10:00 abraxas - a-guide.

a.guide52.de

10:00 abraxas - a-guide.

Von

Das Magazin für den Kulturraum Augsburg

Februar/März 2010

Das Berlinheft

inklusive 25 Seiten


3 intro

Jahr für Jahr packen einige unserer besten Köpfe ihre Laptops,

Diplome und Trainingsjacken, um in Berlin ein neues Leben zu

beginnen. Was treiben Sie alle dort, wie sieht ihr neues Leben

aus und haben sie in einem stillen Moment Heimweh? Das

Thema wirft genügend Fragen auf, um unseren Berlinkorrespondenten

Max Stumpf, 29 darauf anzusetzen. Der Journalist

und Musiker verließ vor knapp zwei Jahren unsere kleine

Fuggerstadt, ist also zweifelsfrei Experte auf den Gebieten A und B.

Den Wunsch zur Veränderung hatte unser Autor schon lange vor

seinem großen Sprung, aber erst als im Wahlkampf die Agentur des

jetzigen Bürgermeister wegen Max' Artikel Druck auf seine damalige

Redaktion ausübte, entschloss er sich zum Abgang. Er suchte das Neue

und fand es. Pech für Augsburg, Glück für unsere Leser.

16 Von A nach B – Abwanderer­ und Exilantengeschichten

22 Vom B in A – ein Spaziergang mit Fabian Pittroff

24 Berlin ist Hype – Interview mit Martin Eder

Das Berlinheft

26 Berlin der Wichtigen – Christian Ruck und Konrad Hummel

28 Dörte Ehrig – sie fotografierte für diese Ausgabe nicht nur das Titelbild

Max Stumpf

Fabian Pittroff

Dörte Ehrig


kulturkurznachrichten 4

kulturkurznAcHricHtEn Postkartenmotiv gesucht –

Jugendkulturfestival steckt mitten in den Vorbereitungen

Letzte Stories

Das ABC des Lebens« unseres Kolumnisten

Franz Dobler erscheint in dieser

Ausgabe zum letzten Mal und bleibt

uns doch erhalten: in Buchform. Die

Freude ist groß in der Redaktion: Nicht

nur, dass ein neues Buch unseres beliebten

Kollegen Franz Dobler erscheint,

es wird auch die Texte seiner

guide­Kolumne »Das ABC des Lebens«

enthalten. Seit unser Heft quadratisch

ist, wird es geziert durch Doblers lässige

Beobachtungen. »Letzte Stories –

26 Geschichten für den Rest des Lebens« erscheint am 12. März im Blumenbar­

Verlag und berichtet in alphabetischer Reihenfolge von einem Mädchen in der

Notaufnahme, einem vertraulichen Gespräch mit einer Katze und dem mysteriösen

Pärchen Ying und Yang. Das gilt es natürlich angemessen zu feiern: Der

guide wird deshalb am 24. April eine Buchparty schmeißen, wie sie eines

echten Cowboys würdig ist. Bis dahin trösten wir uns mit der vorerst letzten

Dobler­Kolumne – nur hier im Heft auf Seite 50 und für immer auf a­guide.de

unter der Rubrik »Das ABC des Lebens«.

www.franzdobler.de

Neuland – a-guide.de startet ein offenes Blog

Ab sofort ist unsere Homepage die Heimat eines Experiments: Wir haben ein offenes

Blog für den Kulturraum A3 eingerichtet. Wir laden alle dazu ein, sich mit

Beiträgen und Kommentare zur Kultur in Augsburg und Umgebung zu beteiligen.

Beiträge im blog a dürfen persönlich sein und werden namentlich gekennzeichnet.

Das blog a soll Freiräume bieten für neue Ideen und Anregungen zur

Diskussionen schaffen. Das Blog ist gratis, unabhängig und offen für alle, die Interesse

und eine Meinung zu Politik und Kultur mitbringen. Das blog a befindet

sich zurzeit in der Testfase und darf sich organisch weiter entwickeln. Ganz einfach

auf www.a­guide.de rechts oben zum blog a klicken und über das Anmeldeformular

mit vier kurzen Angaben registrieren.

www.a-guide.de

Wie schon im vergangenen Jahr verspricht

das Modular auch 2010 drei

Tage lang an 24 Locations Musik, Literatur

und Popkultur satt. Voraus gehen

dem Festival zahlreiche Workshops:

Jugendliche bekommen in

mehr als einem Dutzend Kursen professionelle

Einblicke in die Augsburger

Szene. Es wird fotografiert, geschrieben und gemalt.

Als besondere Aktion in diesem Jahr sucht das Modular ein frisches Design für

die künftige Postkarte zum Festival. Noch bis zum März hat jeder die Möglichkeit,

ein selbst gestaltetes Motiv auf die Internetseite des Festivals zu stellen.

Dort können alle Beiträge von Besuchern bewertet werden. Das Siegermotiv

wird 5.000­mal gedruckt und zwei Wochen lang in den wichtigsten Augsburger

Kneipen zu sehen sein.

www.modularfestival.de

Brechtpreis für Ostermayer

Geschasster abc Chef erhält wichtigsten

Kulturpreis der Stadt. Drei Jahre

prägte der international gefeierte

Autor und Dramatiker Albert Ostermaier

als Intendant des vom ihm konzipierten

Festivals Augsburg Brecht

Connected ein neues Brechtverständnis

und erntete damit für die Heimatstadt

des Dichtes reichlich Anerkennung.

Nach dem Machtwechsel im

Rathaus wurde abc vom neuen Kulturreferenten

Grab abgewickelt. Am 10.

Februar nimmt Ostermaier als 6. Träger

den mit 15 000 Euro dotierten Bertholt

Brecht Literaturpreise entgegen.

www.albert-ostermaier.com

Kochs in Augsburg

Leinwand­ und Papierfaltungen des

Augsburger Künstlers Christofer

Kochs zeigt bis zum 26. Februar die

Galerie Oberländer im Färbergässchen.

Außerdem werden Papierarbeiten

und Skulpturen aus den Jahren

2005 bis 2008 präsentiert sowie Werke

aus den Serien »Auslöser« und »Summe

der Möglichkeiten«, die bereits als

Katalog veröffentlicht wurden.

www.christopher-kochs.de


5 kulturkurznachrichten

Die Adresse

für alle Genießer

Über 100 Shops, Cafés und Restaurants!

MO.-SA. BIS 20 UHR FÜR SIE GEÖFFNET . 2.000 PARKPLÄTZE . SA. FREI PARKEN AB 16 UHR

www.city-galerie-augsburg.de


»Wohlig warmer Winter« – Ausstellung im Rieser Bauernmuseum

Im Meteoritenkrater des Nördlinger Rieses liegt das Rieser Bauernmuseum Maihingen.

Das Thema der dortigen aktuellen Ausstellung passt wie ein Kachelofen

zur Winterzeit: Unter dem Titel »Wohlig warmer Winter« ist in dem traditionsreichen

Museum zu sehen, wie frühere Generationen der kalten Jahreszeit begegnet

sind. Gezeigt werden Kleidungsstücke und wie man durch Essen und

Getränke für die innere Wärme gesorgt hat.

noch bis 21. Februar im Rieser Bauernmuseum Maihingen,

www.rieser-bauernmuseum.de

Seltsames Amerika – Porträts von

queerem Leben in den USA

In der Ausstellung »Embodiment – A

Portrait of Queer Life in America« zeigt

das Amerika Haus in München Fotografien

von Molly Landreth und Videos

von Amelia Tovey, die allesamt »queere«,

das heißt quer zu den gesellschaftlichen

Normen stehende Menschen

vorstellen wollen. Die sorgfältig durchdachten

Inszenierungen präsentieren

ein Amerika, das wandlungsfreudig

und oft widersprüchlich ist – spannende

Dokumente der Freiheit.

noch bis 12. März im Amerika Haus,

München, www.amerikahaus.de

kulturkurznachrichten 6

ÜBEr DEn tEllErrAnD kulturtiPPS AuS DEr nAcHBArScHAFt

Leben nach Drehbuch/The Scripted Life – Arbeiten von Candice Breitz

Das Kunsthaus Bregenz zeigt aktuell Arbeiten der Künstlerin Candice Breitz aus Johannesburg, sowohl bekannte großformatige

Videoinstallationen als auch neue, in Europa erstmals ausgestellte Werke. Charakteristisch für ihre Installationen

sind Techniken der Montage und Collage, in denen sie ihre technisch ausgefeilten und inhaltlich komplexen Videoarbeiten

produziert. Meist geht es Breitz um die klischeehaften Erzählstrukturen des klassischen Hollywoodkinos oder um das Leben

von Fans. Immer ist ihre Kunst eine eindrucksvolle Dokumentation der Position des Individuums in der modernen Mediengesellschaft.

noch bis 11. April im Kunsthaus Bregenz

www.kunsthaus-bregenz.at


7

kulturkurznachrichten

VVK Mozart

Beim Augsburger Mozartfest 2010 vom 7. bis 16.

Mai kommen jene Werke zu Gehör, die Wolfgang

Amadé auf seinen drei Italienreisen komponierte

oder kennenlernte und die sein weiteres

Werk beeinflussten. Das Publikum darf

sich auf spannende Wieder­ und Neuentdeckungen

ebenso freuen wie auf interessante

Uraufführen. Der Ticketprospekt liegt aus. Karten

gibt es ab 22. Februar im Theater Augsburg,

Tel. 324­4900.

www.mozartstadt.de

Hommages à Paul Sacher

»Zukunft(s)musik« ist eine Initiative von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Augsburg und freischaffenden

Musikern der Stadt, allesamt verbunden durch das gemeinsame Interesse an zeitgenössischer

Musik (lesen Sie dazu auch unseren Gastbeitrag auf Seite 34). In den »Hommages à Paul Sacher« präsentieren

sie zusammen mit Prof. Julius Bergers Celloklasse des Leopold­Mozart­Zentrums sämtliche Cellowerke,

die dem systematischen Förderer moderner Musik gewidmet sind. So stehen u.a. die »Variationen über das

Thema eSACHERe« (1975) von Cristobal Halffter ebenso auf dem Programm wie »Für Paul Sacher – Drei

Epigramme für Cello solo« (1975) von Conrad Beck.

Hommages à Paul Sacher, 1. und 3. Februar, 20 Uhr, Goldschmiedekapelle St. Anna

www.zukunft-musik.de

Limbach spricht

»›Zusammen leben‹. Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in

der Stadtgesellschaft«, so lautet der Titel einer neuen Vortragsreihe,

veranstaltet vom Projektbüro für Frieden und Interkultur, der

Evangelischen Stadtakademie, der Interkulturellen Akademie

und der Universität Augsburg. Persönlichkeiten aus Wissenschaft,

Kultur, Sport und Politik widmen sich hier den Themen Interkulturalität,

Diversity, Interreligiosität und Frieden. Zum Auftakt

spricht Jutta Limbach über Recht und Kultur in der multireligiösen

Zivilgesellschaft. Angefragt für Folgevorträge sind u.a. Ulrich

Beck, Navid Kermani und Philipp Lahm. Vortrag Jutta Limbach, 17.

März, 19.30 Uhr, Goldener Saal im Rathaus, Eintritt: 3/5 Euro

www.kulturamt.augsburg.de

Lettl zum 90.

Am 18. Dezember letzten Jahres wäre Wolfgang Lettl 90 Jahre alt

geworden. Aus diesem Anlass widmet der Lettl­Verein in Kooperation

mit der Stadt Augsburg dem großen Augsburger Surrealisten

die Gedenkausstellung »Deinen Schatten vergesse ich, dich aber

nicht«. Das Rahmenprogramm bietet reiche Einblicke in das

Schaffen des Künstlers. So sind surreale Filme zu sehen und Texte

von Wolfgang Lettl zu hören. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

mit Werken von 1999 bis 2007.

Deinen Schatten vergesse ich, dich aber nicht, noch bis 28. Februar

in der Toskanischen Säulenhalle im Zeughaus

www.lettl.de

Geheimtipp!


kulturkurznachrichten

kulturnAcHricHtEn runD uM DAS BrEcHtFEStiVAl

Erstaufführung

Ruth Berlau, die Brecht als Geliebte und Mitarbeiterin durch alle Stationen des Exils

begleitet hat, wird in »Verbrannt« zur Hauptfi gur. Die Beziehung zu Brecht ist eng,

doch gibt es daneben auch die Ehefrau Helene Weigel. »Verbrannt« zeigt Widersprüche

zwischen der Utopie einer gerechteren Gesellschaft, für die Berlau kämpft und

die Brecht beschreibt, und dem Leben, das er als Ehemann und Liebhaber führt. Mit

Tinka Kleffner, Daniela Nering und Ronald Hansch, Regie: Sebastian Seidel.

Verbrannt, 19., 26., 27. Februar und 5., 6., 12., 13., 19., 20., 26. März, 20.30 Uhr,

S’ensemble Theater

www.sensemble.de

Gala

Schon Bertolt Brecht war klar: Der Film braucht die Kunst, aber die Kunst braucht

auch den Film. Darum wird die Brechtgala ein facettenreiches Spektrum zum Thema

Brecht und Film bieten. Wie im letzten Jahr gibt Heino Ferch als Gastgeber den

Dichter, diesmal mit Dominique Horwitz an seiner Seite. Ein Feuerwerk der Künste

entfachen Ben Becker, Carmen­Maja Antoni, Therese Affolter, Eva­Maria Hagen,

Marie Biermann, Milva und Karin Baal. Dazwischen gibt es Filmausschnitte aus

dem Leben und Werk Brechts mit noch nie gezeigtem Material zu sehen.

Brechtgala, 9. und 10. Februar, 19.30 Uhr, Theater Augsburg,

Eintritt: 13,50 bis 42,50 Euro,

Karten: Theater Augsburg, Tel. 324­4900 und AZ­Kartenservice, Tel. 0180 – 545 04 11

www.brechtfestival.de

Theater

Mit den »Männergesprächen« ist eine Kultinszenierung der Brechtenkelin Johanna Schall aus dem Berliner

Theater im Palais zum ersten Mal in Augsburg zu sehen. Zwei Schauspieler präsentieren einen komischernsten

Brecht­Abend, begleitet von einer Pianistin. In den dargestellten Widersprüchlichkeiten entstehen

ungewohnte Perspektiven auf den Dichter, nicht zuletzt der politische Brecht erscheint in neuem Licht. Im

Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit der Regisseurin.

Männergespräche. Nachts. Oder. Bevor die Irrtümer verbraucht sind, 5. Februar, 19.30 Uhr, Komödie

Eintritt: 10/13 Euro

www.brechtfestival.de

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9 kulturkurznachrichten

Daktarimba-Projekt in der Kiste

Die afrikanischen und amerikanischen Wurzeln des Jazz lustvoll aufeinanderprallen zu lassen, das ist das

Ziel von Wolfgang Lackerschmids Daktarimba­Projekt. Statt Vibraphon spielt er in dieser Formation ausschließlich

Marimbaphon. Hervorragend korrespondiert damit die Stimme von Sänger und Multiinstrumentalist

Njamy Sitson. Der international erfolgreiche Pianist Walter Lang begeistert das Publikum mit

seiner subtilen Begleitung und immer wieder überraschenden Soli.

Daktarimba, 22. Februar, 20.30 Uhr, Foyer der Puppenkiste

www.diekiste.net

Gemalte Geschichten – Malerei und Videokunst von Ruth Strähhuber

Anlässlich des Debütantenpreises des Bayerischen Staatsministeriums für

Wissenschaft, Forschung und Kunst sind noch bis 21. Februar in der BBK­Galerie

des Kulturhauses abraxas Arbeiten von Ruth Strähhuber zu bestaunen.

Ihre Werke sind Momentaufnahmen alltäglicher Begegnungen, die erfreuen

und erschüttern können. Die Künstlerin zeigt Kinder und Alte und immer

auch deren Verletzlichkeit, um den Betrachter für Werte jenseits von Belanglosigkeit

und Gewohnheiten zu sensibilisieren.

noch bis 21. Februar in der BBK­Galerie des abraxas

www.straehhuber.de

Licht der Freiheit

Ab 12. Dezember 2009 wurde das acht Tage dauernde jüdische Lichterfest Chanukka gefeiert. Es erinnert

an den erfolgreichen Freiheitskampf der Makkabäer gegen die Unterdrückung und das anschließende

Lichtwunder, das sich bei der Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels ereignet haben soll. Das Jüdische

Kulturmuseum Augsburg­Schwaben zeigt zu diesem Thema eine Ausstellung, die die historischen

Ursprünge des Lichterfests erläutert und seine Bräuche vorstellt. Chanukka – Eine Ausstellung zum jüdischen

Lichterfest, noch bis 21. Februar, Synagoge Augsburg www.jkmas.de


Op und Pop

Farbenfrohe, dynamische Werke bestimmen die Ausstellung »Lust der Linie« der

im Dezember verstorbenen Op­ und Pop­Art­Künstlerin Marie­Luise Heller im

Museum im Wittelsbacher Schloss in Friedberg. In den Schlosssälen kann der

Besucher z.B. raffinierte Diaobjekte aus mehreren hintereinander montierten,

mit Lackfarbe besprühten Plexiglasscheiben entdecken. Die kräftigen Farben

sind ganz im Stil der Pop­Art, während sich durch Bewegung vor den Objekten

Effekte der Op­Art einstellen.

Lust der Linie, Marie­Luise Heller zwischen Op und Pop, 25. Februar bis 5. September

www.museum-friedberg.de

kulturkurznachrichten

Ländlicher Luxus und extreme Landschaften –

Jahresprogramm 2010 der Bezirksmuseen erschienen

Viel Kunst und Kulturgeschichte ist wieder drin im neuen Jahresprogramm

der Museen des Bezirks Schwaben: ob Luxus auf dem Land, die Bierkultur in

Schwaben, das Werk der Bildberichterstatterin Erika Groth­Schmachtenberger

oder extreme Landschaften in Wüstenregionen und der Antarktis:

Die neu erschienene Museumsinfo 2010 wartet mit spannenden Ausstellungen

und Veranstaltungen auf und kann beim Bezirk Schwaben angefordert werden:

Tel. 31 01–386.

www.bezirk-schwaben.de

Mufuti Twins zu Mufuti Four

Angefangen hat alles mit Noten und einem Tonband, gefunden in einem Haufen

Sperrmüll. Die Mufuti Twins Christofer Kochs und Markus Mehr haben diese

Fundstücke betextet, re­arrangiert und ergänzt. Raffiniert rettet der Mufuti­

Sound die Swingsongs vom Gestern ins Heute. Live verdoppeln sich die Mufuti

Twins zu den Mufuti Four, um ihre »Sperrmüll Tapes« vorzuführen. Zu hören,

zu sehen und zu bejubeln sind die vier am 12. März im Popklub des Jungen

Theaters im Kulturhaus abraxas.

www.myspace.com/mufutitwins

AntoniusHof

www.antoniushofaugsburg.de der historisch Moderne im Herzen von Augsburg

10


11 kulturkurznachrichten

Brüderlichkeit 2010

Der Deutsche Koordinierungsrat der

Gesellschaften für Christlich­Jüdische

Zusammenarbeit hat für die Woche

der Brüderlichkeit 2010 das Motto »Verlorene

Maßstäbe« ausgegeben. Bundesweit

geht man in Theatern, Konzerten,

Ausstellungen und Vorträgen der Frage

nach, welche Maßstäbe für ein

gleichberechtigtes Miteinander gelten

müssen. In diesem Jahr wird Augsburg

eine besondere Ehre zuteil: In der Friedensstadt

findet die zentrale Eröffnungsfeier mit Verleihung der Buber­Rosenzweig­Medaille

an den Architekten Daniel Libeskind statt. Woche der Brüderlichkeit,

von 7. bis 14. März

www.gcjz-augsburg.de

Alt und Neu

»Lauthals« erinnert stark an

»Sprachlos«, die Zeitschrift für Literatur

und Grafik, die vor 30 Jahren

in Augsburg erschien. Aber »Lauthals«

ist neu – nur manche der Macher

sind älter! Im Dezember 2009

erschien die erste Ausgabe dieser

Zeitschrift für Literatur und Kunst.

Sie wird von Dr. Richard Gammel

herausgegeben. Gute Bekannte wie

Pit Kinzer, Michael Friedrichs oder

Michael G. Symolka geben Kostproben

ihres künstlerischen Schaffens.

»Lauthals – Augsburger Zeitschrift

für Literatur und Kunst« erscheint

vierteljährlich und kostet 5 Euro.

Kindertheaterfestival

In seiner sechsten Ausgabe präsentiert

das Kooperationsprojekt »panoptikum«

des Theaters Mummpitz Nürnberg

und des Jungen Theaters Augsburg

sechs ausgewählte Inszenierungen

von Kindertheatern aus Bayern, ergänzt

durch zwei internationale Gastspiele.

Das Festival bietet jungen Zuschauern

an­ und aufregende Einblicke

in zeitgenössisches Theater von klassischem

Schauspiel über Figuren­ und

Objekttheater bis hin zu Musiktheater und Rauminstallationen. Eröffnet wird

durch die dänische Gruppe 38 mit »Eine kleine Sonate« (9. Februar, 11 Uhr, ab 7).

Panoptikum, 9. bis 13. Februar, Kulturhaus abraxas,

Eintritt: 6,50/8,50/10,50 Euro, www.festival-panoptikum.de

Dreiblick

Monika Schultes, Josef Breuer und Dietrich

Wagner zeigen ihre Werke in der

Ecke­Galerie im Rahmen von »Dreiblick:

Fotografische Positionen«. Bei der

Vernissage zitierte Prof. Flora Gräfin

von Spreti in ihrer Laudatio Man Ray

mit den Worten: »Ich male das, was ich

nicht fotografieren kann, ich fotografiere

das, was ich nicht malen kann.«

Dies setzen die drei Künstler in ihren

Arbeiten gekonnt um. Die Ausstellung

läuft noch bis zum 20. Februar.

www.ecke-galerie.de


Neues von den Kunstsammlungen

Allzu viel ist über das Jahresprogramm der Kunstsammlungen ja noch nicht in

Erfahrung zu bringen, aber eines steht fest: Das Top­Highlight 2010 dürfte die bayerische

Landesausstellung »Bayern – Italien« (21. Mai bis 10. Oktober) sein, deren

Augsburger Beiträge im tim und im Maximilianmuseum zu sehen sind. Die Beziehungen

zwischen Augsburg und Italien sind ja bekanntlich äußerst vielfältig: Das

Maximilianmuseum zeigt in der Ausstellung »Künstlich auf Welsch und Deutsch

– Kunstaustausch zwischen Bayern und Italien im 15./16. Jahrhundert« die Einflüsse

Italiens auf die süddeutsche Kunst, u.a. mit Werken von Tizian und Dürer. Im

tim werden die bayerisch­italienischen Beziehungen vom 19. Jahrhundert bis heute

dokumentiert – von den frühen Reisenden über italienische Gastarbeiter in

Bayern bis zu Importen wie Pizza, Versace und trinkbarem Kaffee.

Das H2 präsentiert ab dem 11. Februar ein vielseitiges Programm zum Thema:

»50 Jahre Kunstförderpreis der Stadt Augsburg«. Im Höhmannhaus heißt die Devise

»oder oder auch«. Sind Florian Balzes Arbeiten (Foto) funktional oder skulptural?

Kunst oder Design? Auch Alltagsgegenstand? Diese Grenzen verschwimmen

in der Ausstellung »oder oder auch« des in Augsburg geborenen Künstlers Balze,

die noch bis einschließlich 28. Februar in der Neuen Galerie im Höhmannhaus zu

sehen ist. Ab dem 5. März zeigt das Höhmannhaus Arbeiten von John Pawsun.

Vom 28. März bis 20. Juni wird ein großer und fast vergessener Sohn der Stadt in

Erinnerung gerufen: »Ein Maler des Lichts – zweimal Johann Evangelist Holzer in

zwei Museen«. Holzer, zu seinen Lebzeiten ein berühmter Maler und Grafiker des

Barock, wird – erstmals in diesem Umfang – mit über 150 Exponaten gewürdigt.

Im Schaezlerpalais zeigt die Ausstellung »Maler des Lichts« den Freskanten Holzer.

Seine Entwürfe zu Fresken an Bürgerhäusern belegen die vergangene Fassadenpracht.

Zudem wird er als Meister des Porträts vorgestellt. Im Diözesanmuseum St.

Afra sind Holzers großformatige Altarblätter und spektakuläre Thesenblätter zu

sehen, die Augsburg als einstiges Zentrum der Druckerkunst ausweisen.

www.bayern-italien.de, www.kunstsammlungen-augsburg.de

Bring Augsburg in die Welt

So lautet der Titel des Wettbewerbs um den ersten Augsburger Medienpreis,

den das Medienforum Augsburg e.V. ausgeschrieben hat. Ziel des Preises ist es,

Medienschaffende und Bürger aufzufordern, Ideen zu entwickeln, die den

Standort Region Augsburg mithilfe der Nutzung medialer Instrumente direkt

oder indirekt fördern. Die Idee kann sowohl ein Produkt, ein Konzept oder

auch eine Dienstleistung sein. Die Bewerbungsfrist endet am 17. Mai.

www.medienforumaugsburg.de

Musik und Lyrik für Kinder

Seit vielen Jahren begeistert das Duo

aus der Schauspielerin Karla Andrä

und dem Jazzmusiker Josef Holzhauser

Kinder und Erwachsene gleichermaßen,

denn in ihren Stücken gehen

Schauspiel und Musik auf beeindruckende

Weise Hand in Hand. Kein

Wunder also, dass sie sich mit ihrem

Faks­Theater auch gerne Brecht widmen.

So etwa in ihrem Programm

»Der Pflaumenbaum«, in dem durch

eine kindgerechte Poesieauswahl die

Lust auf den Dichter Brecht und Lyrik

allgemein geweckt wird. Zu sehen ist

das Programm am 7. und 8. Februar

im Kulturhaus abraxas.

www.fakstheater.de

Fehler passieren

Slugabed und 1000 Names in der

Mahagoni Bar

Die Partyreihe »Glitch happens«

schreibt sich mit ihren gutgewählten

Bookings schon seit einer ganzen

Weile in die Terminkalender derer,

die ihren wirren elektronischen Hiphop

mit viel Synthies mögen. Weiter

geht es auf genau diesem Weg am 27.

Februar mit »Slugabed« aus England

und einen Monat später am 27. März

mit 1000 Names (Bild) aus Bulgarien.

Beide Abende finden statt in den Katakomben

der Mahagoni Bar, die zu

diesen Partys mit Hilfe mehrere Videobeamter

in buntes Licht getaucht

werden.

www.12junkies.de

kulturkurznachrichten

Augsburg-Open

Unter dem Motto »Haben Sie etwas zu zeigen? – Dann zeigen Sie es doch!« veranstaltet

die City Initiative Augsburg zusammen mit der Regio Augsburg Tourismus

GmbH, der Ideenwerkstatt Augsburg und der Regio Augsburg Wirtschaft

GmbH die sogenannten Augsburg Open, in diesem Jahr vom 25. bis 28.

März. Vier Tage und Nächte öffnen sich sonst verschlossene Türen, um den

Besuchern einzigartige Blicke hinter die Kulissen unserer Stadt zu gewähren.

Fanden im Jahr 2004 noch knapp 100 Besichtigungen statt, steigerte sich das

2009 auf gut 300 Programmpunkte und Führungen, von denen die meisten

innerhalb von nur sechs Stunden ausgebucht waren.

www.cia-augsburg.de

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»Fühl Dich Wohl«

Am 7. Februar laden die Salonschwestern zwischen 10 und 18 Uhr zum ersten

Wellness­Salon in die alte Hoechstkantine nach Bobingen. Neben zahlreichen

Angeboten aus dem Gesundheits­ und Ernährungsbereich stehen Sport und

Massagethemen auf der Agenda und werden den Besuchern vorgestellt. Es gibt

ayurvedische Köstlichkeiten zu probieren und jede Menge Interessantes von

Imageberatung bis Salsakurs.

www.salonschwestern.de

Beweglich bleiben – Das Theater Mobilé im Parktheater

Das Programm »BeWeGung« des Theaters Mobilé zeigt am 11. März die Evolution

der Bewegung von den ersten Anfängen bis in die Moderen. Dabei werden alle

Register gezogen: Die fünf »Ganzkörpersprecher« präsentieren Tanz, Skulpturen,

Akrobatik und Pantomime – alles zusammen in einer Inszenierung, die zugleich

unterhalten und rühren soll. Ein interessantes Experiment zwischen den Stühlen.

www.parktheater.de

kulturkurznachrichten

Mit dem Herzen sehen – »Der kleine Prinz«

Die Bühnenversion des Klassikers von Antoine de Saint­Exupéry kommt am 21.

Februar in die Stadthalle Gersthofen. Die Inszenierung der Theatercompany

Drehbühne Berlin ist eine raffinierte Kombination aus Theater, Puppenspiel

und Film. Die Schauspielerin Nanda Ben, die den kleinen Prinzen spielt, interagiert

live mit Schauspielern auf der Leinwand, darunter Bruno Ganz, Horst

Krause und Florian Lukas. Von jeder Eintrittskarte kommen zwei Euro einem

Projekt des Kinderhilfswerks UNICEF zugute. Für Erwachsene und Kinder ab 8.

www.stadthalle-gersthofen.de


REGIO

AUGSBURG

TOURISMUS

präsentiert

a-guide-kulturwege – 10. teil: Weihnachtsmärkte in der region

kulturwege

Wer im Advent einige besinnliche Stunden zur Einstimmung auf das große Fest verbringen möchte oder sich mit Freunden kurz vor

Jahresende noch auf einige Tassen Glühwein treffen will, der sieht sich einem von Jahr zu Jahr anwachsenden Angebot an Märkten und

Adventsfeiern gegenüber. Da ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund haben wir für unsere Leser einige

der schönsten Möglichkeiten zusammengestellt, sich auch in der dunkelsten Zeit des Jahres am hellen Lichterglanz zu erfreuen.

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kulturkurznachrichten

WM Kick Off

»Südafrika« ist ein beeindruckender Vortrag von Dirk Bleyer in neuer, höchster

digitaler Qualität, ergänzt durch Filmsequenzen, witzige Originaltöne und eigens

zur Schau komponierte Musik. Verborgene Elefantenpfade führen den Fotografen

aus Kapstadt hinaus zu der unwiderstehlichen Schönheit der landschaftlich

grandiosen Gartenroute bis in den wildreichen Krüger­Nationalpark

hinein. Bleyers erfrischende Vorführung überrascht mit skurrilen Beziehungen

zwischen Mensch und Vierbeiner, die Fragen aufwerfen wie »Was haben Erdmännchen

gegen neue Autos?« oder »Sollten Nilpferde fernsehen oder nicht?«.

Dieser Abend ist ein guter Einstieg in das WM­Jahr 2010, gespickt mit Insiderinformationen

und wertvollen Reisetipps.

Travelogue Südafrika, Augustanasaal, 22. März, 20 Uhr, www.dirk-bleyer.de

Es darf gelacht werden

Scharfzüngige Wortakrobatik, draufgängerischer Witz, böser Spott, abgedrehtes,

absurdes Theater und natürlich philosophisches Kabarett: Seit zwölf

Jahren darf in Augsburg zwischen Aschermittwoch und Ostern gelacht werden.

Die Kabaretttage wurden 1997 aus Anlass des 20­jährigen Bestehens des Kulturhauses

Kresslesmühle gegründet. Seitdem hat sich das Festival – neben der Leipziger

Lachmesse und Köln Comedy – zum größten deutschen Kabarettereignis

entwickelt, bei dem an den unterschiedlichsten Spielorten die Highlights und

Topacts, aber auch die Newcomer des Kabaretts präsentiert werden. 2010 stehen

neben Größen wie Eckart von Hirschhausen, Karsten Kaie oder Sigi Zimmerschied

spannende Shootingstars des Kabaretts wie das GlasBlasSingQuintett.

Diese Formation spielt bei »Keine Macht den Dosen!« fast ausschließlich auf Flaschen

– da wird die Glasflasche zur Flöte und der Kronkorken zur Kastagnette.

Das Ergebnis: Gute­Laune­Musik und A­cappella­Gesang vom Feinsten, mit

einem Repertoire von den Beatles bis »Don‘t worry, be happy«.

Augsburger Kabaretttage, 18. Februar bis 28. März

www.kresslesmuehle.de

Schaufenster city-galerie

Die Programmschwerpunkte von Februar bis Mai

Großes Faschingsfinale

Es ist ja immer einiges geboten in der City-Galerie am Willy-Brandt-Platz am Rande

der Augsburger Altstadt. So heißt es am 16. Februar zum Finale der fünften Jahreszeit:

shoppen, bummeln und feiern am Faschingsdienstag bis 20 Uhr. Gemeinsam mit der

Faschingsgesellschaft Hollaria und gemäß deren diesjährigem Motto »Colors of the

Sea« hat die City-Galerie ein attraktives Programm zusammengestellt. Von 11 bis 19

Uhr sorgen zahlreiche Vereine und Gruppen aus der Stadt und der Region für Stimmung

und gute Laune – und die kleinen Besucher können sich von 11.30 bis 19 Uhr

kostenlos bei professionellen Visagistinnen schminken lassen.

legosteine staunen

Nur sechs Tage später, am 22. Februar, startet eine Legoausstellung, die es in sich hat.

Die City-Galerie Augsburg zeigt in ihren Hallen Exponate aus verschiedenen Themenwelten.

Sie werden Legosteine staunen über die Modelle, von denen hier nur einige

genannt seien: Pyramide und Sphinx, Ritterburg, Westernstadt, Eisenbahn, Piratenskulptur,

Ferrari, Mondlandung, Wolkenkratzer, Saturnrakete, Großbaustelle … Bis

zum 6. März kann man die Miniaturkunstwerke in Augenschein nehmen. In einer

bunten Spielecke können insbesondere die kleinen Besucher mit vielen Duplo- von

Legosteinen ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Wie ein Schokohase entsteht

Was hat es denn eigentlich mit dem Osterei, der Osterkerze, dem Osterhasen und dem

Osterlamm auf sich? In österlich und verspielt dekorierten Szenen erzählt die Aktion

in der City-Galerie vom 25. März bis 3. April von den traditionellen heimischen Osterbräuchen.

Darüber hinaus können sich die kleinen Besucher am Gründonnerstag

und Ostersamstag fantasievoll schminken lassen und ein Chocolatier zeigt in seiner

kleinen Werkstatt vor Ort, wie eigentlich ein Schokoladenhase entsteht.


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kulturkurznachrichten

WM Kick Off

»Südafrika« ist ein beeindruckender Vortrag von Dirk Bleyer in neuer, höchster

digitaler Qualität, ergänzt durch Filmsequenzen, witzige Originaltöne und eigens

zur Schau komponierte Musik. Verborgene Elefantenpfade führen den Fotografen

aus Kapstadt hinaus zu der unwiderstehlichen Schönheit der landschaftlich

grandiosen Gartenroute bis in den wildreichen Krüger­Nationalpark

hinein. Bleyers erfrischende Vorführung überrascht mit skurrilen Beziehungen

zwischen Mensch und Vierbeiner, die Fragen aufwerfen wie »Was haben Erdmännchen

gegen neue Autos?« oder »Sollten Nilpferde fernsehen oder nicht?«.

Dieser Abend ist ein guter Einstieg in das WM­Jahr 2010, gespickt mit Insiderinformationen

und wertvollen Reisetipps.

Travelogue Südafrika, Augustanasaal, 22. März, 20 Uhr, www.dirk-bleyer.de

Es darf gelacht werden

Scharfzüngige Wortakrobatik, draufgängerischer Witz, böser Spott, abgedrehtes,

absurdes Theater und natürlich philosophisches Kabarett: Seit zwölf

Jahren darf in Augsburg zwischen Aschermittwoch und Ostern gelacht werden.

Die Kabaretttage wurden 1997 aus Anlass des 20­jährigen Bestehens des Kulturhauses

Kresslesmühle gegründet. Seitdem hat sich das Festival – neben der Leipziger

Lachmesse und Köln Comedy – zum größten deutschen Kabarettereignis

entwickelt, bei dem an den unterschiedlichsten Spielorten die Highlights und

Topacts, aber auch die Newcomer des Kabaretts präsentiert werden. 2010 stehen

neben Größen wie Eckart von Hirschhausen, Karsten Kaie oder Sigi Zimmerschied

spannende Shootingstars des Kabaretts wie das GlasBlasSingQuintett.

Diese Formation spielt bei »Keine Macht den Dosen!« fast ausschließlich auf Flaschen

– da wird die Glasflasche zur Flöte und der Kronkorken zur Kastagnette.

Das Ergebnis: Gute­Laune­Musik und A­cappella­Gesang vom Feinsten, mit

einem Repertoire von den Beatles bis »Don‘t worry, be happy«.

Augsburger Kabaretttage, 18. Februar bis 28. März

www.kresslesmuehle.de

Schaufenster city-galerie

Die Programmschwerpunkte von Februar bis Mai

Großes Faschingsfinale

Es ist ja immer einiges geboten in der City-Galerie am Willy-Brandt-Platz am Rande

der Augsburger Altstadt. So heißt es am 16. Februar zum Finale der fünften Jahreszeit:

shoppen, bummeln und feiern am Faschingsdienstag bis 20 Uhr. Gemeinsam mit der

Faschingsgesellschaft Hollaria und gemäß deren diesjährigem Motto »Colors of the

Sea« hat die City-Galerie ein attraktives Programm zusammengestellt. Von 11 bis 19

Uhr sorgen zahlreiche Vereine und Gruppen aus der Stadt und der Region für Stimmung

und gute Laune – und die kleinen Besucher können sich von 11.30 bis 19 Uhr

kostenlos bei professionellen Visagistinnen schminken lassen.

legosteine staunen

Nur sechs Tage später, am 22. Februar, startet eine Legoausstellung, die es in sich hat.

Die City-Galerie Augsburg zeigt in ihren Hallen Exponate aus verschiedenen Themenwelten.

Sie werden Legosteine staunen über die Modelle, von denen hier nur einige

genannt seien: Pyramide und Sphinx, Ritterburg, Westernstadt, Eisenbahn, Piratenskulptur,

Ferrari, Mondlandung, Wolkenkratzer, Saturnrakete, Großbaustelle … Bis

zum 6. März kann man die Miniaturkunstwerke in Augenschein nehmen. In einer

bunten Spielecke können insbesondere die kleinen Besucher mit vielen Duplo- von

Legosteinen ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Wie ein Schokohase entsteht

Was hat es denn eigentlich mit dem Osterei, der Osterkerze, dem Osterhasen und dem

Osterlamm auf sich? In österlich und verspielt dekorierten Szenen erzählt die Aktion

in der City-Galerie vom 25. März bis 3. April von den traditionellen heimischen Osterbräuchen.

Darüber hinaus können sich die kleinen Besucher am Gründonnerstag

und Ostersamstag fantasievoll schminken lassen und ein Chocolatier zeigt in seiner

kleinen Werkstatt vor Ort, wie eigentlich ein Schokoladenhase entsteht.


Ort: Die Augsburger Kammgarnspinnerei (AKS) zählte zu den ältesten Textilfabriken

Bayerns. 1836 wurde sie vom Kaufmann Friedrich Merz gegründet.

Bis zur Jahrhundertwende entwickelte sich die AKS zu einem der bedeutendsten

wollverarbeitenden Betriebe in Europa. Die Fabrikbauten waren in

mehreren Bauphasen errichtet worden. Vorrangig bestand die Anlage aus

Shedhallen, die mit ihrer markanten Dachform an die Zahnung einer Säge

erinnern. In diesen Shedhallen hat tim, das Bayerische Textil­ und Industriemuseum,

seine Heimat gefunden. Die Planungen für den Umbau von der

Fabrikhalle zum Museum stammen vom Grazer Architekten Karl Kada, für

die Innenarchitektur war das Stuttgarter Atelier Brückner verantwortlich.

Vita: Die ersten Pläne, ein Industriemuseum in Augsburg zu errichten,

gehen wohl auf die 1920er­Jahre zurück. Nach dem Niedergang der einst so

starken Textilindustrie der Stadt in den 1980er­Jahren gewann die Idee neue

Aktualität. Tausende entlassener Textilarbeiter wollten »nicht einfach so

gehen«, sondern ein wahrnehmbares Zeichen ihrer Geschichte hinterlassen.

Federführend bei der Durchsetzung dieser Idee war ein Förderverein, der in

zäher Allianz mit der Stadt, dem Bezirk und dem Staat Bayern dieses einzige

staatliche Museum in Bayerisch­Schwaben mit einem Etat von weit über 20

Millionen Euro realisierte.

Konzept: Auf die Besucher warten auf 2.500 Quadratmetern die vier M:

Mensch – Maschine – Muster – Mode. Es geht um Menschen, deren Leben das

Industriezeitalter radikal veränderte. Die Besucher können die bewegte

Geschichte von Arbeiterinnen und Arbeitern, von einflussreichen Unternehmern

oder Bankiers kennenlernen. In der Museumsfabrik des tim rattern

historische Webstühle neben modernen Hightechmaschinen und produzieren

beispielsweise das tim­Schlossertuch oder den Fugger­Barchent.

Blumen wachsen sehen

Das tim – Ein Museumsführer von Florian Pittroff

Mensch, Maschine, Muster, Mode … auf diesen Nenner bringt das soeben in Augsburg neu eröffnete Textilmuseum tim seine Arbeit. Aber das tim hat

natürlich viel mehr zu bieten. Auf historischen Webstühlen kann man z.B. Blumen aus Jacquard wachsen sehen.

Serie

Im Zentrum der Dauerausstellung ist nationales Kulturgut zu Hause. Die

einzigartige Musterbuchsammlung der Neuen Augsburger Kattunfabrik

(NAK) birgt über 200 Jahre europäische Mode­ und Designgeschichte in 550

Folianten. Über vier Meter hohe Grazien dienen den Besuchern als interaktive

Projektionsfläche und übersetzen die digitalisierten Stoffmuster eindrucksvoll

in die dritte Dimension. Für die Mode ist im tim ein eigener

Laufsteg reserviert, vom Biedermeier­ bis zum Strenesse­Kleid. Das tim

erlaubt also einen spannenden Streifzug durch die Mode­ und Kostümgeschichte

der vergangenen zwei Jahrhunderte.

Service: Das tim bietet neben der attraktiven Dauerausstellung und Sonderschauen

auch Räume für exklusive Veranstaltungen. Für junge Besucher ist

ein museumspädagogisch ausgefeilter Kinderpfad eingerichtet. Hier darf

angefasst und ausprobiert werden. Im Restaurant nunó gibt es Deli­Menu­

Angebote zu Mittagspreisen, Snacks, Kuchen und am Abend frische asiatische

Wok­Küche.

Träger: Das tim ist eine Einrichtung des Freistaats Bayern, errichtet von der

Stadt Augsburg und dem Bezirk Schwaben und unterstützt durch den Verein

zur Förderung eines Textilmuseums in Augsburg e.V.

Öffnungszeiten: täglich außer Montag 9 – 18 Uhr, Tickets: 4 Euro, ermäßigt:

3 Euro, Sonntag: 1 Euro

Adresse: Staatliches Textil­ und Industriemuseum tim, Provinostraße 46,

86153 Augsburg, Telefon: 0821 810 01­50, info.tim@augsburg.de,

www.tim-bayern.de

16

Foto: Eckhart Matthäus


17 titelthema

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Von a nach B

Abwanderer- und Exilantengeschichten

Von Max Stumpf

titelthema

Der Wechsel von A nach B ist mehr als ein Umzug. Man trifft eine Entscheidung.

In Augsburg ist vieles geregelt, in Berlin nur das Nötigste. In Augsburg

bleibt für gewöhnlich alles beim Alten. Man kann damit arbeiten oder sich

daran abarbeiten. Wer nach Berlin geht, wählt die Veränderung. Alles transformiert

sich, die Stadt brodelt. Jeder macht dort irgendwas, auch die, die

nichts machen. Nach den ersten Monaten fällt ein Riesenstück Vergangenheit

ab und mit der Zeit stellt man fest: Es gibt in Berlin für absolut jeden Lebensentwurf

einen Weg zur Entfaltung. In Augsburg geht Augsburg – in Berlin

geht alles. Beides hat Vorteile, aber dazwischen liegt mehr als eine Zugfahrt.

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Fotos: Dörte Ehrig

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titelthema

Bert Brecht sagte es so:

In der Stadt A liebte man mich,

aber in der Stadt B war man zu mir freundlich.

In der Stadt A machte man sich mir nützlich,

aber in der Stadt B brauchte man mich.

In der Stadt A bat man mich zu Tisch,

aber in der Stadt B bat man mich in die Küche.

Eigentlich braucht Augsburg genau uns Abwanderer und Exilanten. Wir

sind kreative Köpfe. Künstler, Journalisten, Programmierer, Unternehmer.

Angehende Eltern. Zwischen 20 und 30, wo man das Leben aufzustellen

beabsichtigt, großteils mit Bayernabitur und Berufserfahrung. Damit

niemand denkt, wir wären wenige, blicke ich repräsentativ in mein »Von

A nach B«­Telefonbuch: Anna, Bernhard, Ben, Chris, Dari, Deniz, Dieter,

Fabian, Franzi, Gudrun, Hape, Heike, Jens, Julia, Kerstin, Koko, Lea, Mess,

Moritz, Pe, Peter, Philip, Pola, Roman, Thomas, Till – alle schon hier und

nicht mehr im Fantasyland.

Franzi, die Musikrechtehändlerin, oder Was von Popcity übrig blieb

Einige davon habe ich für den Beitrag angerufen, um mit ihnen über

Augsburg und Berlin zu sprechen. Los geht’s in Kreuzberg. Die Ankerklause

ist eine Kieztradition beim Wochenmarkt am Maybachufer, offen von

Früh stück bis Spätschnaps. Ich treffe Franziska »Franzi« Gierth. Kennen

gelernt habe ich sie in Augsburgs Nullerjahre­Indieszene. Sie passt auf den

ersten und zweiten Blick hervorragend nach Berlin. Arbeitet bei einer

Platten firma, hat einen schicken, androgynen Charme, genießt das Kultur­

und Nachtleben. Franzi schwärmt bei unserem Gespräch aber nur von

Augsburg. Sie hatte in Dresden eine schöne Kindheit und in Burgau eine

langweilige Jugend. Mit dem Studium stolperte sie ins beginnende Augsburger

Popcity­Phänomen und gehörte bald zum Team um die Band Anajo.

Der Produzent Alaska Winter schuf für sie in seinem Echolotstudio einen

Ausbildungsplatz zur »Kauffrau für audiovisuelle Medien«, trotz Krise der

Musik industrie jetzt ein gefragter Beruf. Nach Berlin ging sie für ein

zweijähriges Engagement beim Musikverlag B612, danach stand BMG

(Bertelsmann Music Group) mit Kusshand auf der Matte. Der von Sony

wieder getrennte Großverlag kauft mit neuem Investorengeld Medien­

und Musikrechte auf und Franzi regelt von ihrem Büro aus die Tantiemenangelegenheiten.

»Dass ich meinen Beruf in Augsburg in vollem Einsatz

lernen konnte, war fantastisch«, erzählt Franzi. Sie vermisst die familiäre

Szene der Stadt schmerzlich: Ȇberall Freunde, man kannte und traf sich,

eine Geborgenheit fast wie im Wohnzimmer. Das fehlt mir sehr in Berlin.

Es war hart, allein ein neues soziales Leben aufzubauen.« Überhaupt

verliert Franzi kein schlechtes Wort über Augsburg. »Ich habe wohl Glück,

dass ich gegangen bin, bevor es zu eng wurde«, räumt sie ein. »Beruflich

wäre es in jedem Fall zu eng geworden.« Mit Wehmut stellen wir fest, dass

unsere persönliche Popcity rasant zerfällt. Alaskas Echolotstudio, das

Solinarium­Studio, die alte Kantine, das Kerosin, das Pavian, die Helsinki­

Bar, das Sputnik, das Grüne Haus – keiner mehr da. Von den drei großen

Popcity­Bands ist Anajo übrig geblieben. Nova International funken keine

Signale. Und Roman Fischer? Der funkt seit zwei Jahren aus Berlin.

Genauer gesagt vom Mehringdamm in Kreuzberg.

roman, der Musiker, oder Augsburg zwischen lech und Jammer

Roman kam aus aus dem Landkreis nach Augsburg. Kennen gelernt habe

ich ihn 2002 als liebenswerten und sehr jungen Konkurrenten im »Band

des Jahres«­Finale, beide blieben wir sieglos. Wenig später war er solo am

Start und wurde flugs als »süßer Indie­Boy« klassifiziert. Dieser entpuppte

sich als stimmgewaltiger, leidenschaftlicher und auf mehreren Instrumenten

versierter Songwriter mit tiefgründigen Texten und einem dramatischen

Hang zur klassischen Musik. Seine gemeinsame Wohnung mit Olli

Gottwald von Anajo war bekannt als »Augsburger Pop­WG«. Roman blieb

bescheiden und selbstkritisch. Er war jederzeit zu haben für Projekte mit

anderen Augsburgern. Und sein gutes Aussehen hatte ihm die Szene

schnell verziehen.

»Auf jeden Fall eine gute Zeit, mit tollen Menschen und lieben Freunden«,

resümiert er heute. Doch wir erinnern uns auch, wie wir oft dasaßen und

Ängste teilten, vor der Augsburger Enge, der Beobachtung, den Kleinstadt­

Konfrontationen. »Die Unzufriedenheit, das Sich­selbst­Bemängeln ist eine

Krankheit in Augsburg. Ich hatte am Ende keine Perspektive mehr gesehen«,

sagt Roman. Welche inneren Türen ein Tapetenwechsel aufstoßen

kann, zeigt sein nächstes Album, das demnächst bei Universal erscheint.

Während der Aufnahmen in Berlin und Kopenhagen hat er seinen Hang zum

musikalischen Grübeln eingedämmt. Mächtige Popsongs brechen sich Bahn,

mit klaren Refrains und einer »Wall of Sound« im Rücken. In einem Profimusiker­Leben

wechseln Phasen von großer Hektik mit Phasen kreativer

Ruhe, und da sollte die Umgebung stimmen. »Manchmal ist Berlin sehr

anstrengend, vor allem der Lärm«, sagt Roman, »aber insgesamt ist es eine

unglaubliche Stadt, die auch ihre eigene Melancholie besitzt. Es ist sehr

friedlich hier. Man lässt dich sein, wie du bist.«

Heike, die Herausgeberin, oder komplexe der Daheimgebliebenen

Nicht weit von Romans Wohnung arbeitet Heike Gläser, eine muntere

Person mit Lockenmähne, in ihrer nagelneuen Redaktion am Halleschen

Tor. Sie gehört zu einer anderen Generation als ich, und so viel steht fest:

Ihr Start 1987 in Berlin war enorm aufregend. Heike war damals 20 Jahre

alt, die Stadt geteilt und der Westen ein subventionierter Druck kessel der

Sub­ und Gegenkultur. »Ein Lebensraum mit Mauer außen rum, aber ich

hatte niemals das Gefühl, eingesperrt zu sein«, erzählt sie. »Der Rest der

Republik hat nicht interessiert. Es gab Partys, Demos, keine Sperrstunde

und Leute von überallher. Ich als Augsburger Mädel habe mich da begeistert

reingestürzt.« Mitte der Neunziger, nach einer zwischenzeitlichen

Ehe mit einem Pfarrer in München, volontierte Heike beim Berliner Tagesspiegel.

Zuletzt war sie verantwortliche Redakteurin bei Zitty, einem der

großen Stadtmagazine der Hauptstadt. Vergangenen Herbst wagte sie den

Sprung ins kalte Wasser: Mit dem ebenfalls aus Augsburg stammenden

Zitty­Kollegen Micha Pöppl hat sie ein Kulturmagazin namens Berlin­Block


gestartet. Drumherum tanzt die Krise, die Sache kann auch scheitern, aber

Heike strahlt keine Angst aus. Sie zeigt mir eine Fotostrecke fürs nächste

Heft – gefühlvolle Aufnahmen von alten Menschen, die Sex haben – und

dann reden wir über Augsburg. »Die winzige Grundschule im Spickel, das

war meine heile Welt«, erzählt Heike. »Später war ich bei der Schülerzeitung

und Schülersprecherin. Mir fehlte nichts. Aber nach dem Abi, dem

schlechtesten im Jahrgang, hatte ich keinen Plan, keine sichtbaren Talente

und keine Lust zu studieren.« Eine Tanzausbildung gab den Ausschlag für

Berlin. Jedoch: »Ich habe mich immer als patriotische Augsburgerin verstanden,

gerade hier.« Nach Vergleichen gefragt, fällt Heike auf: »Ich bin in

Berlin wacher und sensibler. Bayern ist eher gemütlich und bierselig. Und

ich fühle mich als Frau sicherer, weil nachts beruhigend viele Leute unterwegs

sind.« Über das heutige Augsburg ist sie nicht im Bilde: »Da entstehen

bestimmt neue Clubs und Szenen, aber die kenne ich nicht.« Sie erzählt

von einem Treffen ihrer Grundschulklasse: »Es war ein total schöner und

lustiger Abend. Ich wollte mir ein Taxi winken, nachts um halb drei im

Spickel, und wurde ausgelacht: ›Viel Spaß!‹ Da lief ich dann durch die stillen

Straßen und dachte mir: Ich bin schon ganz weit weg von hier.« Noch etwas

irritiert sie bei Heimatbesuchen: »Da gibt es manchmal diese Komplexe der

Daheimgebliebenen. Leute, die irgendwie nicht klarkommen, weil man in

Berlin wohnt. Schlecht für eine entspannte Unterhaltung.«

lea, die Bühnenbildnerin, oder Ein Müllkind in der Oper

Als Letzte besuche ich Lea in ihrer WG in Neukölln. Sie ist meist schwer

anzutreffen, tanzt für gewöhnlich auf unzähligen Hochzeiten im In­ und

titelthema

Ausland. Sie singt in dieser und jener Band, macht Regieassistenz und

Szenenbild für Film und Theater, jobbt hier und dort und hat demnächst

ein Engagement für Deutschlands Vorzeige­Opernfestival. Ihr Zimmer ist

voll von wunderlichen, selbst gemachten Requisiten. Unlängst hat Lea ihr

Diplom an der Universität der Künste abgeschlossen, seit sieben Jahren

wohnt sie in Berlin. »Es ist definitiv meine Heimat geworden«, sagt sie.

»Die Orte haben sich über die Jahre mit Geschichten verknüpft und auch

wenn die Stadt groß ist, fühle ich mich doch überall zu Hause. Dazu

kommt: Seit ich zur Hospitanz am Schauspielhaus Leipzig war, habe ich

dieses völlig andere Wertesystem der Menschen aus der ehemaligen

DDR lieben gelernt. Es basiert auf nachbarschaftlicher Gemeinschaft

und gegenseitiger Hilfe.« Ihre nächsten Wünsche: ein Atelier und eine

Eigentumswohnung.

Bei Lea wird am deutlichsten, wo in Augsburg die Grenzen liegen: »Auf

dem Anna­Gymnasium trug ich zerrissene Hosen und wurde ›das Müllkind‹

genannt.« Ich habe damals selbst erlebt, wie die Polizei auf dem

Rathausplatz ein paar Rentner bändigen musste, die sich haltlos über Leas

Hippie­Outfit erregten. In Berlin geht sie mit Paillettenjacke, Tutu und

Webpelz aus dem Haus und keiner zuckt mit der Wimper. Warum sie

gegangen ist? Die Antwort kommt schnell: »Es gab absolut keinen Grund

zu bleiben. Ich habe nach geistiger Freiheit gesucht und nicht nach einer

kulturellen Randregion.« Heimatbesuche empfindet sie als Rückkehr in

eine Zeit der bleiernen Schwere: »In Augsburg lästern alle übereinander.

Das ist die Wurzel des Übels. Und wenn etwas schon immer so war, gilt das

konditioniert und haben keinen Wunsch, auszubrechen. Wer etwas

20


21

titelthema

ändern will, wird komisch angesehen.« Das Gespräch ist fast vorbei, da

erfährt es doch noch eine Wende. Lea fällt auf, dass der Gleichtrott auch

gute Seiten hat: »Augsburg ist schon ein guter Startplatz. Die Leute haben

Geld und man kann in Ruhe aufwachsen, um als gereifte Persönlichkeit in

andere Städte gehen. Gebürtige Berliner haben es meistens schwerer.

Wenn man zu Extremen neigt, halten einen Städte wie Augsburg besser in

der Bahn.« Dann muss sie los, natürlich.

Ich könnte noch von Dieter erzählen, der in einem linken Hausprojekt

lebt, nahe seiner Musikkneipe mit eigener Absinth­Karte. Oder von Dari,

der ein freies Großstadtleben führt, Konsumzwänge ignoriert und viel

Zeit in Baumkronen verbringt. Und von Peter, der sich zurück aufs Land

sehnt, obwohl Sir Simon Rattle zu den Kunden seines Traditionsmusikgeschäfts

zählt. Auf Deutschlandradio moderiert Moritz alle zwei

Wochen eine netzaffine Sendung, in Augsburg besuchte er die Waldorfschule.

Volker wollte ich ebenfalls treffen, er hat gerade seinen Film über

Lee Scratch Perry abge dreht. Und einen Freund, dem leider auch der

B­Faktor nicht auf die Beine hilft. Doch wie man sieht, sind wir für einen

Textbeitrag einfach zu viele.

Offenheit, neugier und Wohlwollen gegenüber unbekanntem

Stattdessen eine letzte Anekdote aus den Anfangstagen meiner Zeit in Berlin.

In einem Konzertclub sitzen hundert Besucher am Boden, der Rest wartet

draußen in der Spätsonne auf die Band »Dota und die Stadtpiraten«. Ein

unauffälliges Mädchen in Jeans und T­Shirt huscht seitlich auf die Bühne

und macht sich an einer Gitarre zu schaffen. »Oha, ein weiblicher Roadie,

sieht man selten«, denke ich. Aber das Mädchen hängt die Gitarre um und

tritt ans Mikrofon. Sie nennt ihren Namen und erklärt aufgeregt, aber mit

sicherer Stimme: »Dota und die Piraten haben mich kurzfristig gebeten,

heute ein Vorprogramm zu machen. Ich freue mich sehr und werde euch

jetzt ein paar Songs von mir vorspielen.«Ich wieder: »Armes Mädchen, das

wird schwierig vor den paar gelangweilten Leuten.« Der Gedanke ist noch

nicht zu Ende gedacht, da brandet Applaus auf, Beifallspfiffe, ermunternde

Rufe. Als hätte das Mädchen schon gespielt. Sie holt tief Luft und legt los.

Ich war schwer gerührt. Warum? Die Antwort liegt in Frage 17 des Fragebogens,

den ich meinen Ex­Augsburgern vorgelegt habe. Diese lautet:

»Welchen Aspekt des Berliner Lebensgefühls vermisst du in Augsburg?«

Die meisten haben ähnlich geantwortet: Offenheit, Neugier und eine wohlwollende

Einstellung gegenüber dem Neuen, Unbekannten. Mit meinen

Worten: jemanden ohne Vorleistung bestärken, um ihm einen guten Start

zu ermöglichen. Einzelne Erfolge gemeinsam feiern. Sich bloß nicht

»gegenseitig den Arsch auf der Bank halten«, wie es Martin Eder ausdrückt

(siehe Interview S. 24). »Armes Mädchen«, da waren meine Gedanken noch

voll auf Augsburg programmiert.

Ich bin gespannt, was nach Popcity kommt. Was die Augsburger Mädchen

und Jungs anstellen mit ihren jungen, dicken Geduldsfäden. Ich bin

gespannt, was Berlin aus sich macht und aus uns. Wir haben die Nullerjahre

in Augsburg verbracht. Es war kein Fehler, zu gehen. Und bestimmt

keiner, da gewesen zu sein.


Das B im a

Wo ist Augsburg wie Berlin? Ein Spaziergang von Fabian Pittroff

titelthema 22

Städte sind wie Leute. Jede ist anders, jede ist individuell und hat mehrere Gesichter. Es gibt Gassen und Straßen, Höfe und Plätze, Hütten und Hochhäuser.

Man weiß nicht, gibt es mehr Menschen oder mehr Orte in einer Stadt. Beides jedenfalls gibt es im Überfluss. Und dieser räumlich geballte Überfluss ist es,

der Städte so interessant macht. Gäbe es keine Städte, niemand würde glauben, dass eine solche Anhäufung von An- und Aussichten funktionieren könnte.

Es ist nicht neu, aber immer noch aktuell: Berlin ist unter den deutschen

Städten der Aufsteiger. Das ist für eine junge Hauptstadt erst mal nicht verwunderlich.

Aber davon abgesehen: Die Hälfte meiner Freunde ist nach

Berlin gegangen und die Hälfte aller neuen und schicken Dinge scheint aus

Berlin zu kommen und dort zu Hause. Das ist natürlich nur gefühlt so, aber

um genau dieses Gefühl geht es. Es ist ein Gefühl von Aufbruch und hipper

Zeitgeistigkeit, das der gemeine Berliner genießen oder ignorieren kann.

Fast wie Berlin

Der arme Augsburger hat es da viel schwerer: Viel zu groß ist seine Stadt, als

dass man dauerhaft ihre Ruhe oder Naturnähe loben könnte, und viel zu

klein ist sie, um sich konstant erfolgreich nationalen und internationalen

Vergleich zu stellen. Und trotzdem: Hier will ich knallhart vergleichen. Für

die Berlin­Ausgabe unseres Kulturmagazins habe ich einige Orte besucht, an

denen Augsburg ein bisschen Berlin ist.

Ein Berliner Klassiker ist der Plattenbau. Der war gerade im zentral verplanten

DDR­Teil der Stadt beliebt als einfaches Mittel gegen den Wohnungsmangel

der Siebzigerjahre. Aber auch das kapitalistische Augsburg hat in dieser

Zeit mit Beton in den Himmel geklotzt. Das Schwabencenter im Westen

von Augsburg ist ebenso hoch wie der Perlachturm und damit eines der

höchsten Gebäude unserer sonst recht flachen Stadt. Streng bautechnisch

mag das Schwabencenter kein Plattenbau sein, in Sachen Eckigkeit und

Betonanteil aber stehen die drei Hochhäuser ihren Berliner Kollegen in

nichts nach.

Das Konzept des Schwabencenters scheint gut gemeint: Unten eine

Einkaufspassage, darüber Wohnungen und Arztpraxen, alle profitieren.

Tatsächlich aber hat der Handel im Schwabencenter »schwer zu kämpfen«,

wie die Augsburger Allgemeine schon vor einem Jahr titelte. Ein­Euro­

Läden und Kleidungsgeschäfte des unteren Preissegments dominieren die

lange Ladenstraße des Einkaufszentrums. Hauptsächlich sind ältere

Menschen unterwegs. »Seitdem ToysR’Us ausgezogen ist, müsste es

eigentlich Schabencenter heißen«, sagt mir einer der wenigen Jungen,

während er aus einem Supermarkt kommt. Als Trost bleibt, dass solche

vorstädtischen Problembereiche ganz typisch für Großstädte sind. Fast wie

in Berlin also.


23

titelthema

nur manchmal droht man mir mit Schlägen

Für eine Hauptstadt wie Berlin sind Offenheit und Multikulturalität selbstverständlich

Pflicht wie Kür. In Augsburg ist Oberhausen derjenige Stadtteil

mit dem höchsten Anteil an Bewohnern mit Zuwanderungsgeschichte.

Schon an der Vielfalt und der großen Anzahl kleiner Geschäfte kann man

sehen, dass Oberhausen mehr als manch anderer Stadtteil einen eigenen

sozialen Kosmos bildet. Oberhausen ist damit erster Augsburger Anwärter

auf den Ehrentitel »Kiez«. Ab und zu arbeite ich dort in Nachtschicht an

einer Tankstelle. Dazu gehört auch, die Ausweise der Jugendlichen zu

kontrollieren, die Alkohol oder Zigaretten kaufen wollen. Nie zuvor habe

ich in so kurzer Zeit Ausweise aus so vielen verschiedenen Ländern gesehen.

Eine Nacht in Oberhausen ist auf den ersten Blick so ruhig wie anderswo

in Augsburg. Es sind nicht viele Leute unterwegs. An Knotenpunkten wie

der Tankstelle aber sind neun Stunden der Oberhauser Nacht konkret

gewordene Globalisierung und Individualisierung. Ich treffe einen Koreaner

mit einem Eimer Tofu, den er sich jeden Monat bei einem Tschechen um die

Ecke besorgt. Ein Russe kauft wie jedes Mal eine Flasche billigen Weißwein

und erzählt, dass er nicht schlafen kann, weil er eben erfahren hat, dass

seine Schwester in Russland erschossen worden ist. Der Taxifahrer, der sich

zwei belegte Semmeln holt, trägt auffällig hohe Absätze und hat seine

Fingernägel rot lackiert. Nur manchmal droht man mir mit Schlägen.

Wenn von Berlin die Rede ist, muss man auch über freie Räume für Kunst

und Kultur sprechen. Die allermeisten Städte leiden ja unter andauerndem

und akutem Platzmangel und die weniger gut verdienenden, aber

kreativen Bewohner werden allzu oft von Viertel zu Viertel gescheucht.

Zwar ist auch Berlin nicht verschont von diesem Problem, aber doch dafür

berühmt, über mehr freien Raum zu verfügen als andere Großstädte. In

Augsburg bemüht sich der Kulturpark West, günstigen Raum für Künstler

und Kreative freizuhalten.

in was für einer Stadt wollen wir leben?

An dem Tag, an dem ich über das Gelände des Kulturparks laufe, ist der

Himmel blau und die Luft eiskalt. Viel ist nicht los an diesem frühen

Nachmittag, aber man merkt, dass hier gearbeitet und gelebt wird. In den

großen Gebäuden der ehemaligen Reesekaserne sind neben Ateliers von

Musikern und Künstlern das Jungen Theater, der Stadtjugendring, ein Musikprojekt

des Stadttheaters und eine private Kinderbetreuung beheimatet.

Das Gelände hat den sympathischen Charme des Umfunktionierten: ein

wenig verlassen und verfallen, aber lebendig und in Bewegung. Während

ich mich umsehe und Fotos mache, lehnt ein Jugendlicher mit Kapuze an

einem kleinen Auto und schaut mich grimmig an. Ich lächle, aber er

lächelt nicht zurück. Als ich mich wegdrehe, zieht er das Mädchen, das

neben ihm steht, zu sich und umarmt es. Aus einem der Fenster höre ich

dumpf ein Schlagzeug.

Es gibt sie also auch in Augsburg: Orte, wie sie einer Großstadt würdig

sind. Orte, die zwiespältig sind und ein bisschen hässlich, vor allem aber

interessant. Orte, die unfreiwillige und unkontrollierbare Qualitäten

haben. An solchen Orten merkt man, ob eine Stadt in Bewegung ist. Und

das Beste: Diese Bewegung können wir mitgestalten. Jedenfalls stellen

solche Orte eine gute Frage: In was für einer Stadt wollen wir leben?

PREMIEREN IM FEBRUAR

STRAWINSKY TRILOGIE

Ballettabend von Gaerano Posterini

6. Februar 2010 | Komödie

HEXE HILLARY GEHT IN DIE OPER

Peter Lund

6. Februar 2010 | Foyer Großes Haus

FERNE KLÄNGE UND EIN LEICHTFÜSSIGER TITAN

5. Sinfoniekonzert

8. | 9. Februar 2010 | Kongresshalle

DER FERNE KLANG

Franz Schreker

28. Februar 2010 | Großes Haus

Besucherservice 0821. 324 4900 | www.theater.augsburg.de

Elsa Sack, Damenmaske


Ein rundum positives Bild zu malen – wäre das eine lösbare Aufgabe für dich?

Meine Bilder sind positiv!

Ich meine etwas durchweg Schönes, eine Idylle, die nicht gestört ist.

Ich glaube, jede Idylle ist gestört. Weil eine Idylle arrangiert ist, das macht

sie zur Fassade.

Hat das Bedrohliche in deinen Bildern mit der Kindheit in Augsburg zu tun?

Bilder entstehen, wenn man Erlebnisse reflektiert und ordnet, insofern

spielt die Kindheit und Jugend in Augsburg eine große Rolle. Meine Bilder

handeln immer von der Sehnsucht nach einer Idylle, die es gar nicht gibt.

Da wären wir schon am richtigen Ort …

Bist du einfach aus Augsburg gegangen oder bist du geflohen?

Geflohen nicht, ich musste mich ja nicht verstecken. Ich bin aus Langeweile

gegangen und weil mir klar wurde, dass ich vieles, was mir vorschwebte,

nicht realisieren konnte. Das hatte mit diesen Ameisen-Machtstrukturen zu

tun, die zwar funktionieren, wo man sich aber fragt: Brauche ich das?

Ordne ich mich ein? Was keine Kritik an der Stadt ist, die Tore sind ja offen.

Wäre Augsburg ein besserer Ort, wenn nicht ständig junge Kreative die Stadt verlassen

würden?

Das mag sein. Ich kenne, wenn es reicht, hundert Kreative, die gegangen

sind. Umso mehr Respekt vor denen, die ausharren und sich immer wieder

was einfallen lassen! Es gibt aber auch Gestalten in Augsburg, die leider an

Berlin ist hype

Von Max Stumpf

titelthema 24

Unser Berlin-Korrespondent Max Stumpf traf sich in Berlin-Mitte mit einem der laut Zeit-Magazin 2/2010 erfolgreichsten deutschen Maler. Auch der stammt

– natürlich – aus Augsburg. Martin Eder (41) malt surrealistisch-naive Bilder voll Finsternis, Nacktheit und latenter Gewalt. Der Durchbruch kam auf dem

amerikanischen Markt, heute zählt er zu den wichtigsten deutschen Gegenwartskünstlern – und sein Alter Ego »Richard Ruin« singt düstere Songs.

Eder stammt aus Batzenhofen. Er absolvierte in Augsburg die FH für Gestaltung, studierte Kunst in Nürnberg und Kassel, war Meisterschüler bei Eberhard

Bosslet in Dresden. In Berlin lebt er seit 15 Jahren. Seit zwölf Jahren ist er mit der aus Ottmarshausen stammenden Kostümbildnerin Dinah liiert, seit einem

Jahr auch Vater. Zum Interview lädt er nach Mitte in sein geräumiges Atelier und erweist sich als freundlicher Zeitgenosse, der trotz beachtlicher Körperlänge

im Kleinauto anrollt. Und schwäbelt.


Foto: Eigen+Art Berlin

25 titelthema

der falschen Haltestelle aus dem UFO gestiegen sind und in jeder anderen

Stadt längst Superstars wären. Das wird verhindert von diesem furchtbaren

Blei, das sogar die Verrückten magnetisch innerhalb der Stadtgrenzen hält.

Woher kommt das?

Meine Generation wurde noch von der Kriegs­ und Aufbaugeneration erzogen.

Da gab es viel Demut und diese Haltung: »Das habt ihr jetzt davon.«

Anpacken, aber nicht aus dem Fenster lehnen. Brav sein. Wer aus der Reihe

tanzt, wird nicht verachtet, sondern wie eine Amöbe durch den Organismus

geschleust und spurlos ausgeschieden. Das gibt es in vielen Kleinstädten.

Fährst du gelegentlich noch nach Augsburg?

Klar, ich besuche die Familie, meine Großmutter lebt noch, und Freunde.

Dort gibt es gute Leute, die versuchen kulturell was zu bewegen und auf die

Beine zu stellen. Da habe ich größten Respekt vor. Es deprimiert mich aber zu

sehen, wie manche Typen immer an derselben Stelle sitzen, das Bierglas etwas

leerer, der Bauch etwas dicker, ein paar Haare weniger. Kein Grund für

Vorwürfe, aber mich würde das auf Dauer aggressiv machen. Teile der Aggression,

die ich in meinen Bildern verarbeite, stammen gewiss aus diesem lauwarmen

Stumpfsinn, diesem »anderen Leuten den Arsch auf der Bank halten«.

Und in Berlin?

Als ich ankam, merkte ich, dass es hier wesentlich einfacher ist, etwas zu

organisieren. Man lässt dich machen, und wenn du nackt durch die Straßen

hüpfst, ist das den Leuten auch egal. Was man auch vorhat, es geht einem

von der Hand. Es gibt sofort einen Kreis von Unterstützern. Früher dagegen

war ich extrem allein. Was mich natürlich auch gestärkt hat.

Du fühlst dich in Berlin wohl?

Nein! Ich fühle mich nie wohl. Sagen wir: etwas schöner unwohl als woanders.

Berlin ist die einzige Stadt, die – na, sagen wir: Es gefällt mir hier.

Ist Berlin nun so toll, wie es immer heißt?

Nein. Berlin ist ein Hype, eine virtuelle Stadt. Es gibt zwei Berlins: das Bild von

außen und der geografische Ort. Beide haben nichts miteinander zu tun.

Hast du vor, hier zu bleiben?

Auf keinen Fall.

Was hat Augsburg, was Berlin nicht hat?

Einen sehr speziellen Charme.

Und würdest du noch einmal zurückgehen nach Augsburg?

Vielleicht in einem anderen Leben. Als Reh.

www.eigen-art.de

PREMIEREN IM MÄRZ

FAUST-SZENEN

6. Sinfoniekonzert

8. | 9. März 2010 | Kongresshalle

EINSAME MENSCHEN

Gerhart Hauptmann

17. März 2010 | Großes Haus

BALLETTGALA 2010

19. März 2010 | Großes Haus

BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER

Max Frisch

20. März 2010 | Komödie

DICHTERLIEBE

Robert Schumann | Heinrich Heine

27. März 2010 | Hoffmann-Keller

Besucherservice 0821. 324 4900 | www.theater.augsburg.de

Gerd Lange, Requisite


Berlin der wichtigen

Von Max Stumpf

Christian Ruck ist gebürtiger und bekennender Augsburger. Er hat es unaufgeregt zum einflussreich sten

Politiker der Stadt gebracht, als Chef des CSU­Bezirks und Vizechef der Landesgruppe in Berlin. Er

pflegt einen Stil der leisen Töne und widmet sich mit ehrlicher Hingabe der Entwicklungs politik für

arme Länder. Nicht wenige der einflussreichsten NGOs hätten ihn gerne als neuen Chef im

Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gesehen. Den Spagat

zwischen Lechhauser Bierzelt und Kopenhagener Klimakonferenz schafft er spielend. Doch

dazwischen, in Berlin, kommt er seit zehn Jahren nicht richtig an. Eine gewisse Vorein genommenheit

leugnet Ruck dabei nicht: »Berlin ist vieles, was einem CSU­Mann eben nicht

gefällt.« Hinzu kommt: »Mit dem Umzug nach Berlin wurde die Show größer, der Mediendruck.

Die politischen Prozesse wurden hektischer und weniger sachlich.« Die Regierung

Wowereit missfällt ihm ebenfalls: »Dort läuft man Gefahr, dass eine Großstadt unregierbar

wird.« Während Ruck das sagt, sitzt er in der Cafeteria eines Bundestagsgebäudes, ringsum

wichtige Krawattenmenschen an blank gewischten Tischen. In Christian Rucks Leben stellt

das hier eine Ruhezone dar. Das Gebäude liegt am Brandenburger Tor, Unter den Linden 1, 500

Meter Luftlinie vom Reichstag. Ruck verlegt sein Büro bald noch näher ans Parlament, Wege

sind Zeitfresser. »Das ist mein Berlin, 500 Meter hin und her«, stellt er mit Bedauern fest. Und

berichtet von einer Ausnahme: Als Deutschland 2006 im Sommermärchen gegen die Türkei

spielte, musste sich Ruck, allein unterwegs, in eine türkische Bar wagen, um das Spiel sehen zu

können. »Als das erste Tor für Deutschland fiel, war ich etwas besorgt, ob es jetzt eine Schlägerei

gibt.« Zu seiner Überraschung gab es keine. Es gab fast nirgendwo eine. Ganz Berlin

feierte eine Party und zwei Länder: »Türkiye! Almaniya!«

titelthema

Sie hatten nie vor, nach Berlin zu gehen. Christian Ruck (CSU) saß in Bonn, stimmte gegen den Umzug des Bundestags – und musste packen. Konrad

Hummel (SPD) saß in Augsburg, stimmte gegen Kurt Gribl – und musste packen. Nur einer ist auch angekommen.

26


27

titelthema

Konrad Hummel wäre gelassener in die Bar gegangen. Der ehemalige

Augs burger Sozialreferent, aus Baden­Württemberg stammend, besitzt

eine Liste von Adressen in der Türkei. Von Familien, bei denen er samt

Anhang willkommen ist, so oft und lange er mag. Hummel strahlt, als

er davon erzählt. Die Liste war sein Abschiedsgeschenk von den Augsburger

Stadtteilmüttern. Ähnlich bewegt war vor Jahren die Leiterin des

Augsburger türkischen Sorgentelefons gewesen, als Hummel ihr ein

Büro stellte: »Ich hatte Tränen in den Augen, als mir, einer Türkin, der

Schlüssel zum Verwaltungsgebäude eines deutschen Rathauses übergeben

wurde. Ich hatte so etwas nie für möglich gehalten«, habe sie ihm

später erzählt.

Vor Hummel gab es in Augsburg keine Integrationspolitik, die den

Namen verdient hätte. Und nach ihm? Er hat den Abschiedsschmerz

noch nicht verwunden: »Als Gribl die Wahl gewonnen hatte, war ich

faktisch Hartz IV. Mit 56. Und vonseiten der CSU kam nichts: kein Handschlag,

kein Danke, kein Interesse.« Zweimal ist Hummel in Augsburg

tätig gewesen, zweimal fühlte er sich vom Hof gejagt. Wenn er davon

erzählt, verdüstern zahlreiche Stirnfalten seinen Blick. Nach dem

»Gribl­Schock« nahm Hummel ein Jobangebot des Bundesverbands für

Stadtentwicklung an und zog mit seiner Frau nach Berlin­Charlottenburg.

Gefällt es ihm hier? »In Berlin werden die Bürgersteige nicht um

zehn Uhr hochgeklappt. Der Rhythmus der Stadt ist lockerer, das kann

ich schon genießen«, sagt Hummel. Er

erwähnt, was er anders machen

würde in der Berliner Integrationspolitik.

Und dass sein Sohn in Berlin­Neukölln

wohnt. Dass Berlin

eine tolle Stadt zum Langstreckenlaufen

ist. Dass er wieder öfter auf

Konzerte geht. Und dass er gerade

die »Mauersteine« gesehen hat, eine

»tolles Projekt« zum Jahrestag des

Mauerfalls, und – und schon sind die

Sorgenfalten verschwunden, ein jungenhaftes

Leuchten kehrt in die Augen

zurück. Denn so ist das: Wenn man

einmal in Berlin angekommen

ist, wird Augsburg

plötzlich sehr, sehr

klein. Geradezu winzig.

Wer weiß, ob Christian

Ruck das überhaupt

riskieren sollte.

Von a nach B

über mm

Der Allgäu Airport in Memmingen rechnet 2010

mit einer Million Fluggäste

Wer eine schnelle und günstige Flugverbindung nach Berlin sucht, ist schon

lange nicht mehr auf den Münchner Franz­Josef­Strauß­Flughafen angewiesen.

Unsere südwestlichen Nachbarn in Memmingen haben vor einigen

Jahren die Gunst der Stunde erkannt und auf einem alten Armeegelände am

Stadtrand den Allgäu Airport aufgebaut. Und sie schrieben damit eine

Erfolgsgeschichte. Für das laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen mit

einem Anstieg des Passagieraufkommens auf über eine Million Fluggäste.

Neben den Verbindungen nach Hamburg, Köln, Bremen und eben Berlin

bedienen die geschäftstüchtigen Allgäuer und ihre Partner Ziele in Spanien,

Italien, Großbritannien, Irland, Polen, der Ukraine und Schweden.

Von Augsburg aus muss man mit etwa 50 Minuten Anfahrt rechnen. Vor

dem Hangar stehen den Fluggästen zahlreiche kostengünstige Parkplätze

zur Verfügung – leider nur im Freien. Da kann der Fußweg morgens um

sechs hin zum Terminal gerade im Winter schon mal etwas ungemütlicher

werden. Eine kleiner Wermutstropfen, den die Fluggäste wohl gern in Kauf

nehmen. Die Kennzeichen der geparkten Autos zeichnen ein Einzugsgebiet

des Allgäu Airports von Tirol und Vorarlberg im benachbarten Österreich

über den gesamten Bodenseeraum bis nach Zürich und Stuttgart und über

das Donauries zurück in die Region München. Man sieht, hier hat sich in

kurzer Zeit ein neues internationales Flugverkehrszentrum entwickelt.

Die größten Vorzüge kann der Allgäu Airport mit seiner kleinen Größe

ausspielen. Die Wege sind kurz und überschaubar, die Abfertigung läuft

auch in Stoßzeiten gründlich und flott. Das freundliche Personal ist wirklich

kompetent und bemüht, dem Gast auf seinen Reisewegen helfend zur

Seite zu stehen. Wie z.B. wenn sich – wie dem Autor geschehen – der Parkschein

nach der Landung vermeintlich in Luft aufgelöst hat. Ein paar Worte

an der Gegensprechanlage genügten und schon war der Weg frei, um direkt

vor den Terminal zu fahren und den ausstehenden Betrag zu begleichen.

Das Geschäftsprinzip Freundlichkeit kommt an. Neben Geschäftreisenden

nutzen auch immer mehr Touristen in beide Richtungen den Flughafen.

Wer das Flughafengelände verlässt, sollte sich gut überlegen, ob nicht noch

etwas Zeit zur Verfügung steht, um sich ein wenig in Memmingen umzusehen.

Ein Besuch der MEWO­Kunsthalle am Bahnhof, keine 10 Minuten vom

Allgäu Airport entfernt, lohnt immer und die Gastwirte in der benachbarten

Altstadt verstehen sich vorzüglich auf die Zubereitung typisch schwäbischer

Spezialitäten.

www.allgaeu-airport.de


Berlin! Das Beste an Berlin, soll Brecht gesagt haben, sei der Zug nach

Augsburg. Oder so ähnlich zumindest. Um dies zu überprüfen, hat er

selbst – und ihm folgten a­guide­Autor Max Stumpf und Linkspolitiker

Alexander Süßmair – die Fuggerstadt Richtung Berlin verlassen. Augsburg,

intellektueller Schonraum, nistend in der Achselhöhle Münchens,

ruft den Bertie heute noch, nicht nur in Form eines Brechtfestivals.

Wahr ist natürlich, dass die Fuggerstadt der deutschen Hauptstadt

an Innovationskraft und Visionsvermögen in nichts

nachsteht. Fiel weiland im einst geteilten Berlin die

Mauer zwischen Ost und West, so riss man in der bis

dahin ungeteilten Kommune Augsburg visionär die

Mauer zwischen Sport und Kultur hernieder. Dazu

brauchte es große Vordenker wie Michail Gorbatschow

und Augsburgs Dritten Bürgermeister Peter

Grab. Perestroika meets Peterstroika!

Zwischen Sport­Ossis und Kultur­Besserwessis begann

in Augsburg ein leidenschaftlicher Streit: Darf

man Sport und Kultur in einem gemeinsamen Referat

zusammenlegen? Grab selbst hat darauf hingewiesen,

dass dies kein Sakrileg sei: Denn freilich war der

Sport bereich zuvor schon dem Finanzreferat zugeordnet,

davor sogar dem Ordnungsreferat. Haben aber deswegen – wie bei

»ku.spo« – damals Volleyballturniere im Finanzamt stattgefunden oder Politessen

Aerobicstulpen getragen? Nicht alles, was sich nebeneinander findet,

muss auch gleich etwas miteinander anfangen.

Freilich: Richtig ist’s, dass es berühmte Paarfügungen wie Fix und Foxi,

Rock and Roll, ja sogar Tick, Trick und Track gibt, die ständig zusammen

gesehen wurden. Aber haben diese deswegen zusammen entsprechende

Referate gebildet? Nein. Möge die Welt an Fix und Foxi lernen. Sie

waren’s in absichtslosem Selbstgefallen einfach zufrieden, sie selbst –

nämlich einmal Fix und einmal Foxi – zu sein. Das Glück des Lebens liegt

darin, sich mit dem abzufinden, was man selbst ist. Ein Kritiker dieser

weisen Gedanken finde sich damit ab, ein Kritiker zu sein, und schon

geht es ihm rasant besser.

So gelte: Einander zuordnen ja, aber kein Gspusi bitte! Auch der Kolumnist

ist der Stadt Augsburg zugeordnet. Das heißt aber nicht, dass es beide

grabesstille, griblstulle,

grübelstelle

Sachdienliche Hinweise

Von Martin Vodalbra

kolumne 28

Seiten hinsichtlich eines Tête­à­tête betreiben müssten. Noch nie, noch gar

nie aber hat den Kolumnisten auch nur ein Stadtrat zuhause besucht. Auch

der Kolumnist nicht eine Stadtratssitzung. Irgendjemand hielt von innen

die Tür zu. Kolumnist und Stadt koexistieren so ohne Referatsbildung friedlich

nebeneinander. Wie auf dem Friedhof ein Grab neben dem anderen.

Hören Sie die Stille? Diese süße Grabesstille? Tête­à­tête a Täterä!

Viel Dummes plappert so der Kolumnist, wenn der Tag lang ist,

und viel Unsinn schreibt er, wenn das Honorar hoch, die Seite

lang und er breit ist. Und trotzdem sagt er mitunter viel

ernst Gemeintes, ohne das dieser eitle Artikel sonst

weder Stringenz noch Stringtanga aufweisen würde.

Deshalb spricht er nun: Ja, so lasset uns angesichts

der Weltwirtschaftskrise Kultur und Sport nicht

inhaltsverknüpfend, aber administratorisch zusammenlegen.

Möge beidem jeweils der Geldstrom zukommen,

der ihm jeweils in Gottes Schöpfungsplan

vorgesehen ist. Also die Finanzierung einer Impuls­

Arena für die Kunst und die einer kleinen Aphrodite­

Statue für den Sport. Man verhindere aber, dass man

die Aphrodite in die Arena stelle.

PS: »Grabesstille, Griblstulle, Grübelstelle« – so der im germanischen

Stab reim gehaltene, schmucke Titel dieses Aufsatzes. Die Telefone

werden klingeln und die Leser fragen: Was ist eine Griblstulle? Die

Wortschöpfung vereint den Namen unseres Bürgermeisters gekonnt mit

der Berliner Bezeichnung für »Scheibe Butterbrot«; ein semantischer

Geschlechtsakt, der im Lichte der von Gribl ersonnenen »Semmeltaste«

(Brot – got it?) geschieht. Denn das Beste an Berlin, soll Gribl gesagt haben,

ist der Zug nach Augsburg.

Martin Vodalbra bekommt am Mittwoch, 10. Februar, im Augsburger

Rathaus aus der Hand von Peter Grab den Bertolt-Brecht-Preis verliehen.

»Vodalbras Einsichten nehmen die Lösung von Problemstellungen

vorweg, die sich geistesgeschichtlich erst viel später in der Breite

der Öffentlichkeit zu Wort melden.« (Albert Ostermaier)

www.myspace.com/martinvodalbra

Illustration: Nikola Schlichtherle


29 kultur

morbide kleinigkeiten

Das a-guide-künstlerporträt Dörte Ehrig

Das schön Verfallene hat es Dörte Ehrig (Foto links oben) angetan und mit ihrer Kamera hält sie vor allem Orte mit morbidem Charme fest. Da verwundert es

nicht, dass es gerade die Stadt Berlin ist, wo sie solche Motive für sich und uns entdeckt hat. Auf ihren Bildern zeigt sie plakatierte Häuserwände, abgeblätterte

Ladenfronten und zugewucherte Fenster. Oft sind es Kleinigkeiten, an denen man im Alltag einfach vorbeigehen würde. Ein einsamer Löwenzahn an einer erodierten

Mauer oder verwaiste Blumenkästen. Immer ist es Ehrigs Perspektive, die das Besondere im Gewöhnlichen sichtbar macht.

Sie kennt und liebt Berlin, wo sie 1966 am Prenzlauer Berg geboren und aufgewachsen ist. Seit 1993 lebt sie in Augsburg. Die in ihrer Ausstellung »Bl.icke Berlin«

zusammengefassten Werke sind über viele Jahre hinweg entstanden und dokumentieren den Geist unterschiedlicher Jahrzehnte. Seit 1989 fotografiert Dörte

Ehrig in Farbe, lange Zeit analog. Und auch wenn sie heute digital arbeitet, hat sie die Tugenden der Analogfotografie nicht vergessen: Ihre Bilder werden weder

beschnitten noch bearbeitet.

Dörte Ehrig hat nicht nur die großartige Vorlage geliefert für das Cover und einige Beiträge dieser Ausgabe, sondern eröffnet auch unsere neue Reihe mit

Künstlerporträts. Mehr Bilder von Dörte Ehrig gibt es auf unserer Internetseite www.a­guide.de unter der Rubrik »Künstlerporträt« zu bewundern.

Bl.icke Berlin, Fotografien von Dörte Ehring noch bis 27. Februar im Weinhandel Uli Scheffler // Kontakt: fotos@knippse.de


Voll krass!

unser Mitarbeiter Ali Menti untersucht die unterschiede zwischen Döner in A und B

Die Achse des Döners geht einmal längs durch die Bundesrepublik, vom Norden

in den Süden. Unterschiedlicher könnten zwei Enden eines Spießes nicht sein,

zwischen denen geschichtetes Grillfleisch eingeklemmt ist. Der Legende nach

startete die gefüllte Brottasche ihren Siegeszug in Berlin, der Welthauptstadt

des Dönerumsatzes. Dort soll im Jahr 1971 ein gewisser Mehmet Aygün erstmals

die mobile Version des türkischen Nationalgerichts in seinem Restaurant

am Kottbusser Tor serviert haben – eine kulinarische Pioniertat mit weitreichenden

Folgen. Mittlerweile verzehren die Deutschen täglich 1,15 Millionen

Döner und in Deutschland stehen mehr Dönerbuden als am Bosporus. Etwa 1

600 sind es allein in Berlin, der Geburtsstadt des beliebten Imbisses, wo Döner

im Internet gefeiert und in Rallyes gejagt wird und sogar als Quartettkarten

erhältlich ist.

Wesentlich weniger Buden stehen am anderen Ende der kulinarischen Achse,

nämlich schlappe 45. Doch hier hat’s der Verzehr mächtig in sich: Döneressen

ist in Augsburg nachts verboten, ab 1 Uhr ist Zapfenstreich, das Fladenbrot

muss leider drinnen bleiben, sein Verzehrer auch – notfalls mit Gewalt. Denn

durch die Maximilianstraße zieht sich die Achse des Bösen, dort herrschen

gaStBeitrag 30

Suff, Gewalt und Völlerei – und Herr können die Stadtväter der Sache nur

werden, wenn sie das wilde Dönertier einsperren, sodass es kein Unheil mehr

anrichten kann. Ob das so rechtens ist, darüber scheiden sich die Geister und

beraten derzeit die Juristen. Fakt ist: Was für den Berliner der Genuss, ist für den

Augsburger der Verdruss.

Berlin und Döner, das gehört zusammen wie Erkan und Stefan, wie Django

und Asül. Der Aufstieg der Migranten zur Wirtschaftsmacht ist dem Museum

Dahlem sogar eine Ausstellung mit dem Titel »Döner, Dienste und Design«

wert. Derweil wird die deutsch­türkische Stadtgeschichte in Augsburg erst

noch geschrieben. Das erste Kapitel ist bereits fertig, der Ruhm, den sich die

Verwaltung damit eingebrockt hat, allerdings fragwürdig: 7 800 Treffer landet

der, der »Dönerverbot« bei Google eingibt, Bayerischer Rundfunk, Bildzeitung,

ZDF, das türkische Fernsehen und Hürriyet haben darüber berichtet.

Schlagzeilen wie »Provinzposse um ein Fladenbrot«, »Lachnummer der ganzen

Nation«, »amtlicher Geniestreich« und »Imageschaden für die Studentenstadt«

machen Augsburg zur Welthauptstadt des voll krassen Gegenpols – allerdings

nicht ohne Widerstand.

Im Juni 2009 trafen sich 600 Demonstranten zum Sturm auf die Bastille, ausgerüstet

mit Stullen statt Steinen, und futterten nächtens Selbstgeschmiertes

für die Freiheit des Fladenbrots. Vier Monate später entschloss sich der

Stadtrat, das Dönerverbot zu lockern, aber nicht abzuschaffen. Malen wir uns

den zweiten Teil der Revolution doch einmal aus: Das Dönerverbot fällt, die

Sperrstunde wird wieder eingeführt, aus Rache belagern die Rebellen den

Rathausplatz und schleudern mit einem Katapult kübelweise Erbrochenes auf

das Verwaltungsgebäude … Zur Erinnerung: Auch die französische Revolution

wurde von hungrigen Mägen in Gang gesetzt.

Entlang der Achse des Döners, vom Süden in den Norden, von der Regelwut in

die Freiheit rollte vor einigen Jahren eine Ekelwelle aus der Region Augsburg

in die Hauptstadt zurück. Mit Gammelfleisch aus Wertingen war der Berliner

Döner monatelang in aller Munde. In der Geburtsstadt des Döners landete es

auf dem Spieß und schließlich in den Mägen der Berliner. Augsburg blieb vom

Skandal verschont, hier brutzelte nur Frischfleisch am Grill – sonst hätte von

hier aus nicht der Siegeszug des Döners nach Asien starten können. Tran Minh

Ngoc, jener Mann, der in Vietnam den ersten Kebabstand errichtete, hatte nämlich

seinen ersten Döner in Augsburg gegessen, und der schmeckte ihm so gut,

dass er beschloss, ihn auch bei seinen Landsleuten einzuführen.

Döner gut, alles gut, sollte man meinen. Zwar kann der Augsburger Imbiss

bekanntlich mit dem der Hauptstadt geschmacklich gut mithalten, doch ein

fader Beigeschmack bleibt: der der Provinz, wo Ruhe, Ordnung und Sauberkeit

mehr zählen als Lebensfreude und Lebensqualität. Wo mühselig erstritten

werden muss, was andernorts als Selbstverständlichkeit gilt. Na dann Mahlzeit!


31 kultur

Vorhang auf – zum ersten mal?

Das kinder- und Jugendprogramm des theaters Augsburg

Auschnitt aus der aktuellen Produktion Ronja Räubertochter im Theater Augsburg.

Durch das unmittelbare Erlebnis des Spielens, durch die Erfahrung von Raum, Körper und Stimme,

eröffnet die Theaterpädagogik einen ästhetischen Zugang zum Theater, den der Unterricht in der

Schule bedingt durch den Lehrplan häufig ausklammern muss. In Workshops, Publikumsgesprächen,

Führungen, Probenbesuchen und in der Beschäftigung mit den Texten und Partituren kann und soll

das Interesse, sich im Theater aufmerksam mit der eigenen Wirklichkeit auseinanderzusetzen, geweckt

und gefördert werden. Dieses Anliegen des Theaters Augsburg schlägt sich natürlich auch im Spielplan

nieder: Jedes Jahr stehen zahlreiche Produktionen für Kinder (Ronja Räubertochter, Hexe Hillary geht in

die Oper, die Familien­ und Schulkonzerte des Philharmonischen Orchesters, Die Abenteuer von Tom

Dumm) und Jugendliche (Das Tagebuch der Anne Frank, die Jugendkonzerte Zeit | Räume und Im Rausch

der Tiefe, Vormittagsvorstellungen regulärer Produktionen in Schauspiel und Ballett) auf dem Programm.

Die Theaterpädagogik des Theaters Augsburg bietet aber noch mehr: Jugendliche können unter professioneller

Anleitung selbst auf der Bühne stehen und Theaterformen ausprobieren. Im jtt, dem jungen theater

team, erarbeitet Regisseurin Susanne Inkiow mit 25 Jugendlichen einen neuen Theaterabend unter

dem Motto »In welcher Gesellschaft wollt ihr leben?«, der ab dem 3. Juni 2010 in der Komödie zu sehen

sein wird. Parallel dazu entwickelt Jan Friedrich Eggers, Mitglied des Opernensembles, gemeinsam mit

dem »jtt musiktheater« eine musikalische Neuversion des Dornröschen­Stoffes. Für die erfolgreiche Reihe

Rap for Peace wird Daniel Zaboj 2010 wieder ein Jugend­Tanz­Stück, das HipHop und Street Art virtuos mit

den tänzerischen Ausdrucksformen des Modern Dance verknüpft, choreografieren.

Schulklassen aller Jahrgangsstufen können darüber hinaus einen vertieften Einblick in den

Produktionsprozess Theater bekommen: Zum Beispiel anhand eines Workshops, bei dem sie für einen

Nachmittag intensiv in ein Schauspiel­ oder Musiktheaterstück einsteigen, oder im Rahmen von »Ins

Orchester getaucht« bzw. »Ins Ballett gebeamt«, wo Klassen bei Probenbesuchen hautnah den schweißtreibenden

Entstehungsprozess einer künstlerischen Produktion miterleben. Das Theater Augsburg arbeitet

gemeinsam mit den freien Theatern (z.B. Junges Theater Augsburg im kulturhaus abraxas) daran, Kindern

und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass Theater sich aktiv mit ihren Anliegen

beschäftigt und auch aktives Interesse von Seiten der jungen Besucher einfordern möchte. Aus diesem

gegenseitigen Prozess entsteht somit ein lebendiges, junges Theater für die Stadt – gemeinsam mit dem

»Publikum von morgen«, das bereits heute zum festen Bestandteil des Augsburger Theaterprofils gehört.

Im Zentrum unserer nächsten

Ausgabe steht

das Thema

I

N

D

U

S

T

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I

E

K

U

L

T

U

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Anzeigenschluß: 20. März

Redaktionschluß: 10. März

Buchungsanfragen unter:

www.a-guide.de


Augsburg, Mitte Januar. Wenige Tage vor dem Start des Brechtfestivals besucht

dessen neuer Macher Dr. Jochen Lang in Begleitung seiner Projektkoordinatorin

unsere Redaktion. Beide sind trotz der Kälte guter Dinge. Die arbeitsreichen

und nicht ganz spannungsfreien Wochen, die sie hinter sich haben,

merkt man ihnen kaum an, es scheint alles zu laufen. Doch vor weniger als 48

Stunden wurde bekannt gegeben, dass Albert Ostermaier den Bertolt­Brecht­

Preis 2010 der Stadt erhält. In den letzten Tagen vor dem Festivalstart wünscht

sich ein Organisationsteam andere Schlagzeilen. Zur Erinnerung: Der international

gefeierte Dramatiker und Autor Albert Ostermaier prägte zwischen den

Jahren 2006 und 2008 mit dem von ihm konzipierten Festival »Augsburg

Brecht Connected« erfolgreich ein neues Brechtverständnis und erntete damit

für die Heimatstadt des Dichters reichlich Anerkennung. Die Art und Weise,

Der aufklärer

kultur 32

13 lange tage bietet das erste Brechtfestival unter der leitung von Dr. Joachim lang ein breit angelegtes

Programm zu Ehren des größten künstlers unserer Stadt. Ein Beitrag von Jürgen kannler.

Dr. Joachim Lang freut sich auf sein erstes Brechfestival in Augsburg.

wie der Künstler nach dem Machtwechsel im Rathaus vom neuen Kulturreferenten

Peter Grab abserviert wurde, beschädigte das Ansehen der Stadt und

katapultierte den Umgang mit Brecht in Augsburg zurück in die Steinzeit. Die

Juryentscheidung wird fast durchgehend als schallende Ohrfeige für Grab gewertet.

Joachim Lang darf in diesem kulturpolitischen Schlamassel nun antreten,

um Brecht zurück in die Gegenwart zu holen. Die Messlatte liegt hoch,

aber es könnte ihm gelingen.

Lang genießt als Brechtkenner einen ausgezeichneten Ruf und bringt mit seinen

Kontakten als erfolgreicher Filmer, Fernsehmacher und Kulturveranstalter

ein tragfähiges Netzwerk nach Augsburg. Kino­zeit.de, das Filmportal für

Independent­ und Arthouse­Filme, bezeichnet ihn als Aufklärer gängiger Vorurteile

und Klischees in Sachen Brecht. Eine Definition die dem Schwaben gefällt,

denn genau in diesem Kontext möchte er mit seinem Konzept ansetzen.

Gefragt nach der Motivation, sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf

das Festival einzulassen, nimmt sich Lang in seiner ruhigen, sehr bestimmten

Art viel Zeit für eine präzise Antwort:

keine klischees

»Die politisch­ideologische Einordnung Brechts, die seit dem Ende des kalten

Krieges in der öffentlichen Wahrnehmung nicht korrigiert worden ist, muss

dem Stand der Forschung angeglichen werden. Bemerkenswerterweise

herrschte gerade auch hier, in seiner Heimatstadt, lange Zeit ein Bild, das

Brecht in erster Linie als Frauenverschlinger und Kommunisten zeichnet, und

in manchen Köpfen herrscht diese Vorstellung noch heute. Er war auch nicht

der strenge Lehrmeister oder Ideologe, als der er oft gesehen wird. Vielmehr

forderte er, die Kunst müsse vor allem Spaß machen und gleichzeitig beitragen

zur größten aller Künste, zur Lebenskunst. Er arbeitete sehr erfolgreich

daran, die zu seiner Zeit geltenden Grenzen der Künste zu überschreiten und

mit neuen Möglichkeiten zu experimentieren. Mit seinen Opern sprengte er

die traditionelle Gattung, in seinen Stücken verband er Dramatik mit epischen

Elementen und mit Musik. Er schuf neue Genres und führte neue mediale

Techniken in die Künste ein. Wir stellen diese bisher vernachlässigten Seiten

des Künstlers Brecht mehr in den Vordergrund. Dazu gehören auch unbedingt

seine Universalität und Modernität als Künstler. Mit dem Festival versuchen

wir, diesem Ziel gerecht zu werden und Brecht in all seinem Facettenreichtum,

seiner Aktualität, aber auch in seiner Unbequemlichkeit und Widersprüchlichkeit.«

Auch wenn das bei der Durchsicht des vorab verfügbaren Infomaterials zum

Festival nicht eindeutig klar wird: Joachim Lang widmet sein Festival 2010 den

Aspekten Film und Medien. Gerade Festivalbeiträge zu diesen Inhalten versprechen

interessant zu werden. Schließlich hat Lang selber einige wichtige

Filmbeiträge zum Themenkomplex Brecht beigesteuert.

Foto: Brechtfestival Grafik: Andreas Holzmann


33 kulturportal

Mann neuer Medien

Brecht selber war ein Fan der neuen Medien seiner Zeit, ohne

dabei jemals zufrieden mit dem damals technisch Machbaren

zu sein. So empfand er es als klares Manko des ansonsten von

ihm geschätzten und fleißig genutzten Mediums Radio, ihm

keine Möglichkeit zur Interaktion mit dem Hörer zu geben. Vor

diesem Hintergrund kann man sich gut vorstellen, dass er dem

Internet einiges hätte abgewinnen können und präzise Standpunkte

im Bereich Medienkunst einnehmen würde. Die Frage

aber, ob diese Erkenntnisse eine nachhaltige Wirkung auf

Künstler der Gegenwart ausüben, ist müßig. Viel eher erliegen

diese zunächst dem rotzigen Charme seiner pre­popkulturellen

Ledermantelposen, bevor sie sich selber im besten aller Fälle

im Geist seiner Texte und Ideen wiederfinden. Schon zu Lebzeiten

Brechts gab es genügend bedeutende Künstler, die sich in

ihrer Arbeit auf sein Werk beriefen. Daran hat sich bis heute

nicht viel geändert, und diesem Phänomen wird auch das diesjährige

Brechtfestival Rechnung tragen. Allerdings führt Lang

die Abteilung Pop – nach ihrer Bruchlandung 2009 im Foyer

des Stadttheaters – wieder zurück in die Clubs. Das kann auch

als Schritt zurück gewertet werden. Im Großen Haus setzte er

auf Theater und an zwei Abenden auf die Brechtgala, ein »Mini­

Gastspiel des Berliner Ensembles«, wie es im Programmheft

heißt.

Gala statt Pop

Schon 2009 zeichnete Lang beim Brechtfestival für eine Gala im

Theater verantwortlich. Auch damals waren weite Teile des

Abends identisch mit einer Show, die Lang zum 50. Todestag

des Dichters 2006 für das Berliner Ensemble gestaltet hatte. Leider

verzichteten die Verantwortlichen darauf, auf diesen Umstand

hinzuweisen, und ließen so den Eindruck entstehen, es

handele sich um eine spezielle Produktion für Augsburg. Heute

besteht Lang aus verschiedenen nachvollziehbaren Gründen

auf einer klaren Trennung zwischen den Brechtfestivals 2009

und 2010. Er hat viel Arbeit, Herzblut und Erfahrung in sein

Programm gesteckt. Ob es inhaltlich den Stellenwert von »abc«

erreichen kann, wird sich zeigen, ebenso die Wirkung, die

Augsburg damit erzielen wird. Ein vergleichbares Ambiente

wie das handliche Sommerformat des Vorgängers mit seinem

Staraufgebot zum Anfassen wird es wohl schuldig bleiben.

www.brechtfestival.de

Durchgefallen

Grab und das ABc des Scheiterns

Im Dezember fragten wir unsere Leser, wie sie die bisher geleistete Arbeit des Dritten

Bürgermeisters Peter Grab beurteilen. Im »Grabometer« auf a­guide.de konnte man entsprechend

dem Schulnotensystem von 1 bis 6 eine Bewertung abgeben und Kommentare

hinterlassen. Die Resonanz war beeindruckend. Auch andere Medien griffen das

Thema auf und nach einer Laufzeit von 40 Tagen hätte man mit all denen, die sich an

der Wertung beteiligt haben, das Theater ganz gut füllen können.

Laut Auswertung des Grabometers nach Noten und Kommentaren würde der Applaus

nach den ersten 18 Monaten von Peter Grabs Vorstellung als Referent wie folgt ausfallen:

Der Vorhang ist gefallen, die meisten Zuschauer verlassen enttäuscht und schweigend

das Theater, sie haben sich mehr erwartet. Vereinzelt werden Buhrufe laut. Manche

fordern empört ihren Eintritt zurück, andere zerreißen wütend ihre Programmhefte,

sie fühlen sich getäuscht. Im Parkett diskutieren einige Kritiker mit den wenigen anwesenden

Befürwortern der Inszenierung, die noch lange nach dem letzten Vorhang

ehrlichen Applaus spenden. Die Fans sind an diesem Abend fest davon überzeugt, dass

die Mehrheit der Besucher das Konzept der Aufführung einfach nicht verstanden hat.

Draußen werden sie auf diejenigen treffen, die noch während der laufenden Vorstellung

das Theater verlassen haben. Bei ihnen ist das Stück durchgefallen, mit Pauken

und Trompeten.

Folgende nach dem Abc sortierte Begriffe prägten die abgegebenen Grabometer­Beiträge,

die fett und blau gedruckten wurden in Bezug auf den Referenten überwiegend

positiv verwendet:

abc­Festival, Beachvolleyball, Chauvinist, Dienstwagen, Energie, Frechheit, Grußwort,

Herkulesaufgabe, Impulsarena, Jugendkultur, ku.spo, lab.30, Maulkorb, Nassrasierer,

Ostermaier, Popkulturbeauftragter, Qualifikation, Rücktritt, Standortpolitik, Terminplanung,

unaufgeregt, Vetterleswirtschaft, Wüste, zynisch.

Die Mehrheit der an der Abstimmung Beteiligten – darunter nicht wenige verdiente

Vertreter aus den Bereichen Kultur und Sport – wünschte, dass ihr Beitrag anonym

behandelt wird. Auf Nachfragen der Redaktion wurde als Grund dafür immer wieder

die Furcht vor möglichen Repressalien genannt. Diesem Wunsch kommen wir mit

Bedauern nach.

Auf a­guide.de, dem Onlineportal für unseren Kulturraum, finden Sie darum ausgewählte

Grabometer­Beiträge nur ohne Namensnennung. Für jede weitere Stellungnahme

zu diesem oder einem anderen Kulturthema steht Ihnen auf derselben Seite ab

sofort mit Blog a unsere brandneue öffentliche Meinungsseite zur Verfügung.


Wie es scheint, ist das uralte Thema

»Neue Musik« im vergangenen

Jahr pilzartig aus dem musikalischen

Boden der Stadt geschossen: Gleichzeitig mit dem

vom Theater angestoßenen Projekt »Mehr Musik!«

haben Mitglieder des Philharmonischen

Orchesters Augsburg zusammen mit freischaffenden

Musikern aus der Region die

Initiative ergriffen und die Konzertreihe

»Zukunft(s)musik« gestartet. Zudem

gibt es in den Sinfoniekonzerten

und in der Oper momentan

deutlich mehr Modernes zu hören

als je zuvor in unserer Stadt.

Ist das alles nur ein vorübergehender

Hype? Ein Versuch, gewissermaßen

lebende Tote wiederzuerwecken?

Ein tollkühnes Wagnis?

Wohl kaum, denn allen Anstrengungen

in dieser Richtung wohnt die

Gewissheit inne, dass der nicht selten

für angestaubt gehaltene sogenannte Klassikbetrieb

dringend neue Impulse braucht,

neue Töne, Ideen, Kompositionen, neues Publikum,

auch neue Spielstätten.

zukunftsmusik!

Ein Gastbeitrag von Johannes Gutfleisch

Wie konnte es

überhaupt zu dieser

Situation kommen,

in der ganz im

Gegensatz zu früheren

Zeiten fast ausschließlich

Musik von

Komponisten vergangener

Jahrhunderte im Konzertsaal

zu hören ist? Sicher

spielte dabei die Abkehr

von gewohnten Mustern

der Tonalität (eine C­Dur­Tonleiter

pfeift sich z.B. leichter als Musik

mit Vierteltönen) eine große Rolle,

aber kann man heute, bald 70 Jahre

nach diesem für die Entwicklung in der

gaStBeitrag 34

Musik absolut notwendigen Schritt, immer noch behaupten, dass dies der

Grund für die konstant rückwärtsgewandte Haltung des »Klassikpublikums«

und des Konzertangebots ist? Dass wir nicht in der Lage sind, Musik

zu spielen, zu hören und zu genießen, die aus unserer Zeit stammt? Könnte

es nicht vielmehr sein, dass es an der Zeit ist, unser Gehör und unsere

Finger für meisterhaft Unerhörtes zu sensibilisieren und nicht nur mit

der Erwartung ins Konzert zu gehen, genau das zu hören und zu spielen,

was wir längst kennen?

Eines ist jedenfalls sicher – Vorsicht also! –, der Besuch eines Konzerts mit

zeitgenössischer Musik bietet einen ungeheuren Erlebniswert und kann

genauso spannend wie die Aufführung einer Symphonie etwa von Beethoven

sein. Sie könnten bei Ihrer Entdeckungsreise mit Neuer Musik unvermittelt

auf neue Freunde stoßen, Sie könnten auch feststellen, dass Ihre

Hörerfahrungen mit der Musik unserer Zeit den Blick auf die Meisterwerke

der Vergangenheit schärfen und klären.

Gelegenheit zu solch gewagten Konzertbesuchen haben Sie in der nächsten

Zeit wahrlich genug und schon heute steht fest: Auch in der

kommenden Theaterspielzeit wird es Zukunftsmusik geben.

Wo das alles hinführen soll? Die Mission ist vielleicht dann erfüllt, wenn

es für uns alle selbstverständlich geworden ist, dass wir das in ferner Zukunft

liegende Jahr 2010 schreiben, wenn auch die eingefleischtesten

Neue­Musik­Hörer zugeben, dass Ludwig van Beethoven absolut »cool« ist,

und kein Klassikfan mehr bei einem traumhaft schönen Cluster unter Protest

den Saal verlässt!

Johannes Gutfleisch ist Mitglied des Philharmonischen Orchesters Augsburg

und Initiator der Konzertreihe »Zukunft(s)musik«.

www.zukunft-musik.de, www.mehrmusik-augsburg.de

Vivaldi und »zeit | räume«

Einen Brückenschlag zwischen Barock und Gegenwart präsentiert das

Philharmonische Orchester Augsburg für »Mehr Musik!«: Im Programm

»Zeit | Räume« konfrontiert es Antonio Vivaldis »Vier Jahreszeiten« mit

einem neuen Werk, das der Komponist Stefan Schulzki speziell für diesen

Anlass konzipierte. Zwischen den vier Sätzen der »Jahreszeiten« entfalten

sich drei Interludes, u.a. erarbeitet mit Grundschülern der Volksschule

Täfertingen. So wird eine heutige Perspektive auf Vivaldis Meisterwerk

eröffnet und dabei die Beziehung von Zeit und Raum erforscht und

erlebbar gemacht.

Zeit | Räume, 16. März, 11 und 19 Uhr im Parktheater, Eintritt: 5/8 Euro


35 kultuRnachRichten

sLUGAbED

27. febRuaR 2010

mahaGoni baR

KARsTEN KAiE / KAbARETTTAGE

21. febRuaR 2010

komödie

01. febRuaR 2010 – 31. mÄRZ 2010

EXTRAVAGANZA

Rockabilly-Wahnsinn

im feinen capitol

Zum vierten Mal bringt der GoGo-Club

die Party Extravaganza ins schöne Capitol.

Am 6. März fordern auf dem Ball der

Freaks zwei internationale Stars der Rockabilly-Szene

zum Tanz: Devil Doll sorgt zusammen

mit ihrer Band für Abwechslung zwischen

verruchtem Jazzgesang und gewaltigen Rockabilly-Rhythmen.

Am selben Abend glänzt Nick Curran

nicht nur mit einer der besten R‘n‘B-Stimmen, sondern

ebenso als begnadeter Gitarrist.

www.capitol-augsburg.com


1.2. – 6.2.2010 termine tagesaktuell unter www.a-guide.de

mo 1.2. heute neu 19:00 Anna-Hof – Vernissage:

kunstausstellung des cultura urbana VoRtRaG

15:00 VHS – frühling in Wien, musikalischer spaziergang

// 18:00 Uni – muslime und provencalen in

apulien // 18:15 Zeughaus – der philosoph bertolt

brecht: die dialektik der flüchtlingsgespräche musik

19:19 Uni/Schillstraße – faschingskonzert // 19:30

St. Anna/A – Zukunftsmusik: 12 hommages à paul

sacher festiVals 20:00 Theater – brechtfestival: der

wichtigste mensch in meinem leben, Regine lutz

über bertolt brecht

di 2.2. kids 10:00 abraxas/JTA – die chinesische

nachtigall oder die macht der musik, ab 8

VoRtRaG 18:00 Maximilianmuseum – Weltenglanz:

mechanicus Georg friedrich brander, mit

anita kuisle // 18:15 VHS – calvin und der kapitalismus

// 18:15 VHS – der schmuck des tutanchamun //

19:30 Haus St. Ulrich – immer unter anspannung,

vom einsatz in afghanistan musik 19:30 Anna-Hof –

Wer sich der musik erkiest, hat ein himmlisch Gut

gewonnen, schattenspiel // 20:30 abraxas/Rabe –

landfolk, folk, country // 20:30 Hoffmann Keller –

Jazz im keller theateR 19:30 Theater – Zar und

Zimmermann, komische oper von albert lortzing

festiVals 19:00 11er – brechtfestival: blackbox

brecht, performance // 19:00 Neue Stadtbücherei –

brechtfestival: Wie brecht bei karl Valentin in die

lehre ging, mit filmausschnitten

mi 3.2. heute neu 19:00 Zeughaus – ausstellung:

eiszeit, von frau Ziegert fÜhRunGen

10:30 Schaezlerpalais – kunst oder kommerz

VoRtRaG 18:15 Uni – Wendepunkte der Weltgeschichte:

11. september 2001, mit philipp Gassert

// 19:00 Mittlere Mühle/Bob – euthanasie an

behinderten kindern im dritten Reich in schwaben

// 19:30 Mesopotamien Verein – der islam in

deutschen medien, sabine schiffer liteRatuR

20:00 Café Viktor – brechtfestival: neue politische

lyrik musik 17:00 Uni – klingende bibliothek,

30 minuten kammermusik // 18:30 abraxas

mehr musik: mehrgangschaltung iii, Workshopkonzert

// 19:30 St. Anna/A – Zukunftsmusik: 12

hommages à paul sacher // 20:30 Spectrum – das

pack, Rock theateR 19:30 Parktheater – schöne

Überraschungen, musikalische komödie

do 4.2. kids 9:30 abraxas – mama muh schaukelt,

ab 3 // 10:00 abraxas/JTA – die chinesische nachtigall

oder die macht der musik, ab 8 fÜhRunGen

15:00 Schaezlerpalais – einblicke, museumspädagogische

aktionen, ab 14 VoRtRaG 19:00 VHS –

epiktet, von stoischer lebensweise // 19:30 Haus

St. Ulrich – benedikt von nursia und der spirituelle

aufbruch in europa kabaRett 20:30 S‘ensemble

Theater – brechtfestival: die Wohngemeinschaft,

improvisationstheater film 20:00 Thalia – brechtfestival:

die längste filmrolle der Welt zu einem autor

fr 5.2. 21:00 Café Viktor Gustav: die Wiener laptop-liedermacherin eva Jantschitsch präsentiert zum

brechtfestival ihre eklektische musik.

kultuRnachRichten

36

so 7.2. 15:00 abraxas die sympathische Gedichtauswahl

des programms »der pflaumenbaum«

des faks-theaters weckt lust am dichter brecht

und seiner lyrik.

liteRatuR 20:00 Parktheater – brechtfestival:

dead or alive, poetry slam musik 19:30 LMZ –

studio für zeitgenössische musik

fr 5.2. kids 10:00 abraxas – theater fritz und

freunde: pippi langstrumpf, ab 4 // 15:00 abraxas/

MZ – das töpfchen mit dem hullebullebäuchlein,

ab 3 // 17:00 abraxas/MZ – der teufel mit den 3 goldenen

haaren, ab 6 film 20:00 Thalia – brechtfestival:

die längste filmrolle der Welt zu einem autor

liteRatuR 14:00 Komödie – brechtfestival: Junge poeten

live, schüler-poetry-slam // 20:00 abraxas/MZ –

aus dem decameron des bocaccio // 21:00 Brechts

Bistro – brechtfestival: hermann beil liest stefan

brecht musik 20:00 Parktheater – ball der tanzenden

masken, maskenball // 19:30 Galeria Cervino –

Quartetto cordiale, streichquartette von mozart,

beethoven, Ravel // 20:00 Hoffmann Keller – Go

Guitars, improvisation mit e-Gitarren // 20:30 Café

Sowieso – timepieces, swing und bossa nova mit

Regina kraus und stefan kutter // 21:00 Café Viktor –

brechtfestival: abenteurer mit kühnen Wesen ii,

Gustav, misuk // 23:00 Cope Club – adrian bahil, techno

theateR 11:00 Dierig-Gelände – die Weber von

augsburg // 19:30 Komödie – brechtfestival: männergespräche,

Gastspiel aus berlin // 20:00 abraxas

theater fritz und freunde: shakespeares sämtliche

Werke // 22:00 Thalia – brechtfestival: herr puntila

und sein knecht matti, filmvorführung

sa 6.2. heute neu 15:00 Theater – hexe hillary

geht in die oper, von peter lund, ab 6 // 18:00 Galerie

Noah – Vernissage: norbert tadeusz, 70 Jahre, neue

bilder // 19:30 Komödie – strawinsky trilogie, tanz von

Gaetano posterino kids 14:00/16:00 Parktheater – pinocchio,

musik theater, ab 5 // 15:00 abraxas – theater

fritz und freunde: pippi langstrumpf, ab 4


37 kultuRnachRichten

termine tagesaktuell unter www.a-guide.de 6.2. – 11.2.2010

fÜhRunGen 14:00 Tourist-Information/A – bettler,

Gaukler, Vogelfreie // 15:00 Maximilianmuseum –

Weltenglanz film 20:00 Thalia – brechtfestival:

die längste filmrolle der Welt zu einem autor

kabaRett 21:00 Kresslesmühle – faltsch Wagoni,

musikkabarett // 19:30 Parktheater – lisa fitz, super

plus musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik zur

marktzeit // 18:00 Dom – orgelmusik und Gregorianischer

choral // 19:30 Ev. Hl.-Kreuz/A – kammerkonzert

von Johann sebastian bach // 20:00 abraxas

dante, progressive Rock // 20:00 St. Moritz/A –

klangnacht, mit heinz beutlhauser // 22:00 Kantine –

afrocosmix, cosmic Roots, cantina indica // 23:00 Capitol

– lovepop, für Queers und freunde theateR

19:00 abraxas/JTA – ei(ge)ngemachtes, seniorentheater

mit den Reifen früchtchen // 19:30 Theater – fidelio,

oper von ludwig van beethoven festiVals

16:00 Medienzentrum – brechtfestival: brecht und

die Zeitung, Gespräch // 18:00 Medienzentrum –

brechtfestival: brecht & medien, diskussion

so 7.2. kids 15:00 abraxas – faks theater:

der pflaumenbaum, musikalische brechtlesung,

ab 7 // 16:00 Eukitea/Diedorf – Jona oder immer

ich, figurentheater fÜhRunGen 11:00 H2 –

silent spaces // 11:00/15:00 Maximilianmuseum –

Weltenglanz // 11:30 H2 – moderne kunst // 14:00

Schaezlerpalais – Rom in einer stunde // 14:00

Tourist-Information/A – stadtrundgang für familien

VoRtRaG 11:00 Zeughaus – straßennamen

erzählen frauengeschichte // 11:00 Theater – oper

extra, einführung zu der ferne klang von franz

schreker // 15:00 VKM – Georg kleber, die technik

der Radierung // 18:00 Augustana-Saal – brechtfestival:

nach uns wird kommen: nichts nennenswertes,

diskussion film 20:00 Thalia – brechtfestival:

die längste filmrolle der Welt zu einem autor

liteRatuR 11:00 Ecke Galerie – der maler erschafft,

der fotograf enthüllt, lesung mit stefan

schön // 18:30 Neue Stadtbücherei – brechtfestival:

präsentation der brecht-textwerkstatt musik 11:00

Goldener Saal – apropos klassik, matinee mit orchester

// 11:00 Kleiner Goldener Saal – philharmonische

matinee, horn trios von brahms und mozart //

11:00 Parktheater – trossinger trompetenensemble //

17:00 Barfüßerkirche/A – abendmusik, mit hansmartin

kemmether // 20:00 abraxas – brechtfestival:

shortfilmlivemusic, performance // 20:30 abraxas/

Rabe – the flonny 4, stephan holstein theateR

15:00 Dierig-Gelände – die Weber von augsburg //

15:00/19:30 Theater – Zar und Zimmermann, komische

oper von albert lortzing // 16:00 abraxas/

JTA – ei(ge)ngemachtes, seniorentheater mit den

Reifen früchtchen // 16:00 Eukitea/Diedorf – Jona

oder immer ich, figurentheater // 19:00 Dierig-

Gelände – die Weber von augsburg // 20:00

Kongresshalle – das phantom der oper, musical //

20:30 Hoffmann Keller – das tagebuch der anne

frank, von Roland marzinowski festiVals 11:00

Theater – brechtfestival: der wichtigste mensch

in meinem leben, Regine lutz über bert brecht //

19:30 Theater – brechtfestival: die Widersprüche sind

die hoffnungen, brechtgala // 20:00 abraxas – brechtfestival:

shortfilmlivemusic, konzert sonstiGes

9:00 Dom – musica sacra, missa on me l‘a dit, von

orlando die lasso // 20:00 Parktheater – hotel bossa

nova // 21:00 St. Moritz/A – nachtgebet 21

so 21.2. 19:30 Stadthalle Gersthofen die familie

malente zeigt mit ihrer schlagerrevue »musik

ist trumpf« die schrillsten seiten der 70er.

mo 8.2. kids 10:00 abraxas – faks theater:

der pflaumenbaum, musikalische brechtlesung,

ab 7 VoRtRaG 18:15 Zeughaus – brecht und die

politische philosophie, mit marcus llanque // 20:00

Kresslesmühle – frühling im südwesten der usa,

diavortrag von Werner Röhrl musik 19:30 Parktheater

– brechtfestival: die auswanderungen des

dichters brecht, neukompositionen // 20:00 Kongresshalle

– 5. sinfoniekonzert des philharmonischen

orchesters, Werke von schreker

di 9.2. kids 10:30 Maximilianmuseum –

Weltenglanz, kinderführung // 11:00 abraxas

kindertheaterfestival panoptikum: „eine kleine

sonate, ab 6 VoRtRaG 18:15 Uni – altertumswissenschaftliches

kolloquium // 18:15 VHS – schiffsmodelle,

möbel und prunkgefäße des tutanchamun //

19:30 Haus St. Ulrich – Grenzenlos tolerant, trialog

der Religionen kabaRett 20:00 Spectrum – florian

schröder, du willst es doch auch musik 20:00

Kongresshalle – 5. sinfoniekonzert des philharmonischen

orchesters, Werke von franz schreker // 20:30

abraxas/Rabe – markus hollinger Quartett, Jazz

theateR 19:30 Komödie – arsen und spitzenhäubchen,

kriminalkomödie von Joseph kesselring

festiVals 19:30 Theater – brechtfestival: die Widersprüche

sind die hoffnungen, brechtgala

mi 10.2. heute neu 19:00 Synagoge/A –

Vernissage: und ich wurde ihnen zu einem kleinen

heiligtum, synagogen in deutschland kids 9:00

abraxas – kindertheaterfestival panoptikum: kobold,

hans und ballerina, ab 5 // 11:00 abraxas

– kindertheaterfestival panoptikum: how can

we hang on to a dream, ab 6 fÜhRunGen 14:00

Diakonissenhaus – neugotische hauskapelle der

diakonissen VoRtRaG 18:00 Pro Familia – Jugendliche

zwischen chat und pornographie // 18:00 Uni –

theorien der literatur, Vom fakt zum artefakt

theateR 11:00 Hoffmann Keller – das tagebuch

der anne frank, von Roland marzinowski // 19:30

Komödie – Waschsalon Wunderlich, musiktheater

festiVals 17:00 Goldener Saal – brechtfestival: Verleihung

des bertolt-brecht-preises // 19:30 Theater –

brechtfestival: die Widersprüche sind die hoffnungen,

brechtgala sonstiGes 20:00 Stadthalle/Gh –

die meister des shaolin kung fu

do 11.2. kids 10:00 abraxas – kindertheaterfestival

panoptikum: Jim knopf und lukas

der lokomotivführer, ab 7 // 11:00 abraxas

kindertheaterfestival panoptikum: das Geheimnis

der engel, ab 4 // 15:00 abraxas – kindertheaterfestival

panoptikum: Voll daneben, ab 7


11.2 – 18.2.2010 termine tagesaktuell unter www.a-guide.de

fÜhRunGen 15:00 Schaezlerpalais – einblicke, museumspädagogische

aktionen, ab 14 VoRtRaG

19:30 Anna-Hof – Was ist moderne kunst? – ungewohnte

perspektiven im kirchlichen Raum kaba-

Rett 19:30 Singoldhalle/Bob – klaus karl kraus //

musik 19:00 LMZ – liedklasse Rudi spring // 20:00

Spectrum – Weiberfasching, mit hopfenstrudel

tanZ 14:00 Kongresshalle – seniorenfaschingsball //

mo 22.2. 20:30 Puppenkiste Wolfgang lackerschmid

spielt live zusammen mit njamy sitson

und Walter lang als daktarimba rythmischen

african Jazz.

19:30 H2 – 50 Jahre kunstförderpreis, Jour fixe literatur

und musik // 19:30 Komödie – strawinsky trilogie,

tanz von Gaetano posterino theateR 11:00

Hoffmann Keller – das tagebuch der anne frank,

von Roland marzinowski // 19:30 Dierig-Gelände –

die Weber von augsburg // 19:30 Parktheater – die

csárdásfürstin, operette von emmerich kálmán

fr 12.2. kids 10:00 abraxas – kindertheaterfestival

panoptikum: bremer stadtmusik livem,

ab 6 // 15:00 abraxas/MZ – märchen von und für

prinzessinnen, ab 3 // 17:00 abraxas/MZ – Wildwestgeschichten

für wilde cowboys, ab 3 fÜhRunGen

15:00 Maximilianmuseum – Weltenglanz VoRtRaG

16:00 tim – der baumwoll-blues, Geschichte eines

alltäglichen stoffs kabaRett 19:30 Parktheater –

bleckonweit, bunter abend für farbenblinde

liteRatuR 19:30 Neue Stadtbücherei – der mensch

bedarf des menschen sehr, Werke von schiller

musik 19:00 Barfüßerkirche/A – Wort, musik, besinnung,

mit hans-martin kemmeter, orgel // 20:30

Café Sowieso – le chat noir, swing, blues, latin // 21:00

Rockfabrik – him, Release party // 23:00 Cope Club –

melih ask, techno theateR 19:30 Komödie –

faust hat hunger und verschluckt sich an einer Grete,

von ewald palmetshofer // 19:30 Theater – herr

puntila und sein knecht matti, theaterstück von

bertolt brecht sonstiGes 20:00 Kongresshalle –

Galaball der faschingsgesellschaft hollaria // 20:00

abraxas/MZ – best of märchenzelt, mit stockbroten

sa 13.2. heute neu 20:30 S‘ensemble

Theater – Verbrannt, von peter hugge kids 15:00

Theater – hexe hillary geht in die oper, von peter

lund, ab 6 // 15:00 abraxas – kindertheaterfestival

panoptikum: kleiner Russischer Zirkus, ab 5

fÜhRunGen 14:00 Tourist-Information/A – stadtrundgang

// 15:00 Maximilianmuseum – Weltenglanz //

15:00 Theater – stadttheaterführung kabaRett

20:00 Kresslesmühle – michael ehnert, heldenwinter

musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik zur

marktzeit // 18:00 Dom – orgelmusik und Gregorianischer

choral // 19:30 Parktheater – operettenkonzert

im fasching // 20:00 Striese – popuptojazz, Just

friends theateR 19:30 Komödie – faust hat hunger

und verschluckt sich an einer Grete, von ewald

palmetshofer // 19:30 Theater – herr puntila und sein

knecht matti, theaterstück von bertolt brecht

so 14.2. heute neu 9:00 Botanischer Garten

– lebende tropische schmetterlinge kids 15:00

abraxas/MZ – indianermärchen, ab 3 // 17:00 abraxas/MZ

– seeräubergeschichten, ab 5 fÜhRunGen

11:00 H2 – silent spaces // 11:00/15:00 Maximilianmuseum

– Weltenglanz // 11:30 H2 – moderne kunst //

14:00 Tourist-Information/A – stadtrundgang

VoRtRaG 15:00 Haus St. Ulrich – frauen sind genial,

männer neugierig? // 19:00 Theater – kammermusikmatinee

zu der ferne klang von franz schreker

liteRatuR 19:30 abraxas/MZ – liebesmärchen

mit betörenden Weinen und anregendem essen //

20:30 Hoffmann Keller – niccolo und louise, texte

der Renaissance musik 9:00 Dom – musica sacra,

te deum, von anton bruckner, choralmesse

theateR 11:00 Theater – oper extra, der ferne

kultuRnachRichten

38

klang von franz schreker // 15:00/19:00 Dierig-Gelände

– die Weber von augsburg sonstiGes 14:00

Rockfabrik – kinder- und Jugendfaschingsball //

19:30 St. Moritz/A – Gottesdienst zum Valentinstag //

20:00 Parktheater – Voice 4 u, mit candle light dinner

mo 15.2. kids 14:00 abraxas – theater fritz

und freunde: Robin hood, ab 4 musik 19:30 LMZ –

musik für klavier, mit hyun Joo kim // 20:00 Kresslesmühle

– salvation Road, Rock // 20:30 abraxas/

Rabe – Gin pan alley, blues, Rockabilly sonstiGes

20:00 Parktheater – Rosenmontagsball // 20:00 Spectrum

– Rosenmontagsmaskenball

di 16.2. kids 14:00 abraxas – theater fritz

und freunde: drachenherz, ab 4 musik 16:00 Dom –

musica sacra: ave Verum, von mozart theateR

19:30 Komödie – arsen und spitzenhäubchen, kriminalkomödie

von Joseph kesselring sonstiGes

19:30 Parktheater – africa, my love

mi 17.2. VoRtRaG 09:30 Zeughaus – myanmar,

mit klaus lippmann // 15:30 Haus St. Ulrich –

Was christen optimistisch macht, mit Gerhard

eberts tanZ 19:30 Komödie – strawinsky trilogie,

tanz von Gaetano posterino

do 18.2. fÜhRunGen 15:00 Schaezlerpalais

– einblicke, museumspädagogische aktionen,

ab 14 kabaRett 20:00 Theater – eckart von hirschhausen,

liebesbeweise // 20:30 S‘ensemble Theater

– linner und trescher, improvisationstheater

musik 19:30 LMZ – abschlusskonzert des meisterkurses

Violoncello // 20:30 Spectrum – hassliebe, Rock

do 25.2. 14:00 Wittelsbacher Schloss dia-objekte, lackfarben und plexiglasscheiben. die dynamischen

arbeiten von marie-luise heller zwischen pop- und op-art zeigt die ausstellung »lust der linie«.


39 kultuRnachRichten

termine tagesaktuell unter www.a-guide.de 18.2. – 27.2.2010

theateR 19:30 Komödie – Waschsalon Wunderlich,

musiktheater // 20:30 Hoffmann Keller – das tagebuch

der anne frank, von Roland marzinowski

sonstiGes 19:30 Parktheater – klänge meiner heimat,

böhmisch-mährischer liederabend

fr 19.2. musik 19:30 LMZ – konzert der

liedklasse kilian sprau // 20:00 Stadthalle/Gh –

marshall und alexander, klassik- und popgesang //

19:00 Kradhalle – danny keen, selbst der mond

wird rot, schlager // 20:00 Parktheater – akustik

folk night // 20:30 Café Sowieso – Gilles Zimmermann

und maria c. hurtado, französisch-kolumbianische

musik // 23:00 Cope Club – agent

Greg, techno theateR 19:30 Komödie – faust hat

hunger und verschluckt sich an einer Grete, von

ewald palmetshofer // 20:30 S‘ensemble Theater –

Verbrannt, von peter hugge sonstiGes 6:30

St. Moritz/A – laudes in der fastenzeit // 15:00

St. Moritz/A – kreuzweg in der fastenzeit // 20:30

Hoffmann Keller – edith piaf, Gastspiel

sa 20.2. fÜhRunGen 14:00 Tourist-

Information/A – stadtrundgang kabaRett 20:00

Kresslesmühle – fatih cevikkollu, komm zu fatih

musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik zur marktzeit //

18:00/22:00 Dom – konzert zur messiaen-nacht theateR

19:30 Theater – prinz friedrich von homburg,

drama von heinrich von kleist // 20:00 abraxas

theater fritz und freunde: shakespeares sämtliche

Werke // 20:00 Eukitea/Diedorf – magic of theatre

sonstiGes 20:00 Parktheater – metropolitan swing

so 21.2. kids 15:00 Theater – hexe hillary

geht in die oper, von peter lund, ab 6 // 15:00 abraxas

– theater fritz und freunde: pettersson und

findus, eine Geburtstagstorte für die katze, ab 4 //

15:00 abraxas/MZ – schneewittchen, ab 3 // 15:00

Stadthalle/Gh – der kleine prinz, ab 8 // 17:00 abraxas

/MZ – nasrudin, der orientalische eulenspiegel, ab 5

fÜhRunGen 11:00 H2 – silent spaces // 11:30 H2 –

moderne kunst // 14:00 Tourist-Information/A –

stadtrundgang kabaRett 20:00 Komödie – karsten

kaie, lügen, aber ehrlich // 20:00 Kresslesmühle –

nepo fitz, pimpftown liteRatuR 20:00 abraxas/

MZ – nasrudin, der orientalische eulenspiegel //

20:30 Hoffmann Keller – niccolo und louise, texte

der Renaissance musik 9:00 Dom – musica sacra:

choralmesse // 10:00 St. Anna/A – kantate im Gottesdienst,

mit christoph Graupner // 11:00 Kleiner Goldener

Saal – konzertreihe un-er-hört, oktett // 19:00

LMZ – abschlusskonzert des meisterkurses klavier

sonstiGes 19:30 Parktheater – musik ist trumpf

mo 22.2. kabaRett 20:00 Komödie –

Zärtlichkeiten mit freunden, mitten ins herts

musik 19:30 LMZ – Gesangsabend der klasse agnes

habereder-kottler // 19:30 Zeughaus – studierende

der musikpädagogik // 20:30 Puppenkiste –

daktarimba, Jazz mit Wolfgang lackerschmid

do 25.2. 20:30 S’ensemble die »cash union«

spielt songs von den anfängen Johnny cashs in

den fünfziger und sechziger Jahren im stil der

legendären tennessee two.

di 23.2. kabaRett 20:00 Kresslesmühle –

Jens neutag, streik ist geil // 20:00 Spectrum – männerabend,

mit martin luding und Roland baisch

musik 19:30 LMZ – musik für klavier, klasse christine

olbrich // 19:30 Parktheater – Voice 4 u - candle

light konzert // 20:30 abraxas/Rabe – cartouche,

chansons tanZ 19:30 H2 – 50 Jahre kunstförderpreis,

Jour fixe literatur und musik

mi 24.2. VoRtRaG 18:30 Jüdisches Kulturmuseum

– freiheit und Gesetz, Reflexionen zu

pessach film 19:00 Liliom – bilder, die bleiben, dokumentarfilm

über abschied und tod mit katharina

Gruber und Gisela tuchtenhagen liteRatuR

19:30 Jüdisches Kulturmuseum – das leben könnte

gut sein, tagebücher von Ruth maier, mit Regine

leonhardt musik 19:30 Parktheater – Rockin’

on heaven’s door, musikshow kabaRett 20:00

Kressles mühle – karin engelhard, die ex rechnet ab //

20:00 Spectrum – männerabend, mit martin luding

und Roland baisch theateR 19:30 Komödie – faust

hat hunger und verschluckt sich an einer Grete,

von ewald palmetshofer // 19:30 Hoffmann Keller –

Werkstatt des Jungen team theaters, Watte

do 25.2. heute neu 14:00 Museum im

Wittelsbacher Schloss – ausstellungseröffnung:

lust der linie, marie-luise heller zwischen op und

pop kids 10:00 abraxas/JTA – die chinesische nachtigall

oder die macht der musik, ab 8 fÜhRunGen

15:00 Schaezlerpalais – einblicke, museumspäda-

gogische aktionen, ab 14 liteRatuR 19:30 Parktheater

– Rauhnacht, kommissar kluftingers, mit

Volker klüpfel und michael kobr kabaRett

20:00 Komödie – malediva, die fetten Jahre

musik 19:30 LMZ – musik für klavier, mit yuri kim //

20:30 S‘ensemble Theater – cash union, songs von

Johnny cash // 20:30 Spectrum – labrassbanda, balkan-brass

theateR 19:30 Theater – der ferne klang,

oper von franz schreker sonstiGes 20:00 abraxas

Zwischen traum und phantasie, magic show mit

alexander merk

fr 26.2. kids 15:00 abraxas/MZ – frau holle

und andere Wintermärchen, ab 3 // 17:00 abraxas/

MZ – die schneekönigin, ab 5 kabaRett 20:00

Kongresshalle – paul panzer, endlich freizeit // 20:00

Kresslesmühle – thomas nicolai, best of der blonde

emil musik 19:30 LMZ – il flauto dolce, musik

für blockflöte // 19:30 St. Jakob/Fdb – laila, laila,

hebräische lieder // 20:30 Café Sowieso – kaminski,

chansons // 23:00 Cope Club – phil fuldner, techno

tanZ 19:30 Komödie – strawinsky trilogie, tanz von

Gaetano posterino theateR 19:30 Theater – herr

puntila und sein knecht matti, von bertolt brecht

// 20:30 S‘ensemble Theater – Verbrannt, von peter

hugge sonstiGes 6:30 St. Moritz/A – laudes in der

fastenzeit // 15:00 St. Moritz/A – kreuzweg in der

fastenzeit // 20:00 abraxas – Zwischen traum und

phantasie, magic show mit alexander merk // 20:00

abraxas/MZ – das pferd mit den silbernen Glocken,

märchenkrimi

sa 27.2. kids 15:00 Theater – hexe hillary

geht in die oper, von peter lund, ab 6 // 15:00 abraxas

faks theater: eine kleine dickmadam, ab 3 fÜh-

RunGen 14:00 Tourist-Information/A – stadtrundgang

kabaRett 20:00 Kresslesmühle –

christian Überschall, hotline liteRatuR 20:30

Hempels – Rainer langhans, lesung und diskussion

di 9.3. 19:30 Stadthalle Gersthofen mit einem

spannenden leben im Rücken singt konstantin

Wecker unterstützt von seinem freund Jo barnikel

für eine Welt, wie sie sein sollte.


27.2 – 4.3.2010 termine tagesaktuell unter www.a-guide.de

do 25.2. 20:30 Spectrum die blasmusikanten von

»la brass banda« ziehen mit ihrem bayerischen

balkan brass durch augsburg.

musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik zur marktzeit

// 18:00 Dom – chormusik und Gregorianischer

choral // 19:00 St. Anna/A – stationen, musik und

text zur passionszeit // 19:30 abraxas/Rabe – Jazz

nacht // 20:00 Spectrum – ndW- und schlager nacht //

21:00 Kantine – the busters, ska // 22:00 Park –

sèbastian lèger, house tanZ 19:30 Komödie –

strawinsky trilogie, tanz von Gaetano posterino

theateR 19:30 Theater – Zar und Zimmermann,

komische oper von albert lortzing // 20:30 Hoffmann

Keller – das tagebuch der anne frank, von

Roland marzinowski // 20:30 S‘ensemble Theater –

Verbrannt, von peter hugge // 22:00 Mahagoni Bar –

slugabed, elektronischer hiphop sonstiGes 13:00

Kongresshalle – esoterikmesse // 19:30 St. Moritz/A –

youGo, dekanatsjugendgottesdienst // 19:30 Stadthalle/Gh

– opern auf bayrisch // 20:00 Parktheater –

carion, bläserquintett

so 28.2. heute neu 19:00 Theater – der ferne

klang, oper von franz schreker kids 11:00/14:00

Parktheater – peterchens mondfahrt, musikalische

märchenrevue, ab 5 // 15:00 abraxas – moussong theater:

Geschichten aus dem märchenschrank, ab 5

fÜhRunGen 11:00 H2 – silent spaces // 11:30 H2 –

moderne kunst // 14:00 Tourist-Information/A –

stadtrundgang kabaRett 18:00 Spectrum – herr

und frau braun, Rindviecher aus der Region // 20:00

Kresslesmühle – sven kemmler, endlich musik 9:00

Dom – musica sacra: missa emendemus von Giovanni

pierluigi da palestrina // 11:00 Theater – orchester

olympiade, familienkonzert theateR 11:15 Theater –

theater extra, einführung zu einsame menschen und

biedermann und die brandstifter // 19:00 Theater –

don carlos, oper von Giuseppe Verdi sonstiGes

13:00 Kongresshalle – esoterikmesse // 15:00 VKM –

Georg kleber, künstlergespräch // 20:30 Hoffmann

Keller – edith piaf, Gastspiel

mo 1.3. VoRtRaG 15:00 VHS – chopin zum

200. Geburtstag, margarete harter-ast kabaRett

20:00 Komödie – sebastian krämer und marco

tschirpke, ich’n lied, du’n lied musik 11:00 Theater –

orchester olympiade, familienkonzert // 19:30 LMZ –

musik für klavier, klasse christine olbrich tanZ

11:30 Komödie – strawinsky trilogie, tanz von Gaetano

posterino, schulvorstellung theateR 19:30

Parktheater – Geschichten von mama und papa,

komödie // 19:30 Theater – Zar und Zimmermann,

komische oper von albert lortzing

di 2.3. heute neu 10:00 Zeughaus – Woche

der brüderlichkeit: Verlorene maßstäbe, ausstellung

VoRtRaG 18:15 VHS – die büste der nofretete,

mit christine strauß-seeber // 20:00 VHS – agnes

bernauer und herzog albrecht iii., mit manfred

kosch kabaRett 20:00 Kresslesmühle – michael

altinger und alexander liegl, platzende hirsche

musik 19:30 LMZ – musik für saxophon, klasse

Wilhelm nuszbaum // 20:30 Hoffmann Keller – Jazz

im keller tanZ 19:30 H2 – 50 Jahre kunstförderpreis,

Jour fixe literatur und musik theateR 19:30

Theater – herr puntila und sein knecht matti, von

bertolt brecht

kultuRnachRichten

40

mi 3.3. fÜhRunGen 9:30 Zeughaus – Geschichte

des Zeughauses VoRtRaG 17:00 VHS – five

o´clock tea, mit saadia khan // 19:30 Jüdisches Kulturmuseum

– Woche der brüderlichkeit: die synagoge

im mittelalter, mit simon paulus // 20:00 VHS –

die familie mozart, mit Werner bischler kabaRett

20:00 Kresslesmühle – stephan Zinner, family

business // 20:00 Kresslesmühle – Roland baisch,

der graue star musik 17:00 Uni – klingende bibliothek,

30 minuten kammermusik theateR 11:00

Theater – herr puntila und sein knecht matti, von

bertolt brecht // 19:30 Theater – der ferne klang,

oper von franz schreker // 19:30 Parktheater – das

fußballwunder von bern, schauspiel von dirk

schröter // 19:30 Hoffmann Keller – Werkstatt des

Jungen team theaters, Watte

do 4.3. fÜhRunGen 15:00 Schaezlerpalais –

einblicke, museumspädagogische aktionen, ab 14

kabaRett 20:00 Kongresshalle – horst lichter, sushi

ist auch keine lösung // 20:00 Stadthalle/Fdb –

Ganz schön turbulent, mit ceylan // 20:30 S‘ensemble

Theater – die Wohngemeinschaft, improvisierte

komödie musik 19:30 LMZ – komponist und interpret,

abschlusskonzert mit Giovanni bonato

theateR 11:00 Stadthalle/Gh – the importance of

being earnest, englische komödie von oscar Wilde

mo 8.3. 20:00 Kresslesmühle der österreicher

martin puntigam führt im Rahmen der augsburger

kabarett-tage ein in die kunst des Überlebens

nach der katastrophe. und die kommt bestimmt.


39 kultuRnachRichten

alle termine ausführlich unter www.a-guide.de 23.2 – 25.2.2010

sa 25.6. 19:30

Theater

Rap for peace 3

sa 25.6. 20:00

Kresslesmühle

d´Raith schwestern

sa 25.6. 20:00

Parktheater

Grün

so 26.6. 16:00

abraxas/Theater

die puppe mirabell

so 26.6. 20:00

Kresslesmühle

der kontrabass

so 26.6. 19:30

Parktheater

terra e mare


4.3 – 12.3.2010 termine tagesaktuell unter www.a-guide.de

// 19:30 Komödie – Waschsalon Wunderlich, musiktheater

// 19:30 Theater – die Zauberflöte, oper

von W.a. mozart // 20:00 Kresslesmühle – fast

food, improvisationstheater

fr 5.3. kids 15:00 abraxas/MZ – schneeweißchen

und Rosenrot und andere Zwergenmärchen,

ab 3 VoRtRaG 15:30 Haus St. Ulrich – profil des

priesters, mit peter klasvogt kabaRett 20:00

Kresslesmühle – first ladies, Reich und sexy musik

11:00 LMZ – Gschwilm-klavierwettbewerb // 19:00

Kantine – livingston, Rock // 19:00 Moritzsaal – ensembles

der aGsm stellen sich vor, Gesang // 19:30

Galeria Cervino – Gitarrenkonzert, mit dimitri

lavrentiev und takeo sato // 19:30 LMZ – Georg

crumb, apparition // 20:00 abraxas/Rabe – mariemarie,

art-pop // 20:30 Café Sowieso – fraunhofer

saitenmusik, traditionelle musik // 21:00 Hempels –

martin schmidt, ernst, spoken Word theateR 19:00

abraxas/JTA – Wir alle für immer zusammen, ab 10 //

19:30 Komödie – faust hat hunger und verschluckt

sich an einer Grete, von ewald palmetshofer //

20:30 S’ensemble Theater – Verbrannt, von peter

hugge sonstiGes 6:30 St. Moritz/A – laudes in der

fastenzeit // 15:00 St. Moritz/A – kreuzweg in der

fastenzeit // 19:00 Goldener Saal – internationaler

frauentag: empfang des augsburger oberbürgermeisters

// 20:00 abraxas/MZ – theodor sturm, bulemans

haus

sa 6.3. 20:00 Capitol Rockabillies feiert! nick curran

und seine Gitarre sind nur zwei der stars der

extravaganza-party im schönen Jugendstil-kino.

sa 6.3. fÜhRunGen 14:00 Tourist-

Information/A – schröpfkopf, tee und pillen

kabaRett 20:00 Kresslesmühle – frank lüdecke,

Verwilderung musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik

zur marktzeit // 18:00 Dom – orgelmusik

und Gregorianischer choral // 19:00 Rokokosaal –

beckmann spielt cello, benefizkonzert // 19:00

St. Anna/A – stationen, musik und text zur passionszeit

// 20:00 St. Anton/A – passionskonzert //

20:00 Capitol – extravaganza, mit nick curran und

devil doll, Rock´n Roll // 20:00 Kleiner Goldener

Saal – Woche der brüderlichkeit: kammerorchester

des Gymnasiums bei st. stephan // 20:30 abraxas

ivan hajek, akkordeonmusik theateR 14:00/16:00

Parktheater – die bremer stadtmusikanten // 19:30

Komödie – Waschsalon Wunderlich, musiktheater

// 20:30 Hoffmann Keller – das tagebuch der anne

frank, von Roland marzinowski // 20:30 S’ensemble

Theater – Verbrannt, von peter hugge

so 7.3. kids 15:00 abraxas – theater fritz

und freunde: der Räuber hotzenplotz, ab 4

fÜhRunGen 11:00 H2 – silent spaces // 11:30 H2 –

moderne kunst // 14:00 TIM – industrielandschaften

gestern und heute, textilviertel // 14:00 Tourist-

Information/A – stadtrundgang für familien // 15:00

Synagoge/A – Woche der brüderlichkeit: synagoge

und Jüdisches kulturmuseum // kabaRett 20:00

Kresslesmühle – luise kinseher, hotel freiheit

musik 20:30 abraxas/Rabe – sunday night Jam,

open stage tanZ 18:00 Stadthalle/Gh – amar, orientalische

tanzshow // 19:00 Parktheater – kinderträume,

karneval der tiere theateR 15:00 abraxas

theater fritz und freunde: der Räuber hotzenplotz,

ab 4 festiVals 11:30 Theater – Woche der

brüderlichkeit: eröffnungsfeier mit Verleihung der

buber-Rosenzweig-medaille sonstiGes 9:00 Dom –

musica sacra: messe in f-dur für chor und orgel

von anton bruckner // 10:00 Wittelsbacher Schloss –

internationaler frauentag

mo 8.3. VoRtRaG 20:00 Augustana-Saal –

Woche der brüderlichkeit: Verlorene maßstäbe in

der Wirtschaft, mit fred otfried July und markus

Günther kabaRett 20:00 Kresslesmühle – martin

puntigam, atomic Wedgie musik 19:30 LMZ

– musik für klavier // 20:00 Kongresshalle – 6. sinfoniekonzert

des philharmonischen orchesters //

20:30 Spectrum – carl palmer, Rock theateR 20:00

Stadthalle/Gh – kommödchen düsseldorf, sushi

festiVals 16:00 Goldener Saal – Woche der brüderlichkeit:

begegnungstreffen

di 9.3. kids 11:00 Theater – hexe hillary geht

in die oper, von peter lund, ab 6 VoRtRaG 19:00

VHS – philosophie wozu, podiumsdiskussion mit

maria de lourdes stiegeler u.a. // 19:00 VHS – das

16. Jahrhundert, mit matthias hofmann // 20:00

VHS – die pompadour und ludwig XV., manred

kosch musik 19:30 LMZ – Romantische Violinmusik

// 19:30 Stadthalle/Gh – konstantin Wecker, Jo

barnikel, leben im leben// 20:00 Kongresshalle

– 6. konzert des philharmonischen orchesters //

kultuRnachRichten

42

20:30 abraxas/Rabe – parkhaus-trio, Jazz, funk //

20:30 Spectrum – John Watts, singer-songwriter

tanZ 19:30 H2 – 50 Jahre kunstförderpreis,

Jour fixe ballett // 19:30 Parktheater –

tap olé, stepptanz mit spanischem Gitarissimo

theateR 10:00 abraxas/JTA – Wir alle für immer zusammen,

ab 10 // 20:00 Kresslesmühle – fast food,

die satire show, improvisationstheater

fr 12.3. 21:00 abraxas/JTA aus dem inhalt eines

sperrmüll-kartons: endlich gibt es die musik der

»mufuti twins« auch live. als »mufuti four« bringen

sie ihren funky shoegazer in die echtzeit.

mi 10.3. kids 11:00 Theater – hexe hillary

geht in die oper, von peter lund, ab 6 VoRtRaG

18:00 VHS – die makulade-Generation, mit bernadette

Wöhrl // 19:30 Augustana-Saal – Woche der

brüderlichkeit: Verlorene maßstäbe in der politik,

mit david Witzthum kabaRett 20:00 Kresslesmühle

– kabarett distel, Jenseits von angela

do 11.3. fÜhRunGen 15:00 Schaezlerpalais

– einblicke, museumspädagogische aktionen,

ab 14 VoRtRaG 19:30 Augustana-Saal – Woche

der brüderlichkeit: ein maßstab der maßstäbe,

mit frank crüsemann // 20:00 VHS – neuigkeiten

auf dem büchermarkt, mit dagmar lick-haas //

20:00 VHS – südafrika, länderkunde am donnerstag,

mit manfred münzner liteRatuR 19:30

Frauenzentrum/A – die feministin erika Wisselinck

und ihre Zeit, buchvorstellung von Gabriele meixner

kabaRett 20:00 Kresslesmühle – nadja maleh,

flugangsthasen // 20:00 Spectrum – andreas Rebers,

auf der flucht musik 20:00 Stadthalle/Nes –

boogie-nacht, mit peter heger theateR 10:00 abraxas/JTA

– Wir alle für immer zusammen, ab 10 //

19:30 Parktheater – theater mobilé, akrobatik

fr 12.3. heute neu 17:00 Singoldhalle/

Bob – baf 2010, bayerische film- und Videofestspiele

// kabaRett 20:00 Kresslesmühle

– marius Jung, für immer Jung // 20:30 Café

Sowieso – chanson barbara, chanson-kabarett


43 kultuRnachRichten

alle termine ausführlich unter www.a-guide.de 31.2. – 7.3.2010


12.3 – 19.3.2010 termine tagesaktuell unter www.a-guide.de

fr 26.3. 19:30 Theater in der komischen oper

»Zar und Zimmermann« genießt peter i. inkognito

das einfache leben eines Zimmermanns.

musik 19:00 Kantine – Weißwurscht is, polka //

19:00 Kantine – emil bulls, crossover // 19:30 LMZ –

musik für klavier, kyoung a Jeong // 19:30 Parktheater

– elvis, musical // 20:00 Galeria Cervino –

stefan barcsay, klassische Gitarre // 20:00 Schloss

Höchstädt – benjamin Grosvenor, klavierkonzert //

20:00 Stadthalle/Gh – ursprung buam, Volksmusik //

21:00 abraxas/JTA – mufuti four, swing, trash

tanZ 19:30 Komödie – strawinsky trilogie, tanz

von Gaetano posterino theateR 19:30 Theater –

fidelio, oper von ludwig van beethoven // 20:00

abraxas – theater fritz und freunde: shakespeares

sämtliche Werke // 20:30 S’ensemble Theater

– Verbrannt, von peter hugge sonstiGes 6:30

St. Moritz/A – laudes in der fastenzeit // 15:00 St.

Moritz/A – kreuzweg in der fastenzeit

sa 13.3. heute neu 19:30 Theater – einsame

menschen, drama von Gerhart hauptmann

kids 17:00 Theater – hexe hillary geht in die oper,

von peter lund, ab 6 fÜhRunGen 11:00/15:00

Tourist-Information/A – segway-stadttour // 14:00

Tourist-Information/A – stadtrundgang kaba-

Rett 20:00 Kresslesmühle – ken bardowicks,

ich lüge dich musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik

zur marktzeit // 18:00 Kantine – battle of

the south, punk-festival // 18:00 Reischlesche

Wirtschaftsschule – sing and swing // 19:00 Rokokosaal

– liederabend, mit hyung cho und

sebastian Jakob // 19:00 St. Anna/A – stationen,

musik und text zur passionszeit // 19:30 Stadthalle/

Gh – Jesus christ superstar, musical // 20:00 Herz

Jesu/A – Werken von duruflé und poulenc, mit

dem Vokalensemble // 20:00 St. Moritz/A – klangnacht,

mit heinz beutlhauser // 20:00 abraxas

pica-pau, samba tanZ 19:30 Komödie – strawinsky

trilogie, tanz von Gaetano posterino theateR

20:30 S’ensemble Theater – Verbrannt, Werke von

peter hugge film 9:00 Singoldhalle/Bob – baf

2010, bayerische film- und Video-festspiele

so 14.3. kids 11:00 Theater – mozarts

leben, familienkonzert, ab 5 // 15:00 abraxas/MZ –

mitmachgechichten aus dem märchensack, ab 3 //

15:00 abraxas – faks theater: ene mene mink mank,

theaterkonzert, ab 3 // 15:00 Stadthalle/Gh – aschenputtel,

musical // 16:00 abraxas/JTA – stuhlgeschichten,

ab 5 // 17:00 abraxas/MZ – Gruselmärchen, ab 6

fÜhRunGen 11:00 H2 – silent spaces // 11:30 H2 –

moderne kunst // 14:00 Tourist-Information/A –

stadtrundgang VoRtRaG 19:30 Pro Familia – mit

40 ein erstes kind, beratung mit marianne Weiß

liteRatuR 20:00 Kresslesmühle – lesebühne, spoken

Word musik 11:00 Römisches Museum – personat,

frühchristliche und byzantinische musik // 20:00 Spectrum

– Joan armatrading, Rhythm and blues // 15.00

Waldorfschule/A – café arrabbiata, tango der 20er

und 30er tanZ 19:00 Parktheater – kinderträume,

karneval der tiere theateR 18:00 Augustana-Saal

– Woche der brüderlichkeit: theaterworkshop für

Jugendliche // 19:00 Theater – der ferne klang, oper

von franz schreker film 9:00 Singoldhalle/Bob – baf

2010, bayerische film- und Video-festspiele sonstiGes

9:00 Dom – musica sacra: messe von William

byrd // 19:30 abraxas/MZ – Gruselmärchen // 21:00 St.

Moritz/A – nachtgebet 21

kultuRnachRichten

44

mo 15.3. VoRtRaG 20:00 VHS – frauen

in der italienischen Renaissance, mit christina von

berlin kabaRett 20:00 Kresslesmühle – herr und

frau braun, Rindviecher aus der Region musik 19:30

LMZ – fagott- und kammermusik sonstiGes 20:00

Kongresshalle – die Rückkehr der shaolin

di 16.3. kids 10:00 abraxas/JTA – unter

stühlen, ab 5 VoRtRaG 20:00 VHS – madame du

barry und könig ludwig XV., mit manfred kosch

kabaRett 20:00 Kresslesmühle – nagelritz, nagelritz

singt Ringelnatz // 20:00 Spectrum – Rolf miller,

tatsachen musik 19:30 Parktheater – mehr musik:

Zeit Räume, Vivaldi und schulzki // 20:00 LMZ – kadriann

sumera, klaviermusik aus estland tanZ 19:30

H2 – 50 Jahre kunstförderpreis, Jour fixe literatur

und musik

mi 17.3. VoRtRaG 19:00 Galeria Cervino –

hugo Wolf und seine mörike-lieder, karl-peter kammerlande

// 19:30 Jüdisches Kulturmuseum – Woche

der brüderlichkeit: die architektur der Reformsynagoge,

mit mirko przystawik // 20:00 VHS – philipp

melanchthon, mit Werner bischler kabaRett 20:00

Kresslesmühle – sigi Zimmerschied, lachdichter //

20:00 Spectrum – andreas Giebel, im sammelbecken

der leidenschaft

do 18.3. kids 10:00 abraxas/JTA – unter

stühlen, ab 5 // 10:00 abraxas – theater fritz und

freunde: pettersson und findus, ab 4 fÜhRunGen

15:00 Schaezlerpalais – einblicke, museumspädagogische

aktionen, ab 14 kabaRett 20:00 Kresslesmühle

– Josef brustmann, schöner land in sicht //

20:00 Spectrum – lizzy aumeier, divenrausch // 20:00

Stadthalle/Gh – biermösl blosn musik 19:30 Parktheater

– irish heartbeat, irisches musikfestival // 20:00

Kongresshalle – die nacht der musicals theateR

19:30 Theater – einsame menschen, drama von

Gerhart hauptmann

fr 19.3. kids 10:00 abraxas – klexs theater:

die neugierige kleine hexe, ab 3 VoRtRaG

17:00 Pro Familia – mein baby im 1. lebensjahr,

elterncoaching kabaRett 20:00 Kresslesmühle –

stefan Jürgens, alles aus liebe musik 19:00 Kantine

– Jennifer Rostock, pop, punk // 19:00 Kantine –

noise of minority, metal // 19:30 Kleiner Goldener

Saal – schulkonzert des maria-theresia-Gymnasiums

// 19:30 Galeria Cervino – abschlusskonzert

des kurses für liedgestaltung // 20:00 abraxas

safari, percussionprojekt // 20:00 LMZ – konzert

des tonkünstlerverbandes // 20:00 Rathaus –

klangzauber der posaune, mit thomas horch


45 kultuRnachRichten

alle termine ausführlich unter www.a-guide.de 14.3. – 19.3.2010


19.3 – 21.3.2010 termine tagesaktuell unter www.a-guide.de

tanZ 19:30 Theater – ballett Gala 2010 theateR

20:00 Stadthalle/Gh – chiemgauer Volkstheater //

20:00 Singoldhalle/Bob – maria magdalena, passionsspiel

// 20:30 S’ensemble Theater – Verbrannt, von

peter hugge sonstiGes 6:30 St. Moritz/A – laudes in

der fastenzeit // 15:00 St. Moritz/A – kreuzweg in der

fastenzeit // 20:00 abraxas/MZ – frühlingstagesundnachtgleiche,

nur für frauen

bis 26.2. Galerie Globalart die erotischen bilder

der ausstellung »Wait and see« von Reinhard

Gammel widmen sich der fast vergessenen kunst

des Wartens.

sa 20.3. heute neu 16:00 abraxas – klexs

theater: die neugierige kleine hexe, ab 3 //

19:30 Komödie – biedermann und die brandstifter,

drama von max frisch kids 16:00 abraxas/MZ – die

schönsten märchen zum frühlingsanfang, ab 3

fÜhRunGen 14:00 Tourist-Information/A – stadtrundgang

kabaRett 19:30 Kongresshalle – hagen

Rether, liebe // 20:00 Kresslesmühle – mark britton,

Zuhause bei britton musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik

zur marktzeit // 18:00 Dom – chormusik

und Gregorianischer choral // 19:00 St. Anna/A –

stationen, musik und text zur passionszeit // 20:00

Parktheater – soulchicken, soul der 60er und 70er

theateR 19:30 Theater – die Zauberflöte, oper

von W.a. mozart // 20:00 Singoldhalle/Bob – maria

magdalena, passionsspiel // 20:30 S’ensemble Theater

– Verbrannt, von peter hugge sonstiGes 20:00

abraxas/MZ – märchen mit Weinprobe

so 21.3. heute neu 20:30 Hoffmann

Keller – dichterliebe, von Robert schumann

und heinrich heine kids 11:00/15:00/17:00 abraxas

– moussong theater: der Rübenritter, ab 5 //

15:00/17:00 abraxas/MZ – die schönsten märchen

zum frühlingsanfang, ab 3 // 16:00 abraxas/JTA – Wir

alle für immer zusammen, ab 10 fÜhRunGen 11:00

St. Ulrich/A – frauengeschichte in der maxstraße,

mit martina berthold // 11:00 H2 – silent spaces //

kultuRnachRichten

46

11:30 H2 – moderne kunst // 14:00 Dom – skulptur im

öffentlichen Raum, mit heidemarie hurnaus // 14:00

Tourist-Information/A – stadtrundgang kabaRett

20:00 Kresslesmühle – chris boettcher, bavarian super

hero musik 11:00 Theater – kammermusikmatinée,

Werke von schumann, brahms und Wagner //

11:00 Kleiner Goldener Saal – seraphin trio, philharmonische

matinee // 20:00 Spectrum – the brew,

Rock theateR 15:00 Theater – herr puntila und sein

bis 31.3. Galerie Oberländer die Werke christofer

kochs geben sich als bearbeitet zu erkennen.

nicht nur mit leinwand und öl, sondern auch mit

stoff und holz wurde an »home« gearbeitet.


47 kultuRnachRichten

termine tagesaktuell unter www.a-guide.de 21.3. – 31.3.2010

knecht matti, von bertolt brecht // 17:00 Singoldhalle/Bob

– maria magdalena, passionsspiel // sonsti-

Ges 9:00 Dom – musica sacra: dorische messe, von

Johann Rosenmüller // 19:30 abraxas/MZ – erotische

märchen aus Russland

mo 22.3. kids 9:30 abraxas – moussong

theater: der Rübenritter, ab 5 kabaRett 20:00 Komödie

– henning Venske und Jochen busse, inventur

musik 20:30 Spectrum – barclay James harvest,

progressive Rock

di 23.3. kids 10:00 abraxas/JTA – Wir alle

für immer zusammen, ab 10 VoRtRaG 18:15 VHS –

Werke der ägyptischen architektur, mit christine

strauß-seeber // 19:30 Singoldhalle/Bob – 30 Jahre

abenteuer, mit michael martin // 20:00 VHS – maria

Walewska und kaiser napoleon i., mit manfred

kosch kabaRett 20:00 Kresslesmühle – totales

bamberger cabaret, Gesunde härte // 20:00 Spectrum

– ohne Rolf, blattrand tanZ 19:30 H2 – 50

Jahre kunstförderpreis - Jour fixe literatur und musik

theateR 19:30 Komödie – biedermann und die

brandstifter, drama von max frisch

mi 24.3. VoRtRaG 19:30 Mesopotamien

Verein – das islamische Recht, mit mathias Rohe

kabaRett 20:00 Komödie – Glasblassing-Quintett,

fr 26.3. 20:00 Parktheater eine musikalische

begegnung von kulturen: »klezmer trifft derwisch«

zeigt eindrucksvoll die schönen seiten

eines jüdisch-islamischen dialogs.

keine macht den dosen // 20:00 Kresslesmühle –

thomas schreckenberger, Über das schicksal deutscher

zu sein theateR 11:00 Hoffmann Keller – das

tagebuch der anne frank, von Roland marzinowski

// 19:30 Theater – die Zauberflöte, oper von W.a.

mozart

do 25.3. kids 10:00 abraxas/JTA – Wir alle

für immer zusammen, ab 10 // 11:30 Theater – die

Zauberflöte, oper von W.a. mozart, kinderkonzert

fÜhRunGen 15:00 Schaezlerpalais – einblicke,

museumspädagogische aktionen, ab 14 VoRtRaG

18:15 VHS – homer goes hollywood, mit kilian ashok

hein // 20:00 VHS – buddhismus und Wirtschaftskrise,

mit Genpo döring kabaRett 20:00 Komödie – thomas

Reis, machen frauen wirklich glücklich // 20:00

Kresslesmühle – conny kreitmeier, stimmungsbüro

kreitmeier // 20:00 Stadthalle/Gh – hennes bender,

egal gibt’s nicht liVemusik 19:30 Parktheater – Rudi

Zapf, hackbrettmusik // 20:30 S‘ensemble Theater –

kashja, elektroakustische Remixe theateR 19:30

Theater – einsame menschen, drama von Gerhart

hauptmann

fr 26.3. VoRtRaG 18:15 VHS – probleme des

alltags, maria de lourdes stiegeler // 19:30 Pro Familia

– alte liebe rostet nicht liteRatuR 20:00 Kresslesmühle

– lauschangriff, poetry slam musik 19:00

Kantine – caribbean beat combo, ska // 19:00 Kantine

– killerpilze, crossover // 20:00 Ev. Hl.-Kreuz/A – der

sterbende Jesus, oratorium von antonio Rosetti //

20:00 Parktheater – klezmer trifft derwisch, jüdische

und islamische musik // 20:30 Café Sowieso – café

arrabiata, tango der 20er und 30er theateR 19:30

Komödie – faust hat hunger und verschluckt sich an

einer Grete, von ewald palmetshofer // 19:30 Theater –

Zar und Zimmermann, komische oper von albert

lortzing // 20:30 S’ensemble Theater – Verbrannt, von

peter hugge sonstiGes 6:30 St. Moritz/A – laudes

in der fastenzeit // 15:00 St. Moritz/A – kreuzweg in

der fastenzeit

sa 27.3. fÜhRunGen 14:00 Tourist-

Information/A – stadtrundgang // 15:00 Theater –

stadttheater kabaRett 20:00 abraxas – anka Zink,

Wellness für alle musik 11:30 St. Anna/A – orgelmusik

zur marktzeit // 18:00 Dom – konzert zum beginn

der karwoche // 19:00 St. Anna/A – stationen, musik

und text zur passionszeit // 19:30 Stadthalle/Gh – musik

ist trumpf, schlager // 22:00 Mahagoni Bar – 1000

names, elektronischer hiphop theateR 19:30 Theater

– einsame menschen, drama von Gerhart hauptmann

// 20:30 Hoffmann Keller – dichterliebe, von

Robert schumann und heinrich

so 28.3. 20:00 Kresslesmühle im Rausch der augsburger

kabarett-tage wird helmut schleich flüsternd,

schnaubend und Grimassen schneidend

seinen vielen persönlichkeiten freien lauf lassen.

so 28.3. kids 15:00 abraxas/MZ – lustigste

märchen, ab 3 // 15:30 Theater – hexe hillary geht in

die oper, von peter lund, ab 6 // 17:00 abraxas/MZ –

der kleine muck und aladins Wunderlampe, ab 3

fÜhRunGen 11:00 H2 – silent spaces // 11:30 H2 –

moderne kunst // 14:00 TIM – industrielandschaften

gestern und heute, textilviertel // 14:00 Tourist-

Information/A – stadtrundgang kabaRett 20:00

Kresslesmühle – helmut schleich, der allerletzte

held musik 19:30 Parktheater – tailes comedians, a

capella // 20:30 abraxas/Rabe – alex Jung trio, Jazz

theateR 11:00 Theater – oper extra, einführung

zu lucia di lammermoor, von Gaetano donizetti //

15:30 Theater – hexe hillary geht in die oper, von

peter lund, ab 6 // 19:00 Theater – der ferne klang,

oper von franz schreker // 20:30 Hoffmann Keller

– das tagebuch der anne frank, von Roland marzinowski

sonstiGes 9:30 Dom – musica sacra: schola-,

chor- und Gemeindegesänge // 20:00 abraxas/MZ

– orientalische frauenliebesmärchen

mo 29.3. musik 10:00 St. Anna/A – incipit

lamentatio, barockmusik zur karwoche

di 30.3. kabaRett 20:00 Stadthalle/Gh –

mike krüger, ist das kunst oder kann das weg

mi 31.3. liVemusik 20:30 S’ensemble Theater

– karl berger, cartsen Radtke und ingrid sertso,

von peter hugge theateR 19:30 Parktheater – mausefalle,

krimi von agatha christie // 20:00 Kongresshalle

– der Glöckner von notre dame, musical


Museen

KULTURREGION A3 – AUSSTELLUNGEN, ADRESSEN & ÖFFNUNGSZEITEN FEBRUAR – MÄRZ 2010

Architekturmuseum schwAben, Thelottstraße 11,

Di-So 14-18 Uhr

bAllonmuseum Gersthofen, Bahnhofstraße 12,

Mi/Fr 13-17, Do 10-19, Sa/So 10-17 Uhr

DiözesAnmuseum st. AfrA, Kornhausgasse 3-5,

Di-Sa 10-17, So 12-18 Uhr Maler des Lichts – Johann

Evangelist Holzer ab 28.3.

h2-zentrum fÜr GeGenwArtskunst,

Beim Glas-palast 1, Di 10-20, Mi-So 10-17 Uhr

50 Jahre Kunstförderpreis der Stadt Augsburg ab 11.2.

heimAtmuseum krumbAch,

Heinrich-Sinz-Straße 3-5, Do-So 14-17 Uhr

JÜDisches kulturmuseum, Halderstraße 6-8,

Di-Do 9-18, Fr 9-16, So 10-17 Uhr »Und ich wurde ihnen zu

einem kleinen Heiligtum« Synagogen in Deutschland

ab 10.2., Vernissage: 10.2., 19 Uhr

kunsthAus kAufbeuren, Spitaltor 2,

Di-Fr 10-17, Do 10-20 Sa/So 11-17 Uhr

kunstmuseum wAlter/GlAspAlAst, Beim Glas palast

1, Fr-So 11-18 Uhr Gruppen von Di-So nach Vereinbarung:

Tel. 0821 – 815 -1163 oder office@kunstmuseumwalter.com

mAn-museum AuGsburG, Heinrich-von-Buz-Straße

28, Mo-Fr 9-16 Uhr, Bitte vorherige Anmeldung: Tel.

0821-424 -3791 oder -3912

mAximiliAnmuseum, Phil.-Welser-Straße 24,

Di 10-20, Mi-So 10-17 Uhr »Weltenglanz« – Der Mathematisch-Physikalische

Salon Dresden bis 14.2.

nAturmuseum, Im Thäle 3, Augusta Arcaden,

Di-So 10-17 Uhr /spArkAssen-plAnetArium Sterne,

Galaxien, Schwarze Löcher und vieles mehr

puppentheAtermuseum »Die kiste«, Spitalgasse 15,

Di-So 10-19 Uhr Sonderausstellung »Helden der Kinderzimmer«,

Literatur & Puppenspiel: Pippi Langstrumpf,

Jim Knopf, Momo & Co. bis 7.3.

römisches museum, Dominikanergasse 15, Di 10-20,

Mi-So 10-17 Uhr Relikte der römischen Provinzhauptstadt

Dauerausstellung

schloss höchstäDt, tägl. 9-18 Uhr

schAezlerpAlAis, Maximilianstraße 46,

Di 10-20, Mi-So 10-17 Uhr Johann Evangelist Holzer –

Maler des Lichts ab 28.3.

schwäbisches VolkskunDemuseum, Oberschönen

feld 1, Di-So 10-17 Uhr /schwäbische GAlerie: Georg

Kleber bis 28.2. // Daueraus stellungen: Bräuche durchs

Jahr – Feste im Leben // Vom Wohnen auf dem Land //

Von der Handarbeit zur Maschine

stAAtsGAlerie moDerne kunst, Beim Glaspalast 1,

Di 10-21, Mi-So 10-17 Uhr Von Balkenhol bis Wachter,

Malerei ist immer abstrakt, Dauerausstellung

stADtArchäoloGie, Gögginger Straße 59

Ausgrabungen im römischen Gräberfeld an der Frölichstraße,

Tel. 0821 – 324 -4142

tim/bAyerisches textil- unD inDustriemuseum,

Provinostraße 46, Di-So 9-18

wittelsbAcher schloss frieDberG,

Schlossstraße 21, Di/Fr 14-18, Sa/So 11-17 Uhr Lust der

Linie, Marie-Luise Heller zwischen Op und Pop ab 25.2.

Galerien und Kunsträume

AbrAxAs/bbk-GAlerie, Sommestraße 30,

Di/Do-So 14-18 Uhr Debütanten-Ausstellung Strähhuber

Ruth bis 21.2. /bAllettsAAl, Mo-Do 9-16, Fr 9-12 Uhr

AuGustAnA-forum/AusstellunGsrAum, Im Anna-Hof,

Mo-Do 9-15 Uhr, Fr 9-12 Uhr

bAhnpArk AuGsburG, Firnhaberstraße 22, 14-17 Uhr

botAnischer GArten, Dr.-Ziegenspeck-Weg 10,

tägl. 9-18 Uhr, /seminArrAum, Schmetterlinge im Focus,

tägl. ab 14.2. 9-17 Uhr und ab 1.3. bis 18 Uhr /pflAnzenwelt

unter GlAs, Faszination tropischer Schmetterlinge

tägl. ab 14.2. 9-17 Uhr und ab 1.3. bis 18 Uhr

bÜrGertreff holzerbAu, Neuschwansteinstraße 23,

Öffnungszeiten unter: www.hochzoller-kulturtage.de

cAfé liliom, Unterer Graben 1, Mo-So 17-24 Uhr

ecke GAlerie, Elias-Holl-Platz 6, Mo-Do 14-9, Fr 14-17,

Sa 11-13 Uhr Dreiblick: Fotografische Positionen bis 20.2.

fh AuGsburG, Friedbergerstraße 2,

Mo-Do 8:30-12 und 13-16 Uhr, Fr 8:30-12 Uhr

GAlerie Am GrAben, Oberer Graben 13, tägl. 11-18 Uhr

Kunsthandwerk, Frau Black bis 28.2. // Ausstellung Anette

Schick bis 13.-21.3. // »Herz-Schlag« Wanderausstellung

zum 30jährigen Jubiläum des Frauenhauses Augsburg

22.-26.3

GAlerie Am perlAchberG, Am Perlachberg 5, Mi-So

11-18 Uhr Renate Knauer – Schmuck Dauerausstellung

GAleriA cerVino, Jesuitengasse 1,

Do/Fr 16:30-20:30, Sa 14-18 Uhr

GAlerie GlobAlArt, Jakobsplatz 15, tägl. 14-18 Uhr

»Wait and See«, Erotic Pictures bis 31.3.

GAlerie im höhmAnnhAus, Maximilianstraße 48,

Di 10-20 , Mi-So 10-17 Uhr Tel. 0821 – 324 -4112

Florian Balze bis 28.2 // John Pawson ab 5.3.

GAlerie 2 fenster, Kirchg. 22, Fr 16-19, Sa/So 14-17

GAlerie noAh im GlAspAlAst, Di-Do 11-15 , Fr-So 11-18

Uhr und nach Vereinbarung /showroom, tägl. 10-19 Uhr

GAlerie norek, Ludwigstraße 2, Di 10-13 Uhr,

Do/Sa 16-18 Uhr Agata Norek – Buch-unikate, Bilder

und Dreidimensionale Objekte Dauerausstellung

GAlerie oberlänDer, Färbergäßchen 5,

Mo-Fr 16-19, Do/Sa 16-18 Uhr Christofer Kochs bis 27.2.

holbeinhAus, Vorderer Lech 20, Di-So 11-17

ihk schwAben, Stettenstraße 1 + 3, Mo-Fr 8-18,

Sa 8-15, So 11-17 Uhr Lettel macht Ferien bis 7.3.

kAffeehAus Dichtl, Maximilianstraße 18

kreisspArkAsse AuGsburG/spArkAssensAAl,

Martin-Luther-Platz 5, Mo-Fr 9-18 Uhr

kulturforum AuGustA-bAnk, Schießgrabenstraße 10,

Mo/Mi/Fr 9-12:30/14-16 Uhr, Di/Do 9-12:30/14-18 Uhr

kurhAus GöGGinGen, Klausenberg 6, tägl. 9-17 Uhr

lAnDrAtsAmt AuGsburG, Prinzregentenplatz 4,

Mo-Mi 8-16, Do 8-17:30, Fr 8-12:30 Uhr

lechwerke AG (kunDenforum, foyer),

Schaezlerstraße 3, Mo-Fr 9-16:30, Do 9-18 Uhr

moritzpunkt, Moritzpl. 5, Mo-Sa 11-19, Tel. 324-6740

mozArthAus, Frauentorstraße 30, Di-So 10-17 Uhr,

Tel. 0821 – 50207-3533 Mozart zum Anfassen

Abkürzungen

KULTURNACHRICHTEN

AGSM • Albert Greiner Sing- und Musikschule

JTA • Junges Theater Augsburg

JTT • Junges-Team-Theater

LMZ • Leopold Mozart Zentrum

MZ • Märchenzelt beim abraxas

VHS • Volkshochschule

TIM • Bayerisches Textil- und Indutriemuseum

VKM • Schwäbisches Volkskundemuseum

KPW • Kulturpark West

Aic • Aichach

A • Augsburg

Bob • Bobingen

Fdb • Friedberg

Gh • Gersthofen

Köb • Königsbrunn

Nes • Neusäß

Stb • Stadtbergen

48

rAthAusfoyer stADtberGen, Oberer Stadtweg 2,

Mo-Fr 8:30-12, Mi 7:30-12, 14-18 Uhr

Anne Mayr – Gedankenspiele

st. AnnAkirche/kreuzGAnG, Im Annahof 2,

Di-So 10-12:30 & 15-18 Uhr

stADtspArkAsse AuGsburG, Halderstraße 1-5,

Mo/Do 8:30-18, Di/Mi 8:30-16, Fr 8:30-15 Uhr

uniVersität, Schillstraße 100,

Mo-Fr von 8:30-24, Sa 9:30-24

Vhs, Willy-Brandt-Platz 3a, Mo-Fr je nach Kursbetrieb

bis 21 Uhr, Sa-So bis 18 Uhr i./ii. stock, »Querschnitt«

Arbeiten in Aquarell und Acryl von Monika Lehmann,

/iii. stock, »Wir produzieren Zukunft« – Roadshow »A 3

Wirtschaftsraum Augsburg«

weinhAnDel scheffler, Bismarck/Ecke Neidhardtstraße

25, Di-Fr 13-19, Sa 10-16 Uhr »(Bl)icke Berlin«

Fotoausstellung von Dörte Ehrig, bis 27.2.

zeuGhAus /toskAnische säulenhAlle, Zeugplatz 4,

Mi-So 10-18 »Deinen Schatten vergesse ich, dich aber

nicht«, Gedenkausstellung Wolfgang Lettl bis 28.2. //

Woche der Brüderlichkeit 2010 – »Verlorene Maßstäbe«

2.-15.3 // Ausstellung Kunstverein ab Mitte März

/foyer-i. stock, Mo-Fr 8-23 Uhr, Sa/So 10-23 Uhr

/foyer-GAlerie, »Eiszeit« 3.-28.2., Vernissage: 3.2., 19 Uhr

// Akira Nakao ab ab 1.3.

zwölf-Apostel-kirche, Zwölf-Apostel-Platz 1,

Öffnungszeiten unter: www.hochzoller-kulturtage.de


49

Bibliotheken

KULTURNACHRICHTEN

neue stADtbÜcherei, Ernst-Reuter-Platz 1, Mo-Fr

10-19, Sa 10-15 Uhr, Tel. 324-2752 www.stadtbuecherei.

augsburg.de oder stadtbuecherei@augsburg.de

frAuenbibliothek unD -ArchiV, Haunstetterstraße

49, Di 17-9, Do 18-20 Uhr, nur für Frauen

kAth. öffentliche bÜchereien,

www.st-michaelsbund.bistum-augsburg.de

ostDeutsche & osteurop. bibliothek,

Alter Postweg 97 a, Di-Do 9-13 Uhr, Tel. 577-067

stAAtsArchiV AuGsburG, Salomon-Idler-Straße 2,

Mo/Mi/Do 8-16, Di 8-19, Fr 8-13:30 Uhr, Tel. 5996-3333

stAAts- unD stADtbibliothek, Schaezlerstraße 25,

Mo-Di, Fr 10-12:30 Uhr, 13:30-17 Uhr, Mi 10-17 Uhr,

Do 10-12:30 Uhr, 13:30-17:30 Uhr, Lesesaal: Mo-Mi, Fr

bis 17:30 Uhr, Tel. 324-2739

stADtArchiV, Fuggerstraße 12, Mo-Do 8-17, Fr 8-12

Uhr, Tel. 324-3882

stADtteilbÜcherei - GöGGinGen, Von-Cobres-Straße 1,

Di/Fr 14-18 Uhr, Mi 10-13 Uhr, Tel. 324-2728

hAunstetten, Tattenbachstraße 15, Mo/Do 14-18 Uhr,

Mi 10-13 Uhr, Tel. 324 -2726

lechhAusen, Blücherstraße 1, Mo/Do 14-18 Uhr,

Mi 10-13 Uhr, Tel. 324-2757

uniVersitätsbibliothek, Zentralbibliothek-Schatzkammer,

Universitätsstraße 22, Mo-Fr 8:30-21 Uhr

»novum opus ex veteri« – Vom Judas-Evangelium zur

Furtmeyr-Bibel bis 30.4.

Clubs

cope club, Ludwigstraße 1, www.copeclub.com

hAifischbAr, Spitalgasse 16, www.myspace.com/

haifischbar

kAntine, Am Exerzierplatz 25a, www.musikkantine.de

kreuzweise, Konrad-Adenauer-Allee 19,

www.kreuzwei.se

liquiDclub, Maximilianstraße 71, www.liquidclub.info

mAhAGoni bAr, Ulrichsplatz 3, www.mahagonibar.de

orAnGe club, Gögginger Straße 28, www.myspace.

com/orangemusicclub

ostwerk, Partnachweg 2, www.ostwerk.de

pArklounGe, Gögginger Straße 10,

www.parklounge.de

rockfAbrik, Riedingerstraße 24, www.rockfabrik.de

schAf klub, Ludwigstraße 32, www.schaf-klub.de

spectrum club, Ulmer Straße 234a,

www.spectrum-club.de

striese, Kirchgasse 1, www.striese-augsburg.de

weisses lAmm, Ludwigstraße 23, www.lamm-klub.net

Theater

AbrAxAs, Sommestraße 30,

www.abraxas.augsburg.de

hoffmAnnkeller, Kasernstraße 4-6,

www.theater.augsburg.de

JunGes theAter AuGsburG, Sommestraße 30,

www.jt-augsburg.de

reese theAter im kulturpArk west,

www.theater.augsburg.de

komöDie, Vorderer Lech, www.theater.augsburg.de

kresslesmÜhle, Barfüßerstraße 4,

www.kresslesmühle.de

s’ensemble theAter, kulturfAbrik, Bergmühlstraße

34, www.sensemble.de

pArktheAter, kurhAus, Klausenberg 6,

www.parktheater.de

theAter AuGsburG, Kennedyplatz 1,

www.theater.augsburg.de

22.3. 20:00 Augustanasaal – Südafrika, von Kapstadt

zum Krügerpark, Foto- und Filmreportage

Impressum

Chefredakteur: Jürgen Kannler (V.i.S.d.P.)

Titel: Nikola Schlichtherle

Titelvorlage: Dörte Ehrig

Grafik: Nikola Schlichterle, postart: Andreas Holzmann

Redaktionsleitung online: Florian Pittroff (pif)

Schlussredaktion: Christiane Kühn

Volontär: Fabian Pittroff

Autoren dieser Ausgabe: Johannes Gutfleisch, Franz

Dobler, Martin Vodalbra, Max Stumpf, Ali Menti

Abbildungen und Fotos in dieser Ausgabe: Dörte Ehrig,

Parktheater, Theater Augsburg, Maximiliansmuseum,

Museen und Kunstsammlungen der Stadt Augsburg,

Ecke Galerie, Bernd Jaufmann/Artyshock, Amerikahaus,

Kulturhaus Kreslessmühle, Modular Festival, Franz

Dobler, die Kiste, Jüdisches Museum Augsburg,

Eigen + Art Berlin, Mehr Musik, Max Stumpf, Fabian

Pittroff, Kunsthaus Bregenz, Christofer Kochs, Galerie

Oberländer, BBK Augsburg, Fakstheater,

Moussong Theater, Stadt Gersthofen, Uni Augsburg,

Regio Augsburg, abc Festival, Brecht Festival,

Sénsemble Theater Theater, tim/Eckhart Mattheus, Bezirk

Schwaben, Musikkantine, Stadt Friedberg, Kulturamt der

Stadt Augsburg, Stadt Gersthofen, GoGoClub und diverse

Veranstalter mit Terminen in den Kulturnachrichten

Kulturnachrichten Redaktion: Holger Kannler,

Fabian Pittroff und das Kulturamt der Stadt Augsburg

Grafik: postart: Andreas Holzmann

Verlag: studio a ug (haftungsbeschränkt), Müllerstr. 10,

86153 Augsburg, Tel.: 0821 – 346 32 88,

www.a-guide.de, www.studioa.tv

Anzeigen: postart, Müllerstr. 8, 86153 Augsburg,

Tel.: 0821 – 508 14 57 , www.postart.de

Gültige Preislisten vom 20. November 2009

auf www.a-guide.de

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Manchmal stehe ich am Herd, haue mir mit dem Kochlöffel in die linke

Hand und versuche mich an etwas zu erinnern, das meine Mama besonders

gern gekocht hat. Aber meistens fällt mir nichts ein, und dann werde ich

melancholisch.

Als mein Vater wegen einer Verletzung, die er sich bei einem Zugunglück

zugezogen hatte, etwa acht Jahre vor Erreichen des Pensionsalters den

ganzen Tag lang zu Hause war, riss er das mittägliche Essenmachen weitgehend

an sich. Und wenn ich dann, mir mit dem Kochlöffel

in die linke Hand hauend so dastehe, fällt

mir auf, dass ich bis heute nicht weiß, ob

Mama froh darüber war, dass sie von

da an viel weniger Zeit am Herd verbringen

musste.

Zusammen kochen konnten sie

nicht gut, weil Papa meistens

alles besser wusste, ja, gut, den

Salat machte sie dann oft, und

Mehlspeisen waren gar nicht

sein Fall. Er war ein totaler

Fleischmann. Wer von den beiden

besser war, könnte ich jetzt

nicht sagen, sie waren beide sehr gut.

Nur Sellerie konnte ich ums Verrecken

nicht ausstehen, Weißkraut auch überhaupt

nicht, und für ein Sauerkraut hätte ich mir wahrscheinlich

nur selten ein Bein ausgerissen.

Einmal war ich vollkommen von den Socken, das war aber schon wenige

Jahre vor ihrem Tod. Sie stellte einen Teller vor mich hin, und auf dem

Teller waren zwei Weißwürste auf einem ordentlichen Hügel Sauerkraut.

Das hatte ich noch nie gesehen, ich schaute das an wie einen Motorradpolizisten,

der auf einem Segelboot vorbeifährt, und meine Zustimmung

war etwas flach. Bis heute glaube ich, dass sie das erfunden hat. Wie auch

Tortellini in einer Sauce aus Sauerkraut und Thunfisch.

Es ist noch nicht lange her, da verspürte ich eine Stunde vor dem nächsten

Tag das Bedürfnis, mich am Herd zu betätigen, obwohl das sonst nicht

meine Zeit ist, also zum Kochen meine ich; das hatte sicher damit zu tun,

aBc des lebens

i wie improvisation

Von Franz Dobler

kolumne 50

dass ich mir an dem Tag ein neues Kochmagazin gekauft hatte, obwohl ich

mich für moderne Kochbücher und ­magazine eigentlich nur interessiere,

wenn es in der Fastenzeit so eng wird, dass ich an High Heels lutsche, ohne

sie abgekocht zu haben, und wie´s der Teufel will, erzählt der Vincent

Klink dort von Le Roncole, wie allgemein bekannt die Heimat der Tortellini

und des Parmesan sowieso.

So spät stehe ich also da, mir mit dem Kochlöffel in die linke Hand

hauend, entdecke im Kühlschrank die Tortellini und je

eine Dose vom Thunfisch und dem Sauerkraut –

und beginne vor Glück zu strahlen. Weil mir

dieses Gericht von Mama jetzt einfällt,

und ich denke, ein Wahnsinn. Dabei

ist es nicht so schwer, und man

kann auch einfache, dicke Nudeln

nehmen, oder Gnocchi, klar,

und wenn´s sein muss sogar

Kartoffeln.

Erst kippt man Thunfisch und

Sauerkraut auf das in der Pfanne

schon heiße Öl und rührt es

nicht zu heftig durcheinander, ehe

es leicht zum Köcheln gebracht wird.

Als Gewürze empfeh len sich Knoblauch­

Lamellen, Chili und weißer Pfeffer, weil

schwar zer in dem Fall nicht geht. Es darf schon etwas

scharf sein. Dass ich kein Salz fand, ärgerte mich nicht, weil es

dafür endlich einmal kein Salz braucht. Es dauert etwa zehn Minuten, bis

die Tortellini für gute fünf dazustoßen. Man kann, muss aber dieses Zeitfenster

nicht sinnvoll verwenden. Wo unser Salz immer so herumsteht,

man glaubt es nicht.

Als ich mir diese Ladung mit der gebotenen Gemächlichkeit einverleibt

hatte und zufrieden auf dem Sofa lag, dämmerte mir, dass nicht Mama

dieses Gericht erfunden hatte. Ich fragte mich, was sie dazu gesagt hätte.

Ich war mir nicht sicher. Aber es war schön, an sie zu denken. Und wie sie

mir damals entrüstet erklärte, Weißwürste auf Sauerkraut seien doch

wohl ganz normal. Und sie hatte, wie so oft, vollkommen recht.

»Das ABC des Lebens« unseres Kolumnisten Franz Dobler erscheint in dieser Ausgabe zum letzten Mal und bleibt uns doch erhalten. Unter dem Titel

»Letzte Stories – 26 Geschichten für den Rest des Lebens« wird im März der Blumenbar-Verlag die gesammelten a-guide Kolumnen veröffentlicht. Der

a-guide wird deshalb im April eine Buchparty schmeißen, wie sie einem echten Cowboy würdig ist. Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben. Bis dahin

trösten wir uns mit der vorerst letzten Dobler-Kolumne – nur hier im Heft auf Seite 50 und für immer auf a-guide.de unter der Rubrik Dobler.

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