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- Entwicklungshilfe von 1990 bis 2011 rund US$ 20 Billion p.a. –

- Kosten innerafrikanischer Kriege in gleicher Größenordnung -

Afrikanische Realitäten 2012

� Staatsquoten im Vergleich

- 30.0 % Afrika

- 40.3 % USA

- 41.4 % Japan

- 44.5 % Deutschland

- 47.9 % UK

- 48.4 % EU

- 55.8 % Frankreich

� Bad Governance in Africa

- Willkür und Unterdrückung

- Korruption / Schweizer Konten

- Bildungsarmut / Inkompetenz

GOOD GOVERNANCE?

Soziale Absicherung

- Von Kinderbetreuung

bis zur

- Betreuung im Alter

Infrastrukturpolitik

- Vom Straßenbau

bis zu

- Internetanschluss

Wirtschaftspolitik

- Von Produktvielfalt

bis zu

- effiziente Verwaltung

Rechtsstaatlichkeit

- Von globalen

Recht-Standards

bis zu

- stabilem Bank- u.

Versicherungswesen

EUR 600 Mrd.

… und kaum

Fortschritte

Robert Solow. MIT, 1956:

� Produktionsfaktoren Arbeit

und Kapital erforderlich

� Aber Rest:

Totale Faktorproduktivität

= Technischer Fortschritt,

der zu Wohlstand führt

Rodrik, Havard, 2011:

� Unternehmen brauchen

Sicherheit und

Stabilität

� Reduzierung von Risiken

durch den Staat

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� Wirtschaftsphilosophie in Sub-Sahara-Africa

� African Share of Global Exports and FDI Inflows

� Reichtums-Paradoxon „Rohstoff Ressourcen“


Wirtschaftsphilosophie Sub-Sahara-Africa

… das Denken der Anderen!

Welche Berechtigung hat

der Westen, Afrika seine

rationale Nutzenoptimierung

aufzuzwingen?

� Afrikanische Wirtschaft besteht aus zwei nicht kompatiblen Systemen

- neo-liberal kapitalistisches System in den Städten … Milton Friedman v.a.

- ländliches System afrikanisch-traditioneller Werte (Zulu-Sprache: Ubuntu)

> typisch Swasiland (17.364 km², 847.000 Einwohner)

� Philosophische Idee von Ubuntu … zehn alt-ägyptische Tugenden … 10 Gebote

- Rechtschaffenheit gegenüber Anderem

> harmonische Balance mit dem Universum …Buddhismus?

- Kraft gegen das menschliche Chaos entwickeln

> innerer Balance stärken … Zen?

- Wirtschaftlicher Humanismus

> Einzelnen anvertrautes gemeinschaftliches Eigentum … Sozialismus?

� Banjul Menschenrechts-Charta 1986

- Privilegierte Stellung solidarischer Gemeinschaften vor dem Individuum

- Respekt vor afrikanischer Tradition und Unterschieden ethnischer Gruppen

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Stufen der wirtschaftlichen Entwicklung

- Lions on the Move -

� Economic Diversification on the road

- Côte d´Ivoire, Egypt, Namibia, Morocco, Tunisia …South Africa = 18% of Africa´s GDP

- Exportquote pro Kopf: US$ 1.100 bis 4.000 p.a.

- Geringe Volatilität GDP, profitieren vom Anschluss an die globalen Märkte

- Treiber: Ausländische Unternehmen … seit 2000 China mit US$ Billion

- Flexible Exchange Rate Regime!

� Transition to Diversified started (Developing Market)

- Camaroun, Ghana, Kenya, Mozambique, Senegal, Tanzania, Uganda, Zambia

- Exportquote pro Kopf: US$ 70 bis 800 p.a.

- Schwächen bei Industrieprodukten und Dienstleistungen

- Treiber: Schnell wachsende Wirtschaft, ausländische Unternehmen

- Change to Flexible Exchange Rate Regime?

� Pre-Transition (Emerging Market)

- Ethiopia, DRC, Madagascar, Mali (Nord / Süd), Sierra Leone … Sudan (Nord / Süd)

- Exportquote pro Kopf: US$ 50 bis 400 p.a.

- Problem: Starkes Wachstum, aber volatiles GDP w. schwacher Regierungen

- Fixed Exchange Rate Regime!

Quellen: Kenneth Rogoff, IWF 2004 und

McKinsey Global Institute, 2008

51.066 Singapur

29.256 Norwegen

14.474 Deutschland

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Informelle Wirtschaft

- Nur mit Schattenwirtschaft überlebensfähig -

Drei reale Lehrmeinungen haben sich herausgebildet

� Dualisten: Einkommen aus individuellen Aktivitäten für den Lebensunterhalt

� Legalisten: Mikro-Unternehmen sparen Kosten für staatliche Registrierung

� Strukturalisten: Zulieferer in der Produktionskette stärken Wettbewerbsfähigkeit

von Coca Cola, Unilever, Nestlé v.a.

> schaffen Arbeitsplätze … im Niedriglohnsektor (> / = 30 EUR p. m.)

Viele haben sich in der informellen Wirtschaft in Sub-Sahara-Africa eingerichtet

� 80% ArbeiterInnen in der informellen Wirtschaft auf dem Lande tätig,

� 60% der ArbeiterInnen in den Städten,

� 90% neuer Jobs entstehen in diesem Sektor

Mit Reverse-Innovation aus der Schattenwirtschaft (Vijay Govindarajan, USA 2011)

� Aus diesem Umfeld entstehen auch intelligente, preiswerte Innovationen

� Konkurrenz zu den teuren Produkten, die der Westen armen Ländern verkauft

- Beispiel: GE EKG Gerät in USA = US$ 10.000, GE in Indien = US$ 500 (1/20)

… von dort exportiert in alle Welt

Quelle: Keith Hart, 1973 v.a.

Schattenwirtschaft 2006 (BSP)

> 20% Italien, Portugal, Spanien

> 14% Deutschland

> 7% Schweiz , USA

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Entwicklungen auch bestimmt durch geografische Lage

- Die Nachteile wird man nur langfristig ändern können -

� Küstenferne Länder in Süd-Sahara Afrika sind ohne Anbindung an die Weltmärkte

- Fehlende Häfen, Straßen, Strom, Internet v.a.

… mit Port-Cities

… und zudem unverträgliche Klimazonen

Nord-Afrika

- Von Nord nach Süd:

Liberia

… Niger, Chad, Central African Rep., DR Congo, Mali, Zambia … Welthunger-Index

Ghana

Angola

Davon unabhängig erforderlich:

Süd-Afrika

Tansania

� Massive afrikanische Investments aus Erlösen von Rohstoffen Kenia

- Structural Adjustment Programs (SAPs) by IWF / World Bank

… nur bedingt hilfreich

> westliche Denke und Majorisierung durch Unternehmen!

- China ist seit 2000 mit viel Geld, rüden Methoden und eigenen Arbeitern vor Ort

… Thema am 24.05.12

� Voraussetzungen:

- Stopp der Ausfuhren von Rohstoffen und deren Weiterverarbeitung

außerhalb von Afrika, statt in Afrika

- Einstellen des Budget-Spendings und härteres Controlling von Entwicklungsprojekte

10/05/2012 Quellen: Paul Collier / Jeffrey Sachs, Oxford und Stiglitz, N.Y

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African Share of Global Exports and FDI Inflows

- Geringe Sparquoten erschweren eigenständige Kreditfinanzierungen -

%

6.0

5.5

5.0

4.5

4.0

3.5

3.0

2.5

2.0

1.5

1.0

0.5

0.0

2010

Export

2010

Foreign

Direct

Investment

2030

2030

Quelle: IFs Base Case, Version 6.37

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2050

2050

Zum

Vergleich

Exporte 2009

3.1% Afrika

8.7% USA

9.2% D

9.9% China

29.4% Asia

Quelle: WTO

� Der Mittelzufluss nach Afrika führt zu Investitionen

- Anstieg von US$ 15 Billion in 2000 … auf US$ 514 Billion in 2009 = Faktor 34

� Bis 2050 eine Verdoppelung auf ca. US$ 1 Trillion angenommen

� Viele FDI-Nutzer sind ausländische Unternehmen, die Rohstoffe exportieren

- Gewinne fließen nach USA, Europa, Asien,

- Rohstoffe im Ausland verarbeitet, gewinnbringend nach Afrika re-importiert


Intra-Regional Trade Flows

- Der Handel innerhalb Afrikas ist mit 12% viel zu niedrig -

Region 12.5% 25.0% 37.5% 50.0% 67.5% 80.0% 92.5% 100.0%

Western

Europe

Asia-

Pacific

Eastern

Europe

Latin

America

Africa

Middle

East

Intra

12%

Intra-regional Extra-regional

Handelspartner 2008 außerhalb von Afrika:

28% EU, 28% Asia, 15% North-America, 6% Middle East, 5% Latin-America, 6% Other = US$ 702 Bill.

� These: Fehlende Infrastrukturen, Rechtssicherheiten, Wirtschaftsunionen,

gemeinsame Sprache(n) reduzieren Handelsmöglichkeiten / Wohlstand

… vice versa

Quelle: McKinsey Global Institute „Lions on the Move“, 2008

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Afrikas Ressourcenfluch

- Finanzielle Entwicklungshilfen wären überhaupt nicht erforderlich -

� Anteile an der Welt - Produktion z.B.

- 21% Kohle Süd-Afrika v.a.

- 42% Gold u. Bauxite Ghana, Simbabwe, Südafrika

- 73% Platin Südafrika v.a.

- 88% Diamanten Simbabwe, Südafrika, Zaire v.a.

Plenty of BLOOD

- 95% Vanadium Südafrika v.a.

� Anteile am Welt - Export z.B.

- 69% Kakao Elfenbeinküste, Ghana v.a.

- 48% Kaffee Elfenbeinküste, Uganda v .a.

- 25% Tee Kenia, Malawi v.a.

- 17% Baumwolle Benin, Mali v.a.

Diamanten

Reserve in Mio. Karat:

- 25.9% DR Kongo

- 22.4% Botswana

- 12.1% Süd-Afrika

60.4%

- 16.4% Australien

- 6.9% Russland

Zum Vergleich:

Kakao

- 19% Indonesien

- 5% Brasilien

Kaffee

- 31% Honduras

- 11% Guatelama

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From Blood Diamonds to Kimberley Process

� The 5-Cs: Carat, Clarity, Color, Cut + Conflict as Synonym for Blood – Diamonds

- Definition: Traded by rebels to finance their wars against governments

> Angola, Côte d´ Ivoire, Sierra Leone, Liberia, DR Congo, Zimbabwe

� 2009 Retail Sales US$ 64 Billion

- Trading Centers: Antwerp (50% - 80%), London, Tel-Aviv, New York

- London counts for 80% of Rough … blood? …Diamonds

� Kimberley Process (KP)

- NGO Global Witness Campaign against Blood Diamonds in 1998

- UN Security Councel endorsed KPCS Resolution in 2002

- KP Certification Scheme (KBCS)

> Implementation Stage 01.2003 – 06.2005

� N.Y. Times Dec 5, 2011:

- NGO Global Witness quits Group on Blood Diamonds

- Zimbabwe exports diamonds from the Marange fields,

where widespread human rights ubuses by government … Back to 1998?

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Afrikas ICT Infrastructure

- Hoher Nachholbedarf in den ländlichen Gegenden Sub-Sahara Africa -

ICT Penetration Rates per 100 Inhabitants, 2008

ocker = Global; grau = Nord-Afrika; gelb = Sub-Sahara-Africa

100%

25

60

0% Internet Mobile Telephone Lines

Proportion of the Population Living in Sub-Sahara-Africa within Range of a GSM Mobile Network

100%

urban 90%

50%

0% 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

10/05/2012 13

18

rural 45%


• Nord-Afrika (Maschrek u. Maghreb)

Werden die Frühlinge nachhaltig sein,

so dass sich auch wirtschaftliche

Erfolge einstellen können?

• Sub-Sahara-Africa

Wird die Pluralisierung umgekehrt,

so dass lebensfähige Staaten

entstehen können?

� Gelingt es Afrika, seine Rohstoffe selbst abzubauen und weiterzuverarbeiten?

� Können die Erlöse von den Eliten zum Staatsbudget umgelenkt werden (EITI*)?

- Sozialsysteme nach europäischen oder us-amerikanischem Muster?

- Grenzüberschreitende Infrastrukturen über mehrere Klimazonen ausbauen?

- Entwicklung eines Mittelstandes als Perspektive für die Jugend?

- Ubuntu-Genossenschaften für alle Lebensbereiche?

- Entwaffnung der Warlords und Maßnahmen gegen Islamisierung?

� Last, but not least: Wo sind die visionären Führer in Afrika?

� Werden westliche Partner und Unternehmen mitspielen?

- Faire Geschäftspraktiken, Übernahme sozialer Verantwortung (Global Compact)?

- Neue Hoffnung durch Initiative von 55 Staaten:

> Open Government Partnership seit 11.2011 … USA, Dodd-Frank-Act?

10/05/2012 * Extractive IndustriesTransparency Initiative USA v.a.

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Literaturangaben (Uni Bibliotheken)

- The Peace and Security Council of the African Union – Sabelo Gumedze

ISBN 978-951-612-2 – 2011

- African Histories – Esperanzia Brizuela-Garcia

ISBN 978-0-13-615558-4 – 2012

- Blackness and the Color Black in the 20th-Century – Barabara Haider

ISBN 978-3-631-61962-9 – 2011

- The Legal Empowerment Agenda – Dan Banik

ISBN 978-1-4094-1119-2

- African Futures 2050 – Colliers, Hughes, Moyer

ISBN 978-1-920422-29-5

- Geologisches Jahrbuch, Reihe D, Heft 102 – Ressources of Africa

ISBN 0341-6429 – 1996

- Geologisches Jahrbuch, Reihe H, Heft 1 – Mineralische Rohstoffe Afrikas

ISBN 1431-5092 – 1996

- Towards an Interest-Free Islamic Economic System – Khan

ISBN 0-86037-155-1 – 1985

- Afrika - Kontinent der Kriege, Krisen, Konflikte – Kunst

ISBN 97-3-8288-9295-8 – 2007

- Afrika´s ICT Infrastructure – Williams, Mayer, Minges

eISBN 978-0-8213-8676-7 – 2011

- From Blood Diamonds to the Kimberley Process – Bieri

ISBN 978-0-7546-7990-5 – 2010

- African economic Humanism –Bhengu

ISBN 978-1-4094-0435-4 – 2011

- Globalization in Afrika – Carmody

ISBN 978-1-58826-740-5 – 2010

- A New Scramble for Africa – Carmody

ISBN 13-978-0-7456-4784-5 – 2011

- African Media and Democratization – Kalyango

ISBN 978-1-4331-1207-2 – 2011

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