Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der Kasseler Sparkasse ...

kasselersparkasse

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der Kasseler Sparkasse ...

Kasseler Sparkasse

Geschäftsbericht 2011 15. Geschäftsjahr

Die Kasseler Sparkasse ist eine mündelsichere,

dem gemeinen Nutzen dienende

rechtsfähige Anstalt des öffentlichen

Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenund

Giroverbandes Hessen-Thüringen und

über diesen dem Deutschen Sparkassenund

Giroverband angeschlossen. Gewährträger

ist der Sparkassenzweckverband

Kassel.


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31.12.2011 31.12.2010

Auf einen Blick

Geschäftsvolumen 5.040 Mio. EUR 4.840 Mio. EUR

Bilanzsumme 4.946 Mio. EUR 4.767 Mio. EUR

Kundeneinlagen 4.185 Mio. EUR 4.168 Mio. EUR

davon:

Spareinlagen 996 Mio. EUR 1008 Mio. EUR

Sparkassenwertpapiere 678 Mio. EUR 712 Mio. EUR

Befristete Einlagen 498 Mio. EUR 466 Mio. EUR

höher verzinsliche Anlagen

auf Girokonten 1.411 Mio. EUR 1.417 Mio. EUR

Sichteinlagen 602 Mio. EUR 565 Mio. EUR

Kundenkreditvolumen 2.987 Mio. EUR 2.772 Mio. EUR

davon:

Realkredite 1.275 Mio. EUR 1.299 Mio. EUR

Kommunalkredite 581 Mio. EUR 502 Mio. EUR

Personalkredite 1.037 Mio. EUR 898 Mio. EUR

Avalkredite 94 Mio. EUR 73 Mio. EUR

Jahresüberschuss 10,0 Mio. EUR 10,0 Mio. EUR

Eigenkapital, Fonds für

allgemeine Bankrisiken und

Nachrangige Verbindlichkeiten 474,8 Mio. EUR 299,2 Mio. EUR

Geschäftsstellen 84 84

Mitarbeiter/-innen

im Jahresdurchschnitt 1.092 1.093


Lagebericht 2011

A. Darstellung und Analyse des

Geschäftsverlaufs einschließlich des

Geschäftsergebnisses und der Lage

A.1 Wirtschaftliche

Rahmenbedingungen

A.1.1 Gesamtwirtschaftliche

Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2011 war die Weltwirtschaft

durch die Finanz- und Wirtschaftskrise

der vorangegangenen Jahre

geprägt. Besonders die defizitären

Haushaltsverhältnisse einiger europäischer

Staaten und der USA waren die allgegenwärtigen

Themen im abgelaufenen

Geschäftsjahr. Die anhaltende Diskussion

über die finanzielle Situation

und Bonität dieser Staaten sowie die

mögliche Insolvenz Griechenlands dominierten

das Geschehen an den Finanzmärkten.

Im Jahresverlauf erhöhten sich

durch die zunehmende Verschlechterung

der Haushalte die Risikoaufschläge

für öffentliche Anleihen, was die Konsolidierung

der Staatsschulden erschwerte.

Besonders für Portugal,

Italien, Irland, Griechenland und Spanien

erhöhten sich diese Spreads im Laufe

des Jahres, bevor sie Anfang 2012 wieder

leicht absanken.

Weltweit stellten die Energie- und

Rohstoffpreise ein Risiko für die konjunkturelle

Entwicklung dar. Der über

das Jahr ansteigende Preisdruck sorgte

weltweit für eine Verteuerung vieler

Güter. Maßgeblich hierfür waren neben

der starken Nachfrage die politischen

Ereignisse in der arabischen Welt, allen

voran der im Herbst endende Krieg in

Libyen.

Konjunkturell kann die deutsche Volkswirtschaft

auf ein gutes Jahr zurückblicken.

Über das Jahr hinweg war wieder

einmal u. a. der Export treibende

Kraft und ließ Deutschland erneut zur

„Wachstumslokomotive“ Europas werden.

Zum Jahresende hin wurde diese

dann durch eine erstarkende Binnennachfrage

abgelöst. Die Konsumtätigkeit

in Deutschland erreichte im vergange-

nen Jahr den höchsten Wert seit 10 Jahren,

was nicht zuletzt auf die erfreuliche

Entwicklung am Arbeitsmarkt zurückzuführen

ist. Die relevanten Themen waren

und sind hier weiterhin der demografische

Wandel sowie der bereits in vielen

Branchen spürbare Fachkräftemangel.

2012 wird ein wichtiges und spannendes

Jahr für die gesamte Weltwirtschaft.

Viele offene Fragen, darunter der Fortgang

der Euro-Schuldenkrise und die

möglichen Konsequenzen einer Insolvenz

Griechenlands, stehen noch zur

Diskussion und werden das weitere wirtschaftliche

Geschehen aller Eurostaaten

nachhaltig prägen.

A.1.2 Regionale

Wirtschaftsentwicklung

Die nordhessische Wirtschaft zeigte sich

auch im Jahr 2011 in einer sehr guten

Verfassung. Nach einem tendenziell eher

verhaltenen Jahresauftakt, gepaart mit

vorsichtigen Erwartungen, blieben

Kassel und Nordhessen insgesamt von

den Unsicherheiten der Weltwirtschaft

weitestgehend unberührt. Die dominierenden

Themen neben der allgemein

guten Konjunktur waren in diesem Jahr

der Verlauf bei den Energie- und

Rohstoffpreisen, der demografische

Wandel und der Mangel an Fachkräften

vieler ansässiger Branchen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2011

kühlte die Konjunktur in Nordhessen wie

auch im gesamten Bundesgebiet ab. In

dieser Zeit schätzten 90,8 % der nordhessischen

Unternehmen ihre Lage als

„gut“ bzw. „befriedigend“ ein. Trotz der

Abkühlung findet die Lagebeurteilung

auf einem hohen Niveau statt. Die

Verbesserung zum bereits positiven

Wert von 83,3 % aus 2010 ist auf die in

2011 weiterhin leichte Erholung sowie

die gute Konstitution der nordhessischen

Wirtschaft zurückzuführen. Im

Jahresverlauf verfestigten sich die

Einschätzungen hinsichtlich der

Geschäftslage, sodass am Ende 92,7 %

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der nordhessischen Unternehmen diese

als positiv bewerteten. Die zukünftigen

Geschäftserwartungen der Unternehmen

gestalten sich hingegen vorsichtig. Gingen

im Frühjahr noch 91,5 % (Vorjahr:

81,3 %) von einer günstigen bzw. gleichbleibenden

Entwicklung aus, so verringerte

sich dieser Wert zum Jahresende

auf 81,9 % (Vorjahr: 85,8 %). Gründe für

diese Eintrübung zu Zeiten einer guten

konjunkturellen Lage können in der aus

der Staatsverschuldungskrise kommenden

Verunsicherung sowie in deren

möglichen Implikationen auf die Realwirtschaft

gesehen werden.

Die Investitionstätigkeit der nordhessischen

Unternehmen war im Berichtsjahr

durch einen schwankenden, aber in der

Tendenz steigenden, Verlauf gekennzeichnet.

Besonders im Frühjahr ging

der Großteil der Betriebe von steigenden

Investitionen aus, was sich im Jahresverlauf

noch in der positiven Entwicklung

des Arbeitsmarktes manifestieren

sollte. Doch mit dem Eintreten der Konjunkturdämpfung

zum Ende des Jahres

senkten auch die nordhessischen Unternehmen

ihre Investitionsprognosen.

Sie taten dies auf einem relativ hohen

Niveau. In Summe gingen im Herbst

83,1 % der Unternehmen von einer steigenden

oder gleichbleibenden Investitionstätigkeit

aus - im Vergleich zum

Vorjahr ein um 3,2 Prozentpunkte geringerer

Wert. Dies zeigt, dass eine positive

Grundstimmung vorhanden ist. Zu beachten

sind jedoch die Effekte einer abflachenden

Konjunktur und der wegfallenden

Aufholbewegung aus 2010.

Besonders bemerkbar machte sich die

positive Entwicklung in 2011 am Kasseler

Arbeitsmarkt. Die Agentur für

Arbeit vermeldete über das gesamte

Jahr hinweg eine Abnahme der arbeitslos

gemeldeten Personen in Kassel Stadt

und Land. In Summe ergab sich im Dezember

somit eine Arbeitslosenquote

von 6,3 % nach 6,8 % in 2010. Dies ist

der niedrigste Wert seit 1991 und Teil einer

seit 2005 anhaltenden Entwicklung,

die Kassel im Jahr 2011 den Titel der

„dynamischsten Großstadt“ Deutschlands

bescherte. Doch trotz dieser sehr

erfreulichen Tatsache stellten in diesem

Zusammenhang der demografische

Wandel und der im Laufe des Jahres für

einige Branchen spürbar werdende

Fachkräftemangel zwei zentrale

Herausforderungen dar, welchen auch in

Zukunft mit erhöhter Aufmerksamkeit zu

begegnen ist.

Getrieben durch den Arbeitsmarkt entwickelte

sich der Konsum zu einer tragenden

Kraft im konjunkturellen Aufschwung.

Durch eine gesteigerte Binnennachfrage

konnte der exportinduzierte

Aufschwung des vergangenen

Jahres unterstützt werden. Das Jahresende

zeigte jedoch auch in diesem

Bereich erste Tendenzen einer Verlangsamung

der Konjunktur und ging ebenfalls

mit einer Eintrübung der Erwartung

einher. Das Exportvolumen war aber

auch Ende des Jahres nach wie vor hoch

und stützte die wirtschaftliche Entwicklung

wieder maßgeblich. Besonders die

Industrie, welcher hier eine zentrale

Rolle für die regionale Wirtschaft zukommt,

vermeldete im Herbst 2011 eine

gute wirtschaftliche Situation, in welcher

nur 5,9 % die eigene Lage als „schlecht“

beurteilten (Vorjahr: 9,3 %). Doch auch

hier waren die Erwartungen eher gedämpft.

Zusammenfassend bleibt abzuwarten,

inwieweit die leichte Konsolidierung der

nordhessischen und bundesdeutschen

Wirtschaft als kurzfristige

„Konjunkturdelle“ oder längerfristiger

Trend zu werten ist. Die jüngst veröffentlichten

Expertenschätzungen (ZEW u. a.)

zeigen für das Jahr 2012 eine positive

Entwicklung auf. Das Eintreten dieser ist

zurzeit jedoch stark abhängig vom

Ausgang der weiteren Diskussionen über

die Konsolidierung der Staatsfinanzen

im Euroraum. Das regionale Wachstum

im Jahr 2012 dürfte sich nach den aktuellen

Erhebungen der IHK Kassel auf

0,5 % belaufen.


A.1.3 Berichterstattung über die

Branchensituation

A.1.3.1 Die wirtschaftliche

Entwicklung der Branche

Die im Jahr 2010 aufkeimende Schuldenkrise

in der Eurozone entwickelte im

Jahr 2011 ein ungeahntes Ausmaß, welches

den griechischen Staat momentan

in der Gefahr einer möglichen Insolvenz

schweben lässt. Mit einer Staatsverschuldung

von 162,8 % des BIP ist Griechenland

das Euroland mit der höchsten

Staatsverschuldung im Jahr 2011. Neu

hinzugekommen in den Pool der Problemstaaten

sind Spanien und Italien.

Die zentrale Aufgabe im vergangenen

Jahr bestand darin, Lösungen zu erarbeiten,

welche eine Konsolidierung der

Staatsfinanzen bedrohter Staaten vorantreiben

und gleichzeitig die teilweise

sehr volatilen Kapitalmärkte beruhigen

sollen. Gelungen ist dies jedoch nur in

einem begrenzten Maße, sodass für die

Mehrzahl der Staaten weiterhin ein akuter

Handlungsbedarf besteht. Im Jahresdurchschnitt

betrug die Staatsverschuldung

der Euroländer 88 % des BIP

(Deutschland: 81,7 %). Die für die Unterstützung

angeschlagener Staaten verfügbaren

Mittel in Höhe von bis zu

750 Mrd EUR aus dem Euro-Rettungsschirm

vom August 2011 werden voraussichtlich

ab Juli 2012 durch den Europäischen

Stabilitätsmechanismus (ESM)

mit Garantien und abrufbarem Kapital in

Höhe von 640 Mrd EUR erweitert. Für zusätzliche

Verunsicherung an den Finanzmärkten

sorgten die Ratingabstufungen

zahlreicher Länder, welche jedoch unterschiedlich

von den Finanzmärkten aufgenommen

wurden. Diskussionspunkte

an dieser Stelle waren jedoch die Macht

der Ratingagenturen und die Forderung

nach einem europäischen Gegengewicht

zu den drei führenden amerikanischen

Agenturen Standard & Poor’s, Fitch und

Moody’s. So hat eine Herabstufung der

USA keine signifikanten Einflüsse auf die

Refinanzierungskosten des amerikanischen

Fiskus gezeigt. Hier bleiben die

zukünftige Entwicklung und die mögli-

che Positionierung europäischer

Agenturen abzuwarten.

In Anbetracht dieser Situation und mit

besonderem Fokus auf die Auswirkungen

der globalen Finanzkrise wurden

auch im Jahr 2011 erneut europaweite

Bankenstresstests durchgeführt. Hierbei

wird mithilfe einer Simulation von extrem

negativen Marktbedingungen oder

dem Einbruch der Konjunktur die Überlebensfähigkeit

des jeweiligen Instituts

betrachtet. Bereits im Vorfeld kam es zu

Diskussionen der Methodik. Nichtsdestotrotz

zeigt der durchgeführte Test für

Deutschland eine stabile Lage. Die deutschen

Kreditinstitute konnten im vergangenen

Jahr ihre Ertragslage verbessern.

Eine tragende Funktion kam auch hier

dem Zinsergebnis zu. Positiven Einfluss

hierauf besitzt das nach wie vor niedrige

Zinsniveau, welches besonders zu einer

Entlastung der Zinsaufwendungen beitragen

konnte. Weitergehend nutzten

die Institute die Fristentransformation

zur Generierung von Erträgen. Günstig

für die Ertragslage wirkten außerdem die

verringerten Abschreibungen im Bereich

der Kundenkredite, welche auf den günstigen

konjunkturellen Verlauf zurückzuführen

sind. Das im vergangenen Jahr

positive Kreditgeschäft konzentrierte

sich im Wesentlichen auf den Bereich

der privaten Wohnungsbaufinanzierungen.

Die Entwicklung des - kurzfristigen

- Einlagengeschäftes ist ebenfalls positiv

zu bewerten, da die Mehrzahl der Institute

ihre Refinanzierung aus Kundeneinlagen

steigern konnte und somit weniger

auf den Geld- und Kapitalmarkt angewiesen

war. Der Refinanzierungsbedarf

ist, nicht zuletzt durch die neuen

Eigenkapitalregeln nach Basel III, weiterhin

hoch und könnte mit dem der

Staaten kollidieren. Der Thesaurierung

von Unternehmensgewinnen kommt

deshalb in der Zukunft eine hohe

Bedeutung zu.

Die Aktienmärkte präsentierten sich im

vergangenen Jahr aufgrund der Verschärfung

der Staatsschuldenkrise und

den Verunsicherungen seitens des Fi-

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nanzsektors negativ und sehr volatil, was

ein unstetes Handelsergebnis zur Folge

hatte. Der DAX verbuchte auf Jahresbasis

einen Kurseinbruch von 14,7 %.

In diesem Umfeld waren die Sparkassen in

2011 stabiler Partner der regionalen Kunden.

Allerdings begleitet sie die Diskussion

um die Zukunft der Landesbanken.

Wesentliche Punkte sind hier die geplante

Übernahme des Sparkassengeschäfts der

WestLB durch die Landesbank Hessen-

Thüringen sowie eine Auslagerung der

unverkäuflichen Teile in die Erste Abwicklungsanstalt.

Auch im Jahr 2011 zeichnete

sich die Sparkassen-Finanzgruppe als

leistungsstarke Einheit aus, was auch die

erneuten Ratings von A (high) der kanadischen

Ratingagentur DBRS, A+ nach Fitch

und Aa2 nach Moody’s bestätigen. Hier

wird besonders auf das erfolgreiche

Geschäftsmodell und den tragfähigen

Haftungsverbund der Sparkassen Bezug

genommen.

Zusammenfassend zeichnet sich das

deutsche Bankensystem gegenwärtig ungeachtet

fortbestehender erheblicher

Anfälligkeiten durch eine insgesamt verbesserte

Konstitution aus. Die Risikolage

hat sich etwas entspannt, gleichzeitig hat

die Risikotragfähigkeit zugenommen, und

die Funktionsfähigkeit des Systems blieb

zu jeder Zeit erhalten. Die größten Risiken

lassen sich in möglichen Ansteckungen

zwischen Staat und Finanzsystem sowie

der Realwirtschaft im In- und Ausland

identifizieren. Ziel der Politik des kommenden

Jahres muss es sein, eine Krise,

wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt

haben, zu verhindern. Hierbei kommt

dem Spagat zwischen der Durchsetzung

von Sparreformen und der Wahrung öffentlicher

Interessen in den betroffenen

Staaten eine zentrale Rolle zu.

A.1.3.2 Regulatorische Anforderungen

Auch im Jahr 2011 sind die Nachwirkungen

der vergangenen Krisenjahre nicht

vergessen und waren wiederum Grund für

die Weiterentwicklung der regulatorischen

Rahmenbedingungen sowie der institutionellen

Struktur der Institutsaufsicht.

Neben der Vorbereitung zur Umsetzung

der neuen Regeln aus Basel III wurde auf

europäischer Ebene zum 01.01.2011 eine

neue Aufsichtsstruktur wirksam. Diese

setzt sich zusammen aus den folgenden

Institutionen: dem Europäischen Ausschuss

für Systemrisiken (ESRB), welcher

für die Überwachung makroökonomischer

Entwicklungen sowie deren Risiken für

das Finanzsystem verantwortlich ist (makroprudentielle

Aufsicht) sowie drei Behörden,

welche sich der Aufsicht der einzelnen

Institute (mikroprudentielle Aufsicht)

widmen sollen. Dies sind die European

Banking Authority (EBA) für Banken,

die European Securities and Markets

Authority (ESMA) für die Wertpapieraufsicht

und die European Insurance and

Occupational Pensions Authority (EIOPA)

für die Aufsicht im Bereich der Versicherung.

Zusammen mit dem EFSF sollen diese

neu geschaffenen Strukturen zu einer

besseren und zwischen den einzelnen

Staaten harmonisierten Finanzaufsicht sowie

der Verzahnung von europäischer und

nationaler Aufsicht beitragen. Das duale

Aufsichtssystem in Deutschland, bestehend

aus der Bundesbank und der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin), wird dabei in seiner bisherigen

Form nicht verändert.

Inhaltlich waren auch im Jahr 2011 die

Stärkung von Eigenkapital und Liquidität

sowie die Verbesserung der Risikomanagementsysteme

von Finanzinstituten zentrale

Themen. Die mit der Überarbeitung

des Baseler Rahmenwerkes einhergehenden

Änderungen sehen im Bereich des

Eigenkapitals neben einer Stärkung von

Qualität und Quantität auch eine Erhöhung

der Transparenz der Kapitalinstrumente

vor. Auch wurden zwei neue Kennzahlen

im Bereich der Liquiditätsmessung

eingeführt, welche sich auf das kurz- und

langfristige Zeitfenster konzentrieren.

Neben diesen beiden Aspekten wird die

Europäische Kommission aufgrund der

Regelungen von Basel III eine Verschuldungsquote

(Leverage Ratio) für die


Institute einführen, welche mittelfristig

auch mit der Implementierung einer entsprechenden

Risikokategorie, dem sog.

„Leverage-Risk“ (Risiko einer drohenden

Verschuldung), verbunden sein wird.

Die Belastungen aus der Bankenabgabe

waren im vergangenen Geschäftsjahr gering,

da die Stärkung der Risikoabsorption

und Stabilität der Institute im Vordergrund

standen. Die Beiträge der

großen international tätigen Institute

beliefen sich lediglich auf 242 Mio EUR.

Im Bereich der Mindestanforderungen

an das Risikomanagement gab es im

Jahr 2011 keine Änderungen. Die letzte

Novelle vom 15.12.2010 wurde im vergangenen

Geschäftsjahr planmäßig umgesetzt.

Weiterhin wurde auf europäischer Ebene

über die Erhebung einer Steuer auf

Finanztransaktionen diskutiert. Diese

Debatte dauert jedoch noch an, sodass

hierzu zum gegenwärtigen Zeitpunkt

noch keine abschließende Aussage getroffen

werden kann.

A.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

der Sparkasse

A.2.1 Die Grundlagen

Die Sparkasse ist eine mündelsichere,

dem gemeinen Nutzen dienende rechtsfähige

Anstalt des öffentlichen Rechts.

Träger der Sparkasse ist der von der

Stadt Kassel und dem Landkreis Kassel

gebildete Sparkassenzweckverband

Kassel. Der Verband ist eine Körperschaft

des öffentlichen Rechts. Das

Geschäftsgebiet der Sparkasse erstreckt

sich auf die Stadt und den Landkreis

Kassel. Kredite werden grundsätzlich nur

an Personen vergeben, die im Geschäftsgebiet

der Sparkasse ihren Wohnsitz, eine

gewerbliche Niederlassung oder eine

sonstige wirtschaftliche oder berufliche

Anknüpfung haben.

A.2.2 Haftungsverhältnisse und

Einlagensicherung

Der Träger (Sparkassenzweckverband

Kassel) unterstützt die Sparkasse bei der

Erfüllung ihrer Aufgaben mit der Maßgabe,

dass ein Anspruch der Sparkasse

gegen den Träger oder eine sonstige

Verpflichtung des Trägers, der Sparkasse

Mittel zur Verfügung zu stellen, nicht besteht.

Der Träger haftet grundsätzlich für sämtliche

Verbindlichkeiten der Sparkasse,

die zum Stichtag 18. Juli 2005 bestanden.

Für Verbindlichkeiten, die bis zum

18. Juli 2001 vereinbart waren, gilt dies

zeitlich unbefristet, für danach bis zum

18. Juli 2005 vereinbarte Verbindlichkeiten

nur, wenn deren Laufzeit nicht

über den 31. Dezember 2015 hinausgeht.

Die Kasseler Sparkasse ist als Mitglied

im Sparkassenstützungsfonds des

Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-

Thüringen dem Sicherungssystem der

Deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen.

Damit ist die Erfüllung

sämtlicher fälliger Kundeneinlagen, z. B.

Spar-, Termin- oder Sichteinlagen sowie

verbriefter Forderungen wie auch aller

anderen Ansprüche, in voller Höhe

sichergestellt.

Als Element im Rahmen der Risikoüberwachung

des Einlagensicherungssystems

verfügt die Deutsche Sparkassenorganisation

über ein Risikomonitoringsystem,

das in Form einer Ampel mit je

nach Ampelfarbe zunehmenden Informations-

und Eingriffsrechten der Organisation

gegenüber den Instituten ausgestattet

ist. Ziel der Risikoüberwachung

ist die rechtzeitige Erkennung von

Risiken bei den Mitgliedsinstituten und

somit eine präventive Risikoerkennung,

die eine Beanspruchung der Einlagensicherung

möglichst verhindern soll.

Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-

Thüringen verfügt über ein gemeinsames

Verbundkonzept. Zentrales Element

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des Verbundkonzepts ist ein einheitliches

Rating des Gesamtverbundes. Die

Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-

Thüringen hat vom Ratingunternehmen

Fitch die Note A+ und die gesamte

Deutsche Sparkassenorganisation von

Standard & Poor’s die Note A erhalten.

Hinsichtlich der Bestimmung der Risikoposition

des Verbundes wurde für alle

Teilnehmer ein Ampelsystem eingeführt.

Der aus der Zusammenführung der einzelnen

Ampelwerte zu einem Gesamtverbundwert

entwickelte Risikowert spiegelt

die aktuelle Lage des Gesamtverbundes

wider.

Auf die einzelnen Institute bezogen lösen

unterschiedliche Ampelfarben Rechte

und Pflichten der Verbundteilnehmer

aus (Informationsrechte und -pflichten,

Einblicksrechte, Eingriffsrechte). Die

Dotation eines eigenen Stützungsfonds,

an dem sich die Einzelinstitute je nach

Ampelfarbe und Höhe der Risikoaktiva in

unterschiedlicher Höhe beteiligen, erfolgt

seit dem Jahr 2005.

A.3 Die Aufgabe (der öffentliche

Auftrag), unsere Vision und unser

Selbstverständnis

Die Kasseler Sparkasse hat nach ihrer

Satzung „die Aufgabe, als dem gemeinen

Nutzen dienendes Wirtschaftsunternehmen

in ihrem Geschäftsgebiet geldund

kreditwirtschaftliche Leistungen zu

erbringen, insbesondere Gelegenheit

zur sicheren Anlage von Geldern zu geben“.

Außerdem soll sie das Sparen und

die übrigen Formen der Vermögensbildung

fördern und der Befriedigung des

örtlichen Kreditbedarfs unter besonderer

Berücksichtigung der Arbeitnehmer,

des Mittelstandes, der gewerblichen

Wirtschaft und der öffentlichen Hand

dienen. Dabei werden die Geschäfte

nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt;

die Erzielung von Gewinn ist nicht

Hauptzweck des Geschäftsbetriebes.

Als Basis des betrieblichen Handelns

wurde eine Vision für die Kasseler

Sparkasse entwickelt; danach ist die

Kasseler Sparkasse in ihrem Geschäftsgebiet

der führende Finanzdienstleister

und will es bleiben. Sie stärkt diese

Position durch Qualität und Leistung in

allem, was sie tut, und misst die

Marktführerschaft am Geschäftserfolg

und an Faktoren wie Akzeptanz und

Sympathie.

Daneben ist ein wesentlicher Teil des

Unternehmensleitbildes das Selbstverständnis

als Gesellschaftssparkasse mit

regionaler Verantwortung.

A.4 Darstellung der

Geschäftsentwicklung

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr

2011 sind eingetroffen bzw. wurden

übertroffen. Die Kundeneinlagen sind

gewachsen, der Saldo aus Wertpapierkäufen

und -verkäufen ist positiv, das

Kreditvolumen ist im Unternehmensbereich

und bei Selbstständigen, aber

auch bei den öffentlichen Haushalten

angestiegen.

Der Zinsüberschuss hat sich besser als

erwartet entwickelt. Die Zinsstrukturkurve

hat Vorteile gebracht.

Der Personalaufwand ist wie erwartet

angestiegen. Der 2011 jahresdurchschnittlich

niedrigere Personalbestand

wirkte entlastend.

Die Risikovorsorgeaufwendungen im

Kreditgeschäft und die Bewertungsaufwendungen

im Wertpapiergeschäft

waren höher als für 2011 erwartet.

Insgesamt liegt das Ergebnis über der

Prognose für das Geschäftsjahr 2011.

Die Zahlungsbereitschaft war und ist gegeben.

Die Vermögenslage ist geordnet.


A.4.1 Die Bilanzstruktur im Jahresvergleich:

Bilanzstruktur Aktiv 31.12.2011 In % 31.12.2010 In %

Mio EUR der BS*) Mio EUR der BS*)

Forderungen an Kunden 2.893 58,5 2.699 56,6

darunter

- Realkredite 1.275 25,8 1.299 27,2

- Personalkredite 1.037 21,0 898 18,8

Forderungen an Kreditinstitute 1.250 25,3 977 20,5

Eigene Wertpapiere 560 11,3 826 17,3

Sonstige 243 4,9 265 5,6

Bilanzsumme 4.946 100,0 4.767 100,0

Bilanzstruktur Passiv 31.12.2011 In % 31.12.2010 In %

Mio EUR der BS*) Mio EUR der BS*)

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.930 79,5 3.852 80,8

darunter

- Spareinlagen 996 20,1 1.008 21,1

- Sparkassenbriefe 423 8,6 396 8,3

- andere Einlagen 2.511 50,8 2.448 51,4

Verbriefte Verbindlichkeiten 255 5,1 316 6,6

Nachrangige Verbindlichkeiten 19 0,4 18 0,4

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 221 4,5 238 5,0

Rücklagen 235 4,7 232 4,9

Sonstige 286 5,8 111 2,3

Bilanzsumme 4.946 100,0 4.767 100,0

Avale 94 73

Geschäftsvolumen 5.040 4.840

*) BS = Bilanzsumme

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A.4.2 Bilanzsumme und

Geschäftsvolumen

Im Geschäftsjahr 2011 erhöhte sich die

Bilanzsumme um 179 Mio EUR oder

3,8 % auf 4.946 Mio EUR und das Geschäftsvolumen

um 200 Mio EUR oder

4,1 % auf 5.040 Mio EUR.

A.4.2.1 Kundenkreditgeschäft

Das Kreditvolumen - einschließlich Avalkredite

- erhöhte sich um 215 Mio EUR

oder 7,8 % auf 2.987 Mio EUR. Dies resultiert

aus dem Wachstum in den Segmenten

Öffentliche Haushalte sowie

Unternehmen und Selbstständige. Im

geringen Maße trugen auch die Privaten

zum Wachstum bei. Außerdem wurden

im Hinblick auf die Anforderungen nach

Basel III Vorsorgereserven i. S. v.

§ 340f HGB aufgelöst. Im Neugeschäft

wurden Darlehen von 398 Mio EUR

(Vorjahr: 365 Mio EUR) ausgezahlt. Die

Kunden nutzten das niedrige Zinsniveau

und die dadurch attraktiven Konditionen

zu überwiegend langfristigen Zinsfestschreibungen.

Zugesagt wurden

415 Mio EUR (Vorjahr: 420 Mio EUR).

Wesentlicher Träger der Zusagen waren

wie im Vorjahr die Wohnungsbaufinanzierungen

und die gewerblichen Finanzierungen.

A.4.2.2 Kundeneinlagengeschäft

Die Positionen „Verbindlichkeiten gegenüber

Kunden“, „Verbriefte Verbindlichkeiten“

und „Nachrangige Verbindlichkeiten“

erhöhten sich insgesamt um

18 Mio EUR oder 0,4 % auf

4.204 Mio EUR zum Jahresende 2011

(Vorjahr: + 119 Mio EUR). Hauptträger

dieser Entwicklung waren kurz- und mittelfristige

Einlagen (u. a. Sparkassenbriefe)

und die Sichteinlagen.

A.4.2.3 Eigene Wertpapiere

Der Bestand der eigenen Wertpapiere

verminderte sich im Geschäftsjahr 2011

um 266 Mio EUR auf 560 Mio EUR. Die

Bilanzposition „Schuldverschreibungen

und andere festverzinsliche Wertpapiere“

verminderte sich um 255 Mio EUR.

Ursache dafür sind insbesondere Leihgeschäfte.

Auflösungen von Vorsorgereserven

i. S. v. § 340f HGB aufgrund steigender

Kapitalanforderungen nach Basel

III wirkten erhöhend. Die Bestände sind

überwiegend in kurzen und mittleren

Laufzeiten positioniert.

Emittenten der festverzinslichen

Wertpapiere sind Bund und Länder mit

28 Mio EUR, Banken mit 329 Mio EUR

und Unternehmen mit 22 Mio EUR.

Bei der Bilanzposition „Aktien und andere

nicht festverzinsliche Wertpapiere“

handelt es sich ausschließlich um

Fondsanteile.

A.4.2.4 Interbankgeschäft

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten

sich im Jahr 2011 um

273 Mio EUR oder 27,9 % auf

1.250 Mio EUR. In der Bestandserhöhung

sind Leihgeschäfte in Höhe von

nom. 270 Mio EUR enthalten. Auch wurden

Vorsorgereserven i. S. v. § 340f HGB

aufgrund steigender Kapitalanforderungen

nach Basel III aufgelöst. Bei den

Geldern handelt es sich zu rund 30 %

um kurzfristig verfügbare Gelder und im

Übrigen um mittel- und langfristige

Anlagen. Auf der Passivseite nahmen die

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

um 17 Mio EUR oder 7,1 % auf

221 Mio EUR ab. Bei den Verbindlichkeiten

handelt es sich zu mehr als 90,1 %

um mittel- bis langfristige Gelder.

A.4.2.5 Nicht bilanzwirksames

Kundengeschäft

Die europäische Schuldenkrise und

die dadurch ausgelösten, teilweise

unvorhersehbaren Entwicklungen an

den Renten-, Aktien- und Devisenmärkten

bestimmten auch das


Anlageverhalten unserer Kunden im

Wertpapiergeschäft.

Trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus

wurden rentenorientierte Anlagen bevorzugt,

dabei waren transparente Strukturen

für die Kunden besonders wichtig.

Das Umsatzvolumen mit bilanzneutralen

Wertpapieren betrug 591,7 Mio EUR, damit

konnte eine Steigerung von 26,9 % gegenüber

dem Jahr 2010 erreicht werden.

Davon wurden 75,3 Mio EUR über Depots

bei der Deka abgewickelt.

Den größten Anteil hatte mit 61,5 % weiterhin

die Assetklasse Anleihen (inkl. Zertifikate),

insbesondere Stufenzinsanleihen

aus der S-Finanzgruppe trugen zu der positiven

Umsatzentwicklung bei.

Das Auftragsvolumen aus Investmentfonds

reduzierte sich auf 102,7 Mio EUR und hatte

damit einen Anteil von 17,4 % am

Gesamtumsatz.

Trotz der insgesamt schwierigen Situation

an den Börsen wurde der Umsatz mit

Aktien auf 125,0 Mio EUR gesteigert.

Das Kurswertvolumen von Fremdemissionen,

einschließlich der von der Sparkasse

in Depots der DekaBank vermittelten

Anlagen, betrug zum Jahresende 2011

rund 1.859 Mio EUR, davon entfielen rund

247 Mio EUR auf Depots bei der DekaBank.

Zum Jahresende wurden für unsere Kunden

insgesamt 43.698 Depotkonten bei

der Kasseler Sparkasse und der DekaBank

geführt.

Im Versicherungsgeschäft konnte die erfolgreiche

Entwicklung der Kasseler

Sparkasse auch im Jahr 2011 fortgesetzt

werden. Obwohl die hervorragenden

Ergebnisse des Vorjahres nicht ganz erreicht

wurden, ist der langfristig positive

Trend weiter ungebrochen. Das vermittelte

Beitragsvolumen der Lebensversicherungen

lag bei 30,6 Mio EUR, das Neugeschäft

(Prämienvolumen) bei den Sachversicherungen

betrug 985.000 EUR, und im

Bereich Krankenversicherung konnten

Verträge mit einem Monatsbeitrag von

24.700 EUR vermittelt werden.

Erfreulich stabil waren die Umsätze im

Bereich Immobilienvermittlung. Das Verkaufsvolumen

konnte leicht auf

15,3 Mio EUR (für 118 Objekte) gesteigert

werden (Vorjahr 14,9 Mio EUR, 124 Objekte).

Der Anstieg im Bauspar-Neugeschäft setzte

sich im Jahr 2011 weiter fort. Insbesondere

jüngere Kunden konnten durch ein

spezifisches Produktangebot als zukünftige

Bausparkunden gewonnen werden.

Insgesamt stieg der Absatz von Bausparverträgen

gegenüber dem Vorjahr um

6,3 % auf 3.787 Neuabschlüsse. In diesem

Zusammenhang erhöhte sich das Vertragsvolumen

der abgeschlossenen

Bausparverträge im Berichtszeitraum von

74,4 Mio EUR Bausparsumme im Vorjahr

auf 80,5 Mio EUR (+ 8,2 %).

Das Kerngeschäftsfeld Leasing wurde im

Berichtsjahr 2011 zusammen mit dem

Verbundpartner Deutsche Leasing für

Sparkassen und Mittelstand GmbH weiter

vorangetrieben. Im Jahr 2011 konnte ein

Neugeschäftsvolumen in Höhe von

11,8 Mio EUR realisiert werden. Die

Schwerpunkte bei den Leasingobjekten lagen

erneut in den Bereichen Informationstechnologie

und Kraftfahrzeuge.

A.5 Wichtige Ereignisse und

Entwicklungen im Geschäftsjahr 2011

Eine Vielzahl von Projekten hat die

Kasseler Sparkasse auch im Jahr 2011 geprägt.

So wurden im Vertrieb für die effizientere

Steuerung neue Strukturen im

Geschäftsstellenbereich etabliert. Außerdem

wurde ein neues Beratungscenter für

die Kundengruppe „Freiberufler“ errichtet.

Für die Kundengruppe des Private Banking

wurden neue Räumlichkeiten angemietet.

Projekte zur kontinuierlichen Prozessoptimierung

wurden durchgeführt, insbesondere

zu den Themenbereichen „Passivund

Dienstleistungen“ sowie zum systematischen

Prozessmanagement.

11


12

Für die Mitarbeiter wurde das System

Sparkassen-Sonderzahlung“ (SSZ) novelliert.

Außerdem wurden ein Konzept

sowie die Leitplanken für ein professionelles

Gesundheitsmanagement erarbeitet.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

B.1 Ertragslage

Die Ertragsstruktur im Jahresvergleich:

Die Ertragslage hat sich insgesamt besser

als erwartet entwickelt. So sind, anders

als im Prognosebericht des

Vorjahres dargelegt, der Zinsüberschuss

sowie der Provisionsüberschuss ange-

stiegen. Die Personalaufwendungen haben

sich erwartungsgemäß ebenfalls

ausgeweitet. Der andere Verwaltungsaufwand

und die sonstigen betrieblichen

Aufwendungen haben sich wie erwartet

leicht erhöht. Insgesamt konnte

aufgrund gezielter Ausschöpfung von

Ertrags- und Effizienzpotenzialen sowie

eines fortgesetzten konsequenten

Kostenmanagements die Aufwandsquote

verbessert werden. Trotz höherer

Aufwendungen aus Bewertung und

Risikovorsorge als erwartet, wurde in der

Folge ein höherer absoluter Gewinn vor

Steuern ausgewiesen und eine unveränderte

relative Eigenkapitalrentabilität

(vor Steuern) erzielt.

2011 2010 Veränderung

Mio EUR Mio EUR Mio EUR %

Zinsüberschuss 112,1 106,2 + 5,9 + 5,6

+ Provisionsüberschuss 28,7 28,2 + 0,5 + 1,8

+ Nettoergebnis aus

Finanzgeschäften – – – –

+ Sonstige betriebliche Erträge 5,6 6,2 - 0,6 - 9,7

= Summe der Erträge 146,4 140,6 + 5,8 + 4,1

- Personalaufwand 56,7 55,2 + 1,5 + 2,7

- Anderer Verwaltungsaufwand 23,8 24,1 - 0,3 - 1,2

- Sonstige betriebliche

Aufwendungen 11,1 9,7 + 1,4 + 14,4

= Ergebnis vor Bewertung

und Risikovorsorge 54,8 51,6 + 3,2 + 6,2

- Aufwand aus Bewertung und

Risikovorsorge 26,7 22,6 + 4,1 + 18,1

- Außerordentliches Ergebnis – 1,2 - 1,2 - 100,0

= Ergebnis vor Steuern 28,1 27,8 + 0,3 + 1,1

- Steueraufwand 18,1 17,8 + 0,3 + 1,7

= Jahresüberschuss 10,0 10,0 – –

Zinsüberschuss: GuV-Posten Nr. 1 bis 4

Provisionsüberschuss: GuV-Posten Nr. 5 und 6

Sonstige betriebliche Erträge: GuV-Posten Nr. 8

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Ertrag bzw. Aufwand aus Bewertung

GuV-Posten Nr. 11, 12 und 17

und Risikovorsorge: GuV-Posten Nr. 13 bis 16 und 18

Der Zinsüberschuss, nach wie vor bedeutendste

Ertragsquelle der Sparkasse,

konnte im Vergleich zum Vorjahr auf

112,1 Mio EUR gesteigert werden.

Ursächlich war der stärker als die

Zinserträge rückläufige Zinsaufwand.

Der Provisionsüberschuss konnte mit

28,7 Mio EUR um 0,5 Mio EUR oder

1,8 % erhöht werden. Geringeren

Provisionen im Sorten- und Edelmetallgeschäft

sowie mit Derivaten

stehen insbesondere höhere Provisio-


nen im Wertpapiergeschäft gegenüber.

Der Verwaltungsaufwand hat sich im

Jahr 2011 um 1,2 Mio EUR auf

80,5 Mio EUR erhöht. Der Personalaufwand

einschließlich der sozialen

Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung stieg

dabei von 55,2 Mio EUR auf

56,7 Mio EUR. Dies ist trotz der im Jahr

2011 im Durchschnitt niedrigeren Mitarbeiterzahl

u. a. auf die entsprechenden

Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die

anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten

sich leicht um 0,3 Mio EUR.

Das Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge

liegt mit 54,8 Mio EUR um

6,2 % über Vorjahresniveau.

Nach Abzug des Bewertungsergebnisses

(Kundenforderungen, Wertpapierbestände

und Beteiligungen/verbundene Unternehmen)

in Höhe von 26,7 Mio EUR

nach 22,6 Mio EUR im Vorjahr wird ein

Ergebnis vor Steuern von 28,1 Mio EUR

(Vorjahr: 27,8 Mio EUR) ausgewiesen. Im

Bewertungsergebnis sind im Hinblick

auf die steigenden Kapitalanforderungen

nach Basel III aus den Vorsorgereserven

nach § 340f HGB aufgelöste

Beträge ausgewiesen. Mit diesen

Beträgen wurden dem Fonds für allgemeine

Bankrisiken weitere Beträge aus

dem laufenden Geschäft zugeführt.

Außerdem wurde der Sonderposten

nach § 340e Abs. 4 HGB voll gebildet.

Der Zinsüberschuss in Prozent der Erträge

hat sich von 75,5 % auf 76,6 % erhöht,

damit hat die Abhängigkeit vom

Zinsüberschuss zugenommen, während

die Bedeutung des Provisionsüberschusses

abgenommen hat. Die Aufwandsquote

(= Summe aus Personalaufwand,

anderem Verwaltungsaufwand

und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen

im Verhältnis zur Summe

der Erträge) verbesserte sich von 63,3 %

auf 62,6 %, die Eigenkapitalrentabilität

vor Steuern (= Ergebnis vor Steuern im

Verhältnis zu den Rücklagen) verharrte

bei 12,0 %.

B.2 Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr

jederzeit gegeben. Die Anforderungen

nach der von der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht formulierten

Liquiditätsverordnung wurden

stets erfüllt. Ende 2011 betrug die

Liquiditätskennzahl im Laufzeitband

I 2,02 (Ende 2010: 2,57). Die Bandbreite

war im Jahr 2011 mit Werten zwischen

1,58 und 2,12 jedoch enger als im

Vorjahr. Ursächlich dafür war, dass die

Zahlungsmittel zurückgegangen und die

Zahlungsverpflichtungen angestiegen

sind. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften

wurden entsprechende

Guthaben bei der Deutschen Bundesbank

unterhalten. Das Angebot der

Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte

in Form von Offenmarktgeschäften(Hauptrefinanzierungsgeschäfte)

oder Übernachtkrediten

(Spitzenrefinanzierungsfazilität) abzuschließen,

wurde im Berichtsjahr ein Mal

in Anspruch genommen. Für mögliche

Inanspruchnahmen der von der Deutschen

Bundesbank eingeräumten

Refinanzierungsangebote stehen in entsprechender

Höhe Wertpapiere und

Kundenforderungen im Rahmen des

Pfandpoolverfahrens zur Verfügung.

Darüber hinaus besteht bei der Landesbank

Hessen-Thüringen eine Liquiditätskreditlinie,

auf die im Bedarfsfall zugegriffen

werden kann. Weitere Erläuterungen

hinsichtlich der Steuerung der

Liquiditätsrisiken befinden sich in der

Risikoberichterstattung in Abschnitt D.

Im Hinblick auf die derzeitige Ausstattung

mit liquiden Mitteln, die erwarteten

Liquiditätszuflüsse sowie die Refinanzierungsmöglichkeiten

ist die Zahlungsbereitschaft

der Kasseler Sparkasse auch

weiterhin gewährleistet.

B.3 Vermögenslage

Hinsichtlich der Bilanzstruktur ergaben

sich im Berichtsjahr Veränderungen.

Neben den Forderungen an Kunden mit

58,5 % (Vorjahr: 56,6 %) weisen die

13


14

Forderungen an Kreditinstitute mit

25,3 % (Vorjahr: 20,5 %) und die eigenen

Wertpapiere mit 11,3 % (Vorjahr:

17,3 %) die höchsten Strukturanteile auf.

Größte Bilanzposition auf der Passivseite

sind die Verbindlichkeiten gegenüber

Kunden mit 79,5 %. Vermögenswerte

und Verbindlichkeiten wurden nach den

gesetzlichen Vorschriften und den

Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung

bewertet. Bei einer risikoorientierten

Kreditpolitik blieb das Volumen

der Kredite mit erhöhten Risiken im

Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Es bestehen nach wie vor konjunktur-

und strukturbedingte Risiken.

Durch die Bildung von Wertberichtigungen

bzw. Rückstellungen wurde

sämtlichen akuten und erkennbaren

Risiken im Kreditgeschäft sowie sonstigen

Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die besonderen Risiken des

Bankgeschäfts stehen versteuerte Vorsorgereserven

nach § 340f HGB und

§ 26a KWG a. F. und für die allgemeinen

Risiken des Bankgeschäfts Mittel im

Fonds nach § 340g HGB zur Verfügung.

Die eigenen Wertpapiere wurden am

Bilanzstichtag 2011 zu den Anschaffungskosten

bzw. den niedrigeren Kurswerten

bewertet (strenges Niederstwertprinzip).

Dies gilt auch für die Wertpapiere

des Anlagevermögens. Im

Jahresabschluss 2011 wird ein Jahresüberschuss

von 10,0 Mio EUR ausgewiesen

(siehe unter „B.1 Ertragslage“).

Die Kasseler Sparkasse nutzt zur Erfüllung

der regulatorischen Anforderungen

bei Unterlegung mit Eigenkapital der

Kreditrisiken den Kreditrisiko-Standard-

Ansatz (KSA) und der operationellen

Risiken den Basisindikatoransatz (BIA).

Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel

nach § 10 KWG - bezogen auf die

Summe der risikotragenden Aktiva und

Risiken aus Marktpreisveränderungen

sowie der operationellen Risiken - wurde

während des Geschäftsjahrs durchgängig

eingehalten und lag zum 31. Dezember

2011 mit 21,2 % (Vorjahr: 21,0 %)

über dem aufsichtsrechtlich vorgeschrie-

benen Mindestwert von 8,0 %. Damit ist

die Basis für eine zukünftige

Geschäftsausweitung gegeben. Die

Bandbreite lag im Jahr 2011 zwischen

20,6 % und 21,8 %. Ursache hierfür waren

steigende risikotragende Aktiva bzw.

sonstige Eigenkapitalanforderungen,

aber insbesondere das gestiegene haftende

Eigenkapital.

Die Kernkapitalquote lag Ende 2011 bei

12,5 % (Vorjahr: 11,7 %). Die Jahresbandbreite

lag zwischen 11,5 % und

12,8 %. Ursache für den Anstieg ist bei

leicht gestiegenen Anrechnungsbeträgen

für Risikopositionen bzw. sonstiger

Eigenkapitalanforderungen die Steigerung

des Kernkapitals. Neben der

Sicherheitsrücklage und dem Fonds für

allgemeine Bankrisiken verfügt die

Kasseler Sparkasse über weitere ergänzende

Eigenkapitalbestandteile. Das anrechenbare

Ergänzungskapital zum

31. Dezember 2011 setzt sich aus den

Vorsorgereserven nach § 340f HGB sowie

den nachrangigen Verbindlichkeiten zusammen.

Im Hinblick auf die Anforderungen nach

Basel III wurde ein Großteil der Vorsorgereserven

nach § 340f HGB aufgelöst

und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken

zugeführt. Unter Berücksichtigung

der Zuführungen aus dem laufenden

Geschäft hat sich diese Position insgesamt

von 39 Mio EUR auf 211 Mio EUR

erhöht.

B.4 Die Verwendung außerbilanzieller

Instrumente sowie die

Sicherung von Kundenpositionen

Außerbilanzielle Instrumente werden in

der Kasseler Sparkasse vor allem zur

Steuerung des Zinsbuchs sowie zur

Sicherung von Kundengeschäften, in geringem

Umfang auch zur Steuerung der

Adressenausfallrisiken, eingesetzt.

Zur Steuerung des Zinsbuchs werden

Swapgeschäfte genutzt. Deren Auswahl

erfolgt primär über die Abbildung einer


von der Kasseler Sparkasse verfolgten

Benchmark im Rahmen des passiven

Managements des Zinsbuchs.

Die in 2011 genutzten außerbilanziellen

Sicherungsgeschäfte zur Absicherung

der Kundenpositionen waren Futures,

Swaps sowie Termingeschäfte im Devisenbereich.

Die Derivate dienten der

Sicherung eines Zertifikates mit Kopplung

an den DAX, kündbarer Stufenzinsanleihen,

bei denen die Kündigungstermine

bereits verstrichen sind, sowie

der Glattstellung von Kundendevisenpositionen.

Verschiedene Kundengeschäfte werden

zudem über bilanzwirksame Geschäfte

wie Zertifikate, Fonds bzw. Devisengeschäfte

gesichert.

Einige Emissionen von Kundenprodukten

werden über Special Purpose

Vehicles (SPV) abgewickelt. Das Kundenprodukt

wird hier von einem SPV, aufgelegt

in Kooperation mit Landesbanken,

emittiert. Die Refinanzierung der Sparkasse

wird dabei über die Emission von

Schuldverschreibungen und deren

Erwerb durch das SPV ermöglicht.

Zur Sicherung von Adressrisiken aus dem

Kundengeschäft beteiligt sich die Sparkasse

an den Basket-Transaktionen der

Sparkassenorganisation. Aufgrund der jeweils

symmetrischen Transaktionsstruktur

wird im Gegenzug zu Beginn der Transaktion

im gleichen Volumen Kreditrisiko

über eine Investoren Credit-Linked-Note

gekauft. Die Investoren Credit-Linked-

Note setzt sich aus einer variabel verzinslichen

Inhaberschuldverschreibung und

einem Credit-Default-Swap zusammen.

Das Volumen dieser Swaps ist von untergeordneter

Bedeutung.

Die Geschäfte werden laufend überwacht

und auf ihre Risiken untersucht. Das

Risiko aus den Produkten bewegt sich

im Rahmen der festgelegten Limite.

Eventuelle Über- bzw. Untersicherungen

sind für die Risikobetrachtung von untergeordneter

Bedeutung.

B.5 Gesamtbild der wirtschaftlichen

Lage

Die Ertragslage hat sich im Jahr 2011

weiter verbessert. Die Zahlungsfähigkeit

war im Berichtsjahr jederzeit gegeben.

Die Liquiditätskennzahl im Laufzeitband

I lag in der Bandbreite zwischen

1,58 und 2,12. Die Vermögenslage ist

geordnet. Durch die Bildung von Wertberichtigungen

bzw. Rückstellungen

wurde sämtlichen akuten und erkennbaren

Risiken im Kreditgeschäft sowie sonstigen

Verpflichtungen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere wurden nach dem

strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Für die allgemeinen Risiken des Bankgeschäftes

wurden weitere Beträge dem

Fonds nach § 340g HGB zugeführt.

Für die besonderen Risiken des Bankgeschäfts

stehen versteuerte Vorsorgereserven

nach § 340f HGB und

§ 26a KWG a. F. zur Verfügung. Das

Verhältnis der Eigenmittel nach

§ 10 KWG zu den risikotragenden Aktiva

bzw. sonstigen Eigenkapitalanforderungen

liegt bei 21,2 %. Die Kernkapitalquote

liegt bei 12,5 %. Die Basis für die

zukünftige Geschäftsausweitung ist gegeben.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse

sind geordnet.

B.6 Nichtfinanzielle

Leistungsindikatoren

B.6.1 Personal- und Sozialbereich

Am 31. Dezember 2011 beschäftigte die

Kasseler Sparkasse 1.143 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter (2010 = 1.156).

Davon waren 366 als Teilzeitkräfte (2010

= 353) und 68 als Auszubildende (2010

= 67) beschäftigt. Dies entspricht - auf

Vollzeitkräfte umgerechnet - einer

Personalkapazität von 978 (2010 = 993)

einschließlich Auszubildenden.

Die Altersstruktur der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter hat sich kaum verändert.

Fast 76 % (2011 = 77 %) befinden sich

15


16

in dem Alterssegment zwischen 25 und

54 Jahren (28 % von 25 bis unter 40 und

48 % von 40 bis unter 54 Jahren). Neben

den knapp 9 % unter 25 Jahren sind

15 % älter als 54 Jahre. Die Betriebszugehörigkeit

ist bei 67 % länger als 15

Jahre, bei 18 % zwischen 5 und 15 Jahren

sowie bei 15 % kürzer als 5 Jahre.

Insgesamt haben 40 (2010 = 27) aktive

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die

Kasseler Sparkasse verlassen (28 Kündigungen,

5 Rente, 7 Auslauf Zeitvertrag).

Weiterhin sind 13 (2010 = 6) in die passive

Altersteilzeit und 16 (2010 = 16) in

Mutterschutz/Elternzeit gegangen.

Damit hat sich diese Fluktuation um fast

2 Prozentpunkte auf 6,0 % erhöht

(Vorjahr 4,2 %).

Die Fluktuation ist mit ein Grund, dass

sich die Kasseler Sparkasse kontinuierlich

mit dem Thema „Demografie und

deren Auswirkungen auf unsere Sparkasse

beschäftigt.

Im vergangenen Jahr hat sich die

Kasseler Sparkasse dabei zwei

Teilthemen zugewandt:

1. Bindung von Mitarbeitern und

Mitarbeiterinnen

2. Erhaltung der Gesundheit.

Zunehmend spürt die Kasseler Sparkasse

den Fach- und Führungskräftemangel

auf dem Arbeitsmarkt und unsere

Zielsetzung ist, den Anteil von mitarbeiterinduzierten

Kündigungen zu verringern.

Um die Ursachen des Weggangs

zu analysieren, haben wir das „Austrittsmanagement“

implementiert. Zeitnah

nach einer Kündigung wird ein persönliches

Gespräch mit der betreffenden

Mitarbeiterin oder dem betreffenden

Mitarbeiter geführt. Aus den erhaltenen

Informationen wollen wir Ansatzpunkte

für Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung

ableiten. Auch nach Austritt aus dem

Unternehmen ist es das Bestreben der

Kasseler Sparkasse, mit ehemaligen

Leistungsträger und Leistungsträgerinnen

sowie potenziellen Nachwuchskräften

in Kontakt zu bleiben.

Nicht zuletzt seit Einführung des betrieblichen

Eingliederungsmanagements

im Juni 2007 ist es das Anliegen der

Kasseler Sparkasse, gemeinsam mit

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern daran

zu arbeiten, dass ihre Leistungsfähigkeit

gestärkt und erhalten bleibt. Zahlreiche

betriebsinterne Aktivitäten, wie

Betriebssportgruppen, gesundheitsbezogene

Vorträge, Schutzimpfungen, etc.

werden darüber hinaus angeboten. Im

vergangenen Jahr wurde die Konzeption

„Gesundheitsmanagement“ erstellt, die

sich, ganzheitlich und spezifisch auf die

Bedürfnisse der Kasseler Sparkasse ausgerichtet,

mit dem Thema Gesundheit

befasst. Die Aufgabe für 2012 ist, die geplanten

Maßnahmen und Elemente dieses

Konzeptes in die Praxis umzusetzen.

Neben den Themen Mitarbeiterbindung

und Gesundheit wird unter anderem die

Nachwuchsförderung im Personalkonzept

als die Herausforderung der Zukunft

genannt. Dieser stellt sich die

Kasseler Sparkasse schon jetzt und setzte

im letzten Jahr auf folgende Aktivitäten:

In 2011 wurde erstmals eine Auszubildende

im Berufsbild „Servicekraft für

Dialogmarketing“ eingestellt. Mit der

Ausbildung in diesem noch recht neuen

Beruf - zusätzlich zum starken Engagement

als größter nordhessischer Ausbilder

im Bankensektor - zeigt die

Kasseler Sparkasse nachdrücklich, dass

Ausbildung und damit die Gewinnung

von Nachwuchskräften wichtige Felder

und Zukunftsthemen sind.

Als Zielgruppe für die Nachwuchsförderung

lud die Kasseler Sparkasse im Berichtsjahr

25 junge Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter aus den Vertriebsbereichen

zur Zukunftswerkstatt „Schöne neue

Welt?!“ ein. Die Mitarbeiter/Innen erarbeiteten

in zwei Tagen verschiedene Ansätze

zu selbst definierten Handlungsfeldern,

die in Vorstandspräsentationen

und verschiedenen Arbeitskreisen als

Impulse für weitere Überlegungen

dienten. Das Prinzip der Beteiligung betroffener

Mitarbeiter/Innen an Überlegungen

und Konzepten erwies sich


auch in diesem Fall als hilf- und erfolgreich.

Auch im Bereich der Seminarbedarfsanalyse

ging die Sparkasse mit einem

Online-Voting neue Wege: Alle Mitarbeiter/Innen

waren aufgerufen, eigene

Ideen für Seminare und Trainings einzubringen,

und durch ihre Stimmabgabe

die Themengestaltung im internen

Fortbildungskatalog mit zu gestalten.

Daraus entstand für das Jahr 2012 ein

Angebot von über 70 Trainingsveranstaltungen

zur Stärkung der Fach-, Methoden-,

Führungs- und Persönlichkeitskompetenz.

Auch hier zeigt die Kasseler

Sparkasse, dass sie die Aussage im Personalkonzept

ernst nimmt, dass „die

Qualifikation, die Motivation und die

Leistung der Mitarbeiter/Innen die entscheidende

Grundlage für den Erfolg unserer

Sparkasse sind“.

Die Qualifikationsstruktur der bankspezifisch

beschäftigten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter hat sich im Vergleich zu

2010 kaum verändert:

4,4 % (4,2 %) mit Studienabschluss (Uni-

/FH-Studium und Diplom-Sparkassenbetriebswirt/in),

22,3 % (22,3 %) mit Abschluss

des Studiengangs Sparkassenbetriebswirt/in,

39,7 % (39,3 %) mit erfolgreich

abgeschlossenem Studiengang

zur Sparkassenfachwirtin/zum Sparkassenfachwirt,

23,7 % (24,1 %) mit der

Ausbildung als Bankkauffrau/-mann sowie

9,9 % (10,1 %) mit sonstigem oder

ohne Berufsabschluss.

Um diese Struktur auch in Zukunft darzustellen,

wurden im Berichtsjahr

28 Auszubildende im Berufsbild Bankkauffrau/-mann

und eine Auszubildende

im Berufsbild Servicekraft Dialogmarketing

eingestellt. Davon 2 Auszubildende,

die parallel zu ihrer Ausbildung ein berufsbegleitendes

Studium an der Hessischen

Berufsakademie absolvieren.

Insgesamt 27 Auszubildende absolvierten

erfolgreich ihre Abschlussprüfung.

Einen Abschluss zum/zur Sparkassenfachwirt/in

konnten im Berichtsjahr 18

Mitarbeiter/Innen erreichen.

Eine Mitarbeiterin schloss den Sparkassenfachlehrgang

zur Sparkassenbetriebswirtin

mit Erfolg ab. Weiterhin wurden

13 zertifizierte Fachseminare zu verschiedenen

Themen erfolgreich absolviert.

Dabei hat ein Mitarbeiter über eine

Spezialistenausbildung mit zusätzlicher

Managementqualifikation ebenfalls den

Abschluss zum Sparkassenbetriebswirt

erreicht. Zusätzlich beendeten 3 Mitarbeiter/Innen

im Jahr 2011 ihr Studium

erfolgreich mit dem Titel „Bachelor of

Arts“ bzw. „Bachelor of Science“, ein

Mitarbeiter konnte den Abschluss

„Master of Arts“ erreichen.

B.6.2 Sonstiges

Auch im Geschäftsjahr 2011 war die

Sparkasse aktiv im Bereich der Spenden

und des Sponsorings tätig. So wurden

aus eigenen Mitteln 399 TEUR an

Spenden sowie 455 TEUR für Sponsoring

vergeben.

Aus dem Topf des PS-Lossparens - bei

diesem Produkt werden Teile angespart,

Teile gehen in einen Lostopf und Teile

werden als Spenden verausgabt - wurden

584 TEUR als Spenden ausgezahlt.

Aus den Kapitalerträgen der von der

Sparkasse gegründeten und mit

10 Mio EUR ausgestatteten vier Sparkassenstiftungen

wurden insgesamt

404 TEUR ausgeschüttet.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung

mit Auswirkungen auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage sind nach

Ablauf des Geschäftsjahrs 2011 nicht

eingetreten.

17


18

D. Risikobericht

D.1 Risikomanagement

D.1.1 Risikomanagementziele

Die Ziele des Risikomanagements sind

in der Risikostrategie festgelegt. Die

Risikostrategie wird über die Kreditrisikostrategie,

die Marktpreisrisikostrategie,

die Liquiditätsrisikostrategie, die

Beteiligungsstrategie, die Immobilienstrategie

sowie die Strategie für operationelle

Risiken konkretisiert.

Zielsetzung der Risikostrategie ist es,

ausgehend von der heutigen Risikosituation,

auch künftig im Umfeld sich

verändernder Märkte das heutige Risikoprofil

zu sichern und sukzessive unter

Risk-Return-Gesichtspunkten zu optimieren.

Als Kreditinstitut gehen wir bewusst

Risiken ein. Dies geschieht zum einen

zum Zweck der betriebswirtschaftlich

sinnvollen Allokation des eigenen Vermögens.

Zum anderen gehen wir auch

bewusst Risiken im operationellen

Bereich ein, um eine effiziente und effektive

Abwicklung der Geschäftsaktivitäten

sicherzustellen. Wesentliche

Grundlage des Risikomanagements ist

dabei die Kenntnis der Risiken. Nur diese

ermöglicht die Steuerung des Instituts

in einem betriebswirtschaftlich

sinnvollen Steuerungsprozess. Wenngleich

eine reine Risikovermeidung nicht

unsere Strategie darstellt, ist dennoch

darauf zu achten, dass die Risiken im

Sinne dieser Strategie als tragbar einzustufen

sind.

Die Sparkasse versteht unter Risiko die

mögliche negative Abweichung der

tatsächlichen von der geplanten

Entwicklung bzw. die Möglichkeit von

negativen künftigen Auswirkungen auf

die wirtschaftliche Lage der Sparkasse.

Die Fähigkeit, Risiken umfassend zu

messen, zu überwachen und zu steuern,

ist bei der strategischen Positionierung

entscheidend. Am bedeutendsten sind

Adressen- und Marktpreisrisiken (inkl.

Zinsspannenrisiko). Weitere Bedeutung

erlangen Liquiditäts- sowie operationelle

Risiken. Zudem existieren sonstige

Risiken, unter denen z. B. strategische

oder politische Risiken zusammengefasst

werden.

Die Kasseler Sparkasse verfolgt eine

konservative Risikopolitik. Die Risiken

müssen stets deutlich unterhalb der

Risikotragfähigkeit liegen. Bei nicht

überschaubarer Risikolage verfolgt die

Sparkasse das Vorsichtsprinzip. In solchen

Fällen ist die Vermeidung von

Risiken anzustreben.

Alle gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen

Regelungen zum Risikomanagement

werden eingehalten.

Das Zinsänderungsrisiko wird primär

wertorientiert anhand einer Benchmark

gesteuert. Das Ziel der Kasseler Sparkasse

ist hier ein stetiger, wenig schwankender

Ertrag. Andere Anlageformen wie

Aktien, Unternehmensanleihen oder

Immobilien sind von geringerer Bedeutung

und dienen der Beimischung

zwecks Verbesserung des Ertrages ohne

signifikante Risikoerhöhung.

Die Kasseler Sparkasse ist Handelsbuchinstitut

und führt in einem klar definierten

Rahmen Transaktionen durch, um im

Eigenhandel kurzfristige Erfolge zu erzielen.

Der Risikobeitrag des Handelsbuchs

zum Gesamtrisiko ist als gering

einzuschätzen.

In Wahrnehmung des öffentlichen Auftrages

ist die Kasseler Sparkasse grundsätzlich

bereit, mit allen potenziellen

Kreditnehmern in ihrem Geschäftsgebiet

Geschäftsverbindungen einzugehen.

Über umfangreiche Ratingverfahren,

Votierungsregelungen, Limitierungen

sowie Risikomesssysteme steuern wir

unser Adressenausfallrisiko.

Eine Liquiditätsreserve zur Gewährleistung

des jederzeitigen Zugriffs auf

Zentralbankgeld wird gehalten. Systeme


zur Identifizierung, Quantifizierung,

Messung, Berichterstattung und

Steuerung der operationellen Risiken

werden unterhalten.

D.1.2 Risikomanagementmethoden

D.1.2.1 Der Regelkreislauf der

Risikosteuerung

Grundlegende Voraussetzungen für ein

erfolgreiches Risikomanagement sind

das Bestehen einer Risikokultur sowie

die Integrationsqualität des Risikocontrollings.

Darauf baut ein Prozess in

Form des sogenannten Regelkreises auf:

Die Risiken werden:

• identifiziert, definiert und klassifiziert

(Risikoidentifikation und -bewertung),

• gemessen und quantifiziert (Risikomessung),

• überwacht, reportet und begrenzt

(Risikoreporting, Risikokommunikation),

• gesteuert. (Instrumente zur Risikobewältigung

und deren Einsatzmöglichkeiten

werden vorgehalten � Risikosteuerung).

Die Wirkung eventueller Steuerungsmaßnahmen

wird kontrolliert (Risikokontrolle).

Identifikation, Definition und Klassifikation

von Risiken erfolgen mindestens

jährlich. Für die übrigen Elemente des

Regelkreislaufs ist je nach Klassifikation

des Risikos ein geeigneter Turnus festgelegt.

Die Risikoidentifikation dient der Erkennung

der für die Sparkasse relevanten

Risiken. Die Risikobewertung dient als

erste Einschätzung, welche Bedeutung

die Risiken für die Sparkasse entfalten

können. Hierbei wird nach der Eintrittswahrscheinlichkeit,

der Bedeutung der

Risiken sowie nach deren Beherrschbarkeit

vorgegangen. Bei der Risikomessung

werden die konkreten Verlust- bzw.

Vermögensminderungspotenziale ermittelt

und mit festgelegten Schwellenwer-

ten/Limiten abgeglichen. Die Risiken

werden dann turnusmäßig berichtet

(Risikokommunikation).

Zur Risikobewältigung erfolgen im Rahmen

der Risikosteuerung die Ermittlung

der Risikoursachen sowie die Erarbeitung

von Maßnahmenvorschlägen. Vor

der Einleitung von Steuerungsmaßnahmen

werden diese hinsichtlich ihrer

Wirkung analysiert, um gezielt effektive

Maßnahmen auswählen zu können. Im

Rahmen des prozessabhängigen Risikocontrollings

werden die durchgeführten

Steuerungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer

Wirkung überprüft.

Kern der Risikomessung ist die Risikotragfähigkeitskonzeption,

d. h. die Unterlegung

von Risiken mit Deckungsmassen

und somit die Sicherstellung einer

ausreichenden Risikotragfähigkeit.

Für die einzelnen Risikoarten werden dabei

sowohl im Rahmen einer am operativen

Geschäft orientierten Sichtweise

Budgets vergeben als auch im Rahmen

einer „Worst-case-Risikoüberwachung“

Limite (Risikofall) gesetzt. Diese Limite

und Budgets stellen die zentrale Methodik

der Risikokapitalallokation in der

Kasseler Sparkasse dar.

Ergänzt wird die Beurteilung der Risikotragfähigkeit

durch Szenarien, die unwahrscheinliche,

aber plausibel mögliche

und unter Umständen gravierende

Ereignisse auf das Kapital bzw. auf die

Liquidität oder auf einzelne Portfolien

darstellen (aE-Stresstest). Die Ergebnisse

der aE-Stresstests werden bei der

Beurteilung der Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

Entsprechend der Forderung der MaRisk

berücksichtigen wir im Risikomanagementprozess

das Instrument des „inversen

Stresstests“. Bei inversen Stresstests

wird untersucht, welche Ereignisse

das Institut in seiner Überlebensfähigkeit

gefährden könnten. Die Überlebensfähigkeit

ist dann als gefährdet anzunehmen,

wenn sich das ursprüngliche

Geschäftsmodell als nicht mehr durch-

19


20

führbar beziehungsweise tragbar erweist.

Inverse Stresstests stellen eine

Ergänzung der sonstigen Stresstests dar.

Aufgrund ihrer Konstruktionsweise steht

bei inversen Stresstests die kritische Reflexion

der Ergebnisse im Vordergrund.

Die Ergebnisse müssen in der Regel bei

der Beurteilung der Risikotragfähigkeit

nicht berücksichtigt werden.

D.1.2.2 Organisation des Risikomanagements,Entscheidungsprozesse

und Verantwortlichkeiten

Für die Entscheidungsprozesse existiert

ein Kompetenzsystem. Dieses regelt,

welche Hierarchieebene in der Sparkasse

welche risikorelevanten Entscheidungen

treffen kann. Soweit sinnvoll und

möglich, sind diese Entscheidungsprozesse

in den Regelkreislauf zum Risikomanagement

integriert. Über das

Kompetenzsystem wird zugleich geregelt,

welche Bereiche und Stellen die

Verantwortlichkeit für die Risikosteuerung

übernehmen.

Die auf Basis der Entscheidungsprozesse

eingegangenen Risiken werden auf

Gesamthausebene zu Risikoarten zusammengefasst.

Innerhalb der Risikoarten

werden sowohl barwertig als auch

GuV-orientiert eine weitgehende Integration

und Koordination der Einzelrisiken

zu einem Gesamtrisiko betrieben.

Die Gesamtrisiken der einzelnen Risikoarten

sowie deren Zusammenfassung

zum Gesamtrisiko der Sparkasse stellen

die zentrale Größe der Risikosteuerung

dar. Die Darstellung dieser Risiken erfolgt

regelmäßig im Risikoausschuss.

Die Steuerung unterliegt der direkten

Verantwortung durch den Vorstand. Der

Vorstand hat einzelne Kompetenzen zur

Risikosteuerung delegiert. Interdependenzen

der Risiken untereinander werden,

soweit aufgrund der vorhandenen

Systeme möglich, berücksichtigt.

Die Kasseler Sparkasse folgt bei der

Organisation des Risikomanagements

grundsätzlich dem Prinzip der Funk-

tionstrennung. Dabei wird sichergestellt,

dass miteinander unvereinbare Tätigkeiten

durch unterschiedliche Mitarbeiter

durchgeführt werden. Prozesse sowie

die damit verbundenen Aufgaben, Kompetenzen,

Verantwortlichkeiten, Kontrollen

als auch Kommunikationswege sind

klar definiert und aufeinander abgestimmt.

Funktionstrennungen sind für

alle Risikoarten sichergestellt. Die

Risikoüberwachung ist grundsätzlich

von der Risikosteuerung getrennt.

Einen wesentlichen Baustein der internen

Kontrollverfahren der Kasseler

Sparkasse stellt neben dem internen

Kontrollsystem (Aufbau- und Ablauforganisation

sowie Risikosteuerungsund

Controllingprozesse) die Interne

Revision dar, welche sowohl im Rahmen

von Prüfungen als auch projektbegleitend

bei wesentlichen Neuerungen tätig

wird.

D.2 Risikoarten

D.2.1 Adressenausfallrisiken

D.2.1.1 Kreditrisiko

Adressenausfallrisiko bezeichnet allgemein

die Gefahr einer Nichterfüllung von

Zahlungsverpflichtungen. Dieses Risiko

tritt ein, wenn ein Vertragspartner seine

Zahlungsverpflichtungen nicht oder

nicht fristgerecht erfüllt oder die Sparkasse

ihrem Vertragspartner aufgrund

der Nichtleistung eines Dritten zu leisten

verpflichtet ist. Auch die wertmäßige

Veränderung des Adressenausfallrisikos

wird betrachtet.

Die Beurteilung des Kreditrisikos bis hin

zur Verlustverteilung beginnt mit der

Einschätzung der Kundenbonität und

der Besicherungsstruktur des Engagements.

Die Sparkasse verwendet zur

Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten

und somit zur Bestimmung der

Kundenbonität verschiedene Ratingund

Scoringansätze, die bundesweit

zentral durch die S-Rating und Risiko-


systeme GmbH entwickelt und gepflegt

werden. In Einzelfällen wird das Rating-

Modul „Corporates“ des Ratingverfahrens

der Landesbanken eingesetzt.

Die Sparkasse greift dabei im Rahmen

der für die Kreditbewertung herangezogenen

Sicherheiten überwiegend auf

Grundpfandrechte zurück. Die mit den

jeweiligen Sicherheiten zu erzielenden

Verwertungserlöse werden in der Sparkasse

systematisch nachgehalten.

Die nachfolgende Tabelle beinhaltet die

jeweilige Summe der Positionswerte, die

einem festen aufsichtsrechtlichen Risi-

kogewicht für Kundenkredite und Eigengeschäfte

zugeordnet sind. Für den Kreditrisiko-Standard-Ansatz

(KSA) erfolgt

die Darstellung der Positionswerte vor

und nach Einbeziehung von Kreditrisikominderungseffekten

aus Sicherheiten.

Mit dem Einsatz von Kreditrisikominderungseffekten

aus Sicherheiten wandern

die Positionswerte in die entsprechende

Risikoklasse. Die Risikogewichte in Prozent

entsprechen der Kreditqualität, wobei

diese mit steigender Bewertung

nachlässt. Das Volumen entspricht der

Inanspruchnahme bzw. der höheren

Zusage gemäß der Gewichtungsvorgabe

des § 48 KSA-Positionswert der SolvV.

Risikogewicht Gesamtbetrag der Forderungen

in % Standardansatz

vor Kreditrisikominderung nach Kreditrisikominderung

Betrag in Mio EUR Betrag in Mio EUR

0 2.333,0 2.455,3*

10 70,9 70,9

20 64,7 52,1

35 901,4 901,4

50 128,5 128,5

75 912,8 893,8

100 913,0 825,6

150 48,3 45,0

200 - -

350 - -

Kapitalabzug - -

* nach verfahrensbedingter Zuordnung / Erhöhung

Bei Kunden mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit

sowie im Rahmen der Risikofrüherkennung

prüft die Sparkasse

die Notwendigkeit der Bildung von Risikovorsorge.

Hier besteht ein enger

systematischer Zusammenhang zu den

Rating- bzw. Scoringsystemen. Monatlich

wird eine Vorschau über die zu bildende

Risikovorsorge erstellt und den

zuständigen Gremien zur Kenntnis gegeben.

In wesentlichen Teilen des Kreditgeschäfts

erfolgt die Konditionenbestimmung

unter Beachtung des kundenindividuellen

Ratings.

Für ein effizientes Adressrisikomanagement

und -controlling sind sowohl die

Einzelbetrachtung der Adressen als auch

die Gesamtbetrachtung des Portfolios

bedeutend. Für beide Sichtweisen greift

die Sparkasse im Wesentlichen auf die

Risikoklassifizierungsverfahren zu. Wertmäßige

Betrachtungen des Gesamtportfolios

werden über das Modell Credit-

PortfolioView angestellt. In diesem Rahmen

werden auch Größenkonzentrationen

ermittelt.

Das Reporting des Kreditrisikos erfolgt

über den quartalsweisen Kreditrisikobericht

sowie eine monatliche Vorschau

21


22

über die zu bildende Risikovorsorge. Das

Kreditrisiko ist Gegenstand des monatlich

tagenden Risikoausschusses.

Die Steuerung des Adressenausfallrisikos

auf Ebene der einzelnen Geschäfte

erfolgt unter anderem durch Volumenlimitierungen,

das Kompetenzgefüge,

Funktionstrennung bei der Votierung,

Analyse der Geschäftsmodelle bzw. Verwendungszwecke

der Kredite, differenzierte

Kundenbetreuung sowie eine

Vielzahl weiterer, branchenüblicher

Steuerungs- und Betreuungsmethoden.

Erste Ansätze zur Steuerung des Adressenausfallrisikos

auf Portfolioebene existieren

in Form des Abschlusses von

Credit-Linked-Notes (CLN) mit Instituten

der Sparkassenorganisation. Für die zentrale

Steuerung des Adressenausfallrisikos

ist die Abteilung Treasury verantwortlich.

Einzelengagements werden

durch die Markt- und Marktfolgebereiche

abgeschlossen, überwacht und bearbeitet.

Die Risikoüberwachung auf Portfolioebene

erfolgt im Risikocontrolling.

Innerhalb dieser Risikoklasse wird auch

das Emittentenrisiko, also die Nichterfüllung

von Zahlungsverpflichtungen im

Eigengeschäft, erfasst. Für das Emittentenrisiko

sind Volumen- und Risikolimite

festgesetzt.

Die Risikolimite für das Kreditrisiko wurden

eingehalten. Insgesamt zeigte sich

im Kreditrisiko im Jahr 2011 eine zufriedenstellende

Lage.

Im Rahmen der Solvabilitätsverordnung

(SolvV) wird der Kreditrisikostandardansatz

genutzt.

Die Sparkasse verwendet die Ausfalldefinition

nach § 125 SolvV. Ein Engagement

gilt ab dem ersten Tag einer Limitüberschreitung

als „in Verzug“. Eine

Forderung wird „notleidend“, wenn sie

entweder über mehr als 90 aufeinander

folgende Kalendertage überfällig ist

oder die Sparkasse aufgrund konkreter

Anhaltspunkte der Ansicht ist, dass es

unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner

ohne Rückgriff der Sparkasse auf Maßnahmen,

wie die Verwertung vorhandener

Sicherheiten, vollständig seine Zahlungsverpflichtungen

aus Kreditgewährung

gegenüber der Sparkasse erfüllt.

Zur Bildung der Risikovorsorge verfügt

die Sparkasse über Steuerungsinstrumente,

um frühzeitig Adressenausfallrisiken

bei Kreditengagements zu erkennen,

zu bewerten, zu steuern und im

Jahresabschluss durch Risikovorsorge

(Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen)

abzuschirmen. Hinsichtlich der

handelsrechtlichen Bewertung verweisen

wir auf die Ausführungen im Anhang

zum Jahresabschluss vom 31. Dezember

2011.

Die Kreditengagements werden regelmäßig

dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf

besteht. Soweit Informationen

vorliegen, die auf eine Verschlechterung

der wirtschaftlichen Verhältnisse

hinweisen, erfolgt eine außerordentliche

Überprüfung. Die Höhe der

im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge

orientiert sich zum einen an der

Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer

seinen vertraglichen Verpflichtungen

nicht mehr nachkommen kann.

Basis hierfür sind die Beurteilung der

wirtschaftlichen Verhältnisse und das

Zahlungsverhalten des Kunden.

Zum anderen erfolgt eine Bewertung der

Sicherheiten mit ihrem aktuellen Wert,

um einschätzen zu können, welche

Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen

noch erwartet werden.

Die Wertberichtigungen, Rückstellungen

und Direktabschreibungen werden per

Antrag kompetenzgerecht entschieden.

Angemessenheit und ggf. daraus resultierende

Anpassungen werden regelmäßig

überprüft. Bei nachhaltiger Verbesserung

der wirtschaftlichen Verhältnisse

des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit

erkennen lassen, oder

bei einer zweifelsfreien Kreditrück-


führung aus vorhandenen Sicherheiten

erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge.

Erfassung, Neubildung und Auflösung

der Risikovorsorge erfolgen bei der

Sparkasse in einem zentralen System.

Für latente Ausfallrisiken hat die Sparkasse

Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Darüber hinaus bestehen Vorsorgereserven

nach § 340f HGB, § 26 a KWG

a. F. und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken

nach § 340g HGB.

In den Arbeitsanweisungen sind die

Berechnungsweisen sowie die Prozesse

zur Genehmigung der Risikovorsorge

geregelt.

D.2.1.2 Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko wird in der

Kasseler Sparkasse als die Gefahr verstanden,

dass aus der Beteiligung an

Dritten vermögensmäßige oder GuV-relevante

Verluste entstehen. Für die Abgrenzung

zu Aktienkursrisiken, die ebenfalls

unter diese Beteiligungsdefinition

fallen, betrachtet die Sparkasse im Rahmen

des Beteiligungsrisikos nur solche

Beteiligungen, die nach § 18 der Satzung

der Kasseler Sparkasse getätigt werden.

Das Management bzw. die Kontrolle der

Beteiligungen wird von der Abteilung

Vorstandsstab vorgenommen. Hier erfolgen

die laufende Überwachung der Beteiligungen

sowie das Reporting an die

Entscheidungsträger.

Für die Quantifizierung der Beteiligungsrisiken

auf Portfolioebene nutzt die

Sparkasse einen Risikomessansatz in

Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung.

Das auf dieser Basis ermittelte

pauschale Beteiligungsrisiko wird in Abstimmung

zwischen dem für die Risikomessung

zuständigen Risikocontrolling

sowie dem Vorstandsstab überprüft, um

sicherzustellen, dass aus der Gremienarbeit

in den Beteiligungsunternehmen

keine risikorelevanten Erkenntnisse in-

nerhalb der Sparkasse vorliegen, die fälschlicherweise

nicht in der Risikomessung

berücksichtigt werden.

Das Reporting erfolgt über ein Beteiligungsreporting

sowie über die Berücksichtigung

im monatlichen Bericht zur

Risikosituation.

Das Risikolimit für das Beteiligungsrisiko

in Höhe von 20,0 Mio EUR wurde eingehalten.

D.2.1.3 Kontrahentenrisiko

Unter Kontrahentenrisiko versteht die

Kasseler Sparkasse das Risiko, dass

durch den Ausfall eines Vertragspartners

Verluste aus schwebenden Geschäften

entstehen. Für Kontrahentenrisiken werden

durch den Vorstand Limite beschlossen.

Deren Einhaltung erfolgt im

Rahmen der laufenden Überwachung

der Eigengeschäftsrisiken durch das

Risikocontrolling. Die Steuerung der

Risikoauslastungen erfolgt im Handel.

Die Risikoermittlung im Rahmen der

Kontrahentenrisiken folgt einem ratingbasierten

Ansatz. Es bestehen sowohl

Volumen- als auch Risikolimite für einzelne

Kontrahenten.

Das Kontrahentenrisiko ist Gegenstand

des Reportings zur Risikolage im Handelsgeschäft.

Das Risikolimit für das Kontrahentenund

Emittentenrisiko in Höhe von

8,0 Mio EUR wurden eingehalten.

D.2.1.4 Länderrisiko

Unter dem Länderrisiko versteht die

Kasseler Sparkasse Ausfallrisiken, die

nicht durch Eigenschaften eines Kreditnehmers,

sondern durch die volkswirtschaftliche

Situation und/oder politische

Lage des Landes, in dem der Kreditnehmer

seinen Sitz hat, entstehen. Weiterhin

kann auch ein Länderrisiko dadurch

entstehen, dass ein Staat seine eigenen

23


24

Fremdwährungsverbindlichkeiten nicht

bedienen kann. Die Sparkasse ist mit

27,7 Mio EUR in den PIIGS-Staaten investiert,

wobei 25,0 Mio EUR an ein Verbundunternehmen

in Irland ausgereicht

sind. Der Rest ist im Wesentlichen im

Rahmen eines Spezialfonds in Form von

Unternehmensanleihen in Irland und

Spanien angelegt. Aufgrund der Geschäftsstrukturen

der Kasseler Sparkasse

ist das Länderrisiko von untergeordneter

Bedeutung.

D.2.2 Marktpreisrisiken

D.2.2.1 Zinsen

Das wichtigste Marktpreisrisiko für die

Sparkasse resultiert aus dem zinstragenden

Geschäft und somit aus kapitalmarktbedingten

Veränderungen der Zinsstruktur.

Die Sparkasse unterscheidet in

der Risikomessung zunächst zwischen

barwertigem Risiko sowie GuV-orientiertem

Risiko. In der letzten Kategorie wird

zwischen Zinsspannenrisiken sowie

Abschreibungsrisiken unterschieden.

Die Quantifizierung der Abschreibungsrisiken

erfolgt über die tägliche Risikoüberwachung

der Handelsgeschäfte. Das

barwertige Risiko sowie das Zinsspannenrisiko

werden in einem eigenständigen

integrierten Risikomesssystem monatlich

ermittelt.

Für die Ermittlung der barwertigen Risiken

greift die Kasseler Sparkasse auf das

Modell der modernen historischen Simulation

zurück. Als Haltedauer wird dabei

auf einen Zeitraum von 63 Tagen abgestellt.

Das Konfidenzniveau beträgt

99 %. Als Betrachtungszeitraum findet

die Periode von Anfang 1988 bis Ende

2009 Verwendung.

Im Rahmen der Ermittlung der Zinsspannenrisiken

wird auf Szenarioanalysen

zurückgegriffen. Grundlage sind dabei

individuell festgelegte Annahmen bezüglich

der Veränderung des Zinsniveaus.

Die Risikoüberwachung der Handelsgeschäfte

und somit der Abschreibungsrisiken

folgt der Überwachung des laufenden

Abschreibungsbedarfs in Kopplung

mit einem auf Basis der modernen

historischen Simulation ermittelten

Value at Risk. Als Haltedauer wird dabei

auf einen Zeitraum von 10 Tagen abgestellt.

Das Konfidenzniveau beträgt

99 %. Als Betrachtungszeitraum finden

die letzten 500 Tage Verwendung.

Zusätzlich wird das Abschreibungsrisiko

über die auch für das Zinsspannenrisiko

genutzten Szenarien überwacht und

fließt auf diesem Weg auch in die Risikotragfähigkeitsrechnung

ein.

Die Zinsbuchsteuerung ist als Prozess

des passiven Managements ausgestaltet.

Die Sparkasse hat dabei eine Benchmark

festgelegt. Die Abweichungsanalyse

zu dieser Benchmark sowie die

Limitüberwachung werden durch das

Risikocontrolling vorgenommen. Die

Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt

in der Abteilung Treasury. Die

Kontrolle der Maßnahmen erfolgt im

Risikocontrolling.

Die wesentlichen Prämissen im Rahmen

der Risikomessung im Zinsbereich stellen

die Annahmen für die Abbildung der

Produkte ohne feste Laufzeit und Zinsvereinbarung,

die sogenannten variablen

Produkte, dar. Die Sparkasse folgt

hier zum Teil statistischen Analysen des

Anpassungsverhaltens. Für eine Reihe

von Produkten sind feste Duplikationsregeln

vorgegeben.

Stresstests erfolgen sowohl im Rahmen

der Ermittlung von Zinsspannen- und

Abschreibungsrisiken als auch im Rahmen

der Ermittlung barwertiger Risiken. Ein

Backtesting wird jeweils durchgeführt.

Das Zinsänderungsrisiko ist Gegenstand

regelmäßiger Diskussion in den zuständigen

Beratungs- und Entscheidungsgremien.

Das Reporting der Risiken erfolgt

über einen monatlichen Bericht

zum Zinsbuch.


Die Risikolimite für die Zinsänderungsrisiken

wurden eingehalten. Die Zinsänderungsrisiken

werden als tragbar

eingestuft.

Das Zinsänderungsrisiko nach dem

Rundschreiben 11/2011 der BaFin betrug

per 31. Dezember 2011 19,0 % des

haftenden Eigenkapitals (exkl. der

Zuführungen 2011). Da das Handelsbuch

zum 31. Dezember 2011 ohne Bestand

war, ist hier kein Risiko auszuweisen.

D.2.2.2 Aktien

Aktienrisiken entstehen aus Direktinvestitionen

sowie indirekten Anlagen über

Fonds oder andere Finanzinstrumente.

Die Sparkasse fasst diese Risiken so zusammen,

dass Aktienkursrisiken über alle

Teilrisiken berechnet werden können.

Für die Aktienkursrisiken werden in der

GuV-Welt Risiken im Rahmen der Risikoüberwachung

der Handelsgeschäfte ermittelt.

Für barwertige Risikoanalysen wird auf

die moderne historische Simulation zurückgegriffen.

Die Steuerung der Aktienkursrisiken

erfolgt in der Abteilung

Treasury, die Quantifizierung der Risiken

und die Limitüberwachung werden

durch das Risikocontrolling wahrgenommen.

Die Sparkasse hat in 2011 keine

Aktiengeschäfte durchgeführt.

D.2.2.3 Optionen

Unter Optionsrisiken versteht die Sparkasse

sowohl explizite Optionsrisiken für

eigene oder Kundensicherungspositionen

als auch implizite Optionsrisiken in

traditionellen Sparkassenprodukten. Die

bedeutendsten impliziten Optionen unterliegen

einer Risikoüberwachung in

der Barwert- und GuV-Welt.

Soweit notwendig, greift die Sparkasse

zur Risikoermittlung auf etablierte Optionsbewertungsmodelle

sowie Szenarioanalysen,

teilweise ergänzt um An-

nahmen zur Ausgestaltung der impliziten

Optionen, zurück. Das Management

der expliziten Optionsrisiken sowie die

Sicherung der entsprechenden Kundengeschäfte

werden durch die Abteilung

Handel wahrgenommen. Die impliziten

Optionsrisiken werden über die Steuerung

des Kundengeschäfts beeinflusst.

Die Risikoüberwachung erfolgt über das

Risikocontrolling.

Die Risikolimite für die Optionsrisiken in

Höhe von 12,5 Mio EUR wurden eingehalten.

D.2.2.4 Immobilien

Das Immobilienrisiko beschreibt die

Gefahr, dass durch Preisveränderungen

auf den Immobilienmärkten Wertverluste

eintreten bzw. dass durch Mietausfälle

oder Abschreibungen Belastungen der

GuV zu verkraften sind. Das Management

der sparkasseneigenen Immobilien

wird durch das Gebäudemanagement

vorgenommen. Die Risikoermittlung erfolgt

durch das Risikocontrolling in Anlehnung

an die Solvabilitätsverordnung.

Die Immobilienrisiken sind Gegenstand

des monatlichen Reports zur Risikosituation.

Die Risikolimite für Immobilien in Höhe

von 7,5 Mio EUR wurden eingehalten.

D.2.2.5 Währungen sowie Rohwaren

Im Bereich der Währungs- und der Rohwarenrisiken

hält die Sparkasse keine

nennenswerten bzw. gar keine Risikopositionen.

Kundenpositionen in Währungen

werden Zug um Zug weitestgehend

abgesichert. Eventuell verbleibende

Risikopositionen unterliegen der

Risikoüberwachung.

25


26

D.2.3 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr,

dass die Sparkasse zahlungsunfähig

wird, also seinen Zahlungsverpflichtungen

nicht mehr nachkommen kann.

Die Sparkasse unterscheidet drei Arten

von Liquiditätsrisiken. Zum einen wird

das kurzfristige Liquiditätsrisiko betrachtet.

Es stellt darauf ab, ob die Sparkasse

jederzeit in der Lage ist, kurzfristigen

Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Das langfristige Liquiditätsrisiko

wird als das Refinanzierungsrisiko

verstanden und betrifft die Frage, ob die

Sparkasse in der Lage ist, das gewünschte

Ausmaß an Fremdfinanzierung über

Kunden- und Interbankgeschäft darzustellen.

Unter dem Marktliquiditätsrisiko

betrachtet die Sparkasse schließlich das

Risiko, den gewünschten Verkauf von

Vermögensgegenständen aufgrund unzureichender

Marktliquidität nicht umsetzen

zu können.

Im Rahmen der Steuerung des kurzfristigen

Liquiditätsrisikos wird zur Gewährleistung

des jederzeitigen Zugriffs auf

Zentralbankgeld eine Liquiditätsreserve

in Form von risikoarmen Wertpapieren

mit variablem Zinssatz gehalten. Die

Höhe dieser Liquiditätsreserve wird mittels

mathematisch-statistischer Verfahren

überprüft. Neben dieser Liquiditätsreserve

erster Klasse hält die Sparkasse

weitere Liquiditätsreserven. Je nach

Höhe der kurzfristigen Liquiditätsanforderungen

können somit verschiedene

Klassen von Liquiditätsreserven aktiviert

werden. Die Sparkasse hält die zurzeit

betriebene Liquiditätssteuerung für angemessen.

Es kam im Berichtszeitraum

zu keinerlei Liquiditätsengpässen.

Im Bereich des Refinanzierungsrisikos

wird über Szenarioanalysen ermittelt, ob

die Sparkasse in der Lage sein wird, eine

angemessene Refinanzierung aufrechtzuerhalten.

Die Szenarioanalysen, die

sowohl die Höhe der Refinanzierungsmittel

als auch deren Kosten berücksichtigen,

zeigen keinerlei Engpässe in der

Refinanzierung an. Die Sparkasse ist

weitestgehend über Kundengeschäfte

refinanziert.

Zur Vermeidung von Problemen bei der

Marktliquidität hält die Sparkasse insbesondere

im Rahmen der Liquiditätsreserve

erster Klasse solche Papiere, von

denen eine hohe Marktliquidität erwartet

wird. Mit abnehmender Liquiditätsklasse

sinken die Anforderungen an die

Marktliquidität der Papiere. Auf diese

Weise wird ein Ausgleich zwischen Risiko-

und Ertragsanforderungen im Bereich

des Liquiditätsmanagements geschaffen.

Im Zuge der Finanzkrise zeigte

sich bei verschiedenen Papieren eine

stark zurückgegangene Marktliquidität.

Probleme für die Liquiditätssteuerung

ergaben sich hierdurch nicht.

Das Management und das Controlling

der Risiken werden unter Berücksichtigung

angemessener Funktionstrennungen

vorgenommen. Die Steuerung der

Liquiditätsrisiken erfolgt im Treasury

bzw. über das Kundengeschäft. Das Controlling

der Liquiditätsrisiken erfolgt im

Risikocontrolling. Die Liquiditätsverordnung

wird im Rechnungswesen bearbeitet.

Neben den beschriebenen internen

Modellen zur Risikoüberwachung im Liquiditätsbereich

nimmt die Sparkasse an

der Liquiditätsüberwachung im Rahmen

des Verbundkonzepts der s-Finanzgruppe

Hessen-Thüringen teil und beachtet

jederzeit die Anforderungen der

Liquiditätsverordnung.

Das Reporting der Liquiditätsrisiken erfolgt

über einen quartalsweisen Bericht.

Die Überwachung der Liquiditätsrisiken

ließ keine Probleme erkennen.

D.2.4 Operationelles Risiko

Operationelle Risiken werden durch die

Sparkasse als die Gefahr von Schäden

definiert, die infolge der Unangemessenheit

oder des Versagens von internen

Verfahren, Mitarbeitern, der internen

Infrastruktur oder externer Einflüsse eintreten.


Das Management operationeller Risiken

ist dezentralisiert mit der Kernaufgabe,

das Niveau der Risikovermeidung und

die dafür notwendigen Kontrollintensitäten

einem Effizienzkriterien genügenden

Optimum anzunähern. Es bestehen

umfangreiche organisatorische Vorkehrungen

zum Umgang mit operationellen

Risiken. Einen Schwerpunkt bei der

Steuerung der operationellen Risiken

bildet die IT-Sicherheit. Die Kasseler

Sparkasse nutzt bevorzugt die im Produktkatalog

der Finanz Informatik angebotenen

Softwareprodukte, welche nach

den Vorgaben der OPDV freigegeben

werden. Einen Schutz vertraulicher Informationen

vor unberechtigtem Zugriff gewährleisten

wir über eine differenzierte

Berechtigungsvergabe, eine restriktive

Öffnung der IT-Systeme und weitere

Kontroll- und Überwachungsprozesse.

Neben allen technischen Absicherungen

hat die regelmäßige Sensibilisierung der

Mitarbeiter einen hohen Stellenwert. Für

kritische Geschäftsprozesse hat die

Sparkasse durch entsprechende Notfallplanungen

Vorsorge getroffen. Es bestehen

umfangreiche organisatorische Vorkehrungen

zum Umgang mit operationellen

Risiken. Wo es notwendig ist, sind

operationelle Risiken über Versicherungen

gedeckt.

Im Rahmen der Neuregelung des § 25c

KWG wurde der Beauftragte für Geldwäsche

auch als Beauftragter für Kriminalitätsprävention

(§ 25c KWG) als erste

Anlaufstelle bei Auftreten strafbarer

Handlungen bestimmt.

Controlling sowie Reporting der Schäden

aus operationellen Risiken werden durch

den Vorstandsstab und das Risikocontrolling

in Form einer Schadensfalldatenbank

sichergestellt. Eine Überwachung

zukünftiger möglicher Risiken erfolgt

seit 2007 über eine Risikolandkarte, die

unter Federführung des Risikocontrollings

von allen Bereichen der Sparkasse

gemeinsam erarbeitet wird.

Über die operationellen Risiken bzw.

Schäden im Zusammenhang mit opera-

tionellen Risiken wird dem Vorstand Bericht

erstattet. Dies geschieht turnusmäßig

mindestens jährlich, bei Notwendigkeit

jedoch zudem unverzüglich.

Die operationellen Risiken sind Gegenstand

des monatlichen Reportings zur

Risikosituation.

Das operationelle Risiko wird in die Risikolimitierungen

barwertiger und GuVorientierterRisikotragfähigkeitsbetrachtung

mit einbezogen. Die Risikolimite

für die operationellen Risiken in Höhe

von 3,0 Mio EUR wurden eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit gefährdende

operationelle Risiken wurden nicht festgestellt.

Die internen Schätzungen zur

Höhe der operationellen Risiken über

Schadensfalldatenbank und Risikolandkarte

bleiben deutlich hinter den aufsichtlichen

Eigenkapitalanforderungen

zurück.

Im Rahmen der Solvabilitätsverordnung

wird das operationelle Risiko über den

Basisindikatoransatz ermittelt.

D.3 Zusammenfassende Darstellung

der Risikolage

D.3.1 Gesamtbild der Risikolage

Die Kasseler Sparkasse verfügt über ein

Risikoklassifizierungsverfahren, das es

ermöglicht, die Risiken anhand ihrer

Beherrschbarkeit, Eintrittswahrscheinlichkeit

und Risikobedeutung einzuordnen.

Es weist das Kreditrisiko als prioritär,

Zinsänderungsrisiken und operationelle

Risiken als gewichtig, die weiteren

Risikoarten als weniger bedeutsam

aus.

Die Kasseler Sparkasse nutzt verschiedene

Finanzderivate zur Absicherung von

Risiken und in der zentralen Steuerung

sowohl Payer- als auch Receiverswaps,

die eine Steuerung des Zinsänderungsrisikos

auf die gewünschte Benchmark

ermöglichen. Im Kreditrisikobereich hat

die Sparkasse Credit-Linked-Notes zur

27


28

Steuerung der Adressenausfallrisiken

abgeschlossen. Zudem hat sie zur Sicherung

der Marktpreisrisiken aus strukturierten

Kundengeschäften Finanzderivate

im Bestand. Weiterhin existieren

zur Absicherung von Kundenpositionen

Devisentermingeschäfte. Weitere Informationen

zu den eingesetzten derivativen

Finanzinstrumenten enthält Abschnitt

E. des Anhangs.

Alle Risikoarten werden sowohl in der

GuV-Welt als auch in der barwertigen

Sicht zu einem Gesamtrisiko zusammengefasst.

In der GuV-Welt wird zudem zwischen

einem an der direkten Steuerung

orientierten „operativen Frühwarnsystem“

und einem an der Ermittlung der

Risikotragfähigkeit orientierten System

unterschieden.

Die Betrachtungen zur Risikotragfähigkeit

werden über Stresstests und Analysen

von Risiko- und Ertragskonzentrationen

ergänzt. Es ergeben sich aus den

umfangreichen Analysen vor dem Hintergrund

verschiedener wirtschaftlicher

Szenarien sowie der Berücksichtigung

von Modellrisiken keine existenzgefährdenden

Ergebnisse.

Die Kasseler Sparkasse definiert folgende

Begriffe im Rahmen der Risikoüberwachung.

D.3.2 Risikodeckungspotenzial

Das Risikotragdeckungspotenzial gibt

an, welche Risiken sich die Sparkasse

maximal leisten kann bzw. welche Mittel

zur Deckung etwaiger Verluste eingesetzt

werden können.

In der GuV-Welt ist das Risikodeckungspotenzial

derjenige Betrag, welcher sich

als Summe aller GuV-orientierten zur

Deckung von Verlusten potenziell nutzbaren

Eigenmittel ergibt. Das Risikodeckungspotenzial

stellt somit die Summe

aller Mittel dar, die genutzt werden

könnten, bevor Fremdkapitalien angegriffen

würden. Die Risiken der Kasseler

Sparkasse müssen geringer sein als das

Risikodeckungspotenzial. Das Risikodeckungspotenzial

wird durch das

Risikocontrolling berechnet.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das

Risikodeckungspotential, vor allem getragen

durch die Stärkung der

Eigenmittel, verbessert.

D.3.3 Verlustobergrenze

Die Verlustobergrenze definiert die Risikoneigung.

Sie stellt gleichzeitig die

Aggregation der der Verlustobergrenze

untergeordneten Limite dar. Sie kann

theoretisch maximal die Höhe der Risikotragfähigkeit

erreichen, wird jedoch

in der Regel eine deutliche Reserve vorsehen

und geringer sein als die Risikotragfähigkeit.

Die Verlustobergrenze wird

durch den Vorstand beschlossen. Über

die Auslastung wird dem Vorstand regelmäßig

Bericht erstattet. Entscheidend

bei der Festlegung der Verlustobergrenze

für das Jahr 2011 ist, dass nach

Risikoeintritt mindestens 9 % Gesamtkapitalquote

erreicht werden. Die Höhe

der Verlustobergrenze wurde von der

Sparkasse so gewählt, dass im Risikofall

das gesamte Kernkapital sowie zwei

Drittel der Reserven nach § 340f HGB

und § 26a KWG a. F. weiterhin zur

Verfügung stehen.

Die Risiken haben die Verlustobergrenze

zu keinem Zeitpunkt überschritten.

D.3.4 Limite

Die Limite geben an, welches Risiko die

Kasseler Sparkasse in einzelnen Risikoarten

maximal einzugehen bereit ist.

Globallimite werden dabei für alle Risikokategorien

direkt unterhalb der

Verlustobergrenze angesiedelt. Ausgehend

von diesen Globallimiten kann

es eine Unterteilung in einzelne Unterlimite

geben. Die Limite werden durch

den Vorstand bzw. den Verwaltungsrat

beschlossen.


Wenn Limite überschritten werden, wird

der Vorstand unverzüglich nach Feststellung

der Limitüberschreitung durch

das Risikocontrolling hierüber informiert.

Der Verwaltungsrat wird vom Vorstand

über Limitüberschreitungen in

Kenntnis gesetzt. Es bestehen Regelungen

für Ad-hoc-Informationen an den

Verwaltungsrat.

D.3.5 Fazit zur Risikolage

Die auf Basis der internen Risikotragfähigkeitskonzeption

festgelegten Risikodeckungspotenziale

als Grundlage des

Limitsystems waren jederzeit ausreichend,

um die eingegangenen Risiken

vollständig abzudecken. Aus den aus der

Strategie und der Unternehmensplanung

abgeleiteten zukünftigen Aktivitäten

schätzen wir ein, dass dies auch in

Zukunft der Fall sein wird.

Bestandsgefährdende Risikokonzentrationen

sind zurzeit nicht bekannt. Im

Rahmen der laufenden Überwachung

wird der Vorstand regelmäßig über die

Entwicklung der Risiken informiert. Die

im Zusammenhang mit diesem Gesamtkomplex

zu beachtenden aufsichtsrechtlichen

Auflagen werden eingehalten. Bei

veränderten Rahmenbedingungen ist

gewährleistet, dass Strukturen und

Prozesse in der Kasseler Sparkasse angepasst

werden.

E. Prognosebericht

Die Kasseler Sparkasse hat eine mittelfristige

Planungsrechnung erstellt, die

ausgewählte Szenarien zur konjunkturellen

Entwicklung in Deutschland beinhaltet.

Es ist der Sparkasse bewusst, dass

tatsächliche Abweichungen von der Planung

aus verschiedenen Gründen auftreten

können und dann zu anderen Ergebnissen

führen. Durch die regelmäßige

Überwachung der geschäftlichen Entwicklung

unter Einsatz verschiedener

betriebswirtschaftlicher Instrumente

wird sichergestellt, dass kurzfristig Ge-

genmaßnahmen eingeleitet werden können.

Für den Erfolg der Sparkasse gilt, dass

der in den vergangenen Jahren eingeschlagene

Weg der bedürfnisorientierten

Kundenbetreuung weiterhin konsequent

verfolgt wird.

Für das Jahr 2012 werden Zuwächse bei

den Kundeneinlagen sowie ein positiver

Saldo in der Wertpapierersparnisbildung

erwartet. Es muss gelingen, den wirtschaftlichen

Erfolg sowie die gesunde

Entwicklung der Region, mit der damit

einhergehenden privaten und gewerblichen

Kreditnachfrage für den nachhaltigen

Ausbau des Aktivgeschäftes zu nutzen.

Aus diesem Grund erwartet die

Sparkasse für das Jahr 2012 einen marginalen

Zuwachs im Kreditgeschäft.

Risiken für die künftige geschäftliche

Entwicklung werden im weiterhin harten

Wettbewerb und dem gesamtwirtschaftlichen

Kontext gesehen, welche sich in

Rückgängen im Kredit- und Einlagengeschäft

manifestieren können. Bei einer

anziehenden Wirtschaft besteht hingegen

die Chance auf Zuwächse im Kreditund

Einlagengeschäft.

Die Zinsprognose basiert auf der Expertise

der Landesbank Hessen-Thüringen

vom 17. Februar 2012. Bei einem leichten

Anstieg des Zinsniveaus erwartet die

Kasseler Sparkasse im Jahr 2012 eine

Reduzierung des Zinsüberschusses. Tritt

jedoch ein weiteres Absinken des Zinsniveaus

ein, so ist aufgrund der derzeitigen

strukturellen Situation mit einer negativen

Entwicklung des Zinsüberschusses

zu rechnen. Ein deutlicher Anstieg

der Zinsstrukturkurve würde sich hingegen

positiv auf den Zinsüberschuss auswirken.

Der Provisionsüberschuss und

die sonstigen ordentlichen Erträge werden

gegenüber dem Jahr 2011 auf einem

relativ konstanten Niveau prognostiziert.

Mögliche Risiken ergeben sich

beim Provisionsertrag und dem sonstigen

ordentlichen Ertrag im Bereich der

Gesetzgebung sowie der Situation an

den Finanzmärkten. Die Sparkasse plant

im Jahr 2012 neben Zuwächsen im bi-

29


30

lanzwirksamen Kundeneinlagengeschäft

auch im Wertpapiergeschäft umfangreiche

Vertriebsaktivitäten. Neben dem

Wettbewerb führen auch das unverändert

stark ausgeprägte Zinsbewusstsein

und die hohe Preissensibilität der Kunden

sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft

zu anhaltendem Druck auf

die Margen.

Im Bereich des Personalaufwands stellt

eine aus den Tarifverhandlungen erwartete

Tarifsteigerung ein mögliches Risiko

dar. Dies wird zu höheren Personalaufwendungen

führen. Personalabbau und

die Auflösung von Altersteilzeitrückstellungen

wirken dem entgegen. Für die

Sachaufwendungen wird mit einer

Steigerung zum Vorjahr gerechnet.

Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft

wird nach Expertenmeinung mit

einem Aufwand ausgewiesen. Die erwartete

konjunkturelle Abflachung könnte

dazu führen, dass eine Erhöhung der Risikovorsorge

im Kreditgeschäft erfolgen

muss. Hierbei ist jedoch die Konjunktur

zu beobachten. Geht man von einer positiven

konjunkturellen Entwicklung aus,

so ist mit einem tendenziell eher moderaten

Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft

zu rechnen. Da dieser Verlauf

nicht garantiert ist, wie die Staatsschuldenkrise

der letzten Jahre gezeigt hat,

besteht im Fall einer negativen konjunkturellen

Entwicklung durchaus das Risiko

eines steigenden Bewertungsergebnisses

im Kreditgeschäft und somit eines

sinkenden Jahresergebnisses für die

Sparkasse. Die Prognose für die Kapitalund

Aktienmärkte führt im Bewertungsergebnis

des Wertpapiergeschäfts zu einem

allenfalls leichten Ertrag. Hierbei

bestehen die beiden Möglichkeiten, dass

ein Ansteigen des Zinsniveaus zu einem

höheren, dessen Absinken zu einem ge-

ringeren Aufwand im Bewertungsergebnis

führen kann. Veränderte Marktbedingungen

können hier ebenfalls erhebliche

Einflüsse haben. Entsprechend der

Ausprägung des Verlaufs werden sich

die Ergebnisse darstellen.

Von regulatorischer Seite ist durch die

neuen Vorschriften von Basel III im Hinblick

auf die Eigenkapitalausstattung

und Liquiditätsvorsorge der Institute mit

einer eher negativen Auswirkung auf die

Rentabilität zu rechnen. Eine geeignete

Gegenmaßnahme könnte an dieser

Stelle die Emittierung von eigenen

Pfandbriefen darstellen. Diese Möglichkeit

wird zurzeit über ein separates Projekt

erarbeitet.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die

Sparkasse für das Jahr 2012 von einem

Gewinn vor Steuern ausgeht, der absolut

unter dem Niveau des Vorjahres liegt.

Für das Jahr 2013 wird mit einer leicht

verbesserten Ertragslage gerechnet. Bei

der angenommenen Zinsstrukturkurve

und Zuwächsen im Kundeneinlagenund

Kundenkreditgeschäft wird der Zinsüberschuss

höher ausfallen als im

Jahr 2012. Der Provisionsüberschuss,

der sonstige ordentliche Ertrag und das

Handelsergebnis werden auf dem Niveau

des Vorjahres erwartet. Es werden

steigende Personal- und gleichbleibende

Sachaufwendungen prognostiziert.

Insgesamt wird mit einem Anstieg des

Betriebsergebnisses vor Bewertung gerechnet.

Wegen der steigenden Zinsspanne

und des steigenden Provisionsüberschusses

erwartet der Vorstand im

Jahr 2013 einen leicht höheren Gewinn

vor Steuern als im Jahr 2012.

Anlage: Statistischer Bericht gemäß § 15

Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 2 HSpG


Statistischer Bericht über die

Erfüllung des öffentlichen Auftrags

der Sparkasse im Geschäftsjahr 2011

(§ 15 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 2 HSpG)

Die Aufgabe der Kasseler Sparkasse

nach Maßgabe des Hessischen Sparkassengesetzes

ist, als dem gemeinen

Nutzen dienendes Wirtschaftsunternehmen

ihres Trägers geld- und kreditwirtschaftliche

Leistungen zu erbringen, insbesondere

Gelegenheit zur sicheren Anlage

von Geldern zu geben. Sie erledigt

im Interesse ihrer Kunden Dienstleistungen

nach Maßgabe ihrer Satzung. Sie

fördert die kommunalen Belange besonders

im wirtschaftlichen, regionalpolitischen,

sozialen und kulturellen Bereich.

Der Sparkasse obliegen die Förderung

des Sparens und der übrigen Formen

der Vermögensbildung, die Befriedigung

des örtlichen Kreditbedarfs unter besonderer

Berücksichtigung der Arbeitnehmer,

des Mittelstandes, der gewerblichen

Wirtschaft sowie der öffentlichen

Hand. Die Sparkasse arbeitet mit den

Verbundunternehmen der Sparkassen-

Finanzgruppe Hessen-Thüringen zusammen.

Die Sparkasse gibt nach Maßgabe

ihrer Satzung jeder Einwohnerin und jedem

Einwohner in ihrem Geschäftsgebiet

auf Verlangen ein Girokonto auf

Guthabenbasis. Die Sparkasse ist grundsätzlich

verpflichtet, jede Existenzgründung

und jeden Existenzgründer in

ihrem Geschäftsgebiet zu beraten. Sie

betreut bei dem Zugang zu Förderkrediten

und kooperiert mit den Förderbanken

von Land und Bund.

Die Geschäfte der Sparkasse werden unter

Beachtung ihres öffentlichen Auftrags

nach kaufmännischen Grundsätzen geführt.

Die Erzielung von Gewinn ist nicht

Hauptzweck des Geschäftsbetriebs.

1 Mitarbeiter

Die Kasseler Sparkasse ist in ihrem Geschäftsgebiet

ein wichtiger Arbeitgeber

und Ausbildungsbetrieb. Per 31.12.2011

waren insgesamt 1.143 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, davon 68 Auszubildende,

beschäftigt.

2 Geschäftsstellennetz

Die Sparkasse stellt gemäß ihrem öffent-

lichen Auftrag für die Bevölkerung ein

engmaschiges Finanzdienstleistungsnetz

zur Verfügung. Dieses besteht per

31.12.2011 neben den 84 Standorten

mit personenbesetzten Geschäftsstellen

aus 20 Automatenzweigstellen, 6 Firmenkundencentern,

7 Vermögensanlagecentern

und Private Banking, 3 Immobiliencentern,

6 Standorten von Versicherungsagenturen

sowie einem telefonischen

Service-Center und einem

Kommunalkundencenter. Den Kundinnen

und Kunden stehen 153 Geldautomaten

sowie 46 Terminals mit Überweisungsfunktion

zur Verfügung. Es besteht die

Möglichkeit, Bankgeschäfte über das

Internet abzuwickeln.

3 Regionale Wirtschaftsförderung

Zur wirtschaftlichen Förderung der nordhessischen

Region hat sich die Kasseler

Sparkasse an insgesamt 4 Wirtschaftsförderungsgesellschaften

beteiligt. Die

Summe der Buchwerte dieser Beteiligungen

beläuft sich auf rund 103 TEUR.

Die Förderung dient unter anderem

technischen Innovationen in der Region

sowie der Verbindung von Wissenschaft

und Wirtschaft, um den Standort zu stärken.

Die Kasseler Sparkasse ist an den

folgenden Wirtschaftsförderungsgesellschaften

beteiligt:

• WFG Wirtschaftsförderung Region

Kassel GmbH

• FIDT Fördergesellschaft für innovative

Dienstleistungen und Techniken mbH

• Standortsicherungsgesellschaft des

Wirtschaftsraumes Baunatal/ Schauenburg

mbH & Co. KG

• Beratungsgesellschaft für den WirtschaftsraumBaunatal/Schauenburg

mbH.

4 Spenden und Sponsoring

Die Kasseler Sparkasse leistet über

Spenden und Sponsoring einen wichtigen

Beitrag für Soziales, Kultur, Sport

und Forschung im Geschäftsgebiet. Die

aus dem Verkauf von PS-Losen erwirtschafteten

Erträge in Höhe von

584 TEUR wurden für kulturelle und gemeinnützige

Zwecke verausgabt. Im

Sponsoring legen wir Wert auf ein breites

Spektrum, bestehend aus Kultur,

Sozialem und Sport. Unser Engagement

in diesem Bereich belief sich im laufen-

31


32

den Geschäftsjahr auf 455 TEUR. Des

Weiteren werden zahlreiche Spenden für

soziale und kulturelle Zwecke gegeben

und nehmen einen Umfang von

399 TEUR ein.

5 Stiftungen

Der folgenden Tabelle ist die

Verwendung der genannten Mittel zu

entnehmen:

Volumen in TEUR Anteil in %

Insgesamt

Davon Verwendung für:

1.438 100

• Soziales 355 25

• Kultur 572 40

• Sport

• Forschung/Wirtschafts-/

332 23

Wissenschaftsförderung 179 12

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Kasseler Sparkasse über ihre vier Stiftungen soziale

Einrichtungen, Vereine, Schulen, Projekte und Initiativen mit Mitteln in Höhe von

404 TEUR unterstützt. Die folgende Tabelle zeigt die Leistungen gegliedert nach

Verwendungszwecken:

1. Stiftungskapital (in TEUR)

am 31.12.2011 10.224

2. Stiftungsausschüttungen

(in TEUR) im Geschäftsjahr 404

Davon Verwendung für: Volumen in TEUR Anteil in %

• Soziales 125 31

• Kultur 204 50

• Sport 75 19

6 Steuerleistungen im Geschäftsjahr

Die Kasseler Sparkasse ist in ihrem Geschäftsgebiet ein wichtiger Steuerzahler. Die

Steuerleistung für das Geschäftsjahr 2011 setzt sich aus Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag in Höhe von 17.728 TEUR sowie sonstigen Steuern in Höhe von

326 TEUR zusammen.

7 Förderung der Vermögensbildung

Die folgenden Tabellen zeigen Zahlen zur Förderung der Vermögensbildung über die

Möglichkeit der Geldanlage.

Bilanzwirksame Anlagen – Kontenzahl

Sparkonten

Bestand am 31.12.2011 in Stück

209.113

Termingeldkonten 9.620

Konten für täglich fällige Gelder

darunter:

274.481

• Geschäftsgirokonten 28.745

• Privatgirokonten 185.421

Summe 493.214

Die Sparkassen haben die Aufgabe, für alle Kunden die Möglichkeit des bargeldlosen

Zahlungsverkehrs zu gewährleisten. Auch zu diesem Zweck wurden per 31.12.2011

7.462 Konten auf Guthabenbasis, sogenannte „Girokonten für Jedermann“, geführt.


Bilanzwirksame Anlagen - Vermögensbildung

Bestand am 31.12.2011 in TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.929.847

davon:

• Spareinlagen 996.051

• Andere Verbindlichkeiten 2.933.796

• Verbriefte Verbindlichkeiten 255.031

• Nachrangige Verbindlichkeiten 18.971

Bilanzneutrale Anlagen - Anzahl Kundendepots

Bestand am 31.12.2011 in Stück

Anzahl Kundendepots 19.152 Sparkassen-Depots

24.546 DekaBank-Depots

172 s-Broker

Bilanzneutrale Anlagen - Bestände im Kundenwertpapiergeschäft

Bestand am 31.12.2011 in TEUR

Depotbestand 604.243 (festverzinsliche Wertpapiere)

1.008.461 (Aktien)

109.171 (Investmentfonds in Sparkassen-Depots)

230.309 (Investmentfonds in DekaBank-Depots)

8 Befriedigung des örtlichen Kreditbedarfs

Die folgende Tabelle enthält Angaben zur Befriedigung des örtlichen Kreditbedarfs.

Die Forderungen an Kunden betrugen per 31.12.2011 rund 2.893 Mio EUR.

Darlehenszusagen und -auszahlungen im Geschäftsjahr

Darlehenszusagen (in TEUR) 415.181

Darlehensauszahlungen (in TEUR) 397.875

9 Beratung von Existenzgründern

Zur Förderung von Existenzgründern bestehen in der Kasseler Sparkasse verschiedene

Regelungen bis hin zur Erwähnung der Existenzgründer in der Kreditrisikostrategie.

Neben besonderen Regelungen zum Umgang mit Risikoanforderungen an

Existenzgründer, speziellen Ratingverfahren für Existenzgründer sowie deren

Betreuung im Rahmen von staatlichen Förderprogrammen wird besonderer Wert auf

eine qualitativ hochwertige Beratung gelegt.

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das finanzierte Volumen:

2011 in TEUR

Finanziertes Volumen 3.475

davon Finanzierung durch

Sparkassenmittel 1.912

Öffentliche Fördermittel 1.160

Eigenmittel Gründer 323

Sonstige 80

Geschaffene Arbeitsplätze: 99 Stück

10 Vermittelte Förderkredite

Die Sparkasse vermittelt im Rahmen ihrer Beratung auch Förderkredite. Die Zusagen

für diese Weiterleitungsdarlehen betrugen im Jahr 2011 rund 58,5 Mio EUR.

33


Beirat der

Kasseler Sparkasse

Udo Cahn von Seelen, Kassel

(Vorsitzender des Beirates)

Gerhard Repp

(stv. Vorsitzender des Beirates)

Ehrenpräsident der Handwerkskammer

Kassel, Kassel

Uwe Brückmann

Landesdirektor Landeswohlfahrtsverband

Hessen, Kassel

Günther Cramer

Vorsitzender des Aufsichtsrates der SMA

Solar Technology AG, Kassel

Torsten Evers

Geschäftsführender Gesellschafter der

Heinsius + Sander GmbH & Co. KG,

Kassel

Dipl.-Ing. Gerhard Fenge

Vorsitzender des Aufsichtsrates der

Hermanns AG, Kassel

Dr. Jens Freiling

Steuerberater und Rechtsbeistand,

Kassel

Knut Friedrich

Geschäftsführender Gesellschafter der

Günter Friedrich GmbH, Liebenau

Wolfram Gerhardt

Geschäftsführender Gesellschafter der

Gerhardt Optik u. Feinmechanik GmbH,

Naumburg

Harold Grönke

Geschäftsführer Verlag Dierichs, Kassel

Prof. Dr. Martin Hein

Bischof der Evangelischen Kirche von

Kurhessen-Waldeck, Kassel

Bertram Hilgen

Oberbürgermeister der Stadt Kassel

Jörg-Ludwig Jordan

Geschäftsführender Gesellschafter der W.

& L. Jordan GmbH, Kassel

Erich Kersting, Kassel

34

Winfried Koenigsdorf

Geschäftsführender Gesellschafter der

Koenigsdorf Oberflächentechnik GmbH,

Wolfhagen

Klaus Krimmel, Baunatal

Bernd Leifeld

Geschäftsführer documenta und Museum

Fridericianum Veranstaltungs GmbH,

Kassel

Olaf Löber

Geschäftsführender Gesellschafter der

Martin Löber GmbH & Co. KG, Hofgeismar

Eckhard Mihr, Baunatal

Prof. Dr. Thomas Olbrich

Gesellschafter Prof. Dr. Ludewig + Sozien,

Kassel

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep

Präsident der Universität Kassel, Kassel

André Rittner

Gesellschafter IQ - Innovative Computer

Unterstützung, Immenhausen

Jürgen Rudolph

Geschäftsführender Gesellschafter der

Rudolph Logistik Gruppe, Baunatal

Alfred Schmidt

Staatsminister a. D., Kassel

Uwe Schmidt

Landrat des Landkreises Kassel

Jürgen Stumpf

Vorsitzender des Betriebsrates

Volkswagen AG Kassel, Baunatal

Dr. Frank Walter

Geschäftsführender Gesellschafter der

Hans Walter & Sohn GmbH, Kassel

Thomas Wirz

Geschäftsführender Direktor der

Sozialversicherungsträger für den

Gartenbau, Kassel

Dr. Jamshid Yektai

Geschäftsführender Gesellschafter der

Siebenhaar Antriebstechnik GmbH,

Hofgeismar


Sozial- und Sportstiftungen

der Kasseler Sparkasse

Mitglieder des Kuratoriums Mitglieder des Kuratoriums der

der Sozial- und Sportstiftung Sparkassenstiftung Landkreis

der Kasseler Sparkasse Kassel – Soziales und Sport –

1. Bertram Hilgen, Vorsitzender 1. Uwe Schmidt, Vorsitzender

2. Dr. Jürgen Barthel, 2. Heinrich Sattler,

stellvertretender Vorsitzender stellvertretender Vorsitzender

3. Katja Busch 3. Rosemarie Albrecht

4. Anne Janz 4. Klaus-Dieter Henkelmann

5. Barbara Liese 5. Wolfgang Heinicke

6. Michael Bathon 6. Brigitte Hofmeyer

7. Dr. Günther Schnell 7. Michael Steisel

Kulturstiftungen

der Kasseler Sparkasse

Mitglieder des Kuratoriums der Mitglieder des Kuratoriums der

Kulturstiftung Sparkassenstiftung

der Kasseler Sparkasse Landkreis Kassel – Kultur –

1. Bertram Hilgen, Vorsitzender 1. Uwe Schmidt, Vorsitzender

2. Thomas-Erik Junge, 2. Reinhard Schaake,

stellvertretender Vorsitzender stellvertretender Vorsitzender

3. Werner Aßmann 3. Helmut Burmeister

4. Bärbel Hengst 4. Monika Hartmann

5. Dr. Monika Junker-John 5. Regina Heldmann

6. Dr. Klaus Ostermann 6. Tasso Minkner

7. Dr. Mark-Christian von Busse 7. Cornelia Rose

35


36

Bericht des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat der Kasseler Sparkasse

hat im Jahr 2011 die ihm durch

das Sparkassengesetz und die Satzung

obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Vorstand hat den Verwaltungsrat,

insbesondere in sechs Sitzungen, durch

mündliche und schriftliche Berichte

über die Geschäfts-, Ertrags- und Risikoentwicklung,

die wirtschaftlichen

Verhältnisse sowie über wichtige Angelegenheiten

unterrichtet.

Die Geschäfts- und Risikostrategie der

Kasseler Sparkasse wurden eingehend

erörtert. Die Interne Revision hat über

ihre wesentlichen Prüfungsfeststellungen

Bericht erstattet und der

Compliance-Jahresbericht wurde zur

Kenntnis gegeben.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss

2011 hat die Prüfungsstelle

des Sparkassen- und Giroverbandes

Hessen-Thüringen geprüft und mit dem

uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

versehen.

Der Verwaltungsrat hat den geprüften

Jahresabschluss festgestellt, den Lagebericht

gebilligt, vom Geschäftsbericht

des Vorstandes Kenntnis genommen

und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Die Verwendung des Jahresüberschusses

in Höhe von 10.008.934,50 Euro erfolgt

entsprechend § 16 Hessisches

Sparkassengesetz. Vom Jahresüberschuss

werden 6.000.000,00 Euro an

den Träger ausgeschüttet. Der verbleibende

Betrag von 4.008.934,50 Euro

wird der Sicherheitsrücklage zugeführt.

Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand

sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Kasseler Sparkasse für ihre

im Geschäftsjahr 2011 geleistete erfolgreiche

Arbeit. Der Dank des Verwaltungsrates

gilt auch allen Kunden für

das entgegengebrachte Vertrauen im

Jahr 2011. Sie alle haben damit zu der

guten Entwicklung der Kasseler Sparkasse

beigetragen.

Kassel, 12. Juni 2012

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates

Bertram Hilgen

Oberbürgermeister der Stadt Kassel


Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

der Kasseler Sparkasse

Land Hessen

Regierungsbezirk Kassel

Kurzfassung ohne Anhang

37


Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktivseite

EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 36.575.132,98 37.284

b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 69.576.973,48 85.404

106.152.106,46 122.688

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung

bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen

sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0

b) Wechsel 0,00 0

0,00 0

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig 153.950.650,05 47.120

b) andere Forderungen 1.096.133.294,77 930.095

1.250.083.944,82 977.214

4. Forderungen an Kunden

darunter:

2.893.221.415,45 2.698.716

durch Grundpfandrechte gesichert 1.274.694.454,73 EUR ( 1.299.094 )

Kommunalkredite

5. Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

581.320.234,10 EUR ( 501.704 )

aa) von öffentlichen Emittenten

darunter:

beleihbar bei der Deutschen

0,00 0

Bundesbank 0,00 EUR ( 0 )

ab) von anderen Emittenten

darunter:

beleihbar bei der Deutschen

0,00 0

Bundesbank 0,00 EUR ( 0 )

0,00 0

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten

darunter:

beleihbar bei der Deutschen

28.032.400,14 208.813

Bundesbank 28.032.400,14 EUR ( 208.813 )

bb) von anderen Emittenten

darunter:

beleihbar bei der Deutschen

351.650.440,15 421.215

Bundesbank 318.902.879,01 EUR ( 396.063 )

379.682.840,29 630.027

c) eigene Schuldverschreibungen 67.805.300,40 72.725

Nennbetrag 58.335.800,00 EUR ( 67.409 )

447.488.140,69 702.752

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 112.768.795,09 123.418

6a. Handelsbestand 0,00 0

7. Beteiligungen

darunter:

59.632.788,40 63.399

an Kreditinstituten

an Finanzdienst-

458.482,65 EUR ( 427 )

leistungsinstituten 2.487.669,87 EUR ( 2.488 )

8. Anteile an verbundenen Unternehmen

darunter:

1.694.065,34 1.694

an Kreditinstituten

an Finanzdienst-

0,00 EUR ( 0 )

leistungsinstituten 0,00 EUR ( 0 )

9. Treuhandvermögen

darunter:

377.190,99 569

Treuhandkredite 377.190,99 EUR ( 569 )

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich

Schuldverschreibungen aus deren Umtausch

11. Immaterielle Anlagewerte

a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte

0,00 0

und ähnliche Rechte und Werte

b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

0,00 0

sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 157.019,00 261

c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0

d) geleistete Anzahlungen 0,00 0

157.019,00 261

12. Sachanlagen 64.907.730,17 66.613

13. Sonstige Vermögensgegenstände 8.496.293,33 8.357

14. Rechnungsabgrenzungsposten 628.618,63 848

Summe der Aktiva 4.945.608.108,37 4.766.531

38


Passivseite

EUR EUR EUR

31.12.2010

TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 1.526,53 4.247

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 220.723.529,16 233.587

220.725.055,69 237.834

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von drei Monaten

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist

907.624.793,91 970.808

von mehr als drei Monaten 88.426.553,74 37.461

996.051.347,65 1.008.269

b) andere Verbindlichkeiten

ba) täglich fällig 2.011.907.555,02 1.979.500

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 921.887.901,72 864.293

2.933.795.456,74 2.843.792

3.929.846.804,39 3.852.062

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen 255.031.432,51 315.553

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten

darunter:

0,00 0

Geldmarktpapiere

eigene Akzepte und

0,00 EUR ( 0 )

Solawechsel im Umlauf 0,00 EUR ( 0 )

255.031.432,51 315.553

3a. Handelsbestand 0,00 0

4. Treuhandverbindlichkeiten

darunter:

377.190,99 569

Treuhandkredite 377.190,99 EUR ( 569 )

5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.757.639,84 5.730

6. Rechnungsabgrenzungsposten

7. Rückstellungen

1.072.116,72 1.308

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24.856.358,00 24.759

b) Steuerrückstellungen 7.229.124,09 3.256

c) andere Rückstellungen 25.951.893,18 26.281

58.037.375,27 54.296

8. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 18.971.165,82 18.440

10. Genussrechtskapital

darunter:

0,00 0

vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR ( 0 )

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken

darunter:

210.700.000,00 39.160

Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB

12. Eigenkapital

779.062,69 EUR ( 457 )

a) gezeichnetes Kapital 0,00 0

b) Kapitalrücklage

c) Gewinnrücklagen

0,00 0

ca) Sicherheitsrücklage 235.080.392,64 231.576

cb) andere Rücklagen 0,00 0

235.080.392,64 231.576

d) Bilanzgewinn 10.008.934,50 10.004

245.089.327,14 241.580

Summe der Passiva 4.945.608.108,37 4.766.531

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 94.421.120,28 73.433

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0

94.421.120,28 73.433

2. Andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0

b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 214.489.772,43 156.549

214.489.772,43 156.549

39


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

g

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

1. Zinserträge aus

EUR EUR EUR TEUR

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 160.880.025,66 164.539

darunter: aus der Abzinsung von

Rückstellungen

b) festverzinslichen Wertpapieren

70,13 EUR ( 9 )

und Schuldbuchforderungen 15.340.524,65 16.174

176.220.550,31 180.713

2. Zinsaufwendungen 70.796.676,31 79.900

darunter: aus der Aufzinsung von

Rückstellungen 209.546,65 EUR ( 178 )

105.423.874,00 100.813

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 4.094.834,10 4.181

b) Beteiligungen 2.191.280,45 1.262

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0

6.286.114,55 5.442

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-

oder Teilgewinnabführungsverträgen 387.776,03 8

5. Provisionserträge 31.401.137,27 31.103

6. Provisionsaufwendungen 2.748.422,76 2.925

28.652.714,51 28.178

7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0

darunter: Zuführungen zu dem Fonds für

allgemeine Bankrisiken 322.300,48 EUR ( 457 )

8. Sonstige betriebliche Erträge

darunter:

5.643.304,27 6.174

aus der Fremdwährungsumrechnung 89.907,73 EUR ( 0 )

9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

146.393.783,36 140.617

aa) Löhne und Gehälter

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen

43.421.615,29 42.606

für Altersversorgung und für Unterstützung

darunter:

13.302.853,85 12.631

für Altersversorgung 4.911.961,18 EUR ( 4.077 )

56.724.469,14 55.237

b) andere Verwaltungsaufwendungen 23.845.601,44 24.113

80.570.070,58 79.349

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 4.954.781,39 5.138

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

darunter:

6.061.349,18 4.555

aus der Aufzinsung von Rückstellungen

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie

1.706.477,75 EUR ( 1.779 )

Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und

bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung

0,00 0

von Rückstellungen im Kreditgeschäft 154.903.826,74 1.348

154.903.826,74 1.348

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen

und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,

Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie

10.354.330,54 688

Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0

10.354.330,54 688

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 76.672,59 30

18. Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 171.217.699,52 23.203

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 28.062.706,30 29.001

20. Außerordentliche Erträge 0,00 0

21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 1.207

darunter: Übergangseffekte aufgrund des

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes 0,00 EUR ( 1.207 )

22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 1.207

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.727.935,50 17.521

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 325.836,30 269

18.053.771,80 17.790

25. Jahresüberschuss 10.008.934,50 10.004

26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0

27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen

10.008.934,50 10.004

a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0

b) aus anderen Rücklagen 0,00 0

0,00 0

10.008.934,50 10.004

28. Einstellungen in Gewinnrücklagen

a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 0

b) in andere Rücklagen 0,00 0

0,00 0

29. Bilanzgewinn 10.008.934,50 10.004

40


Organe der

Kasseler Sparkasse

Verwaltungsrat

Vorsitzender

Bertram Hilgen

Oberbürgermeister der Stadt Kassel

Mitglieder

Rosemarie Albrecht

Freigestellte stv. Personalratsvorsitzende,

Kasseler Sparkasse

Werner Aßmann

Freigestellter Personalratsvorsitzender,

Kasseler Sparkasse

Dr. Jürgen Barthel

Stadtkämmerer, Stadt Kassel

Dieter Beig

Studienrat Staatliche Berufsschule im

Berufsbildungswerk Nordhessen, Kassel

(ab 07.10.2011)

Katja Busch

Abteilungsleiterin Strategisches

Personalmanagement, Kasseler

Sparkasse

Bernd-Peter Doose

Selbständiger Maler- und

Lackierermeister, Inhaber der Firma

Richard Doose, Kassel

Vorstand

Vorsitzender:

Sparkassendirektor

Ingo Buchholz

Stellvertretender Vorsitzender

Uwe Schmidt

Landrat des Landkreises Kassel

Karl-Josef Floren

Abteilungsleiter Controlling, Kasseler

Sparkasse

(bis 06.10.2011)

Uwe Frankenberger

Mitglied des Landtages, Kassel

(ab 07.10.2011)

Ulrike Gottschalck

Mitglied des Bundestages, Niestetal

(bis 06.10.2011)

Dr. Thomas Gudehus

Geschäftsführender Gesellschafter der

ITfM Informations-Technologie für

Menschen GmbH, Baunatal

Dr. Bernd Hoppe

Selbständiger Rechtsanwalt,

Kanzlei Dr. Hoppe & Kollegen Kassel,

Paderborn und Fulda

(bis 06.10.2011)

Mitglieder:

Sparkassendirektor

Jochen Johannink

Arno Meißner

Leitender Schulamtsdirektor i. R.,

Fuldabrück

Otto Nüdling

Regierungsdirekter a. D., Baunatal

(ab 07.10.2011)

Reinfried Reiser

Selbständiger Architekt, Immenhausen

Cornelia Rose

Kundenberaterin Baufinanzierung,

Kasseler Sparkasse

Marcus Siebert

Stellv. Abteilungsleiter

Vertriebsberatung, Kasseler Sparkasse

(ab 07.10.2011)

Gisbert Wallerich

Bauingenieur im Ruhestand, Kassel

(bis 06.10.2011)

Sparkassendirektor

Wolfram Ebert

Sparkassendirektor

Dr. Ralf Beinhauer

41


Das Vertriebsnetz

der Kasseler Sparkasse

Hauptstelle Wolfsschlucht

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-56789

Telefax: 0561.7124-22699

http://www.kasseler-sparkasse.de

Registergericht: Amtsgericht Kassel,

HR A 9925

Service-Center

Spohrstr. 5

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-56789

Telefax: 0561.7124-22699

Bereichsleitung Geschäftsstellen/

Baufinanzierungen

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-70001

Telefax: 0561.7124-70099

Baufinanzierung Kassel

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-81902

Telefax: 0561.7124-81999

Baufinanzierung Hofgeismar

Johannesstraße 1

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-81951

Telefax: 0561.7124-82599

Baufinanzierung Wolfhagen

Wilhelmstraße 7

34466 Wolfhagen

Telefon: 05692.7124-81962

Telefax: 05692.7124-81699

Regionaldirektion Nord

Johannesstraße 1

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-81502

Telefax: 0561.7124-81599

Geschäftsstelle Bad Karlshafen

Weserstraße 26

34385 Bad Karlshafen

Telefon: 0561.7124-76130

Telefax: 0561.7124-76199

42

Geschäftsstelle Espenau

Goethestraße 19

34314 Espenau

Telefon: 0561.7124-72102

Telefax: 0561.7124-72199

Geschäftsstelle Gieselwerder

Brückenstraße 2

34399 Oberweser

Telefon: 0561.7124-75602

Telefax: 0561.7124-75699

Geschäftsstelle Heckershausen

Dorfplatz 3

34292 Ahnatal

Telefon: 0561.7124-72102

Telefax: 0561.7124-72198

Geschäftsstelle Helmarshausen

Poststraße 74 A

34385 Bad Karlshafen

Telefon: 0561.7124-75302

Telefax: 0561.7124-75398

Geschäftsstelle Hofgeismar

Johannesstraße 1

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-75507

Telefax: 0561.7124-75599

Geschäftsstelle Hombressen

Zwischen den Brücken 2

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-75602

Telefax: 0561.7124-75698

Geschäftsstelle Hümme

Hintere Straße 2

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-75702

Telefax: 0561.7124-75798

Geschäftsstelle Ihringshausen

Veckerhagener Straße 72

34233 Fuldatal

Telefon: 0561.7124-70504

Telefax: 0561.7124-70599

Geschäftsstelle Kassel-Mitte

Kölnische Straße 8-10

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-75230

Telefax: 0561.7124-75299

Geschäftsstelle Liebenau

Kirchplatz 8

34396 Liebenau

Telefon: 0561.7124-75302

Telefax: 0561.7124-75399

Geschäftsstelle Lippoldsberg

Deckenstraße 2

37194 Wahlsburg

Telefon: 0561.7124-75702

Telefax: 0561.7124-75799

Geschäftsstelle Niedervellmar

Triftstraße 20

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-71103

Telefax: 0561.7124-78599

Geschäftsstelle Nord

Holländische Straße 91

34127 Kassel

Telefon: 0561.7124-70706

Telefax: 0561.7124-70799

Geschäftsstelle Nordend

Holländische Straße 198

34127 Kassel

Telefon: 0561.7124-71907

Telefax: 0561.7124-71999

Geschäftsstelle Obervellmar

Holländische Straße 90

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-72703

Telefax: 0561.7124-72799

Geschäftsstelle Rothwesten

Karl-Marx-Straße 19

34233 Fuldatal

Telefon: 0561.7124-72802

Telefax: 0561.7124-72898

Geschäftsstelle Simmershausen

Kasseler Straße 46a

34233 Fuldatal

Telefon: 0561.7124-72802

Telefax: 0561.7124-72899

Geschäftsstelle Trendelburg

Marktplatz 2

34388 Trendelburg

Telefon: 0561.7124-75402

Telefax: 0561.7124-75499


Geschäftsstelle Vaake

Mündener Straße 55

34359 Reinhardshagen

Telefon: 0561.7124-75902

Telefax: 0561.7124-75999

Geschäftsstelle Veckerhagen

Amtsstraße 3 B

34359 Reinhardshagen

Telefon: 0561.7124-75902

Telefax: 0561.7124-75998

Geschäftsstelle Vellmar-Rathaus

Rathausplatz 1

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-74603

Telefax: 0561.7124-74699

Geschäftsstelle Vellmar-West

Rheinstahlring 1

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-73302

Telefax: 0561.7124-73399

Geschäftsstelle Weimar

Dörnbergstraße 14

34292 Ahnatal

Telefon: 0561.7124-71603

Telefax: 0561.7124-71699

Standorte Zahlstellen:

Sprechtage für Bewohner

„Ev. Altenhilfe“ in Hofgeismar

Sprechtage für Bewohner Wohnstift am

Weinberg

Regionaldirektion West

Standort Wolfhagen:

Wilhelmstraße 7

34466 Wolfhagen

Telefon: 05692.7124-81602

Telefax: 05692.7124-81699

Standort Baunatal:

Marktplatz 13

34225 Baunatal

Telefon: 05692.7124-81602

Telefax: 05692.7124-81699

Geschäftsstelle Altenbauna-

Baunsberg

Birkenallee 98

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-71602

Telefax: 0561.7124-77799

Geschäftsstelle Altenbauna-Marktplatz

Marktplatz 13

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-77707

Telefax: 0561.7124-77799

Geschäftsstelle Altenritte

Wilhelmshöher Straße 15

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-71503

Telefax: 0561.7124-71598

Geschäftsstelle An der Friedenskirche

Friedrich-Ebert-Straße 133

34119 Kassel

Telefon: 0561.7124-70302

Telefax: 0561.7124-70399

Geschäftsstelle Augustinum

Im Druseltal 12

34131 Kassel

Telefon: 0561.7124-74202

Telefax: 0561.7124-74299

Geschäftsstelle Bad Emstal-Sand

Kasseler Straße 47

34308 Bad Emstal

Telefon: 0561.7124-77303

Telefax: 0561.7124-77399

Geschäftsstelle Bad Wilhelmshöhe

Wilhelmshöher Allee 270

34131 Kassel

Telefon: 0561.7124-70208

Telefax: 0561.7124-70299

Geschäftsstelle Balhorn

Am Vogelsberg 1

34308 Bad Emstal

Telefon: 0561.7124-77002

Telefax: 0561.7124-77099

Geschäftsstelle Brasselsberg

Am Hahnen 2 B

34132 Kassel

Telefon: 0561.7124-71002

Telefax: 0561.7124-71099

(

Geschäftsstelle Breitenbach

Hauptstraße 24

34270 Schauenburg

Telefon: 0561.7124.72602

Telefax: 0561.7124.72699

Geschäftsstelle Breuna

Kasseler Straße 7

34479 Breuna

Telefon: 0561.7124- 74503

Telefax: 0561.7124- 74599

Geschäftsstelle Calden

Mittelstraße 4

34379 Calden

Telefon: 0561.7124-76002

Telefax: 0561.7124-76099

Geschäftsstelle Dörnberg

Zierenberger Straße 1

34317 Habichtswald

Telefon: 0561.7124-76002

Telefax: 0561.7124-76098

Geschäftsstelle Ehlen

Kohlenstraße 7

34317 Habichtswald

Telefon: 0561.7124-75002

Telefax: 0561.7124-75099

Geschäftsstelle Elbenberg

Jahnstraße 2

34311 Naumburg

Telefon: 0561.7124-77001

Telefax: 0561.7124-77098

Geschäftsstelle Elgershausen

Korbacher Straße 37

34270 Schauenburg

Telefon: 0561.7124-72303

Telefax: 0561.7124-72399

Geschäftsstelle Großenritte

Kampstraße 6

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-77802

Telefax: 0561.7124-77899

Geschäftsstelle Harleshausen

Wolfhager Straße 393

34128 Kassel

Telefon: 0561.7124-71403

Telefax: 0561.7124-71499

Geschäftsstelle Hoof

Korbacher Straße 322

34270 Schauenburg

Telefon: 0561.7124-72502

Telefax: 0561.7124-72599

Geschäftsstelle Kirchditmold

Teichstraße 20

34130 Kassel

Telefon: 0561.7124-71703

Telefax: 0561.7124-71799

Geschäftsstelle Martinhagen

Kirchstraße 1

34270 Schauenburg

Telefon: 0561.7124-72502

Telefax: 0561.7124-72598

43


Geschäftsstelle Mulang

Hunrodstraße 1

34131 Kassel

Telefon: 0561.7124-74303

Telefax: 0561.7124-74399

Geschäftsstelle Naumburg

Vor dem Tor 1

34311 Naumburg

Telefon: 0561.7124-77403

Telefax: 0561.7124-77499

Geschäftsstelle Obermeiser

Buttenstraße 1

34379 Calden

Telefon: 0561.7124-74503

Telefax: 0561.7124-74598

Geschäftsstelle Rengershausen

Zum Felsengarten 9 ½

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-71503

Telefax: 0561.7124-71599

Geschäftsstelle Rothenditmold

Wolfhager Straße 154

34127 Kassel

Telefon: 0561.7124-70903

Telefax: 0561.7124-70999

Geschäftsstelle Wehlheiden

Kirchweg 31

34121 Kassel

Telefon: 0561.7124-70804

Telefax: 0561.7124-70899

Geschäftsstelle Wolfhagen

Wilhelmstraße 7

34466 Wolfhagen

Telefon: 0561.7124-76607

Telefax: 0561.7124-76699

Geschäftsstelle Zierenberg

Marktplatz 9

34289 Zierenberg

Telefon: 0561.7124-76203

Telefax: 0561.7124-76299

Standorte Zahlstellen:

Sprechtage für Bewohner der Mundus

Senioren-Residenzen GmbH

Sprechtage für Bewohner der Aschrott-

Altersheim-Stiftung

44

Regionaldirektion Ost

Leipziger Straße 259

34260 Kaufungen

Telefon: 0561.7124-81802

Telefax: 0561.7124-81899

Geschäftsstelle Akademiestraße

Akademiestraße 3

34121 Kassel

Telefon: 0561.7124-70605

Telefax: 0561.7124-70699

Geschäftsstelle Bergshausen

Flughafenstraße 9

34277 Fuldabrück

Telefon: 0561.7124-73003

Telefax: 0561.7124-73099

Geschäftsstelle Bettenhausen

Leipziger Straße 187

34123 Kassel

Telefon: 0561.7124-70405

Telefax: 0561.7124-70499

Geschäftsstelle Dennhausen

Parkstraße 9

34277 Fuldabrück

Telefon: 0561.7124-73103

Telefax: 0561.7124-73198

Geschäftsstelle Dörnhagen

Rundstraße 2 C

34277 Fuldabrück

Telefon: 0561.7124-73103

Telefax: 0561.7124-73199

Geschäftsstelle Eichwald

Umbachsweg 70

34123 Kassel

Telefon: 0561.7124-74802

Telefax: 0561.7124-74899

Geschäftsstelle Eschenstruth

Mittelgasse 12

34298 Helsa

Telefon: 0561.7124-74902

Telefax: 0561.7124-74998

Geschäftsstelle Fasanenhof

Ihringshäuser Straße 97

34125 Kassel

Telefon: 0561.7124-71302

Telefax: 0561.7124-71399

Geschäftsstelle Heiligenrode

Kasseler Straße 22 A

34266 Niestetal

Telefon: 0561.7124-78403

Telefax: 0561.7124-78499

Geschäftsstelle Helleböhn

Rhönplatz 4

34134 Kassel

Telefon: 0561.7124-71205

Telefax: 0561.7124-71299

Geschäftsstelle Helsa

Leipziger Straße 60

34298 Helsa

Telefon: 0561.7124-74903

Telefax: 0561.7124-74999

Geschäftsstelle im DEZ

Frankfurter Straße 225

34134 Kassel

Telefon: 0561.7124-75102

Telefax: 0561.7124-75199

Geschäftsstelle Lindenberg

Forstbachweg 47 A

34123 Kassel

Telefon: 0561.7124-74703

Telefax: 0561.7124-74799

Geschäftsstelle Lohfelden

Hauptstraße 33

34253 Lohfelden

Telefon: 0561.7124-78303

Telefax: 0561.7124-78399

Geschäftsstelle Lohfelden-Rathaus

Lange Straße 57

34253 Lohfelden

Telefon: 0561.7124-74403

Telefax: 0561.7124-74499

Geschäftsstelle Niederkaufungen

Leipziger Straße 259

34260 Kaufungen

Telefon: 0561.7124-72405

Telefax: 0561.7124-72499

Geschäftsstelle Nieste

Witzenhäuser Straße 5

34329 Nieste

Telefon: 0561.7124-72903

Telefax: 0561.7124-72998

Geschäftsstelle Niederzwehren

Frankfurter Straße 267

34134 Kassel

Telefon: 0561.7124-74002

Telefax: 0561.7124-74099

Geschäftsstelle Oberkaufungen

Leipziger Straße 429

34260 Kaufungen

Telefon: 0561.7124-72405

Telefax: 0561.7124-72499


Geschäftsstelle Oberzwehren

Altenbaunaer Straße 112 A

34132 Kassel

Telefon: 0561.7124-70103

Telefax: 0561.7124-70199

Geschäftsstelle Sandershausen

Hannoversche Straße 78

34266 Niestetal

Telefon: 0561.7124-78605

Telefax: 0561.7124-78699

Geschäftsstelle Vollmarshausen

Kasseler Straße 1 A

34253 Lohfelden

Telefon: 0561.7124-72903

Telefax: 0561.7124-72999

Geschäftsstelle Waldau

Breslauer Straße 62

34123 Kassel

Telefon: 0561.7124-71803

Telefax: 0561.7124-71899

Geschäftsstelle Wattenbach

Welleröder Straße 25

34320 Söhrewald

Telefon: 0561.7124-72202

Telefax: 0561.7124-72298

Geschäftsstelle Wellerode

Teichwiesenweg 1

34320 Söhrewald

Telefon: 0561.7124-72202

Telefax: 0561.7124-72299

Geschäftsstelle Wickenrode

Berliner Straße 504

34298 Helsa

Telefon: 0561.7124-74901

Telefax: 0561.7124-74997

Geschäftsstelle Wolfsanger

Wolfsangerstraße 100

34125 Kassel

Telefon: 0561.7124-74103

Telefax: 0561.7124-74199

SB-Geschäftsstellen:

SB-Geschäftsstelle Brückenhof

Heinrich-Plett-Straße 39

34132 Kassel

SB-Geschäftsstelle City-Point

Königsplatz 61

34117 Kassel

SB-Geschäftsstelle ICE-Bahnhof

Bad Wilhelmshöhe

Wilhelmshöher Allee 253-255

34131 Kassel

SB-Geschäftsstelle Im DEZ

Frankfurter Straße 225

34134 Kassel

SB-Geschäftsstelle Industriestraße

Hofgeismar

Industriestraße 17

34369 Hofgeismar

SB-Geschäftsstelle Holländischer

Platz

Holländische Straße 24

34127 Kassel

SB-Geschäftsstelle Klinikum Kassel

Mönchebergstraße 41-43

34125 Kassel

SB-Geschäftsstelle Königs-Galerie

Obere Königsstraße 39

34117 Kassel

SB-Geschäftsstelle Königsplatz

Königsplatz 53

34117 Kassel

SB-Kurfürsten-Galerie

Kölnische Straße 6

34117 Kassel

SB-Geschäftsstelle Kurhessen-Therme

Wilhelmshöher Allee 361

34131 Kassel

SB-Geschäftsstelle

Marbachshöhe/tegut

Ludwig-Erhard-Straße 11

34131 Kassel

SB-Geschäftsstelle Rathaus

Obere Königsstraße 8

34117 Kassel

SB-Geschäftsstelle Philippinenhof

Philippinenhöfer Weg 32

34127 Kassel

SB-Geschäftsstelle Universität Kassel

Holländischer Platz - Diagonale 9

34127 Kassel

SB-Geschäftsstelle Wesertor

Weserstraße 42

34125 Kassel

SB-Geschäftsstelle Westend

Friedrich-Ebert-Straße 59

34119 Kassel

SB-Geschäftsstelle Wolfsschlucht

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

SB-Geschäftsstelle Ständeplatz

Ständeplatz 9

34117 Kassel

SB-Geschäftsstelle Ratio

Fuldastraße 1-5

34225 Baunatal Hertingshausen

45


Bereichsleitung

Vermögensmanagement

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-82002

Telefax: 0561.7124-82099

Private Banking

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-84010

Telefax: 0561.7124-84099

Vermögensanlagecenter Bad

Wilhelmshöhe

Wilhelmshöher Allee 270

34131 Kassel

Telefon: 0561.7124-82203

Telefax: 0561.7124-82299

Vermögensanlagecenter Baunatal

Marktplatz 13

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-82706

Telefax: 0561.7124-82799

Vermögensanlagecenter Hofgeismar

Johannesstraße 1

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-82506

Telefax: 0561.7124-82599

Vermögensanlagecenter Kassel-Mitte

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-82102

Telefax: 0561.7124-82199

Vermögensanlagecenter Kaufungen

Leipziger Straße 259

34260 Kaufungen

Telefon: 0561.7124-82807

Telefax: 0561.7124-82899

Vermögensanlagecenter Vellmar

Rathausplatz 1

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-83406

Telefax: 0561.7124-83499

Vermögensanlagecenter Wolfhagen

Wilhelmstraße 7

34466 Wolfhagen

Telefon: 0561.7124-82604

Telefax: 0561.7124-82699

46

Bereichsleitung Firmenkunden

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-83002

Telefax: 0561.7124-83199

Firmenkundencenter Baunatal

Marktplatz 13

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-82706

Telefax: 0561.7124-82799

Firmenkundencenter Hofgeismar

Johannesstraße 1

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-82506

Telefax: 0561.7124-82599

Firmenkundencenter Kassel-Mitte

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-83102

Telefax: 0561.7124-83199

Firmenkundencenter Kaufungen

Leipziger Straße 259

34260 Kaufungen

Telefon: 0561.7124-83807

Telefax: 0561.7124-83899

Firmenkundencenter Vellmar

Rathausplatz 1

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-83406

Telefax: 0561.7124-83499

Firmenkundencenter Wolfhagen

Wilhelmstraße 7

34466 Wolfhagen

Telefon: 0561.7124-82604

Telefax: 0561.7124-82699

Versicherungen / Immobilienvermittlung

KS Sparkassen-Finanzdienstleistungen

GmbH

Versicherungsagentur Kassel

Wolfsschlucht 9

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-50106 oder -50112

Telefax: 0561.7124-50199

Versicherungsagentur Baunatal

Marktplatz 7

34225 Baunatal

Telefon: 0561.7124-50170

Telefax: 0561.7124-83799

Versicherungsagentur Hofgeismar

Johannesstraße 1

34369 Hofgeismar

Telefon: 0561.7124-50151

Telefax: 0561.7124-82599

Versicherungsagentur Kaufungen

Leipziger Straße 259

34260 Kaufungen

Telefon: 0561.7124-50181

Telefax: 0561.7124-82899

Versicherungsagentur Vellmar

Rathausplatz 1

34246 Vellmar

Telefon: 0561.7124-83404

Telefax: 0561.7124-74699

Versicherungsagentur Wolfhagen

Wilhelmstraße 7

34466 Wolfhagen

Telefon: 0561.7124-50160

Telefax: 0561.7124-81699

ImmobilienCenter

Wolfsschlucht 1

34117 Kassel

Telefon: 0561.7124-55555

Telefax: 0561.7124-50299

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