Dezember 2013 - Februar 2014 - Alsterbund

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AUSDERREGION 27

Wo andere Menschen Urlaub machen

- mein fsJ in der „Südsee“

Marie Wensien - eine Jugendleiterin aus St. Peter Groß Borstel

ist von ihrem freiwilligem sozialem Jahr auf Tarawa, drei Flugstunden

nördlich der Fidschi Inseln, zurückgekehrt. Beauftragt

vom ZMÖ (Zentrum für Mission und Ökomene) in Hamburg-Othmarschen,

waren ihre Haupttätigkeiten an der Highschool dort

Englisch zu unterrichten und Projekte z.B. über Umwelt- und Klimaschutz,

Veranstaltungen und Ausflüge zu organisieren und

durchzuführen. Svenja und Jana, zwei angehende Konfiteamerinnen

aus St.Peter haben ihr dazu einige Fragen gestellt.

Svenja (S): Wie hast du

dich gefühlt als du dort

angekommen bist?

Marie (M): Als ich die Insel

gesehen habe, dachte ich:

Wow! Hier kommt man ja

nicht so leicht weg. Der Empfang

war sehr herzlich und

ich habe mich von Anfang an

sehr wohl gefühlt.

Jana(J): Wie leben die Menschen

dort?

M: Sie leben in Großfamilien

zusammen, viele in Behausungen

aus Holz, mit Blättern

der Kokospalme als Dach.

S: Welche Glaubensrichtungen

gibt es dort?

M: Etwa 53% sind katholisch

und ca. 30% sind protestantisch.

Die Menschen

prak-tizieren ihren Glauben

sehr intensiv und feiern

z.B. jeden Abend eine

kleine Andacht in der

Familie. Es wird viel in

der Bibel gelesen, auch in

der Schule, wenn kein anderes

Buch vorhanden ist.

S: Wie hast du dort gelebt

und bist dort zurecht gekommen?

M: Ich habe auf dem

Hauptquartier der Protestantischen

Kirche gewohnt, Um

7 Uhr bin ich aufgestanden

und dann mit einem Kleinbus

zur Schule gefahren. Nach

dem Unterricht habe ich

z.B. zweimal in der Woche

„touch-rugby“ gespielt, bin

schwimmen gegangen oder

wurde zum Essen eingeladen.

S: Wie war das Wetter und

das Klima dort?

M: Tagsüber ist es immer um

die 32 Grad warm. Früher gab

es ausgeprägtere Regenund

Trockenzeit, jetzt hat sich

das etwas verändert, auch

wegen des Klimawandels.

J: Was ist typisch für den

Inselstaat Kiribati?

M: Wenn man in ein Haus

kommt, ist immer jemand

da. Überall sieht man kleine

Kinder. Die Freundlichkeit

der Menschen und immer

schön viel Essen, also Fisch

und Reis. Typisch sind auch

ganz bestimmte Ohrringe.

Wenn die jemand trägt,

dann weisst du, die ist aus

Kiribati

S: Wie und durch wen

wurdest du auf dein fsJ

vorbereitet?

M: Durch Vorbereitungsseminare

des ZMÖ, in denen wir

viel über andere Kulturen

und Verhalten in schwierigen

Situationen gelernt haben.

J: Was war eine tolle und ein

nicht so schöne Erfahrung?

M: Der Unterricht mit den

Jugendlichen und die Ausflüge

waren eine tolle Erfahrung.

Nicht so schön war es

von der Armut mancher Menschen

zu erfahren, z.B. wenn

ein Kind nicht zur Schule

kommen konnte, weil es kein

Geld für eine Busfahrkarte

hatte. Die Schüler haben mir

vertraut und mir sehr persönliche

Dinge erzählt.

S+J: Vielen Dank für das

Gespräch und wir wünschen

Dir alles Gute!

Zum Anhören des gesamten

Interviews:

www.jugend-alsterbund.de

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