aphorismen – gedichte – lebensweisheiten – zitate ... - Lebensquellen

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aphorismen – gedichte – lebensweisheiten – zitate ... - Lebensquellen

APHORISMEN GEDICHTE LEBENSWEISHEITEN ZITATE

TEIL 2


Ich will mit meinen Gedanken …

… Texten und Fotos die Leser mit „leisen“ Worten berühren, zum

Innehalten und Nachdenken anregen.

Lebensquellen“ sollen einen Impuls geben, um die eigene

Lebenssituation zu überdenken und vielleicht einen neuen,

besseren Weg einzuschlagen.

Gerade in unserer schnelllebigen und hektischen Zeit verliert man

doch den Blick für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, da tut

eine Atempause ganz gut, um sich wieder neu zu orientieren.

Stefan Kurella meinte: "... Aphorismen sind so gut, wie sie

verstanden und interpretiert werden. Sie enthalten in erster Linie

die Aussage, die wir in sie hineinlesen. So manchen Aphorismus

verstehen wir erst nach Jahren, weil uns vorher die zu einem

Echo notwendigen Erfahrungen fehlten …

Der Liebe zu begegnen, ohne sie zu suchen,

ist der einzige Weg sie zu finden!

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Behindert ?

Arme haben und sie dem anderen nicht

entgegenstrecken. Beine haben und keinen Schritt auf

den anderen zugehen. Augen haben und blind sein für

die Not des Menschen. Ohren haben und taub sein für

den stillen Schrei der Verzweiflung. Eine Stimme haben

und stumm sein bei Ungerechtigkeiten.

Das sind die häufigsten

Behinderungen - und

viele Menschen sehen

sie nicht!

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Das Leben ist ein Geschenk - sei

dankbar dafür!

Ein wahrer Freund ist der,

der dich an der

Hand nimmt

und dich beim Herzen berührt.

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Sinn des Lebens

Wir verlangen, das Leben müsse einen

Sinn haben - aber es hat nur ganz genau

so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben

imstande sind.

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Werfe deinen Ballast ab …

Ich wünsche dir, dass es dir immer wieder gelingt, Ballast

abzuwerfen und das loszulassen, was dich hinunterzieht.

Ich wünsche dir, dass du nicht alles so schwer nimmst und dir

nicht ständig unnötige Sorgen machst.

Eine neue Leichtigkeit - wie die Wildgänse auf unserem Bild - um

unbeschwerter leben zu können, um aber auch andere mit

Lebensfreude und Fröhlichkeit anzustecken ...

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Jeder einzelne von uns ist

einzigartig ...

Vertrauen und den Glauben an dich

selbst - auch das möchte ich dir gerne in

Erinnerung rufen.

So wie ein Schmetterling sich langsam von

einer unscheinbaren Raupe zu einem

wunderschönen Wesen entwickelt, so

können wir alle unsere Fähigkeiten voll

und ganz entfalten.

Jeder einzelne von uns ist einzigartig und

kann die Welt ein bisschen reicher und

liebevoller machen.

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Einfache Menschen -

wunderbare Menschen ...

Sie haben keinen Namen, der in den Zeitungen steht. Sie sind

unendlich verträglich. Sie haben genügend Verstand, um den

Unsinn und Unrat, der sich täglich über sie ergießt, nicht für das

schönere Leben zu halten.

Einfache Menschen - wunderbare Menschen

Menschen, von denen ohne viel Aufhebens ein Strom der Liebe in

die Welt ausgeht. Sie sind Oasen in unserer Wüste. Sie sind

Sterne in unserer Nacht. Sie sind wichtige Lungen, durch die

unsere Welt atmen kann.

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Meine Gedanken über das

Leben ...

Wo sind die Jahre? Habe ich überhaupt gelebt? Warum habe ich

die Zeit nicht bemerkt, nicht das Ticken der Uhr gehört, die

unablässig die Vergänglichkeit mahnt, das abgerissene

Kalenderblatt nicht registriert, nicht das Erwachen der Natur im

Frühling und das Welken der Blätter im Herbst?

Wo waren meine Gedanken, wo war ich, wer bin ich, wonach

strebe ich? Wenn es so weiter geht, werde ich eines Tages

gestorben sein, ohne gelebt zu haben. Doch was heißt Leben?

Urlaub, Reisen, Vergnügen, sich etwas leisten können? Bei

näherer Betrachtung wohl kaum.

Nur die innere Ruhe und Zufriedenheit mit mir, meiner

Umgebung, meiner Arbeit, meiner Aufgabe und mit meinem Platz

in dieser Welt können mich befähigen zu leben, ein Stück dieser

Welt zu sein.

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Worauf es ankommt ...

Auf dem Weg sein, immer unterwegs

sein, gangbare Wege suchen, neue

Wege gehen und umkehren können;

wenn man sich verrannt hat.

Weggefährten suchen, Menschen, die

ein Stück mitgehen. Und vielleicht auch

Gott an seiner Seite wissen.

Wer geht, findet seinen Weg ...

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Kritik muss sein

Wahre Kritik entdeckt das Geschwür unter der Oberfläche, aber

sucht auch nach Problemlösungen. Wahre Kritik ist für eine

erstarrte Gesellschaft wie eine kalte Dusche, die die

Durchblutung fördert, wie eine kräftige Massage, die die Muskeln

beweglich macht, wie eine Baumschere, die an einem alten Baum

alles , was schlecht gewachsen und vertrocknet ist, wegschneidet,

damit der Baum wieder atmen kann, damit er wieder Leben und

frische Kraft bekommt.

Kritik ist lebensnotwendig.

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Lob ist wie eine Feder - Wie

Menschen Flügel bekommen ...

Es gibt Menschen, die bekommen

niemals ein anerkennendes Wort,

niemals ein freundliches Lob. Sie

machen die mühsamsten Arbeiten,

und jeder findet das

selbstverständlich.

In aller Stille tun sie tausend

kleine Dinge im Hause, im Büro,

im Betrieb. Zu viele Menschen

fühlen sich darum ausgenützt und

abgeschrieben.

Wo sind die menschlichen

Gefühle?

Von Zeit zu Zeit Lob, und

Menschen bekommen Flügel ...

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Wege sind aus der Mode ...

Wege sind aus der Mode

gekommen. Straßen sind gefragt:

Wege für Millionen.

Autostraßen, Wasserstraßen,

Luftstraßen. Schnell, sicher,

bequem. Wege sind veraltet. Nicht

nur verkehrstechnisch. Auch

sonst.

Wir leben am liebsten schnell,

sicher, bequem.

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Lebensfreude ...

Das Leben ist eine Chance - nutze sie. Das Leben ist

Schönheit - bewundere sie. Das Leben ist Seligkeit -

genieße sie. Das Leben ist ein Traum - verwirkliche ihn.

Das Leben ist eine Herausforderung - stelle dich ihr.

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Die Jahreszeiten ...

Lebensquellen: Und dann gehst du fröstelnd im Winter. Tastend.

Schritt für Schritt. Du spürst, wie die Kälte in die Knochen steigt.

Wie gut, wenn du weißt: Bald kommt wieder ein Frühling.

Ein ewiger Frühling.

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Viele Wünsche ...

Ich wünsche dir ...

dass du arbeitest, als würdest du kein Geld brauchen,

dass du liebst, als hätte dich noch nie jemand verletzt,

dass du tanzt, als würde keiner hinschauen,

dass du singst, als würde keiner zuhören,

dass du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.

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Träume

Manche Menschen träumen von großen Taten. Andere sind wach

und führen sie aus.

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Aufbruch um an's Ziel zu

gelangen ...

Aufbrechen, immer wieder, aus Rückzug und Stillstand, immer

wieder aufbrechen und akzeptieren noch nicht am Ziel sein,

immer wieder loslassen kein Festhalten, das Ziel nicht kennen,

den Weg nicht wissen, einfach nur Pilger auf Erden, unterwegs

einem Stern folgen, einer Verheißung, einer Spur ohne feste

Bleibe, nichts von Dauer, Vorläufigkeit, Vorübergang;

Ein anderer geht voraus, der ganz Andere, bestimmt die

Richtung, den Weg er wartet am Ziel, er allein, weiß um den Sinn,

die Stunde die Vollendung - das genügt.

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Das Kreuz in jedem

Menschenleben ...

Früher oder später stößt du mit deinem Kopf gegen den

hässlichen Querbalken, der dein Leben zu einem Kreuz macht.

Das Kreuz ist eine Realität in jedem Menschenleben. Aber immer

weniger Menschen sind ihm gewachsen. Sie nehmen es nicht

mehr hin und ertragen nicht seine Last. Viele gehen daran

zugrunde.

Das Kreuz kannst du nur tragen, wenn du Sinn und Aufgabe begreifen

lernst.

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Geheimnis der Welt ...

Kein größeres Geschenk können wir unseren Kindern machen, als

dass wir ihren Blick schärfen für die Schönheiten und das

Geheimnis der Welt, in der wir leben.

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Nicht davonlaufen ...

Fatal ist die Gewohnheit, vor unangenehmen Situationen

davonzulaufen, statt sie dann zu meistern, wenn sie auftauchen.

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Lächeln und Tränen ...

Als du geboren wurdest,

hast du geweint und alle um dich herum

haben gelächelt.

Lebe dein Leben bis zum Schluss so,

dass du lächeln kannst wenn du gehst,

auch wenn die anderen um dich weinen.

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Ein Freund ...

Du kannst alles aushalten und durchstehen, wenn ein Freund dir

zur Seite ist und wenn er auch nichts weiter tun kann als ein

Wort sagen oder eine Hand hinhalten.

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Frühlingsboten …

Es genügt nicht, zu wissen, dass das Leben ein

Spiel ist, man muss auch die Spielregeln kennen

und beachten. Erst dann wird das Spiel des

Lebens wirklich ein Spiel.

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Liebe - und tu, was du willst ...

Wer Gott (oder einen Menschen) von Herzen liebt, der wird

versuchen, alles gut und richtig zu machen. Ein Liebender ist

niemals "Minimalist", der fragt, was er unbedingt tun muss. Eher

wird er im Übereifer des Guten zu viel tun.

Die Gottesliebe darf nie dazu verleiten, den Menschen neben uns

zu übersehen. Wo fromme Kirchgänger im Alltag unerfreuliche

Zeitgenossen sind, lassen auch sie die Hälfte aus; denn wenn

jemand sagt: Ich liebe Gott, aber seinen Bruder hasst, ist ein

Lügner; denn wer seinen Bruder, den er sieht, nicht liebt, kann

Gott nicht lieben, den er nicht sieht ...

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Lebensentscheidungen ...

Lebensquellen - Wir können bestimmen, wie wir die Zeit bis zu

unserem Tod gestalten. Ich kann mich entscheiden, ob ich

jammere und klage, was ich alles nicht habe, oder mich darüber

freuen, was es trotz vieler Herausforderungen in meinem Leben

Gutes und Schönes gibt.

Ich kann mich dafür entscheiden jeden Augenblick Wert zu

geben, auch wenn die Dinge nicht rund laufen. Und Ich kann

mein Weltbild überprüfen, ob das was ich glaube, stärkt, tröstet

und Kraft gibt.

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Partnerschaft ...

Bis weit in das vorige Jahrhundert herein, teilweise bis heute,

galt die Ehe als Zweck- und Geschlechtsgemeinschaft mit dem

vorrangigen Ziel, Kinder zu zeugen und eine Familie zu gründen.

Der Mann war das Familienoberhaupt, das alles bestimmte, die

Frau war Mutter und Haushälterin im Dienst von Mann und

Kindern.

Heute hat sich weitgehend das Bewusstsein durchgesetzt, dass

Mann und Frau gleichberechtigte, gleichwertige, dennoch nicht

gleichartige Partner sind. Zusammen planen und gestalten sie ihr

gemeinsames Leben. Sie verstehen ihre Ehe in erster Linie als

partnerschaftliche Liebesgemeinschaft.

Partnerschaftliches Zusammenleben in der Ehe bedeutet

einerseits ein gemeinsamer Weg, andererseits aber auch, dem

Partner Freiheit zu lassen und persönliche Entwicklung zu

ermöglichen. Dieses Freiraum-Gewähren jedoch ist oft mit großen

Ängsten verbunden und geht nicht ohne Krisen ab. Diese Krisen

aber werden jene Eheleute am besten bewältigen, die bewußt das

offene und häufige Gespräch pflegen.

Der Schriftsteller Rainer Maria Rilke brachte das Problem des

Zusammenlebens und des gleichzeitigen Loslassens auf den Satz:

"Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: einander lassen, denn dass

wir uns halten, das fällt uns leicht und ist nicht erst zu lernen."

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Rationalisierung heute,

morgen und überhaupt ...

Heute werden Postämter geschlossen, weil deren Rentabilität

nicht mehr gegeben ist. Schon morgen könnten Sendungen von

der Post nicht mehr zugestellt werden, wenn deren

Beförderungskosten wegen zu langer Wegstrecken nicht mehr

gedeckt sind.

Und übermorgen wird damit zu rechnen sein, dass chronisch

Kranke, Alte, Behinderte und nur schwer vermittelbare

Langzeitarbeitslose vom Gesundheitssystem ausgeschlossen

werden, weil sich deren Behandlung nicht mehr rentiert.

Sind das die Zukunftsaussichten im einstigen Land der

Glückseligen, wo große Teile der Bevölkerung EU-Beitritt und

Globalisierung als Gründe für diese Entwicklung sehen?

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Einfach zum Nachdenken ...

In unserer Freiheit liegt auch ein

Stück Verrücktheit. Dies umso mehr,

legen viele Menschen Wert auf

persönliche Entfaltung ....

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Persönliche Betroffenheit ...

Wie lassen sich junge Menschen heute für Religiöses motivieren?

Wir erleben sie oft als suchende Menschen. Und ich würde sagen,

jeder sucht auf seine Weise. Was heute stark gefragt ist, ist die

persönliche Betroffenheit. Wenn etwas, das gesagt oder getan

wird, mich trifft, bin ich durchaus bereit, mich auf etwas

einzulassen.

Das ist einer der Unterschiede zu früher, als es

Selbstverständlichkeiten gab. Religiosität muss heute mit Erleben

in Verbindung gebracht werden.

Diese persönliche Betroffenheit kann verschiedenartig geschehen:

im äußeren Bereich, wie z.B. bei Weltjugendtreffen, bei großen

Wallfahrten oder ähnlichem. Aber auch persönliche

Schicksalsschläge können Betroffenheit auslösen.

Fragen tauchen auf: Wo ist er nun, mein Gott? Lässt er mich

hängen? Diese persönliche Betroffenheit bewirkt manchmal ein

Sich-Einlassen auf spirituelle Angebote. Und wer sich einmal

einlässt, der ist auch bereit, etwas aufzunehmen oder die Frage

zu stellen: Was hat Gott mit mir vor?

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Unbegreifliches Bewußtsein ...

Das Bewusstsein ist seit jeher etwas Unbegreifliches nicht

Fassbares. Es mutet tief, geheimnisvoll ja mystisch an, hat aber

auch eine verborgene Kraft.

Aber was ist diese Kraft, die Kranke gesund macht, Leben

verlängert, den Tod hinauszögert?

Wie es Blaise Pascal beschreibt: "Wenn der geworfene Stein

Bewusstsein hätte, so würde er sagen, ich fliege weil ich will!"

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Theologische Themen und

Fragen ...

Sie mögen jetzt vielleicht einwenden, dass das doch eigentlich die

Aufgabe von Priestern bzw. kirchlichen Mitarbeitern ist. Meiner

Erfahrung nach haben Personen, die als "fernstehend" oder

"religiös Suchende" gelten, gerade damit Probleme.

Viele fürchten, dass sie auf eine persönliche Frage, auf eine

Frage, in der sie selber unsicher sind, eine professionell

vorformulierte Antwort bekommen, eine möglicherweise

überfordernde Antwort.

Da fällt es oft leichter, sich an einen Laien zu wenden, von dem

man weiß, dass er mit den Irrungen und Wirrungen des

modernen Lebens ganz gut vertraut ist. Die Gesprächsbasis ist

eine andere: lockerer und von gleich zu gleich. Meiner Erfahrung

nach herrscht ein beachtliches Bedürfnis nach derartigen Fragen

und Gesprächen.

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Manchmal glaubt man allein

zu sein ...

Manchmal wenn du weinst, sieht keiner deine Tränen. Manchmal

wenn das Leben weh tut, ist keiner da, der deinen Schmerz spürt.

Manchmal wenn du dich sorgst, ist keiner da, der deinen

Kummer sieht.

Manchmal wenn du glücklich bist, sieht keiner dein Lächeln.

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Gebet - pro und contra ...

Spiritualität - Das Gebet hat große Kraft; es trägt die hungrige

Seele empor zu Gott, dem lebendigen Quell, und bringt zusammen

zwei Liebende: Gott und die Seele (nach Gertrud von Helfta, 13

Jhdt.).

pro: Das Gebet ist der beste Weg, um zum Glauben und zu sich

selbst zu kommen. contra: Beten ist verlorene Zeit. Es sei

wichtiger, mit den Händen zuzupacken, als sie zu falten.

Ist die Alternative nun "entweder Gebet oder Arbeit", nicht ein

totales Missverständnis?

Ein indischer Yogi sagte einmal: "Ein Pfeil wird nicht ins Ziel

getragen. Er wird einige Zentimeter zurückgezogen, um hundert

Meter zu fliegen." So zieht sich der Geist ins Gebet zurück, um

danach umso dynamischer wieder arbeiten zu können. Vom

Gebet gehen Impulse für den Alltag aus. Und umgekehrt wird das

Gebet vom Alltag her erst lebendig. Gebet ist nicht Flucht aus der

Wirklichkeit, es kommt unserem Alltag zugute, wenn wir uns

zwischendurch oder am Abend - die Zeit nehmen - uns zum

Gebet zurückzuziehen.

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Stimme des Gewissens ...

Not sehen, heißt dass wir uns bemühen, dass die Stimmlosen

eine starke Stimme in der Gesellschaft erhalten. Weil wir uns mit

der Not nicht abfinden wollen, auch wenn manches, was zu sagen

ist, nicht immer von allen gerne gehört wird ...

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Lebensabend …

Wir können bestimmen, wie wir die Zeit bis zu unserem Tod

gestalten.

Ich kann mich entscheiden, ob ich jammere und klage was ich

alles nicht habe, oder mich darüber freuen, was es trotz vieler

Herausforderungen in meinem Leben Gutes und Schönes gibt.

Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.

Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.

Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem

anderen Licht.

Man soll nicht ängstlich fragen:

Was wird noch kommen?,

sondern sagen:

Ich bin gespannt,

was Gott noch mit mir vorhat.

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Leid zu Lebzeit ...

Lebensquellen - Warum muss ein Mensch leiden, um der

gerechten Strafe willen? Warum müssen Angehörige leiden, wenn

ein zum Tod auserkorener Mensch keine Zukunft mehr vor sich

hat? Ist Leid ein Zustand, der uns in seiner Kernaussage treffen

muss, um dann vielleicht einen besseren Menschen aus uns zu

machen?

Oder doch fragend, warum muss dieses Schicksal uns treffen?

Was wird hier zu Lebzeiten gegenverrechnet? Fragen auf die wir

keine Antwort wissen. Vielleicht wollen wir diese Fragen auch nur

im Raum stehen lassen, weil wir keine Antwort geben können

und vielleicht auch keine wissen wollen ...

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Flüssigkeit des Denkens ...

Bei kreativen Menschen fließen die Gedanken. Jeder neue

Gedanke, jedes Gehörte oder Gelesene wird automatisch zu einer

Gedankenkette verknüpft. Dadurch verfügen kreative Menschen

über einen unerschöpflichen Ideenreichtum. So sind sie davor

geschützt, sich in Gewohntem festzufahren und kommen zu

lösenden Problemen immer näher ...

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Der Tod als letzte Tat ...

Wäre es nicht leichtsinnig, sich ein Leben lang nicht um Gott zu

kümmern, in der Hoffnung, dass dafür ja im Tode noch genügend

Zeit ist. Wer weiß, ob wir dann die Kraft aufbringen, plötzlich die

eigene Vergangenheit zu verleugnen und gegen alle

Lebensgewohnheiten uns neu zu orientieren. Was wir in Zukunft

sein möchten, müssen wir in der Gegenwart anfangen ...

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Originalität ...

Kreative Menschen kommen auf überraschende Einfälle. Auch

deshalb weil sie sich von kurzlebigen Modeströmungen

freizuhalten wissen. Sie fangen sehr häufig da an zu denken, wo

andere aufhören: Angst vor vermeintlichen oder tatsächlichen

Tabus ist ihnen ebenso fremd wie die Sorge davor, sich quer zur

herrschenden Denkrichtung zu stellen ...

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Einfach zum Nachdenken ...

WENN WIR DIE JUGEND NICHT MEHR

VERSTEHEN ...

"Wenn Wege steil werden, wird die Frage nach der

Herkunft und nach dem Ziel wichtig. Wem will ich

dienen, was will ich erreichen ...?"

Eltern kennen Freud und Leid mit der Freiheit, die

ihre Kinder beanspruchen. Die Jugendlichen gehen

Wege, die die Erwachsenen nicht verstehen. Sie

ergreifen Berufe, ohne zu überlegen, wie sie damit ihr

Brot verdienen werden. Sie gestalten ihr

Zusammenleben anders, als es die Kirche geregelt

hat.

Manche werfen ihnen deshalb Sittenverfall und

Wohlstandsverwahrlosung vor. Oft ist die Jugend

ehrlicher und authentischer, als es ihre Eltern und

Großeltern sein konnten.

Wenn wir ihre Wege nicht verstehen und mitgehen

können, wie können wir darauf reagieren? ...

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Einfach zum Nachdenken ...

WEN DIE GÖTTER LIEBEN, DEM GEBEN SIE ALLES

Die wirklich Lebenden sind ohne Alter. Nur die

lebenden Toten zählen die Jahre und zerbrechen sich

fieberhaft den Kopf darüber, wann wohl ihre Nachbarn

geboren sind. Und diejenigen, die in der Krankheit ein

Scheitern oder eine Katastrophe sehen, haben noch

nicht zu leben begonnen. Denn das Leben beginnt

dort, wo alle Kategorien zerfallen ...

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Sprache macht ...

Erschafft die Sprache den Menschen oder der Mensch die

Sprache? Sprache macht Sprache, macht Geschichten, macht

Musik, macht Menschen, macht Krieg, macht Liebe, macht

traurig, glücklich, aufgeregt und - macht Lust auf mehr ...

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Christ in der Welt ...

Spiritualität - Viele von uns haben das Gefühl, dass es mit der

Kirche bergab geht. Ein ganz klare dogmatische Wahrheit besagt:

die Kirche wird niemals untergehen!

Haben sie schon einmal im Evangelium diese vielen Stellen

durchgelesen, wo es um Talente geht, die viele verstecken und

nichts daraus machen. Vermehrt eure Talente auch im Interesse

des Glaubens.

Wir haben heue ein bisschen einen Gnadenfatalismus nach dem

Motto: "Da kann man nur beten ..." Aber nur beten? Wo steht das

im Evangelium? Wir müssen auch etwas tun. Wir sind zu einer

Kirche des bloßen Forderns und Wünschens geworden; man

müsste, man sollte, und alle möglichen anderen sollten, könnten,

müssten.

Nein, du sollst was tun ...

www.neugasse11.at Seite 44


Ich möchte die Welt

umarmen ...

Ich möchte die Welt umarmen, um zu mehr gegenseitiger

Achtung und Menschenwürdigkeit aufzurufen.

Ich möchte die Welt umarmen, um zu weniger wirtschaftlicher

Globalisierung, aber zu mehr persönlicher Gemeinsamkeit

anregen.

Ich möchte die Welt umarmen, um zu mehr Spiritualität,

Lebensentschleunigung und mehr Menschlichkeit appellieren.

Ich möchte die Welt umarmen, und alles Leid und Unrecht

gerechter aufteilen.

Ich möchte die Welt umarmen und wünsche mir, dass aus

meinem Traum Wirklichkeit wird ...

www.neugasse11.at Seite 45


Frommer Leerlauf ...

Spiritualität - "Reiche gehen regelmäßig zur Messe, entsprechen

aber nicht dem Gebot biblischer Nächstenliebe?!" Tatsächlich

beruhigen manche Christen mit Gottesdienst und gelegentlicher

großer Spenden ihr Gewissen und fühlen sich dann der

Verantwortung für soziale Gerechtigkeit in der Welt und im

Alltag enthoben. Es ist verständlich, wenn ein Teil unserer

Gesellschaft solchem "frommen Leerlauf" skeptisch

gegenübersteht.

www.neugasse11.at Seite 46


Religionsvielfalt ...

Respekt vor den Menschen, aber nicht vor falschen Systemen.

Der Aufruf zum Dialog mit Andersgläubigen und zur

Wertschätzung Andersdenkender wird oft missverstanden. Viele

deuten ihn als Appell, alle Sichtweisen für gleichwertig zu halten,

jede Religion als Heilsweg anzusehen ...

www.neugasse11.at Seite 47


Der Fortschritt des Buches ...

Das Wunderbare am Buch ist seine einzigartige Verbindung zum

Menschen. Es ist einfach und deutlich. Beim Lesen wird der

vordere Teil dicker, während der hintere abnimmt. Das vermittelt

ein starkes Gefühl von Fortschritt ...

www.neugasse11.at Seite 48


Spuren beim Wandern ...

Ein guter Wanderer folgt keiner Spur. Seine eigene Fähigkeit zur

selbständigen Orientierung zu schulen gehört zu den lustvollen

Erfahrungen einer Wanderung und zu den dringendsten

Erfordernissen des Alltags. Sie gilt es so weit wie möglich auf

seine gesamte Lebensführung zu übertragen.

Strapazen gehören dazu ...

www.neugasse11.at Seite 49


Der Mensch ist unterwegs und

heimatlos ...

Der Mensch lebt in der Zeit, und das bringt Bewegung,

Veränderung und ständige Unruhe in sein Leben. "Nichts ist, was

dich bewegt, du selber bist das Rad, das aus sich selbst läuft

und keine Ruhe hat." Diese Aussage des Mystikers Angelus

Silesius meint das, was wir moderne Menschen so erfahren:

Ich bin ausgegangen, draußen gingen Menschen:

Sie gingen, sie kamen, sie eilten, sie liefen.

Die Fahrräder liefen, die Wagen liefen, die Lastautos liefen,

die Straße lief, die Stadt lief, alles lief.

Sie liefen, um keine Zeit zu verlieren, sie liefen hinter der Zeit her,

um die Zeit einzuholen, um Zeit zu gewinnen.

Auf Wiedersehen, entschuldigen Sie, ich habe keine Zeit.

Aber wohin ist der Einzelne und die unruhige Menschheit

unterwegs?

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Meine sanfte Seite ...

Lewis Carroll philosophierte in einem Zitat: "Ich wüsste gern, ob der

Schnee die Bäume und die Felder liebt, wo er sie so zärtlich küsst."

Wolken können zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen

Orten Schneeflocken, Regentropfen und sogar Hagelkörner

hervorbringen. Alle diese Formen haben ihren besonderen Zweck

und ihre besondere Stimmung, wenn sie vom Himmel fallen. Am

leichtesten von allen ist die Schneeflocke, und deshalb fällt sie

langsam und sanft. Der Regen kann sanft oder heftig sein.

Manchmal wirkt er zornig, fast befreiend.

Der Schnee aber kann noch so dicht fallen, er wird immer sanft

sein. Wir können ihn nicht hören. Weiß und friedlich breitet er

sich über die Erde aus. Bei genauerem Hinsehen werden wir

feststellen, dass jede kleine Schneeflocke einmalig ist.

Wie die Schneeflocken sind auch wir einzigartig. Vielleicht

könnten wir von den Schneeflocken lernen, mit allem was lebt

und wächst, behutsam umzugehen. Zeiten des Zorns und des

Regens sind unerlässlich, aber ein sanfter Schneefall bringt allen

Menschen den Frieden.

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Kreativität in meinem Leben

Lebensquellen - Henry David Thoreau meinte: "Aus jedem Tag

das Beste zu machen, das ist die größte Kunst."

Wir können unseren Tag wie ein Bildhauer gestalten und mit

Hilfe unserer Kreativität ein herrliches Meisterwerk schaffen. Wir

bestimmen die Feuchtigkeit des Tons. Wir kneten ihn, formen

ihn, glätten ihn, lieben ihn. Andere können Vorschläge machen,

und wir gewinnen durch ihren Rat neue Perspektiven, aber es

bleibt schließlich doch unser eigenes Werk.

Unser Messer kann zuweilen abrutschen, unsere Mischung zu

trocken sein. Jeder große Künstler erleidet gelegentlich

Rückschläge. Oft sind es gerade die Unvollkommenheiten, die ein

Kunstwerk richtig interessant machen.

www.neugasse11.at Seite 52


LEBENSSINN - Einfach zum

Nachdenken ...

Manchmal wenn du

weinst, sieht keiner

deine Tränen.

Manchmal wenn das

Leben weh tut, ist

keiner da, der deinen

Schmerz spürt.

Manchmal wenn du

dich sorgst, ist keiner

da, der deinen

Kummer sieht.

Manchmal wenn du

glücklich bist, sieht

keiner dein Lächeln.

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Aufbrechen - auch mit Gott

unterwegs sein ...

Im folgenden Gedicht wird versucht, das Thema des (inneren)

Aufbruchs, eines neuen Starts im Leben zu durchleuchten. Was

heißt "Aufbruch"? Wer oder was "bricht auf"? Was geschieht,

wenn man sich auf den Weg macht? Jede Zeile dieses Gedichtes

ist eine Art Anfrage an den Leser, die ihm zugleich die Richtung

weist.

Lesen Sie dieses Gedicht Zeile für Zeile und lassen sie es in Ruhe

auf sich wirken.

mach dich auf

geh deinen Weg

lasse los

verlasse

wage Neues

mach dich auf

öffne dich

lass dich durchschauen

sei einsichtig

leg dich frei

brich auf

du findest Weggefährten

du findest Menschen

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du findest Freunde

du findest dich

brich dich auf

den Stein in dir

den Fels in dir

den Granit in dir

das ICH in dir

mach dich auf

brich auf

liefere dich aus

verschenke dich

Reisen mit guten Wünschen ...

Ich wünsche dir, dass du immer wieder Freude daran hast, die

große Welt zu entdecken und das Leben besser kennen zu lernen,

dass dich die Ferne fasziniert und du deine Heimat liebst, dass

du auf fremde Menschen zugehst und an alten Freunden neue

Seiten entdeckst.

Ich wünsche dir aber auch, dass du neben der großen Welt auch die kleine

Welt in dir kennen lernst, deine Träume und geheimen Sehnsüchte, deine

Wünsche und Hoffnungen.

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LEBENSQUELLEN - Einfach

zum Nachdenken ...

MEINEN WEG GEHEN

Ich liebe das Leben,

die Freiheit,

ohne Angst vor der Zukunft.

Der Weg ist lang,

oft unübersichtlich,

arbeiten auf Sicht,

meinen Weg gehen.

Es gibt Steine auf der Strecke,

viele sind schwer,

oft zu schwer,

alleine räume ich nicht alle weg,

Nahestehende helfen dabei,

mit Entbehrungen,

meinen Weg gehen.

Loslassen,

von Zuhause abnabeln,

Freundschaften bekunden,

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die Welt entdecken,

wiederkehren und die Heimat schätzen,

meinen Weg gehen.

Ziele setzen,

mit Anstrengungen verbunden,

Entscheidungen überlegen,

lebensnah.

Ich gehe meinen Weg.

Leben wir so? ...

Am Ufer sitzend

die Angel in Händen;

ins Wasser starrend

voll Erwartung,

den großen, schillernden,

herzeig- und verzehrbaren

Fang zu machen;

Aus dem Meer Hoffnung

die Fische, Erfolg, Geld und Macht

als "Liebe" und "Glück"

an Land zu ziehen.

Leben wir so?

* Vielleicht mag ich deshalb keinen Fisch ...

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Einfach zum Nachdenken ...

Mein liebes Kind

wo zieh'n die Jahre hin

bei Sonn und Wind.

Ich würde Dir gern noch

vieles sagen,

die Welt gemeinsam

hinterfragen.

Warum manche Dinge

anders laufen,

vieles kann man sich

nicht erkaufen.

Herz Verstand und

Ehrlichkeit, formen Dich

zu einem Menschen mit

Barmherzigkeit.

Ein wenig Ehrfurcht vor

der Natur,

schätz was Du hast mit

einem Treueschwur.

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Wir haben Dich

aufgenommen

und Dich in unser Herz

geschlossen,

wirst Du wiederkommen

ohne Deine Sauf- und

Rauchgenossen?

Bewahr den Glauben

stets in Deinem Herzen,

Du wirst ihn brauchen

auf Deinem Weg der

Schmerzen.

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vom Sport zur

Literatur

HERBERT WESELY

Aphoristiker, Dichter ...

Einst umtriebiger Funktionär bei diversen Vereinen, Erwachsenenbildner ...

... zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich des Fußballs - privater

Ausgleich durch das Schreiben von Aphorismen und Gedichten in den

vielfältigsten Formen ...

Der Autor provoziert mit seinen Gedankensplittern und zeitkritischen Texten

der „Lebensquellen“ auch die Frage nach dem Christsein von heute ...

Dichter und Autoren schreiben in kurzen Essays, in funkelnden

Miniaturen ihre oft kleinen Sprachkunstwerke. Der Leser muss markante

Aussagen und Stellen dann allein erschließen.

Schreiben ist mehr als die Jagd nach Rezensionen, Auszeichnungen und

Preisen. Den Puls zu fühlen, den blanken Nerv, das ist Schreiben. Das ist

eine Art Kampf, und zwar ein Lebendiger.

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EIGENVERLAG

Kontaktadresse: A 3372 Blindenmarkt, Neugasse 11

www.neugasse11.at Seite 60

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