Jahresbericht LaS NRW 2012

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Jahresbericht LaS NRW 2012

Bericht der Landesarbeitsgemeinschaft

Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen

2012

… gemeinsam engagiert in Nordrhein-Westfalen.

In Kooperation mit:


Ausgangslage

Am 30.04.2010 gründet sich auf der Jahresfachtagung der Seniorenbüros NRW in Hilden die

Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen (LaS NRW).

Für die mittlerweile über 90 Seniorenbüros, die mehrheitlich auch Mitglieder der

Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) sind, ist das Landesbüro der LaS NRW seit

August 2010 Anlaufstelle bei Fragen und Unterstützungsbedarf. Zudem erarbeitet das

Landesbüro auch zugehende Hilfen und Angebote, um den Seniorenbüros vor Ort bei der

Weiterentwicklung ihrer Angebote und der Vernetzung im Gemeinwesen zur Seite zu stehen

und ihre Anliegen in der landesweiten Öffentlichkeit zu vertreten.

Landesbüro der Las NRW

Mit der Förderung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter wurde

zum August 2010 das Landesbüro der LaS NRW eingerichtet. Die Gründungsversammlung

in Hilden wählte das Seniorenbüro Ahlen als Standort aus.

Das Seniorenbüro in Ahlen befindet sich in der Trägerschaft des Vereins Alter und Soziales

e.V., dem die in Ahlen tätigen Wohlfahrtsverbände und Träger gesundheitlicher und sozialer

Dienste angehören. Geschäftsführerin des Vereins ist die kommunale Sozialplanerin, der

Bürgermeister ist geborenes Vorstandsmitglied. Über diese Verbindung zur Kommune ist die

Nachhaltigkeit des Vereins und des Seniorenbüros als Träger der Landesstelle gesichert.

Das Büro ist auch in 2012 besetzt mit einer Koordinatorin mit einem wöchentlichen

Stundenumfang von 21 Stunden. Die Koordinatorin legte in 2012 in Zusammenarbeit mit der

Lenkungsgruppe inhaltlich Schwerpunkte fest und erstellt Materialien für den Betrieb des

Landesbüros und die Öffentlichkeitsarbeit. Des Weiteren fiel die Organisation der

Jahresfachtagung und verschiedener Fachveranstaltungen in den Verantwortungsbereich

des Landesbüros. Zudem nahm die Koordinatorin an regionalen und überregionalen

Fachveranstaltungen teil, um die Arbeit der LaS und der Seniorenbüros in NRW

darzustellen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke mit anderen landesweiten Akteuren zu

initiieren. Punktuell wurde die Arbeit des Landesbüros durch eine Honorarkraft unterstützt.

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Lenkungsgruppe und SprecherInnen der LaS NRW

• Auf der Gründungsversammlung wurde erstmalig für den Zeitraum von 2010 bis 2012

eine Lenkungsgruppe aus fünf VertreterInnen gewählt.

• Es wurde darauf geachtet, dass Seniorenbüros aus unterschiedlichen

Trägerstrukturen in der Lenkungsgruppe vertreten sind.

• Diese Lenkungsgruppe wurde im April 2012 auf der Jahresfachtagung in Köln

personell wiedergewählt.

• Von 2010 bis April 2012 wurde die LaS NRW zusammen mit dem Landesbüro von

einem Team aus drei SprecherInnen in der Öffentlichkeit vertreten. Das

Sprecherteam wurde von der Lenkungsgruppe für zwei Jahre gewählt.

• Seit April 2012 wird die LaS NRW von einer Sprecherin und einem stellvertretenden

Sprecher vertreten.

• Zudem unterstützt seit 2012 der Vorstandsvorsitzende der BaS punktuell die Arbeit

der Lenkungsgruppe. In den Vorjahren wurde diese Tätigkeit von der

Geschäftsführerin der BaS übernommen.

Die Lenkungsgruppe der LaS NRW für den Zeitraum 2012-2014

Vertretung für Ort Person

Kommune Ahlen Ursula Woltering (Sprecherin)

Ehrenamt Beverungen Dr. Hennig Kubusch

Wohlfahrtsverband Moers Sabine Jarofka (ausgeschieden)

Kommune Dortmund Reinhard Pohlmann (Sprecher)

Kommune Siegen Astrid E. Schneider

Kommune Bocholt Jutta Ehlting

BaS

Landesbüro LaS NRW

Franz-Ludwig Blömker

Ramona Geßler

Frau Sabine Jarofka aus Moers kündigte in 2012 aufgrund von personellen Veränderungen

in ihrem Arbeitsfeld ihren Rücktritt aus der Lenkungsgruppe an.

Der Platz in der Lenkungsgruppe bleibt bis zur Jahresfachtagung im April 2013 vakant.

Die Lenkungsgruppe traf sich in 2012 zu vier Sitzungen: am 20.01. und am 23.08. im

Sozialamt der Stadt Dortmund und am 15.06. und am 16.10.2012 in der Senioren

Begegnungs-und Bildungsstätte „Altes Backhaus“ in Münster.

Zudem fand sich die Lenkungsgruppe zu einer zweitägigen Klausurtagung am 03. und

04.12.2012 in Bocholt ein.

Der fachliche Austausch findet begleitend über intensiven E-Mail-Kontakt und regelmäßigen

Telefonaten zwischen den Lenkungsgruppenmitgliedern statt.

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Seniorenbüros in NRW

Seniorenbüros sind Kontakt- und Beratungsstellen für ältere Menschen und ihre Familien.

Sie verfolgen die Umsetzung von zwei zentralen Zielen:

• die Förderung des sozialen und generationenübergreifenden Miteinanders

• und die Stärkung der selbstständigen Lebensführung älterer Menschen.

Zur Erreichung dieser Ziele schaffen und entwickeln Seniorenbüros - gemeinsam mit älteren

Menschen und anderen Partnern – hilfreiche Angebote, interessante Projekte und die dafür

erforderlichen Strukturen vor Ort.

In den Projekten und Angeboten berücksichtigen sie die unterschiedlichen Lebenslagen und

Lebenswelten von Menschen nach Abschluss der Berufs- und Familienphase und begleiten

sie bis ins hohe Alter.

Die Seniorenbüros in NRW befinden sich in kommunaler, verbandlicher oder freier

Trägerschaft; sie sind sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich besetzt.

Sie leisten wohnortnah gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit in vier Handlungsfeldern:

1. Bürgerschaftliches Engagement und Erfahrungswissen

2. Wohnen, Wohnumfeld, Stadtteil

3. Begegnung, Gesundheit, Vorsorge, Pflege

4. Seniorenwirtschaft

Das Verzeichnis der Seniorenbüros in NRW wird stetig aktualisiert und mit den Daten der

BaS abgeglichen. Neue Seniorenbüros in NRW werden identifiziert und über die Arbeit der

LaS NRW informiert.

Das Landesbüro verfügt derzeitig über eine Datenbank, in der die Kontakte von

96 Seniorenbüros (Stand 12/2012) in NRW verzeichnet sind. Das sind seit dem Start in 2010

18 neu identifizierte Seniorenbüros.

72 Seniorenbüros sind Ende 2012 Mitglied in der LaS NRW, bzw. der BaS 1 . Hier konnte seit

dem Start in 2010 ein Zuwachs von 34 Seniorenbüros, die sich für eine Mitgliedschaft

entschieden haben, verzeichnet werden.

1 Seniorenbüros aus NRW, die eine BaS Mitgliedschaft wählen, werden automatisch Mitglied der LaS NRW. Die LaS NRW

unterstützt die Mitgliedschaft der BaS, da so eine enge Zusammenarbeit gewährleistet ist und die Seniorenbüros die

Gesamtleistung der Organisationen abrufen können.

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Im Jahr 2012 sind zehn neue Mitglieder beigetreten:

■ Stadt Aachen, Fachbereich Soziales und Integration "Leitstelle Älter werden in Aachen"

■ Seniorenbüro der Stadt Langenfeld

■ Die Brücke-Wuppertal e.V.

■ Altenhilfe - und Demografieplanung, Stadt Dorsten

■ Alter-nativen Seniorenbüro Tönisvorst e.V.

■ Seniorennetzwerk Drensteinfurt

■ AWO Seniorenbüro Rentfort

■ Seniorenbüro, Stadt Korschenbroich

■ Landesinitiative „Immer dabei: Ältere Lesben und Schwule in NRW

■ Stadt Arnsberg - Fachstelle Zukunft Alter

Die 96 Seniorenbüros in NRW befinden sich in folgenden Trägerstrukturen:

■ Seniorenbüros in kommunaler Trägerschaft: 66 (davon 46 LaS NRW Mitglieder)

■ Seniorenbüros in Trägerschaft eines Wohlfahrtsverbandes: 5 (alle LaS NRW Mitglieder)

■ Seniorenbüros in kirchlicher Trägerschaft: 2 (eine Mitgliedschaft)

■ Sonstige (Vereine, Stiftungen etc.): 23 (davon 20 LaS NRW Mitglieder)

Öffentlichkeitsarbeit der LaS NRW

Ende 2011 wurden damit begonnen den Internetauftritt der LaS NRW www.las-nrw.de zu

überarbeiten und mit dem Content-Management System „Wordpress“ neu zu gestalten. Der

neue Auftritt ist im März 2012 online gegangen.

Die Rubrik „Aktuelles aus den Seniorenbüros“ nutzen zehn Büros um in kurzen Artikeln ihre

Arbeit und ihre Projekte vor Ort vorzustellen.

Eng verzahnt mit den Beiträgen des Forums Seniorenarbeit NRW werden auf der las-nrw.de

,neben internen LaS Veranstaltungen und Neuigkeiten, auch landesweite seniorenpolitische

Entwicklungen, Tagungstermine und Neuerscheinungen veröffentlicht.

Zudem finden die Nutzer Materialien und Veröffentlichungen der LaS NRW.

Über direkte Verlinkungen gelangt man auf Internetpräsentationen der Partnerorganisationen

in NRW, wie die Landesseniorenvertretung, die lagfa, ZWAR oder die Landesstelle

Pflegender Angehöriger.

In 2012 wurde die Mitglieder-Information „Vielfalt vernetzt“ zweimal, im Februar und im

Juni, an alle Mitgliedsorganisationen verschickt. Die Broschüren werden zusätzlich auf der

Homepage der LaS NRW zum Download zur Verfügung gestellt.

Regelmäßige E-Mail-Newsletter ergänzen das umfangreiche Informationsmanagement aus

dem Landesbüro. In 2012 wurden 19 Mailings versendet. Hier wurde unter anderem auf

Landes-Wettbewerbe und Fachveranstaltungen, auch der anderen Landesakteure, wie z.B.

die Fortbildung „Lebendige Nachbarschaften“ des Forums Seniorenarbeit, hingewiesen oder

die Tagungsdokumentation der Fachtagung 2012 in Köln verschickt.

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Im März 2012 veröffentlichte die LaS NRW das Papier „Seniorenbüros in NRW zeigen

Profil“. Das Papier ist Ergebnis des Profilbildungsprozesses der auf der Klausurtagung der

Lenkungsgruppe Ende 2011 gestartet ist, und der Mitgliederbefragung, die Anfang 2012

stattgefunden hat. Das Papier liegt in Printversion vor und steht auf der las-nrw.de zum

Download zur Verfügung.

Im September 2012 begann die konzeptionelle Entwicklung und Redaktionsarbeit des

Impulspapiers „Seniorenbüros in NRW gestalten generationengerechtes Leben und

Wohnen in den Quartieren“ Nach einer Befragung der Seniorenbüros zu diesem

Themenfeld wurden 10 Bespiele aus der Praxis ausgewählt, die in der Broschüre vorgestellt

werden. Geplante Veröffentlichung ist Anfang 2013.

Zudem präsentierte die LaS NRW ihre Arbeit auf dem 10. Deutschen Seniorentag „Ja zum

Alter“ vom 3. bis zum 5. Mai 2012 in Hamburg. Neben der Standpräsenz am Infostand der

BaS e.V. übernahm die LaS NRW noch eine Veranstaltungsmoderation im Themenblock III:

Das freiwillige Engagement älterer Menschen zwischen Selbstbestimmung und

Verpflichtung: Wohin geht die Reise?“ und eine Workshopleitung „Vielseitig engagiert –

ältere Migrantinnen und Migranten im bürgerschaftlichen Engagement“ (unter Beteiligung

des Seniorenbüros Ahlen)

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Veranstaltungen und Schwerpunkte der LaS NRW in 2012

2. Kooperationsgespräch mit der Landesarbeitsgemeinschaft der

Freiwilligenagenturen NRW (lagfa)

Am 16.01.2012 trafen sich die Lenkungsgruppenmitglieder

der LaS NRW mit Vertreterinnen und Vertretern der

Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW

(lagfa) zum zweiten Mal im Landesbüro in Ahlen. Ziel war

es u.a. gemeinsame Themenfelder und Schnittmengen der

Organisationen zu definieren, um die Vernetzung der

Seniorenbüros und Freiwilligenagenturen vor Ort zu

unterstützen.

Es entstand ein Profilpapier, welches die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der beiden

Landesakteure darstellt.

Die beiden Organisationen verständigten sich auf eine weitere, intensive Zusammenarbeit,

auch in Form von möglichen gemeinsamen Workshops und Fachtagen. Sie öffneten in 2012

ihre jeweiligen Veranstaltungen und Fortbildungen für die Mitgliedsorganisationen und

bewarben die Veranstaltungen wechselseitig in den Medien.

Jahresfachtagung der Seniorenbüros in NRW

Am 18.04.2012 veranstaltete die LaS NRW unter dem Motto

“Seniorenbüros in NRW zeigen Profil” ihre Jahresfachtagung. 79 Gäste

konnte Roland Krüger vom Generali Zukunftsfonds, der in Köln als

Gastgeber fungierte, an diesem Tag begrüßen.

Neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Seniorenbüros

waren auch Partnerinnen und Partner anderer Landesorganisationen,

wie u.a. die lagfa, ZWAR NRW, die Landesseniorenvertretung, EFI, die

Landesstelle Pflegende Angehörige oder die LAS Wohnberatung zu

Gast. Auch der Landessportbund NRW war vor Ort und stellte sein

Programm “Bewegt älter werden in NRW” vor. An diesem Tag wurde in moderierten

Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenfeldern, u.a. zum Bürgerschaftlichen Engagement,

Pflege und Vorsorge, Wohnen und Stadteilarbeit oder Seniorenwirtschaft lebhaft diskutiert.

Zudem wurde den Teilnehmenden die Neuveröffentlich des Profilpapiers “Seniorenbüros in

NRW zeigen Profil” vorgestellt und überreicht.

Eine gesonderte Dokumentation der Fachtagung liegt vor und kann u.a. auf der las-nrw.de

abgerufen werden.

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Workshop: „Generationenübergreifende Projekte planen – Einblicke aus der

kommunalen Praxis“

In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Kultur und Bildung im Alter (kubia) und der

Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg veranstaltete die LaS NRW am 24.04.2012 einen

Workshop im Kunstmuseum Ahlen. Der Workshop gab einen Einblick in die kommunale

Praxis der generationsübergreifenden Projektarbeit. Den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern wurden Anregungen gegeben, wie durch unterschiedliche Methoden der

kulturellen Praxis Jung und Alt in den Dialog treten, stereotype Altersbilder reflektieren und in

die gemeinsame Zukunft ihrer Stadt planen.

Fachgespräch: „Andere sind anders – ältere Lesben und Schwule in NRW

Am Fachaustausch „Andere sind anders“, der am 26.09. 2012

im Dortmunder KCR stattfand, beteiligten sich zehn

Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und

Beratungseinrichtungen für Lesben und Schwule.

Eingeladen hatte die Landesarbeitsgemeinschaft

Seniorenbüros NRW in Kooperation mit der

Landeskoordination für ältere Lesben und Schwule. Reinhard

Pohlmann, Vorstand der LaS NRW und Leiter des

Fachdienstes für Seniorenarbeit in Dortmund, und Ramona Geßler, Landesbüros der LaS

NRW, unterstrichen die Notwendigkeit, sich auf Landesebene und in den einzelnen

Regionen für Diversity-Ziele in der Seniorenarbeit zu engagieren. Worum es sich dabei im

Detail handeln kann, welche Bedarfe Mitarbeitende von Seniorenbüros einerseits und ältere

Lesben und Schwule andererseits anmelden, werde man im gemeinsamen Prozess mit

Haupt- und Ehrenamtlichen aus beiden Spektren erarbeiten. Ziel ist es für ältere Lesben und

Schwule, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Altersarbeit mit den Lebensrealitäten

von Lesben und Schwulen vertraut zu machen.

Der Prozess wird in 2013 im Rahmen der Gründung einer Arbeitsgruppe fortgeführt.

Thementag: „12 Qualitätszielen der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit“

Das Forschungsinstitut Geragogik (hat für ein landesweites Projekt der Stiftung

Wohlfahrtspflege 12 Qualitätsziele für die gemeinwesenorientierte

Seniorenarbeit entwickelt, die zur Zeit in 11 Städten in NRW erprobt und in der

Praxis vor Ort langfristig verankert werden sollen, dazu gehören u.a. mehr

Partizipationsmöglichkeiten, die Förderung des Ehrenamtes oder die Öffnung für

neue Zielgruppen.

Am 19.09.2012 stellte Maria Nortmann vom Verbundprojekt in Ahlen die

Qualitätsziele vor und berichtete in Zusammenarbeit mit Sabine Jarofka von der

Seniorensteuerungsstelle in Moers mit dem Projekt „Seniorennetzwerke Moers“

von ersten Erfahrungen der Umsetzung vor Ort.

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Fachgespräch: Ehrenamtliche Seniorenbüros

Am 17.10.2012 trafen sich in Bad Sassendorf ehrenamtlich engagierte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Seniorenbüros in NRW zu einem

intensiven kollegialen Fachaustausch.

Die 20 Vertreterinnen und Vertreter aus den Seniorenbüros in Bad

Sassendorf, Beverungen, Greven, Heinsberg und Wuppertal wurden

von Bürgermeister Alois Dahlmann und der Vorsitzenden des

Arbeitskreises Seniorenarbeit der Gemeinde Bad Sassendorf Frau

Christa Nowack in den Räumlichkeiten der örtlichen Hauptschule

begrüßt. Helmut Josch, Leiter des Seniorenbüros im Kurort Bad

Sassendorf, und sein Team waren Gastgeber und gestalteten zusammen mit der LaS NRW

den Fachaustausch.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigte sich in verschiedenen Arbeitsgruppen mit

den Themen Nachbarschaftshilfe und Selbstständiges Wohnen, Finanzierung von

Angeboten und Sponsoring, Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter und Generationenprojekten.

In den Austauschrunden wurde schnell deutlich, dass man nicht alles neu erfinden muss und

abgucken ausdrücklich erwünscht ist. Viele Tipps, Projektideen und Fragestellungen wurden

dankbar aufgenommen und diskutiert.

Das nächste Fachgespräch findet im Oktober 2013 statt.

Fachgespräch: Hauptamtliche Seniorenbüros

Am 20.11.2012 organisierte die LaS NRW für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

aus Seniorenbüros einen Fachaustausch. Dieser fand im Kreis Düren statt.

Kooperationspartner war die Koordinationsstelle “Pro Seniorinnen und Senioren” im Kreis

Düren. Frau Susanne Herfs begrüßte gemeinsam mit dem Sprecherteam der LaS NRW, Ulla

Woltering und Reinhard Pohlmann, 22 Mitarbeitende aus kommunalen Seniorenbüros.

Die Teilnehmenden erarbeiteten wichtige Thesen zum Profil und den Handlunsgfeldern der

Seniorenbüros. Die Ergebnisse des Fachgesprächs ergänzen den Profilprozess und flossen

als Diskussionsgrundlage in die Klausurtagung der Lenkungsgruppe im Dezember 2012 ein.

Am Ende dieses ersten Treffens der hauptamtlich organisierten Seniorenbüros in NRW

standen klare Vereinbarungen zur weiteren Zusammenarbeit.

Das nächste Fachgespräch findet im Juni 2013 statt.

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Klausurtagung der Lenkungsgruppe LaS NRW

Am 3. und 4.12.2012 trafen sich die

Lenkungsgruppenmitglieder der LaS NRW zu Ihrer

jährlichen Klausurtagung. Jutta Ehlting vom

Seniorenbüro Bocholt war in diesem Jahr

Gastgeberin und lud die Gruppe ins Rathaus der

Stadt ein. Am zweiten Tag begrüße die

Lenkungsgruppe Herrn Markus Leßmann,

Abteilungsleiter „Pflege, Alter, demographische

Entwicklung“ und Dr. Claus Eppe, Referat „Demographische Entwicklung, gesellschaftliche

Teilhabe im Alter“ im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW. Die

Arbeit der Seniorenbüros in NRW konnte im Gespräch umfangreich dargestellt werden. Auf

der Tagesordnung stand neben der Planung der Jahresfachtagung am 17.4.2013 in

Dortmund weiterhin die Profilbildung der Seniorenbüros. Einen ersten Aufschlag machte die

Lenkungsgruppe im letzten Jahr mit dem Papier „Seniorenbüros in NRW zeigen Profil“. Auf

Grundlage dieses Papiers entwickelte die Lenkungsgruppe ein umfangreiches Profilkonzept,

was u.a. die Qualitätskriterien und Handlungsfelder der Seniorenbüros in zwei Schaubildern

darstellt. Anhand der Qualitätskriterien wird die LaS NRW ihren Mitgliedern in diesem Jahr

entsprechende Fortbildungsmodule anbieten (siehe Punkt: Ausblick 2013).

Zudem werden in 2013 auch die beiden Fachgespräche für haupt- und ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder angeboten.

Die Jahresfachtagung der Seniorenbüros NRW findet am 17.4.2013 in Dortmund, im

Kulturzentrum „Depot“ statt. Schwerpunkt im diesem Jahr wird das Thema „Älter werden im

Quartier“ sein.

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Ausblick 2013

Fortbildungen

Modul: Beratung im Kontext des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes

Termin

Ort

28. Mai 2013 / 11-15 Uhr

Münster / Sobi – Sozialpädagogisches Bildungswerk

ReferentInnen Silke Niewohner, Landesstelle Pflegende Angehörige NRW

Ulrich Pannen, Geschäftsbereichsleiter Pflege, AOK Rheinland/Hamburg

Moderation

Inhalt

Ramona Geßler, Landesbüros LaS NRW

Mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) gibt es einige

Veränderungen und Verbesserungen vor allem für Menschen mit einer

Demenzerkrankung. Die Inhalte des Gesetzes werden vorgestellt und

aktuelle Fragen aus dem Beratungsalltag werden beantwortet. Ein

besonderer Fokus wird auf die Situation der Pflegenden Angehörigen in der

Beratung gerichtet sein.

Modul: Partizipationsprozesse im Gemeinwesen gestalten – auch durch gelungene

Zusammenarbeit von Seniorenbüros und Seniorenbeiräten

Termin

Ort

17. Juli 2013 / 11-15 Uhr

geplant: Düsseldorf

Referentinnen Jutta Ehlting, Seniorenbüro Bocholt und Lenkungsgruppe LaS NRW

Barbara Eifert, Institut für Gerontologie, Wissenschaftliche Beraterin der

Landesseniorenvertretung NRW

Inhalte

Das Thema „Partizipation“ von älteren Menschen ist ein Qualitätskriterium

für die Arbeit von Seniorenbüros. Richtig gestaltet kann Partizipation oder

Teilhabe ein Gewinn für eine Gemeinde, eine Stadt, einen Stadtteil und die

Menschen selbst sein. An diesem Tag werden Sie nach einem

theoretischen Input zum Thema Partizipation und den Voraussetzungen für

das gute Gelingen von partizipatorischen Prozessen, am Beispiel der

Stadtteilbegehungen und Stadtteilkonferenzen in Bocholt die praktische

Umsetzung kennenlernen. Neben vielen Tipps wird es auch um die

Beantwortung von Fragen gehen, wie z. B.

- Was braucht Partizipation?

- Welche Potentiale können durch Partizipation geweckt werden?

- Was hilft bei der Umsetzung?

Gleichzeitig soll auch die gewinnbringende Zusammenarbeit von

Seniorenvertretungen und Seniorenbüros auf örtlicher Ebene bei den

Partizipationsprozessen vorgestellt werden.

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Modul: Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit

Termin

Ort

19. September 2013 / 11-16 Uhr

Siegen / Siegerlandhalle

ReferentInnen Bettina Großhaus-Lutz, Senioren-Service-Stelle Neunkirchen

Thorsten Manges, Pressereferent Kreis Siegen-Wittgenstein

Gabriele Wahlen , Ceno e.V. – Centrum zur nachberuflichen Orientierung,

Köln

Moderation

Inhalt

Astrid E. Schneider, Stadt Siegen, Regiestelle Leben im Alter und

Lenkungsgruppe LaS NRW

Wie gelingt vernetztes Arbeiten in einem ländlich strukturierten Raum?

Welche Auswirkungen hat vernetztes Arbeiten auch auf Prävention und

Vorsorge? Kann Vernetzung in großstädtischen Strukturen erfolgreich

sein?

„Klappern gehört zum Handwerk“ – Texte für die Medien professionell

verfassen.

Modul: Nachbarschaftshilfe im Quartier – Initiativen und Erfahrungen im Fokus

Termin 14. November 2013

Ort

Ahlen / 11-16 Uhr

Referentinnen Stefanie Adler, Geschäftsstelle Nachbarschaftshilfe und Soziale

Dienstleistungen, BaS e.V.

N.N. (Akteure aus dem Programm „Nachbarschaftshilfe und Soziale

Dienstleistungen“ und aus Seniorenbüros)

Moderation

Inhalte

Ramona Geßler, Landesbüro LaS NRW

Seniorenbüros sind Initiatoren, Mitgestalter oder Partner, wenn es um den

Aufbau von Projekten und Angeboten in der Nachbarschaftshilfe geht.

Welches „Handwerkszeug“ wird benötig? Welche Ansätze wurden in der

Nachbarschaftshilfe bereits erprobt? Welche Hemmnisse können

auftreten? Neben dem kollegialen Austausch wird es in diesem Workshop

fachlichen Input von praxiserprobten Vertreterinnen und Vertretern aus

Nachbarschaftshilfeprojekten und einen Erfahrungsbericht aus dem

Bundesprogramm „Nachbarschaftshilfe und Soziale Dienstleistungen“

geben. Zudem gibt es die Möglichkeit in die konkrete Arbeit der

„Nachbarschaftshilfe Ahlener Süden“ zu „schnuppern“ und mit

Ehrenamtlichen aus dem Projekt ins Gespräch zu kommen.

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Fachgespräche

Fachgespräch für hauptamtlich / kommunal organisierte Seniorenbüros

Termin

Ort

Moderation

20. Juni 2013 / 11-16 Uhr

Dortmund

Reinhard Pohlmann, Seniorenbüros der Stadt Dortmund und Sprecher der

LaS NRW

N.N., VertreterInnen des MGEPA (angefragt)

Inhalt

u.a. Diskussion und Input zur Weiterentwicklung des Landespflegerechtes

und zur Reform des Wohn- und Teilhabegesetzes. Weiteres mögliches

Thema ist der Siebte Altenbericht der Bundesregierung zum Thema „Sorge

und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung

zukunftsfähiger Gemeinschaften“

Fachgespräch für ehrenamtlich organisierte Seniorenbüros

Termin

Ort

Moderation

Inhalte

23. Oktober 2013 / 11-16 Uhr

Greven

Ramona Geßler, Landesbüro LaS NRW und Herbert Kortmann,

Seniorenbüro Greven

u.a. Diskussion und Input zum Thema Aufbau und Absicherung verlässlicher

Strukturen unserer Arbeit vor Ort

Arbeitsgruppe

Der Prozess „Andere sind anders – ältere Lesben und Schwule in NRW“ wird in einer

Arbeitsgruppenbildung ab Frühjahr 2013 in Kooperation mit der Landesinitiative „Immer

dabei – ältere Lesben und Schwule“ fortgeführt.

Jahresfachtagung 2013

Die Jahresfachtagung findet am 17.04.2013 im Kulturzentrum „Depot“ in Dortmund statt.

Thema wird sein „Wohnquartiere für ein gutes Leben im Alter“.

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Kontakt

Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen

Landesbüro

c/o Seniorenbüro Ahlen

Wilhelmstr. 5 in 59227 Ahlen

Tel.: (02382) 94099714

Fax: (02382) 4028

E-Mail: info@las-nrw.de

www.las-nrw.de

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