Gemeinde-Kirche-Welt (Nr. 1/08 von April

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Gemeinde-Kirche-Welt (Nr. 1/08 von April

Seelsorgeeinheit St. Peter, St. Anton & St. Paul

Gemeinde-

Kirche - Welt

Inhalt

3 Renovierung der

Antoniuskirche

4 Pfarrfest der

Pfarrei St. Peter

5 Veranstaltungen

zum Patrozinium

6-7 Abenteuerurlaub

mit der KJG

8-10 „Vergessenes

Marienbild“

11-16 Serie: Unsere

Kirchenheiligen

Petrus

17-18 AN(GE)DACHT

19 Kinderseite

20 Einladung zum

Brunch

Es ist schön …

… wenn uns noch ein Licht aufgeht.

Nach Ostern. Zurück im Alltag.

Wenn Mauern wieder den Blick versperren,

noch ein Fenster zum Himmel frei ist.

Die Mauern, das Dunkel, die Starre und Schwere

war und ist immer da.

Doch seit Ostern haben Christen eine neue Perspektive.

Gleichzeitigkeit – die Herausforderung des Glaubens.

Gleichzeitigkeit von Dunkel und Licht.

Gleichzeitigkeit von Angst und Hoffnung.

Gleichzeitigkeit von Trauer und Freude.

Mit Osteraugen sehen wir auch nachösterlich nicht diffus;

ist nicht alles grau,

kein helleres Dunkel und kein verschattetes Licht.

Mit Osteraugen sehen wir auch nachösterlich das Licht

immer wieder

über das Dunkel triumphieren.

Michael Tillmann

Ausgabe 1/2008


Impressum

Ausgabe: 1/2008

Auflage: 900

Redaktion:

Manuela Frank Brigitte Grgas

Ludwig Müller Gondulf Schneider

Michael Veith Ruth Zöller

Druckerei & Verlag KAROLUS GmbH

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Renovierung der Antoniuskirche

in vollem Gange

Weitere Benefizkonzerte im 2. Quartal 2008

Im Rahmen der Benefizkonzerte für die Antoniuskirchenrenovierung

finden im 2. Quartal 2008 folgende Veranstaltungen

statt:

Sonntag, 20. April 2008 – 17.00 Uhr Pauluskirche

Benefizkonzert mit dem

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Eintritt 5,-- €, Karten sind

im Vorverkauf und an der

Veranstaltungskasse, die ab

16.00 Uhr geöffnet ist, erhältlich.

Das SAP Sinfonieorchester

spielt Werke von

Wagner, Dvorak und P.

Tschaikowsky

Sonntag, 08. Juni 2008 – 17.00 Uhr Pauluskirche

Konzert mit dem

Eintritt 5,-- €, die Karten sind im Vorverkauf und an der Veranstaltungskasse

erhältlich, die ab 16.00 Uhr geöffnet ist.

Das Programm dieses Konzertes steht noch nicht abschließend

fest.

Beachten Sie bitte weitere Veranstaltungsankündigungen.

Gondulf Schneider


Pfarrfest der Pfarrei St. Peter in der

Gemeinde St. Anton

Aufgrund der besonderen Feierlichkeiten zum Patrozinium der

Pfarrei St. Peter feiert die Gemeinde St. Anton das diesjährige

Pfarrfest für die gesamte Pfarrei.

Das Pfarrfest findet statt am:

Sonntag, 15. Juni 2008.

Nach einem festlichen Gottesdienst gibt es wie gewohnt Speis

und Trank und verschiedene sonstige Angebote rund um das

Antoniushaus. Alle Mitglieder aus der Pfarrei St. Peter sind zu

dieser Veranstaltung herzlich eingeladen, entweder als Mitfeiernde

oder aber auch als Helfer.

Beachten Sie die diesbezüglichen besonderen Ankündigungen.

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Gondulf Schneider

Wir hauen auf die Pauke: Unsere Gemeinde feiert!


Veranstaltungen zum Patrozinium

der Pfarrei St. Peter

Das Wochenende 28./29. Juni 2008 steht ganz im Zeichen des

Patroziniums unserer Pfarrgemeinde St. Peter (Fest Peter und Paul).

Folgende Gottesdienstveranstaltungen mit und ohne Rahmenprogramm

werden angeboten.

Samstag, 28.06.2008 – 18.30 Uhr - Kirche St. Anton

Jugendgottesdienst der Jugendgemeinschaften der Pfarrei St.

Peter mit besonderer musikalischer Gestaltung und spezieller

inhaltlicher Vorbereitung. Beachten Sie bitte die entsprechenden

Ankündigungen.

Sonntag, 29.06.2008 – 10.15 Uhr - Kirche St. Paul

Festgottesdienst zum Patrozinium, musikalisch gestaltet von

den Kirchenchören der Pfarrei. Im Anschluss an diesen Festgottesdienst

findet im Gemeindezentrum St. Paul eine Begegnung

für die Gottesdienstgemeinde statt.

Sonntag, 29.06.2008 – 19.00 Uhr - Kirche St. Peter

Feierliche Abendandacht, musikalisch gestaltet vom „Neuen

Geistlichen Lied“.

Schon heute sind Sie zu allen Veranstaltungen auf das herzlichste

eingeladen, beachten Sie die entsprechenden aktuellen

Ankündigungen speziell in der Gottesdienstordnung.

Gondulf Schneider

Anlässlich unseres 10jährigen Betriebsjubiläums hatten wir zu

Weihnachten 2007 einen Kalender mit Katzenmotiven aufgelegt.

Die Resonanz war gut! Wir danken allen Pfarreimitgliedern,

Nachbarn, Verwandten, Kunden für Ihre Spende! Der Erlös

von 500,- EUR erging an die Pfarrei St. Peter zugunsten

dringender Renovationsarbeiten der Pfarrkirche St. Anton.

Ella Müller, Druckerei & Verlag KAROLUs GmbH

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Lust auf einen Abenteuerurlaub ohne Deine Eltern?

Wolltest Du schon immer einmal ohne Deine Eltern verreisen

und knapp zwei Wochen lang jede Menge Spaß haben und nette

Leute in Deinem Alter kennenlernen? Wo ist das Problem?

Es ist bald wieder soweit!

Wie jedes Jahr veranstaltet die KJG St. Peter und St. Paul in

den Sommerferien ein Abenteuerzeltlager für Kinder und Jugendliche.

2008 werden wir unsere Zelte in Backnang in der

Nähe von Stuttgart aufschlagen. Unser Lagerprogramm reicht

von einer Nachtwanderung, einem Fußballturnier über einen

Casino-Abend bis hin zu einem Schwimmbadbesuch oder anderen

tollen Ausflügen.

Einzige Bedingung: Ihr müsst im Lager ohne Handys, Computer,

TV oder anderem technischen Schnickschnack des 21.

Jahrhunderts auskommen. Aber keine Sorge! Wir haben fließend

warmes Wasser und Strom… Spaß beiseite! Es dürfte

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kein Problem für die etwa 15 Leiter der KJG sein, Euch bei

Laune zu halten.

Dreimal täglich finden die verschiedensten Programmpunkte

statt, bei denen

der Zusammenhalt

der

Gruppe gestärkt

wird. Natürlich

sind die

vielen tollen

Preise, die es

zu gewinnen

gibt, auch ein

kleiner Ansporn!

Und damit Du das gut überstehst, wirst Du zwischendurch mit

leckeren Mahlzeiten aus dem Küchenzelt gestärkt. Es ist also

wieder allerhand geboten und wird garantiert nicht langweilig.

Und wo kann man sonst bei romantischer Lagerfeuerstimmung

mit Stockbrot und Gesang den Abend ausklingen lassen und

ausgepowert aber zufrieden in den Schlafsack schlüpfen, um

am nächsten Morgen mit Zeltlagermusik geweckt zu werden?

Also, falls Du zwischen 8 und 16 Jahren alt und vom 18. bis

29 August bereit für Dein großes Abenteuer bist, dann melde

Dich schnell an!

Weitere Informationen sowie Anmelde- und Informationsbögen

gibt’s bei Miriam Rieger unter Telefon 07250/929517!

Also nichts wie ran an die Telefonhörer! Das große Abenteuercamp

wartet auf Dich!

Simone Stich

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„Vergessenes Marienbild wiederentdeckt“

Es war der 1. Dezember 2006 als Wolfgang Loew im Rahmen

einer Gemeindeausschuss-Sitzung in St. Paul darauf aufmerksam

machte, dass auf dem Speicher der Pauluskirche seit vielen

Jahren ein Marienbildnis aufbewahrt wird. Es stammt aus der

alten Pauluskirche, die beim Bombenangriff am 1.März 1945

zerstört worden ist.

Wolfgang Loew schlug vor, für das Marienbild eine bestimmungsgerechte

Verwendung zu suchen, worauf wir im Gemeindeausschuss

beschlossen, uns im Rahmen der nächsten

Sitzung ein Bild über den Zustand des Gemäldes zu verschaffen.

Hierzu trafen wir uns am

30. Januar 2007 und

begaben uns voller

Erwartung auf den

Speicher der Pauluskirche.

Im hintersten Eck an der

Giebelwand angelehnt

fanden wir ein zum

Schutz in Plastikfolie

eingeschlagenes Paket,

das wir gespannt und

vorsichtig zugleich auszupacken

begannen.

Was wir fanden war ein Bildnis Mariens, das nach Aussage

zweier konsultierter Künstler circa aus der Zeit um 1860/1870

stammt. Es zeigt die Mutter Gottes im typischen Nazarener Stil

in Öl gemalt, in klarer konturierter Form.

Vorherrschendes Kompositionselement im Nazarener Stil ist

die menschliche Figur. Der Gesichtsausdruck der dargestellten

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Figuren ist dabei ernst und verinnerlicht; man sieht kein einziges

heiteres oder gar lachendes Gesicht.

Die Farben haben vor allem die Funktion, die Szene zu verinnerlichen

und zu vergeistigen. In warmem, pastelligem

Schmelz werden Figuren und Landschaft miteinander verbunden.

Besonderen Wert wird auf die Lichtführung gelegt, die zu

der zentralen Figur hinleitet.

In vielen nazarenischen Bildern – so auch in unserem Marienbild

- ist die Lichtführung das einzige dramatische Element in

einer Bildkomposition,

die im übrigen

von tiefer Ruhe, Innerlichkeit

und Ernst

bestimmt ist.

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Beim Betrachten des

Bildes mussten wir

deutliche Schäden am

Rahmen und der

Leinwand feststellen.

An eine Verwendung

in diesem Zustand war

nicht zu denken.

Im Rahmen einer weiterenGemeindeausschuss-Sitzung

am 29.

März 2007 sprachen

wir uns für eine

Restaurierung und die

Suche nach einem

geeigneten zukünftigen

Standort aus,

wobei sich die

Mehrheit für eine


Aufstellung in der Pfarrkirche St. Paul aussprach.

Nach erfolgter Kontaktierung des Erzbischöflichen Bauamtes

wurden Angebote über eine fachgerechte Restaurierung eingeholt

und ausführlich darüber beraten.

Am 21. Februar 2008 beschloss der Gemeindeausschuss einstimmig,

dem Bruchsaler Kunstmaler Franz Bannholzer den

Auftrag für die Restaurierung zu erteilen, der uns eine zeitnahe

Fertigstellung zusagte.

Zur Finanzierung der Arbeiten konnte übrigens eine Sponsorin

gefunden werden, die für die gesamte Restaurierung aufkommen

möchte.

Derzeit sind wir auf der Suche nach einem geeigneten Standort

und erwarten gemeinsam mit der Sponsorin die Fertigstellung

des alten und neuen Marienbildes.

Michael Veith

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Unsere Kirchenheiligen

Der Patron unserer Peterskirche

- Petrus -

Am 29. Juni feiern wir das Patrozinium zu Ehren unserer Kirchenpatrone,

den Aposteln Petrus und Paulus. Es ist wohl das

bekannteste aller Apostelfeste. Doch wer war Petrus tatsächlich?

Wie kam er zu dieser tragenden Rolle?

Petrus – sein eigentlicher Name war Simon – stammte aus Betsaida,

einem Fischerdorf am See Genezareth. Sein Vater hieß

Johannes bzw. auf aramäisch Jona. Nach seiner Heirat zog er

nach Kafarnaum, ins Elternhaus seiner Frau. Von Beruf war

Simon Fischer, und als Jesus ihm zum ersten Mal begegnete,

warf er gerade zusammen mit seinem Bruder Andreas die Netze

aus. Auf den Beruf der Brüder spielt Jesus an, wenn er sie

mit den Worten "… ich will euch zu Menschenfischern machen" in

seine Nachfolge ruft.

Ob Petrus auf den Ruf Jesu hin seine

Netze zurückließ und ihm nachfolgte,

wie Markus und Matthäus berichten,

oder weil ihn der Erfolg beim

abermaligen Auswerfen der Netze auf

Jesu Wort hin überzeugte, wie Lukas

erzählt, muss offen bleiben. Folgt man

dem Johannesevangelium, führte

Andreas seinen Bruder Simon zu Jesus. Dieser blickte ihn an,

nannte ihn bei seinem Namen Simon und gab ihm einen neuen

Namen: Kefa, der Fels, welcher uns auch als Kephas, Petros

oder Petrus begegnet.

Zwar redet nach allen vier Evangelien Jesus seinen Apostel

immer nur mit seinem wirklichen Namen Simon an, dennoch

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hat sich schließlich der Name Petrus durchgesetzt. Schon die

Evangelisten stimmen darin überein, dass der Beiname Kefa

auf Jesus selbst zurückgeht.

In der Folgezeit wurde Petrus zum

Sprecher der Apostel. Als solcher

bekannte er Jesus als Messias und

erhielt die Verheißung, auf ihn

werde die Kirche gegründet. Er war

es aber auch, der Jesus unmittelbar

danach widersprach, als dieser sein

Leiden ankündigte; hierfür musste

er eine scharfe Rüge einstecken:

"Weg mit dir, Satan, geh mir aus

den Augen!" Petrus redete, als

keiner der drei Jünger auf dem Berg

der Verklärung etwas zu sagen

gewusst hat. Er sprach aus, was vielleicht alle anderen im Abendmahlssaal

gedacht haben: "Du Herr willst mir die Füße

waschen?" Er wollte wissen, wer der Verräter aus ihrem Kreis

sei, hätte er ihn gekannt, so schreiben die Kirchenväter, hätte er

ihn augenblicklich getötet.

Petrus war überzeugt von Jesus: Er wagte den Gang über Wasser

und verteidigte Jesus bei seiner Verhaftung mit dem

Schwert. Gleichwohl versank er in den Fluten des Sees und

verleugnete Jesus im Hof des Hohenpriesters.

Ein Fels an Charakterstärke war Petrus jedenfalls nicht. Jesus

kannte seinen Simon. Wenn er ihm auch große Verantwortung

übertrug, betete er gleichzeitig dafür, dass sein Glaube nicht

schwach werde.

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Petrus durfte – wie Augustinus († 430) schreibt – bei vielen

Gelegenheiten die Kirche vertreten. Darum werden ihm die

Schlüssel der Binde- und Lösegewalt verliehen und – unter

Rückgriff auf ein schon alttestamentliches Bild – die Hirtenvollmacht

übertragen. Ihm wird übergeben, was allen gemeinsam

anvertraut wurde.

Nicht nur zu Jesu Lebzeiten war Petrus die Zentralfigur der

Apostel. Auch nachösterlich spielte er im Kreis der Zwölf eine

wichtige Rolle. So war er der erste Auferstehungszeuge aus

diesem Kreis, wie Paulus im 1. Korintherbrief mit den Worten

einer noch älteren Formel bezeugt. Er ist nach Pfingsten der

wortgewandte Redner der Apostelgeschichte. Zwar wurde Jakobus,

der Herrenbruder, wie er genannt wird, und nicht Petrus

Leiter der Jerusalemer Gemeinde. Doch als im Jahre 37 Paulus

die Stadt besuchte, tat er dies erklärtermaßen, um Kephas kennenzulernen.

Jakobus, Kephas und Johannes galten als die "Säulen der Gemeinde",

als Paulus vierzehn Jahre später wieder in Jerusalem

weilte, um die Frage der Heidenmission zu klären.

Es ist nicht möglich, für Petrus ähnlich detailliert Reiserouten

anzugeben, wie für Paulus. Die Apostelgeschichte weiß Petrus

in Lydda und Joppe, in Cäserea und Samaria. Doch mit der

Verfolgung unter Herodes Agrippa um 44, mit der sich die

Christengemeinde Jerusalems weitgehend zerstreute, begann

sicher auch für Petrus ein bewegterer Abschnitt in seinem Leben,

der ihn über Palästina hinausführte.

Seine Missionsreisen, auf denen ihn seine Frau begleitete, führten

ihn nach Antiochia und Kleinasien. Er war beim Apostelkonvent

um 48/49 in Jerusalem anzutreffen und gelangte

schließlich nach Rom. Ob Petrus auch in Korinth war, ist aus

der Bemerkung im 1. Korintherbrief, es habe dort neben ande-

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en christlichen Gruppen auch eine Kephaspartei gegeben,

nicht eindeutig zu schließen. Doch veranschaulicht dies immerhin

die Bedeutung, die Petrus für die gesamte Urkirche hatte.

Die sichere Tradition, dass

sich Petrus in Rom aufgehalten

habe, schlägt sich bereits im

Schluss des 1. Petrusbriefes

nieder. Ende der fünfziger

Jahre – zur Zeit der Abfassung

des Römerbriefes – scheint

Petrus allerdings noch nicht in

Rom gewesen zu sein. Paulus hätte in seinem ausführlichen

Postskript sicher auch Grüße an ihn bestellen lassen. Doch

auch die Zeugnisse der apostolischen Väter, wie der um 96 entstandene

1. Clemensbrief, weisen auf den Romaufenthalt des

Petrus hin. Seit der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts vermischt sich

die Kunde auch mit apokryphen und legendarischen Berichten.

Die Legendensammlungen des späten Mittelalters kennen noch

andere Quellen zum Leben des Petrus. Dort ist neben vielen

Wundererzählungen auch die bekannte Szene der Begegnung

mit Jesus vor den Toren Roms aufgezeichnet: Während der neronischen

Christenverfolgung bat die Gemeinde Petrus, die

Stadt zu seiner eigenen Sicherheit zu verlassen. Nach anfänglicher

Weigerung ließ er sich schließlich überreden und floh aus

Rom. Am Stadttor, an dem die Via Appia begann, sah er

Christus auf sich zukommen und fragte ihn: "Quo vadis

Domine – Wohin gehst Du, Herr?" Er antwortete: "Nach Rom,

um ein zweites Mal gekreuzigt zu werden." Da erkannte Petrus,

dass er sein Bekenntnis zu Christus nun vollenden sollte, und

kehrte um.

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Er ließ sich ergreifen und

wurde zum Tode verurteilt.

Vor seiner Kreuzigung erbat

er, mit den Füßen nach oben

ans Kreuz geheftet zu werden,

denn "Christus, der vom

Himmel zur Erde kam, wurde

aufrecht am Kreuz erhöht, ich

aber werde von der Erde zum

Himmel kommen und bin

unwürdig, am Kreuz zu sterben

wie mein Herr".

Einen Hinweis auf diese

Todesart sieht die

Bibelwissenschaft im Johannesevangelium. Dort prophezeit

Jesus dem Petrus "du wirst deine Hände ausstrecken, und man

wird dich führen, wohin du nicht willst". Das Ausstrecken der

Hände, das Binden und Fortführen beschreiben die Vorbereitung

zur Kreuzigung. Den Verurteilten wurde der Querbalken

an die ausgestreckten Arme gebunden, bevor sie zur Hinrichtung

getrieben wurden.

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass das Martyrium

des Petrus nicht in die Zeit der neronischen Christenverfolgung

fällt. Bereits die ältesten Petruslegenden bringen dessen Tod

nicht mit Nero, sondern mit dem Präfekten Agrippa in Verbindung.

Auch so frühe Schriftsteller wie Hieronymus und Eusebius

setzen die Todesdaten von Petrus und Paulus von der Verfolgung

des Jahres 64 ab. Interessant ist dabei, dass, wenn vom

Martyrium der beiden Apostel gesprochen wird, Paulus immer

zuerst genannt wird. Man schließt daraus, dass Petrus erst nach

Paulus, vermutlich im Jahr 67, in Rom gestorben ist.

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Petrus ist einer der wichtigsten katholischen Heiligen und gilt

als Schutzpatron

• der Päpste

• der Städte Rom, Trier, Regensburg, Worms, Bremen

und Posen

• der Berufe Metzger, Glaser, Schreiner, Schlosser,

Schmied, Gießer, Uhrmacher, Töpfer, Maurer,

Ziegelbrenner, Steinhauer, Netzweber, Tuchweber,

Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer

• der Reuigen, Büßenden, Beichtenden, Jungfrauen und

Schiffbrüchigen

Katholische Gläubige rufen Petrus als Heiligen an gegen

Besessenheit, Fallsucht, Tollwut, Fieber, Schlangenbiss, Fußleiden

und Diebstahl. Im Volksglauben wird er auch für das

Wetter, insbesondere das Regenwetter verantwortlich gemacht,

weil er die Schlüssel zum Himmel hat.

Mit diesen Schlüsseln wird er auch als Wächter einer real vorgestellten

Himmelstür angesehen, der die anklopfenden Seelen

der Verstorbenen abweist oder einlässt.

Weltweit sind wie der Petersdom im Vatikan zahlreiche Orte

und Kirchen nach Petrus benannt.

Manuela Frank

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AN(GE)DACHT

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Der Heilige Geist will

erbeten sein. Meistens

kommt er nicht einfach so,

sondern nur auf meine Bitte.

Die Geister der Welt sind

einfach viel gegenwärtiger.

Ich bin mit ihnen

aufgewachsen, andere leben

sie mir vor, die Nachrichten

erzählen fast jeden Tag, wie

mächtig sie sind: Über den

Tisch ziehen, sich mit

Gewalt durchsetzen, überall

der Erste sein.

Das sind Geister, die gleichsam auf der Tagesordnung sind.

Der Heilige Geist ist leiser, unscheinbarer. Oft steht er am Rand

und wartet. Hilfe und Gnade sind Eigenschaften, die meistens

nicht zuerst angefragt werden. Nur wenn gar nichts mehr geht

mit den Geistern der Welt, dann fragt manchmal jemand: Soll

das alles gewesen sein, das über den Tisch ziehen, die Gewalt,

das unbedingte Gewinnen wollen? Fällt uns nichts Besseres ein?

Die Stunde des Heiligen Geistes ist oft die Ratlosigkeit. Die

Geister der Welt haben sich verbraucht, verausgabt. Und nichts

ist besser geworden. Im Gegenteil. Drastisch gesagt: Der Karren

ist im Dreck. Da darf er aber nicht bleiben, weil sonst das

Leben schief geht. Das ist – nicht immer, aber leider oft – die

Stunde des Heiligen Geistes. Was können wir jetzt noch tun?

Jetzt können wir noch bitten. Wenn wir mit den menschlichen

Kräften und Geistern am Ende sind, dann können wir noch rufen:

„Herr Jesu Christ, dich zu uns wend, dein’ Heilgen Geist


du zu uns send“. Meine aufrichtige Bitte ist der Anfang von

Gottes Hilfe. Wer Gott von ganzem Herzen sucht, wird ihn finden.

Und mit ihm den Geist der Hilfe und der Gnade. Gott hält

seine Versprechen. Und schenkt mir seinen Geist, der Frieden

stiftet und barmherzig ist.

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes

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Michael Becker

„Du Siebengestaltiger in der Gabe, du Finger der rechten Hand Gottes, der

du nach heiligem Brauch die Kehlen mit zugesagter Redegabe des Vaters

bereicherst“, dichtete der Mönch und Bischof Hrabanus Maurus in seinem

Pfingsthymnus „Veni creator spiritus“ („Komm, Schöpfer Geist"). Darauf

basierend entstand die Lehre von den sieben Geistesgaben des Heiligen

Geistes. Doch die wichtigste Gabe ist der Geist selbst, die Gegenwart Gottes

beim Menschen, die Gegenwart des Gebers aller Gaben bei uns.


Frauengemeinschaft St. Paul Familienkreise

Einladung zum

Brunch

Wir bieten das Beste aus (Paulus-) Küche und Keller, alles was

den Gaumen erfreut.

Es geht über Frühstück – Mittagessen – bis hin zum Kaffee mit

Kuchen.

Termin: Sonntag, 13.04.2008 ab 10.15 Uhr, im

Pfarrzentrum St. Paul, Bruchsal

Preis 10 €, Kinder bis 12 Jahre zahlen die Hälfte.

Inklusiv sind Warmgetränke sowie ein Glas Saft Ihrer Wahl.

Kaltgetränke stehen zum Verkauf bereit.

Der Überschuss wird einem sozialen Zweck zugute kommen.

Um besser planen zu können, bitten wir um Ihre Anmeldung

schriftlich oder telefonisch bis zum 06.04.2008

bei

C. Rathgeb, Peter-u.-Paul.Str. 8, �88139,

Fam. Zöller, Arzetweg 9 �83185 oder

Fam. Banghard, Weiherbergstraße 61, � 300638

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Für die schriftliche Anmeldung bitte hier abtrennen.

Vor und Zuname:

(Anzahl der Teilnehmer):

Telefonnummer oder Straße:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und sagen Danke.

Die Frauengemeinschaft und die Familienkreise

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