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Kind & Beruf | FSG-Info-Reihe

Wichtiges vor der Geburt

Meldung der Schwangerschaft und Geburt

Die werdende Mutter hat, sobald ihr die Schwangerschaft bekannt ist, dem Dienstgeber (im Dienstweg) unter

Angabe des voraussichtlichen Geburtstermins davon Mitteilung zu machen. Darüber hinaus ist sie verpflichtet,

innerhalb der vierten Woche vor dem Beginn der Achtwochenfrist (Schutzfrist) den Dienstgeber auf deren Beginn

aufmerksam zu machen. Auf Verlangen des Dienstgebers hat sie eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen.

Beschäftigungsverbote für werdende Mütter

Schwangere Mütter dürfen für bestimmte Arbeiten, die ihre Gesundheit, die des Kindes oder das Bestehen der

Schwangerschaft gefährden, nicht eingesetzt werden.

Die häufigsten gesundheitsgefährdenden Arbeiten sind:

> Heben und Tragen schwerer Lasten.

> Arbeiten, die überwiegend im Stehen zu verrichten sind, sowie

> Arbeiten, die in ihrer statischen Belastung diesen gleichkommen

(nach Ablauf der zwanzigsten Schwangerschaftswoche maximal vier Stunden pro Tag).

> Arbeiten unter Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen.

> Arbeiten unter Einwirkungen von Hitze, Kälte oder Nässe, bei denen eine Schädigung nicht

ausgeschlossen werden kann.

> Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufserkrankung besteht.

> Arbeiten auf Beförderungsmitteln.

> Arbeiten, die ständig im Sitzen verrichtet werden müssen, es sei denn, dass Gelegenheit zu kurzen

Unterbrechungen der Arbeit gegeben ist.

> Arbeiten mit häufigem übermäßigem Strecken, Beugen, Hocken und Bücken sowie übermäßigen

Erschütterungen oder

> Arbeiten, bei denen belästigende Gerüche oder besondere psychische Belastungen gegeben sind,

wenn das Arbeitsinspektorat entscheidet, dass diese Arbeiten für den Organismus der werdenden

Mutter oder des Kindes schädlich sind.

> Arbeiten mit besonderer Unfallgefährdung.

Verbot der Nachtarbeit und der Sonn- und Feiertagsarbeit

Werdende und stillende Mütter dürfen – abgesehen von wenigen zugelassenen Ausnahmen – von zwanzig

bis sechs Uhr nicht beschäftigt werden und an Sonn- und Feiertagen nicht beschäftigt werden.

Verbot der Leistung von Überstunden

Werdende und stillende Mütter dürfen über die gesetzliche oder in einem Kollektivvertrag festgesetzte tägliche

Normalarbeitszeit hinaus nicht beschäftigt werden. Keinesfalls darf die tägliche Arbeitszeit neun Stunden (wöchentl.

40 Std.) überschreiten.

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