Azubis 2011 Vorstellung - Kasseler Sparkasse

kasselersparkasse

Azubis 2011 Vorstellung - Kasseler Sparkasse

s Kasseler Sparkasse

Kasseler Sparkasse

Offenlegungsbericht nach § 26a KWG

i. V. m. §§ 319-337 SolvV zum 31.12.2011

und

Offenlegung nach

§ 7 Instituts-Vergütungsverordnung

(Vergütungsbericht)

s - Finanzgruppe Seite: 1 von 22


s Kasseler Sparkasse

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis 3

1 Einleitung 4

2 Risikomanagement (§ 322 SolvV) 4

3 Anwendungsbereich (§ 323 SolvV) 5

4 Eigenmittelstruktur (§ 324 SolvV) 5

5 Angemessenheit der Eigenmittel (§ 325 SolvV) 6

6 Adressenausfallrisiko allgemein (§ 327 SolvV) 7

6.1 Gesamtbetrag der Forderungen nach risikotragenden Instrumenten............................7

6.2 Geografische Hauptgebiete nach risikotragenden Instrumenten ...................................8

6.3 Hauptbranchen nach risikotragenden Instrumenten.........................................................8

6.4 Vertragliche Restlaufzeiten nach risikotragenden Instrumenten....................................9

6.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite je Hauptbranche........................................9

6.6 In Verzug geratene und notleidende Kredite je geografischem Hauptgebiet ...............11

6.7 Entwicklung der Risikovorsorge.............................................................................................11

7 Adressenausfallrisiko KSA (§ 328 SolvV) 12

8 Adressenausfallrisiko Beteiligungen (§ 332 SolvV) 15

9 Adressenausfallrisiko Verbriefungen (§ 334 SolvV) 16

10 Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV) 16

11 Marktrisiko (§ 330 SolvV) 18

12 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (§ 333 SolvV) 19

13 Operationelles Risiko (§ 331 SolvV) 20

14 Derivative Adressenausfallrisikopositionen und Aufrechnungspositionen (§ 326 SolvV) 20

15 Informationen zum Vergütungssystem nach § 7 der Instituts-Vergütungsverordnung

(Vergütungsbericht) 21

s - Finanzgruppe Seite: 2 von 22


s Kasseler Sparkasse

Abkürzungsverzeichnis

a. F. alte Fassung

BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

HGB Handelsgesetzbuch

IAS International Accounting Standards

IFRS International Financial Reporting Standards

InstitutsVergV Instituts-Vergütungsverordnung

IRBA Auf internen Ratings basierender Ansatz (Internal Ratings-Based Approach)

KRMT Kreditrisikominderungstechniken

KSA Kreditrisiko-Standardansatz

KWG Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz)

MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute

PD Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default)

RL Richtlinie

SolvV Solvabilitätsverordnung

VaR Value at Risk

VRZ Verbandsrechenzentrum

s - Finanzgruppe Seite: 3 von 22


s Kasseler Sparkasse

1 Einleitung

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im Jahr 2004 die aufsichtsrechtlichen Rege-

lungen zur angemessenen Eigenkapitalausstattung international tätiger Banken überarbei-

tet. Das Grundkonzept der neuen Eigenkapitalvereinbarung („Basel II“) besteht aus drei sich

ergänzenden Säulen, mit dem Ziel, die Stabilität des nationalen und des internationalen

Bankensystems besser abzusichern.

Mit der dritten Säule verfolgt die Aufsicht das Ziel, die Marktdisziplin zu erhöhen, indem

Marktteilnehmern Informationen über den Anwendungsumfang, das Kapital, das Risiko, den

Risikoanalyseprozess und somit die Kapitaladäquanz einer Bank zugänglich gemacht wer-

den. Die dritte Säule ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen (erste Säule) und das

Überprüfungsverfahren der Bankenaufsicht (zweite Säule).

In Deutschland wurden die erweiterten Offenlegungsanforderungen der dritten Säule zum

1. Januar 2007 mit dem neuen § 26a KWG und der Einführung der Solvabilitätsverordnung

(SolvV) in nationales Recht umgesetzt. Die SolvV ersetzt den bisherigen Grundsatz I und kon-

kretisiert die in § 10 KWG geforderte Angemessenheit der Eigenmittel der Institute. Über-

gangsweise hatten die Institute bis Ende 2007 die Möglichkeit, ihre Eigenkapitalanforderun-

gen vollumfänglich weiterhin auf Basis der bisherigen Regelungen zu berechnen. Aufgrund

der nationalen Umsetzung der neuen Offenlegungsanforderungen der CRD II sind mit Wir-

kung vom 31. Dezember 2010 insbesondere in den Bereichen Eigenkapital (§ 324 SolvV) An-

passungen erforderlich. Darüber hinaus wurden zentrale Aspekte der im September 2010

erarbeiteten „Leitlinien Offenlegung“ der deutschen Bankenaufsicht aufgenommen.

In Kapitel 15 werden Informationen zu Vergütungssystemen (§ 7 InstitutsVergV) dargestellt.

Teile der von der SolvV geforderten qualitativen Angaben finden sich bereits im Lagebericht

nach § 289 HGB wieder. An den entsprechenden Stellen in diesem Dokument wird deshalb

auf den Lagebericht verwiesen. Der Jahresabschluss der Kasseler Sparkasse, bestehend aus

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht sind im elekt-

ronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) veröffentlicht.

Der Geschäftsbericht der Kasseler Sparkasse und der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG

in Verbindung mit §§ 319-337 SolvV zum 31.12.2011 werden auf der Website unter

www.kasseler-sparkasse.de hinterlegt.

2 Risikomanagement (§ 322 SolvV)

Qualitative Angaben

Die Informationen zum Risikomanagement sind im Lagebericht nach § 289 HGB unter Glie-

derungspunkt D.1 offengelegt.

s - Finanzgruppe Seite: 4 von 22


s Kasseler Sparkasse

3 Anwendungsbereich (§ 323 SolvV)

Qualitative Angaben

Die Offenlegung gem. SolvV erfolgt auf Einzelinstitutsebene.

4 Eigenmittelstruktur (§ 324 SolvV)

a) Qualitative Angaben

• Das modifizierte verfügbare Eigenkapital der Kasseler Sparkasse, bestehend aus

Kern- und Ergänzungskapital, betrug per 31.12.2011 463,1 Mio. €.

• Das Kernkapital besteht im Wesentlichen aus der Sicherheitsrücklage in Höhe von

235,1 Mio. €.

• Weiterhin zählen die Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach 340g HGB in Hö-

he von 39,2 Mio. € zum Kernkapital.

• Das Ergänzungskapital der Kasseler Sparkasse besteht hauptsächlich aus Vorsorge-

reserven nach § 340f HGB sowie aus nachrangigen Verbindlichkeiten, die die Anfor-

derungen des § 10 Abs. 5a KWG erfüllen. Die Ursprungslaufzeit betrug zwischen 5

und 10 Jahren; die Verzinsung beträgt zwischen 2,25 % und 5,35 %. Die Emittentin

verfügt über ein (außerordentliches) Kündigungsrecht gem. § 10 Abs. 5a Satz 5 KWG.

Gläubigerkündigungsrechte sind grundsätzlich ausgeschlossen.

• Die Kasseler Sparkasse verwendet keine Drittrangmittel zur Unterlegung von Markt-

preisrisikopositionen.

b) Quantitative Angaben

Stichtag

31.12.2011

Betrag in

Mio. €

Gesamtbetrag Kernkapital nach § 10 Abs. 2a KWG 273,8

darunter: offene Rücklagen 235,1

darunter: Bilanzgewinn, Zwischengewinn -

darunter: Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB 39,2

darunter: Abzugspositionen nach § 10 Abs. 2a Satz 2 KWG - 0,5

Gesamtbetrag Ergänzungskapital nach § 10 Abs. 2b KWG nach Abzug der Abzugspositionen

gemäß § 10 Abs. 2b Satz 2 KWG und Drittrangmittel nach § 10 Abs. 2c KWG

s - Finanzgruppe Seite: 5 von 22

190,1

Abzugsposten gem. § 10 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 KWG - 0,8

Gesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals nach § 10 Abs. 1d Satz 1

KWG und der anrechenbaren Drittrangmittel nach § 10 Abs. 2c KWG

463,1


s Kasseler Sparkasse

Die vorstehend dargestellten Eigenmittel wurden nach aufsichtlichen Meldevorschriften ermittelt,

sodass es zu Differenzen im Vergleich zur Darstellung im HGB-Jahresabschluss kommen

kann.

5 Angemessenheit der Eigenmittel (§ 325 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Die Angaben zur Angemessenheit der Eigenmittel finden sich im Lagebericht nach § 289

HGB unter Ziffer B. 3 Vermögenslage wieder.

b) Quantitative Angaben

- Kapitalanforderungen

Standardansatz

Risikoart Eigenkapitalanforderung

Betrag in Mio. €

Kreditrisiko

- Zentralregierungen -

- Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 0,0

- Sonstige öffentliche Stellen 0,3

- Multilaterale Entwicklungsbanken -

- Internationale Organisationen -

- Institute 0,5

- Von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen 0,6

- Unternehmen 51,1

- Mengengeschäft 53,6

- Durch Immobilien besicherte Positionen 25,2

- Investmentanteile 3,2

- Sonstige Positionen 5,3

- Überfällige Positionen 8,3

Verbriefungen

Verbriefungen im Standardsatz -

Risiken aus Beteiligungswerten

Beteiligungswerte im Standardsatz 6,8

Marktrisiken des Handelsbuchs

Marktrisiken gemäß Standardansatz -

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken gemäß Basisindikatoransatz 20,3

Total 175,2

s - Finanzgruppe Seite: 6 von 22


s Kasseler Sparkasse

- Kapitalquoten

Gesamtkapitalquote in

%

Kernkapitalquote in %

Einzelinstitut 21,1 12,4

6 Adressenausfallrisiko allgemein (§ 327 SolvV)

Die nachfolgenden Übersichten enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen aufgeschlüs-

selt zum Offenlegungsstichtag.

Zur Ermittlung werden sämtliche Adressenausfallrisikopositionen nach § 9 SolvV, unter an-

derem auch Sachanlagen, ohne Beteiligungen und Verbriefungen berücksichtigt.

Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren Buchwerten vor

Kreditrisikominderung ausgewiesen, die derivativen Instrumente mit ihren Kreditäquiva-

lenzbeträgen.

Weitere Informationen sind im Lagebericht nach § 289 HGB unter dem Gliederungspunkt

D.2.1 Adressausfallrisiken dargestellt.

6.1 Gesamtbetrag der Forderungen nach risikotragenden Instrumenten

Da die Beträge am Offenlegungsstichtag nicht wesentlich von den Durchschnittsbeständen

abweichen, konnte auf eine Darstellung der Durchschnittsbeträge verzichtet werden.

Kredite, Zusagen und

andere nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere

Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Gesamtbetrag der Forderungen 5.767,9 770,6 6,8

s - Finanzgruppe Seite: 7 von 22


s Kasseler Sparkasse

6.2 Geografische Hauptgebiete nach risikotragenden Instrumenten

Geografische Hauptgebiete

Kredite, Zusagen und

andere nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere

Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Deutschland 5.699,0 745,7 6,8

EWR (ohne Deutschland) 59,1 24,9 -

Sonstige (ohne Deutschland und

EWR)

9,8 - -

Gesamtbetrag 5.767,9 770,6 6,8

6.3 Hauptbranchen nach risikotragenden Instrumenten

Hauptbranchen

Kredite, Zusagen und

andere nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere

Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Banken 1.299,1 457,2 6,8

Investmentfonds (inkl. Geldmarktfonds) - 112,0 -

Öffentliche Haushalte 897,5 158,6 -

Privatpersonen 1.584,0 - 0,0

Unternehmen und wirtschaftlich selbständige

Privatpersonen

davon:

- Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei, Aquakultur

- Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung,

Bergbau und Gewinnung

von Steinen u. Erden

1.871,5 42,8 0,0

23,0 - -

80,9 - -

- Verarbeitendes Gewerbe 210,6 - 0,0

- Baugewerbe 117,6 - -

- Handel, Instandhaltung und Reparatur

von Kfz

- Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung

- Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

246,4 - 0,0

64,5 - -

110,7 42,8 -

- Grundstücks- und Wohnungswesen 463,2 - -

- Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 554,6 - 0,0

Organisationen ohne Erwerbszweck 13,5 - -

Sonstige Positionen 102,3 - -

Gesamtbetrag 5.767,9 770,6 6,8

s - Finanzgruppe Seite: 8 von 22


s Kasseler Sparkasse

6.4 Vertragliche Restlaufzeiten nach risikotragenden Instrumenten

Restlaufzeiten

Kredite, Zusagen und

andere nicht derivative

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere

Derivative Finanzinstrumente

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Unter 1 Jahr 2.359,6 112,0 1,7

1 Jahr bis 5 Jahre 751,1 101,7 3,6

Über 5 Jahre bis unbefristet 2.657,2 556,9 1,5

Gesamtbetrag 5.767,9 770,6 6,8

6.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite je Hauptbranche

Definition „in Verzug“ und „notleidend“ (§ 327 Abs. 1 Nr. 1 SolvV):

• Für die Sparkasse gilt ein Engagement ab dem ersten Tag einer Limitüberschreitung als

„überzogen“. Ein Ausfall liegt ab einem Zahlungsverzug von mehr als 90 Tagen vor.

• Forderungen werden im Rahmen der SolvV als „in Verzug“ klassifiziert, wenn diese mehr

als 90 aufeinander folgende Tage überfällig sind. Der Ausfall wird kundenbezogen (§ 125

Abs. 1 Nr. 2 SolvV) ermittelt.

• Die Einstufung von Forderungen als „notleidend“ orientiert sich an den Kriterien zur Bil-

dung von Risikovorsorge.

s - Finanzgruppe Seite: 9 von 22


s Kasseler Sparkasse

Hauptbranchen Gesamtinanspruchnahme

aus in Verzug

geratenen und notleidenden

Krediten (mit

Wertberichtigungen)

Bestand

EWB

Betrag

in Mio. €

Bestand

PWB

Betrag

in Mio. €

Bestand

Rückstellungen

Betrag

in Mio. €

Nettozuführung

-auflösung von

EWB / Rückstellungen

s - Finanzgruppe Seite: 10 von 22

Betrag

in Mio. €

Veränderung

PWB

Betrag

in Mio. €

Direktabschreibung

Betrag

in Mio. €

Eingänge

auf abgeschriebeneForderungen

Betrag

in Mio. €

Kredite in Verzug

(ohne Wertberichtigungsbedarf)

Banken - - - - - -

Privatpersonen 22,6 11,0 0,4 0,4 8,1

Unternehmen

und wirtschaftlich

selbständige

Privatpersonen

davon

- Land- und

Forstwirtschaft,

Fischerei,

Aquakultur

- Energie- und

Wasserversorgung,

Entsorgung,

Bergbau und

Gewinnung

von Steinen

und Erden

- Verarbeitendes

Gewerbe

Betrag

in Mio. €

78,1 36,9 3,1 -2,9 0,0 21,9

1,4 0,5 0,3 0,0 0,6

2,2 1,0 -0,4 0,0 0,4

10,7 4,5 0,2 0,0 0,0 2,5

- Baugewerbe 7,1 4,8 -1,1 0,0 2,3

- Handel, In

standhaltung

und Reparatur

von Kraftfahrzeugen

- Verkehr und

Lagerei, Nach

richten- über

mittlung

- Finanz- und

Versicher

rungsdienstleistungen

- Grundstücks-

und Wohnungswesen

- Sonstiges

Dienstleistungsgewerbe

Organisationen

ohne Erwerbszweck

14,0 6,6 2,6 -0,2 0,0 4,6

2,7 1,7 0,5 0,0 0,7

1,3 0,7 0,3 0,4 0,0 0,3

16,5 7,0 -1,3 0,0 1,2

22,2 10,1 -1,1 0,0 9,3

0,2 0,2 0,0 0,0 0,1

Gesamt 100,9 48,1 6,2 3,1 -2,5 -0,8 0,4 1,0 30,1

Da es sich bei der Verfahrensweise der Ermittlung einer Pauschalwertberichtigung (Gesamt-

ausfälle und Gesamtvolumen) um eine pauschale Form der Risikoabsicherung handelt, ist

eine Aufteilung auf verschiedene Schuldnergruppen nicht möglich und erfolgt daher nicht.


s Kasseler Sparkasse

6.6 In Verzug geratene und notleidende Kredite je geografischem Hauptgebiet

Geografische Hauptgebiete

Gesamtinanspruchnahme

aus in Verzug

geratenen und notleidenden

Krediten (mit

Wertberichtigungen)

Betrag in Mio. €

Bestand

EWB

Betrag in

Mio. €

Bestand

PWB

Betrag in

Mio. €

Bestand Rückstellungen

Kredite in Verzug

(ohne Wertberichtigungsbedarf)

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Deutschland 100,8 48,0 3,1 30,1

EWR (ohne Deutschland) 0,0 0,0 - -

Sonstige (ohne Deutschland

und EWR)

0,1 0,1 - -

Gesamtbetrag 100,9 48,1 6,2 3,1 30,1

Da es sich bei der Verfahrensweise der Ermittlung einer Pauschalwertberichtigung (Gesamt-

ausfälle und Gesamtvolumen) um eine pauschale Form der Risikoabsicherung handelt, ist

eine Aufteilung auf geografische Gebiete nicht möglich und erfolgt daher nicht.

6.7 Entwicklung der Risikovorsorge

Bildung der Risikovorsorge (§ 327 Abs. 1 Nr. 2 SolvV)

Die Kasseler Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfall-

risiken bei Kreditengagements zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und im Jahresab-

schluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Bewertung verweist die Kasseler Sparkasse auf die Aus-

führungen im Anhang und Lagebericht zum Jahresabschluss vom 31. Dezember 2011.

Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebe-

darf besteht. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirt-

schaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung.

Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der

Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht

mehr nachkommen kann. Basis hierfür sind die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse

und das Zahlungsverhalten des Kunden.

s - Finanzgruppe Seite: 11 von 22


s Kasseler Sparkasse

Zum anderen erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisati-

onswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörun-

gen noch erwartet werden.

Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen werden per Antrag kom-

petenzgerecht entschieden. Es erfolgen eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit

und ggf. daraus resultierende Anpassungen. Bei nachhaltiger Verbesserung der wirtschaftli-

chen Verhältnisse des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit erkennen lassen, oder

bei einer zweifelsfreien Kreditrückführung aus vorhandenen Sicherheiten erfolgt eine Auflö-

sung der Risikovorsorge.

Die Erfassung, Neubildung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgen bei der Kasseler Spar-

kasse in einem zentralen System.

Für latente Ausfallrisiken bildet die Kasseler Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Dar-

über hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB.

In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen sowie die Prozesse zur Genehmi-

gung der Risikovorsorgen geregelt.

Anfangsbestand

der

Periode

Berag in

Mio. €

Neubildung

Betrag in

Mio. €

Auflösung Verbrauch

Betrag in

Mio. €

Betrag in

Mio. €

Wechselkursbedingte

und sonstige Veränderungen

Betrag in

Mio. €

Endbestand

der

Periode

Betrag in

Mio. €

EWB 58,1 7,8 10,7 7,1 - 48,1

PWB 7,0 - 0,8 - - 6,2

Rückstellungen 2,7 0,4 0,1 - 0,1 3,1

7 Adressenausfallrisiko KSA (§ 328 SolvV)

Nachfolgende Tabelle beinhaltet die jeweilige Summe der Positionswerte, die einem festen

aufsichtsrechtlichen Risikogewicht zugeordnet sind. Für den KSA erfolgt die Darstellung der

Positionswerte vor und nach Einbeziehung von Kreditrisikominderungseffekten aus Sicher-

heiten.

s - Finanzgruppe Seite: 12 von 22


s Kasseler Sparkasse

Risikogewicht

in %

Gesamtbetrag der Forderungen

Standardansatz

vor Kreditrisikominderung nach Kreditrisikominderung

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

0 2.333,0 2.455,3

10 70,9 70,9

20 64,7 52,1

35 901,4 901,4

50 128,5 128,5

75 912,8 893,8

100 913,0 825,6

150 48,3 45,0

200 - -

350 - -

Kapitalabzug - -

Nominierte Agenturen (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 SolvV)

Die Kasseler Sparkasse ermittelt die Eigenkapitalanforderungen im Kreditrisiko-

Standardansatz der Forderungsklassen Zentralregierungen, Regionalregierungen, sonstige

öffentliche Stellen, Institute, von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibun-

gen, multilaterale Entwicklungsbanken, Unternehmen, Investmentanteile anhand der Boni-

tätsbeurteilungen der Ratingagenturen Standard & Poor’s Rating Services und Moody’s In-

vestors Service.

Gegenüber dem Vorjahr wurde keine Agentur aus dem Kreis der nominierten Ratingagentu-

ren entfernt oder neu aufgenommen.

s - Finanzgruppe Seite: 13 von 22


s Kasseler Sparkasse

KSA-Forderungsklassen mit Rating (§ 328 Abs. 1 Nr. 2 SolvV)

Nachfolgende Übersicht enthält die von der BaFin anerkannten Ratingagenturen und die

KSA-Forderungsklassen, für die die Ratingagenturen bei der Kasseler Sparkasse jeweils no-

miniert sind.

Staaten:

Bonitätsbeurteilungsbezogene Forderungskategorie Ratingagentur

- Zentralregierungen (§ 25 Abs. 2 SolvV)

- Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften (§ 25 Abs. 3 SolvV)

- Öffentliche Stellen (§ 25 Abs. 4 SolvV)

Banken:

- Multilaterale Entwicklungsbanken (§ 25 Abs. 5 SolvV), deren KSA-Risikogewicht sich

nach § 29 Nr. 3 SolvV bestimmt

- Institute (§ 25 Abs. 7 SolvV)

- Von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen (§ 25 Abs. 8 SolvV)

Unternehmen:

- Unternehmen (§ 25 Abs. 9 SolvV)

Investmentanteile:

- Investmentanteile (§ 25 Abs. 12 SolvV)

Standard & Poor´s

Moody´s

Standard & Poor´s

Moody´s

Standard & Poor´s

Moody´s

Standard & Poor´s

Moody´s

Bonitätsstufe 1 2 3 4 5 6

Standard & Poor´s

Moody‘s

AAA

bis

AA-

Aaa

bis

Aa3

A+

bis

A-

A1

bis

A3

s - Finanzgruppe Seite: 14 von 22

BBB+

bis

BBB-

Baa1

bis

Baa3

BB+

bis

BB-

Ba1

bis

Ba3

Prozessbeschreibung Ratingübertragung (§ 328 Abs. 1 Nr. 3 SolvV)

B+

bis

B-

B1

bis

B3

ab CCC+

ab Caa1

Die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen erfolgt für diese Forderungsklassen auf

Grundlage der Bonitätsbeurteilungen der nominierten Ratingagentur / Ratingagenturen

(externe Ratings).


s Kasseler Sparkasse

Grundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eine Forde-

rung kein Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionen des Schuldners

gemäß § 45 SolvV auf die Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht möglich, wird auf

ein ggf. vorhandenes externes Rating des Schuldners abgestellt (Emittentenrating). Ansons-

ten werden die Forderungen im Rahmen der Eigenmittelanforderungen mit pauschalen An-

rechnungssätzen berücksichtigt. Die beschriebene Verfahrensweise wird programmtech-

nisch unterstützt.

8 Adressenausfallrisiko Beteiligungen (§ 332 SolvV)

Die hier ausgewiesenen Positionen entsprechen der Zuordnung der Forderungsklasse Betei-

ligungen nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV). Aus der SolvV-Meldung zum 31.12.2011

wird unter der Forderungsklasse Beteiligungen ein Positionswert in Höhe von 84,7 Mio. Euro

ausgewiesen, der nicht börsennotiert ist.

Die Beteiligungen der Kasseler Sparkasse wurden aufgrund langfristiger strategischer Über-

legungen eingegangen, um den Sparkassen-Finanzverbund zu stärken, zwecks Spezialisie-

rung und Bündelung betrieblicher Aufgaben oder um eine Zusammenarbeit mit den einzel-

nen Institutionen in der Region zu ermöglichen (Strategische und Funktionsbeteiligungen).

Diese Beteiligungen dienen letztlich der Erfüllung des öffentlichen Auftrages sowie der För-

derung des Sparkassenwesens. Weitere Grundlage ist neben der Satzung der Kasseler Spar-

kasse die Beteiligungsstrategie.

Die Sparkasse hat keine Kapitalbeteiligungen im Bestand.

Die Beteiligungen werden nach rechnungsspezifischen Kriterien gemäß HGB bewertet. Ge-

mäß § 340e Abs. 1 HGB sind Beteiligungen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vor-

schriften (d. h. § 253 Abs. 1 und 2 HGB) zu bewerten, es sei denn, dass sie nicht dazu be-

stimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. In diesem Fall sind sie nach den für

das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften (d. h. § 253 Abs. 1 und 3 HGB) zu bewerten.

Der bei den Beteiligungspositionen ausgewiesene Buchwert entspricht dem Bilanzbuchwert

zum Bilanzstichtag der Kasseler Sparkasse. Soweit Anhaltspunkte für eine Wertminderung

bei einer Beteiligung zum Bilanzstichtag vorlagen, erfolgte eine Abschreibung auf den beizu-

legenden Zeitwert, sodass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Bei den anderen Beteiligungen der Kasseler Sparkasse liegen zum Bilanzstichtag keine An-

haltspunkte vor, dass der beizulegende Zeitwert (fair value) unter dem ausgewiesenen Bi-

lanzbuchwert liegt. Insofern wurde zum Bilanzstichtag auf eine Ermittlung des beizulegen-

den Zeitwertes der einzelnen Beteiligungen verzichtet.

Die kumulierten realisierten Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Beteiligungen

betragen TEUR 2.

Latente Neubewertungsreserven aus Beteiligungen werden nicht ermittelt.

s - Finanzgruppe Seite: 15 von 22


s Kasseler Sparkasse

Wertansätze für Beteiligungsinstrumente

Gruppen von Beteiligungsinstrumenten

Buchwert

Betrag in Mio. €

Beteiligungsgruppe A: Strategische Beteiligungen 63,9

- darunter börsengehandelte Positionen -

- darunter andere Beteiligungspositionen 63,9

Beteiligungsgruppe B: Funktionsbeteiligungen 3,7

- darunter börsengehandelte Positionen -

- darunter andere Beteiligungspositionen 3,7

Realisierte und unrealisierte Gewinne/Verluste aus Beteiligungsinstrumenten

Im Berichtsjahr wurden unter Berücksichtigung anzurechnender Kapitalrückzahlungen

Buchwertabschreibungen in Höhe von 11,8 Mio. € und Buchwertzuschreibungen in Höhe von

0,9 Mio. € auf Beteiligungsinstrumente vorgenommen.

9 Adressenausfallrisiko Verbriefungen (§ 334 SolvV)

Die Kasseler Sparkasse hatte im Jahr 2011 keine Verbriefungen im Bestand.

10 Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Die im täglichen Geschäftsbetrieb einer Sparkasse eingegangenen Risiken können durch

Kreditrisikominderungstechniken in Form von Sicherheiten oder Aufrechnungsvereinba-

rungen (Netting) reduziert werden.

Von bilanzwirksamen und außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen macht die Kas-

seler Sparkasse keinen Gebrauch.

Die Strategie zur Bewertung und Verwaltung der verwendeten berücksichtigungsfähigen

Sicherheiten ist als Teil unserer Kreditrisikostrategie in ein übergreifendes Verfahren der

Gesamtbanksteuerung eingebunden. Die implementierten Risikosteuerungsprozesse

beinhalten eine regelmäßige, vollständige Kreditrisikobeurteilung der besicherten Positi-

onen einschließlich der Überprüfung der rechtlichen Wirksamkeit und der juristischen

s - Finanzgruppe Seite: 16 von 22


s Kasseler Sparkasse

Durchsetzbarkeit der hereingenommenen Sicherheiten. Um die laufende juristische

Durchsetzbarkeit zu gewährleisten, wird in der Regel mit Vertragsstandardisierungen ge-

arbeitet. Ausnahmsweise geschlossene individuelle Verträge werden vorab juristisch ge-

prüft.

Die Bewertung und Verwaltung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten

sind in Organisationsrichtlinien geregelt. Diese entsprechen den Beleihungs- und Bewer-

tungsgrundsätzen des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen.

Die Verantwortlichkeit für das Sicherheitenmanagement liegt in der Marktfolge (Bereich

Kreditmanagement) und umfasst den Ansatz, die Prüfung und die regelmäßige Bewertung

sowie die Verwaltung der Kreditrisikominderungstechniken.

Die Entscheidung über die Anerkennung und Anwendung eines Sicherheiteninstruments

zur Kreditrisikominderung trifft die Kasseler Sparkasse im Kontext ihrer Geschäftsstrate-

gie und der Kreditrisikostrategie. Folgende Hauptarten von Sicherheiten werden für Zwe-

cke der Solvabilitätsverordnung als Sicherheiteninstrumente risikomindernd in Anrech-

nung gebracht:

a) Gewährleistungen: Öffentliche Bürgschaften

Kreditderivate zur Nutzung als Kreditminderungstechnik nach SolvV werden von der Kas-

seler Sparkasse nicht genutzt.

b) Finanzielle Sicherheiten: Bareinlagen der Kasseler Sparkasse

Innerhalb der von der Kasseler Sparkasse verwendeten berücksichtigungsfähigen Siche-

rungsinstrumente wurden lediglich Markt- oder Kreditrisikokonzentrationen mit Adressen

aus der Sparkassenorganisation eingegangen. Daraus erwachsen aufgrund der bestehen-

den verbundweiten Sicherungssysteme keine wesentlichen Risiken.

Aufgrund des Bekenntnisses zum Regionalprinzip ergeben sich Konzentrationen auf

Grundstücke im Geschäftsgebiet bzw. auf Bürgschaften kommunaler Gebietskörperschaf-

ten im Geschäftsgebiet. Diese Konzentrationsrisiken geht die Kasseler Sparkasse bewusst

ein. Die Verfahren zur Erkennung und Steuerung potenzieller Konzentrationen sind in die

Gesamtbanksteuerung integriert.

Die Kasseler Sparkasse nutzt zur Absicherung von wohnwirtschaftlichen Immobilienfinan-

zierungen Grundpfandrechte als wesentliches Instrument zur Minimierung der mit dem

Kreditgeschäft verbundenen Risiken. Die privilegierten Grundpfandrechte werden im Kre-

ditrisiko-Standardansatz (KSA) als eigenständige Forderungsklasse berücksichtigt (vgl.

Tab. zu Punkt 5 b) und daher nicht als Kreditrisikominderungstechnik nach der Solvabili-

tätsverordnung behandelt. Die Bewertung der Grundpfandrechte erfolgt gemäß den An-

forderungen des § 35 SolvV i. V. m. § 20a Abs. 4 bis 8 KWG. Bei der Ermittlung des Si-

cherheitenwerts werden die Vorgaben der Beleihungsgrundsätze des Sparkassen- und Gi-

roverbandes Hessen-Thüringen zugrunde gelegt.

s - Finanzgruppe Seite: 17 von 22


s Kasseler Sparkasse

b) Quantitative Angaben

Für die einzelnen Forderungsklassen ergeben sich folgende Gesamtbeträge an gesicher-

ten Positionswerten:

Portfolio

Gewährleistungen Finanzielle Sicherheiten

Betrag in Mio. € Betrag in Mio. €

Institute 73,9 -

Mengengeschäft 9,7 9,2

Unternehmen 103,0 3,6

Verzug 3,9 0,2

Gesamt 190,5 13,0

11 Marktrisiko (§ 330 SolvV)

a) Qualitative Angaben

§ 330 Abs. 2 SolvV:

Für regulatorische Zwecke verwendet die Kasseler Sparkasse derzeit keine eigenen inter-

nen Risikomodelle. Zur Anwendung kommen hier die aufsichtsrechtlichen Standardverfah-

ren.

Die Informationen zum Marktrisiko werden im Lagebericht nach § 289 HGB unter Ziffer

D.2.2. beschrieben.

b) Quantitative Angaben

§ 330 Abs. 1 SolvV:

Für die Risikoarten Zins, Aktien, Währung, Waren und Sonstige stellen sich die Eigenmit-

telanforderungen wie folgt dar:

Marktrisiken

Eigenmittelanforderung

Betrag in Mio. €

Währungsgesamtposition gem. § 294 SolvV unter 0,1

Gesamt unter 0,1

s - Finanzgruppe Seite: 18 von 22


s Kasseler Sparkasse

12 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (§ 333 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Im Bereich der Zinsänderungsrisiken werden sowohl Abschreibungsrisiken als auch Zins-

spannenänderungsrisiken betrachtet. Alle Betrachtungen werden dabei sowohl wertorien-

tiert als auch in Bezug auf die Rechnungslegungsvorschriften vorgenommen.

Die wesentlichen Prämissen im Rahmen der Risikomessung im Zinsbereich stellen die An-

nahmen für die Abbildung der Produkte ohne feste Laufzeit und Zinsvereinbarung, die so

genannten variablen Produkte, dar. Die Kasseler Sparkasse folgt hier zum Teil statisti-

schen Analysen des Anpassungsverhaltens.

Für eine Reihe von Produkten sind feste Duplikationsregeln vorgegeben. Annahmen be-

züglich der vorzeitigen Rückzahlung von Krediten sowie von Bestandsänderungen im

Kundengeschäft (sowohl Aktiva als auch Passiva) werden über Szenarien abgebildet. Da-

bei erfolgt eine Berücksichtigung der individuellen Einschätzung der Kasseler Sparkasse

sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wesentliche implizite Optionen werden

in der Risikorechnung berücksichtigt. Offene Festzinszusagen im Darlehensgeschäft sind

entsprechend ihrer festen Laufzeit und Tilgungsvereinbarung enthalten.

Neben der Ermittlung des Value at Risk für das Zinsbuch sowie die Handelsgeschäfte si-

muliert die Kasseler Sparkasse unterschiedliche Zinsentwicklungen über Szenarien. Hier-

bei werden konstante Zinsen, Forwardsätze, Verschiebungen der Zinskurve, Drehungen

der Zinskurve sowie die Entwicklung hin zu inversen Zinsstrukturen regelmäßig betrach-

tet.

Weitere Informationen zu den Verfahren zur Messung und Steuerung des Zinsänderungs-

risikos werden im Lagebericht nach § 289 HGB unter Ziffer D.2.2.1 gegeben.

b) Quantitative Angaben

Zinsänderungsrisiko

+ 200 BP gem. BaFin 11/2011

Rückgang des ökonomischen Wertes In Relation zu den Eigenmitteln

87,9 Mio. € 19,0 %

s - Finanzgruppe Seite: 19 von 22


s Kasseler Sparkasse

13 Operationelles Risiko (§ 331 SolvV)

Die Angaben zum operationellen Risiko finden sich im Lagebericht nach § 289 HGB unter

Ziffer D.2.4.

Die Kasseler Sparkasse verwendet den Basisindikatoransatz.

14 Derivative Adressenausfallrisikopositionen und Aufrechnungspositionen

(§ 326 SolvV)

a) Qualitative Angaben

Die Kasseler Sparkasse geht derivative Finanzgeschäfte zur Absicherung von Kundenge-

schäften, im Rahmen ihrer Handelsaktivitäten und zur Aktiv-Passiv-Steuerung des allge-

meinen Zinsänderungsrisikos ein.

Die Kasseler Sparkasse verwendet für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen im

Rahmen der Solvabilitätsverordnung die Marktbewertungsmethode.

Aufbauend auf den mit der Marktbewertungsmethode ermittelten Kreditäquivalenzbeträ-

gen bestimmt sich die Obergrenze für Kredite an Kontrahenten. Die Kasseler Sparkasse

schließt Geschäfte nur mit Kontrahenten ab, die ein externes Rating von mindestens A

[S&P] aufweisen.

Die Überwachung dieser Obergrenzen erfolgt anhand eines Limitsystems, welches neben

Derivaten auch für alle anderen wesentlichen Risikokategorien eingerichtet wurde.

Für die Bilanzierung und Bewertung der derivativen Finanzinstrumente gelten die allge-

meinen Grundsätze des HGB. Für diejenigen bewertungspflichtigen Geschäfte, die nicht

durch Sicherheiten abgedeckt werden und für die zum Bilanzstichtag ein potenzieller Ver-

pflichtungsüberhang festgestellt wurde, sind nach dem Vorsichtsprinzip entsprechende

Risikovorsorgen in Form von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Ge-

schäften gemäß § 249 Abs. 1 HGB gebildet worden.

Im Rahmen der Steuerung derivativer Adressenausfallrisikopositionen werden die Risiko-

beiträge von Markt- und Kontrahentenrisiken additiv behandelt. Daher erfolgt keine Be-

trachtung von Korrelationen dieser Risiken.

Geschäfte werden nur mit der Landesbank Hessen-Thüringen sowie mit weiteren Kontra-

henten der S-Finanzgruppe getätigt. Aufgrund verbundweiter Sicherungssysteme, die ei-

nen Bestandsschutz für den Kontrahenten garantieren und dessen Bonität im Rahmen

des Verbundratings regelmäßig überprüft wird, bestehen bei der Kasseler Sparkasse kei-

nerlei Verträge, die die Kasseler Sparkasse zur Leistung von Sicherheiten bzw. zum Nach-

schuss von Sicherheiten im Falle einer Ratingverschlechterung verpflichten.

s - Finanzgruppe Seite: 20 von 22


s Kasseler Sparkasse

b) Quantitative Angaben

Positive Wiederbeschaffungswerte

vor Aufrechnung

und Sicherheiten

Aufrechnungsmöglichkeiten

Anrechenbare

Sicherheiten

Positive Wiederbeschaffungswerte

nach Aufrechnung

und Sicherheiten

Betrag in Mio € Betrag in Mio € Betrag in Mio € Betrag in Mio €

Zinsbezogene Kontrakte 3,1 - - 3,1

Währungsbezogene

Kontrakte

Aktien-/Indexbezogene

Kontrakte

0,3 - - 0,3

0,0 - - 0,0

Summe 3,4 - - 3,4

Kontrahentenausfallrisikoposition

Marktbewertungsmethode

6,8 Mio €

Die Sparkasse ist an den Sparkassen-Kreditpools Hessen-Thüringen VII und VIII beteiligt.

Es wurden Risiken in Höhe von insgesamt 12,8 Mio. € übertragen. Die anteilig übernommenen

Risiken betragen 17,5 Mio. €.

15 Informationen zum Vergütungssystem nach § 7 der Instituts-

Vergütungsverordnung (Vergütungsbericht)

a) Qualitative Angaben gemäß § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 InstitutsVergV

1. Allgemeine Angaben zum Vergütungssystem

Die Kasseler Sparkasse ist tarifgebunden. Aus diesem Grund finden auf die Arbeitsver-

hältnisse der Sparkassenbeschäftigten die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst, ins-

besondere der TVöD-Sparkassen, Anwendung. Die Vergütung der Beschäftigten unter-

halb der Vorstandsebene erfolgt überwiegend auf dieser tariflichen Basis.

Mitarbeiter der zweiten Führungsebene erhalten neben der Festvergütung eine in un-

tergeordnetem Umfang jährliche Sondervergütung, die auf Basis von Zielvereinbarun-

gen ermittelt wird.

s - Finanzgruppe Seite: 21 von 22


s Kasseler Sparkasse

2. Vorstandsvergütung

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder erfolgt im Rahmen der auf landesgesetzlicher

Grundlage durch den Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen erlassenen

Richtlinien und Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder der Sparkassen in

Hessen. Die Vergütung kann neben der Festvergütung eine der Höhe nach begrenzte

variable Zulage enthalten, die jährlich nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt wird.

3. Einbindung externer Berater

Eine Einbindung externer Berater ist nicht erfolgt.

b) Quantitative Angaben gemäß § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InstitutsVergV

Die festen Vergütungen der Kasseler Sparkasse betragen 39.171,5 TEUR. Die variablen

Vergütungen betragen 3.484,8 TEUR. 1.088 Beschäftigte insgesamt erhalten variable Ver-

gütungen. In diesen Angaben sind auch die festen bzw. variablen Vergütungen der Vor-

standsmitglieder enthalten.

s - Finanzgruppe Seite: 22 von 22

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine