Ausgabe U 4 - Dezember 2010 - Bürgerhospital Frankfurt

buergerhospital.ffm.de

Ausgabe U 4 - Dezember 2010 - Bürgerhospital Frankfurt

Rund ums

UhrTürmchen

und die

Clementine

Informationen aus dem Bürgerhospital Frankfurt und dem Clementine Kinderhospital, Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e. V.

2. Jahrgang Nr. 4 Dezember 2010

Erfolgreiche Bilanz

Krankenhausdirektor

Wolfgang Heyl

Attraktive Ausbildung

Zufriedene Schülerinnen

Wissenschaft und Praxis

Study Nurse

Heidrun Kufleitner


Liebe Leserinnen und Leser,

der Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser

feiert nun bald

seinen zweiten Geburtstag. Auch

dieses Jahr haben wir wieder große

Fortschritte gemacht. So ist es uns

gelungen, die Kinderaugenheilkunde

zu einer eigenen Klinik auszubauen.

Wir haben das Diabetes

Zentrum Rhein-Main gegründet, in

dem Clementine Kinderhospital und

Bürgerhospital ihre Kompetenzen

bündeln können. Das gute wirtschaftliche

Ergebnis der beiden

Häuser geht Hand in Hand mit der

erneut erfolgreichen Qualitätsprüfung,

der einige Bereiche unterzogen

wurden. Neue Wege gehen wir

in der Pflegeausbildung. In dieser

Ausgabe stellen wir Ihnen die

‚Operations-Technische-Assistenz'

vor, eine sehr vielfältige Tätigkeit

rund um die Operation.

Endlich können wir uns auch auf

sehr attraktive Weise im Internet

präsentieren. Beispiele unseres

Auftritts zeigen wir Ihnen am Ende

unserer Ausgabe.

Nach den vielen Anstrengungen

und erfolgreichen Neuerungen

haben wir uns alle eine erholsame

Weihnachtszeit verdient. Ich wünsche

Ihnen besinnliche Tage, einen

guten Rutsch ins neue Jahr und viel

Glück und Gesundheit.

Ihr

Wolfgang Heyl

Krankenhausdirektor

Aktuell

Klinik für Intensiv- und Beatmungsmedizin

Der Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser hat mit

einem zukunftsweisenden interdisziplinären Konzept die

Intensivmedizin im Haus neu strukturiert. Chefarzt der

neu gegründeten Klinik für Intensiv- und Beatmungsmedizin

ist Dr. med. Henry Schäfer. Die feierliche Einführung

war am 17. November 2010. Nach der Begrüßung

durch Dr. Kosta Schopow, dem Aufsichtsratsvorsitzenden

und Vorsitzenden der Administration der Dr. Senckenbergischen

Stiftung, stellten Prof. Alfred Hellstern, Chefarzt

der Medizinischen Klinik und Dr. Henry Schäfer die neue

Klinik vor. Weitere Redner waren Prof. Harald Klepzig

vom Klinikum Offenbach und der Ärztliche Direktor des

Bürgerhospitals, Dr. Wilfried Köhler.

Auch Professor Ulrich Gottstein, ehemaliger Chefarzt der Medizinischen Klink am

Bürgerhospital, kam um Dr. med. Henry Schäfer, dem neuen Chefarzt der Klinik für

Intensiv- und Beatmungsmedizin zu gratulieren. Foto Weber

Unser Titelbild

Neue Augenklinik: Der Chefarzt der

Augenklinik des Bürgerhospitals,

Privatdozent Dr. Oliver Schwenn

freut sich gemeinsam mit Dr. Kosta

Schopow, dem Aufsichtsratsvorsitzenden

des Vereins Frankfurter

Stiftungskrankenhäuser und

Prof. Dr. Lutz Welge-Lüßen, dem

Konsiliararzt des Bürgerhospitals,

über den neuen Chefarzt der Klinik

für Kinderaugenheilkunde, Schielbehandlung

und plastisch-rekonstruktive

Lidchirurgie Privatdozent

Dr. Marc Lüchtenberg (von links).

Foto: Roselieb

Impressum

V.i.S.d.P.: Wolfgang Heyl

Organisation

und Beratung: Harald Kieffer (kff)

Redaktion:

Andrea Decieux (ad)

Hildegard Reuter (hr)

Christine Schwarzbeck (cs)

Brigitte Seifried (bs)

Marion Weber (mw)

Christian-Dominik Möller (cdm)

Joachim Platz (jp)

Dr. Christoph Rietschel (cr)

Stefan Schuff (ss)

Satz/Druck:

Peter Kühne Verlag

Theodor-Heuss-Str. 11

63303 Dreieich

Anschrift der Redaktion:

Verein Frankfurter

Stiftungskrankenhäuser e.V.

Nibelungenallee 37-41

60318 Frankfurt am Main

Kto.Nr.: 203 562, Frankfurter

Sparkasse, BLZ: 500 502 01

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Aktuell

UhrTürmchen


Krankenhausdirektor Wolfgang Heyl kann gutes Jahresergebnis vermelden

„In kurzer Zeit sehr weit gekommen!“

kff - Die Fusion zwischen Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital zum Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser

besteht nun bereits im zweiten Jahr. Im Geschäftsbericht 2009 und in unserem Interview zeichnet der Krankenhausdirektor

Wolfgang Heyl ein differenziertes und insgesamt positives Bild der Entwicklung.

"Normalerweise benötigt eine Fusion

mindestens drei Jahre, um in den

Köpfen der Mitarbeiter anzukommen.

Bei uns ging das teilweise viel

schneller und vieles ist ausgesprochen

positiv. Natürlich sind die

Häuser noch nicht in allen Punkten

zusammengewachsen. Das war aber

in so kurzer Zeit auch nicht zu

erwarten. Bemerkenswerterweise

haben wir im ‚Verein Frankfurter

Stiftungskrankenhäuser' im Jahr

2009 ein über beide Standorte

hinweg gutes Jahresergebnis erzielt.

Darüber können wir uns freuen."

Als besonderen Anknüpfungspunkt

sieht Wolfgang Heyl die Neonatologische

Intensivstation im Bürgerhospital.

"Seit wir zusammengehören

hat sich die generelle Zusammenarbeit

und die Verlegung von Neugeborenen

auf die Stationen im Clementine

Kinderhospital problemlos

entwickelt." Auf anderen Gebieten

sei eine solche Entwicklung naturgemäß

nicht möglich. "Ein fachliches

Eigenleben beider Häuser ist ganz

normal. Das Bürger ist nur in Teilbereichen

für Kinder da, das Clementine

gar nicht für Erwachsene." Auch

Vorbehalte kennt Wolfgang Heyl aus

beiden Häusern. "Regeln werden

angepasst, Verfahren geändert, da

fühlt sich gelegentlich ein Haus als

Verlierer. Es gibt auch immer noch

Vergünstigungen, die nicht für beide

Häuser gelten. Kein Wunder also,

dass es im Alltag auch Unzufriedenheit

mit dem Zusammenschluss gibt.

Es kann zwei bis vier Jahre dauern,

bis derartige Ungleichheiten der

Vergangenheit angehören und die

Fusion endgültig in allen Köpfen

angekommen ist. " Als gutes Zeichen

sieht der Krankenhausdirektor die

Entwicklung bei der Personalvertretung.

"Dort scheint die Fusion sehr

gut gelungen. Die Arbeit dort ist

über beide Standorte vertrauensvoll

und konstruktiv. Das ist wichtig für

uns alle und dafür danke ich dem

Betriebsrat." Beispielhaft für die

insgesamt positive Bilanz beschreibt

Wolfgang Heyl im Geschäftsbericht

einige Fachbereiche.

Erfolgreiche Chirurgie im Bürger

"Die Chirurgische Klinik mit ihren

Fachbereichen Allgemein- und

Abdominalchirurgie, Endokrine

Chirurgie, Neugeborenen- und

Kinderchirurgie sowie Orthopädie

und Unfallchirurgie wurde zum

1. Juli 2008 in eigenständige Klinikbereiche

mit eigenen Chefärzten

umstrukturiert. Die positive Leistungsentwicklung

der Kliniken im

Vergleich zu den Vorjahren zeigt,

dass diese modernen Führungsstrukturen

erfolgreich sind. Seit Oktober

2008 besteht die Klinik für Gefäßchirurgie

mit Chefarzt Dr. Wolfgang

Berkhoff. Deren Leistungsspektrum

konnte zwischenzeitlich erweitert

werden, indem ein Konsiliararztvertrag

mit Professor Dr. med. Horst

Sievert für das Angebot interventioneller

gefäßchirurgischer Eingriffe

abgeschlossen wurde. An der

Schnittstelle zur Klinik für Diabetologie

und Ernährungsmedizin, die

Chefarzt Christian-Dominik Möller

leitet, wurde das Angiologisch-

Diabetologische Zentrum gegründet,

in dem Patienten auf hohem medizinischem

Niveau gemeinsam behandelt

werden.

Zentren ‚Diabetes' und ‚Perinatal'

Unter der Leitung von Chefarzt

Christian-Dominik Möller und in

Zusammenarbeit mit PD Dr. med.

Kay Latta, Chefarzt der Klinik für

Kinder- und Jugendmedizin, und PD

Dr. med. Franz Bahlmann, Chefarzt

der Frauenklinik, wurde im Mai 2010

das Kompetenzzentrum ‘Diabetes

Zentrum Rhein-Main’ gegründet

(siehe auch Artikel auf S. 9).

Die Frauenklinik und die Klinik für

Neonatologie erreichten im Oktober

2010 erneut den Status Perinatalzentrum

Level 1 (Strukturvoraussetzungen

für die Versorgung von

Risikoschwangerschaften und

kranken Früh- und Neugeborenen).

Aufgrund der stetig wachsenden

Zuweisung derartiger Schwangerschaften

besteht ein zunehmender

Engpass bei den Bettenkapazitäten

in der Frauenklinik (Erweiterung in

2011 geplant) und in der Klinik für

Neonatologie (derzeit 17 Betten,

Erweiterung in 2011 geplant).

Augenklinik führend

Einen weiteren Schritt bei der

Weiterentwicklung der auf dem

umkämpften Markt im Rhein-Main-

Gebiet ohnehin führenden Augenklinik

stellt das spezielle Angebot von

operativen Eingriffen bei Kindern

dar. Zum 1. Juli 2010 übernahm PD

Dr. med. Marc Lüchtenberg die

Leitung der explizit für ihn am

Bürgerhospital neu gegründeten

‘Klinik für Kinderaugenheilkunde,

Schielbehandlung und plastischrekonstruktive

Lidchirurgie’.

Verbesserungen in Anästhesie und

Zentral-OP

Dr. med. Hans-Jürgen Rapp, Chefarzt

der Anästhesie-Abteilung, setzte mit

unterschiedlichen Anästhesieverfahren

neue Impulse. Das Angebot

neuer Narkoseverfahren und umfangreicher

Schmerztherapien ist die

Grundlage für eine höhere Patientenzufriedenheit.

Die Anzahl der operativen Eingriffe

im Zentral-OP konnte in den vergangenen

Jahren und wiederum im

Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr

gesteigert werden. Zum 1. Januar

2010 wurde Herr Dr. Martin

Schweitzer, Facharzt für Anästhesie,

als OP-Manager zur Sicherung der

Planung und zur effizienten Verteilung

der Kernressource ‘OP-Saal’

verpflichtet. Aufgrund von Personalengpässen

in der Anästhesie-Abteilung

kann er seine Tätigkeit erst jetzt

zum 1. Dezember 2010 richtig

Clementine

Frankfurter Stiftungskrankenhäuser

3


eginnen. Bis dahin hat er in einem

sehr hohen Maß als Facharzt für

Anästhesie gearbeitet. Ziel seiner

Arbeit ist eine gleichmäßigere

Auslastung der OP-Säle und damit

einhergehend eine steigende Mitarbeiterzufriedenheit.

Führungswechsel im Röntgeninstitut

Dr. med. Christian Schmidt, der seit

April 1985 Chefarzt des Röntgeninstitutes

ist, wird Ende dieses Jahres

altersbedingt ausscheiden. Bis zur

für 2015/16 geplanten Errichtung

eines Funktionsgebäudes für den

gemeinsamen Betrieb von OP-Sälen,

Anästhesie- und Aufwachkapazitäten,

einem Labor, einer gemeinsamen

Radiologie sowie möglicherweise

weiterer Funktionsbereiche

konnte Dr. med. Riccarda Hornstein,

die seit 1986 im Bürgerhospital und

ab August 2006 als leitende Oberärztin

im Röntgeninstitut beschäftigt

ist, für die Interimsleitung des

Röntgeninstitutes gewonnen werden.

Neue Kinderdiabetologie im Clemi

Im Clementine Kinderhospital

wurden 2009 unterschiedliche

Konzepte zur Weiterentwicklung des

medizinischen Leistungsangebots

umgesetzt.

Ein wesentliches Ergebnis ist die

erfolgreiche Integration der ‚Station

zur weiteren Behandlung Neugebo

Krankenhausdirektor

Wolfgang Heyl (links,

hier im Gespräch mit

dem Ärztlichen

Direktor Dr. Wilfried

Köhler) kann für die

ersten beiden Jahre

eine positive Bilanz

für die Frankfurter

Stiftungskrankenhäuser

vermelden.

Foto: Roselieb

rener' am Clementine Kinderhospital

in den Behandlungsablauf des

Perinatalzentrums Level 1. Kranke

Früh- und Neugeborene werden

zunächst auf der Neonatologischen

Intensiv- und Überwachungsstation

am Bürgerhospital versorgt und bei

bestimmten Krankheitsbildern

anschließend in das Clementine

Kinderhospital zur weiteren Versorgung

verlegt. Nachdem in den

Jahren vor der Fusion die Krankenhäuser

die Kinder teilweise unabhängig

voneinander versorgt haben,

besteht nunmehr eine enge, vertrauensvolle

Zusammenarbeit. Die

medizinische Versorgungsqualität

hat sich hierdurch verbessert. Bereits

im Jahr 2009 geplant und seit

August 2010 in der Umsetzungsphase

ist die Etablierung der Kinderdiabetologie

am Standort Clementine

Kinderhospital. Mit diesem Angebot

wird eine medizinische Versorgungslücke

im Rhein-Main-Gebiet geschlossen.

Die Kinderdiabetologie ist

Bestandteil des "DiabetesZentrum

Rhein-Main".

Schreiambulanz gerettet und

Cafeteria eröffnet

Nach dem Auslaufen der Drittmittelfinanzierung

durch die Polytechnische

Gesellschaft und die Kinderhilfestiftung

konnte die Schreiambulanz

am Clementine Kinderhospital

aufgrund eines Aufsichtsratsbeschlusses

ab dem 1. September 2009

befristet für ein Jahr zu Lasten des

Krankenhausbetriebs fortgeführt

werden. Nun ist es erfreulicherweise

gelungen, eine neue Trägerschaft für

die Fortführung dieser wichtigen

Einrichtung zu finden.

Die Etablierung einer Cafeteria zur

Versorgung von Begleitpersonen

kranker Kinder ist ein weiterer

Baustein zur Verbesserung der

Servicequalität. Nach dem Abschluss

der Umbaumaßnahmen konnte am

15. April 2010 die Cafeteria in

Betrieb genommen werden. Die

Eltern kranker Kinder müssen nun

nicht mehr ein benachbartes Café

außerhalb des Clementine Kinderhospitals

aufsuchen.

Gute Gesamtbilanz, aber Belastungen

durch GKV-Reform

Mit der Gesamtbilanz beider Häuser

ist der Krankenhausdirektor insgesamt

zufrieden. "Der Verein hat ein

positives Ergebnis über beide Standorte

erwirtschaftet, und das bereits

im ersten Jahr der Fusion. Das ist ein

großer Erfolg." Immerhin wurden im

Jahr 2009 40 000 Patienten in den

beiden Häusern behandelt. Und so

wird es wohl weitergehen, obwohl

der Gesetzgeber den Krankenhäusern

wieder viel zumuten wird.

"Soweit wir es absehen können, sind

wir 2010 gut im Plan und wir erwarten

ein insgesamt ausgeglichenes

Ergebnis. Sorgen macht uns allerdings

die GKV-Finanzierungsreform.

Sie sieht vor, uns Mehrleistungen

nicht mehr voll zu vergüten, sondern

mit einem Abschlag zu versehen. So

wird die allgemeine Kostensteigerung

ins Krankenhaus zurück gedrückt.

Das kann schnell zu einer

Unterdeckung von Personal- und

Sachkosten führen. Nach unserer

Auffassung werden so die Krankenhäuser

unverhältnismäßig stark

belastet."

Allerdings weiß Wolfgang Heyl, dass

die beiden Häuser gut aufgestellt

sind. "Vor allem aufgrund der guten

und motivierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter werden wir das

überstehen. Sie lassen auch in

schwierigen Zeiten nicht nach, und

so können wir uns über gute Zahlen

in den beiden aktuellen Jahre freuen.

Dafür bin ich sehr dankbar."

4 Frankfurter Stiftungskrankenhäuser UhrTürmchen


PD Dr. Marc Lüchtenberg neuer Chefarzt für Kinderaugenheilkunde, Schielbehandlung und

plastisch-rekonstruktive Lidchirurgie

"Sehschwächen unbedingt im Kindesalter erkennen

und behandeln"

kff - Großer Bahnhof für eine ganz besondere Neuigkeit: Zur Einführung des neuen Chefarztes der Klinik für Kinderaugenheilkunde,

Schielbehandlung und plastisch-rekonstruktive Lidchirurgie, Privatdozent Dr. med. Dr. med. habil. Marc Lüchtenberg,

bot das Bürgerhospital ein ganz besonderes augenärztliches Symposium. Im Zentrum stand dabei die Diagnose und

Behandlung des Schielens im Kindesalter und die Beseitigung von Liddefekten. Dr. Lüchtenberg und Prof. Dr. Lutz Welge-

Lüßen, der Konsiliararzt des Bürgerhospitals, gaben dem Fachpublikum Einblick in wichtige Aspekte der Kinderaugenheilkunde

und der Lidchirurgie die, schmerzgeplagten Patientin nicht nur Linderung, sondern wieder eine völlig neue Lebensqualität

bringen wird.

Den Ausführungen des neuen

Chefarztes PD Dr. Marc Lüchtenberg

folgten gespannt Markus

Amberger, stellvertretender

Krankenhausdirektor, Wolfgang

Heyl, Krankenhausdirektor,

Dr. Kosta Schopow, Aufsichtsratsvorsitzenden

des Vereins

Frankfurter Stiftungskrankenhäuser

und PD Dr. Oliver Schwenn,

Chefarzt der Augenklinik.

Foto: Roselieb

Es war der ausdrückliche Wunsch

des Chefarztes der Augenklinik des

Bürgerhospitals, Privatdozent

Dr. med. Dr. med. habil. Oliver

Schwenn, neben den Krankheitsbildern

Glaukom (Grüner Star), Grauer

Star sowie Netzhaut-Glaskörper-

Erkrankungen auch der Kinderaugenheilkunde

mit Schielerkrankungen,

Erkrankungen der Lider und

der chirurgischen Therapie besonderen

Raum zu geben. Konsiliarisch

war im Bereich Kinderaugenheilkunde

seit Jahren Professor

Dr. med. Lutz Welge-Lüßen im

Bürgerhospital tätig. Für die Behandlung

dieser kindlichen Krankheitsbilder

eine eigene Klinik zu

gründen, erschien insbesondere

nach der Fusion des Bürgerhospitals

mit dem Clementine Kinderhospital

sinnvoll. "Mit Dr. Lüchtenberg

haben wir einen hervorragenden

Fachmann gewonnen", freut

sich Dr. Schwenn über den neuen

Chefarztkollegen. "Wir kennen uns

schon lange und arbeiten gerne

zusammen." Gemeinsam werden sie

nun das gesamte Fachgebiet der

Augenheilkunde abdecken. Während

Dr. Schwenn die Zuständigkeit

für die allgemeine Augenheilkunde

und das ‘Augeninnere’ hat, vertritt

Dr. Lüchtenberg die Kinderaugenheilkunde

und das äußere Auge

inklusive der Lidchirurgie mit den

‚Adnexen'.

Symposium zur Einführung

Das Interesse am neuen Chefarzt

und seinen Fachgebieten ist sehr

groß. So konnte Dr. Kosta Schopow,

der Aufsichtsratsvorsitzende des

Clementine

Augenklinik

5


Mit den neuesten Methoden kann

PD Dr. Marc Lüchtenberg seinen

vor allem jungen Patienten helfen.

Foto: Wäldele

Vereins Frankfurter Stiftungskrankenhäuser,

eine Vielzahl von Fachleuten

zum Augenärztlichen Symposium

begrüßen. Er betonte, dass

er stellvertretend für die Frankfurter

Stiftungskrankenhäuser froh sei,

Dr. Lüchtenberg für das Bürgerhospital

gewonnen zu haben.

Anschließend führte der neue

Chefarzt in der übervollen Kapelle

in die ‚konservative und operative

Therapie des Schielens im Kindesalter'

ein und betonte die Notwendigkeit,

diese Erkrankung möglichst

frühzeitig zu therapieren. Bei der

Bestimmung der Art des Schielens,

etwa ob ein Innen- oder Außenschielen

vorliege, könne aus einer

Vielzahl von Untersuchungstechniken

gewählt werden. Bei Babys und

ganz kleinen Kindern biete sich

etwa der Brückner-Durchleuchtungstest

an. Getestet wird u.a. die

Motilität (Beweglichkeit) der Augen,

die Sehschärfe und die Lichtreaktion.

Auch muss der Schielwinkel

bestimmt werden. Anschließend

können sich konservative Behandlungen,

wie etwa die Verordnung

einer Brille zur Korrektur oder das

Abkleben des gesunden Auges zur

Unterstützung des kranken Auges

anschließen. Indiziert werden könne

natürlich auch eine Augenmuskeloperation.

Dabei müsse zwischen

einer Frühoperation zwischen dem

6. und 24. Lebensmonat und einer

Spätoperation zwischen dem 32.

und 60. Lebensmonat unterschieden

werden. Der richtige Zeitpunkt

sollte anhand des entsprechenden

Krankheitsbildes, chirurgischer

Aspekte hinsichtlich des Wachstums

von Augapfel und Augenhöhle

(Bulbus und Orbita) oder des

Leidensdruckes des Patienten bzw.

der Eltern gewählt werden. Umfangreiche

vorbereitende Untersuchungen,

wie die Bestimmung des

Schielwinkels und ein Prismenaufbau,

sind nötig. Alles wird in einer

Fotodokumentation niedergelegt.

Diese Faktoren bestimmen auch das

zu wählende Operationsverfahren.

Beispielhaft erläuterte Dr. Lüchtenberg

Rücklagerungen, Verkürzen der

Muskeln und die Myopexie, bei der

der betroffene Muskel durch einen

Faden neu fixiert wird. Durch die so

erzielte Veränderung der Abrollstrecke

des Muskels kann das Schielen

behoben werden.

Heilung bei Außenschielen und

Liddefekten

Anlässlich des Symposiums stellte

der Konsiliararzt des Bürgerhopitals,

Prof. Dr. med. Lutz Welge-Lüßen,

eine interessante Kasuistik mit

Exodeviation (Außenschielen) vor.

Von der Anamnese über die Differenzialdiagnose

und die anschließende

Therapie beschrieb er diesen

bemerkenswerten Fall.

Das zweite Spezialgebiet des neuen

Chefarztes, die Lidchirurgie, stand

anschließend im Mittelpunkt.

Dr. Lüchtenberg führte ein in

verschiedene Techniken von ‚rekonstruktiven

Verschiebelappen zur

Deckung von Liddefekten’, deren

notwendige Nachsorge sowie

mögliche Komplikationen. Er erläuterte

die Verfahrensweisen bei den

‘Sandwich-Techniken’, der ‘Hughes-

Plastik' und des ‘Culter-Beard-

Oberlidersatzes'. Immer bildet die

operative Entfernung des kranken

Gewebes die Basis für die Heilung,

die Deckung der Defekte sowie die

kosmetische Korrektur bei den

Patienten.

Gespräch mit dem neuen Chefarzt

Schon früh begann sich Dr. Marc

Lüchtenberg für die Arbeit mit

Kindern zu interessieren. "Ich hatte

schon immer Lust, mit Kindern zu

arbeiten", erinnert er sich. "Von

Anfang an wollte ich eigentlich

Kinderarzt werden." Nach dem

Studium der Humanmedizin an der

Goethe-Universität kam er über

seine Doktorarbeit zur Augenheilkunde.

An der Augenklinik in Darmstadt

wurde sein Interesse an der

Lid- und Tränenwegschirugie

6 Augenklinik UhrTürmchen


geweckt. Es folgte der Wechsel an

das Universitätsklinikum in Frankfurt,

wo er 2003 die Leitung der

Abteilung für Kinderaugenheilkunde

übernehmen konnte. "Nun

arbeite ich seit zehn Jahren mit

Kindern", freut sich Lüchtenberg

heute. "Und das will ich hier im

Bürgerhospital fortsetzen. Die

Universitätskliniken habe ich unbedrängt

verlassen, um hier einen

neuen Schwerpunkt aufzubauen.

Besonders reizvoll finde ich die

enge Verbindung zum Clementine

Kinderhospital. Außerdem freue ich

mich sehr auf die interdisziplinäre

Zusammenarbeit."

Tolle Aufnahme im Bürgerhospital

Im Bürgerhospital wurde er sehr

offen und gut aufgenommen. "Hier

sind alle sehr freundlich und extrem

hilfsbereit", freut sich Lüchtenberg.

Gerade die Unterstützung beim

Ausbau und Bezug der neuen

Räume hat ihn besonders beeindruckt.

"Von Anfang an hatte ich

viel Unterstützung von

Dr. Schwenn, Frau Holtmann, Frau

Feick, Frau Weber, Herrn Drissler,

Herrn Vischer und vielen anderen

guten Engeln. Sie haben trotz der

Enge schnell sehr viel aus den

neuen Räumen gemacht. "

Um sofort durchstarten zu können,

hat Dr. Lüchtenberg gemeinsam mit

seinem engsten Team gewechselt.

Seine Sekretärin Kirsten Krüger

sowie die Orthoptistin Judith

Schrauth sind mit ihrem Chef in die

neuen Räume in der Augenklinik im

3. Stock des Bürgerhospitals eingezogen.

Ergänzt wird das Team von

der Orthoptistin Gabriele Weingärtner,

die seit zehn Jahren im Bürgerhospital

auf dem Gebiet der Schieldiagnostik

tätig ist.

Schwenn und Lüchtenberg haben

viel vor

Über einen Mangel an Arbeit

werden sie sich im Kontext von

Clementine Kinderhospital, Neonatologie,

sehr geburtenstarker Gynäkologie

sowie renommierter Kinderchirurgie

im Bürgerhospital nicht

beklagen müssen. "Viele Kinder

leiden unter Sehfehlern, die allerdings

häufig nicht früh erkannt

werden. Oft bemerken weder die

Eltern noch das Kind den Defekt",

erläutert Lüchtenberg. "Doch gerade

im Baby- und Kindesalter lassen

sich viele Sehfehler leicht korrigieren".

So müsse man bereits sehr

früh genau hinsehen, um unseren

kleinen Patienten schnellstmöglich

zu helfen und Fehhlsichtigkeiten,

Schielen und Netzhautprobleme

prompt zu beheben. Oft haben wir

schon viel Erfolg mit einer konservativen

Behandlung, die die Sehentwicklung

im Gehirn forciert."

Mittel hierzu ist etwa eine Babybrille,

durch die die Babys besser sehen

können. Auch das ‘faule Auge' kann

in diesem Alter wirksam therapiert

werden. Hier hilft oft nur ein konsequentes

Abkleben des gesunden

Auges, um das schwache Auge zu

aktivieren. "Manchmal ist es unumgänglich,

frühzeitig zu operieren,

vor allem wenn die Stellungsfehler

extrem sind", beschreibt Dr. Lüchtenberg

die gesamte Bandbreite der

Schielbehandlungen. "Häufig

warten wir mit einer Schieloperation

bis zur Einschulung, da bei

älteren Kindern die Mitarbeit und

die Messgenauigkeit größer ist."

Der Chef der Augenklinik, Dr. Oliver

Schwenn, ist froh über diesen

immensen fachlichen Zuwachs im

Bürgerhospital. "Wir haben viel vor.

Unsere Kooperation ist auf die

nächsten 20 Jahre angelegt",

erläutert Schwenn die Pläne. "Die

neu gegründete Abteilung folgt den

real gelebten Abläufen. Dafür gebe

ich gerne Kompetenzen ab." Und so

verfügt das Bürgerhospital nun

über zwei Chefärzte, einen in der

Augenklinik und einen für die

Kinderaugenklinik, die den Anforderungen

der modernen Zeit mit breit

gefächerten Kompetenzen gerecht

werden können.

Gemeinsam haben sie viel vor:

Der Chefarzt der Augenklinik,

PD Dr. Oliver Schwenn (rechts)

und sein Wunschpartner PD

Dr. Marc Lüchtenberg, der in

Zukunft unter anderem den

Schwerpunkt Kinderaugenheilkunde

ausbauen will. Foto: Roselieb

Clementine

Augenklinik

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Study Nurse Heidrun Kufleitner zwischen Wissenschaft und Praxis

Ständige Qualitätssteigerung für die Patienten

kff - "Uns geht es vor allem darum, die Qualität für die Patienten zu verbessern. Die Grundfrage ist immer: Wie hilft man

Patienten am besten?" Heidrun-Eva Kufleitner sieht eine große Verantwortung in ihrer Aufgabe. Als Study Nurse arbeitet

die 29-Jährige eng mit dem Schilddrüsenspezialisten Chefarzt Dr. Christian Vorländer, dem Leiter der Klinik für Endokrine

Chirurgie zusammen. "Wir sehen hier sehr viele Patienten und wollen durch unsere Studien und deren Dokumentation die

Behandlungen verbessern."

Heidrun-Eva Kufleitner ist eine von

mehreren ‚Studienassistentinnen'

(so der deutsche Begriff), die es im

Bürgerhospital gibt. Sie dokumentiert

die Krankheitsverläufe der

Patienten, erfasst die Diagnosen,

die Therapien und deren Ergebnisse

und liefert damit die Basis für die

grundsätzliche Erforschung von

Krankheiten und deren Heilung.

Ebenfalls als Study Nurse tätig ist

Bianca Laibach in der Klinik für

Diabetologie und Ernährungsmedizin.

Zurzeit elf Studien

"Es war die Idee des ehemaligen

Chefarztes der Chirurgie, Professor

Wahl", erinnert sie sich. "Mittlerweile

haben wir eines der größten

Schilddrüsenkarzinom-Register in

Deutschland." Zurzeit betreut sie

neun Verlaufsstudien im Bereich

der Schilddrüsenchirurgie, eine

Darmkarzinomstudie für das Darmzentrum

und eine Internistische

Studie für die Senckenbergische

Stiftung. "Auf unseren Stationen

können wir den Verlauf der Genesung,

und Behandlungsmethoden

sehr gut beobachten."

Der Study Nurse kommt hier vor

allem die Aufgabe der Dokumentation

zu. Und das mit einem klaren

Ziel. "Aufgrund unserer Erfahrungen

können wir Operationen im

richtigen Umfang und zum richtigen

Zeitpunkt planen." Ein weiteres

Beispiel ist die Untersuchung der

Ultraschallelastographie der Schilddrüse,

die Hinweise auf die Dignität

von Schilddrüsenknoten liefern

kann So können bspw. Schilddrüsenpunktionen

(Entnahme einer

Probe aus der Schilddrüse) vermieden

oder gezielter eingesetzt

werden.

Sicherheit und Qualität durch

Information

Etwa 1200 Operationen der Schilddrüse

jährlich ermöglichen dem

Team um Dr. Vorländer weitgehende

Erkenntnisse zur Wirkungsweise

ihrer Arbeit, so zum Beispiel zu den

schonenden Verfahren der minimalinvasiven

Operationen. Im Ärzteteam

werden die erforderlichen

Operationsverfahren für jeden

Einzelfall ausgewählt. Die Study

Nurse Heidrun-Eva Kufleitner

organisiert die Kommunikation

zwischen den beteiligten Stellen im

Haus und den Patienten, indem sie

z.B. die Unterlagen der Schilddrüsensprechstunde,

wie Arztberichte

oder etwa Laborergebnisse an die

Stationen weiter gibt. Sie telefoniert

mit Patienten und erfährt so

auch den postoperativen Verlauf

nach dem Krankenhaus. "Diese

Der Kontakt mit dem Alltagsbetrieb

ist ihr sehr wichtig: Study

Nurse Heidrun Kufleitner

organisiert die Schilddrüsenambulanz

(hier bei der Patientenannahme

mit Sabine Krannich) und

wenn dringender Bedarf besteht,

dann springt sie auch auf den

Stationen ein. Fotos: Roselieb

8 Chirurgie UhrTürmchen


FIm Bereich der Schilddrüsenchirurgie organisiert Study Nurse Heidrun Kufleitner die Kommunikation

zwischen den beteiligten Stellen im Haus, sie dokumentiert die Verläufe und begleitet zahlreiche

Studien.

systematische Sicherung von

Informationen steigert die Qualität

unserer Arbeit." Neben der grundlegenden

Dokumentations-Tätigkeit

kümmert sie sich auch um spezielle

Anforderungen. Sie bereitet wissenschaftliche

Veranstaltungen vor,

zurzeit etwa das wöchentlich

stattfindende Kolloquium mit

Onkologen, Gastroenterologen,

Chirurgen und Gynäkologen.

Sensibler Rat der erfahrenen Krankenschwester

Auf keinen Fall will sie den Kontakt

mit den Kollegen der Stationen

verlieren. "Das ist mir sehr wichtig".

Schließlich ist sie vom Fach. 1999

hat sie ihre Ausbildung als Krankenschwester

im Diakonieverein

Berlin-Zehlendorf hier im Haus

begonnen und 2002 das Examen

erfolgreich bestanden. Bis 2008 war

sie auf der chirurgischen Station

N 2 tätig. In diesem Jahr begann

ihre Tätigkeit als Study Nurse in der

Chirurgischen Klinik. "Ich finde es

sehr reizvoll, diese zusätzliche

Aufgabe zu haben. Durch die

Anforderungen aus der Chirurgie

und der inneren Medizin ist die

Tätigkeit sehr abwechslungsreich."

Besonders der Kontakt zu den

Patienten ist Heidrun-Eva Kufleitner

wichtig. Bei den Terminanmeldungen

ist nicht immer nur der

"normale" Kalte Knoten das Thema,

sondern auch die Diagnose Krebs.

"Bei den Gesprächen versuche ich

den Patienten die Angst vor der OP

zu nehmen und kann Ihnen dank

meiner Tätigkeit als Study Nurse

und Krankenschwester den Ablauf

im Krankenhaus und manchmal

darüber hinaus erklären. Das beruhigt

viele, das freut mich dann."

Besonders schön ist es für sie, wenn

sie gerade diese Patienten nach

ihrer Genesung persönlich kennen

lernt. Dann sieht sie auch noch mal

den Menschen hinter der Stimme.

"Das gibt mir viel Freude im Beruf."

Neues DiabetesZentrum Rhein-Main

Experten am Bürgerhospital und Clementine

Kinderhospital arbeiten Hand in Hand

bs - Seit August haben die Frankfurter Stiftungskrankenhäuser Bürgerhospital Frankfurt und Clementine Kinderhospital ein

neues Zentrum für die Behandlung sämtlicher Formen des Diabetes mellitus (Typ-1, Typ-2 und Gestationsdiabetes - dem

Schwangerschaftsdiabetes). Das DiabetesZentrum Rhein-Main vernetzt die bereits bestehenden Kompetenzen der Schwangeren-,

Kinder- und Erwachsenendiabetologie und gewährleistet somit die ganzheitliche Betreuung an Diabetes Erkrankter

durch ein erfahrenes Team aus Diabetologen und Diabetesberaterinnen von der Geburt bis ins Alter. Mit der Fusion der

beiden Häuser Clementine Kinderhospital und Bürgerhospital Frankfurt Anfang 2009 wurde die Voraussetzung dieser

Zusammenarbeit geschaffen.

Die Leitung des Zentrums übernimmt

Christian-Dominik Möller,

Chefarzt der Klinik für Diabetologie

und Ernährungsmedizin am Bürgerhospital

Frankfurt. Zu seinem Team

gehören die Gynäkologin Dr. Ulrike

Emde und der Kinderarzt Sekim

Khodaverdi, der seit August die

neue Diabetes-Ambulanz am Clementine

Kinderhospital leitet. Ziel

des Zentrums ist nicht nur die enge

Zusammenarbeit der jeweiligen

Fachabteilungen der beiden Krankenhäuser,

sondern auch eine

intensivere Kooperation mit niedergelassenen

Diabetologen, Gynäkologen,

Kinder- und Hausärzten der

Region.

Hohe Dunkelziffer

In Deutschland sind etwa 10 Prozent

der 20- bis 79-Jährigen an

Diabetes mellitus Typ-1 oder Typ-2

erkrankt. Zusätzlich gehen Experten

von einer sehr hohen Dunkelziffer

Clementine

Chirurgie/Diabetologie

9


noch nicht erkannter Diabetiker

aus. Wegen der großen Zahl der

Patienten und der zahlreichen

Folge- und Begleiterkrankungen

wie Herz-Kreislauferkrankungen,

Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen,

Augenerkrankungen und

Amputationen zählt diese Erkrankung

heute zu den großen Aufgaben

in der Medizin. Trotzdem wird

Diabetes häufig nur zufällig entdeckt.

Denn erhöhte Blutzuckerwerte

verursachen oft lange Zeit

wenige oder gar keine Beschwerden

- vor allem beim Typ-2-Diabetes -

der häufigsten Form der Zuckerkrankheit.

Große Gefahr bei

Gestationsdiabetes

Rund 12 Prozent der Schwangeren,

die im Bürgerhospital entbinden,

sind von einem Gestationsdiabetes

betroffen. Beim typischen Gestationsdiabetes

tritt nach der Geburt

bei den meisten Frauen wieder ein

normaler Zuckerstoffwechsel auf.

Die Gefahr, später an einem Typ-2-

Diabetes zu erkranken, ist allerdings

sehr hoch. Unbehandelt sind die

Folgen auch für die Neugeborenen

sehr groß, betont Dr. Ulrike Emde,

die seit 2004 eine Sprechstunde für

Gestationsdiabetes am Bürgerhospital

anbietet. Übergewicht und

Schäden an Herz und Leber der

Kinder sind in der Regel die Folge

eines unbehandelten Gestationsdiabetes

sowie die Perspektive, später

ebenfalls an Diabetes zu erkranken.

Eine rechtzeitige Behandlung des

Schwangerschaftsdiabetes verhindert

diese Folgen für Mutter und

Kind. Und auch die Typ-1-Diabetikerinnen,

die schwanger sind,

bedürfen einer engmaschigen

Kontrolle und sollten in einem

Zentrum der höchsten Versorgungsqualität

(Level1), wie es am

Bürgerhospital besteht, entbinden.

Die ganzheitliche Betreuung, die

das DiabetesZentrum Rhein-Main

durch die enge Zusammenarbeit

seiner Experten bietet, kommt

diesen Patientinnen vor, während

und nach der Geburt zu gute.

Diabetesambulanz im Clemi

Die neue Diabetesambulanz am

Clementine Kinderhospital behandelt

Kinder und Jugendliche, bei

denen ein Diabetes mellitus diagnostiziert

wurde oder die zu einer

Risikogruppe zählen. Dazu gehören

z.B. Kinder, deren Mütter in der

Schwangerschaft erhöhte Blutzuckerwerte

hatten. Die enge Zusammenarbeit

mit der Gynäkologin im

Team des Diabeteszentrums gibt

hier betroffenen Eltern Rat und

umfassende Unterstützung. Der

Kinderarzt Sekim Khodaverdi hat

sich insbesondere auf die Behandlung

mit Insulinpumpen spezialisiert.

Gerade Kinder und Jugendliche,

so der Oberarzt, haben einen

Tagesrhythmus, bei dem Mahlzeiten

einfach mal ausfallen und spontane

Aktivitäten, wie Sport, möglich sein

müssen. Bei körperlicher Aktivität

und der Gefahr von Unterzuckerungen

kann die Insulinzufuhr mit

einer Insulinpumpe viel leichter

angepasst werden als bei einer

konventionellen Spritzentherapie.

Auf dem Weg zum Erwachsenwerden

brechen viele Jugendliche die

Therapie ab. Die Verantwortung der

Therapie durch die Eltern wird

zunehmend als Bevormundung

erlebt. Mit der Ablösung vom

Elternhaus folgt die Trennung vom

Kinderarzt und der Übergang zum

Erwachsenendiabetologen.

Jugendliche auf dem Weg begleiten

Christian-Dominik Möller, Chefarzt

der Klinik für Diabetologie und

Ernährungsmedizin und Leiter des

Zentrums, sieht hier die besonderen

Vorteile des Diabeteszentrums

Rhein-Main: "Durch die enge

Vernetzung von Kinder- und Erwachsenendiabetologie

können wir

die Jugendlichen auf diesem Weg

begleiten, damit sie lernen, die

Therapie selbstverantwortlich

umzusetzen." Schulungen zu den

Themen Sport, Verhütung, Alkohol

und Schule sowie die diabetischen

Folgeerkrankungen sollen Teenagern

den Umgang mit der Krankheit

erleichtern. Weitere Informationen

finden Sie unter

www.diabetes-rm.de.

Erste Operationstechnische Assistenten sehr zufrieden

OTA - neue attraktive Ausbildung im Pflegeberuf

Die berufliche Tätigkeit im Operationsdienst verbindet hochqualifizierte und überaus anspruchsvolle Arbeit in einem interprofessionellen

Team, mit dem Ziel der effektiven und effizienten, vor allem aber kundenorientierten Versorgung der

Patientinnen und Patienten. Vor diesem Hintergrund, und nicht zuletzt angesichts eines hohen Fachkräftemangels im

Bereich der Funktionspflege, sehen aktuelle Entwicklungen in der Krankenhauslandschaft neben der Weiterbildung in der

Funktionspflege für OP und Anästhesie nun auch spezifische grundständige Ausbildungen wie z.B. die zur Operationstechnischen

Assistentin (OTA) vor. Die Fortbildungsbeauftragte für den Pflege- und Funktionsdienst des Bürgerhospitals,

Annette Steeneck, vermittelt in der Folge einen Eindruck von dieser attraktiven Ausbildung.

In den Frankfurter Stiftungskrankenhäusern konnten

seit Oktober 2009 drei Auszubildende im Bürgerhospital

ihre Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin

(OTA) beginnen. Die dreijährige Ausbildung erfolgt in

Kooperation mit dem Asklepios Bildungszentrum in

Wiesbaden, in dem die Auszubildenden den theoretischen

Teil Ihrer Ausbildung absolvieren. Der Lehrplan

der OTA - Ausbildung entspricht den Richtlinien der

Deutschen Krankenhausgesellschaft und ist bundeseinheitlich

geregelt. Der theoretische Teil der Ausbildung

findet als Blockunterricht statt und umfasst mindestens

1.600 Stunden. Neben Fächern wie z.B. Anatomie

10 Diabetologie/Pflegedienst UhrTürmchen


und Physiologie, Anästhesie und Notfallversorgung,

Radiologie und Strahlenschutz, Hygiene und

medizinische Mikrobiologie sowie der Krankheitslehre

erhalten die Auszubildenden auch Einblick in

die Krankenhausbetriebswirtschaftslehre, Sozialmedizin

und die Grundlagen der Psychologie,

Soziologie und Pädagogik.

Vielseitige Ausbildung rund um die OP

Der praktische Teil, mit einem Umfang von 3000

Stunden, erfolgt in den jeweiligen Ausbildungseinrichtungen.

Die Einsätze erfolgen dabei in unterschiedlichen

operativen Fachbereichen sowie der

Ambulanz, Endoskopie und Zentralsterilisation.

Operationstechnische Assistenten und Operationstechnische

Assistentinnen betreuen Patienten vor

und nach Operationen, bereiten Operationseinheiten

vor und assistieren bei deren Durchführung.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Ausbildung:

- fachkundige Betreuung der Patientinnen und

Patienten im OP bzw. in den Funktionsabteilungen

unter Berücksichtigung ihrer physischen

und psychischen Situation

- selbständige Organisation und Koordination

der Arbeitsabläufe in den Einsatzbereichen

- Vor- und Nachbereitung operativer und diagnostischer

Eingriffe

- Instrumentieren/Assistieren in den unterschiedlichen

Disziplinen

- Wiederaufbereitung des Instrumentariums

- Unterstützung der operierenden Gruppe vor,

während und nach der Operation (Springertätigkeit)

- Administration, u.a. Dokumentation des OP-

Verlaufs

- Umsetzung der Hygienerichtlinien im Einsatzbereich

sowie

- Wirtschaftlicher Umgang mit Sachmitteln

- Sachkenntnis, Wartung und Pflege von Instrumenten

und medizinischen Geräten

- Vorratshaltung und Ersatzbeschaffung von

Operationsmaterial

- Anleitung von neuen Mitarbeitern und Auszubildenden

Drei Jahre Theorie und Praxis

Die Befähigung zur Übernahme der genannten

Aufgaben wird durch theoretische und praktische

Ausbildung, insbesondere aber durch die Vermittlung

patientenorientierter Verhaltensweisen und

Einstellungen, erzielt. Die Ausbildung beginnt zum

1. Oktober eines Jahres und dauert drei Jahre. Sie

endet mit einer schriftlichen, praktischen und

mündlichen Prüfung.

Rückblickend auf das vergangene 1. Jahr der

Ausbildung sind alle drei OTA - Schülerinnen mit

dem, was sie täglich erleben und lernen, sehr

zufrieden. Sie wurden in den Teams sehr gut

aufgenommen und sind froh, dass auch für ‚Trockenübungen'

im engen Zeitplan eines straff

organisierten OPs ausreichend Zeit zur Verfügung

steht.

Wenn Sie sich für die OTA - Ausbildung interessieren,

bewerben Sie sich bitte am besten direkt bei

Oberin Christine Schwarzbeck

Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V.

Nibelungenallee 37-41

60318 Frankfurt am Main

E-Mail: c.schwarzbeck@buergerhospital-ffm.de

Tel.: 069-1500-481

Fax: 069-1500-948

Die drei OTA - Schülerinnen Lisa-Maria Mauritz,

Elena Ries und Katharina Fischer (von links)

erhalten eine vielseitige theoretische und

praktische Ausbildung, mit der sie bisher sehr

zufrieden sind. Foto: Steeneck

Clementine

Pflegedienst

11


Frankfurter Stiftungskrankenhäuser: Erfolgreiche Examen 2010

Herzlichen Glückwunsch!

Die erfolgreichen Kinderkrankenpflegerinnen

des Clementine

Kinderhospitals (von links): Julia

Intra, Anne Schunke, Kristine

Alperstedt, Sabrina Marx, Nicole

Soßdorf, Caroline Skowronski

Die erfolgreichen Gesundheits- und Krankenpfleger/innen des Bürgerhospitals und ihre Ausbilderinnen (von links nach

rechts): Christian Studener, Somaya Girle (Praxisanleiterin), Anne-Kathrin Thiemens, Holger Hellwig, Friederike Muschka,

Franziska Elias, Cathleen Lange, Sabrina Pabst, Arianne Siegmund, Oberin Christine Schwarzbeck. Vorne: Ernst-Ulrich

Mocka

Constanze Schlecht neue Vorstandsoberin des

Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V.

herzlich gratuliert. Frau Oberin

Schlecht war in den Jahren 1996

bis 2004 im Bürgerhospital mit

großem Engagement in der Innerbetrieblichen

Fortbildung und der

Pflegedienstleitung tätig. Im April

2004 wechselte sie in das Evangelics

- Nach 12 Jahren übergibt die bisherige Vorstandsoberin des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V., Frau

Ellen Muxfeldt, am 24. September 2010 ihr Amt an ihre Nachfolgerin, Frau Oberin Constanze Schlecht.

An dem feierlichen Gottesdienstes

anlässlich des Wechsels im Amt der

Vorstandsoberin in der Pauluskirche

in Berlin-Zehlendorf nahmen neben

der großen Schwesterngemeinde

zahlreiche Gäste aus Kirche, Diakonie

und den Arbeitsfeldern des

Evangelischen Diakonievereins

Berlin-Zehlendorf e.V. teil. In dem

anschließenden Reigen der Grußworte

wurden die Verdienste von

Frau Oberin Muxfeldt gewürdigt

und ihrer Nachfolgerin, Frau Oberin

Schlecht zu der neuen Aufgabe

Die neue Vorstandsoberin des

Evangelischen Diakonievereins

Berlin-Zehlendorf e.V., Constanze

Schlecht wurde am 24. September

2010 in ihr Amt eingeführt.

Foto: Schwarzbeck

12 Diakonieverein UhrTürmchen


sche Krankenhaus Paul-Gerhardt-

Stift in Lutherstadt Wittenberg. Sie

übernahm dort das Amt der Bezirksoberin

und Pflegedirektorin.

Am Nachmittag dieses besonderen

Tages verabschiedeten sich die

Schwesternkreise der einzelnen

Bezirke mit einem kurzweiligen

"Abschieds - Reiseprogramm" bei

Frau Oberin Muxfeldt und hießen

ihre neue Vorstandsoberin mit den

allerbesten Glück- und Segenswünschen

sehr herzlich willkommen.

Auch Diakonieschwestern und

Mitarbeiterinnen sowie eine Abordnung

der Geschäftsführung des

Bürgerhospitals konnten den

rundum festlichen Tag in Berlin

miterleben und genießen.

Mit einem kurzweiligen Programm

wurde Oberin Ellen

Muxfeldt nach 12 Jahren Tätigkeit

verabschiedet.

Foto: Möller (ev. Diakonieverein)

Erfolgreiches Audit 2010 am Bürger und Clemi

Gelebte Standards bieten beste Behandlungs-,

Pflege- und Servicequalität

bs - Das Bürgerhospital Frankfurt mit seinen Zentren (Darmzentrum, Schilddrüsenzentrum und Interdisziplinäres Zentrum

für Diabetologie und Angiologie) wurden Ende September auf Herz und Nieren geprüft und konnten belegen, dass sie

beste Voraussetzungen für optimale Behandlung und Service bieten. Das Clementine Kinderhospital wurde mit den Bereichen

Einkauf, Patientenaufnahme und Medizintechnik in das Zertifizierungsaudit aufgenommen. Das Audit wurde nach

der internationalen Norm ‘DIN EN ISO 9001:2008’ durchgeführt.

Was bedeutet ISO 9001:2008?

Die internationale Norm ‘DIN EN

ISO 9001:2008’ beschreibt die

Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems

in Unternehmen.

Ein solches System ist im

Bürgerhospital seit etwa zehn

Jahren fest etabliert. Die Klinikleitung

legt darin fest, für welche

Qualitätspolitik und -ziele sie sich

verantwortlich fühlt. Durch die

Definition klarer Verantwortlichkeiten

und Prozessabläufe, die in Form

von internen und externen Audits

bewertet werden, stellen sie eine

hohe Messlatte zur Bewertung

sämtlicher Prozesse, Dienstleistungen,

der Dokumentenführung und

Qualitätsmerkmale der medizinischen,

pflegerischen sowie therapeutischen

Betreuung der Patienten

dar.

Interne Umsetzung

Die langjährige Erfahrung mit

Zertifizierungen erwies sich als

wertvolle Grundlage, das Darmzentrum,

das Schilddrüsenzentrum und

das Angiologisch-Diabetologische

Zentrum in den Geltungsbereich

der DIN ISO einzubeziehen. Regelmäßige

Teambesprechungen auf

den Stationen und Funktionseinheiten

bilden die Grundlage für die

Einleitung stetiger Verbesserungen

und Anpassungen. Erkannte

Schwierigkeiten werden erörtert,

mit den Arbeitsabläufen abgeglichen

und im Bedarfsfall aktualisiert,

ergänzt und für alle beteiligten

Mitarbeiter verbindlich niedergelegt.

Im Rahmen der Zertifizierung

werden die definierten Abläufe, die

der Versorgung des Patienten

dienen, durch unabhängige externe

Auditoren bewertet.

Externe Einschätzung

Die externe Einschätzung durch

unabhängige Auditoren gibt unserem

Krankenhaus die Möglichkeit

einer Standortbestimmung. Die

hierbei geäußerten Feststellungen

und Hinweise gehen in bestehende

interne Verbesserungsprozesse über.

Die Überreichung des Zertifikats ist

die schriftliche Bestätigung der

Qualitätsbemühungen und eines

effektiven Qualitätsmanagementsystems.

Die Anwendung der krankenhausspezifischen

Forderungen

in Verbindung mit dem internen

Auditsystem hat die Stärken wie

auch die Ansatzpunkte für den

weiterführenden kontinuierlichen

Verbesserungsprozess sichtbar

gemacht und den Weg, den das

Bürgerhospital geht, bestätigt.

Wichtigstes Grundelement ist die

Motivation und Zufriedenheit

unserer Mitarbeiter und das Informationsbedürfnis

der niedergelassenen

Ärzte, der Krankenkassen und

anderen Interessenpartner, mit

denen wir zusammenarbeiten. Am

meisten profitieren davon allerdings

unsere Patienten.

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagementsystem

erlaubt uns, strukturierte Arbeitsprozesse

klar darzustellen und

liefert verlässliche Kriterien zu

deren Bewertung. Für unsere

Mitarbeiter dient das QM der

Orientierung im Arbeitsalltag und

der Optimierung der Arbeitsabläufe.

Die Fortführung der Zertifizierung

und die laufende Kontrolle der

festgelegten Standards sichert

beste Behandlungs-, Pflege- und

Servicequalität.

Clementine

Qualitätsmanagement

13


Gütesiegel für Clementine Kinderhospital und Bürgerhospital

„Ausgezeichnet. Für Kinder"

bs - Frankfurt - Die Frankfurter Stiftungskrankenhäuser Clementine Kinderhospital und Bürgerhospital Frankfurt haben

sich erfolgreich einer Qualitätsprüfung unterzogen und jetzt das Gütesiegel ‘Ausgezeichnet. Für Kinder’ erhalten. Das

Gütesiegel gilt für zwei Jahre.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

und gehören deshalb in Kinderkliniken

bzw. Abteilungen für

Kinder- und Jugendmedizin bzw.

Kinderchirurgie, um altersgerecht

und bestmöglich in einer angemessenen

Entfernung zum Wohnort

versorgt zu werden. Das wissen

betroffene Eltern seit langem.

Damit Eltern selbst prüfen können,

ob die für sie nächstgelegene

Kinderklinik die Qualitätskriterien

einer guten Kinderklinik erfüllt,

wurde das Gütesiegel entwickelt.

Die zugrunde liegenden Kriterien

zur Qualitätssicherung bei der

stationären Versorgung von Kindern

und Jugendlichen wurden von einer

bundesweiten Initiative verschiedener

Fach- und Elterngesellschaften

unter Federführung der ‘GKinD’ -

Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser

und Kinderabteilungen in

Deutschland e.V. entwickelt und

anhand einer umfangreichen

Checkliste überprüft. Dazu gehören

personelle und fachliche Anforderungen

der Klinik, Organisation wie

auch die räumliche Einrichtung und

technische Ausstattung.

Das Clementine Kinderhospital und

das Bürgerhospital Frankfurt haben

sich dieser Qualitätsprüfung freiwillig

gestellt mit dem Resultat: Alle

Kriterien wurden ausnahmslos

erfüllt - die Grundbedingung für

den Erhalt des Gütesiegels.

Ehrenamt in Bürger und Clemi

Dank an die Helfer

bs - Die Grünen Damen und Herren sind längst eine Selbstverständlichkeit auf den Stationen des Bürgerhospitals Frankfurt.

Die ehrenamtlichen Helfer besorgen Leselektüre, übernehmen Einkäufe in der Krankenhauscafeteria, doch vor allem

hören sie den Patienten zu. Seit nunmehr 26 Jahren bereichern sie den Krankenhausaufenthalt der Patienten.

Die Krankenhausleitung des Vereins

Frankfurter Stiftungskrankenhäuser

e.V. bedankte sich herzlich bei den

ehrenamtlichen Helfern im Rahmen

eines Ehrenamts-Treffens am 9.

September 2010. Im Bürgerhospital

Frankfurt und im Clementine

Kinderhospital gibt es insgesamt 45

Ehrenamtliche. Neben den Grünen

Damen und Herren unterstützt das

Team der Malteser-Migranten-

Medizin mit großem Engagement

Mit einer kleinen Feier unter der

Regie von Edda Feick (Stehend in

der Mitte) bedankten sich die

Frankfurter Stiftungskrankenhäuser

bei den vielen ehrenamtlichen

Helfern. Foto: Weber

14 Aktuell UhrTürmchen


Menschen, die ohne gültigen

Aufenthaltsstatus in Deutschland

leben und keine Krankenversicherung

haben. Im Clementine Kinderhospital

kümmern sich die ehrenamtlichen

Helfer der AKIK (Aktion

Kind im Krankenhaus) um das

Wohlergehen der kleinen und

jugendlichen Patienten.

Für das Bürgerhospital und Clementine

Kinderhospital ist das

ehrenamtliche Engagement eine

wertvolle Ergänzung bei der Betreuung

der Patienten: Zeit für

Gespräche, die das Klinikpersonal

angesichts der Fülle von Aufgaben

nicht immer zur Verfügung hat.

Übrigens: Die Idee für den Besuchsund

Begleitdienst der Grünen

Damen und Herren brachte Brigitte

Schröder, Ehefrau des früheren

deutschen Außenministers Gerhard

Schröder, aus den USA nach

Deutschland. Sie startete 1969 die

erste Krankenhaushilfe in Düsseldorf.

Inzwischen sind bundesweit

über 11.200 Ehrenamtliche in rund

1.050 Einrichtungen tätig.

Neue Notfallambulanz am Clementine

Kinderhospital

bs - Am Clementine Kinderhospital wurde jetzt die

neue Kindernotfallambulanz in Betrieb genommen. Sie

bietet außerhalb der Versorgungszeiten der niedergelassenen

Kinderärzte in den Abend- und Nachtstunden

sowie am Wochenende eine Anlaufstelle für akut

erkrankte Kinder und Jugendliche. Die diensthabenden

Ärzte der Klinik und die Schwestern versorgen die

Kinder ambulant oder leiten die Weiterbehandlung in

der Klinik ein.

Der Umbau war notwendig, um die Notfallversorgung

am Clementine Kinderhospital zu optimieren. Das

Kinderhospital verfügt jetzt über eine moderne Notfallambulanz

mit vier Behandlungsräumen, darunter

einem Schockraum, und einer verbesserten Wartezone,

die die Abläufe vereinfachen.

Kindernotfallambulanz

Telefon: (069) 9 49 92 - 0 (Zentrale)

Clementine Kinderhospital

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Theobald-Christ-Str. 16

60316 Frankfurt am Main

Zehn Jahre Ärztlicher Notdienst Frankfurt am

Bürgerhospital

bs - Seit zehn Jahren gibt es den

Ärztlichen Notdienst Frankfurt, eine

Einrichtung der niedergelassenen

Ärzte in Frankfurt, am Bürgerhospital.

Das Jubiläum konnten das

Bürgerhospital und die Kassenärztliche

Vereinigung Hessen, Bezirksstelle

Frankfurt, am 16. Juni 2010

feiern. Der Kooperation zwischen

dem Bürgerhospital und der Kassenärztlichen

Vereinigung Hessen,

Bezirksstelle Frankfurt, gingen

zahlreiche Verhandlungen und

Gespräche voraus. Die Arbeitsgruppe

"NFD-Zentralen an Krankenhäusern",

zu deren Mitgliedern auch

das Bürgerhospital zählte, wies die

Einrichtung einer NFD-Zentrale

dem Frankfurter Bürgerhospital zu.

Die Räume der chirurgischen

Ambulanz, die zu diesem Zeitpunkt

in einer Umbauphase waren, konnten

baulich ideal den Erfordernissen

angepasst werden.

Am 14. Juni 2000 nahm der Ärztliche

Notdienst Frankfurt im Bürgerhospital

seinen Dienst auf - gleichzeitig

wurde die damalige NFD-

Zentrale in der Usinger Straße in

Frankfurt geschlossen.

Clementine

Aktuell

15


Neuer Auftritt von Clementine Kinderhospital und Bürgerhospital

www.Stiftungskrankenhäuser.de

Seit 1. August ist er fertig, der Auftritt des Vereins Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V. im Internet. In ganz neuem

Look präsentieren sich das Clementine Kinderhospital und das Bürgerhospital. Unsere Abbildung zeigt die Klinik-Übersicht

des Bürgerhospitals. Bequem finden Sie durch die angenehm und zweckmäßig gestaltete Oberfläche die für Sie wichtigen

Informationen. Gleichgültig, ob Sie sich für die Stiftungskrankenhäuser insgesamt oder für das spezielle Angebot der

beiden Häuser interessieren, Sie können bequem hin und her navigieren. Viel Spaß beim Surfen.

16 www UhrTürmchen

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