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RUBRIK

DIE KÖLNER THEATERZEITUNG / FEBRUAR ’13

40

KOSTENLOS

FÜR UNSERE GÄSTE

EINGEBLICKT

DIE BÜHNE DER KULTUREN AM ABGRUND

DISKUTIERT

DIE NEUEN LEITER VON FWT UND

ORANGERIE HABEN GROSSE PLÄNE

INTERVIEWT

THEATERLEGENDE UND REGIMEKRITIKER

BOLAT ATABAJEW EROBERT KÖLN

Alaaf! Frauke Kemmerling inszeniert im Hänneschen Theater die Puppensitzung 2013,

siehe Seite 15, Foto: © Hänneschen Theater

QUERGEBLICKT

IN HAMBURG UND BERLIN FORMIERT SICH

DIE FREIE SZENE. BEISPIEL FÜR KÖLN?


40 FEBURAR ’13

02 EDITORIAL

Dorothea Marcus, Foto: © MEYER ORIGINALS

WENN FREIE THEATERMACHER

SICH SOLIDARISIEREN

Es scheint zu einer Art Bewegung zu werden. In vielen

deutschen Großstädten, allen voran Hamburg und Berlin,

formiert sich die Freie Theater- und Kunstszene und fordert

ihren Anteil an den Einnahmen der „Bettensteuer“,

jener heftig umstrittenen Abgabe auf Hotelübernachtungen

zugunsten der Kultur. Erhoben wird sie mittlerweile

bereits in elf deutschen Städten, von Bingen bis Weimar,

geplant ist sie in drei weiteren – wenn zugleich auch heftig

gegen sie geklagt wird. Die Hotel- und Gaststättenverbände

(DEHOGA) laufen Sturm, meist flankiert von der FDP. So

auch, leider, in Köln. Hier wurde im Dezember die Fortführung

der Kulturförderabgabe entschieden – und die erste

Satzung soeben wieder für ungültig erklärt. Warum nur

diese vehemente Protest gegenüber einer so klugen Idee,

Gelder für die Kultur zu generieren? Die Hotelübernachtungen

in Köln boomen, und vor vier Jahren erhielten die

Hoteliers von der Bundesregierung bereits ein überaus

großzügiges Steuergeschenk. Wo auch immer diese Auseinandersetzung

hinführt: ein sich bundesweit ausweitender

Kampf der freien Künstler um Teilhabe an der Verteilung

von Kulturgeldern ist ein extrem wichtiges und gutes Signal,

und daher hat aKT ihm auch einen ganzen Artikel

gewidmet (Seite 3). In Köln gibt es zwar schon seit Jahren

das Kulturnetz, eine Art Dachverband für Künstler aller

Art, aber er tritt selten in die Öffentlichkeit und hat auch

nicht immer den Rückhalt der gesamten Szene – eine etwas

lautstärkere Initiative für bessere Arbeitsbedingungen

von Künstlern würde hier ebenfalls gut tun.

Denn die Baustellen werden nicht weniger. Die Bühne der

Kulturen in der Platenstraße etwa steht am Abgrund, ihr

fehlen Konzept und Geld (Seite 9).

Und ein weiteres Thema schwelt im Raum: das Kulturamt

wünscht sich die Zusammenlegung von Freiem Werkstatt

Theater und Orangerie in der Südstadt zu einer Art Produktionshaus

der freien Szene und hat verschnupft auf die

neue Leitung reagiert, die aus den bewährten Dramaturgen

Inken Kautter und Gerhard Seidel besteht. Diese haben indes

große Pläne und wollen mit viel Energie politischer und

experimenteller werden – durchaus in Kooperation mit der

neuen Leitung der Orangerie (siehe Seite 4). Die neue Produktion

des FWT „Deutlich weniger Tote“ über Krieg und

deutschen Afghanistan-Einsatz ist tatsächlich auch so brisant,

intelligent und spannend inszeniert, dass sie um ein

Haar aKT-Inszenierung des Monats geworden wäre. Doch

da auch das Private politisch ist, ist es nun ganz knapp „Von

Genen und anderen Zufällen“ geworden, jenes „Jugendstück

für Erwachsene“ von Futur3, in dem inspirierend

gezeigt wird, wie man das eigene Leben in ein allgemeingültiges

Theaterstück verwandeln kann – bisher ein in der

Kölner Szene so noch nicht dagewesener Versuch. Es bleibt

nach dem ersten Theatermonat 2013 festzustellen: die Kölner

Szene entwickelt sich. Selten waren so viele politische,

experimentelle, couragierte Inszenierungen in der freien

Szene zu sehen wie in dieser Spielzeit. aKT freut sich, sie

weiterhin begleiten zu können.

DOROTHEA MARCUS

03 QUERGEBLICKT

DIE FREIE SZENE VON HAMBURG UND

BERLIN FORMIERT SICH

04 DISKUTIERT

DIE NEUEN LEITER VON FWT UND

ORANGERIE HABEN GROSSE PLÄNE

06 PORTRÄTIERT

NEUE THEATERMACHER IN DER STADT

(3): SUBBOTNIK (KÖLN / DÜSSELDORF)

07 VORGESCHAUT

„WIE LEBEN GEHT“ FRAGT SICH SILKE

Z. IN EINER NEUEN PERFORMANCE-

REIHE IM TANZATELIER STUDIO 11

08 INTERVIEWT

THEATERLEGENDE UND REGIMEKRITI-

KER BOLAT ATABAJEW EROBERT KÖLN

09 EINGEBLICKT

DIE BÜHNE DER KULTUREN STEHT

VOR DEM AUS

10 PRÄMIERT

„VON GENEN UND ANDEREN ZUFÄL-

LEN“ VON FUTUR3 IN DER COMEDIA

12

13

14

15

KURZ KRITISIERT

DEUTLICH WENIGER TOTE

FREIES WERKSTATT THEATER

DIE TROERINNEN SCHAUSPIEL KÖLN / EXPO

OH IT´S LIKE HOME SCHAUSPIEL KÖLN / EXPO

IM SCHWEISSE DEINES ANGESICHTS

BRACHLAND-ENSEMBLE / BÜHNE DER KULTUREN

ANNES SCHWEIGEN THEATER IM BAUTURM

VON EINEM, DER AUSZOG, DIE REVOLU-

TION ZU LERNEN THEATER IM BAUTURM

MY WORLD ARTHEATER / INSZ: MALTE WIRTZ

HALF PAST SELBER SCHULD

TRANSFUSIONEN / STUDIOBÜHNEKÖLN

DER MANN IM FLUR

THEATER TKO / KUNSTHAUS RHENANIA

HÖRE DEUTLICH HERZ PUMPT BLUT

EINEURO ENSEMBLE / BÜHNE DER KULTUREN

PUPPENSITZUNG 2013 HÄNNESCHEN THEATER

DIE DEUTSCHEN KLEINSTÄDTER

THEATER24, STRAHLER11 / KUNSTHAUS RHENANIA

DAS KLEINE ICH-BIN-ICH KINDEROPER KÖLN

16

TUK – DER SANDZWERG FIGURENTHEATER

SACK UN' PACK / KÖLNER KÜNSTLER THEATER

DIE ZEHN GEBOTE

ST. GERTRUD / RHEINISCHE REBELLEN

17 NOTIERT

MELDUNGEN AUS DER THEATERSZENE

18 AUTOREN/IMPRESSUM

19 DATIERT

FEBRUAR 2013

Westdeutsche

Konzertdirektion

Köln

MEISTERKONZERTE KÖLN

gegründet 1913

Do, 24.01.13

Di, 05.02.13

Di, 12.02.13

Do, 14.02.13

ACADEMY OF ST MARTIN IN THE FIELDS

DAVID AFKHAM Dirigent

MARTIN STADTFELD Klavier

TSCHECHISCHE PHILHARMONIE

KRZYSZTOF URBAŃSKI Dirigent

ALICE SARA OTT Klavier

kammerorchesterbasel

MARIO VENZAGO Dirigent

SOL GABETTA Violoncello

ANNE-SOPHIE MUTTER Violine

SINFONIA VARSOVIA

MICHAEL FRANCIS Dirigent

Kartenbestellung Tel. 02 21 / 2 58 10 17

Alle Infos und Einzelpreise unter www.wdk-koeln.de

RESTKARTEN

RESTKARTEN

RESTKARTEN

WIENER SYMPHONIKER

DMITRIJ KITAJENKO Dirigent

ALISON BALSOM Trompete

Fr, 01.03.13 Do, 25.04.13

TONHALLE ORCHESTER ZÜRICH

DAVID ZINMAN Dirigent

JULIA FISCHER Violine

Mi, 13.03.13 Mo, 22.04.13

NEDERLANDS PHILHARMONISCH ORKEST

MARC ALBRECHT Dirigent

RENAUD CAPUÇON Violine

Fr, 15.03.13 Do, 09.05.13

Di, 09.04.13

SOLISTES EUROPÉENS LUXEMBOURG

CHRISTOPH KÖNIG Dirigent

CYPRIEN KATSARIS Klavier

Alle Konzerte in der Kölner Philharmonie, 20 Uhr.

RESTKARTEN

Di, 04.06.13

MISCHA MAISKY SASCHA MAISKY

Violoncello

Violine

SLOVENIAN PHILHARMONIC ORECHSTRA

BENJAMIN YUSUPOV Dirigent

CAMERATA SALZBURG

DANIEL HOPE Violine und Leitung

ANNE-SOPHIE MUTTER Violine

RAFAEL FRÜHBECK DE BURGOS Dirigent

DRESDNER PHILHARMONIE

RESTKARTEN

RESTKARTEN

CITY OF BIRMINGHAM SYMPHONY ORCHESTRA

ANDRIS NELSONS Dirigent

MARTIN HELMCHEN Klavier

Änderungen vorbehalten!

Westdeutsche Konzertdirektion . Obenmarspforten 7 -11 . 50667 Köln

Tel. 02 21 / 2 58 10 17 . Fax 2 57 89 49

info@wdk-koeln.de . www.wdk-koeln.de


40 FEBRUAR ’13

03 QUERGEBLICKT

ALLEINE SCHAFFT

MAN ES NICHT

IN BERLIN UND HAMBURG HABEN SICH „KOALITIONEN DER FREIEN SZENE“

GEGRÜNDET, UM ÜBER DIE VERTEILUNG DER GEPLANTEN KULTURTAXEN

MITZUBESTIMMEN. EIN BEISPIEL FÜR KÖLN?

„Bei uns ist alles in Bewegung geraten, als die Verteilung der

Hamburger City-Tax veröffentlicht wurde“, erzählt Sören Fenner.

Der Hamburger ist einer der Inhaber von theaterjobs.de

und gehört zum Vorstand des Dachverbands Freier Theaterschaffender

in Hamburg, der die Interessen der rund 1500 freien

Theaterkünstler der Hansestadt vertritt. Sie ist neben Köln

wohl die Großstadt, in der die „Kultur- und Tourismustaxe“

am energischsten eingeführt und umgesetzt wurde: im Herbst

2012 beschlossen, wird sie seit dem 1.1.2013 erhoben. Die jährlich

geschätzten Einnahmen von 11 Mio. Euro werden bereits

heute an Projekte ausgezahlt, die man öffentlich nachlesen

kann (www.ndr.de/regional/hamburg/kulturtaxe111.html). So

weit hört sich in Hamburg also alles prima an.

SPORT UND MARKETING FÖRDERN?

Wenn man sich die Projektliste der Kulturtaxe allerdings

näher ansieht, gerät man ins Staunen: Da wird etwa das Galopp-Derby,

Stadtmarketing für Verkehrsanbindungen, ein

Treffen der Art Direktoren, der deutsche Radio-Preis oder

die Junioren-Weltmeisterschaft der Ruderer gefördert. Von

Kultur ist kaum etwas zu lesen, geschweige denn von freier

Szene. Lediglich der Elbkulturfonds, der freie Projekte fördert,

wird mit einer Summe von 500.000 Euro bedacht. Zwar

stehen der freien Theaterszene in HH für freie Theaterprojekte

ohnehin nur 500.000 Euro zur Verfügung, es wäre also

eine Verdopplung (die Förderung der internationalen Kulturfabrik

Kampnagel ausgenommen). Dennoch wirkt die

Summe angesichts der 11 Mio. wie ein Feigenblatt.

„Das ist noch nicht einmal ein Zwanzigstel!“, empört sich

Sören Fenner, „Dabei heißt es Kulturtaxe. Das ist in unseren

Augen Etikettenschwindel.“.

Jeder, der in einem Hamburger Hotel übernachte, denke

nun, er stärke die Kultur in Hamburg – aber das meiste

Geld werde in Sport, Marketing und große Institutionen gepumpt.

„Wir werden in Hamburg als freie Szene überhaupt

nicht wahr- und ernstgenommen“, sagt Fenner.

ENDLICH SICHTBAR WERDEN

Und deshalb hat sein Dachverband beschlossen, alle freien

Künstler von Hamburg zu versammeln und zu einem ersten

großen Treffen auf Kampnagel aufgerufen, um sich zu einem

Bündnis zusammenzuschließen. „Wir wollen uns endlich

sichtbar machen!“, sagt er. Amelie Deuflhardt, die Intendantin

von Kampnagel, hat das Gebäude zur Verfügung

gestellt, da auch sie die Initiative unterstützt.

Wie konnte es in Hamburg überhaupt so weit kommen, dass

Christophe Knoch, Foto: © Harry Schnitger

Die internationale Kulturfabrik Kampnagel, Foto: © Frederik Röh

Sören Fenner, Foto: Georgij Pestov

sich die Projekte der „Kulturtaxe“ soweit von einem Kulturbegriff

entfernen? Die kulturpolitische Sprecherin der

Regierungspartei SPD hat uns gesagt, dass sie bei den Projekten

auf die DEHOGA, den Hotel- und Gaststättenverband,

entgegengekommen ist, um Klagen zu vermeiden“, sagt

Fenner. Geklagt wird in Hamburg trotz der kulturfernen

Liste von den Hoteliers allerdings trotzdem. So ist das eben

mit dem vorauseilenden Gehorsam.

BERATUNG AUS BERLIN

In Berlin ist man mit der Kulturförderabgabe zwar noch lange

nicht so weit wie in Hamburg – soeben wurde ihre Einführung

erneut verschoben (auf 2014). Mit der Mobilisierung hat

man allerdings schon fast Geschichte geschrieben. Im März

2012 wurde die „Koalition der Freien Szene“ gegründet und

versammelt erstmals Bildende Künstler, Musiker, Theaterschaffende,

Choreografen und Tänzer mit einer Stimme. Der

Sprecher ihres zehnköpfigen Gremiums, Christophe Knoch,

begleitet nun auch die Hamburger Gründung. „Es ist uns in

Berlin gelungen, die alten Neid-Debatten zwischen Künstlern

zu beenden“, sagt er, „plötzlich hat die Politik hier einen Ansprechpartner,

es gibt eine Struktur, die sehr ernst genommen

wird“. Sogar zum Ausschuss für Kunst und Medien im

Bundestag war die Koalition schon eingeladen. Der deutsche

Bühnenverein und selbst die Industrie- und Handelskammer

Berlin haben in großen Presseerklärungen die Politik aufgefordert,

die Freie Szene zu unterstützen, „Kreative und Touristen

ziehen sich gegenseitig an und sind mitverantwortlich

für die gute Entwicklung der Übernachtungszahlen in Berlin“,

steht etwa in der Pressemitteilung der IHK.

DER KAMPF BLEIBT HART

Die Forderungen hören sich in Berlin nicht bescheiden an.

„Wir fordern 17,5 Mio. zusätzlich zu den Projektförderungen“,

erzählt Christophe Knoch. Berlin gebe 365 Mio. Euro für Kultur

aus, 95 Prozent davon flössen aber in Institutionen wie

Orchester, Museen, Theater. „Doch da arbeiten weniger als

2000 fest angestellte Künstler“, so Knoch, „um nicht in die alten

Verteilungskämpfe der Szene zu kommen, brauchen wir

frisches Geld“. Es geht ihm um grundlegende strukturelle

Förderungen in der Berliner Stadtentwicklungs- und Kulturpolitik.

Immerhin steht Berlin mittlerweile auf Platz drei des

europaweiten Städterankings: „Wir hören immer wieder, wie

wild, reichhaltig und vielfältig die Kulturszene ist und dass

die Touristen deswegen nach Berlin kommen“, sagt er.

Trotz der starken „Koalition der Freien Szene“ gibt es in

Berlin indes noch keinerlei konkrete Zusicherungen für sie.

Der Kampf wird also hart bleiben. Zumal im Jahr 2014 im

Berliner Kulturhaushalt rund 30 Mio. Euro mehr für die Tariferhöhungen

ausgegeben werden müssen – und die Stadt

doch eher als arm gilt. Ob die neuen Bündnisse in Hamburg

und Berlin für Köln ein Vorbild sein könnten, um das leidige

Hin- und Her um die Bettensteuer zu beenden, muss man

sehen. Zwar gibt es auch hier mit dem Kulturnetz einen Zusammenschluss

freier Künstler – in der Öffentlichkeit könnte

er aber ruhig etwas kämpferischer auftreten.

DOROTHEA MARCUS

IST IN KÖLN EINE KOALITION DER FREIEN SZENE WÜNSCHENSWERT? WIE

GELINGT SIE? DISKUTIEREN SIE MIT: WWW.THEATERZEITUNG-KOELN.DE

WIR BRAUCHEN SIE!

Auch wir schaffen es nicht allein. Die aKT ist auf Förderer

angewiesen. Wollen Sie das Projekt einer unabhängigen,

kritischen Theaterzeitung der Theaterszene Kölns

unterstützen? Bestellen Sie unter www.theaterzeitungkoeln.de

ein Förderabo für 120 Euro (eine Spendenquittung

über 100 Euro bekommen Sie postwendend) – sowie

frei Haus die akT, um immer über die neuesten Premieren

und kulturpolitischen Ereignisse der Stadt informiert

zu sein. Wir danken Ihnen von Herzen! Diese Förderer

unterstützen uns bereits:

Atelier Theater, Dr. Hans Jürgen und Ingrid Baedeker,

Behrendt & Schweitzer oHG, Astrid Bierik, Sabine Bovenkerk-Müller,

Dr. Bruni, Anke Brunn, Dr. Norbert Burger

(Alt-Oberbürgermeister der Stadt Köln), Dr. Manuel E.

Cornely, Olga Cvejanov, Barbara Damm, Ulf Diefenbach,

Angela Dietz, doyago Ltd., Anna Dünnebier, Peter Falk,

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat, Diter

Frowein-Lyasso, Gesche Gehrmann, Dr. Winfried Gellner,

Walter Gores, Gerhardt Haag, Hans-Jürgen Hähnel, Ulrike

Hedwig, Christa Henning, Dr. Hermann Hollmann, Klara

Jennes, Alexandra Kabelitz, Alexandra Kassen, Dr. Rita

Kramp, Britta Lieberknecht, Dietmar Kobboldt, Kölner

Kulturbildarchiv, Kölntourismus GmbH, Detlef Kribus,

KultCrossing gemeinnützige GmbH, Prof. Dr. Tassilo Küpper,

Helmut Lamm, Dr. Wolfgang und Erdmuthe Marcus,

Heide-Ute und Volker Marcus, Dr. Wolfgang Marre, Manuel

Moser, Hans-Joachim Müller, Bärbel Naporowski, Dr.

Ralf Peters, H.-Peter Pruchniewicz, Sigita Rakauskaite,

Norbert Reiche, Renate Richter, Friedhelm Roth-Lange,

Rotonda Business-Club e.V., Dirk Sagemühl, Schauspiel

Köln, Michael Schäfer, Prof. Erich Schneider-Wessling,

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Peter Schwab, Hans-

Martin Schmidt, Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Dr. Wolfgang

und Helga Sodeur, Sparkasse KölnBonn, Bürgermeisterin

Angela Spitzig und Heinz Spitzig, Jutta Staerk

(Comedia Theater), Dr. Ingrid Stössel, Wolfgang Strobel,

Reinhild Schwarte, Bernhard Schwarz, B. W. L. Schwarz,

Tanz in Schulen, Mechtild Tellmann (Kulturmanagement),

Theaterakademie, Theatermuseum Düsseldorf/Bibliothek,

Frank Voss, Astrid Völker, René Walsch, Verena Ellen Werhahn,

Christine Werner, Witsch, Vera Zillikens-Hollmann,

Ralf Zimmermann und andere.


40 FEBURAR ’13

04 DISKUTIERT

NETZWERKEN

IST DIE CHANCE

DIE KÖLNER THEATERHÄUSER AUS DER SÜDSTADT HABEN DREI NEUE

THEATERLEITER UND WOLLEN GANZ NEUE WEGE GEHEN. EIN INTERVIEW.

V.l.n.r.: Marko Berger, Inken Kautter, Gerhard Seidel und Dorothea Marcus im aKT-Büro, Fotos: © MEYER ORIGINALS

FWT-Intendantin Inken Kautter

AKT: MARKO BERGER, SEIT JULI 2012 SIND SIE DER NEUE

LEITER DER ORANGERIE. WAS WIRD DA PASSIEREN?

Marko Berger: Ich wurde oft gefragt, ob ich verrückt bin,

das zu machen. Aber das reizt mich umso mehr. Die Orangerie

ist ein spezieller, toller Ort, da interessiert mich halt:

wie kann man ihn entwickeln? Wir haben schon sehr viel

bewegt im ersten halben Jahr. Es gab etwa keinen richtigen

Spielplan, der große Teile der Spielzeit im Voraus abdeckt.

Die Entscheidungen gemeinsam mit dem 16köpfigen Künstlergremium

waren eine Herausforderung, die schon aus Zeitgründen

nicht mehr effizient umzusetzen war. Der Spielplan

war gut belegt, ich will gar nicht über die Qualität meckern.

Aber er hatte eine Art Inseldasein, was auch der Grund war,

warum dieses Haus als Theater nicht genügend Ausstrahlung

hatte. „Ach so, Sie haben da auch ein Theater!“ Das

habe ich immer wieder gehört. Das war am Anfang eine sehr

temperamentvolle, aber notwendige Auseinandersetzung.

AKT: WIE IST DIE ORANGERIE IN ZUKUNFT ORGANISIERT?

Berger: Wir gründen gerade einen Beirat mit einem Theater-

und einem Tanzfachmann zur Unterstützung der Theaterleitung

bei Profil und Strategie. Wichtig war uns, zu analysieren,

warum das bisherige Modell nicht ausreichend

funktioniert hat. Die freien Künstler müssen produzieren,

sie haben wenig Zeit zur Verfügung, und wenn wir dann

manchmal mit einer ganz geringen Besetzung zusammen

saßen, habe ich mich gefragt: was machen wir hier eigentlich?

Zwei unabhängige Kulturleute, die möglichst frei, offen

und kunsterfahren sind, können uns da gut unterstützen.

Auch Residenzkünstler der Orangerie können sich

dafür bewerben. Das Ziel des Beirats ist es, die Theaterleitung

zu beraten und viel schneller Entscheidungen treffen

zu können. Wenn ich produziere, muss ich mein Projekt wie

alle anderen vorstellen und messen lassen.

AKT: DIE ORANGERIE IST EIN WUNDERSCHÖNER SPIEL-

ORT, DESSEN SANIERUNG LEIDER GEPLATZT IST. ABER

EINER DER WENIGEN ORTE, DIE IN DER KÖLNER INNEN-

STADT EINE OFFENE BÜHNENSITUATION BIETEN. WIRD

DAS BERÜCKSICHTIGT?

Berger: Es ist das Ziel des Orangerie-Theaters, zeitgenössisch

zu sein. Das aufzugreifen, was die Gesellschaft aktuell

bewegt. Unser Residenzkünstler Janosch Roloff mit „V wie

Verfassungsschutz“ war natürlich ein Volltreffer. Er wurde

Residenzkünstler aufgrund seiner vorherigen Inszenierung

„Oury Jalloh“ im Theater Tiefrot, wir hatten ihn angesprochen,

und somit wurde er von der Orangerie schon länger

begleitet. Was ich als Modell für ideal halte: dass wir alle

die Augen aufhalten in der Kölner Szene und gucken, wer

zu uns passt. Mit einer klassischen Hamlet-Inszenierung

hätte ich ein Problem, dafür gibt es andere Häuser. Es sei

denn, sie agiert auf besondere Weise mit unserem Raum.

Die Orangerie ist kein Guckkasten, es wäre schade, sie so

zu reduzieren. Ich sehe mich bereits seit längerem sehr viel

in der freien Szene um, damit ich ein Gefühl dafür bekomme,

welche Projekte zur Orangerie passen könnten. Wir

können uns künstlerisch intensiv auseinandersetzen, aber

es sollte zur Identifikation des Hauses beitragen.

AKT: SIE ARBEITEN JETZT VERSTÄRKT MIT DER THEATER-

AKADEMIE ZUSAMMEN. WIE GEHT DAS KONKRET WEITER?

Berger: Die Theaterakademie-Schüler spielen ihre Abschlussarbeiten

bei uns, und wir haben uns darüber verständigt,

dass wir sie noch enger und früher gemeinsam

beobachten, um Talenten auch Produktionen nach der Theaterakademie

zu ermöglichen. Das gilt sowohl für Autoren

und Regisseure als auch für Schauspieler. Wir wollen eine

Art Nachwuchsförder-Plattform sein. Kooperationen in der

freien Szene sind wahnsinnig schwer, das erlebe ich seit 20

Jahren, aber wir arbeiten daran.

POLITISCHER

WIND IM FWT

AKT: WORAN IST IHRER MEINUNG NACH DIE SANIERUNG

DER ORANGERIE GESCHEITERT?

Berger: Meiner Ansicht nach tragen beide Seiten eine gewisse

Mitschuld. Es wurde ein umfassendes Konzept mit

einem vereinsinternen Architekten entwickelt, als auch ein

künstlerisches Konzept, doch man hat auf Orangerie-Seite

das Kulturamt damit scheinbar überfahren. Auf Seiten des

Kulturamts hätte man deutlich früher Signale setzen müssen,

dass so ein großes Konzept gar nicht durchsetzungsfähig

ist und was man sich dazu wünscht. Man hat die Akteure

auflaufen lassen. Man hätte es gar nicht so weit kommen

lassen dürfen. Das Kulturamt saß doch drei Jahre mit am

Tisch und hat die Entwicklung verfolgt.

Ich verstehe irgendwie jede Seite: die eine hat das Gefühl, sie

ist ins Leere gelaufen, die Anderen fühlten sich überrannt.

Man hätte sich gegenseitig viel stärker vergewissern müssen,

wie man den Weg in welchen Punkten gemeinsam gehen

kann und was dazu erforderlich ist. Nun ist die Sanierung erst

mal in weiter Ferne. Unser Ziel ist es nun, die Orangerie so attraktiv

zu machen, dass die Politik und die Öffentlichkeit die

Notwendigkeit zur Sanierung wirklich erkennt und mit trägt.

Wenn man etwas will, gibt es auch einen Weg. Die Auszeichnungen

in 2012 (Theaterpreis, Kurt-Hackenberg-Preis, Tanzpreis

und Nominierung für den Kinder- und Jugend Theaterpreis)

zeigen: Ganz so schlecht stehen wir ja gar nicht da.

AKT: INKEN KAUTTER UND GERHARD SEIDEL, SIE BEIDE

SIND SEIT MEHREREN JAHREN AM FREIEN WERKSTATT

THEATER. WARUM SIND SIE DIE NEUEN LEITER DES THE-

ATERS GEWORDEN, WARUM HAT MAN NICHT JEMANDEN

VON AUSSEN GEHOLT?

Gerhard Seidel: Ingrid Berzau und Dieter Scholz haben

nach Nachfolgern gesucht, um das Haus in gute Hände geben

zu können. Das war ein langer Prozess und aus ihrer

Sicht eine Frage des Vertrauens. Ich kenne das Haus seit

1995, habe dort einige Jahre als fest angestellter Dramaturg

gearbeitet. Inken Kautter ist seit dreieinhalb Jahren dort angestellt.

Für diese Nachfolgeregelung gab es viel Beifall, allerdings

nicht ausschließlich.

AKT: DAS KULTURAMT WÄRE OFFENBAR GERNE IN DIE

ENTSCHEIDUNG MIT EINBEZOGEN WORDEN.

Inken Kautter: Ja, so ist es. Es gibt dazu unterschiedliche

Vorstellungen. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute

Lösung für das Haus sind. Was heißt „von außen“ und „von

innen“? Ich bin vor dreieinhalb Jahren aus Berlin, also von

sehr weit „außen“, ans FWT gekommen.

AKT: DAS FWT STAND BISHER FÜR LITERATURINSZENIE-

RUNGEN, ES FIEL NICHT DURCH EXPERIMENTE AUF. NUN

SCHEINT EINE ANDERE, POLITISCHERE, HANDSCHRIFT

HEREINZUKOMMEN. WIE SOLL ES WEITERGEHEN?

Seidel: Wir haben uns am FWT ein starkes kreatives Potential

erarbeitet. Wir wollen das Haus öffnen nach außen, über

Köln hinaus. Darum werden wir uns sehr intensiv kümmern.

Wir werden uns auf Festivals tummeln. Wir werden

Produktionen sichten, die zu uns passen und dann sehen,

ob wir sie auch mit anderen austauschen können. Wir wollen

eine neue Qualität von Grund auf entwickeln, aus dem

Wurzelwerk der freien Kölner Szene.

Kautter: Wir sind der Ansicht, dass die Vielfalt und das Lebendige

an der freien Szene in Köln einzigartig und großartig

sind. Und wir freuen uns, als Bestandteil und aus der Lebendigkeit

der Szene heraus Neues schaffen zu können. Und

das geht nur in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Das

ist die Basis, von der wir starten. Das ist ja alles auch schon

im Namen des Theaters vorhanden: das Freie, die Werkstatt-

Bühne, und Köln als Zeichen dafür, dass wir Bestandteil der

Kölner Szene sind. Geradezu programmatisch.

AKT: WAS BEDEUTET DAS KONKRET?

Seidel: Wir wollen neue Formate entwickeln. „Wegschließen“

und „Deutlich weniger Tote“ (siehe S. 12) gehen einen

Schritt dahin. Das Politische passt gut ins Haus, und wir

wollen das weiter vertiefen. Im Februar zeigen wir die szenische

Lesung von „Hate Radio“, dem Stück von Milo Rau,

das auch zum Theatertreffen eingeladen war.

Kautter: Wir wollen auch spannende Beiprogramme machen:

Beispielsweise hat der Leiter der JVA in Werl bei uns über

die praktischen und politischen Hintergründe der Sicherungsverwahrung

gesprochen, und der ARD-Auslandskorrespondent

Jörg Armbruster ist im Herbst im FWT zu Gast.

AKT: WAS KÖNNTE SO EINE NEUORIENTIERUNG EINES

GROSSEN TEILS DER SÜDSTADT-THEATER FÜR AUSWIR-

KUNGEN AUF DIE KÖLNER SZENE HABEN?


40 FEBRUAR ’13

05 DISKUTIERT

Kautter: In Köln gibt es kein großes Gastspiel- und Produktionshaus

wie das FFT in Düsseldorf oder das HAU in Berlin, und es

ist auch nicht in Sicht. Ich bin auch davon überzeugt, dass der

Gedanke der Zentralisierung der Eigenart und der Qualität der

Kölner Szene gar nicht entspricht. Was wir tun können und wollen

ist, für das FWT in anderen Städten Partner zu suchen, die

vergleichbare Bühnenverhältnisse haben. Mit denen wir für einen

Austausch von Produktionen sorgen können, die am FWT, aber

auch anderswo entstehen. Und dass wir dann umgekehrt auch

Anderes aus anderen Städten hier in Köln zeigen. Das ist das, was

auch gerade an der studiobühneköln geschieht, mit dem Festival

„Transfusionen“. Uns geht es darum, dass wir Partner finden für

die nächsten Jahre, mit denen wir perspektivisch produzieren

können. Die Theaterhaus-Idee als Netzwerk-Idee realisieren.

AKT: BEI „WEGSCHLIESSEN“, DIESER HOCHPOLITISCHEN

ARBEIT ÜBER SICHERUNGSVERWAHRUNG, WIRD AUS-

TAUSCH KAUM MÖGLICH SEIN, DA SIE SEHR STARK AUF

DAS HAUS DES FWT ZUGESCHNITTEN IST?

AKT: EINE GUTE IDEE, DA JA DIE FESTENGAGEMENTS AN

DEUTSCHEN BÜHNEN DRAMATISCH SINKEN.

Kautter: Im Grunde macht man bei den angewandten Kulturwissenschaften

in Gießen nichts anderes. Doch das

kann eine Theaterakademie allein nicht leisten, und deshalb

haben wir gemeinsam mit Robert Christott eine Idee

entwickelt: Wir werden unser Haus einmal im Monat für

die Schauspielschüler aller Kölner Schulen öffnen und

ihnen die Möglichkeit bieten, sich an eigenen Texten und

mit eigenen Formaten vor Publikum auszuprobieren. Dabei

wollen wir sie mit unserem Wissen unterstützen, dass

wir in vielen Projektentwicklungen, Stückentwicklungen

und Literaturbearbeitungen gesammelt haben. Wir öffnen

ein Experimentierfeld für die Schüler und legen die

Grundlagen für weitere Kooperationen.

AKT: ABER WAS IST MIT DER KONKURRENZ?

Berger: Köln ist eine Millionenstadt, da muss sich niemand

fürchten, so lange das Angebot attraktiv ist. Kein Zuschauer

wird immer ins gleiche Haus gehen wollen. Je breiter eine

Szene aufgestellt ist, desto sichtbarer kann sie werden. Regisseur

Janosch Roloff ist schon wieder ein gutes Beispiel.

Der hat im FWT sein Winterquartier bezogen und war mit

„V wie Verfassungsschutz“ auch dort ständig ausverkauft.

Kautter: Es geht darum, wo sind die Qualitäten der einzelnen

Bühnen. Und wir haben ja alle sehr starke Profile. Die

Literaturschiene wollen wir nicht fallen lassen, die Dokumentartheaterschiene

kommt dazu. Wir wollen auch gucken,

wie man mit anderen Theatern kooperieren kann.

EIN KÖLNER

THEATERHAUS

ALS NETZWERK

sich aus dem Bestehenden heraus entwickeln.

Berger: Man darf den Mehrwert einer Fusion der beiden

Häuser nicht überschätzen. Die Stadt müsste den Mut aufbringen,

größer zu denken, zum Beispiel über die Nutzung

von leer stehenden Industriebauten, wo optimal am Bedarf

geplant werden könnte. Ich möchte auch vermeiden, dass es

nachher eine große Enttäuschung gibt. Viele Planungen in

Sachen Kultur sind so wackelig, dass wir nachher hier zwei

Ruinen stehen haben könnten.

Marko Berger, Leiter der Orangerie im Volksgarten

Kautter: Wir werden es vermutlich als Gastspiel in der JVA

Werl zeigen. Was ich natürlich unglaublich fände, das vor

Sicherungsverwahrten aufzuführen.

Seidel: Die Produktion hat sehr viel Bewegung ins Haus gebracht.

Wir haben natürlich das große Pfund von zwei Bühnen.

Wir haben den Plan, die untere Bühne als Raumbühne

zu nutzen. Es wird ein paar Monate dauern, bis sich das planerisch

umsetzen lässt.

AKT: ABER ES IST NUN EINMAL DAS KENNZEICHEN DER

KÖLNER SZENE, DASS ES HIER SEHR VIELE SCHLAUCH-

ARTIGE HUNDERT-PLATZ-THEATER GIBT. AUCH WENN

DAS FWT EIN SCHÖNES HAUS IST, STEHT ES IN DIREK-

TER KONKURRENZ ZU KELLER, SACHSENRING, METRO-

POL-THEATER, BAUTURM, HORIZONT USW.

Kautter: Aber das ist es ja gerade. Wir gehen von dem Gedanken

aus: Die Kölner Vielfalt der Theaterszene, und dass

man an jeder Ecke wieder über so ein Hundert-Platz-Theater

stolpert, das ist eine Qualität, die man nicht verschenken

darf. Wenn man in andere große Städte guckt, da findet

man keine so lebendige Szene. Wir sind stolz darauf, Teil

davon zu sein. Die Frage, die man sich stellen muss, ist:

Wie kann man darauf aufbauen, neue Strukturen schaffen

und auch Nachwuchs fördern. Und eine Beschleunigung

dieser Gedanken, das kann so ein Leitungswechsel an verschiedenen

Bühnen auch auslösen. Und wenn man eine

gute Kommunikation unter den verschiedenen Orten findet,

einen guten Austausch, wenn man Netzwerke schafft, dann

könnte man die eigene Qualität der Kölner Theaterszene weiter

entwickeln. Ein Beispiel: Robert Christott übernimmt die

Theaterakademie. Und er plant, seine Schüler so auszubilden,

dass sie danach speziell auf dem freien Markt bestehen können.

Freie Schauspieler müssen wesentlich mehr können, als

zu spielen. Sie müssen Anträge schreiben, selber Texte und

Projekte entwickeln, sie müssen Formate entwickeln können,

das Publikum ansprechen, sich vermarkten etc.

KONKURRENZ

IN KÖLN?

Das sind alles Dinge, die sind im Embryonalstadium. Aber

es ist der Versuch, Schulen und Theater der Freien Szene

so zu vernetzen, dass in Köln etwas Neues entsteht. Etwas,

das uns einen Schritt voran bringt. Und ein Netzwerk nach

außen bilden, so dass man guckt, dass das Kölner Freie

Theater auch von außen wahrgenommen wird.

AKT: UND WAS IST MIT DEM STRAUCHELNDEN THEATER

DER KELLER IN DER NACHBARSCHAFT?

Berger: Ja schwierig, weil man gar nichts planen kann. Es

gibt noch keine Nachfolge für PiaMaria Gehle, mit der wir

natürlich im Gespräch waren.

Seidel: Die künftige inhaltliche Ausrichtung des Kellers ist

noch nicht klar. Und natürlich gibt es ja auch die Schule des

Kellers, mit der wir im Gespräch sind. Es bleibt dabei: Warum

nicht neue Produktionszusammenhänge für Köln, warum

nicht die Förderung des Theaternachwuchses in Schauspiel,

Regie und Produktion über unsere Netzwerk-Idee

realisieren?

AKT: WIE KÖNNTE DAS KONKRET FUNKTIONIEREN? WÄRE

AUCH SO ETWAS WIE EIN MARKETING-VERBUND DENKBAR?

Kautter: Das braucht seine Zeit. Was ginge, ist, dass man

sich etwa bei den Kindertheatern zusammentut und einen

gemeinsamen Theaterpädagogen einsetzt, der oder die bei

den Schulen mehr Werbung macht, Lehrer interessiert und

das Bedürfnis nach Theater bei ihnen weckt. Das ist eine

Stelle, die man nicht an jedem Haus schaffen muss. Solche

gemeinsamen Stellen können einem ja auch einfallen für

Sichtungen, Werbung, Einwerbung von Drittmitteln o. ä.

Berger: Die Orangerie will Kooperationen sowohl mit anderen

Häusern, Institutionen, als auch mit Produktionen. Wir

arbeiten bereits intensiv daran. Das verhilft allen zu einer

breiteren Wirkung und könnte einen positiven Einfluss auf

die Mittelgenerierung haben, zumal man diese viel gezielter

einsetzen kann. Wir haben in Köln die Gefahr einer gewissen

Kleinstaaterei, das erfordert Geduld in kleinen Schritten.

AKT: WAS HALTEN SIE VON DER IDEE DES KULTURAMTS,

FWT UND ORANGERIE ZUSAMMENZULEGEN?

Kautter: Wir werden bereits darauf angesprochen, wann wir

fusionieren. Aber wir stellen uns die Frage, was damit erreicht

werden soll.

Seidel: Das Thema ist doch: Wo will die Kölner Freie Theaterszene

hin, welche Wege will sie beschreiten und wie

viel Geld steht dafür zur Verfügung. Wir müssen die Sichtbarkeit

der Kölner Szene nach Außen und den Austausch

von Produktionen mit anderen Städten deutlich verbessern,

darin sind wir uns einig. Aber wir halten den Zusammenschluss

der beiden Bühnen nicht für den geeigneten Weg

dorthin.

Kautter: Ganz davon abgesehen, eine Zusammenlegung der

beiden Spielstätten kann kein Haus wie Kampnagel oder

das FFT ergeben. Dafür sind die Räumlichkeiten nicht geeignet.

Wir stehen für Kooperationen zur Verfügung, die

Gerhard Seidel, Intendant am FWT

AKT: VERHALTEN SICH DIE GRÖSSEREN HÄUSER IN

DER KÖLNER SZENE NICHT MANCHMAL NOCH VERKRUS-

TETER ALS STADTTHEATER? DIE LETZTE LEITUNG AM

FWT WAR SEIT 30 JAHREN IM AMT, AUCH AM BAUTURM

GAB ES SCHON SEHR LANGE KEINEN WECHSEL MEHR.

FEHLT DA NICHT EIN FRISCHER WIND?

Seidel: Ich glaube, gegen „Stadttheaterisierung“ ist das

FWT gefeit. Wir haben immer Produktionen auf die Bühne

gebracht, die nicht als Skript eingekauft waren, Textentwicklungen,

Eigenprojekte, und das werden wir auch weiterhin

tun. Ich wünsche mir ein Haus, das nur so brummt

vor Ideen. Andererseits sind wir eben auch ein festes Haus,

das heißt, wir sind verantwortlich dafür, dass die Zuschauerplätze

besetzt werden.

Kautter: Was das FWT auszeichnet ist, dass wir für die

Künstler Produktionsmöglichkeiten schaffen, in denen sie

Zeit und Ruhe finden und alle Gegebenheiten, um sich zu

entwickeln und auch mit uns gemeinsam etwas zu denken.

Die Projekte die wir machen, sind ja solche zwischen Regie,

Dramaturgie und Schauspielern. Da hindern keine Bauproben

und andere Vorstellungen daran, auf die Bühne zu gehen.

In der freien Szene zu produzieren ist eben auch eine

Qualität. Wir arbeiten daran, dass das an unseren Produktionen

noch deutlicher sichtbar wird.

Berger: Auch in der Orangerie lässt es sich sehr gut an. Das

Jahr 2012 war sehr erfolgreich, die vielen Auszeichnungen

nimmt uns niemand. Es war ein Super-Anfang. Jetzt müssen

wir aber dranbleiben!

DOROTHEA MARCUS

TERMINE: AM 1. 3. FINDET IN DER ORANGERIE DIE DISKUSSION STATT:

WAS IST POLITISCHES THEATER? TEILNEHMER: U.A. BOLAT ATABAYEW,

INKEN KAUTTER (FWT), SVEN SCHLÖTCKE (THEATER AN DER RUHR),

20:00 UHR, MODERATION: DOROTHEA MARCUS

MARKO BERGER

hat seit 20 Jahren als Kabarettist in unterschiedlichen

Gruppen gearbeitet, hat freie Bühnen beraten und ist

Coach für Schauspielnachwuchs. 2001-05 hat er mit Marina

Barth das Klüngelpütz Kabarett Theater geleitet.

INKEN KAUTTER

war nach dem Studium der Philosophie und Theaterwissenschaften

in München und Berlin als freie Regisseurin,

Autorin und Produzentin tätig und leitete die freien

Bühnen „Theaterdock“ in Berlin und die „theatrale“ in

Halle an der Saale. Seit drei Jahren arbeitet sie am Freien

Werkstatt Theater in Köln.

GERHARD SEIDEL

arbeitete in den vergangenen zwölf Jahren als freier Autor

und Theaterdramaturg. Von 2009 bis 2012 war er Stellvertretender

Intendant der Kreuzgangfestspiele im fränkischen

Feuchtwangen.


40 FEBURAR ’13

06 PORTRÄTIERT

Ach, könnte man doch mit den Haien leben oder sich ein Fell wachsen lassen. Fotos: © Martin Kloepfer

ENDLICH EINS SEIN

NEUE THEATERMACHER IN DER STADT (3):

DAS NEUE KÖLN-DÜSSELDORFER LABEL SUBBOTNIK BESCHÄFTIGT SICH

MIT DER „SEHNSUCHT DES MENSCHEN, EIN TIER ZU WERDEN“

sind. Dass die Produktion höchstens ein Drittel soviel kostet

wie die an einem Stadttheater. Und ohnehin: „Es ist toll,

für sich selbst einen eigenen Anspruch zu formulieren“, sagt

Zhukow. Allerdings: ohne die Kontakte zum Produktionshaus

FFT in Düsseldorf wäre der Anfang nicht gelungen. Nach der

Premiere soll der nächste Schritt sein, sich auch in Köln zu

etablieren – auf jeden Fall sollen möglichst viele Vertreter der

Kölner Theater zu den Vorstellungen eingeladen werden.

Der Name ist ein Begriff aus der Sowjetunion. „Subbotnik“

kommt von „Sobot“ und „Rabotnik“ und bezeichnet jene

zwangs-freiwillige, unentgeltliche Samstag-Arbeit im Dienste

der Gesellschaft, die auch in der DDR gang und gäbe war,

wenn man etwa eine größere Wohnung brauchte. Vielleicht

ein Seitenhieb auf den Stellenwert von Theater in der gegenwärtigen

Gesellschaft.

In „Die Sehnsucht des Menschen, ein Tier zu werden“ reflektieren

die Subbotniks darüber, warum der rationale, durchgetaktete

Mensch von heute manchmal einfach nur Sehnsucht

hat, ein Tier zu sein. Endlich keine Zweifel mehr, alles

eindeutig, unverstellt, wahrhaftig, leicht, zielorientiert auf

Basisbedürfnisse ausgerichtet. Und beneidenswert eins mit

sich. Kein Wunder, dass immer wieder Menschen auf die –

zuweilen tödliche – Idee kommen, mit Grizzlies, Wölfen oder

Schimpansen zu leben. Die Hybris dahinter, aber auch das

Verlangen nach dem Animalischen sollen Thema sein.

Ausgangspunkt der „russisch-deutschen Kooperationsplattform“

Subbotnik waren Inuit-Märchen, die Kornelius Heidebrecht,

der kasachisch-weißrussische Wurzeln hat, aus Sibirien

mitbrachte. „Faszinierend daran ist, dass Tiere dort,

ganz anders als in christlichen Mythen, als vollkommen

gleichwertig behandelt werden“, sagt Kloepfer, der selbst

als Performer auf der Bühne steht. Da geht ein Mann Hirsche

jagen, wird von ihnen aber überredet, mit ihnen zu leben.

Er lernt, so schnell zu laufen wie sie und sich von Gras

zu ernähren und kehrt irgendwann glücklich nach Hause

zurück, seine Ehefrau wundert sich auch nicht weiter. Neu

erfinden wollen „Subbotnik“ das Theater dafür nicht, Tiere

Künstler im Schnee: Martin Kloepfer … … Kornelius Heidebrecht … … Gaststar Olaf Helbing aus Berlin … … Oleg Zhukov.

Neu in der Stadt sind sie eigentlich nicht. Und doch haben

sich „Subbotnik“ ganz frisch als freie Düsseldorf-Kölner

Gruppe gegründet: Der Regisseur Martin Kloepfer (*1971)

lebt schon seit vielen Jahren in Köln, hat aber bisher eher an

Stadttheatern gearbeitet, in Freiburg, Mannheim oder Berlin.

Der Schauspieler Oleg Zhukov, vor drei Jahren nach Köln gezogen,

fiel hier am Freien Werkstatt Theater gerade ironischsubtil

verwirrend als Nachtwächter in „Wegschließen – und

zwar für immer“ auf. Zusammen mit dem Musiker Kornelius

Heidebrecht proben sie gerade ihre erste Arbeit, die im Februar

am FFT Düsseldorf Premiere haben wird. Kennen gelernt

haben sie sich einst in Duisburg, beim Festival „Zehn

Tage besser leben“ in einer alten Sparkassenfiliale, ein Guerilla-Theater,

das damals die Stadt durchmischte. Ohnehin

kämpft Kloepfer seit Jahren mit seiner „komplizierten Liebe

zum Stadttheater“, schon lange wollten sie zusammen ein

eigenes Label gründen. Aber was reizt ausgerechnet an der

prekären Existenz einer freien Gruppe?

„Die Möglichkeit, sich den Kunst-Auftrag mal selbst zu erteilen“

nennt Kloepfer einen der Gründe, jetzt auch frei zu arbeiten.

Denn was funktioniert nicht alles besser in der freien

Szene, trotz stets mieser Finanzen: Etwa „diese ernst gemeinte

Freiwilligkeit eines jeden“. Dass jeder auch mal auf der

Bühne stehen, aber auch, wenn es ihm nicht passt, aussteigen

kann – und man nicht mit einem vorherbestimmten Ensemble

arbeiten muss, nur weil die Schauspieler fest angestellt

auf Bühnen sind seit Jahrhunderten ein beliebtes Theatermittel

– und seit rund 15 Jahre einer der wohl zehn beliebtesten

Regie“einfälle“ in Stadttheatern.

Was Subbotnik anders machen: Die Musik von Heidebrecht

erzählt die Geschichten mit, „Der Abend ist fast wie eine Art

Konzert, wie in einer Art Live-Hörspiel, in denen die Musik

einen erzählerischen Raum öffnet“, sagt Kloepfer. „Wir

wollen auf der Bühne weder Tier einsetzen noch Tiere nachmachen,

sondern über die Sehnsucht nach Verwandlung

dahinter nachdenken“, sagt Oleg Zhukov. Und das Ganze

völlig ohne Ethnokitsch. Sondern, kann man vermuten, subtil

ironisch und selbst-reflexiv unterwandert.

DOROTHEA MARCUS

TERMINE IM FEBRUAR: FFT DÜSSELDORF, KAMMERSPIELE, 14., 16., 2., 20

UHR, RINGLOKSCHUPPEN MÜLHEIM, 23.2. DAS FFT DÜSSELDORF WIDMET

SEINE NEUESTE BROSCHÜRE „WILLKOMMEN IM ZOO“ DEM THEMA „TIERE

IN DER KUNST“ UND EINER NEUEN TIERPHILOSOPHIE.


40 FEBRUAR ’13

07 VORGESCHAUT

Silke Z./resistdance. Team vlnr: Caroline Simon, Mechtild Tellmann, Alexandra Dederichs, Dominik Siebel, Linda Richard, André Zimmermann, Silke Z., Inga Haschke, Fotos: © MEYER ORIGINALS

DER KÖRPER LÜGT NIE

Der Mensch schlingert zwischen Bewegungsunfähigkeit

und Jonglierzwang. „Wie Leben geht“, fragt sich Silke Z. in

einer neuen Performance-Reihe im Ehrenfelder Tanzatelier

Studio 11. Sie lädt lokale, überregionale und internationale

Tanzkünstler ein, ihre speziellen Antworten zu zeigen. Das

Publikum soll auf besondere Weise fidelisiert werden.

Der Mensch von heute, so sieht er aus: H&M-Jeans oben,

Ökolatschen unten, Aktentasche links, Reiserucksack

rechts, Gin Tonic in der einen, Bionade in der anderen

Hand, Festivaltickets neben Bausparvertrag im Schrank. Im

ewigen Zwist zwischen exzessiven Wünschen und einengender

Vernunft jongliert er mit den Maximen seines Lebens

und will alles, sofort. Aber ist er vor lauter Konzentration,

die Bälle oben zu halten, nicht schon längst bewegungsunfähig?

Die neue Performance-Reihe „Wie Leben geht“ von

Choreografin Silke Z. sucht nach dem, was Menschen antreibt.

„Zwischen Lebensträumen und gesellschaftlichem

Reglement tut sich eine immer größere Kluft auf. Wir wollen

hinter die Fassade gucken. Was verrät der eigene Körper

über die innersten Bedürfnisse und wie sieht es aus

mit der eigenen Lebendigkeit?“, formuliert sie es. Zwischen

Selbstlüge und Selbsterkenntnis ist es oft nicht weit, „einzig

das Körpergedächtnis kann die Sprache der Seele ans

Licht holen“, sagt sie. „Wir wollen uns nicht auf eine Art der

Darstellung festlegen. Der Körper ist zwar immer zentrales

Ausdrucksmittel, aber auch Videoinstallationen, Hörspiele

oder Aktionskunst sind denkbar“. Damit, wie sich Biografie

in Körper einschreibt, wie der Körper zum Sprachrohr des

Inneren wird, beschäftigt sich die Choreografin in ihrer Arbeit

schon lange. Aber nicht nur sie, auch die Tänzerin Lia

Haraki aus Zypern, die mit „Tune In“ am 2.3. die Reihe eröffnet

und laut Silke Z. ihre Essenz auf den Punkt bringt:

„Lia sucht in jeder einzelnen Zelle ihres Körpers nach dem

Wunsch zu transzendieren. Sie bringt sich in einen hypnotischen

Zustand der Lebendigkeit.“ Und das tut sie, in dem

sie ihre Bewegungen meditativ immer wiederholt, bis der

Zuschauer auf kleinste Veränderungen reagiert und selbst

in eine völlig neue Verfassung gerät.

ÜBER DEN TELLERRAND SCHAUEN

Die anderen vier Performances folgen monatlich. Der Leipziger

Hermann Heisig, der bereits für Meg Stuart auf der

Bühne stand, erzählt in seinem Solo „Slap/Stick“ (19.4.) von

den komischen Seiten des Lebens. Fern ab von Lacherheischender

Comedy sucht er nach alltäglicher, unfreiwilliger,

tragischer Komik. Der schlaksige Hermann begibt sich in

die Stolperfallen seines Lebens. Mit jedem Versuch, diese

auszubalancieren, gerät er – nach echter Slapstick-Manier –

körperlich immer tiefer in die Spirale des Absurden.

Caroline Simon zeigt „Wie Leben geht“

Silke Z.

„Eine Stunde“ (31.5.), die neue Arbeit von Silke Z. und Ensemble

resistdance wird eine performative Echtzeitanalyse

über die Vergänglichkeit des Lebens. „Zeit ist ein kostbares

Gut“, so Silke Z., „wie jeder Einzelne mit der Endlichkeit des

Lebens umgeht, ob bewusst oder unbewusst, ist ein spannendes

Thema. Was stellen wir also in 3.600 Sekunden an?“

Ganz oben auf der Agenda der Kölner Kulturpolitik steht der

Wunsch nach mehr Kooperation von regionalen und internationalen

Gruppen. „Mit der Unterstützung vom Land NRW

haben wir Künstler eingeladen, die sich sehr unterschiedlich

mit dem Thema Lebendigkeit beschäftigen“, erklärt

Silke Z.. Der Australier Andrew Morrish und der Brite Angus

Balbernie gehören mit rund 60 Jahren zur Gruppe der

sogenannten „Golden Ager“ und wissen viel über das Leben

zu berichten. Mit der Improvisationsperformance „I’ll have

what he’s having“ (28.6.) bebildern sie den Prozess des Älterwerdens,

gesellschaftlich und ganz persönlich, mit ihren

Wehwehchen als in die Jahre gekommene Bühnenkünstler.

TREUE ZUSCHAUER MIT „MEMBERCARDS“

Silke Z. will in ihrer Reihe über das Leben auch dem Zuschauer

eine neue Rolle zuweisen. „Wir wollen nicht erklären,

sondern zum Erleben einladen“, sagt Z., immerhin

geht es um Fragen, die sich jeder Mensch stellt. Jede

Performance wird zwei Mal hintereinander gezeigt, so

dass ein intimer Raum geschaffen wird, in dem man sich

zwischendurch austauschen kann. Bei moderierten Publikumsgesprächen,

einer Bloody Mary vor oder nach

der Veranstaltung sollen Künstler und Publikum zusammenkommen

– in der intimen Nähe des Studio11. „Theater

funktioniert nur, wenn Darsteller und Zuschauer in Kommunikation

treten“, so Silke Z.. Mit „Membercards“ – einer

Karte für alle fünf Veranstaltungen – treffen sich die einzelnen

Zuschauer immer wieder. Das schafft Vertrautheit und

Diskurs. „Als Künstler ist man froh, nicht nur das fertige

Produkt zu zeigen, sondern auch die Unmittelbarkeit im

Gespräch aufzulösen“, erklärt sie. Neben Workshops etwa

von der fantastischen Kölner Choreographin Reut Shemesh

wird es auch ein „Labor“ geben. Dazu laden Dominik Siebel

(Institut für Weltgestaltung) und Silke Z. im Studio11

ein. Dort soll über die „Ästhetik der Bewegung“ – sozialer

wie auch körperlicher – disktiert werden. Es soll die Treuezuschauer

auch für den letzten Abend der Reihe wappnen:

„Carte Blanche“ (12.7.) ist noch ein unbeschriebenes Blatt

und ein Abend der Überraschungen.

ROMY WEIMANN

TERMINE IM MÄRZ: DIE REIHE „WIE LEBEN GEHT“ ERÖFFNET AM 2. UND

3.3. IM STUDIO11 MIT LIA HARAKI „TUNE IN“ UND AM 2.3. MIT IHREM

WORKSHOP „INTUITION“. WWW.RESISTDANCE.DE


40 FEBURAR ’13

08 INTERVIEWT

Wir sind vergiftet, also muss man den Kopf reformieren,

nicht die Hände. Jedes Jahr werden die Hände reformiert,

aber der Kopf bleibt gleich.

AKT: SIE SAGTEN IN EINEM INTERVIEW, SIE GLAUBEN AN

DIE VERÄNDERNDE KRAFT DES THEATERS. GLAUBEN SIE,

THEATER KANN KASACHSTAN IN EINE DEMOKRATISCHE,

FREIE ZUKUNFT HELFEN?

Atabajew: Wenn ich daran nicht glaubte, was mache ich dann

hier? Sinn meines Leben ist es, Kultur zu schaffen. Ich will

mich nicht mit Trinken, Essen und Pinkeln begnügen. Das

können auch die Ameisen. Viele Zyniker sagen: „Ach, Theater,

vergiss das. Das ist Unterhaltung.“ Auch in Deutschland

wird Theater als Unterhaltung wahrgenommen. Aber die

Sturm und Drang-Periode der deutschen Literatur ist ein

krasses Beispiel für Kulturschaffende, denn Kunst kann so

vieles ändern. Als „Die Räuber“ in Mannheim 1782 uraufgeführt

wurde, wäre fast eine Revolution ausgebrochen.

SCHAUSPIELER SIND HUREN

DIE KASACHISCHE THEATERLEGENDE BOLAT ATABAJEW

HAT IN KÖLN EINE NEUE HEIMAT GEFUNDEN

Im letzten Jahr wurde der kasachische Theaterregisseur

und Regimekritiker Bolat Atabajew verhaftet, weil er sich

mit streikenden Ölarbeitern in seiner Heimat solidarisiert

hatte. Nachdem er auf internationalen Druck frei gelassen

wurde, hat er sein Land verlassen – und gibt nun an der

Theaterakademie Köln Meisterklassen. Ein Interview.

AKT: HERR ATABAJEW, SIE SIND SEIT EINEM HALBEN

JAHR IN DEUTSCHLAND, SEIT OKTOBER IN KÖLN. WIE

SIND IHRE EINDRÜCKE VON DER STADT?

Atabajew: Für mich ist Köln ist eine Kulturstadt und etwas

Besonderes in Deutschland. Kultur entwickelt sich in zwei

Tendenzen. Die Erste ist die traditionelle, bewahrende Richtung.

Jahrhunderte lang hat der Mensch eine Kultur entwickelt

und will diese weiter vermitteln an die nächste Generation.

Die Zweite ist experimentell und suchend, und das

sehe ich in Köln. Damit meine ich Stücke wie „V wie Verfassungsschutz“

vom Nö-Theater Köln. Postdramatisches

Theater mit viel Recherche. Themenbezogene Arbeit, gesellschaftskritisch

und politisch, das gibt es bei uns nicht. In

Kasachstan sehe ich eher die erste Tendenz. Dort ist es sehr

traditionell und konservativ. Dort gelte ich als ein Verderber

der Tradition. Zu Hause bin ich zu experimentell – hier

in Deutschland dagegen fühle ich mich zu traditionell.

AKT: WARUM HAT ES SIE ALS LEHRER UND SCHIRMHERR

AN DIE THEATERAKADEMIE IN KÖLN GEZOGEN?

Atabajew: Wenn der Mensch jung ist, ist er offen. Mit der

Zeit verwandeln wir uns in ein Denkmal. Die Flexibilität

fehlt. Aber die Theaterakademie ist gezwungen, immer jung

zu bleiben, denn jedes Jahr kommen neue junge Schüler.

Auch die Dozenten sind jung. Sie denken ganz anders. Ich

habe die Dozenten bei der Arbeit beobachtet, als die Schüler

ihre Arbeiten vorgestellt haben. Die Dozenten kümmern

sich um ihre Schüler, als seien sie ihre Kinder. Das schafft

eine Atmosphäre, die mir gefällt.

AKT: GIBT ES FÜR SIE EINE PERSPEKTIVE, NACH

KASACH STAN ZURÜCKZUKEHREN?

Atabajew: Die Perspektive habe ich immer, aber das kann

bedeuten, dass ich isoliert werde. Hier in Deutschland fühle

ich mich integriert. Aber ich will irgendwann zurück. Vorläufig

aber raten mir meine Freunde und Verwandten, in

Deutschland zu bleiben. Ich kann im Ausland mehr erreichen

als zu Hause. Dort sitze ich als stiller Held im Knast.

Ich schlafe, lese und trinke Tee, aber ich bringe meiner Gesellschaft

keinen Nutzen. Von hier aus kann ich bellen und

das hört man in Kasachstan.

AKT: SIE HABEN SICH IN IHRER HEIMAT MIT STREIKEN-

DEN ÖLARBEITERN, DIE FÜR BESSERE ARBEITSBEDIN-

GUNGEN KÄMPFEN, SOLIDARISIERT. ABER DEUTSCHLAND

HAT EINEN ÖLVERTRAG MIT KASACHSTAN. WIE IST ES

FÜR SIE, IN EINEM LAND POLITISCHES ASYL ZU FINDEN,

DAS LETZTLICH MASSGEBLICH AN DER AUSBEUTUNG

DER ÖLARBEITER VERDIENT?

Atabajew: Ich bin kein politischer Asylant, ich bin nicht im

Exil und ich fühle mich auch nicht so. Ich habe meine eigenen

Interessen hier in Deutschland. Zum einen meine professionelle

Arbeit, zum anderen habe ich auch politische Interessen.

Was die Ölarbeiter in Kasachstan geleistet haben, war für mich

sehr wichtig und ich habe damals gesagt: „Ich muss jetzt helfen!“

Das erste Mal in der Geschichte meines Landes kam es zu

einem zivilen Protest. 7000 Menschen sagten gemeinsam: „Wir

wollen so nicht leben“. Das war für mich ein Signal. Also bin

ich zweimal dort hin geflogen und habe habe sie unterstützt.

Was Frau Merkel angeht, so spielt sie ihr eigenes Spiel.

Man braucht eine gute wirtschaftliche Grundlage, um in

einer Gesellschaft Wohlstand zu schaffen. Dazu gehören

auch Öl und andere Rohstoffe. Nur so kann man eine Lokomotive

sein, die ganz Europa schleppt. Sie ist in einer kitzligen

Situation. Entweder kann man die Menschenrechte in

der Welt schützen oder die Wirtschaft fördern. Wirtschaft

ist wichtig, aber Menschenrechte und die Demokratie sind

noch wichtiger. Eigentlich sollte sie sagen: „Kasachstan ist

OSZE Mitglied und sollte sich an die dort festgelegten menschenrechtlichen

Standards halten. Wenn das geschieht,

können wir unsere Verträge schließen.“ Leider unterschreiben

Politiker die Verträge und nicht die Künstler.

AKT: HÄTTEN SIE IN IHRER SOLIDARITÄT UND IHREM

ENGAGEMENT ETWAS ANDERS GEMACHT, WENN SIE DIE

KONSEQUENZEN – HAFT UND EXIL – GEKANNT HÄTTEN?

Atabajew: Nein. Mein Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der

ganzen Welt auf dieses Problem bei uns zu lenken. Ich habe

mich verwirklicht. Ich bin erfolgreicher Theatermann und

habe vieles erreicht. Bei uns gibt es den Ehrentitel „Verdienter

Künstler der Republik Kasachstan“, auch den habe ich.

Aber das ist alles Lüge. Sie wollen uns verführen. Wir sollen

mitspielen, doch ich wollte nicht. Ich bin nicht gerne gesehen

zu Hause. Man wollte man mich hinter Gitter bringen.

Tür zu und gut, das Problem ist nicht mehr da. Aber das Problem

ist da und es wächst. Es soll keine Opposition geben,

jeder soll für sich alleine bellen. Doch plötzlich kommen alle

zusammen. Das ist eine große Kraft. Und das ist gefährlich.

AKT: IN IHREM GASTSPIEL „LAWINE“, DAS IM FEBRUAR IM

ARTHEATER GEZEIGT WIRD, GEHT ES UM EIN BERGDORF,

IN DEM DIE MENSCHEN ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT

WERDEN, WEIL IHNEN VON EINER LAWINE ERZÄHLT WIRD,

ALSO UM (POLITISCHE) MANIPULATION UND ANGSTMACHE.

KÖNNTE ES MIT DIESEM GASTSPIEL FÜR IHRE SCHAU-

SPIELER PROBLEME GEBEN?

Atabajew: Ich habe ein Theater in Almaty, und meine Schauspieler

mit unserem Stück einzuladen ist unverfänglich. Wir

hatten geplant, mit ihnen dann ein weiteres Stück, „Schanaozen“,

hier einzustudieren. Aber das haben wir abgesagt, denn

es wäre zu gefährlich. Ich frage in diesem neuen Stück: Wer

hat den Befehl gegeben, die Ölarbeiter, von denen ich eben

erzählt habe, zu erschießen, und die Antwort ist ganz klar:

Unser Präsident Nasarbajew ist es gewesen. Ich will meine

Schauspieler nicht in Gefahr bringen. Sie haben Familie,

Kinder. Ich möchte nicht 16 neue Asylanten verursachen. Ich

werde „Schanaozen“ inszenieren, aber mit hiesigen Schauspielern.

Wo und wann ist noch nicht ganz klar.

AKT: WAS MUSS SICH IN KASACHSTAN VERÄNDERN,

DAMIT DIE MENSCHEN DORT EINE SICHERE UND FREIE

ZUNKUNFT HABEN?

Atabajew: Das ganze politische System muss sich ändern.

Wenn Nasarbajew weg ist, kommt irgendein anderer „Bajew“.

Deswegen muss man ganz vorne anfangen. Vom Kindergarten

bis zum Kanzleiamt müssen neue demokratische

Strukturen eingeführt werden, sonst lohnt es sich nicht.

AKT: WIE HABEN SIE IHRE MEISTERKLASSEN AN DER

THEATERAKADEMIE IN KÖLN ERLEBT?

Es ist so: Schauspieler sind wie Huren. Die Hurenpsychologie

ist typisch für sie. Wenn sie die nicht haben, sind sie keine

guten Schauspieler. Die Regisseure sind die männliche

Seite. Die Schauspieler sind die Eizellen, die mit einer Idee

befruchtet werden. Das ist Theater. Der Liebhaber ist immer

süßer als der eigene Mann, der neue Dozent immer besser als

der alte. So ist das gerade hier, aber das ist nicht echt. Und es

verfliegt schnell. Vor allem bei den klugen Schauspielern.

AKT: WIE IST IHR EINDRUCK VOM DEUTSCHEN THEATER?

Atabajew: In Deutschland kann man zwischen verschiedenen

Theatern wählen. Manche sind stinklangweilig, manche wie

Kreuzworträtsel: je unverständlicher, desto genialer. Und es

gibt politische Inszenierungen. Das finde ich sehr gut. Bei uns

würde man sagen, das ist Publizistik, keine Kunst. Aber ich

denke, auch Publizistik kann Kunst sein. Bei uns kann man

nicht wählen, alles ist starr, wie Toten-Theater. Lebendige Inszenierungen

sind eher selten. In meiner Heimatstadt Almaty gibt

es vier freie Theater, meines ist das größte. Wir bekommen keine

Unterstützung wie die deutsche freie Szene. Wir müssen den

Geschmack der Zuschauer befriedigen, um Geld zu verdienen.

Leider ist der meistens nicht so gut. Doch etwas Neues zu machen,

ist einfach gefährlich. Die Menschen folgen einer Ideologie.

Das ist eine Einbahnstraße. Doch ich fahre gegen die Fahrtrichtung.

Sie wollen mich töten, aber ich sage nein. Zweimal

hat mir der Staat geholfen. Ich sollte ein Konzept schreiben und

einreichen. Mit dem Geld, das ich erhalten habe, habe ich „Lawine“

inszeniert, gegen genau dieses System.

AKT: KÖNNEN SIE VOM THEATER LEBEN?

Atabajew: Es gibt anonyme Spender, die unserem Theater

Geld geben. Geschäftsmänner, die gut finden, was wir tun. Ich

werde von diesen Menschen auch hier und jetzt unterstützt.

Leute, die es zu Hause satt haben. Wir bringen das über die

Lippen, was sie im Kopf haben. Das ist wie ein Partisanenkrieg.

Ich kann reisen, sie unterstützen mich. Ich möchte

mich aber auch bedanken bei allen, die mich in Deutschland

unterstützen. Ich fühle Interesse von vielen Seiten. Alle wollen

ein Scheibchen Bolat haben. Ich muss aufpassen, mich

nicht zu sehr für die Zwecke anderer einspannen zu lassen.

Denn es bleibt ein Kampf für unsere Sache. Trotzdem bin ich

Deutschland dankbar. Das Leben ist ein Fluss und ich muss

jeden Tag schwimmen, um zu leben. Deutschland ist für mich

ein festes Ufer. Wenn man müde und angestrengt ist, kann

man sich ausruhen und Kraft schöpfen, um weiter zu schwimmen.

Und zu kämpfen.

GINA NICOLINI

TERMINE: LAWINE (GASTSPIEL), ARTHEATER, 14., 21., 27., 28.02. | 1.3.,

20:00 UHR DISKUSSION ZUM POLITISCHEN THEATER IN DER ORANGE-

RIE. TEILNEHMER: BOLAT ATABAYEW, INKEN KAUTTER (FWT), JANOSCH

ROLOFF (NÖ-THEATER), SVEN SCHLÖTCKE (THEATER AN DER RUHR)

Bolat Atabajew, Fotos: © MEYER ORIGINALS


40 FEBRUAR ’13

09 EINGEBLICKT

Traurige Resonanz für eine sehenswerte Produktion: Das Brachland-Ensemble mit „Im

Schweiße deines Angesichts“ in der Bühne der Kulturen. Fotos: Brachland-Ensemble

Die Bühne der Kulturen in der Platenstraße in Ehrenfeld, Foto: © Bühne der Kulturen

VERMINTES GELÄNDE

DIE BÜHNE DER KULTUREN STEHT VOR DEM AUS. DER JÄHRLICHE ZUSCHUSS DES

THEATERS IN EHRENFELD STEHT AUF DER STREICHLISTE DES KULTURAMTES.

Mehr als 20 Zuschauer sind es nicht, die sich zur Premiere

von „Im Schweiße deines Angesichts“ eingefunden haben.

Eine traurige Resonanz, die das Brachland Ensemble auf

seine sehenswerte Produktion in der Bühne der Kulturen

(BdK) bekommt. In den Büroräumen des Theaters dagegen

haben die Mitarbeiter eine bei ebay ersteigerte Küche

neu eingebaut. Kampf ums Publikum und trotzige Selbstbehauptung,

das beschreibt vielleicht am besten, wie es

derzeit um das Haus steht: Die Bühne der Kulturen kämpft

ums nackte Überleben.

Die Kulturverwaltung hat vorgeschlagen, den von der

Stadt gezahlten jährlichen Betriebskostenzuschuss von

125.000 Euro einzusparen und zahlt seit Januar keinen

Euro mehr aus. „Die Bühne der Kulturen ist von der programmatischen

Struktur her nicht im Sinne unserer Kriterien

förderwürdig“, sagt Birgit Gerner, die das Kulturamt

nach dem Weggang von Konrad Schmidt-Werthern kommissarisch

leitet. Man wolle sich auf die Kernaufgaben

konzentrieren, sagt Gerner.

SEMIPROFESSIONELL UND OHNE KONZEPT?

Gemeint ist damit zum einen, dass Gerner die Bühne der

Kulturen für semiprofessionell hält, zum anderen, dass das

Kulturamts-Referat für interkulturelle Kunstprojekte, aus

dessen Etat die BdK bisher finanziert wurde, einer Restrukturierung

zum Opfer fällt und damit Sozio- oder Interkultur

bitte jemand anderer bezahlen soll. Herauszuhören ist allerdings

auch, dass Leitungswechsel, Finanzplanung und unklares

Profil der Bühne der Kulturen das Kulturamt nerven.

„Wir reden nicht über die Schließung der Bühne, wir reden

darüber, dass der Verein nicht mehr gefördert wird“, betont

Birgit Gerner und verweist als Beleg auf Brandschutz-Investitionen

im Gebäude über 58.100 Euro im vergangenen Jahr.

Die Klagen sind so alt wie die BdK selbst. Hervorgegangen

ist sie aus dem 1983 von Necati Sahin gegründeten Arkadaş

Theater, einem der ersten türkischsprachigen Ensembles in

Deutschland. 2006 ging die Trägerschaft auf den Bühne der

Kulturen e.V. über. Lale Konuk wandelte das Haus in eine

Gastspielbühne für interkulturelles Theater, Musik, Literatur

und Tanz um. Danach wechselte die Leitung im Zweijahrestakt.

Auf Mithra Zahedi folgte Shirin Boljahn, seit Dezember

letzten Jahres hat Mahmut Canbay das Sagen. Der

52jährige Kurde hat nach einem Pädagogik-Studium in Diyarbakir

am Theaterpädagogischen Zentrum in Köln Theaterregie

und –pädagogik studiert. In Hamburg leitete er das

interkulturelle MUT Theater, in Köln inszenierte er am früheren

Arkadaş Theater. Der Vorstand habe ihn gebeten, die

künstlerische Leitung und die Geschäftsführung zu übernehmen,

sagt Mahmut Canbay. Obwohl die BdK seit Januar

kein Geld mehr erhält, gibt er sich kämpferisch: „Wir halten

die Bühne“. Man will Spendenaktionen veranstalten und

Unternehmer aus dem interkulturellen Milieu ansprechen.

Mahmut Canbay, Foto: © Bühne der Kulturen

GEHALTSVERZICHT

UND STELLENABBAU

Canbay, der derzeit auf sein

Gehalt verzichtet, hält auch

einen Stellenabbau für denkbar.

Genau da aber liegt das

Problem: Der Publikumsmisserfolg

des Brachland

Ensembles hat auch mit der

nicht besetzten Pressestelle

zu tun. Programmatisch

möchte Canbay das Profil

der Gastspielstätte schärfen,

indem der interkulturelle

Ansatz der Produktionen stärker betont wird. Das soll auch

für den Tanz gelten. Musikalische und literarische Programme

wird es weiterhin geben, genauso wie fremdsprachige

Aufführungen. Nach einem Neuanfang oder einem

innovativen Konzept klingt das alles jedoch nicht.

Das Grundproblem der BdK bleibt: Der Übergang vom alten

Arkadaş-Ensemble zur Bühne der Kulturen wurde nie

konsequent vollzogen. Canbay deutet an, die alten Arkadaş-

Mitglieder „ins Boot holen“ zu wollen – zu denen er allerdings

selbst gehört. Seine Vorgängerin Shirin Boljahn

spricht von „internen alten Strukturen“, die eine Erneuerung

blockieren. Sie hatte versucht, einen Förderverein zu

gründen, ein Finanzpolster aufbauen oder das verpachtete

Café ans Theater zu binden – alles vom Verein abgelehnt.

Tatsache ist, dass neben Behrokh Babai mit Necati Sahin

und Cem Ünal zwei frühere Arkadaş-Schauspieler im Vorstand

das Sagen haben. Der Vorsitzender Cem Ünal gibt zu,

dass die letzten Jahre nicht gut gelaufen seien. Schuld daran

sei aber nicht die alte Arkadaş-Truppe, die sich gerne

zurückziehen wolle: „Der Nachwuchs will die Mission nicht

übernehmen“, beteuert Ünal. Man habe die richtige Person

einfach noch nicht gefunden.

KEIN GELD MEHR ODER DOCH EIN WENIG?

Zu den Sparmaßnahmen der Stadt sagt er schlicht: „Die

Info habe ich nicht“. Er gehe nach einem Gespräch mit dem

Kulturamt im Dezember von einer Kürzung um zehn bis

fünfzehn Prozent aus. Warum der Vereinsvorsitzende von

der Kürzung nichts weiß, Mahmut Canbay dagegen schon,

bleibt unerfindlich.

Die kulturpolitischen Akteure der Parteien halten sich

derzeit bedeckt. Die Grünen haben noch Beratungsbedarf,

Brigitta von Bülow plädiert aber für den Erhalt der Bühne.

Auch Anke Brunn (SPD) will sich nicht zur Bühne der Kulturen

äußern, versteht sie aber als wichtigen Tanzstandort.

Ralph Elster (CDU) sieht die Lösung eher in der Professionalisierung

des interkulturellen Ansatzes der BdK, damit

sie aus dem Etat der Freien Szene gefördert werden könne.

Als Ort semiprofessioneller Interkultur möchte wiederum

Thor Zimmermann die Bühne gesichert wissen. Die Bühne

der Kulturen mit ihrem interkulturellen Schwerpunkt ist

ganz offensichtlich schwer vermintes Gelände, vor allem so

kurz vor der Bundestagswahl. Schlimmer noch: Niemand

verfügt derzeit über ein tragfähiges Konzept, die Verwaltung

möchte die derzeitigen Betreiber und die Finanzbelastung

loswerden und die Politik schweigt diplomatisch. Mehr

Abgrund geht nicht. HANS-CHRISTOPH ZIMMMERMANN


40 FEBURAR ’13

10 PRÄMIERT

BIN ICH

BESONDERS?

AKT-INSZENIERUNG DES MONATS: IN DER COMEDIA HAT DIE GRUPPE FUTUR3

MIT „VON GENEN UND ANDEREN ZUFÄLLEN“ EIN ENGAGIERTES STÜCK ÜBER

DIE VERLÄUFE DER EIGENEN BIOGRAFIEN GESCHAFFEN.

Wer wollte damals, als Kind, nicht die große Liebe finden.

Einen interessanten Beruf haben und viel Geld. In spannender

Stadt leben, mit verlässlich aufregendem Freundeskreis,

reisen, große Kunst schaffen und natürlich Familie

haben. Hat es denn geklappt, zwanzig bis dreißig Jahre

später? André Erlen, Stefan H. Kraft, Klaus Zehelein und

Patrick Joseph befragen sich in der neuesten Arbeit von Futur3

„Von Genen und anderen Zufällen“ ganz privat, welche

Kindheitsträume sie hatten und welche Verläufe ihre Leben

genommen haben – und ob sie in der Verwirklichung ihrer

Träume gescheitert sind oder nicht. Nur jeweils drei Performer

sind auf der Bühne, Zehelein und Joseph wechseln sich

an verschiedenen Abenden ab. Jeder der drei hat auf der

Bühne je ein Drittel des Raumes für sich, Kontakt gibt es

fast keinen, Pappschilder lehnen an den Wänden, ein paar

Kleidungsstücke, Stühle, Requisiten.

Erst skizzieren die drei in kindlichen Freundschaftsbuch-

Kurzantworten lässig, was früher geträumt wurde, wie Lieblingsfarbe

und Lieblingswitze waren. Dann markieren die

Patrick Joseph

Schilder die wichtigsten Schlagworte ihres Lebens. André

Erlen etwa vollzieht seinen Stammbaum nach. Was wäre

gewesen, wenn der erste Verlobte seiner Großmutter nicht

an der Front gefallen wäre? Was, wenn seine Mutter nicht

so gerne geschwommen und am See im Bikini nicht auf

seinen Vater getroffen wäre? In sehr lustigem distanziertkomischen

Tonfall skizziert er, wie zufällig seine Herkunft

aus wohlsituiertem Alt68er-Architektenhaus eigentlich war,

und dass er sich stets an seinem Vater abgearbeitet hat, der

so gerne mit ihm Joints rauchen wollte.

Stefan H. Kraft übernimmt den Aspekt des künstlerisch/

beruflichen Werdegangs, entwirft mit fotografischem Anschauungsmaterial

von sich das Bild des strengen Existentialisten

in den komischen Knickerbocker-Hosen, der sich

stets als genialisch-besonders definierte, mehrere Schauspielausbildungen

abbrechen musste, auf den Höhen des

Schwarzwaldes theatralisch abarbeitete und heute von Förderantrag

zu Förderantrag hangelt. Wie konnte es soweit

kommen?

Stephan H. Kraft, André Erlen, Klaus Zehelein, Fotos: © MEYER ORIGINALS


40 FEBRUAR ’13

11 PRÄMIERT

Stephan H. Kraft, André Erlen, Klaus Zehelein

André Erlen

BESONDERS GLÜCKLICHE EXEMPLARE?

Klaus Zehelein weiß dagegen von einer katholischen Ferienfreizeit

in entsetzlicher Einsamkeit zu berichten, während

Patrick Joseph nur ein einziges Mal in seinem Leben

ein Spielzeug geschenkt bekam und seine Mutter zum Kaiserschnitt

seiner Schwester begleiten musste. Das alles

ist in einem freundlichen Plauderton gehalten, der zum

Lachen anregt und viel Raum für Identifikation bietet:

die ersten Drogenerfahrungen, zuckende Disco-Tänze, die

erste Liebe, haben wir das nicht alles ähnlich erlebt? Zwischendurch

werden suggestive Videosequenzen von Hollywood-Filmen

eingeblendet, sehnsüchtige Blicke Pubertierender,

rauschhafte Erfahrungen und Reflexionen über

Testosteron. Das hätte es nicht unbedingt gebraucht und

fügt dem Abend dennoch einen guten Rhythmus hinzu.

Neidisch könnte man werden über diese Lebens-Geschichten,

die so leichtfüßig und kohärent erzählt das Bild des

vollkommenen Glücks vermitteln, auch wenn es mal zu einer

kleinen Krise kam. Sie arbeiten in Psychokliniken, liegen

komatös im Drogenrausch, müssen Windeln wechseln,

sitzen Liebeskrisen aus, was man halt so macht. So banal

es klingt, so untehaltsam ist es doch.

Und doch kommen leise Zweifel auf. Das Versprechen des

Abends, den Sollbruchstellen nachzuspüren, in denen sich

die Lebenswege fügten, wird zwar eingelöst. Dennoch wirkt

die Poetisierung der Biografien etwas zu perfekt. Große

Liebesgeschichten, tolle Familien haben sie vorzuweisen,

jene Söhne aus gutem Hause da vor uns – nicht gerade repräsentativ

für den Rest der Menschheit, der sich mit existentielleren

Krisen herumschlägt. Möglicherweise hat man

es hier mit beneidenswert glücklichen Exemplaren zu tun.

Möglicherweise haben sich die Performer aber auch nicht

getraut, von den wahren Krisen ihres Lebens zu erzählen,

den heimlichen Ängsten, Irrwegen und Zweifeln. Da bleibt

der Abend zu glatt und oberflächlich. Zum Glück weiß Klaus

Zehelein auch von einer Scheidung zu berichten und Stefan

H. Kraft von jahrelanger Zerrissenheit zwischen zwei Frauen.

Der Haitianer Patrick Joseph dagegen erzählt strahlend

leider fast gar nichts von sich, vollführt geheimnisvolle

Voodoo-Zeremonien mit Mehl und reiht allenfalls die Namen

bedeutsamer Frauen in seinem Leben aneinander. Wie

gerne hätte man mehr darüber erfahren, warum er nach

Deutschland kam – war es wirklich nur das „Abenteuer“

und die „Neugier“ auf Neues?

Und dennoch ist „Von Genen und anderen Zufällen“, dieses

„Jugendtheater für Erwachsene“ ein besonderer Abend, und

ein anregender dazu. Mutig, wenn auch nicht mutig genug.

Zwar ist er stark zugeschnitten auf männliche Biografien,

die auch in den Videosequenzen etwas zu oft betont werden.

Denn die Botschaft, die man herausziehen kann, wendet sich

an alle: glücklich ist vor allem derjenige, der aus der Vogelperspektive

auf sein Leben blickt und es im Idealfall in Kunst

verwandelt. Nur mit poetischer Distanz fügt sich letztlich

alles rund zusammen, selbst wenn es noch so krumm und

schief war. Jedes Leben kann ein Roman sein, wenn man ihn

richtig erzählt. Diese tröstliche Erkenntnis vermitteln die

Performer auf leichtfüßige und inspirierende Weise.

DOROTHEA MARCUS

KEINE TERMINE IM FEBRUAR

14. Februar bis 5. Mai 2013

der

dressierte mann

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40 FEBURAR ’13

12 KRITISIERT

KRITISIERT

DIE KÖLNER PREMIEREN DES VERGANGENEN MONATS

René Wedeward und Valentin Stroh spielen den Verteidigungsausschuss nach,

Fotos: © MEYER ORIGINALS

Yorck Dippe und Angelika Richter, Foto: © Klaus Lefebvre

Bendix Dethleffsen, Silvia Fenz, Foto: © Hermann und Clärchen Baus

SEHR WENIG TRETMINEN

Da stockt der Atem: Mit „Deutlich weniger Tote“, der Fortschreibung

eines Falk Richter-Textes über den Krieg, positioniert

sich das FWT weiter als politisches Theater. Eine

scharfsichtige und satirische Auseinandersetzung mit Afghanistan-Einsatz

und Gewalt.

Alles ist prima an der Front. Und wird immer besser! René

Wedeward und Valentin Stroh übertreffen sich in Monteursanzügen

mit Lobpreisungen eines apokalyptischen Szenarios.

Syrer und Afghanen putzen ihre Autos, legen Rosenbeete

an, grüßen, zweimal wöchentlich holt die Müllabfuhr die Leichen

ab. Viel weniger Explosionen – und kaum noch Tretminen.

Und die Familie? Nein, nein, es macht gar nichts, dass

seine Frau und seine Tochter tot sind, versichert Schauspieler

Wedeward lässig. Das Publikum erstarrt, die Kriegssatire von

Falk Richter entwirft mit abgründiger Komik und Zynismus,

wie Kriege traumatisieren und verlogen schöngeredet werden.

Die Text-Grundlage ist nur zehn Minuten lang und verstört

am FWT in Köln nachhaltig.

Der Rest dieses knackigen, informativen und perfiderweise

unterhaltsamen Abends über den Krieg haben Regisseurin

Judith Kriebel und Intendantin/Dramaturgin Inken Kautter

mit Hilfe der brillanten, trocken unterspielten Schauspieler

Wedeward und Stroh entwickelt. Und mit Texten von Shakespeare,

Schiller, Bundestags-Abgeordneten, Merkel (immer

erkennbar an zum Dreieck gelegten Fingern) verlängert. Oder

auch Ernst Jünger, dem „berühmtesten Kriegsteilnehmer“

des Ersten Weltkriegs, der „In Stahlgewittern“ die „gelbliche

Vorfarbe des Todes“ auf dem Gesicht eines jungen Soldaten

poetisch besingt. Die Perversion dahinter läuft kalt den Rücken

herunter. Im Bühnenbild aus Schul-Landkarten, Overhead-Projektor

und später einem Bundeswehrzelt wechseln

Wedeward und Stroh rasend schnell die Spielebenen, die sie

sofort wieder unterlaufen und kommentieren. Vom Puppentheater

zur brutalen Sarah Kane-Nacherzählung einer Vergewaltigung

(„Das ist doch 80er-Jahre-Friedensbewegungs-Soldaten-sind-Mörder-Scheiß“),

von soldatischen Macho-Gesten

über Quiz-Spiele zur Meta-Thematisierung der eigenen Kriegs-

Reflexion (Hat Falk Richter überhaupt gedient? Was kann der

uns eigentlich sagen über Krieg?) ist alles dabei. Und immer

wieder wird Afghanistan thematisiert, jener „Stabilisierungseinsatz“,

der nicht Krieg genannt werden darf und seine

ganze Absurdität in der Geste offenbart, mit der sich Stroh

zu einem Zuschauer beugt und ihm feierlich ein Kaugummi

überreicht, als sei es Manna aus dem Westen, während Wedeward

debil freundlich den „Einheimischen“ zuwinkt und im

Survival-Büchlein guckt, was „Friede“ auf Farsi heißt. Schade

nur, dass die da 200 Dialekte sprechen. Da wird Geige auf

dem Maschinengewehr gespielt, Statistiken und Zahlen fliegen

nur so um die Ohren, Deutschland und seine Regeln für

Kriegseinsätze werden als „Neue Weltordnung“ nachgestellt –

und offenbaren erschreckende Willkür. Das Ganze ist eine

komplexe, hochintelligente Überforderung des Zuschauers

und einfach sehenswert.

DOROTHEA MARCUS

TERMINE IM FEBRUAR: FREIES WERKSTATT THEATER, 15., 23., 27.

DIE KRAFT DES WEIBLICHEN

„Die Troerinnen“ von Euripides in der modernen Fassung

von Jean Paul Sartre ist Karin Beiers letzte Inszenierung am

Schauspiel Köln. 415 v. Chr. uraufgeführt, ist das Stück auch

2013 mehr als aktuell. Beklemmend und eindringlich beschreibt

„Die Troerinnen“ 24 Stunden im Leben von Frauen

im Krieg. Ein beeindruckender, emotionsgeladener Abschied

Beiers nach fünf Jahren in Köln.

Was ist übrig von einem Volk nach zehn Jahren Krieg? Wie

viel Stolz hat überlebt, wenn man durch eine List geschlagen

wurde? Die Frauen von Troja, einst schön und mächtig,

sind nun nicht weiter als Sklavinnen für die Sieger. Sie werden

unter den Kriegsherren aufgeteilt, man erwartet, dass sie

sich ihrem Schicksal fügen. Doch Andromache (Lina Beckmann),

Kassandra (Rosalba Torres Guerrero), die Troerinnen

(Anja Lais, Rosemary Hardy, Sachiko Hara) und ihre Königin

Hekuba (Julia Wieninger) begehren gegen ihre Peiniger auf.

Männer, auch wenn sie vordergründig die Mächtigen sind,

spielen in Karin Beiers Inszenierung eher eine Nebenrolle.

Der Fokus liegt ganz klar auf den Frauen im Krieg, die zwar

Opfer sind, sich dieser Rolle aber nicht hingeben: 110 Minuten

geballte weibliche Kraft.

Talthybios (Nikolaus Benda), der als Sklaventreiber die Troerinnen

zu sinnentleerter, körperlicher Arbeit antreibt, wirkt

nur hinter seinem Mikrofon am Bühnenrand, in das er hinein

bellt, erhaben. Sobald er sich auf die Bühne begibt, scheint

er überfordert und hilflos. Der gehörnte Menelaos (Yorck

Dippe) wirkt mit seiner Papierkrone eher wie eine Karikatur

als wie der König von Griechenland. In Gegenwart seiner untreuen

Frau Helena (Angelika Richter) verliert er schließlich

jegliche Selbstkontrolle und verfällt ihr erneut, obwohl er sie

vorher verflucht hat. Wegen ihrer Liebschaft mit Paris war

der Krieg überhaupt ausgebrochen.

Die Qualen und das Leid des Krieges sind in jedem Moment

greifbar und bedrückend, der Zuschauer muss mit ansehen,

wie Andromache (überwältigend in ihrer Verzweiflung: Lina

Beckmann) ihr Baby Astyanax opfern muss, der vielleicht

irgendwann zur Gefahr werden könnte. Die Bühne (Thomas

Dreissigacker), ein karges Quadrat aus schwarzem Sand, unterstreicht

die Trostlosigkeit.

Als die Troerinnen ihre weiblichen Vorfahren in einem amazonenhaften

Schlachtgesang um Unterstützung anrufen, wird

der starre Rahmen von Trauer und Demütigung gesprengt.

Über die Köpfe der Zuschauer hinweg aus dem hinteren Zuschauerraum

antwortet ein weiblicher Chor (After Work, Koreanischer

Frauenchor Köln, Stimmfusion). Die Kraft, die dabei

entsteht, ist atemberaubend.

Deswegen ist es unverständlich, warum Karin Beier plötzlich

eine Gameshow inszeniert, bei der die Frauen sich sexy räkelnd

als Helena ausgeben und der Zuschauer aufgefordert wird, abzustimmen,

wann und wo Menelaos Helena zur Strafe steinigen

soll. Dennoch kann sie die zuvor aufgebaute düstere Stimmung

zurückholen. Mit einer in Schutt und Asche zerlegten EXPO verlässt

Karin Beier Köln. Ein würdiger Abschied. GINA NICOLINI

WEITERE TERMINE IM FEBRUAR: EXPO 01., 02., 03.

TODESSEHNSUCHT

Christoph Marthaler inszeniert die Uraufführung des Stücks

„Oh it´s like home“ von Sasha Rau. Man muss diesen Abend

nicht mögen. Aber man kann ihn von Herzen lieben.

Ilse steht unter der Lampe. Sie bewegt sich kaum, genießt

das Licht, als wäre es wärmender Sonnenschein. Immer wieder

zieht es sie dorthin. Wenn sie nicht gerade mit dem Kopf

im Kamin sitzt und liest. Seltsame Gestalten bevölkern das

Stück „Oh it´s like home“ von Sasha Rau. Eine Handlung

gibt es nicht, dafür rätselhafte innere Monologe und ganz

wenige Momente, in denen die Menschen miteinander sprechen.

Oder es versuchen. Auf die Frage nach dem Wohlbefinden

antwortet Egon, der einzige Mann auf der Bühne: „Ach,

wenn ich nicht so vernünftig wär, tät ich mir was zuleide.“

Der Text wirkt wie eine Partitur für einen dieser leisen,

skurrilen, entspannten und doch musikalisch genau komponierten

Abende, die Christoph Marthaler inszeniert. Tieftraurig

sind die Sätze, Todessehnsucht durchweht sie. Die

Menschen sind in ihren Träumen und Neurosen vergraben.

Die vier bilden eine Schicksalsgemeinschaft, geben sich

Halt, ohne sich zu berühren. Wahrscheinlich ist es das Zusammenleben

in einer Art Sanatorium, die sie vor dem Suizid

bewahrt. Ein Moment der Solidarität, wenn sie gemeinsam

die Köpfe zur Wand drehen und die Kuchenabfütterung

mit Sprühsahne verweigern.

Mit zärtlicher Raffinesse gestalten die wunderbaren Schauspieler

die kleinsten Macken ihrer Figuren. Josef Ostendorf spielt

ein ungeliebtes Kind, abgeschoben von den Eltern ins Kinderheim,

aus dem er geistig nie heraus gekommen ist. Auch die

anderen sind in ihrer Vergangenheit gefangen, in chemischen

Reinigungen, Schlachthöfen, Säuglingsstationen. Sie erklären

nichts, die Gedanken wehen vorüber, hinterlassen keine Spuren.

Sasha Rau ist Marthalers Frau und Mutter seiner Kinder.

Sie gehört als Schauspielerin auch zu seiner Theaterfamilie.

Die aggressivste Rolle mit dem passenden Namen Gunda

Krass verkörpert sie selbst, eine Christbaumumtreterin, die

nicht weiß, wohin mit ihren Gefühlen. Eine bei aller Vielschichtigkeit

direktere, auch derbere Note bringt Bettina Stucky als

Tochter eines Schlachthofbetreibers in den Abend.

Der Pfleger ist ein Pianist (Bendix Dethleffsen), der sich

quer durch die Musikgeschichte spielt, von einem Lied Martin

Luthers bis zu John Cage. Zu Beginn klimpert er eine jedem

Klavierschüler wohlbekannte Sonate Muzio Clementis,

verspielt sich, stockt, setzt neu an. Die Musik ist beschädigt

wie die Gemüter der Menschen. Genau in dieser Zerbrechlichkeit

liegt ihr besonderer Reiz. Die Töne strahlen nicht,

sie tasten, suchen, finden Harmonie nur für Augenblicke.

Darin stecken eine Weltsicht und eine Lebensphilosophie.

Wir müssen nicht nur mit unseren Macken leben, wir müssen

sie lieben lernen, um uns selbst zu lieben. Wenn man

den Abend auf so eine Küchenweisheit reduziert, tut man

ihm Gewalt an. Doch diese Aussage ist sein Kern. Und deshalb

ist dieses Theater nicht nutzlos oder hermetisch, sondern

zutiefst menschlich.

STEFAN KEIM

TERMINE IM FEBRUAR: HALLE KALK, 2., 3., 4.


40 FEBRUAR ’13

13 KRITISIERT

AM ENDE DER KRÄFTE

Das Brachland-Ensemble umkreist in „Im Schweiße deines

Angesichts“ in der Bühne der Kulturen die Arbeitswelt.

Mit einfachen Theatermitteln schaffen die engagierten

Darsteller eindringlich-komische Momente.

Wir lernen die Arbeitsregeln auf dem Fischmarkt in Daressalam

kennen. Oder einen Angestellten, der auf dem Bahnhof von

Palermo schläft, weil er sich die Bahnfahrt nach Hause nicht

leisten kann. Das noch junge Brachland-Team um Regisseur

Dominik Breuer hat für „Im Schweiße deines Angesichts“ Gespräche

geführt mit Menschen an vielen Orten der Welt. Ihre

Statements werden aus dem Off eingespielt, aber im Wesentlichen

besteht der 90-minütige Abend aus kurzen Spielszenen.

Morgane de Toeuf hat mit weißem Kabel ein Karré abgegrenzt,

weiße Kissen in verschiedenen Größen sind schon das ganze

Bühnenbild, für jede Szene werden Scheinwerfer verschoben

oder gedimmt: Die einfachen Mittel werden wirkungsvoll eingesetzt.

Am Anfang liegen die Kissen, die mit etwas Schwerem gefüllt

sind, zu einem Haufen gestapelt. Langsam schält sich ein

Mensch heraus, Frau B (Anika Pinter). Sie ist, wie Herr A (Eric

Rentmeister) erklärt, gerade „nicht gut drauf“. Frau C (Morgane

de Toeuf) putzt derweil – oder tanzt: Mit durchgestreckten Beinen

und Armen schiebt sie sich und eine weiße Decke wie ein

Dreieck über die Bühne. Herr A beneidet sie, weil sie „liebt, was

sie tut“. Er hingegen habe es „irgendwann nur noch gehasst“.

Damit ist das Thema Arbeit zwischen Zwang und Selbstverwirklichung

gut umkreist. Es geht um Kinder, die schon in der

Schule auf Effizienz gedrillt werden. Um zwei Kandidaten, die

beim Vorstellungsgespräch gegeneinander antreten. Ein Kündigungsseminar

für Vorgesetzte kommt ebenso vor die Reflexion,

dass der Mensch nicht die Arbeit liebt, sondern die Anerkennung,

die ihm dadurch zuteil wird.

Oft wird das Thema bloß angetippt – aber weil das Publikum eigene

Erfahrungen mit der Arbeitswelt hat, wirkt das Gesehene

in diesem Hallraum nach. Dabei ist „Im Schweiße deines Angesichts“

keine Sozialstudie, sondern eher eine gallig-witzige Performance

über die Bedeutung von Arbeit.

Einmal nur wird es richtig heikel, als Eric Rentmeister einen

Schuhputzer gibt, einem Zuschauer in der ersten Reihe tatsächlich

die Schuhe putzt und dafür seinen Lohn verlangt. Der Zuschauer

windet sich sichtlich unter der Frage, was diese Arbeit

wert ist – in Deutschland, im Theater? Wieviel er dann zahlt, erfahren

wir nicht.

Hier wird kurz die Arbeitswelt der Darsteller selbst berührt. Der

Abend setzt sich sonst eher mit klassischen Angestellten-Verhältnissen

auseinander. Merkwürdig, wo doch so viele heute in

„Jobs“ oder „Projekten“ arbeiten. Auch vermisst man Gedanken

darüber, wie es mit einer (Welt-)Gesellschaft weitergehen soll,

die permanent am Ende ihrer Kräfte ist. Aber das ist vielleicht

für das Theater zu sperrig und eher eine Frage für Soziologen.

Den drei engagierten, ausdrucksstarken und aufeinander eingespielten

Darstellern von „Im Schweiße deines Angesichts“ sieht

man jedenfalls äußerst gern zu.

DINA NETZ

TERMINE IM FEBRUAR / MÄRZ: JUNGES THEATER LEVERKUSEN, 2., 3.2.,

ARTHEATER, 26., 27. 3.

ZERRISSEN SEIN

„Annes Schweigen“ des türkischdeutschen Autoren Doghan

Akhanli aus Köln im Theater im Bauturm ist ein Monolog

mit vielen Perspektiven, der facettenreich, pathetisch

und bodenständig zugleich gespielt wird – aber auch

überfrachtet ist.

Halt gibt es vielleicht nicht, wenn man zwischen Nationalitäten

und Religionen zerrissen ist. Halt gibt es auch nicht

im Bühnenbild: von der Decke hängt ein wackelnder Tisch

herab, nur an einer Nylonschnur. Die kann man auch als

Instru ment verwenden. Die armenisch-deutsche Schauspielerin

Bea Ehlers-Kerbekian schlägt die Saite an und singt

ein armenisches Lied, das klingt schön und fremdartig zugleich.

Sie erzählt von Kranichen, ein Symbol von Sehnsucht

und Freiheit. Bei einem so erhabenem Beginn ist man froh,

als sie sich in ein deutsches Mädchen verwandelt, in bodenständigen

badischen Dialekt fällt und vom Frühstück mit

ihrer türkischen Freundin Sabiha erzählt, mit der sie den

Kindergarten teilte – und vielleicht sogar die Gebärmutter.

Vielleicht ist sie ja eine einzige, zwischen deutscher und

türkischer Identität zerrissene Person? „Annes Schweigen“

des Kölner Autoren Doghan Akhanli ist ein Monolog, der

viele Geschichten und Perspektiven verwebt. Immer mehr

verwandelt sich Ehlers-Kerbekian in die Türkin Sabiha, die

sich vor lauter Identitätsproblemen in Deutschland einer nationalistischen

türkischen Bewegung anschließt, vehement

gegen Armenier hetzt. Und eines Tages beim Tod ihrer Mutter

(„Anne“ auf türkisch) schmerzhaft entdeckt, dass diese

jahrelang verschwiegen hat, dass sie christliche Armenierin

war. Konfrontiert mit dieser Lebenslüge ist Sabiha noch identitätsloser

geworden, Ehlers-Kerbekian schreit vor Leid. Parallel

dazu erzählt sie die (recht unwahrscheinlich klingende)

Geschichte des deutschen Nazis Hans Wagner, der sich nach

dem Krieg erfolgreich als Jude ausgab – wie um zu illustrieren,

zu welchen Abgründen Identitätsverleugnung führen

kann. Auch die Nazi-Kampffliegerschwester von Hitler-Attentäter

Stauffenberg thematisiert sie, oder die Ermordung

des armenischen Journalisten Hrant Dink durch türkische

Nationalisten und den von der Türkei geleugnete Genozid an

den Armeniern 1915. Viel Stoff für einen kurzen Abend. Bea

Ehlers-Kerbekian spielt expressiv und facettenreich, manchmal

zu laut und bildhaft. Sie variiert zwischen Pathos und

Privatheit, illustriert mit großer Geste, spricht das Publikum

mit Verve direkt an. Wenn sie vom Verlieben spricht, wirft sie

Kuss-Mündchen, als sie von Hans Wagner erzählt, bindet sie

sich rote Schnüre um den Kopf, wie um seine Folter-Methoden

zu verdeutlichen. Minutenlang hält sie den Stein über

sein jüdisches Grab, um ihn doch nicht abzulegen. Doch letztlich

verwirrt die Fülle an Geschichten, überfrachtet der historische

und politische Anspruch den Abend. Schade, dass

man dabei doch nicht mehr über den Völkermord oder auch

nur den alltäglichen Rassismus in der Türkei erfährt. Spannend

und wichtig dennoch, dass das Stück stets in einer Podiumsdiskussion

kontextualisiert wird. DOROTHEA MARCUS

TERMINE: THEATER IM BAUTURM, 11., 12. MAI (SOMMERBLUT-FESTIVAL)

REVOLUTION LERNEN!

Es gibt Revolutionäre wie Che Guevara, die auf Postern in

fast allen Studentenzimmern fortleben. Und es gibt solche

wie Thomas Sankara, über dessen Grab in Burkina Faso

leise der Wüstenstaub des Vergessens fegt. Im Theater im

Bauturm belebt Luzius Heydrich in „Von einem, der auszog,

die Revolution zu lernen“ Sankaras Geschichte wieder

– doch man hätte gern noch mehr erfahren.

Sankara war von 1983 bis zu seiner Ermordung 1987 Präsident

des kleinen westafrikanischen Staates Burkina Faso,

in dem auch Christoph Schlingensiefs Operndorf-Projekt

steht und mit dem das Theater im Bauturm rege Theaterbeziehungen

unterhält. In seiner kurzen Regentschaft bemühte

sich Sozialist Sankara um die Stärkung des afrikanischen

Binnenmarktes, um Bildung, um faire Bedingungen

für die Baumwoll-Arbeiter und trat offen in Opposition zu

den Industriestaaten. Seine Ermordung bietet Stoff für ein

Politdrama vom Schlage des Schiller‘schen „Wallenstein“.

Denn sie geschah im Zuge eines Putsches durch seinen früheren

Weggefährten Blaise Compaoré, seit über 25 Jahren

Präsident Burkina Fasos.

Der junge Schweizer Theatermacher Luzius Heydrich (Jahrgang

1982) ist mit seinem Recherche-Abend „Von einem, der

auszog, die Revolution zu lernen – Hommage an Thomas Sankara“

angetreten, diesen Stoff zu bergen. In einer Koproduktion

u.a. mit dem Berliner Theaterdiscounter kommt es nun

ins Theater am Bauturm. Mit seinem französischsprachigen,

afrikanischen Ko-Performer Hypolitte Kanga tanzt Heydrich

sich auf seine Doku-Bühne: eine Pinnwand mit Sankara-Fotos

rechts, zentral eine Videowand, auf der gelegentlich Einspielungen

aus Burkina Faso zu sehen sind. In kleinen frontalen

Berichten skizzieren die Performer den sozialistischen Humanismus

von Sankara, erläutern per Flipchart sein Wirtschaftsmodell

und tragen Reden Sankaras vor der UNO vor.

Selbstironisch reflektiert Heydrich dazu seine Position als

saturierter Europäer, der „auszog, die Revolution zu lernen“.

Nachdem er einmal von Kanga in Tarnjacke und roter

Feldmütze auf Militär getrimmt wird, muss er sogleich

durchschnaufen: „Mein europäisches Gemüt braucht Ruhe.

Hätte mal jemand einen Cappuccino für mich?“ In seinen

Tanzeinlagen, die mit postkolonialen Klischees spielen, erinnert

der Abend für Momente an die Choreografien von Gintersdorfer/Klaßen.

Sein eher didaktischer Dokumentarismus rückt

ihn in die Nähe von Hans-Werner Kroesinger, ohne jedoch die

ästhetische Tiefe oder die Informiertheit der Genannten zu erreichen.

Vom Werdegang des Revolutionärs Sankara erfährt

man zu wenig. Sankaras politisches Modell bleibt vage; die

sozialistische Ambition wird eher als Geste als in ihrem konkreten

Gehalt fassbar. Da Heydrich/Kanga aber angenehm

unprätentiös und unterspielt auftreten, nimmt man ihnen das

Skizzenhafte ihres Projekts nicht übel. Im Ganzen wirkt ihr lockerer,

75-minütiger Abend wie eine Vorstudie für fällige Tiefenbohrungen.

Auf jeden Fall will man danach mehr über den

vergessenen Revolutionär wissen. CHRISTIAN RAKOW

TERMINE IM FEBRUAR: THEATER IM BAUTURM, 1., 2.

Arbeiten zwischen Zwang und Selbstverwirklichung: Eric Rentmeister und Morgane de Toeuf,

Foto: © Brachland Ensemble

Bea Ehlers-Kerbekian, Foto: © VKKBA/Foto: Weimer

Europäer Luzius Heydrich ist auf Militär gestimmt, braucht aber Ruhe.

Foto: © Frank Scheffka


40 FEBURAR ’13

14 KRITISIERT

KRITISIERT

HÄNSEL AM HAKEN

In der Reihe „transfusionen“ hat sich die studiobühneköln

eine ganz besondere Produktion eingeladen: Die Düsseldorfer

„half past selber schuld“ machen trashige Bühnencomics,

die in NRW sogar die Spitzenförderung erhalten.

Liebe im World Wide Web, Foto: © VKKBA/Foto: Weimer

KLEINE FLUCHTEN

„My World“ von Malte Wirtz im ARTheater: Eine Cyber-

Satire mit spannenden Theatermitteln, die aber inhaltlich

ins Leere laufen.

Gehen Sie ungern ins Theater, weil Sie dort Ihr Smart-Phone

ausschalten müssen? Dann besuchen Sie doch mal „my

world“, das Theaterprojekt von Malte Wirtz. Denn da ist erwünscht,

via Phone Kommentare abzugeben, die dann zeitgleich

auf der Website www.my-world.ws zu lesen sind, projiziert

auf eine Leinwand. Malte Wirtz ist Mitbegründer und

Teil des Kölner Paul Hinze Kollektivs, dessen Kurzfilme auf

eigenem Youtube-Kanal zu sehen sind. Der jüngste, „Stühle“,

die Persiflage auf einen Facebook-Trailer, wird dem Stück

vorangestellt, dann taucht die Fassade eines Wohnhauses

auf. Drinnen wohnen Paul, François und Charlotte in einer

WG. Jeder der drei lebt sein Leben und das ist meist von

tristen Alltagsproblemen geprägt. Paul (Sebastian Kolb),

verschnupft und in nerdiger Hauskluft, hat sein Studium

abgebrochen, Papa zahlt nicht mehr. Eine Mieterhöhung

verschärft die Situation. Kleine Fluchten sind da willkommen:

Paul browst durchs Netz und landet bei my world. Hier

ist er eine Figur namens The H. (Robert Heinle), ein viriler,

bajuwarischer Kraftprotz, der allerdings in der Hierarchie

der Avatare vom Administrator immer weiter nach unten

gedrückt wird. Besser ergeht es da Violetta, einer rassigen

Rothaarigen, die mit ihrer Körpersprache den Cyperspace

erotisch auflädt. Dass sich hinter der roten Versuchung ein

Mann verbirgt, nämlich der hinterfotzige Hauptmieter François

(Gerald Liebenow), ahnen weder Paul noch die tranige

Charlotte (Julia-Lena Lippoldt). Die hat sich auch ins Netz geflüchtet

und darf, hier als cooles Techno-Girl, Violetta (Jana

Reisz) und The H den Kopf verdrehen. Die zunehmende Konfusion

von Geschlechterrollen wird dazu genutzt, um eine

Vielfalt theatralischer Möglichkeiten auszutesten. Die Masken,

die alle Avatare wie aufgeschnallte Kästen auf ihrem Gesicht

tragen, sind Fotos der Darsteller, aus denen ihre Nasen

und Münder ragen. Sie zeigen eine irritierende Vermischung

von Zwei- und Dreidimensionalität: ein gelungenes Bild für

die Verschiebung von Realität, Traum und Projektion, die

im Netz stattfindet. Aber Wirtz schickt seine Akteure auch

in körperliche und komödiantische Fahrwasser: Slapstick,

Charaden, Tanz- und Gesangseinlagen, selbst eine klassische

Fechtszene darf nicht fehlen. Bei allem Theaterspektakel,

das die Darsteller souverän auf die Bühne bringen, bleibt

allerdings der inhaltliche Mehrwert bescheiden. Die Konflikte

sind rasch etabliert und werden dann fast nur noch in

die Länge gezogen. Ähnliches gilt für die Charaktere, deren

Entwicklung kaum Interesse weckt. Dass die originelle Form

kaum Inhalt generiert, zeigt sich auch in den Interaktionen

mit dem Publikum. Das kann zwar fleißig voten und kommentieren,

den Handlungsverlauf aber, wie es die Macher

suggerieren, verändert es nicht. Am Ende siegt irgendwie die

Liebe und die Erkenntnis, dass ohne Content auch im Netz

der Cyberspace-Spaß begrenzt ist. NORBERT RAFFELSIEFEN

TERMINE IM FEBRUAR: ARTHEATER, 1., 2.

Messer, Wurst und Geldscheine fliegen in Zeitlupe durch die

Gegend. Zwei Ziegelsteine unterhalten sich. Geht nicht? In den

Bühnencomics, wie das Duo „half past selber schuld“ seine Arbeiten

nennt, ist alles denkbar. Möglich macht es das schwarze

Theater, bei dem die Schauspieler in Schwarz fast unsichtbar

bleiben und die knalligen, detailverliebten Requisiten im Vordergrund

agieren. Puppen oder Gegenstände bewegen sich

wie von selbst durch den Raum, begleitet von Live-Musik und

quietschenden Cartoon-Geräuschen. Neben vielen Kinderproduktionen

machen Sir ladybug beetle (bürgerlich Frank Römmerle)

und die Israelin Ilanit Magarshak-Riegg auch Theater

für Erwachsene. Seit 1998 arbeiten sie gemeinsam in Düsseldorf,

seit 2002 entstehen die Bühnencomics am FFT.

Metaphern werden bei der neusten Produktion „Die Weltmenschen

erobern die Welt“ nicht nur sprichwörtlich, sondern

ganz bewusst mit dem Holzhammer verabreicht, der

am rechten Bühnenrand ständig kloppend den Ton vorgibt.

Ein irres Totenkopfmännchen mit Zylinder auf dem kahlen

Kopf führt durch die revueartige Aufführung und stellt die

Hauptfiguren vor. Da ist der kleine Mann, Spitzname Hänsel,

der wie ein fettleibiger Hanswurst in seinem Käfig hockt

und sich alles gefallen lässt. Am quietschenden Haken baumelt

er, lächelt und denkt insgeheim über eine Revolution

nach. Doch eigentlich... könnte man ja auch die Wäsche

in den Trockner tun. Das Ende der Faulheit beschwört er

mehrfach, aber zum Schluss hängt der gemästete Hänsel

nach wie vor am Haken. Soviel zum anti-revolutionären

Denken unserer Generation.

Die böse Hexe – bei „half past selber schuld“ tritt sie als

Meister Metzger mit blutverschmierter Schürze auf – ist der

Kapitalismus. Vor der Fleischtheke schwingt er sein Hackebeil

und wünscht sich die guten alten Zeiten der Sklaverei

zurück. In der Auslage liegen Wurstwaren, Innereien und ein

sprechender Schweinekopf. „Die dritte Welt“, wird zynisch

verkündet. Rollen werden hier brachial zugewiesen. Auch

Gretel ist so eine typische Jugendliche und Konsumentin, die

sich aus allem raus hält. Die Puppe mit überlangen Beinen

und winzigem Kopf schiebt lustig einen Einkaufswagen vor

sich her und kauft statt eines Buchs lieber ein neues iPhone.

Wie von Sinnen tanzt sie dann zu hämmerndem Beat. Nix in

der Birne, aber „mehr Macht als eine Königin“.

Abgedreht und absurd kann man das nennen, wenn eine

sprechende Ampel um die Ecke kommt oder Lothar, der Außerirdische,

in der kleinen Untertasse. Oder auch ziemlich

genial. Visuell können nur wenige mit diesem quietschbunten

Theater mithalten. Wer die Klischeeklopferei nicht

scheut, der ist in der selbsternannten – und somit auch

schön selbstironischen – „politischen Schmierenkomödie“

des Duos sehr gut aufgehoben. HENRIETTE WESTPHAL

TERMINE IM FEBRUAR: BÜRGERHAUS KALK, 1.2. HALF PAST SELBER

SCHULD MIT DER MUSIKSHOW „KINDERLIEDER FÜR ERWACHSENE“.

Hänsel und der Metzger, Foto: © Krischan Ahlborn

Nedjo Osman und Grit Bardowicks, Foto: © Theater TKO

LEID UND LEIDENSCHAFT

„Der Mann im Flur“, Marguerite Duras Text über Liebe und

Gewalt, wird vom Theater TKO im Kunsthaus Rhenania

schnörkellos in der Form und intensiv in Szene gesetzt.

Marguerite Duras kurzer Text „Der Mann im Flur“ ist keine

Geschichte, sondern eher der Ausriss einer Erzählung. Es beginnt

unvermittelt mit der Schilderung einer vielleicht verletzten,

vielleicht nur nach Exzessen ramponierten Frau, die mit

zerfetztem Kleid im grellen Sonnenlicht liegt. Die Schauspielerin

Christine Sohn trägt die Schilderung mit leidenschaftsloser,

klarer Stimme vor. Sie verbirgt ihr Gesicht hinter einer

Sonnenbrille und lehnt lässig und unbeteiligt an der Rückwand

der Spielfläche. Einmal schaut sie aus dem Fenster auf

den fließenden Verkehr, während sich die drei Darsteller tastend

annähern, leidenschaftlich aneinander hängen, sich brutal

abweisen oder in einsamen Qualen winden. Duras schildert

Abgründe zwischen Mann und Frau – eine Begierde, die zwischen

Zärtlichkeit und Gewalt nicht trennt; eine Liebe, deren

Wesen Zerstörung und Selbstzerstörung zu sein scheint.

Die Regisseurin und Choreografin Nada Kokotovic überträgt

den Text, dessen schonungslose Sprache allein schon physische

Reaktionen auslöst, klug auf die Ebene der Körperlichkeit.

Das Paar wird von drei Personen getanzt. Die Tänzerin

Grit Bardowicks im weinroten Kleid mit groß geschminktem

Mund, dunkel geränderten Augen und nassem aufgelöstem

Haar entspricht der Schilderung der Frau von Duras. Der

stämmige, dunkelhaarige Nedjo Osman im braunen Anzug

folgt dem, was der „Mann im Flur“ bei Duras tut: Er nähert

sich der Frau, um sie zu demütigen und mit Füßen zu treten.

Eine andere Ebene, die das traurige Innenleben der Frau

und des Mannes, die vielleicht unterdrückten zarten Gefühle

nach außen kehrt, verkörpert Phuong Tuong. Erst tritt er als

suchender, trauernder Mann auf, dann als verletzliche und

verletzte Frau im hellroten Seidenkleid.

Wie er sich auf der Bühne von einer Figur in die andere

verwandelt, das allein macht den Abend sehenswert. Es geschieht

mit einem langsamen Bewegungsfluss, der an den

japanischen Butoh-Tanz erinnert und bis in die Mimik und

kleinste Geste vom Mann zur Frau mutiert. Der Kontrast

zwischen Phuong Tuong und Nedjo Osman könnte nicht

größer sein: hier der feingliedrige, jeden Muskel einzeln beherrschende,

nuanciert mit kleinen und großen Gesten und

Mimik spielende Tänzer. Dort der kraftstrotzende, wuchtige

Mann, der seinen Körper nur am Stück bewegt führt: das

führt die Ambivalenz vor Augen, die in jeder Szene von Duras

steckt. Damit dominieren allerdings die Männer auch

deutlich gegenüber der Tänzerin.

Ein Urteil, das in der Zusammenschau aller Teile des „Mann

im Flur“ auch anders ausfallen könnte. Denn zur knapp

50minütigen Aufführung gehört noch ein Teil, der im Sommer

mit dem Skopje Dance Theater erarbeitet wurde. Für

eine Gesamtaufführung mit den mazedonischen Tänzerinnen

fehlte jetzt das Geld. Für den Juni werden deshalb noch

Finanzquellen gesucht. CHRISTINA-MARIA PURKERT

KEINE TERMINE IM FEBRUAR, SONDERN ERST IM JUNI


40 FEBRUAR ’13

15 KRITISIERT

Siri Mälzer, Foto: © EinEuro Esemble

Die Stars hinter den Kulissen, Foto: © Hänneschen Theater

Kleinstadt-Idylle, Foto: © VKKBA/Foto: Weimer

LIEBE BIS ZUM BAUMARKT

Das EinEuro Ensemble experimentiert in „Höre deutlich

Herz pumpt Blut“ auf der Bühne der Kulturen mit der körpereigenen

Droge Liebe – und entwickelt einen gelungenen

Mix aus Wahnsinn und Sehnsucht.

Ein junges Paar liegt eng umschlungen auf einem Bett (minimalistisch:

ein riesiger Berg aus Kissen mitten auf der

Bühne) und reflektiert detailliert die gemeinsam gesammelten

Erfahrungen des Paarlebens: Wie findet man die richtige

Position beim Schlafen, wenn einen der Arm des anderen

stört, weil der auf einem liegt, man denselben aber genau an

der Stelle belässt, um den anderen ja nicht zu wecken? Oder

wenn der Partner einen im Schlaf unwissentlich vollsabbert,

man aber aus lauter Liebe nichts dazu sagen kann? Alltägliche

Gedankenströme im Leben frisch verliebter Menschen,

deren Vernunft kurzzeitig ausgeschaltet ist – und die in einer

Kissenschlacht wieder aufgehoben werden.

Vier verliebte Paare sind es, die Regisseur und Autor Michael

Neupert vom EinEuro Ensemble, das zwischen Köln und

Krefeld pendelt, in der zweiten Kooperation mit der Bühne der

Kulturen unter die Lupe nimmt. Im Kissenberg lässt er die acht

Schauspieler des EinEuro Ensembles aufeinandertreffen. Jedes

Paar erzählt dabei seine eigene Geschichte vom Verliebtsein

mit einem Dialog. Mitunter agieren die Schauspieler als kollektives

Bewegungstheater, dann wieder erzählt eine einzelne Person

die eigene Geschichte der verführerischen Droge.

Wie verwirrend die Liebe sein kann, rekapituliert Schauspielerin

Siri Mälzer (überzeugend echt) mit der Geschichte

einer jungen Frau: Vom plötzlichen Verliebtsein, als ein Medizinstudent

sie spontan auf seiner Vespa mitnimmt, als sie

mitten im Regen steht. Natürlich verliebt sie sich in ihren

Retter, es folgen romantische Stunden. Nach drei Wochen

ist er plötzlich weg, verlässt sie ohne ein Wort. Sie rennt

ihm bis zum Baumarkt hinterher. Am Ende ist sie auch

noch schwanger. Kollektiv klemmt sich das Ensemble Kissen

als Bäuche unter die Kostüme, ein gelungenes Bild. Die

Liebe – ist sie nun Rauschzustand oder doch nur eine eventuelle

Erektion? Vermutlich beides.

Leider bleibt das Stück dort auf der Ebene der Feststellung

haften. Es folgt die Flucht in die Projektion, Fotos von Stars

und Sternchen machen die Runde. Frustriert wirft sich die

junge Frau einem imaginären Helden an die Brust – in dem

Fall ein Foto von Leonardo DiCaprio, mit dem sie durchs Publikum

eilt. Im medial vermittelten Klischeebild vom Traumprinzen

sucht sie die Erfüllung der eigenen unerfüllten Sehnsucht

nach Zweisamkeit.

Neupert gelingt mit „Höre deutlich Herz pumpt Blut“ eine

zeitgemäße Komödie über jugendliche Sehn-„Sucht“ nach

Liebe und ihrer Nebenerscheinung, der reinen Sex-Beziehung.

Warum die Beziehungen zwischen den parallel inszenierten

Paaren in die Brüche gehen, bleibt letztlich unbeantwortet.

Zuletzt wird die Liebe als Ziel dargestellt, das sich

eben nur vielleicht erfüllen lässt. Definitiv eine Warnung für

alle Frisch-Verliebten.

BENEDIKT BUTZ

KEINE TERMINE IM FEBRUAR

DIVA COLONIA

Die neue Intendantin gibt ihren Einstand: Frauke Kemmerling

inszeniert im Hänneschen Theater die Puppensitzung

2013. Politisch frecher könnte sie noch werden.

Unruhige Zuschauer im Theater sind meist ein untrügliches

Zeichen dafür, dass ein Stück nicht funktioniert. Bei der Puppensitzung

2013 „Heidewitzka: Opera Ahoi“ verhält es sich

allerdings genau umgekehrt. Wenn das Premierenpublikum

beim Schunkeln auf den legendären Holzbänken hin- und her

rutscht, kann die neue Intendantin Frauke Kemmerling gewiss

sein, dass ihre erste Premiere ein voller Erfolg geworden

ist. Die Chefin von Knollendorf saß selbst in der sechsten Reihe

und rutschte nervös noch ein wenig mehr in der Bank herum

als die übrigen Zuschauer. Dabei war das Eis schon beim

Öffnen des Vorhangs gebrochen.

Das Bühnenbild von Ralf Bungarten und Markus Henn wurde

mit großem Applaus und vielen Ahs und Ohs bedacht. Am

Rheinufer der liebevoll nachgebauten Altstadt liegt die „Diva

Colonia“ vor Anker. Neben der Schiffsbesatzung um den Kapitän

und Präsident der Sitzung, dem Schäl, tummeln sich

hier auch jede Menge illustre blinde Passagiere, die nach und

nach aus ihren Verstecken kommen. Den Anfang machen

drei Gestalten aus den Niederungen der deutschen Fernsehunterhaltung.

Die Juroren Dieter Bohlen, Michelle Hunziker

und Thomas Gottschalk rollen auf Segways übers Kopfsteinpflaster

der Altstadt, um Ausschau nach dem „Super-Othello“

zu halten. Das allgegenwärtige Thema Oper sorgt nicht nur

musikalisch dafür, dass die Sitzung eher Insider-Charakter

aufweist. Immer wieder werden bekannte Opernlieder in Kölscher

Mundart persifliert. Begleitet von der live gespielten

Musik hinger d´r Britz – hervorragend arrangiert von Wolfgang

Schmitt – sorgt der heimliche Star der Sitzung, der Speimannes

(Charly Kemmerling) mit seiner Version des „Barbier

von Sevilla“ für einen ersten Höhepunkt. Gesungen und gesprochen

wird natürlich im reinsten Kölsch. Eliza Doolittles

„Es grünt so grün“ aus My Fair Lady heißt dann einjekölscht

von Silke Essert halt „Et jrönt esu Jrön“. Befürchtungen von

eingefleischten Kölnern, die bei Osnabrück geborene Imi

Frauke Kemmerling könnte dem Kulturauftrag des städtischen

Hauses, die Kölsche Kultur und Sprache Jung und Alt

näher zubringen, nicht gerecht werden, dürften sich jedenfalls

zerstreut haben. Im Gegenteil: die Idee der neuen Intendantin,

die beliebten Typen aus Knollendorf noch stärker ins

Sitzungsprogramm einzubinden, heben den kölschen Charakter

noch heraus. Schön auch das Ludwig-Sebus-Potpourri mit

eigens gestalteter Sebus-Puppe. Die kölsche Legende nahm die

urkölsche Krätzjer-Huldigung bei der Premiere persönlich aus

dem Zuschauerraum entgegen. Nur etwas frecher könnte die

Puppensitzung unter neuer Regie gerne noch werden. Da bleiben

die Texte gerade gesellschaftspolitisch gesehen oft zu brav.

Eigentlich bekam mit den Piraten nur eine Partei ihr Fett weg.

Deren Klientel dürfte beim Altersschnitt der Zuschauer ohnehin

bei der Puppensitzung nicht allzu zahlreich vertreten sein.

NORBERT RAFFELSIEFEN

TERMINE IM FEBRUAR: HÄNNESCHEN-THEATER, 1., 2., 3., 6., 7., 8., 9.

TRASH MEETS KULTUR

Die aberwitzige Verwechslungskomödie „Die deutschen

Kleinstädter“ von August von Kotzebue um dörfliches Spießertum

wird von theater24 und Strahler11 im Kunsthaus

Rhenania mit viel Musik, Tanz und sehr überzeugenden

Schauspielern gezeigt – Trash als kultureller Hochgenuss.

Krähwinkel. Zwei Hauptstraßen, die sogar gepflastert sind,

drei schöne Kirchen und eine anmutige Promenade, die zum

Friedhof führt. Und wir dürfen einem zeremoniellen Höhepunkt

beiwohnen: Die Dorfgemeinde hat ihren 2000sten

Bewohner hervorgebracht und soll nun endlich zur Stadt

ernannt werden. Unter Girlanden, Lichterkette und Wahrzeichen

(eine Krähe) sitzen wir in U-Form um den Ort des Geschehens,

werden mit Kaffee, Kuchen und Dorfgetuschel einbezogen.

Dabei ist August von Kotzebues satirische Komödie

„Die deutschen Kleinstädter“ von 1803 doch ein bitterböser

Angriff auf die spießige Dörflermentalität.

Verpackt in eine Verwechslungskomödie, verleihen vor allem

die detailliert ausgeklügelten Charaktere der Geschichte

ihren Reiz. Um jeden Preis Etikette wahren, pedantisch

am Rechtssystem festhalten und immer schön mit Titeln

protzen – diese Stereotypen haben viel komisches Potential.

Stoisch nennen sie sich Frau Unter-Steuer-Einnehmerin und

Herr Bau-Berg-und-Weg-Inspektors-Substitut, trotz gelegentlicher

Verhaspler. Allen voran sind der zukünftige Bürgermeister

und Schwester Obrigkeitsbuckler par excellence. Beim

bloßen Anblick des ministeriellen Siegels auf einem Brief gehen

sie in die Knie. Ingo Schröer spielt herrlich komisch, mit

stets schief sitzender Perücke speit er ambitionierte Parolen:

„Ich bin ein Mann des Staates.“ Seine Tochter Sabine will er

unbedingt mit Herrn Sperrling verheiraten, der mit Lockenkopf

und Slapstick-Stolpern an einen dichtenden Dorfdepp

erinnert. Dabei liebt Sabine doch den blonden Fremden Fritz

Olmers. Ziemlich verwirrend, aber auch sehr lustig.

Die Ensembles von theater24 und Strahler11 reichern den in

Vergessenheit geratenen Klassiker mit übertrieben vorgetragenen

Volksliedern aus Albert Lortzings komischer Oper

„Hans Sachs“ an und kreieren daraus das Genre „Trashical“.

Kotzebues Kritik an kleinbürgerlicher Ignoranz wird mit heutiger

Vorliebe für triviale Unterhaltungskultur modernisiert.

Als Olmers fälschlicherweise für den König gehalten wird,

tauscht er sein T-Shirt mit der Aufschrift „Kulturende“ gegen

Anzug und gelb-perückigem Hansi-Hinterseher-Look. Während

der Bald-Bürgermeister in bayerischer Tracht und Tochter Sabine

mit dicken Flechtschnecken leben, kommt die Magd in

High Heels und Netzstrumpfhose daher, der Schneider in roter

Glänzejacke und Schlaghose. Trash ist eben auch ein wahlloser

Mix der Stile. Schmierige Balladen treffen auf Hardrock,

beim klassischen Schuhplattler wird der Hintern geklatscht

und die süße Liebesszene zwischen Sabine und Fritz von einer

clownesken Rammelorgie zwischen Magd und Schneider konterkariert.

Meisterhaft entblößt Regisseur Karsten Schönwald

die spießbürgerliche Fassade seiner Krähwinkler in ihrer ganzen

komischen Lächerlichkeit. Herrlich! ROMY WEIMANN

KEINE WEITEREN TERMINE


40 FEBURAR ’13

16 KRITISIERT

KRITISIERT

KEIN KLEINER IRGENDEINER

Kann man Oper in Kindergärten spielen? „Das kleine Ichbin-Ich“

der Kinderoper Köln ist ein kurzes Stück über

den schwierigen Prozess, die eigene Identität zu finden

und beweist: ja, das geht wunderbar.

Die Hauptfigur ist ein kleines, unförmiges, aus vielen Materialien

zusammen gedrehtes Stofftier. Es zieht durch die Welt und

versucht herauszufinden, wer es ist. Die Tiere auf der Wiese, im

Wasser und in der Luft können ihm nicht helfen. Schließlich bekennt

es sich dazu, dass es eigenständig ist – und eben anders.

Die literarische Vorlage zu „Das kleine Ich-bin-Ich“ ist ein Kinderbuchklassiker

von Mira Lobe. Er wurde bereits 1972 veröffentlicht,

ist aber in Kindergärten immer noch präsent – viele

der 3-6 jährigen Zuschauer können die Verse mitsprechen.

Das szenische Arrangement von Elena Tzavara, Leiterin der

Kölner Kinderoper, ist denkbar einfach. Im leeren Raum stehen

drei Hocker, auf denen später die Musiker Platz nehmen

und eine Kiste – schließlich wird die 30minütige Produktion

mobil in Kindergärten gespielt. Marcelo de Souza Felix ist

vor allem als charmanter und beweglicher Schauspieler, Puppenspieler

und Luftballonknicker gefragt. Seinen klangschönen

Bariton kann er nur ansatzweise einsetzen. Er erzählt die

Geschichte, macht aus dünnen, länglichen Ballons Blumen,

blaue Kränze oder kleine Hunde und verteilt sie im Publikum,

um die Schauplätze anzudeuten, an denen das „Ich bin

Ich“ wandelt, das weder Fisch, Pony, Nilpferd und noch nicht

einmal ein Hundefloh ist. Die Enttäuschungen des knuffigen

Tierchens, das er auf dem rechten Arm trägt, werden nur behutsam

angedeutet. Schließlich spielt man für kleine Kinder.

Die Kraft der 30minütigen Aufführung kommt aus der Musik.

Die Komposition von Elisabeth Naske basiert auf einem einzigen,

sehr eingängigen musikalischen Motiv. Durch Nachahmung

von Naturlauten werden Fantasien und Assoziationen

SCHNECKE ZUM SALAT

Das Figurentheater Sack un' Pack begibt sich in „Tuk –

der Sandzwerg“ im Kölner Künstler Theater auf die Suche

nach der Zeit. Es geht um Warten, Geduld und Ungeduld –

für Kinder wohlbekannte und doch rätselhafte Dinge. Eine

kurzweilige Geschichte mit schönen Regieeinfällen für

Kinder ab vier.

Unendliche Weiten passen in den kleinsten Raum: Auf der

Bühne hängt eine große Scheibe, auf die erst der Mond, dann

das Universum projiziert wird. Seit Jahrmillionen folgen Sterne

und Planeten ihrem Lauf. Kann man sich so viel Zeit überhaupt

vorstellen? Puppenspieler Dieter Baum versucht in seinem

Stück „Tuk – der Sandzwerg“, das große, philosophische

Thema der Zeit begreifbarer zu machen.

Tuk, der Sandzwerg, sieht ein wenig aus wie Pumuckl, mit

ebenso roten Haaren, gelbem Hemd und grüner Hose. Baum

benutzt den ungeduldigen Jungen als Identifikationsfigur für

Kinder, denen nichts schnell genug gehen kann. Sein Großvater

dagegen hat die Ruhe weg. Den Frühling erkennt er daran,

dass es ihm in der Nase juckt. Zusammen pflanzen sie Samen,

von denen Tuk erwartet, sie würden sofort aus der Erde

wachsen. Die hungrige Ratte versucht, die Samen zu klauen,

was aber zu ihrem Ärger („Oberscheibenkleister“) nicht funktionieren

will. Nach rund 40 Minuten erscheinen dann endlich

die ersten grünen Stängel: Letztlich war es doch gar nicht so

schwer, geduldig zu sein.

Leider ist die Problematik, dass manche Sachen einfach

länger brauchen als andere, sehr simpel dargestellt. Da

könnte größeren Kindern langweilig werden: „Manches

geht schnell, manches geht langsam“, brummt der Großvater.

Das ist für das gewaltige Thema als Erklärung vielleicht

etwas zu schlicht.

Dieter Baum spielt alle drei Figuren, Tuk, Großvater und die

DU SOLLST SCHAUSPIELEN

Was bedeutet Gott für junge Menschen? Für die einen ist

er das Gefühl der Gefühle. Für andere Vorlage für gehässige

Witze. Oder ganz bedeutungslos. In ihrem selbst geschriebenen

Stück „Die zehn Gebote“ (Regie: Anna Horn)

setzen sich die Rheinischen Rebellen, der Jugendclub am

Schauspiel Köln, in der Kirche St. Gertrud kritisch mit der

Aktualität von Gott und Religion auseinander.

In Zeiten von komplexen Gesetzen zu jedem erdenklichen

Ereignis muss man sich fragen: wer braucht da noch die

Zehn Gebote? Wer erinnert sie überhaupt noch, in richtiger

Reihenfolge? Einst von Gott in Stein gemeißelt, sind sie

heute scheinbar kaum mehr wert als das Stück Pappe, auf

das die Jungschauspieler sie mit Edding gekritzelt haben.

Zu jeder neuen Szene werden die Schilder hochhalten.

In einem dunklen, verwinkelten Raum, künstlich erschaffen

dort, wo eigentlich Sitzbänke sind, stehen fünf vieleckige

Blöcke. So kann das Publikum aus allen Perspektiven

erleben, was sich auf fünf verschiedenen Bühnen abspielt.

Durch Fenster in den schwarzen Wänden, die sich öffnen

und schließen, gewähren uns die sechzehn Rheinischen Rebellen

Einblick in die Gedankenwelt von Jugendlichen.

In sketchartigen Spielszenen tanzen, singen und beichten sich

durch ihre eigenen Erfahrungen mit dem göttlichen Gesetzeswerk.

„Du sollst nicht begehren deines Nachbarn Weib, Hab

und Gut“ wird zum Anlass für eine aufreizende und zugleich

bedrohliche Choreografie zwischen zwei Darstellern. Zugleich

werden die weiblichen Schauspielerinnen von der Kanzel aus

als Sexarbeiterinnen angepriesen – ein Seitenhieb auf unsere

sexualisierte Kultur. Für manche mag dieses offensive Herangehen

respektlos erscheinen, dennoch versinnbildlicht es zu

gut, was an Religionsverlust in den letzten 50 Jahren in unserer

Gesellschaft vor sich gegangen ist.

François de Ribaupierre (Klarinette), Ralf Gscheidle (Akkordeon), Marcelo de Souza Felix

(Sänger), Dietmar Berger (Cello), Foto: Matthias Baus

freigesetzt. Zu Beginn werden die Instrumente spielerisch

nonverbal eingeführt. Sofort haben die Kinder großen Spaß

daran, die Instrumente sinnlich zu erfahren. Klarinettist und

Saxophonist Francois de Ribaupierre, Cellist Dietmar Berger

und Akkordeonspieler Ralf Gscheidle, alle Grenzgänger

zwischen Klassik, Jazz und Unterhaltung, musizieren lustvoll

miteinander und spielen feinsinnig die Rollen der Tiere – in

Fracks mit Entenfüßen und wechselnden Kopfbedeckungen.

Höhepunkt ist ein veritabler Blues von Saxophon und Cello,

als das Nilpferd auftritt. Am Ende gibt es Luftballons für alle,

ein Marienkäferautomat bläst Seifenblasen und die Musiker

tanzen ausgelassen durch den Raum.

Kinderopern sprechen meist 6-12jährige an. Mit „Border“ in

der letzten Spielzeit öffnete sich die Kölner Kinderoper auch

jugendlichen Zuschauern. Mit dem einfach, aber wirkungsvoll

strukturierten „kleinen Ich-bin-Ich“ ist man jetzt sogar

im Vorschulbereich angekommen. Die Koproduktion mit dem

Stadttheater Koblenz wird nun auch in Kölner Kindergärten

gezeigt. So kann man sich für das kulturelle Leben der Stadt

wahrhaft unentbehrlich machen. ANDREAS FALENTIN

TERMINE IM FEBRUAR: BIS ZUM 4.2. MOBIL AN KINDERGÄRTEN, INFOS:

0221 221 28295

Tuk, der Sandzwerg, Foto: © Figurentheater Sack un'Pack

Ratte. Schön ist, dass er nie aus dem Sichtfeld verschwindet

und die kaum einen halben Meter großen Figuren wunderbar

belebt. So kann man ihn beobachten, wenn er seine Stimme

bei der Ratte zu einem Fisteln hebt und beim Großvater in den

Keller senkt. Kleine, schöne Regieeinfälle bringen Spannung

in das sonst etwas zu romantisch-harmonisch wirkende Duo

von Tuk und Großvater: Am linken Bühnenrand klettert wie

von selbst eine Schnecke den Lichtpfosten hoch. Ganz oben

ist ein Salatblatt, das sie erreichen will. Auf den ersten Blick

merkt man nicht, dass sie sich bewegt, so langsam ist sie. Erst

beim zweiten Hinschauen sieht man, dass sie weiter nach

oben geklettert ist. So braucht sie für ihren Weg die Dauer des

ganzen Stücks: Eine wunderbare Metapher für die Tatsache,

dass auch langsam Dinge bewirkt werden können. Und dass

sich die Zeit subjektiv unterschiedlich anfühlt. Auch die Sanduhr,

die Dieter Baum zu Beginn des Stücks umdreht und an

den Bühnenrand stellt, ist eine wunderbare Idee: Die Kinder

können selbst konkret sehen, wie die Zeit vergeht. Am Ende

ist der Sand noch nicht ganz durchgelaufen – Baum dreht die

Uhr einfach noch mal um: „Die Zeit geht, wie sie geht.“ Theater

hat eben auch ein eigenes Tempo. HENRIETTE WESTPHAL

TERMINE IM FEBRUAR: KÖLNER KÜNSTLER THEATER, 19., 28.

Valentin Schwerdfeger, David Vormweg, Foto: © Sandra Then

Soll man sich für 30 Euro eine neue Badehose kaufen oder

lieber aus der Kirche austreten? Wie viel Sünde steckt in

unseren Alltagsgegenständen? Haben wir uns schuldig gemacht

durch iPhones, C&A-Jeans und Nike Turnschuhe, um

deren erbärmlichen Produktionsbedingungen wir doch so

gut Bescheid wissen?

Der Teufel ist unter uns. Majestätisch und verführerisch wandelt

Anna Muth mit Pelzmantel im Publikum. Dabei ist ihr

Blick so starr und herrisch, dass es kalt den Rücken herunter

läuft. „Ich habe getötet und es nicht einmal gemerkt,“ beichten

drei Rebellen frontal dem Publikum. Aber: Wieso sollte man

gut sein, wenn es die anderen nicht sind? Eine Antwort auf diese

wohl kniffligste aller Moralfragen bleiben sie schuldig.

Auch wenn die Sicht durch die Verschachtelung des Raumes

manchmal erschwert wird, entsteht ein intensives Gefühl

von Authentizität. Eine außergewöhnlich ehrlich wirkende

Auseinandersetzung mit dem Leben in einer Welt

ohne Garantie auf den erlösenden Himmel. Die Rebellen beherrschen

die Kunst, dabei weder weinerlich noch respektlos

zu werden. Beachtlich, dass sich ein evangelisches Gotteshaus

dem jungen Ensemble öffnet. GINA NICOLINI

WEITERE TERMINE: 30., 31. MÄRZ, ST. GERTRUD


40 MONAT ’13

17 NOTIERT

NOTIERT

MELDUNGEN AUS DER THEATERSZENE

Impressionen vom neuen Nachwuchsfestival „fünfzehnminuten“ an der studiobühneköln:

Ale Bachlechner Lapdance, Foto: Dirk Dorow

3,9 MIO. EURO BETTENSTEUER ZURÜCK?

In elf Städten ist sie bereits eingeführt und gilt als kluges Instrument,

die Kultur zu fördern: die „Bettensteuer“, also die

Abgabe auf Hotelübernachtungen. So etwa in Berlin, Hamburg

oder Köln. Vielerorts wird aber auch dagegen geklagt. In

Hamburg etwa. Dort wird ein rechtsgültiges Ergebnis, so Sören

Fenner von der neuen Hamburger „Koalition der Freien

Szene“ (siehe Seite 3), „aber erst in einigen Jahren erwartet“.

Mit Verteilung und Auszahlung hat man trotzdem begonnen.

In Köln ist die Situation anders: Die Erhebung der Steuer,

so wie sie in einer Satzung festgelegt wurde, ist rechtswidrig.

Das hat am 23.1.2013 erneut das Oberverwaltungsgericht

Münster bestätigt. Auch die Rechtsmäßigkeit der neuen Satzung,

die ab 2013 gilt, wird zumindest von der FDP angezweifelt.

Die Stadt muss nun 3,9 Mio. Euro. zurückzahlen – nämlich

jene Einnahmen des ersten Quartals 2010. Danach wurde

die Steuer ausgesetzt. Birgitta von Bülow (Die Grünen), Vertreterin

der Bettensteuer, ist sich dagegen sicher: „Das Urteil

ist im Prinzip nichts Neues. Aufgrund der bereits vorliegenden

Urteile hatten wir die Satzung für das Jahr 2013 bereits

verändert. Das ist noch nicht das Ende dieser Abgabe“.

SECHZIG MAL THEATER IN DREI TAGEN

Drei Tage lang, sechzig Beiträge, jeweils „fünfzehnminuten“.

Vom 25. bis zum 29. Januar hatte die studiobühneköln erstmals

die Türen für Künstler aus ganz NRW geöffnet, die ihre

Produktionen ein Wochenende lang für je eine Viertelstunde

vor einem vollen Haus präsentierten. „Das Wochenende war

großartig“, so Dramaturg Tim Mrosek, „wir haben viele spannende

Beiträge gesehen. Die Stimmung war toll, man konnte

in jedem Moment spüren, dass alle richtig Lust und Spaß

an „fünfzehnminuten“ hatten.“ Dietmar Kobboldt, Leiter der

studiobühneköln, sprach von überwältigender Resonanz, vor

allen Dingen bei jungen und bis dahin studiobühnefernen

Zuschauern. Ziel des Festivals war die Nachwuchsförderung

und Vernetzung im Land. Drei Beiträge werden mit Unterstützung

der Theater als abendfüllende Stücke erarbeitet, um

beim Festival west.off 2013 gezeigt zu werden. Wer das ist,

darüber beraten die teilnehmenden Theater (FFT Düsseldorf,

theaterimballsaal Bonn und studiobühneköln) zur Stunde.

Mehr auf www.theaterzeitung-koeln.de.

WER WIRD KULTURDEZERNENT?

Noch bis Mai ist Kulturdezernent Georg Quander im Amt.

Nachdem SPD, Grüne und FDP seine Wiederwahl abgelehnt

Paradeiser Productions: Violent Dancing, Foto: Till Böcker

hatten, muss nun ein Nachfolger gefunden werden. Zwei

mögliche Kandidaten sind bereits im Gespräch. Zum einen

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung

der Länder in Berlin. Zum anderen Christian Esch,

Direktor des NRW-Kultursekretariats in Wuppertal, dessen

Vorsitzender Georg Quander übrigens ist. Genau wie Quander

sind beide parteiunabhängig. Der Leiter der Theaterkonferenz,

Dietmar Kobboldt, hat sich indes für eine eigene

Wahlempfehlung der Kulturschaffenden für die Kommunalwahl

2014 ausgesprochen. Auch die Überlegung einer eigenen

Kulturliste steht im Raum. „Wir wollen einen größeren

Einfluss von sachkundigen Mitarbeitern auf die Kulturszene

der Stadt“, so Kobboldt. Indes wurde kurz vor Redaktionsschluss

der aKT bekannt, dass Isabel Pfeiffer-Poensgen

nicht als Kulturdezernentin von Köln zur Verfügung steht.

INTENDANTENSUCHE IM KELLER

Es geht in die heiße Phase. Nachdem die offizielle Stellenausschreibung

für die Intendanz des Keller Theaters offenbar

auf große Resonanz (bisher rund zehn Bewerber aus

dem In- und Ausland, etwa Salzburg, Hamburg, Berlin) gestoßen

ist, heißt es für den Vorsitzenden des Trägervereins

Christian Esch, Kultursekretariat, Foto: © Henk Wittinghofer

Ulrich Wackerhagen und seine Findungskommission nun,

eine Entscheidung zu treffen. Mehrere Bewerbungsgespräche

wurden bereits geführt. Man suche jemanden, der

künstlerisch zum Haus passe sowie ein kaufmännisches

Gefühl dafür habe, wie man die angeschlagene Institution

sanieren könne, so Wackerhagen. PiaMaria Gehle war während

des Insolvenzverfahrens des Theaters im Dezember

2012 als Intendantin zurückgetreten. Die Insolvenz ist inzwischen

zurückgezogen worden.

KARIN BEIERS HAMBURGER ERÖFFNUNG

VERZÖGERT SICH

Zur Spielzeit 2013/14 wird die Kölner Intendantin Karin Beier

die Intendanz des Deutschen Schauspielhauses Hamburg

übernehmen – die erste weibliche Intendantin nach 110 Jahren

männlicher Führung. Im Interview mit dem Hamburger

Abendblatt verriet sie noch nicht viel über ihre Zukunft in

Hamburg. Immerhin: Das Ensemble aus 33 Schauspielern ist

komplett, die Regisseure der ersten Spielzeit stehen fest, es

wird weder Oberspielleiter noch Hausregisseur geben. Auch

Schwierigkeiten kündigen sich an: Die Sanierungsarbeiten

am Schauspielhaus, die im September 2013 fertig sein sollten,

verzögern sich um erhebliche Zeit – zwischen vier und

acht Wochen. Grund ist laut taz ein kurzzeitiger Baustopp

wegen der Klage eines benachbarten Hotels. Die geplante Eröffnung

der Spielzeit im Oktober steht damit in Frage, wobei

jede weitere Woche Verzögerung für Karin Beier laut Abendblatt

„einer schieren Katastrophe“ gleichkäme.

SPAREN, SPAREN, SPAREN

Die am 9. Januar 2013 veröffentlichte „Rote Liste bedrohter

Kultureinrichtungen“ des Deutschen Kulturrats sieht

die Opern Köln und Bonn in Gefahr. Obwohl die Machbarkeitssstudie

auf Grund öffentlichen Drucks seitens der

Kulturverbände erst einmal abgesagt ist, steht eine Fusion

der beiden Opern Häuser nach wie vor in der Diskussion.

Auch viele Bürger in Köln sind der Meinung, dass

an Kultur in Köln gespart werden sollte. Auf der Internetseite

der Stadt Köln, auf der Sparvorschläge für den Haushalt

2013/14 abgegeben werden können, stimmten bereits

fast 250 Bürger dem Vorschlag zu, Presse- und sonstige

Freikarten für die städtischen Bühnen zu streichen. Auch

ein Sponsoring für die Oper, wie man es zum Beispiel

von Fußballstadien kennt, oder gleich die komplette Privatisierung,

sind unter den Vorschlägen zu finden. Infos:

buergerhaushalt.stadt-koeln.de

AKADEMIE VERGIBT PROJEKTFÖRDERUNG

Die Akademie der Künste der Welt vergibt wieder Fördergelder.

Die Themen der eingereichten Projekte sollten mit dem

Profil der Akademie übereinstimmen, die sich mit inter/transkulturellen

Thematiken, Migration und Gastfreundschaft,

Verantwortung oder nicht-westlicher und vormoderner Kunst

beschäftigt. Lokale und internationale Künstler, institutionelle

Initiativen, Gruppen und Kulturschaffende können Anträge

einreichen. Die Höhe der Zuschüsse liegt in der Regel bei

20.000 Euro, die maximale Förderung beträgt 40.000 Euro. Es

ist die zweite Ausschreibung der Akademie. Abgabefrist ist

am 20. März 2013. Infos: www.academycologne.de. Außerdem

zieht die Akademie ab dem 15. Februar aus dem Kulturamt

aus. Die neue Adresse ist: Im Mediapark 7, 50670 Köln. Die

spannenden und diskursiven Salons finden indes immer

noch an wechselnden Orten statt, nächste Termine: 5., 20., 27.

(siehe Kalender am 5.2.)

Isabel Pfeiffer-Poensgen hat als Kulturdezernentin von Köln bereits wieder abgesagt.

Foto: © Kulturstiftung der Länder


18

40 FEBURAR ’13

IMPRESSUM / AUTOREN

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

AKT-AUTOREN

IMPRESSUM

aKT erscheint monatlich zum Monatsanfang 10x jährlich und

kann für 20 Euro beim Verlag MWK jährlich im Postversand

bezogen werden. Darüber hinaus liegt sie kostenlos in Kölner

Theatern und an ausgesuchten Verteilstellen aus.

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REDAKTION (V.I.S.D.P.)

Dorothea Marcus

Richmodstraße 29

50667 Köln

Telefon: 0221 258 42 11

theaterzeitung@koeln.de

www.theaterzeitung-koeln.de

ASSISTENTIN:

Gina Nicolini

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HERAUSGEBER:

aKT. gGmbH

c/o studiobühneköln

Universität

50923 Köln

GESTALTUNGSKONZEPT:

Lange+Durach, Köln

VERLAG UND GESTALTUNG:

MWK Zimmermann & Hähnel GmbH

Elisenstraße 24

50667 Köln

Telefon: 0221 1234 35

info@mwk-koeln.de

ANZEIGEN:

MWK Zimmermann & Hähnel GmbH

Timea Basa, Ralf Zimmermann

Mediaunterlagen unter www.mwk-koeln.de

Telefon: 0221 1234 35

ANZEIGENSCHLUSS

für die nächste Ausgabe:

15. Februar 2013

Mit freundlicher Unterstützung

1/ BENEDIKT BUTZ

geboren 1983 in Heidelberg, Studium der Philosophie, Literatur und Ästhetik

in Tübingen und Salamanca, Dramaturgiehospitanz an der Stuttgarter Oper,

diverse Artikel für das dortige Opernjournal, 1. Preis für die Regie beim Wettbewerb

„Was heißt hier Liebe?“ im Theaterhaus Stuttgart, hat als Regieassistent

im Theater im Bauturm, gearbeitet und lebt in Köln.

2/ ANDREAS FALENTIN

Studierte Germanistik in Köln. Er war Regieassistent in Berlin, Bühnenregisseur,

Theaterleiter und Buchautor in Köln, Dramaturg in den Niederlanden,

Eventregisseur für 1Live und ist aktuell als Theater- und Opernkritiker sowie

im Tonträgerhandel tätig.

3/ STEFAN KEIM

geboren 1967, verheiratet, drei Kinder. Freier Kulturjournalist, regelmäßig

tätig für den WDR, das Deutschlandradio Kultur, Frankfurter Rundschau,

die Welt, die Welt am Sonntag und die Deutsche Bühne. außerdem Moderator,

Entertainer, Autor von Kabarett, Preisverleihungen und Kurzgeschichten,

Dozent in der Journalistenfortbildung. Ehemaliges Mitglied der Auswahljury

des Berliner Theatertreffens.

4/ DOROTHEA MARCUS

Studium der Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaften in Berlin.

Seit 1999 ist sie freie Kulturjournalistin für Print und Hörfunk in Köln, früher

Freiburg. Sie arbeitet für DLF, taz, WDR, www.nachtkritik.de, Theater der Zeit,

Theater Heute und andere. Seit Januar 2009 ist sie Chefredakteurin der Kölner

Theaterzeitung aKT.

5/ DINA NETZ

geboren 1973 in Essen, aufgewachsen in Dortmund, lebt heute in Köln. Sie hat

Germanistik, Romanistik und Journalistik in Dortmund, Bochum, Brüssel

und Leipzig studiert und war einige Jahre Redakteurin bei WDR3. Heute ist

sie freie Moderatorin und Theater- und Literaturkritikerin für WDR3, WDR5,

Deutschlandfunk und andere.

6/ GINA NICOLINI

Geboren 1988, studiert Anglistik und Philosophie an der Universität zu

Köln. Seit August 2012 ist sie Praktikantin bei der Theaterzeitung aKT.

7/ CHRISTINA-MARIA PURKERT

schreibt seit vielen Jahren über Tanz – vor allem für die Kulturprogramme

des ARD-Hörfunks, aber auch für Tanzzeitschriften wie Ballettanz und Tanzjournal.

Sie war Mitglied in Jurys, unter anderem der Kölner Tanzpreisjury,

und hat bei zahlreichen Tanzfestivals in NRW Publikumsgespräche moderiert

und Werkeinführungen gegeben.

8/ NORBERT RAFFELSIEFEN

Jahrgang 1962, studierte Theater-Film und Fernsehwissenschaft, Geschichte

und Romanistik in Köln. Freier Journalist mit Schwerpunkt Film.

Bearbeitet den Kinoteil der Kölner Illustrierte und von Termine, der Beilage

von Kölner Rundschau und Kölner Stadtanzeiger. Schreibt u.a. für

Blickpunkt: Film und Programmkino.de.

9/ CHRISTIAN RAKOW

ist Redakteur des Theaterfeuilletons im Internet www.nachtkritik.de und

Theaterkritiker für „Theater heute“, die „Berliner Zeitung“ und die „Märkische

Allgemeine Zeitung“.

10/ ROMY WEIMANN

1983 in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) geboren. Studium der vergleichenden

Literaturwissenschaften, Psychologie und Kommunikationsforschung

in Bonn. Arbeit als Regiehospitantin am Kölner Schauspiel und in der Öffentlichkeitsarbeit

der Kölner Philharmonie. Zur Zeit ist sie als freie Redakteurin

eines Kölner Hörbuchverlags beschäftigt.

11/ HENRIETTE WESTPHAL

wurde 1985 in Osnabrück geboren und hat in Siegen Literatur-, Kultur- und

Medienwissenschaften studiert. Dort war sie Chefredakteurin des Campus-

Radios und hat eine wöchentliche Kultursendung moderiert und gestaltet.

Sie ist auch freie Mitarbeiterin der Kölnischen Rundschau. In Köln hat sie

ihren Master in Germanistik gemacht.

12/ HANS-CHRISTOPH ZIMMERMANN

Hans-Christoph Zimmermann hat lange als Dramaturg gearbeitet, seit 2000

schreibt er als freier Journalist für Zeitungen wie die Neue Zürcher Zeitung,

Frandfurter Rundschau, taz, Westdeutsche Zeitung, Die Deutsche Bühne,

Stadtrevue, Choices. Er ist Mitglied im Kölner Theaterbeirats sowie in der

Jury des Kurt-Hackenberg-Preises OptikSchwieren_Anz_68x141:Layout für politisches Theater. 1 22.10.2012 1

Der alte König

in seinem Exil

von Arno Geiger

TERMINE: 14. (Premiere!)

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Fremd ist der

Fremde nur

in der Fremde

Ein Rheinisch-Bayerischer

Abend, mit Musik,

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Ganz oder

gar nicht

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TERMINE: 18.+ 20.2.

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40 FEBRUAR ’13

19 DATIERT

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

DATIERT FEBRUAR

FR 01

THEATER AM DOM

20:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“ von

René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

CASSIOPEIA BÜHNE

15:00 „Das hässliche Entlein“, Musikmärchen mit Großfigurenvon

Claudia Hann nach H. C. Andersen, Regie: Udo Mierke

ARTHEATER

20:00 „My World“, Cyber-Satire, Inszenierung: Malte Wirtz,

siehe Seite 14

ATELIER THEATER

20:30 PREMIERE „Kommt da noch was bei?!“, Kabarett

von Michael Tumbrinck

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit Fußpflege Deluxe

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Das wird teuer!“, Kabarett von Thilo Seibel

CASAMAX THEATER

10:30 „Herr Schmitt und Herr Schmidt“, Regie: Daniel Zambra,

mit Michael Braun und Daniel Zambra, ab 3 Jahren, NUR MIT

VORBESTELLUNG

COMEDIA THEATER

20:00 „Freaks. Eine Abrechnung“, Kabarett vom Kom(m)ödchen

Ensemble (Christian Ehring, Maike Kühl und Heiko Seidel)

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Faustrecht der Freiheit“ von Rainer Werner Fassbinder,

Inszenierung: Ulrich Hub

HÄNNESCHEN THEATER

16:00 Kinderpuppensitzung 2013, Ensembleproduktion,

AUSVERKAUFT

19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe S. 15

HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND TANZ

19:30 „Hänsel und Gretel “, Märchenoper in drei Akten von

Engelbert Humperdinck, Text: Adelheid Wette, Inszenierung:

Prof. Igor Folwill, Musikalische Leitung: Prof. Stephan E. Wehr

HORIZONT THEATER

20:00 „Eine Sommernacht“, Romantisch musikalische Komödie

mit Jutta Dolle und Mike McAlpine, Regie: Ivana Langmajer

Foto: Marcus Bromski

BARNES CROSSING

20:00 PREMIERE „Moodswing“, Tanzfuchs/Barbara Fuchs

Produktion, double-bill-Präsentation mit Soundinstallation „fadofade

(Jörg Ritzenhoff), erster Teil der Trilogie „Ge-Fühl-Los”

„Moodswing“, zu Deutsch Stimmungsschwankung, untersucht

das Verhältnis von Körper, Klang und Affekten. Im Mittelpunkt

stehen die vier „Basisaffekte“ Freude, Wut, Trauer und Angst.

Losgelöst vom Alltag wird jeder einzelne analysiert und schließlich

radikal überzeichnet. Unterstrichen werden die Emotionen

von „fadofade“, einer Sound-Installation über Traurigkeit, Melancholie

und Erinnerung, entstanden während des Tryangle-Labors

im September 2012 in Portugal. Barbara Fuchs inszenierte

zuletzt das Kinderstück „Mampf!”.

Weitere Termine: Barnes Crossing 02., 03.

KABARETT A-Z

19:30 „Der 133jährige Säugling & andere satirische Katastrophen“,

Geschichten des Satirikers Hermann Harry Schmitz,

vorgetragen von Frank Meyer

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Rock’n’Read“, Leseshow mit Dagmar Schönleber

und Ensemble, Februarausgabe

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Der kleine Lord“, Produktion: Kölner Künstler Theater,

ab 4 Jahren

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

MITTELBLOND KULTURKNEIPE

20:00 „Elvira auf Gran Canaria“, 3-D Bühnenlesung mit

Marcos Schlüter und Christian Radke

OPER KÖLN/OPER AM DOM

19:30 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe der Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Die Troerinnen“ von Euripides/Jean-Paul Sartre,

Spielfassung: Karin Beier, Ursula Rühle, siehe Seite 12

SCHAUSPIEL KÖLN/HALLE KALK

19:30 URAUFFÜHRUNG „Oh it’s like home“ von

Sasha Rau, Regie: Christoph Marthaler, Gefördert durch den

„KunstSalon-Autorenpreis für das Schauspiel Köln“ 2012,

siehe Seite 12

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Ohne Sex geht’s auch (nicht)“, Comedy von Marc

Britton

THEATER DER KELLER

20:00 „Floh im Ohr“, Verwirrspiel von Georges Feydeau,

Abschlussproduktion der Schule des Theaters, Regie:

Jan Langenheim

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Von einem der auszog die Revolution zu lernen“,

Hommage an Thomas Sankara von L. Heydrich und H. Kanga,

Insz: Inda Buschmann, siehe Seite 13

THEATER IM HOF

20:00 GASTSPIEL „Möwen haben einen leichten Schlaf“

von Yves Jamiaque, Produktion Theater Rosenblut, Regie:

Perpetua Keller

THEATER TIEFROT

20:30 GASTSPIEL „Humildade“ von der portugisischen

Theatergruppe Teatro Lusotaque, Regie: Ursula de Miranda

Fleming, Text: Walter Solon

SA 02

ARTHEATER

20:00 „My World“, Cyber-Satire, Inszenierung: Malte Wirtz,

siehe Seite 14

ATELIER THEATER

20:30 „Best of Liebling“, Kabarett von Sylvia Brécko

22:00 WirtzHaus: Gratis Comedy mit Fußpflege Deluxe

BARNES CROSSING

20:00 „Moodswing“, Tanzfuchs/Barbara Fuchs Produktion,

double-bill-Präsentation mit Soundinstallation „fadofade

(Jörg Ritzenhoff), erster Teil der Trilogie „Ge-Fühl-Los“

BÜHNE DER KULTUREN

20:00 GASTSPIEL „Nathan der Weise“ von G. E. Lessing,

Produktion: Mobile Bühne Diwan Theater, Regie: Rolf Hector

BÜRGERHAUS KALK

20:00 Improtheater mit den Taubenhauchern nach den Ideen

des Publikums

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Nacktbaden. Gescannt, gespeichert, gelinkt.“,

Musik-Kabarett mit Vanessa Maurischat und Holger Edmaier

CASAMAX THEATER

16:00 „Herr Schmitt und Herr Schmidt“, Regie: Daniel Zambra,

mit Michael Braun und Daniel Zambra, ab 3 Jahren

CASSIOPEIA BÜHNE

16:00 „Das hässliche Entlein“, Musikmärchen mit Großfigurenvon

Claudia Hann nach H. C. Andersen, Regie: Udo Mierke

COMEDIA THEATER

20:00 „Ende der Schonzeit“, Kabarett mit Philip Simon

20:30 „Erfolgreich Scheitern für Fortgeschrittene“, Kabarett

mit Lioba Albus

DIE WOHNGEMEINSCHAFT

15:00 „Die Olchis feiern Geburtstag“, Regie: Andrea Bleikamp

vom wehrli-theater, ab 3 Jahre

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMER THEATER

20:00 „Ab dafür!“, Der satirische Jahresrückblick von

Bernd Gieseking

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Faustrecht der Freiheit“ von Rainer Werner Fassbinder,

Inszenierung: Ulrich Hub

HÄNNESCHEN THEATER

15:00/19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe Seite 15

HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND TANZ

19:30 „Hänsel und Gretel“, Märchenoper in drei Akten von

Engelbert Humperdinck, Text: Adelheid Wette, Inszenierung:

Prof. Igor Folwill, Musikalische Leitung: Prof. Stephan E. Wehr

HORIZONT THEATER

11:00 „Die kleine Eidechse“, Krabbeltheater ab 2 Jahren von

Piro Rempel, Regie: Christos Nicopoulos, mit Fritzi Eichhorn

14:00 „Oh, wie schön ist Panama“, Janosch, Regie: Astrid

Rempel, mit M. Marx, A. Schröder und X. Mdluli, ab 4 J.

16:00 „Meins, meins, meins“ von Inger Edelfeldt, spielerische

Auseinandersetzung über das Selbst und die Anderen, ab 4 J.

20:00 „Der Eunuch von Terenz“, Komödie mit Sunga Weineck

und Aydin Isik, Regie: Christos Nicopoulos

KABARETT A-Z

19:30 „Der 133jährige Säugling & andere satirische Katastrophen“,

Geschichten des Satirikers Hermann Harry Schmitz,

vorgetragen von Frank Meyer

KAMMEROPER KÖLN

20:00 „Eine Nacht in Venedig“, Operette von Johann Strauß,

Musikalische Leitung: Inga Hilsberg, Regie: Christian Poewe

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

16:00 „Der kleine Lord“, Produktion: Kölner Künstler Theater,

ab 4 Jahren

METROPOL THEATER

15:30 „Dornröschen“ nach den Gebrüdern Grimm, mit Mareike

Marx und Manuel Rittich, Regie: Lucia Ginster

20:00 „Link spielt’s dir“, Improtheater

Stefan Thiel, Foto: Klüngelpütz Kabarett Theater

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 PREMIERE „Giftmischer im Rheinauhafen“, Kölnkrimi

im Klüngelpütz, mit Marina Barth und Clamotta

Nach „Blutspur unter fetten Hennen“ und „Der Würger vom

Waidmarkt“ kommt nun der neueste interaktive Impro-Theater-

Krimi. Der brandneue Fall „Giftmischer im Rheinauhafen“ erzählt

die Geschichte vom schönen Carlos, der vergiftet auf dem

Grunde des Yachthafens gefunden wird. Wer ist der Mörder?

Marina Barth und Clamotta gehen mit dem Publikum auf

Gangsterjagd. Alles kann passieren, denn außer den Figuren

und ihrer Vorgeschichte steht vorher nichts fest.

Weitere Termine: Klüngelpütz Kabarett Theater 16., 20.,

21., 23.

MILLOWITSCH THEATER

17:00/20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten

von Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

MITTELBLOND KULTURKNEIPE

20:00 „Elvira auf Gran Canaria“, 3-D Bühnenlesung mit

Marcos Schlüter und Christian Radke

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Die Troerinnen“ von Euripides/Jean-Paul Sartre,

Spielfassung: Karin Beier, Ursula Rühle, siehe Seite 12

SCHAUSPIEL KÖLN/HALLE KALK

19:30 URAUFFÜHRUNG „Oh it’ s like home“ von Sasha

Rau, Regie: Christoph Marthaler, Gefördert durch den

„KunstSalon-Autorenpreis für das Schauspiel Köln“ 2012,

siehe Seite 12

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Eltern – Deutsch/Deutsch – Eltern“, Comedy von

David Leukert

THEATER AM DOM

17:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“ von

René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

THEATER DAS SPIELBRETT

18:00 „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ von

Bertolt Brecht, Regie: Gisela Olroth-Hackenbroch

THEATER DER KELLER

20:00 „Floh im Ohr“, Verwirrspiel von Georges Feydeau,

Abschlussproduktion der Schule des Theaters, Regie:

Jan Langenheim

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Von einem der auszog die Revolution zu lernen“,

Hommage an Thomas Sankara von L. Heydrich und H. Kanga,

Insz: Inda Buschmann, siehe Seite 13

THEATER IM HOF

11:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“, nach den Gebrüdern

Grimm mit Ingo Albrecht, ab 3 Jahren

15:00 „Hänsel und Gretel“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

20:00 GASTSPIEL „Möwen haben einen leichten Schlaf“

von Yves Jamiaque, Produktion Theater Rosenblut, Regie:

Perpetua Keller

SO 03

BARNES CROSSING

20:00 „Moodswing“, Tanzfuchs/Barbara Fuchs Produktion,

double-bill-Präsentation mit Soundinstallation „fadofade“ (Jörg

Ritzenhoff), erster Teil der Trilogie „Ge-Fühl-Los”

BÜHNE DER KULTUREN

11:00 GASTSPIEL „Rumpelstilzchen“, Märchen,

Produktion: Mobile Bühne Diwan Theater, Regie: Rolf Hector

20:00 GASTSPIEL „Nathan der Weise“ von G. E. Lessing,

Produktion: Mobile Bühne Diwan Theater, Regie: Rolf Hector

BÜRGERHAUS KALK

11:00 „Das improvisierte Märchen“, Improtheater mit den

Taubenhauchern, ab 4 Jahren

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

18:00 „Nacktbaden. Gescannt, gespeichert, gelinkt.“, Musik-

Kabarett mit Vanessa Maurischat und Holger Edmaier

CASAMAX THEATER

15:00 „Herr Schmitt und Herr Schmidt“, Regie: Daniel Zambra,

mit Michael Braun und Daniel Zambra, ab 3 Jahren

COMEDIA THEATER

19:30 GASTSPIEL „Witwendramen“, Gastspiel der Amateur-

Theatergruppe Freizeitdiven

DAS KLEINE STAPELHÄUSCHEN

16:00 Goethes „Faust I“, Schauspielsolo von und mit Peter Vogt

DIE WOHNGEMEINSCHAFT

15:00 „Die Olchis feiern Geburtstag“, Regie: Andrea Bleikamp

vom wehrli-theater, ab 3 Jahre

FREIES WERKSTATT THEATER

16:00 „Ein Freund zum Frühstück“, Theaterstück von

Svetlana Fourer, ab 4 Jahren

HÄNNESCHEN THEATER

15:00/19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe Seite 15

HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND TANZ

16:00 „Hänsel und Gretel “, Märchenoper in drei Akten von

Engelbert Humperdinck, Text: Adelheid Wette, Inszenierung:

Prof. Igor Folwill, Musikalische Leitung: Prof. Stephan E. Wehr

HORIZONT THEATER

11:00 URAUFFÜHRUNG „Die Reise in den Vorhang“, Krabbeltheater

ab 2 Jahren von Astrid Rempel, mit Anne Schröder,

musikalisches Konzept: Milan Grajetzki

14:00 „Der Zauberlehrling“ nach Johann Wolfgang v. Goethe,

Regie: Ivana Langmajer, ab 5 Jahren

16:00 „Lotte will Prinzessin sein“ von Doris Dörrie, Regie:

Ivana Langmajer, ab 4 Jahren

18:00 „Oscar Wilde“, Szenische Lesung von H.U. Petersen

20:00 „Liebe Jelena Sergejewna“ von L.Rasumowskaja, Regie:

Christos Nicopoulos, ab 16 Jahren

KAMMEROPER KÖLN

15:00/20:00 „Eine Nacht in Venedig“, Operette von Johann

Strauß, Musikal. Leitung: Inga Hilsberg, Regie: Christian Poewe

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

15:00 „Der kleine Lord“, Produktion: Kölner Künstler Theater,

ab 4 Jahren

METROPOL THEATER

15:30 „Däumelinchen und die Ratte Rabauke“, mit Stephanie

Jost und Jonathan Schäfer, Regie: Thomas Ficker, ab 3 Jahren

15:30 „Rapunzel“ nach den Gebr. Grimm, mit Mareike Marx,

Manuel Rittich, Melanie Wäsch, Regie: Lucia Ginster

MILLOWITSCH THEATER

17:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

MITTELBLOND KULTURKNEIPE

19:00 „Therapie inklusive“, Soloprogramm von Marcos Schlüter

OPER KÖLN/OPER AM DOM

11:00 „Vor der Premiere“, Gespräch mit Birgit Meyer & Georg

Kehren

15:00 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe des Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SCALA THEATER

17:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

18:00 „Die Troerinnen“ von Euripides/Jean-Paul Sartre,

Spielfassung: Karin Beier, Ursula Rühle, siehe Seite 12

Foto: © Bürgerzentrum Chorweiler

BÜRGERZENTRUM CHORWEILER

15:00 Pfannekuchensitzung, Kinder-Karnevals-Show mit Rita

und dem kleinen Schorsch, ab 4 Jahren

Kükendisco, Kölle Cabana, der Samba-Hit zur Session und

die Spagetthi Polonaise bringen den Saal für zwei Stunden

(mit Pause) in Stimmung. Kinder aus dem Publikum klettern

auf die Bühne und werden mit ihren schönen Kostümen

Mitwirkende der Show. Der Saal zuckt zu cooler Technomusik

im Robodance und ultrafiese Drachen tanzen im Rauch der Nebelmaschine.

Wieder dabei sind auch: Das Pfannemariechen,

Pfannekuchenorden und Pfannekuchentuschs, fliegende Instrumentenwechsel,

zusammengeschraubte Kostüme, tiefschürfender

Blödsinn, lustige Sketche und viel Musik von Rita und dem

kleinen Schorsch. Infos unter 0221 221-96330


40 FEBURAR ’13

20 DATIERT

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

SCHAUSPIEL KÖLN/HALLE KALK

19:30 URAUFFÜHRUNG „Oh it’ s like home“ von Sasha

Rau, Regie: Christoph Marthaler, Gefördert durch den

„KunstSalon-Autorenpreis für das Schauspiel Köln“ 2012,

siehe Seite 12

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Springmaus – Janz Jeck“, Impro-Theater zu Karneval

OPER KÖLN/OPER AM DOM

19:30 „Vivat Colonia”, 139. Ausgabe des Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

OPER KÖLN/OPER AM DOM

15:00/19:30 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe des Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft

des Kölner-Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SCALA THEATER

17:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

THEATER AM DOM

17:00/20:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“

von René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

THEATER DAS SPIELBRETT

18:00 „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ von Bertolt

Brecht, Regie: Gisela Olroth-Hackenbroch

THEATER DER KELLER

18:00 „Floh im Ohr“, Verwirrspiel von Georges Feydeau,

Abschlussproduktion der Schule des Theaters, Regie:

Jan Langenheim

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind, Inszenierung:

Alexandre Guini †

THEATER IM HOF

11:00 „Schneewittchen“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 „Pinocchio“, Ingo Albrecht nach Carlo Collodi, ab 3 J.

17:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“, nach den Gebrüdern

Grimm mit Ingo Albrecht, ab 3 Jahren

20:00 GASTSPIEL „Möwen haben einen leichten Schlaf“

von Yves Jamiaque, Produktion Theater Rosenblut, Regie:

Perpetua Keller

THEATER TIEFROT

19:30 GASTSPIEL „Humildade“ von der portugisischen

Theatergruppe Teatro Lusotaque, Regie: Ursula de Miranda

Fleming, Text: Walter Solon

MO 04

ATELIER THEATER

20:30 „Volksbelustigung“, Stand-Up und Lies-Ab mit Andrea Volk

BÜHNE DER KULTUREN

11:00 GASTSPIEL „Rumpelstilzchen“, Märchen,

Produktion: Mobile Bühne Diwan Theater, Regie: Rolf Hector,

Schulvorstellung

CASAMAX THEATER

10:30 „Herr Schmitt und Herr Schmidt“, Regie: Daniel Zambra,

mit Michael Braun und Daniel Zambra, ab 3 Jahren, NUR MIT

VORBESTELLUNG

COMEDIA THEATER

19:30 GASTSPIEL „Witwendramen“, Gastspiel der Amateur-

Theatergruppe Freizeitdiven

HORIZONT THEATER

10:00/20:00 „Die Physiker“, Komödie von Friedrich Dürrenmatt.

Regie: Reinar Ortmann, ab 12 Jahren

OPER KÖLN/KINDEROPER

11:30 „Das kleine Ich-bin-Ich“, mobiles musikalisches

Erzähltheater von Elisabeth Naske, ab 3 Jahren, Buchung

über die Abt. Theater & Schule 0221-221.28295, LETZTE

AUFFÜHRUNG

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Springmaus – Janz Jeck“, Impro-Theater zu Karneval

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, Ein rheinischbayerischer

Abend mit Musik von Karl Valentin, Inszenierung:

Klaus Prangenberg, Musik: Willi Ostermann

THEATER TIEFROT

20:30 GASTSPIEL „Humildade“ von der portugisischen

Theatergruppe Teatro Lusotaque, Regie: Ursula de Miranda

Fleming, Text: Walter Solon

DI 05

Britta Weyers als Marilyn Monroe, Foto: Michael Rogulla

ATELIER THEATER

20:30 „Marilyn – Liebe macht blond“, Musikkabarett von

Britta Weyers

Was ist wohl schöner? Ein Star zu sein oder nur davon zu träumen?

Und wie viel Marilyn Monroe steckt in jedem von uns? In

ihrem neuen Programm „Liebe macht blond“ spricht und singt

Britta Weyers über diese und andere Fragen, die schönsten

Schwächen der Männer (Blondinen bevorzugt) und die besten

Freunde der Frauen (Diamanten), über den ersten Kuss und das

verflixte 7. Jahr, und über die großartige Komödiantin Marilyn

Monroe, die heute 85 Jahre alt wäre. Helmut Wenderoth führt

an diesem glitzernden Abend Regie.

Weitere Termine: Atelier Theater 05.

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMER THEATER

20:00 „Lesen und Lesen lassen“ von Die Ableser (Fischmord,

Reusch, Zingsheim & Schnitzler)

GEDANKENGUT

20:00 „Boing!“, Stand-Up-Comedy-Club, hosted by Manuel Wolff

HORIZONT THEATER

11:00/20:00 „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich

Dürrenmatt, Regie: Reinar Ortmann, ab 12 Jahren

OPER KÖLN/OPER AM DOM

19:30 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe des Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Springmaus – Janz Jeck“, Impro-Theater zu Karneval

THEATER AM DOM

20:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“ von

René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

THEATER DER KELLER

20:00 „Floh im Ohr“, Verwirrspiel von Georges Feydeau,

Abschlussproduktion der Schule des Theaters, Regie: Jan

Langenheim

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, Ein rheinischbayerischer

Abend mit Musik von Karl Valentin, Inszenierung:

Klaus Prangenberg, Musik: Willi Ostermann

MI 06

ATELIER THEATER

20:30 „DesORIENTiert“, Integrationskabarett von Meltem Kaptan

22:30 Wirtzhaus: Gratis-Comedy mit Hildegart Scholten

HÄNNESCHEN THEATER

16:00 Kinderpuppensitzung 2013, Ensembleproduktion,

AUSVERKAUFT

19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe Seite 15

HORIZONT THEATER

20:00 „Publikumsbeschimpfung“, WortLustSpiel von Peter

Handke, Regie: Volker Hein

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

OPER KÖLN/OPER AM DOM

19:30 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe der Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Springmaus – Janz Jeck“, Impro-Theater zu Karneval

FR 08

ARTCLUB

20:30 „MFC – Meine Fresse Club“, Polit-Musik Kabarett mit

Walter Stehling und dem MFC-Ensemble

ATELIER THEATER

20:30 „Im Zweifel mehr Glitter“, Chanson-Abend von Cassy

Carrington & ihrem Herrn Cosler

22:00 Wirtzhaus: Gratis Comedy mit Manuel Wolff

HÄNNESCHEN THEATER

16:00 Kinderpuppensitzung 2013, Ensembleproduktion,

AUSVERKAUFT

19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe Seite 15

HORIZONT THEATER

20:00 „Theater Hörizöntale“, Kurzweilige Komödie über deutsche

Gastarbeiter in der Türkei von Aydin Isik

METROPOL THEATER

15:30 „Die Heinzelmännchen“, Kanevalstück für Kinder mit

anschl. Kostümparty

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

MITTELBLOND KULTURKNEIPE

20:00 „Mit 80 Tunten um die Welt“, Comedy mit Marcos Schlüter,

Arne Hoffman und Michael Mühl

OPER KÖLN/OPER AM DOM

19:30 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe des Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Männer“, Ein Fußballliederabend von Franz Wittenbrink,

am Piano: Andreas Hirschmann, Musikalische Leitung: Karl

Lothar Peters

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Karneval im Salon“, Musikkabarett von Die Extra-

Vaganten

THEATER AM DOM

20:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“ von

René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

SA 09

HÄNNESCHEN THEATER

15:00/19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe Seite 15

HORIZONT THEATER

20:00 „Lysistrata“ von Aristophanes, Regie: Ensemble Nicopoulos,

mit Georg B. Lenzen

METROPOL THEATER

15:30 „Die Heinzelmännchen“, Karnevalsstück für Kinder mit

anschl. Kostümparty

MILLOWITSCH THEATER

17:00/20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten

von Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

MITTELBLOND KULTURKNEIPE

20:00 „Mit 80 Tunten um die Welt“, Comedy mit

Marcos Schlüter, Arne Hoffman und Michael Mühl

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Treu sein, das liegt mir nicht!“, Bühnenshow von

Mondieu Operettenassekuranz

THEATER IM HOF

11:00 „Schneewittchen“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“, nach den Gebrüdern

Grimm mit Ingo Albrecht, ab 3 Jahren

MO 11

METROPOL THEATER

15:30 „Die Heinzelmännchen“, Karnevalsstück für Kinder mit

anschl. Kostümparty

THEATER IM HOF

11:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“, nach den Gebrüdern

Grimm mit Ingo Albrecht, ab 3 Jahren

15:00 „Schneewittchen“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

DI 12

GEDANKENGUT

20:00 „Boing!“, Stand-Up-Comedy-Club, hosted by Manuel

Wolff

METROPOL THEATER

15:30 „Die Heinzelmännchen“, Kanevalstück für Kinder mit

anschl. Kostümparty

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Dat letzte Hemb, dat hät kein Täsch“, Musikkabarett/

Kabarettistische Nubbelverbrennung von SakkoKolonia

OPER KÖLN/OPER AM DOM

19:30 „Vivat Colonia“, 139. Ausgabe der Divertissementchen

von Cäcilia Wolkenburg (Bühnenspielgemeinschaft des Kölner-

Männer-Gesang-Verein), Regie: Kalle Kubik

MI 13

DIE WOHNGEMEINSCHAFT

20:00 „Ein Abend namens Gudrun“ – Geschichten und Gesang

am Küchentisch mit Anke Fuchs, bekannt aus Poetry Slams

und PoetryBites, Armin Bings, Moderator von „Schöner Lesen –

Texte, Torten, Heißgetränke“, Christian Gottschalk, Cris Revon,

Quichotte und Nico Walser

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Rat Reloaded“, Aschermittwochsausgabe des Polit-

Kabaretts mit Frank Überall, Marina Barth & die Zielgruppe

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Ich weiß es doch auch nicht!“, Special zum politischen

Aschermittwoch mit Wilfried Schmickler

DO 14

THEATER AM DOM

20:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“ von

René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Männer“, Ein Fußballliederabend von Franz Wittenbrink,

am Piano: Andreas Hirschmann, Musikalische Leitung:

Karl Lothar Peters

THEATER DER KELLER

20:00 „Floh im Ohr“, Verwirrspiel von Georges Feydeau,

Abschlussproduktion der Schule des Theaters, Regie:

Jan Langenheim

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Karneval im Salon“, Musikkabarett von Die ExtraVaganten

v.l.n.r. Donna Williams, Rasha Salti, Ye Fu

AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT

19:30 „Salon No. 5: Meet Rasha Salti“, Filmkuratorin und

Autorin, Thema: Spekulative Revisionen der Filmgeschichte:

Anmerkungen einer Kuratorin, Ort: Aula der Kunsthochschule

für Medien, Filzengraben 2, Köln

Im Februar ist in der Akademie der Künste der Welt volles

Haus mit gleich drei Salons. Los geht es mit Salon No. 5 am

05.02. Zu Gast ist Rasha Salti, Filmkuratorin und Autorin aus

Toronto, New York und Paris (Jahrgang 1969). Ihr Thema sind

spekulative Revisionen der Filmgeschichte. Am 20.02 lädt Ye

Fu, chinesisches Schriftsteller und Fellow der Akademie, ein. Es

wird eine Lesung und Diskussion aus seinem Buch „Die Schule

der Grausamkeit“, die Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen

eines Autors im heutigen China gibt. Zum Salon

am 27.02. wird Donna Williams vom Metropolitan Museum of

Modern Art einen Vortrag zum Thema „Die Erschließung neuer

Publikumsgruppen“ halten.

CASSIOPEIA BÜHNE

10:00 „Das hässliche Entlein“, Musikmärchen mit Großfigurenvon

Claudia Hann nach H. C. Andersen, Regie: Udo Mierke

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, Ein rheinischbayerischer

Abend mit Musik von Karl Valentin, Inszenierung:

Klaus Prangenberg, Musik: Willi Ostermann

DO 07

HÄNNESCHEN THEATER

16:00 Kinderpuppensitzung 2013, Ensembleproduktion,

AUSVERKAUFT

19:30 „Heidewitzka: Opera Ahoi!“, Puppensitzung 2013,

Regie: Frauke Kemmerling, AUSVERKAUFT, siehe Seite 15

METROPOL THEATER

15:30 „Die Heinzelmännchen“, Karnevalsstück für Kinder mit

anschl. Kostümparty

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

THEATER AM DOM

17:00/20:00 URAUFFÜHRUNG „Der Kurschattenmann“

von René Heinersdorff, Regie: René Heinersdorff

THEATER IM HOF

15:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“, nach den Gebrüdern

Grimm mit Ingo Albrecht, ab 3 Jahren

SO 10

DAS KLEINE STAPELHÄUSCHEN

16:00 Goethes „Faust I“, Schauspielsolo von und mit

Peter Vogt

METROPOL THEATER

15:30 „Die Heinzelmännchen“, Kanevalstück für Kinder mit

anschl. Kostümparty

MILLOWITSCH THEATER

17:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

Foto: © Almas Azhabayev

ARTHEATER

20:00 PREMIERE „Lawine“, Gastspiel aus Kasachstan,

Kooperation von Theater „Aksaray“ Almaty, Kasachstan,

„Theaterakademie Köln“ und ARTheater, Regie: Bolat Atabajew,

siehe Seite 8

Aus Angst vor einer Lawine sprechen die Einwohner eines

Bergdorfes neun Monate im Jahr nur im Flüsterton. Wer die

Stille verletzt, dem droht der Tod. Doch als die Geburt eines

Babys das Schweigen zerreißt, geschieht nichts. Es hat nie eine

Gefahr gegeben. „Lawine“ ist eine Parabel auf die kasachische

Gesellschaft, die von einer autoritären Herrscherfamilie regiert

und unterdrückt wird. Regie führt Bolat Atabayev, Regimekritiker

und Theatermann aus Kasachstan und Gewinner des Goethe

Preis 2012. Seitdem er Ende 2012 aus politischen Gründen

nicht mehr einreisen konnte, hat er in der Theaterakademie Köln

eine neue Heimat gefunden.

Weitere Termine: ARTheater 14., 21., 27., 28.


40 FEBRUAR ’13

21 DATIERT

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

KUNSTHAUS RHENANIA

20:00 „BLGRD12“, Tanz-Performance/Montage von 687performance,

Regie/Choreografie: André Jolles

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

16:00 „Die Müllmaus“ von Alma Jongerius, Regie: Mareike

Marx, mit Kerstin Kramer/Fritzi Eichhorn, ab 3 Jahren

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer, eine

verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:00 „Die Ratten“, Tragikomödie von Gerhard Hauptmann,

Regie: Karin Henkel

Foto: © MEYER ORIGINALS

BARNES CROSSING

20:00 PREMIERE „Relation“, Regie/Choreografie/Tanz:

Ursula Nill und Marcus Bomski

„Relationen“ von den Choreografen Ursula Nill und Marcus

Bomski befasst sich auf tänzerisch abstrakte Weise mit dem

Thema Beziehungen. Zwei Menschen verhandeln auf der

Bühne über die „perfekte Beziehung“, irgendwo zwischen „sich

gegenseitig Raum lassen“ und symbiotischer Verschmelzung.

Die enge, aber berührungslose Bewegung zwischen zwei

Körpern lotet Zwischenräume zwischen diesen Extremen aus.

Und geht der Frage nach, was geschieht wenn die Grenzen des

Anderen überschritten werden. „Relationen“ war 2012 schon

beim MAD Festival zu sehen.

Weitere Termine: Barnes Crossing 15., 16.

ATELIER THEATER

20:30 „Jung, komm bald wieder“, Comedy von Matthias Jung

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit Petra Pansen

COMEDIA THEATER

20:00 „Bügelfrei in die Umlaufbahn“, Musik-Kabarett von Trude

träumt von Afrika

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Deutlich weniger Tote“ nach einem Text von Falk Richter,

mit Valentin Stroh und René Wedeward, Inszenierung Judith

Kriebel, siehe Seite 12

GLORIA THEATER

20:00 „Caveman“, Valentinstagsspecial mit Guido Fischer

Foto: Regie-Team SEE!

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

19:30 PREMIERE „Das Sausen der Welt“, Eine Raumeroberung

mit PeterLicht und See! (Alexandra Dederichs, S. E.

Struck), Regie: See!

Zwölf Jahre ist PeterLichts Indie-Hit Sonnendeck schon alt,

seitdem ist viel passiert. Nach Inszenierungen in München

oder Berlin ist „Das Sausen der Welt“ ein Heimspiel für den

geheimnisvollen Kölner Musiker, der immer noch jedes Abbild

verweigert. PeterLicht bewegt sich mit seiner Arbeit zwischen

Performance, Schauspiel und Konzert, zwischen Gesellschaftskritik,

Popmusik und Wortspielerei. Regie führt das Kölner

Künstlerduo SEE!, das bereits mehrfach mit PeterLicht zusammen

gearbeitet hat.

Weitere Termine: EXPO 17., 18.

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Blutspur unter fetten Hennen“, Kölnkrimi im Klüngelpütz,

mit Marina Barth und Clamotta

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer, eine

verrückte kölsche Wild-West-Story

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Leben in vollen Zügen“, Kabarett von Anka Zink

Foto: © Rüdiger Pape

THEATER IM BAUTURM

20:00 PREMIERE „Der alte König in seinem Exil“ von Arno

Geiger, Szenische Einrichtung: Rüdiger Pape

„Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger erzählt die

Geschichte seines an Alzheimer erkrankten Vaters. Viele Jahre

begleitet Arno Geiger ihn durch die Krankheit, beschrieb,

wie sich bei ihm Erinnerung und Orientierung auflösten. Und

entdeckt, dass es trotz Demenz in der Person des Vaters noch

alles zu finden gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde.

2011 erschienen und ein großer literarischer Erfolg, wird der

autobiografische Roman nun von Rüdiger Pape erstmals auf die

Bühne gebracht. In der szenisch eingerichteten Lesung agieren

die Schauspielerinnen Christiane Bruhn und Chris Nonnast.

Weitere Termine: Theater im Bauturm 15., 16., 21., 22., 23.

THEATER DER KELLER

20:00 „Nordost“ von Torsten Buchsteiner, Regie: Daniel

Kuschewski

FR 15

ATELIER THEATER

20:30 „Geradeaus im Kreisverkehr“, Kabarett von Eva Eiselt

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit Fußpflege Deluxe

BARNES CROSSING

20:00 „Relation“, Regie/Choreografie/Tanz: Ursula Nill und

Marcus Bomski

BÜHNE DER KULTUREN

20:00 GASTSPIEL „Liliana Volnikow“ vom Theater Pridvornji

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Weltrettung XXL – Ich leg noch heinz drauf“, Comedy

von Der unglaubliche Heinz

CASAMAX THEATER

10:30 „Wie verpackt man eine Ziege“, Geschichten vom

Geschenke schenken, mit Peter Meinecke, Marie-Theresa Lohr,

Regie: Hille Marks, ab 4 Jahren, NUR MIT VORBESTELLUNG

COMEDIA THEATER

20:00 „Offen für alles und nicht ganz dicht“, Kabarett von

Florian Schroeder

DELLBRÜCKER THEATER KLAPPERKASTEN

20:00 „Irre alte Welt“ von James Saunders, Regie: Ilse Monika

Höhn

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMERTHEATER

20:00 „Comedy Mixed Show“, All Stars Comedy mit den Stars

aus Night Wash und dem Quatsch Comedy Club

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Deutlich weniger Tote“ nach einem Text von Falk Richter,

mit Valentin Stroh und René Wedeward, Inszenierung Judith

Kriebel, siehe Seite 12

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Bodenhaltung – Käfighaltung – Buchhaltung“, Kabarett

von Hans Gerzlich

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER AM SACHSENRING

20:00 „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergman, Inszenierung:

Joe Knipp

THEATER DER KELLER

20:00 „Nordost“ von Torsten Buchsteiner, Regie Daniel Kuschewski

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger, Szenische

Einrichtung: Rüdiger Pape

THEATER IM HOF

20:00 „Die Panne“ von F. Dürrenmatt, tih®/ FLYING SCHOOL-

Coproduktion, Regie: Géza Melzcer-Lukász

SA 16

ATELIER THEATER

22:30 „Improvisation mit allen Mitteln“, Improvisationstheater

von Frizzles

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit Fußpflege Deluxe

BARNES CROSSING

20:00 „Relation“, Regie/Choreografie/Tanz: Ursula Nill und

Marcus Bomski

BÜHNE DER KULTUREN

20:00 GASTSPIEL „Von Mutter zu Mutter“, Produktion:

Sam&Co, Regie: Stefanie Miller

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Klassik zum Lachen“, Musik-Comedy von Armin Fischer

CASAMAX THEATER

16:00 „Wie verpackt man eine Ziege“, Geschichten vom

Geschenke schenken, mit Peter Meinecke, Marie-Theresa Lohr,

Regie: Hille Marks, ab 4 Jahren

CASSIOPEIA BÜHNE

16:00 „Das hässliche Entlein“, Musikmärchen mit Großfigurenvon

Claudia Hann nach H. C. Andersen, Regie: Udo Mierke

Foto: © MEYER ORIGINALS

COMEDIA THEATER

18:00 PREMIERE „Hasenland“ von Reihaneh Youzbashi

Dizaji, Regie: Manuel Moser, ab 8 Jahren

Foto: Theater Tiefrot

THEATER TIEFROT

20:30 PREMIERE „Gelandet“ von Miranda Huba, Ein Stück

auf sechs Flughäfen, Regie/Bühne: Volker Lippmann

Drei Frauen begeben sich auf eine psychodelische Science-

Fiction Reise durch ihre Lebensgeschichte und landen dabei

symbolisch auf den Flughäfen der Weltmetropolen. Als

erwachsene Frauen stehen sie vor einem verpfuschten Leben

voller zerbrochener Träume. Reduziert auf ihre Funktion als

Gebärmaschine, geblendet, verführt und allein gelassen, sollen

sie in einem Fortpflanzungszentrum ihre Bestimmung erfüllen,

für fremde Familien Kinder auszutragen. Eine Parabel über

Missbrauch, Entwürdigung und Verstümmelung.

Weitere Termine: Theater Tiefrot 22., 23.

KABARETT A-Z

19:30 „Hirnlos Glücklich“, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank Zollner

KAMMEROPER KÖLN

15:00/17:00 „Peter und der Wolf“, Familienkonzert von S.

Prokofjew

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Giftmischer im Rheinauhafen“, Kölnkrimi im Klüngelpütz,

mit Marina Barth und Clamotta

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

16:00 „Maigers Wirsing“, Regie: Iris Schleuss, mit Georg zum

Kley, Gisela Nohl, ab 5 Jahren

KUNSTHAUS RHENANIA

20:00 „BLGRD12“, Tanz-Performance/Montage von 687performance,

Regie/Choreographie: André Jolles

METROPOL THEATER

15:30 „Der gestiefelte Kater“ frei nach den Gebrüdern Grimm,

mit Jonathan Schäfer, Jesse Albert und Melanie Wäsch, Text

und Regie: Mareike Marx, ab 4 Jahren

20:00 „Lupin, der Meisterdieb“ nach Maurice Leblanc, Regie:

Mareike Marx

MILLOWITSCH THEATER

17:00/20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer, eine

verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:00 „Die Ratten“, Tragikomödie von Gerhard Hauptmann,

Regie: Karin Henkel

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Bodenhaltung – Käfighaltung – Buchhaltung“, Kabarett

von Hans Gerzlich

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER AM SACHSENRING

20:00 „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergman, Inszenierung:

Joe Knipp

THEATER DER KELLER

20:00 „Nordost“ von Torsten Buchsteiner, Regie: Daniel

Kuschewski

Foto: Theater am Dom

THEATER AM DOM

20:00 PREMIERE „Der dressierte Mann“, Komödie von

John von Düffel nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie:

René Heinersdorff. Mit Karin Dor, Marianne Rogée, Caroline

Kiesewetter, Stephan Schleberger

Wie steht es um Gleichberechtigung, Respekt und Emanzipation,

wenn in einer Beziehung die Frau plötzlich das Zehnfache

dessen verdient, was der Mann nach Hause bringt? Einst waren

sie auf Augenhöhe, doch jetzt hängt bei Helen und Sebastian

der Haussegen schief. Als sich dann auch noch Mutter

und Schwiegermutter einmischen, ist das Chaos komplett.

Vollwertiger Partner oder doch nur dressierter Mann, wie kann

sich Sebastian positionieren? Ein harter Kampf zwischen den

Geschlechtern beginnt.

Weitere Termine: Theater am Dom immer Dienstag bis Sonntag

Foto: Aydin Isik

HORIZONT THEATER

20:00 PREMIERE „Bernarda Albas Haus“ von Frederico

García Lorca, Regie: Christos Nicopoulos

Ein spanisches Dorf in der Vorkriegszeit. Bernarda Alba hat

soeben ihren Ehemann zu Grabe getragen und verhängt nun

eine achtjährige Trauerzeit. Weder sie noch ihre fünf Töchter

dürfen das Haus verlassen. Doch die Töchter widersetzten sich,

jede auf ihre Weise. Was eigentlich Sicherheit bieten soll, wird

zum Gefängnis. Ein Drama um Unterwerfung und Konventionen

nimmt seinen Lauf. Zwei Monate vor Federico García Lorcas

Tod im Jahre 1936 wurde Bernarda Albas Haus fertiggestellt.

Weitere Termine: Horizont Theater 16., 17., 19.-24., 26.-28.

KABARETT A-Z

19:30 „Nächsten-Hiebe“, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank Zollner

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Der Würger vom Waidmarkt“, Kölnkrimi im Klüngelpütz,

mit Marina Barth und Clamotta

Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erfinden die

Freunde Sara und Ayhan eine eigene Welt. In der ist egal, dass

Saras Eltern entweder weg sind oder sich ständig streiten.

Und in der sich Ayhan nicht für seinen Vater, der kein Deutsch

spricht, schämt. Denn in ihrer Welt sind sie nicht mehr Mädchen

und Junge, Deutsche und Türke, sondern Hasenfreunde im Hasenland.

Die iranische, heute in Berlin lebende Autorin Reihaneh

Youzbashi Dizaji hat mit „Hasenland“ ein Stück entwickelt, das

die Möglichkeit eröffnet, über Integration und Kultur jenseits von

Stereotypen nachzudenken.

Weitere Termine: Comedia Theater 17., 18.

DELLBRÜCKER THEATER KLAPPERKASTEN

19:30 „Irre alte Welt“ von James Saunders, Regie: Ilse Monika

Höhn

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMERTHEATER

20:00 „Comedy Mixed Show“, All Stars Comedy mit den Stars

aus Night Wash und dem Quatsch Comedy Club

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Hate Radio“, Szenische Lesung des Theatertexts von

Milo Rau (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2012)

HORIZONT THEATER

14:00 „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch, Regie: Astrid

Rempel, mit Mareike Marx, Anne Schröder und Xolani Mdluli,

ab 4 Jahren

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger, Szenische

Einrichtung: Rüdiger Pape

THEATER IM HOF

15:00 „Hänsel und Gretel“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

SO 17

BÜHNE DER KULTUREN

20:00 GASTSPIEL „Von Mutter zu Mutter“, Produktion:

Sam&Co, Regie: Stefanie Miller

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

18:00 „Klassik zum Lachen“, Musik-Comedy von Armin Fischer

CASAMAX THEATER

15:00 „Wie verpackt man eine Ziege“, Geschichten vom

Geschenke schenken, mit Peter Meinecke, Marie-Theresa Lohr,

Regie: Hille Marks, ab 4 Jahren

CASSIOPEIA BÜHNE

15:00 „Das hässliche Entlein“, Musikmärchen mit Großfigurenvon

Claudia Hann nach H. C. Andersen, Regie: Udo Mierke


40 FEBURAR ’13

22 DATIERT

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

15:00 „Die Ratten“, Tragikomödie von Gerhard Hauptmann,

Regie: Karin Henkel

THEATER TIEFROT

20:30 „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller, Regie/Bühne:

Volker Lippmann

GLORIA THEATER

20:00 „Apfelstrudel trifft Baklava“, Deutsch-Türkische Comedyund

Kulturnacht in deutscher Sprache mit Özgür Cebe

Olesya Golovneva (Anna Bolena), Foto: Kerstin Kühne

OPER KÖLN/PALLADIUM

18:00 PREMIERE „Anna Bolena“, Tragedia lirica in 2 Akten,

Libretto: Felice Roman, Inszenierung Tobias Hoheisel & Imogen

Kogge, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Enrico VIII will seine Gattin Anna Bolena für ihre Hofdame

Giovanna Seymour verlassen. Doch Giovanna will mehr als

eine heimliche Liebschaft, sie fordert eine offizielle Hochzeit als

Liebesbeweis. Durch eine Intrige gerät Anna unverschuldet in

eine verfängliche Situation und wird zum Tode verurteilt. Die

Inszenierung von Tobias Hoheisel und Imogen Kogge bringt mit

Olesya Golovneva (Anna) und Regina Richter (Giovanna) zwei

Sängerinnen auf die Bühne, die beide in den letzten Jahren an

der Kölner Oper große Erfolge feiern konnten. Imogen Kogge

ist nicht nur Opernregisseurin, sondern auch eine bekannte

Schauspielerin am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Weitere Termine: Palladium 22., 24., 28.

COMEDIA THEATER

15:00 „Hasenland“ von Reihaneh Youzbashi Dizaji, Regie:

Manuel Moser, ab 8 Jahren

DAS KLEINE STAPELHÄUSCHEN

16:00 Goethes „Faust I“, Schauspielsolo von und mit Peter Vogt

DELLBRÜCKER THEATER KLAPPERKASTEN

18:00 „Irre alte Welt“ von James Saunders, Regie: Ilse Monika

Höhn

FREIES WERKSTATT THEATER

14:00 „Ein Freund zum Frühstück“, Theaterstück von Svetlana

Fourer, ab 4 Jahren

18:00 „Vun kleine Lück und andere Minsche“, Musikalische

Stadtgeschichten III mit Günter Schwanenberg

GLORIA THEATER

19:30 „Fang den Mörder“, Kriminacht für Kombinierer mit

Ralph Morgenstern

HORIZONT THEATER

11:00 „Die kleine Eidechse“, Krabbeltheater ab 2 Jahren von

Piro Rempel, Regie: Christos Nicopoulos, mit Fritzi Eichhorn

14:00 „Das hässliche Entlein“ nach Hans Christian Andersen

von Mareike Marx und Ensemble, Regie: Aydin Isik, ab 4 Jahren

16:00/19:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García

Lorca, Regie: Christos Nicopoulos

KAMMEROPER KÖLN

11:30/15:00 „Peter und der Wolf“, Familienkonzert von S.

Prokofjew

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

15:00 „Maigers Wirsing“, Regie: Iris Schleuss, mit Georg zum

Kley, Gisela Nohl, ab 5 Jahren

METROPOL THEATER

11:00 „Däumelinchen und die Ratte Rabauke“, mit Stephanie

Jost und Jonathan Schäfer, Regie: Thomas Ficker, ab 3 Jahren

15:30 „Rapunzel“ nach den Gebr. Grimm, mit Mareike Marx,

Manuel Rittich, Melanie Wäsch, Regie: Lucia Ginster

20:00 „Lupin, der Meisterdieb“ nach Maurice Leblanc,

Regie: Mareike Marx

MILLOWITSCH THEATER

17:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCALA THEATER

17:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer, eine

verrückte kölsche Wild-West-Story

Foto: Frank Domahs

THEATER MONTEURE/BÜRGERHAUS

STOLLWERCK

15:00 „Schwarz auf Weiß“, Theater-Spiel übers Fabulieren,

von und mit Karoline von Lüdinghausen und Joachim von der

Heiden, von 5 bis 10 Jahren

Schwarz auf Weiß ist ein Stück übers Fabulieren, das kunstvolle

Schreiben von Texte oder Fabeln und eine Reise in die aufregende

Welt der Bücher. Karoline von Lüdinghausen und Joachim

von der Heiden lassen Figuren, Bilder und Episoden, die

normalerweise zwischen zwei Buchdeckeln gefangen sind, für

einen Moment frei und somit Wirklichkeit werden. Sie erleben

Verrücktes und Verrätseltes, Erträumtes und Erlesenes, Spaßiges

und Spannendes. Ein Plädoyer dafür, sich in Geschichten

zu verlieben, zu verlieren und wiederzufinden.

Weitere Termine: Bürgerhaus Stollwerck 19., 20.

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

20:00 „Das Sausen der Welt“, Eine Raumeroberung mit Peter-

Licht und See! (Alexandra Dederichs, S. E. Struck), Regie: See!

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Zärtlichkeiten mit Freunden vs. Lobsang Be“, Kabarett-

Bundesliga von Stefan Schramm und Christoph Walthe

THEATER AM DOM

17:00/20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John

von Düffel nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René

Heinersdorff

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Love Letters“ von A. R. Gurney, Inszenierung: Martin

Jürgens

THEATER IM HOF

11:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“, nach den Gebrüdern

Grimm mit Ingo Albrecht, ab 3 J.

15:00 „Schneewittchen“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

17:00 „Pinocchio“, Ingo Albrecht nach Carlo Collodi, ab 3 J.

MO 18

ARTHEATER

20:00 „Kunst gegen Bares“, offene Bühne Show mit Gert Buurmann

und Hildegart Scholten. Jeder kann mitmachen, bezahlt

wird, was es wert ist.

ATELIER THEATER

20:30 „Altern ist nichts für Feiglinge“, Gesellschaftskabarett von

Monika Blankenberg

CASAMAX THEATER

10:30 „Wie verpackt man eine Ziege“, Geschichten vom

Geschenke schenken, mit Peter Meinecke, Marie-Theresa Lohr,

Regie: Hille Marks, ab 4 Jahren, NUR MIT VORBESTELLUNG

COMEDIA THEATER

10:30 „Hasenland“ von Reihaneh Youzbashi Dizaji, Regie:

Manuel Moser, ab 8 Jahren

HORIZONT THEATER

10:00 „Die Physiker“, Komödie von Friedrich Dürrenmatt,

Regie: Reinar Ortmann, ab 12 Jahren

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Maigers Wirsing“, Regie: Iris Schleuss, mit Georg zum

Kley, Gisela Nohl, ab 5 Jahren

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

19:30 „Das Sausen der Welt“, Eine Raumeroberung mit Peter-

Licht und See! (Alexandra Dederichs, S. E. Struck), Regie: See!

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Kinsky legt los“, Kabarett von Margie Kinsky

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Ladies Night“ von Stephen Sinclair und Anthony Mc-

Carten, Inszenierung: Joby Joppen

THEATER TIEFROT

20:30 „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller, Regie/Bühne:

Volker Lippmann

DI 19

ATELIER THEATER

20:30 „Marilyn – Liebe macht blond“, Musikkabarett von

Britta Weyers

CASSIOPEIA BÜHNE

10:00 „Das hässliche Entlein“, Musikmärchen mit Großfiguren

von Claudia Hann nach H. C. Andersen, Regie: Udo Mierke

COMEDIA THEATER

10:30/16:00 „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner, Regie:

Frank Hörner, ab 6 Jahren, Gewinner des Kölner Kinder- und

Jugendtheaterpreis 2012

GEDANKENGUT

20:00 „Boing!“, Stand-Up-Comedy-Club, hosted by Manuel

Wolff

HORIZONT THEATER

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Tuk, der Sandzwerg oder: Wie viel Zeit hat die Zeit?“

Figurentheater von Sack un’ Pack, Regie: Mecki Claus, ab 4 J.,

siehe Seite 16

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Männer“, Ein Fußballliederabend von Franz Wittenbrink,

am Piano: Andreas Hirschmann, Musikalische Leitung: Karl

Lothar Peters

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Ich dagegen bin dafür“, Kabarett von Johannes Kirchberg

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER DER KELLER

18:00 „Die Ängstlichen und die Brutalen“, Kammerspiel von

Nis-Momme Stockmann, Regie: Regie: Torge Kübler

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Ladies Night“ von Stephen Sinclair und Anthony Mc-

Carten, Inszenierung: Joby Joppen

THEATER MONTEURE/BÜRGERHAUS

STOLLWERCK

10:30 „Schwarz auf Weiß“, Theater-Spiel übers Fabulieren,

von und mit Karoline von Lüdinghausen und Joachim von der

Heiden, von 5 bis 10 Jahren

MI 20

AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT

19:30 „Salon No. 6: Meet Ye Fu“, Schriftsteller und Fellow der

Akademie, Thema: Die Schule der Grausamkeit, Ort: Im Mediapark

6, KOMED, Raum 2-3, Köln

ARTHEATER

20:00 „Suck!“, Der neue Stand-up Comedy Club im ARTheater

ATELIER THEATER

20:30 „Sex & Drugs im Reihenhaus“, Music- and Dance-

Comedy von Maria Vollmer

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit Hildegard Scholten

BÜHNE DER KULTUREN

20:00 GASTSPIEL „Qual oder Wahl“, Politisches Comedy-

Kabarett von Aydin Isik, AUSVERKAUFT

COMEDIA THEATER

10:30 „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner, Regie: Frank

Hörner, ab 6 Jahren, Gewinner des Kölner Kinder- und

Jugendtheaterpreis 2012

20:00 „Geldgott//Chor der Empörten“, Inszenierung/Text:

Kostas Papakostopoulos nach Ploutos von Aristophanes,

Deutsch-Griechisches Theater

20:30 „Wer lacht, zeigt Zähne“, Kabarett von René Steinberg

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Orlando“ von Virginia Woolf, Bühnenfassung/Regie:

Diana Anders

HORIZONT THEATER

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Giftmischer im Rheinauhafen“, Kölnkrimi im Klüngelpütz,

mit Marina Barth und Clamotta, AUSVERKAUFT

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Momo Reloaded“ nach Michael Ende, Regie: Georg

zum Kley, mit Svenja Stahlschmidt Evgenia Tarutin, Manuel

Rittich, ab 12 Jahren

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Männer“, Ein Fußballliederabend von Franz Wittenbrink,

am Piano: Andreas Hirschmann, Musikalische Leitung: Karl

Lothar Peters

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Wenn die Konten Trauer tragen“, Kabarett von Gernot

Voltz

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER DER KELLER

18:00 „Die Ängstlichen und die Brutalen“, Kammerspiel von

Nis-Momme Stockmann, Regie: Torge Kübler

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Ladies Night“ von Stephen Sinclair und Anthony Mc-

Carten, Inszenierung: Joby Joppen

THEATER IM HOF

20:00 GASTSPIEL „Philippo – Maria und Tequilla“ mit Philipp

Steimel, Regie: Thilo Matschke

THEATER MONTEURE/BÜRGERHAUS

STOLLWERCK

10:30 „Schwarz auf Weiß“, Theater-Spiel übers Fabulieren,

von und mit Karoline von Lüdinghausen und Joachim von der

Heiden, von 5 bis 10 Jahren

THEATER TIEFROT

20:30 „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller, Regie/Bühne:

Volker Lippmann

DO 21

ARTHEATER

20:00 „Lawine“, Gastspiel aus Kasachstan, Kooperation von

Theater „Aksaray“ Almaty, Kasachstan, Theaterakademie Köln

und ARTheater, Regie: Bolat Atabajew, siehe Seite 8

ATELIER THEATER

20:30 „Erleuchtung für Anfänger“, Karma-Kabarett von Silvia

Doberenz

22:00 Wirtzhaus: The CrazyTorstenShow, Eintritt frei

BÜRGERHAUS KALK

11:00 „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, Mitspieltheater

vom Theater Kauter und Sauter, ab 3 Jahren

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Danke, Deutschland“, Kabarett/Comedy von

Serhat Dogan

COMEDIA THEATER

20:00 „Geldgott//Chor der Empörten“, Inszenierung/Text:

Kostas Papakostopoulos nach Ploutos von Aristophanes,

Deutsch-Griechisches Theater

20:30 „Ferien auf Sagrotan“, Kabarett von Ingo Börchers

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMER THEATER

20:00 „Die Post, die Kunst, der Zingsheim & ich“, Lesung mit

Klavier vorne links und Georg Schnitzler & Martin Zingsheim

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Faustrecht der Freiheit“ von Rainer Werner Fassbinder,

Inszenierung: Ulrich Hub

HORIZONT THEATER

11:00 „Das Leben des Galilei“ von Berthold Brecht, Regie:

Christos Nicopoulos, mit Rainer Hannemann, Björn Lukas,

Andreas Kunz, Gregor Röttger

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Giftmischer im Rheinauhafen“, Kölnkrimi im Klüngelpütz,

mit Marina Barth und Clamotta, AUSVERKAUFT

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Zauberklänge“, Regie: Georg zum Kley, mit Aurélie

Thépaut, Elisabeth Fügemann, ab 2 Jahren

METROPOL THEATER

20:00 „Die Kameliendame“ nach A. Dumas, mit Mareike Marx,

Manuel Rittich, Melanie Wäsch, Franziska Marx, Regie: Julian

Baboi

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

19:30 „Foxi, Jussuf, Edeltraud“ von Markus John

20:00 „Die Troerinnen“, Kulissengespräch im Loft der EXPO,

mit dem Germanisten Dr. Hanns-Marcus Müller und der

Dramaturgin Ursula Rühle, Anmeldung über die Melanchthon-

Akademie 0221/ 931 803-0 oder anmeldung@melanchthonakademie.de,

siehe Seite 12

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“, Kabarett von

Thomas Freitag

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER AM SACHSENRING

20:00 „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergman, Inszenierung:

Joe Knipp

THEATER DER KELLER

18:00 „Die Ängstlichen und die Brutalen“, Kammerspiel von

Nis-Momme Stockmann, Regie: Regie: Torge Kübler

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger,

Szenische Einrichtung: Rüdiger Pape

THEATER TIEFROT

20:30 „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller, Regie/Bühne:

Volker Lippmann

FR 22

ATELIER THEATER

20:30 „2 Frauen – 4 Ellbogen“, Gesellschaftskabarett mit

Monika Blankenberg & Rena Schwarz

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit Christoph Tiemann

BÜRGERHAUS KALK

11:00 „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, Mitspieltheater

vom Theater Kauter und Sauter, ab 3 Jahren

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Da bleibt uns nur die Wut“, Kabarett von Till Reiners

CASAMAX THEATER

10:30 „Das Suhemi“, Theaterstück über Freiheit nach einer

Geschichte von Sunna Huygen, Regie: Daniel Zambra, ab 6

Jahren, NUR MIT VORBESTELLUNG

CASSIOPEIA BÜHNE

19:00 WIEDERAUFNAHME „Theater aus Lyrik. Ich habe

die Uhr geputzt“, Inszenierung: Cassiopeia Theater, Köln, Lyrik

von Wilhelmina Heinemann, Spiel: Wilhelmina Heinemann,

Regie: Udo Mierke

© VKKBA/Foto: Weimer

FORUM VOLKSHOCHSCHULE

19:00 „Hin nach Hellas schaue das Volk! Griechenland – Wiege

und Bahre Europas?“, Diskussionsrunde, Kooperation des Deutsch

Griechischen Theaters Köln, des Europe Direct-Informationszentrum

der Region Köln/Bonn und der Volkshochschule Köln

Griechenland ist durch die schwere wirtschaftliche Krise zum

schwierigen Nachbarn geworden. Doch was wissen wir wirklich

über Ursachen und Ausmaß? Hat das Projekt „Europa“ eine

Zukunft und wenn ja, welche? Es diskutieren Kostas Papakostopoulos,

(Theaterregisseur/Leiter des Deutsch Griechischen

Theaters Köln), Petros Markaris, (griechischer Schriftsteller /

Drehbuchautor, Athen), Kai Hensel (Schriftsteller und Drehbuchautor,

Berlin) und Siebo M. H. Janssen (Politikwissenschaftler,

Europaexperte). Moderiert wird die Gesprächsrunde von Helga

Kirchner, der ehemaligen Hörfunk-Chefredakteurin des WDR.

Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33


40 FEBRUAR ’13

23 DATIERT

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

COMEDIA THEATER

20:30 „Alle Zeitfenster auf Kippe“, Kabarett von Fritz Eckenga

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMER THEATER

20:00 „Gitarobatrix“, visual & acoustic Comedy von

Klaus Renzel

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „Faustrecht der Freiheit“ von Rainer Werner Fassbinder,

Inszenierung: Ulrich Hub

HORIZONT THEATER

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

KABARETT A-Z

19:30 „Schamlos Ehrlich“, Gesellschaftskabarett mit

Corinne Walter und Frank Zollner

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

20:00 „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“, Regie: Iris Schleuss, mit

Georg zum Kley, ab 16 Jahren

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Köln (nicht nur) für Anfänger“ mit Marina Barth und

Joachim Jezewski, Kabarettistische Überlebenshilfe für Bewohner

und Besucher, AUSVERKAUFT

METROPOL THEATER

20:00 „Die Kameliendame“ nach A. Dumas, mit Mareike Marx,

Manuel Rittich, Melanie Wäsch, Franziska Marx, Regie:

Julian Baboi

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

OPER KÖLN/PALLADIUM

19:30 „Anna Bolena“, Tragedia lirica in 2 Akten, Libretto:

Felice Roman, Inszenierung Tobias Hoheisel & Imogen Kogge,

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:00 „Der Idiot“ nach Fjodor Dostojewski, Regie: Karin Henkel

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“, Kabarett von Thomas

Freitag

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER AM SACHSENRING

20:00 „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergman, Inszenierung:

Joe Knipp

THEATER DER KELLER

20:00 „Amerika – Der Verschollene“ von Franz Kafka, Regie:

PiaMaria Gehle, Klangkomposition: Julia Klomfaß

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger,

Szenische Einrichtung: Rüdiger Pape

THEATER IM HOF

20:00 „Apfelvendetta“ von Kurt Rauscher, tih®/ Gerry-X-

Coproduktion

HORIZONT THEATER

11:00 „Die Müllmaus“ von Alma Jongerius, Regie: Mareike

Marx, mit Kerstin Kramer/Fritzi Eichhorn, ab 3 Jahren

14:00 „Oh, wie schön ist Panama“, Janosch, Regie: Astrid

Rempel, mit Mareike Marx, Anne Schröder und Xolani Mdluli,

ab 4 Jahren

16:00 „Meins, meins, meins“ von Inger Edelfeldt, spielerische

Auseinandersetzung über das Selbst und die Anderen, ab 4 J.

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie:Christos Nicopoulos

KABARETT A-Z

19:30 „Nächsten-Hiebe“, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank Zollner

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Giftmischer im Rheinauhafen“, Kölnkrimi im Klüngelpütz,

mit Marina Barth und Clamotta

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

16:00 „Fliwatü“, Mischung aus Trickfilm, Schauspiel und Figurentheater,

Regie: Ruth zum Kley, ab 4 Jahren

METROPOL THEATER

15:30 „Dornröschen“ nach den Gebrüdern Grimm, mit Mareike

Marx und Manuel Rittich, Regie: Lucia Ginster

20:00 „Die Kameliendame“ nach A. Dumas, mit Mareike Marx,

Manuel Rittich, Melanie Wäsch, Franziska Marx, Regie: Julian

Baboi

MILLOWITSCH THEATER

17:00/20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von

Barbara und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer, eine

verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:00 „Der Idiot“ nach Fjodor Dostojewski, Regie: Karin Henkel

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Am 8. Tag schuf Gott den Rechtsanwalt – Teil 2: Die

nächste Instanz“, Kabarett von Werner Koczwara

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER AM SACHSENRING

20:00 „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergman, Inszenierung:

Joe Knipp

THEATER DER KELLER

15:00 URAUFFÜHRUNG „Das große Wünschen“, ein

bühnenreifer Wunschzettel von Anja Schöne, Kooperation mit

der Schule des Theaters, ab 6 Jahren

19:00 „Amerika – Der Verschollene“ von Franz Kafka, Regie:

PiaMaria Gehle, Klangkomposition: Julia Klomfaß, AUSVER-

KAUFT

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger, Szenische

Einrichtung: Rüdiger Pape

THEATER IM HOF

15:00 „Pinocchio“, Ingo Albrecht nach Carlo Collodi, ab 3 J.

kleine ganz groß, Foto: Axel Largo

COMEDIA THEATER

18:00 „They might be giants“, Tanzaufführung der Cocoon-

Dance Junior Company Bonn, vorher 11 Uhr Workshop mit

dem Ensemble

They might be giants ist die Bonner Junior Tanz Company

mit Akteuren zwischen 7-16 Jahren. Die Gruppe bietet Heranwachsenden

einen Entwicklungsraum, in dem die Kinder und

Jugendlichen ein Bewusstsein für die eigene Kreativität, Ausdrucksform

und -sprache entwickeln können. Unter Anleitung

eines professionellen Teams können sie eigene Geschichten

und Choreografien entwickeln. Auf der Bühne der Comedia

zeigt die Company nun ihr erstes, soeben im Theater Bonn

uraufgeführtes, abendfüllendes Stück.

Keine weiteren Termine im Februar

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

15:00 „Fliwatü“, Mischung aus Trickfilm, Schauspiel und

Figurentheater, Regie: Ruth zum Kley, ab 4 Jahren

METROPOL THEATER

20:00 „Die Kameliendame“ nach A. Dumas, mit M. Marx,

M. Rittich, M. Wäsch, Franziska Marx, Regie: Julian Baboi

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

OPER KÖLN/ALTES PFANDHAUS/KINDEROPER

11:00 „Am Pilz der Zeit“, Profis und Promis lesen vor, diesmal:

Armin Maiwald (bekannt aus der „Sendung mit der Maus”) liest

aus Erich Kästners „Emil und die Detektive”

OPER KÖLN/PALLADIUM

16:00 „Anna Bolena“, Tragedia lirica in 2 Akten, Libretto: Felice

Roman, Inszenierung Tobias Hoheisel & Imogen Kogge, in

italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

SCALA THEATER

17:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer,

eine verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

19:30 URAUFFÜHRUNG „Der Abend aller Tage“ von

Suse Wächter, ein Puppenspiel zum Weltuntergang

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Am 8. Tag schuf Gott den Rechtsanwalt – Teil 2:

Die nächste Instanz“, Kabarett von Werner Koczwara

THEATER AM DOM

17:00/20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John

von Düffel nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie:

René Heinersdorff

THEATER DER KELLER

15:00 URAUFFÜHRUNG „Das große Wünschen“, ein

bühnenreifer Wunschzettel von Anja Schöne, Kooperation mit

der Schule des Theaters, ab 6 Jahren

18:00 „Amerika – Der Verschollene“ von Franz Kafka,

Regie: PiaMaria Gehle, Klangkomposition: Julia Klomfaß

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner unter Mitarbeit

von Sarah Nemitz, Insz: Heinz Simon Keller

THEATER IM HOF

11:00 „Hänsel und Gretel“, Fee Burger nach den Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 „Die Bremer Stadtmusikanten“ nach den Gebrüdern

Grimm, von und mit Ingo Albrecht, ab 3 Jahren

20:00 „Die Panne”, F. Dürrenmatt, Koproduktion tih/Flying

School, Regie: Géza Melczer-Lukács

TPZ

16:00 „Hullabaloo – ein Kind, zwei Sprachen und drei Monster“

von Angelika Pohlert und Imke Pankauke, bilinguales Kindertheaterstück,

ab Grundschulalter, Gewinner des Kölner Kinderund

Jugendtheaterpreises 2011

19:30 „einGÄNGEaus“, Eigene Regiearbeiten mit den Absolventen

der theaterpädagogischen Grundlagenfortbildung TP19,

Regie: Raimund Finke

MO 25

ARTHEATER

20:00 „Kunst gegen Bares“, offene Bühne Show mit Gert Buurmann

und Hildegart Scholten. Jeder Künstler kann mitmachen,

bezahlt wird, was es wert ist.

THEATER TIEFROT

20:30 „Gelandet“ von Miranda Huba, Ein Stück auf sechs

Flughäfen, Regie/Bühne: Volker Lippmann

TPZ

19:30 PREMIERE „einGÄNGEaus“, Eigene Regiearbeiten

mit den Absolventen der theaterpädagogischen Grundlagenfortbildung

TP19, Regie: Raimund Finke

SA 23

ATELIER THEATER

20:30 „Ich bleib‘ dann mal hier“, Preview zum Integrationskabarett

von Senay Duzcu

22:00 WirtzHaus: Gratis-Comedy mit den Zuckerröhren

BÜHNE DER KULTUREN

20:00 „Kathleen Renish – A Lost American in Germany“,

Kabarett

BÜRGERHAUS KALK

15:00 „Schneewittchen und die 7 Zwerge“, getanztes Märchen

von DÄNZical (Turnverein Dellbrück e.V.) in einer modernen

Fassung

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „schlacht.reif“, Das Beste aus 13 Jahren von

Holger Edmaier

CASAMAX THEATER

16:00 „Das Suhemi“, ein Theaterstück über Freiheit nach

einer Geschichte von Sunna Huygen, Regie: Daniel Zambra,

ab 6 Jahren, NUR MIT VORBESTELLUNG

CASSIOPEIA THEATER

16:00 „Der Löwe und die Maus“ nach einer Fabel von Aesop,

Guck mal Figurenteater Krunkel, Regie: Andrea Kilian, ab 3 J.

COMEDIA THEATER

20:00 „Stresstest Deutschland“, Kabarett von Arnulf Rating

20:30 „Revanche“, Kabarett von Thomas Lienenlüke

ERSTES KÖLNER WOHNZIMMERTHEATER

20:00 „Die Welt ist eine Bandscheibe“, Comedy von

John Doyle

FREIES WERKSTATT THEATER

16:00 „Nulli und Priesemut: Wer baut denn hier nen falschen

Schneemann?“ nach dem Kinderbuch von Matthias Sodtke,

mit I. Schleuss und G. Ottemeier. Regie: Gisela Nohl, ab 4 J.

20:00 „Deutlich weniger Tote“ nach einem Text von Falk Richter,

mit Valentin Stroh und René Wedeward, Inszenierung Judith

Kriebel, siehe Seite 12

20:00 „Die Panne“ von F. Dürrenmatt, tih®/ FLYING SCHOOL-

Coproduktion, Regie: Géza Melzcer-Lukász

THEATER TIEFROT

20:30 „Gelandet“ von Miranda Huba, Ein Stück auf sechs

Flughäfen, Regie/Bühne: Volker Lippmann

TPZ

19:30 „einGÄNGEaus“, Eigene Regiearbeiten mit den Absolventen

der theaterpädagogischen Grundlagenfortbildung TP19,

Regie: Raimund Finke

SO 24

BÜRGERHAUS KALK

15:00 „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, Mitspieltheater

vom Theater Kauter und Sauter, ab 3 Jahren

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

18:00 „schlacht.reif“, Das Beste aus 13 Jahren von Holger

Edmaier

CASAMAX THEATER

18:00 „Stille Nacht. Ein Kriegsspiel“, Theaterstück über Gewalt

in unserem Alltag, die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit,

Akzeptanz und Identität

CASSIOPEIA THEATER

15:00 „Der Löwe und die Maus“ nach einer Fabel von Aesop,

Guck mal Figurenteater Krunkel, Regie: Andrea Kilian, ab 3 J.

COMEDIA THEATER

15:00/17:00 „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner, Regie:

Frank Hörner, ab 6 Jahren, Gewinner des Kölner Kinder- und

Jugendtheaterpreis 2012

DAS KLEINE STAPELHÄUSCHEN

16:00 Goethes „Faust I“, Schauspielsolo von und mit Peter

Vogt

FREIES WERKSTATT THEATER

14:00/16:00 „Nulli und Priesemut: Wer baut denn hier ‘nen

falschen Schneemann?“ nach dem Kinderbuch von Matthias

Sodtke, mit Iris Schleuss und Günter Ottemeier, Regie: Gisela

Noh, ab 4 Jahren

20:00 „Deutlich weniger Tote“ nach einem Text von Falk Richter,

mit Valentin Stroh und René Wedeward, Inszenierung Judith

Kriebel, siehe Seite 12

HORIZONT THEATER

11:00 „Die kleine Eidechse“, Krabbeltheater ab 2 Jahren von

Piro Rempel, Regie: Christos Nicopoulos, mit Fritzi Eichhorn

16:00/19:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García

Lorca, Regie:Christos Nicopoulos


40 FEBURAR ’13

24 DATIERT

PREMIEREN UND TAGESTIPPS KINDER- UND JUGENDTHEATER TANZTHEATER/-PERFORMANCE

ATELIER THEATER

20:30 „Volksbelustigung“, Stand-Up und Lies-Ab von Andrea Volk

CASAMAX THEATER

18:00 „Stille Nacht. Ein Kriegsspiel“, Theaterstück über Gewalt

in unserem Alltag, NUR MIT VORBESTELLUNG

COMEDIA THEATER

10:30 „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner, Regie:

Frank Hörner, ab 6 Jahren, Gewinner des Kölner Kinderund

Jugendtheaterpreis 2012

HORIZONT THEATER

10:00/20:00 „Die Physiker“, Komödie von Friedrich Dürrenmatt.

Regie: Reinar Ortmann, ab 12 Jahren

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

19:30 URAUFFÜHRUNG „Der Abend aller Tage“ von

Suse Wächter, ein Puppenspiel zum Weltuntergang

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner unter

Mitarbeit von Sarah Nemitz, Insz: Heinz Simon Keller

THEATER TIEFROT

20:30 „Iphigenie auf Tauris” von Johann Wolfgang von Goethe,

Regie: Volker Lippmann

DI 26

ATELIER THEATER

20:30 „Hier stehen wir und können nichts anderes“, Kabarett

vom AoK-Kabarett

CASSIOPEIA THEATER

10:00 „Der Löwe und die Maus“ nach einer Fabel von Aesop,

Guck mal Figurenteater Krunkel, Regie: Andrea Kilian, ab 3 J.

FREIES WERKSTATT THEATER

19:00 „Vom Leben“ vom FWT Altentheaterensemble,

Inszenierung: Ingrid Berzau

GEDANKENGUT

20:00 „Boing!“, Stand-Up-Comedy-Club, hosted by Manuel Wolff

GLORIA THEATER

20:00 „Lach kaputt was Dich kaputt macht“ von Rebellcomedy

HORIZONT THEATER

11:00 „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt,

Regie: Reinar Ortmann, ab 12 Jahren

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Fliwatü“, Mischung aus Trickfilm, Schauspiel und

Figurentheater, Regie: Ruth zum Kley, ab 4 Jahren

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Die Ratten“, Tragikomödie von Gerhard Hauptmann,

Regie: Karin Henkel

STUDIOBÜHNEKÖLN

20:00 „Amnesie National – Theatrale Traumaforschung“,

Koproduktion von c.t.201 und studiobühneköln, mit Dorothea

Förtsch, Konzept und Inszenierung: Tim Mrosek

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner unter Mitarbeit

von Sarah Nemitz, Insz: Heinz Simon Keller

THEATER TIEFROT

20:30 „Iphigenie auf Tauris“ von Johann Wolfgang von Goethe,

Regie: Volker Lippmann

MI 27

AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT

19:30 „Salon No. 7: Meet Donna Williams“, Leiterin Audience

Development im Metropolitan Museum of Modern Art (New

York), Theam: Die Erschliessung neuer Publikumsgruppen

ARTHEATER

20:00 „Lawine“, Gastspiel aus Kasachstan, Kooperation von

Theater „Aksaray“ Almaty, Kasachstan, „Theaterakademie Köln“

und ARTheater, Regie: Bolat Atabajew, siehe Seite 8

ATELIER THEATER

20:30 „Grottenehrlich“, Moment-Kabarett von H. Scholten

22:00 Wirtzhaus: Gratis-Comedy mit Cassy Carrington

BÜRGERHAUS KALK

09:30 „My Cousin Charles“, Englisch-sprachiges Theater vom

White Horse Theatre, geeignet ab der 7. Klasse, ANMELDUNG

ERFORDERLICH

11:30 „Two Gentleman“, Englisch-sprachiges Theater vom

White Horse Theatre, geeignet ab der 9. Klasse, ANMELDUNG

ERFORDERLICH

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 „Talk in der Zauberküche“, Magisch-Vegetarische Kochshow

mit Astrid Gloria und einem geheimnisvollen Gast

FREIES WERKSTATT THEATER

15:00 „Vom Leben“ vom FWT Altentheaterensemble, Inszenierung:

Ingrid Berzau

HORIZONT THEATER

11:00 „Das Leben des Galilei“ von Berthold Brecht, Regie: C.

Nicopoulos, mit R. Hannemann, B. Lukas, A. Kunz, G. Röttger

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“ Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 1

19:30 „Die Ratten“, Tragikomödie von Gerhard Hauptmann,

Regie: Karin Henkel

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Weltanschauung – chronisch aktuell“, Politisches Kabarett

von Volkmar Staub

STUDIOBÜHNEKÖLN

20:00 „Amnesie National – Theatrale Traumaforschung“,

Koproduktion von c.t.201 und studiobühneköln, mit Dorothea

Förtsch, Konzept und Inszenierung: Tim Mrosek

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner unter Mitarbeit

von Sarah Nemitz, Insz: Heinz Simon Keller

THEATER TIEFROT

20:30 „Iphigenie auf Tauris” von Johann Wolfgang von Goethe,

Regie: Volker Lippmann

DO 28

ARTHEATER

20:00 „Lawine“, Gastspiel aus Kasachstan, Kooperation von

Theater „Aksaray“ Almaty, Kasachstan, „Theaterakademie Köln“

und ARTheater, Regie: Bolat Atabajew, siehe Seite 8

ATELIER THEATER

20:30 „i,Kruttke – ich kam sah und singte“, Musikkabarett von

Kristina Kruttke

22:00 Wirtzhaus: The CrazyTorstenShow, Eintritt frei

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

20:00 Carmela De Feo ist La Signora, „Die Schwarze Witwe

der Volksbelustigung“, Comedy

CASSIOPEIA BÜHNE

19:00 WIEDERAUFNAHME „Theater aus Lyrik. Ich habe

die Uhr geputzt“, Inszenierung: Cassiopeia Bühne, Lyrik von

W. Heinemann, Spiel: W. Heinemann, Regie: Udo Mierke

COMEDIA THEATER

11:00/18:00 „Dunkles Land“, Postapokalytischer Thriller von

Holger Schober, Regie Christopher Haninger, ab 14 Jahren

20:00 „Jagdlust“, Musik-Kabarett von den Kernölamazonen

Foto: © MEYERS ORIGINALS

FREIES WERKSTATT THEATER

20:00 „WEGSCHLIEßEN – UND ZWAR FÜR IMMER“ Ein

kritischer Kontrollgang von Inken Kautter und Nico Dietrich,

mit P. Kalkutschke, R. Schlager, K. Waldau und O. Zhukov

Tagestipp: Betreten Sie durch die Türen des FWT die Sicherungsverwahrung

deutscher Gefängnisse und forensicher

Kliniken. Immer mehr Menschen werden lebenslang inhaftiert.

Muss man die Gesellschaft vor sich selbst schützen und was

macht das vermeintliche Sicherheitsversprechen von Politikern,

Ärzten und Richtern mit uns? Regisseur Nico Dietrich hat für

das Projekt in forensischen Kliniken und in der Sicherungsverwahrung

gearbeitet sowie mit Intendantin/Dramaturgin Inken

Kautter Betroffene interviewt.

METROPOL THEATER

20:00 „Lupin, der Meisterdieb“ nach Maurice Leblanc, Regie:

Mareike Marx

MILLOWITSCH THEATER

20:00 „Tanzmariechen XXL“, Schwank in zwei Akten von Barbara

und Peter Millowitsch, Regie: Peter Millowitsch

OPER KÖLN/PALLADIUM

19:30 „Anna Bolena“, Tragedia lirica in 2 Akten, Libretto: Felice

Roman, Inszenierung Tobias Hoheisel & Imogen Kogge, in

italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

SCALA THEATER

19:30 „Puddelrüh durch die Prärie“ von Walter Bockmayer, eine

verrückte kölsche Wild-West-Story

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO 2

19:30 „Die Glasmenagerie“ von Tennessee Williams, Inszenierung:

Sebastian Kreyer

SENFTÖPFCHEN

20:15 „Spiel mir das Lied vom Glück!“, Musikkabarett von

Alexandra Gauger

FREIES WERKSTATT THEATER

15:00 „Vom Leben“ vom FWT Altentheaterensemble, Inszenierung:

Ingrid Berzau

GLORIA THEATER

20:00 „Es kommt anders, wenn man denkt!“, Comedy mit

David Werker, Gewinner des Deutschen Comedypreises

(„Bester Newcomer 2012”)

STUDIOBÜHNEKÖLN

20:00 „Amnesie National – Theatrale Traumaforschung“,

Koproduktion von c.t.201 und studiobühneköln, mit Dorothea

Förtsch, Konzept und Inszenierung: Tim Mrosek

THEATER AM DOM

20:00 „Der dressierte Mann“, Komödie von John von Düffel

nach dem Bestseller von Esther Vilar, Regie: René Heinersdorff

HORIZONT THEATER

20:00 „Bernarda Albas Haus“ von Frederico García Lorca,

Regie: Christos Nicopoulos

THEATER AM SACHSENRING

20:00 „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergman, Inszenierung:

Joe Knipp

KLÜNGELPÜTZ KABARETT THEATER

20:30 „Rock’n’Read“, Leseshow mit Dagmar Schönleber und

Ensemble, Märzausgabe

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

10:00 „Tuk, der Sandzwerg oder: Wie viel Zeit hat die Zeit?“

Figurentheater von Sack un’ Pack, Regie: Mecki Claus, ab

4 Jahren, siehe Seite 16

THEATER IM BAUTURM

20:00 „Der goldene Drache“ von Roland Schimmelpfennig,

Inszenierung: Rüdiger Pape, aKT-Inszenierung des Monats

Mai 2012

THEATER TIEFROT

20:30 „Iphigenie auf Tauris“ von Johann Wolfgang von Goethe,

Regie: Volker Lippmann

THEATER

ARTCLUB

Melchiorstraße 14

50670 Köln 0179 120 02 48

ARTHEATER

Ehrenfeldgürtel 27

50825 Köln 0221 550 33 44

ATELIER THEATER

Roonstr. 78

50674 Köln 0221 24 24 85

BARNES CROSSING IN

DER WACHSFABRIK

Industriestraße 170

50999 Köln 02236 96 35 88

BÜHNE DER KULTUREN

Platenstr. 32

50825 Köln 0221 955 95

BÜRGERHAUS KALK

Kalk-Mülheimer-Str. 58

51103 Köln 0221 987 60 20

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

Dreikönigenstr. 23

50678 Köln 0221 991 10 80

CASAMAX THEATER

Berrenrather Str. 177

50937 Köln 0221 44 76 61

CASSIOPEIA BÜHNE

Bergisch Gladbacher Str. 499-501

51067 Köln 0221 937 8 787

COMEDIA THEATER KÖLN

Vondelstr. 4-8

50677 Köln 0221 888 77 222

DAS KLEINE STAPELHÄUSCHEN

Fischmarkt 1-3

50667 Köln-Altstadt 0221 27 27 777

DELLBRÜCKER THEATER

KLAPPERKASTEN

Bürgertreff 1006

Bergisch Gladbacher Straße 1006

51069 Köln

DIE WOHNGEMEINSCHAFT

Richard-Wagner-Str. 39

50674 Köln 0221 27 16 23 78

ERSTES KÖLNER

WOHNZIMMERTHEATER

Probsteigasse 21

50670 Köln 0221 13 00 707

FREIES WERKSTATT THEATER

Zugweg 10

50677 Köln 0221 32 78 17

GEDANKENGUT

Roonstraße 88

50674 Köln 0221 27 16 29 77

GLORIA THEATER

Apostelnstr. 11

50667 Köln 0221 660 630

HÄNNESCHEN-THEATER

Puppenspiele der Stadt Köln

Eisenmarkt 2-4

50667 Köln 0221 258 12 01

HORIZONT THEATER

Thürmchenswall 25

50668 Köln 0221 13 16 04

KABARETT A-Z

Krefelder Str. 26

50670 Köln

KAMMEROPER KÖLN

Friedrich-Ebert-Str. 4

50996 Köln 0221 24 36 12

KLÜNGELPÜTZ KABARETT

THEATER

Gertrudenstr. 24

50667 Köln 0152 04 44 33 68

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

Stammstr. 8

50823 Köln 0221 510 76 86

KUNSTHAUS RHENANIA

Bayenstraße 28

50678 Köln 0221 355 32 70

METROPOL THEATER

Eifelstr.33

50677 Köln 0221 32 17 92

MITTELBLOND KULTURKNEIPE

Schwalbengasse 2

50667 Köln 0221 17 07 40 89

MILLOWITSCH THEATER

Aachener Strasse 5

50674 Köln 0221 27 27 370

OPER KÖLN/ALTES PFANDHAUS

Kartäuser Wall 20

50678 Köln

OPER KÖLN/OPER AM DOM

Goldgasse 1

50668 Köln 0221 22 12 82 56

OPER KÖLN/PALLADIUM

Schanzenstraße 40

51063 Köln 0221 96 79 0

SCALA THEATER

Hohenzollernring 48

50672 Köln 0221 420 75 93

SCHAUSPIEL KÖLN/EXPO XXI

Gladbacher Wall 5

50670 Köln

SCHAUSPIEL KÖLN/HALLE KALK

Neuerburgstraße

51103 Köln 0221 22 12 84 00

SENFTÖPFCHEN THEATER

Große Neugasse 2-4

50667 Köln 0221 258 10 58

STUDIOBÜHNEKÖLN

Universitätsstr.16a

50937 Köln 0221 470 45 13

THEATER AM DOM

Glockengasse 11

50667 Köln 0221 25 80 155

THEATER AM SACHSENRING

Sachsenring 3

50677 Köln 0221 31 50 15

THEATER DAS SPIELBRETT

Käulchensweg 2

51105 Köln 0221 83 55 84

THEATER DER KELLER

Kleingedankstr. 6

50677 Köln 0221 272 20 990

THEATER IM BAUTURM

Aachener Str. 24-26

50674 Köln 0221 52 42 42

THEATER IM HOF

Roonstr. 54

50674 Köln 0221 35 68 122

THEATER TIEFROT

Dagobertstr. 32

50668 Köln 0221 46 00 911

TPZ – THEATERPÄDAGOGISCHES

ZENTRUM E.V. KÖLN

Genterstr. 23

50672 Köln 0221 52 17 18

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