Bakterien & halogenisierte Kohlenwasserstoffe - VSR-Gewässerschutz

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Bakterien & halogenisierte Kohlenwasserstoffe - VSR-Gewässerschutz

VSR-

Gewässerschutz

Info-Blatt

Bakterien

& halogenisierte

2Kohlenwasserstoffe

Man kann sie nicht schmecken,

man kann sie nicht riechen,

Bakterien und halogenisierte

Kohlenwasserstoffe sind nur

im Labor erkennbar

Geschäftsstelle:

Egmondstr. 5

47608 Geldern

Telefon: 02831 / 980281

Fax: 02831 / 976526

eMail: brunnen@VSR-Gewaesserschutz.de

www.VSR-Gewaesserschutz.de

Quell- und Brunnenwasser muss nicht besser

oder schlechter als Leitungswasser sein. Leitungswasser

unterliegt allerdings einer ständigen

Überwachung. Beim Quell- und Brunnenwasser

dagegen liegt die Verantwortung beim einzelnen

Nutzer.

Warum sollen E. Coli und coliforme

Keime nicht im Wasser enthalten sein?

E. Coli (Escherichia coli) sind Darmbakterien.

Einige dieser Typen können Krankheiten hervorrufen.

Die Untersuchung dieser Bakteriengruppe

in der Trinkwasserverordnung wird aber nicht auf

Grund der möglichen Erkrankungen durchgeführt,

sondern wegen seiner Indikatorfunktion. Kommen

sie im Grundwasser vor, so ist dieses durch

menschliche oder tierische Ausscheidungen verunreinigt;

es können daher auch Krankheitserreger,

Viren und Wurmeiern im Wasser vorhanden sein.

Das Wasser stellt dann eine Gesundheitsgefahr

dar. Es kann nicht mehr zum Trinken, zum Tiere

tränken sowie zum Befüllen eines Planschbecken

verwendet werden. Auch sollten Kinder nicht mit

dem Wasser spielen. Man sollte auch sonst sehr

vorsichtig mit dem Wasser umgehen.

Coliforme Bakterien weisen auf eine ältere

fäkale Verunreinigung oder auf ein hygienisches

Problem im Einzugsbereich des Brunnens hin (z.B.

durch Einfluss von Oberflächenwasser). Während

es zum Trinken nicht geeignet ist, muss man bei

den anderen Verwendungen die Höhe der Belastung

mit coliformen Keimen bedenken.

Was tun bei positivem Befund?

Falls die Ursache einer Belastung im direkten

Umfeld des Brunnens liegt, kann man durch eine

Reinigung bzw. Sanierung des Brunnen etwas dagegen

tun (siehe nächsten Abschnitt). Anders ist

es aber, wenn das genutzte Grundwasser schon

belastet beim Brunnen ankommt. Hier müssen andere

Konzepte Anwendung finden.

Möglichkeiten der Beseitigung von E.coli

und coliforme Keime



Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im

Brunnen, Pumpe, Kessel und Leitungen.

Treten die bakteriologischen Verunreinigungen

häufiger auf, dann sollte eine grundlegende

Sanierung des Brunnens und seiner Umgebung

vorgenommen werden.

Verunreinigungsmöglichkeiten sind:

1. Undichte Brunnendeckel oder Schächte, die

einen direkten Zulauf von Oberflächenwasser

in den Brunnen ermöglichen.

2. Abschwemmung von tierischen Ausscheidungen

im näheren Bereich des Brunnens.

3. Sickerwasser aus Gärfuttermieten, Mist oder-

Abfallhaufen

4. Klärgruben (Fäkal-, Gülle- oder Dreikammergruben

im Einzugsbereich des Brunnens)

5. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Brunnen

vorhandene Teiche

Belastung durch undichte

Abwasserkanäle

Neben den flächenhaften

Einträgen von Schadstoffen

in den Untergrund über

die Landwirtschaft kann

auch das Eindringen von

Abwasser aus schadhafter

Kanalisation in den Grundwasserleiter

ein Gefährdungspotential

für die Nutzung des Brunnenwassers

darstellen.

Nach Hochrechnungen versickern in Deutschland

jährlich mehrere 100 Mill. m³ Abwasser aus beschädigten

Kanalisationssystemen in den Untergrund.

Sie bedingen eine Gefährdung von Boden

und Grundwasser.


Wir untersuchen nicht nur,

mit Ihrer Hilfe wollen wir die

Gewässerqualität verbessern

Grundwasserbelastungen

sind nicht nur für Sie als

Brunnenbesitzer ein Problem,

sondern führen auch zu

enormen diffusen Einträgen

bedenklicher Stoffe in die

Bäche und Flüsse. Außerdem beschäftigen wir uns

mit den Auswirkungen industrieller Einleitungen.

Informationen über unsere Arbeit finden Sie auf

unserer Homepage. Gerne senden wir Ihnen auch

Informationsmaterial zu.

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Als Mitglied bekommen Sie bei uns den regelmäßig

erscheinenden Rundbrief zugeschickt und werden

über die Termine unserer Aktionen in Ihrer Region

informiert.

Da unsere Arbeit als gemeinnützig anerkannt ist,

können Mitgliedsbeiträge und Spenden an uns sich

bei Ihrer Einkommenserklärung steuermindernd

auswirken.

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(Mindestbeitrag: 30 €)

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Welche Stoffe können

mit AOX bestimmt werden?

Zu den Stoffen, die mit dem Parameter AOX erfasst

werden, gehören u.a. chlorierte, jodierte und

bromierte Kohlenwasserstoffe. Mit wenigen Ausnahmen

kommen diese Verbindungen nicht in der

Natur vor. Sie stammen also in der Regel aus industriellen

Prozessen. Über die Anwendung und

die Entsorgung gelangen sie in die Umwelt.

Ihre schädlichen Nebenwirkungen machen

sich hier bemerkbar:

● Langlebigkeit in der Umwelt, da sie nur

sehr langsam biologisch oder chemisch abgebaut

werden,

● Giftigkeit, wozu nicht nur die unmittelbare

Giftwirkung zählt, sondern auch krebs​erzeugende,

fruchtschädigende oder erbgutverändernde Wirkungen

● Anreicherungsfähigkeit im Körper (Fettgewebe)

oder in der Nahrungskette (Muttermilch).

Wie kommen sie ins Grundwassser?

● Ein beträchtlicher Anteil der im Handel erhältlichen

Pestizidpräparate enthält halogenorganische

Verbindungen. Gerade die industriell betriebene

intensive Landwirtschaft setzt hohe Mengen

an Pestiziden ein. Halogenorganische Verbindungen,

die sich im AOX wiederfinden, werden durch

ihre Anwendung zwangsläufig ausgebracht und ins

Grundwasser ausgewaschen.

● durch defekte Abwasserleitungen kann

belastetes Abwasser ins Grundwasser versickern.

● Gerade die letzten Kriege und der unbegrenzte

Wachstum der Nachkriegsära hat viele Altlasten

im Untergrund hinterlassen. In Deutschland gibt

es derzeit über 360 000 erfasste Standorte, deren

Sickerwasser die umgebenen Grundwasserschichten

belasten.

AOX - Ergebnisse bringen Einschätzung

ob das Wasser belastet ist

Für jeden, der sein eigens Brunnenwasser nutzt,

ist es wichtig zu wissen, ob es mit Schadstoffen

belastet ist. Das Wasser auf alle möglichen einzelnen

Schadstoffe zu prüfen ist sehr teuer. Darum

bestimmt man im ersten Schritt die sogenannten

Summenparameter, um eine erste Abschätzung zu

erhalten. Neben der Leitfähigkeit und dem pH-Wert

gehört auch AOX hierzu. Er dient dabei als Indikator

für die Belastung des oberflächennahen Grundwassers

mit halogenisierten Kohlenwasserstoffen.

In der deutschen Trinkwasserverordnung wird statt

des AOX-Wertes eine Reihe einzelnen Parameter

für die Bewertung des Wassers herangezogen.

Da der AOX-Wert im Grundwasser normalerweise

unter 10 μg/l liegt, geht man ab 10 μg/l von einer

Belastung aus.

μg/l Einschätzung

Bis 10 Hintergrundbelastung

10 - 20 Diffuse Beeinflussung, die keiner

konkreten Emissionsquelle zuzuordnen

ist.

20 - 60 Deutliche Beeinflussung, wobei bei

Werten bis ca. 60 mg/l eine relativ

schwache aber punktförmige Emissionsquelle,

wie z.B. eine Altlast in Betracht

gezogen werden muss.

Ab 60 Starke Beeinflussung. Die Belastung

kann hier mit relativ großer Sicherheit

einer Altlast oder sonstigen Verunreinigungsquelle

zugeordnet werden.

Diese kann sich auch in einiger Entfernung

von der Beobachtungsstelle befinden.

Der Brunnen fördert dann aus

der Belastungsfahne.

Unser Spendenkonto:

Postbank Frankfurt - BLZ 500 100 60

Konto 140 889 603

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