Nicht nur PACS, sondern Management aller Bilddaten - visus

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Nicht nur PACS, sondern Management aller Bilddaten - visus

PACS and beyond

Anwenderbericht

Nicht nur PACS, sondern Management aller Bilddaten

Altdatenmigration in JiveX von VISUS legt Basis für klinikweite

Bilddarstellung in einheitlichem Viewer

Bereits Anfang der 1990-er Jahre hat das Bundeswehrzentralkrankenhaus

(BWZK) Koblenz sein erstes Bilddatenarchivierungs- und

-kommunikationssystem (PACS) eingeführt. Mittlerweile setzt die

Klinik mit dem dritten System auf eine übergreifende Bildmanagementlösung,

die neben radiologischen Bildern und Befunden auch

Aufnahmen anderer bildgebender Abteilungen einbindet.

Im Jahr 2008 fiel zum letzten Mal die Entscheidung, ein neues

PACS anzuschaffen. Aus der europaweiten Ausschreibung ging Vedisys

mit JiveX als Sieger hervor. Das Griesheimer Unternehmen

hat sich auf die Implementierung integrierten Komplettlösungen

spezialisiert und liefert dabei als Generalunternehmer die gesamte

medizinische Soft- und Hardware. Bei PACS-Projekten setzt der

Dienstleister JiveX von VISUS ein. So wurde auch das Projekt in

Koblenz gemeinsam umgesetzt. „Ein wesentliches Argument für

die Lösung war, dass sie sich optimal in die vorhandene heterogene

IT-Landschaft integrieren konnte. Auch die webbasierte klinikweite

Bildverteilung hat uns überzeugt“, erläutert Dr. Peter Lülsdorf,

Leitender Arzt der Abteilung Radiologie im BWZK Koblenz, die

maßgeblichen Auswahlkriterien.

Tiefe Integration in KIS und RIS

gewährleistet reibungslose Abläufe

Die Einführung des PACS verlief reibungslos, was Oberarzt Dr.

Ralph Wickenhöfer zu einem Gutteil der Vorbereitungen durch

die IT-Partner zuschreibt: „Am Tag der Implementierung kamen

die Mitarbeiter mit vorkonfigurierten Servern ins Haus, haben sie

aufgestellt und nach wenigen Stunden lief das System einwandfrei,

was sich nicht geändert hat. Es ist faszinierend.“ Besonders

beeindruckt zeigen sich die Koblenzer Radiologen bis heute von

der Kundennähe und Servicequalität der beteiligten Unternehmen.

Befundungs-Arbeitsplatz im

BWZK Koblenz

Modalitäten der Radiologie

Zwei Angiografiegeräte

Ein 64er-Zeiler CT

Ein 6-Zeiler CT

Ein 256-Zeilen-CT (in Anschaffung)

Ein 1-Tesla-MR

Ein 1,5-Tesla-MR

Ein 3-Tesla-MR (in Anschaffung)

Ein Ultraschall

Ein Lithotripter

Ein DVT-Gerät

Fünf konventionelle Röntgengeräte mit

Festkörperdetektoren

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„Wir haben stets unsere direkten Ansprechpartner vor Ort erreicht

und sind nicht an eine anonyme Hotline verwiesen worden. Die

Kommunikation und Problembehebung ist in unseren Augen vorbildlich“,

freut sich Dr. Wickenhöfer. „Wir können einfach mit dem

PACS arbeiten und uns auf unsere Arbeit konzentrieren, nämlich

die Diagnostik. Das ist angesichts unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit

sehr wohltuend.“

Um klinikweit reibungslose Abläufe zu gewährleisten, ist die Bilddatenmanagementlösung

tief in das Radiologie- (RIS) und das Krankenhaus-Informationssystem

(KIS) von Nexus integriert. So rufen

die Ärzte auf den Stationen Röntgenaufnahmen und -befunde ganz

einfach über die Patientenakte im KIS auf. Sie haben aber auch die

Möglichkeit, direkt JiveX zu öffnen und dort nach Patienten oder

Aufnahmen zu suchen. Beide Arten des Zugriffs unterliegen einer

rollenbasierten Sicherheitsprüfung, so dass Ärzte nur auf die Informationen

zu ihren Patienten zugreifen können.

Dr. Ralf

Wickenhöfer

Oberarzt

Die Radiologen arbeiten an den 12 Befundarbeitsplätzen in ihrer

Abteilung mit dem PACS. Aber auch hier greift die KIS-Integration.

So werden die Befunde via HL7 ausgetauscht und stehen klinikweit

in der Patientenakte zur Verfügung. Die Aktualisierung der Patientendaten

erfolgt mit ADT-Nachrichten aus dem KIS heraus.

Herausforderung Datenmigration

gemeistert

Parallel zur PACS-Implementierung haben Vedisys und VISUS die

Altdatenmigration geplant und durchgeführt. Da das BWZK Koblenz

alle Daten speichert, mussten immerhin 16 Terabyte bewegt

werden. „Der Transfer hat schnell und reibungslos funktioniert, unsere

Arbeit ist dadurch in keinster Weise beeinträchtigt worden“, so

Dr. Wickenhöfer.

Es war jedoch nicht die einzige Herausforderung, die Altdatenmigration

schnell und ohne den Tagesbetrieb zu beeinflussen abzuschließen.

Allein die Kürze der Zeit stellte bei der Menge der

Daten ein Problem dar. Zumal es mit der reinen Übernahme aus

dem alten in das neue Archiv nicht getan war. Sobald einzelne

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Datenpakete transferiert waren, musste kontrolliert werden, ob das

fehlerfrei und vollständig geschehen ist. Die Überwachung wurde

per Remote-Zugriff gewährleistet. Dank der guten Zusammenarbeit

zwischen Vedisys, VISUS und Mitarbeitern des BWZK konnte die

Altdatenmigration schließlich binnen von lediglich acht Wochen

erfolgreich abgeschlossen werden.

Umfassendes Bildmanagement mit

einheitlichem Viewer

Mit der Einführung des neuen PACS im Jahr 2008 wollte das BWZK

Koblenz ein zukunftsfähiges System aufbauen. Daher sollten neben

den radiologischen auch Aufnahmen aus anderen bildgebenden

Abteilungen eingebunden und klinikweit verteilt werden. Das

geforderte umfassende Bildmanagement ermöglicht JiveX. Selbst

Modalitäten, die keine DICOM-Daten liefern, können über das

spezielle Analog Modality Gateway angebunden werden.

„Heute speichern wie selbstverständlich die Kardiologen ihre

Herzkatheterfilme im PACS, genauso wie die Internisten ihre Endoskopiesequenzen,

als Videos oder Einzelaufnahmen“, erläutert Dr.

Wickenhöfer. Hinzu kommen die Bilder aus insgesamt neun Ultraschallgeräten.

Auch Fotos aus der Wunddokumentation werden im

PACS archiviert. „Das bedeutet einen wesentlichen Fortschritt für

uns. Von Patienten mit chronischen arteriellen Verschlusserkrankungen

oder Diabetikern mit offenen Füßen fertigen wir regelmäßig

Fotografien an. Diese legen wir gemeinsam mit den Röntgenbildern

im digitalen Archiv ab und können anhand der umfassenden

Dokumentation den Krankheitsverlauf besser beobachten und einschätzen“,

so der radiologische Oberarzt. Über das Analog Modality

Gateway wurde auch ein HighEnd Dokumentenscanner angebunden,

mit dem die siebenseitigen Patientenaufklärungsbögen

eingelesen und in Sekundenschnelle ins PACS verschoben werden

Neben der umfassenden und vollständigen Dokumentation sieht

Dr. Lülsdorf den wesentlichen Vorteil des neuen Bildmanagementsystems

in der klinikweit einheitlichen Benutzeroberfläche: „Egal

ob Röntgenaufnahmen, Fotos oder Videosequenzen – unsere Ärzte

können sich alles unter einem User Interface anschauen. Das

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verringert den Schulungsaufwand und fördert die Benutzerfreundlichkeit.

Auch die radiologischen Kollegen profitieren vom einheitlichen

Viewer. Wir können ohne Systemwechsel alle Bildinformationen

betrachten und sie in die Befundung einfließen lassen. Das

steigert letztlich auch die Versorgungsqualität für unsere Patienten.“

Mit dem neuen PACS hat die Kommunikation der Radiologen zu

den anderen Fachärzten deutlich an Schnelligkeit und Qualität gewonnen.

Besonders macht sich das in den Fallkonferenzen bemerkbar.

„Seit der Einführung des PACS bereiten wir die Besprechungen

regelbasiert vor. Bereits bei der Befundung markiert der Radiologe

die relevanten Bilder und stellt sie inklusive Voraufnahmen für die

Besprechung zusammen. Das spart enorm Zeit. Eine Stärke von

JiveX liegt genau darin, dass individuell dezidierte Regeln für die

Bildverteilung konfiguriert werden können“, berichtet Dr. Wickenhöfer

aus eigener Erfahrung.

PACS organisiert Telemedizin mit

Auslandsstandorten

Für die Einsatzstandorte der Bundeswehr im Ausland erbringt das

BWZK Koblenz teleradiologische Dienstleistungen. Angebunden

sind diese mit codierten, symmetrischen acht Megabit-Satellitenleitungen.

Direkt nach der Erstellung werden die Aufnahmen in

Echtzeit nach Deutschland übertragen. Mit dem sogenannten Performance

enhanced Routing sind beispielsweise Polytrauma-CTs

innerhalb von 30 Minuten in Koblenz. Die gesamte Logistik dahinter

wird von JiveX organisiert.

„Unsere primäre Aufgabe besteht in der revisionssicheren Archivierung

der Daten über 90 Jahre – eine Besonderheit der Bundeswehr

für Beschwerde- oder Beschädigungsverfahren im Bereich des

Wehrdienstes. Die Befundung nimmt ein radiologischer Facharzt

vor Ort vor. Bei unklaren oder speziellen Fragestellungen kann er

sich an uns wenden, wir schauen uns die Aufnahmen an und geben

eine Zweitmeinung ab. Da die Bundeswehr kein Signierungsver-

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fahren eingeführt hat, faxen wir die Befunde zurück“, erläutert Dr.

Wickenhöfer den Ablauf.

Als die Röntgenaufnahmen noch nicht digital übertragen wurden,

sind etwa 80 Prozent aller medizinischen Daten im Einsatz verloren

gegangen. Unter den widrigen Bedingungen, unter denen

die Soldaten häufig dienen – extreme Hitze oder Kälte, Schlamm

und Staub –, haben Röntgenfilme eine sehr kurze Lebensdauer.

Auch das Brennen von CDs hat sich als wenig praktikabel erwiesen,

da auch diese den klimatischen wie mechanischen Beanspruchungen

nicht gewachsen sind. Die Archivierung am Einsatzort

selber kommt auch nicht infrage, weder mit CDs noch mit externen

Festplatten. Hinzu kommt, dass letzteres kein standardisiertes und

zugelassenes Verfahren ist. Also war die einzige Alternative, die

Daten schnellstmöglich in die Heimat zu schaffen.

Dr. Ralf Wickenhöfer

Oberarzt

Bundeswehrzentralkrankenhaus

Koblenz

Rübenacher Straße 170

56072 Koblenz

Deutschland

fon 0261 - 281-0

fax 0251 - 281-2002

peterluelsdorf@bundeswehr.org

www.bundeswehrkrankenhaus-koblenz.de

Einbindung von Heimarbeitsplätzen

steigert Behandlungsqualität

Auch dort, am Standort Koblenz, warten weitere Herausforderungen

auf Dr. Wickenhöfer und sein Team: „Begonnen haben wir

bereits mit der Ausstattung von Heimarbeitsplätzen bei sechs Radiologen.

Hier geht es hauptsächlich um die Abdeckung von Hintergrunddiensten.

Das wollen wir nun forcieren.“ Dazu informiert der

Assistenzarzt seinen Radiologen. Der loggt sich mit Kennwort und

Benutzernamen auf einem Kommunikationsserver ein, der in einer

demilitarisierten Zone steht, also durch eine Firewall vom Hausnetz

abgeschottet ist. Dieser Server ruft nun die Bilder aus dem

PACS-Archiv ab, prüft, ob derjenige berechtigt ist, die Bilder zu

sehen, und zeigt sie dann dem Benutzer entsprechend an. „Durch

dieses Verfahren sparen die Ärzte massiv Zeit, da eine Fahrt in die

Klinik in den meisten Fällen überflüssig ist. Im Endeffekt steigert das

auch die Behandlungsqualität“, ist sich der radiologische Oberarzt

Dr. Ralph Wickenhöfer sicher.

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