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Psychische Belastungen beurteilen – aber wie? Eine betriebliche Handlungshilfe für Gefährdungsbeurteilungen

ein schlechtes Betriebsklima

sich häufende Beschwerden von KollegInnen

zunehmende Qualitätsprobleme

die Nichteinhaltung von Terminen

dauerhaft überlaufende Zeitkonten.

Dies alles sind Indikatoren, die Handlungsbedarf signalisieren.

Wirksame Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

sind durchaus in der Lage, solche Entwicklungen

zu stoppen, die zu Nachteilen sowohl für die Beschäftigten

als auch für den Betrieb führen.

2.3 Pilotierung der Gefährdungsbeurteilung

psychischer Belastungen

Gelegentlich bezieht sich die Kritik an der Gefährdungsbeurteilung

auf den zeitlichen und personellen Aufwand, der mit

ihrer Umsetzung verbunden ist. Hierbei ist zu beachten,

dass eine Pilotierung diesem Problem entgegenwirkt. Es

gibt mehrere Gründe und auch eine Reihe betrieblicher Erfahrungen,

die dafür sprechen, einzelne Betriebsbereiche,

Abteilungen o.ä. im Sinne einer Pilotierung für die Durchführung

der Gefährdungsbeurteilung auszuwählen (Abb.

rechts). Es gilt eigene Erfahrungen zu sammeln, Korrekturen

und Veränderungen vorzunehmen, bevor dann Schritt für

Schritt die Gefährdungsbeurteilung auch in weiteren Bereichen

und schließlich im ganzen Betrieb durchgeführt werden

kann.

Auch eine inhaltliche Schwerpunktsetzung (Abb. S. 9)kann

zu Beginn hilfreich sein: In ausgewählten Betriebsbereichen

nur Gefährdungen etwa aus betrieblich vereinbarten Arbeitszeitregelungen

zu ermitteln, könnte ein sinnvoller Einstieg

sein. (Auf eine Gesundheitsverträglichkeitsprüfung von

Arbeitszeiten zielt der Arbeitszeit-TÜV der IG Metall. Er ist ein

Fragebogen zur Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen

durch Arbeitszeitregelungen).

Vielleicht steht dieses (oder jenes) Problem im Betrieb eh

gerade an oder die Interessenvertretung will neben dem

sowieso üblichen Alltagsgeschäft hier einen inhaltlichen

Schwerpunkt setzen. Einer solchen Vorgehensweise steht

nichts im Wege, vorausgesetzt dass eine umfassende Gefährdungsbeurteilung

zumindest mittelfristig nicht aus dem

Blick gerät.

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