Social Media und die Volkssolidarität - passt das zusammen?

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Social Media und die Volkssolidarität - passt das zusammen?

Volkssolidarität 2.0 – Was bringen Facebook & Co.?

Fachtagung mit Diskussion zum Thema Social Media

15. März 2013, Berlin


Social Media und die Volkssolidarität –

passt das zusammen?

n Wandel in der Kommunikation

n Nutzer und Beweggründe

n Anforderungen an die Kommunikation

n Die verschiedenen Kanäle – ein Überblick

Franziska Laskowski, TRIALON


Wandel in der Kommunikation

Früher: tue Gutes und rede darüber

Heute: tue Gutes und lass andere teilhaben bzw. darüber reden


Wandel in Entscheidungsprozessen

n 2/3 der Entscheidungen bestimmt durch Empfehlungen,

nur 1/3 durch Kommunikation des Unternehmens

(McKinsey Studie)

n Bedeutung Social Media – Kunde steht in allen Phasen

der Entscheidung in Interaktion mit Gleichgesinnten

(klassische AIDA Formel greift nicht mehr)

n Es braucht eine Fähigkeit zur Empathie, Social Media

eignet sich nicht als Marketing-Schleuder, sondern es gilt,

hilfreich zu sein, Informationen im Kontext zu geben,

Fragen zu beantworten, und sich auszutauschen.


Wandel in der Unternehmenskultur

n Social Media bedeutet nicht das Bespielen eines

x-ten Kanals im Kommunikationsmix. Es sollte nicht als

klassisches Marketing- sondern PR-Instrument betrachtet

werden.

n Es erfordert ein Umdenken in der Unternehmenskultur.

Strukturen gilt es aufzubrechen, ein anderes Bild

von Verantwortlichkeiten zu erfinden, Vertrauen

und Gelassenheit gegenüber Mitarbeitern und

auch der Öffentlichkeit zu entwickeln und letztlich

auch den Stil der Ansprache zu ändern.


»Einer Institution ohne SM-Strategie mangelt

es auch an einer Kommunikationsstrategie

und möglicherweise an der Bereitschaft

zum Dialog.«


Konkret: Was unterscheidet Social Media

von klassischer Online-Kommunikation?


n Mitmach-Web

n vom Informationsmedium zum Austauschmedium

n sozialer und gesellschaftlicher Charakter/

Vernetzung der Nutzer untereinander

n Philosophie im Vordergrund, nicht Technologie

n Partizipation (JEDER ist Teil des Netzes)

n Vermischung virtueller und realer Welten

(lokale Grenzen lösen sich auf/Mobilität)


Wer nutzt das Web? Wofür?

(ARD/ZDF Onlinestudie 2012)


n Suchmaschinen (83 %)

n E-Mails (79 %)

n zielgerichtet bestimmte Angebote suchen (61 %)

n Onlinecommunities (36 % gesamt,

75 % der 14- bis 29-Jährigen, 30 % der 30 bis 49-Jährigen)

n Gesprächsforen/Chatten (26 %)

n Onlinespiele (16 %)

n Apps auf Mobilgeräten (15 %)

n Onlineshopping (7 %)


Fazit

n Man kann nicht mehr nicht social sein. Die Grenzen

zwischen social communication und social commerce

verschwimmen, ebenso die Grenzen zwischen realerund

virtueller Welt.

n Die Netze sind stark und werden täglich dichter

miteinander verwoben.

n Entscheidend wird aber nicht die Menge, die Kreativität

oder die Aufmerksamkeitsstärke der Kommunikation

sein – Erfolgsfaktor ist die richtige Einbettung in die

Gesamtkommunikation des Verbandes!


Kommunikation im Social Web –

Besonderheiten und neue Anforderungen

an die Kommunikation


n Kommunikation Many to Many vs. klassische Medien:

Top down, One way

n Journalisten nicht mehr Tor zur Öffentlichkeit

n direkt, ungefiltert, transparent

n Echtzeit, hohe Geschwindigkeit

n Rückkanal, Feedback

n keine Hierarchien

n Transport von Botschaften nicht steuer- und kontrollierbar

n Authentizität

n Links sind die Währung im Social Web


Relevante Social Media Kanäle –

Ein Überblick


»Entscheidend für die Auswahl ist nicht

unbedingt die Popularität der Plattform

sondern, inwiefern sie zur Zielsetzung

und Authentizität des Betreibers passt


Facebook

n 25 Millionen aktive deutsche Nutzer/jeder dritte Deutsche

n Nutzer durchschnittlich 6,5 h im Monat im Netz

n Tor zur Welt

n Nachteile: Neidspirale (Studie HU Leipzeig),

Datenschutz/Privatsphäre, Werbung, Suchtfaktor

n dennoch: Facebook wird zunächst nicht verschwinden,

da es keine kostenfreie vergleichbare Alternative gibt

(All Facebook Stats)


Volkssolidarität und Facebook


Volkssolidarität und Facebook

n 13 Profile (von KV’en, LV’en, Stadtverband)

n durchschnittlich 30 Fans

n unterschiedlich gepflegt, z. T. verwaist

n richtig angelegt als Fanseiten aber oft Grundregeln

nicht befolgt, z. B. Impressum, Profil, Umgang mit Logo,

Fotos, Informationen, Ansprache, Tonalität

n kein einheitliches Bild, wenig Interaktion,

persönliche Ansprache fehlt

n Zielsetzung scheint nicht klar


Twitter

»Resonanzmonster, Transparenzgarant,

Meinungsmacher, Spiegelbild der

öffentlichen Meinung, Nachrichtenschleuder

– Twitter hat viele Spitznamen.«


Twitter

n Über 4,4 Millionen Deutsche nutzen Twitter,

ca. 2 Millionen täglich aktiv, Zuwachs 0,5 Millionen

vgl. zu 2011 (Comscore 09/2012)

n jeder hat durchschnittlich 208 Follower, mehr Frauen

n nahezu alle relevanten journalistischen

und politischen Akteure sind vertreten

n Dienst zum Austausch von Kurzmitteilungen

via Internet (Computer oder Handy)

n 140 Zeichen – Tweets öffentlich


Volkssolidarität und Twitter


Volkssolidarität und Twitter

n keine offiziellen Profile der Volkssolidarität

n einige Private oder Vertreter anderer Organisationen

nehmen Bezug, sofern Themen Ihren Bereich berühren

n Nennung der Volkssolidarität erfolgt eher zufällig

in Abhängigkeit der Berichterstattung der Medien

n Keine Interaktion, kein Dialog, kein Ansprechpartner

n Gefahr der Verselbständigung von Meinungsbildung

ohne Einflussnahme


Google+

n 3,6 Millionen Nutzer (Comscore 2012,

gezählte Browseranfragen)

n Verbreitung von 15 Nachrichtenseiten in 2012 untersucht:

1,5 % der Artikel über Google+ verbreitet

(Vgl.: 79,8 % über Facebook, 18,7 % über Twitter)

n Google+ gewinnt in den Feldern Technik und Wissenschaft

an Bedeutung (Nische)

n (Studie TU Darmstadt 2012)

n Bedeutung für SEO


Volkssolidarität und Google+


n einige wenige offizielle Profile der Volkssolidarität

n wenig Interaktion

n einige Profile angelegt und nicht wieder genutzt


Weitere Social Media Kanäle

n Video: YouTube, Vimeo

n Foto: flickr, Instagram, Picasa

n Dokumente: Slideshare

n Social Bookmarking: Mr. Wong, Delicious

n Bewertungs- und Empfehlungsplattformen:

Qype, Yelp, golocal, Google Places

n XING, LinkedIn

n Wikipedia


Fazit

Es gibt verschiedene Meinungstypen:

n Social-Media-Enthusiast

n Social-Media-Skeptiker

n Social-Media-Realist


Vielen Dank.

franziska.laskowski@dig-berlin.de

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