Unsere Kirche 4/2012 Oktober bis November - Evangelische ...

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Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß (V.i.S.d.P.)

Adelheid Wehrenfennig

Brigitte Wolni

Gestaltung und Satz

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Pohlheim • Tel. 06403-97 95 329

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Druck Druckhaus Harms e.K.

Martin-Luther-Weg 1 • 29393 Gross Oesingen

www.gemeindebriefdruckerei.de

Auflage: 2500 Exemplare

Fotos

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Seite 2 .................................................. Urlich Probst

Seite 4-6 + 17 .................................. Brigitte Wolny

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Seite12-15 .......................................Alexander Klein

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Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben in

erster Linie die Meinung der Autorin bzw. des Autors

und nicht unbedingt die der Redaktion wieder.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:

1. November 2012

Liebe Gemeindebrief-

Leserinnen und Leser!

Vor einiger Zeit

begegnete mir

ein Mann mit

einer Bibel unter

dem Arm. „Bist

du ein Christ?“

fragte ich ihn.

„Ja“, sagte er. Ich

hielt an, aber ich

habe gelernt,

dass man nie

vorsichtig genug

sein kann. Darum

fragte ich weiter: „Jungfrauen-Geburt?“

„Natürlich, glaube ich.“ „Tod am Kreuz?“

„Er starb für alle Menschen.“ Könnte

es sein, dass ich hier von Angesicht zu

Angesicht einem richtigen Christen

gegenüber stand? Ich fuhr mit meiner

Checkliste fort: „Status des Menschen?“

„Sünder, der Gnade braucht.“ ‚Definition

von Gnade?“ „Gott tut, was wir nicht

können.“ „Bibel?“ „Inspiriert.“ Mein

Herz begann schneller zu schlagen.

„Herkunft?“ „Protestantismus – Pietistisch

– Landeskirchliche Gemeinschaft.“

Das war meine! Mir standen die Tränen

in den Augen. Ich hatte nur noch eine

letzte Frage: „Ist euer Predigtpult aus

Holz oder Fiberglas?“ „Fiberglas“, antwortete

er. Ich zog meine Hand zurück

und mein Genick versteifte sich. „Ketzer!“,

sagte ich und wandte mich ab.

Natürlich ist diese Geschichte überzeichnet,

aber einen Funken Wahrheit

enthält sie doch: Wie oft haben wir

Christen es fertig gebracht, uns über

alle möglichen Themen zu streiten

und zu entzweien.

Dem gegenüber beschreibt die Apostelgeschichte

das Miteinander der ersten

Christen in Jerusalem (4:32-33): Die

Menge der Gläubigen aber war ein Herz

und eine Seele; auch nicht einer sagte

von seinen Gütern, dass sie sein wären,

sondern es war ihnen alles gemeinsam.

Und mit großer Kraft bezeugten die

Apostel die Auferstehung des Herrn

Jesus, und große Gnade war bei ihnen

allen.

Auch das ist eine etwas einseitige Beschreibung:

Es gab damals auch Konflikte

und Auseinandersetzungen, deren

Lösung einiges an Arbeit verlangte.

Davon berichten die weiteren Kapitel

der Apostelgeschichte. Aber trotzdem

steckt in diesen Worten eine wichtige

Wahrheit: Wo Christen zur Einheit finden

und ihre Ressourcen („Güter“) zusammen

tun, da gewinnt ihr Zeugnis

von Jesus Christus eine „große Kraft.“

Das ist nicht verwunderlich, denn dort,

wo die Zuwendung von Mensch zu

Mensch sichtbar wird, wird auch die

Botschaft von der Versöhnung zwischen

Gott und Mensch glaubhaft. Wo Stolz,

Rechthaberei, Ablehnung, Neid, Gemein

heit und Erbitterung durch die

Liebe Christi entmachtet werden, wird

auch die Botschaft vom Sieg Jesu Christi

über alle bösen Mächte und den Tod

glaubhaft.

Als Christen aus verschiedenen Prägungen

bekommen wir es vermutlich

nicht hin, immer „ein Herz und eine

Seele“ zu sein. Das war schon zu biblischen

Zeiten schwierig, und es ist heute

nicht leichter. Aber dass wir uns immer

wieder zusammentun und gemeinsam

hier im Ort präsent sind, gemeinsam

für den Ort beten und etwas für das

Wohlergehen von Pohlheim tun, das

ist möglich. Ich freue mich über jede

Aktion, bei der das geschieht, wie zum

Beispiel beim Wiesenfest-Gottesdienst

oder beim Einschulungsgottesdienst

oder an Himmelfahrt bei den Segelfliegern,

und hoffe, dass wir gemeinsam

auf diesem Weg weitergehen.

In diesem Sinn freue ich mich natürlich

auch, dass ich eingeladen wurde,

diesen Artikel hier im Gemeindebrief

der Kirchengemeinde zu schreiben

und wünsche Ihnen alles Gute.

Ihr Uli Probst

(Gemeinschaftspastor der

Evangelischen Stadtmission)

2 4/2012

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