CCL18 und Allergie: Die Stimulation dendritischer Zellen mit CCL18 ...

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CCL18 und Allergie: Die Stimulation dendritischer Zellen mit CCL18 ...

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allergische Reaktion. Bei erneuter Zufuhr des Allergens werden die IgE-Moleküle auf der

Zellmembran der Immunzelle, z.B. der Mastzelle, vernetzt. Dadurch wird die Entleerung von

Granula mit bereits präformierten Entzündungsmediatoren ausgelöst und die Neusynthese

weiterer Faktoren induziert. In der Frühphase der allergischen Reaktion bewirken diese

Entzündungsmediatoren, wie z.B. Histamin, eine Veränderung von Permeabilität und Tonus

der Blutgefäße mit konsekutivem Ödem und Zelleinwanderung. Lokale Symptome sind

Urtika, Ekzeme, Schleimhautschwellungen oder ein Asthmaanfall; eine schwere systemische

Manifestation stellt der anaphylaktische Schock dar.

Durch chemotaktisch wirkende Zytokine angelockt, infiltrieren bald zusätzliche Immunzellen

das Gebiet der allergischen Entzündung, darunter vor allem Lymphozyten, neutrophile und

eosinophile Granulozyten. Sie verursachen in der Spätphase der allergischen Entzündung

weitere Gewebeschäden.

Da bei atopischen Krankheiten zuviel IgE produziert wird, ist der Serum IgE Spiegel ein guter

Laborparameter zum Nachweis einer atopischen Diathese. So korreliert beispielsweise die

Prävalenz von allergischem Asthma bronchiale mit der Höhe des IgE Spiegels. Eine IgE

Konzentration im Serum von mehr als 100 U/ml gilt als erhöht. Zusätzlich besteht häufig eine

Eosinophilie.

1.2 Dendrititische Zellen

Dendrititische Zellen (DC) spielen im Immunsystem als antigenpräsentierende Zellen (APC)

eine wichtige Rolle. Insbesondere bei der allergischen Entzündung sind DC bedeutend, da sie

durch die Präsentation der Allergene auf ihrer Oberfläche die allergische Reaktion einleiten

und zur Formierung allergen-spezifischer T-Zellen führen.

Dendrititische Zellen sind unterhalb der meisten Oberflächenepithelien in der Submukosa zu

finden (58). Viele Allergene gelangen über die Atemwege in den menschlichen Körper und

kommen zunächst mit den Schleimhäuten in Kontakt. Die vorherrschenden

antigenpräsentierenden Zellen im Atmungsepithel sind myeloide dendrititische Zellen. Sie

können dort als unreife oder immature dendrititische Zellen Krankheitserreger phagozytieren

(8) oder extrazelluläre Antigene durch Makropinozytose aufnehmen (118). Viele Allergene

können aufgrund ihrer enzymatischen Aktivität Epithelbarrieren durchbrechen.

Beispielsweise enthalten Kotpartikel der Hausstaubmilbe das Enzym Der p1, das die Proteine

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