Bürger- und Polizeiball Bürger- und Polizeiball - bei Polizeifeste.de

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Bürger- und Polizeiball Bürger- und Polizeiball - bei Polizeifeste.de

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LIZEI

EIN ARTNER

P

Bezirksgruppe Bundespolizei Nord

und Kreisgruppe Harburg

Gewerkschaft der Polizei

Winsen/Luhe

14. März 2009

21.

Großer

Bürger- und

Polizeiball


www.VDPolizei.de

POLIZEI -

14.03.2009,

20.00 Uhr

Stadthalle

in Winsen/Luhe

Gewerkschaft der Polizei

Bezirksgruppe Bundespolizei Nord

Kreisgruppe Harburg

DEIN PARTNER

Impressum

Verantwortlich für den redaktionellen Teil:

Heinz Dieter Brunjes, Winsen

Großer

Bürger- und Polizeiball

Fotos: Die Verfasser

www.photocase.com

Nachdruck des redaktionellen Teils nur nach

ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers

Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

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Telefax 02 11/71 04-174

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Bodo Andrae, Joachim Kranz

Anzeigenleitung: Daniel Dias

Gestaltung und Layout: Jana Kolfhaus

Satz und Druck:

Druckerei Wölfer, Haan

© 2009

Grußworte

Programm

Artikel

Danksagung

3

7

11

24

05/2009/56

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

Anzeigenverwaltung


Grußwort

Schließlich wollen wir auch in Zukunft

eine bürgerfreundliche Polizei

und ein verlässlicher Partner in

Punkto Sicherheit sein.

Sehr verehrte Gäste, liebe Kolleginnen

und Kollegen,

nichts ist so stetig wie der Wandel einer

Organisation. Dieses spürte im letzten

Jahr auch die Polizei des Landkreises

Harburg. Nach langen Planungen war

es zum Jahreswechsel so weit, dass die

Polizeiinspektion Harburg mit einem Teil

seiner Mitarbeiter in den Neubau am

Standort in Buchholz umziehen konnte.

Der Umzug selber war gut vorbereitet

und konnte zügig durchgeführt werden,

forderte jedoch von allen Mitarbeitern

einiges ab. Ich bin mir aber sicher, dass

die polizeiliche Arbeit darunter nur

bedingt gelitten hat.

Die in Winsen verbliebenen Mitarbeiter

des PI-Stabes werden vermutlich Ende

2009 nach Buchholz folgen.

Weitere organisatorische Veränderungen

innerhalb der Polizeiinspektion Harburg

müssen noch vorbereitet und umgesetzt

werden. Sie alle aufzuzählen, würde den

Rahmen dieses Grußwortes sprengen.

Eines ist jedoch sicher; nach Abschluss

aller Maßnahmen werden wir eine leistungsfähige

Organisation haben, die sich

auf die kommenden Jahre und den anstehenden

Aufgaben und Entwicklungen im

Landkreis Harburg gut vorbereitet und

aufgestellt hat. Schließlich wollen wir

auch in Zukunft eine bürgerfreundliche

Polizei und ein verlässlicher Partner in

Punkto Sicherheit sein.

Ich wünsche der Veranstaltung einen

guten Verlauf und möchte mich bei den

Organisatoren und Ausrichtern aus der

Gewerkschaft der Polizei bei der Bundeswie

der Landespolizei herzlich bedanken.

Uwe Lehne

Polizeidirektor

Leiter der Polizeiinspektion Harburg

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Grußwort

Sehr verehrte Gäste, liebe Kolleginnen

und Kollegen,

es ist mal wieder soweit, der Termin des

„Großen Bürger- und Polizeiballes“

kommt immer näher und das Grußwort

muss wieder einmal verfasst werden.

Als Veranstalter gehen einem sehr viele

Dinge durch den Kopf, nimmt man an der

allgemeinen Depression unserer Gesellschaft

teil, oder geht man mit positiven

Signalen, wie wir es auch in der Gewerkschaftsarbeit

an den Tag legen, voraus.

Wir wollen mit den Bürgern und Kollegen

feiern und die täglichen Widrigkeiten

hinter uns lassen. Der „Große Bürgerund

Polizeiball“ in Winsen soll das bleiben,

was er seit 21 Jahren ist. Ein Treffpunkt,

wo man sich wohlfühlen kann und

wo man gerne hingeht und beim Tanzen

die täglichen Sorgen vergessen kann.

Auch in diesem Jahr haben wir wieder

versucht alles zu tun, um Ihnen, liebe

Gäste, einen schönen Abend zu bereiten.

In diesem Sinne, wünscht Ihnen die

Gewerkschaft der Polizei, Kreisgruppe

Harburg und die Bezirksgruppe Bundespolizei

Nord viel Vergnügen.

Peter Sperling und

Heinz Dieter Brunjes

als Veranstalter im Namen der

Gewerkschaft der Polizei,

Kreisgruppe Harburg und

Bezirksgruppe Bundespolizei Nord

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Programm

Gewerkschaft der Polizei

Bezirksgruppe

Bundespolizei Nord

Kreisgruppe Harburg

Programm

TOP SEVEN BAND

WACKELTENÖRE

BEKANNT DURCH DEN TAG DER

NIEDERSACHSEN 2008

Wir wünschen allen Besuchern

des heutigen Festabends frohe

Stunden in beschwingter und

heiterer Atmosphäre.

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Programm

TOP SEVEN BAND

Die Top Seven Band

spielt für Sie abwechslungsreiche

Live-Tanzmusik, die

selbst überzeugte

Nichttänzer kräftig in

Stimmung bringt.

Was für eine „schräge“ Vorstellung

– aber sehen Sie selbst:

Sie werden begeistert sein!

DIE WACKELTENÖRE

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Jan Krüger, Polizeisprecher der Polizeiinspektion Harburg

Polizei

Polizeiinspektion Harburg in

NEUER DIENSTSTELLE

Nachdem bereits Ende der 80er Jahre mehr Raumbedarf am Standort Buchholz angemeldet worden war und

geplante Baumaßnahmen immer wieder verschoben worden waren, ist die Dienststelle an der Schützenstraße

nun das „Glanzlicht“ der PI.

Der Neubau bietet den rund 100 Mitarbeitern

bereits rund 1.900 Quadratmeter

Nutzfläche. Der Altbau wird derzeit

saniert und bringt ab 2010 weitere 70

Arbeitsplätze.

Im Erdgeschoss befindet sich die Wache

mit den Arbeits- und Sozialräumen des

Einsatz- und Streifendienstes. In

den drei Etagen darüber die

Inspektionsleitung sowie die

Fachkommissariates des Zentralen

Kriminaldienstes. Der Keller

bietet Platz für Umkleideräume

und Archiv.

Das besondere an dem Neubau ist

die Anordnung der Räume und

die offene Gestaltung mit viel

Glas. Die mittig gelegenen Besprechungsräume,

die so genannten

„Kombizonen“ werden aufgrund

der lichtdurchlässigen Gestaltung

durch das Tageslicht erhellt. Dies

sorgt für eine angenehme Atmosphäre.

Der großzügig gestaltete Wachbereich

bietet der Einsatzleitstelle

genügend Platz für die Abwicklung

auch größerer Einsatzlagen.

Mit dem Neubau ging auch der Umzug

der Inspektionsleitung von Winsen nach

Buchholz einher. Bereits im Dezember vergangenen

Jahres sind die ersten Mitarbeiter

in ihre neuen Büros eingezogen. Wenn

die Altbausanierung abgeschlossen ist,

werden die letzten Mitarbeiter nachziehen.

Weiterhin erhalten bleibt in Winsen das

Polizeikommissariat mit Einsatz- und

Streifendienst sowie dem Kriminalermittlungsdienst.

Das Autobahnpolizeikommissariat

Winsen bezieht das ehemalige

Gebäude der Inspektionsleitung.

Komfortables Arbeiten

an zwei Funktischen

Viel Tageslicht in den

Besprechungszonen

Neu und Alt (noch) dicht beieinander

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Armin Reinhold, Bezirksgruppe Lüneburg/Öffentlichkeitsarbeit

GdP

DELEGIERTEN-

TAG

der GdP-Bezirksgruppe Lüneburg

am 22./23.09.2008 in Jeddingen

Große Geschlossenheit bei der GdP-Bezirksgruppe auf dem Delegiertentag

am 22. und 23. September in Jeddingen. Alle vier Jahre wird der

Vorstand gewählt und somit galt es einen neuen Meilenstein für die

nächste Legislaturperiode zu setzen.

Nicht nur Martin Hellweg konnte sich über seine einstimmige Bestätigung

als alter und neuer Vorsitzender freuen. Der Lüneburger bekleidet seit einiger

Zeit gleichzeitig die Funktion als Vorsitzender des Hauptpersonalrats und vertritt

somit die Interessen aller Polizeibeschäftigten im Ministerium in Hannover.

Ebenso klar erhielten die Stellvertreter Martina Lemke (Kreisgruppe Stade),

Andre Geske (Kreisgruppe Soltau-Fallingbostel), Hans-Werner Fritzler

(Kreisgruppe Celle), Ralph Reinhardt (Kreisgruppe Rotenburg) und Torsten

Bahlinger (Kreisgruppe Harburg) ihre Delegiertenstimmen.

Neben den zahlreichen Delegierten aus den Kreisgruppen befanden sich weitere

Gäste aus der Polizei sowie der lokalen Politik.

Der Landesvorsitzende der GdP Bernhard Witthaut machte deutlich, dass es

notwendig sei, die Rahmenbedingungen zu verändern, um die Polizei wieder

attraktiver zu machen. Im Hinblick auf die sich bis 2024 entwickelnde Personalstruktur

stünden darum besonders Einstellungszahlen im Mittelpunkt. An

die Landesregierung richtete er einen klaren Appell, sich endlich zu den Problemfragen

zu äußern.

Auch Martin Hellweg äußerte sich u.a. zur Personalsituation und zeigte mit

Blick auf die Föderalismusreform einen weiteren drohenden Brennpunkt auf.

Nach der Reform können die Bundesländer z.B. in Sachen Besoldung und Laufbahnentwicklung

für sich selbst entscheiden. Dadurch besteht die Gefahr der

Abwanderung in finanziell besser gestellte Bundesländer.

Der Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg, Friedrich Niehörster, legte

seinen Schwerpunkt auf den unmittelbar bevorstehenden Castortransport

2008 nach Gorleben. Niehörster forderte alle Polizeibeschäftigten in ihren Bereichen

auf, mit großer Motivation zum Gelingen des Einsatzes beizutragen.

Ein zentrales Thema der Tage in Jeddingen bildete der Vortrag des Landespolizeidirektors,

Uwe Lührig, zum Thema „Polizei 2015 – Innovation oder Stillstand.“

Lührig machte anhand der sich entwickelnden Bevölkerungsstruktur und einer

Studie des LKA deutlich, wie sich die Kriminalitätslage zukünftig entwickeln

könnte. Gleichzeitig präsentierte er anhand von Zahlen, wie das Land Niedersachsen

in der Personalstärke plant. Demnach sollen 2009 bis 2015 jährlich ein

Mittel von 550 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten eingestellt werden. Neue

Werbestrategien und die Einstellung von Personal mit Migrationshintergrund

bilden hierbei einen Schwerpunkt.

Zusammenfassend zeigte sich auf dem Delegiertentag deutlich, dass auf Grund

der zukünftigen Entwicklung der Polizei und der damit verbundenen Personal-

und Sachzwänge eine starke Gewerkschaftsarbeit notwendig ist.

Die Teilnehmer stimmen ab

GdPler und Gäste während der Vorträge in Jeddingen

Landespolizeidirektor Uwe Lüring beim Vortrag

Vorsitzender Martin Hellweg spricht zu den Teilnehmern

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Kriminalität

Straftaten zum Nachteil

SENIOREN UND

SENIORINNEN

Seniorinnen und Senioren als Zielgruppe von Straftätern sind besonders betroffen

bei Betrügereien an der Haustür, Trickdiebstahl aus Wohnungen und

Taschendiebstahl.

Taschendiebstahl

Beim Taschendiebstahl nutzt der Täter

eine Unaufmerksamkeit des Opfers in

einer Situation aus, in welcher die Tat

begünstigt wird. Beim Einkaufen sind die

meist weiblichen Opfer häufig abgelenkt,

da sie sich auf die Ware in den Regalen

oder den Kleiderständern konzentrieren.

Die Handtasche

ist dabei eher hinderlich

und wird

oftmals im Einkaufswagen

unbeaufsichtigt

liegen gelassen,

oder wird am Tragegurt

über der

Schulter hängend

auf den Rücken

geschoben, damit

diese beim

Bücken nach den Waren nicht im Weg

hängt. Bei der Ablage der Ware auf das

Fließband an der Kasse, wird gelegentlich

auch das Portemonnaie gleich mit abgelegt.

Solche Gelegenheiten nutzt der Täter,

um das Bargeld aus der Tasche zu entnehmen,

oder gleich die ganze Tasche zu

entwenden.

Taschendiebe lieben das „Gedränge“. Bei

öffentlichen Veranstaltungen, oder in

öffentlichen Verkehrsmitteln wird das

Opfer durch das Gedränge in seiner Wahrnehmung

abgelenkt. Geschickte Täter entwenden

hierbei häufig das Portemonnaie

der Opfer, ohne das diese es direkt merken.

(die meisten Menschen sind Rechtshänder:

Männer bewahren ihren Geldbeutel

großteils in der rechten Gesäßtasche auf

der Täter weiß das!)

Führen Sie nie größere Bargeldbeträge

mit sich. Überlegen

Sie vorher, wie viel Geld Sie

benötigen. Lassen Sie ihre

Handtasche nicht aus den

Augen. Kreditkarten und dazugehörige

Geheimnummern

gehören nicht zusammen aufbewahrt

(auch nicht getarnt, z. B.

als Telefonnummer). Führen Sie

ihr Geld am besten unter der Bekleidung

mit sich (z. B. Brustbeutel), bzw. in den

Innentaschen. Tragen Sie die Handtasche

dicht am Körper und unter dem Arm. Legen

Sie den Geldbeutel nicht ab und halten

Sie ihn beim Bezahlen fest in der Hand.

Trickdiebstahl/Trickbetrug

Beim Trickdiebstahl/Trickbetrug versucht

der Täter ihr Vertrauen zu erschleichen,

Mitleid zu erregen, Sie zu täuschen

und/oder sie abzulenken. Das kann in verschiedenen

Situationen des Alltags geschehen.

Ziel des Täters ist hierbei natürlich

Ihr Bargeld oder Schmuck. Betrüger sind

oftmals gepflegt, gut gekleidet und häufig

männlich. Sie sind zunächst sehr höflich

und hilfsbereit, können aber auch

fordernd und aggressiv werden, um durch

Einschüchterungen ihr Ziel zu erreichen.

Die Maschen der Täter sind hierbei vielfältig

und verändern sich ständig. Der

Täter nimmt dabei immer Kontakt zu

Ihnen auf.

Möglicherweise erscheint der Täter an

Ihrer Haustür und bittet Sie um Hilfe. Er

braucht ein Glas Wasser, weil er ein Herzleiden

hat und dringend eine Tablette

schlucken muss – oder er wollte ihren

Nachbarn besuchen der gerade leider

nicht da ist und möchte ihm einen Zettel

hinterlassen. Vielleicht will er Ihnen auch

etwas schönes verkaufen, ein Schnäppchen!

Oder er kommt als Vertreter einer

Behörde bzw. Versicherung. In jedem Fall

wird er versuchen in Ihre Wohnung zu

gelangen. Er setzt alles daran Sie abzulenken,

so das ein Mittäter sich in Ihrer

Wohnung umschauen kann, oder er versucht

Sie zur Herausgabe von Bargeld zu

bewegen um hochwertige Artikel zu kaufen

– welche in Wirklichkeit minderwertig

sind.

Eine weitere Masche der neueren Zeit sind

Gewinnspiele! Haben Sie nicht auch schon

mal etwas tolles gewonnen, ohne an einem

Gewinnspiel teilgenommen zu haben?

Meistens ist die Auszahlung des Gewinnes

dann mit dem Kauf minderwertiger

Ware verbunden, mit dem Abschluss eines

Abos, oder der Zahlung einer Teilnahmegebühr.

Das Geld sind Sie los, den Gewinn

werden Sie nie erhalten.

Diese Gewinnspiele oder ähnlichen Angebote

laufen auch über die „verbotene“ Telefonwerbung.

Machen sie am Telefon keine Angaben

zu ihrer Person oder ihren Kontodaten.

Auch der Betrug am Geldautomaten

stammt aus der neueren Zeit. Sie heben

Bargeld am Geldautomaten ab, das Geldfach

öffnet sich und bei der Entnahme

des Geldes weist Sie ein freundlicher Herr

zu Ihrer linken Seite darauf hin, dass Ihnen

gerade ein Geldschein heruntergefallen

ist. Sie bücken sich nach dem Geldschein,

heben ihn auf, nehmen anschließend die

Debitkarte aus dem Kartenschlitz und

gehen nach Hause. Möglicherweise sind

Sie erfreut darüber, dass es noch ehrliche

Menschen gibt. Einige Tage später stellen

Sie am Geldautomaten fest, dass die Debitkarte

nicht ihnen gehört und sie kein Bargeld

mehr auf ihrem Bankkonto haben.

15


Kriminalität

Durch das Aufheben des Geldscheines

wurden sie kurzfristig abgelenkt. In dieser

Zeit hat ein zweiter Täter, der gleichzeitig

rechts hinter Ihnen stand, Ihre Debitkarte

aus dem Kartenauswurf entfernt

und durch eine andere ersetzt. Diese

stammt in der Regel aus einer anderen

Straftat und ist bereits ungültig. Vorher hat

er die Eingabe Ihrer Geheimnummer

erspäht und kann nun über ihr Konto verfügen.

Tätigen Sie mit Fremden keine Geldgeschäfte,

oder wechseln Bargeld. Lassen

Sie niemanden in die Wohnung, den

Sie nicht kennen. Schauen Sie erst durch

den Türspion, bevor sie die Tür öffnen.

Versehen Sie ihre Tür mit einem Sperrbügel.

Nehmen Sie keine Ware an der Tür

an, die sie nicht bestellt haben. Kaufen

Sie keine Schnäppchen an der Tür. Lassen

Sie sich nicht ablenken und seien Sie

stets aufmerksam. Decken Sie beim Geldautomaten

die Eingabe ihrer Geheimnummer

ab. Beenden Sie den kompletten

Vorgang am Geldautomaten, bevor Sie

sich anderen Dingen widmen. Vergewissern

Sie sich, ob es ihre Debitkarte ist,

welche Sie aus dem Kartenschlitz entnehmen.

Kontrollieren Sie regelmäßig

ihren Kontostand. Brechen Sie in unsicherer

Situation die Eingabe ab. Sperren

Sie im Schadensfall ihre Karte (Sperr-

Notruf: 116 116). Erstatten Sie Anzeige

und sperren Sie die Karte auch für das

Lastschriftverfahren. Informieren Sie im

Verdachtsfall immer die Polizei.

Am Anfang erfolgt ein Anruf, bei

dem der Täter sich nicht namentlich

meldet. Er lädt Sie zu einer

kleinen Raterunde ein, wer denn

wohl am Telefon sei. Sollten Sie

darauf eingehen und einen

Namen aus ihrem Bekanntenkreis

nennen, wird der Täter gerne

diese Person spielen – wobei

Sie bereits den ersten Fehler

gemacht haben. Als nächstes

wird er versuchen, Ihr Vertrauen

zu gewinnen.

Anschließend teilt er Ihnen mit, dass er

sich zur Zeit in einer finanziellen Notlage

befindet. Vermutlich wird er Ihnen erzählen,

dass er in einem Verkaufsgespräch ist

und dringend etwas Geld benötigt. Eine

Person soll

bei Ihnen vorbeikommen

und wird das

Geld in seinem

Auftrag

abholen.

Hierzu wird

ein Kennwort

vereinbart,

damit Sie das Geld nicht an eine falsche

Person übergeben. Der Anrufer wird nicht

die Person sein, für den Sie ihn halten. Das

Geld werden Sie nicht wieder sehen.

Lassen Sie sich am Telefon nicht auf

Ratespiele ein. Der Anrufer soll seinen

Namen nennen, oder Sie beenden das

Gespräch. Lassen Sie sich die Telefonnummer

für einen Rückruf geben. Setzen Sie

sich mit Ihren Verwandten/Bekannten

unter der Ihnen bekannten Telefonnummer

in Verbindung. Geben Sie fremden Personen

kein Geld. Informieren Sie bei solchen

Anrufen direkt Ihre Polizei (Tel.Nr.: 110).

Einbruchsdiebstahl

In den Wintermonaten (mit Einbruch der

„dunklen“ Jahreszeit) steigt jährlich die

Zahl der Einbrüche. Einbrecher nutzen

günstige Gelegenheiten (Dunkelheit, auf

Kipp stehende Fenster, ungesicherte Fenster

und Türen, Abwesenheit der Bewohner).

Lassen Sie ihr Haus nicht unbewohnt

wirken. Schalten Sie Lichtquellen

über Zeitschaltuhren und

beauftragen Sie Nachbarn, sich in

Ihrer Abwesenheit um das Haus

zu kümmern (Briefkasten leeren,

Rollos rauf und runter lassen).

Schließen Sie die Garage – eine leere

Garage signalisiert dem Täter

Ihre Abwesenheit. Schließen Sie alle

Türen und Fenster. Sichern Sie Ihre Fenster

und Türen mit geprüfter Sicherheitstechnik.

Nehmen Sie hierzu die kostenlose

Beratung des Kommissariates Vorbeugung

Ihrer Polizeidienststelle in

Anspruch (Tel.: 02541-14 444).

Enkeltrick-Betrug

Die bekannteste Form des Betruges ist der

Enkeltrick-Betrug. Trotzdem gelingt es

dem Täter immer noch häufig, auf diese

Weise an Bargeld zu gelangen.

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Dr. Frank Robertz, Dr. des. Ruben Wickenhäuser

Computerspiele

VOM COMPUTERSPIELER

ZUM KILLER?

Die Diskussion um eine Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch als

„Ego-Shooter“ bezeichnete Computerspiele reißt nicht ab. Gewaltdarstellung und

Gegner in den Spielen muten durch ausgereifte Technik und fortentwickeltes

Design immer realistischer an. Wie groß die Risiken für tatsächliche Gewaltanwendung

im realen Leben sind, die von solchen Spielen ausgehen, ist umstritten.

Dr. Frank J. Robertz und Dr. des. Ruben Wickenhäuser vom Berliner Institut

für Gewaltprävention und angewandte Kriminologie haben sich mit dem Thema

näher beschäftigt:

Mit Bildung der großen Koalition wurde

auch als politisches Ziel vereinbart,

ein Verbot von Produktion und Vertrieb

so genannter„Killerspiele“ zu prüfen.

Doch was ist eigentlich ein „Killerspiel“?

Bislang wird der Begriff auch von den

Koalitionspolitikern recht unterschiedlich

interpretiert. Überwiegend wird der

Begriff auf so genannte „Ego-Shooter“

angewendet. Dies sind Computerspiele,

bei denen der Spieler sozusagen durch die

Augen seiner Spielfigur blickt und sich

durch eine dreidimensional dargestellte

Umgebung bewegt. Diese Umgebung

kann ein Wald, eine Wüste, aber auch eine

Stadt oder eine Wohnung, Bunkeranlage

oder Schule sein. Überall lauern Gefahren

in Gestalt von computergesteuerten

Ungeheuern oder, wenn in einem Netzwerk

(über Internet oder LAN) mit anderen

Spielern zusammen gespielt wird, in

Gestalt der von diesen Spielern gewählten

Spielfiguren. Mit einem umfangreichen

Waffenarsenal, zu dem beispielsweise

Kettensägen, Schrotflinten oder

Schleimwurfgeräte gehören können,

kämpfen die Spieler gegeneinander und

gegen computergesteuerte Gegner. Mittlerweile

stehen in vielen Spielen auch

Fahrzeuge zur Verfügung: Panzer oder

Jagdflugzeuge, in welche die Spielfiguren

„einsteigen“ und deren schwere Bewaffnung

sie nutzen können.

Mit der Entwicklung schnellerer Rechner

nehmen nicht nur die Möglichkeiten für

mehrere Spieler und deren Ausrüstung zu,

sondern vor allem die Qualität der dreidimensionalen

Darstellung.

Waren bei den ersten „Ego-Shootern“

Anfang der neunziger Jahre Umgebungen

und Wesen aus eckigen Bildpunkten grob

zusammengesetzt, so entsteht bei den

gegenwärtigen Spielen tatsächlich fast der

Eindruck, als sitze man in einem real

gedrehten Film – mit einem entscheidenden

Unterschied: Während man den Film

nur betrachtet, muss man im Computerspiel

aktiv handeln. Häufig besteht dieses

Handeln im Wesentlichen aus Pirschen,

Deckung suchen, Schießen und dem Erreichen

bestimmter Kontrollpunkte.

Altersfreigabe der USK

Die Altersfreigabe steht auf einem viereckigen,

farbigen Aufkleber auf jeder

Computerspielschachtel.

Die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle)

staffelt die Freigabe der Spiele

in:

• ohne Altersbeschränkung (weiß):

Diese Spiele sind nicht zwangsläufig

schon für jüngere Kinder verständlich

oder beherrschbar, jedoch unbedenklich.

• ab 6 Jahren (gelb): Die abstrakt-symbolischen,

comicartigen Spiele sind

durch etwas unheimliche Spielumgebungen,

durch ihre Aufgabenstellung

oder Geschwindigkeit zu belastend

für kleinere Kinder.

• ab 12 Jahren (grün): Spielaufgaben

werden mit kampfbetonten Grundmustern

gelöst, beispielsweise durch

historische Militärgerätschaft, Science-Fiction-Welten

oder tapfere Rollen

in Sagen und Mythenwelten. Die

Gewaltanwendung ist jedoch in

nicht alltagsrelevante Szenarien eingebunden.

• ab 16 Jahren (blau): Rasante bewaffnete

Action, die sich auch gegen

Spielfiguren richtet, aber auch Spielkonzepte,

die fiktive oder historischkriegerische

Auseinandersetzungen

atmosphärisch nachvollziehen lassen.

Eine gewisse Reife des sozialen

Urteilsvermögens und der kritischen

Reflektion erscheint erforderlich.

• keine Jugendfreigabe – also ab 18

Jahre (rot): Der Inhalt kann die Entwicklung

von Jugendlichen zu einer

eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen

Persönlichkeit beeinträchtigen.

Der Bestand der „Jugendgefährdung“

im Sinne des JuSchG

darf nicht erfüllt sein.

19


Dr. Frank Robertz, Dr. des. Ruben Wickenhäuser

Computerspiele

Kausale Zusammenhänge?

Nicht zuletzt weil diese virtuellen Handlungen

frappierend an den modus operandi

des jugendlichen Amokläufers am

Gutenberg-Gymnasium von Erfurt erinnern,

werden zwischen diesen Spielen

und schwerer zielgerichteter Gewalt an

Schulen und im öffentlichen Raum enge

Zusammenhänge vermutet. Während

der Täter von Erfurt häufig den im urbanen

Raum angesiedelten Ego-Shooter„Counter-Strike“

spielte, hatten die

beiden jugendlichen Täter von Columbine

eine Vorliebe für das eher von Dämonen

durchsetzte Spiel „Doom II“. Sie

stellten sogar selbst erstellte Raumpläne

für dieses Spiel ins Internet und zitierten

es wiederholt in ihren prädeliktischen

Äußerungen zur Tat.

Auch mit anderen in Deutschland

bekannt gewordenen schweren Gewalttaten

durch Jugendliche, wie in Bad Reichenhall

und Meißen, wird der intensive

Konsum mehrerer gewalthaltiger Ego-

Shooter in Verbindung gebracht.

Betrachten wir den Vorwurf genauer,

dann stellt sich zunächst ein Kausalitätsproblem:

Nur weil solche Spiele nach

schwerwiegenden Gewalttaten in den

Zimmern jugendlicher Täter gefunden

worden sind, lässt sich zumindest wissenschaftlich

betrachtet kein ursächlicher

Zusammenhang belegen. Vor allem, da

die überwiegende Mehrheit männlicher

Jugendlicher, die Ego-Shooter aktiv konsumieren,

als nicht gewaltbereit einzustufen

ist. Um einen Beleg für die schädigende

Wirkung anzuführen, muss ein

Blick auf die bislang durchgeführten Studien

erfolgen.

Studienergebnisse

Leider können selbst aktuelle Forschungsergebnisse

nur feststellen, dass

„manche Formen von Mediengewalt für

manche Individuen unter manchen

Bedingungen negative Folgen nach sich

ziehen können“ und dass „jede einfache

Antwort auf die komplexe Entstehung

von Gewalt und die Rolle der Medien (...)

als unseriös betrachtet werden muss“

(Prof. Dr. Kunczik in einer Metaanalyse

im Auftrag des Bundesministeriums für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Während einige Studien Hinweise zu

negativen Auswirkungen von gewalthaltigen

Computerspielen auf Denkweisen,

Gefühle und Verhalten gefunden haben,

sind die durchgeführten Studien bislang

noch zu gegensätzlich, um klare Auskünfte

zu erlauben. Fest steht jedoch,

dass in jedem Einzelfall nicht nur Inhaltsaspekte

des Spiels und der Spielsituationen

betrachtet werden müssen, sondern

auch die Person des Spielers und

sein soziales Umfeld.

Eine Studie von Krahé und Möller an

über 3.000 Personen zwischen 12 und 40

Jahren hat beispielsweise ergeben, dass

sich gewalthaltige Computerspiele überwiegend

bei bereits aggressiven Spielern

aggressionssteigernd auswirken. So zeigen

Spielerinnen und Spieler, die häufig

und gerne Gewaltspiele nutzen, eine Tendenz,

eher aggressiv zu denken und

anderen auch eher aggressive Gedanken

zu unterstellen. Diese Erkenntnis deckt

sich mit Theorien, die davon ausgehen,

dass bereits gewaltbereite Jugendliche

sich mit gewalthaltigen Inhalten beschäftigen,

um ihre Phantasien noch stärker

anzuregen. Mithin wäre die Rolle dieser

Spiele nicht als unmittelbarer und einziger

Auslöser von schweren Gewalttaten

anzusehen, sondern als Verstärker eines

bestehenden Problems.

Die bereits gewalthaltigen jugendlichen

Vorstellungswelten werden durch die

Inhalte und Vorgehensweisen der Spiele

verstärkt. Es spielen jedoch zum einen

auch sonstige gewaltanregende Medien

eine Rolle (wie etwa gewalthaltige Filme

oder Nachrichtensendungen). Zum

anderen kommen auch zahlreiche innere

und äußere Faktoren zum Tragen,

bevor ein Jugendlicher tatsächlich

Gewalttaten in der Realität ausübt. Hier

sind als Risikofaktoren in Bezug auf die

Person bio-psycho-sozial im Lebensverlauf

erworbene Verwundbarkeiten zu

sehen, die beispielsweise in Gehirnschädigungen,

psychischen Störungen, fortgesetzten

Misshandlungen oder Entwicklungsschädigungen

begründet sein

können.

Weiterhin können individuelle Auffassungen

von Normen und Werten sowie

Intoxikationen eine Rolle spielen.

In der Tatsituation selbst spielen auch

Gruppeneinflüsse, Orte, Beziehungen zu

potentiellen Opfern und Kosten-Nutzen-

Überlegungen eine Rolle. Der vielleicht

wichtigste Faktor ist jedoch der Grad an

sozialer Einbindung eines Jugendlichen.

Je besser ein Jugendlicher in ein funktionsfähiges

soziales Beziehungssystem

eingebunden ist, desto eher ist nicht nur

die externe Kontrolle durch Erwachsene

gewährleistet, sondern auch sein individuelles

Gefühl von Verbundenheit mit

anderen Menschen. Dieses Gefühl wirkt

in hohem Maße gewaltpräventiv, da

durch die Ausübung von Gewalt sowohl

diese Beziehungen, als auch der darauf

aufbauende eigene Status quo gefährdet

werden. In allen genannten Fällen schwerer

Gewalttaten durch Jugendliche lag

ein funktionsfähiges soziales Band nicht

vor.

Ersatzwelten

Und hier kommen wir wieder zu den

Ego-Shootern. Denn diese Spiele können

für einige gefährdete Jugendliche den

Status einer Ersatzwelt annehmen. Wird

die Realität als unbefriedigend und

feindlich erlebt, so verhilft das Erzielen

von Höchstwerten durch das Töten von

Gegnern am Bildschirm zu Selbstbestätigung.

Je einsamer ein Jugendlicher ist, desto

wichtiger kann dieses Gefühl für ihn

werden, und desto exzessiver wird er

vorhandene Spiele nutzen. Das bedeutet

nicht, dass Spiele als solche vereinsamend

wirken würden. Im Gegenteil

wird bei einigen Computerspielen durch

virtuelle Kommunikation zwischen

mehreren Teilnehmern sogar ein

Gemeinschaftsgefühl erzeugt, ja, es werden

sogar dank dieses Mediums gewonnene

Bekanntschaften gepflegt. Ist ein

im obigen Sinne gefährdeter Spieler

jedoch bereits einsam und beschäftigt er

sich (oftmals in dem Versuch, Anerkennung

zu erreichen) mit gewalthaltigen

Videospielen, kann bei fortgesetzten Verletzungen

und Versagungen im realen

Leben in Einzelfällen der Wunsch auftreten,

die Spielinhalte im realen Leben

umzusetzen. Dies war sicherlich in

Erfurt, in Columbine und möglicherweise

auch in Bad Reichenhall und in

Meißen der Fall. Hätten die Jugendlichen

hingegen neben den Spielen auch positive

und hilfreiche Beziehungen zu

Erwachsenen aufweisen können, dann

wäre die von ihnen ausgehende Gefahr

wohl gering gewesen.

21


Dr. Frank Robertz, Dr. des. Ruben Wickenhäuser

Computerspiele

Je jünger, desto riskanter

Gerade für junge Spieler wird die Auseinandersetzung

mit gewalthaltigen Computerspielen

generell als riskanter eingeschätzt.

Dem soll in Deutschland die

Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle

(USK) entgegenwirken. Die USK prüft

Spiele und vergibt gestaffelte Altersfreigaben,

die für Händler seit dem 1.4.2003

gemäß §14 JuSchG bindend sind (siehe

Infobox). Die meisten Ego-Shooter sind ab

16 Jahre freigegeben bzw. haben keine

Jugendfreigabe, sind also erst ab 18 Jahren

verfügbar. Im vergangenen Jahr sind

von 2.686 geprüften Spielen nur 30 mit keiner

Altersfreigabe aufgrund möglicher

Jugendgefährdung beurteilt worden.

Neben der Bewertung der USK kann die

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende

Medien (BPjM) darüber hinaus für Spiele

mit strafrechtlich relevanten Inhalten ein

Verbot aussprechen und Spiele mit jugendgefährdenden

Inhalten indizieren. Im vergangenen

Jahr wurden auf diese Weise 29

Computer- und Videospiele indiziert.

Insbesondere durch die Verfügbarkeit

schneller Internetzugänge, aber nicht minder

durch ältere Geschwister, Freunde

usw. besteht dennoch die Problematik,

dass sich Jüngere unter Umständen relativ

einfach Zugang zu

erst für Ältere freigegebene

Spielen verschaffen

können. Hier

muss der Staat die

Eltern in die Pflicht

nehmen. Sie sollten

nicht nur beobachten,

was ihr Kind spielt,

sondern es auch in die

Lage versetzen, eigenständig

die Gefahren

von entsprechenden

Spielen zu erkennen

bzw. ihr Verbot zu

akzeptieren. Dies

wiederum fällt

schwer, wenn die

Eltern ihrerseits nur

ein schwammiges

Bild von dem haben,

was sie verbieten wollen.

Eine Beobachterrolle

genügt nicht – es

ist ein inhaltliches

Verständnis notwendig,

um überzeugend

argumentieren zu können. Allerdings sind

nicht allein die Eltern von dieser Verantwortung

betroffen. Es handelt sich um eine

gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Kinder als Feinde

Ein anderes Problemfeld tut sich bezüglich

der Verletzung grundlegender ethischer

Werte auf. Da die Industrie im

Kampf um den Käufer sehr von medialem

Wirbel profitiert, werden gezielt Tabubrüche

begangen. Betrafen diese früher überwiegend

das Ausmaß und den Realitätsgrad

von Gewaltdarstellungen, zeichnet

sich bei den aktuellen Spielen zudem ein

Trend zum Einbinden von Kindern als zu

besiegende Spielgegner ab; sowohl in dem

kürzlich erschienenen „Prey“, als auch in

dem für kommendes Jahr angekündigten

Spiel „Bioshock“ treten nun auch Kinder

als Feinde auf.

Im ersteren Fall erscheinen sie noch als

geisterhafte Mädchengestalten, die von

Kinderlachen begleitet werden. Im Fall

von „Bioshock“ nehmen sie dagegen eine

recht zentrale Rolle als gewöhnlich aussehende,

realistisch dargestellte kleine

Mädchen mit klobigen Spritzen in der

Hand ein.

Massive Gewalt gegen virtuelle Erwachsene

und nun sogar gegen Kinder wird als

lohnend dargestellt. So kann eine Wahrnehmungsverschiebung

begünstigt werden,

die sich mit dem in Fernsehfilmen

und Nachrichten alltäglich konsumierbaren

Zynismus ergänzt.

Das eingangs erwähnte Verbot von „Killerspielen“

durch die Große Koalition

wurde aktuell zumindest relativiert. So

lautete die Antwort der Bundesregierung

auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion

im Spätsommer diesen Jahres, es

bestünde kein Bedarf für eine Gesetzesverschärfung,

da das vor drei Jahren eingeführte

System der Kooperation von

Staat und Wirtschaft im Rahmen der

Bewertung von Computerspielen gut

funktioniere. Dies deckt sich mit der Aussage

des Leiters der USK, Klaus-Peter Gerstenberger,

der der WELT gegenüber

äußerte: „Deutschland hat bei Computerspielen

schon jetzt den schärfsten Jugendschutz

der Welt.“

Auch wenn das Verbot nicht umgesetzt

wird, wird die Diskussion jedoch immer

wieder aufflackern – mit einer Industrie,

die den Tabubruch sucht, erhält sie ständig

Nahrung.

Weitere Informationen unter

www.igak.org

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Danksagung

VIELEN

www.VDPolizei.de

DANK!

Liebe Inserenten!

Mit der Beteiligung in der Festschrift anlässlich unseres Polizeiballes

haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich!

Liebe Leser!

Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrer

nächsten Disposition.

Ihre

Gewerkschaft der Polizei

Bezirksgruppe Bundespolizei Nord

Kreisgruppe Harburg

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