Frohe Ostern! Frohe Ostern! - Internetangebot von Dr.Joerg Sieger

joergsieger

Frohe Ostern! Frohe Ostern! - Internetangebot von Dr.Joerg Sieger

Seelsorgeeinheit St. Peter, St. Anton & St. Paul

Gemeinde-

Kirche - Welt

Inhalt

3-6 Thema „Ostern

7 Tanz mit!

8-11 „Den Aufbruch

gestalten“

12/13 Kindergarten

St. Elisabeth

14-18 „Singen, weil’s

Spaß macht“

19-24 Landesjamboree

2007

25-27 Kinderseiten

28/29 Muttertag

30/31 Positiver Störfaktor

Frohe Ostern!

Ausgabe 1/2007


Impressum

Ausgabe: 1/2007

Auflage: 750

Redaktion:

Manuela Frank Brigitte Grgas

Ludwig Müller Gondulf Schneider

Michael Veith Ruth Zöller

Druckerei & Verlag KAROLUS GmbH

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Stellen Sie sich vor, es ist Auferstehung und keiner

geht hin!

Diese Aussage, einem Spruch der Friedensbewegung in den

achtziger Jahren nachempfunden, wirft sofort eine Frage auf:

Warum sollte niemand zur Auferstehung gehen? An der Bereitschaft

wird es nicht mangeln. Das wäre doch was – Zeuge der

Auferstehung – dafür würden wir doch alles liegen und stehen

lassen, die Beine in die Hand nehmen, aber hallo!

Warum also sollten wir nicht zur Auferstehung gehen? Wir

können es nicht! Und wer sollte uns daran hindern? Wir selbst,

oder besser gesagt: die Steine, die wir zwischen uns und der

Auferstehung aufgehäuft haben. Eins muss man uns lassen:

Uns selber Steine in den Weg zu legen – auf dem Weg zur

Auferstehung – darin sind wir wahre Meister. Es sind diese

Steine, die uns erst gar nicht aufbrechen lassen, die uns lähmen,

den ersten Schritt auf Ostern hin zu tun. Viele Steine, die wir

uns in den Weg legen, sind kleine Kiesel, die sich nur in unserer

Anschauung zu gewaltigen Felsbrocken auswachsen: die

Sorge um unser Ansehen, was andere Menschen von uns denken

könnten, um die Stellung im Betrieb, die Angst zu kurz zu

kommen, sprich weniger zu sein oder zu haben als andere. Je

wichtiger wir uns selbst nehmen, desto größer werden die Steine,

die uns den Weg zur Auferstehung versperren. Diese Steinchen

kann man relativ einfach aus dem Weg räumen: Wenn ich

mich selbst nicht mehr zum Maß aller Dinge mache, dann

schrumpfen diese Steine auf ihr Normalmaß zurück, sodass ich

mühelos über sie steigen kann.

Und dann liegen auf dem Weg zur Auferstehung Steine, das

sind gewaltige Brocken: eine Krankheit, die Sorge um den Arbeitsplatz,

die Ehe, die droht auseinander zu brechen. Diese

Steine kann ich nicht aus eigener Kraft aus dem Weg räumen,

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doch leider haben viele auch den vergessen, der uns die Steine

aus dem Weg wälzen könnte. Wir haben Gott vergessen und

deshalb müssen wir uns nun fürchten vor dem, was kommt und

geschieht. Dabei lädt er uns ein, ein anderes Verhältnis zu den

Dingen des Alltags zu finden. Denn der Alltag ist der Ort seiner

Fürsorge, der Ort der Fürsorge Gottes. Und so geht es um

die wahren Prioritäten in dem, was der Tag fordert. Fangen wir

doch einmal an, dort wo wir uns ängstlich und krampfhaft sorgen,

einfach zu bitten und dankbar zu empfangen. Was uns im

Alltag so schrecklich wichtig geworden ist, darf ruhig in die

zweite Reihe treten. Das Wichtigste, das Vertrauen auf Gott,

rückt dann wie von selbst in die erste Reihe. Und – versuchen

wir Gott nicht so klein zu denken. Machen wir ihn klein, wachsen

uns die Steine auf dem Weg über den Kopf. Trauen wir

ihm aber viel zu, dann werden wir auch die Kraft empfangen,

die großen Felsbrocken zu überwinden.

Machen wir uns auf den Weg nach Ostern. Der Weg muss

nicht schon frei geräumt sein, wir brauchen nicht einmal zu

wissen, wie die Steine verschwinden werden, die uns auf dem

Weg hindern, wir brauchen nur zu vertrauen, dass es jemanden

geben wird, der die Steine wegwälzen wird.

Michael Tillmann

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SEHT DOCH!

Gott hat den Stein ins Rollen

gebracht.

Eilt aus den Gräbern eurer

Hoffnungslosigkeit.

Brecht auf aus eurer Trauer.

Da, wo alles zu Ende schien

– im Grab – beginnt es neu!


Wer wird den Stein vor dem Grab wegwälzen?

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Als Letztes in

unserem Leben

wird ein Stein

stehen, ein Grabstein,

wie ihn unser

Bild zeigt. Ein Stein,

der uns den Weg zu

unserer Auferstehung

blockiert. Wie

sollen wir diesen

Stein überwinden,

wer wird ihn uns

aus dem Weg

räumen?

Der Grabstein auf unserem Bild ist vor fast einhundert Jahren

aufgestellt worden. Unter dem Namen des Verstorbenen steht

in großer Schrift: „Ruhe sanft!“ Ist das unsere Hoffnung oder

die Hoffnung des Verstorbenen: In aller Ewigkeit sanft zu ruhen?

Mir ist das zu wenig und wohl auch dem Begrabenen.

Denn am Ende des Grabsteins lese ich: „Gott ist die Liebe

usw.“ Beim ersten Lesen musste ich schmunzeln: „Gott ist die

Liebe usw.“ – doch dieses „Und so weiter“, das macht mir

Hoffnung: Gott ist das Leben, er hat den Tod überwunden, er

ist die Auferstehung, die Erlösung – und: er wird den Stein von

unserem Grab wälzen, damit auch wir auferstehen und leben.

Ein schwieriger Glaube.

Lernen wir von den Frauen auf dem Weg zum Grab: Sie machen

sich auf den Weg, um den Leichnam einzubalsamieren.

Dass sie sich auf dem Weg zur Auferstehung befinden, wäre

ihnen wahrscheinlich nicht einmal im Traum eingefallen – so


weit reichte die Hoffnung nicht. Ihre Gedanken kreisen um eine

ganz praktische Frage: Wer wird uns den Stein vor dem

Grab wegwälzen, damit wir Zugang zum Leichnam Jesu haben?

Eine Frage, auf welche die drei Frauen sicherlich keine Antwort

wussten, denn dass die römischen Soldaten dazu bereit

wären, war nicht zu erwarten. Und obwohl die drei Frauen von

ihrem Gang zum Grab nichts anderes zu erwarten hatten, als

unverrichteter Dinge wieder umzukehren, gehen sie diesen

Weg. Warum? Weil sie mit Jesus nicht einfach abschließen

konnten, weil sie die unbewusste Hoffnung hatten, dass Tod

und Grab nicht das letzte Wort haben: Da muss noch etwas geschehen.

Die Frauen haben wahrlich Durchhaltevermögen, sie lassen

sich nicht klein kriegen. Sie halten an ihrer Hoffnung fest und

können von Jesus nicht lassen. Und das empfiehlt uns auch der

Verstorbene. Auf dem Kreuz rechts ist eine Bibelstelle eingemeißelt:

Römer 12,12. Da lohnt es sich nachzulesen: „Seid

fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich

im Gebet.“ Mehr braucht es nicht.

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Michael Tillmann


Tanz mit!!

Unter diesem Motto hat sich um Gabriele Reinhardt eine fröhliche

Gruppe von tanzinteressierten Mitmenschen aus verschiedenen

Altersklassen versammelt.

Frau Reinhardt absolviert ihre

Ausbildung zur Tanzlehrerin

derzeit beim Bundesverband

Seniorentanz e.V.

Die Gruppe trifft sich einmal

pro Woche im Pfarrsaal der

Gemeinde St. Paul, um gemeinsam

mit viel Spaß und

Freude verschiedene Tänze

einzuüben. Dabei sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Bei den Tänzen handelt es sich unter anderem um Kreis- und

Gruppentänze, sowie Folkloretänze aus aller Welt.

Schon Augustinus schrieb über den Tanz, dass er den ganzen

Menschen fördert und im Gleichgewicht der Kräfte hält. In diesem

Sinne geht es beim Tanzen um den Aufbau von Kondition

und Fitness bis ins hohe Alter, um Koordinationstraining und

Förderung von Gedächtnis und Konzentration.

Die Gruppe würde sich freuen,

weitere nette Menschen

bei sich begrüßen zu dürfen.

Interessenten sind zur Tanzstunde

jeweils Mittwoch von

17.00 Uhr bis 18.00 Uhr im

Pfarrsaal der Gemeinde St.

Paul, herzlich eingeladen.

7

Bertram Barth


„Den Aufbruch gestalten“

Klausurtagung des Pfarrgemeinderats unserer

Seelsorgeeinheit

Gemeinsam mit unseren „Hauptamtlichen“ Marieluise Gallinat-Schneider

und Dr. Jörg Sieger machte sich der Pfarrgemeinderat

unserer Seelsorgeeinheit unter dem Leitsatz „Den

Aufbruch gestalten“ auf nach Baden-Baden ins Kloster Lichtenthal,

um dort ein Wochenende zu verbringen.

In verschiedenen Arbeitseinheiten sprachen wir über das

„Ist“ in unserer Seelsorgeeinheit und wie es weitergehen wird

bzw. soll. Hintergrund war die Überlegung in einem nächsten

Schritt nach vorgenommener Errichtung der Seelsorgeeinheit

St. Peter eine Pfarrei St. Peter mit den Gemeinden St. Peter,

St. Paul und St. Anton zu bilden.

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In angenehmer Arbeit in den Kleingruppen und im Plenum

zeigte sich ein großer Gleichklang darin, wie die Pfarrgemeinderäte

die Entwicklungen in unserer Seelsorgeeinheit sehen.

Nach Auswertung der angesprochenen Punkte konnte man zusammenfassend

sagen, dass nach Ansicht des Pfarrgemeinderates

der Erfolg einer gemeinsamen Pfarrei davon abhängen wird,

wie stark es gelingt in den Gemeinden ein „neues Denken“ für

diese gemeinsame Pfarrei zu schaffen.

Dies wird nur gelingen, wenn die vorhandenen Strukturen vor

Ort erhalten bleiben und die Gemeindemitglieder Ansprechpartner

haben, die ein Zusammenwachsen der Gemeinden fördern

können.

Bei einer Zusammenstellung der vielfältigen Angebote zur

Glaubenskommunikation in unseren Gemeinden stellten wir

fest, dass die Menschen heute nicht eine Gruppe sondern ein

Angebot suchen, das für sie passend ist. Es wird deshalb in die-

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sem Bereich, der als unser ureigenster anzusehen ist, neue Angebote

geben, die auch generationsübergreifend sein sollen.

An verschiedenen Stellen des Wochenendes wurde unser Blick

immer wieder auf den Isenheimer Altar gelenkt. Jörg Sieger

verstand es eindrücklich, auf einer virtuellen Reise rund um

den Isenheimer Altar und seine Geschichte eine Verbindung

zwischen der Umbruchsituation zu Zeiten der Antoniter und

der Umbruchsituation unserer Zeit herzustellen.

Ein Gottesdienst, unter dem Thema „Mit Gottes Hilfe an den

Quellen des Heils“, rundete unser Wochenende ab.

In der Abschlussrunde zeigte sich nochmals, dass sich der

Pfarrgemeinderat mit Freude und Zuversicht der „Auf- und

Umbruchsarbeit“ stellen wird.

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Ruth Zöller


Wer dagegen ist, den bitte

ich um Handzeichen!

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„Apropos Pfarr-

gemeinderat“


Kindergarten St. Elisabeth bekommt Bild seiner

Namenspatronin gestiftet

Die Frauengemeinschaft von St. Paul hat einen Wunsch des

Kindergartens St. Elisabeth aufgegriffen und ein Bild seiner

Schutzpatronin malen lassen. Der Kunstmaler Franz Riffel aus

Karlsdorf erklärte sich bereit und schuf ein Bild im Format 90

x 50 cm. An der Übergabe des Bildes am 19.01.2007, dem Gedenkjahr

der Heiligen (geboren 1207), nahmen neben Kindern

und Erzieherinnen, Herr Bürgermeister Hockenberger, Herr

Pfarrer Dr. Sieger und Vertreterinnen der Frauengemeinschaft

teil.

Das Bild ist in lebhaften Farben

(Acryl, aber Öl für das Gesicht)

gemalt und fand seinen Platz

gleich hinter der Eingangstür

gleichsam zur Begrüßung aller,

die den Kindergarten betreten.

Die gütig und gleichzeitig hoheitsvoll

blickende Heilige im

fürstlichen Gewand und mit der

Krone der Landgräfin von

Thüringen trägt Brot in einem

Korb und Rosen im Arm. Damit

zeigt der Maler den Anfang und

das Ende des legendären Rosenwunders

auf einen Blick:

Elisabeth hatte den Armen in Eisenach während einer Hungersnot

- trotz Verbotes ihres Schwagers - Brot bringen wollen,

wurde aber am Burgtor aufgehalten und aufgefordert das Tuch,

mit dem sie das Brot zugedeckt hatte, zu entfernen. Sie tat dies,

aber statt des Brotes lagen nun frische Rosen im Korb. So wur-

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de der hartherzige Schwager beschämt, sie aber wurde von seinem

Zorn verschont.

St. Elisabeth hat in ihren nur 24 Lebensjahren so vielen Menschen

geholfen, dass diese ihre guten Taten ausgeschmückt und

sich wunderbare Geschichten erzählt haben. Die Kinder auf

dem Bild schauen zu ihr auf eigentlich eine Aufforderung an

die Erwachsenen, alles zu tun, dass Kinder zu ihnen ohne

Angst aber mit Dankbarkeit aufschauen können.

Die wichtigsten Farben des Bildes sind blau, rot und grün und

weisen damit symbolisch auf die drei göttlichen Tugenden hin:

Glaube Liebe Hoffnung. Der Regenbogen bestätigt den

Bund zwischen Gott und den Menschen. Diese beiden Hinweise

hat der Maler selbst gegeben und er sagte zum Schluss: So

soll die Hl. Elisabeth als Namenspatronin von jetzt an euren

schönen Kindergarten schmücken.

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Rudolf W. Loew


„Singen weil’s Spaß macht“ – wer hat Lust beim

„NGL“ mitzumachen?

Ungefähr 30 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 76

Jahren stehen mit geschlossenen Augen und ausgebreiteten

Armen, die Handflächen wechselseitig nach oben und unten

drehend im Halbkreis um eine einzelne „Vorturnerin“ herum

und sind ganz und gar damit beschäftigt die völlige Entspannung

zu suchen, als ein schon etwas älterer Mann hinten rechts

das unmittelbar bevorstehende „Rausspringen seiner untersten

Bandscheibe“ ankündigt und dadurch eine Lachsalve auslöst,

der im Laufe des Abends noch weitere folgen werden.

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Spaß beim „Einsingen“

Entgegen dem ersten Anschein haben wir es nicht mit einer

lustigen gemischten Turngruppe im Pfarrzentrum St. Paul zu

tun, sondern wir waren zu Gast beim „Einsingen“ der Singgruppe

NGL (Neues Geistliches Lied), der auch ich seit ca. 12

Monaten angehöre, nachdem ich einfach mal zum Schnuppern

in eine Chorprobe ging.


„Singen, weil’s Spaß macht“ war die Devise des Chores schon

von Beginn an – so die Aussage von Ursula Groß, auf deren

Initiative die Gründung im Jahre 1995 zurückging. Daran hat

sich bis heute nichts geändert, was ich selbst uneingeschränkt

bestätigen kann.

Das NGL ist eine Gemeinschaft von derzeit ca. 25 Sängerinnen

und 10 Sängern, die etwa fünf- bis siebenmal jährlich Gottesdienste

in der gesamten Seelsorgeeinheit musikalisch gestaltet.

Folgerichtig kommen die Chormitglieder inzwischen aus allen

drei Gemeinden der Seelsorgeeinheit – mit einem historisch

begründeten Schwerpunkt auf St. Paul.

Erster Auftritt im Jahre 1995 in St. Paul

Seit seinem Bestehen wurde der Chor inzwischen von vier

Chorleitern geführt. Vom ersten Auftritt an – der übrigens im

Mai 1995 zur Primiz von Alexander Schleicher in St. Paul

stattfand – wurde der Chor von Klaus Heinrich betreut, dem

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dann 2000 Sebastian Münz folgte. Nach dessen beruflich bedingtem

„kürzer treten müssen“ übernahm Veronika Hille im

Januar 2005 die Chorleitung, die sie jedoch wegen der Aufnahme

Ihres Musikstudiums und Umzuges nach Freiburg im

Juli 2005 an die derzeitige Chorleiterin Jutta Scherban übergab.

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Firmung 2007 in St. Anton

NGL versteht sich nicht als Konkurrenz beispielsweise zu den

Kirchenchören St. Peter/St. Paul bzw. St. Anton sondern vielmehr

als Ergänzung dazu. Wie der Name schon sagt, hat sich

das NGL zur Aufgabe gemacht, neues geistliches Liedgut

meist mehrstimmig einzustudieren. Die Texte und Melodien

sollen dem heutigen Glaubensverständnis entsprechen. Daher

spielen die Texte bei der Liedauswahl durch das Leitungsteam

des Chores eine große Rolle. Ziel ist es immer, durch die Liedauswahl

die Intension des jeweiligen Gottesdienstes zu unterstützen.

Die Auftritte sind darüber hinaus so ausgelegt, dass die

Gemeinde mitsingen kann (per Liedblatt oder Projektion der

Texte an die Wand) – man möchte nicht nur eine reine Darbie-


tung präsentieren, vielmehr soll möglichst ein Funke vom Chor

zur Gemeinde überspringen. Aus diesem Grund steht das NGL

beim Gottesdienst auch immer vorne im Altarraum und nicht

etwa auf der Empore und wiederholt die Lieder im Laufe des

Jahres öfter, um den Bekanntheitsgrad bei der Gemeinde zu

erhöhen. Das Repertoire des Chores beträgt inzwischen ca.

160-170 Lieder in mehreren Sprachen.

Neben der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten übernimmt

das NGL hin und wieder auch deren inhaltliche Gestaltung

– insbesondere beim traditionellen Adventsgottesdienst

bei Kerzenschein. Weitere Höhepunkte sind der alljährliche

Gottesdienst auf der Wiese beim Sancta Maria an Christi

Himmelfahrt, die musikalische Gestaltung des Firmgottesdienstes

der Seelsorgeeinheit oder des Fastnachtsgottesdienstes

und die Auftritte bei den Pfarrfesten.

17

Neujahrstreffen 2007


Neben dem gemeinsamen Singen geht es aber auch um die

Pflege der Geselligkeit, z.B. beim alljährlichen Neujahrstreffen

zu Beginn des neuen Chorjahres, gemeinsamen Veranstaltungen

mit den Familien, wie beim traditionellen Picknick nach

dem Gottesdienst an Christi Himmelfahrt oder bei Wanderung

und Einkehr beim Ferientreff im Sommer. Aus der gemeinsamen

Chorarbeit haben sich inzwischen auch viele private Kontakte

unter den Sängerinnen und Sängern entwickelt.

Ich hoffe, nach all diesen Informationen haben Sie Lust bekommen

mitzumachen? Dann zögern Sie nicht, einmal zum

Schnuppern in eine unserer Chorproben zu kommen. Wir treffen

uns mittwochs von 20:00 bis ca. 21:30 Uhr im Pfarrzentrum

St. Paul.

Probieren Sie es aus – auch Sie werden Freude am Singen haben

getreu dem Motto „Singen, weil’s Spaß macht“!

Das Leitungsteam gibt gerne weitere Auskunft:

Jutta Scherban, Telefon (07251) 40111, E-Mail: ruju.scherban@t-online.de

Ursula Groß, Telefon (07251) 89993, E-Mail: ursulagross1@gmx.de

Ruth Petermann, Telefon (07251) 14953, E-Mail: ruth_petermann@web.de

Franz Porz, Telefon (07257) 3631, E-Mail: franz@porz-obergrombach.de

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Michael Veith


Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind verlässliche Partner

Seit 100 Jahren steht die Pfadfinderbewegung für Traditionen

und Werte. 1907 nahm die größte Jugendbewegung ihren Anfang.

Inzwischen stehen rund 28 Millionen Pfadfinderinnen

und Pfadfinder weltweit für Ehrlichkeit, Engagement und Verantwortung

in Gesellschaft und Kirche.

Bereits 1909 wurde die Bewegung nach Deutschland getragen.

Die Wurzeln der Verbände, die das Landesjamboree 2007 gemeinsam

veranstalten, reichen in die frühen Anfänge zurück.

Trotz Verbot der Pfadfindergruppen in Deutschland im Jahre

1934 schwelte die Idee der Bewegung im Untergrund weiter.

Nach 1945 blühten der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder

e.V. (BdP), die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg

(DPSG) und die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) wieder

auf und entwickelten sich zu den Verbänden, wie wir sie heute

kennen.

Wesentliches Merkmal in der Verbandskultur von BdP, DPSG

und PSG ist die Kinder- und Jugendpädagogik, die sich an den

Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

orientiert. „Lernen durch Erfahrung“ gehört hierbei zu den

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wichtigsten Methoden. Ein weiteres Merkmal sind die demokratischen

Strukturen: Leitungen werden gewählt und Satzungen

umreißen die Handlungsfelder der Verantwortlichen. Die

Entscheidungsfindungen sind transparent für die Mitglieder der

Verbände und für Außenstehende. Schon die jüngsten Pfadfinderinnen

und Pfadfinder werden in Entscheidungsprozesse einbezogen.

BdP, DPSG und PSG sind Teil eines internationalen Netzwerkes.

Gemeinsam mit dem VCP (Verband christlicher Pfadfinderinnen

und Pfadfinder) sind sie die einzigen deutschen Pfadfinderverbände,

die in den Weltbünden WAGGGS (World Association

of Girl Guides and Girl Scouts) and WOSM (World

Organization of the Scout Movement) anerkannt sind.

„Wir Begegnen uns – Wir zeigen uns – Wir bauen auf die

Vergangenheit und blicken in die Zukunft“

„100 Jahre Pfadfinderbewegung“ feiern die Pfadfinderinnen

und Pfadfinder in Baden-Württemberg mit einem Großereignis,

dem Landesjamboree 2007. Unser Motto „Wir begegnen

uns“ nehmen wir wörtlich: 6000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene

treffen sich auf dem Eichelberg bei Bruchsal und leben

vom 27. Juli bis 5. August 2007 in einer riesigen Zeltstadt.

Auf dem Zeltlager selbst wird am 29. Juli ein Öffentlichkeitstag

stattfinden, zu dem tausende Besucher aus Bruchsal und

Umgebung erwartet werden. Hierzu möchten wir sie alle herzlich

einladen. Abschluss des Sonntages wird um 18 Uhr ein

Gottesdienst sein, der von Herrn Bischof Fürst und Herrn

Weihbischof Uhl zelebriert wird.

Das Landesjamboree 2007 – Baden-Württemberg wird unterstützt

von unserer Schirmherrin

Gerlinde Hämmerle

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und unseren Schirmherren

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch,

Bischof Dr. Gebhard Fürst,

Ministerpräsident Günter H. Oettinger,

Oberbürgermeister Bernd Doll

Unsere Verbände können auf eine lange Tradition zurückblicken.

Das Interesse der Kinder und Jugendlichen, das Engagement

der Ehrenamtlichen im Verband und die Resonanz im

Vorfeld auf das Landesjamboree 2007 zeigen, wie lebendig die

Pfadfinderbewegung in Baden-Württemberg ist.

Scouting’s Sunrise am 1. August 2007 oder der 100. Geburtstag

Originalversprechen von Robert Baden-Powell

On my honour I promise that I will do my best:

- to do my duty to God and the King (or my Country)

- to help other people at all times

- to obey the Scout Law

Übersetzung:

Auf meine Ehre verspreche

ich, mein Bestes zu tun, um:

- meine Pflichten gegenüber

Gotte und

dem König (oder meinem

Land) zu erfüllen

- anderen Menschen jederzeit zu helfen

- das Pfadfindergesetz zu befolgen.

Am 31. Juli 1907 begann auf Brownsea Island das erste Pfadfinderlager.

An diesem Abend entzündeten Baden Powell und

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seine 22 Jungs das erste Lagerfeuer. Der Morgen des 1. August

1907 gilt weltweit als Beginn der Pfadfinderbewegung.

Zum 100. Geburtstag versammeln sich überall auf der ganzen

Welt Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei Sonnenaufgang und

erneuern gemeinschaftlich ihr Versprechen oder legen es zum

ersten Mal ab.

100 Jahre Pfadfinderbewegung – 100 gute Taten

Versucht, diese Welt ein wenig besser zu verlassen, als ihr sie

vorgefunden habt. Dieser Weisung von Baden-Powell folgend

wir. In und um Bruchsal werden 1000 Caravelles, Pfadfinderinnen

und Pfadfinder im Alter zwischen 13 und 16 Jahren für

jedes Jahr der Pfadfinderbewegung eine gute Tat vollbringen.

Hierfür werden noch zahlreiche Projektideen in und um Bruchsal

gesucht.

Denkbar ist der ehrenamtliche Einsatz

in Bildungseinrichtungen, in Pfarrgemeinden,

in Vereinen und auch nicht

vereinsmäßig organisierten Gruppen, bei

Behörden, Firmen aber auch Privatpersonen

und vieles mehr. Das erforderliche

Material und die notwendige fachliche

Anleitung sollte von den Projektträgern

zur Verfügung gestellt werden. Die

Pfadfinder bringen im Gegenzug pro

Projekt bis zu 20 Personen und sechs

Stunden Zeit für die Umsetzung mit.

Projektvorschläge können beim Mach-mit-Büro der Stadt

Bruchsal, Alexandra Geider (Telefon: 07251/79373 oder

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Alexandra.Geider@Bruchsal.de) und Inge Ganter (Telefon:

07251/79346 oder Inge.Ganter@Bruchsal.de).

Weitere Informationen über unser Pfadfinderlager erhalten Sie

unter www.landesjamboree.de oder per E-Mail bei Bernd Molitor,

Bernd.Molitor@landesjamboree.de

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Das Pessachfest der Juden

In der Woche vor Ostern, der Karwoche, ist Jesus nach Jerusalem

gewandert, um das jüdische Pessachfest zu feiern, denn

Jesus war ein Jude. Das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern

hielt er vielleicht sogar als einen jüdischen Sederabend innerhalb

der 7-tägigen Pessachfeiern. Am Sederabend denken die

jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt bis heute an ihre

Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei. Es ist für sie der Beweis,

dass Gott die Israeliten besonders mag.

Das Sedermahl läuft heute immer gleich ab: Wie ihre Vorfahren

bestreichen die Juden an diesem Abend die Türpfosten mit

dem Blut eines Lammes zum Zeichen dafür, dass sie unter dem

Schutz Gottes stehen. Normales Brot aus Sauerteig gibt es am

Sederabend nicht, sondern Mazzen, eine Art Knäckebrot. Denn:

Üppige Vorräte für ihre Flucht konnten die Israeliten in der

Nacht ihrer Befreiung nicht mehr herstellen. Wichtig sind auch

die Bitterkräuter beim Sedermahl. Sie sollen daran erinnern,

wie bitter und demütigend die Zeit der Sklaverei in Ägypten

gewesen sein muss. Jüdische Männer ziehen zum Sedermahl

bis heute einen Gürtel an und sie essen hastig, weil ihre Vorfahren

ja im Begriff waren zu fliehen.

Und wir Christen? – Wir feiern zu dieser Zeit die Karwoche,

die uns an eine andere Befreiungstat Gottes erinnert, die Auferstehung

Jesu von den Toten. Sie sagt uns Christen, dass mit

dem Tod unser Leben nicht zu Ende ist. Das gibt uns die Freiheit,

unser Leben auch dann auszuhalten, wenn es mal nicht so

schön ist.

jbm

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Muttertag

Muttertag – als Kind bekam ich

einen Schreck, wenn der Tag

näher kam. Jedes Jahr das

Gleiche: Ich habe kein Geld. Das

Taschengeld ist ausgegeben. Das

heimliche Extra-Geld von der

Mutter – auch ausgegeben. Noch

vier Tage. Da muss mir ’was

einfallen. Tat es aber nicht. Dann

war Samstagnachmittag. Kein

Geschenk. Und kein Geld. Das

konnte ja heiter werden. Sonntag

ist Muttertag. Der Schreck war

groß. Und die Fantasie klein.

Am Muttertagmorgen gehe ich also zum Bach in der Nähe.

Wiesenschaumkraut, heißt mein Zauberwort. Eine Stunde laufe

ich auf der Wiese umher und sammle Wiesenschaumkraut. Das

macht nicht viel Arbeit, macht aber viel her. In einer Stunde

hat man den ganzen Arm voll. Damit gehe ich nach Hause und

will Mutter beeindrucken. Das Herz voll schlechtem Gewissen,

den Arm voll Wiesenschaumkraut. So stehe ich vor ihr. Stottere

ein bisschen ’was von „Kein Geld ... für die Schule gebraucht

und so ...“ Meine Mutter glaubt mir kein Wort, mit

Recht. Ich hatte Süßigkeiten vom Geld gekauft, wie immer.

Aber wie ich so vor meiner Mutter steh’ mit dem Arm voller

Wiesenschaumkraut, das muss sie irgendwie auch beeindruckt

haben. Jedenfalls tut sie so. „Junge, was für ein schöner

Strauß!“, sagt sie.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Das Wiesenschaumkraut hat

mich gerettet, wieder ’mal. Vielleicht ist das ja das Geheimnis

28


von guten Müttern. Sie zaubern Dinge, die gar nicht da sind.

Sie geben Liebe, auch wenn sie erschöpft sind. Sie sind froh,

auch wenn sie eigentlich böse sein müssten. Sie nehmen das

schlechte Gewissen der Kinder weg, bevor die Tränen kommen.

Solche Mütter sind Künstlerinnen. Sie arbeiten an einer Welt,

die noch gar nicht da ist. Und machen die Welt der Kinder besser

als sie ist, Gott sei Dank. Das ist große Kunst, der beste

Trost überhaupt. Dafür muss man sie einfach lieben, die Mütter.

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Michael Becker


Positiver Störfaktor

Die Fluglinie „British Airways“

hat vor kurzem eine

Mitarbeiterin am Ticketschalter

vom Dienst suspendiert, weil sie

über ihrer Uniform ein kleines

Silberkreuz trägt und sich geweigert

hat, dies abzunehmen.

In einem Schreiben eines

Tourismusdirektors im österreichischen

Vorarlberg an

dreihundert Hoteliers hat im

letzten Jahr der Manager unter

anderem folgende Verhaltensmaßregel

empfohlen, um die

Gäste zufriedenzustellen:

„Vermeiden Sie in den Wohnungen möglichst religiöse Symbole.

Nicht einmal die Hälfte unserer Gäste ist katholisch. Es

gibt eine Vielzahl von Religionen. Religion ist etwas sehr Persönliches.

Ein Kreuz oder ein Heiligenbild befremdet womöglich

einen Gast, obwohl es für uns selbstverständlich ist.“

Das Landgericht Trier hat sich im November letzten Jahres

nach einer Renovierung entschlossen, in sechs Gerichtssälen

keine Kruzifixe mehr aufzuhängen. Der Präsident des Landgerichts

begründete den Schritt damit, dass die Justiz zu weltanschaulicher

Neutralität verpflichtet sei, und wies darauf hin,

dass ohnehin nicht mehr für jeden Sitzungssaal ein Kreuz zur

Verfügung gestanden habe.

Drei Nachrichten aus drei unterschiedlichen Ländern, aus drei

unterschiedlichen Bereichen. Zugegeben, willkürlich zusammengestellt.

Und doch ein Tenor: Das Kreuz gehört verbannt

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aus der Öffentlichkeit. Vieles ließe sich jetzt sagen über die

kulturelle Identität Europas und dass man doch nicht seine

Wurzeln verleugnen dürfe. Doch ich befürchte, damit werden

wir niemanden beeindrucken. Ich halte es dann lieber mit dem

Apostel Paulus und seiner Meinung über das Kreuz: Den einen

ein Ärgernis, den anderen eine Torheit, uns aber Gottes Kraft

und Gottes Weisheit (nach 1. Korintherbrief 1,23-24).

Das ist das Entscheidende: Viele, von denjenigen, denen das

Kreuz Torheit oder Ärgernis ist, scheuen sich nicht, das auch

laut kundzutun und gegebenenfalls die Entfernung religiöser

Symbole aus öffentlichen Räumen zu verlangen. Wo aber sind

die lauten Stimmen, die glaubhaft Zeugnis ablegen, dass ihnen

das Kreuz Kraft und Weisheit Gottes ist? Die Gesellschaft ist

nicht in ihrer Breite aggressiv gegen das Christentum eingestellt,

vielmehr wirken die Christen oftmals zu defensiv in die

Gesellschaft hinein. Woran das liegt? Der österreichische Tourismusdirektor

– der sich inzwischen für seinen Brief entschuldigt

hat – verrät es ungewollt: Das Kreuz ist für uns selbstverständlich!

Das darf es eben nicht sein. Wie kann das Folterinstrument,

an dem der Mensch gewordene Gott zu Tode kam,

für uns selbstverständlich sein? Wie kann das Zeichen der

Hoffnung, dass auch wir einst den Tod überwinden werden, für

uns selbstverständlich sein? Das Kreuz muss auch für uns ein

Störfaktor bleiben, aber eben nicht als Ärgernis oder Torheit,

sondern zum Trost, zur Ermutigung, zur Befreiung aus all dem,

was unser Leben bedrückt und schwer macht. Im sogenannten

„Bürgerlied“ aus dem Jahre 1845 heißt es: „Ob uns Kreuze

vorne schmücken, oder Kreuze hinten drücken, das tut, das tut

nichts dazu!“ Das stimmt eben nicht: Mit meinem Kreuz um

den Hals – auch öffentlich getragen – kann ich die Kreuze des

Lebens oft leichter tragen. Davon möchte ich immer wieder

Zeugnis ablegen.

Michael Tillmann

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LANDKREIS KARLSRUHE

Gospel-Projektchor 2006/07

Der Landkreis „gospelt“ wieder!

So. 20.05.2007, 19:30 Uhr in St. Paul, Bruchsal

an der Kreuzung B3/B35

GOSPEL-ROCK

aus dem Landratsamt

neues Programm, neuer Schwung

für Junge und Junggebliebene

to hear and sing.....................

powered by Joh. J. Beichel

Eintritt 5,- EUR – freie Platzwahl

(Beachten Sie die weiteren Informationen

und Ankündigungen)

Reinerlös für die Kirchenrenovation St. Anton

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