2010 Liebe Pfarreimitglieder - Internetangebot von Dr.Joerg Sieger

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2010 Liebe Pfarreimitglieder - Internetangebot von Dr.Joerg Sieger

Pfarrei St. Peter

Gemeinde-

Kirche - Welt

Inhalt

3-4 Wir haben

gewählt

5-10 50 Jahre neue

Pauluskirche

11-15 Der neue

Pfarrgemeinderat

16 Danke

17 Happy Birthday

Jörg

18-19 12 statt 19

Seelsorgeeinheiten

20-21 Der Alltag

wird zum

Abenteuer

22-25 Kinderseiten

26-27 Christi Himmelfahrt

/ Fronleichnam

2010

28-29 In Memoriam

Anton Menzer

30-31 Firmung 2010

Ausgabe 1/2010


Impressum

Ausgabe: 1/2010

Auflage: 800

Redaktion:

Manuela Frank Brigitte Grgas

Bernd Molitor Ludwig Müller

Gondulf Schneider Michael Veith

Ruth Zöller

Bilder: u.a. Richard Mancke

Druck: KAROLUS Media GmbH

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Wir haben gewählt!

Die Pfarrgemeinderatswahlen 2010 sind vorbei, die Weichen

für die Jahre 2010 bis 2015 sind gestellt. Der jetzt gewählte

Pfarrgemeinderat hat die Aufgabe, die bis 2015 anstehende

Veränderung der Seelsorgeeinheiten vorzubereiten und zwar so,

dass Gemeindeleben auch weiterhin möglich ist. Eine schwere,

eine ganz schwere Aufgabe.

Man könnte meinen, es ist den Mitgliedern unserer Gemeinden

weitgehend egal, was aus uns wird? Bei 5.639 Wahlberechtigten

gingen 975 Wählerinnen und Wähler zur Wahl, das entspricht

einer Wahlbeteiligung von rd. 17,3 % oder anders ausgedrückt,

82,7 % haben sich für diese Wahl schlichtweg nicht

interessiert oder sind zu dem Ergebnis gekommen, aus welchen

Gründen auch immer, nicht wählen zu gehen.

20 Kandidatinnen und Kandidaten waren zu wählen, 23 haben

sich zur Wahl gestellt. Nur in der Gemeinde St. Peter waren es

mehr Kandidatinnen und Kandidaten wie zu wählen waren, in

den beiden anderen Gemeinden St. Anton und St. Paul reichte

die Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten aus, um den Pfarrgemeinderat

zu besetzen. Also doch keine Wahl?

Sicherlich wird man sich über das Prozedere der kommenden

Jahre unterhalten müssen, vielleicht gibt es Veränderungen.

Betrachten wir die Beteiligung an unserem Gemeindeleben, ist

die Zahl der Wählerinnen und Wähler mit 17,3 % doch recht

gut ausgefallen.

Wir sollten es positiv sehen, es haben sich Frauen und Männer

gefunden, die bereit sind sich auf das Wagnis der nächsten 5

Jahre einzulassen, die sich der Verantwortung stellen und die

Zeit im Ehrenamt für ihre Gemeinden, für ihre Pfarrei St. Peter

3


opfern. Das allein zählt. Wünschen wir uns gutes Gelingen bei

all dem, was vor uns liegt und wünschen wir uns vor allen

Dingen die Unterstützung unserer Gemeinden, der Pfarrgemeinderat

alleine wird es nicht richten, er kann nur versuchen

vorauszugehen.

Mit den besten Wünschen für die bevorstehende Ferien- und

Urlaubszeit verbleibe ich

Ihr

Gondulf Schneider

Pfarrgemeinderatsvorsitzender

… für unseren Pfarrgemeinderat

4


Neue Pauluskirche 50 Jahre alt

Im April 1960 erfolgte die Weihe durch

Bischof Augustin Olbert

Am 4. Juli 2010 kann die Pfarrei St. Paul ein besonderes Jubiläum

feiern: Sie erinnert mit einem Festgottesdienst an den 3.

April 1960, also an jenen Tag vor 50 Jahren, an dem die

Kirchweihe der neuen, zweiten Pauluskirche durch Bischof

Augustin Olbert stattgefunden hat.

Mit diesem feierlichen Akt fand ein Jahrzehnte dauerndes Projekt

seinen guten Abschluss und die 50. Wiederkehr dieses Tages

soll Anlass sein, mal wieder einen Blick in die bewegte

Geschichte der Pfarrei zu werfen.

Innenansicht alte Pauluskirche (Quelle: Stadtarchiv)

Wie kam Bruchsal Ende der 1950er Jahre zu diesem neuen,

modernen Gotteshaus mit seinem 40 Meter hohen Campanile?

Nun, die alte und schlichte, 1945 in großen Teilen zerstörte und

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1963 endgültig abgebrochene Pauluskirche stammte noch aus

der Anfangszeit der 1791 von Fürstbischof Limburg-Stirum

gegründeten Pauluspfarrei.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr Bruchsal einen

beträchtlichen Bevölkerungszuwachs und zwischen 1850

und 1910 schnellte die Einwohnerzahl von rund 9.000 auf über

15.000 empor. Kein Wunder, dass bereits Anfang des 20. Jahrhunderts

die kleine Kirche aus allen Nähten platzte und der ab

1905 im Amt stehende Pauluspfarrer Josef Weiskopf sich mit

den Planungen für ein größeres Gotteshaus befasste. Ähnliche

Gedanken hatte der Stiftungsrat, welcher bereits um 1900 ein

geeignetes Grundstück zwischen der heutigen B 35 und dem

Hagelkreuz gekauft hatte. Pfarrer Weiskopf gründete schließlich

einen Kirchenbauverein, sammelte Gelder und rührte unablässig

die Werbetrommel für einen großen, adäquaten Kirchenneubau.

Doch der erste Weltkrieg und die wenige Jahre

später folgende Inflation machten allen Bemühungen ein Ende.

Praktisch wieder bei Null beginnend, nahm Pfarrer Weiskopf

seine Sammeltätigkeit wieder auf und ein Jahrzehnt später wäre

der Zeitpunkt gekommen gewesen, um das nun schon seit über

drei Dekaden geplante Projekt zu realisieren. Allerdings scheiterte

nun das Vorhaben an der zwischenzeitlichen Machtergreifung

der Nationalsozialisten und dem daraus resultierenden

Zweiten Weltkrieg.

Doch damit nicht genug: Am 21. Januar 1945 wurde die alte

Pauluskirche von alliierten Bomben getroffen und schwer zerstört.

Chorwand und Hochaltar stürzten ein, sämtliche Fenster

gingen zu Bruch, das Dach wurde stark beschädigt und die seitlichen

Wände sowie die Sakristei zeigten starke Risse. Man

begann mit einer provisorischen Reparatur und wollte am 4.

März wieder einen Gottesdienst abhalten, doch „am 1. März

1945 schlug die endgültige Schicksalsstunde der alten Pauluskirche“

wie Werner Greder und Werner Raab in ihrer 1991 erschienenen

Kirchenchronik schreiben. Brand- und Sprengbom-

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en zerstörten Dachstuhl und Turm, letztendlich standen nur

noch die Außenmauern von Turm und Kirchenschiff. Nicht unerwähnt

bleiben darf an dieser Stelle, dass bei der Bombardierung

im Keller des benachbarten Pfarrhauses 23 Männer, Frauen

und Kinder einen schrecklichen Tod fanden.

Alte Pauluskirche 1950 (Quelle: Stadtarchiv)

Nun musste wieder bei Null begonnen werden. Allerdings war

es Pfarrer Weiskopf nicht mehr vergönnt, das Projekt zu Ende

zu bringen, er verstarb im März 1951 im Alter von 76 Jahren.

Ihm folgte Pfarrverweser Otto Dickgießer bis dann im Oktober

1951 Anton Menzer das Amt des Pauluspfarrers übernahm, ein

Amt, das er bis zum April 1990 innehatte.

Doch obgleich der 2. Weltkrieg schon seit sechs Jahren zu Ende

war, konnte man immer noch nicht an einen Neubau der

Pauluskirche denken. Zuerst musste in der neuen Südstadt-

Siedlung St. Anton mit Kindergarten und Gemeindesaal verwirklicht

werden. Dann endlich, Ende 1956, konnte Pfarrer

Menzer dem Erzbischöflichen Bauamt in Heidelberg die Planungen

und Entwürfe der Pfarrgemeinde vorlegen. Einer der

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Entwürfe, gefertigt vom Bruchsaler Architekten Dipl.-Ing. Erhard

Moritz, war ein kühner, kegelförmiger Kirchenbau, der in

seiner äußeren Gestalt ein wenig an die Kathedrale von Brasilia

erinnerte, doch man entschied sich dann doch für einen - ebenfalls

von Erhard Moritz geplanten - Hallenbau mit Haupt- und

Seitenschiff nebst einem freistehenden Glockenturm. Die Bauarbeiten

wurden den ortsansässigen Firmen Gustav Stumpf und

Heinrich Schweikert übertragen, ein ursprünglich dazu geplantes

Übernachtungsheim für Autofahrer – der Neubau lag

schließlich an der Kreuzung zweier vielbefahrener Bundesstraßen

- wurde allerdings nicht verwirklicht.

Am 21. September 1958 vollzog schließlich der Kämmerer des

Landkapitels Bruchsal, Stadtpfarrer Franz Hennegriff, die feierliche

Grundsteinlegung. Die im Stein eingeschlossene Kapsel

enthielt die von Maria Luise Schneider gestaltete Urkunde (anzusehen

in der o.g. Chronik auf S. 160/161), einige Ausgaben

der Bruchsaler Rundschau, den Pfarrbrief zur Grundsteinlegung,

Fotografien von der alten Pauluskirche, von St. Anton

und von Pfarrer Menzer, sowie einige von zu jener Zeit im

Umlauf befindlichen Münzen und Briefmarken. Eine besondere

Beigabe bildete ein Stein von der Athener Akropolis, jenem

Ort, an dem der Hl. Paulus gepredigt hatte. Bemerkenswert ist

auch folgender Satz im Urkundentext, der auf politische Gegebenheiten

Bezug nimmt: „Diese Grundsteinlegung geschieht…in

einer Zeit großer Angst in der ganzen Welt vor der

Gefahr der Atombomben; im 1. Jahre da die Russen Sputniks

und die Amerikaner Explorers und Erdtrabanten in das Weltall

senden können; in einer Zeit, da man politisch vom freien Westen

und vom kommunistischen Osten spricht.“

Der Tag der Grundsteinlegung wurde umrahmt mit musikalischen

Beiträgen der Kirchenchöre und der Blasmusikgruppe

des St. Paulusheimes und Oberstudiendirektor Dr. Weis hielt

schließlich einen sehr gut besuchten Festvortrag über die Ge-

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schichte der Pfarrei. Der Bau der Kirche ging indes zügig weiter,

am 3. April 1960 erfolgte dann die Konsekration durch Bischof

Augustin Olbert. Nach 169 Jahren hatte die Pfarrgemeinde

ihr neues, zweites Gotteshaus, ein Gotteshaus, auf das sie

über ein halbes Jahrhundert warten musste.

Neue Pauluskirche im Bau (Quelle: Stadtarchiv)

Eine Kirchweihe gehört mit ihren jahrhundertealten Riten zu

den ganz besonderen Ereignissen innerhalb einer Pfarrgemeinde.

Das Weihezeremoniell selbst (consecratio ecclesiae) der 42

Meter langen, 28 Meter breiten und am First 14 Meter hohen

neuen Kirche folgte nach den festgelegten Regularien und dauerte

insgesamt drei Stunden. Einen besonderen Eindruck hinterließ

die so genannte äußere Weihe mit dem dreimaligen

Umgang und dem dreimaligen Pochen des Bischofs an die Kirchenpforte.

Mit den Worten „Öffnet ihr Fürsten Eure Tore für

den König der Herrlichkeit“ begehrte er Einlass in das Gotteshaus.

Bei der inneren Weihe wurden dann Altar und Kirchenraum

siebenmal mit Weihwasser besprengt, die bis dahin au-

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ßerhalb der Kirche aufbewahrten Reliquien wurden zum Altar

gebracht und mit ebenso geweihtem Mörtel im Reliquiengrab

eingemauert. Nach weiteren zeremoniellen Handlungen war die

Kirche dann für den Festgottesdienst vorbereitet. Diesen stellte

Bischof Olbert in seiner Predigt unter den Leitgedanken „Das

ist der Tag, den der Herr gemacht“. Anschließend übergab er

die Schlüssel an Pfarrer Anton Menzer, der bereits tags zuvor

sein 20. Priesterjubiläum hatte feiern können.

Bei der folgenden „weltlichen“ Feier waren zahlreiche Personen

des öffentlichen Lebens anwesend, darunter Oberbürgermeister

Franz Bläsi und Landrat Leo Weiss. Und einen Tag

später war in der Zeitung zu lesen: „Ein prächtiger Frühlingstag

war so recht dazu angetan, dem Fest der Kirchenweihe

auch den äußeren strahlenden Rahmen zu geben.“

Neue Pauluskirche um 1960 (Quelle: Stadtarchiv)

Thomas Moos

Stadtarchivar

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Neuer Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Peter

Nachdem im März dieses Jahres bereits zum zweiten Mal ein

Gesamt-Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Peter (mit den Gemeinden

St. Anton, St. Paul und St. Peter) gewählt wurde, trafen

sich die 20 neugewählten Pfarrgemeinderäte am 13. April

zusammen mit unseren Hauptamtlichen (Gemeindereferentin

Marieluise Gallinat-Schneider und Pfarrer Jörg Sieger), die ebenfalls

per Satzung dem neuen Pfarrgemeinderat angehören,

zu der konstituierenden Sitzung.

Fast die Hälfte der Pfarrgemeinderäte wurden erstmals in dieses

Amt gewählt, daher war es für viele Neuland und man war

gespannt, wie die Wahlen der neu zu besetzenden Ämter ausgehen

würden.

Nachdem die 3 Schriftführer festgelegt waren (Bernhard Toniolo

für St. Peter, Erika Gerken für St. Anton und Manuela

Frank für St. Paul) ging es dann auch gleich an’s Eingemachte.

Zunächst wurde Gondulf Schneider einstimmig wieder zum

Vorsitzenden des PGR gewählt. Zur Seite stehen ihm als

Stellvertreter/innen Elisabeth Rieger und Manfred Mientus,

die ebenfalls einstimmig gewählt wurden.

Als nächstes standen die Wahlen des Stiftungsrates an, dem

neben den Mitgliedern kraft Amtes (Jörg Sieger und Gondulf

Schneider) künftig Bernhard Toniolo und Elisabeth Maier

(beide St. Peter), Ruth Zöller und Martin Petermann (für St.

Paul) und Erika Gerken und Manfred Mientus (St. Anton)

angehören werden.

Bevor man zur Besetzung der verschiedenen Ausschüsse kam,

wurde Claudia Schulz zur Netzwerkverantwortlichen für

die Kindergärten der Pfarrei bestimmt.

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Der Jugendausschuss besteht aus Gemeindereferentin Marieluise

Gallinat-Schneider, Pfarrer Jörg Sieger und jeweils

zwei Vertretern der Jugendgemeinschaften (DPSG, PSG, KJG

St. Anton, KJG St. Peter, Ministranten St. Paul, Ministranten St.

Peter und Ministranten St. Anton) sowie den Pfarrgemeinderäten

Simone Banghard, Manuela Frank, Klara Langer und

Markus Wagner.

In den Sachausschuss Caritas (SAC) wird jeweils ein Vertreter

aus jeder Gemeinde entsandt. Elisabeth Rieger wird dies

für St. Peter, Bernhard Köhler für St. Anton und Berthold

Hambsch für St. Paul übernehmen.

Die Gemeindeausschüsse in den einzelnen Gemeinden sollen

auch weiterhin bestehen bleiben, bis zur Wahl deren neuer

Vorsitzenden werden die bisherigen Verantwortlichen die Leitung

übernehmen. Dies sind Martin Petermann (St. Paul), in

St. Anton Manfred Mientus und in St. Peter Bernhard Toniolo.

Dem Liturgieausschuss, dessen Aufgabe unter anderem die

Koordination der Gestaltung der Gottesdienste ist, sollen die

Mesner, Chorleiter, Organisten und Vertreter der Ministranten

angehören sowie seitens des Pfarrgemeinderates Erika Gerken,

Elisabeth Maier, Manfred Mientus, Wolfgang Nobs-

Schneeberg, Gondulf Schneider und Marieluise Gallinat-

Schneider.

Dem Dekanatsrat gehört Gondulf Schneider (kraft Amtes)

sowie Wolfgang Vogt an, Ruth Zöller vertritt unsere Pfarrei

im Vinzentiusverein.

Die Wahl der Vertreter im ACG (Arbeitskreis christlicher Gemeinden)

wurde bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt.

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Ebenfalls im Rahmen der nächsten Sitzung soll über die Mitglieder

des neu zu gründenden Sachausschuss Öffentlichkeitsarbeit

beschieden werden.

Pfarrgemeinderat der

Legislaturperiode 2010-2015

Michael Veith

Simone Banghardt Manuela Frank Marieluise

Gallinat-Schneider

Erika Gerken Berthold Hambsch

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Bernhard Köhler Klara Langer Elisabeth Maier

Clemens Meister Manfred Mientus Wolfgang Nobs-Schneeberg

Martin Petermann Elisabeth Rieger Roland Sand

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Gondulf Schneider Claudia Schulz Pfarrer Dr. Jörg Sieger

Bernhard Toniolo Michael Veith Wolfgang Vogt

Markus Wagner Ruth Zöller

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Danke!

Mit der Neuwahl des Pfarrgemeinderates verabschieden wir uns von

Frauen und Männern, die in den vergangenen Jahren Verantwortung

in unseren Gemeinden, in unserer Pfarrei getragen haben.

Danke sagen wir an:

Petra Huck (Gemeinde St. Paul)

Carolin Ihle (Gemeinde St. Paul)

Christa Doris Ihle (Gemeinde St. Anton)

Werner Keller (Gemeinde St. Peter)

Thomas Kunle (Gemeinde St. Peter)

Wolfgang Löw (Gemeinde St. Paul)

Andreas Mattner (Gemeinde St. Anton)

Norbert Pohl (Gemeinde St. Peter)

Monika Schlindwein (Gemeinde St. Anton)

für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren.

Ebenso sagen wir Danke an die Mitglieder des Wahlausschusses:

Gertrud Banghard (Gemeinde St. Paul)

Petra Huck (Gemeinde St. Paul)

Carolin Ihle (Gemeinde St. Paul)

Christa Doris Ihle (Gemeinde St. Anton)

Thomas Kunle (Gemeinde St. Peter, stellv. Vorsitzender)

Wolfgang Löw (Gemeinde St. Paul)

Andreas Mattner (Gemeinde St. Anton)

Monika Schlindwein (Gemeinde St. Anton)

Waldemar Volk (Gemeinde St. Anton, Vorsitzender)

Wir danken auch allen, die zu irgendwelchen Unterstützungsarbeiten

anlässlich der Durchführung dieser Wahlen zur Verfügung standen.

Ohne sie alle wäre eine ordnungsgemäße Pfarrgemeinderatswahl

schlichtweg nicht möglich gewesen. Nochmals herzlichen Dank.

Gondulf Schneider

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Pfarrer Dr. Jörg Sieger wurde 50!

Besondere Geburtstage sollte man auch besonders erwähnen.

Unser Seelsorger Pfarrer Dr. Jörg Sieger feierte am 18. Mai

seinen 50zigsten Geburtstag.

Den ganzen Tag über gingen Gäste im Pfarrhaus ein und aus,

um dem Jubilar alles Gute und Gottes Segen für seine künftige

Arbeit zu wünschen. Diese guten Wünsche wird er im Hinblick

auf das was auf die Seelsorgeeinheiten zukommt sicher nötig

haben. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch,

Gesundheit und Gottes Segen.

Vergelt´s Gott für die Begleitung in den vergangenen Jahren.

Gondulf Schneider

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Bruchsaler Rundschau Nr. 94 vom Samstag, 24./Sonntag, 25. April 2010 - Seite 35

12 statt 19 Seelsorgeeinheiten

Die Neustrukturierung im Dekanat Bruchsal ist beschlossen

Bruchsal/Bretten (cah). Die geografische Weiterentwicklung

der Seelsorgeeinheiten (SE) in der Erzdiözese Freiburg ist in

der Planung weitgehend abgeschlossen. Für das Dekanat

Bruchsal steht fest, dass es durch Zusammenschlüsse in Zukunft

nur noch zwölf statt 19 SE geben wird. Im September

wurden in der Dekanatskonferenz bereits die Vorschläge des

Ordinariats vorgestellt, im Februar wurden Vorschläge aus dem

Dekanat nach Freiburg geschickt. Die Bistumsleitung hat nun

diesen Entwürfen, die teilweise von ihren eigenen Vorschlägen

abweichen, zugestimmt.

Demnach werden in Bruchsal die SE St. Damian und Hugo und

SE St. Peter zusammengehen, ebenso die SE Forst mit der SE

Ubstadt sowie die SE Philippsburg mit der SE Oberhausen-

Rheinhausen. In Brettgin werden die SE Stadt und die SE Land

fusionieren und zudem mit Walzbachtal-Jöhlingen aus der SE

Weingarten-Walzbachtal. Deren zweite Pfarrei, Weingarten,

geht zu der SE Stutensee.

Ebenfalls aufgeteilt wird die SE Graben-Neudorf-Hambrücken:

Während Hambrücken zur SE Waghäusel gehören wird, kommen

Graben und Neudorf mit der SE Linkenheim zusammen.

Keine Änderungen gibt es für die SE Bruchsal Michaelsberg,

Kraichtal-Elsenz, Sickingen, Östringen, Bad Schönborn-

Kronau und Karlsdorf-Neuthard-Büchenau.

Offen ist noch, wie die neuen Seelsorgeeinheiten heißen werden

oder in welcher Gemeinde der Sitz des Pfarrers sein wird.

Ebenso offen ist der Zeitpunkt, ab wann diese Änderungen in

Kraft treten. „Die Neustrukturierung ist keine Terminsache,

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sondern ein Prozess, der vorausschauend auf die Zukunft gerichtet

ist", sagt Dekan Wolfram Stockfinger. Der Plan greift

erst, wenn ein Priester etwa in Ruhestand geht oder die Stelle

wechselt, ohne dass ein Nachfolger zur Verfügung steht. „Es

ist besser, sich diese Gedanken bereits im Vorfeld zu machen,

wie das jetzt geschieht. Somit haben auch die Pfarrgemeinderäte

Gelegenheit, sich vorab kennen zu lernen", meint Stockfinger.

Dies ist auch sinnvoll im Hinblick auf die Weiterentwicklung

der SE, die 2015 in Kraft treten wird. Dann soll es für jede SE

nur noch einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat

geben. Zudem sollen weite Teile der Verwaltung gebündelt

werden.

19


Mit dem Zug zum

Abendessen nach Paris,

mit dem Billigflieger

zum Shoppen

nach Mailand oder im

Internet mit werweiß-wemwer-weißwo

chatten – alles

kein Problem! Den

Globus bereisen mit

leichtem Handgepäck.

Die Welt ist ein Dorf!

Der Alltag wird zum Abenteuer

Alles Augenwischerei.

Mag die Welt ein

Dorf geworden sein;

unser Dorf, sprich die

Umgebung, in der wir leben, wird vielen dagegen immer fremder.

Weltbürger möchten wir sein, oder doch zumindest Europäer,

dabei wäre uns allen schon viel geholfen, wenn es wieder

mehr bessere Nachbarn gäbe (natürlich gibt es die – Gott sei es

gedankt – noch, doch seien wir ehrlich, auch im ländlichen Bereich

werden sie seltener, von Städten ganz zu schweigen).

Mir kommt diese Fernweh-Exotik-Romantik oft wie eine

Flucht vor, eine Flucht vor der Banalität, dem Unaufgeregten,

dem Alltäglichen, das uns umgibt. Natürlich ist es toll, fremde

Länder und Kulturen kennenzulernen; natürlich sind Kontakte

via Internet zu Menschen anderer Kontinente aufregend – doch

das ist das Besondere und darf uns nicht den Blick verstellen,

für den Ort, wo Gott uns hingestellt hat und wo wir eine Aufgabe

haben. Leider sind manchmal auch die Kirchen von die-

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sem Besonderheits-Bazillus befallen. Doch ich kann nicht

Christ nur auf Kirchen- und Weltjugendtage oder auf dem Jakobsweg

sein. Christ bin ich im Alltag, mag er auch noch so

grau und dröge erscheinen.

Ich schreibe bewusst erscheinen, denn meiner Ansicht nach gilt

das, was André Heller in dem Lied „Die wahren Abenteuer

sind im Kopf“ gesungen hat: „Die wahren Abenteuer sind im

Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo.“

Jede Fernreise wird banal, wenn ich nicht Fantasie, Glaubensbegeisterung,

Enthusiasmus und Freude im Kopf mitnehmen.

Und genau mit dieser Fantasie und Begeisterung kann

auch jeder Alltag zum Abenteuer werden.

Michael Tillmann

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Kommen Tiere in den Himmel?

„Warum nicht?“, sagt Rainer Hagencord, ein Theologieprofessor

in Münster, der sich besonders mit dem Thema Tiere und

Religion befasst. Denn es gibt gute Gründe dafür, dass dein

Meerschweinchen und Omas Hund bei Gott leben werden:

Ein Grund: Tiere sind ganz nahe bei Gott, weil sie keine Sünde

begehen können. Sie können ja nicht entscheiden, ob sie gut

oder böse sein wollen, und mussten deswegen auch nicht das

Paradies (also Gottes Garten) verlassen.

Noch ein Grund: Tiere sind Teil der Schöpfung. Der heilige

Paulus weiß, dass Tiere wie wir Menschen auch viel Schlimmes

erleben. „Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und

Verlorenheit befreit werden“, schreibt er in seinem Brief an die

22


Gemeinde in Rom. Das heißt doch, dass Gott die ganze Welt

erlösen wird. Alle Geschöpfe sind ihm wertvoll!

Ein Drittes: Wir glauben, dass wir einmal mit unserem ganzen

Sein, mit allem, was uns ausmacht, bei Gott aufgehoben sein

werden. Und da gehören unsere Freunde dazu und unsere geliebten

Eltern und Geschwister. Wenn wir tot sind, hoffen wir,

dass wir sie wiederfinden werden bei Gott. Und vielleicht auch

das Tier, mit dem wir viele Jahre gelebt haben. Es gehört zu

uns, und deshalb gehört es auch zu Gott. In Gottes Ewigkeit ist

Platz für alle!

Christina Bramkamp

23


Immer zwei

Gegenstände

haben etwas

miteinander zu

tun.

Oscar braucht

deine Hilfe, um

herauszufinden,

um welche es

sich handelt.

Finde die 8 Unterschiede!

24


Strandtag am Meer

Findest du heraus, welches der drei Puzzleteile oben ins Bild

passt? Kannst du Sven (links unten im Bild) einen Weg zur

Schatzinsel zeigen? Welche der Gegenstände findest du oben

im Bild? Die Buchstaben unter diesen ergeben das Lösungswort.

Lösungswort:

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Christi Himmelfahrt / Fronleichnam 2010

26


Pfarrer Anton Menzer

(1913 – 1990)

Eine Erinnerung anlässlich seines 20. Todestages

Tiefe Trauer herrschte in der Bruchsaler Bevölkerung als am

10. Juli 1990 mit Anton Menzer der damals dienstälteste Priester

der Stadt für immer seine Augen schloss.

Geboren wurde der Geistliche Rat am 18. August 1913 in Friesenheim

bei Lahr, wo übrigens auch der langjährige Stadtkirchenpfarrer

und Ehrenbürger Josef Kunz (1844-1925) seinerzeit

das Licht der Welt erblickt hatte. Nach seinem erfolgreich

absolvierten Studium der Theologie wurde Anton Menzer am 2.

April 1940 zum Priester geweiht. Es folgten Kaplantätigkeiten

in Schwetzingen, Fahrenbach und Mannheim-Neckarau, nach

russischer Kriegsgefangenschaft dann in St. Blasien, Oberried

und Wiesloch.

Ab dem 17. Oktober 1951 wurde ihm schließlich Bruchsal zur

zweiten Heimat und fast vierzig Jahre lang, bis zum 1. Mai

1990, war er Pfarrer von St. Paul. Als er nur wenige Wochen

später nach einem schweren Leiden verstarb, hat er in einem

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Ehrengrab der Stadt nahe der Peterskirche seine letzte Ruhestätte

gefunden.

Als „Baupfarrer“ ist Anton Menzer in die Bruchsaler Nachkriegsgeschichte

eingegangen. Die neue Pauluskirche, die Antoniuskirche,

ein Kindergarten und das Pfarrzentrum St. Paul

sind nur einige Einrichtungen und Gebäude, die unter seiner

Ägide errichtet wurden. Zahlreiche Hilfsprojekte für die Dritte

Welt wurden unter seiner Leitung durchgeführt und für seine

Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und der

Großen Ehrenmedaille der Stadt Bruchsal ausgezeichnet.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass er auch neuen Strömungen

gegenüber stets aufgeschlossen war: Er war der erste Geistliche

in Bruchsal, der Mädchen als Ministrantinnen zuließ und auch

der Rock- und Jazzmusik hat er (Kirchen-)Tor und (Kirchen-)

Tür zur Gestaltung von Gottesdiensten geöffnet. Unvergessen

bleibt wohl auch, dass er Ende der 1950er Jahre an einem glühend

heißen Sonnentag als erster katholischer Seelsorger in

einem hellen Anzug und mit einem Strohhut auf dem Kopf

durch die Stadt spazierte.

Nach seinem Tod vor nunmehr zwanzig Jahren schrieb der

damalige Oberbürgermeister in einem Nachruf: „Die Stadt

Bruchsal verliert mit ihm eine hervorragende Persönlichkeit

und einen großen Bürger.“

Thomas Moos

Stadtarchivar

Gedenkgottesdienst mit anschießendem Grabbesuch am

Samstag, 10. Juli 2010, um 18.30 Uhr, Peterskirche.

29


Auf dem Weg zum Empfang des Firmsakramentes

Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die noch nicht gefirmt

sind und momentan mindestens die 8. Klasse besuchen,

sind herzlich eingeladen, dieses Sakrament zu empfangen.

Die Firmvorbereitung findet an 7 Terminen für alle statt! Es

kann, wenn gewünscht, darüber hinaus noch sogenannte Sternchenthemen

geben.

Der Rahmen ist ein 7-wöchiger Prozess beginnend mit einem

Sonntagsgottesdienst und endend mit einem Samstagabend!

Das ist verbindlich für alle.

Ein erstes Treffen zur Vorplanung der Themen und Strukturierung

der Abende fand am 6. Mai im Pfarrheim St. Peter statt.

30


Die Termine der Vorbereitung sind:

06.06.2010 Auftakt mit dem 10.15 Uhr Gottesdienst

in St. Peter

14.06. ab 19 Uhr St. Paul

22.06. ab 19 Uhr St. Paul

30.06. ab 19 Uhr St. Peter

08.07. ab 19 Uhr St. Peter

16.07. ab 19 Uhr St. Anton

24.07. 18.30 Uhr Vorabendmesse St. Anton, im Anschluss

dort Abschlusstreffen

Am 10.10.2010 wird schließlich während der Messe das Sakrament

der Firmung um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Paul

gespendet. Zuvor gibt es am 09.10.2010 um 10.00 Uhr eine

Probe in der Pauluskirche.

Das Geheimnis der Firmung

Der Pfarrer erzählt dem

Firmling, woran die

Firmung erinnern soll.

Wer die Punkte in der

richtigen Reihenfolge

verbindet, erfährt

schnell, was der

Pfarrer meint

31


Der neue Kirchenführer ist da!

1960 – 2010

50 Jahre

Pauluskirche

Bruchsal

Liebe Pfarreimitglieder,

rechtzeitig zum Patrozinium und unserem Pfarrfest am

4. Juli 2010

ist unser neuer Kirchenführer erschienen. Er liegt am

Eingang der Paulskirche zu 2,- EUR/Stück aus, die Sie

bitte in den Opferstock einwerfen. Vielen Dank!

1

16 Seiten, geheftet

mit 16 neuen

farbigen Bildern

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