Dezember 2013 - Februar 2014 - Alsterbund

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14AUSDERGEMEINDE

Winter! Na und!

Winter. Sie denken vielleicht:

Oh, jeh? Ja, es trifft

wohl zu, dass er in der Regel

entweder geliebt oder

gehasst wird. Zugegeben,

der Winter ist die kälteste

unserer vier Jahreszeiten.

Tatsächlich ist uns

die Sonne in den Wintermonaten

der Nordhalbkugel

sogar näher! Die Erde

kreist in ihrer elliptischen

Bahn um die Sonne und

bestimmt dadurch die Länge

der Jahreszeiten. Daher

beginnt der Winter astronomisch

gesehen erst

mit der Wintersonnenwende

am 21. Dezember

und dauert 89 Tage.

In einer von mir (nicht repräsentativen)

durchgeführten

Umfrage wurden

neben den Nachteilen, wie

z. B. nasskaltes Schmuddel-Wetter,

frieren, Husten

und Schnupfen, glatte

Gehwege und Straßen,

überraschender Weise

viele positive Assoziationen

genannt. Die Einstellung

zum Winter scheint

- wie so manches - eine

Frage der inneren Einstellung

zu sein. Er beginnt

gefühlt mit Weihnachten,

gefolgt von Neujahr. Wunderbare

Feste, die jedoch

emotional unterschiedlich

wahrgenommen und gefeiert

werden. Und dann?

Danach scheinen einige

Mitmenschen in den sogenannten

„Winterblues“

zu fallen! Sie wollen nur

noch weg. Im Winter wird

das Leben scheinbar „von

außen nach innen“ verlagert.

Es gilt zur Ruhe zu

kommen, die Tage und vor

allem die langen Winternächte

schön und auch abwechslungsreich

zu leben

und Kraft zu sammeln. Die

Natur macht Pause, um

vital und neu im Frühling

durchzustarten. Und wir?

Winterzeit heißt aber auch:

Schnee, Ski und Schlittschuh

fahren, rodeln, einen

Schneemann bauen,

Kerzenschein, Kaminfeuer

und Erinnerungen an nasse

Schneeballschlachten

und heißer Kakao in der

Kindheit. Wir lieben Spaziergänge

an klaren Wintertagen.

Tage mit einem

strahlend blauen Himmel

– aus all seinen Weiten

und Höhen. Klare,

kalte Luft. Herrlich! Dazu

eine Wintersonne - mit ihrem

sanften oder kräftigen

Licht. Manchmal knirscht

Schnee unter unseren Füßen

und dessen weiße

Kristalle in der Sonne glitzern

und das Licht nochmals

reflektiert und stärker

strahlen lässt. Es berührt

uns der märchenhafte Anblick

von mit Raureif überzogenen

Sträuchern, Bäumen,

Wiesen, Parks, Autos

und Häusern; eine Landschaft

wie von Zauberhand

mit Puderzucker bestäubt.

Winter – wir können ihn

sehen, hören, fühlen und

schmecken. Nehmen wir

ihn an, mit all seiner Vielfalt

und freuen uns insgeheim

auf den Frühling!

Angelika Schwalm,

St. Martinus-Eppendorf

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