ihnen alles gemeinsam.

Und mit großer Kraft bezeugten die

Apostel die Auferstehung des Herrn

Jesus, und große Gnade war bei ihnen

allen.

Auch das ist eine etwas einseitige Beschreibung:

Es gab damals auch Konflikte

und Auseinandersetzungen, deren

Lösung einiges an Arbeit verlangte.

Davon berichten die weiteren Kapitel

der Apostelgeschichte. Aber trotzdem

steckt in diesen Worten eine wichtige

Wahrheit: Wo Christen zur Einheit finden

und ihre Ressourcen („Güter“) zusammen

tun, da gewinnt ihr Zeugnis

von Jesus Christus eine „große Kraft.“

Das ist nicht verwunderlich, denn dort,

wo die Zuwendung von Mensch zu

Mensch sichtbar wird, wird auch die

Botschaft von der Versöhnung zwischen

Gott und Mensch glaubhaft. Wo Stolz,

Rechthaberei, Ablehnung, Neid, Gemein

heit und Erbitterung durch die

Liebe Christi entmachtet werden, wird

auch die Botschaft vom Sieg Jesu Christi

über alle bösen Mächte und den Tod

glaubhaft.

Als Christen aus verschiedenen Prägungen

bekommen wir es vermutlich

nicht hin, immer „ein Herz und eine

Seele“ zu sein. Das war schon zu biblischen

Zeiten schwierig, und es ist heute

nicht leichter. Aber dass wir uns immer

wieder zusammentun und gemeinsam

hier im Ort präsent sind, gemeinsam

für den Ort beten und etwas für das

Wohlergehen von Pohlheim tun, das

ist möglich. Ich freue mich über jede

Aktion, bei der das geschieht, wie zum

Beispiel beim Wiesenfest-Gottesdienst

oder beim Einschulungsgottesdienst

oder an Himmelfahrt bei den Segelfliegern,

und hoffe, dass wir gemeinsam

auf diesem Weg weitergehen.

In diesem Sinn freue ich mich natürlich

auch, dass ich eingeladen wurde,

diesen Artikel hier im Gemeindebrief

der Kirchengemeinde zu schreiben

und wünsche Ihnen alles Gute.

Ihr Uli Probst

(Gemeinschaftspastor der

Evangelischen Stadtmission)

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Einüben in eine andere Sprache

und christliche Glaubenswelt

Studienfahrt nach

Russland

Ein Reisebericht von Brigitte Wolni

Zusammen mit achtzehn anderen Mitgliedern unserer Gemeinde unternahmen

wir Anfang Juli eine Studienreise nach Russland. Sie wurde vorbereitet und geführt

von unserem KV-Vorsitzenden Professor Ernst-Ulrich Huster, der durch seine

frühere Tätigkeit an der Ev. Fachhochschule Bochum viele Kontakte hat und schon

viele Reisen mit Studenten dorthin unternommen hat.

Unsere Russland-Reisenden

Ernst-Ulrich Huster als Reiseführer

Zunächst flogen wir nach Moskau und

besuchten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

wie den Roten Platz, den

Kreml, die Kreml-Kathedralen, das

Kauf haus GUM und vieles mehr. Die

weiten Wege wurden zum größten Teil

mit der 1935 eröffneten Metro zurückgelegt,

die uns westeuropäischen Besuchern

außergewöhnlich prunkvoll

vorkam. Einige Stationen werden wegen

ihrer teilweise sehr anspruchsvollen

Architektur als unterirdische

Paläste bezeichnet. Es war für uns alle

ein besonderes Erlebnis: Wir verstanden

nicht nur die Sprache nicht, sondern

wir konnten die kyrillischen Buchstaben

nicht oder nur wie ABC-Schützen

ent ziffern! Mit dem Ausflugsboot

auf der Moskwa erreichten wir Teile

des Olympia-Geländes von 1984 und

fuhren mit dem Sessellift auf die Spatzenberge,

von wo wir einen wunderschönen

Blick auf die Stadt hatten.

Dort befindet sich auch die berühmte

Lomonossow-Universität, benannt nach

einem russischen Universalgelehrten,

der u.a. auch in Marburg studierte und

dort auch seine Frau kennenlernte. Die

weitere Reise führte uns dann in das

Dreifaltigkeitskloster von Sergijew

Possad, früher Sagorsk. Das ist ein russisch-orthodoxes

Männerkloster rund

70 km nordöstlich von Moskau. Es wurde

um 1340 vom Heiligen Sergius gegründet

und gilt seit Jahrhunderten als

eines der bedeutendsten religiösen

Zentren der russisch-orthodoxen Kirche.

Am Abend erreichten wir unser neues

Ziel, die Stadt Wologda. Sie liegt rund

500 km nordöstlich von Moskau und

hat etwa 300 000 Einwohner.

Hier konnten wir etwas mehr als in

Moskau über das Leben und Treiben

der russischen Bevölkerung lernen. Wir

besuchten eine Sozialstation, die durch

Spenden aus Deutschland unterstützt

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wird und die orthodoxe Nikolausgemeinde,

wo wir bei einem kleinen

Imbiss mit dem Pater Andreij über

das dortige Gemeindeleben sprechen

konnten. Von hier unternahmen wir am

nächsten Tag eine Exkursion zu den beiden

Klöstern Ferapontow und Kirillow.

Ferapontow wurde im Jahr 1398 durch

den Mönch Ferapont gegründet und im

Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt

wegen seiner einzigartigen Ikonenmalereien

des damals sehr bedeutenden

Meisters Dionsij aus dem Jahr

1502. Das Nachbarkloster Kirillow

wurde ein Jahr früher durch den Mönch

Kirill gegründet, der dort eine Gotteserscheinung

hatte. Am Abend hatten

wir ein sehr geselliges gemeinsames

Essen mit den russischen Bekannten

und Freunden von Professor Huster.

Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt

mit dem Nachtzug ins ca. 600 km entfernte

St. Petersburg, wo auch sehr

viele touristische Highlights auf die

Gruppe warteten wie der Newskij

Prospekt, der als die Champs-Élysées

Russlands gilt. Diese Prachtstraße führt

mit ihren vielen Brücken über die Kanäle

der Stadt. Vom Schlossplatz mit

der Alexandersäule konnten wir weitere

Prachtbauten wie Admiralität

Studienfahrt nach

Russland

und das Winterpalais der Zaren sehen,

welches heute das Hauptgebäude des

Eremitage-Museums ist, das sehr viele

bedeutende Kunstschätze beherbergt.

Am nächsten Tag besuchten wir die

Eine U-Bahn Station in Moskau

Zu Besuch bei Pater Andreij

St. Petri-Kirche, die größte lutherische

Kirche Russlands erbaut im Stil einer

klassizistischen Basilika in der ersten

Hälfte des 19. Jahrhunderts. Allerdings

konnte man im Keller der Kirche noch

sehen, dass sie in der Zeit des Kommunismus

als Schwimmbad genutzt wurde.

Hier hielt Frau Hofmann-Weiß nach

der Führung für uns eine Andacht. Eine

Bootsfahrt auf der Newa rundete den

letzten Tag in St. Petersburg ab.

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck

d

erreichten wir nach acht erlebnisreichen

Tagen wieder die Heimat.

Einige

Kinderbibelwoche 2012

Die Erlebnisse des Jüngers Petrus mit Jesus

standen im Mittelpunkt des Theaterstückes.

Über 250 Kinder und mehr als 150 Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen versammelten sich täglich in unserer

Christuskirche um zu singen, zu beten und das Theaterstück

über den Jünger Petrus mit Spannung zu verfolgen.

der Jünger Jesu waren Fischer. Mit großem Vertrauen zu Jesus

konnte Petrus sogar auf dem Wasser gehen. Als er sich fürchtete,

erlebte er, dass Jesus ihn nicht untergehen ließ.

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Johannes Schmieg und

Alexander Klein in

den Hausmeisterrollen

sorgten für viele

Lacher.

Die Frauen in der Küche

sorgten wieder dafür,

dass Durst und Hunger

gestillt wurden.

Es war immer wieder faszinierend

mit wie viel Interesse und Spannung

die Kinder das Geschehen in der Kirche

und auf der Bühne verfolgten.

Das Singen von bekannten und neuen Liedern ist

ein wichtiger Bestandteil der Kibiwo. Unter Anleitung

geübter Sängerinnen geht es dann

noch besser. Die rhythmischen und schwungvollen

Melodien bringen alle in Bewegung.

Der Nachwuchs für die

kommenden Kibiwos

spielt in Pfarrers Garten

Auch in diesem Jahr waren wir sehr

dankbar, dass das Wetter so freundlich

und sonnig war, so dass die Bewegung

im Freien nicht zu kurz kam.

Am Sonntag begann das Gemeindefest mit

einem Familiengottesdienst. Im Theaterstück

konnte man hören und erleben, wie die

Jünger beauftragt wurden, in vielen Sprachen

die Botschaft von der Liebe Gottes zu den

Menschen zu bringen.

Rund um das Thomashaus fand

das Gemeindefest statt. Kulinarische

Köstlichkeiten, Spiele für die Kinder

und Angebote des Kreativkreises

rundeten einen schönen Tag ab.

An den Bastel- und Rateaufgaben in den

einzelnen Gruppen waren die Kinder mit

Freude dabei. So wurde die biblische

Botschaft noch einmal vertieft.

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Lieblingslied

Mein

Sybille Orth-Boll

Das, was sich in mir immer wieder –

fast wie ein Ohrwurm! – festsetzt, ist

das Lied 302

„Du, meine Seele, singe, wohlauf

und singe schön ...“

Das passt zu mir! Singen - meine Leidenschaft

schon als siebenjähriges

Mädchen.

Die Musik dazu, gleich die ersten Töne,

die sich über mehr als eine Oktave in

die Höhe schwingen, die Glück und

Lebensfreude ausdrücken, Beschwingtheit

und Heiterkeit.

Und dazu die Strophen:

„Ich will den Herren droben hier

preisen auf der Erd...“

Mein Lieblingslied – das ist doch ganz einfach,

dachte ich, als ich danach gefragt wurde.

Ganz einfach?

Ich sitze vor meinem Gesangbuch, blättere hin

und her und stelle fest: MEIN Lieblingslied gibt

es gar nicht! Es gibt viele, und meine „Favor i-

ten“ ändern sich, nach Lebensalter, All tags geschehen,

Jahreszeit, innerer Stimmung. Welches

soll ich jetzt wählen, welches vorstellen?

Ja. Wie gut, dass ich glauben kann.

Wie befreiend in vielen Lebenslagen,

darauf vertrauen zu können, dass ich

in Gottes Liebe geborgen bin. Damit

darf ich fröhlich, entspannt und gelassen

leben, denn:

„... wer dem sich anvertrauet,

der hat das beste Teil ...“

Geliebt zu werden, ohne etwas leisten

zu müssen, nur aus dem festen Vertrauen

auf Gott, einem grundsätzlichen

„Ja“ zu Gott. Wie schön, nicht

etwas beweisen zu müssen, angenommen

zu sein unabhängig von Erfolg

oder Misserfolg in dieser Welt. Ich gehöre

zu Gott und das gibt mir festen

Halt und meinem Leben einen Sinn.

„... Hier sind die starken Kräfte ...“

„...Gott hält sein Wort mit Freuden...“

„... er weiß viel 1000 Weisen

zu retten aus der Not ...“

Auch wenn ich mich klein, schwach

und verzagt fühle , wenn ich an die

Grenzen meiner Kraft komme – Gott

begleitet mich, er ist für mich da,

schenkt mir jeden Tag neu genug

Kraft, mit meinen Sorgen zurecht zu

kommen. Er sagt mir zu, Hilfe in der

Not zu sein. Das durfte ich schon

mehrmals in meinem Leben erfahren

– Gott sei Dank dafür!

„Er ist das Licht der Blinden....“

„Er ist der Fremden Hütte.....“

Unsere menschliche Unvollkommenheit

gleicht er aus, meine Blindheit

gegenüber anderen Menschen zum

Beispiel, meine Ungeduld oder meine

Fremdheit.

Seine Nähe ist für mich ein strahlendes

Licht, das mein Herz und meine Seele

erhellt.

„... Ach, ich bin viel zu wenig, zu

rühmen seinen Ruhm... Jedoch

weil ich gehöre gen Zion in sein

Zelt, ist´s billig, dass ich mehre

sein Lob vor aller Welt.“

Ja. Vor Gott bin ich nur ein kleiner

Mensch. Dennoch nimmt Er mich so,

wie ich bin, schenkt mir meine Fähigkeiten

und Fertigkeiten und stellt mich

in diese Welt.

So kann ich z.B. im Kirchenchor mitsingen,

in einer wunderbaren Gemeinschaft,

die mir immer mehr das Gefühl

schenkt, hier in Pohlheim zu

Hause zu sein. Oder ich darf im Kirchenvorstand

mitarbeiten, an diesem großen

Projekt, hier eine einladende Gemeinde

zu gestalten. Oder – gerade

jetzt wieder – Teil der KiBiWo-Familie

sein. Oder ...

Ein Lied, das in alle meine Lebenslagen

passt. Das mir jeden Tag etwas zu sagen

hat.

Unglaublich, welchen Text da Paul

Gerhardt verfasst hat. Ich kann mir

nur vorstellen, auch er kannte alle

Lebenslagen.

Manchmal, wenn ich mit unserem

Hund durch die Wiesen mit dem Rad

unterwegs bin, singt es in mir: Danke

Gott, dass ich Dein Lob singen und

weitersagen darf.

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nsere Konfis

Unsere Konfis

2012/2013

Unsere Konfis

Chantal Buß

Denise Peter

Chantal Buß

Chiara Madeleine Petry

Madeleine Buß

Laurenz Alexander Pitz

Julia Christ

Tabea Schardt

Justus Dingeldey

Carl Felix Schlettwein

Torben Eckert

Johanna Schmandt

Evita Engel

Thomas Fay

Jasmin Gilbert

Leonie-Susanne Happel

Laura Hildebrand

Julius Hollerith

Carl Moritz Jung

Lena Kürschner

Nicholas Lange

Nico Lenz

Janek Nikos Neundorf

Kevin Schmidt

Dominik Selau

Ann-Sophie Seller

Jan-Niklas Sommer

Marc Tröll

Katharina Vaahsen

Alexandra Volk

Lukas Volz

Philipp Walther

Maximilian Wiens

Ben Jeremias Wolters

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Postenboten

der Gemeinde

Ich mag meine Postbotin und meinen Postboten. Diejenigen, die

in der Regel die Post in unseren Briefkasten werfen oder die Päckchen

abgeben, sind richtig nette Menschen. An nicht wenigen Tagen

warte ich auf sie, weil ich Post erwarte, die sie mir bringen. Wenn wir

uns treffen, reden wir ein paar Sätze miteinander und sogar unser

Hund wedelt freudig mit dem Schwanz, weil ein Leckerli für ihn

bei fast jeder Postsendung rausspringt. Ohne die Postboten würde

was in meinem Leben fehlen.

Ohne unsere Postbotinnen und Postboten

würde auch etwas in unserer Gemeinde

fehlen. Da gibt es diejenigen,

die den Gemeindebrief erst einmal zu

allen Austrägerinnen und Austrägern

bringen. Und dann gibt es diejenigen,

die alle zwei bis drei Monate unseren

Gemeindebrief „Unsere Kirche“ zu unseren

Gemeindemitgliedern bringen.

Viele warten darauf und freuen sich,

lesen ihn mit Interesse. Etliche lassen

sich einladen zu den Gottesdiensten,

den Kreisen, den Konzerten und anderen

Veranstaltungen. Etliche sind neugierig

auf die Berichte und die Bilder.

Wieder andere lesen die persönlichen

Nachrichten, Taufen, Trauungen und

Be stattungen. Für manche ist der Gemeindebrief

weniger wichtig, aber sie

bekommen das Signal: Ihr seid uns

wichtig – so wichtig, dass sich immer

wieder Menschen zu euren Briefkästen

auf den Weg machen, um euch einzuladen

und zu informieren: wir sind

eine lebendige Gemeinde und wir freuen

uns, wenn ihr Kontakt zu uns findet.

Da sind auch diejenigen, die Sonntag

für Sonntag den Gottesdienst aufzeichnen

und dann diejenigen, die nach dem

Gottesdienst in der Küche der Kirche

stehen und warten, bis die Kassettenaufnahmen

des Gottesdienstes vervielfältig

sind, um sie dann in den nächsten

Tagen zu den Menschen zu bringen.

Auf diesem Weg können auch sie noch

an unserer gottesdienstlichen Gemeinschaft

teilnehmen und sind mit

dabei.

Wenn man die Bezeichnung „Bote“

ins griechische übersetzt, heißt es

„angelos“. Und davon leitet sich das

Wort „Engel“ ab. In der Bibel sind Engel

Boten Gottes. Sie bringen eine

Nachricht von Gott zu den Menschen.

Manchmal eine schwierige, unbequeme

und manchmal eine freudige

Botschaft. Manchmal tun auch die

Engel in der Bibel noch mehr. Als der

Prophet Elia müde und verzagt in der

Wüste sitzt und aufgeben will, bringt

der Engel ihm frisches Wasser und

knuspriges Brot, um ihn zu stärken –

sogar ein paar Mal. Danach fühlt sich

Elia wieder erfrischt und kann sich von

Neuem auf den Weg machen. Genauso

übernehmen unsere Postbotinnen

und Postboten nicht selten auch einen

seelsorgerlichen Dienst, denn auch sie

haben oft genug Zeit für ein Schwätzchen,

ein gutes Wort, einen lieben

Gruß, eine mündliche Nachricht. Mancher

wird eine Last los, erfährt neuen

Mut, Zuwendung und Freundlichkeit,

merkt, dass er nicht vergessen ist,

sondern zur Gemeinde gehört. So

liegt auf dieser Arbeit ein besonderer

Segen, denn man erfährt durch Menschen,

dass Gott sie nicht vergessen

hat.

Postbotinnen und Postboten als Engel

der Gemeinde? Da würde mancher

von ihnen in seiner bescheidenen Art

wahrscheinlich sagen: „Ach, das ist

viel zu hoch gehängt, ein Engel bin

ich nun wirklich nicht, ich tue das

doch einfach gerne.“ Aber wir finden

diesen Dienst keine Kleinigkeit, sondern

eine wichtige Aufgabe, für die

wir dankbar sind. Denn wenn wir es

als Christen betrachten, geht es bei

dem, zu dem wir einladen und worüber

wir berichten, nicht um uns. Es

geht in erster Linie um den, der uns

mit seiner Liebe und Barmherzigkeit

einlädt eine Gemeinde zu sein: Gott

in Jesus Christus. Und wenn die Postbotinnen

und Boten Nachrichten von

ihm bringen, sind sie vielleicht doch

Engel. Oder?

Jutta Hofmann-Weiß

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Reformation und Toleranz

Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 gilt als das entscheidende

Datum der Reformation und war der Beginn einer Bewegung, die

weltweit Spuren hinterließ und bis heute anhält. Seit 2008 bis zum

500. Jahrestag dieses Ereignisses 2017 läuft ein Countdown: die

Lutherdekade.

In zehn Themenjahren wird bis zum Reformationsjubiläum

neu durchbuchstabiert, was Reformation bedeutet

– damals wie heute. Das Jahr 2013 steht unter

dem Motto „Reformation und Toleranz“. Die Reformation

gilt als Quelle von Gewissensfreiheit und Toleranz.

Zu den Sätzen, für die Martin Luther verdammt wurde,

gehörte seine Feststellung: „Ketzerverbrennung ist

wider den Willen des Heiligen Geistes.“ Ihr entsprach

sein Ratschlag: „Man lasse die Geister aufeinander

platzen, die Fäuste aber haltet stille!“ Wenn die Geister

„aufeinanderplatzen“ sollen und offensichtlich unterschiedliche

Auffassungen zu ertragen sind, dann

scheint es sich hier um „Toleranz“ im wörtlichen Sinne

zu handeln, also um das geduldige Ertragen einer

Auffassung, die man selbst für falsch hält. Die Reformatoren

haben allerdings Andersdenkenden, etwa

den Täufern, den Vorwurf gemacht, Aufruhr zu schüren

und die Obrigkeit veranlasst, sie zu verfolgen.

Luthers Grundsatz, dass Fragen des Glaubens aus der

Bibel heraus zu entscheiden sind, markierte zudem

eine unüberbrückbare Grenze im Verhältnis zu jüdischen

und muslimischen Religionsgemeinschaften.

Religionsfreiheit im heutigen Sinne war damit ausgeschlossen.

Dass wir heute in einem religiös befriedeten Land leben und der Gedanke der

Glaubensfreiheit über Europa hinaus Geltung hat bzw. immer mehr an Bedeutung

gewinnt, ist erst das Ergebnis einer langen Entwicklung. Das Themenjahr

„Reformation und Toleranz“ will dazu einladen, auch die schwierigen Kapitel auf

dem Weg zu einer pluralistischen Gesellschaft wahrzunehmen. Diese Geschichte

verpflichtet alle gesellschaftlichen Kräfte in Staat und Kirche, die Inhalte und

Bezüge, die hinter den Begriffen von Toleranz und Freiheit stehen, zu entdecken

und neu mit Leben zu erfüllen.

Website zur Lutherdekade: www.luther2017.de

Gemeindetreff

Die Reihe der Gemeindetreffs in unserer

Kirchengemeinde wird wieder aufgenommen.

Wir treffen uns am Sonntag, den 28. Oktober

um 19.00 Uhr im Thomashaus.

Studienfahrt nach Russland

Begegnung mit einer anderen christlichen Glaubenswelt

Wir werden an diesem Abend zunächst einen Bericht über die

Studienreise unserer Kirchengemeinde vom 30. Juni bis zum

8.Juli in diesem Jahr hören und sehen können. Im Anschluss

daran besteht die Möglichkeit, über die russisch-orthodoxe

Kirche und die aktuelle Situation in der russischen Föderation

nachzufragen und zu diskutieren.

In Abänderung zu früheren Gemeindetreffs verzichten

wir auf einen abendlichen Imbiss zu

Beginn, sondern fangen gleich inhaltlich an.

Es gibt etwas zum Knabbern und Trinken.

Voraussichtliches Ende: 21.00 Uhr.

Der Abend wird von Mitreisenden

der Studienfahrt gestaltet.

Herzliche Einladung zu unseren

Orgelkonzerten

um 19.00 Uhr in der Christuskirche

Freitag, 5. Oktober / Orgelmusik mit Sprecher

Torsten Meyer: Sprecher, Prof. Martin Schmeding: Orgel

Freitag, 2. November / Jazz Abend mit dem

Dekanats-Projektchor

Marina Sagorski: Klavier und Orgel, Leitung: Yoerang Kim-Bachmann

Sonntag,18. November um 17 Uhr

Jubiläumskonzert des Kirchenchores

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Freud & Leid

Trauungen Taufen

07.07.2012

Markus & Bianca Krieb

geb. Lauber, Steinstraße

Text: Eph. 4, 2b-3

25.08.2012

Oleg und Anna Batke

geb. Hartung,

Röntgenstraße

Text: Matt. 19, 6

Silberne

Hochzeit

28.08.2012

Matthias Boll &

Sybille Orth-Boll

Richard-Wagner-Straße

Text: 1. Kor. 3, 11

Diamantene

Hochzeit

08.09.2012

Karl und Elli Häuser

geb. Lang, Steinstraße

Text: Psalm 68, 20

08.07.2012

Charlotte Sevilay Vogel

Asterweg

Text: 1. Mose 24,40

Marlene Lisa Seray Vogel

Asterweg

Text: 1. Joh. 3, 18

Milo Marc Biehl

Am Erlenhof

Text: 2. Mose 23, 20

Mattis Leo Meyer

Baumgarten

Text: Josua 1, 9

19.08.2012

Merle Kosempel

Mozartstraße

Text: Psalm 23, 6

Mariella Wricke

Gehrenweg

Text: Psalm 91, 11-12

Julie Charlotte Neeb

Konrad-Adenauer-Straße

Text: 4. Mose 6, 24-26

09.09.2012

Emily Sofie Wiens

Asterweg

Text: Psalm 139,5

Galina Wiens

Asterweg

Text: Josua 1, 9

Bestattungen

Herta Mergenthaler, geb. Reichardt

89 Jahre, Ludwigstraße

verstorben am 09.06.2012

Text: Offb. 2, 10b

Prof. Dr. Konrad Mengel

82 Jahre, Am Weingarten

verstorben am 12.07.2012

Text: Pred. 3, 1-8

Erika Schneider, geb. Horn

72 Jahre, Asterweg

verstorben am 13.07.2012

Text: Ps. 139, 1-6

Erhard Heller

68 Jahre, Fortweg

verstorben am 15.07.2012

Text: 1. Sam. 16, 8

Gustav Otto, 92 Jahre

Hubertusstraße

verstorben am 18.07.2012

Text: Hiob 5, 26

Margot Kirschstein-Freund

geb. Dietzel, 83 Jahre

Neue Mitte

verstorben am 27.07.2012

Text: Prediger 3, 1-8

Ernst Schmitt, 94 Jahre

Gießener Straße

verstorben am 10.08.2012

Text: Ps. 23

Erhard Burger, 73 Jahre

Wilhelmstraße

verstorben am 16.08.2012

Text Psalm 1

Emilie Weiß, geb. Jung

98 Jahre, Steinstraße

verstorben am 20.08.2012

Text: Psalm 139, 16

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Unterwegs zum

„Hospiz Haus Samaria“ in Gießen

Selbstlos kümmerte sich der Mann aus Samaria um den ver letzten

Fremden und rettete ihn vor einem erbärmlichen Tod am Straßenrand.

Der barmherzige Samariter ist der Inbegriff tätiger Nächstenliebe.

„Haus Samaria“ wird das stationäre

Hospiz in Gießen heißen, das wir seit

langem wünschen und seit gut zwei 2

Jahren konkret planen. Eine letzte Herberge

für sterbenskranke Menschen

wird damit auch für die Region Gießen

Wirklichkeit. Angehörige, Nachbarn

und Freunde eines sterbenden Menschen

werden nur kurze Wege zum

Ort einer Sterbebegleitung haben. Die

guten Erfahrungen mit dem Wetzlarer

Hospiz „Haus Emmaus“ sollen auch in

unserer Region Gestalt bekommen.

Das ehemalige Schwesternhaus auf

dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses

wird in den kommenden

Monaten zu einem Hospiz mit 10 Einzelzimmern

umgebaut. Umbaukosten

und Ausstattung belaufen sich auf gut

1,6 Millionen Euro. Dafür erhalten wir

Zuschüsse aus Stiftungen, von Kirche

und Diakonie.

Doch für den laufenden Betrieb wird

der Hospizverein Gießen jährlich ca.

100.000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen

müssen. Denn die menschliche

Versorgung Sterbender im Hospiz

ist nicht vollständig durch Krankenoder

Pflegekassen gedeckt.

Für die Hospiz-Idee werben wir seit

langem ideell in der Bevölkerung und

schulen Ehrenamtliche für die Begleitung

Sterbender und ihrer Familien.

Für das geplante Hospiz brauchen wir

finanzielle Unterstützung. Wenn sich

viele für die Idee begeistern lassen,

kann es Ende 2013 seine Türen öffnen.

Bitte tragen auch Sie dazu bei! Mit

Spenden oder einer kontinuierlichen

Förderung.

Weitere Informationen finden Sie im

Internet: hospiz-verein-giessen.de

Robert Cachandt, Vorsitzender des

Hospiz-Vereins Gießen e.V.

Spendenkonten:

Volksbank Mittelhessen

BLZ: 513 900 00,

Kto. Nr.: 800 800 00

Sparkasse Gießen

BLZ: 513 500 25

Kto.Nr. 205019269

Oktober 2012

05.10. 19.00 Uhr Orgel+ Konzert

Oktober / November 2012

Gottesdienste & Termine

07.10. 10.00 Uhr Familiengottesdienst mit Taufen zum Erntedankfest

(Pfr. A. Klein)

14.10. 10.00 Uhr Gottesdienst (Prof. Gerstenberger)

18.10. 15.00 Uhr Andacht Seniorenresidenz Berliner Straße (Pfr. A. Klein)

21.10. 10.00 Uhr Gottesdienst (Pfr. A. Klein)

23.10. 20.00 Uhr Glaubenskurs im Thomashaus (Pfr. A. Klein)

28.10. 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Pfrn. J. Hofmann-Weiß)

28.10. 19.00 Uhr Gemeindetreff im Thomashaus

November 2012

02.11. 19.00 Uhr Orgel+ Konzert

04.11. 10.00 Uhr Gottesdienst zum Reformationsgedenken

(Pfrn. J. Hofmann-Weiß)

11.11. 10.00 Uhr Gottesdienst (Pfrn. J. Hofmann-Weiß)

18.11. 10.00 Uhr Gottesdienst zum Volkstrauertag

(Pfr. A. Specht)

18.11. 17.00 Uhr Jubiläumskonzert des Kirchenchores

25.11. 10.00 Uhr Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag

(Pfn. J. Hofmann-Weiß)

21.11. 19.00 Uhr Gottesdienst zum Buß-und Bettag

in der Christuskirche (Pfrn. J. Hofmann-Weiß)

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Oktober / November 2012

Unsere Gemeindeveranstaltungen

Ansprechpartner

Diakonie ................... Pfr. Alexander Klein Tel. 06403/96 31 92

In der Christuskirche

Sonntag

10.00 Uhr Gottesdienst

Donnerstag

19.15-19.45 Uhr „Mittendrin“. Abendandacht in der Christuskirche.

Singen, Stille, Gebet (jeden 1. Do. im Monat)

Im Thomashaus

Sonntag

10.00 Uhr Kindergottesdienst

Montag

19.30 Uhr Frauenkreis, 14-tägig (gerade Wochen)

Dienstag

9.00-12.00 Uhr Büroöffnungszeit (Frau Zulauf)

10.00 Uhr Mutter-Kind-Kreis

16.00 Uhr Konfirmandenunterricht

19.30 Uhr Kreativkreis (ungerade Wochen)

20.00 Uhr „Ansprech Bar“ (im Jugendcafé, 2. und 4. Di. im Monat)

Mittwoch

9.00-12.00 Uhr Büroöffnungszeit (Frau Zulauf)

9.30 Uhr Patchwork-Treff (jeden 1. Mi. im Monat)

10.00 Uhr Mutter-Kind-Kreis

14.30 Uhr Seniorenclub (jeden 1. Mi. im Monat)

19.30 Uhr Kirchenchor

Donnerstag

15.00-18.30 Uhr Büroöffnungszeit (Frau Zulauf)

20.00 Uhr Gospelchor

Freitag

15.00 Uhr Mädchenjungschar (Schulkinder ab 4. Klasse)

16.00 Uhr Jugendband

17.30 Uhr Jungenjungschar (Schulkinder ab 4. Klasse)

20.00 Uhr Jugendtreff (14-17 Jahre)

Der Kindergottesdienst und die Gruppenstunden finden in den Ferien nicht statt!

Die Christuskirche ist täglich geöffnet.

Diakoniestation ......... Pflegedienstleiterin Hannelore Görtz Tel. 06403/96 96 960

Frauenkreis ................Roswitha Löhrke, K.-Adenauer-Str. 12 Tel. 06403/6 17 45

Gemeindebrief ...........Pfrn. Jutta Hofmann-Weiß Tel. 06403/96 31 91

Gemeinde-Treff ...........Pfrn. Jutta Hofmann-Weiß Tel. 06403/96 31 91

Gospelchor ............... Volker Eckhardt Tel. 06403/68 22 9

Leitung: Yoerang Kim-Bachmann Tel. 0179/97 67 611

Kinder- und

Jugendarbeit ..............Pfr. Alexander Klein Tel. 06403/96 31 92

Kindergottesdienst .... Ursula Barnikol, Ludwigstraße 63 Tel. 06403/69 01 99

h

Kirche/Küster ...........Bernhard Happel, Herderstr. 2 Tel. 06403/6 49 36

Kirchenchor .............. Wolfgang Schmandt, Gießener Str. 20 Tel. 06403/6 42 45

Leitung: Yoerang Kim-Bachmann Tel. 0179/97 67 611

Kirchenvorstand ...... Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster Tel. 06403/61 415

Pfr. Alexander Klein Tel. 06403/96 31 92

Kreativkreis ............ Adelheid Wehrenfennig, Steinstr. 43 Tel. 06403/6 32 70

Mutter-Kind-Kreis ...... Pfr. Alexander Klein Tel. 06403/96 31 92

Organisten .................Yoerang Kim-Bachmann Tel. 06403/5049336

oder 0179/97 67 611

Hartmut Stapf Tel. 06403/6 44 85

Seniorenclub ............. Barbara König, Schillerstr. 15 Tel. 06403/6 32 40

Edith Krombach, Neuhöfer Weg 8 Tel. 06403/96 38 41

Telefon-Seelsorge ...... Tag und Nacht Tel. 0800-111 0 111

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Evangelisch – was ist das?

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was ist das?

Martin Luther

Martin Luther

Martin Luther war sehr wichtig für das Entstehen

der evangelischen Kirche. Luther lebte

von 1483 bis 1546. Er wurde im Alter von

21 Jahren Mönch und widmete sein Leben

Gott. Er lebte im Kloster. Er studierte die

Bibel. Dabei machte er eine Entdeckung:

Gott liebt alle Menschen. Diese Liebe

kann sich kein Mensch verdienen. Die

Entdeckung ließ Luther keine Ruhe. Er

wollte andere Gelehrte davon überzeugen.

Am 31. Oktober 1517 schrieb er 95

Sätze (Thesen) zum Glauben auf. Erzählt

wird: Luther hat seine Sätze an die Tür

der Schlosskirche in Wittenberg genagelt.

Alle konnten sie dort lesen. Viele ärgerten

sich darüber. Die Obersten der Kirche verlangten,

dass er sich entschuldigt. Das machte

Luther nicht. Im Gegenteil. Vor einer großen

Versammlung sagte er: „Hier stehe ich. Ich kann

nicht anders.“ Da wollten ihn seine Gegner er töten. Ein

mächtiger Freund versteckte Luther zu seinem Schutz auf

der Wartburg. Dort übersetzte er die Bibel ins Deutsche. Nach seiner Rückkehr

arbeitete er als Professor. Er unterrichtete die Studenten über Gott, Jesus und die

Bibel. Er schrieb viele Briefe und ließ Flugblätter verteilen. So verbreiteten sich seine

Gedanken: Gott liebt alle Menschen. Diese Liebe kann sich kein Mensch verdienen.

Aus: „Evangelisch – was ist das?“, Christian Butt, ©2011 by Calwer Verlag Stuttgart, www.calwer.com

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