energie – newsletter wasserstoff, brennstoffzelle + ... - Energie.de

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KW 16 / 2013

E N E R G I E – N E W S L E T T E R

WASSERSTOFF, BRENNSTOFFZELLE + ELEKTROMOBILITÄT

THEMEN

Eröffnungs-Pressekonferenz: 19. Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen

Windkraft im Tank – Welche Rolle spielt Wasserstoff bei der Energiewende? 2

Wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenbus als Botschafter auf der „Blauen Linie“

Wasserstoff – Der Energieträger der Zukunft im ÖPNV 4

Jan grosse Austing erhält Studienpreis 2012

VDI-GEU zeichnet Mitarbeiter des EWE-Forschungszentrums aus 6

VDMA: Milliardenumsatzprognose für 2020 bestärkt

Brennstoffzellenindustrie blickt optimistisch in die Zukunft 7

12. Brennstoffzellenforum Hessen, 4. Juni 2013 in Frankfurt am Main

Wasserstoff in der Energiewirtschaft von morgen 8

Jede Menge Platz unter der Motorhaube

Forschungsprojekt FAIR verlegt Antrieb ins Rad 9

Der Antrieb für das Stadtauto von morgen

Schaeffler und Ford zeigen Ideenauto mit E-Wheel Drive 10

Mobil und stationär: Wasserstoff als Wirtschaftsfaktor

Innovationspreis des DWV vergeben 12

Smart Energy Kongress 2013, 14. und 15. Mai in Frankfurt am Main

Branchenexperten diskutieren über die Zukunft des Energiemarktes 13

Impressum 14

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EW MEDIEN UND KONGRESSE GMBH / JOURNALISTENBÜRO PRESSCONTACT


KW 16 / 2013

v.l.n.r.: Ulrich Walter(Moderator), Dr. Klaus Bonhoff, Dr.

Klaus Peter Röttgen, Stephan Rieke, Carl Berninghaus

FOTO/ABB.: PRESSCONTACT/ADLER

Eröffnungs-Pressekonferenz: 19. Gemeinschaftsstand

Wasserstoff + Brennstoffzellen

WINDKRAFT IM TANK –

WELCHE ROLLE

SPIELT WASSERSTOFF

BEI DER ENERGIEWENDE?

Auf der Eröffnungs-Pressekonferenz des 19. Gemeinschaftstands

Wasserstoff und Brennstoffzellen der

HANNOVER MESSE stand die Frage im Mittelpunkt,

welche Rolle Wasserstoff bei der Umsetzung der Energiewende

spielen kann. Die Teilnehmer diskutierten,

wie Wasserstoff aus Windkraft erzeugt, gespeichert

und genutzt werden kann und ob eine Methanisierung

mit anschließender Einspeisung ins Erdgasnetz oder

einer Nutzung des aus erneuerbarer Energie erzeugten

Erdgases wirtschaftlich und technisch sinnvolle Optionen

sind.

Besetzt war das Podium mit Dr. Klaus Bonhoff,

Geschäftsführer der NOW GmbH, Dr. Klaus Peter Röttgen,

E.ON Innovation Center Energy Stroarge,

Stephan Rieke, Leiter Vertrieb der Solar FuelGmbH, und

Carl Berning-hausen, Geschäftsführer der Sunfire

GmbH. Moderiert wurde die Pressekonferenz wie bereits

in den letzten Jahren von UlrichWalter.

„Ohne den Wasserstoff wird die Energiewende nicht

gelingen können“, stellte Bonhoff klar. Wenn man über

die Energiewende rede, meine man damit im Wesentlichen

den Ausbau der erneuerbaren Energien und die

Reduktion der CO2-Emissionen. Die öffentliche Debatte

sei sehr fokussiert auf den Stromsektor. Strom, Wärme

und Mobilität müssten als Gesamtsystem gesehen werden.

Hier spiele der Wasserstoff eine zentrale Rolle.

Bisher seien Zwangsanschaltungen von Anlagen zur

Erzeugung erneuerbarer Energien notwendig gewesen,

um das Stromnetz stabil zu halten, erläuterte Röttgen.

Bisher werde der Netzausbau häufig kontra Speicher

diskutiert. Dies dürfe jedoch nicht als Konkurrenz gesehen

werden, denn Netze transportierten den Strom von

A nach B, Speicher den Strom von heute nach morgen.

Im Bereich der Stromspeicherung sehe E.ON eine Vielzahl

an möglichen Technologien, wobei die Wasserstofftechnologie

neben den Batterien und den bereits

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KW 16 / 2013

existierenden Pumpspeicheranlagen eines der größten

Potenziale biete. Man werde in Kürze eine Power-to-

Gas-Testanlage in Brandenburg in Betrieb nehmen, die

bis zu 300 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde produzieren

werde. Der Wasserstoff werde bis zu einem

Anteil von maximal zwei Volumenprozent direkt in das

Erdgasnetz eingespeist. Schon mit diesem geringen

prozentualen Anteil biete das Erdgasnetz eine riesige

Speicherkapazität.

Rieke verwies darauf, dass Windkraftanlagen oft

dezentral platziert seien und nicht immer ein Anschluss

an das Erdgasnetz zur Verfügung stehe. Hier sei eine

Umwandlung zu Bioerdgas durchaus eine Alternative.

Fahrzeuge können dann direkt mit dem aus erneuerbaren

Energien erzeugten Methan betrieben werden. Mit

den bereits vorhandenen Erdgasfahrzeugen könne man

große Mengen an Energie sofort im Mobilitätsbereich

nutzen. Die Energiewende sei nicht nur ein Stromthema,

sondern auch die Sektoren Mobilität und Wärme

gelte es zu berücksichtigen. Der Wärmeanteil betrage

41 Prozent des Endenergiebedarfs. Hier müsse man

sektorenübergreifend denken. So werde bei einer Pilot-

Anlage von Audi in der Region Cloppenburg die Wärme

aus der Elektrolyse und Methanisierung komplett in der

Biogasanlage genutzt. Man betreibe hier eine Gas-

Wärme-Kopplung und nutze vorhandene Synergieeffekte.

So wolle man Wirkungsgrade von 80 bis 90 Prozent

erreichen.

Die Speicherung sei laut Berninghausen nur ein Weg,

um Energieangebot und -nachfrage in Einklang zu bringen.

Die Firma Sunfire verfolge zusammen mit dem Gesellschafter

Bilfinger ein neues Geschäftsmodell. Man

wolle Anlagen das ganze Jahr betreiben, mit denen das

Zielprodukt Kraftstoff – statt Gas – produziert werde.

Immer dann, wenn es zu einem Überangebot im Stromnetz

komme, wolle man die Anlage herunterfahren und

so negative Regelenergie zur Verfügung stellen. Dies

wäre ein neues Betriebsmodell, mit dem man viel wirtschaftlicher

arbeiten könne.

Auf die Frage des Moderators, ob es zu Wasserstoff als

Speicher günstige Alternativen geben könnte, antwortete

Bonhoff, dass man berücksichtigen müsse, wie viel

Energie man über welchen Zeitraum speichern wolle.

Die Kapazität an erneuerbaren Energien werde in Zukunft

weiter wachsen. Es sei zu erwarten, dass in den

20er-Jahren circa 40 Terawattstunden Strom gespeichert

werden müssen. Alle Pumpspeicherkraftwerke zusammengenommen

lägen heute in Deutschland in einer

Größenordnung von 40 Gigawattstunden. Natürlich

müsse man dessen ungeachtet diese Technologie auch

weiter voranbringen und Batterien seien ebenfalls eine

Option für dezentrale Lösungen, wie zum Beispiel im

Heimbereich in Kombination mit der Photovoltaik. Für

die Speicherung große Energiemengen komme jedoch

nur der Wasserstoff in Frage.

Die Pressekonferenz und einige der Public-Forum-

Interviews können als Videos im YouTube-Channel

„H2FC Hannover“ abgerufen werden.

RED:MARTIN FUHRMANN

>>>TOBIAS RENZ FAIR

>>>YOUTUBE-CHANNEL „H2FCHANNOVER“

Bild oben: v.l.n.r.: Stephan Rieke und Carl Berninghaus

FOTO/ABB.: PRESSCONTACT/ADLER

Bild links: v.l.n.r.: Dr. Klaus Bonhoff und Dr. Klaus Peter

Röttgen

FOTO/ABB.: PRESSCONTACT/ADLER

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>>>HANNOVER MESSE 2013

Daljit Bawa, Market Manager - Bus Segment / Ballard

Power Systems bestätigte, dass die bisherigen Erfahrungen

sehr wichtig für vergleichbare Brennstoffzellensysteme

von Ballard seien. „Das PHILEAS-Programm lieferte

Ballard die notwendigen Daten zur Evaluierung,

wie sich das Brennstoffzellensystem in einem 18 Meter

langen Bus im öffentlichen Nahverkehr bewährt.“

Pieter Bastiaansen, Vertreter von VDL Bus & Coach bv,

dem Herstellerunternehmen der Busplattform, vertiefte

diese Ansicht: „Wir haben sehr viel getestet, experimentiert

und können heute gemeinsam mit den Partnern

eine Entwicklung vom Prototypen zum Standard

vorweisen. Auch die Erfahrungen aus dem Einsatz der

zwei Brennstoffzellenbusse in Amsterdam fließen in

weitere Entwicklungen des Unternehmens ein. Zum

Beispiel Hybridbusse mit elektrischem Antrieb, die in

Istanbul / Türkei, Einthoven / Niederlande und aktuell in

Haifa / Israel eingesetzt werden.“

Wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenbus

als Botschafter auf der „Blauen Linie“

WASSERSTOFF –

DER ENERGIETRÄGER DER

ZUKUNFT IM ÖPNV

„Der Bus fährt mit Wasserstoff, deshalb kommt nur

reines Wasser aus dem Auspuff. Das ist unsere Zukunft“,

so der begeisterte Ausruf eines Jugendlichen

auf der HANNOVER MESSE 2013. Der 18 Meter lange

Gelenkbus PHILEAS, ein wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenbus,

stand den Messebesuchern während

der HANNOVER MESSE 2013 als Shuttlebus auf der

„Blauen Linie“ zur Verfügung. „Wasserstoff – Der

Energieträger der Zukunft im ÖPNV“ war in großen

Buchstaben gut sichtbar auf dem Brennstoffzellen-

Hybridbus, der bereits seit 2011 regulär im Nahverkehr

vom Betreiber Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) eingesetzt

wird, geschrieben. Zwei Busse des gleichen

Typs sind in Amsterdam im öffentlichen Nahverkehr

unterwegs.

Die Initiative HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland

ermöglichte gemeinsam mit den Sponsoren Ballard

Power Systems Inc., HOPPECKE Batterie Systeme GmbH,

VDL Bus & Coach bv und Vossloh Kiepe GmbH, dass dieser

Brennstoffzellenbus eingesetzt werden konnte.

Zweimal am Tag wurde er mit Wasserstoff betankt, der

vor Ort von ITM Power durch Elektrolyse erzeugt wurde.

„Selbstverständlich hat die HANNOVER MESSE als weltweit

wichtigstes Technologieereignis für die Firmengruppe

HOPPECKE einen sehr hohen Stellenwert“, erläutert

Dr. Gunter Schädlich, Leiter Marktsegment Bussysteme

& Neue Technologien / HOPPECKE Batterie

Systeme GmbH, die Präsenz und das Engagement des

Unternehmens. „Die Firmengruppe HOPPECKE ist weltweit

tätig im Bereich der Entwicklung, Produktion und

Vermarktung von Industriebatterien und komplexen

Systemen zur Speicherung und Bereitstellung von Energie.

Insbesondere bei den zentralen Themen der HAN-

NOVER MESSE 2013 wie Energie- und Umwelttechnologien,

Antriebstechnologien, Produktionstechnik sowie

Forschung und Entwicklung findet HOPPECKE viele

wichtige Anknüpfungspunkte zu seinen eigenen Produkten

und Entwicklungsstrategien.“

Das Projekt des Brennstoffzellen / DSC / Batterie-

Hybrid-Busses lieferte HOPPECKE wertvolle Erfahrungen

für die Weiterentwicklung der HOPPECKE NiMH-

Batterietechnologie. „Gerade durch die Demonstrationsprojekte

in Köln und Amsterdam werden im rauen

Alltagsbetrieb von vier BZ / DSC / Batterie-Hybridbussen

im Linienbetrieb Erkenntnisse zu den Themenkomplexen

Energiemanagement im Fahrzeug bei unterschiedlichen

Lastprofilen, Verhalten der Batterien bei unterschiedlichsten

Umweltbedingungen und Informationen

zur kalendarischen und der Zyklen-Lebensdauer der

eingesetzten HOPPECKE NiMH-Technologie gewonnen“,

so Dr. Schädlich.

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„In diesem Projekt sind innovative Technologien zum

Einsatz gekommen.“ Thomas Nietz, Geschäftsfeldleitung

Bus & E-Mobilität / Vossloh Kiepe GmbH, resümierte

weiter: „Einerseits wird die kinetische Energie

des Busses beim Abbremsen in einen Energiespeicher

rückgespeist, andererseits kann Wasserstoff als industrielles

Abfallprodukt, wie in unserem Projekt, für die

Mobilität genutzt werden. Sowohl das Zusammenspiel

der einzelnen Komponenten als auch das zwischen den

Projektpartnern war ein essentieller Schlüssel zum Erfolg.“

Die erfolgreiche Umsetzung der Brennstoffzellen-

Technologie als Energieversorgungsmodul, die Zulassung

der Busse für den Straßenverkehr und die Aufnahme

in den Linienbetrieb seien wichtige Schritte in

Richtung CO2-neutraler Fahrgastbeförderung im ÖPNV.

„Gemeinsam haben wir eine Technologie geschaffen,

welche unsere Zukunft sauberer und ressourcenschonender

machen kann. In Zukunft könnte Energie in

Form von Wasserstoff gespeichert werden und für eine

saubere Mobilität in Deutschland eingesetzt werden“,

ist Nietz überzeugt.

„Unsere Vision ist eine saubere Zukunft im öffentlichen

Nahverkehr ohne Schadstoff- und Geräuschemissionen.

Mit der Umsetzung unseres Brennstoffzellen-

Hybridbuskonzepts hat diese Vision heute schon Gestalt

angenommen. Wir sind stolz, die ersten und bisweilen

einzigen Gelenkbusse mit Brennstoffzellenhybridantrieb

in den Linienbetrieb gestellt zu haben.“ Durch die modulare

Bauweise der Traktionssysteme können die Resultate

aus dem Projekt in die Serienproduktion von

Vossloh Kiepe einfließen. „Durch die Unterstützung

der nordrhein-westfälischen Regierung sind solche

zukunftsweisenden Projekte sowohl für die Betreiber

als auch für die Industrie überhaupt erst realisierbar“,

ergänzte Nietz.

Das PHILEAS-Projekt hat einen sehr hohen Stellenwert

für das Land Nordrhein-Westfalen. Dr. Thomas Kattenstein,

Leiter des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff

NRW, betonte: „Es ist ein Vorzeige-Projekt. Es war

wesentlicher Bestandteil des bisherigen Förderprogramms

NRW Hydrogen Hyway. Wasserstoff ist zukünftig

besonders wichtig im Verkehr – insbesondere im

ÖPNV. Auf der technischen Seite haben wir durch die

Busse eine hohe Nutzung der Infrastruktur. Die Wasserstofftankstellen

werden ausgelastet und der Wasserstoff

dadurch spezifisch günstiger.“ Dr. Kattenstein stellte

fest, dass dies eine gute Grundlage für weitere Entwicklungen

und Einsätze von wasserstoffbetriebenen

Brennstoffzellenbussen innerhalb des ÖPNV im gesamten

Bundesland NRW ist.

„Die Initiative HyCologne versteht sich als Projektentwickler

sowie Schnittstelle zu den Nutzern der Wasserstofftechnologie“,

erläutert Dr. Albrecht Möllmann,

Vorsitzender von HyCologne. „Der Bus ist als Botschafter

für Wasserstoff als Energieträger der Zukunft optimal

geeignet – wie hier auf der HANNOVER MESSE

2013. Bereits im letzten Jahr begleitete er Besucher der

HANNOVER MESSE und weiterer Veranstaltungen – er

fällt mit seinen 18 Metern Länge und der Beschriftung

Wasserstoff – Der Energieträger der Zukunft im ÖPNV

jedem direkt ins Auge. Wir wollen Aufmerksamkeit erzeugen!“

>>>INITIATIVE HYCOLOGNE – WASSERSTOFF REGION RHEINLAND

Zweimal am Tag wurde der Brennstoffzellenbus

mit Wasserstoff betankt,

der vor Ort von ITM Power

durch Elektrolyse erzeugt wurde.

Der ITM Power-Mitarbeiter erläuterte

den interessierten Besuchern

den sicheren Betankungsvorgang

ausführlich.

FOTO/ABB.: HYCOLOGNE/ADLER

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>>>HANNOVER MESSE 2013

Überzeugt hatte grosse Austing, der aktuell seine Doktorarbeit

beim EWE-Forschungszentrum Next Energy

schreibt, die Jury mit seiner Masterarbeit zum Thema

„Konstruktion, Inbetriebnahme und erste Charakterisierung

einer Vanadium-Redox-Flow-Luft-Batterie“. Darin

beschreibt er die erfolgreiche Entwicklung und Inbetriebnahme

sowie erste Tests eines neuartigen

Vanadium-Redox-Flow-Luft-Systems. Im Gegensatz zu

herkömmlichen Redox-Flow-Batterien, die sich aus

Kosten- und Effizienzgründen als chemische Energiespeicher

für den stationären Betrieb eignen, jedoch nur

geringe Energiedichten aufweisen, verfolgte der Naturwissenschaftler

mit seinem Ansatz das Ziel, ein System

mit höherer Energiedichte zu erforschen.

Jan grosse Austing erhält Studienpreis 2012

VDI-GEU ZEICHNET

MITARBEITER DES

EWE-FORSCHUNGSZENTRUMS

NEXT ENERGY AUS

Der NEXT ENERGY-Mitarbeiter Jan grosse Austing ist

von der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-

GEU) mit dem bundesweit ausgeschriebenen Preis für

umweltrelevante Master- und Diplomarbeiten 2012

ausgezeichnet worden. Der 29-Jährige nahm den mit

1500 Euro dotierten Preis auf der HANNOVER MESSE

im Rahmen einer Podiumsveranstaltung des Vereins

Deutscher Ingenieure (VDI) entgegen.

Für eine erste Realisierung der Vanadium-Redox-Flow-

Luft-Batterie hatte sich aufgrund der unterschiedlichen

Anforderungen an die Lade- und Entladevorgänge eine

Durchführung in separaten Reaktionseinheiten angeboten,

erläutert grosse Austing. „Dafür mussten zunächst

eine Membran-Elektroden-Einheit für den Entladevorgang

und eine mit Katalysator-Partikeln modifizierte

Graphit-Filzelektrode für den Ladevorgang hergestellt

werden“. Mit diesem Ansatz sei es gelungen, einen Versuchsaufbau

des Systems zu realisieren, es zu charakterisieren

und somit Problemquellen zu identifizieren.

„Damit schafft meine Masterarbeit eine Grundlage für

weitergehende und ausführliche Untersuchungen dieses

neuartigen Batteriesystems und seiner einzelnen

Komponenten“, bilanziert grosse Austing. Auch Next

Energy-Institutsleiter Prof. Dr. Carsten Agert sieht in

den Ergebnissen einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung

von Stromspeichern: „Herr grosse Austing hat

in seiner Masterarbeit spannende und hochrelevante

Fragestellungen in hervorragender Weise bearbeitet.

Ich beglückwünsche ihn von Herzen zu dem großen Erfolg

und freue mich über die Entscheidung der Jury.“

Jan grosse Austing (l.) ist heute auf der HANNOVER

MESSE mit dem Preis für umweltrelevante Master- und

Diplomarbeiten der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt

ausgezeichnet worden. Die Urkunde überreichte

Dr. Ljuba Woppowa, Geschäftsführerin der

VDI-Gesellschaft „Technologies of Life Sciences“ (r.).

FOTO/AB.: NEXT ENERGY

Die VDI-GEU hatte den „Preis für umweltrelevante Master-

und Diplomarbeiten“ im Jahr 2002 zur Förderung

des Ingenieurnachwuchses ins Leben gerufen. Er wird

jährlich vergeben und richtet sich bundesweit an Hochschulabsolventen

sowie an deutsche Studierende an

ausländischen Hochschulen. Die Jury bewertet die

Ergebnisse der eingereichten Arbeiten unter anderem

nach Kriterien wie Kreativität und Innovationsgrad

sowie an den ökologischen, ökonomischen und sozialen

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

>>>NEXT ENERGY

>>>VDI-GESELLSCHAFT ENERGIE UND UMWELT (VDI-GEU)

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VDMA: Milliardenumsatzprognose für 2020 bestärkt

BRENNSTOFFZELLENINDUSTRIE

BLICKT

OPTIMISTISCH IN DIE ZUKUNFT

Auf Basis einer Industriebefragung der VDMA Arbeitsgemeinschaft

Brennstoffzellen, die im Rahmen der

HANNOVER MESSE präsentiert wurde, erwarten die

Unternehmen für 2020 einen Milliardenumsatz. Bereits

im Jahr 2011 habe sich dieser Trend in der Umfrage

abgezeichnet und sei jetzt noch deutlicher zu erkennen

– statt gut einer Milliarde Euro rechneten die

Unternehmen jetzt mit knapp zwei Milliarden Euro

Umsatz, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Unter Berücksichtigung des Gesamtmarktes könne 2013

allein mit Brennstoffzellen zur Stromerzeugung jenseits

des Auto- und Busantriebs die 100-Millionen-Euro-

Schwelle überschritten werden. Bei der letzten Befragung

im Jahr 2011 sei das Erreichen dieser Schwelle bereits

für 2012 avisiert worden. Im Jahr 2012 lägen die

Umsätze der Brennstoffzellen-Industrie in Deutschland

in den Bereichen Hausenergieversorgung, Industrieanwendung,

Bord- oder Notstromversorgung bei etwa 80

Millionen Euro. Während die längerfristigen Erwartungen

deutlich gestiegen seien, würden im aktuellen

VDMA-Brennstoffzellen-Konjunkturspiegel leichte Verzögerungen

bei der kurz- bis mittelfristigen Technologieeinführung

sichtbar. Auch die Erwartungen für das

Jahr 2015 seien gegenüber der Umfrage 2011 leicht gedämpft

worden. Doch der Trend sei weiter positiv: Hersteller

aus Deutschland generierten entsprechend der

Ergebnisse der Umfrage ab 2013 hohe zweistellige

Wachstumsraten. Für 2020 gingen die Hersteller auf

deutlich sicherer Basis als bei der Befragung im Jahr

2011 von knapp zwei Milliarden Euro gegenüber damals

1,2 Milliarden Euro Umsatz aus.

Aktuelle Beschäftigung und Beschäftigungsprognose

bis 2020 höher als erwartet

Die aktuelle direkte Beschäftigung in der deutschen

Brennstoffzellen-Industrie und die Prognose für die Beschäftigung

seien höher als zuletzt erwartet. „Bereits

heute arbeiten über 1500 Menschen in den befragten

Unternehmen. Bis zum Jahr 2020 können allein mit

Brennstoffzellen für stationäre Anwendungen und Spezielle

Märkte in Deutschland über 6000 Menschen beschäftigt

werden", betont Johannes Schiel, Geschäftsführer

der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen im

VDMA. Vor zwei Jahren seien die Hersteller für das Jahr

2020 von etwa 5000 Beschäftigten ausgegangen. Transportanwendungen

seien von der Umfrage noch nicht

berücksichtigt, hier sei zusätzlich mit starken Umsatzund

Beschäftigungszahlen zu rechnen. Die Exportquote,

die für das frühe Stadium der Industrie bereits bei akzeptablen

28 Prozent liege, steige bis 2020 in Richtung

50 Prozent und unterstreiche die Zukunftsfähigkeit der

deutschen Brennstoffzellen-Industrie.

Großes Marktpotential zeigt

energiewirtschaftliche Bedeutung

Die Zahl der heute noch meist kleinen Brennstoffzellensysteme

für Spezielle Märkte steige von etwa 4000 Systemen

im Jahr 2012 auf über knapp 14 000 in 2015 bis

etwa 100 000 in immer größeren Leistungsbereichen im

Jahr 2020 an. Richtung 2020 würden aber auch stationäre

Brennstoffzellen immer wichtiger und könnten die

sogenannten Early Markets bei Stückzahlen und Installierter

Leistung überholen. Im Bereich Hausenergie habe

eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung

in Heidelberg im Herbst letzten Jahres Szenarien

für die ökologische und ökonomische Bedeutung der

Strom- und Wärmeerzeugung mit Brennstoffzellen im

Einfamilienhaus entwickelt, die durch die VDMA Brennstoffzellen

Umfrage nun bestätigt worden seien.

Guido Gummert, Geschäftsführer von BAXI Innotech

und Vorsitzender der VDMA Arbeitsgemeinschaft

Brennstoffzellen, summiert die Erwartungen der Gerätehersteller

wie folgt: „Wir rechnen mit mindestens

70.000 Brennstoffzellenheizgeräten in 2020 für die Installation

in Deutschland und einem ähnlichen Volumen

für den Export. Gemeinsam mit zahlreichen größeren

Anlagen in Gewerbegebäuden und Industrieanwendungen

werden in Deutschland demnach 2020 Brennstoff-

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zellen mit zusammen über 200 Megawatt Leistung neu

installiert. Damit werden Brennstoffzellenanlagen auch

energiewirtschaftlich bedeutend."

Abbau von Markthemmnissenweiter erforderlich

Die positiven Prognosen zeigten, dass die Marktvorbereitung

trotz leichter Verzögerung auf einem guten Weg

sei – die Technologien seien ausgereift und die Kosten

bereits deutlich gesunken. Einen starken Anteil hieran

habe auch das Nationale Innovationsprogramm für

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien der

Bundesregierung (NIP), das die Hersteller von Systemen

und Komponenten für stationäre und spezielle Anwendungen

in den letzten fünf Jahren mit rationell kalkulierten

Mitteln unterstützt habe. Die leicht gedämpften

Prognosen für 2015 wiesen allerdings darauf hin, dass

noch Hemmnisse bei der Technologieeinführung bestünden,

die zum Fortschreiten der Lernkurve und zur

Hebung der Skaleneffekte noch beseitigt werden müssten.

„Hersteller von Brennstoffzellen und deren Zulieferindustrie

benötigen verlässliche energiepolitische

Rahmenbedingungen zur Kostensenkung und Systemoptimierung

– auch jenseits des aktuellen NIP", fassen

Schiel und Gummert zusammen.

Repräsentative Kennzahlen

Die Brennstoffzellen-Industrie in Deutschland wachse:

Industrie und Politik würden die Relevanz von Brennstoffzellen-Technologien

für die Energiewende im Gebäude,

bei der Bord- und Notstromversorgung erkennen.

Mit den Ergebnissen der Umfrage 2013 liefere

VDMA Brennstoffzellen repräsentative Kennzahlen zu

Marktentwicklung, Technologiereife und industrieller

Durchsetzungskraft. Status und Prognose böten Entscheidungsgrundlagen

für den Ausbau der Brennstoffzellen-Industrie

in Deutschland und verdeutlichten die

energiewirtschaftliche und die industrielle Bedeutung

der jungen Branche.

>>>VDMA ARBEITSGEMEINSCHAFT BRENNSTOFFZELLEN

12. Brennstoffzellenforum Hessen

4. Juni 2013 in Frankfurt am Main

WASSERSTOFF

IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT

VON MORGEN

Das Hessische Ministerium für Umwelt und Energie,

die H2BZ-Initiative Hessen und die Hessen Agentur laden

ein zum 12. Brennstoffzellenforum Hessen am

4. Juni 2013 in Frankfurt am Main.

Bei der Entwicklung effizienter Speichersysteme für

fluktuierende erneuerbare Energien kann die Wasserstoff-

und Brennstoffzellentechnologie eine entscheidende

Rolle spielen. Durch Elektrolyse erzeugt und ins

Erdgasnetz eingespeist oder in Großspeichern, wie zum

Beispiel in Salzkavernen, eingelagert, kann der Wasserstoff

als „Kraftstoff“ für die stationäre und mobile Energieversorgung

genutzt werden.

Das 12. Brennstoffzellenforum Hessen informiert über

die aktuellen Entwicklungen und Projekte aus der Erzeugung

und Speicherung von Wind-Wasserstoff, um

den Fortschritt dieser Technologie weiter zu fördern.

Das Forum bietet Gelegenheit, sich über Lösungskonzepte

für Wasserstoff in der Energiewirtschaft von Morgen

zu informieren und gemeinsam mit den Experten zu

diskutieren.

>>>ANMELDUNG

>>>PROGRAMM (PDF)

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Jede Menge Platz unter der Motorhaube

FORSCHUNGSPROJEKT

FAIR VERLEGT

ANTRIEB INS RAD

Bis heute werden Elektrofahrzeuge nach dem Prinzip

„Conversion-Design“ entwickelt, also als Variante eines

Serienmodells, das ansonsten für die Nutzung eines

Verbrennungsmotors konzipiert war. Wie aber

kann ein elektrisches Auto gebaut werden, wenn man

diesen Kompromiss nicht macht, sondern versucht, soviel

wie möglich vom Antriebsstrang ins Rad des Autos

zu verlagern? Diese Frage wurde in dem von der BMW

Group Forschung und Technik geleiteten Forschungsprojekt

FAIR (Fahrwerk/Antrieb-Integration ins Rad) in

Kooperation mit Schaeffler und dem Deutschen Zentrum

für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht.

Ziel des Projekts sei die systematische Untersuchung so

genannter In-Wheel-Varianten, bei denen Fahrwerksund

Antriebskomponenten in das Rad integriert sind,

heißt es in einer Presseinformation des DLR. „Mit fortschrittlichen,

am DLR entwickelten Methoden und

Rechnerwerkzeugen haben wir verschiedene Konzepte

im Rechner virtuell getestet und bezüglich ihres fahrdynamischen

Verhaltens optimiert und bewertet“, erklärt

Dr.Tilman Bünte, Wissenschaftler des DLR-Instituts Systemdynamik

und Regelungstechnik. Das vielversprechendste

Konzept sei ausgewählt und die Funktionsfähigkeit

durch den Aufbau einer prototypischen mechatronischen

Achse unter Beweis gestellt worden. Das

Unternehmen Schaeffler habe dafür zwei In-Wheel-

Radmodule aufgebaut. Die BMW Group Forschung und

Technik habe auf Basis eines MINI Countryman mit

dieser mechatronischen Achse einen Demonstrator aufgebaut.

Zusammen mit dem DLR-Institut für Systemdynamik

und Regelungstechnik sei der Demonstrator

mit der DLR-Fahrdynamikregelung gemeinsam in Fahrversuchen

sowohl auf dem BMW Testgelände in Aschheim

als auch bei Winterbedingungen in Schweden erfolgreich

getestet worden.

Jede Menge Platz unter der Motorhaube

Der Demonstrator zeige die großen Vorteile des neuen

Konzepts: Unter der „Motor“-Haube sei durch den Wegfall

des Verbrennungsmotors jede Menge Platz geschaffen

worden. Dort hätten die Forscher ihre Versuchstechnik

unterbringen können. Der elektrische Antrieb

liege an der Hinterachse. Die dort beim Bremsen anfallende

Energie werde vollständig wiedergewonnen. Damit

könne die mechanische Reibbremse hinten entfallen.

Die Batterie sei kaum sichtbar unter dem Kofferraum

zwischen den angetriebenen Rädern der Hinterachse

untergebracht. Diese kompakte Konstruktion sei

vorteilhaft für einen niedrigen Fahrzeugschwerpunkt

und die Crash-Sicherheit der Hochvolt-Batterie. Darüber

hinaus entstehe auch keine Einschränkung bezüglich

der Sitzplätze.

Möglich sie das durch die maßgebliche Innovation des

Projekts FAIR geworden: Ein neuartiges Getriebe vereine

die elementaren Fahrwerksfunktionen Antrieb, Radführung

und Federung des Fahrzeugs und erlaube die

Anbringung der Elektromotoren an der Fahrzeugkarosserie

ohne die herkömmlichen sperrigen Gelenkwellen.

So habe sichergestellt werden können, dass trotz hoher

Antriebsleistung das Gewicht eines kompletten Hinterrades

gegenüber dem Serienfahrzeug nicht zugenommen

habe. Das sei ein entscheidender Punkt für die vorteilhafte

Kompromissfindung zwischen Fahrsicherheit

und -komfort.

„Durch die beiden radindividuellen Elektromotoren an

der Hinterachse kann das Fahrverhalten in weiten Bereichen

und hochdynamisch per Software gesteuert und

optimiert werden“, erläutert Bünte. „So können die

Nachteile der durch die Lage der Batterie erhöhten Hinterachslast

ausgeglichen werden.“

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Im DLR-Programm „Verkehr“ würden in Zusammenarbeit

mit weiteren DLR-Instituten wissenschaftliche Beiträge

zum "Next Generation Car" erarbeitet, wobei das

Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik für

den Themenbereich „Mechatronisches Fahrwerk“ federführend

sei. Der Erfahrungsaustausch mit Industriepartnern

in Kooperationsprojekten wie FAIR liefere

durch den Praxisbezug eine wichtige Grundlage für die

DLR-eigenen Forschungen. Die im DLR entwickelten

neuartigen Methoden und Werkzeuge zur Modellierung,

Simulation und Regelung mechatronischer Fahrwerke

hätten in das Projekt FAIR gewinnbringend eingebracht

und in der Praxis erprobt werden können.

Schaeffler als einer der großen deutschen Zulieferer der

Automobilindustrie habe Komponenten für die mechatronische

Achse beigesteuert und Berechnungen und

Prüfstandsuntersuchungen durchgeführt. Die BMW

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Group Forschung und Technik habe die Gesamtkoordination

des Projekts, die Bewertung der Konzepte sowie

die Auswahl, Konstruktion und den Aufbau der neuartigen

Achse übernommen.

Abschlusspräsentation überzeugt Fördergeldgeber

Anfang April habe auf dem BMW-Testgelände in Aschheim

bei München die Abschlusspräsentation des FAIR

Projekts für den Fördergeldgeber – die Bayerische Forschungsstiftung

– und Vertreter der beteiligten Firmen

stattgefunden. Mit der Bayerischen Forschungsstiftung

stehe in Bayern ein Förderinstrument zur Verfügung,

das Bayerns Position im weltweiten Forschungs- und

Technologiewettbewerb fördere und zukunftsträchtige

Schlüsseltechnologien stärke. Mit den bereitgestellten

Mitteln werde das bereits vorhandene Potenzial Bayerns

in Innovation, Forschung und technologischer Entwicklung

optimal ergänzt. Grundlage dafür sei die enge

Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und

der damit verbundene Wissenstransfer.

>>>DEUTSCHES ZENTRUM FÜR LUFT- UND RAUMFAHRT E. V.

Der Antrieb für das Stadtauto von morgen

SCHAEFFLER UND FORD

ZEIGEN IDEENAUTO

MIT E-WHEEL DRIVE

Im Rahmen des „auto, motor und sport“-Kongresses

stellt Schaeffler seinen elektrischen Radnabenantrieb

Schaeffler E-Wheel Drive vor. Gezeigt werde der innovative

Elektroantrieb in einem in Kooperation mit Ford

realisierten Entwicklungsfahrzeug auf Basis eines Ford

Fiesta, meldet das Unternehmen. Angetrieben werde

das Kompaktfahrzeug mittels zweier in den hinteren

Radhäusern verbauten Schaeffler E-Wheel Drive. Dabei

handele es sich um hochintegrierte Radnabenantriebe,

bei denen sämtliche für Antrieb, Verzögerung

und Fahrsicherheit notwendigen Bauelemente – wie

Elektromotor, Leistungselektronik und Controller,

Bremse sowie Kühlung – Platz innerhalb der Felge fänden.

Die technischen Eckdaten lägen bei bis zu 40 Kilowatt

pro Antrieb, beziehungsweise einer Dauerleistung von

zweimal 33 Kilowatt. Das entspreche in traditioneller

Lesart bis zu 110, beziehungsweise 90 Pferdestärken.

Dabei liefere der flüssigkeitsgekühlte Radnabenantrieb

der zweiten Entwicklungsstufe (Beta) ein Drehmoment

von bis zu 700 Newtonmeter. Damit verfüge der aktuelle

Radnabenantrieb E-Wheel Drive Beta gegenüber dem

im Jahr 2010 im Schaeffler-Ideenfahrzeug Schaeffler

Hybrid (auf Basis eines Opel Corsa) gezeigten Radnabenmotor

der ersten Generation (Alpha) über ein

Drittel mehr Leistung und ein um 75 Prozent höheres

Drehmoment. Die elektrische Spannung des Hochvoltantriebs

betrage 360 - 420 Volt.

Ein vollkommen neuartiges In-Wheel-Getriebe ermöglich

die radnahe aber karrosseriefeste Anbringung der

Elektromotoren und übernimmt die Radführung und

Aufbaufederung gleich mit.

FOTO/ABB.: BMW

Mit insgesamt 53 Kilogramm betrage das Mehrgewicht

des hochintegrierten Radnabenantriebs gegenüber einem

herkömmlichen Rad mit Radlager und Bremse

45 Kilogramm. Das Bauvolumen von 16 Liter finde Platz

in einer 16-Zoll-Felge. Gegenüber dem Radnabenmotor

der Generation Alpha, bei dem die Leistungselektronik

noch im Fahrzeug verbaut worden sei, bringe der

hochintegrierte Radnabenantrieb sechs Kilogramm

mehr auf die Waage. „Insgesamt konnten wir das Fahrzeuggewicht

aber noch einmal senken“, so Dr. Raphael

Fischer, Leiter Produktgruppe Rad-nabenantriebe im

Schaeffler Systemhaus Elektromobilität, „da neben der

Flüssigkeitskühlung auch die Leistungselektronik und

Controller im Rad platziert werden konnten und eine

umfangreiche Verkabelung im Fahrzeug entfällt.“

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KW 16 / 2013

„Das B-Segment-Fahrzeug dient als Erprobungsträger.

Vollends ihre Stärken können Radnabenantriebe indes

erst in neuen Fahrzeugkonzepten ausspielen“, ordnet

Prof. Peter Gutzmer, Schaeffler-Vorstand für Forschung

und Entwicklung, die Antriebsinnovation ein: „Erst der

hochintegrierte Radnabenantrieb ermöglicht es, das

Stadtauto neu und völlig frei zu denken. Er ist zukünftig

ein Schlüssel für neue Fahrzeugkonzepte und Automobilplattformen.

Für urban genutzte Elektrofahrzeuge,

wie sie in einigen Ballungsräumen obligatorisch werden

können, schafft der Radnabenantrieb eine bislang ungekannte

Raumökonomie. Bei diesen neuartigen Fahrzeugkonzepten

sind alle für Vortrieb, Bremsen und

Fahrsicherheit relevanten Bauteile im Rad untergebracht.

In der Fahrzeugplattform bleibt damit der

maximale Platz für Passagiere, Gepäck sowie Batterie,

Elektronik und Kommunikation. Und darauf können die

Fahrzeughersteller dann unterschiedliche Karosserien

realisieren. Das ist so, wie das Autobauen einmal angefangen

hat.“

Die Premiere beim "auto, motor und sport"-Kongress

sei eine Abwechslung im eng gesteckten Erprobungskalender

des Entwicklungsfahrzeugs. So komme der in enger

Kooperation mit Ford Research & Advanced Engineering

Europe aufgebaute Fiesta E-Wheel Drive beispielsweise

gerade von ausgedehnten Testfahrten aus

der skandinavischen Kälte. Die Wintererprobung sei ein

Teil des umfangreichen, gemeinsamen Entwicklungs-,

Abstimmungs- und Testprogramms. Fahrdynamische

Tests nähmen dabei einen großen Raum ein. „Exzellente

Fahrdynamik gehört zu den Hauptattributen von Ford

Fahrzeugen und wir haben auch bei diesem Projekt unsere

Kompetenz und Erfahrung in diesem Bereich genutzt.

Die Fahrversuche haben deutlich gezeigt, dass

das Fahrverhalten hinsichtlich Komfort und Sicherheit

bei diesem Erprobungsfahrzeug trotz der höheren, radgefederten

Massen im Vergleich zum konventionellen

Basisfahrzeug auf nahezu gleich hohem Niveau ist“, erklärt

Roger Graaf, Projektleiter Ford Research & Advanced

Engineering Europe. Vielmehr lege der Fiesta

E-Wheel Drive eine außergewöhnliche Dynamik an den

Tag. Denn neben der Applikation einer Fahrdynamikstabilitätsregelung

würden die beiden Radnabenantriebe

auch ein so genanntes Torque Vectoring, die radselektive

Verteilung der Antriebsmomente, ermöglichen.

„So bieten hochintegrierte Radnabenantriebe neben einer

perfekten Raumnutzung auch deutliche Vorteile in

punkto Manövrierbarkeit, Fahrdynamik sowie aktiver

Sicherheit. Dies kann zukünftig insbesondere in Kombination

mit Autonomem Fahren eine bedeutende Rolle

spielen“, erklärt Prof. Peter Gutzmer. „Damit könnte der

elektrische Radnabenantrieb zu einem Antrieb von

übermorgen und einer wertvollen Ergänzung des Antriebsfächers

werden, der global gesehen weiterhin von

dem zu-nehmend elektrifizierten verbrennungsmotorischen

Antriebsstrang bestimmt werden wird.“

Der Schaeffler Radnabenantrieb E-Wheel Drive sei mittlerweile

auch Teil eines vom Bundesministerium für

Wirtschaft und Technologie (BMWi) gelisteten Forschungsprojekts.

>>>SCHAEFFLER AG

>>>FORD-WERKE GMBH

Schaeffler E-Wheel Drive in

einem Entwicklungsfahrzeug auf

Basis eines Ford Fiesta, realisiert

in Kooperation mit Ford.

FOTO/ABB.: OBS/SCHAEFFLER/FORD

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Mobil und stationär: Wasserstoff als Wirtschaftsfaktor

INNOVATIONSPREIS

DES DWV VERGEBEN

Dr. Philipp Kuhn wurde 1977 in Schwabmünchen (Landkreis

Augsburg) geboren und machte bei den Grob-

Werken in Mindelheim eine Ausbildung zum Industrie-

Elektroniker. Ab 2000 studierte er Elektrotechnik an der

TU München und arbeitete seit 2006 an seiner Dissertation,

die er im vergangenen Jahr erfolgreich abschloss.

Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband

(DWV) hat die besten deutschen Nachwuchswissenschaftler

auf dem Gebiet Wasserstoff und Brennstoffzellen

gesucht – und gefunden. Der Innovationspreis

Wasserstoff und Brennstoffzelle des DWV wird

seit 2004 für die jeweils beste Bachelor-, Master- oder

Diplomarbeit aus Deutschland vergeben, die sich mit

dem Gebiet im weitesten Sinne beschäftigt.

Interessanterweise hat die eine Arbeit den Einsatz von

Wasserstoff als Speicher im stationären Energienetz

zum Thema, während die andere sich mit der Versorgung

von Brennstoffzellenfahrzeugen beschäftigt. Die

Vielfalt der Anwendungen des Energieträgers Wasserstoff

kommt dadurch gut zum Ausdruck.

Wasserstoff hilft den erneuerbaren Energien ins Netz

Dr. Philipp Kuhn von der TU München hat untersucht,

wie Wasserstoff als Speicher dazu beitragen kann, ein

Stromsystem mit zunehmend fluktuierender Erzeugung

zu optimieren. Dazu werden Stromspeicher gebraucht,

aber was für welche, wie groß, wie viele und wo? Angesichts

der mit der Bereitstellung solcher Speicher verbundenen

Investitionen und politischen Entscheidungen

ist die Frage von immer größerer Bedeutung. Als Speicher

im großen Maßstab kommt neben Pump- und

Druckluftspeichern Wasserstoff in Frage.

Dr. Kuhn hat eine sehr innovative mathematische Methode

zur Bestimmung des zukünftigen Stromspeicherbedarfes

entwickelt. Sie erlaubt auch eine Variation der

Randbedingungen wie die Kosten der konventionellen

Kraftwerke, die Ausbaupläne der erneuerbaren Energien

und die Brennstoffpreise. Das ist von großer Bedeutung,

um Entscheidungen zu treffen, die auch für

die Zukunft tragfähig sind. Die Arbeit wurde daher von

der Universität mit der Höchstnote „summa cum laude

ausgezeichnet.

Iris Zwanziger hat an der TU Berlin analysiert, wie man

am besten die Tankstellen-Infrastruktur aufbaut, die für

Wasserstofffahrzeuge benötigt werde. Unter technischen

Gesichtspunkten ist dies oft untersucht worden,

aber es sind ja nicht zuletzt bedeutende Investitionen

damit verbunden. Keine Firma oder Branche kann das

alleine leisten. Welche Koordinationsformen zwischen

den verschiedenen Akteuren bieten sich an, um diese

große Aufgabe erfolgreich zu bewältigen?

In ihrer Masterarbeit beleuchtet Zwanziger zunächst die

technischen Grundlagen der verschiedenen Methoden

für Erzeugung, Transport und Speicherung von Wasserstoff.

Auf dieser Grundlage vergleicht und bewertet sie

dann die verschiedenen Versorgungspfade von Brennstoffzellenfahrzeugen

mit konkurrierenden Antriebsarten.

Im analytischen Kapitel betrachtet sie zunächst die

potentiellen Akteure und leitet Empfehlungen für mögliche

Koordinationsformen zur Bereitstellung von Infrastruktur

für die Wasserstoffmobilität her. Dabei handelt

es sich um ein anspruchsvolles Themengebiet.

Iris Zwanziger wurde 1988 in Berlin geboren und hat

nach ihrem Abitur Wirtschaftsingenieurwesen an der TU

Berlin studiert. Dabei hat sie sich unter verschiedensten

Aspekten immer wieder mit den Themen Verkehr und

Mobilität beschäftigt.

Die Preisverleihung findet am 24. Mai 2013 anlässlich

der DWV-Mitgliederversammlung in Dresden statt.

>>>DWV

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Smart Energy Kongress 2013

14. und 15. Mai in Frankfurt am Main

BRANCHENEXPERTEN

DISKUTIEREN

ÜBER DIE ZUKUNFT

DES ENERGIEMARKTES

Frost & Sullivan (UK). Es wird nicht nur der Frage nachgegangen,

welche Bedeutung Energiespeichersysteme

in der Smart City der Zukunft haben werden, sondern

auch darüber diskutiert, welche Rolle traditionelle

Kommunikationsunternehmen im Smart-Energy-Markt

spielen können und welche Auswirkungen das intelligente

Energiemanagement auf die Informations- und

Datensicherheit hat.

In einer begleitenden Fachausstellung haben Unternehmen

und Institute die Möglichkeit, dem Fachpublikum

ihre Produktinnovationen und Technologien in den

Bereichen Smart Grid, Energie-Speicher und Energie-IKT

vorzustellen.

Noch ist es nur eine Zukunftsvision, doch bereits in einigen

Jahren könnte so unser Energie-Alltag in urbanen

Lebensräumen aussehen: Wohn- und Bürogebäude

fungieren als eigene kleine Kraftwerke, die die

Energie, die sie brauchen, nicht nur selbst erzeugen,

sondern auch speichern und bei einer Überproduktion

an andere weitergeben. Energiekonsumenten werden

so gleichzeitig auch zu Energieproduzenten. Dank intelligenter

Stromnetze – den Smart Grids – entsteht eine

Plattform auf der jeder mit jedem verbunden ist; die

Waschmaschine kommuniziert mit dem Wäschetrockner,

der Energiezähler mit der Photovoltaik-Anlage auf

dem Hausdach und das E-Auto mit den Solarzellen auf

dem Carport.

Ein Highlight des Fachkongresses ist die Preisverleihung

des Smart Energy Awards 2013. Der Preis wird als Hessischer

Staatspreis für intelligente Energie ausgelobt und

ist mit 16.000 Euro dotiert. Die hessische Staatsministerin

Lucia Puttrich wird die Eröffnungsrede der Preisverleihung

halten und die Auszeichnungen an die Gewinner

übergeben.

>>>ANMELDUNG

>>>PROGRAMM (PDF)

Welche Möglichkeiten und Technologien bereits heute

auf dem Energie-Markt zur Verfügung stehen, um diese

Vision Wirklichkeit werden zu lassen und wie die Entwicklungen

der nächsten Jahren aussehen werden, darüber

diskutieren Fachexperten auf dem 2. Internationalen

Smart Energy Kongress, der am 14. und 15. Mai

2013 im Hotel Villa Kennedy in Frankfurt veranstaltet

wird. Im Mittelpunkt der anderthalbtägigen, englischsprachigen

Veranstaltung stehen die Themenbereiche

„Energy Storage“, „Current scenario and Future Outlook

for Smart Grid“, „ Business Models“, „Smart Energy

in Emerging Markets“ und „Network Management. Zu

den Referenten zählen Experten aus Industrie, Forschung

und Entwicklung, darunter Andreas Romandi

von der Siemens AG (D), Ulrich Dirkmann von der RWE

Deutschland AG (D), Ignasi Cairo vom Catalonia Institute

for Energy Research (ES) und Jonathan Robinson von

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KW 16 / 2013

TERMINE

14. UND 15. MAI, FRANKFURT AM MAIN

Smart Energy Congress 2013

>>>PROGRAMM (PDF)

TERMINE

14. UND 15. MAI, BRÜSSEL, BELGIEN

Europäischer Energiekongress

>>>ANMELDUNG >>>PROGRAMM (PDF)

TERMINE

15. UND 16. MAI 2013, ULM

WBZU-Seminar:

Zukünftige Energiespeicher und –systeme

>>>PROGRAMM UND ANMELDUNG (PDF)

TERMINE

3. BIS 7. JUNI 2013, ULM

6th International Conference on

Polymer Batteries and Fuel Cells

>>>PROGRAMM UND ANMELDUNG

TERMINE

4. JUNI 2013, FRANKFURT

12. Brennstoffzellenforum Hessen

>>>PROGRAMM UND ANMELDUNG

TERMINE

16. BIS 19. JUNI 2013, VANCOUVER, KANADA

Hydrogen + Fuel Cells 2013

>>>INFORMATIONEN & ANMELDUNG

TERMINE

17. UND 18. JUNI 2013, BERLIN

Vollversammlung NIP

>>>ANMELDUNG

TERMINE

2. BIS 5. JULI, LUZERN, SCHWEIZ

4th European PEFC & H2 Forum

>>>PROGRAMM UND ANMELDUNG

Impressum

HERAUSGEBER & REDAKTION:

EW MEDIEN UND KONGRESSE GMBH,

KLEYERSTRAßE 88, 60326 FRANKFURT/M.,

TEL.: +49 69 71 04 68 70

GESCHÄFTSFÜHRER: KRISTIAN SENN, DR. HANNO BERNETT

HANDELSREGISTER: FRANKFURT/M.,

REGISTERNUMMER: HRB 8500,

UST-ID-NR.: DE 114225638

E-MAIL: INFO@ENERGIE.DE

VERANTWORTLICHER REDAKTEUR (I.S.D.P.):

MARTIN FUHRMANN

REDAKTIONSTEAM JOURNALISTENBÜRO PRESSCONTACT:

SUSANNE ADLER, MARTIN FUHRMANN, WERNER STÜTZEL

MOBIL: 01 52 – 21 97 59 43

>>> NEWS@PRESSCONTACT.DE

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