Gesamtausgabe flamberg Winter 3/2008 Bildschirm - Pfadi Flamberg

flamberg.ch

Gesamtausgabe flamberg Winter 3/2008 Bildschirm - Pfadi Flamberg

Winter 2008 | 83. Jahrgang

Korpszeitung Pfadi Flamberg

Zürich und Birmensdorf


Korpszeitung Pfadi Flamberg

83. Jahrgang Winter 3 2008

Erscheint dritteljährlich Auflage 1’000

Redaktion: Matthias Wehrli / Nike, Wiesliacher 1, 8053 Zürich

Tel 044 381 04 27, E-Mail redaktion@flamberg.ch

Inserate: Michael Keller / Splash, Stodolastrasse 18, 8053 Zürich

Tel 044 422 83 63, E-Mail inserate@flamberg.ch

Versand und Adressänderungen: Gérôme Grollimund / Torpedo,

Krebsgasse 10, 8001 Zürich, Tel 078 698 5529, E-Mail etat@flamberg.ch

Onlineausgabe: http://www.flamberg.ch/info/publikationen/flamberg/

Druck: bc medien ag

Liebe Flamberger, Liebe Eltern

Dieser Pfadisommer war für alle

Flamberger dank dem Bundeslager

Contura 08 einmalig. Dieses Lager weckt

zahlreiche Erinnerungen. Rückblickend

kann ich behaupten, dass wir

nicht nur viel erlebt, sondern vor

allem auch viel dazu gelernt haben:

Einerseits entdeckten wir beim

Lagerbau originelle Bauten, waghalsige

Konstruktionen aus Holz, Seilen

und Metall und raffinierte, kleine Hilfen

für den Lageralltag. Andererseits

forderte dieses Lager unsere ganzen

organisatorischen und planerischen

Fähigkeiten: Lagerprogramme, Material,

Transport, Budget usw. Dabei

möchte ich nicht leugnen, dass uns

Fehler unterlaufen sind, für unser

erstes Bula (seit 14 Jahren) hingegen

können wir dennoch zufrieden sein.

Einem Aspekt wurde während dem

Lager besondere Beachtung geschenkt:

dem Umweltschutz; ganz nach

dem Pfadigesetz: «Trage Sorge zur Natur

und allem Leben». Anfallendes Abwasser

wurde gesammelt und auswärts geklärt

und Abfall fein säuberlich getrennt. Ein

Hauptaugenmerk galt aber der Mobilität:

Wir benutzten während dem Lager

ausschliesslich den gut ausgebauten,

öffentlichen Verkehr. So konnten wir umweltfreundlich

die umliegende Landschaft

entdecken, lernten Einheimische

kennen und hatten Zeit für einen

regen Austausch mit anderen Pfadis.

Etwas Gelerntes soll man nach Möglichkeit

auch anwenden. Warum also nicht einmal

mit dem öffentlichen Verkehr statt im Privatauto

an die Übung am Samstagnachmittag

gehen? Anfangs mag das für die einen noch

unbehaglich sein, alleine durch

die Stadt zu fahren, doch zusammen

mit ein paar anderen Pfadifreunden

und getreu dem Pfadigesetz «Schwierigkeiten

mit Zuversicht begegnen»

werden diese Hin- und Rückreisen

zu wertvollen Erfahrungen. Gleichzeitig

bietet es sich dabei an, miteinander

Pläne für die nächste Übung zu

schmieden und auf dem Heimweg

sich lustige und spannende Erlebnisse

zu erzählen. Zusätzlich lernt der Pfadi

einerseits die Stadt viel besser kennen

und wird dadurch selbstständiger,

andererseits ist das selbstständige

Reisen eine Entlastung für die

Eltern. Dadurch, dass wir der Umwelt

auch etwas Gutes tun, schlagen wir

fünf Fliegen auf einen Streich! Wo

bietet sich uns sonst so eine Möglichkeit

an?

Für diejenigen Leser, die ich immer

noch nicht ganz überzeugen konnte,

der Natur Sorge zu tragen: Wir alle

schätzen an Weihnachten den Weihnachtsbaum

in der gemütlichen Stube.

Ohne ihn wäre Weihnachten für viele nur

schwer vorstellbar. Warum also der Natur

nicht auch einen Gefallen tun?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine

schöne Adventszeit!

Mit Flamberg-Grüssen

PS: Am 13. Dezember 2008 findet die Waldweihnacht

statt. Ich würde mich freuen, möglichst

viele Eltern dort begrüssen zu dürfen.


Der Flamberg im Bula Contura 08

3. Zug aus dem Unterlager 4 «Tour du Monde»

Der Alltag ist für die meisten Pfadis des 3. Zug’s

schon wieder eingetreten. Doch sicher alle BuLa-

Teilnehmer haben in diesem Lager viel erlebt und

auch was dazu gelernt. Zum Beispiel hat man gelernt,

mit wie viel Pfeffer man das Essen richtig

scharf machen kann, was ein richtiger Hochbau

perfekt macht und wie viel Arbeit in einem zweiwöchigem

Lager für 25‘000 Pfadfinder steckt.

Das Lagerleben an sich war schon ein Highlight.

Manchmal brauchte man nur um durch unser Lagerdorf

zu kommen eine volle halbe Stunde, weil

man alle fünf Meter mit irgendwelchen

anderen Pfadis

noch einen kurzen Schwatz

hielt.

Die erste Woche wurde vor

allem durch das Aufbauen

des Lagers, dem Basar und

dem Ausflug in den Hochseilgarten

geprägt.

Der Lagerbau konnte ziemlich

zügig vollendet werden,

auch wenn das Aufstellen von

Hochbauten Konzentration

und genaues Arbeiten verlangt.

Doch so richtig fertig

wurden wir erst nach einer

Woche. Überall gab es noch

was zu perfektionieren. Immer

wenn gerade kein Programm

anstand, konnte man

irgendwas für die Einrichtung der Küche oder des

Sarasanis basteln.

Am Basar am Mittwoch stellte jede Einheit im Unterlager

Tour du Monde einen Stand auf, an denen

sie Getränke, Dienstleistungen oder etwas zu

knabbern für Linthi-Dollars anboten. Der 3. Zug

hatte eine Schockoküsse-Schleuder im Angebot,

die tierisch rentierte. Alle 3. Zügler konnten am

Schluss nur so mit Geld um sich werfen.

In luftiger Höhe befanden wir uns im Hochseilgarten.

Die Hindernisse waren oft eine kleine Mutprobe

und verlangten auch ein wenig Geschick.

Wer einen kleinen Adrenalinschub brauchte,

ging auf die spektakuläre Seilbahn. Danach ging

es auf eine kurze und schöne Wanderung.

Samstagabend war dann noch das Dodo-Konzert

angesagt. Der Flamberg machte seinem Namen

alle Ehre und heizte mal so richtig ein.

Der Besuchstag stand an und alle freuten sich mal

wieder die Eltern zu sehen oder auf die frischen

Kleider und Unterwäsche, die von ihnen mitgebracht

wurden.

Am Abend wanderten wir aber schon wieder

los. Es ging auf die Federihütte. 1000 Höhemeter

waren zu bewältigen, um danach eine traumhafte

Aussicht über die ganze Linthebene und

das Contura zu geniessen. Die Hüttenwartinnen

servierten uns ein super Nachtessen und alle waren

froh, wieder mal in einem richtigen Bett zu

schlafen. Am nächsten Morgen, nach einem delikaten

Frühstück bei dem es unter anderem Spezialitäten

aus der Umgebung

gab, wanderten wir weiter

über den Pass und nachher

hinab nach Amden. In Amden

seilten wir - mit Begleitung

eines Spezialisten - von

der Staumauer ab. Für alle

ein unvergessliches Abenteuer.

Die Wanderung und das

Abseilen können im Internet

angesehen werden. Der Link

ist im Gästebuch auf Flamberg.ch

online.

Die zweite Woche war ziemlich

heiss, was oft zu ausgiebigen

Siestas führte.

Dienstag war Unterlagerdisco

angesagt. Was noch ein

ziemlich lustiger Anblick war,

denn das Publikum konnte

nicht durchmischter sein. Am nächsten Morgen

gab es zum Glück, nach einer kleinen Radtour,

noch einen Badeplausch. Man konnte sich mal

wieder so richtig abkühlen und eine halbstündige

Dusche nehmen.

Der Besuch im Village Globale, einem Unterlager

mit verschiedenen Ateliers, die Themen wie Umweltschutz,

Sport, fremde Länder fremde Sitten

und den Problemen der Welt behandelten, war

auch interessant.

Am Freitag mussten wir schon bald mit dem Lagerabbruch

beginnen. Und schon bald war dort,

wo einst hunderte von Zelten standen nur noch

eine ziemlich abgenützte Wiese.

Eines ist klar, in 14 Jahren werden wir sagen können:

«Ja, früher in meiner Jugend war ich auch

mal in einem Bundeslager».

Text: Alu

Fotos: Santos‘ Kamera


«Verschtandä... Antworte» - Eine Sicherheits-Nachtschicht

im Unterlager 1 (360°)

19:00 Die Schicht beginnt. Wir ziehen die Leuchtwesten an und montieren die Funkgeräte. Die Leute von der vorherigen Schicht

erzählen uns noch was so los war.

19:08 Bereits kommt die erste grosse Mission der Schicht: das Abendessen.

19:36 Nach dem Abendessen spazieren wir durch alle Lagerdörfer um zu zeigen, dass wir noch da sind. Und ein Spaziergang in

der Abendsonne ist schliesslich auch etwas ganz gemütliches.

20:02 Wir Starten nochmals eine Tour zum Dorf 5, diesmal jedoch mit unseren überaus schnittigen Dienstfahrzeugen. Bei diesen

Dienstfahrzeugen handelt es sich um Militärvelos mit Baujahr 1940…

20:13 Wir sind zurück in unserem Security-Container, welcher auch liebevoll «Sicherheitspalast» genannt wird. Jetzt wird erstmal

auf der gemütlichen Sheriff-Terrasse platz genommen.

20:32 Wir werden zum wiederholten Male nach dem Weg zum Sanitätszelt gefragt, welches sich gleich neben dem Sicherheitspalast

befindet.

21:12 Durch die sehr zentrale Lage kommen oft Leute zum schwatzen vorbei, was den Aufenthalt auf der Sheriff-Terrasse sehr

gemütlich und auch gesellig macht.

21:29 Zu zweit machen wir uns mal wieder auf die grosse Tour durchs Unterlager. Da wir hierbei länger unterwegs sind, melden

wir uns auch ab und zu per Funk im Security-Container: «Speer 10 vo Speer 12. Antworte» «Verschtandä Speer 12 da

isch Speer 10. Antworte» «Verschtandä. Mir sind grad im Dorf 3. Antworte» «Verschtandä, ihr sind im Dorf 3. Merci für

d Info. Schluss».

22:18 Nach einigen gemütlichen Gesprächen in den verschiedenen Lagerdörfern sind wir wieder zurück im Sicherheitspalast.

22:43 Jemand hat einen Schuh gefunden, welcher zu uns ins Fundbüro kommt. Wie man mitten auf dem Platz seinen Schuh

verlieren kann bleibt uns jedoch schleierhaft.

23:27 Zwei von uns gehen, unterdessen nicht nur mit Funkgeräten, sondern der Dunkelheit wegen auch mit hellen Lampen

ausgerüstet, auf den Weg uns Lagerdorf 5, da dieses ganz am Rande des Unterlagers liegt.

23:30 Dank unserer relativ lichtstarken Velolampe (auch «Scheinwerfer» oder «kleine Lampe» genannt) fanden wir auch Leute

die ausserhalb des UL in der Wiese eingeschlafen waren und konnten diese zu ihrem Zelt bringen.

0:42 Das mobile Security-Team Nr. 9 kommt auf einem kurzen Besuch bei uns vorbei.

1:12 – 4:46 In dieser Zeit läuft nicht sehr viel im Unterlager. Daher werden in dieser Zeit des öfteren relativ sinnlose Sachen ge-

macht wie sich mit der Unterlager-Webcam auf einem Panoramabild mehrmals fotografieren zu lassen. Oder auch

eher sinnlose Funksprüche wie: «10 12 antworte» «Verschtandä 12. Antworte» «Verschtandä... Antworte» «Veeerschtandä...

Antworte» «Verschtandä. Antworte» «Veeeeerschtandäääää… Antworte» «Verschtandäää. Schluss».

Und es werden in dieser Zeit auch Besuche bei den Kollegen im benachbarten Unterlager 0 durchgeführt, da bei denen

genauso wenig los ist wie bei uns. So gehen auch diese ziemlich ereignislosen und ermüdenden Stunden rum.

Ab und an wird auch eine kleine Tour um oder durch das Unterlager gemacht, wenn sich dann auch jemand dazu

überwinden kann. Eine weitere Beschäftigung ist auf der Terrasse oder auch im Container auf einer Bank die Augen

auszuruhen.

4:47 So langsam beginnt es aufzuhellen.

5:26 Jetzt kommt langsam wieder Leben ins UL. Die ersten Helfer gehen noch etwas verschlafen durch das Unterlager, der

Morgendliche Dunst beginnt sich zu lichten, am Horizont meldet sich die Sonne mit einem gelblich beleuchteten Dunststreifen,

das erste Fahrzeug fährt durchs Unterlager.

6:04 Die letzte und mit abstand längste gefühlte Stunde der Schicht hat begonnen.

7:00 Die zwölf Stunden sind rum. Die nächste Schicht übernimmt und für uns geht es ab ins Verpflegungszelt frühstücken.

7:16 Jetzt heisst es ab in den Schlafsack, denn schon in allerspätestens drei stunden wird die Temperatur im Zelt

die 45°C-Marke überschritten haben und es wird nicht mehr an schlafen zu denken

sein…

Protokoll: Nike (Speer 12)

Beweisfotos: Nike

Wir danken: dem ganzen Contura 08 OK; allen SANI und SICH Staffs des Unterlager 1; Speer

90, 91 und 92; Bäsi (Speer 93); der Sonnencreme, die uns treue Dienste leistete, Quirl für

die gastronomischen Highlights; Spy für das Knipsen des Umschlagfotos; dem erfinder der

Jasskarten und allen Teilnehmern des UL1.

360° tour d'innovation


Fotos von den Security-Touren

durch das Unterlager 1

360° tour d'innovation


Einige Impressionen von den

Jungflambergern im Contura 08


Samstag

11 Top motivierte JVK versammelten sich

am 11. Oktober bei der Pestalozzi wiese

vor dem Globus. Ein Senn kam zu uns

und sagte das er der cool man war

und zeigte uns ein Videoclip von sich

selbst bei einem Lied. Dann lud er uns

zu einer Führung in den MC Donald

ein. Am Schluss der interessanten Führung

gab es noch etwas zu essen. Anschliessend

ging es ab ins Zürcher Oberland um den Bauer

Wyss zu besuchen. Er holte uns mit einem

Lastwagen vom Bahnhof

ab und fuhr uns zu

seinem Bauernhof.

Anschliessend ging es

ab nach Sörenberg. In

Luzern machten wir einen

kurzen Postenlauf

bei dem wir ein paar

verwirrten Sennen helfen

mussten. Nach dem

wunderbaren Znacht, gab

es eine Vorstellungsrunde

und wir besprachen die Lagerregeln.

Sonntag

Der Tag begann mit einem spassigen Morgenturnen.

Am Morgen durften wir viele neue

Sachen lernen. zwischen

zwei Blöcken,

gab es ein Schwingturnier.

Dabei hatten wir alle den Plausch.

Nach einem himmlisch schmeckenden Zmittag

gab es einen Pfaditechnik-Postenlauf

der ein bisschen anspruchsvoller war als die bisherigen

Blöcke

waren.

Am Abend gab

es ein recht kompliziertes

Schmuggel-

Game.

Text: Attila

Montag

Nach einem leckeren Frühstück

durften wir lernen wie man eine

Übung aufbaut und gestaltet.

Dann mussten wir ans Werk, es

wurde ein Übungsprogramm

von uns verlangt, das alle wichtigen

Dinge die eine Übung

enthalten muss auch enthält.

Anschliessend wurden noch

die Übungen vom Lager auf

die verschiedenen JVKs verteilt.

Endlich gab es Mittagessen,

darauf folgte ein Postenlauf

mit den verschiedenen Theorieposten wie:

Einstiege, Essensideen, Kurzspiele, Bastelideen,

Gags.

Nach dem Znacht gab es ein Brettspiel wo man

möglichst viele Punkte sammeln musste.

Der Abend wurde wie immer mit einem Abiglied

und einem Dessert abgeschlossen.

Dienstag

Nach dem Morgenturnen und Frühstück durften

wir lernen wie man eine Botschaft verschlüsseln

kann.

Anschliessend ans Mittagessen durften wir auf

eine Exkursion in eine Käserei, dort sahen wir

die verschiedenen Käsesorten und ihre Herstellungsmethode

und beeindruckend waren auch

die grossen Käselaibe.

Nachher gab es ein G&V mit einem Singsong.

Text: Keck

Mittwoch

Es ist 9:30Uhr und ich stehe vor dem Landesmuseum

und kann fast nicht mehr warten bis

alle da sind und es los geht. Nach Antreten kam

ein verzweifelter Senn zu uns und sagte: «Si hei

mr dr goudig Mäuchstueu gschtolä! »

Dann fragten wir, was

daran so schlimm

sei.

Er sagte, der Melkstuhl

sei heilig und

die Industriebauern

haben ihm fast alles

andere auch genommen.

Wir beschlossen,

auf die Alp zu gehen

und dem Senn zu helfen.

Auf der Alp geriet der

Senn in die Hände der

Industriebauern. Wir mussten ihn befreien.

Als Belohnung gab er uns Omlettenteig, den wir

dann auf zwei Konservendosen kochten.

Nach dem Nachtessen schrieben wir die Lagerregeln

auf. Da polterte es an der Tür und der

Senn kam herein. Er fragte uns, ob wir ihm helfen

können, die Milch in die Käserei zu bringen.

Denn der Weg wird von Alpgeistern gesperrt.

Bei einer kleinen Begegnung bemerkten wir,

dass sie Angst hatten vor Licht. Also machten wir

Fackeln, schmuggelten die Milch in die Käserei,

und, um ganz sicher zu sein, dass die Alpgeister

weg waren, zündeten wir die Fackeln an und liefen

im 20m-Abstand zum Haus zurück.

Donnerstag

Hunk kommt zu uns und sagt, wir sollen schnell

kommen, er habe einen Alpaufzug gesehen. Als

wir von oben auf den Umzug sahen, machte gerade

ein Bauer die Brücke kaputt und der Umzug

musste gestoppt werden. Um die Brücke wieder

aufbauen zu können, musste die Waldhexe uns

helfen, doch sie kann nicht mehr zaubern, sie

hat zu alte Hände. Also machten wir aus Salz

und Milch eine Handcreme. Dann zauberte sie

eine Seilbahn hin. Am Nachmittag kam der Senn

ganz müde und wütend daher. Sein Hahn ist

nicht mehr da und er hat verschlafen, und deshalb

konnte er seine Kühe nicht melken.

Wir haben seinen Hahn eingefangen und bekamen

darum Eier zum Kochen.

Als wir am Abend Lieder sangen, kam jemand

zur Tür hinein und entführte jemanden.

Wir wollten ihn befreien und gingen zum Zauberrat,

und der gab uns einen Zaubertrank. Hunk

weigerte sich zu trinken und wurde von den Industriebauern

entführt, doch wir konnten ihn

retten und den goldenen Melkstuhl erobern.

Text: Bruno

Freitag

Aufstehen, Morgenturnen, Morgenessen

und nach dem Abwaschen

ging es an die Übungen. Der Obersenn

und seine Frau waren entführt

worden und es galt, sie zu befreien.

Als dies erfolgreich getan war

gab es auch schon Mittagessen.

Am Nachmittag gab es die nächsten

Übungen für die JFLs, während

die Vorbereitungen für den

Schlussabend anliefen. Nach einigen

Gruselgeschichten im JFL-

Schlag hiess es plötzlich ; runtergehen

in den Gemeinschaftsraum. Da dies nicht

ging, weil ein Securitas vor der Türe stand und

keinen hereinliess, musste jeder ins Nebenzimmer,

wo er von professionellen Hairstylisten eine

neue Frisur verpasst bekam. Dann wurde einer

nach dem anderen hineingelassen, wo er an

der Sennen-Bar einen Drink bekam. Schon bald

folgte der erste Gang des Abendessens. Doch vor

dem nächsten Gang folgte die erste Runde des

Wettkampfes um den «Mister Senn ». Vier

Kandidaten traten

zu einem

Crêpes-Wettessen

(ohne Hände) an.

Und schon folgte

der zweite Gang

des Abendessens.

Dann folgten

die nächsten

Runden des

Wettkampfes:

Es wurde bis

aufs Blut geboxt.

Nach

dem nächsten

Gang gab es

ein Karaoke-

Wettbewerb.

Und vor

dem Dessert wurde der neue Mi-


ster Senn, Keck, gefeiert.

Dann gab es das Abendlied.

Doch dies hiess noch nicht für alle, dass der

Tag fertig ist, die JVKs fingen schon an, das Haus

zu putzen.

Samstag

Aufstehen, Packen, Morgenessen und die JFLs

verschwanden an die letzte JVK-Übung. Die

restlichen JVKs putzten währenddessen mit

der Equipe das Haus. Dazwischen gab es Quali-

Gespräche der JVKs. Und nach einem Hot Dog

waren auch schon alle Rucksäcke verladen und

die JVs (alle hatten bestanden) marschierten mit

den JFLs los. Da das Postauto erst in einer halben

Stunde kommen würde, kugelten die JFLs

noch einen Hügel hinunter und veranstalteten

ein Kettenreissen. Und schon war das Postauto

da, die Rucksäcke wurden verladen

und die Rückfahrt begann. Dann mussten

wir in einer Minute auf den Zug

nach Luzern umsteigen. Dort gab es

noch einen kurzen Abstecher ins

Spiegellabyrinth im Gletschergarten.

Schon bald sassen alle im Zug zurück

nach Zürich, wo ein Senn die neuen

Jungsennen begrüsste.

Dann ging mit

dem Abtreten ein unvergessliches

Lager zu Ende.

Text: Saladin

Fotos: Pumas Kamera


Dieses Jahr reisten wir im V-Lager, ganz nach dem

Motto „Pfadi teilt“, ins etwas andere, nämlich noch

immer kommunistische China. Dies jedoch keineswegs

aus politischer Begeisterung, denn, das weiss

doch jeder JFL, der Flamberg ist da ganz neutral.

Nein, wir suchten einen Weg, den Flamberg’schen

Geist wieder mehr und mehr in die Welt hinaus zu

tragen oder zumindest vermehrt in die Quartiere

Zürichs, und so war die Versuchung gross, einem alten

Chinesen über die Schulter zu blicken, welcher es

einst fertig brachte, eine Milliarde Mitbürger hinter

sich zu einen.

Gesagt, getan und so trafen wir am Landesmuseum

zwar leider nicht Mao Zedong persönlich, jedoch

dafür zwei Volksvertreter aus dem Reich der Mitte.

So lautete deren erster Tipp für unser Vorhaben:

„Vertrauen schaffen im Volk“. Was die beiden damit

meinten, wussten wir nicht. Aber interpretiert haben

wir folgendes: Wenn wir als Flamberger etwas vollbringen,

was uns bei Passanten und Mitbürger als

hervorragende Pfadis auszeichnet, dann erkennen

diese, was der Flamberg drauf hat und das schafft

Vertrauen!

So wurde an trendiger Lage, nämlich direkt unter der

alten Eisenbahnbrücke beim ehemaligen Bahnhof

Letten ein Seilbähnchen installiert. Doch leider beeindruckten

wir nebst dem ORS (Künstlername: steht

für «Ostschweizer Regio Sprayer») und seiner «Dangerous-Eastside-HipHop-Crew»,

welche dort gerade

spraydosenschüttelnd und wandstreichend herumlungerten,

nicht gerade Herden vorbeiziehender potenzieller

Pfadis, was wohl am regnerischen Wetter

gelegen haben dürfte.

Dennoch ging es bald weiter, denn es galt noch am

selben Tag in die Volksrepublik einzureisen. Dies war

jedoch schwieriger als erwartet, denn wir hatten

vergessen, ein Visum beim Chinesischen Konsulat zu

beantragen und auch war keiner der Teilnehmer im

Besitz gefälschter Reisedokumente. So überwanden

wir die grosse Mauer (Staumauer) kurzerhand mit

Seil und Gstältli. Es musste nun ein Nachtlager gefunden

werden, den vor uns stand der «Lange Marsch»

ins Landesinnere.

vertieft. Auch Kenntnisse in Statik und Architektur

gehörten sich für einen echten revolutionären Chinesen.

Eine Sauna und sogar ein kleiner Turm wurden

skizziert, geplant und schlussendlich auch konstruiert.

Um das Volk zu ernähren legten wir in ausgeklügelten

Treibhausgebilden riesige Reisfelder (Kresse)

an, welche am Ende der Woche teilweise bereit zur

Ernte waren. Unsere Kommune wurde übrigens von

den beiden Genossinnen aus der Pfadi Agua, Sheraya

und Fresa, kulinarisch unterhalten. Wir freuten

uns jeden Tag, auf das frisch gebackene Brot zum

Zmorge, den gebratenen Chinanudeln am Mittag

und dem Basmatireis am Abend. Ja auch der Basmati

freute sich darüber.

So verflog die Woche im gemütlichen Kreise. Man

ging vom OL zum Pedalofahren auf den Arosersee,

dann mit der Seilbahn hinauf zum Weisshorn, hinab

in die Sauna, bald wieder auf das Fussballfeld und

von dort aus direkt ans Lagergericht. Natürlich waren

vor dem Richter alle total «unschuldig» und so

wir fuhren fort mit einem spannenden Kinoabend

zum Abschluss des Lagers.

Das die zwar etwas wenigen aber dafür umso motivierten

Lagerteilnehmer Nitro, Spencer, Kirby, Sonic

und Fjord die Weekendplanung beherrschen,

bewiesen die Kandidaten bei einem realitätsnahen

Simulationsspiel, wobei mit imaginären Butzlis, Lagerplätzen,

Gauner und Köchinnen ein komplettes

Lagerprogramm erstellt werden musste, was hervorragend

gelöst wurde.

Wir von der Equipe meinen, dass sich da einige Pfadis

auf ein paar spannende und gut organisierte Weekends

freuen dürfen!

Navy, Jimny, Basmati, Santos und Yukon

Text: Yukon

Fotos: Maos Hoffotografen

Am nächsten Tag wanderten wir von Weesen am

Walensee her über Quinten nach Walenstadt und

von dort aus weiter mit dem Zug nach Beijing (Arosa).

Wir machten uns gleich daran, unserem Mao-

Zedong-Poster einen Goldrahmen zu verpassen um

das Bild am nächsten Tag mit einer imposanten Zeremonie

an die Wand zu hängen. Nun stand uns nichts

mehr im Wege die Techniken und Fertigkeiten eines

Vs (=Volksrevolutionärs) zu lernen.

Fleissig wurden die Doktrinen und Lehren der Weekendplanung

studiert und das Fachwissen in der

Chinesischen Humanmedizin (Nothilfe und Sanität)


Übertritte

Bilbo->2.Zug Dante->2.Zug Shirkan -> 9. Zug

Naruto->2.Zug Bruno->8.Zug Paddington -> 9. Zug

Geppetto->2.Zug Inuit->8.Zug

Celsius->2.Zug

Biber->8.Zug

Beförderungen

zum P

Falcon, Mamot, Manjuk, Mistral, Neon, Sprudel, Struppi, Vesuv

zum OP

Albatros, Fargo, Kansas, Keck, Monkey, Nephron, Obelix, Orion, Snoopy, Speed, Twister, Wallabee, Yoshi

zum JV

Attila, Bari, Falk, Fox, Hunk, Keck, Luchs, Saladin, Solex, Spacex, Spitfire

zum V

Fjord, Kirby, Nitro, Sonic, Spencer

Übergaben

Jungflamberg ZH von Everest

an Wiesel

Pfadistufe Bido von Mint

an Everest

Pfadistufe ZH von Twix

an Basmati

Chronik von Condor

an Korpsleitung

Harst Hallwyl, SZ von Ghost

an Attila

Harst Aarburg von Wiesel

an Mikado

Harst Kyburg, UW von Mikado

an Solex

II. Zug von Snake

an Saladin

Pfauenkasten von -

an Host

Redaktionsschluss «flamberg»

Frühling 2009

31. Januar 2009


HILFE! Die Pfadibörse ist leer!

«Dieses Hemd ist mir zu klein - da passt bestimmt ein anderer rein.»

Pfadihemd

• Hose

• Gürtel

• Schuhe

• Hut

• etc.

Die Pfadibörse ist eine tolle Idee! Sie funktioniert aber nur, wenn alle ihre

alten Pfadikleider auch wirklich dahin bringen!

Fabian Bigger / Solon, In Bruggen 1

8907 Wettswil, Tel. 044 701 21 08

Der Flamberg sucht ein neues Materiallager

Wir suchen ab sofort ein neues Materiallager im Raum Zürich für das

Korpsmaterial des Flamberg. Der Raum sollte ca. 12 m² oder etwas grösser

und gut zugänglich sein. Gelagert werden Werbeartikel, Ausbildungsmaterial,

Büromaterial und Pfadimaterial wie Blachen, Seile Zelte und

Schwimmwesten.

Wir sind dankbar für jeden Tipp an material@flamberg.ch.


Samstag

13 motivierte OP-Kandidaten trafen sich um

10.00 beim Zoo Zürich um sich zum Samurai ausbilden

zu lassen. Gleich nach dem Antreten trafen

wir auf japanische Zeichen, die uns zu einem

der letzten Samurai-Meistern führten. Dieser

fragte uns, ob wir Samurai-Kämpfer werden wollen.

Wir stimmten natürlich zu. So mussten wir

eine Prüfung bestehen, um zu zeigen, dass wir

fähig waren, die Künste eines Samurais zu erlernen.

Wir mussten über verschiedene Materialien

und Gegenstände gehen, um mit verbundenen

Augen zu erkennen, um was es sich handelt. Alle

bestanden die Prüfung und so machen wir uns

auf in eines der letzten Tälern im Hochland

von Japan (Calanca Tal). Dort leben nämlich

die letzten Drachen! Auf ging’s zum

HB, mit dem Zug bis Bellinzona und von

dort mit dem Postauto ins Hochland.

Einmal angekommen stellten wir sogleich

unsere Zelte auf. Kurz danach

gab es auch schon Abendessen, ein

feuriges Chili Con Carne. Nach dem Essen

bastelten wir Fackeln und machten damit

einen Fackelmarsch, auf welchem wir

die Fährte von zwei Drachen aufnahmen. Einzeln

gingen wir auf dem beschwerlichen Weg,

vorbei an 2 feuerspeienden Drachen. Schliesslich

erreichten alle ein Lagerfeuer, an welchem wir

zusammensassen, das Beresinalied lernten und

uns über das Pfadigesetz und dessen Sinn unterhielten.

Von dort aus gingen wir auf das Abendlied

und ab ins Bett.

(Nephron)

Sonntag

Am Sontag morgen haben wir die Pfadietechnik

angeschaut. Es gab 5 verschiedene Posten: Blachen,

Seil, Samariter, Kompass und Morsen. Erschöpft

von der geistigen Arbeit fielen wir über

die feinen Hamburger her.

Nach dem Essen erreichte uns plötzlich die

schreckliche Nachricht, dass ein Samurai Meister

umgebracht worden war. Wir mussten rausfinden

wer der Mörder war (Cluedo). Snoopy Walabee

und Twister haben den Mörder schliesslich

gefasst. Nach dem Cluedo erfrischten sich die

heissesten Pfadis im 7° C kalten Bach! Doch nun

wollten wir auch die Umgebung um den Lagerplatz

etwas besser kennen lernen und machten

eine Schnitzeljagd mit 2 Gruppen.

Danach gab es einen grossen Spaghettiplausch

mit mehreren Saucen und viel

Fleisch! Nach den Ämtli wurden Blachen

ums Feuer ausgelegt und Euklid

stimmte zu einem Singsong an, bei

dem jeder Pfadi die Geschichte weitererzählen

musste und selbst zu einem Lied

anstimmte. Danach gingen wir alle früh zu

Bett, denn die Nacht würde kurz werden...

(Wallabee)

Montag

«Aufstehen! » rief Euklid ins Zelt und wir mussten

alle um 5.00 Uhr morgens auf: Morgen-OL!

Nach kurzer Zeit waren alle auf dem Weg. Es war

kalt, dunkel und wir waren noch todmüde. Nach

ca. 2 ½ h waren alle zurück und durften sich

nochmals in den warmen Schlafsack kuscheln.

Bis 11 Uhr schliefen wir nochmals wie die Murmeltiere.

Dann gab es schon Zmittag: einen riesen

Berg Fotzelschnitten! Gestärkt machten wir

uns daran, eine Sauna, eine Hollywoodschaukel

und einen Damm über den Fluss zu bauen. Zudem

gingen wir erneut im eisigen Wasser baden!

Später kam Solero zu Besuch und konnte gleich

miterleben, wie der Samuraimeister Suraridge

ein Schwertkampfturnier mit unseren selbst

geschnitzten Schwertern eröffnete. Der ehrenwerte

Gewinner Euklid gewann sogar gegen

den Samuraimeister! Nach dem Znacht kamen 2

komisch sprechende, chinesische Wissenschafter

und sagten, wir müssten das Tal verlassen, weil

sie die Drachen jagen würden, um aus ihnen Medikamente

herzustellen. Wir lieferten uns einen

Fight mit ihnen und mussten eingestehen, dass

sie stärker waren. So beschlossen wir am darauffolgenden

Tag abzureisen. Nach dem Abendlied

schliefen wir sogleich ein.

(Orion)

Dienstag

Wie uns die 2 Chinesen am Vorabend befohlen

hatten, reisten wir am Dienstagmorgen

brav aus dem Calanca Tal ab. Everest und Marlen

(Köchin) fuhren das Material mit

dem Büsli zum nächsten Lagerplatz.

Die Reise führte uns mit dem Postauto

über den San Bernadino Pass

nach Thusis, wo wir gestärkt durch ein feines

Glacé die Reise über den Albulapass

antraten. Doch in Preda gab es einen

Zwischenhalt. Zur Freude aller durften

wir die Passstrasse von Preda nach Bergün mit

dem Trottinett hinunterflitzen. Ein riesen Spass

für alle, auch wenn danach einige Knie wund

waren... In Bergün nahmen wir wieder die RHB

bis nach Cavaglia auf dem Berninapass. Es war

schon dunkel als wir den Lagerplatz erreichten,

doch trotzdem stellten wir schnell die Zelte auf.

Zum Znacht gab’s sehr feine Älplermakronen mit

Apfelmuss. Doch zuerst mussten wir, wie jeden

Tag, die Morsebotschaft entschlüsseln, die uns

die Leiter sandten. Sonst gab es nichts zu essen!

Danach genossen wir noch den Abend am Lagerfeuer.

(Everest)

Mittwoch

Als am Mittwochmorgen das Morgenturnen zu

ende war, merkten wir plötzlich, dass Marlen,

unsere Köchin, noch kein Zmorgä vorbereitet

hatte. Als wir nach ihr riefen, war sie nirgends

zu finden. Als dann Everests Handy klingelte und

Marlen uns schluchzend mitteilte, sie sei von der

italienischen Mafia entführt worden, verfolgten

wir sofort ihre Spur. Der Weg führte uns am Lago

di Poschiavo entlang nach Campocologno. Dort

durften wir den Zollposten besichtigen und ein

netter Zöllner beantwortete fleissig alle Fragen

der Pfadis zu Themen wie Schmuggler, Zollkontrollen

oder zur Uniform und Waffen. Hinter der

Grenze wanderten wir nach Tirano hinunter, wo

die Pfadis 2h ihren Glacé-Hunger stillen konnten.

Wir konnten Marlen auch noch rechtzeitig

aus den Fängen der Mafiosi befreien und so waren

alle glücklich, ausser Euklid, der sich auf der

Wanderung leider den Fuss verknackste.

Mit dem Zug ging’s zurück zum Lagerplatz. Nach

dem eher improvisierten Essen wollten die Leiter

schon ins Bett und machten ein sehr komisches

Abendlied, das, wie sich später herausstellte,

nur vorgetäuscht war. Denn als allen Pfadis die

Äuglein zuvielen, knallte es vor den Zelten laut.

Mürrisch standen alle auf und fanden eine Karte,

Koordinaten und ein Azimut mit Schrittangaben;

aber keine Leiter! Doch auch ohne die

Leiter fanden die Pfadis schnell zum japanischen

Orakel, das ihnen den Weg wies (Chärzliweg).

Am Ende des Weges warteten zwei Feuersamurais,

an denen die Pfadis durch einen Blachenschlauch

vorbeikriechen mussten. Doch der

erste wurde gleich entführt: eine Probe des

Obersamurais Suraridge. Er wollte wissen,

ob wir nun wirkliche Samurais

seien. Wir bestanden die Prüfungen

meisterlich und bekamen unseren Pfadi,

sowohl viele Karten für den OP Marsch

zurück. Erfreut machten wir uns daran,

das richtige Abiglied abzuhalten und

dann schleunigst wieder in den Schlafsack

zu kriechen.

(Everest)

Donnerstag

Am 6. Tag des OP-Lagers konnten wir erst mal

ausschlafen und am Nachmittag dann eine Staumauer

bauen. Denn neben unserem Lagerplatz

gab es einen Fluss. Am Anfang warfen wir noch

sehr motiviert Steinbrocken in den Fluss und wir


kamen auch sehr gut voran, doch das kalte Wasser

erschwerte die Angelegenheit ein wenig. Als

wir mit den größeren Steinen eine anständige

mauer gebildet hatten kippten wir noch Sand

und Schlamm darüber. Das Ziel war eigentlich

mal das wir in dem gebildeten Stauseechen baden

konnten, doch bei diesem hohem Pegelstand

war es schwer zu baden und bei weniger als 8° C

getrauten sich sowieso nicht viele ins Wasser. Danach

gingen wir Abseilen, doch wir konnten ja

nicht alle gleichzeitig gehen, deswegen bildeten

wir Gruppen und nur immer nur eine seilte aufs

Mal ab. Die restlichen schnitzen sich Samurai-

Schwerter die unter anderem sehr wahrheitsgetreu

aussahen. Die Felswand an der wir abseilten

war gut 10 min von unserem Lager entfernt. Das

letzte Stück war anstrengend, denn es ging sehr

steil hinauf. Doch mal oben angekommen hatte

man eine sehr schöne Aussicht. Die 40 Meter

hohe Felswand abzuseilen war für viel einfach,

doch einzelne getrauten sich erst beim zweiten

Mal. Für alle war es ein super Erlebnis. Als wir

dann wieder sicher im Lager angekommen waren,

machten wir auch gleich schon die Gruppen

für den G&V-Abend. Zu dritt suchte man

mit einem Leiter in der nähe des Lagerplatzes

eine geeignete Feuerstelle und bereitete sich

sein Huhn zu. Nachdem wir gut gegessen hatten

sprachen wir noch einwenig mit dem Leiter über

die Gesetz der Pfadi und was wir uns vom späteren

Leitersein so versprechen. Nachdem man

selbstständig sein Abendlied gemacht hatte, verkrochen

wir uns schon bald mal im Schlafsack,

denn am darauf folgenden Tag hatten wir den

grossen 50km Marsch vor uns!

(Monkey)

Freitag

Am Freitag war der Tippel, darum standen wir

früh auf um zu packen und die Zelte abzubauen.

Nachdem wir gefrühstückt hatten ging die erste

Gruppe um 9.00 los. Nach jeweils 20 Minuten

ging die nächste Gruppe. Der Marsch führte uns

von Cavaglia über den Berninapass nach Pontresina,

St. Moritz und schliesslich nach Samedan.

Alle Gruppen kamen nach ca. 10-13 Stunden

Marschzeit im Lagerhaus in Samedan an. Dort

bekamen wir ein Fussbad und eine grosse Auswahl

an Pfannkuchen.

Da alle nach dem Marsch ziemlich müde waren

schliefen wir relativ schnell ein.

(Snoopy)

Samstag

Am nächsten Tag konnten wir leider nicht ausschlafen,

stattdessen wurden wir von viel Lärm

geweckt. Nach einem feinen Zmorge mussten

wir das Haus gründlich putzen. Erst nachdem

alles sauber und die Rucksäcke gepackt waren

gingen wir auf den Zug nach Chur. In Chur angekommen

eilten wir in den nächsten Zug in

Richtung Zürich. Die meisten Butzlis und Leiter

schliefen, aber es gab auch ein paar Leute, die

eine Runde jassten oder sich einen Spass daraus

machten, die Schlafenden anzumalen. Nach einer

langen Zugfahrt kamen wir endlich wieder

in Zürich an. Nur noch eine Station vom HB bis

zum Bahnhof Stadelhofen und wir waren vom

Zugfahren befreit. Weil wir ja das Thema Samurai

hatten, schauten wir im Mittelschulfoyer

noch einen Samuraifilm an (langweilig...). Aber

das gute daran war, das wir zum Zmittag noch

Wienerli und Kuchen bekamen. Danach war das

Lager leider schon wieder vorbei, und alle hatten

die OP bestanden.

(Fargo)

Fotos: Marlen


Am 14. Juni, versammelten sich alle Clans der Highlander beim Schützenhaus Albisrieden, um an den alljährlichen Highlands Games

teilzunehmen. Der Clan, der am besten Baumstamm werfen, Pfeilbogen schießen, Seil ziehen und prügeln kann gewinnt den berüchtigten

heiligen Gral. So hätte es jedenfalls sein sollen.

Unser treiben wurde von aggressiven Schotten gestört, die uns den Gral klauten und behaupteten, wir seinen gar keine echten

Highlander.

Dies konnten wir nicht auf uns sitzen lassen, darum beschlossen wir einen Wettkampf zu starten in dem es darum ging den perfekten

Schotten zu gestalten.

Die Clans bauten ihre Lager im Wald auf und es bann ein Kampf um Gold, Stofffetzen für den Rock des Schotten und Abzeichen für

spezielle verdienste.

Die einen versuchten Whiskeys zu brauen um dann Goldgräber zu bestechen andere feilschten mit dem Inder um günstig zu ein paar

Fetzten Stoff zu kommen. Es gab auch die Möglichkeit das Glück im Casino auf die Probe zu stellen.

In der Dämmerung vernahm man plötzlich ein lautes Gebrüll. Man munkelte, dass Nessie, das Monster aus dem Loch Ness, sich im

Wald rumtreiben würde. Die Highlander, die es eingefangen hatten wurden großzügig belohnt.

In einer kleinen Pause verspeisten wir ein Schwein und Kartoffeln.

Um Mitternacht spuckte es im Wald. Trotzdem setzten die Highlander ihren Kampf fort, einige färbten sich die Haare beim Inder

orange, um dem perfekten Schotten näher zu kommen.

Gegen den Morgen versuchten noch ein paar Hooligans den Highlandern das Leben schwer zu machen. Als die Sonne aufging wurde

es höchste Zeit den Schottenrock fertig zu nähen und den Schotten für die Präsentation bereit zu machen.

Die Schotten der verschiedenen Clans wurden verglichen.

Nach langen Diskussionen war es klar wer den perfekten Schotten mit dem meisten Gold, den besten Abzeichen, dem längsten Rock

und dem größten Charme kreiert hatte. Es war der Clan Drummond (2.ZUG!!!).

Den Siegern wurde der heilige Gral, von den einst aggressiven Schotten, überlassen aus dem sie fröhlich tranken und ihren Sieg

genossen.

So endeten die 24 Game der Highlander.

Text: Snake

Fotos: Nike


Samstagnachmittag

Das Überraschungslager war toll! Zuerst mussten

wir in den Wald gehen. Dann kamen böse Menschen

und klauten die Stimme des Professors im

Wald. Die Räuber haben eine Spur hinterlassen.

Sofort machten wir uns auf die Reise zu den Dieben.

Wir gingen zum Bahnhof und nahmen den

Zug nach Samstagern.

Als wir dort ankamen, spielten wir und danach

gingen wir ins Pfadiheim und assen feine Spaghetti

als Abendessen. Am nächsten Tag geht es

weiter.

Text: Tinguely

Geländespiel und Gaunerübung

Nach dem Singen, es war schon

dunkel, rief uns Kolibri. Wir erfuhren,

dass dem Koch die Stimme

geklaut wurde. Um ihm zu

helfen, machten wir ein Spiel.

Bei Tiger und Attila mussten wir

Fragen beantworten und erhielten

dafür Buchstaben, beim

Schamanen bekamen wir Hieroglyphen.

Mit den Buchstaben

mussten wir Wörter erfinden.

Unsere Rotte hat Superkolibri

geschrieben und 100 Punkte erhalten.

Es gab auch Gauner, die uns die Buchstaben

und Hieroglyphen klauten.

Während des Spiels hörte man plötzlich Knaller.

Biber wurde entführt. Wir gingen auf die Strasse,

um ihn zu suchen. Bei der Unterführung sahen

wir die Gauner, wir schlichen an sie heran, doch

sie fuhren mit Biber in einem Auto davon. Sie

kamen zurück, wir legten uns flach ins Gras. Sie

liessen wieder Knaller ab. Der Schamane gab uns

daraufhin Wunderstäbe, um sie zu vertreiben.

Zurück im Pfadiheim fanden wir Quick, der auch

entführt worden war. Auf seiner Stirn stand «Im

Maisfeld» geschrieben. Wir gingen dorthin und

liefen durch einen Kerzenweg im Maisfeld.

Mitten im Kerzenweg stand ein Gauner. Das

war ein bisschen gfürchig. Bei der Unterführung

waren wieder die Gauner. Wir zündeten unsere

Wunderstäbe an, da gingen sie

weg. Auf dem Weg zurück ins

Pfadiheim, fuhren sie im Auto

heran, Biber stieg aus, und sie

verschwanden. Im Pfadiheim war

noch der letzte Gauner, der uns

zum Dessert Glace gab.

Text: Content

Sonntag

Nachdem wir das Haus geputzt

hatten, marschierten wir Richtung

Bahnhof. In Zürich angekommen,

lauerten uns zwei

Männer auf, welche an allem

Schlamassel Schuld waren. Sie

nahmen einen von uns mit und

verlangten, dass wir einen Song einübten. Also

taten wir dies und sie liessen uns laufen, weil

sie es nicht ertragen konnten, unsere Stimmen

zu hören. Dann machten wir Abtreten und das

Überraschungsweekend war vorbei.

Text: Tiger

Ganzes Lager

Es fing ganz normal mit einer Übung an, jeder

musste ein Stück Karton mitnehmen. Anfangs

kam Kolibri und zählte uns ein paar Strassen in

der Gegend auf die wir suchen mussten denn

manche Menschen haben keine Stimme mehr

haben. Also gingen los und tatsächlich fanden

wir in den angegebene Strassen Zettel am

Schluss ergab es eine Karte, die den Namen enthält

SAMSTAGERN.

Kurzerhand gingen wir zum Hauptbahnhof.

Dort verpassten wir den Zug, grösstenteils war

es Quaslis schuld, deshalb mussten wir den nächsten

Zug nehmen. Als wir in Samstagern angekommen

sind gingen wir auf eine naheliegende

Wise, dort kamen dann die Rotte von Tiger

und Attila dazu. Ferrox sagte: «Wir machen ein

Spiel» und das Spiel ging los. Diese Rotte die zuerst

ihre Pingpong Bälle in die Mitte gebracht

hat, hat Gewonnen. Gewonnen hat niemand

so richtig den dann liefen wir los und als wir

dann vor einem Haus standen kam mir zu Ohr

das dass ein Überraschungslager ist. Ich freute

mich sehr denn es war mein erstes Lager. Als es

dunkel wurde fingen wir mit einem Spiel an das

sich um Buchstaben handelte es ging so: es gab

1 Schamane: der bewirkt, dass wenn ihr eine

Frage richtig beantwortet habt gibt er dem Gewinner

1 Käfer der ein wert von 4-5 Buchstaben

hat. 3 Räuber: erwischt dich ein Räuber musst du

ein Buchstaben abgeben Trittst du gegen in an

und du Verlierst dann Musst du alle abgeben. 2

Diebe: gegen Diebe kann man antreten und je

nach dem kann man 1-2 Buchstaben gewinnen.

Das Netz: das Netz dort muss man die Buchstaben

hin bringen dort werden sie dann zu Worte

gebildet in den Viereckchen wo dann möglichst

lang und Cool sein sollte umso mehr Punkte gibt

es.

Ziel: wer am meisten Punkte hat, hat gewonnen.

Wir wurden jäh unterbrochen nämlich mit

einem ziemlich lauten Knall, dann merkte man

das Biber fehlte.

Wir Liefen zu einer Brücke oben fuhr ein Zug

durch. Auf dem Weg Kamen wir an einem Maisfeld

vorbei das immer knackte und jeder wusste

dass da jemand war, wir liefen weiter und kamen

dann bei der Brücke an dort waren 2 Menschen

die Feuerwerk ab liessen. Wir gingen zu innen

und wollten sie verscheuchen doch sie waren

viel schneller denn sie hatten ein Auto. Weiter

vorn trafen wir den Schamanen vom Spiel er gab

uns Leuchtende Rattenschwänze die wir nur im

Notfall benutzen sollten wir gingen zurück zum

Lagerhaus dort gab es dann ein hinundhergezeukel

zwischen Lagerhaus und Maisfeld wir bekamen

Biber wieder und gingen dann schlafen.

Das war toll denn ich war todmüde. In der Nacht

kamen Taufgeister und nahmen mich mit zuerst

musste ich ein Pingpongball anzünden der

brennt furchtbar schnell dann brachte er mich in

ein Zimmer dort wurden mir Fragen geschtellt.

Dann wurde ich hinaus gejagt zum Schluss kam

ich in ein Raum der ein Büro war dort bekam

ich den Nahmen Quick. Am nächsten Morgen

gingen wir mit dem Zug nach Hause und dort

holten uns unsere Mütter ab.

Text: Quick

Fotos: Kolibri


Rottwettkämpfe

1. Platz: Rotte Bern 215 Punkte

2. Platz: Rotte Schwyz 192 Punkte

3. Platz: Rotte Luzern 189 Punkte

4. Platz: Rotte Zug 187 Punkte

5. Platz: Rotte Unterwalden 185 Punkte

6. Platz: Rotte St. Gallen 178 Punkte

7. Platz: Rotte Fribourg 169 Punkte

8. Platz: Rotte Murten 159 Punkte

9. Platz: Rotte Morgarten 156 Punkte

10. Platz: Rotte Aargau 130 Punkte

11. Platz: Rotte Waadt 129 Punkte

Rotte Graubünden

13. Platz: Rotte Appenzell 126 Punkte


Wechsel im Abteilungsrat

Nach langjähriger Tätigkeit im Abteilungsrat sind Christoph Joho / Kalif (LE/II./AA/IV./II./VS) als

Obmann des Abteilungsrats, Ralf Hauser / Koala (JFL/VII./JFL/I./VI./TR/HFM/APV Obmann), Urs Diener

/ Muus (WI/VII./HA/IV./III./TR/FS) und Christian Wenker / Chevy (LE/VIII./VI./HA/TR/FS) zurückgetreten.

Der Abteilungsrat hat über Jahre von ihrer ehrenamtlichen Arbeit profitiert.

Kalif verstand es hervorragend, den Korpsleitern beratend zur Seite zu stehen und als Obmann die

verschiedenen Ressorts des Abteilungsrats zu koordinieren. Koala führte als Beauftragter für das

Finanzwesen die Revision der Korpskasse durch und stellte damit die korrekte Buchführung und eine

solide Finanzierung sicher. Als amtsältestes Mitglied des Abteilungsrats war Muus schon seit über

zwölf Jahren als Materialrevisor an den Zeltinspektionen im Einsatz. Und Chevy verdanken wir die

Wahrung des Kontakts zur Fachstelle Mira sowie immer wieder wesentliche Impulse zu Handen des

Korpsleiters und damit der Aktivitas.

Wir danken den zurücktretenden Mitgliedern ganz herzlich für die geleistete Arbeit und heissen

Pascal Pauli / Favorit als neuen Obmann, Nicolas Germanier / Gepard und Ralf Junghanns / Sokrates

als neue Mitglieder im Abteilungsrat willkommen.

Für den Abteilungsrat Philippe Weibel / Chagall


APV-Ecke

Redaktor: Giulio Grazzi / Topas

Aemtlerstrasse 26, 8003 Zürich

Tel. 079 668 01 56

E-Mail: giulio@grazzi.ch

Obmann: Marcel Fierz / Biber

Dunantstrasse 9, 8044 Zürich

E-Mail: marcel.fierz@suisse.org

Der APV trotzt der

Rezession!

Liebe APVer

Unsere Werte (die eines jeden Pfadis und nicht die im Aktienportfolio) sind so schnell

nicht auf Staatshilfe angewiesen. Doch nur vom Erlebten aus alten Tagen zehren können

auch wir nicht. Der Ausschuss will über das ganze Jahr hinweg eine interessante Plattform

bieten und mit nicht alltäglicher Unterhaltung locken. Kontakte können gepflegt und

aufrecht gehalten, neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Wie zufriedenstellend

wir unsere Aufgabe im 2008 erfüllt haben, dürft ihr uns gerne am Weihnachtsessen oder

bei einer anderen Gelegenheit mitteilen. Auch im 2009 planen wir eine bunte Mischung

der Anlässe aus den Bereichen Kultur, Sport und Technik. Wir freuen uns darauf!

Vermischtes

Wir mischen wieder mal nichts, ausser Weihnachtguetzlifertigteigmischung...

Anlässe

Baustellenführung SBB Durchmesserlinie mit Julian Karrer / Pinocchio

Der APV geht auch mal unten durch. Am 15. Juli ist der APV, zu einer Zeit in der die

Pendlerströme gerade rege am fliessen sind, unter den Hauptbahnhof Zürich gestiegen.

In einer kurzen Präsentation wird uns die Dimension des Bauvorhabens und die neuen

Möglichkeiten, die sich dadurch dem Schienenverkehr bieten, gezeigt. Die Durchmesserlinie

ist Ladengeschoss und neue Verbindung zwischen den beiden unterirdischen Durchgangsbahnhöfen

Museumstrasse und Löwenstrasse sowie Verbindung zu den Perrons in

der Haupthalle. Die Durchmesserlinie ist aber auch eine Grossbaustelle mit ihre Tücken...

das Universitätsspital mag keine Löcher mit rumpelnden Zügen unter sich haben, der

Denkmalschutz findet immer ein Bauwerk das eine Extraportion Zuneigung gebrauchen

kann und das Grundwasser wird vom Tunnelbohrkopf seit eh und je magisch angezogen.

Doch nur auf der Leinwand wollten wir die Baustelle natürlich nicht erlebt haben. Kurz

die lustigen Leuchtwesten gefasst und eine passende Kopfbedeckung dazu genommen

und schon kann es losgehen. Die gezeigten Tunnel- und Baustollen wirken riesig und wir

sehen aus wie Glühwürmer im ab und zu aufflackernden Blitzlicht. Da soviel Treppen und

Baustollen begehen auch ordentlich Appetit macht, lassen wir den Abend in der Conti

Halle gemütlich ausklingen.

Aus aller Welt

Soeben hat Pirmin Real / Woody (X.), der ein Jahr für die UNO (Peacekeeping) in Mitrovica/Kosovo

war, seinen Arbeitsort verlassen und eine Stelle bei der gleichen Organisation

in New York angetreten. Dort arbeitet er jetzt in der Abteilung, die für die Elfenbeinküste

zuständig ist. Fast gleichzeitig wiederum hat Raphael Nägeli / Moby einen EDA-Posten in

Pristina angenommen, also ebenfalls im Kosovo (vgl. Artikel, NZZ am Sonntag, 21.9.08)


Vollmondtschumpel 2008, 18./19. Juli: Bericht und Organisation Hannes Wyss / Baloo

Wenn der Schreibende sich an einem grauverregneten Herbstabend kurz vor Redaktionsschluss

gegen zehn Uhr abends hinsetzt und sich daran macht, den Vollmondtschumpel

vor dem geistigen Auge des Lesers wiederauferstehen zu lassen, so fehlt es ihm an vielem

- von sommerlichen Temperaturen und sternenklarem Himmel über den nächtlichen Geruch

des Sommerwalds bis zum Anblick des Vermischens der Morgendämmerung mit den

Schlaflichtern Zürichs - ganz zu schweigen vom Beherrschen des Genitivs. Was ihm bleibt

ist eine Erinnerung:

Laut Wikipedia gilt der Leitsatz: ‚Design orientiert sich am Menschen und seinen vielfältigen

Bedürfnissen‘. Meine vielfältigen Bedürfnisse waren an diesem Samstagmorgen

eigentlich eher einfältig. Entweder Schlaf oder dann ein nettes Frühstück mit einem kräftigen

Kaffee. Die Designer waren mir wie es schien nicht so gut gesinnt, den es galt zuerst

mal rein in den Car und ab nach Weil am Rhein. Die entgegen meinen Erwartungen dann

doch erstaunlich kurzweiligen Carfahrt, führte uns direkt vor den Buckminster Dome inmitten

des Vitra Design Museums. Mungg begrüsste uns und lud zuerst zum ausgiebigen

Frühstück ein. Das mit den körperlichen Bedürfnissen war jetzt geklärt (Hunger für die

nächsten vier Stunden erstmal keine Thema mehr, genug Kaffee bis Sonntag gekriegt..).

Wir waren bereit für‘s Museum. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurde uns die vielfälltige

Architektur, Produktion und eine der grössten Möbelsammlungen gezeigt. Für Aufsehen

sorgte die Lasttestanlage, mit der die Qualität der Produkte sowie die gestellten Anforderungen

der belieferten Länder überprüft wird. Mit eigens für diese Zwecke gefertigten

Maschinen wird simuliert was die Industrienormen verlangen. Die Archtekturführung liess

die ohnehin schon beeindruckenden Bauten in noch glänzenderem Licht erscheinen und

brachte auch interessante Details hervor. Das nun stillgelegte, werkseigene Feuerwehrgebäude

wurde nach einem zerstörerischen Brand auf dem Areal aus einer Notwendigkeit

errichtet (und nicht aus einem Bubentraum des Unternehmers heraus). In den Büroräumen

der MitarbeiterInnen werden die neusten Produktideen auf ihre Alltagstauglichkeit

geprüft. Die Ausstellungen in den Möbelhäusern rund um Zürich können vor Neid erblassen

und arbeiten dürfte in diesem Ambiente tatsächlich Freude machen. Von den Eindrücken

überwältig und dank den mehrmaligen Verpflegungpausen gut gesättigt, gings

frisch inspiriert nach Hause, wo die eigenen vier Wände auf Bestform getrimmt werden

konnten.

Samstagmorgen, 19. Juli, gegen Sonnenaufgang. Ein Waldrand im Albisgebiet. Aus dem

Baumschatten, schemenhaft*, lösen sich neun Gestalten. Schon seit Mitternacht sind sie

unterwegs, haben bereits den steilen Aufstieg von Sihlbrugg zum Albishorn hinter sich,

haben die Schnabelburg schon rechts liegengelassen und die Aussicht vom Hochwacht-

Turm auf den Zürichsee genossen. Was treibt sie an, diese neun Nachtwanderer, bis wo

sollen ihre Füsse sie noch tragen? Nur kurze Zeit haben wir Musse, sie zu genauer zu betrachten:

Tiger packt ein Fertigfeuer (im Fachjargon auch «scout veterans night fire») aus

seinem Rucksack - es brennt zwar noch nicht, macht aber auf den flüchtigen Zuschauer

einen schon fast voraufgeschichteten Eindruck. Bantu hält locker mit und entfaltet seinen

Rucksackgrill, komplett mit Cervelat- und Schlangenbrot-Inhalt und Komplementärfeldflasche.

Die neun Protagonisten rücken näher zum Feuer, im Schein der Flammen erkennen

wir jetzt auch Chagall, Hupi, Meteo, Pan, Panther und Schoscho - und Baloo hat gerade den

Kopf im Rucksack weil er wieder mal etwas nicht findet. Dann wirds eine halbe Stunde

lang gemütlich, bis schlussendlich Verpflegung, Grill und Feuer wieder eingepackt werden

und die Nachtwanderer in den Sonnenaufgang schreiten. Nach der ersten Kurve verlieren

wir sie aus den Augen, aber ahnen dass sie weiter zur Felsenegg und zum Üetliberg ziehen,

wo Pinocchio beweisen wird, dass auch Frühaufstehen eine Tschumpelroute sein kann

- und bleiben mit dem leise wehmütigen Wunsch zurück, auch dabeigewesen zu sein.

* gemäss neuer deutscher Rechtschreibung und Grammatik ist es für das Subjekt eines

Hauptsatzes nicht zulässig sich aus einem Schatten zu lösen, es sei denn dies geschehe

schemenhaft.lösen, es sei denn dies geschehe schemenhaft.

Besichtigung Vitra-Museum mit David Allemann / Mungg

Agenda

13.12.08 Waldweihnacht 2008 (neues Datum!)

13.- 15.02.09 Füla-X (inoffizieller Anlass) auf dem Stoss

mit flamberg-Grüssen

Giulio Grazzi / topas


PP

8001 Zürich

Versand & Adressänderungen: Gérôme Grollimund / Torpedo, Krebsgasse 10, 8001 Zürich

Waldweihnacht 13. Dezember 2008

Treffpunkt

-Abteilung Zürich

17:00 Uhr Busendsation Kienastenwies

(Bus 34) in Witikon

-Abteilung Birmensdorf

17:00 Uhr Islisberg

Einladung

Der Abschluss des Pfadijahres

2008, die Waldweihnacht, findet

am 13. Dezember statt.

Wir würden uns freuen, die Waldweihnacht

mit Eltern, APVern und

Pfadifreunden zu feiern. Alle sind

herzlich dazu eingeladen.

Mir Pfadi

wänd sorg

träge zur Natur

und allem Läbe.

Bitte benutzen Sie die öffentlichen

Verkehrsmittel.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine