Caritas intern - Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

caritas.recklinghausen.de

Caritas intern - Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Ausgabe Juli 2008

Wir pflegen Menschlichkeit

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.


Auf ein Wort

Titelbild:

Das Titelbild der aktuellen Ausgabe zeigt eine Szene aus

der Heilpädagogischen Frühförderung. Das ist ein Ange-

bot an Eltern mit Kindern im Säuglingsalter, Kleinkindal-

ter und Vorschulalter, deren Entwicklung nicht altersge-

mäß erscheint, die von einer Behinderung bedroht sind

oder bei denen eine Behinderung vorliegt!

Mehr unter: www.caritas-recklinghausen.de

Termin:

Die nächste Ausgabe erscheint am 15. Oktober 2008.

Redaktionsschluss ist am 30. August. Ihre Beiträge schi-

cken Sie bitte an: s.gemma@caritas-recklinghausen.de

Impressum:

Herausgeber:

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.,

Börster Weg 11, 45657 RE, Tel.: 02361/58 9-0,

Geschäftsführer: Fred D. Kaufmann

Druck: Schützdruck GmbH, Oerweg 20, 45657 RE

© Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Essen auf

Rädern

Fahrdienst

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Keine Kirche der Armen

– aber für die Armen

Dialog mit den Muslimen - Grundlage für

die Arbeit der kath. Kirche im Niger

Täglich wird Erzbischof Michel Cartatéguy am frühen Mor-

gen und in der Abenddämmerung an seine Hauptaufgabe

erinnert. Rund um Kathedrale und Bischofssitz im Herzen

der nigerischen Hauptstadt Niamey liefern sich die Muez-

zin einen Wettstreit in Lautstärke und Ausdauer: „Allahua-

kbar“ schallt es von den Moscheen ringsum. Cartatéguy

nimmt den Ruf an: „60 Prozent meiner Arbeit ist dem Di-

alog mit den Muslimen gewidmet,“ sagt er und fügt mit

einem Augenzwinkern hinzu: „Und 40 Prozent, um die Ka-

tholiken von der Notwendigkeit dieses Dialog zu überzeu-

2 Caritas REport Juli 2008

gen.“

Hausnotruf

Seit 10 Jahren in Recklinghausenfür

Recklinghausen

Cartatéguys Amtsbruder Ambroise Quedraogo in Mara-

di, der zweiten Diözese des Landes, kann auf internatio-

nalen Bischofskonferenzen immer wieder erstaunte Blicke

ernten mit dem Hinweis, das der Leiter der katholischen

Schulen im Niger Muslim ist. Auch sein Diözesancaritasdi-

rektor Abdoul Moumouni betet zu Allah, baut deshalb aber

45659 Recklinghausen | Mühlenstr. 29 | � 02361/ 2 41 00-0 | www.malteser-recklinghausen.de


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Auf ein Wort

mit nicht weniger Energie und elf hauptamtlichen und fast

80 ehrenamtlichen Mitarbeitern die soziale Arbeit in einem

Gebiet von der zweifachen Größe Deutschlands auf.

Die katholische Kirche im Niger ist klein. Sie muss sich ar-

rangieren und tut dies pragmatisch. 20.000 Katholiken le-

ben mit 13 Millionen Muslimen, einigen hunderttausend

Anhängern animistischer Religionen und ein paar tau-

send Evangelikalen im ärmsten Land der Erde zusammen.

Ihre Bedeutung ist weit größer, weil ihre Mitglieder über-

wiegend der Mittel- und Oberschicht angehören und über

gute Kontakte in die Regierung verfügen.

Es ist somit keine Kirche der Armen und die katholische

Mission eine grüne, sauber geharkte und mit Beeten ge-

schmückte Oase in der eher verfallenden, staubigen und

von allgegenwärtigem Plastikmüll durchwehten Haupt-

stadt der ehemaligen französischen Kolonie. Aber sie ist

eine Kirche für die Armen und gewinnt gerade auch daraus

ihre starke Stellung im Lande.

Dass Kirche und Caritas untrennbar und ganz eng zusam-

men gehören, daran lassen beide Bischöfe keinen Zweifel.

Auf ihren Wunsch sind die beiden Vorgängerorganisati-

onen 2005 zu CADEV verschmolzen worden. „Caritas-Dé-

veloppement“ soll, so Erzbischof Cartatéguy, die sozialen

Aktivitäten seiner Kirche koordinieren, sie effektiver ma-

chen und nicht zuletzt für mehr „Sichtbarkeit“ im musli-

mischen Umfeld sorgen. Auch sollen dadurch die Christen

stärker einbezogen und der Pastoral eine höhere Verant-

wortung zugewiesen werden.

All das geht letztlich nur in enger Abstimmung mit den

Imamen der muslimischen Mehrheit und die „muss jeden

Tag neu errungen werden“, sagt Cartatéguy, der aus dem

französischen Baskenland stammt. Die Chancen sind ver-

gleichsweise gut. Der Islam im Niger ist nicht fundamen-

talistisch wie in den umgebenden Ländern, sondern to-

lerant. Der Erzbischof hat einen Sitz im Komitee „Weise

Häupter der Religion“, in dem gemeinsam nach Wegen

gesucht wird, das Zusammenleben der Religionsgemein-

schaften zu verbessern.

„Das heißt nicht, dass es keine Probleme gibt,“ sagt sein

Amtsbruder in Maradi: „Aber es explodiert nicht“. Seine

Botschaft: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Man müs-

se sich vor den Muslimen nicht fürchten. Durch Kennen-

lernen entstünden Freundschaften und bleibe man offen

für andere Menschen. Damit das so bleibt, will die katho-

lische Kirche vor allem mit ihrer Sozialarbeit ein starkes

Gegengewicht gegen fundamentalistische Tendenzen set-

zen. Darin wird sie von Caritas international, dem Hilfs-

werk des deutschen Caritasverbandes seit Jahrzehnten in

einem Maße unterstützt, dass über die reine Größe des

Landes und ihrer Kirche weit hinaus geht.

Caritas REport Juli 2008

Die katholische Kirche hat dabei ein Alleinstellungsmerk-

mal, dass offensichtlich in der Bevölkerung wahrgenom-

men wird. Während sich andere Religionsgemeinschaften

auf ihre eigenen Angehörigen beschränken, hilft sie allen

Menschen und ist Bedürftigkeit der einzige Maßstab. Das

öffnet Straßen. Den Begriff „Caritas“ kennt offensichtlich

jeder Mautbeamte und jeder Polizist im Lande. Ihre Ge-

sichter hellen sich auf, wenn die Fahrer ihn nennen, je-

der Gedanke an Kontrolle scheint wie weggeblasen, das

Sperrseil senkt sich und der Weg ist frei.

Harald Westbeld, Diözesancaritasverband Münster

Gebet der Caritas im Niger

Ehre sei Gott in der Höhe. Und Friede den Menschen, die Er

liebt. Wir loben Dich in Deiner großen Majestät. Wir prei-

sen Dich für Deinen immensen Ruhm. Wir sagen Dir Dank

für die Ehre Deines Namens. Wir sind hier als Gläubige

versammelt und respektieren den besonderen Weg jedes

Einzelnen. Wir sind hier vor Dir und bereit, den Ärmsten

zu dienen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Nehme unseren Glauben an, damit er in der Liebe zu Dei-

nem Namen wachse. Alle: Amin!

Erleuchte unseren Geist, damit Dir unsere Entscheidungen

gefallen. Alle: Amin!

Nimm unsere Hände, damit sie Werkzeug Deines Willens

werden. Alle: Amin!

Höre unsere Stimmen, damit durch sie das Leiden zur

Ruhe gebracht wird. Alle: Amin!

Lenke unseren Blick über uns hinaus und lass uns Deine

Gerechtigkeit schauen. Alle: Amin!

Segne unser Engagement, unsere Solidarität, unsere Ta-

ten und unseren Kampf. Alle: Amin!

Du bist der Milde, der Barmherzige, der Lebendige in Ewig-

keit. Alle: Amin!

„Amin“ ist ein Ausdruck der Bekräftigung oder Bestätigung in der

lokalen afrikanischen Sprache Houssa.

WOLFGANG REITMAYER

Rechtsanwalt

Tätigkeitsschwerpunkte:

Allg. Vertragsrecht, Arbeitsrecht,

Familienrecht, Verkehrsrecht,

Sozialrecht

Bockholter Str. 425 45659 Recklinghausen

Tel.: 02361/23444 Fax: 02361/24250

3


Caritas intern

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Beratung und Hilfen für schwangere Frauen

25 Jahre Schwangerschaftsberatung beim Caritasverband

1983 wurde die Schwangerschaftskonfliktberatung, die

bis dahin beim SkF Recklinghausen angesiedelt war, dem

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. über-

tragen. Grund für den Wechsel war, dass im Rahmen der

Schwangerschaftskonfliktberatung Beratungsnachweise

über eine erfolgte Beratung ausgestellt werden sollten

und der damalige Vorstand des SkF ´s sich davon dis-

tanzierte.

Die Beratungsstelle begann mit einer Mitarbeiterin. Diese

war für das gesamte Kreisdekanat Recklinghausen, also

für die Städte Recklinghausen, Dorsten, Haltern, Herten,

und Marl zuständig. In diesen fünf Städten werden auch

heute noch Beratungen durchgeführt. Dafür zuständig

sind in der Zwischenzeit 8 Mitarbeiterinnen, die sich 6,25

Vollzeitstellen teilen.

Über eine lange Zeit zog sich der Ausstieg aus der Schwan-

gerschaftskonfliktberatung hin. Der Papst wünschte,

dass zwar weiterhin Beratungen für Frauen im Schwan-

gerschaftskonflikt durchgeführt werden sollten, aber der

Beratungsnachweis sollte nicht mehr ausgestellt werden.

Damit mussten die katholischen Schwangerschaftsbera-

tungsstellen zum 31.12.2000 aus dem staatlichen Sy-

stem ausscheiden und die staatliche Anerkennung entfiel,

ebenso zunächst die staatliche Förderung. Der Ausstieg

aus der Konfliktberatung wurde von großem Bedauern

seitens der Träger und Mitarbeiterinnen begleitet.

Das Bistum Münster trat für die ausfallenden Landesmit-

tel ein förderte die allgemeine Schwangerschaftsberatung

in den katholischen Beratungsstellen. Hier durch wurden

viele neue Arbeitsschwerpunkte wie sexualpädagogische

Präventionsarbeit, Beratung bei Inanspruchnahme von

Pränataldiagnostik, Gruppenarbeit mit jungen Schwan-

geren und Müttern, Frauenfrühstück und andere entwi-

ckelt und eingeführt.

In der Zwischenzeit sind einige Jahre vergangen und

viele Befürchtungen, wie der Rückgang der Nachfrage

nach Beratung, haben sich nicht bewahrheitet. Unser Be-

ratungsangebot und die Nachfrage danach sind im Laufe

der Jahre immer weiter gewachsen.

25 Jahre erfolgreiche Beratungsarbeit für Frauen und Fa-

milien in schwierigen Lebenssituationen – dieses wollen

wir feiern. Am 23.Oktober 2008 wollen wir mit vielen Gä-

sten diese 25 Jahre Revue passieren lassen und ein paar

schöne Stunden verbringen. Einladungen dazu werden

rechtzeitig zugeschickt.

Kontakt und Informationen:

Sozialberatung bei Schwangerschaft

Börster Weg 11

45657 Recklinghausen

Leitung: Elisabeth Cramer

Sekretariat Terminvergabe:

Sylvia Knappik - Tel.: 0 23 61 / 58 90 59

Mo. - Do. von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Elisabeth Cramer

Mo., Die., Do. u. Fr. von 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr

schwangerschaftsberatung@caritas-recklinghausen.de

Zur Online-Beratung gelangen Sie über:

www.caritas-recklinghausen.de

4 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Gastbeitrag

Areopag Kulturpreis

Das christliche Jugendcafé

Der Areopag, das christliche Jugendcafé in der Steinstra-

ße in Recklinghausen vergibt einen Jugendkulturpreis.

Schirmherr der Preisvergabe ist der Leiter der Ruhrfest-

spiele, Dr. Frank Hoffmann. Hoffmann, der die Ruhrfest-

spiele zu einem immer größeren Erfolg verhilft, unter-

stützt den Areopag-Jugendkulturpreis, da ihm nicht nur

Kunst und Kultur im Herzen liegt, sondern er sehr ge-

spannt auf die Ideenvielfalt der jungen Menschen ist. Un-

ter dem Thema „Was geht…“ werden Jugendliche aufge-

rufen in vier Bereichen ihre Werke einzureichen: Musik,

Bildnerische Gestaltung, Literatur und Darstellung. Bis

zum 25 August müssen die Werke oder DVD´s und Be-

schreibungen im Areopag abgegeben werden. Eine

Verstellung der Werke wird durch die Künstler am 12.

September ab 19 Uhr im Areopag gegeben. Danach ent-

scheidet eine Jury über die Preisträger. Es winkt in jeder

Kategorie ein Preisgeld von 150 Euro. Mitmachen können

Einzelpersonen oder Gruppen im Alter von 14-22 Jah-

ren.

Caritas REport Juli 2008

Mehr über den Areopag:

www.areopag-re.de

Öffnungszeiten: Mo+Mi 10:00 -15:00 Uhr

Di+Do 10:00 - 18:00 Uhr

Fr 12:00 - 21:30 Uhr

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Schwerpunktthema

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Verantwortungsfähigkeit bei Jugendlichen stärken

Caritas-Jahreskampagne 2008: „Achten statt Ächten!“

Sie geht wieder zur Schule, obwohl sie ihre Tochter al-

leine erziehen muss.

Seit Beginn des Jahres bewegen die Medienberichte

über brutale Überfälle in U-Bahnhöfen von München

und Berlin durch Jugendliche ganz Deutschland.

Viele fordern eine Verschärfung des Jugendstraf-

vollzuges, Erziehungscamps und eine schnellere

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E-Mail: info@sanitaetshaus-lueckenotto.de

www.sanitaetshaus-lueckenotto.de

Abschiebung von jungen ausländischen Straftä-

tern. Sie stoßen auf hohe Akzeptanz. Stimmen wie

die der Caritas, die eine stärkere Bekämpfung der

Ursachen fordern, werden weniger gehört. Jugend-

kriminalität beginnt nicht erst bei der Straftat. Ihre

Ursachen liegen vor allem in sozialer Ausgrenzung,

Armut, sowie fehlenden Bildungsabschlüssen und

Zukunftsperspektiven. Das Motto der Meinungsfüh-

rer lautet jedoch: Der Staat muss durchgreifen, die

Jugendlichen müssen durch Härte und drakonische

Strafen einen Schuss vor den Bug bekommen. Und

dann?

Stärken, Talente, Mut und Hoffnung fördern. Zwei Mädchen

mit Blick in die Kamera. Darunter: Sie hören nicht auf sich

zu bewerben, obwohl ihre Chancen 1:1.000 stehen.

Die aktuelle Diskussion zeigt eine große Hilflosigkeit und

eine hoch problematische Stigmatisierung von Jugend-

lichen mit Migrationshintergrund. Umso stärker ist der

Kontrast der Jahreskampagne 2008 des Deutschen Ca-

ritasverbandes. Ihr Motto lautet: „Achten statt ächten“ -

eine Befähigungsinitiative für junge Menschen. Sie zeigt

auf ihren Plakatmotiven Jugendliche, die versuchen, für

sich Zukunftsperspektiven zu entwickeln und sich zum

Beispiel bewerben, obwohl ihre Chancen 1:1.000 stehen.

Die Kampagne setzt dabei an, den Umgang mit und das

Bild von Jugendlichen, die von Armut und Benachteili-

gung betroffen sind, zu verändern. Sie betont die Stär-

ken, Talente, Mut und Hoffnungen dieser Jugendlichen.

Sie macht deutlich, dass sie von Kindesbeinen an Rah-

menbedingungen wie bessere Bildungschancen, Auf-

merksamkeit und Wertschätzung brauchen, damit sie

sich zu eigenverantwortlichen und solidaritätsfähigen

jungen Menschen entwickeln können.

Als Caritas zeigen wir mit den 800 Projekten und poli-

tischen Positionen in der Befähigungsinitiative, welche

Rahmenbedingungen notwendig sind und wie Befähigung

konkret gelingen kann. Und dabei geht es nicht um Ku-

schelpädagogik! Unsere Initiative ist geprägt vom christ-

lichen Menschenbild, das den Menschen in seinen Fähig-

keiten, seiner Freiheit und Verantwortungsfähigkeit sieht

und nicht sein Versagen in den Vordergrund stellt. „Ach-

ten statt ächten“ - als Caritas der Kirche können wir ge-

rade jetzt dazu einen wesentlichen Beitrag leisten!

Dr. Ulrike Kostka

Abtlg. Theologische und verbandliche Grundlagen im

6 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Schwerpunktthema

Forderungen:

Jugendliche respektieren und fördern!

Caritas REport Juli 2008

Deutschen Caritasverband, Freiburg

In Deutschland gibt es eine Reihe von Jugendlichen, die

an den Anforderungen scheitern, die täglich auf sie ein-

prasseln. Sie kommen in der Schule nicht mehr mit,

sie schaffen es nicht, eine ordentliche Bewerbung zu-

sammenzustellen, sie sind perspektivlos. Ihre „Überle-

bensstrategien“ bringen ihre Hilflosigkeit zum Ausdruck:

Schule schwänzen, verweigern und abbrechen, Flucht in

virtuelle Welten ...

Zu oft bleiben diese Jugendlichen mit ihrer Verantwor-

tung alleine. Durchs Raster gefallen, aussortiert, selbst

schuld. Doch können sie wirklich etwas dafür, wenn der

Vater durchgebrannt ist, die Mutter an der Flasche hängt,

oder die Familie einfach nie das Geld für die notwendige

Nachhilfe aufbringen konnte?

Jugendliche werden oft unterschätzt - vor allem, wenn

sie aus Sicht der Erwachsenen „schwierig“ sind. Schnell

werden Schubladen auf- und nicht wieder zugemacht. Zu

wenige fragen ehrlich interessiert nach: Was denkst du,

was willst du, was kannst du? Es lohnt sich jedoch, hinter

die coole Kulisse dieser jungen Leute zu blicken und zu

erkennen: Jeder und jede hat ihre eigene Geschichte.

Der Dialog ist selten einfach, braucht Geduld und gelingt

nicht immer. Doch unsere Gesellschaft darf es sich nicht

erlauben, diese Jugendlichen auszugrenzen, nur weil die

Auseinandersetzung mit ihnen mühsam ist. Jugendliche

brauchen Erwachsene, die sie als Gesprächspartner ernst

nehmen. Klare Standpunkte sind gefragt, nicht Besser-

wisserei und Überheblichkeit.

Politik, Gesellschaft, Verbände, Schulen und Unterneh-

men müssen alles dafür tun, diesen Jugendlichen eine

neue Chance zu geben. Denn auch sie haben Talente und

Fähigkeiten, die sie entdecken und nutzen müssen, um

in unserer Gesellschaft nicht dauerhaft auf dem Abstell-

gleis zu landen. Selbstvertrauen, Mut und Kraft entwi-

ckeln auch junge Menschen nur, wenn sie gefördert wer-

den.

Mehr Informationen zur Kampagne „Ach-

ten statt Ächten“ und mehr „Helden“ fin-

den Sie Internet:

www.achten-statt-aechten.de

Forderungen:





Jugendliche sind Teil dieser Gesellschaft. Ihre Su-

che nach Identität braucht Erwachsene, die zum Dia-

log bereit sind - auch mit Jugendlichen, die über die

Stränge schlagen.

Schulsozialarbeit flächendeckend ausbauen, insbe-

sondere an Förder- und Hauptschulen

Gezielte Projekte für Schulverweigerer entwickeln

Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe

verstärken

Sie hören nicht auf sich zu bewerben, obwohl ihre Chan-

cen 1:1000 stehen.

Er will sich nicht prügeln, obwohl er damit aufgewach-

sen ist.

7


Caritas intern

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Caritashaus Reginalda feiert Sommerfest!

Ein sonniger Sonntag lockte viele Gäste in das Seniorenheim am 1. Juni:

Bei schönstem Sonnenschein konnten die Gäste unter

dem schattigen Pavillon gemütlichen sitzen.

Exklusive Modenschau

Caritashaus Reginalda

„Schauen, wählen und anprobieren“ unter diesem Motto

präsentierte das Caritashaus Reginalda am 22. April eine

Modenschau der besonderen Art! Die Firma BW Moden

Weber aus Duisburg zeigte pflegeleichte und modische

Kleidung und Schuhe für Senioren. Die Modelle wurden

wie in Paris und Mailand vorgeführt! Ehrenamtliche und

Mitarbeiter wirkten als Modelle mit.

Kleine und große Preise gab es am Glückrad!

Tanz in den Mai

Caritashaus St. Hedwig

Mitarbeiter und Bewohner des Caritashauses St. Hed-

wig tanzten ausgelassen in den Mai. Mit großer Unter-

stützung von Ehrenamtliches des Hauses, der Gemeinde

St. Elisabeth und den Angehörigen verwandelte sich der

Speisesaal in ein buntes Maifest. Und es wurde sogar das

Tanzbein geschwungen.

8 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Caritas intern

Warum das Leben so unterschiedlich „tickt“!

InCa-Projekt - Vorstellung der Sinus Milieus

Im Rahmen des InCa –Projektes wurden wir durch die

Darstellung von Herrn Gerhards über die Sinus Milieus ®

von Sinus Sociovision bereichert. Sinus fasst Menschen-

gruppen zusammen, die sich in Lebensauffassung, Le-

bensweise und sozialer Lage ähneln.

Für den beruflichen Alltag im sozialen Netz der Caritas ist

es wichtig zu wissen, mit welchen Gruppierungen wir es

zu tun haben und wie man sie erreichen kann,

z.B. die Sprachcodes verstehen und richtig anzuwenden,

um nicht in Kommunikationsfallen zu tappen und Flyer /

Aushänge darauf ausrichten können.

Um z.B. einen Aushang zu gestalten, ist es wichtig, dass

im Vorfeld überlegt wird, welche Gruppierung wir anspre-

chen wollen und diesen in Sprache und Layout dement-

sprechend präsentieren.

Innerhalb jeder Einrichtung haben wir es mit sehr unter-

schiedlichen Milieus zu tun, auf die differenziert einge-

gangen werden muss.

Christiane Thormann (FZ St. Christophorus)

Christiane Röhl (Integration + Migration/ GWA)

WDR im Caritasverband

COSMO-TV interviewt Willi Salbreiter

Für einen Beitrag im Mai über das Bleiberecht interview-

te ein Kamerateam des WDR Willi Salbreiter, Leitung des

Fachdienstes Integration, Migration und Gemeinwesenar-

beit unseres Verbandes.

Caritas REport Juli 2008

Integrationsrat zu Gast

Caritashaus St. Michael

Zum Schwerpunktthema ältere Migranten hatte der Ca-

ritasverband den Integrationsrat der Stadt Recklinghau-

sen im Mai ins Caritashaus St. Michael ab. Maria Peters

begrüßte als Vorstandsmitglied des Caritasverbandes die

Gäste. Willi Salbreiter, Leitung des Fachdienstes Integra-

tion, Migration und Gemeinwesenarbeit, stelle die inter-

kulturelle Arbeit in unserem Verband vor. Zum Abschluss

führte Pflegedienstleiter Michael Teschlade die Gäste

durch die Einrichtung.

9


Hinter den Kulissen

„Mir gibt es eine innere Zufriedenheit“

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Ludger Twachtmann ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes RE

Als eingetragener Verein hat der Caritasverband

für die Stadt Recklinghausen e.V. als oberstes Or-

gan einen ehrenamtlichen Vorstand. Neun Per-

sonen arbeiten hier ehrenamtlich für unseren Ver-

band. Ihr Vorsitzender ist Ludger Twachtmann

(Verwaltungsleiter und Prokurist des Prosper-

Hospitals). Doch was genau ist eigentlich seine

Aufgabe? Und warum übt er zusätzlich zu seinem

Hauptberuf noch ein Amt in seiner Freizeit aus,

das ihn so sehr beansprucht? Der CaritasREport

hat darüber mit ihm gesprochen:

Herr Twachtmann, was sind eigentlich Ihre Aufga-

ben als Vorstandsvorsitzender?

Der Vorstand hat die Aufgabe, die strategische Entwick-

lung des Verbandes zu planen. Hier werden Vorgaben und

Richtlinien erarbeitet für die Verbandsarbeit. Gleichzeitig

übt er die Aufsicht über die Geschäftsführung aus. Als

Vorstandsvorsitzender eines eingetragenen Vereins tra-

ge ich zusätzlich die rechtliche Verantwortung und hafte

auch mit meinem Privatvermögen. Ich sehe es als unse-

re Aufgabe im Vorstand, den Verband am Markt zu po-

sitionieren, ihn in die Zukunft zu leiten und damit seine

Zukunft zu sichern. Wir legen damit auch die finanziellen

und organisatorischen Rahmenbedingungen fest. Ganz

praktisch sieht diese Arbeit so aus, dass ich viele Ge-

spräche und Sitzungen führe. Gespräche im Verband, um

mit Mitarbeitern Projekte zu planen oder Probleme zu lö-

sen und natürlich mit unseren vielen Kooperationspart-

nern und Kostenträgern. Außerdem leite ich viermal jähr-

lich die Vorstandssitzung und die Mitgliederversammlung

und vertrete den Verband im Jugendhilfeausschuss.

Wie viel Zeit bringen Sie für diese Aufgaben auf?

Den Großteil meiner Freizeit. Ich bin schließlich voll be-

rufstätig und versuche deshalb die meisten Termine au-

ßerhalb meiner regulären Arbeitszeit wahr zunehmen.

Bei sehr wichtigen und umfangreichen Fragestellungen

kann es auch schon mal sein, dass ich mir in meinem

Hauptberuf Urlaub nehme, um präsent zu sein. Außer-

dem nehme ich an vielen Abendterminen und Veranstal-

tungen auch am Wochenende teil.

Seit wann haben Sie dieses Amt inne?

Seit Juli 2001 bin ich Vorsitzender. Theo Ramhorst, mein

Vorgänger, hat mich damals zuerst gefragt. Aus Respekt

vor dieser verantwortungsvollen Aufgabe habe ich zu-

nächst gezögert.

Was war und ist Ihre Motivation dieses Ehrenamt

zu übernehmen?

Als Vorstandsvorsitzender eines solchen Verbandes kann

man etwas bewegen. Es reizt mich, dass ich auf diese

Weise über das normale Maß hinaus etwas für die Men-

schen tun kann, gemeinsam mit vielen anderen, denen

diese Arbeit genauso wichtig ist. Zusammen können wir

für viele Menschen in dieser Stadt die Rahmenbedin-

gungen und somit ihre Lebenssituation verbessern. Das

ist schön.

Was macht Ihnen an der Aufgabe Freude? Was

schätzen Sie?

Die Begegnungen mit den Menschen in unseren Einrich-

tungen und Diensten. Die leuchtenden Kinderaugen oder

die dankbaren Worte von Senioren, wenn wir für sie et-

was erreichen konnten. Die Anerkennung für das, was

wir leisten.

Was finden Sie problematisch oder schwierig?

Die finanziellen Rahmenbedingungen. Es wird immer

schwieriger unsere Arbeit zu finanzieren. Die Not der

Menschen und der Bedarf wird immer größer. Aber wir

10 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Hinter den Kulissen

bräuchten viel mehr Geld, um alles das tun zu können,

was wir als notwendig ansehen. Das ist oft sehr frustrie-

rend.

Wenn Sie auf Ihre Erfahrungen mit dieser sehr

verantwortungsvollen, ehrenamtlichen Aufgabe

zurückblicken, was könnten Sie Menschen mit auf

dem Weg geben, sich ebenfalls für andere zu en-

gagieren?

Es ist eine innere Befriedigung, für andere etwas zu tun.

Natürlich muss man sich auch der Verantwortung be-

wusst sein, die man übernimmt. Wir sind für hilfsbedürf-

tige Menschen da – dafür sollte man sich bewusst ent-

scheiden. Aber ich kann nur jedem sagen, es macht viel

Freude, für andere da zu sein. Und schließlich werden wir

einmal vor dem höchsten Richter daran gemessen, wie

wir unser Leben sinnvoll gestaltet haben und wie wir mit

unseren Nächsten umgegangen sind.

Haben Sie ein bestimmtes Ziel oder einen Wunsch

vor Augen für Ihre Tätigkeit als Vorstandsvorsit-

zender?

In unserem Leitbildprozess haben wir als ehrenamtlicher

Vorstand drei Visionen entwickelt. Unsere Ziele für diesen

Verband sind es, dass wir die Bedürfnisse der Familien,

der Alten, der Behinderten und der Migranten ermitteln,

Lösungsansätze erarbeiten und diese gemeinsam umset-

zen. Wir möchten die katholischen Kräfte in Recklinghau-

sen größer vernetzen und uns in Zusammenarbeit mit

den Kirchengemeinden gemeinsam für die Zukunft auf-

stellen. Unsere größte Vision ist es, flächendeckend und

niederschwellig in allen Stadtteilen präsent zu sein mit

unseren Angeboten. Dies ist mein Wunsch und für dieses

Ziel stehe ich ein. Ich wünsche uns allen hier im Verband

dazu Gottes Hilfe.

Gibt es eine Begebenheit oder ein Erlebnis, dass

Ihnen im besonderen Maße in Erinnerung geblie-

ben ist?

Viele! Einzelne herauszugreifen ist schwer. Immer wie-

der habe ich sehr lustige Begegnungen mit den Kindern

in unseren Einrichtungen. Von diesen Momenten zehre

ich lange. Beispielsweise haben mir die Kinder der Kin-

dertagesstätte zur Begrüßung in meinem Amt als Vor-

sitzender ein Ständchen gesungen. Das war eine ganz

neue Erfahrung für mich. Besondere Highlights sind für

mich, wenn Projekte realisiert werden können oder eine

Caritas REport Juli 2008

Baumaßnahme wieder fertig wird – so wie beispielsweise

die Einweihung des Caritashauses St. Michael bzw. schon

vorher, als wir einen Tag vor Weihnachten eine Lösung

für die Unterbringung des Kindergartens gefunden ha-

ben. Da stecken stets viele Stunden Arbeit und Kraft drin.

Wenn wir dann wieder etwas erfolgreich geschafft haben,

sind das große Momente. An solchen Punkten kann ich

nur sagen, dass mir diese Arbeit richtig Spaß macht und

ich eine starke innere Befriedigung fühle!

Der Vorstand des Caritasverbandes:

Der Caritasverband für die Stadt Recklinghausen ist ein

eingetragener Verein. Rund 600 hauptamtliche Mitarbei-

terinnen und Mitarbeiter sind für ihn tätig.

Jährlich findet eine ordentliche Mitgliederversammlung

statt. Dieser obliegt u. a. die Billigung des Jahrestätig-

keitsberichtes für die Geschäftsstelle und die Einrich-

tungen, die Prüfung und Genehmigung der Jahresrech-

nung, die Wahl der Mitglieder für Vorstand sowie die

Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und die

Auflösung des Verbandes. Der Vorstand besteht aus dem

Vorsitzenden, dem stv. Vorsitzenden und acht Mitgliedern

als Beisitzer.

Der Vorsitzende, Ludger Twachtmann, wurde vom Bi-

schof von Münster ernannt. Geborene Vorstandsmit-

glieder sind die jeweils in Recklinghausen amtierenden

Dechanten. Die übrigen Mitglieder werden auf Vorschlag

des Vorstandes von der Mitgliederversammlung jeweils

für drei Jahre gewählt.

Zurzeit sind die Vorstandsmitglieder:

• Ludger Twachtmann - Vorstandsvorsitzender -

• Dr. Ludwig Liesenklas - stellv. Vorsitzender -

• Dechant Peter Lenfers - geborenes Mitglied -

• Pfarrer Norbert Caßens

• Winfried Hoff

• Christoph Kortenjann

• Cornelia Sindern

• Maria Peters

• Thomas Schultes

Dem Vorstand obliegt die Verbandsgeschäftsführung so-

wie die Berufung des Geschäftsführers des Verbandes.

Der Geschäftsführer, Fred Dietmar Kaufmann, ist im Rah-

men seiner Dienstanweisung alleinvertretungsberechtigt.

Die Einrichtungen, Dienste und Angebote des Caritasver-

bandes für die Stadt Recklinghausen gliedern sich in Hil-

fen für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung,

Hilfen für alte Menschen, Kinder-, Familien- und Jugend-

hilfe sowie in weitere Beratungsdienste.

11


MAV-Seite

Die MitArbeiterVertretung informiert!

§ 5 Besondere Dienstpflichten

( 1 ) Das Gebot der Verschwiegenheit in allen dienst-

lichen Angelegenheiten besteht nicht nur während des

Dienstverhältnisses, sondern auch nach dessen Beendi-

gung.

( 2 ) Die Ausübung einer Nebentätigkeit ist zulässig.

Über die Aufnahme einer Nebentätigkeit ist der Dienst-

geber zu unterrichten. Eine Nebentätigkeit ist unzuläs-

sig, wenn dadurch die Arbeitskraft der Mitarbeiter oder

berechtigte Interessen des Dienstgebers erheblich beein-

trächtigt werden. In diesem Fall kann der Dienstgeber

eine Nebentätigkeit untersagen bzw. die Erlaubnis zur

Nebentätigkeit einschränken.

( 4 ) Der Mitarbeiter darf Belohnungen und Geschenke in

Bezug auf seine dienstliche Tätigkeit nur mit Zustimmung

des Dienstgebers annehmen. Werden dem Mitarbeiter

Belohnungen und Geschenke in Bezug auf seine dienst-

liche Tätigkeit angeboten, so hat er dies dem Dienstge-

ber unverzüglich und unaufgefordert mitzuteilen.

Pflegliche Behandlung des Eigentums der Einrichtung

und Sparsamkeit in seiner Anwendung gehören zu den

selbstverständlichen Pflichten.

( 5 ) Wenn der Mitarbeiter seine Dienstpflicht vorsätzlich

oder grobfahrlässig verletzt, so haftet er dem Dienstge-

ber für den dadurch entstandenen Schaden nach Maßga-

be der gesetzlichen Bestimmungen.

§ 6 Personalakten

( 1 ) Für jeden Mitarbeiter ist eine Personalakte zu füh-

ren.

( 2 ) Der Mitarbeiter hat ein Recht auf Einsicht in seine

vollständigen Personalakten. Er kann von seinen Perso-

nalakten Abschriften verlangen.

( 3 ) Der Mitarbeiter muss zu Beschwerden und Behaup-

tungen jeder Art, die für ihn ungünstig sind oder ihm

nachteilig werden können, vor Aufnahme in die Personal-

akten gehört werden. Seine Äußerungen sind zu den Per-

sonalakten zu nehmen.

§ 8 Ärztliche Untersuchungen während des Dienst-

verhältnisses

( 1 ) Der Dienstgeber kann bei gegebener Veranlassung

durch einen Arzt seines Vertrauens feststellen lassen,

ob der Mitarbeiter dienstfähig und/oder frei von anste-

ckenden Krankheiten ist.

( 2 ) Entstehen dem Mitarbeiter aus vom Dienstgeber

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Auszüge aus dem Allgemeinen Teil der AVR - Themen, die häufig angefragt werden:

angeordneten ärztlichen Untersuchungen Kosten, sind

sie vom Dienstgeber zu übernehmen. Das Ergebnis der

ärztlichen Untersuchung ist dem Mitarbeiter auf seinen

Antrag bekannt zu geben.

( 3 ) Gesetzliche Vorschriften, die den Mitarbeiter ver-

pflichten oder berechtigen, sich ärztlich untersuchen zu

lassen, bleiben unberührt.

§ 9 Versetzung und Abordnung

( 1 ) Der Mitarbeiter kann im Rahmen seiner vertrag-

lich vorgesehenen Tätigkeit aus dienstlichen oder be-

trieblichen Gründen in eine andere Einrichtung desselben

Dienstgebers unter Wahrung des Besitzstandes versetzt

oder bis zu sechs Monaten abgeordnet werden. Vor der

Versetzung oder Abordnung ist der Mitarbeiter zu hören.

Zu einer Versetzung, die mit der Zuweisung eines an-

deren dienstlichen Wohnsitzes verbunden ist, ist die Zu-

stimmung des Mitarbeiters erforderlich.

( 2 ) Von einer Versetzung oder Abordnung des Mitarbei-

ters soll Abstand genommen werden, wenn sie ihm aus

persönlichen Gründen nicht zumutbar ist (z.B. mit Rück-

sicht auf seine Familie).

( 3 )Während der Probezeit (§ 7 Abs. 4) ist eine Verset-

zung oder Abordnung nur mit Zustimmung des Mitarbei-

ters zulässig.

( 4 ) Die Zuweisung eines anderen Arbeitsplatzes in der-

selben Einrichtung ist keine Versetzung oder Abordnung

im Sinne der Absätze 1 bis 3.

Einladung zum

Betriebsfest:

„Abriss-Party“

Wann: 22. August 2008 ab 19 Uhr

Wo: Caritashaus St. Vinzenz

Redaktionsgruppe MAV

All´ inclusiv: keine Ausgabe von Wertmarken (Portmonee

zu Hause lassen), Programm, Essen und Trinken, gute

Musik, aber keine Übernachtung!!!

Wir bitten Sie, sich in Ihrer Einrichtung verbindlich bis

zum 8. August 08 anzumelden, Mitarbeiter der Zentrale

melden sich bitte bei Frau Willner an.

Die Planungsgruppe!

12 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Personalia

Josef Schlierkamp

25-jähriges Jubiläum

Caritas REport Juli 2008

Am Mittwoch, 21. Mai, fei-

erte Josef Schlierkamp,

Schulleiter der Raphael-

Schule (Förderschule für

geistige Entwicklung) des

Caritasverbandes für die

Stadt Recklinghausen e.V.

sein 25-jähriges Dienstjubi-

läum.

Mit einem großen Empfang

überraschten ihn seine Schü-

ler, das Lehrerkollegium sowie die Verbandsleitung. Mit

„Standing-Ovations“ wurde der engagierte Schulleiter

begrüßt. Seine Schülerinnen und Schüler hatten für die-

sen Anlass Tanz- und Musikstücke einstudiert, die sie

stolz vorführten.

Seit nun 25 Jahren ist Josef Schlierkamp Schulleiter der

Raphael-Schule. Seine große Verbundenheit mit der

Schule zeichnen seine tägliche Arbeit aus. Josef Schlie-

rkamp hat in den 25 Jahren seiner Leitungstätigkeit die

Schule zu einer Einrichtung gemacht, die mit ihrer hohen

pädagogischen Qualität für geistig behinderte Kinder-

und Jugendliche einzigartig ist im Kreis Recklinghausen.

Auch das Lehrerkollegium schätzt ihn als Führungsper-

son sehr. Herr Schlierkamp setzt sich in hohem Maße

für die Belange der Schule und damit für die Interes-

sen und Bedürfnisse der ihm anvertrauten Schülerinnen

und Schüler ein. Gemeinsam mit seinem Lehrerteam und

dem von ihm gegründeten Förderverein der Schule ist

es ihm in den letzten 25 Jahren gelungen, trotz immer

knapper werdender finanzieller Mittel, viele Aktionen und

Projekte für die Schülerinnen und Schüler zu realisieren.

So verfügt die Schule über ein über das normale Maß hi-

nausgehende Einrichtungs- und Ausstattungsmerkmale

sowie über Freizeit-, Förder- und Lernmöglichkeiten für

die jungen Menschen.

Für sein großes Engagement für die Einrichtung möchte

sich auch Vorstand und Geschäftsführung des Caritasver-

bandes für die Stadt Recklinghausen bedanken. An sei-

nem Ehrentag überreichten Vorstandsvorsitzender Lud-

ger Twachtmann und Geschäftsführer Fred D. Kaufmann

Josef Schlierkamp die silberne Ehrennadel des Deutschen

Caritasverbandes.

Christel Zynga

25-jähriges Jubiläum

25 Jahre Caritasverband - für Christel Zynga, die

am 28. März 1983 als Küchenleiterin im alten Hed-

wigshaus den Grundstein ihrer Caritaslaufbahn

legte, ein guter Anlass, das Küchenteam der „er-

sten Stunde“ einzuladen.

Alle ehemaligen Mitarbeiterinnen sind bereits im Ruhe-

stand oder aus anderen Gründen ausgeschieden. Sie alle

haben den Nachmittag mit vielen Geschichten aus der

gemeinsamen Zeit bereichert und festgestellt, dass noch

immer eine große Verbundenheit besteht. Ein erneutes

Wiedersehen wurde sofort vereinbart.

Christel Zynga wird im Herbst eine neue Herausforderung

als Leitung des Caritashauses Reginalda annehmen. Für

ihr großes Engagement für den Verband sprechen Vor-

stand und Geschäftsführung des Caritasverbandes Reck-

linghausen ein großes Dankeschön aus. Zu ihrem Jubilä-

umstag wurde Christel Zynga die silberne Ehrennadel des

Deutschen Caritasverbandes verliehen.

oben, v.l.: Betti-

na Buschmann,

Elisabeth Küb-

ber-Bhatti,Eri- ka Koschik, Erika

Schwarz, Marlies

Kumke, Martha

Wellner.

unten, v.l.: Chri-

stel Zynga, Petra

Raupach, Barba-

ra Daute.

Oben, v.l.:

Luise Schulte,

Bettina Wehrsich

(Buschmann),

Elisabeth Küb-

ber-Bhatti,Eri- ka Koschik, Erika

Schwarz, Martha

Wellner.

Unten, v.l.: Chri-

stel Zynga, Petra

Raupach, Barba-

ra Muras (Daute)

13


Personalia

Caritas St. Hedwig

25-jähriges Jubiläum

Neun Mitarbeiterinnen feiern in diesem Jahr ihr Jubilä-

um. Gemeinsam mit den jeweiligen Leitungskräften und

einer Vertreterin der MAV lud Heimleiter Christoph Oden-

kirchen seine Jubilarinnen zu einem gemütlichen Kaffee-

trinken ein und überreichte als kleines Zeichen des Dan-

kes Blumen.

(v. l. n. r.): Karola Albrecht (20 J.), Carla Karnstedt (10

J.), Erika Gietz (15 J.), Elvira Borszcz (WB-Leitung),

Josefine Lischka (10 J.), Christoph Odenkirchen (Leiter

d. Einrichtung), Renate Brall (MAV), Gerald Bluhm (Kü-

chenleitung), Natalia Gazke (10 J.), Mina Cvijanovic (10

J.), Thi-Bich-Nga Vu (15 J.), Birgit Boersch (20 J.), Jo-

lanta Pietryga (15 J.).

Kornelia Titze

10-jähriges Jubiläum

Kornelia Titze ist seit dem 01.04.1998 als Altenpflege-

rin in der ambulanten Pflege tätig. Durch ein Praktikum

während ihrer Ausbildung in der Sozialstation Nord merk-

te sie die Freude an der Arbeit in der ambulanten Pflege

und kam somit sofort nach der Ausbildung als Fachkraft

in die Sozialstation Nord.

Wir danken Frau Titze für den engagierten Einsatz in un-

serer Einrichtung zum Wohle unserer Patienten.

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

Ingrid Schulz-vor der

Wülbecke

Herzlich willkommen!

Mein Name ist Ingrid Schulz-

vor der Wülbecke und ich bin

seit dem 15.Mai für den Fach-

bereich Gemeindecaritas zu-

ständig.

Zu meinem Aufgabenbereich

gehören u.a. die Gewinnung,

Beratung und Begleitung von

Ehrenamtlichen in der carita-

tiven Arbeit der Pfarrgemein-

den, die Initiierung von Projekten und Hilfsangeboten

vor Ort, die Kooperation mit kirchlichen und außerkirch-

lichen Gruppen und Institutionen, die Förderung der Zu-

sammenarbeit von Caritasverband und Pastoral sowie

die Beratung und Unterstützung von Diensten und Ein-

richtungen des Caritasverbandes bei der Gemeinde- und

Sozialraumorientierung. Daher freue ich mich auf eine

Zusammenarbeit mit Ihnen an den verschiedensten Stel-

14 Caritas REport Juli 2008

len.

In den vergangenen Jahren habe ich beim Caritasver-

band Gelsenkirchen im Projekt Integrationsfachdienst

schwerbehinderte Jugendliche an der Schnittstelle von

der Schule in das Berufsleben begleitet. Die Beratung der

Betriebe war dabei genauso wichtig wie die Zusammen-

arbeit mit den Eltern und der Agentur für Arbeit. Bei die-

ser Arbeit konnte ich oft feststellen, was alles möglich ist

wenn viele an einem Strang ziehen.

Für meine Arbeit in Recklinghausen wünsche ich mir auch

Wege zu finden, die von diesen Erfahrungen begleitet

werden. Den Rest des Tages verbringe ich gerne mit mei-

ner Familie. Außerdem reise und lese ich gerne.

Geschäftsführer

Fred D. Kauf-

mann und Clau-

dia Kurmann,

Leitung der So-

zialstation Nord,

gratulieren Kor-

nelia Titze mit

bunten Blumen.


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Caritas intern

Fred Dietmar Kaufmann

10-jähriges Jubiläum

Seit dem 1. Juli 1998 ist Fred D.

Kaufmann Geschäftsführer des

Caritasverbandes für die Stadt

Recklinghausen. Insgesamt ist

er bereits mehr als 30 Jahre

im kirchlichen Dienst tätig. Be-

vor er vom damaligen Vorstand

zum Geschäftsführer berufen

wurde, war er über 21 Jahre bei

der bischöflichen Prüfungsgesellschaft tätig. In seiner da-

maligen Funktion als Wirtschaftsprüfer hat er auch viele

Jahre den Caritasverband RE betreut und kennen gelernt.

Für seine engagierte und verantwortungsvolle Führung un-

seres Verbandes sprechen ihm der Vorstand sowie die Mit-

arbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes ihren Dank

aus!

Elke Hoffmann

Ausbildung zur Qualitätsbeauftragten

Elke Hoffmann ist seit dem

01.07.1994 als examinierte

Krankenschwester in der Cari-

tas Sozialstation Nord tätig. In

den ersten Jahren war sie ak-

tiv in der Pflege tätig. Seit ca.

3 Jahren führt sie u .a. auch

Pflegeberatungsgespräche

bei Pflegebedürftigen Kindern

und Erwachsenen durch, die

eine Pflegeeinstufung haben

und Pflegegeld beziehen. Di-

ese Beratungsgespräche in

der häuslichen Umgebung fin-

den alle 3 bis 6 Monate statt,

je nach Pflegestufe. Nun ist

Elke Hoffmann auch als ausgebildete Qualitätsbeauftrag-

te eine weitere Bereicherung für die Sozialstation Nord.

Zu ihren Aufgaben gehören in Kooperation mit Frau Kur-

mann und Frau Paus u a. die Organisation von Fortbil-

dungen und Unterstützung der Mitarbeiter sowie auch die

Pflegevisiten vor Ort bei den Patienten, um die Pflege-

qualität zu sichern.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!

Caritas REport Juli 2008

Brigitte Willner

10-jähriges Jubiläum

Seit dem 1. Juni 1998

ist Brigitte Willner

im Sekretariat der

Geschäftsführung

unseres Verbandes

tätig. Engagiert, zu-

verlässig und souve-

rän unterstützt sie

hier Geschäftsführer

Fred D. Kaufmann

und den Vorstands-

vorsitzenden Ludger

Twachtmann in der

Führung des Verbandes.

Für ihre große Unterstützung bedankten sich Fred D.

Kaufmann und Ludger Twachtmann mit Blumen und ei-

ner Urkunde des Caritasverbandes.

15


Danke!

Traum in Blau-Weiß wird wahr!

„Ich bin schon immer Schalke-Fan. Schon mein

Vater war Fan“, berichtet sie. Im Januar ist Frau

Danino ins Caritashaus St. Hedwig eingezogen. Im

Rahmen der Biographiearbeit erzählte sie dann

von ihrer Fußballleidenschaft.

Pfleger Manfred Schlimmbach setzte sich dann gemein-

sam mit dem Pflegedienstleiter Frank Flemke dafür ein,

dass Frau Danino als Rollstuhlfahrerin in der Arena „Auf

Schalke“ registriert wurde und eine der begehrten Karten

bekam. Am Samstag, 10. Mai, war es dann soweit. Die

Partie Schalke gegen Hannover sollte Frau Danino live

ansehen können. Gemeinsam mit Pfleger Manfred fuhr

sie nach Gelsenkirchen. „Für 13 Euro haben wir den Roll-

stuhlplatz für Frau Danino bekommen, einen Parkplatz

für den Bulli direkt am Stadion und meine Karte als Be-

gleitperson. Das war super“, berichtet Manfred Schlimm-

bach. Und dann hat sogar das Wetter mitgespielt. Bei

strahlendem Sonnenschein und echter Schalke-Atmo-

sphäre genoss die 84-jährige den Ausflug sehr. „Das war

ein schöner Tag!“, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Ein kleiner Wehmutstropfen war dann das schlappe 1: 1.

Aber dafür haben die zwei dann mit Bratwurst und Apfel-

schorle noch etwas geschlemmt.

Jetzt möchte sie gerne noch einmal zu einem Spiel ins

Stadion. Und Pfleger Manfred wird auch ganz sicher wie-

der mitfahren, denn sein Herz schlägt nicht nur für Fuß-

ball - er engagiert sich sehr für die Bewohner, die ihm

anvertraut sind und würde gerne noch einmal seine -Frei-

zeit mit Frau Danino „Auf Schalke“ verbringen!

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

84-jährige Elsbeth Danino erlebt zum ersten Mal ein Schalke-Spiel im Stadion

Elsbeth Danino in der Schalke-Arena!

Ein fußballbegeistertes Team: Manfred Schlimmbach

und Elsbeth Danino!

Wir danken Herrn Schlimmbach für sein tolles En-

gagement!

Und ein Dankeschön für die Möglichkeit der ver-

günstigten Karten nach Schalke!

Circus Roncalli spendet

30 Freitickets

Am 17. April erlebten 30 KlientInnen aus dem Betreuten

Wohnen für psychisch Kranke und Suchtkranke eine Vor-

stellung des Circus Roncalli in Essen live mit. Mit dieser

Spende ermöglichte Roncalli den TeilnehmerInnen das

Eintauchen in die fantastische Welt des Circus.

Der Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. be-

dankt sich für diese großzügige Spende herzlich!

Mehr zum Circus Roncalli: www.roncalli.de

CKD-Gruppen sammeln

für den Babykorb

Die Caritasgruppen (CKD) im Dekanat Haltern haben

zum wiederholten Male Sachspenden für den „Babykorb“

der Schwangerschaftsberatung des Caritasverbandes RE

gesammelt. Die Beratungsstelle, die zuständig ist für die

Städte Herten, Dorsten, Recklinghausen, Marl und Hal-

tern, gibt die Spenden an Familien weiter.

Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer,

die sich für diese wichtige Aktion so sehr engagieren!

16 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Helfen Sie mit!

Spendenaufruf

„Einschulung 2008“

In Recklinghausen leben 25% der 0-18-jährigen von

„Hartz IV“ – also jedes 4. Kind! Insgesamt sind 10% der

Recklinghäuser Einwohner – rund 12.000 Personen – auf

„Hartz IV“ angewiesen.

In diesen Familien bleibt für eine Schultasche und die

entsprechende Ausstattung mit Heften, Stiften etc. häu-

fig kein Geld übrig. Zur Einschulung bekommen Eltern

in der Regel eine DIN A4 lange Liste mit Dingen, die ihr

Kind im ersten Schuljahr benötigt: Hefte, Stifte, Turn-

zeug, Ranzen, Etui, Bücher, Lineal, Radiergummi etc..

Viele kleine und große Dinge müssen besorgt werden.

Doch in den meisten Familien, die von Hartz IV betrof-

fen sind, fehlt dazu das Geld – zumal wenn sie mehrere

schulpflichtige Kinder zum Schulbeginn mit neuen Mate-

rialien und Büchern ausstatten müssen.

Den Kindern fehlt dann im Unterricht Material. Dinge, die

nicht nur das Folgen im Unterricht behindern, sondern

vor allem das Selbstwertgefühl der Kinder mindern. Die

Kinder schämen sich!

Um Kindern aus bedürftigen Familien, die wir in der Kin-

der- und Jugendhilfe, dem Kinder- und Jugendtreff Hiller-

heide, der Flüchtlingshilfe sowie dem Begegnungs- und

Beratungszentrum Ziegelgrund betreuen, einen guten

Start in die Schule zu ermöglichen, bitten wir die Bevöl-

kerung um Spenden!

So können Sie helfen:

Sachspenden:

Wir sammeln gut erhal-

tene Schulranzen und

Lernmaterial aller Art!

Ihre Sachspende können

Sie abgeben in der Zen-

trale des Caritasverbandes, Börster Weg 11, 45657 Reck-

linghausen, Telefon: RE 58 90 0.

(Öffnungszeiten: Mo-Do 8:30 bis 12:00 Uhr und 13:00

bis 16:00 Uhr, Fr. 8:30 bis 13:30 Uhr)

Geldspenden - Spendenkonto:

Caritasverband RE, Kto. 521 66 66 001, BLZ 426 61 008,

Volksbank Marl-Recklinghausen, Stichwort: „Einschulung

2008“

DANKE!

Caritas REport Juli 2008

„Eine Million Sterne“

Aktion: 15. November 2008 - 17:00 Uhr

Mit der Aktion „Eine

Million Sterne“ möch-

te Caritas internatio-

nal zusammen mit den

Ortsverbänden einen

Anlass schaffen, der

Solidarität und Ver-

bundenheit der Men-

schen in Deutschland

und in aller Welt erlebbar macht.

Wir alle sind Zeugen einer zunehmenden Individualisie-

rung der Gesellschaft. Die Solidarität schwindet, zum

Beispiel zwischen Reichen und Armen, zwischen Gesun-

den und Kranken, zwischen den Generationen. Die Aktion

„Eine Million Sterne“ möchte ein Zeichen setzen für So-

lidarität, für eine gerechte Welt, gegen Armut und Aus-

grenzung. Zusammen mit vielen Verbänden in Deutsch-

land und Europa möchten wir sichtbare Zeichen setzen für

eine solidarische Gesellschaft und eine gerechte Welt!

So möchte der Caritasverband in Recklinghausen

die Aktion umsetzen:

Der Rathausplatz soll mit Kerzen beleuchtet werden! Pate

für die Aktion ist Bürgermeister Wolfgang Pantförder.

Unter dem Motto „Achten statt Ächten“ soll auf die Be-

nachteiligung von Kindern und Jugendlichen in unserer

Gesellschaft aufmerksam gemacht und gleichzeitig Spen-

den für entsprechende Projekte in RE gesammelt werden.

Die Aktion möchte der Caritasverband RE zusammen mit

den katholischen Kirchengemeinden durchführen. Ge-

meinsam möchten wir Projekte für Kinder und Jugendli-

che präsentieren und hierfür für Spenden aufrufen!

Um die Aktion durchführen zu können, benötigen wir je-

doch Gelder, um die rund 600 Kerzen einkaufen zu kön-

nen sowie ehrenemtlich Helfer, die beim Anzünden der

Kerzen mithelfen. Und natürlich lebt diese Aktion nur,

wenn zahlreiche Besucher am 15. November um 17:00

Uhr auf dem Rathausplatz dabei sind, um gemeinsam ein

Zeichen für Solidarität zu setzten!

Haben Sie Fragen zur Aktion oder möchten Sie

mitmachen?

Dann kontaktieren Sie, Silvana Gemma (Presse- und Öf-

fentlichkeitsarbeit): Tel.: RE 58 90 13 oder per e-Mail:

s.gemma@caritas-recklinghausen.de

17


Termine

Samstag, 6. September

13:00 bis 18:00 Uhr -

Sommerfest - Heilpädagogische Frühförderung

Ein buntes Programm: Schminken, Rollbrett- und Bobby-

Car-Führerschein, Hüpfburg, Schatzsuche im Sand, But-

tons basteln, Seifenblasen, Malen!

Viele tolle Preise erwarten Sie bei unserer großen Tombo-

la und beim Glücksraddrehen.

Für das leibliche Wohl ist mit Kuchen, Getränken und

Grillwurst gesorgt!

Sie finden uns auf der Friedrich-Ebert-Straße 233!

28. Juli - 1. August

9:30 bis 17:00 Uhr - Kur ohne Koffer

Familienzentrum St. Christophorus

Ein Angebot für Frauen in belasteten Lebenssituationen:

Mit Kur ohne Koffer möchten wir Frauen eine Woche

lang die Gelegenheit geben, sich selbst in den Mittelpunkt

zu stellen. Ihre Bedürfnisse neu kennen zu lernen und

Möglichkeiten zeigen, wie sie in ihrem Alltag Zeit für sich

finden können. Für Kinderbetreuung ist gesorgt!

Kontakt und Information: Marlene Ott, Famlienzentrum

Triangel, Tel.: 41908.

Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V.

an jedem letzten Dienstag im Monat

14:00 bis 16:00 Uhr

MigrationsErstBeratung -

Familienzentrum St. Christophorus

Die Mitarbeiter des Fachdienstes für Integration und Mi-

gration stehen hier für Information und Beratung zu fol-

genden Themen zur Verfügung:

* deutsche Sprache (und Sprachkurse)

* Schule und Ausbildung

* Beruf und Arbeit

* Ehe, Partnerschaft und Familie

* Zusammenleben und Freizeit

* Aufenthaltsstatus

* Behörden und Einrichtungen

Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Jeder In-

teressierte ist herzlich willkommen!

31. August - 12:00 bis 18:00 Uhr

Großes Recklinghäuser Kinder- u. Familienfest

Rund um das Rathaus

Auch der Caritasverband ist mit dem Familienzentrum,

der Heilpädagogischen Frühförderung und der Heilpäda-

gogischen Tageseinrichtung Mutter-Teresa mit dabei!

18 Caritas REport Juli 2008


Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. Caritas intern

„Wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen!“

NEUES ANGEBOT: Caritas-Alltagsbegleitung - die zuverlässigen Helfer für Zuhause!

„Ich war heil froh, dass die Mitarbeiter der Cari-

tas mir bei meinem Umzug geholfen haben. Ich

brauchte nichts machen, nur dirigieren“, berichtet

die 77-jährige Rentnerin Maria Nuyken. Frau Nu-

yken hat sich kurz vor ihrem Umzug in eine neue

Wohnung einen Bruch am Handgelenk zugezogen.

Die Caritas-Alltagsbegleiter halfen ihr, die liebge-

wordenen Gegenstände sicher zu verpacken und

unterstützten sie auch im Haushalt.

Kleine und große Hilfen für das alltägliche Leben Zuhau-

se bieten die Caritas-Sozialstationen mit der Alltagsbe-

gleitung an. „Viele Senioren oder Menschen mit Behin-

derungen möchten so lange wie möglich in ihrer eigenen

Wohnung leben. Kleine alltägliche Dinge stellen sie aber

häufig vor große Probleme“, weiß Caritas-Seniorenbera-

terin Tanja Trümper. Mal eben eine Glühbirne wechseln,

ein neues Bild an die Wand hängen, einkaufen gehen

oder zum Arzt gefahren werden. Die Caritas Alltagsbe-

gleiter können in vielfältiger Weise zur Seite stehen. Die

Mitarbeiter kommen in die Haushalte, wenn sie angefor-

dert werden. „Wir bieten kurzfristige, einmalige Hilfe an

oder auch Pakete mit regelmäßigen Hilfestellungen“, er-

klärt Angelika Rademacher, Leitung der Caritas-Sozial-

station Süd. Auf diese Weise kann der Dienst flexibel ge-

bucht werden. Manchmal sehen Menschen ihren eigenen

Hilfebedarf auch gar nicht selbst. Hier haben Angehöri-

ge die Möglichkeit über die Alltagsbegleiter eine Entla-

stung zu buchen. Tanja Trümper erläutert: „Viele woh-

nen in großer Entfernung zu ihren Angehörigen. Kinder

könnten aber zum Beispiel über diesen Dienst einmal in

der Woche einen Spaziergang buchen und diesen ihrer

Mutter oder dem Vater schenken. So haben sie Gewiss-

heit, dass jemand regelmäßig nach dem Rechten schaut

und der alte Mensch hat ein positives Erlebnis, das er gut

annehmen kann.“

Wie können die Alltagsbegleiter helfen?

„Wir bieten hauswirtschaftliche Dienste, Begleitungen,

Besorgungen, handwerkliche Hilfen und vieles mehr an.

Uns geht es darum, Menschen in Ihrer Selbstständigkeit

zu unterstützen. Das Angebot richtet sich vor allem an

Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Einschrän-

kungen“, so Claudia Kurmann, Leitung der Caritas-So-

zialstation Nord. Einzig pflegerische Tätigkeiten gehören

nicht zu den Aufgaben der Alltagsbegleitung – hierfür sind

Caritas REport Juli 2008

Werner Rö-

ring räumt die

wertvollen Glä-

ser von Maria

Nuyken in ih-

renWohnzim- merschrank.

die Pflegedienste der Caritas-Sozialstationen zuständig.

Frau Nuyken war sehr zufrieden mit den helfenden Hän-

den der Alltagsbegleiter. „Die Caritas war mir bekannt,

da hatte ich keine Sorgen, Hilfen in Anspruch zu neh-

men. Und zu den beiden Mitarbeitern in meiner Wohnung

hatte ich Vertrauen. Das sind nette Leute. Ich habe mich

wirklich wohlgefühlt mit dieser Hilfe“, erzählt die Rent-

nerin. Schnell und ordentlich verpackte Werner Röring

als Alltagsbegleiter unter den Augen seiner Auftraggebe-

rin die wertvollen Erinnerungsstücke. In der neuen Woh-

nung räumten die beiden dann alles wieder an seinen

gewohnten Platz. Zusätzlich kommt zweimal in der Wo-

che eine Mitarbeiterin, die Frau Nuyken im Haushalt zur

Hand geht. Mittags bringt dann der Malteser-Hilfsdienst

noch das Mittagessen, denn mit einer Hand lässt es sich

nicht so gut selbst kochen. Damit kommt bei Frau Nuy-

ken auch eine Menge Leben in die neue Wohnung. „So

ist immer was los. Das wird mir schon fehlen, wenn mein

Arm wieder in Ordnung ist und ich mich wieder selbst

versorgen kann“, so Frau Nuyken.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Caritas-Alltags-

begleitung sind Multitalente. Sie haben verschiedenste

Fähigkeiten und können den Menschen bei den vielfäl-

tigen kleinen und großen Problemen des Alltags zur Sei-

te stehen. Egal ob waschen, Rasenmähen, Haustiere ver-

sorgen, Schreibhilfe bei Korrespondenz, das Vorlesen der

Tageszeitung oder das Besorgen von Rezepten und Me-

dikamenten – die Hilfen richten sich ganz nach dem Be-

darf der Menschen.

So erreichen Sie die Caritas Alltagsbegleitung:

montags bis freitags von 8:00 bis 16:00 Uhr

Caritas Sozialstation Nord - Telefon: 02361/186765

Caritas Sozialstation Süd - Telefon: 02361/3021830

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