Offenlegungsbericht 2009_final - Kasseler Sparkasse

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Offenlegungsbericht 2009_final - Kasseler Sparkasse

s Kasseler Sparkasse

Kasseler Sparkasse

Offenlegungsbericht nach § 26a KWG

i. V. m. §§ 319-337 SolvV zum 31.12.2009

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Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis............................................................................................................................3

1 Einleitung ................................................................................................................................................4

2 Risikomanagement (§ 322 SolvV)........................................................................................................4

3 Anwendungsbereich (§ 323 SolvV)......................................................................................................5

4 Eigenmittelstruktur (§ 324 SolvV) .......................................................................................................5

5 Angemessenheit der Eigenmittel (§ 325 SolvV)................................................................................6

6 Adressenausfallrisiko allgemein (§ 327 SolvV) .................................................................................7

6.1 Gesamtbetrag der Forderungen nach risikotragenden Instrumenten............................7

6.2 Geografische Hauptgebiete nach risikotragenden Instrumenten ...................................7

6.3 Schuldnergruppen nach risikotragenden Instrumenten ...................................................8

6.4 Vertragliche Restlaufzeiten nach risikotragenden Instrumenten....................................8

6.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite je Schuldnergruppe ..................................8

6.7 Entwicklung der Risikovorsorge.............................................................................................9

8 Adressenausfallrisiko Beteiligungen (§ 332 SolvV) .........................................................................12

9 Adressenausfallrisiko Verbriefungen (§ 334 SolvV).........................................................................14

10 Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV)............................................................................14

11 Marktrisiko (§ 330 SolvV)....................................................................................................................16

12 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (§ 333 SolvV)........................................................................16

13 Operationelles Risiko (§ 331 SolvV)..................................................................................................17

14 Derivative Adressenausfallrisikopositionen und Aufrechnungs-

positionen (§ 326 SolvV)....................................................................................................................17

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Abkürzungsverzeichnis

a. F. alte Fassung

BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

BP Basispunkte

HGB Handelsgesetzbuch

IAS International Accounting Standards

IRBA Auf internen Ratings basierender Ansatz (Internal Ratings-Based Approach)

IFRS International Financial Reporting Standards

KRMT Kreditrisikominderungstechniken

KSA Kreditrisiko-Standardansatz

KWG Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz)

MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute

PD Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default)

RL Richtlinie

SolvV Solvabilitätsverordnung

VaR Value at Risk

VRZ Verbandsrechenzentrum

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1 Einleitung

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im Jahr 2004 die aufsichtsrechtlichen

Regelungen zur angemessenen Eigenkapitalausstattung international tätiger Banken

überarbeitet. Das Grundkonzept der neuen Eigenkapitalvereinbarung („Basel II“) besteht aus

drei sich ergänzenden Säulen mit dem Ziel, die Stabilität des nationalen und des

internationalen Bankensystems besser abzusichern.

Mit der dritten Säule verfolgt die Aufsicht das Ziel, die Marktdisziplin zu erhöhen, indem

Marktteilnehmern Informationen über den Anwendungsumfang, das Kapital, das Risiko, den

Risikoanalyseprozess und somit die Kapitaladäquanz einer Bank zugänglich gemacht

werden. Die dritte Säule ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen (erste Säule) und

das Überprüfungsverfahren der Bankenaufsicht (zweite Säule).

In Deutschland wurden die erweiterten Offenlegungsanforderungen der dritten Säule zum

1. Januar 2007 mit dem neuen § 26a KWG und der Einführung der Solvabilitätsverordnung

(SolvV) in nationales Recht umgesetzt. Die SolvV ersetzt den bisherigen Grundsatz I und

konkretisiert die in § 10 KWG geforderte Angemessenheit der Eigenmittel der Institute.

Übergangsweise hatten die Institute bis Ende 2007 die Möglichkeit, ihre

Eigenkapitalanforderungen vollumfänglich weiterhin auf Basis der bisherigen Regelungen

zu berechnen.

Teile der von der SolvV geforderten qualitativen Angaben finden sich bereits im Lagebericht

nach § 289 HGB wieder. An den entsprechenden Stellen in diesem Dokument wird deshalb

auf den Lagebericht verwiesen. Der Jahresabschluss der Kasseler Sparkasse bestehend aus

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht sind im

elektronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) veröffentlicht.

Der Geschäftsbericht der Kasseler Sparkasse und der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG

in Verbindung mit §§ 319-337 SolvV zum 31.12.2009 werden auf der Website unter

www.kasseler-sparkasse.de hinterlegt.

2 Risikomanagement (§ 322 SolvV)

Qualitative Angaben

Die Informationen zum Risikomanagement sind im Lagebericht nach § 289 HGB unter

Gliederungspunkt D.1 offengelegt.

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3 Anwendungsbereich (§ 323 SolvV)

Qualitative Angaben

Die Offenlegung gem. SolvV erfolgt auf Einzelinstitutsebene.

4 Eigenmittelstruktur (§ 324 SolvV)

a) Qualitative Angaben

• Das modifizierte verfügbare Eigenkapital der Kasseler Sparkasse bestehend aus

Kern- und Ergänzungskapital betrug per 31.12.2009 419,3 Mio. €.

• Das Kernkapital besteht im Wesentlichen aus der Sicherheitsrücklage in Höhe von

226,3 Mio. €.

• Das Ergänzungskapital der Kasseler Sparkasse besteht hauptsächlich aus

Vorsorgereserven nach § 340f HGB sowie aus nachrangigen Verbindlichkeiten, die

die Anforderungen des § 10 Abs. 5a KWG erfüllen. Die Ursprungslaufzeit betrug

zwischen 5 und 10 Jahren; die Verzinsung beträgt zwischen 3,15 und 5,35 %. Die

Emittentin verfügt über ein (außerordentliches) Kündigungsrecht gem. § 10 Abs. 5a

Satz 5 KWG. Gläubigerkündigungsrechte sind grundsätzlich ausgeschlossen.

• Die Kasseler Sparkasse verwendet keine Drittrangmittel zur Unterlegung von

Marktpreisrisikopositionen.

b) Quantitative Angaben

Stichtag

31.12.2009

Mio. €

Gesamtbetrag Kernkapital nach § 10 Abs. 2a KWG 225,7

dar.: offene Rücklagen 226,3

dar.: Bilanzgewinn, Zwischengewinn -

dar.: Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB -

dar.: Immaterielle Vermögenswerte -0,6

Gesamtbetrag Ergänzungskapital nach § 10 Abs. 2b KWG nach Abzug der

Abzugspositionen gemäß § 10 Abs. 2b Satz 2 KWG und Drittrangmittel nach

§ 10 Abs. 2c KWG

Abzugsposten gem. § 10 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 KWG

Gesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals nach

§ 10 Abs. 1d Satz 1 KWG und der anrechenbaren Drittrangmittel nach

§ 10 Abs. 2c KWG

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194,4

0,8

419,3


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Die vorstehend dargestellten Eigenmittel wurden nach aufsichtlichen Meldevorschriften

ermittelt, sodass es zu Differenzen im Vergleich zur Darstellung im HGB-Jahresabschluss

kommen kann.

5 Angemessenheit der Eigenmittel (§ 325 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Die Angaben zur Angemessenheit der Eigenmittel finden sich im Lagebericht nach

§ 289 HGB unter Ziffer B. 3 Vermögenslage wieder.

b) Quantitative Angaben

Kapitalanforderungen

Kreditrisiko

Eigenkapitalanforderung

in Mio. €

Standardansatz

- Zentralregierungen 0,0

- Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 0,0

- Sonstige öffentliche Stellen 0,4

- Multilaterale Entwicklungsbanken -

- Internationale Organisationen -

- Institute 0,1

- Von Kreditinstituten emittierte gedeckte

1,3

Schuldverschreibungen

- Unternehmen 39,1

- Mengengeschäft 46,5

- Durch Immobilien besicherte Positionen 26,9

- Investmentanteile 2,8

- Sonstige Positionen 5,6

- Überfällige Positionen 13,0

Verbriefungen

Verbriefungen im Standardsatz -

Risiken aus Beteiligungswerten

Beteiligungswerte im Standardsatz 6,5

Marktrisiken des Handelsbuchs

Marktrisiken gemäß Standardansatz -

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken gemäß Basisindikatoransatz 19,8

Total 162,0

Kapitalquoten

Gesamtkapital- Kernkapitalquote

in %

quote in %

Einzelinstitut 20,7 11,1

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6 Adressenausfallrisiko allgemein (§ 327 SolvV)

Die nachfolgenden Übersichten enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen

aufgeschlüsselt zum Offenlegungsstichtag.

Zur Ermittlung werden sämtliche Adressenausfallrisikopositionen nach § 9 SolvV, unter

anderem auch Sachanlagen, ohne Beteiligungen und Verbriefungen berücksichtigt.

Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren Buchwerten vor

Kreditrisikominderung ausgewiesen, die derivativen Instrumente mit ihren

Kreditäquivalenzbeträgen.

Weitere Informationen sind im Lagebericht nach § 289 HGB unter den Gliederungspunkten

D.2.1 Adressausfallrisiken dargestellt.

6.1 Gesamtbetrag der Forderungen nach risikotragenden Instrumenten

Da die Beträge am Offenlegungsstichtag nicht wesentlich von den Durchschnittsbeständen

abweichen, konnte auf eine Darstellung der Durchschnittsbeträge verzichtet werden.

Kredite, Zusagen und

andere nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Gesamtbetrag der Forderungen 5.275,4 739,8 11,2

6.2 Geografische Hauptgebiete nach risikotragenden Instrumenten

Geografische Hauptgebiete

Kredite, Zusagen und andere

nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Deutschland 5.237,4 714,6 11,2

EWR (ohne Deutschland) 34,6 25,2 -

Sonstige (ohne Deutschland und

EWR)

3,4 - -

Gesamt 5.275,4 739,8 11,2

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6.3 Schuldnergruppen nach risikotragenden Instrumenten

Schuldnergruppen

Kredite, Zusagen und andere

nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Banken Inland 1.154,5 324,6 11,2

Privatpersonen Inland 2.352,9 - 0,0

Unternehmen Inland 897,4 131,5 0,0

Öffentliche Haushalte Inland 761,8 258,5 -

Banken Ausland - - -

Privatpersonen Ausland 6,7 - -

Unternehmen Ausland 31,3 25,2 -

Öffentliche Haushalte Ausland - - -

Sonstige Positionen 70,8 - -

Gesamt 5.275,4 739,8 11,2

6.4 Vertragliche Restlaufzeiten nach risikotragenden Instrumenten

Restlaufzeiten

Kredite, Zusagen und andere

nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

< 1 Jahr 1.865,5 128,9 2,1

1 Jahr – 5 Jahre 752,2 430,1 5,0

> 5 Jahre bis unbefristet 2.657,7 180,8 4,1

Gesamt 5.275,4 739,8 11,2

6.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite je Schuldnergruppe

Definition „in Verzug“ und „notleidend“ (§ 327 Abs. 1 Nr. 1 SolvV):

Ein Engagement gilt ab dem ersten Tag einer Limitüberschreitung als „in Verzug“. Eine

Forderung wird „notleidend“, wenn sie entweder über mehr als 90 aufeinander folgende

Kalendertage überfällig ist oder die Kasseler Sparkasse aufgrund konkreter Anhaltspunkte

der Ansicht ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner ohne Rückgriff der Kasseler

Sparkasse auf Maßnahmen wie die Verwertung vorhandener Sicherheiten vollständig seine

Zahlungsverpflichtungen aus Kreditgewährung gegenüber der Kasseler Sparkasse erfüllt.

Der Ausfall wird kundenbezogen ermittelt.

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Schuldnergruppen

Gesamtinan-

spruchnahme aus

in Verzug

geratenen und

notleidenden

Krediten (mit

Wertberich-

tigungen)

Betrag in Mio. €

Bestand

EWB

Betrag in

Mio. €

Bestand

PWB

Betrag in

Mio. €

Bestand

Rückstellungen

Betrag in

Mio. €

Nettozuführung

von

EWB/PWB/

Rückstellungen

Betrag in

Mio. €

Direktabschreibung

Betrag in

Mio. €

Eingänge

auf

abgeschriebene

Forderung

en

Betrag in

Mio. €

Kredite in

Verzug (ohne

Wertberichti-

gungsbedarf)

Banken Inland - - - - - -

Privatpersonen Inland 77,7 51,9 0,1 4,2 0,8 59,0

Unternehmen Inland 29,6 19,9 2,6 5,4 0,1 21,8

Öffentliche Haushalte

Inland

- - - - - -

Banken Ausland - - -

Privatpersonen

Ausland

Unternehmen

Ausland

Öffentliche Haushalte

Ausland

Betrag in

Mio. €

0,1 0,1 - - - 0,0

- - - - - -

- - - - - -

Gesamt 107,4 71,9 9,9 2,7 9,6 0,9 0,8 80,8

6.6 In Verzug geratene und notleidende Kredite je geografischem Hauptgebiet

Geografische Hauptgebiete

Gesamtinanspruchnahme aus

in Verzug geratenen und

notleidenden Krediten (mit

Wertberichtigungen)

Bestand EWB Bestand PWB

Bestand

Rückstellungen

Kredite in Verzug

(ohne

Wertberichtigungs-

bedarf)

Betrag in Mio. €

Betrag in

Mio. €

Betrag in

Mio. €

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Deutschland 107,3 71,8 2,7 80,8

EWR (ohne Deutschland) 0,1 0,1 - 0,0

Sonstige (ohne Deutschland und

EWR)

- - - 0,0

Gesamt 107,4 71,9 9,9 2,7 80,8

6.7 Entwicklung der Risikovorsorge

Bildung der Risikovorsorge (§ 327 Abs. 1 Nr. 2 SolvV):

Die Kasseler Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig

Adressenausfallrisiken bei Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im

Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen)

abzuschirmen.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Bewertung verweist die Kasseler Sparkasse auf die

Ausführungen im Anhang und Lagebericht zum Jahresabschluss vom 31. Dezember 2009.

Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob

Risikovorsorgebedarf besteht. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine

Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentliche

Überprüfung.

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Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der

Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht

mehr nachkommen kann. Basis hierfür sind die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse

und das Zahlungsverhalten des Kunden.

Zum anderen erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen

Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von

Leistungsstörungen noch erwartet werden.

Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen werden per Antrag

kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgen eine regelmäßige Überprüfung der

Angemessenheit und ggf. daraus resultierende Anpassungen. Bei nachhaltiger

Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, die eine

Kapitaldienstfähigkeit erkennen lassen, oder bei einer zweifelsfreien Kreditrückführung aus

vorhandenen Sicherheiten erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge.

Die Erfassung, Neubildung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgen bei der Kasseler

Sparkasse in einem zentralen System.

Für latente Ausfallrisiken bildet die Kasseler Sparkasse Pauschalwertberichtigungen.

Darüber hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken nach § 340f und § 340g HGB.

In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen sowie die Prozesse zur

Genehmigung der Risikovorsorgen geregelt.

Anfangs-

bestand

der Periode

Betrag in

Mio. €

Neubildung Auflösung Verbrauch

Betrag in

Mio. €

Betrag in

Mio. €

Betrag in

Mio. €

Wechselkurs-

bedingte und

sonstige

Veränderungen

Betrag in

Mio. €

Endbestand

der Periode

Betrag in

Mio. €

EWB 72,7 18,3 8,6 10,5 - 71,9

PWB 10,5 - 0,6 - - 9,9

Rückstel-

lungen

2,4 0,6 0,3 - - 2,7

7 Adressenausfallrisiko KSA (§ 328 SolvV)

Nachfolgende Tabelle beinhaltet die jeweilige Summe der Positionswerte, die einem festen

aufsichtsrechtlichen Risikogewicht zugeordnet sind. Für den KSA erfolgt die Darstellung der

Positionswerte vor und nach Einbeziehung von Kreditrisikominderungseffekten aus

Sicherheiten.

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Gesamtbetrag der Forderungen

Risikogewicht

in %

vor

Standardansatz

nach

Kreditrisikominderung Kreditrisikominderung

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

0 1.949,0 2.059,9

10 159,7 159,7

20 62,8 49,2

35 961,0 961,0

50 7,6 7,6

75 787,3 774,5

100 766,7 685,9

150 79,2 75,5

200 - -

sonstige 92,3 92,3

Kapitalabzug - -

Nominierte Agenturen (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 SolvV):

Die Kasseler Sparkasse ermittelt die Eigenkapitalanforderungen im Kreditrisiko-Standardansatz der

Forderungsklassen Zentralregierungen, Regionalregierungen, sonstige öffentliche Stellen,

Institute, von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen, multilaterale

Entwicklungsbanken, Unternehmen, Investmentanteile anhand der Bonitätsbeurteilungen der

Ratingagenturen Standard & Poor’s Rating Services und Moody’s Investors Service.

Gegenüber dem Vorjahr wurde keine Agentur aus dem Kreis der nominierten

Ratingagenturen entfernt oder neu aufgenommen.

KSA-Forderungsklassen mit Rating (§ 328 Abs. 1 Nr. 2 SolvV)

Nachfolgende Übersicht enthält die von der BaFin anerkannten Ratingagenturen und die

KSA-Forderungsklassen, für die die Ratingagenturen bei der Kasseler Sparkasse jeweils

nominiert

sind.

Bonitätsbeurteilungsbezogene Forderungskategorie Ratingagentur

Staaten:

- Zentralregierungen (§ 25 Abs. 2 SolvV)

- Regionalregierungen und örtliche

Gebietskörperschaften

(§ 25 Abs. 3 SolvV)

- Öffentliche Stellen (§ 25 Abs. 4 SolvV)

Standard & Poor´s

Moody´s

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Banken:

- Multilaterale Entwicklungsbanken (§ 25 Abs. 5 SolvV),

deren KSA-Risikogewicht sich nach § 29 Nr. 3 SolvV

bestimmt

- Institute (§ 25 Abs. 7 SolvV)

- Von Kreditinstituten emittierte gedeckte

Schuldverschreibungen (§ 25 Abs. 8 SolvV)

Unternehmen:

- Unternehmen (§ 25 Abs. 9 SolvV)

Investmentanteile:

- Investmentanteile (§ 25 Abs. 12 SolvV)

Standard & Poor´s

Moody´s

Standard & Poor´s

Moody´s

Standard & Poor´s

Moody´s

Bonitätsstufe 1 2 3 4 5 6

S&P

AAA bis

AA-

A+ bis A-

Moody‘s Aaa bis Aa3 A1 bis A3

BBB+ bis

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BBB-

Baa1 bis

Baa3

Prozessbeschreibung Ratingübertragung (§ 328 Abs. 1 Nr. 3 SolvV):

BB+ bis BB- B+ bis B- ab CCC+

Ba1 bis Ba3 B1 bis B3 ab Caa1

Die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen erfolgt für diese Forderungsklassen auf

Grundlage der Bonitätsbeurteilungen der nominierten Ratingagentur / Ratingagenturen

(externe Ratings).

Grundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eine

Forderung kein Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionen des

Schuldners gemäß § 45 SolvV auf die Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht

möglich, wird auf ein ggf. vorhandenes externes Rating des Schuldners abgestellt

(Emittentenrating). Ansonsten werden die Forderungen im Rahmen der

Eigenmittelanforderungen mit pauschalen Anrechnungssätzen berücksichtigt. Die

beschriebene Verfahrensweise wird programmtechnisch unterstützt.

8 Adressenausfallrisiko Beteiligungen (§ 332 SolvV)

Die hier ausgewiesenen Positionen entsprechen der Zuordnung der Forderungsklasse

Beteiligungen nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV). Aus der SolvV-Meldung zum

31.12.2009 wird unter der Forderungsklasse Beteiligungen ein Positionswert in Höhe von

81,1 Mio. Euro ausgewiesen, der nicht börsennotiert ist.

Die Beteiligungen der Kasseler Sparkasse wurden aufgrund langfristiger strategischer

Überlegungen eingegangen, um den Sparkassen-Finanzverbund zu stärken,


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zwecks Spezialisierung und Bündelung betrieblicher Aufgaben oder um eine

Zusammenarbeit mit den einzelnen Institutionen in der Region zu ermöglichen (Strategische

und Funktionsbeteiligungen). Diese Beteiligungen dienen letztlich der Erfüllung des

öffentlichen Auftrages sowie der Förderung des Sparkassenwesens. Weitere Grundlage ist

neben der Satzung der Kasseler Sparkasse die Beteiligungsstrategie.

Die Sparkasse hat keine Kapitalbeteiligungen im Bestand.

Die Beteiligungen werden nach rechnungsspezifischen Kriterien gemäß HGB bewertet.

Gemäß § 340e Abs. 1 HGB sind Beteiligungen nach den für das Anlagevermögen geltenden

Vorschriften (d. h. § 253 Abs. 1 und 2 HGB) zu bewerten, es sei denn, dass sie nicht dazu

bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. In diesem Fall sind sie nach den

für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften (d. h. § 253 Abs. 1 und 3 HGB) zu bewerten.

Der bei den Beteiligungspositionen ausgewiesene Buchwert entspricht dem Bilanzbuchwert

zum Bilanzstichtag der Kasseler Sparkasse. Soweit Anhaltspunkte für eine Wertminderung

bei einer Beteiligung zum Bilanzstichtag vorlagen, erfolgte eine Abschreibung auf den

beizulegenden Zeitwert, so dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Bei den anderen Beteiligungen der Kasseler Sparkasse liegen zum Bilanzstichtag keine

Anhaltspunkte vor, dass der beizulegende Zeitwert (fair value) unter dem ausgewiesenen

Bilanzbuchwert liegt. Insofern wurde zum Bilanzstichtag auf eine Ermittlung des

beizulegenden Zeitwertes der einzelnen Beteiligungen verzichtet.

Im Berichtsjahr fanden keine Verkäufe statt.

Latente Neubewertungsreserven aus Beteiligungen werden nicht ermittelt.

Wertansätze für Beteiligungsinstrumente

Gruppen von Beteiligungsinstrumenten Buchwert

In Mio. €

Beteiligungsgruppe A: Strategische Beteiligungen 69,4

- darunter börsengehandelte Positionen -

- darunter andere Beteiligungspositionen 69,4

Beteiligungsgruppe B: Funktionsbeteiligungen 2,8

- darunter börsengehandelte Positionen -

- darunter andere Beteiligungspositionen 2,8

Realisierte und unrealisierte Gewinne/Verluste aus Beteiligungsinstrumenten

Im Berichtsjahr wurden Buchwertabschreibungen auf Beteiligungsinstrumente

in Höhe von 1,9 Mio. € vorgenommen.

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9 Adressenausfallrisiko Verbriefungen (§ 334 SolvV)

Die Kasseler Sparkasse hatte im Jahr 2009 keine Verbriefungen im Bestand.

10 Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Die im täglichen Geschäftsbetrieb einer Sparkasse eingegangenen Risiken können durch

Kreditrisikominderungstechniken in Form von Sicherheiten oder Aufrechnungs-

vereinbarungen (Netting) reduziert werden.

Von bilanzwirksamen und außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen macht die

Kasseler Sparkasse keinen Gebrauch.

Die Strategie zur Bewertung und Verwaltung der verwendeten berücksichtigungsfähigen

Sicherheiten ist als Teil unserer Kreditrisikostrategie in ein übergreifendes Verfahren der

Gesamtbanksteuerung eingebunden. Die implementierten Risikosteuerungsprozesse

beinhalten eine regelmäßige, vollständige Kreditrisikobeurteilung der besicherten

Positionen einschließlich der Überprüfung der rechtlichen Wirksamkeit und der juristischen

Durchsetzbarkeit der hereingenommenen Sicherheiten. Um die laufende juristische

Durchsetzbarkeit zu gewährleisten, wird in der Regel mit Vertragsstandardisierungen

gearbeitet. Ausnahmsweise geschlossene individuelle Verträge werden vorab juristisch

geprüft.

Die Bewertung und Verwaltung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten

sind in Organisationsrichtlinien geregelt. Diese entsprechen den Beleihungs- und

Bewertungsgrundsätzen des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen.

Die Verantwortlichkeit für das Sicherheitenmanagement liegt in der Marktfolge (Bereich

Kreditmanagement) und umfasst den Ansatz, die Prüfung und die regelmäßige Bewertung

sowie die Verwaltung der Kreditrisikominderungstechniken.

Die Entscheidung über die Anerkennung und Anwendung eines Sicherheiteninstruments zur

Kreditrisikominderung trifft die Kasseler Sparkasse im Kontext ihrer Geschäftsstrategie und

der Kreditrisikostrategie. Folgende Hauptarten von Sicherheiten werden für Zwecke der

Solvabilitätsverordnung als Sicherheiteninstrumente risikomindernd in Anrechnung

gebracht:

a) Gewährleistungen:

Öffentliche Bürgschaften

Kreditderivate zur Nutzung als Kreditminderungstechnik nach SolvV werden von der

Kasseler Sparkasse nicht genutzt.

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b) Finanzielle Sicherheiten:

Bareinlagen der Kasseler Sparkasse

Innerhalb der von der Kasseler Sparkasse verwendeten berücksichtigungsfähigen

Sicherungsinstrumente wurden lediglich Markt- oder Kreditrisikokonzentrationen mit

Adressen aus der Sparkassenorganisation eingegangen. Daraus erwachsen aufgrund der

bestehenden verbundweiten Sicherungssysteme keine wesentlichen Risiken.

Aufgrund des Bekenntnisses zum Regionalprinzip ergeben sich Konzentrationen auf

Grundstücke im Geschäftsgebiet bzw. auf Bürgschaften kommunaler Gebietskörperschaften

im Geschäftsgebiet. Diese Konzentrationsrisiken geht die Kasseler Sparkasse bewusst ein.

Die Verfahren zur Erkennung und Steuerung potenzieller Konzentrationen sind in die

Gesamtbanksteuerung integriert.

Die Kasseler Sparkasse nutzt zur Absicherung von wohnwirtschaftlichen

Immobilienfinanzierungen Grundpfandrechte als wesentliches Instrument zur Minimierung

der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken. Die privilegierten Grundpfandrechte

werden im Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) als eigenständige Forderungsklasse

berücksichtigt (vgl. Tab. 5 b) und daher nicht als Kreditrisikominderungstechnik nach der

Solvabilitätsverordnung behandelt. Die Bewertung der Grundpfandrechte erfolgt gemäß den

Anforderungen des § 35 SolvV i. V. m. § 20a Abs. 4 bis 8 KWG. Bei der Ermittlung des

Sicherheitenwerts werden die Vorgaben der Beleihungsgrundsätze des Sparkassen- und

Giroverbandes Hessen-Thüringen zugrunde gelegt.

b) Quantitative Angaben

Für die einzelnen Forderungsklassen ergeben sich folgende Gesamtbeträge an gesicherten

Positionswerten:

Portfolio

Gewährleistungen

in Mio. €

Finanzielle

Sicherheiten

in Mio. €

Sonstige öffentliche Stellen 19,0 -

Institute 54,1 -

Mengengeschäft 9,4 3,4

Unternehmen 96,0 3,5

Verzug 4,4 0,5

Gesamt 182,9 7,4

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11 Marktrisiko (§ 330 SolvV)

a) Qualitative Angaben

§ 330 Abs. 2 SolvV:

Für regulatorische Zwecke verwendet die Kasseler Sparkasse derzeit keine eigenen internen

Risikomodelle. Zur Anwendung kommen hier die aufsichtsrechtlichen Standardverfahren.

Die Informationen zum Marktrisiko werden im Lagebericht nach § 289 HGB unter Ziffer D.2.2.

beschrieben.

b) Quantitative Angaben

§ 330 Abs. 1 SolvV:

Für die Risikoarten Zins, Aktien, Währung, Waren und Sonstige stellen sich die

Eigenmittelanforderungen wie folgt dar:

Marktrisiken

Eigenmittelanforderung

in Mio. €

Währung unter 0,1

Gesamt unter 0,1

12 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (§ 333 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Im Bereich der Zinsänderungsrisiken werden sowohl Abschreibungsrisiken als auch

Zinsspannenänderungsrisiken betrachtet. Alle Betrachtungen werden dabei sowohl

wertorientiert als auch in Bezug auf die Rechnungslegungsvorschriften vorgenommen.

Die wesentlichen Prämissen im Rahmen der Risikomessung im Zinsbereich stellen die

Annahmen für die Abbildung der Produkte ohne feste Laufzeit und Zinsvereinbarung, die so

genannten variablen Produkte, dar. Die Kasseler Sparkasse folgt hier zum Teil statistischen

Analysen des Anpassungsverhaltens.

Für eine Reihe von Produkten sind feste Duplikationsregeln vorgegeben. Annahmen

bezüglich der vorzeitigen Rückzahlung von Krediten sowie von Bestandsänderungen im

Kundengeschäft (sowohl Aktiva als auch Passiva) werden über Szenarien abgebildet. Dabei

erfolgt eine Berücksichtigung der individuellen Einschätzung der Kasseler Sparkasse sowie

der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wesentliche implizite Optionen werden in der

Risikorechnung berücksichtigt.

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s Kasseler Sparkasse

Neben der Ermittlung des Value at Risk für das Zinsbuch sowie die Handelsgeschäfte

simuliert die Kasseler Sparkasse unterschiedliche Zinsentwicklungen über Szenarien.

Hierbei werden konstante Zinsen, Forwardsätze, Verschiebungen der Zinskurve, Drehungen

der Zinskurve sowie die Entwicklung hin zu inversen Zinsstrukturen regelmäßig betrachtet.

Weitere Informationen zu den Verfahren zur Messung und Steuerung des

Zinsänderungsrisikos werden im Lagebericht nach § 289 HGB unter Ziffer D.2.2.1 gegeben.

c) Quantitative Angaben

13 Operationelles Risiko (§ 331 SolvV)

Die Angaben zum operationellen Risiko finden sich im Lagebericht nach § 289 HGB unter

Ziffer D.2.4.

Die Kasseler Sparkasse verwendet den Basisindikatoransatz.

14 Derivative Adressenausfallrisikopositionen und

Aufrechnungspositionen (§ 326 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Die Kasseler Sparkasse geht derivative Finanzgeschäfte zur Absicherung von

Kundengeschäften, im Rahmen ihrer Handelsaktivitäten und zur Aktiv-Passiv-Steuerung des

allgemeinen Zinsänderungsrisikos ein.

Die Kasseler Sparkasse verwendet für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen im

Rahmen der Solvabilitätsverordnung die Marktbewertungsmethode.

Aufbauend auf den mittels Marktbewertungsmethode ermittelten Kreditäquivalenzbeträgen

bestimmt sich die Obergrenze für Kredite an Kontrahenten. Die Kasseler Sparkasse schließt

Geschäfte nur mit Kontrahenten ab, die ein externes Rating von mindestens A [S&P]

aufweisen.

Zinsänderungsrisiko

130 BP gem. BaFin 07/2007

Rückgang des ökonomischen Wertes In Relation zu den Eigenmitteln

45,2 Mio. € 10,2 %

Die Überwachung dieser Obergrenzen erfolgt anhand eines Limitsystems, welches neben

Derivaten auch für alle anderen wesentlichen Risikokategorien eingerichtet wurde.

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s Kasseler Sparkasse

Für die Bilanzierung und Bewertung der derivativen Finanzinstrumente gelten die

allgemeinen Grundsätze des HGB. Für diejenigen bewertungspflichtigen Geschäfte, die nicht

durch Sicherheiten abgedeckt werden und für die zum Bilanzstichtag ein potenzieller

Verpflichtungsüberhang festgestellt wurde, sind nach dem Vorsichtsprinzip entsprechende

Risikovorsorgen in Form von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden

Geschäften gemäß § 249 Abs. 1 HGB gebildet worden.

Im Rahmen der Steuerung derivativer Adressenausfallrisikopositionen werden die

Risikobeiträge von Markt- und Kontrahentenrisiken additiv behandelt. Daher erfolgt keine

Betrachtung von Korrelationen dieser Risiken.

Geschäfte werden nur mit der Landesbank Hessen-Thüringen sowie mit weiteren

Kontrahenten der S-Finanzgruppe getätigt. Aufgrund verbundweiter Sicherungssysteme,

die einen Bestandsschutz für den Kontrahenten garantieren und dessen Bonität im Rahmen

des Verbundratings regelmäßig überprüft wird, bestehen bei der Kasseler Sparkasse

keinerlei Verträge, die die Kasseler Sparkasse zur Leistung von Sicherheiten bzw. zum

Nachschuss von Sicherheiten im Falle einer Ratingverschlechterung verpflichten.

b) Quantitative Angaben

Positive

Wiederbeschaffungswerte

vor

Aufrechnung und

Sicherheiten

Aufrechnungsmöglichkeiten

Anrechenbare

Sicherheiten

Positive

Wiederbeschaffungswerte

nach

Aufrechnung und

Sicherheiten

Zinsbezogene Kontrakte 3,7 - - 3,7

Währungsbezogene Kontrakte 0,1 - - 0,1

Aktien-/Indexbezogene Kontrakte 0,0 - - 0,0

Summe 3,8 - - 3,8

Kontrahentenausfallrisikoposition

Marktbewertungsmethode

11,2 Mio €

Kreditderivate zur Nutzung als Kreditminderungstechnik nach SolvV werden von der

Kasseler Sparkasse nicht genutzt.

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