31.07.2014 Aufrufe

technochange - Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

technochange - Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

technochange - Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Management des Software-Lebenszyklus und des<br />

organisatorischen Wandels<br />

LE LE 7<br />

Technische Universität München<br />

<strong>Lehrstuhl</strong> für <strong>Wirtschaftsinformatik</strong><br />

Dr. Tilo Böhmann


Lernziele LE 7<br />

Lernziele:<br />

Sie kennen Ziele der Einführung,<br />

Merkmale von Einführungsstrategien<br />

sowie Strategietypen, die Eckdaten für<br />

Einführungsprozesse festlegen.<br />

Sie können den Begriff „Technochange<br />

management“ von anderen<br />

Veränderungsmaßnahmen abgrenzen<br />

und den Verlauf von <strong>technochange</strong>-<br />

Projekten erläutern mit den besonderen<br />

Herausforderungen der einzelnen<br />

Stadien des <strong>technochange</strong>-Lifecycle<br />

erläutern.<br />

Kernliteratur:<br />

Daniel, A.:<br />

Implementierungsmanagement<br />

(2001), S. 28-39;115-179.<br />

Markus, M. L.: Technochange<br />

management (2004).<br />

Ergänzende Literatur:<br />

Reiß, M.; Rosenstiel, L. v.; Lanz, A.:<br />

Change Management (1997).<br />

Wahren, H.-K.: Change Management.<br />

Veränderungsprozesse gestalten<br />

(2000).<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 2<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Gliederung<br />

7. Gestaltung des Einführungsprozesses<br />

7.1 Einführungsziele und -strategien<br />

7.1.1 Ziele der Einführung<br />

7.1.2 Einführungsstrategien<br />

7.3 Technochange-Management<br />

7.3.1 Besondere Merkmale von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

7.3.2 Verlauf von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 3<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Gliederung<br />

7. Gestaltung des Einführungsprozesses<br />

7.1 Einführungsziele und -strategien<br />

7.1.1 Ziele der Einführung<br />

7.1.2 Einführungsstrategien<br />

7.3 Technochange-Management<br />

7.3.1 Besondere Merkmale von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

7.3.2 Verlauf von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 4<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Zusammenfassung organisatorischer Wandel<br />

Vahs, D.; Leiser, W.: Change Management in schwierigen Zeiten (2003), S.3.<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 5<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Ziel: Verbesserung der Organisation<br />

(Quelle: Markus, M.L.; Keil, M. (1994). If we build it, they will come: Designing information systems that people want to use. Sloan Management Review, 35(4), S. 18)<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 6<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Reiß, M.; Rosenstiel, L. v.; Lanz, A.: Change Management (1997), S. 25.<br />

Einführungsprozess als wechselseitige Abstimmung<br />

zwischen Konzept und Kontext<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 7<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Einführungsprozess als wechselseitige Abstimmung<br />

zwischen Konzept und Kontext<br />

• Anliegen jeder Implementierung besteht darin, ein neues Konzept in einen<br />

vorhandenen Kontext einzupassen<br />

• Konzept = problemgerechte, optimale Lösung<br />

• Kontext = Gegebenheiten, die von dem Konzept (als Neuerung) betroffen sind<br />

= kontextgerechte Lösung<br />

• Einführung als Abstimmungsprozess von problem- und kontextgerechter Lösung<br />

• Die Koordination erfolgt über 2 Grundprinzipien:<br />

(1) Kontextanpassung<br />

(2) Konzeptanpassung<br />

! Im Regelfall erfolgt eine wechselseitige Anpassung!<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 8<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Bedeutung von Zielen für den<br />

Einführungsprozess<br />

• Ziele können als das bewusste Anstreben eines erwünschten<br />

Zustand der Realität in der Zukunft beschrieben werden.<br />

Quelle: Nieschlag/Dichtl/Hörschgen: Marketing (1997), S. 880f.)<br />

• In der Praxis laufen viele Einführungsprozesse ohne explizite<br />

Zielvorstellung oder nur von vagen Zielen begleitet ab<br />

Gründe:<br />

- Bedeutung eindeutiger Zielvorgaben wir unterschätzt<br />

- Aufwand für die Formulierung wird als unproduktiv<br />

empfunden<br />

- Fehlende Abstimmung mit dem Auftraggeber<br />

• Ziele dienen neben der Planung der Einführungsschritte auch der<br />

Zuweisung von Zuständigkeiten<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 9<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Zielinhalte des Einführungsprozesses<br />

auf organisatorischer Ebene<br />

• Hauptziel der Einführung besteht in der Realisierung einer<br />

hinreichenden Anwendung des Einführungsobjekts im<br />

Einführungskontext<br />

! zur Erreichung des Hauptziels sind<br />

- personenbezogene Ziele (z.B. Erreichen von Akzeptanz,<br />

Vermeidung von Reaktanz) und<br />

- sachbezogene Ziele (z.B. Qualitäts-, Kosten- und Zeitziele)<br />

zu verwirklichen<br />

• Beachtung von Wechselwirkungen der einzelnen Ziele in einem<br />

Zielsystem<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 10<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Zielsystem<br />

Daniel, A: Implementierungsmanagement (2001), S. 36<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 11<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Gliederung<br />

7. Gestaltung des Einführungsprozesses<br />

7.1 Einführungsziele und -strategien<br />

7.1.1 Ziele der Einführung<br />

7.1.2 Einführungsstrategien<br />

7.3 Technochange-Management<br />

7.3.1 Besondere Merkmale von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

7.3.2 Verlauf von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 12<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Einführungsstrategien<br />

• Einführungsstrategien können als Vorgehensweisen<br />

grundsätzlicher Art zur Erzielung des Anwendungserfolgs des<br />

Einführungsobjekts im Einführungskontext verstanden werden<br />

• Schaffung eines Orientierungsrahmens, um die<br />

Einführungsmaßnahmen auf die Erfüllung der Einführungsziele hin<br />

zu kanalisieren<br />

• Generierung von Einführungsstrategien auf der Basis von<br />

Dimensionen, aus denen Gestaltungsoptionen abgeleitet werden<br />

können<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 13<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Generierung von Einführungsstrategien<br />

Daniel, A. : Implementierungsmanagement (2001), S. 116.<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 14<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Kombination von<br />

Einführungsstrategie-Dimensionen<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 15<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar<br />

Daniel, A. : Implementierungsmanagement (2001), S. 176.


Erläuterung zum Spinnweb-Diagramm<br />

• Gesamte Einführungsdauer nimmt nach außen (bezogen auf das<br />

Diagramm) hin ab<br />

- dies geht zu Lasten eines erhöhten Qualitäts- und Misserfolgsrisikos<br />

• Im Diagramm nach innen gehend steigen die gesamten Einführungskosten<br />

- basierend auf längerer Einführungsdauer<br />

- Geringer Vorbereitungsaufwand bringt schnell erste Einführungsschritte<br />

- Höhere Akzeptanz der Betroffenen, da der Einführungsprozessweniger<br />

revolutionär, sondern evolutionär erfolgt<br />

• Es existiert nicht eine beste Lösung!<br />

• In Abhängigkeit von den dominierenden Zielen, dem Einführungsobjekt und<br />

den situativen Gegebenheiten sind in der konkreten Anwendungssituation<br />

die Gestaltungsoptionen mit dem größten Erfolgspotenzial zu selektieren<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 16<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Typische Einführungsstrategien<br />

- Großer Wurf -<br />

• Großer Wurf<br />

- Kurze Einführungsdauer<br />

- Hohes Misserfolgsrisiko<br />

- Zur Begrenzung des hohen Qualitätsrisikos ist ein hoher<br />

Planungsaufwand erforderlich, der Einführungsbeginn hinauszögert<br />

- Voraussetzung ist eine langjährige Einführungserfahrung<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 17<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Typische Einführungsstrategien<br />

- Feuerwehreinsatz -<br />

• Feuerwehreinsatz<br />

- Eignung, wenn ein erhöhter Zeit- und Problemdruck zu schnellen<br />

Erfolgen auf möglichst „breiter Front“ zwingt<br />

- Der Erzielung früher Ergebniswirkungen sind alle anderen Optionen<br />

unterzuordnen<br />

- Bewusstes Akzeptieren methodischer Fehler bei der Umsetzung, der<br />

Einführung unausgereifter Module oder auch Akzeptanzschwierigkeiten<br />

bei den Betroffenen<br />

- Schrittweises Ausbessern und Beheben der Mängel im Anschluss an<br />

den „Noteingriff“<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 18<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Typische Einführungsstrategien<br />

- Langsame Optimierung -<br />

• Langsame Optimierung<br />

- Eignung, wenn Qualitäts- und Akzeptanzziele im Vordergrund stehen<br />

- Voraussetzung ist das Fehlen von Zeitdruck<br />

- Eignung bei geringen Einführungserfahrungen der Einführungsträger<br />

- Lange Einführungsdauer kann zur „Versandungsgefahr“ führen<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 19<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Gliederung<br />

7. Gestaltung des Einführungsprozesses<br />

7.1 Einführungsziele und -strategien<br />

7.1.1 Ziele der Einführung<br />

7.1.2 Einführungsstrategien<br />

7.3 Technochange-Management<br />

7.3.1 Besondere Merkmale von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

7.3.2 Verlauf von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 20<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Technochange Management<br />

Theorie:<br />

Große org. Veränderungen<br />

lassen sich auch<br />

ohne den Einsatz neuer<br />

IT umsetzen<br />

Praxis:<br />

Große org. Veränderungen<br />

werden nur dann<br />

umgesetzt, wenn die<br />

Akteure durch ein IT-<br />

System gezwungen sind<br />

sich anders zu verhalten.<br />

<strong>technochange</strong> management<br />

ist eine Strategie, bei der IT gezielt eingesetzt wird um größere<br />

Veränderungen in einer Organisation auszulösen<br />

(People, Processes, organizational Performance)<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 21<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Besonderheiten von Technochange-Projekten<br />

Projekttyp IT Projekt <strong>technochange</strong><br />

Projekt<br />

Zielgrößen<br />

• IT Leistungsfähigkeit<br />

• IT Zuverlässigkeit<br />

• IT Wartungs- und<br />

Betriebskosten<br />

Verbesserung der<br />

(organisatorischen)<br />

Performanz<br />

Lösung<br />

Neue IT Neue IT-Anwendungen<br />

in Verbindung mit<br />

organisatorischen<br />

Veränderungen<br />

Grundansatz<br />

„Projekt“ als temporäre<br />

Organisationsstruktur<br />

(In-Time, In-Budget)<br />

IT-Projekt als eine der<br />

Change-Initiativen in<br />

einem Programm<br />

Reorganisationsprojekt<br />

Verbesserung der<br />

organisatorischen Kultur<br />

und/oder Performanz<br />

Interventionen gerichtet<br />

auf: Menschen,<br />

Organisations-Strukturen<br />

und -Kulturen und<br />

Personalführung<br />

Organisationsentwicklung<br />

mit Fokus Verhalten und<br />

Einstellungen der Akteure<br />

Ergebnis<br />

Lauffähiges System Benutztes System Veränderte Organisation<br />

Darstellung: in Anlehnung an Markus MaSLOW (2004) - LE7 <strong>technochange</strong> - Folie 22 management, S. 5<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Projekttyp 1 – IT-Projekt<br />

Beispiele für ein IT-Projekt:<br />

• Ersatz einer überholten Management Reporting Software durch ein<br />

Data Warehouse, um den Personalaufwand der IT-Abteilung zu<br />

reduzieren, der bei Erstellung von ad hoc Reports für das<br />

Management entsteht.<br />

• Einführung eines Content Management Systems (CMS) zur<br />

Reduzierung des Pflegeaufwands bei den Administratoren<br />

(Fachbereiche können Inhalte im CMS selbst pflegen).<br />

Erfolgsfaktoren:<br />

• Leistungsfähige Projektleiter<br />

• Leistungsfähige Technik<br />

• Leistungsfähiger (Software-)Hersteller<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 23<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Projekttyp 3 – Reorganisationsprojekt<br />

Beispiele für ein Reorganisationsprojekt:<br />

• Transformation einer gewachsenen Organisation, die gegenüber<br />

Ihren Wettbewerbern zurückgefallen ist, weil sie nicht (mehr)<br />

innovativ und kundenorientiert ist.<br />

• Veränderung der Leistungstiefe in Inland aufgrund hoher<br />

Arbeitskosten bei gleichzeitiger Verlagerung der Produktion ins<br />

Ausland.<br />

Erfolgsfaktoren:<br />

• Leistungsfähigkeit des Managements<br />

• Leistungsfähigkeit externer Berater<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 24<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Projekttyp 2 – <strong>technochange</strong>-Projekt<br />

Beispiele für ein <strong>technochange</strong>-Projekt:<br />

• Einführung eines neues Beschaffungssystems (eProcurement) mit<br />

Veränderung des Beschaffungswegs (Bündelung v. Bestellungen und<br />

organisatorische Zentralisierung " Preisabschläge).<br />

• Neue (mobile) Vertriebslösung für den Außendienst bei gleichzeitigen<br />

Abbau des Innendiensts in der Versicherungsbranche.<br />

Erfolgsfaktoren:<br />

• Technologische und Organisatorische Performanz<br />

• Leistungsfähigkeit interner und externen Beteiligter<br />

• Gute Koordination von IT-Projekt und Organisatorischer Veränderung<br />

• Fokus auf die (integrierte) Lösung/“Solution“<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 25<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Merkmale für <strong>technochange</strong>-Situationen<br />

• Mitarbeiter außerhalb der IT-Abteilung und außerhalb des<br />

Unternehmens betroffen<br />

# Eher viele Personen und Interessengruppen involviert<br />

• Eher große Auswirkungen (Umstellung der Arbeitsweise)<br />

• Auch negative Auswirkungen für einige Personen/Gruppen möglich<br />

# Teures, lang andauerndes Projekt, das die operativen Abläufe<br />

zu Beginn erheblich stört.<br />

# Eher revolutionär als evolutionär<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 26<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Gliederung<br />

7. Gestaltung des Einführungsprozesses<br />

7.1 Einführungsziele und -strategien<br />

7.1.1 Ziele der Einführung<br />

7.1.2 Einführungsstrategien<br />

7.3 Technochange-Management<br />

7.3.1 Besondere Merkmale von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

7.3.2 Verlauf von <strong>technochange</strong>-Projekten<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 27<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Stadien im <strong>technochange</strong> Lebenszyklus<br />

Phase Chartering Project Shakedown Benefit<br />

Capture<br />

Stichwort<br />

„Ideas to Dollars“ „Dollars to Solution“ „Solution to Usage“ „Usage to Dollars“<br />

Beschreibung<br />

Aktivitäten<br />

Idee wird<br />

vorgeschlagen,<br />

geprüft und<br />

finanziert<br />

Proposals for<br />

Change, Auswahl<br />

Projektmanager<br />

Entwicklung der<br />

Lösung,<br />

Phase endet mit<br />

„Go Live“<br />

Konzeption,<br />

Entwicklung, Test,<br />

Training, Rollout<br />

Nutzung neuer<br />

Prozesse und<br />

Technologie,<br />

Troubleshooting,<br />

Ziel: „Normaler<br />

Betrieb“<br />

Identifizierung &<br />

Analyse Probleme,<br />

Nacharbeiten<br />

Neue Arbeitsweise<br />

bringt finanziellen<br />

Nutzen,<br />

Kontinuierliche<br />

Verbesserung,<br />

Diverse Upgrades &<br />

Veränderungen<br />

Evaluation der<br />

Ergebnisse, Training<br />

& Qualifizierung<br />

Wichtige<br />

Akteure<br />

Management,<br />

Berater,<br />

Hersteller<br />

Projektleiter und<br />

-beteiligte,<br />

Hersteller<br />

Fachbereiche,<br />

Betriebspersonal<br />

Fachbereiche,<br />

Andere (nichtintendierte<br />

Nutzer)<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 28<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Probleme im <strong>technochange</strong>-Prozess<br />

• Probleme können in den einzelnen Phasen des <strong>technochange</strong>-<br />

Lebenszyklus auftreten und ggf. in dieser Phase gelöst werden.<br />

• Probleme können aber auch in die folgenden Phasen „exportiert“<br />

werden.<br />

• Probleme werden an die Personen weitergegeben, die in<br />

nachfolgenden Phasen involviert sind.<br />

• Die Beteiligten in den einzelnen Phasen sind i.d.R. nicht die gleichen<br />

(unterschiedlichen Qualifikationsanforderungen für einzelne Phasen).<br />

• Gefahr: weitergegebene Probleme werden nicht erkannt oder können<br />

von den später Beteiligten nicht (mehr) gelöst werden.<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 29<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Probleme im „Chartering“<br />

• Unsicherheit über Kosten, Nutzen und Risiken<br />

• Unstimmigkeiten über das Vorgehen<br />

• Druck und Lobbying von Herstellern, Beratern, Analysten, Medien,<br />

etc.<br />

• Widerstand<br />

• Unzureichende Mittelversorgung<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 30<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Exportierte Probleme aus dem „Chartering“<br />

• Unzureichende Analyse<br />

• Erwartung einer „Magic Bullet“<br />

• Unterdeckung der Change Kosten (z.B. Training)<br />

• Mangelnde Kommunikation bzgl. Veränderungsbedarfen und<br />

Beschränkungen der Lösung<br />

• Fehlende echte Incentives und fehlende Eigentümerschaft in den<br />

Fachbereichen<br />

• Unbeabsichtigte Konsequenzen<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 31<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Probleme im „Project“<br />

• Unzureichende Ressourcen<br />

• Wechsel von Projektmitarbeitern und -sponsoren<br />

• Konflikte im Projektteam<br />

• Unzureichender Support von den (Technologie-)Herstellern<br />

• Veränderungen im Geschäftsumfeld führen zu Änderungen des<br />

Umfangs, Budgetkürzungen oder Ablaufänderungen<br />

• Zeitknappheit<br />

• Widerstand von operativen Einheiten<br />

• Projektabbruch<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 32<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Exportierte Probleme aus dem „Project“<br />

• Einschränkungen im Umfang, die Funktionalität einschränken<br />

• Kürzungen bei Datenkonvertierung, Test und Benutzerschulung<br />

• Fehler beim Design komplementärer Veränderungen<br />

• Unzureichende Planung der Implementierung<br />

• Fehler im Design, die auf unzureichende Partizipation von Benutzern<br />

oder fehlende sozio-technische Analyse zurückzuführen sind<br />

• Ungewollte Konsequenzen<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 33<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Probleme im „Shakedown“<br />

• Verfrühtes Auflösen des Projektteams<br />

• Unzureichendes Training<br />

• Neue Prozesse und Technologie funktionieren nicht wie erwartet<br />

• Widerstand in den nutzenden (Fach-)Bereichen<br />

• Zerstückelung operativer Prozesse<br />

• Gegenreaktionen von Kunden oder anderen Geschäftspartnern<br />

• Druck zu alten Prozessen/Systemen zurückzukehren<br />

• Beendigung des <strong>technochange</strong><br />

MaSLOW - LE7 - Folie 34<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Exportierte Probleme aus dem „Shakedown“<br />

• Nur wenige aus der Nutzergruppe haben Wissen über Technologie<br />

• Verfrühte Stabilisierung der Durchführung mit mangelhaften<br />

„Workarounds“<br />

• Erwartete Verhaltensweisen können nicht etabliert werden (z. B.<br />

Daten für Entscheidungsunterstützung kommen nicht zum Einsatz)<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 35<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Probleme beim „Benefit Capture“<br />

• Keine Prüfung der Leistungsfähigkeit der <strong>technochange</strong>-Lösung<br />

• Aus der Lösung wird kein Nutzen gezogen<br />

• Fehlendes Lernen und keine kontinuierliche Verbesserung<br />

• Keine Leistungsbeurteilung<br />

• Unwillen Verbesserungen umzusetzen, weil schmerzhafte<br />

Implementierungserfahrungen aus den Vorphasen vorliegen<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 36<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Erfolgreiche <strong>technochange</strong>-Projekte<br />

Lösung<br />

• Die Lösung ist in der Lage die gewünschten Ergebnisse zu produzieren, wenn<br />

sie richtig angewandt wird.<br />

• Die Lösung wird tatsächlich produktiv & effektiv eingesetzt.<br />

• Aus der Lösung wird aktiv Nutzen gezogen.<br />

Ablehnung der Lösung<br />

bei schlechtem Design- und Umsetzungsprozess<br />

Guter Design- und Umsetzungsprozess kann<br />

gute Lösung nicht ersetzen<br />

Prozess<br />

• Nutzung von Prototyping im Design- und Umsetzungsprozess<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 37<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Zusammenfassung <strong>technochange</strong><br />

Eine erfolgreiche <strong>technochange</strong>-Lösung ist eine integrierte<br />

technische UND organisatorische Lösung:<br />

$ „Completeness“ (IT und komplementäre organisatorisch<br />

Veränderungen)<br />

$ „Alignment“ („Fit“ zwischen Lösung und Prozessen, Kulturen und<br />

Anreizen der Organisation)<br />

$ „Division of benefit“ (Arrangements, die es erlauben Nutzen aus<br />

einer Lösung zu ziehen)<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 38<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar


Herausforderung Wandel<br />

NUTZEN<br />

SOLL<br />

SUPPORTING<br />

IDEAL<br />

MARKETING<br />

REAL<br />

IST<br />

KONFUSION<br />

DIFFUSION<br />

EROSION<br />

IMPLEMENTIERUNGS-<br />

ZEIT<br />

COACHING<br />

SCHADEN<br />

(Quelle: in Anlehnung an Reiß, M. (2004), Change Management: Herausforderung der Akzeptanzförderung, unveröff. Präsentation)<br />

MaSLOW - LE7 - Folie 39<br />

© Prof. Dr. H. Krcmar

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!