Mountain Wilderness Rapport d'activités 2010

mountainwilderness.ch

Mountain Wilderness Rapport d'activités 2010

N r. 6 0 F r ü h l i n g | P r i n t e m p s 2 0 1 1

Mountain Wilderness

Tätigkeitsbericht 2010

Einladung zur Generalversammlung

Edition française

voir pages 15 – 19

Mountain Wilderness

Rapport d’activités 2010

Invitation à l’assemblée générale

1


Editorial

Von Kursabweichungen und Leitsternen

Um eine Organisation wie Mountain Wilderness

erfolgreich auf Kurs zu halten, arbeiten

wir vor allem mit zwei Werkzeugen. Einer -

seits planen wir, auf den Franken genau, das

nächste Jahr mit unserer Tätigkeitsplanung.

Dabei können wir uns auf unsere Erfahrungswerte

und auch auf die Routine abstützen.

Kleinere Kurskorrekturen sind jederzeit möglich

und die Auswirkungen meistens berechenbar.

Für langfristige Ziele braucht es andererseits

eine Strategie. Die strategische Planung ist

deshalb eine grössere Herausforderung, da sie

sich mit längeren Zeitabschnitten beschäftigt.

Die unbekannte Zukunft versucht man entweder

mittels Organisationsentwicklung zu planen

oder man richtet sich intuitiv nach Idealen

und Leitsternen aus. Beide Wege müssen sich

nicht widersprechen, sondern können sich sogar

gegenseitig ergänzen.

Für mich gleicht dies einem Zielen mit Pfeilen

im Nebel: Durch das Berücksichtigen von Seitenwind,

der Bogenstärke und der Erfahrung

der Schützin erhöht diese vermutlich ihre

Chancen, aber stets gibt es unbekannte Faktoren.

Eine spannende Aufgabe!

Mit diesem strategischen Prozess und vor allem

Ihrer Unterstützung erhält Mountain Wilderness

eine immer gewichtigere Stimme, die

zu einem effektiven Schutz der Wildnis beiträgt.

John Krebs, Präsident Mountain Wilderness

Agenda

23. März

Generalversammlung in Basel,

Programm und Anreise auf Seite 3

24. – 27. März

Schneeschuhtour:

Warme Wintersonne im Valsolda*.

2./3. April

Stop Heliskiing-Demo,

weitere Informationen unter

www.mountainwilderness.ch / Stop

Heliskiing, Demonstrationen, 2011

11. – 13. Juni

Klettern ohne Bohrhaken,

Kurs 1, Bergsee*.

16. – 19. Juni

Natour: kalbende Gletscher am Gauli*.

24. – 26. Juni

Klettern ohne Bohrhaken,

Kurs 1, Bergsee*.

25. – 28. Juni

Wandertour: Wildes Val Grande –

quer durch den Süden nach Norden*

* Mehr Infos unter

www.mountainwilderness.ch/touren/

gefuehrte-touren-und-kurse/

Als Mountain Wilderness-Mitglied erhalten

Sie Fr. 50.— Rabatt pro Tour oder Kurs.

mw impressum

Informationsbulletin | Bulletin d’infor mation

Mountain Wilderness Schweiz / Suisse

Schwarzenburgstrasse 11 | Postfach 413 | 3000 Bern 14

Tel. 031 372 30 00 (Zentrale) | Fax 031 372 30 52

Redaktion Priska Jost

GESTALTUNG | GRAFIQUE grafikwerkstatt upart, Bern

Titelbild | Couverture Marco Volken, Unterwegs zum

Leuggelstock, Glärnischmassiv GL

ÜBERSETZUNG | TRADUCTION: Bertrand Semelet

Auflage | Edition 6500 Ex.

Druck | Impression Vetter Druck AG, Thun

Jahresbeitrag | Cotisa TIon annuelle Fr. 60.–

Fr. 8.– der Spende / des Mitgliederbeitrags werden für das

Jahresabonnement der MountainWilderNews verwendet.

Erscheint 4x jährlich, geht an die Mitglieder und SpenderInnen

von Mountain Wilderness

2


Cette année l’assemblée générale se tiendra à Bâle.

Invitation à l’assemblée

générale 2011


Bio Bistro Transform des Bürgerspitals Basel,

Dornacherstrasse 192, 4053 Bâle

Quand

Mercredi 23 mars 2011, 19 heures

Ordre du jour

1. accueil, salutations et choix des décompteurs

2. procès-verbal de l’AG 2010

3. rapport d’activités et comptes 2010

4. proposition d’activités et budget 2011

5. élection du comité directeur et président

6. cotisations pour 2011

7. divers

Conférence

Après l'annonce

Les documents pour l’assemblée générales sont disponibles sur notre

site internet www.mountainwilderness.ch. Nous vous les fournissons

également volontiers sur demande.

Nous nous réjouissons de pouvoir vous rencontrer lors de l’AG 2011.

Inscription au moyen du talon ci-dessous ou par email à info@

mountainwilderness.ch.

Merci beaucoup.

Dieses Jahr findet unsere Generalversammlung in Basel statt.

Einladung zur Generalversammlung

2011

WO

Bio Bistro Transform des Bürgerspitals Basel,

Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

Wann

Mittwoch, 23. März 2011 um 19 Uhr

Traktanden

1. Begrüssung / Wahl der StimmenzählerInnen

2. Protokoll der Generalversammlung 2010

3. Tätigkeitsbericht und Jahresrechnung 2010

4. Tätigkeitsvorschläge und Budget 2011

5. Wahlen des Vorstandes / Präsident

6. Mitgliederbeiträge für 2011

7. Varia

Rahmenprogramm

Nach Ansage

Die Unterlagen zur Generalversammlung finden Sie unter

www.mountainwilderness.ch. Wir stellen sie Ihnen auf Anfrage sehr

gerne zu.

Es würde uns freuen, Sie an der Generalversammlung 2011

begrüssen zu dürfen.

Bitte Anmeldung mit Talon an unten stehende Adresse oder eine

Kurznachricht an info@mountainwilderness.ch.

Vielen Dank!

Transform

Anmeldung / Inscription

Name / Nom

Vorname / Prénom

Adresse / Adresse

Mit Bus Nr. 36 ab Schifflände Richtung Kleinhünigen bis zur Haltestelle «Bruderholzstrasse»

fahren. Wenige Schritte zur Kreuzung zurückgehen, rechts die Strasse überqueren, durch

den Durchgang ins Gundeldingerfeld und bis zum Gebäude von Transform gehen.



Mit Tram Nr. 15 bis zur Haltestelle «Bruderholzstrasse» fahren. Vis-a-vis durch den Durchgang

ins Gundeldingerfeld und bis zum Gebäude von Transform gehen.



Prendre le bus n° 36 depuis Schifflände en direction de Kleinhünigen et descendre à l'arrêt

«Bruderholzstrasse». Revenir un peu en direction du carrefour, puis traverser la rue à droite

et emprunter le passage menant à Gundeldingerfeld jusqu'au batiment de Transform.

Prendre le tram n° 15 jusqu'à l'arrêt «Bruderholzstrasse». Emprunter en face le passage

menant ä Gundeldingerfeld jusqu'au batiment de Transform.

Telefon / Téléfone

e-mail

Mountain Wilderness, Postfach 413, 3000 Bern 14

Fon 031 372 30 00 – Fax 031 372 30 52

3


Gemeinsam etwas bewirken – mit Planung und Weitsicht.

Foto: Katharina Conradin (Oberläger, oberhalb Grindelwald)

Verein

John Krebs

Vorstand und geschäftsstelle

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Jahresrückblick – Tätigkeitsplanung

Vorstand

Es freut mich, dass der gesamte Vorstand

mich so wohlwollend aufgenommen hat. Ich

muss schon sagen, es ist eine tolle und sehr

motivierte Gruppe von interessanten Persönlichkeiten.

Dies zeigt sich vor allem in regelmässigen

und engagierten Vorstandssitzungen

mit umfassenden Unterlagen, den pointierten

Rückmeldungen, aber auch beim

reibungslosen Bilden von Arbeitsgruppen. In

ausserordentlichen Sitzungen wurde auf inhaltliche

Arbeit Gewicht gelegt.

Im letzten Jahr war Mountain Wilderness

Schweiz Gastgeber des Treffens von Mountain

Wilderness International in Finhaut. Die Aussicht

auf die schneebedeckten Berge bildete

einen beruhigenden Gegenpol zu den lebhaft

geführten Diskussionen.

Im Vorstand haben wir eine Übergangslösung

für die Entlöhnung der MitarbeiterInnen erarbeitet

und umgesetzt. Im Jahr 2011 stellen wir

nun konkrete Richtlinien und Kriterien auf, damit

die gute Arbeit auch entsprechend entlöhnt

wird; immerhin arbeiteten unsere Leute

seit zehn Jahren ohne Lohnerhöhung. Ebenfalls

überarbeitet der Vorstand mehrere ältere

Papiere in Arbeitsgruppen.

Ausserdem planen wir eine längerfristige

Strategie (s. Editorial), damit wir auch in Zukunft

noch mehr für die Wildnis unserer Berge

bewirken können.


Verein

Elsbeth Flüeler

Moutain Wilderness kann nicht alle alpen relevanten Themen

selber abdecken. Deshalb schliessen wir uns diversen alpenweiten

Netzwerken an. Hier eine Auswahl der für das Jahr 2010 wichtigen

Zusammenarbeit.

Vernetzung

Geschäftsstelle

Elsbeth Flüeler

Die Geschäftsstelle in Bern war 2010 mit einem

gut eingespielten Team besetzt: Priska

Jost (Kommunikation & Fundraising), Esther

Hegglin (Bergsport & Wildnis), Tandiwe Erlmann

(Administration) und Elsbeth Flüeler

(Geschäftsleitung, Projekte Schutz der Wildnis).

Wir wurden durch die Praktikantin Rahel

Baumann (Praktikum) sowie die Zivildienstleistenden

Christof Meier-Oser, Jonas Schmid

und Yannic Bartolozzi unterstützt. Paul Drzimalla

setzte für uns die Homepage neu auf.

Das Engagement von Mountain Wilderness

wäre auch dieses Jahr nicht möglich, ohne die

Hilfe von vielen Freiwilligen. An dieser Stelle

ein grosses Dankeschön an alle. Namentlich

erwähnt seien hier:

– Rolf Meier: Er leitet seit Jahren die Kampagne

Stop Heliskiing mit enormen Fachwissen,

Beharrlichkeit und Engagement.

– Bernhard Batschelet: Einst unser Präsident,

hat er sich in den letzten Jahren als Delegierter

im Vorstand von Mountain Wilderness

Internatio nal für die Überarbeitung der Statuten

und eine Reorganisation unseres internationalen

Dachverbands stark gemacht.

– Geneviève Vuilleumier: Sie hat mit Hingabe

die Delegierten von Mountain Wilderness International

an der Generalversammlung 2010

in Finhaut (VS) verwöhnt.

Ein ebenso grosser Dank geht an die Regionalgruppen

Zentralschweiz und Zürich, sowie die

vielen Personen, die an unseren Aktionen, insbesondere

der Stop Heliskiing-Demo mitgemacht

haben. Reto Santschi und seinem Team

der Grafikwerkstatt upart möchten wir dafür

danken, dass sie für einen gepflegten Auftritt

von Mountain Wilderness sorgen. Herzlichen

Dank auch den vielen Personen, die vier Mal

unsere WilderNews auflegen. Und letztlich

möchten wir all jenen danken, die mit ihren

Meldungen, Rückmeldungen und Beobachtungen

dazu beigetragen haben, dass Mountain

Wilderness sich aktuell informiert und kompetent

beraten, für den Schutz der Wildnis und

einen naturverträglichen Bergsport einsetzen

konnte.

Cipra

Die Cipra setzt sich für die Alpenkonvention und die Umsetzung deren

Protokolle ein. Das Jahr 2010 begann jedoch wenig ermutigend. Im Dezember

2009 hatte der Nationalrat mit einer hauchdünnen Mehrheit

Nichteintreten auf die Ratifizierung der drei Protokolle Boden, Verkehr

und Tourismus beschlossen. Das Geschäft ging somit zurück in die parlamentarischen

Kommissionen beider Räte, um dann im September

2010 in einer durch die Bundesratswahlen aufgeheizten Stimmung mit

grosser Mehrheit endgültig begraben zu werden. Die Schweiz wird somit

2011 die Präsidentschaft der Alpenkonvention übernehmen, ohne

auch nur ein einziges Protokoll ratifiziert zu haben. Für die Cipra

Schweiz hat der Entscheid eine Neuorientierung zur Folge. Sie soll bis

im Frühling 2011 abgeschlossen sein.

ProMONT-BLANC

Bei ProMONT-BLANC, der Dachorganisation, die sich für den Schutz des

Mont-Blanc stark macht, herrscht Aufbruchstimmung. Anfang Mai hatte

ProMONT-BLANC mit dem dringenden «Appel pour le Mont-Blanc» einmal

mehr den festen Willen nach einer Welterbekandidatur des Mont-

Blanc bekräftigt.

Seither scheint das Anliegen bei den lokalen Politikern auf besseres Gehör

zu stossen. ProMONT-BLANC konnte Einsitz nehmen ins Gremium

der Umwelt-Experten für den «Zustandsbericht» des Mont-Blanc und

ist eingeladen in Zusammenarbeit mit den Gemeinde- und Wirtschaftsvertretern

die strategischen Ziele für den Mont-Blanc zu formulieren.

Gleichzeitig läuft ein aussichtsreicher Antrag zur Finanzierung eines

Netzwerks lokaler Gruppen und Vereine, die durch ProMONT-BLANC

über aktuelle Umwelt- und Entwicklungsfragen informiert und ausgebildet

werden sollen.

Barbara Ehringhaus ist für Mountain Wilderness Schweiz seit Jahren unermüdlich

und mit viel Engagement im Vorstand von ProMONT-BLANC.

Sie wurde im Frühling 2010 für ihr langjähriges, grosses Engagement

für das Dach der Alpen mit dem 1. Preis des internationalen Trophée de

Femmes der Umweltstiftung Yves Rocher ausgezeichnet. Herzliche Gratulation.

Auszeichnung für Engagement am Mont Blanc:

Barbara Ehringhaus (Mitte). Foto: Priska Jost

5


Kommunikation & Fundraising

Heliskiing ist überflüssig, umweltschädigend und

fehl am Platz.

Unterstützen Sie uns mit einer Mitgliedschaft!

www.mountainwilderness.ch

info@mountainwilderness.ch

Fon: 031 372 30 00 PC 20-5220-5

Neues Erscheinungsbild

Mountain Wilderness erhielt im 2010 ein

kleines Facelifting. Im laufenden Jahr wird

sich auch unsere Zeitschrift WilderNews im

neuen Look präsentieren.

Website

Die neue Website wurde Mitte Dezember

aufgeschaltet. Sie präsentiert sich mit moderner

Technik und einem bildhafteren Design.

Newsletter

Der Newsletter wurde im Juni technisch aktualisiert

und erhielt ein neues, frischeres

Erscheinungsbild. Er wurde im vergangenen

Jahr 6 x versandt.

WilderNews

Die Zeitschrift WilderNews erschien im letzten

Jahr 4 x. Die drei Themen-Schwerpunkte

waren «Wildnis vor der Haustüre», «Hängebrücken»,

«Raum für Wildnis» und eine

Ausgabe als Tätigkeitsbericht.

Inserate

Im vergangenen Jahr konnte Mountain Wilderness

7 Tausch-Inserate in Zeitschriften

oder Programmheften platzieren. Im Gegenzug

wur den in den WilderNews 20 Inserate

durch externe Inserenten geschaltet.

Medien

Mountain Wilderness erschien im Jahr 2010

rund 45 Mal in den Printmedien. Meist zitierte

Themen waren Heliskiing und das Spiel «Wild

im Schnee». Zur Einreichung der Petition «Kein

Heliskiing in der Schweiz» war Mountain Wilderness,

zusammen mit seinen Partnerorganisationen,

rund 38 Mal in den Medien (Print,

Fernsehen, Radio).

Mountain Wilderness in

Zahlen

Mitglieder und Gönner

Ende 2010 hat Mountain Wilderness rund 1400

Mitglieder. Das sind etwa gleich viele wie im

Vorjahr.

Das Spendenjahr war für Mountain Wilderness

erfolgreich. Die Einnahmen aus Spenden, Beiträgen,

Spendenmailings, projektbezogenen

Erträgen, öffentlichen Geldern und Merchandising

belaufen sich auf total CHF 345 590. Die

detaillierte, definitive Jahresrechnung wird

rechtzeitig zur Generalversammlung vorliegen

und kann auf unserer Homepage eingesehen

werden.

Fundraising / Legate

Mountain Wilderness will im nächsten Jahr

seine Einnahmen steigern. Um dieses Ziel zu

erreichen, wurde ein Fundraising- und Legate-

Konzept erstellt. Die Umsetzung dieser beiden

Konzepte stimmt uns für die Zukunft zuversichtlich.

Freiwillige

2010 haben die freiwilligen HelferInnen etliche

Arbeitsstunden für Mountain Wilderness geleistet.

Durch ihr Engagement als Übersetzer-

Innen, KorrekturleserInnen, FotografInnen etc.

haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass

wir uns weiterhin für die Erhaltung der Wildnis

einsetzen können. Für diese Unterstützung

möchten wir uns ganz herzlich bedanken!

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Ins_Grischunalpin_194x254mm.indd 1

Grischunalpin_Plakat_A2.indd 1

5.4.2010 14:01:01 Uhr

5.4.2010 13:20:25 Uhr


projektübersicht

Elsbeth Flüeler

Mountain Wilderness leistet seit Jahren

Widerstand gegen das Heliskiing.

Foto: Christian Huggel

Schutz der Wildnis

Immer leichter, immer schneller soll das Bergabenteuer sein. Mit Liften

und Gondeln, Strassen und Helikopter werden die Berge erschlossen,

wo Klettersteige, Hängebrücken und Plattformen Nervenkitzel und

Spass bringen sollen. Die Berge als lärmiger, grosser Funpark: Dagegen

wehren wir uns. Mountain Wilderness fragt: Was ist ökologisch

und landschaftlich vertretbar? Wo überwiegt das Interesse der Gesellschaft

nach ursprünglichen Berggebieten? Denn die Wildnis soll auch

für kommende Generationen erhalten bleiben. Sie hat in unserer hoch

technisierten Welt einen hohen Stellenwert.

Silence! – Ruhe und Stille in

den Bergen

Die Ruhe und Stille in den Bergen sind Teil einer

intakten, ursprünglichen Landschaft. Mit

seinen Silence!–Kampagnen wehrt sich Mountain

Wilderness gegen den übermässigen

Lärm von rein touristisch motivierten Flügen

und von motorisiertem Freizeitspass.

Stop Heliskiing

Heliskiing ist ein lärmiger Spass für einige Wenige

und ein Ärgernis für sehr Viele, die aus

eigener Kraft auf die Berge steigen. Im letzten

Jahr haben wir einmal mehr mit der Stop Heliskiing-Demo

auf unser Anliegen aufmerksam

gemacht. Gemeinsam mit VCS, Pro Natura und

WWF wurde eine Petition mit 14'000 Unterschriften

zur Abschaffung des Heliskiings und

die Aufhebung der Gebirgslandeplätze (GPL)

in den Schutzgebieten eingereicht. Gleichzeitig

nahmen wir an den Verhandlungen zu den

Gebirgslandeplätzen teil, welche die Frage des

Heliskiings regeln soll. Leider fiel der Entscheid

des Bundesrates zu den GLP im Raum

Zermatt gegen die Umwelt und für die wirtschaftlichen

Interessen des Kantons Wallis sowie

der Helikopterfirmen aus. Dies bedeutet

eine denkbar schlechte Ausgangslage für die

Verhandlungen des Heliskiings im Weltnaturerbe.

Mit unserem Engagement gegen das Heliskiing

konnten wir in folgenden Punkten einen

wesentlichen Beitrag leisten, dass die Berge

stiller werden:

– Die Zahl der Bergführer, die sich auf unserer

Homepage als Heliskiing-Gegner bekennen,

hat weiter zugenommen.

– Immer wieder beobachten wir Bergführer,

die sich zur Hütte fliegen lassen oder, welche

die Hochtour von einem GLP aus starten. Wir

konnten anhand eines konkreten Beispiels

die Diskussion dazu anregen und erreichten,

dass der Bergführerverband sich kritisch

äusserte.

– Die Monte Rosa-Hütte will ein Vorzeigemodell

für eine ökologische Hüttenzukunft sein

– und lädt illustre Gäste dank grosszügiger

Sondererlaubnis des BAZL per Helikopter

ein. Wir protestierten, was eine parlamentarische

Initiative zur Folge hatte.

– Mit der Aussenlandeverordnung (AuLaV) berücksichtigte

das BAZL die Fliegerinteressen

sehr viel stärker als die Umweltanliegen.

Mountain Wilderness lehnte den Entwurf der

Verordnung in dieser Form ab.

8


Stop Off-Road

Illegale Fahrten mit Motorschlitten und Quads

sind ein Problem. Mountain Wilderness beobachtet

die Entwicklung und greift bei Bedarf

ein. 2010 lag der Schwerpunkt in der Erweiterung

der Tessiner Kampagne gegen das illegale

Motorschlittenfahren. Seit 2005 gibt es

im Tessin eine entsprechende Verordnung,

trotzdem gibt es Übertretungen. Gemeinsam

mit lokalen Vertretern soll ein besserer Vollzug

erreicht werden.

Foto: Archiv MW

BMW am Flüelapass

Seit einigen Jahren ist der Schottensee auf

dem Flüelapass im Winter ein Schleudersee.

Wir haben uns in den vergangen Jahren dagegen

gewehrt. Leider genehmigte Regierungsrat

Engler kurz vor seinem Rücktritt die Nutzung

des Flüelapasses für weitere drei Jahre.

Mountain Wilderness bleibt jedoch dran. Ein

Erfolg verzeichneten wir hingegen in Glarus:

Das Gesuch für Schleudertrainings auf dem

Hinter Saggberg wurde auf Grund der Einsprache

von diversen Umweltorganisationen, u. a.

von Mountain Wilderness, zurückgezogen.

Rückbau zur Wildnis und

Stop dem Militär-Schrott

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit,

dass nicht mehr genutzte Anlagen rückgebaut

werden. In den Bergen trifft man aber auf touristische

oder militärische Objekte, die scheinbar

«vergessen» in den Bergen herumstehen.

Mountain Wilderness sucht die Verantwortlichen

und fordert den Rückbau. Andererseits

mahnen wir das Militär, die Munitionsrückstände

nach Schiessübungen konsequent aufzuräumen.

Rückbau zur Wildnis

Der Erfolg bei der Forderung nach dem Rückbau

von touristischen oder militärischen Anlagen

stellt sich nicht sofort ein. Dazu braucht es

ein gutes Mass an Beharrlichkeit und Geduld.

Bei den folgenden Objekten fordern wir den

Rückbau:

– Fondei: Die touristischen Anlagen wurden

rück gebaut. Zwei Betonpfeiler blieben stehen.

Foto: ©Yannic Bartolozzi – CEPV 2010

– Grande Dixence: Seit Ende der Bauarbeiten

bilden die Ruinen der ehemaligen Baustelle

von Pra Fleuri eine bizarre Kulisse.

– Region Andermatt: Das Militär hat sich weitgehend

aus der Region zurückgezogen. Was

mit den nicht unter Schutz gestellten Anlagen

passiert, steht nach wie vor in den Sternen.

Ausbau der Infrastruktur

in den Bergen

Der Ausbau der Berge geht weiter: Spassanlagen

wie Hängebrücken, Plattformen oder

Seilparks sollen dem Freizeitmenschen Natur

bieten. Doch statt echter Bergerlebnisse vermitteln

sie sanften Wohlfühl-Nervenkitzel. Andererseits

will die Politik die Stärkung der

Berggebiete fördern. Jedoch rührt sie heute im

Gegensatz zur Politik der vergangenen Jahre,

als die «Nachhaltige Entwicklung» in aller

Munde war, die Unterstützung der Resorts mit

der grossen Kelle an. Und letztlich sollen Wind

und Wasser zur Energiegewinnung genutzt

werden. Alles betrifft bisher ursprüngliche

Landschaften in den Bergen.

Hängebrücken und Plattformen,

neue SAC-Hütte im

Val Mora

Im letzten Jahr beschäftigten uns vor allem die

Hängebrücken in den Bergen. Mit der Mai-

Nummer der WilderNews machten wir auf den

neusten Trend aufmerksam und lancierten die

Diskussion nach einer sinnvollen Erschliessung

der Berge. Wo möglich wehrten wir uns mit

frühzeitigen Stellungnahmen, im Fall der Hängebrücke

über den Eissee (OW) auch mit einer

Einsprache. Gegen die Plattform am Stockhorn

erhob Mountain Wilderness Einsprache. Ausserdem

äussersten wir uns ablehnend gegen

die SAC-Ausbaupläne der Hütte im Val Mora.

Stop dem Schrott

Mountain Wilderness nahm nach fünfjähriger

Pause die Kampagne Stop dem Schrott wieder

Foto: Jonas Schmid

auf und besichtigte einige Zielgebiete von militärischen

Schiessübungen. Die Bilanz fiel

zwiespältig aus: Positiv bezüglich der Blindgänger

– durchzogen, was die Räumung der

Munitionsrückstände betrifft. Mountain Wilderness

traf die Verantwortlichen des VBS, um

mögliche Wege für eine Verbesserung der Situation

zu finden.

Foto: Andermatt_Swiss_Alps

Touristische Anlagen

Es sind weniger die Resorts selbst, als vielmehr

deren Auswirkungen auf Natur und

Landschaft rundherum, die Fragen aufwerfen.

Wie das Beispiel Andermatt zeigt mit gutem

Grund. Wir drängen, wo immer möglich darauf,

die Entwicklung zu konzentrieren und verteidigen

die ursprünglichen Landschaften.

Foto: Michael Gerber

Ausbau der erneuerbaren

Energiequellen in den Bergen

Wo Energie gewonnen wird, sollen alle Auswirkungen

auf Natur, Landschaft und Umwelt bes

tens untersucht und die nötigen Schutzmassnahmen

getroffen werden. Dieses Ziel möchten

wir auf dem Beschwerdeweg im Fall der

Windturbinen auf dem Schwyberg (FR) erreichen.

Ausserdem suchten wir bei diversen Gelegenheiten

sowohl den Dialog mit den Behörden

als auch mit den Betreibern und Vertretern

der Energiebranche.

9


Mit Respekt in die Berge –

Natur geniessen und schonen

Foto: Marco Volken (Vanil-Noir)

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Projektübersicht

Esther Hegglin

Bergsport & Wildnis

Bergsport und Wildnis vertragen sich gut, wenn Bergsportlerinnen und

Bergsportler mit Respekt «z’Berg» gehen. Wie Bergsport im Einklang

mit Natur und Wildnis aussieht, zeigen die diversen Projekte der Fachstelle

Bergsport & Wildnis. Die Projekte lassen sich unter den Stichworten

«in die Berge» und «in den Bergen» zusammenfassen. Zu einem

naturverträglichen Bergsport gehört die Anreise genau so dazu, wie ein

respektvoller Umgang mit Natur und Wildnis vor Ort. Dabei ist es Mountain

Wilderness ein Anliegen, dass Bergsportlerinnen und Bergsportler

nicht aus der Natur «herausgeschützt» werden. Die Bergsportfans sollen

sich vielmehr als Teil derselben verstehen und sich dementsprechend

verhalten: Wer die Schönheit der wilden Berge kennt und bestaunt,

lernt sie zu schätzen und zu schützen. Mit den Projekten Wild im

Schnee, AlpenTaxi, Keepwild! climbs und den Wildnis-Touren zeigt

Mountain Wilderness, wie ein rücksichtsvoller Bergsport aussieht und

schafft Dienstleistungen für die Bergsportlerinnen und Bergsportler,

die den naturverträglichen Bergsport praktizierbarer machen. Für das

Jahr 2010 hat die Fachstelle Bergsport & Wildnis zwei Schwerpunkte

gesetzt: Die Kampagne «Wild im Schnee» wurde mit dem neuen Lehrmittel

weiter ausgebaut. Das AlpenTaxi wurde neu überarbeitet.

Wild im Schnee

Die Kampagne «Wild im Schnee» bestand

bereits letzten Winter aus verschiedenen

Bestandteilen: Der Flyer «Wild im Schnee»,

den es auch in französisch und englisch

gibt, der Kurzfilm dazu für die Bildschirme

in den Skigebieten, das Weekend «Freeriden

in und mit der wilden Natur», das wir

gemeinsam mit Bergpunkt durchführen

und die Plattform www.wildruhe.ch, auf der

die Wildruhezonen der Schweiz ersichtlich

sind. Für 2010 waren die Erarbeitung eines

Lehrmittels für Schneesportlager und die

Ausweitung der Plattform www.wildruhe.ch

geplant. Das Lehrmittel «Wild im Schnee»

nahm einen grossen Teil des Jahres in Anspruch,

wobei das Lagerspiel pünktlich auf

Herbst 2010 fertig gestellt werden konnte.

Die Erweiterung der Plattform wildruhe.ch

wurde im Frühling 2010 in Angriff genommen.

Als jedoch klar wurde, dass das BAFU

und die Swisstopo quasi von offizieller

Seite eine solche Plattform auf diesen Winter

aufschalten werden, wurde das Projekt

eingestellt. Weil es wenig Sinn macht, mehrere

Webseiten mit den Wildruhezonen parallel

zu betreiben, hat Mountain Wilderness

den Namen wildruhe.ch dem BAFU übergeben.

Da die Nachfrage nach dem Flyer «Wild

im Schnee» nach wie vor hoch ist, wurde

der Flyer in seiner 4. Auflage für den Winter

2010/11 mit kleinen Anpassungen neu gedruckt.

Ausserdem gibt es den Flyer dank

der Zusammenarbeit mit Pro Natura Tessin

seit diesem Jahr neu auch in Italienisch.


Foto: Rahel Baumann (Alpentaxi in Oberrickenbach NW)

Foto: ©Yannic Bartolozzi – CEPV 2010

AlpenTaxi

Mountain Wilderness motiviert mit dem Projekt

ÖV & Alpinismus Bergsteigerinnen und

Bergsteiger, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

Mit dem AlpenTaxi bietet Mountain

Wilderness seit Jahren eine Dienstleistung an,

die den Bergsteigenden die Anreise mit dem

öffentlichen Verkehr erleichtert: Für die Kilometer

von der letzten ÖV-Haltestelle bis zum

Ausgangspunkt der Tour können die ÖV-Anreisenden

das AlpenTaxi bestellen. 2010 und

2011 soll deswegen dem AlpenTaxi mehr Platz

eingeräumt werden. Das AlpenTaxi wurde im

letzten Jahr komplett aktualisiert und tritt seit

Dezember 2010 mit einem neuen Erscheinungsbild

auf. Neu sind alle AlpenTaxi auf

einer Schweizerkarte verzeichnet. Die Informationen

zum einzelnen Taxiunternehmen

erscheinen beim Anklicken des jeweiligen

Icons. Dadurch ist die Plattform sehr viel nutzerfreundlicher

und spricht viel mehr Leute an.

Deshalb soll www.alpentaxi.ch 2011 noch bekannter

gemacht werden.

Wildnis-Touren

Auch 2010 hat Mountain Wilderness gemeinsam

mit Perpedes und Bergpunkt eine Reihe

verschiedener Angebote durchgeführt. Sei es

beim Freeriden, Clean-Climbing, Wildwandern

oder auf Schneeschuhtouren. Auf diesen Touren

erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

die Wildnis hautnah.

Keepwild! climbs

Mountain Wilderness ist es ein Anliegen, dass

in der Schweiz eine breite Kletterkultur möglich

ist. «Plaisir» (gut bis sehr gut abgesicherte

Touren) und «keepwild!climbs-Routen» (Routen,

die meist selbst abgesichert werden müssen)

oder deren Mischform sollen gleichberechtigt

nebeneinander vorkommen. Information

und Sensibilisierung der Aktiven sind

wichtig, damit eine massvolle Sanierungsbzw.

Erschliessungspraxis in den Schweizer

Alpen betrieben wird. Dabei geht es Mountain

Wilderness nicht darum, die eine oder andere

Kletterart schlecht zu machen. Die Vielfalt der

Kletterkultur sollte aber auch in der Schweiz

erhalten bleiben. In diesem Zusammenhang

soll ein Kodex zum Thema Sanieren und Erschliessen

unter Mitwirkung verschiedener

Vertreter entstehen.

Abseilen bei der keepwild! Erstbegehung (Clean

Climbing = ohne Bohrhaken) des Pizzo Cocco Ostgrat,

Verzasca, TI. Foto: Michael Kropac

11


Cascade du Forgeron. Kletterer:

Gregory Kaech.

Foto: Nicolas Zambetti

Tourentipp

Daniel Silbernagel

Skitouren und Eisklettern

im Reich der kleinen Berge

Foto: Daniel Silbernagel, topoverlag, www.topoverlag.ch

Kleine «Abenteuer» vor der

Haustüre

Trotz Klimaerwärmung hatte es in den letzten Jahren oft

Schnee im Jura. Man kann sogar sagen, dass die Verhältnisse

für Jura-Skitouren seit dem Winter 04 / 05 jeden

Winter ein paar Tage, Wochen oder gar Monate gut waren!

Nur sind diese Perioden meist kurz, und so gilt es,

als Jura-Tourengeher die günstigen Verhältnisse beim

Schopf zu packen (das Jura-Schneebulletin gibt darüber

Auskunft).

Mit der Kälte wächst auch das Eis. Noch schwieriger, als

die optimalen Verhältnisse für Jura-Skitouren zu erwischen,

ist es, optimale Eisbedingungen zu treffen. Die

Kälteperioden sind im Jura oft kurz und sobald Tauwetter

einsetzt, ist es bereits vorbei mit dem gefrorenen

Nass. Das Eisklettergebiet mit den meisten Möglichkeiten

im Jura ist das «Schelmenloch» mit den Reigoldswiler

Wasserfällen. In der welschen Schweiz gibt es einige

gute Gebiete mit vielen Möglichkeiten v. a. in der

Gorges de Court oder an den Wänden des Doubs. Es

gibt sie, die Eiszäpfen, auch vor der Haustüre!

Zurück zu den Skitouren: Um es gleich vorweg zu nehmen,

die einzelnen Tourenziele sind kürzer als in den

Alpen. Verbindet man jedoch einige dieser Juragipfel

miteinander, so wachsen die Ausflüge zu langen Tagesetappen

zusammen, und nicht selten fordert der

knietiefe Schnee auf den Anhöhen der Juralandschaft

einiges an Kraft und Kondition. Viele der Skitouren sind

landschaftlich spannende Überschreitungen, wo man

ohne viele Anreisekilometer erlebnisreiche Touren geniessen

kann. Streift das flache Licht im Januar die Hügellandschaften,

so erinnert dies stark an die Sagen

umsponnenen Landschaften Norwegens. Es ist ein ganz

besonderer Zauber, wenn die Bäume tief verschneit

sind, und der kalte Nordwind die Wolken verhangene

Landschaft aufreisst.

12

Viel Spass im Reich der kleinen Berge im Schnee oder

Eis!


Tipp JuraSkitour

Geitenberger Rundtour – leichte Jura-Skitour um

Reigoldswil

Ausgangspunkt ist das Dorf Reigoldswil. Auf dem

Weg zur Talstation der Wasserfallen Seilbahn, kommen

wir bei der Bäckerei und Wirtschaft Hartmann

vorbei. Ein Café und feines Gebäck laden ein, uns

nochmals kurz zu stärken und den Tag gemütlich zu

beginnen. Bei dieser Rundtour suchen wir nicht die

grossen Berge des kleinen Gebirge, sondern reizvolle

Täler und tolle Abfahrten.

Am Schluss hat man doch 1080 Hm Abfahrt in den

Beinen. Bei schönem Wetter schweift der Blick vom

Feldberg bis hin zu den Alpen.

Tourenbeschreibung

Aufstieg auf den Vogelberg 1204 m (Passwang)

[280 Hm]

Mit Seilbahn zur Bergstation und über die kleine

Mulde nach Westen zum Sattel P. 1152. Weiter über

den NE-Kamm des Passwang auf den höchsten

Punkt, den Vogelberg 1204m.

Abfahrt in das Bogental 774 m [430 Hm]

Vom Gipfel 100m nach Westen auf die Wiese. Nach

Nordwesten hinunter bis nach dem Haus. Kurz nach

rechts (Osten) durch den Wald und über Chliweidli

abwärts zu P. 830. Auf dem Weg ins Bogental bis P.

774, wo ein Weg nach Norden abzweigt.

Aufstieg zum Geitenberg P. 1132 m [430 Hm]

Auf diesem Weg bis zum Haus bei ca. 910 m und

nach Osten über Hundsmatt zu P. 1012. Von da auf

dem Wanderweg nach SO bis auf den Bergrücken

und über diesen nach Westen auf den Geitenberg.

Abfahrt nach St. Romai 680 m [450 Hm]

Nordwärts schwingen wir erst durch die Waldschneise,

dann über die Romaiweid bis zum Zaundurchschlupf

westlich des Muserhüttli. Nach der

kurzen Waldpassage folgt der bekannte rassige Hang

nach St. Romai hinab. Etwas vor den Häusern halten

wir nach rechts zum ansteigenden Weg.

Aufstieg zum Sattel bei P. 753 m [80 Hm]

Ein letztes Mal die Felle montieren und nach

Osten über den Weg zum kleinen Sattel P. 750.

Abfahrt nach Chilchli 546 m [200 Hm]

Immer linkshaltend dem Waldrand entlang zur

Talstation der Seilbahn.

Kurzinfo

Ausgangspunkt

Bergstation Wasserfallen 920 m

ÖV-Haltestelle

Reigoldswil Dorf [Kurs: Liestal – Reigoldswil]

ÖV-Verbindungen

Hinfahrt: Von Liestal mit dem Bus nach Reigoldswil.

Von dort zu Fuss in 10 Min. zur Tal station der

Seilbahn

Rückfahrt: Mit dem Bus nach Liestal (Reisezeit ab

Basel ca. 40 Min.)

Landeskarte

1087 Passwang

Tourendaten

Total Aufstieg: 720 Hm

Total Abfahrt: 1080 Hm

Aufstiege: 3 Abfahrten: 3

Zeit

3 – 4 h

Endpunkt Chilchli 546 m

(Talstation Seilbahn Wasserfallen)

Zu Fuss in 10 Min. nach Reigoldswil

35m

18m

Links

90°

40m

M5

Mitte

Tipp Eis KLETTERn

im Jura

Cascade du Forgeron / Undervelier (JU)

Eisklettermöglichkeit im welschen Jura

Angaben / Détails

Exposition: N

Koordinaten: 583.380 / 239.880

Höhe Einstieg: 540 müM.

LK / CN: 1105 Bellelay

Anzahl Routen: 3

70-85°

Zugang / Accès

Mit dem Zug nach Délemont – Bassecourt.

Postautokurs nach Soulce. Haltstelle Undervelier

Forges.

Zustieg / D’embarquement

Zu Fuss Richtung «Pilier du Forgeron» bis zu einem

kleinen See und Brücke.

Die Wasserfälle sind 10 m von der Strasse entfernt

gut sichtbar.

18m

Rechts

Besonderes / Spécial

Von rechts kann über eine Leiter die Umlenkung

erreicht werden. Weitere Möglichkeiten gibt es in

der Gorges du Pichoux.

Informationen / Gebietsführer

Schnee und Verhältnisse im Jura (Jura-Schneebulletin).

www.winterwelt-jura.ch

Skitouren- und Eiskletterführer Winterwelt Jura,

Infos: www.topoverlag.ch

Kartenzeichnung und Topo: © Daniel Silbernagel,

topoverlag.ch

13


Hirtenstock und Käsebrecher

Älplerinnen und Älpler im Portrait

drei fragen an...

Mountain Wilderness hat 1400 Mitglieder. Doch wer sind sie?

Hier stellen sie sich vor.

Heute: Markus Herren, Vater, Bergsteiger, Biker und Ingenieur

Hallo Markus Herren! Was ist dein Lebensmotto?

Mein Lebensmotto lässt sich nicht in einem Satz zusammenfassen. Ich

bewege mich gerne draussen, mit der Familie beim Wandern, mit

Freunden beim Bergsteigen oder auch alleine auf dem Mountain Bike.

Dabei geniesse ich vor allem die Einsamkeit in der Natur und finde

dabei einen Ausgleich zu meinem technischen Beruf. Ich mache mir

unterbewusst auch oft einen Sport daraus, kleine alltägliche Dinge

re ssourcenschonend und effizient umzusetzen. Das macht mir Spass.

Giorgio Hösli, Paul Hugentobler, Rüdiger Dilloo, Bettina Dyttrich,

Eva Schwegler, Katrenka Tanner

330 Seiten, 2 Kilo, geb., 260 x 240 mm, 470 Farb- u. Schwarzweissbilder

ISBN 978-3-033-02385-7, CHF 74.– EUR 54.–

inklusiv Buchzeichen mit Kuhhaaren

Anschauen + bestellen unter www.zalpverlag.ch

Was erhoffst du dir von deiner Mitgliedschaft bei Mountain

Wilderness?

Mountain Wilderness vertritt dieselben Werte, die auch mir wichtig

sind. Es geht darum zu zeigen, dass sich viele Menschen für einen

nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzen, ohne dabei die Lebenslust

zu verlieren. Wir sind ja keine Fundis, welche Nulltoleranz predigen,

sondern versuchen den vielfältigen Ansprüchen der Nutzniesser

der Natur gerecht zu werden. Der Alpenraum hat schliesslich niemand

für sich allein gepachtet und Toleranz steht allen gut an. Diese Gegend

ist so fantastisch, dass sie nicht ausschliesslich kommerziellen Zwecken

dienen soll. Dafür steht Mountain Wilderness ein, und dafür stehe

auch ich ein.

14

Was sind für dich die wichtigsten Zukunftsaufgaben?

Der Alpenraum wird immer intensiver und kommerzieller genutzt. Ich

finde, dass auch unsere Kinder in Zukunft die Möglichkeit haben sollen

Routen zu klettern, die sie selbst absichern müssen, in Hütten zu übernachten,

in denen kein 3-Gang-Menu serviert wird, auf Gipfel zu steigen,

ohne dass Heliskier bereits den Hang verspurt haben, einen Tag in

den Bergen zu wandern, ohne auf einen befestigten Wanderweg zu

kommen. Solche Möglichkeiten schwinden immer mehr und sind aber

unbedingt zu bewahren – und das nicht 5000 km entfernt oder in einigen

gepflegten Naturreservaten – sondern hier in unserer nächsten

Umgebung.

Vielen Dank für das Interview!

Mitmachen bei Mountain Wilderness:

www.mountainwilderness.ch/mitmachen

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Biologisch und fair gehandelt – und dazu ausschliesslich

unter Nutzung erneuerbarer Energien aus Wind und

Solarkraft (CO2 neutral) produziert.

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Editorial

Les espaces sauvages

sont notre orientation!

Photo: Marco Volken (Sciora,

Bergell, Graubünden)

John Krebs

Lignes-guide

et déviations

Pour piloter avec succès une organisation comme Mountain Wilderness,

nous travaillons avec deux types d’outils. L’année à venir est

budgétée au Franc près dans notre prévision d’activité, laquelle repose

sur l’expérience accumulée et une certaine routine. De petites

corrections restent bien sûr possibles mais leurs conséquences restent

du domaine de l’estimable.

Les objectifs à long terme requièrent à l’inverse une stratégie. La

plani fication stratégique est un vrai défi de par son horizon temporel

plus éloigné. On peut soit essayer de planifier un futur inconnu par un

développement organisationnel, ou bien s’orienter de manière plus

intuitive selon des idéaux et des lignes-guide. Ces deux approches ne

sont pas contradictoires mais peuvent au contraire se révéler complémentaires.

La meilleure analogie est pour moi celle du tir à l’arc dans le brouillard:

en tenant compte du vent latéral, de la rigidité de l’arc et de l’expérience

de celui ou de celle qui tire, les chances de succès augmentent

mais sans évacuer pour autant les facteurs d’incertitude. Une tâche

excitante!

Ce processus stratégique, mais aussi et avant tout votre soutien, donneront

à Mountain Wilderness plus de poids pour contribuer à une

protection efficace des espaces sauvages.

15


nos projets

Elsbeth Flüeler

Protection des

espaces sauvages

Photo: Gernot Böttinger

16

Toujours plus vite, toujours moins dur, ainsi devrait se résumer l’aventure

en montagne aujourd’hui. La montagne est domptée à coup de

remontées mécaniques, de routes et d’hélicoptères, lesquels permettent

à leur tour un accès rapide aux sensations fortes des Vias

Ferratas, ponts suspendus et autres plateformes surplombantes. La

montagne ravalée au rang de parc d’attractions: nous disons non. La

question posée par Mountain Wilderness: où se situent les limites du

responsable dans le domaine de l’écologie et des paysages? Où doit

prévaloir l’intérêt de la société pour des sites intacts? Car les espaces

sauvages doivent être préservés pour les générations futures – à fortiori

dans un monde de plus en plus technicisé.

Silence! – Le calme et la tranquillité

en montagne.

Le silence en montagne fait partie intégrante d’un paysage préservé.

Dans le cadre de sa campagne «Silence!», Mountain Wilderness lutte

contre la pollution sonore des vols touristiques et des loisirs motorisés.

Stop héliski

Loisir bruyant pour une petite minorité, l’héliski est une nuisance pour

tout ceux qui gravissent la montagne par leurs propres moyens. Au

cours de l’année écoulée, nous avons une nouvelle fois attiré l’attention

sur nos revendications. Avec la collaboration de l’ATE, de Pro Natura

et du WWF, une pétition de 14.000 signatures

en faveur de la suppression de l’héliski

et de la suspension des places de déposes

dans des zones classées a été rassemblée.

Nous avons également participé aux discussions

sur les places de dépose, laquelle devait

aussi traiter du sujet de l’héliski. La décision

du Conseil Fédéral quant aux places de dépose

dans la région de Zermatt a malheureusement

été prise en faveur des intérêts économiques

du Canton du Valais et des compagnies

d’hélicoptère et au détriment de l’environnement.

Ceci constitue hélas une mauvaise base

de départ en vue des négociations à venir sur

l’héliski à l’intérieur de la zone du Patrimoine

de l’Unesco.

Mais notre engagement ne se limite pas à la

question de l’héliski. Il inclue aussi les contributions

suivantes à une montagne moins

bruyante:

– Le nombre de guides qui affichent leur position

contre l’héliski sur notre site internet a

continué à progresser.


– Nous observons régulièrement des guides

qui se laissent transporter vers une cabane

en hélicoptère ou qui entreprennent une

course de haute montagne depuis un site de

dépose. Nous avons provoqué un débat

suite à un cas concret et amené l’association

des guides à prendre une position critique

sur le sujet.

– La cabane du Mont Rose se veut être le modèle

écologique à suivre pour les futurs refuges

de montagne – et n’hésite pourtant

pas à héliporter d’illustres visiteurs grâce à

une généreuse autorisation spéciale de

l’OFAC. Nous avons émis une protestation,

ce qui a donné lieu à une initiative parlementaire.

– L’ordonnance sur les atterrissages en campagne,

(OSAC) de l’OFAC fait la part belle aux

intérêts de l’aviation au détriment de l’environnement.

Mountain Wilderness a refusé

le premier jet de l’ordonnance sous cette

forme.

Stop Off-Road

L’utilisation illégale de motoneiges et de quads

cause problème. Mountain Wilderness reste

attentif au développement de la situation et

n’hésite pas à intervenir. En 2010, l’accent à été

mis sur l’élargissement de la campagne tessinoise

contre les abus des motoneiges. Une

ordonnance existe pourtant au Tessin depuis

2005, mais elle n’est pas toujours respectée.

La portée de notre action devrait être accrue

grâce à des correspondants locaux.

Photo: Archiv MW

Les BMW de la Flüela

Le lac du Schottensee, au Col de la Flüela (GR),

est depuis plusieurs années utilisé par un

constructeur automobile pour des tests de dérapage,

ce à quoi nous nous sommes toujours

opposés. Le Conseiller gouvernemental Engler

a prolongé le bail de 3 ans juste avant de se

retirer. Mais Mountain Wilderness ne lâche

pas prise. Bonne nouvelle par contre dans le

canton de Glarus: une demande similaire sur

la route du Hinter Saggberg a été retirée suite

aux recours de plusieurs organisations écologiques,

dont Mountain Wilderness.

Foto: ©Yannic Bartolozzi – CEPV 2010

Retour à la nature

Les démantèlements ne s’obtiennent jamais

tout seuls mais exigent une bonne dose de

persévérance. Nos exigences dans ce domaine

sont les suivantes:

– Fondei: les installations touristiques ont été

démontées, mais deux piliers de béton sont

encore en place.

– Grande Dixence: depuis la fin des travaux,

les ruines du chantier de Pra Fleuri enlaidissent

le paysage.

– Région d’Andermatt: l’armée s’est largement

retirée. L’avenir des installations qui n’ont

pas fait l’objet d’une protection reste ouvert.

Retour à la nature et halte

à la ferraille militaire

Il semble à priori évident de démanteler des

installations plus utilisées. En montagne, on

croise pourtant fréquemment des reliques

touristiques ou militaires qui semblent avoir

été «oubliées» sur place. Mountain Wilderness

recherche les responsables et exige leur démontage.

Nous incitons d’autre part l’armée à

nettoyer systématiquement ses résidus après

chaque exercice de tir.

Halte à la ferraille

Après une pause de cinq années, Mountain

Wilderness a relancé cette campagne et s’est

rendu sur quelques sites de tirs. Le bilan est

contrasté: positif pour ce qui est des éclats

d’obus, plus mitigé dans le domaine des

restes de munitions. Mountain Wilderness a

rencontré les responsables de l’Armée.

Nouveaux aménagements en

montagne

L’aménagement de la montagne se poursuit:

des équipements ludiques tels les ponts suspendus,

les plateformes au dessus du vide ou

les accro-branches sont supposés placer la

nature au milieu des loisirs. Mais il s’agit

davantage de sensations fortes à bon marché

que de véritables expériences du milieu montagnard.

D’autre part le monde politique

affiche désormais sa volonté de soutenir les

régions de montagne – mais au contraire du

«développement durable» qui était dans

toutes les bouches il y a quelques années, on

préfère aujourd’hui soutenir les stations à

grand renfort de moyens. Pour finir le vent et

l’eau doivent être également exploités à des

fins énergétiques. Tout ceci touche des sites

encore intacts jusqu’à aujourd’hui.

Installations touristiques

La question est moins celle des stations en

elles-mêmes que de leur impact sur la nature

et l’environnement aux alentours, comme le

montre bien l’exemple d’Andermatt. Nous

poussons toujours pour que les aménagements

restent concentrés afin de préserver

des sites encore intacts.

Accroissement des énergies

renouvelables en montagne

Les projets de développement dans ce domaine

doivent toujours faire l’objet d’une

étude d’impact approfondie sur la nature et

les paysages environnants, et le cas échéant

de mesures de protection. C’est tout le sens

de notre recours dans le cas des éoliennes du

Schwyberg (FR). Sur de nombreux dossiers,

nous avons à recherché en premier lieu le

dialogue avec les autorités d’un coté, et les

représentants de la filière énergétique de

l’autre.

Ponts suspendus et plateformes,

nouvelle cabane du

CAS dans le Val Mora

L’an passé ce sont avant tout les ponts suspendus

en montagne qui ont retenu notre

attention. Dans le numéro de Mai de Wilder-

News nous avons évoqué cette tendance et

lancé le débat sur un aménagement raisonné

du monde alpin. Là où c’était possible, nous

avons exprimé notre désaccord en prenant

dès le départ position, parfois même (comme

dans le cas du pont suspendu sur le Lac

d’Eissee, dans le canton d’Obwald) au moyen

d’un recours. Nous avons également déposé

un recours contre la plateforme suspendue du

Stockhorn (BE). Enfin nous nous sommes prononcés

contre les projets d’expansion de la

cabane CAS dans le Val Mora.

Photo: Marco Volken (Trift)

17


Gardons les montagnes ainsi.

Photo: Marco Volken (Spitzmeilen direction Tödi GL)

Nos Projets

18

Esther Hegglin

Sports de montagne et

espaces sauvages

Les sports de montagne et les espaces sauvages peuvent cohabiter

pacifiquement pour peu que les pratiquants approchent la montagne

avec un minimum de respect. Plusieurs projets de l’instance spécialisée

«Sports de montagne et espaces sauvages» en sont une bonne illustration.

Ces projets peuvent se résumer sous les 2 vocables de «partir

à la montagne» et «être en montagne». Une pratique durable des activités

de montagne inclue tout autant le mode de déplacement pour s’y

rendre que le respect de la nature sur place. Mountain Wilderness

cherche à éviter à tout prix que les alpinistes et randonneurs ne soient

exclus de la montagne pour des motifs de protection: les fans de montagne

doivent se percevoir eux même comme partie intégrante de ce

milieu et adapter leur comportement en conséquence: personne ne

saura aussi bien apprécier et protéger la montagne sauvage que celui

qui la connaît et s’émerveille de sa beauté. Au travers de ses projets

«Neige sauvage», «Taxis alpins», «Keepwild! Climbs» et de l’organisation

de sorties en milieu sauvage, Mountain Wilderness montre à quoi

peut ressembler une pratique respectueuse et propose des services

facilitant cette approche écologique de la randonnée et de l’alpinisme.

En 2010, notre instance «Sports de montagne et espaces sauvages» a

mis l’accent sur 2 thèmes: la campagne «Neige sauvage» a été élargie

grâce à de nouveaux supports pédagogiques, et l’annuaire des taxis

alpins a été remodelé.

Neige sauvage

La campagne «Neige sauvage» se composait

déjà, depuis l’hiver passé, de plusieurs éléments:

le dépliant «Neige sauvage», disponible

en trois langues allemand – français –

anglais, un court-métrage destiné aux écrans

dans les domaines skiables, le week-end

«Freeride dans et avec la nature» organisé

conjointement avec Bergpunkt, et la plateforme

www.wildruhe.ch qui recense les Zones

de Tranquillité en Suisse. Pour 2010, nous

avions prévu d’élaborer un support didactique

à l’attention des camps de ski et d’élargir la

plateforme www.wildruhe.ch. La produc tion

du support didactique «Neige sauvage» a

occupé une bonne partie de l’année mais ce

jeu de société a pu être achevé ponctuellement

à l’automne. L’élargissement de la plateforme

a démarré au printemps mais le projet a

été stoppé dès lors qu’il a été annoncé que

l’Office Fédéral de l’Environnement et Swisstopo

mettraient en place un site officiel pour

cet hiver. Le maintien en parallèle de deux

sites d’information sur les Zones de Tranquillité

n’ayant pas grand sens, Mountain Wilderness

a cédé l’adresse wildruhe.ch à l’OFEV.

Comme la demande pour le dépliant «Neige

sauvage» reste très soutenue, nous l’avons

réédité avec quelques petites adaptations

pour l’hiver 2010/2011. Grâce à la collaboration

de Pro Natura au Tessin, le dépliant est en

outre désormais disponible en italien.


Photo: Rahel Baumann (Taxi Alpin, Spiess, NW)

Photo: Michael Kropac (Val del Chignolasc, Vallemaggia, TI)

Taxis alpins

Avec son projet «Alpinisme et transports publics»,

Mountain Wilderness incite les pratiquants

à se rendre en montagne avec les transports

en commun. La liste des Taxis Alpins

tenue à jour par Mountain Wilderness facilite

l’approche en TC: les derniers kilomètres entre

l’arrêt de TC le plus proche et le départ de la

course peuvent être parcourus en faisant

appel à un prestataire local. Ce service continuera

donc à prendre de l’ampleur en 2011:

l’annuaire Taxis Alpins a été complètement

remis à jour au cours de l’année écoulée et

offre désormais une nouvelle présentation

dans laquelle tous les prestataires peuvent

être localisés au moyen d’un outil cartographique.

Les informations détaillées apparaissent

alors simplement en cliquant sur l’icône

correspondante. Le site www.alpentaxi.ch est

ainsi bien plus convivial, et il est prévu de le

faire davantage connaître en 2011.

Sorties sauvages

En 2010 Mountain Wilderness a continué à

proposer, en collaboration avec Perpedes et

Bergpunkt, toute une série de sorties de différentes

natures, freeride, escalade sur coinceurs,

randonnées hors sentiers ou circuits en

raquettes – les participants ont ainsi pu ressentir

sur le terrain ce que signifie vraiment le

«wilderness».

Keepwild! Climbs

Mountain Wilderness tient à préserver en

Suisse la diversité de la culture de l’escalade.

Des voies équipées «plaisir» (donc abondamment

sécurisées) et des itinéraires de style

«Keepwild! Climbs» (à protéger sur coinceurs),

ainsi que toutes les variantes intermédiaires,

tout cela doit avoir sa place sans que l’un ou

l’autre ne soit à diaboliser ou à privilégier. Un

travail d’information et de sensibilisation au

niveau des ouv reurs et des équipeurs est né-

cessaire pour qu’ouvertures et rééquipements

soient conduits de façon raisonnée. Il ne s’agit

en aucun cas au yeux de Mountain Wilderness

de glorifier l’un ou l’autre type de pratique,

mais de préserver la richesse de la grimpe en

Suisse. Un code de conduite quant aux ouvertures

et aux rééquipements devrait voir le jour

en collaboration avec les différentes parties

concernées.

A nous soutenant vous pourrez ainsi

profiter de montagnes intactes!

www.mountainwilderness.ch

info@mountainwilderness.ch

Fon: 031 372 30 00 PC 20-5220-5


Sicherheit

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Die Technologie von Lawinenverschütteten-Suchgeräten entscheidet

über Leben und Tod. Entsprechend wichtig sind folgende Features:

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Mehrfach-Verschütteten-Suche

Möglichst grosse Reichweite

Punktgenaue Ortung

Genügend Suchstreifenbreite

Einfache Bedienbarkeit

o Genauer, zuverlässiger Selbstcheck

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

o PiEPS iProbE 220cm

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welcher am Skistock befestigt

werden kann, um bei kritischen

Hangneigungen eine exakte

Messung durchzuführen.

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