Software as a Service – Verträge richtig abschließen

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Software as a Service – Verträge richtig abschließen

Die für den Software-Anbieter günstigste Lösung ist ein Peering Point am

Ausgang seines zentralen Routers (Peering Point 3). Dann haftet er nur für

diejenigen Komponenten, die er unter seiner unmittelbaren Kontrolle

hat, nämlich Server, zentraler Router und die Verkabelung dazwischen.

Der Kunde hingegen muss sich um die Beschaffung und Einrichtung

aller Komponenten wie Modems, Leitungen, Router, Firewalls, eventuelle

lokale Server und Arbeitsplatzgeräte sowie um die Verkabelung

dazwischen selbst kümmern und deren störungsfreien Betrieb

aufrechterhalten.

Die für den Kunden wiederum günstigste Lösung ist, wenn der Peering

Point direkt bei seinen Geräten, mit denen die Software-Dienstleistung

genutzt wird, liegt (Peering Pont 1). Denn dann übernimmt der Anbieter

Beschaffung, Einrichtung und störungsfreien Betrieb aller Komponenten

von seinem Server bis hin zu den Endgeräten beim Kunden. Dies ist insbesondere

dann eine für den Kunden sinnvolle Lösung, wenn er über

wenig oder gar keine Sachkenntnis betreffend IT-Einrichtungen und

deren Betrieb verfügt; vorausgesetzt natürlich, der Anbieter kann diese

Leistungen überhaupt erbringen.

Ein Kompromiss ist Peering Point 2. Der Anbieter ist dann für die

Datenübertragung bis zum Kunden verantwortlich, er besorgt und betreut

die Mietleitung oder auch das Internet-Service bis zum Kunden.

Die lokale Vernetzung ist dann Sache des Kunden.

Bei der Ermittlung der Verfügbarkeit des Software-Services ist dann

jedenfalls die Reihenschaltung der einzelnen Komponenten zu berücksichtigen,

die sich aus der Grafik ergibt. Für Redundanzkonzepte

wird auch die Parallelschaltung von Geräten verwendet. Für jede dieser

Schaltungskonzepte kann man die resultierende Zuverlässigkeit

und die Verfügbarkeit berechnen. Kompliziert wird diese Berechnung

für gemischte Reihen- und Parallelschaltungen. Für die Ermittlung

der Verfügbarkeit für alle drei Konzepte wird auf die Literatur zur

„Zuverlässigkeitsanalyse“ verwiesen.

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