Gemeinde- Kirche-Welt - Internetangebot von Dr.Joerg Sieger

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Gemeinde- Kirche-Welt - Internetangebot von Dr.Joerg Sieger

Pfarrei St. Peter

Gemeinde-

Kirche - Welt

Inhalt

3-4 Ostern

5-8 40-Jahre

Familienkreis I

St. Paul

9-10 Kammerorchester

Weiherfeld

11-12 72-Stunden-Aktion

13-30 Neues vom

Amos-Projekt

31-33 „Fürchte Deinen

Nächsten“

34-35 Priesterweihe

Steffen Kolb

36-37 Pfingsten

38 Patrozinium 2009

39-40 Gospelchor

Lingenfeld

Frohe

Ostern!

Ausgabe 1/2009


Impressum

Ausgabe: 1/2009

Auflage: 800

Redaktion:

Manuela Frank Brigitte Grgas

Bernd Molitor Ludwig Müller

Gondulf Schneider Michael Veith

Ruth Zöller

Druckerei & Verlag KAROLUS GmbH

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Ostern

Da hoppelt der Osterhase wieder durch die Einkaufsregale und

verkündet uns das Osterfest. Was aber bedeutet Ostern?

Ostern ist das Fest der Auferstehung des Gottessohnes Jesus

Christus. Damals, vor zweitausend Jahren, schienen Ideen und

Lebenshaltung dieses Jesus von Nazaret gescheitert zu sein.

Jesus hatte in seinem Leben nicht danach gefragt, ob die Menschen

sich an die zahlreichen Gesetze, Gebote und Lebensregeln

der Gesellschaft hielten. Er fragte, ob die Menschen ihr

Leben an Gottes Willen festmachten – so, wie Gott es mit und

für sie gedacht haben könnte. Der Glaube an die Zuwendung

Gottes und der Glaube an Gottes Zutrauen zu den friedensschaffenden

Fähigkeiten des Menschen waren seine Themen.

Doch sein Weg endete am Kreuz – tot, vorbei, begraben.

Bis nach drei Tagen: Zuerst war das Grab leer (noch lange hieß

es, seine Anhänger hätten den Leichnam verschwinden lassen,

um einen Auferstehungs-Mythos zu schaffen), dann aber die

Begegnung mit dem auferstandenen Jesus mit verschiedensten

Menschen an verschiedensten Orten.

Dies war und ist kein wissenschaftlich nachweisbares Ereignis.

Die Kraft, die vom Auferstehungsfest ausgeht, ist nur mit dem

Glauben erfahrbar. Wenn es stimmt, dass Gott Jesus auferweckt

hat, dann ist das eine Bestätigung der Lebensbotschaft

dieses Jesus von Nazaret:

� dass der Mensch sich selbst lieben soll so wie seinen

Nächsten;

� dass er Gott als den Schöpfer aller Dinge achten und ehren

soll;

� dass ein jeder Mensch, ein jedes Tier, die ganze Schöpfung

wertvoll ist vor den Augen Gottes.

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In vielen weiteren Geschichten, Worten und Taten hat Jesus

Christus diese Botschaft den Jüngern nahe gebracht. Man kann

die Botschaft im Neuen Testament nachlesen. Fragt man sich,

was diese Botschaften den Menschen heute sagen, übersetzt

man sie also in die heutige Zeit, dann ist auch heute Auferstehung

erlebbar. Ostern, Auferstehung heißt dann zum Beispiel:

� Auferstehen aus den vielen kleinen todbringenden Erfahrungen

des Alltags.

� Hoffnung schöpfen, nach neuen Wegen suchen, wo alles

verfahren scheint.

� mit Mut und Phantasie neu handeln für eine bessere Welt.

Für ein Reich Gottes auf Erden, das mit ihm begonnen

hat und an dem die Menschen täglich neu mitbauen dürfen.

Ostern, das heißt: Du kannst dich einbringen und darfst es einmal

ganz erleben, das Himmelreich.

Reich Gottes, das vielleicht weniger ein Ort ist, sondern eher

ein Zustand von Glück und Gerechtigkeit – in Gottes mütterlicher

und väterlicher Liebe.

Quelle: Familienpastoral Erzbistum Köln

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40 Jahre Familienkreis I St. Paul

Es war einmal ein Pfarrer in St. Paul, den die Presse „ Ross

Gottes nannte“. Das Ross spannte noch zwei weitere Kräfte vor

seinen Karren um das Leben in der Pfarrei zu aktivieren.

Die damaligen Pfarrgemeinderäte Gerhard Schleicher und Gertrud

Banghard wurden aufgefordert, sich mit anderen jungen

Familien zusammenzutun, um sich über christliche und weltliche

Themen auszutauschen.

Nach anfänglichem privatem Beginn, wurde öffentlich eingeladen.

Angeschrieben wurden alle Ehepaare in der Pfarrei, die noch

keine 10 Jahre verheiratet waren.

Bei den ersten Treffen war der Besucherandrang sehr groß,

dann schälte sich ein Kern von ca. 15 Ehepaaren heraus, die die

Treffen besuchten und im Regelfall dem Kreis bis heute treu

geblieben sind.

Diese Paare nannten sich CJE – Club jungen Ehepaare –.

Man traf sich monatlich.

Eine damals formulierte Zielsetzung:

• Hilfe, Geborgenheit und Freude durch die Erfahrung in

der Gemeinschaft.

• Wichtige Lebensfragen und Probleme besprechen.

• Als Christ den Alltag zu leben und zu gestalten.

Der Motor des Clubs war Gerhard Schleicher. Er wurde von

seiner Ehefrau Irene und dem Ehepaar Gertrud und Manfred

Banghard tatkräftig unterstützt.

Kindererziehung und das Zusammenleben in Ehe und Familie

waren in der Anfangszeit gefragte Themen.

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Ausschnitte aus den ersten Protokollen.:

• Elternrecht in der Schule, Ref. Böser, anwesend 22,

Unkosten keine.

• Kinderfeindlichkeit, Ref. Vogel, Büchenau, anwesend

20, Unkosten keine

• Ein Thema, welches jederzeit wiederholt werden könnte

„Das Geld in der Ehe“.

Wer sich getroffen fühlte bei dem Thema: „Straffällige und ihre

Vorgeschichte“kann man aus den Akten nicht mehr nachvollziehen.

Die Geselligkeit wurde auch gepflegt und sie begann zunächst

mit Kegelabenden.

In Anbetracht der rapid steigenden Kinderzahlen war der Name

CJE nicht mehr den Tatsachen entsprechend und der Kreis

wurde in KJF - Kreis junger Familien - umbenannt.

Das 10 jährigen Bestehen wurde im Paulusheim gefeiert, immerhin

nahmen 32 Erwachsene mit 30 Kindern teil.

Es folgen jetzt schlagwortartig genannte Veranstaltungen und

Unternehmungen, die detailliert besprochen, diesen Rahmen

weit sprengen würden:

Einkehrtage, Gottesdienste, Dekanatstreffen, Familenbetreuung.

Maitänze zum Muttertag, Faschingsabende, Freizeiten in

Schwarz- und Odenwald, Wochenenden in der Pfalz.

Westweg und andere Wanderungen, Sport in Neudorf.

Einer der Dekanatsfamilientage wurde von uns in St. Paul ausgerichtet.

Den Eintopf für das Mittagessen lieferte die Bundeswehr.

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Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Industrie- und

Handelskammer war notwendig.

Zu unseren 20 Jubiläum wurde uns von dem jüngeren FK ein

Lindenbaum gepflanzt. Er ist zu einem stattlichen Baum herangewachsen.

Bei der Feier zu unserem 25jährigen Bestehen wurde unserem

Gerhard Schleicher für seine sozialen und kirchlichen Tätigkeiten

die Ehrennadel des Landes BW verliehen.

Weil älter geworden, die Kinder langsam den heimischen Herd

verließen und Familien gründeten, wurde der KJF in FK

(Fam. Kreis ) St. Paul umfirmiert.

Das 30 jährige Bestehen wurde nach unserer Tradition mit einem

Gottesdienst und anschließendem Empfang gefeiert.

Im November 2008 jährte sich zum 40mal die Gründung unseres

Kreises. Zusammen mit der Singgruppe Neues Geistliches

Lied wurde das Ereignis mit einen ansprechenden Gottesdienst

begonnen.

Mit Gästen wurde anschließend bei einem feinen Essen gefeiert.

In den 40 Jahren unseres Zusammenseins haben sich deutliche

Änderungen in christlichen Werten und dem sozialen Gefüge

durchgesetzt.

Auch ist nicht zu übersehen, dass unser jugendlicher Tatendrang

gemäßigt wurde.

Große Veranstaltungen gibt es nicht mehr - was nicht nur an

unseren fortgeschrittenen Jahren, sondern auch an unseren geänderten

Bedürfnissen liegt-.

Die Zeit verstrich – damals normal – aus heutiger Sicht im

Schnelllauf.

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Für die Zukunft wünschen wir uns Gottes Segen, Gesundheit

und noch viele Zusammenkünfte mit lieben Freunden.

Manfred Banghard

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Stilvolles und gelungenes Konzert des Kammerorchesters

Weiherfeld in der Pauluskirche

Schon der Auftakt mit der Intrada war fulminant. Sie erklang,

nachdem Gondulf Schneider, der Pfarrgemeinderatsvorsitzende,

die musikalischen Gäste aus Karlsruhe, das Kammerorchester

Weiherfeld mit Judith Mammel als Dirigentin begrüßt hatte.

Ein lebendiger Klangkörper mit sehr guten Streichern, die drei

strahlenden Trompeter Attila Szegedi, Katzuaki Kikumoto,

Alexander Kirn und Norbert Kirn am Cembalo zeigten ihr

Können im Concerto D-Dur für drei Trompeten, zwei Oboen,

Pauken, Streicher und Continuo von Georg Philipp Telemann.

Sehr musikalisch klangen die beeindruckenden Soli der beiden

Oboistinnen Izumi Gehrecke und Teresa Roth, die ihre reichen

Figuren und Melodien schön und kraftvoll, aber auch fein interpretierten.

Die vier Sätze Intrada, Allegro, Largo und Vivace

waren ein Hörgenuss mit vielen kleinen musikalischen Höhepunkten

und Kadenzen.

Im bekannten Konzert für Violine und Orchester in A-Moll von

Johann Sebastian Bach hörte man dann das elegante Spiel der

jungen aus dem Saarland stammenden Geigensolistin Johanna

Eisenhut, die durch ihre natürlich-schlichte und dennoch ausdrucksvolle

Spielweise wunderbar mit dem inspirierten Dirigat

von Judith Mammel harmonierte. Sie spielte die beiden ersten

Sätze Allegro und Andante schwungvoll, wirkte sehr eins mit

ihrem Instrument und fand beim schwierigen schnellen dritten

Satz zu ihrem musikalischen Höhepunkt. Das erfreute die ca 60

bis 70 Zuhörer in der leider etwas spärlich besuchten Pauluskirche

in Bruchsal. Das Kammerorchester Weiherfeld, vom

letzten erfolgreichen Auftritt hier im Jahr 2007 schon recht gut

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ekannt, spielte vom ersten bis zum letzten Ton mit Klangfülle

und Spielfreude.

Das beredte Motto „Mit Pauken und Trompeten“ galt auch für

das dritte Stück, die Schauspielmusik zum „Sommernachtstraum“

von Henri Purcell: neun kleine charakteristische Tänze,

alle sehr plastisch gestaltet, darunter eine Hornpipe, eine Air,

Rondo und ein besonders raffiniert komponierter und rhythmisch

sehr anspruchsvoller Eingangstanz. Hierbei konnten sich

die Zuhörer mit etwas Fantasie die romantische Liebe der Elfen

und der Fabelwesen Shakespeares vorstellen. Der volle Gesamtklang

des Weiherfelder Kammerorchesters begeisterte

auch hier, wie auch die Harmonie der Musik Purcells mit dem

einfühlsamen Dirigat von Judith Mammel, welche Tempi und

Dynamik des Stücks schlüssig darbot.

Das letzte Stück des langen Programms war Bachs Ouvertüre

Nr. 3 D-Dur mit den sechs Sätzen Ouvertüre, Air, Gavotte I

und II sowie Bourée und Gigue; alte Tanzsätze, die schwungvoll

und tänzerisch vorgetragen wurden.

Die Klangfülle der Barockmusik erlebbar machen, das ist ein

hoher Anspruch. Die Musiker wurden diesem gerecht, zwar

ohne historische Instrumente, dafür aber mit überwiegend barocker

Bogenhaltung. Konzertmeisterin Gertrud Leitgeb wie

auch alle Solisten erhielten zum Abschluss eine weiße Rose.

Sonja Honold

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Jeden Tag eine gute Tat…

…lautet das mitunter belächelte

Motto der Pfadfinder. Nun will es

die Deutsche Pfadfinderschaft St.

Georg (DPSG) in Bruchsal den

Zweiflern beweisen – und zwar

durch ihre Teilnahme an der diesjährigen 72-Stunden-Aktion

des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) vom

7.-10. Mai 2009.

Dabei sollen in nur 72 Stunden deutschlandweit

2.500 soziale, interkulturelle,

ökologische und politische Projekte umgesetzt

werden. Und damit nicht genug:

Die Projekte im Südwesten Deutschlands

unterliegen bis zum Startschuss der Aktion

am 7. Mai 2009 um 17:07 Uhr

strengster Geheimhaltung, so dass sich bis dahin nicht einmal

den Aktionsgruppen die Möglichkeit bietet, sich groß auf ihre

bevorstehende Herausforderung einzustellen. Aber dann gibt es

kein "Wenn und Aber", alle gehen mit vollem Einsatz zur Sache:

Für die Gruppen heißt das kreativ sein, improvisieren und

immer wieder Hilfe suchen. Denn für große Aufgaben braucht

es viele Hände.

Deshalb suchen die Bruchsaler Georgspfadfinder jetzt schon

potentielle Helfer und Unterstützer, die ihnen bei der Umsetzung

ihres Projektes unter die Arme greifen können.

Dabei ist der Großteil der Mithelfer aus den eigenen Reihen der

DPSG selbst noch im Kindes- und Jugendalter – und trotzdem

nehmen sie bereits ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr,

denn sie engagieren sich selbst da, wo Hilfe schon lange not-

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wendig gewesen wäre: Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement

helfen sie dort, wo es sonst niemand tut, wo das Geld fehlt oder

die Bereitschaft, Menschen am Rande unserer Gesellschaft zu

unterstützen.

Mehr Informationen zu den Ursprüngen dieser Aktion sowie

zum Einsatz der DPSG, dem mit 95.000 Mitgliedern größten

deutschen Pfadfinderverband, in Bruchsal finden Sie auf ihrer

Webpräsenz www.dpsg-bruchsal.de, sowie auf der Aktionshomepage

www.72stunden.de.

#

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Treffen auf dem Weg 26.01.09

Ungefähr 70 Gemeindemitglieder folgten dem Aufruf, der

erstmals am 01. Januar im Neujahrsgottesdienst in der „Regierungserklärung“

unseres Pfarrers erging und der in mehreren

Wochenendgottesdiensten wiederholt wurde, sich am 26. Januar

im Pfarrzentrum St. Paul zusammenzusetzen und den Siebenwochenprozess

zu gestalten. Von den Erzieherinnen bis zur

Seniorengemeinschaft waren (fast) alle gekommen. Am Abend

gab es eine Einführung zum Stand der Dinge von Pfarrer Sieger,

danach gab es einzelne Stände zu einzelnen Bereichen, die

für das Projekt von Wichtigkeit sind. Viele waren bereit, sich

einzubringen. Als Ergebnis wurden Projektgruppen gebildet.

Es gibt die Gruppe Redaktion – Begleitheft, die ein Heft mit

den Bibeltexten des Buch Amos aufgeteilt auf die 7 Wochen,

angereichert mit biblischen Kommentaren zum Verständnis

und Impulsen zum Weiterdenken erstellt. Schon mehrfach trafen

sich die Mitglieder dieser Gruppe um die Gestaltung des

Heftes und einzelne Beiträge zu erarbeiten sowie das bisher

Verfasste korrekturzulesen. Die Leitung dieser Gruppe hat Gertrud

Willy.

Eine weitere Gruppe Schulen und Projekttag unter der Leitung

von Erika Kerstner hat das Treffen am 9. März vorbereitet und

wird weiterhin den Kontakt zu den Schulen halten.

Die Gruppe Inhalte 7-Wochen-Prozess, die sich am 25. März

das erste Mal trifft, wird die Kleingruppen für die einzelnen

Abende erarbeiten, Angebote überlegen und auch die Räume

verteilen. Dazu kommen auch die Gestaltungen der Gottes-

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dienste an den Abenden, sei es musikalisch oder inhaltlich.

Diese Gruppe wird von Marieluise Gallinat-Schneider und Erika

Kerstner geleitet.

Eine weitere Gruppe Inhalte Abschlussfest macht sich Gedanken

wie sich die einzelnen Angebote der Abende am 25. Juli

präsentieren, welche Workshops hinzukommen und wie die

Gottesdienste am 25. und 26.7. ablaufen. Die Leitung hat Frank

Roos.

Dann gibt es die IT-Gruppe, die die Homepage

http://www.joerg-sieger.de/amos2009/index.htm mit Inhalten

füllt, über weitere Angebote, wie ein Forum usw. nachdenkt

und sich auch schon zweimal traf. Roland Sand leitet diese

Gruppe an.

Die Gruppe Logistik 7-Wochen und Abschlussfest bekommt

alle Infos der Inhalte-Gruppe und schaut, ob die notwendigen

Materialien wie Beamer, Pinwand etc. bereitgestellt sind, ob

die Räume zum Angebot passen und teilt Räume und Materialien

zu. Ferner sorgt die Gruppe beim Abschlussfest für unser

leibliches Wohl. Verantwortlich hierfür ist Thomas Kunle.

Über allem schwebt die Koordination unter bewährter Leitung

unseres Pfarrers.

Gerne können Sie in den einzelnen Gruppen noch mittun und

sich melden. Wir freuen uns über jeden und jede.

Marieluise Gallinat-Schneider

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Bibelseminar mit Aha-

Erlebnissen

Die Wellen des bevorstehenden Sieben-Wochen Prozesses mit

dem Propheten Amos schlagen immer höher: Freitag, den 27.

Februar 2009 trafen sich mit Beginn des Gottesdienstes nahezu

50 Menschen um sich den Abend und den folgenden Samstag

mit der Frage zu beschäftigen:

Mit Gewinn die Bibel lesen - wie macht man das?

Auf ganz einfache Art und Weise haben wir erfahren,

• wie das zu verstehen ist, dass die fünf Bücher Mose kaum

von Mose selbst geschrieben wurden.

• dass der Durchzug durchs Rote Meer vielleicht sogar

wunderbarer war, als wir ihn uns vorstellen, und trotzdem

weit weniger spektakulär, als wir gemeinhin denken oder

aus Filmen kennen.

• dass es müßig ist, nach den Resten einer Arche Noah zu

suchen.

• Wie aus der Geschichte, dass Gott keine Menschenopfer

will, plötzlich eine Erzählung wird, die davon handelt,

dass Gott den Glauben des Abrahams prüfen möchte, indem

er das Opfer seines Sohnes verlangt.

• die verzweifelte Klage eines Menschen im Beten eines

Psalms alles andere ist, als eine Aufforderung zum Massenmord.

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Wir begannen am Freitagabend in der Antoniuskirche mit der

Messfeier um 19.00 Uhr. Anschließend setzten wir uns im

Bernhardussaal zusammen, um eine erste Arbeitseinheit einzulegen.

Danach war uns klar, dass weit mehr Menschen an den

Schriften der Bibel beteiligt waren, als viele uns gemeinhin annahmen.

Wir haben es in dem Werk, wie es uns heute vorliegt,

mit verschiedenen Erzählsträngen, Doppelungen, größeren

Zeitspannen zwischen Ereignissen mit deren Dokumentation

und einer Aneinanderreihung von diversen literarischen Formen

zu tun. Nach zeitweiliger Verwirrung war am Ende des

Abends doch soviel sicher:

Die heute vorliegenden Bücher sind trotz wiederholtem Vervielfachen

der Texte, das damals nur über handschriftliches

Abschreiben ging, den ursprünglichen Schriften ziemlich

gleich, was uns die Funde in Qumran bewiesen. Und: unabhängig

davon, welchen Erzählstrang wir vorliegen haben, handelt

es sich in den Schriften der Bibel immer um die Heilsgeschichte

Gottes mit uns Menschen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle freudig und erwartungsvoll

um 9.00 Uhr im Gemeindesaal von St. Paul. Gestärkt

mit einem reichhaltigen Frühstück, dass wir zwecks des Tatendranges

unseres Pfarrers Dr. Jörg Sieger nicht weiter ausgedehnt

haben, gingen wir in die zweite Runde in der Hoffnung,

unsere neu aufgeworfenen Fragen würden nun beantwortet.

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Doch diese wurden zunächst eher nochmals vermehrt. „Ja, was

ist es denn jetzt? Eine Abschiedsrede, ein historischer Bericht

oder ein Brief? Ein Rätselspruch oder ein Rechtsspruch ist es

definitiv nicht…“ Die Liste der literarischen Arten im AT und

NT weist eine Fülle von Formen auf, die es zu unterscheiden

gilt. Dass dies zu erkennen nicht unerheblich ist, erweist sich

darin, dass wir z.B. eine Sage oder eine Novelle nicht als historischen

Bericht ansehen dürfen.

Somit haben sich spätestens zur Mittagessenzeit die ersten

Aha-Erlebnisse eingestellt. Diese wurden bei dem reichhaltigen

kalten und warmen Buffet ausgiebig gegenseitig erzählt und

gebührend gelobt.

Am Nachmittag konnte jeder das inzwischen Erfahrene an einem

konkreten Beispiel seiner Wahl erproben. Sechs verschieden

Bibelstellen standen zur Auswahl, so z.B. die Schöpfungsberichte,

der Exodus, die Landnahme aus dem Buch Josua,

Psalmen oder Abraham, der seinen geliebten Sohn Isaak opfern

sollte. Dabei kam zum Vorschein, was man sich bis jetzt in

diesen zwei Tagen angeeignet hatte. Ein Aha-Erlebnis folgte

dem anderen. Zitat aus der Josua-Gruppe: „Ja wenn das so ist,

dass Ai und Jericho soundso schon eine Ruinenstadt waren und

die anderen zwei Städte durch ein sozusagen gegenseitiges

Handelsabkommen zur Verfügung gestellt wurden, dann ist da

ja gar nichts mehr übrig von einer blutigen Landnahme durch

die Israeliten unter dem Schutze Jahwes.“

Übrigens „Landnahme“: Gehen Sie mal her, und zeichnen die

aufgeführten „besetzten“ Städte von Jos 2-9 in eine Landkarte

Israels ein. Sie werden feststellen, dass es sich nur um einen

kleinen Fleck innerhalb des restlichen Landes handelt. So sprechen

wir in der Tat statt von einer „Landnahme“ eher von einer

„Gebietsgabe“. Und das dieses Geschehen der damaligen Zeit

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entsprechend mit Macht demonstrierenden Mitteln versehen

wurde wird dann dem schon etwas geübteren Leser auch

schnell klar. Erkenntnis: Es handelt sich hierbei um eine Sage

und nicht um einen historischen Bericht.

Im Plenum kam zum Abschluss dann doch die berechtigte Frage:

„Und woher sollen wir das alles wissen, wie kommen wir

an solche Hintergrundinformationen?“ Hierauf gab unser Pfarrer

mit einem Schmunzeln im Gesicht zur Antwort, dass er als

Priester und Pfarrer ja auch seine Daseinberechtigung haben

dürfe…

Im abschließenden Gottesdienst in St. Peter haben wir unseren

Dank für die lebendige Auseinandersetzung mit der Heiligen

Schrift und unsere Bitten, uns weiter darin wachsen zu lassen,

vor Gott getragen. Es war ein tiefgehender Gottesdienst nach

einer intensiven und tiefgehenden Auseinandersetzung mit den

Schriften der Bibel.

Wir dürfen gespannt sein, wohin uns der Weg weiter führen

wird.

Maria Hable, Gemeindepraktikantin

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Treffen mit Lehrerinnen und

Lehrern der Bruchsaler Schulen

Am 9. März 2009 trafen sich im Gemeindezentrum von St.

Paul Lehrerinnen und Lehrern aller Schulstufen- und Schularten,

um sich darüber auszutauschen, auf welche Art und Weise

sie unseren Kindern und Jugendlichen erfolgreich den Propheten

Amos mit seinem Aufruf gegen die soziale Ungerechtigkeit

nahe bringen könnten. Dabei spiegelt die ‚innerkirchlich’ weitgehend

festgestellte Gleichgültigkeit, verbunden mit einer Resignation:

„Dagegen können wir nichts machen“ die Einstellung

vieler Jugendlichen.

Nach der Begrüßung und einem Eingangsimpuls durch Gemeindereferentin

Marieluise Gallinat-Schneider, die versuchte,

alle auf den gleichen Stand zu bringen und die bisherigen Aktivitäten

rund um den Weckruf – Wegruf des Propheten Amos

zu skizzieren, lud sie gemeinsam mit Pfarrer Sieger zu einem

Austausch über Möglichkeiten, der Gleichgültigkeit und Resignation

unter Jugendlichen entgegenzuwirken, ein.

Es gab rege Gespräche. Eine Möglichkeit wurde darin erkannt,

Projekte gegen die soziale Ungerechtigkeit in kleinen, überschaubaren

und nachvollziehbaren Schritten anzugehen. Soll

heißen: Hier in Bruchsal in einem bestimmten Bereich kurz-,

mittelfristig bis langfristig soziale Missstände zu beheben.

Doch zunächst ist das Gebot der Stunde, das Bewusstsein unserer

Kinder und Jugendlichen für soziale Missstände in unserer

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engeren und weiteren Umgebung bis Länder und Kontinente

übergreifend zu wecken.

Viele der Anwesenden erklärten sich bereit, sich in einer an

dem Abend gebildeten Projektgruppe bei einem neuerlichen

Treffen auszutauschen und mit Beiträgen und Ideen einzubringen.

Herr Vollers, Rektor der Johann-Peter-Hebel-Schule, lud Pfarrer

Dr. Jörg Sieg für das nächste Treffen der Bruchsaler Rektoren

ein. Ziel ist es, einen Schultag in Richtung Sommerferien

zu finden, an dem alle Bruchsaler Schulen ein für ihre Schüler

geeignetes Amosprojekt mit Öffentlichkeitswirkung durchführen.

Da in der Einladung auch eine umfangreiche Materialsammlung

für den Unterricht versprochen wurde, stellte Erika

Kerstner das 101-seitige Werk von bis jetzt erarbeiteten und

zusammengestellten Ideen und Vorschlägen vor. Sie ist auch

Grundschullehrerin für katholische Religion. Daneben tauschten

sich die Kolleginnen und Kollegen über bereits gehaltene

Stunden rund um das Thema Amos bzw. soziale Gerechtigkeit

aus.

Schon an diesem Abend war so etwas wie ein Ruck zu spüren,

der anfängt sich wie eine Schallwelle auszubreiten. Weckruf –

Wegruf - ein spannender Prozess für eine bessere Welt.

Maria Hable, Gemeindepraktikantin

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Liturgische Nacht

Über Wochen hat man es in der Pfarrei St. Peter

knistern hören. Drei Jugendliche, Viviane Hönig, Pia

Schneider und Veronika Maier, haben sich auf den Weg

gemacht, für gleichaltrige, interessierte Jugendliche eine Liturgische

Nacht auf die Beine zu stellen. Sie haben sich bei Erwachsenen

Rückhalt geholt und in mehreren Treffen ein sehr

anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt. Das Thema

war natürlich Amos! Die größte Unsicherheit: „Können wir

denn überhaupt andere Jugendliche für das, was uns wichtig ist,

begeistern?“ Die Teilnehmerliste füllte sich auch nur zögerlich.

Am Feitag den 13. März war es dann soweit. Bepackt mit Tasche

und Schlafsack treffen sich 14 Jugendliche in der Kirche

von St. Anton. Fünf der Angemeldeten haben wieder abgesagt,

drei aus Krankheitsgründen.

Sie wirken ein wenig verloren, die Jugendlichen, wie sie da in

der Abendmesse sitzen und darauf warten, was diese Nacht

wohl bringen wird. Eine starke Predigt von Pfr. Sieger, rüttelt

sie auf. „Um unser Leben soll es heute Nacht gehen. Warum

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eigentlich? Es geht uns hier in Bruchsal sehr gut. Wir können

uns einiges leisten, wir können uns Wünsche erfüllen, können

mithalten. Gut, die Nachrichten und Zeitungen sind voll mit

Missständen unserer Zeit.“ Sie hören von Profitgier, die die

Banken zum Straucheln brachte. Daraus folgern Einbrüche in

der Wirtschaft. Arbeitslosigkeit greift immer mehr um sich.

Daneben müssen immer mehr Menschen bis an die Grenzen

ihrer Belastbarkeit arbeiten. Es ist ja nicht so, dass nicht genug

Arbeit da wäre, sie ist nur nicht mehr bezahlbar. Sonntagsarbeit,

Nachtarbeit, Arbeit, Arbeit, Arbeit... Die einen kämpfen ums

Überleben, die anderen um den Profit.

Menschen, die durchknallen und um sich ballern, Kinder, die

aus dem sozialen Raster fallen, Kinder, die missbraucht werden,

Bildung, die nicht mehr bezahlbar ist und, und, und...

Das alles hören sie und finden es doch weit weg. Hier in

Bruchsal ist doch die Welt noch in Ordnung!!? Außerdem sind

sie ja hierher gekommen um miteinander diese Nacht in der

Kirche zu verbringen und dann auch, um über diesen Amos

etwas zu erfahren.

Nach dem Gottesdienst richten sie sich in der Kirche ein. Sie

lernen jeden Winkel der Kirche kennen und erzählen einander,

warum sie überhaupt hier sind. Der Eine, weil er etwas über

Amos hören will, der Nächste, weil seine Freunde auch da sind

und der Dritte, weil er neugierig war, auf eine Nacht in der Kirche.

Aber dann wird es konkret: „Wie stehst Du eigentlich zur

Bibel?“ Die Jugendlichen lassen sich darauf ein und jeder hat

einen anderen Standpunkt zur Bibel und das ist auch bei den

Erwachsenen so. Die Jugendlichen erfahren, dass wir über die

Anfänge des Christentums ohne die Bibel nichts wüssten und

dass uns Amos heute gänzlich unbekannt wäre. Durch die Bibel

erfahren wir, wie die Menschen damals gelebt haben und

mit welchen Problemen sie fertig werden mussten.

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Die Jugendlichen haben sich einen Profi, Frau Kerstner, eingeladen,

die ihnen etwas über die Zeit in der Amos gelebt hat,

erzählen soll. Zu ihrer Überraschung lässt sie Frau Kerstner

soziale Missstände, die sie auf Karten geschrieben hat, der Zeit

von Amos und unserer Zeit zuordnen. Und es passt! Es passt

für heute und für damals. Und sie erfahren, was Amos im

Nordreich Israel angeprangert hat. Sie erfahren, dass Amos Israel

den Untergang prophezeit hat und dass er sie auffordert,

ihr Verhalten zu ändern. Sie erfahren von rücksichtsloser Ausbeutung,

von Versklavung und Unterdrückung, von Missbrauch

und Armut. Dazu im Gegensatz von Wohlstand und

Reichtum, von Leben im Überfluss und von Prunkbauten und

Maßlosigkeit.

Die Jugendlichen versuchen, sich in Personengruppen der damaligen

Zeit hineinzuversetzen. Sie suchen sich eine Personengruppe

aus und überlegen sich ein Symbol dafür, das sie

dann anfertigten. In einem Bibliodrama versuchen sie, verschiedene

Lebenssituationen, die Amos aufzeigte, selbst erfahrbar

zu machen. „Wie fühlt sich denn ein Kind, das wieder

ohne Frühstück den Tag beginnt. Keiner hat Zeit für die Kinder.

Sie müssen mitarbeiten, dass die Familie überhaupt überleben

kann?“

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„Was empfindet der reiche Kaufmann, wenn er hart die Schulden

eintreibt bei Menschen, die in Armut leben?“ „Wie schafft

der Sklave die harte Knochenarbeit? Seit Monaten hat er seine

Familie nicht mehr gesehen. Weiß nicht, wie es ihnen geht?“

Die Parallelen zu heute werden immer deutlicher: Arbeitslosigkeit,

Kinder gehen ohne Frühstück in die Schule, Einrichtungen

gepfändet, weil die Miete nicht bezahlt werden kann.

Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage an Kupferminen,

Kinder werden zur Prostitution verkauft für umgerechnet 50 €

und, und, und...

Wir bräuchten auch heute einen Rufer wie Amos!!! Und die

Jugendlichen basteln ihn. In Lebensgröße! Sie machen eine

Collage, darauf steht, was man heute alles anprangern könnte.

„Ruf Amos, ruf!!! Schrei es hinaus in die Welt, was uns auf der

Seele brennt!!!“

Mit einem kleinen Protestmarsch wandern die Jugendlichen

gegen 4 Uhr in der Frühe hinauf nach St. Peter. Sie wecken ihren

Pfarrer auf, der ihnen zu Beginn der Nacht schon gesagt hat:

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„Amos hat mit Euch zu tun, mit Eurem Leben.“ Schweigend

gehen sie in die Peterskirche. Eigentlich möchten sie gar nicht

mehr reden. Sie sind müde und angefüllt mit der Ohnmacht derer,

die nichts zu verändern vermögen. Der eine oder andere

erzählt was ihn in dieser Nacht beeindruckt hat. Pfr. Sieger

steigt noch einmal darauf ein, er schürt die Wut und brüllt ihnen

die Empörung eines Amos entgegen.

Die Jugendlichen sind betroffen. „Was können wir schon tun?

Wir müssen doch still halten, damit wir nicht durch das Raster

dieser Zeit fallen. Wir brauchen die Kraft, um mithalten zu

können.“

Der Seelsorger gibt ihnen mit auf den

Weg: „Hört nicht auf zu träumen,

werdet nicht sprachlos und schaut

Euch in Eurem Umfeld um. Macht

Euch stark für die Schwachen. Lasst es

nicht zu, dass einer das Klassenziel

nicht erreicht.“

Zurück in St. Anton fassen die

Jugendlichen noch einmal das Erlebte

zusammen: „Dass sich im Laufe der

Jahrtausende nichts verändert hat, hat mich sehr erschüttert.“

„Dass wir so vieles in einer Nacht erfahren würden, habe

ich nicht gedacht.“ „Dass wir wirklich die ganze Nacht so intensiv

arbeiten, hätte ich nicht gedacht, ich würde so eine

Nacht jederzeit wieder mitmachen.“

Aber auch die Erwachsenen, die die Jugendlichen durch diese

Nacht begleitet haben, sind von dieser Nacht, von dem Erlebten

beeindruckt. Sie sind vor allem beeindruckt von dieser Jugend,

der es nicht egal ist, wie sich die Zeit entwickelt. Die Jugend,

die sich berühren lässt von einem Rufer wie Amos und

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die bereit ist, eine ganze Nacht über das gestern und heute

nachzudenken. Sie legen den Jugendlichen noch einmal ans

Herz, die Wut über die sozialen Ungerechtigkeiten zuzulassen,

dabei aber nicht zu vergessen, dass man mit Wut alleine gar

nichts bewegen kann. „Was ihr braucht“, sagen sie ihnen. „ist

die Liebe, so wie Jesus es uns vorgemacht hat. Auch seine Wut

ging gegen die sozialen Ungerechtigkeiten und seine große

Liebe zu den Menschen hat diese „gesund“ gemacht. Es sind

die kleinen Schritte, mit denen jeder etwas verändern kann. Die

Aufmerksamkeit im persönlichen Umfeld, das Wegschauen

von sich selbst, hin zum anderen. Fangt klein an, dann habt ihr

auch den langen Atem, den ihr braucht.“

Eine beeindruckende und gute Nacht endet Samstagmorgen um

7.30 Uhr und es bleibt das Gefühl, dass es diese Jugend noch

gibt, die Lebensträume hat.

Erika Gerken

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Amos –auch für Kinder?

Es hat oft geheißen, Amos sei nichts für die Jüngeren unserer

Gemeinden, dennoch habe ich mich dieser Herausforderung

gestellt und als Thema für den Kinderbibeltag auch unseren

Amos vorgeschlagen. Mitten im Sieben-Wochen-Prozess liegt

dieser Tag, da lag es ja nahe, ihn mit in das Jahresthema einzubeziehen.

Vor einigen Jahren hatten wir das Thema der evangelischen

Jahreslosung aufgegriffen und gegen viele Widerstände

das Buch Josua zum Thema des Kinderbibeltages gemacht.

Daher wussten wir, unser Team ist bereit, sich auch schwierigen

alttestamentlichen Fragen zu stellen und auszuprobieren,

sie kindgerecht zu präsentieren.

Propheten spielen auch im Religionsunterricht für die Grundschule

eine Rolle. Wir haben uns ebenso mit den Kindergärten

getroffen und Überlegungen angestellt, wie wir dieses Thema

schon unseren Kleinsten nahebringen können. Es gibt ein Buch

für Kinder zu Amos: Jochem Westhof, Geheimbund Amos, über

ein tapferes Mädchen, das die Aussagen des Amos hört und für

mehr Gerechtigkeit kämpft und sich dabei pikanterweise auf

die göttlichen Gesetze, die in der Tora festgelegt wurden, berufen

kann. Dieses Buch ist für Kinder ab 8 Jahren empfohlen

und machte mir, nachdem ich es entdeckt hatte, Mut, mich an

dieses Thema nun doch schon für Grundschulkinder heranzutrauen!

Beim Treffen mit allen Verantwortlichen im Bernhardussaal

habe ich den Propheten Amos und mögliche Themen zum Ablauf

eines Kinderbibeltages vorgestellt.

27


Der ökumenische Kinderbibeltag findet am Samstag, den 20.

Juni 2009 zwischen der Paul-Gerhardt-Gemeinde und St. Anton

in der Bruchsaler Südstadt statt.

Das Ganze soll wie immer um 10 Uhr mit einem biblischen

Impuls in der Antoniuskirche beginnen. Dabei werden wir das

Leben und Wirken des Propheten vorstellen:

Folgender Zeitablauf ist geplant:

10.45 - 11.30 Uhr Erste Station:

Propheten sind von Gott berufene Rufer – welche Rufe können

wir heute deutlich erschallen lassen? (Ungerechtigkeit, Verletzung...

der Kinder, „Hydeparkcorner“)

11.30 - 12.20 Uhr Zweite Station:

Propheten sind Hörer göttlicher Rede – wie können wir Gottes

Stimme hören? (mit Stilleübungen, Hörübungen etc)

12.30 - 13.15 Uhr Mittagspause

13.15 - 14.00 Uhr Bewegungsspiele

14.00 - 14.45 Uhr Dritte Station:

Amos wettert dagegen, dass die Reichen immer reicher und die

Armen immer ärmer werden – wo sehen wir dies?

14.50 - 15.35 Uhr Vierte Station:

Leben zur Zeit des Amos- das Land Israel (eventuell plastisch

veranschaulichen, indem Häuser gebastelt werden etc)

15.45 Uhr Abschlussfest

28


Für die Größeren:

Wenn Amos in 2,10 sagt: "Ich bin es gewesen, der euch aus

Ägypten heraufgeführt und euch vierzig Jahre lang durch die

Wüste geleitet hat, damit ihr das Land der Amoniter in Besitz

nehmen konntet." und in 4, 13 "Denn siehe, er formt die Berge,

er erschafft den Wind, er verkündet den Menschen, was er im

Sinn hat; er macht das Morgenrot und die Finsternis, er schreitet

über die Höhen der Erde dahin - Jahwe, Gott der Heere, ist

sein Name." sowie in 5,8 "Er hat das Siebengestirn und den

Orion erschaffen; er verwandelt die Finsternis in den hellen

Morgen, er verdunkelt den Tag zur Nacht, er ruft das Wasser

des Meeres und gießt es aus über die Erde - Jahwe ist sein Name."

dann sind all diese Aussagen ein Lob Gottes, des Schöpfers

und Lenkers.

Ohne Gottes Hilfe wäre Israel nie aus der Sklaverei befreit

worden, ohne Gott den Schöpfer gäbe es die Welt nicht. Zwischen

all den Unheilsrufen, die Amos über Israel ausruft, vergisst

er nie, dies zu betonen und den Menschen vor Augen zu

rufen, wer hinter all dem steht! Dazu fiel uns gleich folgendes

für die Jugendlichen ein:

• Amos mahnt, dass immer größere Naturkatastrophen

kommen, er erwähnt Heuschreckenplagen, Erdbeben,

Hungersnöte durch Dürre, wie gehen wir mit der Umwelt

und Natur um?

• Film zu Arm und Reich?

• Protesttafeln? (Der Prophet wird am Ende ausgewiesen,

keiner will hören, was er sagt, wer weist uns heute auf

Unrecht und drohende Katastrophen hin und verhallt

ungehört?)

• Spiel zu Arm und Reich?

29


Am Ende des Amosbuches heißt es:

Am Ende des Amosbuches heißt es:

Am Ende des Amosbuches heißt es:

Am

Am

Am

Am Ende

Ende

Ende

9,11 An des

des

des

jenem Amosbuches

Amosbuches

Amosbuches

Tag richte heißt

heißt

heißt

ich es:

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es:

die zerfallene Hütte Davids

Am 9,11 An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids

Am wieder Ende 9,11 auf An des jenem Amosbuches Tag richte heißt ich es: die zerfallene Hütte Davids

Am wieder 9,11 auf An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids

Am

Am wieder

9,11

9,11 auf

An

An

jenem

jenem

Tag

Tag

richte

richte

ich

ich

die

die

zerfallene

zerfallene

Hütte

Hütte

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Am

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wieder

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Am 5,14 9,11

auf

auf

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Sucht An jenem das Gute, Tag richte nicht ich das die Böse; zerfallene / dann werdet Hütte Davids ihr le-

Am 5,14 Sucht das Gute, nicht das Böse; / dann werdet ihr le-

wieder ben Am und 5,14 auf dann Sucht wird, das wie Gute, ihr nicht sagt, das / der Böse; Herr, / dann der Gott werdet der ihr Heere, leben

Am 5,14 Sucht das Gute, nicht das Böse; / dann werdet ihr leben

bei

Am

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euch und dann

und

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Sucht

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sein. wird,

wird, Am

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/

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bei euch und dann sein. wird, Am 5,15 wie ihr Hasst sagt, das / der Böse, Herr, liebt der das Gott Gute der Heere, / und

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bei bringt euch bei sein. Gericht Am 5,15 das Recht Hasst das zur Geltung! Böse, liebt Vielleicht das Gute ist / und der

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bringt Herr, der bei Gott Gericht der Heere, das Recht / dem zur Rest Geltung! Josefs dann Vielleicht gnädig.

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gnädig.

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Diese Aussagen sollen beim Abschlussfest einfließen, aber es

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Diese soll Aussagen sollen beim Abschlussfest einfließen, aber es

Diese

Diese soll dem auch

auch Motto um

Aussagen

Aussagen um „I have die Realisierung

die

sollen

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beim

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Abschlussfest von „Wenn Visionen

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einfließen,

einfließen,

alleine gehen,

gehen, träumt“. so nach

so

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aber nach

es

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soll dem auch Motto um „I have die Realisierung a dream“ oder von „Wenn Visionen einer alleine gehen, träumt“.

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dem So dieses sind Motto Thema wir „I gespannt, have auch a zu dream“ vermitteln ob wir oder es „Wenn und schaffen, freuen einer den uns alleine 5-14 auf träumt“. alle, jährigen die

So dieses sind Thema wir gespannt, auch zu vermitteln ob wir es und schaffen, freuen den uns 5-14 auf alle, jährigen die

So

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dieses diesen Tag Thema mit auch uns feiern

So

zu vermitteln und freuen uns auf alle, die

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mit

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uns

uns

feiern

feiern zu vermitteln Marieluise und freuen Gallinat-Schneider

uns auf alle, die

Marieluise Gallinat-Schneider

diesen Tag mit uns feiern Marieluise Gallinat-Schneider

Marieluise Gallinat-Schneider

Marieluise

Marieluise

Gallinat-Schneider

Gallinat-Schneider

Osterspaziergang Johann Marieluise Wolfgang von Gallinat-Schneider

Goethe

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,

Im Tale grünet Hoffnungsglück;

Der alte Winter, in seiner Schwäche,

Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur

Ohnmächtige Schauer körnigen Eises

In Streifen über die grünende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weißes,

Überall regt sich Bildung und Streben,

Alles will sie mit Farben beleben;

Doch an Blumen fehlt‘s im Revier,

Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um von diesen Höhen

Nach der Stadt zurück zu sehen!

Aus dem hohlen finstern Tor

Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden:

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,

Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,

Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

Aus der Straßen quetschender Enge,

Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge

Durch die Gärten und Felder zerschlägt,

Wie der Fluß in Breit und Länge

So manchen lustigen Nachen bewegt,

Und, bis zum Sinken überladen,

Entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges fernen Pfaden

Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,

30

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,

30

Zufrieden jauchzet groß und klein: 30

Hier bin ich Mensch, hier darf ichs 30 sein!

30

30

30


Der Verlust der Seele - Fürchte deinen Nächsten

Der Leitartikel der „Welt“ vom Mittwoch dem 11. März, dem

Tag des gewaltsamen Todes von 15 Menschen lautete:

„Fürchte deinen Nächsten“

Untertitel: „Zwei Drittel der Mörder sind keine Fremden, sondern

Bekannte“.

Laut Kriminalstatistik wurden 73% der Opfer von Mord und

Todschlag aus Verwandten und Bekanntenkreisen verübt. Zu

Bekannten gehören auch Lehrer und Mitschüler in unseren

Schulen, welche zu Zielen von Aggressionen verletzter, gestörter,

vereinsamter und gewalttätiger Junger Menschen werden.

Nicht selten hassen sie die Institutionen in welchen sie menschliche

oder/und leistungsrelevante Niederlagen erlitten haben,

ohne dass es jemand ahnte, wusste oder bemerkte

Bis es zum Gewaltausbruch kam, baute sich unbemerkt und vor

anderen verborgen, ein Aggressionspotential auf.

Es dürfte selten die pure Lust am Töten sein; es dürfte wohl

immer irgendwie eine geheim gehaltene oder verdeckte Ursache

gewesen sein.

Wenn ich da eine Schlagzeile zur Ursachenforschung lese:

“Der auslösende Faktor ist fast immer Versagen“ dann muss

doch die Frage erlaubt sein: Wer legt denn die Latte der schulisch

geforderten Leistungen immer höher, damit Schüler abstürzen?

Die Sieger stehen im Rampenlicht und die Versager,

die Nobodys, schießen sich in das Rampenlicht. Licht und

Dunkel, Leistung und Versagen!

Einfühlsame Erwachsene/Lehrer/innen müssten Schülern, welche

auffällige Verhaltensmerkmale aufweisen, die stark von

der Normalität abweichen, eine menschliche und seelsorgerli-

31


che Nähe erfahren lassen, welche sie mit der Gemeinschaft

versöhnt oder heilt.

Verführer sind nicht nur die allen zugänglichen Medien, welche

für Verbrechen aller Art zugänglich sind, sondern die eigenen

Eltern, welche nichtsahnend ihren eigenen Waffenwahn in

einer Sammlung kultivieren.

Lust zum Töten pur. Wer denkt hier an Missbrauch durch die

Söhne? Das ist Verführung pur!

In aller Regel entsteht Gewalt aus nahen Beziehungen. Die

Familie ist nicht nur der Ort von Liebe und Wärme, sondern

auch die Brutstätte der Eifersucht, der Spannungen zwischen

Geschlechtern und Generationen (Ehrenmorde).

Die Familie ist aber auch der Ort des Zerfalls von Gespräch,

Kommunikation, Gleichgültigkeit Gemeinsamkeit, Kälte und

Entfremdung. Viele Eltern sorgen sich um die Zeugnisse ihrer

Kinder aber nicht um die menschlichen Bindungen und die familiäre

Geborgenheit zuhause. Dass Jugendliche unter solchen

Umständen früh fremdgehen ist nicht zu verwundern.

Welche Abgründe sich auftun, wenn Gefühle des Unverstandenseins,

der Selbstentfremdung, der Vereinsamung – über

Jahre hin aufgestaut - in einem Menschen zur Explosion kommen

und in eine Orgie der Vernichtung ausarten, sollte uns

veranlassen dem Inneren des Menschen, seiner Seele mehr

Aufmerksamkeit zuzuwenden. Einem exzessiven Körperkult,

steht eine Verwahrlosung, ja ein Verlust der Seele gegenüber.

Die Menschenseele wird krank, sie geht zugrunde, weil die

Quelle in ihr versiegt. Das eigene Leben wird wertlos; die Amokläufer

sind Typen, welche am Ende sind – und niemand

merkt etwas.

32


Das Seelendrama vieler Jugendlicher in dieser Gesellschaft

wird nicht wahrgenommen. Dem äußeren Schein wird das Innere

geopfert. In einer leeren Seele hausen die Dämonen. Das

Trauma in einer Menschenseele, das heißt die inneren Verletzungen

und Schäden im Menschen selbst entwickeln eine Dynamik,

welche nicht jeder Mensch mehr unter Kontrolle halten

kann, besonders, wenn er keinen inneren oder äußeren Halt

mehr hat.

Die reale Welt wird von Gefühlswesen bewohnt, selche nach

unermesslicher Liebe und Anerkennung verlangen.

Der Verlust von Liebe und Anerkennung erzeugt das sozialpsychologische

Trauma, welches viele junge Menschen verletzt.

Für die Heilung derartiger Verletzungen gibt es nur ein Mittel:

Liebe und Zuwendung.

Bernhard Ripperger

Zu diesem aktuellen Thema empfehlen wir einen weiteren

Artikel erschienen in „DIE ZEIT“ Nr. 13, 19. März 2009

„Wir sind so verdammt göttlich“

von Sabine Rückert und Stefan Willeke

abrufbar unter: http://www.zeit.de/2009/13/DOS-Amok

33


Priesterweihe und Primiz von Steffen Kolb

Liebe Mitgeschwister unserer Seelsorgeeinheit St. Peter!

Noch bin ich ganz erfüllt von

Ihrer/Eurer regen Anteilnahme bei

meiner Diakonenweihe im Juni vergangenen

Jahres auf der Insel Reichenau.

Es war ein schönes Fest mit einer

feierlichen Liturgie und einer warmen

Atmosphäre.

Schon jetzt darf ich Sie alle ganz herzlich zu meiner Priesterweihe

einladen. Voll Freude und Dankbarkeit empfange ich am

17. Mai unter Handauflegung unseres Hochwürdigsten Erzbischofs

Robert Zollitsch im Freiburger Münster dieses Sakrament.

Die Weiheliturgie beginnt um 14.30 Uhr. Über rege Anteilnahme

aus meiner Heimatgemeinde und aus der ganzen

Seelsorgeeinheit würde ich mich sehr freuen.

Nähere Informationen über eine Busfahrt nach Freiburg werden

u.a. im Pfarrblatt noch bekanntgegeben.

Ebenso darf ich Sie jetzt schon zu meiner Heimatprimiz einladen.

Der Festgottesdienst findet am 24. Mai, um 10.15 Uhr, in

St. Anton statt. Schon fast 27 Jahre lang bin ich dort zu Hause.

1988 wurde ich an St. Anton Ministrant, war später Lektor,

Kommunionhelfer und Sänger im Chor. Die Chöre der Seelsorgeeinheit

bringen bei der Primiz die Krönungsmesse zur

Aufführung. Das freut mich als ehemaliger Sänger und Liebhaber

solcher Musik natürlich besonders. Nach der feierlichen

Messe findet für alle Gottesdiensbesucher ein Empfang statt.

Um 17.00 Uhr feiere ich dann die Dankvesper mit anschließendem

Einzelprimizsegen. Die Vesper wird musikalisch von

34


den Bruchsaler Schlossspatzen um Patrick Wippel gestaltet.

Als Fan dieses Chores bin ich schon ganz gespannt auf diese

Vesper. Schon jetzt möchte ich allen, die in irgendeiner Weise

dieses großartige Fest mit vorbereiten und gestalten, ein herzliches

"Vergelt's Gott" zurufen. Vielen Dank!

Herzliche Einladung an sie alle auch zu meinen (Nach-) Primizen:

- Christi Himmelfahrt um 10.00 Uhr: Kloster Waghäusel mit

Einzelprimizsegen, Musik: Ave Duo um Rudi Zieger

- Freitag, den 22.05, um 19.00 Uhr: St. Lambertus in Bad-

Mingolsheim mit Einzelprimizsegen, Musik:

Ministrantenschola

- Pfingsten:

Vorabend, um 18.00 Uhr: St. Josef mit Einzelprimizsegen

9.00 Uhr: Stadtkirche

10.30 Uhr: Hofkirche mit Aufführung einer Orchestermesse

- Pfingstmontag: evtl. Freiburg/St. Martin

- Sonntag, den 07.06, um 9.30 Uhr: Stockach/St. Oswald mit

anschließendem Empfang. Zum Mittagessen bitte ab März

über das Pfarramt anmelden (07771/2398); Dankvesper um

18.00 Uhr mit Einzelprimizsegen

- Sonntag, den 14.06., um 8.30 Uhr: Kloster Thalbach/Bregenz

mit Einzelprimizsegen

Ich freue mich schon auf Ihre zahlreiches Mitfeiern dieser meiner

Feste und dieser wichtigen Station auf meinem Lebensweg.

Ihr/Euer Steffen Kolb

35


Pfingsten

„Was ist denn ‚Esperanto’?“ So fragt der 13jährige nach einem

Blick auf die Schlagzeile der Tageszeitung, die der Vater auf

der gegenüberliegenden Seite des Frühstückstisches liest.

„Eine gemeinsame Kunstsprache für Europa“, knurrt sich der

Papa in den Bart und liest weiter.

Eine globalisierte Welt, ein immer mehr zusammenwachsendes

Europa: verschiedenste Menschen, unterschiedliche und zum

Teil nicht vertraute Sitten, Vorteile, aber auch neue Probleme

und Ängste und alte Vor-Urteile. Würde ‚Esperanto’ - oder

doch eine einheitliche Sprache -helfen, einander zu verstehen?

Werden die Menschen lernen, einander zu verstehen? Nicht nur

sprachlich, sondern auch menschlich?

Beim ‚Pfingstbericht’ in der Bibel (nachzulesen in der Apostelgeschichte,

Kapitel 2, Vers 1 ff oder unter ‚Feiern mit Familie’

beim ‚Quiz’) wird von Menschen mit verschiedensten

Heimatsprachen aus verschiedensten Ländern berichtet, die an

einem Orte zusammengekommen sind. Ängstlich und etwas

hilflos unter ihnen auch die Freunde Jesu, die nach dessen Tod,

Auferstehung und Himmelfahrt verunsichert zusammensitzen

und nicht recht wissen, was sie denn nun mit ihrem Leben und

mit der Lehre Jesu anfangen sollen. Doch mitten hinein in dieses

vielsprachige und multikulturelle Vielerlei spüren sie, dass

ihnen von Gott her Kraft zuwächst. Erfüllt vom Heiligen Geist,

beginnen sie, die Menschen anzusprechen, auszusprechen, was

ihnen wichtig ist und was den Menschen wichtig werden könnte.

Vielleicht kann der Geist Gottes auch heute Mut machen, vor

den Problemen einer von Terror und Hass regierten Welt nicht

zu kapitulieren. Vielleicht erinnert das Pfingstfest daran, mit

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Gottes Augen auf die Menschen zu sehen: mit einem Blick der

Liebe, mit dem Versuch, einander zu verstehen, - wenn nicht

die jeweilige Landessprache, so doch die Sehnsüchte und

Hoffnungen der anderen Menschen. Vor dem Urteilen und

Handeln zuerst zu fragen: ‚was will der andere, warum denkt er

so, was fühlt er?’ Und diese Fragen (und Antworten) dann in

das eigene Denken, Fühlen und Handeln einbeziehen. So kann

vielleicht eine gemeinsame Sprache entstehen, die begeistert

für eine Welt, in der nicht Terror, sondern Gerechtigkeit und

Liebe das Leben prägen: Ein ‚Esperanto’ des Verstehens. Ein

begeistertes Sprechen, ein ‚Pfingsten’ für eine gerechtere Welt.

Um Gottes Guten Geist dürfen wir auch heute noch bitten! Von

Gottes gutem Geist können wir auch heute noch erfüllt werden.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest!

Quelle: Familienpastoral Erzbistum Köln

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Patrozinium St. Peter 2009

Wochenende 04./05. Juli 2009

Samstag 04.07.2009, 18.30 Uhr, Jugendgottesdienst in der Antoniuskirche

mit besonderer inhaltlicher und musikalischer

Gestaltung.

Sonntag 05.07.2009, 10.15 Uhr, Festgottesdienst in der Pauluskirche.

Sonntag, 05.07.2009, 19.00 Uhr, Taizée-Gebet in der Peterskirche

Schon heute sind Sie zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen,

beachten Sie bitte die aktuellen Ankündigungen zu den

Veranstaltungsterminen.

38


Gospelchor Lingenfeld konzertiert in Bruchsal

Alle Gospelfreunde der Region dürfen sich auf einen musikalischen

Leckerbissen freuen:

Der Gospelchor Lingenfeld konzertiert unter der Leitung von

Meinhard Emling am Samstag, 21. November 2009, um 20.00

Uhr in der Pauluskirche in Bruchsal.

Das Konzert verspricht ein Event voller Drive und geballter

Gospel-Power zu werden. Das 60-köpfige Ensemble konnte in

den 35 Jahren seines Bestehens bei mehr als 450 Auftritten

große Bühnenerfahrung sammeln und wurde durch über 50

Konzertreisen im In- und Ausland, mehrere CD-Aufnahmen,

Rundfunk- und Fernsehauftritte und Auszeichnungen bei Wettbewerben

einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Mit eigener Band präsentiert der Gospelchor Lingenfeld eine

zündende Mischung aus traditionellen Spirituals, eindringlichen

Soul-Balladen und fetzigen Pop-Hits.

Songs aus dem aktuellen Konzertprogramm sind z.B. “Bridge

over troubled water” von Simon & Garfunkel, “Suspicious

Minds” von Elvis Presley, “Lean on me” von Bill Withers,

“Tears in heaven” von Eric Clapton, “You’ve got a friend” von

Carol King, “Heaven help us all” von Ray Charles, “Gospel

Medley” mit “Down by the riverside”, “This little light of

mine”, “Amen” und “Oh happy day”.

Wer ein Konzert miterlebt, spürt die Ausdruckskraft, die in der

teils powernden, teils soft swingenden Musik steckt: Ein

stimmgewaltiger Chor und eine groovende Band ergänzen sich

mit prägnanten Solostimmen zu einem überzeugenden Ensemble.

Weitere Informationen unter www.gospelchor-lingenfeld.de

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VORVERKAUF: Eintritt: 12,- € / Erm. 8,- €

Bruchsal wird noch bekannt gegeben

Lingenfeld Bäckerei Rembor, Germersheimer Str. 53,

Tel. (0 63 44) 22 53

sowie bei LEO-Ticket-Service in allen RHEINPFALZ-

Geschäftsstellen, Tel. 0180 500 34 17

40

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