Geringe

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Geringe

Reisen

von Paragleitern und Modellfliegern

bevölkert. Nähert sich jedoch der

Abend, kehrt angenehme Ruhe ein.

Genau richtig um mit dem Aufbau

von Teleskopen zu beginnen. Die

erste Nacht erwies sich jedoch als

bewölkt. In der zweiten Nacht

konnten wir mit ersten

Beobachtungen beginnen. Um

Mitternacht riss der Himmel auf und

Michael Pagitz, der extra von

Klagenfurt kam, machte für uns das

62cm Teleskop startklar. Nach

ersten Blicken durch das große

Gerät auf Mars war klar, dass die

zwei schwachen aber deutlich

erkennbaren Pünktchen die beiden

Marsmonde Phobos und Deimos

sein mussten ! So leicht habe ich

mir nie vorgestellt sie zu erkennen,

aber dank der großen Öffnung war

es möglich.

Hannes und ich belichteten

abwechselt einige Sequenzen mit

verschiedenen Belichtungszeiten

und Brennweiten mit unseren

ToUcams und Hannes testete seine

Canon D10 an den Paradeobjekten

M13 oder M57. Die Lichtstärke des

62cm Spiegels begeisterte uns! Das

beste Ergebnis vom Mars ist auf der

vorigen Alrukaba als Titelbild zu

sehen bzw. in der Galerie auf der

BAA Homepage. Einen kurzen

Bericht mit Bildern gibt es auf

Hannes Homepage zu sehen:

http://panther-observatory.com/

Gerlitzen.htm

Die nächsten Tage waren von

wechselhaftem Wetter gekennzeichnet.

Das bestes Resultat hab

ich mit meinen 12.5“ Newton erzielt.

Drei Stunden nach diesem Bild gab

es ein heftiges Gewitter !

Abb.3: Robert Schulz, 25.08.2003,

00h13 MESZ, 1Min. zu 10B/s,

Brennweite 14m, ToUcam, Nachführung

Osypowski Plattform

Ich hatte vor kurzem ein UHC

Filter der Type Astronomik

erworben und wollte es oben auf

der Gerlitze das erste Mal visuell so

richtig testen. Zu diesen Zweck

schraubte ich das Filter in mein

35mm TeleVue Panoptic, ein sehr

gutes Weitfeldokular. Mit dem 12.5“

erziele ich eine Vergrößerung von

45x und eine Austrittspupille von

7mm. Erstes Objekt war der

westliche Teil des Cirrusnebels,

auch Donnervogel genannt. Zarte

Filamente waren sofort sichtbar. Die

gewaltige Wirkung zeigte sich nach

Abschrauben des Filters, der Nebel

war ohne Filter kaum mehr zu

sehen. Es kamen jedoch ohne Filter

mehr Sterne durch, eine logische

Konsequenz der Filterwirkung, da

Sterne Kontinuumstrahler sind. Das

gleiche hab ich dann beim östlichen

Teil erlebt, nur das dort die

Filamente noch dramatischer

sichtbar waren. Angeregt durch

diesen Erfolg strebte ich nach

lichtschwächeren – war es möglich

den Nordamerikanebel zu sehen,

ein Objekt das ich schon sehr oft

auf Film gebannt hatte? Zumindest

die hellen Teile im Bereich „Mexiko“

und „Florida“ sollten möglich sein.

Ein erstes Schwenken in diesen

Bereich und den Filter wieder

draufgeschraubt ließ diese blassen

Teile erstaunlich gut sichtbar

werden. Durch seine schiere Größe

ist dieser Nebel aber eher ein

Objekt kleinerer Instrumente. Dabei

sollte zB. in einem 15cm/f5 Newton

wieder ein Okular eingesetzt

werden, das eine Austrittspupille

von 7-8mm erreicht, um möglichst

alles Licht ins Auge zu bekommen.

Da ich im Moment mit einem

Freund ein solches kleines

Newtonteleskop zusammenbaue,

werde ich das demnächst austesten..

Die ca. 22-fache Vergrößerung

wird ideal für den Nordamerikanebel

sein !

► VON ING. ROBERT SCHULZ

GRUPPE ASTROFOTOGRAFIE

Gibt es Leben auf anderen Planeten?

Dieser Frage wird sich Paul

Beck, ein junger Astronomiestudent

aus Wien, in

seiner Präsentation an

unserem Vereinabend am 6.

Februar 2004 widmen.

Bis in die Renaissance erlaubte

das Weltbild nicht, an eine sich um

die Sonne bewegende Erde zu

denken, geschweige denn an

Wandelsterne, die sich in Bahnen

um andere Sonnen bewegen.

Menschen, wie Giordano Bruno,

bezahlten diese Aussagen mit dem

Tod. Die Erde war einzigartig und

vollkommen. Sie lag im Zentrum

des Alls. Aber selbst bis in die Mitte

des 20. Jahrhunderts war es

7 Alrukaba | Dezember 2003

verpönt, sich mit dem Thema

„extraterrestrische Intelligenzen“ zu

beschäftigen und Wissenschaftler,

die es dennoch taten, konnten recht

schnell ihren guten Ruf verlieren.

Obwohl wir mittlerweile unser

Universum immer besser kennen

lernen, bewegt uns, wie auch schon

in der Antike, immer noch die

ungeklärte Frage: „Gibt es Leben

auf anderen Planeten?“

Anfang der 1960er Jahre

machte sich ein junger Forscher auf

die Suche nach außerirdischer

Intelligenz. Es wurden die

sonnennächsten Sterne untersucht.

Die SETI Forscher stellen aber bald

ernüchternd fest, dass

extraterrestrisches Leben in unser

Galaxie nicht so dicht gesiedelt ist,

wie man ursprünglich annahm. Wo

sollte man also suchen? Man stellte

fest, dass es eine bestimmte,

ausgezeichnete Zone in unserer

Galaxis gibt, den galaktischen

Lebensgürtel. Wonach sollten wir

dort suchen? Welche Kennzeichen

kann ein intelligentes, künstliches

Signal aufweisen und sind wir

überhaupt in der Lage dies zu

erkennen? Dies waren u.a. weitere

sich ergebende Fragen.

Wenn Sie mit mir die

ursprüngliche Entstehung des

Lebens, egal in welcher

Erscheinungsform, betrachten,

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