risikopolitik öffentlicher pfandbrief a1 a2 b - Düsseldorfer ...

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risikopolitik öffentlicher pfandbrief a1 a2 b - Düsseldorfer ...

RISIKOPOLITIK

ÖFFENTLICHER PFANDBRIEF

➔ A1

Risiko aus Fristentransformation

Die Kapitalbindung von Deckungswerten und Pfandbriefen kann bei der Vielzahl

der Einzelgeschäfte voneinander abweichen. Aus dem Auseinanderfallen

der Zahlungsströme ergibt sich für den Deckungsstock ein Zinsrisiko,

falls Neugeschäfte nur zu ungünstigeren Zinssätzen abgeschlossen werden

können. Daraus gegebenenfalls resultierende niedrigere Zinserträge bzw.

höhere Zinsaufwendungen stellen auf lange Sicht eine Belastung dar.

➔ A2

Risiko aus variabel verzinslichen Positionen

Sowohl Deckungswerte als auch Pfandbriefe können mit einer variablen Verzinsung

ausgestattet sein. Fallen Volumen und Laufzeit bei diesen Positionen

auseinander, entsteht im Zeitablauf ein Risiko aus der Veränderung der

kurzfristigen Zinssätze.

➔ B

Risiko aus ungleichmäßig verteilten Zahlungsströmen

Angesichts der Vielzahl der Zahlungsströme und der abweichenden Kapitalbindung

der Einzelgeschäfte ist es nicht möglich, eine vollständige Kongruenz

der ein- und ausgehenden Zahlungen sicherzustellen. Um selbst im

Falle einer Insolvenz die kurzfristig anstehenden Zahlungsverpflichtungen

gegenüber den Pfandbriefgläubigern aus den Zahlungsansprüchen des

Deckungsstocks bedienen zu können, sollen unter den Deckungswerten in

ausreichendem Umfang beleihbare Wertpapiere vorhanden sein.


➔ C1-C3

Risiko aus Zahlungsverzug einzelner Kreditnehmer

Bei öffentlichen Schuldnern wird das Kreditrisiko als drohender verspäteter

Zahlungseingang, nicht als drohender Ausfall verstanden. Es wird angenommen,

dass öffentliche Schuldner über das Steuerprivileg stets in der

Lage sind, sich ausreichende Einnahmen zu verschaffen. Nennenswerte

Kreditrisiken könnten im Deckungsstock also nur aus übermäßiger Konzentration

auf einzelne Adressen entstehen. Im Interesse einer angemessenen

Streuung werden daher sowohl für Einzelkreditnehmer als auch für diejenigen

Kreditnehmergruppen, die typischerweise nicht über ein Rating verfügen,

relative Obergrenzen festgelegt.

➔ C1

Begrenzung je Rating in % vom Deckungsbestand

Rating Untergrenze Obergrenze

AAA 15 25*

AA 25 50*

A 5* 15

BBB 1* 5

(ohne) 0 20

*) unter Risikoaspekten nicht Limit, sondern Richtgröße

➔ C2

Begrenzung je Einzelkreditnehmer in % vom Deckungsbestand

Rating Gebietskörperschaft Kreditinstitut

supranational national regional kommunal Landesbank Sparkasse gedeckt

AAA 4,5 6,0 4,5 0,9 3,0 0,9 4,5

AA 3,8 5,0 3,8 0,8 2,5 0,8 3,8

A 2,3 3,0 2,3 0,5 1,5 0,5 -

BBB 0,8 1,0 0,8 0,2 0,5 0,2 -

(ohne) 0,8 1,0 0,8 0,2 0,5 0,2 -

. Grundlage der Einstufung ist ein langfristiges Counterparty-Rating, das von mindestens

einer der drei internationalen Agenturen (Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch) vergeben wird.

. Bei einem Split-Rating wird die Einstufung nach der jeweils niedrigsten Beurteilung vorgenommen.

Liegt für eine Adresse nur eine einzige Einstufung der o.g. Agenturen vor, wird diese

pauschal um zwei Stufen (Notches) herabgesetzt.

. Bei gedeckten Schuldverschreibungen ist das Produkt-Rating maßgeblich.

➔ C3

Begrenzung für Kreditnehmergruppen ohne Rating

in % vom Deckungsbestand

Kommune Sparkasse Sonstige gesamt

Inland 8 8 1 17

Ausland 2 1 - 3

Gesamt 10 9 1 20


➔ Selbstverpflichtung

➔ D

Risiko aus Fremdwährungspositionen

Die Bank sichert die offenen Fremdwährungspositionen bei den Deckungswerten

und den Pfandbriefe grundsätzlich ab. Fremdwährungsrisiken für

den öffentlichen Pfandbrief können also nur entstehen, wenn diese Absicherungsgeschäfte

nicht Teil des Deckungsstocks sind.

➔ E

Risikopuffer durch Überdeckung

Der Umfang der potentiellen Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Kredit- und

Fremdwährungsrisiken wird in den Abschnitten A bis D der Selbstverpflichtung

begrenzt. Zur Abdeckung des maximal möglichen kumulativen Risikos

hält die Bank stets eine bestimmte Überdeckung vor. Da die Restlaufzeitenlücke

- wie Simulationen zeigen - den größten Einfluss auf die Gesamtrisikoposition

des Deckungsstocks hat, bestimmt deren Umfang maßgeblich die

Höhe der jeweiligen Überdeckung. Die Überdeckung wird gemessen als

Saldo des Barwerts der Deckungswerte und der Öffentlichen Pfandbriefe im

Verhältnis zum Barwert der Öffentlichen Pfandbriefe.

Barwertige Mindestüberdeckung in %

Restlaufzeitenlücke

Überdeckung

1 Jahr bis 2 Jahre bis


Düsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft

Berliner Allee 43, 40212 Düsseldorf

Fon +49 (0)211.86720.0, Fax +49 (0)211.86720.209

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HRB Düsseldorf Nr. 35004

Stand September 2004

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