PGR-Periode

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PGR-Periode

PGR

„Startklar“

Ein Behelf für eine Klausur

am Beginn der neuen

PGR-Periode


Inhalt – Seite 1

Klausur des Pfarrgemeinderates

am Beginn der neuen Amtsperiode

Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 03

Grundlagen: Lebensräume gestalten – Glaubensräume öffnen . . . . . . . . . . . 05

a. Missionarische Dimension von Kirche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 05

b. Soziale und karitative Dimension von Kirche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 06

5 Schritte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08

1. Erheben des Ist-Standes

„Erbe“ des alten PGR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08

2.Wohin wollen wir?

Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

3.Wie wollen wir dorthin?

Etappenziele entwickeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

4.Was brauchen wir, um dorthin zu kommen?

Struktur nutzen u. entwickeln - Kommunikation ermöglichen - Ressourcen freisetzen 14

5.Welche Schritte gehen wir im 1.Arbeitsjahr?

Umsetzung planen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Klausur des alten PGR (ad Schritt 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Befragung der alten PGRs (ad Schritt 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

SWOT-Analyse (ad Schritt 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

„Alle bildeten eine Gemeinschaft“ (ad Schritt 2 u./od. 3) . . . . . . . . . . . . . . 25

„Ihr seid ein Brief Christi“ (ad Schritt 2 u./od. 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28


Inhalt – Seite 2

„Wir wollen mit euch gehen“ (ad Schritt 2 u./od. 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Das Bild vom Haus, 1 (ad Schritt 2 u./od. 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Visitationsrede (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Erbe formulieren (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Unsere Pfarrgemeinde in der Welt von heute (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . 39

Was würde fehlen, wenn es uns nicht gäbe? (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . . 40

Legokirchen bauen (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

Moderationskarten (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Flipchart (ad Schritt 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Von der Zukunft in die Gegenwart – Eine Landkarte (ad Schritt 3) . . . . . . 44

Teilschritte und Etappen – Was braucht es um die Vision umzusetzen

(ad Schritt 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

Das Bild vom Haus, 2 (ad Schritt 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

„Ihr aber seid der Leib Christi“ (ad Schritt 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Aufstellung (ad Schritt 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Hindernisse auf dem Weg (ad Schritt 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Organigramm zeichnen (ad Schritt 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

Wir freuen uns über jedes Feedback, um Ihre Erfahrungen

in weiteren ähnlichen Projekten berücksichtigen zu können!

Impressum: Herausgeber: Pastoralamt der Erzdiözese Wien, f. d. I. v.: Mag. Ilse Paul und Mag.

Michael Scharf,Titelseite-Illustration: Michael Scharf, Gestaltung: Peter List, Druck:VVD der ED Wien,

1/2007


Einführung – Seite 3

Einführung

Ein neuer Pfarrgemeinderat ist gewählt.Vielleicht sitzen im neuen PGR die gleichen

Mitglieder wie im bisherigen PGR.Vielleicht ist es zu großen personellen

Veränderungen gekommen.Wahrscheinlich wird der neue PGR eine Mischung

aus bewährten und neuen Pfarrgemeinderät/innen sein.

PGR-Wahl und Neuzusammensetzung bedeutet für viele Pfarren Rückschau zu

halten auf die letzte Periode:Was hat sich der alte PGR vorgenommen? Welches

Programm, Pastoralkonzept hat sich der PGR gegeben? Was davon konnte umgesetzt

werden? Was ist gelungen? Wo gab es ein Scheitern? Was könnte so etwas

wie ein Erbe für den neuen PGR sein?

Gleichzeitig bietet der Beginn einer neuen PGR-Periode die Chance den Blick

weiter in die Zukunft zu richten als auf das kommende Arbeitsjahr, bietet die

Chance nicht nur pragmatisch die Arbeit anzugehen, sondern in die Zukunft zu

träumen:Wie soll unsere Pfarre in 5 Jahren sein? Wie können wir, ausgehend

vom Erbe des bisherigen PGR, gut in die Zukunft planen? Wie könnte ein

Pastoralkonzept aussehen? Welche Stärken und Fähigkeiten haben die Menschen

hier am Ort? Welche Bedürfnisse und Nöte haben sie? Was können sie unserer

Pfarre geben, was brauchen sie?

Wir regen zu Klausurtagungen an, die einen visionären Bogen über die kommenden

5 Jahre legen, der wie ein Leitstern Ziele vorgibt. Gut ist es, sich dabei

begleiten zu lassen – die auf Seite 16 angegebenen Personen bzw. Stellen sind

Ihnen bei der Suche nach einem/r Klausurbegleiter/in gerne behilflich.

Es ist sinnvoll, wenn an solch einer Klausur nicht nur die PGRs, sondern auch

andere pfarrliche Mitarbeiter/innen teilnehmen, sodass möglichst alle pfarrlichen

Gruppen,Ausschüsse, … vertreten sind.

Im Sinne eines guten Miteinander ist es gut, die Ergebnisse solcher intensiven

Überlegungen der ganzen Pfarrgemeinde zugängig zu machen (Plakate, Pfarrblatt,

Homepage, …).


Einführung – Seite 4

Inhaltlich bietet es sich an, einen von zwei Schwerpunkten zum Thema zu

machen:

• Zu „Glaubensräume öffnen“: Missionarische Dimension von Kirche

• Zu „Lebensräume gestalten“: Soziale und karitative Dimension von Kirche

Seglerweisheit:

Wer nicht weiß, wohin er will – für den ist jeder Wind der falsche.


Grundlagen – Seite 5

Grundlagen: Lebensräume gestalten –

Glaubensräume öffnen

Missionarische Dimension von Kirche

Seit der Stadtmission in Wien hat sich das Wort „Mission“ in unserer Diözese

für das Weitersagen des Glaubens eingebürgert.

„Mission“ ist das Schwerpunktthema des diözesanen Pastoralrates und des

Priesterrates, Mission ist die Grundberufung der Kirche.

Mission bedeutet:

• Ich habe eine Sendung.

• Ich bin von jemandem gesandt.

• Es gibt jemanden, von dem her Sendung kommt.

• Es braucht jemanden, der die Sendung lebt und umsetzt.

• Es gibt jemanden, zu dem ich gesandt bin.

Mission bedeutet: Den Menschen Christus zeigen

• Durch unser Leben

• Durch unser Tun

• Durch unser Reden

Mission bedeutet: Den Samen ausstreuen

Auf jeden Boden – ob steinig, dornig oder fruchtbar

Und dann zu warten

Ob Ernte möglich wird.

Mission ist säen, nicht ernten.

Wodurch spüren Menschen in unserem Pfarrgebiet die Gegenwart Gottes, das

Wirken der Pfarre?

Mission findet statt im täglichen Auftrag einer Pfarre:

Wie feiern wir Gottesdienst? Werden dadurch Menschen angezogen? Wie gestalten

wir die Feier der Sakramente? Wie gehen wir mit „Fernstehenden“ um? Sind

unsere Gruppenstunden, Familienrunden, usw. offen? Gelingt es Gäste zu integrieren?

Wachsen die Gruppen unserer Pfarre?

Mission findet statt bei speziellen Veranstaltungen und Aktionen:

Hausbesuchsaktion,Wanderbibeltruhe, Rosenverteilen, Events, usw.


Grundlagen – Seite 6

Soziale und karitative Dimension von Kirche

• „Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht

sieht.“ (1 Joh 4,20)

• „Freude und Hoffnung,Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen

und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung,Trauer und Angst der Jünger

Christi“ (Pastoralkonstitution des II.Vat. Konzils über die Kirche in der Welt von

heute „Gaudium et spes“, Nr. 1)

• Es ist also unverzichtbares Element des Christseins, „aufmerksam zu sein für die

Nöte und Bedürfnisse der Menschen“ (Pfarrprofil 2006 / Südvikariat) und die

Zuwendung Gottes für sie erfahrbar werden zu lassen.

Das geschieht einerseits in der konkreten Hilfe am Nächsten (vgl. das Beispiel

vom barmherzigen Samariter, Lk 10,30-35), also z. B. durch

• Nachbarschaftshilfe

• Krankenbesuche

• Flüchtlingsbetreuung

• Sammlungen, etc. für Entwicklungshilfeprojekte

• Unterstützung von Alleinerzieher/innen,Arbeitslosen, …

Andererseits geht es auch darum un(ge)rechte Strukturen zu beseitigen:

1 2

3 4


Grundlagen – Seite 7

Was kann das für eine Pfarrgemeinde heißen? Z. B.:

• Wie bringen wir als PGR Krisenpunkte (Sonntagsöffnung,Alleinerzieher/innen,

Arbeitslosigkeit,Alkoholiker/innen, Flüchtlinge und Zuwanderer,Andersgläubige,

…) im Pfarrgebiet (politische Gemeinde, Bezirk) zur Sprache?

• Wie betreiben wir in der Pfarrgemeinde Bewusstseinsbildung in Richtung

„Kirchliche Soziallehre“ (Würde der menschlichen Person, individuelle Freiheit

und Verantwortung, Zusammengehörigkeit und gegenseitige Hilfsbereitschaft,

Gemeinwohl)?

• Betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit über die Pfarrmedien hinaus, um

- zu informieren, was in der Pfarre in diesem Bereich geschieht

- Mitarbeiter/innen zu gewinnen

- Einfluss zu nehmen auf die öffentliche Meinung

- an der Beseitigung un(ge)rechter Strukturen mitzuwirken

- …?

• Wie können wir Mitstreiter/innen außerhalb der Pfarrgemeinde (Gemeinderat,

Schulen, Hilfsorganisationen, Ärzte, …) suchen/gewinnen?


Schritte – Seite 8

5 Schritte

1. Erheben des Ist-Standes – „Erbe“ des alten PGR

Um sich sinnvolle und realistische Ziele für die Zukunft (neue PGR-Periode) setzen

zu können, ist es notwendig vorher zurückzublicken.

Das sollte noch durch den - zumindest aber gemeinsam mit dem - alten PGR

erfolgen, der dieses „Erbe“ dem neuen PGR übergibt.

Nur wenn ich weiß, wo ich stehe, kann ich mich neu orientieren:

• zurückblicken, was war

• Ereignisse,Aktionen, Erfahrungen, … wahrnehmen

• nach dem Warum fragen

• von verschiedenen Seiten beleuchten, aus unterschiedlichen Blickwinkeln

betrachten

• nachklingen lassen

• mit den ursprünglichen Vorhaben (Programm, Pastoralkonzept, ….) vergleichen

• Schlussfolgerungen ziehen

Je genauer der Rückblick geschieht,

- desto besser kann Bisheriges verstanden werden

- desto bewusster kann daraus gelernt werden

- desto sinnvoller kann der neue PGR eine Vision entwickeln

- desto realistischer können Ziele für die Zukunft gesetzt werden


Schritte – Seite 9

Dieses Erheben des Ist-Standes kann

- entweder in einer Klausur des alten PGR (Seite 18)

- oder durch Befragung der alten PGRs im Rahmen einer PGR-Sitzung (Seite 22)

- oder mit der SWOT-Analyse (Seite 23) erfolgen.

Noch ein Gedanke zum Zurückblicken:

Gibt es in Ihrer Pfarre „Bremsen“, die immer wiederkehren? – „Das haben wir

doch schon so oft probiert!“, „Da kommt eh niemand!“, „Da regen sich die

Leute nur wieder auf!“, …

- Manchmal ist es wichtig, diese „Bremsen“ zu lösen, weil blockierende Bremsen

die Weiterfahrt verhindern.

- Manchmal ist es aber auch nur noch ein Mythos, dass solch eine „Bremse“ blockiert.

Dann ist es gut, diesen Mythos beiseite zu stellen um der Kreativität freien

Lauf zu lassen.


Schritte – Seite 10

2.Wohin wollen wir? –

Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Ein Volk ohne Visionen geht zugrunde (nach Sprüche 29,18).

Eine Vision ist mit einem Zielfoto vergleichbar: Wenn wir in 5 Jahren als

Pfarrgemeinderat über die Ziellinie laufen: Welches Foto wird es dann von uns

geben?

Vision bedeutet ein genaues, inneres Bild zu haben von dem, was wir erreichen

möchten, eine Art Leitbild mit selbst gewählter Erfüllungsverpflichtung. Eine

Vision beeinflusst alle daraus resultierenden Ziele. Sie ist klar, einfach und verständlich

formuliert. Sie ist positiv und aktiviert unsere Kraft auf ein gemeinsames

Ziel hin.

Eine Vision ist ein Traum von der Zukunft, der Begeisterung auslöst. Dieser

Begeisterung wollen ich und andere folgen.

Die Vision des neuen Pfarrgemeinderates

• knüpft an die Vergangenheit an und weist gleichzeitig in die Zukunft;

• gibt die Richtung der Pfarre für die kommenden 5 Jahre an und ist ein

Leitfaden für Entscheidungen;

• ist langfristig angelegt, groß, weit und aktivierend;

• steht im Spannungsfeld zwischen Ideal und Erreichbarkeit, ist realistisch und

doch nicht greifbar;

• spricht Emotionen und Vernunft an;

• ist innerhalb und außerhalb der Pfarre verstehbar.

Beispiel für eine Vision anhand des Bildes vom Baum

Wie ein Baum sind wir im Gebiet unserer Pfarre verwurzelt.Wir wachsen in

den Himmel Gottes.Wir bieten verschiedene Früchte an, je nach Bedürfnis der

Vorbeigehenden.Wir laden ein im Schatten unseres Baumes auszuruhen.

Mögliche Arbeitsweisen zur Auswahl

• „Alle bildeten eine Gemeinschaft“ – zu Apg 2,43-47 (Seite 25)

• „Ihr seid ein Brief Christi“ – zu 2 Kor 3,2-3 (Seite 28)

• „Wir wollen mit euch gehen“ – zu Sach 8,23 (Seite 31)

• Das Bild vom Haus, 1 – zu Mt 7,24-27 (Seite 34)

• Visitationsrede (Seite 37)

• Erbe (Seite 38)

• Unsere Pfarrgemeinde in der Welt von heute (Seite 39)

• Was würde fehlen, wenn es uns nicht gäbe? (Seite 40)

• Legokirchen bauen (Seite 41)

• Moderationskarten – Flipchart:Was wollen wir für wen tun? Warum und zu

welchem Nutzen für die Zielgruppe (Seite 42)


Schritte – Seite 11

Ziel dieses Schrittes

Ein Satz als Visionsformulierung oder ein Bild als Darstellung der Vision

Checkliste Vision

• Kann ich die Vision auswendig darlegen?

• Erkennen ältere Pfarrmitglieder in dieser Vision „ihre“ Pfarre?

• Ist die Vision eher beschreibend oder aktivierend? Worin liegen echte

Herausforderungen?

• Welche Elemente sind konkret und greifbar, die ein Leitfaden für

Entscheidungen sind?

• Ist die Vision kommunizierbar an:

- Mitarbeiter/innen

- Gottesdienstbesucher/innen

- Fernstehende

- Nachbarpfarren

- Diözesane Institutionen (Dekanat,Vikariat, Diözese, usw.)

- Nichtdiözesane Institutionen (Bezirksvorstehung, Parteien, Banken,

Lieferant/innen, usw.)

- Motiviert und begeistert die Vision oben genannte Gruppen?

- Ist ein kurzfristiges hundertprozentiges Erreichen der Vision möglich?

Dann braucht die Vision mehr Weitblick.

• Usw.


Schritte – Seite 12

3.Wie wollen wir dorthin? – Etappenziele entwickeln

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut –

Visionen werden nicht an einem Tag umgesetzt.

Ziele motivieren und bündeln Energie.

Ziele bringen die Vision näher an uns heran, beschreiben, was wir in welcher

Zeitetappe erreichen müssen, damit unsere Vision in Erfüllung gehen kann.Wer

weiß, wohin er will, kann sich Gedanken machen, wie er dorthin kommt. Ein

guter Plan lässt uns die einzelnen Schritte erkennen, die wir gehen wollen.

Visionslosigkeit führt zu Ziellosigkeit, Ziellosigkeit führt zu Planlosigkeit;

Planlosigkeit führt zu unproduktivem Aktionismus.

Welche 5-7 Ziele beschreiben erste Etappen bei der Umsetzung unserer Vision?

SMART-Ziele entwickeln:

S pezifisch

M essbar

A ktivierend

R ealistisch

T erminiert


Schritte – Seite 13

Beispiel

Wie ein Baum sind wir im Gebiet unserer Pfarre verwurzelt.

In fünf Jahren kennen uns alle sozialen Einrichtungen unseres Pfarrgebietes

und nehmen uns als kompetente Partner/innen wahr. Im ersten Arbeitsjahr

identifizieren wir alle Sozialeinrichtungen unseres Pfarrgebietes und veranstalten

ein Sozialsymposium. In den weiteren Jahren knüpfen wir jeweils mit

drei Einrichtungen engere Beziehungen.

Oder:

Unsere Pfarre ist hauptsächlich bürgerlich, bäuerlich, oder ... geprägt. In fünf

Jahren hat unsere Pfarre signifikanten Kirchenbesuch aus drei weiteren

Milieus unseres Pfarrgebietes. Um das zu erreichen, werden wir ...

Wir wachsen in den Himmel Gottes.

In fünf Jahren feiern wir Gottesdienste, die gottvoll und erlebnisstark sind.

Dazu führen wir mit Partner/innen (Institut für Pastoraltheologie,

Pastoralamt, ...) eine Klausur durch. In Kursen heben wir unsere Fähigkeit

zur Liturgiefeier.Wir erheben die Bedürfnisse der

Gottesdienstbesucher/innen und vergleichen deren Einschätzung heute und

in fünf Jahren.

Wir bieten verschiedene Früchte an, je nach Bedürfnis der Vorbeigehenden.

In fünf Jahren kennen wir die Bedürfnisse der Menschen am Ort und haben

drei Angebote entwickelt, wie wir diesen Bedürfnissen spirituell, sozial-karitativ,

... begegnen können.

Mögliche Arbeitsweisen zur Auswahl

• „Alle bildeten eine Gemeinschaft“ – zu Apg 2,43-47 (Seite 25)

• „Ihr seid ein Brief Christi“ – zu 2 Kor 3,2-3 (Seite 28)

• „Wir wollen mit euch gehen“ – zu Sach 8,23 (Seite 31)

• Das Bild vom Haus, 1 – zu Mt 7,24-27 (Seite 34)

• Von der Zukunft in die Gegenwart – eine Landkarte (Seite 44)

• Teilschritte und Etappen:Was braucht es, um die Vision umzusetzen (Seite 45)

Ziel

3-5 Etappenziele zur Umsetzung der Vision

Checkliste Ziele

• Zielen unsere Ziele auf unsere Vision?

• Entsprechen unsere Ziele unserer Pfarre?

• Sind unsere Mitarbeiter/innen dafür motivierbar?

• Berücksichtigen unsere Ziele den Bedarf der Menschen am Ort?

• Berücksichtigen sie die Stärken unserer Pfarre?

• Haben wir SMART-Ziele definiert?

• Usw.


Schritte – Seite 14

4.Was brauchen wir, um dorthin zu kommen? –

Struktur nutzen und entwickeln –

Kommunikation ermöglichen –

Ressourcen freisetzen

Wenn wir eine Vision entwickeln und Ziele festlegen, geschieht dies nicht auf der

grünen Wiese. Jede Pfarre hat eine Geschichte, eine gewachsene Struktur. Diese

kann für die Umsetzung der Vision geeignet sein. Neue Ziele können aber auch

Strukturveränderungen notwendig machen.

Wenn wir die Vision und die Ziele vor Augen haben:

• Wer in unserer Pfarre könnte dafür zuständig sein? Welche Gruppe? Welche

Menschen?

• Wie verteilen wir die Arbeit?

• Müssen wir andere Aufgaben aufgeben?

• Wie koordinieren wir die Arbeit an Vision und Zielen?

• Welche Anreize gibt es und braucht es um Vision und Ziele umzusetzen?

• Welche Mittel braucht es dafür an Zeit,Wissen,Arbeitskraft und Geld?

• Wer leitet und steuert das Umsetzen der Ziele?

• Wer muss davon erfahren?

• Wie informieren wir alle Mitarbeiter/innen, Gottesdienstbesucher/innen,

weitere Menschen? Wie wird unsere Kommunikation aussehen?

Mögliche Arbeitsweisen zur Auswahl

• Das Bild vom Haus, 2 – zu 1 Kor 3,9-13 (Seite 46)

• „Ihr aber seid der Leib Christi“ – zu 1 Kor 12,12-31a (Seite 48)

• Aufstellung (Seite 50)

• Hindernisse auf dem Weg (Seite 51)

• Organigramm zeichnen (Seite 52)


Schritte – Seite 15

5.Welche Schritte gehen wir im 1.Arbeitsjahr? –

Umsetzung planen

SMART-Ziele entwickeln aufgrund des 1. Etappenzieles:

S pezifisch

M essbar

A ktivierend

R ealistisch

T erminiert


Adressen – Seite 16

Adressen

Pastoralamt der ED Wien,

1010 Wien, Stephansplatz 6, www.pastoralamt.at

Mag. Michael Scharf, Pastoralamtsleiter, 01/515 52-3362, m.scharf@edw.or.at

Mag. Ilse Paul, Kirchliche Grunddienste, 01/515 52-3399, i.paul@edw.or.at

Mag. Johannes Pesl, PGR-Referent – Vermittlung von Klausurbegleitung und

Gemeindeberatung, 01/515 52-3373, j.pesl@edw.or.at

Referat Pfarr-Caritas, Leitung: Dr. Rainald Tippow, 1010 Wien, Stephansplatz

6/Stg. 2/1. St., 01/515 52-3678, pfarr-caritas@caritas-wien.at, www.caritaswien.at

Generalsekretariat der Katholischen Aktion der ED Wien,

1010 Wien, Stephansplatz 6/5, 01/515 52-3312,

katholische.aktion@edw.or.at, www.ka-wien.at

Vikariat Unter dem Manhartsberg,

Vikariats-Sekretärin Annette Rössner,

1010 Wien,Wollzeile 2, 01/515 52-3286, vikariat.nord@edw.or.at

Vikariat Wien-Stadt,Vikariats-Sekretär Mag. Bernhard Linse,

1010 Wien,Wollzeile 2, 01/515 52-3434, vik.wien-stadt@edw.or.at

Vikariat Unter dem Wienerwald,

Vikariats-Sekretär Mag.Thomas Völkerer,

1010 Wien,Wollzeile 2, 01/515 52-3618, vikariat.sued@edw.or.at


Literatur und Links – Seite 17

Literatur und Links

Apostolisches Schreiben „Evangelii nuntiandi“, Papst Paul VI., 1975

Enzyklika „Redemptoris missio“, Papst Johannes Paul II., 1990

Enzyklika „Deus Caritas Est“, Papst Benedikt XVI., 2005

Kompendium der Soziallehre der Kirche, hrsg. v. Päpstlichen Rat „Justitia et Pax“,

Herder Verlag, 2006

www.sozialkompendium.org

Sozialwort der Kirchen - www.sozialwort.at

Frey Christel, 30 Minuten für wirkungsvolle Konfliktlösung, Gabal Verlag

Barker Alan, 30 Minuten bis zur effektiven Besprechung, Gabal Verlag

Forsyth Patrick, 30 Minuten bis zur überzeugenden Präsentation, Gabal Verlag

Seifert Josef W., 30 Minuten für professionelles Moderieren, Gabal Verlag

Neges Gertrud & Neges Richard, Kompaktwissen Management,Verlag Carl

Ueberreuter

Seifert Josef W.,Visualisieren, Präsentieren, Moderieren, Gabal Verlag

Donders Paul Ch, Leiterschaft in Balance, Gerth Medien

Donders Paul Ch., Mitarbeiter fördern und fordern, xpand-Edition, Gerth Medien

Grün Anselm, Menschen führen – Leben wecken,Vier-Türme-Verlag

Roos Klaus,Weichen stellen im Pfarrgemeinderat, Ein Leitfaden zur

Gemeindeentwicklung, Matthias-Grünewald-Verlag

PGR-Wahlmappe, hrsg. v. d. Konferenz der österreichischen

PfarrgemeinderatsreferentInnen

PGR-Mappe, hrsg. v. PGR-Referat der ED Wien

www.pfarrgemeinderat.at


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 18

Titel: Klausur des alten PGR

geeignet für: Erheben des Ist-Standes – „Erbe“ des alten PGR

Kategorie: biblisch-spirituell, kreativ

Material

- Pro Person ein Bild (Foto, aus einer Zeitung,

Kalender, …), das für sie/ihn ausdrückt, was

das Besondere, das Tolle, … an der Pfarre ist

(bereits in der schriftlichen Einladung zur

Klausur bitten, solch ein Bild mitzubringen –

zur Sicherheit empfiehlt es sich, einige

Reservebilder mitzuhaben)

- stark vergrößerte Bibelstelle Sach 8,23

- pfarrliches Liederbuch

Zeit: mindestens ein Tag

- mindestens 5 Flipchartbögen

- mindestens 5 Moderationsstifte

- Ölkreiden oder ähnliche Farbstifte

- eine auf Packpapier gezeichnete Kirche,

zerschnitten in Kirchturm, Kirchenschiff,

Kirchendach, Fenster und Tor

- evtl. Moderationskärtchen, Scheren, Uhu,

Tixo

- 4-5 Pinwände, Pins

Ablauf / Durchführung

1. Besinnlicher Einstieg (30 Minuten)

- Folgende Bibelstelle wird vorgelesen (sie liegt auch stark vergrößert in der Mitte): „So spricht

der Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn Männer aus Völkern aller Sprachen einen Mann

aus Juda an seinem Gewand fassen, ihn festhalten und sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn wir

haben gehört: Gott ist mit euch.“ (Sach 8,23)

- Anschließend sind alle eingeladen ihr mitgebrachtes Bild in die Mitte zu legen, mit einer kurzen

Erklärung: Was ist für mich das Besondere, das Tolle, … an unserer Pfarre? oder anders

gesagt: Wo/wie ist Gott bei/mit uns, sodass andere davon/von uns angezogen werden?

- Davor, dazwischen und danach möglichst „typische Pfarrlieder“ singen.

2. Übung „Stehen“ (15 Minuten)

„Nur wenn ich fest stehe, kann ich Schritte in die Zukunft setzen … „ – alle stehen, eine/r gibt

langsam und deutlich die Anleitungen, sodass dazwischen Zeit und Ruhe ist, zu spüren:

• Im Leben stehen, zu mir stehen, mich und andere ausstehen – verstehen, dass Gott hinter allem

steht.

• Ich suche mir einen guten Platz im Raum.

• Wenn ich möchte, kann ich die Augen schließen.

• Ich achte darauf, dass ich mit beiden Füßen auf der ganzen Fußsohle stehe.

• Ich spüre, wie fest ich stehe.

• Ich spüre den Boden unter meinen Füßen, den Grund, auf dem ich stehe.

Nur wenn ich fest stehe, kann ich Schritte in die Zukunft setzen.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 19

3. Wo stehen wir als Pfarrgemeinde momentan? (180 Minuten)

3a (30 Minuten)

Nur wer weiß, wo er steht, kann sich neu orientieren. Es geht daher heute darum zurückzublicken

auf die vergangene PGR-Periode und zu erkennen, wo wir heute stehen.

Zunächst gemeinsam überlegen, was sich am Umfeld und an der Struktur unserer Pfarre in den

letzten Jahren verändert hat (z. B.: Bevölkerungsentwicklung, Wohnungsbau, Betriebe, Geschäfte,

Schulen, …) und welche Menschen(gruppen) in unserem Pfarrgebiet leben. Wesentliche

Entwicklungen notieren wir auf Flipchart.

3b1 (30 Minuten)

Nun teilen wir uns in 4 etwa gleich große Gruppen und blicken zurück auf die Arbeit in den

Grunddiensten:

„Verkündigung“ – einander Leben und Glauben zusprechen und bezeugen (Lexikon für Theologie

und Kirche, Band 5, S. 37)

„Liturgie“ – miteinander Leben und Glauben feiern

„Diakonie“ / Caritas – einander Leben und Glauben ermöglichen

„Koinonia“ – Weggemeinschaft im Leben und Glauben

Jede Gruppe erhält einen/mehrere Teil/e der

zerschnittenen Pfarrkirche (Verkündigung - Kirchturm - auch von weit weg / von außen sichtbar;

Liturgie - Kirchenschiff – Feierraum; Diakonie/Caritas - Dach - gibt/ermöglicht Schutz und damit

Leben; Koinonia/Gemeinschaft - Fenster und Türen - einladende Öffnung nach außen) und

sammelt darauf alles, was in unserer Pfarre im jeweiligen Grunddienst geschieht.

3b2 (gesamt 30 Minuten)

Kurze Präsentation des Wesentlichen aus den Gruppen (3 Minuten/G) – Ergänzungsmöglichkeit

durch die jeweils anderen – Kirche zusammensetzten

3c (90 Minuten)

Wieder in den Gruppen geht es um die Frage: Was war(en) im jeweiligen Grunddienst

der/die Schwerpunkt(e) in unserer Pfarre? Zunächst überlegt jedeR für sich, was aus der

je eigenen Sicht der/die Schwerpunkt(e) (max. 3) war(en). Nach dem gegenseitigen Vorstellen

einigt sich jede Gruppe auf max. 3 Schwerpunkte der Pfarre und überlegt auch, wie es zu

diesem/n Schwerpunkt/en gekommen ist und was wir in der Pfarre damit erreichen woll(t)en.

Dann stellt sich noch die Frage: Was ist im jeweiligen Grunddienst offen geblieben? Oder

anders gesagt: Wieweit trafen/treffen wir mit unserem/n Schwerpunkt/en Bedürfnisse (Sehnsucht

nach Gott, nach Leben in Fülle – vgl. „Glaubensräume öffnen“ und gerechte Lebensbedingungen –

vgl. „Lebensräume gestalten“) der Menschen(gruppen) in unserer Pfarre (vgl. 3a Sammlung zu

Umfeld/Struktur/Menschen)?

Dazu empfiehlt es sich gleichsam verschiedene „Brillen“ aufzusetzen um die konkreten

Bedürfnisse der unterschiedlichen Menschen(gruppen) besser wahrzunehmen.

Passen Schwerpunkte und Bedürfnisse der Menschen wie 2 Puzzlesteine ineinander?

Fehlt ein „Stück“ bzw. was ist außerhalb des/r Schwerpunkt(e), also durch das, was ohnehin läuft,

abgedeckt?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 20

– Diese Fragen können einfach diskutiert und das Wesentlichste schriftlich festhalten werden. Oder

etwas kreativer: Das, was im Gespräch kommt, als Bild, mit Farben oder Symbolen, ergänzt durch

Schlagworte, zu Papier bringen.

Auswertung (60 Minuten)

1. Kurze Präsentation der Ergebnisse aus den Gruppen (5 Minuten/G) und Möglichkeit für

Verständnisfragen

2. Diskussion: Was fällt in der Zusammenschau aller bisherigen Überlegungen auf? Ergibt sich

daraus eine Schlussfolgerung bzw. so etwas wie ein Rat für den neuen PGR, in welche Richtung

es weitergehen könnte/sollte?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 21

Sach 8,23

So spricht der Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn Männer aus Völkern

aller Sprachen einen Mann aus Juda an seinem Gewand fassen, ihn festhalten und

sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: Gott ist mit euch.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 22

Titel: Befragung der alten PGRs

geeignet für: Erheben des Ist-Standes – „Erbe“ des alten PGR

Kategorie: analytisch

Material

- mindestens 6 Flipchartbögen

Zeit: 120 Minuten

- mindestens 4 Moderationsstifte

- 3 Pinwände, Pins

Ablauf

Anmoderation

1. Teil

Nur wer weiß, wo er steht, kann sich neu orientieren. Es geht daher heute darum

zurückzublicken auf die vergangene PGR-Periode und zu erkennen, wo wir heute stehen.

Zunächst überlegen wir gemeinsam, was sich am Umfeld und an der Struktur unserer Pfarre in

den letzten Jahren verändert hat (z. B.: Bevölkerungsentwicklung, Wohnungsbau, Betriebe,

Geschäfte, Schulen, …) und welche Menschen(gruppen) in unserem Pfarrgebiet leben.

Wesentliche Entwicklungen notieren wir auf einem Flipchartbogen.

Wir nehmen uns dafür 30 Minuten Zeit.

2. Teil

Nun teilen wir uns in 4 etwa gleich große Gruppen und blicken zurück auf die Arbeit in den

Grunddiensten:

„Verkündigung“ – einander Leben und Glauben zusprechen und bezeugen (LThK, Bd. 5, S. 37)

„Liturgie“ – miteinander Leben und Glauben feiern

„Diakonie“ / Caritas – einander Leben und Glauben ermöglichen

„Koinonia“ – Weggemeinschaft im Leben und Glauben

Jede Gruppe überlegt, was in den letzten Jahren im jeweiligen Grunddienst

- unser(e) Schwerpunkt(e) war(en),

- warum und

- was offen geblieben ist.

Vor allem das „Warum“ und das, was offen geblieben ist, bitte auf einem Flipchartbogen notieren.

Es sind dafür 45 Minuten Zeit.

Durchführung

1. Teil: Arbeit im Plenum; auf das Einhalten der Zeit achten

2. Teil: Arbeit in 4 Gruppen; auf das Einhalten der Zeit achten

Auswertung

1. Kurze Präsentation der Ergebnisse aus den Gruppen (3 Minuten/G)

2. Gemeinsame Überlegung / Formulierung einer Schlussfolgerung aus den 5 Plakaten bzw. so

etwas wie ein Rat für den neuen PGR, in welche Richtung es weitergehen könnte/sollte.

(30 Minuten)


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 23

Titel: SWOT-Analyse

S-trength (Stärken), W-eakness (Schwächen),

O-pportunities (Chancen, Möglichkeiten),T-hreats (Herausforderungen)

geeignet für: Erheben des Ist-Standes – „Erbe“ des alten PGR

Kategorie: analytisch

Material

- Moderationskarten, 4 verschiedene Farben,

ca. 10 Karten pro Farbe und Teilnehmer/in

- Moderationsstifte für jede/n

Zeit: 45-70 Minuten

- 2-4 Pinwände und Pins

- Klebepunkte

Ablauf

Anmoderation

Bei Einzelarbeit:

Es geht uns darum unsere Stärken und

Schwächen, unsere Chancen und

Herausforderungen zu entdecken.

Dazu erhält jede/r einen Moderationsstift und

je 5 Karten in 4 Farben. Jede/r notiert die 5

größten Stärken unserer Pfarre auf Farbe 1,

die 5 größten Schwächen auf Farbe 2, die 5

größten Chancen, die wir haben, auf Farbe 3

und die 5 größten Herausforderungen, die sich

uns stellen, auf Farbe 4.

Bitte in Druckschrift schreiben und nur 1

Begriff pro Karte. Weitere Karten gibt es bei

mir. Es sind dafür 30 Minuten Zeit.

Bei Gruppenarbeit (3-5 Personen):

Es geht uns darum unsere Stärken und

Schwächen, unsere Chancen und

Herausforderungen zu entdecken.

Dazu erhält jede Gruppe einen

Moderationsstift und je 5 Karten in 4 Farben.

Jede Gruppe einigt sich auf die 5 größten

Stärken unserer Pfarre und schreibt diese auf

Farbe 1, die 5 größten Schwächen kommen auf

Farbe 2, die 5 größten Chancen, die wir haben,

auf Farbe 3 und die 5 größten

Herausforderungen, die sich uns stellen, auf

Farbe 4.

Bitte in Druckschrift schreiben und nur 1

Begriff pro Karte. Weitere Karten gibt es bei

mir. Es sind dafür 30 Minuten Zeit.

Durchführung

Einzelarbeit in Stille; auf das Einhalten der Zeit

achten – manche brauchen länger, evtl. 10

Minuten dazugeben

Gruppenarbeit; auf das Einhalten der Zeit

achten – manche brauchen länger, evtl. 10

Minuten dazugeben


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 24

Auswertung

1. Die Teilnehmer/innen pinnen ihre

Moderationskarten geordnet nach Stärken,

Schwächen, Chancen und Herausforderungen

auf eine Pinwand. Zusammengehörende oder

gleiche Karten werden zusammengepinnt.

2. Danach besteht die Möglichkeit einer

Bewertung durch den ganzen PGR. Dazu

erhält jede/r 4x5 Klebepunkte. Jede/r kann 5

Punkte pro Stärken-, Schwächen-, Chancenund

Herausforderungssammlung vergeben,

durchaus auch mehr als einen Punkt pro

Moderationskarte. So ergibt sich eine

Reihenfolge.

3. Anschließend wird das Ergebnis diskutiert.

1. Die Gruppen pinnen ihre Moderationskarten

geordnet nach Stärken, Schwächen,

Chancen und Herausforderungen auf eine

Pinwand. Zusammengehörende oder gleiche

Karten werden zusammengepinnt.

2. Danach besteht die Möglichkeit einer

Bewertung durch den ganzen PGR. Dazu

erhält jede/r 4x5 Klebepunkte. Jede/r kann 5

Punkte pro Stärken-, Schwächen-, Chancenund

Herausforderungssammlung vergeben,

durchaus auch mehr als einen Punkt pro

Moderationskarte. So ergibt sich eine

Reihenfolge.

3. Anschließend wird das Ergebnis diskutiert.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 25

Titel: „Alle bildeten eine

Gemeinschaft“

geeignet für:

- Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

- Etappenziele entwickeln

Kategorie: biblisch-spirituell

Material

- pro Person 1 Kopie Apg 2,43-47

- diverse Farbstifte

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: je 105-120 Minuten, bzw. bei

Erarbeitung beider Varianten zusammen

ca. 180 Minuten

- mehrere Pinwände und Pins

- mehrere Flipchartbögen

- Moderationskärtchen

Ablauf

Anmoderation

Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

In der Apostelgeschichte finden wir ein Ideal,

eine Vision von christlicher Gemeinde – in der

damaligen Zeit und vor dem Hintergrund der

damaligen Gesellschaft.

Wie lautet diese Vision für unsere

Pfarrgemeinde – jetzt und in unserer

Gesellschaft?

Etappenziele entwickeln

In der Apostelgeschichte finden wir Idealziele

von christlicher Gemeinde – in der damaligen

Zeit und vor dem Hintergrund der damaligen

Gesellschaft. Wie lauten die Etappenziele zur

Verwirklichung unseres Ideals, unserer Vision

– jetzt und in unserer Gesellschaft – für in 1,

2, … 5 Jahren ?

Durchführung (60 Minuten)

- Der Text wird in Gruppen (3-5 Personen)

gemeinsam gelesen, anschließend gibt es eine

kurze Stille, in der jede/r den Text für sich

noch einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe das Ideal, die

Vision für unsere Pfarre darzustellen –

entweder als Bild oder als Beschreibung oder

mit wesentlichen Merkmalen auf Kärtchen.

- Der Text wird in Gruppen gemeinsam

gelesen, anschließend gibt es eine kurze Stille,

in der jede/r den Text für sich noch einmal

lesen und Wesentliches dazu notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe die

Etappenziele zur Verwirklichung unseres

Ideals, unserer Vision darzustellen – entweder

als Bilder oder als Beschreibungen oder mit

wesentlichen Merkmalen der einzelnen

Etappenziele auf Kärtchen.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 26

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr Ergebnis

kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der

„Zusammenschau“ der Visionen: Was fällt auf?

Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo

unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich formulieren wir eine gemeinsame

Vision.

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr Ergebnis

kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der

„Zusammenschau“ der Etappenziele: Was fällt

auf? Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo

unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich formulieren wir unsere

gemeinsamen Etappenziele.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 27

Apg 2,43-47

43

Alle wurden von Furcht ergriffen; denn durch die Apostel geschahen

viele Wunder und Zeichen. 44 Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine

Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. 45 Sie verkauften Hab und Gut und gaben

davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte. 46 Tag für Tag verharrten sie einmütig

im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in

Freude und Einfalt des Herzens. 47 Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk

beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden

sollten.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 28

Titel: „Ihr seid ein Brief Christi“

geeignet für:

- Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

- Etappenziele entwickeln

Kategorie: biblisch-spirituell

Material

- pro Person 1 Kopie 2 Kor 3,2-3

- diverse Farbstifte

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: je 105-120 Minuten, bzw. bei

Erarbeitung beider Varianten zusammen

ca. 180 Minuten

- mehrere Pinwände und Pins

- mehrere Flipchartbögen

- Moderationskärtchen

Ablauf

Anmoderation

Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

„Unser Empfehlungsschreiben seid ihr; es ist

eingeschrieben in unser Herz, und alle

Menschen können es lesen und verstehen.

Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi,

ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben

nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des

lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein,

sondern – wie auf Tafeln – in Herzen von

Fleisch.“ So schreibt der Apostel Paulus an die

Gemeinde in Korinth.

Am Leben der Christen (einzeln und als

Gemeinschaft) muss Christus, muss sein Geist

erkennbar sein.

Was sollen Menschen in 5 Jahren in/an uns

ablesen können?

Etappenziele entwickeln

„Unser Empfehlungsschreiben seid ihr; es

ist eingeschrieben in unser Herz, und alle

Menschen können es lesen und

verstehen. Unverkennbar seid ihr ein

Brief Christi, ausgefertigt durch unseren

Dienst, geschrieben nicht mit Tinte,

sondern mit dem Geist des lebendigen

Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein,

sondern – wie auf Tafeln – in Herzen von

Fleisch.“ So schreibt der Apostel Paulus

an die Gemeinde in Korinth.

Am Leben der Christen (einzeln und als

Gemeinschaft) muss Christus, muss sein

Geist erkennbar sein.

Was sollen Menschen in 1, 2, … 5 Jahren

in/an uns ablesen können?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 29

Durchführung (60 Minuten)

- In Gruppen (3-5 Personen) gibt es zunächst

eine kurze Stille, in der jede/r den Text für

sich noch einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe zu entwerfen

– entweder als Bild oder als Beschreibung

oder mit wesentlichen Merkmalen auf

Kärtchen – was an unserer Pfarrgemeinde

ablesbar sein soll.

- In Gruppen gibt es zunächst eine kurze

Stille, in der jede/r den Text für sich noch

einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe zu

entwerfen – entweder als Bild oder als

Beschreibung oder mit wesentlichen

Merkmalen auf Kärtchen – was an

unserer Pfarrgemeinde ablesbar sein soll.

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr Ergebnis

kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der

„Zusammenschau“: Was fällt auf? Was sehen

wir gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden

sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich formulieren wir daraus unsere

gemeinsame Vision.

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr

Ergebnis kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe),

mit Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase

der „Zusammenschau“: Was fällt auf?

Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo

unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich legen wir gemeinsam unsere

Etappenziele fest.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 30

2 Kor 3,2-3

2

Unser Empfehlungsschreiben seid ihr; es ist eingeschrieben in unser Herz, und alle

Menschen können es lesen und verstehen. 3 Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi,

ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem

Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern – wie auf Tafeln –

in Herzen von Fleisch.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 31

Titel: „Wir wollen mit euch gehen“

geeignet für:

- Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

- Etappenziele entwickeln

Kategorie: biblisch-spirituell

Material

- pro Person 1 Kopie Sach 8,23

- diverse Farbstifte

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: je 105-120 Minuten, bzw. bei

Erarbeitung beider Varianten zusammen

ca. 180 Minuten

- mehrere Pinwände und Pins

- mehrere Flipchartbögen

- Moderationskärtchen

Ablauf

Anmoderation

Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

„So spricht der Herr der Heere: In jenen

Tagen werden zehn Männer aus Völkern aller

Sprachen einen Mann aus Juda an seinem

Gewand fassen, ihn festhalten und sagen: Wir

wollen mit euch gehen; denn wir haben

gehört: Gott ist mit euch.“

Hier und heute würde der Text des

Propheten Sacharja lauten: „So spricht der

Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn

Menschen aus der Umgebung ein Pfarrmitglied

aus X am Gewand fassen, sie/ihn festhalten

und sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn

wir haben gehört: …“

Was sollen Menschen in 5 Jahren hier einfügen

können?

Etappenziele entwickeln

„So spricht der Herr der Heere: In jenen

Tagen werden zehn Männer aus Völkern

aller Sprachen einen Mann aus Juda an

seinem Gewand fassen, ihn festhalten und

sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn

wir haben gehört: Gott ist mit euch.“

Hier und heute würde der Text des

Propheten Sacharja lauten: „So spricht

der Herr der Heere: In jenen Tagen

werden zehn Menschen aus der

Umgebung ein Pfarrmitglied aus X am

Gewand fassen, sie/ihn festhalten und

sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn

wir haben gehört: …“

Was sollen Menschen in 1, 2, … 5 Jahren

hier einfügen können?

Durchführung (60 Minuten)

- In Gruppen (3-5 Personen) gibt es zunächst

eine kurze Stille, in der jede/r den Text für

sich noch einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe zu entwerfen

– entweder als Bild oder als Beschreibung

oder mit wesentlichen Merkmalen auf

Kärtchen – was man in 5 Jahren über unsere

Pfarrgemeinde hören soll.

- In Gruppen (3-5 Personen) gibt es

zunächst eine kurze Stille, in der jede/r

den Text für sich noch einmal lesen und

Wesentliches dazu notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe zu

entwerfen – entweder als Bild oder als

Beschreibung oder mit wesentlichen

Merkmalen auf Kärtchen – was man in 1,

2, … 5 Jahren über unsere Pfarrgemeinde

hören soll.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 32

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr Ergebnis

kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der

„Zusammenschau“: Was fällt auf? Was sehen

wir gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden

sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich formulieren wir daraus unsere

gemeinsame Vision.

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr

Ergebnis kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe),

mit Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase

der „Zusammenschau“: Was fällt auf?

Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo

unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich legen wir gemeinsam unsere

Etappenziele fest.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 33

Sach 8,23

So spricht der Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn Männer aus Völkern

aller Sprachen einen Mann aus Juda an seinem Gewand fassen, ihn festhalten und

sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: Gott ist mit euch.

Hier und heute würde der Text des Propheten Sacharja lauten:

So spricht der Herr der Heere: In jenen Tagen werden zehn Menschen aus der

Umgebung ein Pfarrmitglied aus X am Gewand fassen, sie/ihn festhalten und sagen:

Wir wollen mit euch gehen; denn wir haben gehört: …


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 34

Titel: Das Bild vom Haus, 1

geeignet für:

- Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

- Etappenziele entwickeln

Kategorie: biblisch-spirituell

Material

- pro Person 1 Kopie Mt 7,24-27

- diverse Farbstifte

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: je 105-120 Minuten, bzw. bei

Erarbeitung beider Varianten zusammen

ca. 180 Minuten

- mehrere Pinwände und Pins

- mehrere Flipchartbögen

- Moderationskärtchen

Ablauf

Anmoderation

Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Das Bild vom Haus ist ein gutes Bild für

Pfarrgemeinde. Nehmen wir die Gedanken aus

dem Matthäusevangelium als Grundlage für die

Erarbeitung unseres Bildes, unserer Vision.

Was für ein „Haus“ soll unsere Pfarrgemeinde

in 5 Jahren sein?

Etappenziele entwickeln

Das Bild vom Haus ist ein gutes Bild für

Pfarrgemeinde. Nehmen wir die

Gedanken aus dem Matthäusevangelium

als Grundlage für die Erarbeitung unserer

Etappenziele. Welche „Baufortschritte“

sollen am „Haus“ unserer Pfarrgemeinde

in 1, 2, … 5 Jahren sichtbar sein?

Durchführung (60 Minuten)

- Der Text wird in Gruppen (3-5 Personen)

gemeinsam gelesen, anschließend gibt es eine

kurze Stille, in der jede/r den Text für sich

noch einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe zu entwerfen

– entweder als Bild oder als Beschreibung

oder mit wesentlichen Merkmalen auf

Kärtchen – wie das „Haus“ unserer

Pfarrgemeinde aussehen soll. Als Leitfaden

können folgende Fragen dienen:

- Der Text wird in Gruppen gemeinsam

gelesen, anschließend gibt es eine kurze

Stille, in der jede/r den Text für sich noch

einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach versucht jede Gruppe zu

entwerfen – entweder als Bild oder als

Beschreibung oder mit wesentlichen

Merkmalen auf Kärtchen – welche

„Baufortschritte“ am „Haus“ unserer

Pfarrgemeinde in 1, 2, … 5 Jahren

sichtbar sein sollen. Als Leitfaden können

folgende Fragen dienen:


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 35

• Was ist Sinn und Zweck dieses

Hauses?

• Auf welchem Grund ist es gebaut?

• Wie zugänglich ist das Haus (auch für

„Fremde“)?

• Welche Räume gibt es in diesem Haus

und wer darf sich darin aufhalten

(Raum zum Zurückziehen, Raum fürs

Gemeinschaftsleben, Raum zum

Entfalten, …)?

• In welcher Weise hat das Wort

Gottes einen Platz (Schmuckstück,

sperriges Möbel,

Gebrauchsgegenstand, …)?

• Was ist Sinn und Zweck dieses

Hauses?

• Auf welchem Grund ist es

gebaut?

• Wie zugänglich ist das Haus

(auch für „Fremde“)?

• Welche Räume gibt es in

diesem Haus und wer darf sich

darin aufhalten (Raum zum

Zurückziehen, Raum fürs

Gemeinschaftsleben, Raum zum

Entfalten, …)?

• In welcher Weise hat das Wort

Gottes einen Platz (Schmuckstück,

sperriges Möbel,

Gebrauchsgegenstand, …)?

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr Ergebnis

kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der

„Zusammenschau“: Was fällt auf? Was sehen

wir gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden

sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich formulieren wir daraus unsere

gemeinsame Vision.

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihr

Ergebnis kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe),

mit Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase

der „Zusammenschau“: Was fällt auf?

Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo

unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich legen wir gemeinsam unsere

Etappenziele fest.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 36

Mt 7,24-27

24

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein

Haus auf Fels baute. 25 Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen

heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht

ein; denn es war auf Fels gebaut. 26 Wer aber meine Worte hört und nicht danach

handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als nun ein

Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und

an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

• Was ist Sinn und Zweck dieses Hauses?

• Auf welchem Grund ist es gebaut?

• Wie zugänglich ist das Haus (auch für „Fremde“)?

• Welche Räume gibt es in diesem Haus und wer darf sich darin aufhalten (Raum zum

Zurückziehen, Raum fürs Gemeinschaftsleben, Raum zum Entfalten, …)?

• In welcher Weise hat das Wort Gottes einen Platz (Schmuckstück, sperriges Möbel,

Gebrauchsgegenstand, …)?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 37

Titel: Visitationsrede

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: kreativ

Zeit: 90 Minuten

Material

- Schreibpapier für alle

- Kugelschreiber für alle

- 2-3 Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Wir befinden uns im Jahr 2012. Stellen wir uns vor, der Bischof kommt zur Visitation

unserer Pfarrgemeinde. Nach zwei Wochen des Kennenlernens hält er eine abschließende

Rede über seine Einschätzung der Pfarre.

Jede/r von uns schreibt nun diese Rede für ihn. Es sind dafür 30 Minuten Zeit.

Durchführung

Jede/r schreibt eine Rede (maximal 1 A4 Seite)

Auswertung

In kleinen PGRs

Jede/r hält ihre/seine Rede vor dem PGR. Die

Zuhörenden schreiben mit, was sie anspricht.

Anschließend Diskussion darüber: Wo zeigen

sich Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Was

bedeutet dies für eine mögliche Vision?

In großen PGRs (mehr als 6 Personen)

Die Visitationsreden werden (nicht zu

eng aneinander) auf Pinwände gepinnt.

Nun hat jede/r Zeit die Reden zu lesen.

Dabei notiert jede/r, was ihr/ihm auffällt,

sie/ihn anspricht.

Anschließend Diskussion darüber: Wo

zeigen sich Gemeinsamkeiten, wo

Unterschiede? Was bedeutet dies für eine

mögliche Vision?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 38

Titel: Erbe formulieren

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: kreativ

Zeit: 90 Minuten

Material

- Schreibpapier für alle

- Kugelschreiber für alle

- 2-3 Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Wir befinden uns im Jahr 2012. Ein neuer Pfarrgemeinderat ist gewählt. In einer

gemeinsamen Klausur wird eine Rede gehalten um den Neuen mitzuteilen, was uns wichtig

war. Jede/r von uns schreibt nun diese Rede. Es sind dafür 30 Minuten Zeit.

Durchführung

Jede/r schreibt eine Rede (maximal 1 A4 Seite)

Auswertung

In kleinen PGRs

Jede/r hält ihre/seine Rede vor dem PGR. Die

Zuhörenden schreiben mit, was sie anspricht.

Anschließend Diskussion darüber: Wo zeigen

sich Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Was

bedeutet dies für eine mögliche Vision?

In großen PGRs (mehr als 6 Personen)

Die Reden werden (nicht zu eng

aneinander) auf Pinwände gepinnt. Nun

hat jede/r Zeit die Reden zu lesen. Dabei

notiert jede/r, was ihr/ihm auffällt, sie/ihn

anspricht.

Anschließend Diskussion darüber: Wo

zeigen sich Gemeinsamkeiten, wo

Unterschiede? Was bedeutet dies für eine

mögliche Vision?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 39

Titel: Unsere Pfarrgemeinde

in der Welt von heute

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: kreativ

Material

- viele verschiedene Zeitungen, Zeitschriften,

… der letzten Zeit

- mindestens 1 Klebstoff /Gruppe

- mehrere Scheren

Zeit: 105-120 Minuten

- mehrere Moderationsstifte

- mehrere Flipchartbögen

- mehrere Pinwände, Pins

Ablauf

Anmoderation

Als Pfarrgemeinde sind wir Teil der Welt von heute. Es kann uns nicht gleichgültig sein, was

rund um uns passiert. Welchen Platz sollen/wollen wir in dieser Welt einnehmen?

Durchführung (60 Minuten)

In mehreren Gruppen (3-5 Personen) wird aus Bildern, Überschriften, Schlagzeilen, Artikel,

… der unterschiedlichsten Zeitungen, Zeitschriften eine Collage gemacht, aus der deutlich

wird, welchen Platz wir als Pfarrgemeinde von X in unserem ganz konkreten Umfeld und

damit auch in der Welt von heute einnehmen wollen bzw. sollen.

Dazu ist es sinnvoll, wenn jede/r zuerst für sich 1-2 Zeitungen/Zeitschriften durchschaut und

für sie/ihn Interessantes herausschneidet. Anschließend versucht die Gruppe „ein Ganzes“

daraus zu machen.

Auswertung

- Die Collagen der einzelnen Gruppen werden im Plenum kurz erklärt (3 Minuten/Gruppe),

mit Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der „Zusammenschau“ der Ergebnisse: Was fällt auf?

Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich kann sich daraus eine Perspektive ergeben, in welche Richtung sich unsere

Pfarrgemeinde weiterentwickeln soll.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 40

Titel: Was würde fehlen, wenn es uns

nicht gäbe?

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: kreativ

Material

- Ölkreiden oder ähnliche Farbstifte

- evtl. Bleistifte, Spitzer, Radiergummi

Zeit: 90-105 Minuten

- mehrere Flipchartbögen

- mehrere Pinwände, Pins

Ablauf

Anmoderation

Als Pfarrgemeinde sind wir unverzichtbarer Teil unseres Pfarrgebietes. Aber was ist es

genau, was uns so unverzichtbar macht? Was würde fehlen, wenn es uns als Pfarrgemeinde in

X nicht (mehr) gäbe?

Durchführung (45 Minuten)

In mehreren Gruppen (à 3-5 Personen) wird ein Bild gemalt:

Entweder: Unser Pfarrgebiet mit uns bzw. ohne uns im Vergleich, um sichtbar zu machen, was

ohne Pfarrgemeinde in X fehlen würde.

Oder: Ein „Werbeplakat“ über/für unsere Pfarrgemeinde, das das Besondere zeigt, das, was

uns so unverzichtbar macht.

Auswertung

- Die Bilder der einzelnen Gruppen werden im Plenum kurz erklärt (3 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der „Zusammenschau“ der Bilder: Was fällt auf? Was

sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich kann sich daraus eine Perspektive ergeben, in welche Richtung sich unsere

Pfarrgemeinde weiterentwickeln soll.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 41

Titel: Legokirchen bauen

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: kreativ

Zeit: 60 Minuten

Material

ausreichend Legosteine für jede/n

Ablauf

Anmoderation

Bei Einzelarbeit

Wie sieht meine, deine/Ihre Traumkirche aus?

Modern, traditionell? Offen, hell? Was befindet

sich in der Kirche? – Heute darf jede/r von uns

ihren/seinen Traum verwirklichen. Zumindest

klein und aus Lego. Dazu erhält jede/r

ausreichend Legosteine.

Bei Gruppenarbeit

Wie sieht unsere Traumkirche aus?

Modern, traditionell? Offen, hell? Was

befindet sich in der Kirche? – Heute

dürfen wir unsere Träume verwirklichen.

Zumindest klein und aus Lego. Dazu

erhält jede Gruppe ausreichend

Legosteine und baut ihre gemeinsame

Traumkirche.

Durchführung

Bauen der Legokirchen ca. 20 Minuten

Auswertung

Nun werden die Legokirchen präsentiert. Die Architekten erläutern die Vorzüge ihrer

Kirchen, das Konzept und das, was ihnen wichtig war.

Dann Diskussion darüber: Was gefällt? Was fehlt? Was übernehmen wir für unsere Vision?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 42

Titel: Moderationskarten

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: analytisch

Zeit: 60 Minuten

Material

- Moderationskarten (ca. 20 pro Person)

- Moderationsstifte für jede/n

- Klebepunkte

Ablauf

Anmoderation

Wir wollen unsere Vision definieren. Eine Vision hat etwas mit unseren Wünschen und mit

den Bedürfnissen der in unserem Pfarrgebiet lebenden Menschen zu tun.

Jede/r erhält beliebig viele Moderationskarten und einen Stift und sammelt Ideen zu den

Fragen: Was möchte ich, dass unsere Pfarre tut? Welche Menschen leben hier? Welche

Bedürfnisse haben diese?

Bitte in Druckschrift schreiben und nur 1 Begriff pro Karte. Weitere Karten gibt es bei mir.

Es sind dafür 15 Minuten Zeit.

Durchführung

Einzelarbeit in Stille

Auswertung

Die Teilnehmer/innen pinnen ihre Moderationskarten auf eine Pinwand.

Zusammengehörende oder gleiche Karten werden zusammengepinnt.

Danach besteht die Möglichkeit einer Bewertung durch den ganzen PGR. Dazu erhält jede/r

5 Klebepunkte. Man kann auch mehr als einen Punkt pro Moderationskarte vergeben. So

ergibt sich eine Reihenfolge.

Anschließend wird das Ergebnis diskutiert.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 43

Titel: Flipchart

geeignet für: Eine Vision für unsere Pfarre entwickeln

Kategorie: analytisch

Zeit: 60 Minuten

Material

- Moderationsstifte

- Flipchart und mehrere Flipchartbögen

Ablauf

Anmoderation

Wir wollen unsere Vision definieren. Eine Vision hat etwas mit unseren Wünschen und mit

den Bedürfnissen der in unserem Pfarrgebiet lebenden Menschen zu tun.

Gruppen zu 3-5 Personen erhalten je ein Flipchartpapier und Stifte. Jede Gruppe sammelt

Ideen zu den Fragen: Was möchten wir, dass unsere Pfarre tut? Welche Menschen leben

hier? Welche Bedürfnisse haben diese?

Bitte in Druckschrift schreiben. Es sind dafür 15 Minuten Zeit.

Durchführung

Die Gruppen arbeiten an ihren Flipcharts. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

• ohne zu reden als stumme Diskussion, bei der miteinander nur geschrieben wird.

• mit gemeinsamer Diskussion, in der sich die Gruppe auf den Flipcharttext einigt.

Auswertung

Die Gruppen präsentieren ihre Flipcharts.

Anschließend wird das Ergebnis diskutiert.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 44

Titel: Von der Zukunft in die

Gegenwart – Eine Landkarte

geeignet für: Etappenziele entwickeln

Kategorie: kreativ

Material

- diverse Farbstifte

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: 90 Minuten

- mehrere Flipchartbögen

- mehrere Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Im letzten Arbeitsschritt haben wir eine Vision für die kommende PGR-Periode formuliert.

Eine Vision ist so etwas wie ein Fernziel für die Zukunft, für das Ende unserer PGR-Periode.

Wenn unsere Vision nicht nur ein Traum bleiben soll, müssen wir konkrete

Markierungspunkte / Etappenziele definieren, die wir anpeilen um langsam, aber stetig das

Ziel – unsere Vision – zu erreichen.

Zeichnen wir dazu Landkarten, von der Zukunft, also von unserer Vision, ausgehend zurück

bis heute. Was müssen wir im 4., im 3., 2. und 1. Jahr erreicht haben, damit schließlich die

Vision erfüllt ist?

Durchführung (45 Minuten)

- In mehreren Gruppen (3-5 Personen) wird überlegt, was solche Markierungspunkte auf

dem Weg von der Vision zurück in die Gegenwart sein könnten.

- Dann zeichnet jede Gruppe eine Landkarte und zeichnet alle Markierungspunkte ein.

- Schließlich wird festgelegt und entsprechend angezeichnet, welche der Markierungspunkte

die Etappenziele für die einzelnen Jahre sind.

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihre Landkarte kurz vor (3-5 Minuten/Gruppe), mit

Möglichkeit für Verständnisfragen.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der „Zusammenschau“: Was fällt auf? Was sehen wir

gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich legen wir gemeinsam unsere Etappenziele fest.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 45

Titel: Teilschritte und Etappen: Was

braucht es um die Vision umzusetzen

geeignet für: Etappenziele entwickeln

Kategorie: analytisch

Material

- Moderationskarten

- Moderationsstifte

- Klebstoff

Zeit: 60-90 Minuten

- Flipchart und Flipchartpapier

- Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Im letzten Arbeitsschritt haben wir eine Vision für die kommende PGR-Periode formuliert.

Eine Vision ist so etwas wie ein Fernziel oder Zielfoto für das Ende unserer PGR-Periode.

Wenn unsere Vision nicht nur ein Wunsch oder Traum bleiben soll, müssen wir an der

Umsetzung arbeiten, konkrete Schritte definieren, die wir gehen müssen um langsam, aber

stetig unsere Vision umzusetzen. An diesen Etappenzielen werden wir jetzt arbeiten.

„Zerlegen“ wir die Vision in Teilschritte. Was müssen wir im 1., im 2., im 3., 4. und 5. Jahr

tun, damit schließlich die Vision erfüllt ist?

Jede Gruppe sammelt auf Moderationskarten alles, was ihr zu Etappenzielen einfällt - pro

Moderationskarte ein Gedanke, in Druckschrift geschrieben. Anschließend werden die

Moderationskarten nach einer zeitlich logischen Abfolge geordnet. Entweder werden die

Moderationskarten nun auf das Flipchartpapier geklebt oder alles in der richtigen Reihenfolge

noch einmal auf das Flipchartpapier geschrieben.

Es sind dafür 30 Minuten Zeit.

Durchführung

Brainstorming mit Moderationskarten; Karten ordnen; auf Flipchartpapier aufkleben oder

schreiben

Auswertung

Jede Gruppe stellt ihr Ergebnis vor.

Anschließend Diskussion: Was fällt auf? Was ist aus den Gruppen wichtig für uns?

Dann entwickelt das Plenum aus den Gruppenergebnissen einen gemeinsamen Etappenplan

mit SMART-Zielen.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 46

Titel: Das Bild vom Haus, 2

geeignet für:

Struktur entwickeln - Kommunikation ermöglichen - Ressourcen

freisetzen

Kategorie: biblisch-spirituell

Material

- pro Person 1 Kopie 1 Kor 3,9-13

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: 90 Minuten

- Moderationskärtchen

- mehrere Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Das Bild vom Haus ist ein gutes Bild für Pfarrgemeinde.

Welche „Bauarbeiter“ braucht es, damit das „Haus“ unserer Pfarrgemeinde in 5 Jahren

unserer Vision entspricht?

Welches „Baumaterial“? Reichen unsere Ressourcen (finanziell, personell, räumlich, …) für

unser Vorhaben?

Durchführung (45 Minuten)

- Der Text wird in Gruppen (3-5 Personen) gemeinsam gelesen, anschließend gibt es eine

kurze Stille, in der jede/r den Text für sich noch einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach schreibt jede Kleingruppe einzeln auf Moderationskärtchen, was alles notwendig ist

• „Bauarbeiter“ – also Aufgaben und jene, die sie übernehmen

• „Baumaterial“ – also alles, was an Material und Ressourcen gebraucht wird, um das

„Haus“ Pfarrgemeinde der Vision entsprechend zu „renovieren“, „umzubauen“, …

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihre Kärtchen vor, jeweils mit Möglichkeit für

Verständnisfragen. Ähnliche Kärtchen werden gleich zugeordnet.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der „Zusammenschau“: Was fällt auf? Was sehen wir

gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schlussendlich soll es eine gemeinsame Liste mit allen Notwendigkeiten geben.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 47

1 Kor 3,9-13

9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. 10 Der

Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein guter

Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf

achten, wie er weiterbaut. 11 Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den,

der gelegt ist: Jesus Christus. 12 Ob aber jemand auf dem Grund mit Gold, Silber,

kostbaren Steinen, mit Holz, Heu oder Stroh weiterbaut: 13 das Werk eines jeden

wird offenbar werden; jener Tag wird es sichtbar machen, weil es im Feuer offenbart

wird. Das Feuer wird prüfen, was das Werk eines jeden taugt.

Was ist alles notwendig um unser „Haus“ Pfarrgemeinde unserer Vision entsprechend zu

„renovieren“, „umzubauen“, …?

• „Bauarbeiter“ – also Aufgaben und jene, die sie übernehmen

• „Baumaterial“ – also alles, was an Material und Ressourcen (finanziell, personell,

räumlich, …) gebraucht wird


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 48

Titel: „Ihr aber seid der Leib Christi“

geeignet für: Struktur entwickeln - Kommunikation ermöglichen -

Ressourcen freisetzen

Kategorie: biblisch-spirituell

Material

- pro Person 1 Kopie 1 Kor 12,12-31a

- mehrere Moderationsstifte

Zeit: 90 Minuten

- Moderationskärtchen

- mehrere Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Es ist ein bekanntes biblisches Bild – Kirche / Pfarrgemeinde als Leib, dessen Haupt Christus

ist.

Die einzelnen Glieder des Leibes erfüllen alle eine bestimmte Aufgabe – jedes Glied / jede

Aufgabe ist gleich wichtig.

Welche Aufgaben gibt es bei uns im Blick auf unsere Vision? Wer kann welche Aufgabe

übernehmen?

Welche „Nahrung“ (spirituell, Schulungen, Material, Finanzen, Arbeitsbedingungen, …)

braucht der „Leib“ unserer Pfarrgemeinde, damit er seine Aufgabe, seine „Sendung“ gut

erfüllen kann?

Durchführung (45 Minuten)

- Der Text wird in Gruppen (3-5 Personen) gemeinsam gelesen, anschließend gibt es eine

kurze Stille, in der jede/r den Text für sich noch einmal lesen und Wesentliches dazu

notieren kann.

- Danach schreibt jede Kleingruppe einzeln auf Moderationskärtchen,

• welche Aufgaben es im Blick auf die Vision gibt und wer welche Aufgabe

übernehmen kann,

• welche „Nahrung“ (spirituell, Schulungen, Material, Finanzen, Arbeitsbedingungen,

…) es braucht, damit der „Leib“ der Pfarrgemeinde seine Aufgabe, seine „Sendung“

gut erfüllen kann.

Auswertung

- Im Plenum stellt jede Gruppe ihre Kärtchen vor, jeweils mit Möglichkeit für

Verständnisfragen. Ähnliche Kärtchen werden gleich zugeordnet.

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der „Zusammenschau“: Was fällt auf? Was sehen wir

gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden sich unsere Sichtweisen?

- Schlussendlich soll es eine gemeinsame Liste mit allen Notwendigkeiten geben.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 49

1 Kor 12,12-31a

12 Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes

aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. 13

Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib

aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem

einen Geist getränkt. 14 Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus

vielen Gliedern. 15 Wenn der Fuß sagt: Ich bin keine Hand, ich gehöre nicht zum

Leib!, so gehört er doch zum Leib. 16 Und wenn das Ohr sagt: Ich bin kein Auge, ich

gehöre nicht zum Leib!, so gehört es doch zum Leib. 17 Wenn der ganze Leib nur

Auge wäre, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre, wo bliebe dann

der Geruchssinn? 18 Nun aber hat Gott jedes einzelne Glied so in den Leib eingefügt,

wie es seiner Absicht entsprach. 19 Wären alle zusammen nur ein Glied, wo bliebe

dann der Leib? 20 So aber gibt es viele Glieder und doch nur einen Leib. 21 Das Auge

kann nicht zur Hand sagen: Ich bin nicht auf dich angewiesen. Der Kopf kann nicht zu

den Füßen sagen: Ich brauche euch nicht. 22 Im Gegenteil, gerade die schwächer

scheinenden Glieder des Leibes sind unentbehrlich. 23 Denen, die wir für weniger

edel ansehen, erweisen wir umso mehr Ehre, und unseren weniger anständigen

Gliedern begegnen wir mit mehr Anstand, 24 während die anständigen das nicht nötig

haben. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringsten Glied

mehr Ehre zukommen ließ, 25 damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle

Glieder einträchtig füreinander sorgen. 26 Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle

Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm. 27 Ihr aber

seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm.

28 So hat Gott in der Kirche die einen als Apostel eingesetzt, die andern als

Propheten, die dritten als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Wunder zu tun, sodann

die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen

Arten von Zungenrede. 29 Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben

alle die Kraft, Wunder zu tun? 30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen?

Reden alle in Zungen? Können alle solches Reden auslegen? 31a Strebt aber nach den

höheren Gnadengaben!

• Welche Aufgaben gibt es bei uns im Blick auf unsere Vision?

• Wer kann welche Aufgabe übernehmen?

• Welche „Nahrung“ (spirituell, Schulungen, Material, Finanzen, Arbeitsbedingungen, …)

braucht der „Leib“ unserer Pfarrgemeinde, damit er seine Aufgabe, seine „Sendung“

gut erfüllen kann?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 50

Titel: Aufstellung

geeignet für: Struktur entwickeln – Kommunikation ermöglichen –

Ressourcen freisetzen

Kategorie: kreativ

Material

- Schilder mit nicht repräsentierten Gruppen

der Pfarre

Zeit: 60-90 Minuten

- leere Schilder

- Moderationsstifte

Ablauf

Anmoderation

Wir haben unsere Vision formuliert und Ziele festgelegt, Etappen, die wir gehen müssen um

unsere Vision umsetzen zu können. Nun ist es nötig zu schauen, ob unsere Struktur geeignet

ist, die Ziele zu erreichen und unsere Vision zu verwirklichen. Wir werden dies in Form

einer Aufstellung tun. Jede/r von uns steht für eine Gruppe unserer Pfarre. Für hier nicht

repräsentierte Gruppen sind Sessel mit Schildern als Stellvertreter vorbereitet. Wir können

auch noch weitere ergänzen. Wir stellen uns im Raum auf, wie wir als Gruppen in unserer

Pfarre Nähe und Distanz fühlen. Wir sind erst fertig, wenn sich alle wohl fühlen und das

Ergebnis als stimmig erleben.

Durchführung

Die PGRs gehen durch den Raum und gruppieren sich. Das Umgehen mit Nähe und Distanz

(wenn ich näher bei jemand stehen möchte als sie/er dies zulässt oder umgekehrt), aber auch

die mögliche emotionale Tiefe können versteckte Konflikte aufbrechen lassen. Es ist gut sich

darauf einzustellen und Zeit für Konfliktbereinigung einzuplanen.

Auswertung

Die PGRs erzählen ihre Gefühle und Erfahrungen mit dem aufgestellten Bild. Anschließend

wird diskutiert, was dies für die Etappenziele und die Vision bedeutet.

Wurden auch alle anderen zur Verfügung stehenden Ressourcen (Mitarbeiter/innen, Räume,

Finanzen, …) bedacht?


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 51

Titel: Hindernisse auf dem Weg

geeignet für: Struktur entwickeln – Kommunikation ermöglichen –

Ressourcen freisetzen

Kategorie: kreativ

Material

- Papier in unterschiedlichen Größen, Stärken

und Farben

- Farbstifte

Zeit: 90-105 Minuten

- Scheren, Uhu, Tixo, Büroklammern,

Heftklammern, …

Ablauf

Anmoderation

Die ersten Schritte haben wir bereits getan. Wir wissen, wohin wir wollen und wie wir

dorthin kommen wollen. Nun geht es darum zu überlegen, was wir brauchen um unser Ziel

zu erreichen. Dazu kann es sinnvoll sein zunächst zu schauen, was uns bei unserem Vorhaben

behindern könnte, welche Hindernisse es auf unserem Weg zu überwinden gilt.

Durchführung

- In mehreren Gruppen (3-5 Personen) wird zunächst überlegt, was solche Hindernisse sein

könnten.

- Die Gruppe einigt sich auf EIN Hindernis, das sie dann gemeinsam bastelt – entweder

symbolisch wie ein Hindernis beim Pferderennen (Wassergraben, Hecke, …) oder auch

direkt (Mauer aus Vorurteilen, Ängsten, …).

- Schließlich überlegt die Gruppe Hilfen zur Überwindung des Hindernisses.

Auswertung

- Die gebastelten Hindernisse der einzelnen Gruppen werden im Plenum kurz erklärt,

ebenso die Hilfen zur Überwindung, jeweils mit Möglichkeit für Verständnisfragen.

(5 Minuten / Gruppe)

- Anschließend gibt es eine kurze Phase der „Zusammenschau“ der Hindernisse und der

Überwindungshilfen: Was fällt auf? Was sehen wir gleich bzw. ähnlich? Wo unterscheiden

sich unsere Sichtweisen?

- Schließlich schauen wir gemeinsam, wer bei der Überwindung der Hindernisse welche

Aufgabe(n) übernimmt.


Erklärung der vorgeschlagenen Arbeitsweisen – Seite 52

Titel: Organigramm zeichnen

geeignet für: Struktur entwickeln - Kommunikation ermöglichen -

Ressourcen freisetzen

Kategorie: analytisch

Zeit: 60-90 Minuten

Material

- Moderationskarten

- Moderationsstifte

- Pinwände und Pins

Ablauf

Anmoderation

Wir haben unsere Vision formuliert und Ziele festgelegt, Etappen, die wir gehen müssen um

unsere Vision umsetzen zu können. Nun ist es nötig zu schauen, ob unsere Struktur geeignet

ist, die Ziele zu erreichen und unsere Vision zu verwirklichen. Dazu erstellen wir zuerst ein

Organigramm unserer derzeitigen Gruppen-Struktur. Dann analysieren wir diese und passen

sie gegebenenfalls an unsere Ziele an. Wir sammeln gemeinsam alle Gruppen die es bei uns

gibt und ordnen sie in ein logisches System (z. B. nach Zielgruppen, Grunddiensten, …). Es

gibt dazu beliebig viele Moderationskarten. Pro Moderationskarte nur eine Gruppe. Die Karten

werden geordnet auf die Pinwand gepinnt.

Durchführung

Es wird im Plenum gearbeitet. Jede/r Teilnehmer/in schreibt die Gruppen, die ihr/ihm

einfallen, auf Karten und pinnen diese jeweils sofort auf die Pinwand. So entsteht ein

Gruppensystem der Pfarre, das im gemeinsamen Arbeiten und Reden ständig verändert

werden kann.

Auswertung

Diskussion zum Organigramm: Passt es? Stimmt es tatsächlich mit der Wirklichkeit überein?

Wird es mit dieser Struktur gelingen die Vision umzusetzen? Wo muss etwas an der Struktur

geändert werden? Haben wir auch alle anderen uns zur Verfügung stehenden Ressourcen

(Mitarbeiter/innen, Räume, Finanzen, …) bedacht?

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