Großer Graben der Fanatiker Zeigt her Eure Füße ... Vom ... - Y

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Großer Graben der Fanatiker Zeigt her Eure Füße ... Vom ... - Y

MEDIEN

Tauchfahrt in die Vergangenheit

Freitag, 2. März

20.15 3sat, Dokumentation, 45 Minuten

Im besetzten Norwegen (1940 bis 1945) produzierte Deutschland

während des Zweiten Weltkrieges „schweres Wasser“, das

zur nuklearen Kettenreaktion notwendig ist. Nach alliiertem

Bombardament sollten die Restbestände über See abtransportiert

werden, doch das Schiff sank. Die Bergung der gefährlichen

Fracht ist beabsichtigt. Der Film berichtet von der vorbereitenden

Expedition.

So weit die Füße tragen

Samstag, 3. März

20.15 ARD, Spielfilm, 115 Minuten

Oberleutnant Clemes Forell wird 1946 in ein sibirisches Straflager

deportiert. Nur der Gedanke an Flucht hält ihn am Leben. Mit

der Hilfe des Lagerarztes Dr. Stauffer gelingt sie ihm schließlich.

Eine dreijährige, 14.000 Kilometer lange Odyssee quer durch

Asien beginnt. „So weit die Füße tragen“ ist die Neuverfilmung

des gleichnamigen TV-Klassikers von 1959.

Einsatz gegen Waffenschmuggel

Sonntag, 4. März

13.15 ARD, Dokumentation, 30 Minuten

Seit Oktober 2006 sind 1030 deutsche Soldaten mit acht Schiffen

vor der Küste des Libanons auf Seepatrouille. In dieser Zeit

kontrollierten sie rund 2000 Schiffe. „Ein Selbstmordattentäter

oder Waffenschmuggler, das weiß man vorher nie“, so Flottillenadmiral

Andreas Krause, Kommandeur des Einsatzverbandes. Eine

Reportage über den deutschen UNIFIL-Einsatz.

Panzer — Kettenfahrzeuge im Härtetest

Sonntag, 4. März

20.05 N24, Dokumentation: Kronzuckers Welt, 25 Minuten

Wegen ihrer einzigartigen Kombination aus Feuerkraft, Schutz

und Beweglichkeit dominieren sie bis heute viele Schlachtfelder:

Panzer. Die Dokumentation zeigt sehr realistisch, was Panzer

aushalten müssen – unter anderem bei streng geheimen Waffentests

in der israelischen Wüste.

30 Meter bis zur Hölle — Tornados im Tiefstflug Montag, 5. März

13.30 RBB, Reportage, 30 Minuten

Im Tiefstflug über die Wälder und Seen Labradors, eine Fläche so

groß wie Süddeutschland. Zehn Tornados der Luftwaffe sind in

Goose Bay, Kanada stationiert. Hier herrschen zum Üben ideale

Bedingungen für Piloten und Waffensystemoffiziere. Ein spannender

Einblick in die Welt der Kampfpiloten wird vermittelt.

Wolfskinder — Verschollen in Ostpreußen

Dienstag, 6. März

22.05 MDR, Dokumentation, 45 Minuten

Genrich Tschupailis: ein fremder Name; seinen wirklichen kennt

er nicht. Als deutsches Kind aus Königsberg war er 1945 auf der

Flucht vor der Roten Armee und lebte im Wald. In Litauen begann

schließlich eine neue Zukunft – für ihn und viele andere sogenannte

„Wolfskinder“. Doch sie mussten dafür ihre Identität

vergessen. Erst jetzt können sie versuchen, ihre Herkunft und

Vergangenheit aufzuklären.

Einsatz in Arizona

Mittwoch, 7. März

16.20 N24, Reportage, 40 Minuten

Jan Brade (36) ist Fluglehrer bei der Luftwaffe. Als Pilot einer

F-16 Fighting Falcon, eines der modernsten Kampfflugzeuge der

Welt, nimmt er an einem Austauschprogramm der Bundeswehr

mit der US Air Force teil und ist auf dem Luftwaffenstützpunkt

Luke in Arizona stationiert. Dort erlebt Major Brade hautnah,

was Kriegseinsätze in Afghanistan oder im Irak für seine amerikanischen

Kameraden bedeuten.

Alle Angaben vorbehaltlich Programmänderungen

Foto: Internet

Vom Albtraum

Auslandseinsatz

●Hilfe. Von Aufständischen entführt,

durchlebte Dirk K. als Soldat

im UN-Einsatz in Abchasien als Geisel

Furchtbares. Nur knapp entging

er einer Hinrichtung. In den Medien

wird zwar häufig über die Auslandsmissionen

deutscher Soldaten

berichtet, aber wie sie die

Einsätze verkraften, bleibt meist

unerwähnt. Die Konfrontation mit

Tod und Verwüstung im Krisengebiet

führt zu posttraumatischen

Stresssyndromen. Soldaten, aber

auch Polizisten und Hilfskräfte berichten

in dem Beitrag von ihren Erlebnissen

und den immensen

Schwierigkeiten, sich wieder in das

normale Leben einzufinden. Die

Dunkelziffer der unter diesen Traumata

Leidenden ist groß. Mit der

zunehmenden Zahl von Auslandseinsätzen

wird sie weiter steigen.

Der Film zeigt, wie Organisationen

und Betroffene mit dem Erlebten

und den psychischen Folgen umgehen

und wie sie versuchen, vorbeugende

Maßnahmen zu ergreifen.

hr, 3. März, 16.30 Uhr

Zeigt her

Eure Füße ...

●Ratgeber. Hornhaut, Hühneraugen

und eingewachsene Nägel

sind unangenehm, meist aber

harmlos. Starke Schmerzen können

hingegen Verformungen an

den Füßen verursachen. Viele Menschen

leiden unter einem Fersensporn.

Andere haben Senk-, Plattoder

Spreizfüße, manche einen

Hammerzeh. Rheumatische Erkrankungen

oder Stoffwechselstörungen

wie Gicht und Diabetes können

auch den Füßen schwer zu

schaffen machen. Die Sendung

zeigt Hilfen auf. Ein Orthopäde im

Studio gibt Erklärungen, Zuschauer

können Fragen stellen.

MDR, 1. März, 21.00 Uhr

Foto: ZDF/Norbert Mergel

Großer Graben

der Fanatiker

●Fundamentalismus. Der ZDF-

Terrorismusexperte Elmar Theveßen

und sein Kollege Souad Mekhennet

auf den Spuren des religiösen

Fundamentalismus. Sie beginnen

ihre Reise im Tal von Meggido,

dem biblischen Schauplatz der

Schlacht von Armageddon. Die

Tour führt weiter zu Islamisten im

Londoner Hyde Park, zu evangelikalen

Christen im Berliner Olympiastadion

und zu terrorverdächtigen

Muslimen im Ruhrgebiet. Der

bibeltreue Rechtsstudent im US-

Bundesstaat Virginia wird ebenso

vorgestellt wie ein christliches

„Warfare Camp“ in der hessischen

Provinz. Die Autoren dokumentieren

die gefährliche Wechselwirkung

zwischen extremen Überzeugungen

in Islam und Christentum

und zeigen die Extremisten zweier

Weltreligionen. Beide Gruppen polarisieren

die Welt. Sie verbreitern

immer mehr den Graben zwischen

sich. Er brach auf nach dem Ende

des Kalten Krieges, in den Zeiten

des Umbruchs, der Globalisierung

und des damit verbundenen Orientierungs-

und Werteverlustes. Die

beiden Journalisten sprechen darüber

mit religiösen Fundamentalisten

sowie mit Persönlichkeiten

aus Islam, Christen- und Judentum.

Sie verdeutlichen dabei, dass die

religiösen Fanatiker in ihren jeweiligen

Religionen nur eine Minderheit

bilden. Und dass sie sich gegenseitig

bedingen, mit vergleichbaren

Strategien, Taktiken und Argumenten

das weltpolitische Geschehen

für ihre Zwecke zu beeinflussen

versuchen. Der Rest der

Welt nimmt diesen Konflikt kaum

war — und der Graben wird größer.

ZDF, 8.März, 23.00 Uhr

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Die Waffen der Japaner

Freitag, 9. März

22.05 N24, Dokumentation, 25 Minuten

Der japanische Überraschungsangriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember

1941 war ein Pyrrhussieg: Zwar wurde die Flotte der

Amerikaner empfindlich geschwächt, doch die langfristigen militärischen,

technologischen und politischen Folgen wogen

schwer. Die USA rüsteten auf und gingen als Supermacht aus

dem Zweiten Weltkrieg hervor.

Helden ohne Heimat — Die Jüdische Brigade Sonntag, 11. März

18.05 Arte, Dokumentation, 55 Minuten

Sie halfen Großbritannien, einen mörderischen Krieg gegen Nazideutschland

zu gewinnen. Sie bewiesen sich und der Welt, dass

Juden nicht nur kämpfen, sondern auch siegen können. Es waren

die Männer der Jüdischen Brigade. Sie kämpften unter eigenem

Verbandsabzeichen noch bevor es einen jüdischen Staat gab.

Der Soldat und das Baby

Dienstag, 13. März

22.15 ZDF, Dokumentation, 30 Minuten

Kosovo 1999: Hauptfeldwebel Johann Eschen und seine Einheit

erkunden das Dorf Topilo. Sie treffen eine Frau, die seit Tagen in

den Wehen liegt. Die Geburt will nicht einsetzen. Rettungshubschrauber

und Arzt können nicht kommen. Eschen beschließt, die

Frau im Militärkonvoi zum Arzt zu bringen. Sieben Jahre später

fragt er sich, was aus diesem Kind wurde. Der Film begleitet den

heute 39-Jährigen auf der Suche nach dem Mädchen.

Es lebe die Bombe

Freitag, 16. März

20.40 Arte, Fernsehfilm, 90 Minuten

1962: Frankreich führt in der Sahara Atomtests durch. Der junge

Leutnant Philippe gehört zum Überwachungspersonal der Sperrzone.

Als bei einem Test ein Unfall passiert, versucht die Führung

dies zu vertuschen. Die verstrahlten Wachsoldaten kommen in

Quarantäne und werden zur strengen Geheimhaltung verpflichtet.

Wie viel Zeit bleibt den jungen Männern noch zum Leben?

Berliner Militärmusikfest

Sonntag, 18. März

20.15 WDR, Musikfestival, 90 Minuten

Zum elften Mal treffen sich beim Berliner Militärmusikfest nationale

und internationale Militär- und Polizeimusikkorps der Spitzenklasse.

Weit über 600 Mitwirkende versprechen auch dieses

Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Natürlich zeigt auch

ein Musikkorps der Bundeswehr in Berlin sein Können.

Angriff auf die Seele

Montag, 19. März

21.00 Phoenix, Reportage, 45 Minuten

Der Einsatz im Ausland ist für Soldaten der Bundeswehr häufig

ein Moment der Bedrohung. Während Nachrichten über Tote

und Verletzte die Öffentlichkeit schockieren, werden Soldaten

mit psychischen Schäden kaum wahrgenommen. Berufssoldat

Frank Dornseif verlor bei einem Anschlag vier Kameraden. Sein

soziales Umfeld brach zusammen wie ein Kartenhaus. Er fühlt

sich von Bundeswehr wie Gesellschaft verlassen.

TV-Tipp des Monats „Versunken im Oslo-Fjord – Die Todesfahrt der Blücher

NDR, 2. März, 20.15 Uhr

Foto: arte

Foto: www.wikipedia.de

● Schiffsuntergang. Es ist die am wenigsten dokumentierte Schiffskatastrophe der deutschen Kriegsgeschichte. Gleich der erste Einsatz führte ins Verderben.

Am 9. April 1940 wurde der schwere Kreuzer „Blücher“ im Oslo-Fjord versenkt. Fast 1000 Mann der Besatzung und der eingeschifften Truppe kamen

dabei ums Leben. Was ist übrig geblieben von dem Schiff, das am Überfall auf das neutrale Norwegen beteiligt war und im Oslo-Fjord den ersten

Kampftag nicht überstand? Was sagen und denken heute die Überlebenden der Schiffskatastrophe über den Tag, der vielen Kameraden Tod und Vernichtung

brachte? Forschungstaucher Thomas Mauch und das Taucherteam des NDR begleiten eine Expedition zum Wrack.

Y. 03/2007

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