Gemeinde-Kirche-Welt (Nr. 1/08 von April

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Gemeinde-Kirche-Welt (Nr. 1/08 von April

hat sich schließlich der Name Petrus durchgesetzt. Schon die

Evangelisten stimmen darin überein, dass der Beiname Kefa

auf Jesus selbst zurückgeht.

In der Folgezeit wurde Petrus zum

Sprecher der Apostel. Als solcher

bekannte er Jesus als Messias und

erhielt die Verheißung, auf ihn

werde die Kirche gegründet. Er war

es aber auch, der Jesus unmittelbar

danach widersprach, als dieser sein

Leiden ankündigte; hierfür musste

er eine scharfe Rüge einstecken:

"Weg mit dir, Satan, geh mir aus

den Augen!" Petrus redete, als

keiner der drei Jünger auf dem Berg

der Verklärung etwas zu sagen

gewusst hat. Er sprach aus, was vielleicht alle anderen im Abendmahlssaal

gedacht haben: "Du Herr willst mir die Füße

waschen?" Er wollte wissen, wer der Verräter aus ihrem Kreis

sei, hätte er ihn gekannt, so schreiben die Kirchenväter, hätte er

ihn augenblicklich getötet.

Petrus war überzeugt von Jesus: Er wagte den Gang über Wasser

und verteidigte Jesus bei seiner Verhaftung mit dem

Schwert. Gleichwohl versank er in den Fluten des Sees und

verleugnete Jesus im Hof des Hohenpriesters.

Ein Fels an Charakterstärke war Petrus jedenfalls nicht. Jesus

kannte seinen Simon. Wenn er ihm auch große Verantwortung

übertrug, betete er gleichzeitig dafür, dass sein Glaube nicht

schwach werde.

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