04.11.2012 Aufrufe

Die Legende lebt und wächst - Die FUNDUS-Gruppe

Die Legende lebt und wächst - Die FUNDUS-Gruppe

Die Legende lebt und wächst - Die FUNDUS-Gruppe

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Die Legende lebt und wächst

Grand Hotel

Heiligendamm

Das Beteiligungsangebot 2002


Sehr geehrte Damen und Herren,

den „Verlust“ anfänglicher Steuervorteile für Immobilien Engagements mag man bedauern. Er führt aber zu

einem „Gewinn“ aus einer begrüßenswerten Wahrnehmungsänderung: Ohne Schleier aus Verlustzuweisungen

wird der Blick wieder klar für das Wesentliche. Das Wesentliche für Immobilien ist auch das Wesentliche aller

Wirtschaftsgüter: ihre jeweilige Knappheit, ihre Besonderheit und ihre Qualität.

Besondere Immobilien, Unikate an ersten oder einzigartigen Plätzen von hoher Prominenz und Qualität sind

wertvolle Immobilien, Immobilien mit Wertzuwächsen und Immobilien mit sicheren Renditen. Wir haben

uns auf dieses Marktsegment spezialisiert und hier eine Alleinstellung.

Gemeinsam mit Kempinski Hotels & Resorts gaben wir nicht nur Berlin die Legende ADLON zurück. Mit

Wiedereröffnung wurde das ADLON erneut eines der weltweit führenden Stadthotels; bekannt, geschätzt,

vielfach ausgezeichnet und erfolgreich.

Gemeinsam mit Kempinski Hotels & Resorts führen wir nun die Legende „Heiligendamm“ mit der für das

Frühjahr 2003 geplanten Eröffnung in den Kreis der weltweit führenden Seebäder und Resorthotels.

Das europäische Kulturdenkmal Heiligendamm, die „Weisse Stadt am Meer“, hat einzigartige Voraussetzungen.

Das älteste deutsche Seebad, das „Adelsbad der Bäder“, ist ein Kleinod aus Natur und klassizistischer Baukunst.

Über zwei Jahrhunderte zog es die Spitzen von Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Politik an die Ostsee.

Die alten Hotelgebäude werden sensibel und anspruchsvoll erhalten, eingerichtet und ergänzt. Hinter den

klassizistischen Fassaden entsteht ein Grand Hotel, das den heutigen und künftigen Ansprüchen der Spitzen

von Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Politik gerecht wird.

Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm wird durch seine Angebotsvielfalt zu einem Resort der Extraklasse,

das die unterschiedlichsten Interessen und Motive der Gäste auf hohem Niveau anspricht. Beste Partner stehen für

den Erfolg: Kempinski Hotels & Resorts garantieren perfekte Dienstleistungen und Hotelgenuss pur. HPP Berlin,

Robert A. M. Stern, klassizismuserfahrener Star-Architekt aus New York und amj design aus Berlin stehen

für Struktur und Ambiente auf höchstem Niveau. Die Hartl Golf Akademie aus Bad Griesbach bringt den richtigen

Schwung und schönstes Golfvergnügen. Das Sport-, Beauty- und Wellnessangebot ist einzigartig .

Die herausragende nationale Bedeutung des Resorts unterstrich Bundespräsident Johannes Rau durch seine

Anwesenheit auf dem Richtfest am 30. November 2001. Er bezeichnete Heiligendamm als „Leuchtturm der

Erneuerung“ und weiter: „Ich komme mit Sicherheit wieder.“

Das Ganzjahresangebot des Kempinski Resorts Heiligendamm wird signifikant erweitert: Ayurveda-Zentrum,

Kid’s-Club, spektakulärer Golfplatz mit Ostseeblick, klassizistischem Clubhaus und italienischem Spitzenrestaurant,

Gartenwirtschaft mit Steakhaus und Abenteuerspielplatz. Zusätzlich entsteht ein eigenständiges

Konferenzzentrum, das das sicherheitsstrategisch günstig gelegene Heiligendamm zu einem besonderen

Platz für hochrangige politische Konferenzen machen wird. Diese Erweiterungen erhöhen sowohl Sicherheit

als auch Ertragskraft des Fonds.

Den enttäuschenden Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit mit virtuellen Kapitalanlagen folgt zunehmend

die Rückbesinnung auf die guten alten Werte mit Substanz. Wer sich am Kempinski Resort Grand Hotel Heiligendamm

beteiligt, erhält wertvolles Immobilieneigentum in nicht wiederholbarer Lage mit attraktiver

Rendite. Beginnend mit 6 % per annum bei konservativer Kalkulation, erwarten wir ein zügiges Hineinwachsen

in die Ertragsgrößen internationaler Spitzenhotels von 10 Prozent per annum und mehr. Zusätzlich

erhalten Sie derzeit konkurrenzlose erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltungsvorteile. Bund, Land und

EU fördern Heiligendamm mit öffentlichen Zuschüssen von über 40 Millionen Euro. Und: Gesellschafter

genießen VIP-Status und Sonderkonditionen bei Hotelnutzung und Sport.

Wir laden Sie deshalb ein, sich am Grand Hotel Heiligendamm mit seinen unternehmerischen Chancen zu

beteiligen und diesem einmaligen Resort gemeinsam mit uns und unseren Partnern den Rang zu geben, den

das ADLON in seinem Markt bereits hat.

Noch haben Sie Gelegenheit dazu.

Ihr

Anno August Jagdfeld

Anno August Jagdfeld


3 Das Beteiligungsprofil

7 Chancen und Risiken im Überblick

8 Daten und Fakten

10 Heiligendamm – die „Weisse Stadt am Meer“

Die Geburt einer Legende

◆ Grand Hotel Heiligendamm –

Wiedergeburt einer Legende

◆ Von der Lage verwöhnt

◆ Heiligendamm hat 365 Tage Saison

Die Wiederbelebung Heiligendamms:

von der Idee zur Realisierung

53 Zum Hotelmarkt in Deutschland

56 Der Hotelerfolg

60 Die Investition und Finanzierung

2

Inhaltsverzeichnis

64 Die Ertragschancen

Die Prognoserechnungen

Die Ausschüttungsperspektiven

70 Die Partner

71 Die Grundstücks- und Leistungsverträge

74 Die Rechtsstellung der Beteiligten

75 Das steuerliche Konzept

82 Die Risikohinweise

84 Die Bau- und Ausstattungsbeschreibung

86 Der Gesellschaftsvertrag

96 Der Treuhandvertrag

100 Abwicklung

101 Impressum

Anlage (Beitrittserklärung und

Widerrufsbelehrung)


Die Investition in das Seebad Heiligendamm mit dem

Grand Hotel Heiligendamm erfolgt

◆ im richtigen Marktsegment (Premium-Produkte gelten

heute allgemein als die Wachstums- und Ertragsbringer

in allen Bereichen),

◆ am richtigen Ort (Deutschland ist Kurzurlaubsland

und Spitze in der Kongresshotellerie; Mecklenburg-

Vorpommern weist seit Jahren die höchsten Tourismus-Zuwachsraten

in Deutschland auf ),

◆ zur richtigen Zeit („Nah ist in“ ist das Fazit einer

ganz aktuellen Studie aus 2002 der Prognos AG zum

Urlaubs- und Freizeitverhalten in Deutschland),

◆ mit dem richtigen Konzept (die renommierte Treugast-

Unternehmensberatung hat das Grand Hotel Heiligendamm

erst jüngst nochmals als „A+-Investment mit

weit überdurchschnittlicher Sicherheit“ geratet) und

◆ mit den richtigen Partnern (hohe Sicherheit durch

erfahrene und renommierte Projektpartner wie u.a.

Kempinski AG oder amj design, mit denen schon

erfolgreich das Hotel ADLON realisiert wurde).

Die Beteiligung an der Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. KG mit ihren saisonverlängernden und

auf die Hotelbedürfnisse gezielt zugeschnittenen Einrichtungen

im Seebad Heiligendamm ist eine Allianz

aus einzigartiger Lagegunst, Naturschönheit, Baukunst

und hohen Ertragsperspektiven.

Das Beteiligungsprofil

Das Beteiligungsprofil

◆ Ihr legendäres, nicht wiederholbares und deshalb

besonders wertvolles Grundstücks- und Gebäudeeigentum

bedeutet: außergewöhnlich hoher Substanzwert

und deshalb hohes Wertsteigerungspotenzial.

◆ Als unternehmerische Beteiligung an einem besonders

chancenreichen Luxushotelbetrieb mit Geschichte und

Tradition sowie den ergänzenden Einrichtungen

wird sie nach der Überzeugung des Prospektherausgebers

insgesamt in eine außergewöhnlich attraktive

Ausschüttungsentwicklung hineinwachsen.

◆ Sie bietet laufende ertragsteuerliche und die derzeit

im Markt wohl interessantesten Erbschaft- und

Schenkungsteuervorteile.

Deutsche Luxushotellerie weiter

im Aufwärtstrend

Vor allem die individuellen Luxusanbieter von Hoteldienstleistungen,

optimalerweise als Glied exklusiver 5-

Sterne-Kettenhotellerie, profitieren von der Zunahme

des lifestyleorientierten Reiseverhaltens mit hohen

Ansprüchen und hohen Qualitätserwartungen. Einkommen

aus Kapitalvermögen, Schenkungen, Erbschaften,

Lebensversicherungen etc. steigen in Deutschland

und darüber hinaus stetig an. Die laufend zufließenden

liquiden Mittel gehen zunehmend von der Sparergene-

3

© 1997/2000 Robert A. M. Stern Architects


ation in die konsumfreudigeren Hände der Erben über

und ermöglichen immer mehr Menschen, sich „das

Besondere“ zu leisten. Auch die Gruppe der Senioren ist

heute konsumorientierter und qualitätsbewusster.

Mit der Einführung des Euro wird zunehmend transparent

und bewusst, wie sehr die durchschnittlichen

Übernachtungspreise der deutschen Luxushotellerie hinter

dem herhinken, was schon heute international üblich

ist. Dies dürfte zu mehr Nachfrage auch aus den europäischen

Nachbarländern führen, wo man die viel höheren

Preise gewöhnt ist. So kann das Grand Hotel Heiligendamm

enorme Preisanpassungspotenziale nach oben

nutzen, ohne seinen grundsätzlichen Preisvorteil gegenüber

vergleichbaren europäischen Luxushotels zu gefährden.

Gerade dies macht eine Investition in diesen Markt

jetzt zusätzlich sinnvoll und attraktiv.

Legendäres, nicht wiederholbares Immobilieneigentum

mit hohem Substanzwert

Heiligendamm, die „Weisse Stadt am Meer“

Das im Laufe des 18./19. Jahrhunderts entstandene, in

Mecklenburg-Vorpommern liegende Kleinod klassizistischer

Architektur wird nach Plänen des renommierten

New Yorker Architekten Robert A. M. Stern zu einem

der exklusivsten Seebäder Europas entwickelt.

Das Gesamtkunstwerk aus Meer, Wald und Licht, aus

klassizistischer Baukunst und herrschaftlich gestalteter

Kulturlandschaft, wurde in den letzten zwei Jahren umfassend

saniert, renoviert und baulich ergänzt. Die Bauten

sind so weit gediehen, dass das Grand Hotel Heiligendamm

Anfang 2003 seine ersten Gäste beherbergen kann.

Die aus der Prominenz, Schönheit und Einmaligkeit

4

resultierende natürliche Attraktivität Heiligendamms

verbindet sich mit der neu geschaffenen Vielfalt aus

Freizeit & Erholung, Gastronomie, Sport & Fitness,

Wellness & Beauty, Konferenzen & Veranstaltungen

und Gesundheitsangeboten zu einem modernen Resortangebot.

Es führt althergebrachte Alternativen zu einem

ganzheitlichen Ansatz zusammen und macht damit

Heiligendamm konkurrenzlos.

Das Grand Hotel Heiligendamm

Das Herz der Gesamtentwicklung des Seebads ist das

Grand Hotel Heiligendamm. Es setzt neue Maßstäbe

als erstklassiges Resorthotel im obersten Qualitätssegment.

Das 5-Sterne-Resort setzt sich deutlich von den

übrigen Angeboten an der Ostseeküste ab, wovon sich

jeder leicht durch einen Besuch vor Ort schon jetzt überzeugen

kann.

Sechs klassizistische Gebäude fügen sich mit den weiteren,

teilweise ebenfalls historischen Gebäuden, dem

modernen Konferenz- und dem Ayurveda-Zentrum,

den Tennis- und Golfanlagen sowie den weiteren Freizeit-

und Gastronomieeinrichtungen zu einem Kempinski-Resort-Hotel

Deluxe mit fünf Sternen zusammen.

Für Kempinski ist Luxus mehr als nur eine internationale

Kategorie. Es bedeutet die perfekte persönliche

Leistung für jeden Gast.

Das eigentliche Hotelensemble mit separatem Wirtschaftsgebäude

liegt direkt am Ostseestrand auf einem 34.287 m 2

großen Grundstück. Die Errichtung bzw. Restaurierung

ist schon sehr weit fortgeschritten. Bereits Anfang 2003

wird das Grand Hotel Heiligendamm seine ersten Gäste

in 225 großzügigen Zimmern, davon 107 Suiten, empfangen

und im weitläufigen Wellness-, Beauty- und Fitnessbereich

des Severin Palais verwöhnen. Modernste

Kommunikationseinrichtungen im Kurhaus gestatten von

Anfang an bereits Konferenzen und Führungskräftetagungen.

In Verbindung mit den „natürlichen“ Freizeitund

Entspannungsmöglichkeiten in schadstofffreier Ostseeluft

wie Baden, Radfahren, Wandern und Segeln sind

die Belegungsvoraussetzungen für einen erfolgreichen

Hotelbetrieb bereits von Anfang an gegeben.

Heiligendamm: Die Legende lebt und wächst

Die Beteiligungsgesellschaft hat kurz vor Ausplatzierung

des Eigenkapitals für das eigentliche Grand Hotel

entschieden, auch die Weiterentwicklung des Seebades

Heiligendamm insgesamt in die eigenen Hände zu nehmen.

Ermöglicht hat dies eine erneute großzügige

öffentliche Förderung. Die Beteiligungsgesellschaft hat

die folgenden saisonverlängernden Erweiterungsinvestitionen

beschlossen, die schrittweise bis voraussichtlich

Ende 2004 realisiert werden:

◆ Ayurveda-Zentrum

Im Stil eines indischen Palastes gebaut wird sich das

Ayurveda-Zentrum mit den weltweit besten messen lassen.

Ayurveda gehört zu den am stärksten nachgefragten

Behandlungsmethoden im milliardenschweren Wellness-


und Gesundheitsmarkt und lässt sich bestens mit anderen

Fitness- und Beauty-Angeboten verknüpfen.

◆ Kid’s-Club im Haus Brahn

Ganztags-Kinderbetreuung wird zunehmend zu einem

bestimmenden Faktor bei der Auswahl der Urlaubsdestination

im hochwertigen Tourismus. Die Betreuung der

Kinder ermöglicht es den Eltern, in Ruhe ihre Urlaubsgewohnheiten

wie sportliche Aktivitäten oder Wellnessund

Beauty-Dienstleistungen zu genießen.

◆ Hotel „Fürstenhof“ mit Konferenzzentrum, Parkplatz-

und Tennisanlage

Für die Durchführung größerer Veranstaltungen von

bis zu 500 Personen wird im so genannten „Fürstenhof“-Areal

ein außergewöhnliches Konferenzzentrum

mit einem direkt zum angrenzenden Buchenwald

bodentief verglasten, multifunktionalen Konferenzsaal,

weiteren Konferenzräumen sowie zusätzlich 35

Hotelzimmern errichtet. Die angegliederte Parkplatzanlage

bietet den anreisenden Teilnehmern,

Hotelgästen und Mitarbeitern des Hotels zu allen

Zeiten ausreichenden Parkraum. Im hinteren Teil des

Grundstücks entsteht zusätzlich eine Tennisanlage.

◆ Golfanlage Wittenbeck mit 18 Loch- und 9-Lochplatz,

Clubhaus mit italienischem Restaurant

Die spektakuläre Topografie der Golfanlage in Wittenbeck

macht das ca. 800.000 m 2 große Areal mit

seinem atemberaubenden Ausblick auf die Ostseeküste

zu einem der eindrucksvollsten und schönsten Golfplätze.

Der 9-Loch-Kurzplatz ist sofort bespielbar,

ein 18-Loch-Golfplatz mit imposantem Clubhaus

und einem hochkarätigen italienischen Restaurant

nach dem Vorbild des Adlon-Palais kommt hinzu.

◆ Gartenwirtschaft mit Abenteuerspielplatz

Nach dem Vorbild von „Siska“ in Knokke-Zoute wird

im ehemaligen, idyllisch gelegenen Forsthaus und dessen

Fachwerkscheunen eine Gartenwirtschaft mit

uriger Gastronomie sowie ein Abenteuer- und Kinderspielplatz

eingerichtet.

Diese saison- und witterungsunabhängige Angebotsvielfalt

macht das Grand Hotel Heiligendamm zum

Ganzjahres-Ziel und wird – ebenso wie das eigentliche

Grand Hotel – öffentlich gefördert. Die Förderung fließt

den Anlegern über die Beteiligungsgesellschaft zu, die

sich mit den beschlossenen Erweiterungsinvestitionen

weitere solide Standbeine schafft und zusätzliche

Ertragsperspektiven erschließt. Die gesamte Angebotsinfrastruktur

in Heiligendamm kann nunmehr in eigener

Regie entwickelt und gezielt auf die Hotelbedürfnisse

ausgerichtet werden. Interessenkollisionen mit fremden

Eigentümern oder Betreibern können erst gar nicht auftreten.

Durch das gemeinsame Management aus einer

Hand werden unter Ablauf- und Kostengesichtspunkten

vielmehr willkommene Bewirtschaftungsvorteile erzielt.

Das Beteiligungsprofil

Insgesamt verfügt die Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. KG über ca. 864.674 m 2 Grund und

Boden und nach Fertigstellung aller Einzelmaßnahmen

über ca. 42.353 m 2 Bruttogrundfläche.

Chancenreiche unternehmerische Beteiligung

mit erfahrenen Managementpartnern

Kempinski-Managementvertrag

Die Kempinski AG wird auf der Grundlage eines Managementvertrags

das Grand Hotel Heiligendamm führen.

Als renommierte deutsche Hotelgesellschaft mit langjähriger

Erfahrung im Luxussegment verfügt Kempinski

Hotel & Resorts über eine starke Position im internationalen

Markt der Spitzenhotellerie.

Die gemeinsame Vermarktung der von der Kempinski

AG betriebenen Hotels insbesondere in Berlin, Hamburg

und Heiligendamm bietet vielfältige Synergieeffekte und

die Möglichkeit zu wechselseitigem Imagetransfer.

Für die Zusammenarbeit mit Kempinski spricht nicht

nur das internationale Renommee, sondern auch persönliches

Vertrauen. Das Hotel Adlon in Berlin ist ein gemeinsamer

Erfolg, den wir gern in Heiligendamm wiederholen

wollen. Das Grand Hotel Heiligendamm bietet beste

Voraussetzungen, zukünftig zu den „Leading Hotels of

the World“ zu gehören.

Hartl-Managementvertrag

Die A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG übernimmt

die Betriebsführung der Golfanlage in Wittenbeck. Entstanden

im bayerischen Bad Griesbach, hat diese in

Europa einmalige Golfschule mit jährlich mehr als

30.000 Golfschülern in den letzten 20 Jahren Weltruf

erlangt. Ausschlaggebend für die Entscheidung von Alois

5


Hartl, mit dem Grand Hotel Heiligendamm zusammenzuarbeiten,

war vor allem die Erkenntnis, dass mit der

Errichtung einer Golfakademie im Norden eine Angebotslücke

geschlossen wird.

Ausschüttungsperspektiven

Das unternehmerische Beteiligungskonzept und die

Managementverträge geben dem Anleger alle Chancen,

die besonderen Ertragsmöglichkeiten des Grand Hotel

Heiligendamm und seiner Einrichtungen mit seiner

Alleinstellung zu nutzen.

Die Anfangsausschüttung beträgt für 2004 gemäß Prognoserechnung

6 % und steigt auf 8 % p. a. Die hierfür angesetzten

Prognoseprämissen bilden jedoch nicht das gesamte

Ertragspotenzial ab. Nach Erreichen der Kostendeckung

sind darüber hinausgehende Auslastungsquoten und/oder

höhere Zimmerpreise zu 75 bis 90 % Reingewinn, der

nahezu ungeschmälert den Anlegern zufließt.

Der Standort, Gebäude und das einzigartige Profil Heiligendamms,

das hohe Ausstattungsniveau und die große

saison- und witterungsunabhängige Angebotsvielfalt

bieten beste Voraussetzungen für Spitzenpreise und Spitzenbelegungen.

Das Grand Hotel Heiligendamm hat alle

Chancen, in die Auslastungsquoten der bisher führenden

deutschen Ferienhotels hineinzuwachsen und gleichzeitig

an das etwa doppelt so hohe westeuropäische Preisniveau

der Spitzenhotellerie anknüpfen zu können. Das würde

Ausschüttungen von 10 % p. a. und mehr bedeuten (siehe

hierzu die Sensitivitätsanalyse auf S. 69).

Während des gesamten Prognosezeitraums bleiben die

ersten ca. 4 % der jährlichen Ausschüttungen aufgrund

der Abschreibungen steuerfrei.

Vorzugskonditionen für Anleger

Die Anleger erhalten auf Logis zum jeweiligen Listenpreis

(rack rate) bei Selbstbuchung im Grand Hotel Heiligendamm

einen persönlichen Preisnachlass von 25 % in

der Neben- und Zwischensaison und 10 % in der

Hauptsaison.

Zusätzlich erhalten die Gesellschafter einen Preisnachlass

von 30 % auf die Mitgliedschaft im Golfclub und

auf die laufende Spielberechtigung (green fee) für den

Golfplatz in Wittenbeck.

Die gewährten Preisnachlässe für die Nutzung des

Hotels und der Sporteinrichtung führen bei den Gesellschaftern

zu keiner Steuerbelastung aus „geldwertem

Vorteil“ (siehe hierzu die Ausführungen auf S. 77).

Steuervorteile bei Schenkung und Erbschaft

Die Beteiligungsgesellschaft hat die Rechtsform einer

GmbH & Co. KG und erzielt Einkünfte aus Gewerbebetrieb

gemäß § 15 EStG.

Bei Vererbung oder Verschenken einer Beteiligung, sei es

zur Weitergabe in der Familie oder zur Versorgung

der/des nichtehelichen Lebensgefährtin/ten, entstehen

erhebliche Steuervorteile:

◆ Unabhängig vom Verwandtschaftsgrad gelten immer

die niedrigen Steuersätze der günstigsten Steuerklasse 1.

6

◆ Zusätzlich zu den allgemeinen persönlichen Freibeträgen

gibt es einen weiteren, sofort nutzbaren Freibetrag

von € 256.000,–. Dieser kann alle 10 Jahre

erneut in Anspruch genommen werden. Hinzu

kommt ein Abschlag von 40 % der diesen Freibetrag

überschreitenden steuerlichen Bemessungsgrundlage.

Dies zusammen genommen erlaubt einen langfristig

angelegten und durchdachten Vermögenstransfer mit

extremer Steuerersparnis. Hinzu kommt der nachfolgende

Vorteil.

◆ Bedingt durch die Gebäudeabschreibung sinken die

erbschaft- und schenkungsteuerlichen Werte von ca.

93,6 % im Jahr 2004 auf ca. 23,3 % der Beteiligungssumme

im Jahr 2023. Damit wird die Vermögensübertragung

im Zeitablauf immer günstiger. Dies ist

ein deutlicher Vorteil gegenüber „normalen“ Immobilien,

bei denen Mietsteigerungen und geleistete Tilgungen

im Zeitablauf zu immer höheren Steuerwerten

und damit steigenden Steuerlasten führen.

◆ Alle genannten Vergünstigungen gelten gleichermaßen

bei Erbschaft wie bei Schenkung.

Die Beteiligung am Grand Hotel Heiligendamm eröffnet

damit einzigartige Gestaltungsmöglichkeiten eines

maßgeschneiderten Vermögenstransfers, der auch bei

hohen Beteiligungssummen den Anfall von Erbschaftoder

Schenkungsteuer ausschließt bzw. weitgehend vermeidet

(siehe hierzu das Berechnungsbeispiel auf S. 79).

Investition und Finanzierung

Das Investitionsvolumen beträgt bis zu rd. € 232 Mio.

Darin sind öffentliche Investitionszuschüsse in Höhe

von über € 40 Mio. enthalten, die weder zurückzuzahlen

noch zu verzinsen sind. Entsprechend beträgt das

Emissionskapital bis zu € 191,82 Mio. zzgl. 5 % Agio.

Die großzügige Förderung ist Ausdruck des Vertrauens,

das Politik und Verwaltung auf Bundes- und Landesebene

nach intensiver Prüfung in das Projekt setzen.

Die Zuschüsse werden gewährt für die Errichtung des

Grand Hotels und die saisonverlängernden Erweiterungsinvestitionen

mit mindestens 206 Doppelzimmern

und 242 Dauerarbeitsplätzen. Sie bedeuten für den

Anleger mit Zeichnung seiner Beteiligung einen sofortigen

Vermögenszuwachs von rd. 21 %.

Die 100%ige Eigenkapitalausstattung, die Standort-,

Gebäude- und Einrichtungsqualität sowie das professionelle

Management durch Kempinski Hotels & Resorts

und die A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG geben

der Beteiligung sichere Rahmenbedingungen.

Mindestbeteiligungssumme

Die Mindestbeteiligungssumme beträgt € 25.000,– zzgl.

5 % Agio. Höhere Beteiligungen sollen durch 5.000 teilbar

sein.

Zahlungstermin

100 % der Beteiligungssumme zzgl. 5 % Agio sind nach

Annahme der Beitrittserklärung fällig.


Chancen und Risiken im Überblick

Chancen und Risiken im Überblick

Das Beteiligungsangebot „Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. KG“ ist unternehmerischer Natur. Das

Hotel sowie die Freizeit- und Gastronomieeinrichtungen

werden von der erfahrenen Kempinski AG und A.

Hartl Resort AG & Co. Holding KG im Rahmen von

Managementverträgen betrieben. Durch die Managementverträge

ist der Anleger selbst unmittelbar an den

Chancen und Risiken des Hotelbetriebs und der weiteren

Einrichtungen in vollem Umfang beteiligt. Entsprechend

bestehen keine Mietverträge oder Mietgarantien.

Zu den wesentlichen Einflussgrößen für den Erfolg jedes

Hotels gehören der durchschnittlich erzielbare Netto-

Zimmerpreis, die Belegungsquote und die Kosten.

Über seine Beteiligung an dem Wirtschaftsbetrieb Grand

Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG wird der Anleger

de facto Hotelier. Jede Ausschüttung ist ebenso gewinnabhängig

wie z. B. die Dividendenzahlung einer Aktiengesellschaft.

In der Regel unterliegt sie im Zeitverlauf

gewissen Schwankungen. Diese können von der Prognose

nach oben und unten abweichen, d.h. sie bergen Chancen

und Risiken. Jede Prognose ist mit gewissen Unsicherheiten

verbunden (zu den Auswirkungen von der Prognoserechnung

abweichender Prämissen vgl. die auf Seite 69

dargestellte Sensitivitätsanalyse). Der Wert der zugrunde

liegenden Immobilien ist ebenso wie der Wert der Beteiligung

an der Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co.

KG ertragsabhängig. Unternehmens- und Immobilienwerte

werden in der Regel nach dem Ertragswert

ermittelt, der – vereinfacht ausgedrückt – dem Barwert

eines nachhaltig zu erzielenden Ertrags entspricht.

Es besteht für das Grand Hotel Heiligendamm und seine

Einrichtungen eine unternehmerische Planrechnung („Prognoserechnung“),

für die trotz sorgfältiger und gewissenhafter

Erstellung selbstverständlich keine Eintrittsgarantie abgegeben

werden kann. Es gilt die normale Chancen-Risiko-Situation

wie für jedes andere Unternehmen am Markt. Die

Prognoserechnung basiert auf konjunkturellen, wirtschaftlichen,

regionalen und hotelmarkttypischen Prämissen.

Eine Begrenzung des unternehmerischen Risikos ergibt sich

daraus, dass der Erwerb der Immobilien, der Betriebsvorrichtungen

und -einrichtungen vollständig mit Eigenkapital

und öffentlichen Fördermitteln finanziert, d. h. nicht mit

Zins- und Tilgungsverpflichtungen belastet ist. Es ist den-

noch nicht völlig auszuschließen, dass das Hotel oder seine

Einrichtungen nicht kostendeckend arbeiten und Verluste

erwirtschaften. Können die Verluste von der Gesellschaft

nicht mehr finanziert werden und/oder sind die Gesellschafter

nicht bereit, die Verluste aufzufangen, ist in einem

marktwirtschaftlichen Umfeld eine Insolvenz der Gesellschaft

und im worst-case-Fall ein Totalverlust möglich.

Anleger sollten unternehmerische Beteiligungen grundsätzlich

nur eingehen, wenn sie sich eine Meinung zu

den wirtschaftlichen Chancen und Risiken des Projekts

gebildet haben und sicher sind, über genügend Informationen

zu verfügen, um das Risiko des Engagements zu

überblicken. Anleger sollten grundsätzlich aufgrund

ihrer privaten Vermögenssituation in der Lage sein, die

eingegangenen unternehmerischen Risiken zu verkraften.

Deshalb sollte generell nur ein Teil des Vermögens

eines Anlegers in eine unternehmerische Beteiligung wie

Heiligendamm investiert werden. Vor diesem Hintergrund

sollten Anleger bei diesem Beteiligungsangebot

über das zu investierende Kapital tatsächlich verfügen

und nicht auf eine Fremdfinanzierung angewiesen sein.

Daneben sei beispielhaft auf folgende Einzelrisiken hingewiesen

(weitere Risikohinweise finden Sie auf den

Seiten 82 f.):

◆ Eine unternehmerische Beteiligung unterliegt i.d.R. größeren

Risiken, hat aber auch größere Chancen als eine

Beteiligung an einem langfristig vermieteten Objekt.

◆ Der Hotelmarkt unterliegt abhängig von zyklischen

Schwankungen der Konjunktur auch Änderungen der

Wettbewerbssituation und anderer relevanter Rahmen-

und Umfeldbedingungen, die sowohl Einfluss auf

den Ertrag der laufenden Betriebe und damit auf die

Ausschüttung wie auch auf den Wert des Anteils oder

auch der Immobilien haben.

◆ Vertragspartner könnten vertragliche Verpflichtungen nicht

erfüllen oder insolvent werden. In diesem Fall müssten

jeweils neue Vertragspartner gefunden werden. Hierdurch

könnten der Beteiligungsgesellschaft nicht nur Einnahmeausfälle,

sondern auch zusätzliche Kosten der Instandhaltung,

der Renovierung, des Leerstandsmanagements

und möglicher notwendiger vom Objekteigentümer vorzufinanzierender

Anlaufinvestitionen entstehen.

7


+

+

8

Daten und Fakten

Heiligendamm, die „Weisse Stadt am Meer“

◆ einzigartiges Gesamtkunstwerk klassizistischer Baukunst

und Natur direkt am Meer, gegründet 1793

◆ natürliche Anziehungskraft durch Schönheit, Prominenz

und Einmaligkeit

◆ zukunftsweisende Realisierung nach den Plänen des

renommierten New Yorker Architekten Robert A. M.

Stern

◆ Entwicklungskonzept aus einer Hand für den gesamten

Ort

◆ Ganzjahres-Ziel durch saison- und witterungsunabhängige

Angebote

◆ überdurchschnittlich vielfältiges Gästepotenzial

◆ erfahrene und renommierte Projektpartner, u. a. Kempinski

AG, A. Hartl-Resort AG & Co. Holding KG

Öffentliche Unterstützung

◆ arbeitsplatzschaffendes Investitionsvorhaben

◆ Erhalt eines einzigartigen deutschen Kulturdenkmals

◆ einstimmige Vergabe an FUNDUS durch Bund,

Land, Kreis, Stadt und Kammern

◆ hohe öffentliche Investitionszuschüsse von über € 40

Mio. durch Europäische Kommission, Bund und

Land

◆ Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Grand Hotel Heiligendamm, das Herz

des legendären Seebads

◆ erstklassiges Resorthotel der 5-Sterne-Plus-Kategorie

◆ sechs klassizistische Hotelgebäude mit 225

Zimmern/Suiten und separatem Wirtschaftsgebäude

◆ Anfang 2003 können die ersten Gäste empfangen

werden

◆ Erweiterung bis voraussichtlich Ende 2004 um

– Ayurveda-Zentrum von Weltklasse im Stil eines

indischen Palastes

– außergewöhnliches Konferenzzentrum, 35 Hotelzimmer

im Fürstenhof, Parkplatz- und Tennisanlage

– Kid’s-Club zur Ganztagsbetreuung im Haus Brahn

– Golfanlage Wittenbeck mit 18- und 9-Lochplatz,

spektakulärem Clubhaus und italienischem Restaurant

– urige Gartenwirtschaft im alten Forsthaus mit

Abenteuerspielplatz

◆ insgesamt über 42.000 m 2 BGF

+

Unternehmerische Beteiligung

◆ Einkünfte aus Gewerbebetrieb für die Grand Hotel

Heiligendamm GmbH & Co. KG

◆ Beteiligung mit Haftungsbegrenzung als Direktkommanditist

oder über Treuhänder

◆ langfristiger Managementvertrag mit Kempinski

AG und A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG

◆ Managementkompetenz und Verbundvorteile durch

Kempinski AG

◆ rd. € 232 Mio. Investitionsvolumen, davon bis zu

€ 191,82 Mio. Emissionskapital

◆ hohe Sicherheit durch 100 % Eigenkapital, Substanzwert

und Wertsteigerungspotenzial der Unikatsimmobilie

◆ € 25.000,– Mindestbeteiligung

◆ Einzahlung des Eigenkapitals: 100 % zzgl. 5 % Agio

nach Annahme

=

Anlegernutzen

◆ sichere Geldanlage mit hohem Wertzuwachspotenzial

◆ hochwertiges Immobilieneigentum in nicht wiederholbarer

Lage

◆ 21 % sofortiger Vermögenszuwachs durch Investitionszuschüsse

◆ 6 % Anfangsausschüttung für das Jahr 2004, ansteigend

gemäß Prognose auf 8 % p.a.; davon sind ca.

4 % p.a. durch die Abschreibungen im Wesentlichen

steuerfrei

◆ dadurch verbleiben dem Anleger von der Anfangsausschüttung

in Höhe von 6 % im Ergebnis netto 5 % p.a.

nach Steuern; dies entspricht der Verzinsung einer alternativen

voll steuerpflichtigen Geldanlage vor Steuern

von rd. 10% p.a.

◆ Ausschüttungsperspektiven von 10 % p. a. und mehr

◆ außergewöhnlich große erbschaft-/schenkungsteuerliche

Vorteile für den maßgeschneiderten Vermögenstransfer:

sofort nutzbarer Freibetrag von € 256.000,– (soweit noch

nicht in Anspruch genommen) zzgl. weiterem 40%igem

Bewertungsabschlag; Besteuerung unabhängig vom Verwandtschaftsgrad

immer nach der günstigen Steuerklasse 1;

im Zeitablauf sinkende erbschaft- und schenkungsteuerliche

Bemessungsgrundlage

◆ VIP-Status und Vorzugskonditionen für Gesellschafter

bei Logis und Golfen, die nicht zu versteuern sind


Grand Hotel

Heiligendamm

Vom Adelsbad der Bäder zum Premium-Resort des 21. Jahrhunderts

9


Wer zum ersten Mal bei Kaiserwetter nach Heiligendamm kommt, von Bad Doberan durch die über

150 Jahre alte Lindenallee – eine der schönsten und prächtigsten Allee-Kathedralen dieses Landes -

und anschließend durch den „Kleinen Wohld“ auf die Seelichtung tritt, glaubt sich in einen Traum

versetzt. Wie in einem Bühnenbild von Friedrich Schinkel erhebt sich vor himmelblauem Horizont

und tiefblauer See eine unwirkliche, prächtige Kulisse in Weiß: klassizistische Tempel und Villen,

aufgereiht wie auf einer eleganten Perlenkette: „Heiligendamm – die Weisse Stadt am Meer“.

10

Heiligendamm –

die Weisse Stadt am Meer


Heiligendamm kann man nicht beschreiben. Heiligendamm muss man sehen, riechen, atmen,

spüren. Heiligendamm muss man im wahrsten Sinne er„leben“.

11


12

Die Geburt einer Legende

Heic te laetitia

invitat post

balnea sanum

Meisterarchitekten gaben Heiligendamm im Laufe fast

eines Jahrhunderts sein einmaliges Bild. Alles begann

1793 mit einem kleinen, einstöckigen Badehaus. In diesem

Jahr war im Göttinger Jahreskalender ein Aufsatz

des berühmten deutschen Physikers, Mathematikers und

Aphoristikers Georg Friedrich Lichtenberg erschienen

mit dem provozierenden Titel: „Warum hat Deutschland

noch kein öffentliches Seebad“. Schon im gleichen Jahr

fasste Friedrich Franz I., Herzog von Mecklenburg-

„Hier erwartet Dich Freude, entsteigst Du gesundet dem Bade“,

steht in lateinischen Lettern über dem griechischen Portikus des

klassizistischen Kurhauses. Diese Worte wurden zum Bauprinzip

Heiligendamms.

Schwerin den Beschluss, das Seebad Heiligendamm zu

gründen. Am 22. Juli 1793 tauchte er mit seinem Gefolge

in die Fluten am Strand des Heiligen Dammes an der

Ostsee – unweit seiner Sommerresidenz in Bad Doberan.

Sein Leibarzt Professor Samuel Vogel hatte – die

kurmäßige Nutzung des Seebades nach englischem Vorbild

im Auge - seinem Landesherrn dringend zu dieser

Entscheidung geraten – „der heilbringenden Wirkung

des Wassers wegen“. Es war ein kleiner Sprung für einen

Mann, aber ein großer Schritt für die Zeit. An Ort und

Stelle besiegelte man den Beschluss: das erste Seebad war

gegründet. Nichts Vergleichbares gab es weit und breit.

Sehr schnell entwickelte sich der Badeplatz zum gesellschaftlichen

Treffpunkt, den Seebädern Brighton in

England und Deauville in Frankreich ebenbürtig.


Das berühmte „Postkartengesicht“ von

Heiligendamm. Wie auf einer Perlenkette

aufgereiht liegen die weißen Häuser vor

feinem Strand.

13


Es waren nicht nur kalte und warme Bäder oder Abreibungen

mit Tang, die den Strand ein paar Kilometer

vor der herzoglichen Sommerresidenz Doberan bald

zum Treffpunkt von Welt - insbesondere des europäischen

Hochadels - machten. Es war das Flair der Weißen

Stadt. Aus dem bescheidenen Badehaus am Strand

wurde im Lauf der Jahrzehnte „die Weisse Stadt am

Meer“. Die herzoglichen Hofbaumeister Severin und

Demmler bauten hochmodern. Zu dieser Zeit hieß das:

nach klassischen Idealen. Das Kurhaus von 1816 mit seinen

toskanisch-dorischen Säulen und Götterfriesen gab

den Stil an. Nach und nach entstanden herrschaftliche

Logierhäuser, Villen an der See, Cottages am Wald, eine

herzogliche Burg, Kolonnaden, Hotels, Promenaden.

Jeder neue Bau fügte sich perfekt in das Bestehende ein.

Aus unterschiedlichsten Elementen formte sich ein homogenes

Ensemble, das seine Geschlossenheit bis heute

bewahrt.

Zu den regelmäßigen Gästen Heiligendamms zählten

u.a. der Gründungsvater Friedrich Franz I., Königin

Luise, Graf Hardenberg, Wilhelm v. Humboldt, Lord

Nelson, Feldmarschall Blücher, die Familie von Zar

Nikolaus I. und Rainer Maria Rilke.

14


Erstes Seebad Deutschlands und Adelsbad der Bäder.

Ein fürstliches Bad mit Bällen, Spielbank und der ersten

Pferderennbahn des Kontinents. Das Badeparadies der

Gründerzeit. Das luxuriöse Bad der Kaiserzeit mit

Lawn-Tennis, Golf und Segelregatta. Der internationale

Treffpunkt der Goldenen Zwanziger. Zuletzt

Heil- und Kurbad der DDR. Der Glanz verblich.

Der noble Charakter aber blieb unzerstört.

So wie Berlin sein Adlon wieder erhielt, wird nun auch

Heiligendamm durch sorgfältige Restaurierung vor seinem

Verfall gerettet und als internationales Seebad der

Spitzenklasse ausgebaut und wieder belebt. Eine glorreiche

Legende, deren Zukunft bereits begonnen hat. Sie

sind eingeladen, an dieser Zukunft teilzunehmen.

15


R

t 100 m

8

B

H

H

16

L

Grand Hotel Heiligendamm –

L L L L

Man kann legendäre alte Namen wieder aufleben lassen.

Das zeigt das Hotel ADLON in Berlin. Auch Heiligendamm ist Legende.

Nicht minder ambitioniert– und nicht minder erfolgversprechend. Es wird mit Bedacht

und internationaler Erfahrung zu dem gemacht, was es einst war: das Adelsbad der Bäder.

Um das klassizistische Kurhaus gruppieren sich das frühere Grand-Hotel-Gebäude, das neue

Severin Palais, das Haus Mecklenburg, der ehemalige großherzogliche Sitz Burg Hohenzollern

und die Orangerie. Sechs Solitäre mit Identität und Individualität.

G

K

T

L

M


L

Wiedergeburt einer Legende

2

B

C

G

H

K

L

M

R

S

T

1

10

Reitsportzentrum Gut Vorder Bollhagen

Cottages

Golfplatz Heiligendamm

Hotel Residenz

Kollonaden

Logierhäuser

Molli / Bahnhof

Rennbahn

Median-Klinik

Touristische Verbindungsstraße

9

3

S

6

11

12

1 Haus Grand Hotel

2 Severin Palais

3 Kurhaus

4 Haus Mecklenburg

5 Burg Hohenzollern

6 Orangerie

7 Haus Brahn (Kid’s-Club)

8 Ayurveda-Zentrum

9 Fürstenhof (Hotel/Konferenz / Tennis / Parken)

10 Forsthaus (Gartenwirtschaft / Spielplatz)

11 Golfplatz Wittenbeck

12 Wirtschaftsgebäude

4

5

7

C

17


18

„Architektur, das ist für mich

ein Dialog mit der Vergangenheit,

um die Zukunft zu

gestalten. Als ich studierte,

waren Gropius und van der

Rohe die Synonyme für deutsche

Architektur. Aber meine

Liebe galt Schinkel. Und vieles,

was ich gebaut habe, geht

auf diesen Einfluss zurück.

Als ich nach Heiligendamm

kam, hatte ich das Gefühl,

mitten in einem Jugendtraum

zu sein. Ich ging durch ein

klassizistisches Ensemble, dem

man selbst heute noch ansieht,

dass es nur geplant und

gebaut wurde, um Vergnügen

zu bereiten. Als Planer hatte

ich diesen Traum auf seinen

Bestand vor der Wirklichkeit

zu prüfen. Für mich ist die

Weisse Stadt so etwas wie die

Mutter aller Resorts. Wenn

wir ihre außergewöhnlichen

Ressourcen nutzen, dann steht

ihre beste Zeit noch bevor.“

Robert A. M. Stern

© 1997 Robert A. M. Stern Architects © 1997 Robert A. M. Stern Architects

Referenzfotos:

Sämtliche nachstehenden

Innenaufnahmen stammen

aus den Grandhotels Adlon

in Berlin, Quellenhof in

Aachen und den Musterzimmern

im Grand Hotel

Heiligendamm. Beide Premium-Immobilien

wurden

von Fundus entwickelt und

platziert und von amj

design innen gestaltet und

ausgestattet. Sie geben ausschließlich

einen Eindruck

vom Ausstattungs- und

Qualitätsstandard des

Grand Hotel Heiligendamm

und sind insoweit für die

Ausführungen nicht verbindlich.


Heiligendamm wird bewahrt werden. Die Architektur,

die Natur. Aber es soll nicht wieder ganz das alte werden.

Kein Relikt, sondern etwas Neues. Etwas, das es so

in Deutschland nicht gibt. Ein Resort der internationalen

Spitzenklasse. Eine neue Erholungskultur, die auf der

Vergangenheit aufbaut. Und die Natur achtet. Dafür

sorgt das geschlossene, integrierte Entwicklungskonzept.

Die Bausünden der jüngeren Vergangenheit werden

rückgebaut, behutsam restauriert, rekonstruiert und

ergänzt, in Neubauqualität. Mauern werden gegliedert

durch Erker und Balkone. Dächer bekommen die früheren

Giebel und Türme. Und der respektvolle Umgang

mit der Vergangenheit ist nicht nur Fassade: Auch im

Inneren wird eine Atmosphäre geschaffen, die die

Bezeichnung „Grand“ wirklich verdient.

Das Grand Hotel Heiligendamm wird das erste Haus

an der Ostseeküste, das „Flaggschiff“ wie es Ministerpräsident

Dr. Harald Ringstorff nannte. Sechs klassizistische

Gebäude werden zusammen mit anderen, teil-

weise historischen Gebäuden, einem Konferenz- und

einem Ayurveda-Zentrum, Tennis- und Golfanlagen

sowie weiteren Freizeit- und Gastronomieeinrichtungen

zu einem Kempinski-Resort-Hotel Deluxe mit fünf

Sternen. Für Kempinski ist Luxus mehr als nur eine

internationale Kategorie. Es bedeutet die perfekte persönliche

Leistung für jeden Gast.

Luxus heißt vor allem Authentizität. Ein Hotel, das

schon in seiner Substanz alle Anlagen zur Exklusivität

hat. Luxus bedeutet schließlich Individualität: Jedes

Haus hat seine eigene Innengestaltung, seine Farbstimmung,

seine Atmosphäre. Und Luxus heißt Gourmet-

Gastronomie. Eine Küche, die nach den Sternen greift

und mit den besten Produkten des Landes arbeitet.

Das Grand Hotel Heiligendamm ist alles andere als ein

anonymer Hotelkomplex: ein historisches Ensemble im

Zentrum der Weissen Stadt. Ein wahrer „Grand Place“.

19


Das Haus Grand Hotel (1)

Hier beginnt für jeden Gast der Aufenthalt im Grand

Hotel Heiligendamm. Hinter dem antiken Portikus bietet

sich ihm ein wirklich großer Empfang: Das Entree

mit seinen klassischen Proportionen ist der perfekte

Rahmen für Hotel-Rezeption und Lobby. Ganz gleich,

in welchem Haus man wohnt, hier wird man begrüßt

und persönlich betreut.

An die lichtdurchflutete Halle schließen sich die Gesellschaftsräume

für Bridge, Billard, die Bibliothek und die

Bar an.

Als das Grand Hotel 1873 in neoklassizistischer Pracht

entstand, berichteten die Zeitungen über den ungewöhnlichen

Luxus des Hauses: Wasserleitung, Bäder,

Telegrafie. Das Grand Hotel des Jahres 2003 hat wie

20

die übrigen Hotelgebäude selbstverständlich ISDN in

allen Zimmern, Hi-Fi und TV und Anschlüsse für

Fax und Video. Aber gleichzeitig wird der Gast das

Gefühl der „Belle Epoque“ bekommen. Denn nicht nur

die elegante Fassade, die historischen Holzerker, die

Terrassen und Balkone werden wieder errichtet. Auch

der großzügige frühere Raumeindruck, das historische

Foyer mit dem Lichthof, wird rekonstruiert. Zusätzlich

entsteht im Dachbereich eine behutsam eingepasste

Dachterrasse.

Auf vier Etagen entstehen 50 Zimmer und Suiten zwischen

26 und 94 m 2 mit individueller Aufteilung und

Gestaltung; 34 davon mit Balkon oder Terrasse. Es gibt

zwei Turm-Suiten, Suiten mit zwei Räumen und

Bädern. Und selbstverständlich wird das Grand Hotel

speziell eingerichtete Zimmer und Suiten für Allergiker

und behinderte Gäste bieten.


Das Severin Palais (2)

Dem Alltag entfliehen – die Seele baumeln lassen – und

nur noch träumen.

Spa = Sanus per Aquam, d.h. Gesundheit durch Wasser.

Wasser ist das Symbol des Lebens schlechthin und auch

heute noch zentrales Angebot aller Wellness-Angebote.

Wellness kann eine kleine Reise zu sich selbst sein und

bedeutet Entspannung für Körper und Seele. Fitness,

Gesundheit, Ruhe und Schönheit sind Begriffe, die sich

hinter diesem einen Wort verbergen. Von Kopf bis Fuß

verwöhnt werden. Schönheitspflege, Massagen, duftende

Bäder, Erholung pur. Entscheidend bleibt das, was dem

Körper gut tut und Spaß macht. Neue Kraft und Energie

tanken. Neue Vitalität gewinnen. Rundum Wohlfühlen.

Den Alltag positiv verändern. Wellness erleben heißt

auch Rückbesinnung auf Erfahrungen und Werte, die

verloren schienen. In Vollendung zelebriert, kehrt man

erstaunt und überraschend gelassen in den Alltag zurück.

Ob einzelne Beauty-Session, ein Wellness-Wochenende

oder ein ganzer Wohlfühl-Urlaub: In Heiligendamm

erwartet den Gast persönliche Betreuung von Anfang an,

eine effektive und zielorientierte Beratung und individuell

zusammengestellte und flexible Behandlungsprogramme.

Eine ganze Mannschaft von Fachleuten, Kosmetikerinnen

und Physiotherapeuten steht hierzu bereit.

Im Severin Palais ist auf ca. 2.800 m 2 BGF das Herz

der Wellness- und Fitnessaktivitäten des Resort Hotels

angesiedelt.

Im Erdgeschoss erwarten den Gast :

1. eine großzügige Schwimmhalle mit einem

wahrhaft fürstlichen Pool,

2. komfortable Ruhezonen,

3. eine möblierte Terrasse mit healthgastronomischem

Angebot sowie

4. der Beautybereich mit Empfang und 6 stilvollen

Behandlungsräumen einschließlich eigener Sanitärbereiche.

Das Basement bietet weiter ein breites Wellnessangebot

in luxuriös ausgestatteten Facilities, u.a.

5. ein orientalisches Hamam,

6. finnische Saunen, Dampfsaunen, Kräuterdampfsauna

und Tauchbecken,

7. Dampfbäder,

8. Caldarium,

9. Eisraum,

10. Saline,

11. Solarium,

12. 5 Massageräume mit Bade- und Anwendungszonen,

13. Umkleiden und Duschen sowie

14. gemütliche Aufenthalts- und Unterhaltungszonen.

Von der ca. 200 m 2 großen, den Gästen zugänglichen

Dachterrasse genießt man einen phantastischen Panoramablick

über Heiligendamm und die Küste. Der Neubau

mit seinem vielfältigen Wellness-Angebot und 75

großzügigen Zimmern und Suiten orientiert sich architektonisch

am benachbarten Haus Grand Hotel und fügt

sich harmonisch in das Ensemble der klassizistischen

Gebäude ein.

21


22

Das Kurhaus (3)

Der gesellschaftliche Mittelpunkt des Grand Hotels. Ein

klassischer Rahmen für Konferenzen und Empfänge.

Zentrum des Kurhauses und architektonischer Mittelpunkt

ist der 250 m 2 große Ballsaal, der in seiner historischen

Form wiedererstehen wird. Mit seinem prachtvollen

Interieur, seinem Licht und einer Deckenhöhe von

über 10 Metern bietet er ein exzellentes Ambiente für

Kongresse, Bankette und kulturelle Veranstaltungen für

bis zu 250 Personen. Daneben wird es maximal zwölf,

teilweise flexibel teilbare Konferenzräume geben, die je

nach Teilung zwischen 40 m 2 und 200 m 2 groß sind,

über die modernsten Informations- und Kommunikationstechniken

verfügen und das Grand Hotel Heiligendamm

zu einem idealen Tagungsort machen.


Hinter der Säulenfassade des Kurhauses liegt das

Hauptrestaurant mit ca. 150 Plätzen: der Fürstensaal

mit seiner imposanten Decke, großer Freiterrasse und

Blick zum Meer. Hier wird in klassischem Stil diniert.

Grand Cuisine und Grand Service. Auch das anschlie-

ßende Restaurant bietet schöne Aussichten. 80 Plätze,

klassische Atmosphäre und leichte Küche. Hinter den

Kulissen sorgen im Kurhaus die Mitarbeiter für einen

reibungslosen und exzellenten Service von der, in die

historische Architektur mit eingebauten, Hauptküche aus.

23


Das Haus Mecklenburg (4)

Der Strandflügel des Grand Hotels. 52 Suiten und Zimmer.

Terrassen und Balkone am Meer.

Wo 1795 das erste Gebäude Heiligendamms, das Badehaus

von Hofbaumeister von Seydewitz stand, baute

Georg Adolph Demmler 1838 das herrschaftliche Gästehaus

mit seiner klaren, klassizistischen Fassade. Mit

dem Kurhaus durch einen Wandelgang verbunden, gibt

es dem Platz seinen großzügigen Rahmen. 1873 bekam es

durch Anbauten zur Meeresseite mit Erkern und Balkonen

sein endgültiges Gesicht.

Es wird sorgfältig rekonstruiert. Am Nordflügel wird

die Fassade um die historischen Holzerker und Balkone

ergänzt. Die Nordfassade erhält in Anlehnung an die

Fassadengliederung des Grand Hotels ebenfalls weitere

Balkone. Das Dach des Südflügels wird angehoben. Zur

Erschließung der Terrassen vor den einzelnen Zimmern

im Erdgeschoss werden die Fenster gegen Türen ausgewechselt.

Die Burg Hohenzollern (5)

Das kleinste Haus des Grand Hotels. Eine Ferienresidenz

im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn Fürsten eine Burg am Strand bauen, fällt sie ein

bisschen größer aus: 1843 gab der junge Großherzog Paul

Friedrich den Auftrag zu einem repräsentativen Sitz für

seine Frau, sich und Gäste der Familie. Severins Nachfolger

Georg Adolph Demmler war ein Schüler Schinkels

und ein Meister der Phantasie. Er baute das Schweriner

Schloss wie ein Château an der Loire. Und er errichtete

in Heiligendamm eine Tudorburg mit Türmen und

Zinnen. Diese wurden 1945 bei einem Brand des Daches

zerstört. Die historischen Formen werden weitgehend

rekonstruiert.

Burg Hohenzollern hat heute schon wieder ihre märchenhafte

Silhouette mit Burgfried, Giebeln, Säulenhalle

und Freitreppen zum Park zurückerhalten. Wo einst

Großherzogin Alexandrine, eine Tochter Königin Luises,

ihre Gäste empfing, entsteht eine Herberge besonders

24

Haus Mecklenburg ist ausschließlicher Wohnbereich im

Grand Hotel Heiligendamm. Auf vier Etagen entstehen

52 Zimmer und Suiten von 26 bis 150 m 2 mit einer

großzügigen und offenen Gestaltung, zum Teil mit Balkon.

Die Zimmer im Erdgeschoss haben Terrassen mit

weitem Blick über Strand und Meer.

noblen Zuschnitts. In die beiden Türme kann man sich

zurückziehen auf höchster Ebene: sechs Suiten mit einem

alles beherrschenden Blick zum Meer. Insgesamt verfügt

die Burg über 21 Zimmer und Suiten zwischen 31 und

128 m 2; zum Teil mit mehreren Räumen, großzügigen

Terrassen oder Balkonen.


Die Orangerie (6)

Das „grüne Haus“ des Grand Hotels. Privater Garten.

Wohnen zwischen Park, Teich und Wald.

Die beiden Flügel der Orangerie (I und II) bilden den

Abschluss des Hotel-Ensembles. Die Orangerie liegt in

idyllischer Lage auf der Südseite des Parks mit Blick auf

Teich und Wald, ca. 200 m vom Meer entfernt. 1878 im

neoklassizistischen Stil erbaut, war sie unter anderem

Verwaltungsgebäude und Telegrafenamt.

Der Orangerieflügel I erhält ein zusätzliches Dachgeschoss

mit Suiten und vorgelagerten Dachterrassen. Die

historischen Terrassen im Nordflügel werden durch aufwendig

gestaltete Geländer getrennt und den jeweiligen

Wohneinheiten zugeordnet und bieten so einen großzügigen

und ruhigen Außenbereich. Im Erdgeschoss entstehen

hochwertige Ladenflächen von ca. 375 m 2, auf denen

u.a. für den Departmentstore des Quartier 206 aus Berlin

eine Dependance geplant ist.

Im Orangerieflügel II entstehen durch die Entfernung

einer Zwischendecke Maisonette-Wohnungen von ganz

besonderer Größe. Um die Kontur des gesamten Gebäudes

gestalterisch zu schließen, werden beide Seiten der

Fassade im Erdgeschoss sorgfältig rückgebaut und Terrassen

vorgelagert, die damit selbstständige Eingangssituationen

zu den einzelnen Wohneinheiten bieten.

Insgesamt entstehen 27 Zimmer und Suiten zwischen

36 und 109 m 2 – vier davon sind Maisonettes mit einer

besonders großzügigen Raumaufteilung. Die meisten

Suiten haben entweder Balkon, Dachterrasse oder einen

Freisitz zum Teich. Und die Gäste der Orangerie haben

ihren eigenen Garten.

Kid’s-Club im Haus Brahn (7)

Direkt neben Burg Hohenzollern und Orangerie, an

der südlichen Parkgrenze und Übergang zum „Großen

Wohld“ liegt dieses ehemalige Pförtnerhaus im Jugendstil.

Das Gebäude wird außen sorgfältig restauriert und

innen modernisiert. Auf ca. 430 m 2 BGF entsteht für die

kleinen und jungen Gäste des Grand Hotels der Kid’s-

Club, ein Refugium mit eigenem Garten, Wintergarten

und liebevoller Ganztagsbetreuung. So können die

Eltern in Ruhe ihre eigenen Urlaubsaktivitäten ungestört

genießen und bleiben ihren Kindern doch nahe. Im

Kid´s-Club werden sich alle wohlfühlen - vom Kleinkind

bis zum Heranwachsenden.

25


26

Ayurveda-Zentrum (8)

Ayurveda oder die „Lehre vom langen Leben“ ist die

älteste Medizinlehre der Welt und gehört zu den nachgefragtesten

Behandlungsmethoden im Wellness- und

Gesundheitsmarkt. In Heiligendamm kann das ganzheitliche

Behandlungskonzept ideal mit anderen Wellness-,

Fitness- und Beautyaktivitäten verknüpft werden.

Ebenso werden in individuell auf den Gast abgestimmtem

Umfang physiotherapeutische,

psychotherapeutische, diätetische, reinigende und medikamentöse

Maßnahmen sowie Bäder und Kuren angeboten.

Alle Anwendungen werden unter fachärztlicher

Leitung von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt.

Das im Stil eines indischen Palastes gehaltene Ayurveda-Zentrum

wird auf einer ruhigen Waldlichtung im

„Kleinen Wohld“ errichtet. Man erreicht es entweder

über die Strandpromenade oder durch den Wald hinter

den Logierhäusern. Auf rund 2.000 m 2 BGF entstehen

eine großzügige Lobby mit Rezeption, über 10 speziell

ausgestattete Abhyanga-, Pizhichil- und Swedana-

Anwendungs- und Behandlungsräume mit eigenen

Aufenthalts- und Sanitärräumen, Ärzte-, Behandlungs-,

Seminar-, Meditations- und Yogaräume, Gastsuiten

und Warteräume. Ergänzt wird das Raumprogramm

durch ein Ayurveda-Restaurant mit Küche und

Lehrküche und durch eine Ölküche, Laboratorium, Verwaltungs-,

Sanitär- und Lagerräume sowie Verkaufsräume

für ayurvedische Lebensmittel und Substanzen.


Der „Fürstenhof“: Hotel mit Konferenzzentrum,

Parkplatz- und Tennisanlage (9)

Der „Fürstenhof“ ist ein Gebäude des Historismus, das

Elemente der Gotik und Renaissance in malerischer

Weise verbindet. Anfang des 20. Jahrhunderts in Ziegel-

/Putzbauweise errichtet, wird es nunmehr auf rund

2.800 m 2 BGF 35 Hotelzimmer mit eigener Rezeption,

kleiner Küche und einem Frühstücksraum aufnehmen.

Dem „Fürstenhof“ wird speziell für die Durchführung

größerer Veranstaltungen von bis zu 500 Personen ein

modernes Konferenzzentrum mit großem Konferenzsaal

angegliedert. Der multifunktional nutzbare Veranstaltungsraum

wird über sieben Meter Raumhöhe verfügen

und komplett zum direkt angrenzenden Buchenwald

hin bodentief verglast. Besonders in der Dunkelheit vermittelt

die Anstrahlung der Bäume den Eindruck, die

Veranstaltung im Wald selbst zu erleben. Dies wird auch

Theateraufführungen, Konzerten und sonstigen kulturellen

Veranstaltungen einen einmaligen Reiz geben.

Es gibt kein vergleichbares Konferenzzentrum am

Meer, das dieses unmittelbare Nebeneinander von histo-

rischem Ambiente, Service der Spitzenklasse, modernsten

Tagungseinrichtungen, attraktiver Angebotsvielfalt

und bezaubernder Natur bieten kann. Selbst Staatsund

Regierungschefs werden hier in exklusivem Rahmen

ihre Gipfeltreffen abhalten können.

27


Auch der weiße Sport kehrt zurück in die weiße Stadt.

In der Verlängerung des „Fürstenhof“-Geländes entsteht

ein Tennispark mit sechs Tennisplätzen. Sein Clubhaus

wird ansprechende Umkleide-, Dusch- und Sanitärkapazitäten

bieten sowie eine Versorgung mit Getränken

und kleinen Speisen gewährleisten. Die Lage des

Ensembles am südlichen Rand des Küstenschutzwaldes

garantiert eine ungestörte Nutzung und sichert einen

hohen Erlebniswert.

Die Gäste Heiligendamms sollen über ein Leitsystem

zielgerichtet zur vorgesehenen Parkplatzanlage geleitet

werden, ohne dass sie den Ort selbst durchfahren müs-

28

sen. Der Entlastungseffekt auf den Erholungswert des

Seebades ist enorm. Der Parkplatz soll über ein Fassungsvermögen

von rd. 500 Fahrzeugen verfügen und

nahe dem „Fürstenhof“ errichtet werden. Damit ist

gewährleistet, dass für die anreisenden Konferenzteilnehmer,

für die Hotelgäste und die Mitarbeiter des

Hotels zu allen Zeiten ausreichender Parkraum vorhanden

ist. Heiligendamm wird zudem durch den Bau

der neuen Straße und die Umlenkung des Durchgangsverkehrs

lärmgeschützt und weitgehend auto- und

abgasfrei. Diese Maßnahme unterstützt die Prädikatisierung

Heiligendamms als führendes Seeheilbad der

Ostseeküste.

Gartenwirtschaft und Abenteuerspielplatz

am ehemaligen „Forsthaus“ (10)

Eine großzügige und urige Gartenwirtschaft mit Abenteuer-

und Kinderspielplatz bereichert das Gastronomie-

und Freizeitangebot für die großen und die kleinen

Gäste. Die nach dem Vorbild von „Siska“ in Knokke-

Zoute entstehende Destination wird Ausgangs- und

Zielpunkt von Wanderungen und Radtouren. Das idyllisch

gelegene ehemalige Forsthaus und die auf dem

Grundstück ebenfalls befindlichen Fachwerkscheunen

verfügen über insgesamt 700 m 2 BGF. Die für die

Gastronomie erforderlichen Räumlichkeiten entstehen

im Wesentlichen im ehemaligen Forsthaus.

Der Abenteuerspielplatz wird in Sichtweite von Terrasse

und Restaurant angelegt. Er soll Kinder aller

Altersgruppen ansprechen. Adäquate Spielgeräte - von

der Rutschbahn bis zur Mini-Golfanlage - stellen dies

sicher. Während die Kinder in Sichtweite ihrer erwachsenen

Begleiter auf dem Abenteuerspielplatz gefahrlos

toben können, spenden uralte Bäume den Besuchern

Schatten und ermöglichen einen erholsamen Aufenthalt.


Der Golfplatz Wittenbeck und sein Clubhaus (11)

Golfanlagen ziehen Besucher an und stellen als klassische

saisonverlängernde Maßnahme ein touristisches Zusatzangebot

dar. Golfen bekommt speziell als Motiv für

Kurz- und Urlaubsreisen eine immer größere Bedeutung.

Resorts mit Golfplätzen werden insbesondere zur

Durchführung von Seminaren, Tagungen, Incentives

und Conventions nachgefragt.

Am Nordhang eines urzeitlichen Gebirgszuges mit 130

Höhenmetern gelegen, bietet der Golfplatz eine unvergleichliche

Aussicht über die wunderschöne Endmoränenlandschaft

mit Rapsfeldern und landschaftsgärtnerisch

gestalteten Feldern und Hecken. Der Blick reicht bis

zum Küstenstreifen von Warnemünde und Rerik, bei

günstigem Wetter erscheint sogar die dänische Küste am

Horizont. Im Süden liegt die „Kühlung“ ein ausgedehnter

Eichen- und Buchenwald, der zum Spazieren und

Verweilen einlädt. Die spektakuläre Topografie und

Geländemodellierung der Golfanlage in Wittenbeck

macht das ca. 800.000 m 2 große Areal mit seinem atemberaubenden

Rundblick und Ausblick auf die Ostseeküste

zu einem der eindrucksvollsten und schönsten Golfplätze.

Der 9-Loch-Kurzplatz ist sofort bespielbar, ein

18-Loch-Golfplatz kommt hinzu.

Heiligendamm

Belvedere Clubhaus

29


Gleichzeitig wird auf einer Erhebung, der so genannten

Belvedere, ein imposantes Clubhaus errichtet. Architektonisches

Vorbild für das Gebäude und seine Einbindung in

die Landschaft sind die unter dem Einfluss des großen

Architekten Karl Friedrich Schinkel entstandenen Landschlösser.

Sie verleihen der Architektur eine heiter-festliche

und würdevolle Note. Beispielgebende Schinkelbauten

sind die Schlösser des Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV.

in Potsdam-Charlottenhof und für Prinz Karl in Potsdam-Glienicke.

Auch diese sind zugleich Bezugsorte in

der Landschaft und Aussichtsorte auf die Landschaft.

Das Golfclubhaus wird neben der eigenen Club-Gastronomie

ein hochkarätiges italienisches Restaurant erhalten,

dessen „Mutterhaus“ im Adlon-Palais Berlin die

Gäste der Bundeshauptstadt kulinarisch verwöhnt.

Mehrere, dem Restaurant vorgelagerte Pergolen und Terrassen,

geben den Gästen die Möglichkeit, in der Abendsonne

den weiten Rundumblick über die Landschaft zu

30

genießen. Aufgrund seiner spektakulären Architektur und

Lage wird das rd. 2.000 m 2 BGF große Clubhaus den

Hotelgästen eine willkommene Abwechslung bieten und

auch als gastronomische Sensation ein attraktiver Anziehungspunkt

für die gesamte Region werden.

Das Wirtschaftsgebäude (12)

Das Wirtschaftsgebäude wird die notwendigen Funktionsflächen

des Hotelbetriebs wie Personalaufenthaltsräume,

Kantine, Verwaltungsräume, Versorgungs- und Entsorgungstrakte

sowie Kühlräume und -technik aufnehmen.

Auch die dem hotelinternen Transport dienenden Elektrofahrzeuge

können hier aufgeladen, gepflegt und gewartet

werden. Durch die Konzentration und Auslagerung dieser

Funktionen in ein separates Gebäude mit rd. 1.800 m 2

BGF wird der gesamte Anlieferungs- und Entsorgungsverkehr

von der eigentlichen Hotelanlage komplett ferngehalten.

Die Bediensteten können zu Fuß oder mit den Versorgungswagen

problemlos alle Hotelgebäude erreichen.


Die Kempinski AG wird auf der

Grundlage eines Managementvertrages

das Grand Hotel Heiligendamm führen.

Als renommierte deutsche, international

tätige Hotelgesellschaft mit langjähriger

Erfahrung im Luxussegment verfügt

Kempinski Hotel & Resorts über eine

starke Position im internationalen

Markt der Spitzenhotellerie. Vor rund

100 Jahren in der ersten Hochblüte der

Grandhotellerie in Berlin gegründet,

gehören heute weltweit 31 Luxushotels

zur Gruppe. Mit mehr als zehn Häusern

ist sie in der exklusiven Vereinigung

der „Leading Hotels of the World“ vertreten.

Taschenberg Palais, Dresden

Mit der Eröffnung des „Kempinski

Hotel Taschenberg Palais“ in Dresden

im Frühjahr 1995 und vor allem mit

dem Hotel Adlon am Pariser Platz in

Berlin – der Immobilie eines früheren

FUNDUS-Beteiligungsangebots–, offiziell

eröffnet am 23. August 1997, hat das

Unternehmen Maßstäbe im deutschen

Luxushotelmarkt gesetzt. Seit seiner

Eröffnung wurde das „Adlon“ für seine

Leistungen kontinuierlich mit wichtigen

Preisen von nationalen und internationalen

Institutionen und Publikationen

ausgezeichnet, darunter so renommierte

Ehrungen wie „Hotel des Jahres 1998“

(NGZ – Der Hotelier), „Bestes Grand

Hotel des Jahres 2000“ (Der Feinschmecker),

„Bestes Hotel Berlins in der Liste

Kempinski

der 90 weltbesten Hotels 2000“ (Institutional

Investor). „Mitglied der 100

besten Restaurants Deutschlands 2001“

(Platz 39, BUNTE), „Bestes Einzelhotel

für Geschäftsreisende in Deutschland

2001“ (Business Traveller) und „Mitglied

der 98 besten Restaurants Deutschlands

2001“ (Gault Millau).

Ausschlaggebend für diesen grandiosen

Erfolg ist neben dem guten Ruf des

Hotels, der einmaligen Lage und der

großzügigen Ausstattung, die hohe Servicequalität

der über 500 Mitarbeiter.

Durch ständige Weiterbildung und

Schulung werden die Mitarbeiter in die

Lage versetzt, die hohen Erwartungen

der Gäste in Hinblick auf Qualität und

Service zu erfüllen.

Kempinski-Vorstand Reto Wittwer

unterstreicht die strategische Bedeutung

von Heiligendamm mit folgenden Worten:

„Kempinski ist dabei, ein weiteres

Mal Hotelgeschichte zu schreiben: Dieses

reizvolle Projekt lässt das legendäre Ostseebad

des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

wieder auferstehen und bereichert

unser Portfolio um ein weiteres richtungweisendes

Hotel.“ Für „die angestrebte

Expansion im besonders chancenreichen

Markt der Resorthotellerie“ setzt

Kempinski auf Standorte, die „aufgrund

langfristiger Trends im Reisemarkt ein

außergewöhnliches Entwicklungspotenzial

bieten. Beispiel dafür ist das künftige

Kempinski Grand Hotel im Ostseebad

Heiligendamm.“

Der Direktor des Hotel Adlon in Berlin,

Jean K. van Daalen, erklärte beim

Richtfest des Grand Hotel Heiligendamm

im November 2001 im Beisein

des Bundespräsidenten, das Grand

Hotel Heiligendamm biete alles, um

„weltweit Maßstäbe für die Resort-

Hotellerie zu setzen“. Es verfüge über

„einzigartige langfristige Wettbewerbsvorteile“

und habe für Kempinski unter

Ciragan Palace, Istanbul

den weltweiten Neueröffnungen eine

herausragende Bedeutung. Van Daalen:

„Gemeinsam mit FUNDUS haben

wir das Hotel Adlon, Berlin, zur Nummer

1 unter den deutschen Stadthotels

gemacht. Ich bin sicher, wir werden das

Grand Hotel Heiligendamm zur Nummer

1 unter den Resort-Hotels in

Deutschland machen.“

Die Kempinski AG ist börsennotiert und

veröffentlicht daher regelmäßig Jahresabschlüsse

und Lageberichte, die von

einer anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

geprüft sind. Interessierte

Anleger können diese Unterlagen bei der

Kempinski AG, München, anfordern.

Hotel Adlon, Berlin

31


32

amj

design

Gestaltung und Interieur

Die Innengestaltung des Grand Hotel Heiligendamm

übernimmt amj design, Berlin, die auch das Innendesign

und die Einrichtung des „Adlon“, des Departmentstores

im Quartier 206 und des Hotels „Quellenhof“ in Aachen

verantwortete. Es war eine besondere Auszeichnung

und Anerkennung, dass sie in Berlin auch den Auftrag

für die Einrichtung der japanischen Botschaft und der

Residenz des Botschafters erhielt.

„Eine Hommage an das alte Heiligendamm, ohne in der

Vergangenheit zu erstarren.“ So kann man die

Innenarchitektur des Grand Hotel Heiligendamm

beschreiben. Die öffentlichen Bereiche werden zum Teil

nach alten Plänen neu gestaltet. Sie folgen der Historie,

es wird werkgetreu gearbeitet, mit dem Luxus traditioneller

Handwerksarbeit und authentischen Materialien.

Aber man leistet sich auch die Freiheit, Stile zu zitieren

und neu zu interpretieren. Altes muss zwangsläufig

geändert werden, um den Komfort des 21. Jahrhunderts

zu integrieren. Das Grand Hotel Heiligendamm wird

Stuck, Pilaster, Marmor, Lichthöfe und einen prächtigen

Ballsaal haben. Aber auch modernste Kommunikationsund

Tagungseinrichtungen.

In den Wohnbereichen des Grand Hotel Heiligendamm

wird ein Gefühl von Luxus und Entspannung geschaffen.

Ein Luxus, der nichts mit Pomp oder musealer

Pracht zu tun hat. Schlichtheit verbindet sich mit höchster

Qualität: Holzvertäfelungen, Parkett, Natursteine,

edle Stoffe. Möbel, die auf moderne Art klassisch sind,

A

Q


aber auch Stücke zeitgenössischer Designer und Kunstobjekte.

Leitmotiv der Inneneinrichtung ist Heiligendamm.

Die Umgebung, das Licht, die Farben, die Natur

werden nach innen geholt. Das Blau des Meeres, das

Beige der Dünen, die Töne der Wiesen, Felder und Wälder

setzen sich fort in den Räumen. Jedes Haus wird

seine eigene Grundstimmung haben, seine unverwechselbare

Atmosphäre.

Heiligendamm wird einer der wenigen Plätze, an denen

Luxus die glückliche Verbindung eingeht mit Muße.

Deutschland hat bisher keinen solchen Ort. Aber durchaus

Bedarf daran. Es existieren einzigartige Voraussetzungen,

um ein Refugium par excellence zu schaffen. Aus einem

Gesamtkunstwerk von Architektur und Natur entsteht

ein Gesamtkunstwerk aus Entspannung und Aktivität.

A

H

A

H

A

H

Q

= Adlon Interieur

= Heiligendamm Muster

= Quellenhof

= Quartier 206

33

A


34

Von der Lage verwöhnt


Heiligendamm liegt mitten in einer der reichsten Kultur- und

Ferienlandschaften Deutschlands und näher am Kurfürstendamm

als jedes andere Stück Küste. Und näher an Hamburg als Sylt.

35


Heiligendamm liegt mitten in einer der reichsten Kulturund

Ferienlandschaften Deutschlands. Neben Toren, Türmen

und mächtigen Kirchenbauten nach dem Vorbild

französischer Kathedralen, geben prachtvolle Giebelhäuser

aus der Hansezeit der Region ihr typisch norddeutsches

Gepräge. In Wismar, Stralsund, Greifswald und Rostock

drücken sich Macht, Phantasie und Reichtum der Hanse

in ihren stattlichen Häusern aus. Und weil das Ostseeland

arm war an Natursteinen, erblühte das Land in seiner

bis heute unübertroffenen Backsteingotik. Die Küste

wechselt sich ab mit feinsandigen Stränden, dramatischen

Steilküsten, romantischen Kreidefelsen, wogenden gelben

Rapsmeeren und jahrhundertealten Laubwäldern.

Heiligendamm liegt idyllisch und glücklicherweise

abseits der Masse touristischer Trampelpfade, aber

dennoch näher am Kurfürstendamm als jedes andere

36

Stück Küste. Und näher an Hamburg als Sylt. Heiligendamm

liegt an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns,

16 km von Rostock entfernt. Dieses beliebte

Feriengebiet an der Ostseeküste hat die kürzeste

Anbindung an die Hauptstadt: Über die Autobahn

Berlin–Rostock ist Heiligendamm bei guter Verkehrslage

in zwei Stunden zu erreichen. Und über die neue

A 20 von Rostock nach Lübeck ist auch Hamburg in

nur 1,5 Stunden erreicht.

Die Autobahnabfahrten Bad Doberan und Kröpelin

liegen nur 20 km von Heiligendamm entfernt. Die perfekte

Einbindung in das Autobahnnetz macht Heiligendamm

mit dem PKW schnell erreichbar: Autostunden

von Heiligendamm z.B.: Hamburg 1,5 Std., Berlin

2 Std., Hannover 3 Std., Dresden 4 Std., Köln 6 Std.

und Frankfurt a. Main 6,5 Std.


Auch mit Bahn und Flugzeug kommt man schnell nach

Heiligendamm. Hamburg-Rostock und Berlin-Rostock

sind Intercity-Strecken. Über die Flughäfen Hamburg-

Fuhlsbüttel, Lübeck und Berlin-Tegel ist Heiligendamm

international zu erreichen. Der nur ca. 35 Min. entfernte

Flughafen Rostock-Laage wird von München aus

im nationalen Linienverkehr angeflogen. Im Zuge des

starken Wachstums der Ostseebäder werden weitere

innerdeutsche Linienflüge nach Rostock erwartet.

Hinter der Welt von Heiligendamm liegt ein Land, das

seine Ruhe bewahrt hat, seine Schönheit und seine Vergangenheit.

Bad Doberan ist über eine 6,6 km lange

Lindenallee mit Heiligendamm verbunden. Sein Münster,

die ehemalige Klosterkirche, gilt als Meisterwerk der

Hochgotik. Rostock, die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns

mit der ältesten Universität Nordeuropas

und sehenswerter Altstadt, liegt nur 16 km entfernt.

37


Uralte Buchenwälder, Lindenalleen, Dünen, Seen, Wiesen

und Felder. Heiligendamm liegt mitten in einem

Landschaftspark. Meer, Licht, Park und Wald. Weiße

Häuser zwischen grünen Räumen. Unverbaubare Blicke.

Heiligendamm ist ein einmaliges Gesamtkunstwerk

von Architektur und Natur.

Von Anfang an sah man in Heiligendamm Architektur

und Natur als Einheit. Die Baumeister Severin und

Demmler planten die Weisse Stadt im Grünen. Großzügige

Freiräume, weite Perspektiven, Ruhezonen, Plätze,

Alleen und Gärten. Sie stutzten die Umgebung nicht

zurecht, sie bezogen sie in ihre Gestaltung ein. Und

inszenierten zwischen Strand und Wald eine außergewöhnliche

Atmosphäre. So entstand eine Parklandschaft

nach englischem Vorbild, die dem Ort am Meer sein

unverwechselbares Gesamtbild gibt.

Ein Ort, der von Natur aus alle Anlagen zur Erholung

hat. Heiligendamm ist ein Seebad mit ausgezeichneter

Wasserqualität. Eine Strömung vom Skagerrak schafft

an diesem Küstenstrich einen Klimakorridor, die so genannte

Kühlung. Ein Wind von See, der aus der Brandung

heilsames Meerwasser-Aerosol aufnimmt und ins

Land trägt. Die Luft ist reiner, gesünder. Und der Wind

bringt weniger Wolken, dafür mehr Sonnentage, als

sonst bei uns üblich sind.

38

Heiligendamm ist keine Oase in der Wüste. Mecklenburg-Vorpommern

weist schon seit Jahren die höchsten

Zuwachsraten im Deutschland-Tourismus auf; die Nähe

zu Berlin und Hamburg macht es zu einem reizvollen

Ziel für Zweit- und Dritturlaube und verlängerte

Wochenenden. Es ist das Bundesland mit den meisten

Naturschutzgebieten in Deutschland. Hier gibt es noch

Seeadler, Störche und Kormorane. Alte Hansestädte,

große Zeugnisse der Backsteingotik. Die Deutsche Stiftung

Denkmalschutz wird die „Straße der Backsteingotik“,

vergleichbar den Routen entlang der Loire-Schlösser,

als neuen Reiseweg für den anspruchsvollen Bildungsreisenden

erschließen. Heiligendamm wird hierfür ein

idealer Ausgangspunkt sein. Und die Sommer sind voller

Feste. Von der Segelwoche in Stralsund bis zur Windjammerparade

in Rostock, vom Rossini-Festival auf

Rügen, der Bad Doberaner Rennwoche, den Schlossfestspielen

in Schwerin, den mecklenburgischen Musikfestspielen

bis zur Bachwoche in Greifswald. Und auch das

internationale Schleswig-Holstein-Musikfestival ist

nicht allzu weit entfernt.

Heiligendamm ist gut mit der Welt verbunden. Aber es

wird seine Ruhe bewahren. Und seine unversehrte Kulturlandschaft.


Börgerende

40

Rostock (ca. 15 km)

Conventer See

Heiligendamm

hat 365 Tage Saison

Ayurveda-Zentrum

Haus Grand Hotel, Severin Palais

Kurhaus, Haus Mecklenburg

Burg Hohenzollern, Orangerie

Warnemünde (ca. 25 km) Güstrow (ca. 50 km) Nienhagen (ca. 8 km)

Haus Brahn (Kid’s-Club)

Median-Klinik,

Wirtschaftsgebäude

Fürstenhof (Hotel /

Konferenz / Tennis / Parken)

Forsthaus (Gartenwirtschaft

/ Spielplatz)

Poel (ca. 38 km) Rerik /Wustrow(ca. 18 km)

Marina (ca. 8 km)


Villenviertel

Gartenstadt (gpl.)

Wismar (50 km) Schwerin (70 min)

Kühlungsborn (ca. 11 km)

Bad Doberan

Galopprennbahn

Gut Vorder Bollhagen

Reitsportzentrum

Golfplatz (gpl.)

Heiligendamm Golfplatz

Wittenbeck

5 km

Die Vielfalt aus saisonundWitterungsunabhängigen

Angeboten macht

Heiligendamm zu einem

Ganzjahres-Ziel der Spitzenklasse.

Das Angebot ruht auf

sechs Säulen:

Freizeit & Erholung

Gastronomie

Sport & Fitness

Gesundheit & Regeneration

Wellness & Beauty

Konferenzen

& Veranstaltungen

Heiligendamm

Belvedere Clubhaus


Die Vielfalt aus saison- und witterungsunabhängigen

Angeboten macht Heiligendamm zu einem Ganzjahres-

Ziel der Spitzenklasse. Da ist der anspruchsvolle Urlauber,

der Ruhe und Natur sucht. Da ist der Liebhaber

großer Seebäder, großer Häuser und eines außergewöhnlichen

Ambientes. Da ist der Wochenendgast, der aus

einem Umkreis von 300 km kommt. Immer wieder, weil

ihm hier alles geboten wird, was er sucht. Da sind die

internationalen Besucher Berlins, die einen Abstecher zu

einer bewohnbaren Sehenswürdigkeit machen.

Und es gibt einen Wandel bei den Freizeitwerten. Entspannung

soll gleichermaßen Aktivität einschließen.

Gefragt sind Urlaubsplätze mit breitem Sportangebot,

zur Gesundheitspflege und fürs Vergnügen. Wer nach

Heiligendamm kommt, wird sich nicht mehr zwischen

Ferien am Meer oder einer Gourmet-Reise, zwischen

Kur oder De-Luxe-Urlaub, zwischen Sport und Fitness

oder Beauty-Programmen entscheiden müssen. Konventionelle

Alternativen werden zu einem ganzheitlichen

Ansatz zusammengeführt.

Das moderne Resortangebot und die natürliche Attraktivität

aus Schönheit, Prominenz und Einmaligkeit sorgen

für ein großes Gästepotenzial. Gegenüber allen

anderen Angeboten an den deutschen Küsten wird es

damit konkurrenzlos. Das Grand Hotel Heiligendamm

hat darüber hinaus die Chance, zur ersten Adresse in

Deutschland, vielleicht sogar in Europa, zu werden.

Freizeit & Kultur

Wo in aller Welt findet man einen Ort, der eine völlig

homogene historische Architektur hat, eine unversehrte

Landschaft, eine intakte Umwelt, eine absolut ruhige Lage?

In Europa ist es Heiligendamm. Eine „Weisse Stadt im

Grünen“. Ein Land, in dem sich die Natur durchgesetzt hat

gegenüber der Zeit. Heiligendamm liegt zwischen Meer,

Buchenwäldern, rosenbewachsenen Dünen und Feldern.

Eine Küstenlandschaft, wie sie Caspar David Friedrich

nicht besser hätte inszenieren können. Eine Landschaft, die

42

schön ist zu jeder Jahreszeit. Dieses Idyll wird unversehrt

bleiben. Dafür sorgen die weitreichenden Naturschutzbestimmungen

von Mecklenburg-Vorpommern. Und das

integrierte Entwicklungskonzept für Heiligendamm ist auf

den Ausbau dieser ökologischen Werte abgestimmt.

Heiligendamm bietet ideale Bedingungen für Radsportler,

Läufer und Wanderer: Den Ort umgibt ein ausgedehntes

Netz von Wegen. Der Europa-Radfahrweg führt bereits

durch die Wiesen und Wälder rund um die weiße Stadt.

Nur wenige Autominuten entfernt liegen die alte Residenzstadt

Bad Doberan, das moderne Rostock mit dem

Ostseebad Warnemünde, die Ostseebäder Kühlungsborn

und Rerik mit dem schönen Salzhaff und die Halbinsel

Wustrow. In knapp 40 Minuten erreicht man die idyllische

Hansestadt Wismar mit ihren uralten Kaufmannshäusern,

Kirchen, Brunnen und verträumten Kanälen,

oder Güstrow mit seinem Dom aus dem 13. Jahrhundert

und dem Ernst-Barlach-Museum. Schwerin, die alte

mecklenburgische Residenz zwischen sieben Seen ist

knapp 100 km entfernt. Auf einer Insel im Schweriner

Burgsee steht das berühmte Schloss von Hofbaumeister

Demmler. Gut eine bis anderthalb Stunden entfernt, liegen

die Hansestadt Stralsund mit mittelalterlicher Stadtmauer

und einer Altstadtinsel mit prächtigen Bauwerken

aus Gotik, Renaissance und Barock, die östlichen Seebäder,

die Halbinsel Rügen, der Darß und der Bodden. Wer

Caspar David Friedrich liebt, kann in Greifswald zwei

seiner Gemälde im Original bewundern: Die Silhouette

seiner Geburtsstadt mit ihren drei Kirchtürmen blieb

erhalten – wie auch die Ruinen des Klosters Elena.

Gastronomie

Der Erfolg von Häusern wie der „Traube“ in Tonbach

zeigt: Die Liebe zu einem Hotel geht heute mehr und

mehr auch durch den Magen.

Das Grand Hotel Heiligendamm wird seinen Gästen ein

vielfältiges und breites gastronomisches Angebot unterbrei-


ten. In mehreren Restaurants, Cafés und Bistros kann der

Gast aus einer abwechslungsreichen Küche auswählen: ob

italienische Küche im Golfclubhaus, internationale Spitzenküche,

Fisch und Meeresfrüchte in den Kurhausrestaurants,

Chinesische Küche von Weltklasse wie im China-

Club in Berlin, Wildgerichte und kraftvolle Steaks im

Forsthaus, leichte Kost in den Bistros, Gesundheitskost im

Severin Palais oder gesunde Ayurvedaküche im Ayurveda-

Zentrum. Von der deftig-ländlichen Kost über asiatische

Küche bis zur internationalen Spitzengastronomie werden

sukzessive nahezu alle Geschmacks- und Erlebnisansprüche

in mehr als 8 gastronomischen Einrichtungen mit

unterschiedlichem Ambiente direkt vor Ort erfüllt.

Dabei stehen alle diese Angebote auf sehr gesunden

Grundlagen. Auf dem Gut Vorder Bollhagen wird die

ECH Landwirtschaft nach den Regeln der Natur

betrieben: schonender biologischer Anbau von Getreide

und Gemüse. Rinder, Schweine und Schafe aus eigener,

kontrollierter Zucht. Fischgewässer, Wild aus eigener

Jagd, freilaufende Hühner und Gänse. Was der Hof produziert,

wird in Zukunft an das Grand Hotel Heiligendamm

geliefert. Für einen unverfälschten Genuss und

eine gesunde Ernährung. Beste Zutaten. Gesunde Nahrungsmittel.

Alles spricht dafür, dass die Küchen des

Grand Hotel Heiligendamm ein Naturereignis werden.

Sport & Fitness

Das erste deutsche Seebad war schon immer eine erste

Adresse für sportliche Aktivitäten. 1819 Ballonfahrt. 1823

erste Pferderennbahn auf dem Kontinent. 1874 Golf.

1916 erster deutscher Wasserflugzeugwettbewerb.

Diese Tradition wird fortgesetzt. Wo früher wohlbehütete

Damen Tennis auf den besten Rasenplätzen des

Landes spielten, entsteht ein hochkarätiges Freizeitangebot:

mit Golf, Tennis, Strandleben und Schwimmbad.

Mit Reitschule, Geländeritten, Dressur-Plätzen und

Poloturnieren. Und einem Paradies für Strandläufer,

Wanderer und Radfahrer. Eine Oase für Körper und

Seele – das ganze Jahr.

Nur 5 Kilometer vom Hotelresort entfernt liegt der

hoteleigene Golfplatz Wittenbeck, der demnächst auf 27

43


Löcher erweitert wird. Der Meisterschaftsplatz liegt in

Blickdistanz zur Küste mit atemberaubenden Meerespanoramen

und fügt sich harmonisch in Wald, Wiesen

und Naturlandschaft ein. Hier zu spielen ist Herausforderung

und ein Vergnügen für jeden, der die Küsten

liebt.

Die „Weisse Stadt“ soll weitere Greens von internationalem

Format bekommen: eine 18-Loch-Golfanlage

nach internationalen Turnierkriterien, Pitching Area,

Putting Greens und Bunker sowie ein Clubhaus mit

Restaurant und Bar. Ein 18-Loch-Platz auf der Halbinsel

Wustrow ist in Planung. Drei weitere Golfplätze

in Hohen-Wieschendorf, Tessin und Neuhof sind innerhalb

einer Stunde Fahrzeit erreichbar. Unterschiedliche

Anforderungsprofile der Golfplätze erlauben allen Golfinteressenten

vom Anfänger bis zum Profi abwechslungsreiche

Golferlebnisse.

Übrigens: In keiner anderen Sportart ist die Verzahnung

von Sport und Business so ausgeprägt wie im

Golfsport. Unternehmer und Manager nutzen die Verbindung

von Golf und Tagungen und setzen gesteigerte

Lebensqualität in profitable Perspektiven um.

Seele dieses Golfangebots ist die Hartl-Golf-Akademie.

Entstanden im bayerischen Bad Griesbach, hat diese in

Europa einmalige Golfschule mit mehr als 30.000 Golfschülern

im Jahr und von Golfprofi Bernhard Langer

geplanten Golfplätzen, in den letzten 20 Jahren Weltruf

erlangt. Die A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG

wird von ausgezeichneten Fachleuten mit anerkanntem

Ruf für das Management der Golfschule und der Golfplätze

geleitet. Ausschlaggebend für die Entscheidung

von Alois Hartl nach Heiligendamm zu gehen, war vor

allem die Erkenntnis, dass mit der Errichtung einer

Golfakademie im Norden eine Angebotslücke geschlossen

wird.

Auf den Tennisplätzen von Heiligendamm fanden

internationale Turniere statt. So kehrt auch der weiße

Sport zurück in die „Weisse Stadt“.

44

Die Wiege des deutschen Pferderennsports knüpft wieder

an die große Vergangenheit an: Am 10. August 1997

wurde die älteste Rennbahn des Kontinents zwischen

Heiligendamm und Bad Doberan 175 Jahre alt. Dieses

Jubiläum wurde mit einem einwöchigen Galoppsport-

Meeting auf historischem Grund und Boden gefeiert.

Die Rennwoche findet bereits wieder jedes Jahr statt.

Das Grand Hotel wird ihr den entsprechenden gesellschaftlichen

Rahmen bieten. Die gesamte Anlage wird

vom Bad Doberaner Rennverein nach alten Plänen

rekonstruiert und weiter ausgebaut.

In der benachbarten Domäne Gut Vorder Bollhagen – in

ECH-Besitz – wird das bestehende Gestüt zur Zeit

bereits mit über 50 Pferden zu einem Reitsportzentrum

der Spitzenklasse ausgebaut: Vollblüter aus eigener Zucht,

Stellplätze für Gastpferde. Hier wird es eine Reitschule

geben; Springreiten, Dressur und Turniere. Hier finden

Reiter ein weitläufiges Wegesystem. Und Vereine ein

optimales Gelände für Treffen und Reitertage.

Die Ostsee ist ein hervorragendes Segelrevier, das sich

leicht von Heiligendamm aus erschließen lässt. Die

Marina im benachbarten Kühlungsborn ist schnell


Marina Kühlungsborn

Heiligendamm

erreicht. Das nahe Warnemünde, Rerik und die geplante

Marina auf der Halbinsel Wustrow bieten weitere Liegeplätze

für Motor- und Segelyachten.

Am Strand gibt es eine Schule für Windsurfer, eine Bar

und Beach-Volleyball-Plätze. Und selbstverständlich ist

auch der eigene Strandkorb für Hotelgäste inbegriffen.

Im Severin Palais stehen ein Indoor-Pool und Fitnessräume

zur Verfügung.

Die Jagdleidenschaft der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin

ließ schon 1855 einen Schießstand entstehen.

Wo früher in einer Waldlichtung die Gewehrläufe

auf lebende Tauben gerichtet wurden, steht bereits eine

Sport- und Tontaubenschießanlage, die von den Gästen

des Grand Hotels Heiligendamm genutzt werden kann.

Luftschiffer finden um Heiligendamm beste Windverhältnisse,

wie bereits Professor Reichard 1819 erkannte:

Am 8. August stieg seine flugbegeisterte Frau Wilhelmine

mit einem Heißluftballon auf. In Zukunft wird

hier wieder ein Standort für Ballonfahrer sein.

Im Haus Grand Hotel werden Bridge-Spieler angemessene

Clubräume vorfinden, Ruhe und eine großzügige

Atmosphäre für Turniere wie auch für private Spiele.

Gesundheit & Regeneration

Das reizstarke Bioklima der sog. „Kühlung“ wirkt sich

außerordentlich positiv aus auf die Atemwege, auf Herz

und Kreislauf, auf den Stoffwechsel und auf die Haut. Speziell

für Menschen, die unter Asthma oder Pollenallergien

leiden, empfiehlt sich ein Aufenthalt in Heiligendamm.

Die benachbarte Median-Klinik ist eine Fachklinik mit

den Indikationsgebieten: chronische Atemwegs-, Haut-,

Herz-Kreislauf-Krankheiten und Allergien. Ärztliche

Spezialisten für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde,

Dermatologie, Allergologie, Kardiologie,

klinische Psychologen, erfahrene Therapeuten, leistungs-

fähige Diagnostik- und Therapieabteilungen gewährleisten

eine gute medizinische Betreuung. Die Klinikleistungen

können in vollem Umfang von den Hotelgästen

in Anspruch genommen werden.

In den fünfziger Jahren wurde Heiligendamm zu einem

Kurzentrum für Thalasso- und Hydrotherapie. Es wird

Meeresalgenbäder, Unterwassermassagen und ein medizinisches

Vorsorgeangebot geben.

Heiligendamm wird traditionelle östliche und westliche

Gesundheitsphilosophien mit neuesten Erkenntnissen und

Behandlungsmethoden verbinden. Es entsteht ein eigenes

Ayurveda-Zentrum für Gesundheit und Ernährung.

Ayurveda oder „die Lehre vom langen Leben“, wie es

gern übersetzt wird, ist die älteste Medizinlehre der Welt.

Das über 3000 Jahre alte Gesundheitssystem des indischen

Subkontinents ist eine ganzheitliche medizinische Lehre,

die durch die richtige Ausgewogenheit der Vitalenergien

des Körpers, die optimale Stabilisierung des Menschen mit

sich und der Umwelt sucht. Die Selbstheilungskräfte des

Körpers werden aktiviert und das Gleichgewicht körperlicher

und psychischer Funktionen gesteigert. Die Frische

von Heilkräutern und Ölen sind ein Markenzeichen

ayurvedischer Medizin. Ayurveda breitet sich nicht

zuletzt deshalb heute in vielen Industriestaaten aus und

erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit.

Wellness & Beauty

Heiligendamm gründet seinen guten Ruf auf die heilsame

Wirkung des Wassers und des Klimas. Das Grand Hotel

Heiligendamm wird über richtungweisende Wellness-,

Beauty-, Sauna- und Fitnesseinrichtungen verfügen. Im

Severin Palais entstehen Trainingsräume mit professioneller

Betreuung, ein exklusives Refugium in persönlichen Behandlungsräumen

für Massagen, Reflexologie, Aromatherapie

sowie Gesichts- und Körperbehandlung. Ergänzend zum

breiten medizinischen Angebot soll auch eine Fachklinik für

ästhetisch-kosmetische Chirurgie eingerichtet werden.

45


Konferenzen & Veranstaltungen

Modernste Tagungseinrichtungen in einem historischen,

repräsentativen Ambiente. Kaum ein anderer Ort in

Europa wird die Nachfrage nach „Business not as usual“

so erfüllen wie Heiligendamm. Mitten in der Natur.

Und in Reichweite zweier Weltstädte: Berlin und

Hamburg.

Erfolgreiches Business gedeiht nicht in Hektik und

Stress, wichtige Geschäftsabschlüsse und Verhandlungen

bedürfen eher konzentrierter Ruhe. Ganz gleich, ob

Politik, Wirtschaft oder Kultur – hier ist der angemessene

Rahmen für Verhandlungen auf höchster Ebene.

Und Raum für internationale Entspannung. In Heiligendamm

wird ein „Business-Campus“ entstehen für

Management-Seminare, Unternehmens-Coaching,

Workshops, Incentives und Konferenzen.

Es gibt kaum ein anderes Konferenzzentrum in

Europa, das dieses unmittelbare Nebeneinander von

modernsten Tagungseinrichtungen, historischem

Ambiente, Service der Spitzenklasse, attraktiver Angebotsvielfalt

und unzerstörter Natur bietet. Deshalb und

aufgrund seiner Nähe zur Bundeshauptstadt sowie seiner

sicherheitsstrategischen Vorzüge ist Heiligendamm

auch der ideale Platz für internationale Konferenzen

der Spitzen aus Politik und Diplomatie.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wer ein besonderes

Angebot beruflich schätzen lernt, kommt gern privat

wieder. Und umgekehrt. Das Grand Hotel Heiligendamm

bietet das ganze Jahr jene Ruhe und Geborgenheit,

um jenseits des Tagesgeschäfts Visionen reifen zu

lassen und Entscheidungen zu treffen, die über das

Heute hinausgehen.

46

Die Gäste

Die Trends im Konsum- und Urlaubsverhalten der

Deutschen belegen deutlich zunehmende Qualitätsorientierung

und die Akzeptanz entsprechend hoher Preise

sowie die wachsende Bevorzugung mehrerer Kurzzeiturlaube

gegenüber dem langen Jahresurlaub. In Deutschland

zeichnet sich zunehmend ein Trend hin zu exklusiveren

Zweit- und Drittreisen ab. Gleichzeitig erlebt

,Luxus‘ als Erlebnis eine zunehmende Wertschätzung.

Naturliebhaber. Feinschmecker. Tagungsteilnehmer.

Kulturreisende. Sportinteressierte. Gesundheitssuchende.

Geschäftsleute. Heiligendamm wird zu einem Treffpunkt

der unterschiedlichsten Interessen.


Heiligendamm hat das Potenzial für einen breiten

Kundenkreis:

◆ Anspruchsvolle Urlauber, die Ruhe und Natur suchen

und ihre bevorzugten Sport- und Freizeitvergnügen;

◆ Liebhaber großer Seebäder, großer Häuser und eines

außergewöhnlichen Ambientes;

◆ Wochenendgäste, die aus einem Umkreis von 300 km

kommen. Immer wieder, weil ihnen hier alles geboten

wird, was sie reizt;

◆ internationale Besucher aus aller Welt, insbesondere

von den Kreuzfahrtschiffen aus Rostock, die einen

Abstecher zu einer bewohnbaren Sehenswürdigkeit

machen;

◆ Neugierige und Interessierte, die Heiligendamm aufgrund

der großen Medienbegleitung kennen lernen

möchten;

◆ Teilnehmer internationaler Konferenzen, Tagungen

und Incentive-Tours, die für ihr Treffen einen kultivierten

Rahmen suchen;

◆ Gourmets;

◆ Gesundheitsbewusste;

◆ Golfer mit Stil;

◆ Reiter, die ein paar Tage allerhöchstes Glück genießen

möchten;

◆ Besucher der Bad Doberaner Rennwoche;

◆ Familien, die im historischen Rahmen ihre Feste, ihre

Jubiläen oder – in einer der beiden Kirchen im Wald

von Heiligendamm – Hochzeit feiern möchten;

◆ Location Teams für Foto-, Film- und Fernsehproduktionen

auf der Suche nach Top-Drehorten und der

einzigartigen Filmkulisse Heiligendamm;

◆ nicht zuletzt die Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft,

die zu Vorzugskonditionen ihren Aufenthalt

im Grand Hotel Heiligendamm genießen werden.

◆ U.v.a.m.

Die intensive Berichterstattung über Heiligendamm in

allen Medien hat bereits heute zu einem hohen Bekanntheitsgrad

von Heiligendamm geführt. Seit der Installation

der ARD-Wetterstation, einem computergestützten

System zur Erfassung und Auswertung von Wetterund

Umweltdaten, kann das Wetter von Heiligendamm

im ARD-Morgenmagazin und „Das Wetter im Ersten“

kurz vor 20.00 Uhr präsentiert werden. Die Fernsehpräsenz

zu attraktiven Sendezeiten erhöht die Prominenz

Heiligendamms zusätzlich.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz plant zudem die

„Straße der Backsteinkathedralen“, vergleichbar den

berühmten Reisen entlang der Loire-Schlösser, als neue

Route für den anspruchsvollen Bildungsreisenden. Dieses

Vorhaben lässt sich über die Grenzen Deutschlands

hinaus in eine europäische Dimension weiterentwickeln

und erschließt so internationale Klientel. Das Grand

Hotel Heiligendamm ist der ideale Stützpunkt, um von

dort aus den Erlebnisreichtum Mecklenburg-Vorpommerns

zu erschließen.

Die Vielfalt aus saison- und witterungsunabhängigen

Angeboten schafft ein Ganzjahres-Ziel der Spitzenklasse.

Das moderne Resortangebot und die natürliche

Attraktivität aus Schönheit, Prominenz und Einmaligkeit

Heiligendamms macht es zugleich gegenüber den

übrigen Angeboten an der Ostseeküste konkurrenzlos.

Die professionelle Managementkompetenz und die Verbundvorteile

durch Kempinski stellen sicher, dass diese

Vermarktungspotenziale zielgruppenspezifisch und effizient

genutzt werden. Das historische Gebäudeensemble

bietet das ideale Flair und optimale Voraussetzungen, um

an die Klasse und das Image des Hotel Adlon anknüpfen

zu können und in gewisser Weise zur „Schwester an der

Ostsee“, zum „Adlon on sea“, zu werden.

47


48

Die Wiederbelebung

Heiligendamms: von der Idee

zur Realisierung

Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff anlässlich des

Spatenstichs am 27. Mai 2000: „Uns fehlte bisher das

Flaggschiff im obersten Qualitätssegment, das Mecklenburg-Vorpommern

weit über die Landesgrenzen hinaus

bekannt macht. Diese Lücke wird nunmehr geschlossen.“


Bundeskanzler Gerhard Schröder in seinem Grußwort

zum Spatenstich: „Der heutige Spatenstich in

Heiligendamm ist ein Ereignis, das weit über die so

genannte ,Weisse Stadt am Meer‘ hinaus von

Bedeutung ist.“

Bundespräsident Johannes Rau anlässlich des Richtfests

am 30. November 2001: „Ein so reizvolles Land wie

Mecklenburg-Vorpommern braucht Leuchttürme der

Erneuerung. Das hier kann einer werden.“ und „Ich

komme mit Sicherheit wieder.“

49


Es gab Pläne, die „Weisse Stadt“ Haus

für Haus zu verkaufen. Dieser einfache

Weg wäre unweigerlich mit der Zerstörung

der Geschlossenheit des klassizistischen

Gesamtensembles verbunden

gewesen. Die Fundus-Gruppe präsentierte

hingegen eine viel schwierigere

und komplexere Projektentwicklung, bei

der die Geschlossenheit bewahrt bleibt

und der gesamte Ort sich Schritt für

Schritt wieder zu dem entwickeln kann,

was er einstmals war: das schönste und

mondänste Seebad Deutschlands.

Einstimmig votierten deshalb im Vergabeausschuss

die Bundesregierung, die

Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns,

der Landkreis und die Stadt Bad

Doberan, die Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft,

das Bundesvermögensamt, die

Bodenverwaltungs- und Verwertungsgesellschaft

sowie die Industrie- und Handelskammer,

die Handwerkskammer und

der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband

für die Pläne von FUNDUS.

Seit Anfang 1997 arbeitet die ECH Entwicklungs-Compagnie

Heiligendamm

an dieser Projektentwicklung auf höchstem

Niveau. Gemeinsam mit Historikern,

Denkmalschutz, Umwelt- und

Naturschutz arbeiten namhafte Architekten

daran, ein Stück Kulturgeschichte

zu erhalten und moderne Urlaubsansprüche

zu erfüllen.

Unter behutsamer Rücksichtnahme auf

das von den Architekten Severin – einem

Schüler von Langhans, dem Erbauer des

Brandenburger Tores – und Demmler im

letzten Jahrhundert geschaffene, in

Europa einzigartige Ensemble wurde

von dem international anerkannten

Architekten Robert A. M. Stern ein

ganzheitliches Konzept für die Weiterentwicklung

von Heiligendamm erarbeitet.

Sein New Yorker Architekturbüro

„Robert A. M. Stern Architects“ verfügt

weltweit über höchste Reputation im

Umgang mit klassizistischer Architektur.

Bereits dreimal – 1976, 1980 und 1996 –

hatte er die Ehre, die USA bei der Biennale

in Venedig vertreten zu dürfen.

Die Ausführungsplanung und Innengestaltung

übernehmen in Zusammenarbeit

mit „Robert A. M. Stern Architects“

weitere erfahrene, qualifizierte Architek-

50

ten, Ingenieure und Inneneinrichter, die

bereits für die ebenfalls von FUNDUS

realisierten Hotels „Adlon“ in Berlin und

„Quellenhof“ in Aachen tätig waren: amj

design, Berlin, sowie HPP Hentrich -

Petschnigg & Partner KG,

Düsseldorf/Berlin.

Die Aufgabe, ein visionäres Gesamtkonzept

wie Heiligendamm Stück für Stück

Realität werden zu lassen, hat letztlich

unüberschaubar viele Beteiligte, deren

Anzahl mit dem Konkretisierungsgrad

der Realisierung in der Regel auch

wächst. Wo klassizistische Architektur

mit der Natur verwoben ist, als Kleinod

erhalten und gleichzeitig zu einem Seebad

mit höchstem Komfort für die Menschen

entwickelt wird, ist diese Aufgabe

besonders komplex.

Bauliche Anforderungen, städtebauliche

Wünsche der kommunalen Politik,

Denkmalschutzbelange, Naturschutzerfordernisse

und das Ziel, die Wünsche

und Bedürfnisse der Bewohner und

Gäste des exklusiven Seebades Heiligendamm

bestmöglich zu befriedigen, sind

nur die wichtigsten aus einer ganzen

Fülle von Einflussfaktoren, die den Realisierungsprozess

faktisch bestimmen und

in den seltensten Fällen vorhersehbar

und vom Tisch aus planbar sind. Auch

wenn der Initiator und Entwickler seine

eigenen Vorstellungen nach bestem Wissen

und Gewissen und auch möglichst

konkret beschreibt, werden ständig

Anpassungen erforderlich sein, wie dies

auch seit Auflage des Beteiligungsangebots

geschehen ist. Nicht zuletzt, um das

Angebot, seine Wirtschaftlichkeit und

Ertragsfähigkeit immer weiter zu verbessern.

Gemessen an den Planungen lässt sich

stets das eine anders, schneller oder besser,

das andere nur mit Verzögerung und

Bereitschaft zu vernünftigen Kompromisslösungen

realisieren:

◆ Niemand konnte z. B. vorhersehen,

dass in Heiligendamm Bodendenkmäler

frühmenschlicher Kultur zeitliche

Verzögerungen für den Straßenund

Golfplatzbau erzwingen würden.

Mit dem Erwerb des nur fünf

Kilometer entfernten Golfplatzes in

Wittenbeck wird allerdings jetzt

sichergestellt, dass das Grand Hotel

Heiligendamm trotzdem auch schon

bei seiner Eröffnung als Golfdestination

auf diese wichtige und bevorzugte

Zielgruppe zugreifen kann.

◆ Der Initiator hatte schon früher im

Zuge seiner ständigen Planungsoptimierung

erreichen können, dass entgegen

der Ursprungsplanung ca.

1.000 m 2 zusätzliche Flächen im

Severin Palais gebaut werden durften

und sich dadurch der Wellness- und

Beautybereich noch attraktiver gestalten

ließ.

◆ In diesem Zusammenhang war auch

die Gewinnung weiterer hochwertiger

Tagungsflächen im historischen

Kurhaus durch den Beschluss zum

Bau eines eigenständigen Wirtschaftsgebäudes

für das Hotel möglich

geworden. Zur Finanzierung diente

die im September 2001 beschlossene

Kapitalerhöhung.

◆ Das Freiwerden erheblicher zusätzlicher

öffentlicher Fördermittel nutzten

Mitte des Jahres 2002 Initiator

und Beteiligungsgesellschaft, das

Investitions- und Leistungsspektrum

des Grand Hotel Heiligendamm zu

erweitern und über eine zweite

Kapitalerhöhung zu finanzieren.

Damit konnte die Beteiligungsgesellschaft

die weitere Entwicklung des

gesamten Seebades in ihre eigenen

Hände nehmen und so auf die Hotelbedürfnisse

zuschneiden, dass sich die

Rentabilitätsperspektiven des Beteiligungsangebots

weiter verbessern.

Die Gesamtentwicklung des Projekts

„Seebad Heiligendamm“ wie auch die

Realisierung aller Einzelelemente bleibt

ein ständiger Anpassungsprozess, stets

geprägt von dem Bemühen des Initiators

und Entwicklers um kontinuierliche

Optimierung.

Mit der nunmehr bereits weit fortgeschrittenen

Realisierung des Projekts

entstehen dauerhaft nicht nur in Heiligendamm

zahlreiche neue Arbeitsplätze.

Die gesamte Region an der Ostseeküste

profitiert. Mecklenburg-Vorpommern

wird nach den Worten des Bundeskanzlers

um einen „faszinierenden Anzie-


hungspunkt“ bereichert, „der dem Tourismus

in ganz Deutschland neue

Impulse geben wird“. Ministerpräsident

Dr. Harald Ringstorff anlässlich des

Spatenstichs am 27. Mai 2000: „Uns

fehlte bisher das Flaggschiff im obersten

Qualitätssegment, das Mecklenburg-

Vorpommern weit über die Landesgrenzen

hinaus bekannt macht. Diese Lücke

wird nunmehr geschlossen.“

Die konkrete bauliche Realisierung

begann mit den aufwendigen Entkernungs-

und Fassadensicherungsarbeiten

für die historischen Bestandsgebäude

Burg Hohenzollern, Orangerie, Haus

Mecklenburg, Kurhaus und Haus Grand

Hotel sowie der Erstellung des Rohbaus

für das Severin Palais . Die vielfältigen

und größtenteils ebenfalls anspruchsvollen

Folgearbeiten wurden zügig in

Angriff genommen, so dass schon am

Das ganzheitliche Entwicklungskonzept

geht über die im ersten Schritt

realisierten Maßnahmen hinaus. Nach

der Hoteleröffnung wird jeder Gast

Zeitzeuge der weiteren Stufen, die

Heiligendamm in den Folgejahren

sogar noch über das hinauswachsen

lassen, was es einst war. Der von der

ECH erworbene Grundstücksbestand

bietet hierzu alle Voraussetzungen. Von

dieser Gesamtentwicklung wird das

Grand Hotel Heiligendamm zusätzlich

profitieren. Folgende weitere Projektphasen

außerhalb der Grand Hotel

Heiligendamm GmbH & Co. KG sind

vorgesehen.

Die Kolonnaden hinter der Häuserzeile

am Strand werden so authentisch

wie möglich restauriert und zu einer

ansprechenden Ladengalerie

erweitert.

30.11.2001 Richtfest für das Grand Hotel

Heiligendamm gefeiert werden konnte.

Neben Ministerpräsident Dr. Harald

Ringstorff aus Schwerin war auch

Bundespräsident Johannes Rau eigens

aus Berlin angereist. Er konnte als

besonderer Ehrengast unter den rund

1.000 Geladenen aus allen Teilen

Deutschlands begrüßt werden.

Der Bundespräsident ergriff - entgegen

dem Protokoll – sogar das Wort, mit dem

er sicherlich allen anwesenden Gesellschaftern

aus dem Herzen sprach: „Ein

so reizvolles Land wie Mecklenburg-

Vorpommern braucht Leuchttürme der

Erneuerung. Das hier kann einer werden.

...Wir brauchen mehr Menschen, die

sich nicht auf die Schuhsohlen blicken,

sondern die nach vorn sehen und die

etwas gestalten wollen, indem sie Hand

anlegen, indem sie aus Träumen Rea-

Die denkmalgeschützten Logierhäuser

am Ostseestrand werden liebevoll saniert

werden. Jede der historischen Villen Heiligendamms

hat ihren eigenen Namen,

wie z. B. das klassizistische Landhaus

„Villa Perle“, das spätklassizistische

Logierhaus „Haus Greif“ oder die großherzoglichen

Cottages wie „Haus Krone“

oder das „Marien Cottage“. Durch historisch

getreue Rekonstruktion werden

Domizile einzigartiger Substanz und

Wohnqualität entstehen, die als Eigentum

zu erwerben sind – sowohl einzelne

Wohnungen als auch ein gesamtes Haus.

Eine neue Straße entlastet die „Weisse

Stadt“: lärmgeschützt, weitgehend

abgasfrei und damit noch grüner.

Der Gutshof Vorder Bollhagen wird

von der ECH Entwicklungs-Compagnie

Heiligendamm auf ökologische

lität machen.“ Seine eigene offensichtliche

Begeisterung über Heiligendamm

verführte ihn zu der scherzhaften

Bemerkung: „Weshalb habe ich ein

Ferienhaus an der Nordsee?“ Auf die

Frage, ob er auch nach Heiligendamm

wiederkomme, meinte der Bundespräsident:

„Ich komme mit Sicherheit wieder.“

... vielleicht bereits im kommenden Jahr?

Zwischenzeitlich wurde nämlich mit

Hochdruck weiter gearbeitet bis zum

Sommer 2002 waren die wesentlichen

technischen Installationen vollständig

eingebaut und der Innenausbau konnte

beginnen. Anfang 2003 wird das Grand

Hotel Heiligendamm voraussichtlich

seine ersten Gäste beherbergen und verwöhnen.

Nach der üblichen Anlaufzeit

wird es mit einem „Grand Opening“

feierlich eröffnet und kann voll in die

Sommersaison starten.

Anbaumethoden umgestellt. Als Reitsportzentrum

mit einigen Landhäusern

und Eigentumswohnungen wird er

Liebhaber des Pferdesports besonders

anziehen. Das Gut ist drei Kilometer

vom Grand Hotel Heiligendamm entfernt

und liegt unmittelbar neben der

Galopprennbahn Bad Doberan, der

ältesten auf dem europäischen Kontinent.

In Alt-Heiligendamm ist die Errichtung

von ansprechenden Ferienwohnungen

vorgesehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft entstehen

eine weitere Golfanlage sowie ein

Villenquartier mit Häusern und Wohnungen

als Zweitwohnsitze am Meer.

Das entsprechende Areal liegt nur ca. 1

bis 1,5 km Luftlinie vom Grand Hotel

Heiligendamm entfernt.

51


Hotel Adlon, Berlin

Die FUNDUS-Gruppe Köln/Berlin

ist heute spezialisiert auf Luxushotels,

besonders hochwertigen Einzelhandel

und Büros, edle Wohnungen, Häuser

und Villen. Erste und einzigartige

Lagen, hohe Qualität und Prominenz

bestimmen Premium-Immobilien und

wecken Besitzerstolz. Herausragende

Qualitätsimmobilien mit hohem

Bekanntheitsgrad sind wertvoll und

rar. Und nur wertvolle Immobilien

haben Wertzuwächse. Sie bringen auch

die sichersten Renditen.

Weil genau dies bei vermögenden Kunden

beliebte und gefragte Produkte sind,

konnte FUNDUS mit Luxushotels bis

zur Einführung des Euro bereits fast

eine Milliarde DM umsetzen. Aufgrund

dieser Erfahrung hat FUNDUS

mit dieser hochwertigen und lifestyleorientierten

Produktschiene heute eine

gewisse Alleinstellung im Markt der

Immobilienkapitalanlage erreicht.

Die Konzentration auf Immobilien des

absoluten Top-Levels begann mit dem

Hotel Adlon. Gerade die erfolgreiche

Wiedererrichtung des Hotel Adlon in

Berlin beweist die Aktualität histori-

52

FUNDUS

Erfahrung und Kompetenz in Premium-Immobilien

schen Bewusstseins. Es ist ein weltweit

anerkanntes Hotel der Extraklasse entstanden,

welches nicht nur an die traditionsreiche

Geschichte des „alten“ Adlon

anknüpft, sondern darüber hinaus

höchste qualitative Akzente an einem

einmaligen Ort setzt. Wo Tradition

und Zukunft sich ergänzen, entstehen

Werte von historischer Bedeutung.

So auch beim Parkhotel Quellenhof in

Aachen. Das 1916 errichtete „Palasthotel“

im Aachener Stadtpark direkt neben

dem Kongresszentrum und dem Internationalen

Spielcasino gehörte schon

Anfang des letzten Jahrhunderts zu den

besten Hotels Deutschlands und hat

über Jahrzehnte europäische Hotelkultur

geprägt. Die denkmalgeschützte

Immobilie wurde umfassend saniert

und erweitert, und ist mittlerweile in

den Kreis der führenden Hotels in

Deutschland zurückgekehrt. Das gerade

neu eröffnete „RoyalSpa by Shiseido“

sucht seinesgleichen in ganz Deutschland.

Die FUNDUS-Gruppe, gegründet

1981, kann auf ein Vierteljahrhundert

Erfahrung im Markt der Immobilien-

Kapitalanlage zurückblicken. Sie

beschäftigt heute ca. 180 Mitarbeiter.

FUNDUS bietet mit ihren Geschäftsbereichen

Fonds-Syndikation, Immobilien-Management,

Development und

Treuhandschaft ein umfassendes Leistungsspektrum

für Immobilien und

Immobilieninvestitionen.

Als eine der großen deutschen, unabhängigenImmobilien-Management-Gesellschaften

ist FUNDUS in Deutschland

bundesweit vertreten. Alle Immobilien

werden von FUNDUS selbst gemanagt.

Das Emissionshaus der Gruppe hat bis

heute 34 Gewerbeimmobilienbeteili-

Parkhotel

Quellenhof,

Aachen

gungsangebote mit einem Gesamtinvestitionsvolumen

von rd. € 2 Mrd. emittiert

und am Markt platziert. Hierzu

liegt eine uneingeschränkt testierte

Leistungsbilanz vor. In allen Fällen ist

das vollständig platzierte Gesellschaftskapital

eingezahlt. Alle Investitionspläne

der Gesellschaften gemäß Emissionsprospekt

wurden planmäßig

durchgeführt oder führten zu Kosteneinsparungen

für die Zeichner der

Beteiligungen.


Zum Hotelmarkt in Deutschland

Zum Hotelmarkt in Deutschland

Im Jahr 2001 konnten in Deutschland 107,4 Millionen Gäste

begrüßt werden. Unter den je erzielten Ergebnissen war dies das

zweitbeste Ergebnis. Insbesondere die EXPO hatte in 2000 zu

noch leicht höheren Ausnahmezahlen geführt. Und das von der

Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) ausgerufene „Jahr des

Tourismus 2001“ hat „die Attraktivität des Deutschlandtourismus

weiter verstärkt“ – dieses positive Fazit zog Ursula Schörcher,

Vorsitzende der DZT, bei der Abschluss-Pressekonferenz.

Bei der Zahl der Gästeübernachtungen, dem ökonomisch

entscheidenden Faktor, konnte das gute Vorjahresergebnis noch

leicht übertroffen werden. Insgesamt wurden 326,6 Millionen

Übernachtungen gezählt, das sind 0,1 % mehr als im Jahr 2000.

Wie in den Vorjahren entwickelte sich der Tourismus in den

neuen Ländern besser als im alten Bundesgebiet. 19,7 Millionen

Gäste (+2,2% gegenüber 2000) brachten es auf 61,4 Millionen

Übernachtungen (+3,2%), wohingegen die alten Bundesländer

bei 87,7 Millionen Gästen (-1,5%) und 265,5 Millionen Übernachtungen

(-0,6%) eine Stagnation verzeichneten.

Den höchsten Zuwachs bei den Übernachtungszahlen erzielte

erneut Mecklenburg-Vorpommern (+8,7%). Dort hat sich die

Zahl der Übernachtungen seit 1992 fast verdreifacht und lag

2001 bei 19,8 Millionen. An zweiter Stelle lag 2001 Brandenburg,

das im vergangenen Jahr mit Potsdam der Gastgeber der

Bundesgartenschau (BUGA) war, mit einer Zuwachsrate von

5,3%

Jones Lang LaSalle Hotels, auf die Hotelbranche spezialisierte

Einheit des renommierten und weltweit tätigen Immobilienberatungsunternehmens

Jones Lang LaSalle (JLL), sieht aufgrund

der Ergebnisse ihrer im Frühjahr 2002 veröffentlichten

Umfrage, der „Hotel Investor Sentiment Survey“ (HISS), die

200 der weltweit größten Investoren und Hoteleigentümer

beantwortet haben, auch weiterhin positive Zukunftserwartungen

für den deutschen Hotelmarkt. Deutschland hat einen im

Verhältnis zu anderen Ländern mit 25% geringen Anteil an

internationalen Gästen, so dass Schwankungen nach dem 11.

September eher kurzfristig im Bereich Tagungen und Konferenzen

registriert wurden. Weiterhin hat Europa, angeführt von

Deutschland und Spanien, eine gute Perspektive, ist in der Studie

nachzulesen.

Deutschland wird von den Investoren als „in der frühen

Aufschwungphase“ mit den mittelfristig besten Marktperspektiven

(„top performing markets“) wahrgenommen. Der „internationale

Appetit“ für Hotelprodukte in Deutschland ist groß, aber

internationale Investoren sind mit den typisch deutschen

Marktangeboten mit zwingenden Pachtverträgen nicht sehr

glücklich. Damit sind Immobilien an den Hotelbetreiber langfristig

gebunden und lassen eine Beteiligung am Hotelgewinn nicht

zu, so das aktuelle HISS-Ergebnis. Internationale Anleger

suchen Hotels, in denen sie das operationale Risiko tragen und

daher eine höhere Rendite erzielen können. Laut Einschätzung

der Experten von JLL wird für das Jahr 2002 ein leichter Zuwachs

des Investitionsvolumens erwartet.

Das jährlich erscheinende und mittlerweile schon zum

„Klassiker“ avancierte „Trendgutachten Hospitality“ der renommierten

Münchener Treugast-Unternehmensberatung analysiert

gezielt für Deutschland die langfristigen Trends, teilweise auf

unterschiedliche strategische Gruppen in der Hotellerie bezogen.

Heiligendamm ist dabei der Kategorie „individueller Luxusanbieter“

plus 4-5-Sterne-Kettenhotellerie zuzuordnen, was

positive Synergieeffekte zur Folge hat.

Im Trendgutachten 2001/2002 werden selbstverständlich

vor allem auch die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11.

September 2001 beleuchtet, die aber in erster Linie die Stadthotellerie

mit großem Anteil ausländischer Gäste betrifft. Insgesamt

prognostiziert Treugast ab Mitte/Ende 2002 für individuelle

Luxusanbieter eine „nachhaltige Erholung der Nachfrage. ... Der

Nachholeffekt wird in dieser strategischen Gruppe erfahrungsgemäß

überdurchschnittlich hoch sein.“ Für den gleichen Zeitraum

rechnet Treugast auch in der Gruppe der 4-5-Sterne-Kettenhotellerie

mit dem Einsetzen des „Aufwärtstrends“. Das

bedeutet, dass das Grand Hotel Heiligendamm 2003 genau in

die Aufschwungphase hinein startet.

Viel bedeutsamer aber sind die langfristigen Einschätzungen.

Erneut bestätigt Treugast in seinem neuesten Trendgutachten:

„Langfristig profitiert der individuelle Luxusanbieter von der

kontinuierlich steigenden Wertschätzung der angebotenen Qualität.“

Und auch die gehobenen Ketten halten laut Treugast

langfristig ihre Position in Deutschland.

Die insgesamt langfristig vorteilhafte Bewertung der Spitzenhotellerie

im Treugast-Gutachten ist keine „Eintagsfliege“.

Für die Dauerhaftigkeit besonders guter Erfolgsperspektiven

spricht nämlich, dass sie durch sehr langfristige Trends veränderter

Reisegewohnheiten und Konsumverhaltens strukturell fundiert

sind. Auch von Treugast schon im unmittelbarenVorgängergutachten

ausgemachte ökonomisch-gesellschaftliche Megatrends

sprechen für die anhaltende Stabilität der erkannten

Verhaltensänderungen: Eiine mit jährlich weit über € 200 Milliarden

Erbschafts-/ Schenkungsvolumen bedachte Erbengeneration

wächst heran; sie ist konsumfreudiger, marken- und qualitätsbewusster

als die Sparergeneration und kann sich ihre

besonderen Ansprüche auch leisten.

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Treugast-Analysen,

wobei sich das Gutachten 2000/2001 sehr stark mit langfristigen

Trends bei Reisegewohnheiten und Konsumverhalten beschäftigt

hat, während das Trendgutachten 2001/2002 stark im Zeichen

der angenommenen Auswirkungen der Konjunkturabkühlung

seit Anfang 2001 und der Terroranschläge vom September 2001

steht, die aber im Wesentlichen vorübergehender Natur sind:

◆ Deutsche Hotellerie: Erholung auf breiter Front

Für die Hotellerie wird ab Mitte/Ende 2002 eine allgemeine

Erholung erwartet. Nach einer Detailauswertung des Statistischen

Bundesamtes, die nur alle 4–5 Jahre durchgeführt

wird, waren die Kapazitätszuwächse deutlich geringer ausgefallen

als noch Mitte/Ende der 90er Jahre prognostiziert.

Damit relativiert sich zugleich der von vielen Medien

beklagte Angebotsboom in der Hotellerie. Grundsätzlich

wird das Kapazitätswachstum vor dem Hintergrund der

erwarteten deutlichen Erholungstendenzen aus gesamtdeutscher

Sicht als positiv und gesund bewertet. So zeigt die

53


54

durchschnittliche Betriebsgröße der neuen Player von rund

250 Betten, dass die notwendigen „economies of scale“

erreicht werden, um eine leistungsfähige Kommunikations-,

Distributions- und Freizeitinfrastruktur zu schaffen.

Im aktuellen Trendgutachten wird das verstärkte Bewusstsein

der Konsumenten zu Qualität und Marken ausdrücklich

bestätigt.

◆ „Deutschland wandelt sich zum Kurzurlaubsland“

Schon 2000/2001 stellte Treugast fest: es werden verstärkt

mehrere Kurzurlaube dem langen Jahresurlaub vorgezogen.

Nur mehr ein Drittel der Bevölkerung (34 %) hält am Prinzip

der längeren Urlaubsreise fest. Alle übrigen verkürzen die

Reisedauer. Die inländischen Feriengebiete sind davon am

meisten betroffen. Seebäder verzeichneten ein Gästeplus

von 4,9 %, dem höchsten bei Urlaubs- und Ferienreisen.

2001/2002 heißt es: „Bei den Reisezielen der Deutschen setzen

sich die Trends fort. Im Inland gewinnen die Küstengebiete

(Nordseeküste + 6 %, Ostsee-Feriengebiete + 6 %)

gegenüber Gebirgsregionen (Ost-, Oberbayern und Allgäu –

3 %). Bayern hat zwischen 1991 und 2000 seinen Marktanteil

bei Inlandszielen mehr als halbiert (auf 5 %), auch die

Nordsee hat verloren und liegt heute gleichauf mit der Ostsee

bei 6 %. Deutschland etabliert sich insgesamt als Reiseziel

für den Zweit- und Dritturlaub.

◆ „Der neue Trend im Tourismus heißt „Luxese“ –

Luxus als Erlebnis

„Mal Luxus, mal Askese“, „mal Sparen, mal Verschwenden“,

„Verzicht auf das Mittelmaß, aber nicht Verzicht auf das

Luxusgut Urlaubsreise“ – so beschreibt Treugast die neuen

Ansprüche, die folgerichtig dem Verhalten „lieber kürzer,

dafür öfter rund ums Jahr“ entsprechen. Luxus als Erlebnis

erhält zunehmende Wertschätzung.

◆ „Wellness – ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe“

Vor allem Frauen mit überdurchschnittlichem Einkommen

und gesteigertem Körperbewusstsein geben dieser Entwicklung

einen enormen Aufschwung. Insgesamt geht im Wellnessbereich

der Trend hin zu Kurzreisen. Wichtiger als die

Destination sind in diesem Bereich die Qualität und der Service

des Anbieters, war der Befund des Trendgutachtens

2000/2001, auf das Treugast selbst sich auch in seinem

neuesten beruft. „Die Branche ist sich sicher und die Zeichen

stehen gut“ heißt es dort. „Der Anteil der Wellness-

Reisen als Haupturlaub am gesamten Reiseaufkommen der

Deutschen liegt 2000 bei rund 7 Mio. Reisen (11,4 % der

Gesamtreisen, + ca. 30 % gegenüber 1999). Der Wellness-

Ausflug als Kurzreise von zwei bis vier Tagen ist ebenso weiter

auf dem Vormarsch... Als Garant für eine langanhaltende

Attraktivität des Wellness-Marktes gilt der gesellschaftliche

Wertewandel, demzufolge Erfolg und Gesundheit unmittelbar

zusammengehören. Die Wohlstandsgesellschaft mutiert

zur Wohlfühlgesellschaft.“

◆ Dauerhafter Zuwachs ausländischer Gäste

Bereits zum siebten Mal hintereinander konnte Treugast bei

den Übernachtungen ausländischer Gäste eine Zunahme

(+10,9 % 2000 gegenüber Vorjahr) registrieren. Bei professioneller

Vermarktung werden die Wachstumspotenziale

neben den klassischen internationalen Geschäftsreisen insbesondere

in den Segmenten Kongress- und Tagungsreisen,

Städtetourismus sowie Beauty- und Wellnessreisen gesehen.

Den größten Teil dieser Übernachtungszuwächse dürfte weiterhin

die 4-5-Sterne-Kettenhotellerie absorbieren, wobei

Treugast für die festgestellte steigende Nachfrage nach Beauty-

und Wellnessreisen aus dem Ausland auf die Konkurrenz

mit einigen individuellen Luxusanbietern hinweist.

◆ „Deutsche Tagungshotellerie genießt hohes

Ansehen“

Die Treugast-Recherchen ergaben schon 2000/2001, dass

Deutschland in der Rangliste der beliebtesten Tagungs- und

Kongressstandorte weit oben steht und die Tagungshotellerie

hohes Ansehen genießt. Die Kongress- und Tagungsreisen

dürften weiter für gute Ergebnisentwicklung sorgen.

Auch 2001/2002 bestätigt Treugast die gute Prognose und

weist auf das gute Preis-Leistungsverhältnis in Deutschland

hin. Interessanterweise hat sich die Zahl der Tagungen seit

1994 nahezu verdoppelt, obwohl auch hier technisches

Gerät (Videokonferenz, Internet, Netmeetings etc.) längst

für „Konkurrenz“ sorgt. Für die weiteren langfristigen Erwartungen

sind folgende Ausführungen im neuesten Trendgutachten

von besonderer Bedeutung: „Die wachsende Internationalität

der Märkte und Globalisierung erfordert mehr

fokussierte und organisierte Kommunikation. Die Motivation

der Mitarbeiter muss gleichzeitig gefördert und das Teambuilding

unterstützt werden. Das Zusammenwachsen der

Volkswirtschaften in Europa und der rasant wachsende

Informationsaustausch der EU-Länder untereinander

erhöhen die kommerziellen Aktivitäten und die Kommunikation

gleichermaßen. Diese Entwicklungen werden das

Tagungs- und Kongressreisesegment in Deutschland und

Europa unabhängiger und krisenfester machen.“

◆ „Urlaubsreisen: kürzere Aufenthalte bei erhöhten

Qualitätsansprüchen“

Treugast konstatiert auch aktuell, dass die Deutschen „nach

wie vor zu den unermüdlichsten und zahlungskräftigsten

Touristen in der Welt zählen.“ Deutschland stellt auch mit

29% der Urlaubsreisen die häufigste Destination der Deutschen

dar (vor Spanien mit 14,2%). Der große Anteil speist

sich aus Zweit- oder Dritturlauben zwischendurch. Schon im

Vorgängergutachten hatte Treugast festgestellt: Der allgemeine

Trend geht in die Richtung, immer öfter immer kürzer

Urlaub zu machen. Die heutige Nachfragegeneration hat ein

(lifestyleorientiertes) Reiseverhalten mit höheren Qualitätserwartungen

und Ansprüchen. So wird der Trend zur Individualisierung

und zum Eigenerlebnis immer deutlicher. Kürzere

Aufenthalte bei erhöhten Qualitätsansprüchen werden

immer beliebter.

Unterstützend wirken die Faktoren, dass vermehrt Senioren

ihre Zeit zum Reisen nutzen. Anders als früher ist hierzu

auch genügend Einkommen und Vermögen vorhanden. Insgesamt

existiert eine größere Bereitschaft, in kürzerer Zeit

mehr Geld auszugeben. Erlebnis steht im Vordergrund, so

die Treugast-Studie.

◆ Individuelle Luxusanbieter profitieren besonders

Luxus als Erlebnis – insbesondere in Kombination mit

Wellness – liegt im Trend. Der individuelle Luxusanbieter

profitiert von der ansteigenden Wertschätzung der angebotenen

Qualität. Durch ihren vergleichsweise hohen

Bekanntheitsgrad kommt dieser Gruppe zusätzlich der Trend

des sich verstärkenden Markenbewusstseins zugute. Aufgrund

des hohen Anteils fixer Kosten innerhalb dieser Grup-


pe steigen bei höheren Erträgen auch die Gewinne entsprechend

überproportional.

◆ Kettenhotellerie 4-5-Sterne schöpft besonders

internationales Potenzial ab

Treugast bescheinigt der gehobenen Kettenhotellerie, langfristig

ihre Position halten bzw. noch weiter zulegen zu können.

Besonders die international agierenden Gesellschaften

werden einen großen Teil der erwarteten Zunahme des innereuropäischen

Städte- und Leisure-Tourismus absorbieren

können, da sich das deutsche Preisniveau im europäischen

Vergleich als recht günstig darstellt. Mit der Erweiterung der

EU Richtung Osten werden in den Headquarters der internationalen

Konzerne die strategischen Schwerpunkte

zunehmend nach Deutschland verlagert. Treugast hatte

schon im Gutachten 2000/2001 darauf hingewiesen, dass im

europäischen Vergleich die deutschen Zimmerraten um

40 % bis 60 % niedriger sind und der internationale Gast

insbesondere auch deutlich höhere Zimmerraten akzeptiert.

◆ Individueller Luxusanbieter: „Interessante

Abschöpfungsgewinne“

Der individuelle Luxusanbieter wird langfristig von einer

Reihe günstiger Wirkungsfaktoren profitieren können.

Treugast zählt dazu den Anstieg des Einkommens aus Kapitalvermögen,

welches zunehmend von der Sparergeneration in

die konsumfreudigeren Hände der Erben übergeht und beobachtet

auch bei den Senioren eine abnehmende Sparneigung.

Mit der Einführung des Euro werden zunehmend die deutlich

niedrigeren durchschnittlichen Zimmerpreise der deutschen

Luxushotellerie im europäischen Vergleich transparent und

bewusst. Hiervon wird der individuelle Luxusanbieter in Form

eines höheren „Leisure-Tourismus“ aus den europäischen

Nachbarländern profitieren können. Insofern prophezeit

Treugast im Gutachten 2000/2001 mit der Einführung des

Euro dem individuellen Luxusanbieter interessante „Abschöpfungsgewinne“.

In Deutschland zeichnet sich zunehmend ein

Trend hin zu exklusiveren Zweit- und Drittreisen ab. Gleichzeitig

findet „Luxus“ als Erlebnis eine zunehmende Wertschätzung.

Langfristig werden in Deutschland im Luxussegment

Wachstumspotenziale gesehen. Der Erfolg des Investments ist

in engem Zusammenhang mit der Qualität des Top-Managements

rsp. dem Know-how der Betreiber zu sehen.

Zum Hotelmarkt in Deutschland

◆ Kettenhotellerie 4-5-Sterne: „Blue Chip für

Investments“

Die Kettenhotellerie wird langfristig von mehreren positiven

Faktoren profitieren. Trotz Standortdebatte verlagern

sich in Europa nicht nur die politischen Schwerpunkte

zunehmend nach Deutschland. Treugast sieht die gehobene

Kettenhotellerie in Deutschland insbesondere einen großen

Teil der erwarteten Zunahme des innereuropäischen Städteund

Leisure-Tourismus absorbieren, da sich das Preisniveau

im europäischen Vergleich als recht günstig darstellt.

Treugast weist auch im Gutachten 2001/2002 erneut ausdrücklich

auf Vorteile hin, wenn bei einem 1A-Standort,

einem schlüssigen Gesamtkonzept, einer betriebswirtschaftlich

ausreichenden Betriebsgröße (ab 120 bis 150 Zimmern)

und einer geeigneten lokalen Markt- und Wettbewerbssituation

einer performance-orientierten Vertragsform der üblichen

Pachtvertragslösung der Vorrang gegeben wird.

Bereits Anfang 2001 hatte Treugast das Konzept des Grand

Hotel Heiligendamm auf der Basis ihres „Trendgutachten Hospitality“

(Ausgabe 2000/2001) einem Rating unterzogen. Das

Gesamtergebnis lautet: „Die Gesamtbewertung der Analysten

für das Vorhaben ,Grand Hotel Heiligendamm‘ ergibt A+.

Damit gehört das Vorhaben ohne Zweifel zu den so genannten

,Blue Chips‘, d. h. zu den Investitionen mit deutlich überdurchschnittlicher

Sicherheit.“

Treugast hat im Dezember 2001 im Hinblick auf die Folgewirkungen

der Terroranschläge in den USA vom 11. September

2001 für die Einschätzung des Hotelmarktes ein aktuelles

Amendment zu diesem Gesamtergebnis verfasst. Danach betreffen

negative Effekte „vorrangig die Stadthotellerie und nicht die

Resorthotellerie im 5-Sterne-Luxussegment“. Die „kontinuierlich

steigende Wertschätzung der (in Heiligendamm) angebotenen

Qualität“, die „wachsende Gruppe der ,Großeinkommensempfänger‘

in Deutschland“ und das „wieder ansteigende internationale

Leisure-Geschäft“ lasse „ein nachhaltiges Wachstum

dieses Segments“ erwarten. Treugast-Fazit vom 14.12.2001: „Vor

diesem Hintergrund hat die Gesamtbewertung der Analysten für

das Vorhaben Grand Hotel Heiligendamm für die Zeit nach

2002 weiterhin nachhaltigen Bestand.“

Nach alledem gibt es keine Zweifel: Heiligendamm ist ein

„Konzept mit Zukunft“ – für die Gäste und für die Investoren in

das Beteiligungsangebot „Grand Hotel Heiligendamm“.

55


U NTERNEHMERISCHE B ETEILIGUNG

Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG bietet eine

unternehmerische Beteiligung und erzielt gewerbliche Einkünfte.

Der Anleger ist an den Chancen und Risiken seiner Investition

gleichermaßen beteiligt. Wer die Vorteile einer solchen Beteiligung

nutzen will, muss sich selbstverständlich auch über das

Wagnis dieses unternehmerischen Engagements im Klaren sein.

Die Erzielung gewerblicher Einkünfte ermöglicht die Inanspruchnahme

der Investitionszuschüsse in Höhe von über € 40

Mio. aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln zur Verbesserung der

regionalen Wirtschaftsstruktur. Der Zuschuss bedeutet für jeden

Zeichner einen von der öffentlichen Hand gewährten sofortigen

Vermögenszuwachs in Höhe von rd. 21 % seiner Beteiligung.

Dies wäre bei der Einkunftsart Vermietung & Verpachtung nicht

möglich.

Die von Kempinski als zutreffend und plausibel eingeschätzte

Hotelbetriebsergebnisprognose ist Grundlage der Prognoserechnung.

Auch wenn jede Prognose naturgemäß mit Unsicherheiten

verbunden ist und keine Garantie für ihren Eintritt übernommen

werden kann, ist der Prospektherausgeber der Überzeugung,

dass die Chancen die Risiken bei weitem übertreffen.

V ORTEILE DES M ANAGEMENTVERTRAGS

Das Grand Hotel Heiligendamm wird im Namen und für Rechnung

der Beteiligungsgesellschaft betrieben. Der Hotelbetrieb

selber wird auf der Grundlage eines Managementvertrags durch

die Kempinski AG geführt. Die A. Hartl Resort AG & Co. Holding

KG übernimmt die Betriebsführung der Golfanlage in Wittenbeck.

Nur ein Managementvertrag ermöglicht es dem Anleger, die

spezifischen Ertragsmöglichkeiten des Hotelgeschäfts und die

daraus resultierenden besonderen Chancen eines Resorthotels

dieser Qualität für sich zu nutzen:

◆ Logisumsätze, die nach Deckung der fixen und variablen

Hotelbetriebskosten anfallen (break even), steigern den

Reingewinn des Hotelbetriebs überproportional.

Eine über die Annahmen der Prognoserechnung hinausgehende,

zusätzliche Auslastung führt bei Erzielung des prognostizierten

Zimmerpreises lediglich zu einer geringen

Erhöhung der variablen Kosten. Über die Kostendeckung

(break even) hinaus erzielte Logisumsätze sind dadurch zu

ca. 75 bis 80 % Reingewinn. Ein höherer Zimmerpreis als

unterstellt führt hingegen bei Erreichen der prognostizierten

Auslastung zu einer vergleichsweise geringeren Erhöhung

der variablen Kosten und erhöht so zu rd. 90 % das Nettobetriebsergebnis.

Höhere Auslastungsquoten und/oder höhere Zimmerpreise

als in der Prognoserechnung unterstellt, ermöglichen damit

höhere Ausschüttungen.

◆ In Resorthotels ist ein Zimmer durchschnittlich mit 1,7 Personen

belegt – man reist vorwiegend zu Zweit. Bei den

primär von Geschäftsreisenden genutzten Stadthotels liegt

die durchschnittliche Zimmerbelegung bei 1,2 Personen.

56

Der Hotelerfolg

Bei dem für das Jahr 2003 in Übereinstimmung mit Kempinski

prognostizierten durchschnittlichen Netto-Zimmerpreis

von € 215,– beläuft sich daher der durchschnittliche

pro Person zu zahlende Preis im Resorthotel auf rund

€ 126,–. Bei einem Stadthotel würde bei gleichem Zimmerpreis

jede Person durchschnittlich mit € 179,– belastet.

Durch die höhere durchschnittliche Zimmerbelegung in

Resorthotels ist damit der pro Gast zu zahlende Preis deutlich

günstiger als im Stadthotel.

Aus der höheren Zimmerbelegungsdichte ergeben sich

zwangsläufig gegenüber Stadthotels auch deutlich höhere

Gastronomieumsätze pro Zimmer. 1,7 Personen in einem

Resorthotel verzehren immer mehr als 1,2 Personen in

einem Stadthotel pro Tag.

Die Aufenthaltsdauer pro Gast ist in Resorthotels mit

durchschnittlich 5 Tagen wesentlich länger als bei Stadthotels

mit nur 1,5 Tagen. Für die Auslastung eines Resorthotels

sind daher wesentlich weniger Gäste erforderlich als in

Stadthotels.

Heiligendamm verfügt im Gegensatz z. B. zu reinen Beach-,

Golf- oder Ski-Resorts über ein wesentlich breiteres Angebot.

Außer Bergsteigen und Skilaufen ist fast alles möglich.

Zahlreiche Sport- & Fitness-, Freizeit- & Fun-, Wellness- &

Beauty- und Gesundheitsangebote sowie erstklassige Konferenz-

und Tagungseinrichtungen erhöhen die Aufenthaltsdauer

pro Gast. Sie führen zu einer weitgehenden saisonund

witterungsunabhängigen und damit ganzjährigen Belegung.

Dies wird durch die hohen Belegungsquoten von rund

90 % der führenden deutschen Ferienhotels der „Traube“ in

Tonbach und des „Bareiss“ in Baiersbronn eindrucksvoll

bestätigt.

◆ Das Preisniveau deutscher Spitzenhotels liegt im europäischen

Vergleich zum Teil um mehr als 50 % unter dem der

ausländischen. Mit Einführung des Euro werden zunehmend

auch für internationale Gäste die Hotelpreise transparent

und direkt vergleichbar. Es gibt daher die begründete Erwartung,

dass das deutsche Preisniveau sich dem der übrigen

europäischen Länder angleichen wird.

◆ Zusätzliche Attraktivität gewinnt das Grand Hotel Heiligendamm

u. a. langfristig durch den Bau des vornehmen Villenquartiers

und Ausbau des Gutes Vorder Bollhagen zu einem

modernen Reitsportzentrum. Das einzigartige Profil Heiligendamms

und die einmalige Möglichkeit, die Entwicklung fast

eines ganzen Ortes ständig optimieren zu können, ist Garant

für die Chance des Anlegers, das Grand Hotel Heiligendamm

im absoluten Spitzenbereich zu etablieren und vielleicht nicht

nur das erste Haus Deutschlands, sondern Europas zu werden.

Dies verdeutlicht die Vorteilhaftigkeit eines Managementvertrags

gegenüber einem Pachtvertrag gerade jetzt, wo sich die

deutsche Spitzenhotellerie im langfristigen Aufwärtstrend befindet.

Auch die Münchener Treugast-Unternehmensberatung

weist in ihrem „Trendgutachten Hospitality“ auf die Vorteilhaftigkeit

des Managementvertrags unter folgenden Voraussetzungen

hin:


Der Hotelerfolg

57


◆ 1A-Standort

◆ schlüssiges Gesamtkonzept

◆ ausreichende Betriebsgröße – je nach Konzeption ab 120 bis

150 Zimmereinheiten –

◆ vorteilhafte lokale Wettbewerbssituation

Das Grand Hotel Heiligendamm erfüllt alle diese Voraussetzungen.

Während bei einem Pachtvertrag die beschriebenen Ertragspotenziale

des Hotelbetriebs beim Pächter verbleiben, kann beim

Managementvertrag der Anleger die aus ihnen resultierenden

kräftigen Zusatzgewinne fast vollständig für sich verbuchen. Und

dies ist der Charme unternehmerischen Hotelengagements.

D ER M ANAGEMENTVERTRAG MIT DER

K EMPINSKI AG

Die Beteiligungsgesellschaft hat die Kempinski AG mit dem

Management des Grand Hotel Heiligendamm beauftragt. Diese

Managementvereinbarung beinhaltet Verträge zur Betriebsführung,

Regelungen zur hotelfachlichen Beratung sowie zu Voreröffnungsleistungen.

Der Vertrag über hoteltechnische Dienste regelt die Leistungen

der Kempinski AG in der Vorprojektphase. Kempinski wird

die Beteiligungsgesellschaft bei der Konzeption, Planung und

während der Bauzeit hotelfachlich beraten und dafür Sorge tragen,

dass das Hotel gemäß den Kempinski-Standards zu einem

Luxus-Ferienhotel ausgestaltet wird.

Die Kempinski AG und die Beteiligungsgesellschaft werden

gemeinsam einen Eröffnungstermin festlegen. In der so genannten

Voreröffnungsphase ist die Kempinski AG verpflichtet, im

Namen und auf Rechnung der Beteiligungsgesellschaft alles Notwendige

zu unternehmen, um das Grand Hotel positiv am Markt

einzuführen. Hierzu zählen insbesondere Aktivitäten für Marketing,

Personal und für die allgemeine Betriebsorganisation.

Für ihre Dienstleistungen ab Eröffnung des Grand Hotels wird

die Kempinski AG von der Beteiligungsgesellschaft nach dem

Managementvertrag ein umsatzbezogenes Honorar in Höhe von

3 % der jährlichen Bruttoerträge, d. h. aller Erlöse aus dem Hotelbetrieb

mit Ausnahme des Spielbetriebs der Golfanlage in Wittenbeck,

und ein ergebnisbezogenes Honorar ab dem zweiten vollen

Betriebsjahr in Höhe von 10 % des Bruttobetriebsergebnisses,

ebenfalls mit Ausnahme des Spielbetriebs der Golfanlage in Wittenbeck,

erhalten. Unter Bruttobetriebsergebnis sind die Bruttoerträge

abzüglich der Betriebsaufwendungen zu verstehen.

Der Managementvertrag wurde auf eine erste Dauer von 13

Kalenderjahren ab Eröffnungsdatum geschlossen. Danach verlängert

sich dieses Vertragsverhältnis für zwei aufeinander folgende

Perioden um jeweils 5 Jahre, falls es nicht von der Beteiligungsgesellschaft

oder der Kempinski AG zuvor gekündigt worden

ist. Nach Ablauf der zweiten fünf Jahre verlängert sich der

Vertrag um drei aufeinander folgende Zeiträume von jeweils drei

Jahren, es sei denn, dass einer der beiden Vertragsparteien dies

zuvor gekündigt hat.

Die von Kempinski international betriebenen Ferienresorts

auf dem üblichen hohen Qualitätsniveau erzielen überproportionale

Zimmerpreise. Dieses Potenzial wird neben dem qualifizierten

Management für Heiligendamm durch den Euro verstärkt

werden.

Das Grand Hotel Heiligendamm richtet sich an eine ähnliche

Klientel und wird ein noch attraktiveres Angebot bieten.

Ein Großteil dieser Klientel wird nach einer knapp zwei- bis

dreistündigen Autofahrt ihr Ziel Heiligendamm erreichen und

58

Entspannung und Erholung genießen. Das Grand Hotel Heiligendamm

eignet sich für alle Zielgruppen, die das hohe Image,

die Lage direkt am Meer, die geplanten Einrichtungen und die

gute Erreichbarkeit aus Berlin und Hamburg hoch ansehen.

V ORLAUFAKTIVITÄTEN ZUM

G RAND H OTEL H EILIGENDAMM

Um eine optimale Einführung des Grand Hotel Heiligendamm

am Markt zu gewährleisten, arbeitet die Kempinski Gruppe seit

Anfang 2001 intensiv an der Vorbereitung der Hoteleröffnung.

Künftiger Hoteldirektor wird Herr Thomas Klippstein, der

bereits für weltbedeutende Hotels wie das Grand Hotel Europe

in St. Petersburg und das Ciragan Kempinski in Istanbul erfolgreich

tätig war. Seine Hotellaufbahn startete der gebürtige

Rostocker 1978 in seiner Heimatstadt im Hotel Neptun. Es ist

ein Glücksfall, mit Herrn Klippstein nicht nur einen erfahrenen

und ausgewiesenen Fachmann, sondern auch noch ein „Kind

der Region“ für die Aufgabe des Hoteldirektors gewonnen zu

haben.

Das Management Team wird verstärkt durch Herrn Konrad

von Braunschweig. Der gebürtige Königsteiner verantwortet den

Bereich Marketing sowie die Akquisition und Betreuung neuer

Kunden. Herr von Braunschweig verfügt über langjährige Erfahrung

in der Tourismus-Branche und war u.a. für das Kempinski

Taschenberg Palais in Dresden tätig.

Im Bereich der Vermarktung wurden von Kempinski u.a.

bereits folgende Aktivitäten initiiert:

◆ Aufbereitung der Informationen für Verkaufsaussagen

◆ Erstellung des Pre-Opening Budgets

◆ Aufbau einer eigenen Kundendatei

◆ Gestaltung eines einheitlichen Erscheinungsbildes und des

Logos

◆ Realisierung eines ersten visuellen Auftritts (start up-Flyer

und Pre-Opening Broschüre)

◆ Mailings und Präsentationen des Grand Hotel Heiligendamm

und Heiligendamms bei Großkunden, der Kempinski

Verkaufsmannschaft, Tourismusverbänden etc.

◆ Erarbeitung eines detaillierten Aktionsplanes für Verkaufsund

Marketing-Aktivitäten

◆ VIP-Kundenveranstaltung zur Internationalen Tourismusbörse

ITB 2003 im Hotel Adlon

Die nachfolgenden Fakten illustrieren deutlich die Akquisitionskraft

der Kempinski-Gruppe auch für das Grand Hotel Heiligendamm.

Das Portfolio von Kempinski Hotels & Resorts

umfasst derzeit 31 Hotels in 14 Ländern. Davon befinden sich 11

Häuser in Deutschland. Jedes dieser Häuser ist mit seiner Verkaufsabteilung

Repräsentant aller Hotels der Gesellschaft in seinem

jeweiligen Markt. Darüber hinaus garantieren die Verkaufsbüros

in New York, Los Angeles, London, Paris und Mailand die

optimale Betreuung internationaler Kunden der wichtigsten

Metropolen. Zusätzlich stehen in den Städten Frankfurt, Düsseldorf,

Stuttgart, Hamburg und München hochqualifizierte Key

Account Manager den wichtigsten Kunden der Gesellschaft als

Partner zur Seite. Die Key Account Manager vertreten die Interessen

sämtlicher Kempinski Hotels & Resorts in ihren jeweiligen

Märkten und sind somit auch für das Grand Hotel Heiligendamm

vitaler Partner auf dem Weg zum Erfolg.

Die einheitliche Corporate Identity garantiert den weltweiten

Wiedererkennungswert einer starken Marke. Der einheitliche

Auftritt der Gesellschaft wird unterstützt von den „Concierge-Programmen“,

den weltweit gültigen Serviceangeboten für


die verschiedensten Zielgruppen. Kempinski Hotels & Resorts

verfügt über ein weltweites Netz gebührenfrei erreichbarer

Reservierungszentralen und kann über das Internet und über

sämtliche elektronischen Kanäle der Reisebranche gebucht werden.

Bereits seit dem Sommer vergangenen Jahres wird das Grand

Hotel Heiligendamm insbesondere durch die Key Account

Manager intensiv vermarktet. Im März 2002 wurde pünktlich

zur ITB in Berlin mit der Einstellung des Verkaufs- und Marketingdirektors

der Grundstein für die eigene Verkaufs- und Marketing-Abteilung

des Grand Hotels gelegt.

Die Betreuung des Grand Hotel Heiligendamm in Fragen

der PR- und Öffentlichkeitsarbeit hat die darauf spezialisierte

renommierte PR-Agentur Wilde & Partner aus München übernommen.

Sie wird das Grand Hotel mit einer großen Presse- und

Werbekampagne der breiten Öffentlichkeit vorstellen und als

traditionsreiches und führendes deutsches Resorthotel am Markt

platzieren.

In den kommenden Monaten wird die vertragliche Basis für

die Kooperation mit den entscheidenden Vertriebspartnern vereinbart.

Fest steht bereits eine Marketingkooperation mit TUI,

DER und Airtours, welche an prominenter Stelle Heiligen-

Der Hotelerfolg

damm herausheben. Parallel dazu wird das wachsende Verkaufsteam

mit einer Vielzahl identifizierter und qualifizierter

potenzieller Kunden in Kontakt treten. Im Herbst folgen verschiedene

zielgruppengenaue Mailingaktionen und Verkaufsveranstaltungen

unter Einbeziehung der Partner von Kempinski

Hotels & Resorts, wie z. B. American Express, Sixt, Lufthansa,

BMW etc.

59


Die Investition und Finanzierung

Mittelverwendung in EURO in %

1. Bauträgerkaufpreis Grand Hotel – ECH 115.909.869,47 49,94

2. Einrichtung Grand Hotel – ECH 12.398.828,12 5,34

3. Erweiterung 1 Nachtrag zum Bauträgerkaufvertrag – ECH 14.175.567,41 6,11

4. Erweiterung 1 Einrichtung – ECH 999.575,63 0,43

5. Erweiterung 2 Bauträgerkaufpreise inkl. Einrichtung für

◆ Ayurveda-Zentrum – ECH 8.448.587,00 3,64

◆ Fürstenhof – ECH 11.828.022,00 5,10

◆ Konferenzzentrum – ECH 5.069.152,00 2,18

◆ Parkplatzanlage – ECH 2.556.459,00 1,10

◆ Tennisanlage – ECH 1.086.496,00 0,47

◆ Golfanlage – GHW 6.902.441,00 2,97

◆ Golfclubhaus / Italienisches Restaurant – GHW 8.448.587,00 3,64

◆ Kid’s-Club – ECH 1.816.446,00 0,78

◆ Gartenwirtschaft mit Abenteuerspielplatz – ECH 2.957.006,00 1,27

6. Erweiterung 2 Elektrowagen-Flotte 153.387,56 0,07

7. Pre-Opening / Technical Assistance 2.650.406,73 1,14

8. Treuhandschaft – J&P 1.994.469,13 0,86

9. Steuerberatung – J&P 1.150.309,12 0,50

10. Eigenkapital-Beschaffung – FFV 15.345.454,89 6,61

11. Projektierung – FFV 2.301.618,23 0,99

12. Geschäftsbesorgung –FFV 2.301.618,23 0,99

13. Komplementärvergütung 51.129,19 0,02

14. Liquiditätsreserve 3.661.514,86 1,59

15. Sonstiges 9.876.649,49 4,26

Summe 232.083.594,06 100,00

Mittelherkunft in EURO in %

Gründungskapital 40.903,35 0,02

Emissionskapital 191.779.096,65 82,63

Investitionszuschuss Grand Hotel 25.564.594,06 11,02

Investitionszuschuss Erweiterungen 14.699.000,00 6,33

Summe 232.083.594,06 100,00

Das Eigenkapital erhöht sich um ein Agio in Höhe von Euro 9.591.000,00

das für weitere Eigenkapitalbeschaffungskosten verwendet wird.

60


M ITTELHERKUNFT

Eigenkapital

Das geplante Kommanditkapital der Gesellschaft beträgt bis zu

€ 191,82 Mio. Die Finanzierung der Beteiligungsgesellschaft ausschließlich

mit Einlagen der Gesellschafter und öffentlichen

Zuschüssen in Höhe von rd. € 40,3 Mio., d. h. der Verzicht auf

die Aufnahme von langfristigen Fremdmitteln, ist ein wesentliches

Sicherheitsmerkmal dieses Beteiligungsangebotes.

Gewährung von Investitionszuschüssen aus Mitteln der

Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen

Wirtschaftsstruktur“

Der Beteiligungsgesellschaft – Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. KG – wurden Investitionszuschüsse in Höhe von

€ 40.263.594,06 bewilligt.

M ITTELVERWENDUNG

Bauträgerkaufpreis Hotel

Der Kaufpreis für den Erwerb, die Durchführung der Modernisierung

und Kernsanierung der Altbauten, die bauliche Umgestaltung

der Orangerie sowie der Neubau des Severin Palais zur Nutzung

als Luxushotelanlage wurde zwischen der Beteiligungsgesellschaft

und der ECH Entwicklungs-Compagnie GmbH & Co.

KG (ECH) in einem Bauträgerkaufvertrag zum Festpreis von €

115.909.869,47 zzgl. Umsatzsteuer vereinbart.

Einrichtung Hotel

Die Ausstattung des Grand Hotel Heiligendamm mit Inventar

und Zubehör liefert die ECH zum Festpreis in Höhe von

€ 12.398.828,12 zzgl. Umsatzsteuer.

Erweiterung 1

Die Gesellschafterversammlung hat am 6. September 2001 eine

Erweiterung des Grand Hotel Heiligendamm um insgesamt

4.885 m 2 beschlossen. Davon entfallen rund 3.085 m 2 BGF auf

die Hotelgebäude und rd. 1.800 m 2 BGF auf ein eigenständiges

neues Wirtschaftsgebäude. Die Beteiligungsgesellschaft wird mit

der ECH für den Erwerb des zusätzlichen Grundstücks und die

Errichtung des Wirtschaftsgebäudes und der Erweiterungsflächen

einschließlich Einrichtung durch einen Nachtrag zum

Bauträgerkaufvertrag einen Pauschal- und Festpreis in Höhe von

€ 15.175.143,04 zzgl. Umsatzsteuer vereinbaren.

Erweiterung 2

Die Gesellschafterversammlung hat am 13. Juli 2002 die zusätzliche

Erweiterung des Grand Hotel Heiligendamm um die im

Investitionsplan einzeln aufgeführten saisonverlängernden

Maßnahmen beschlossen. Die Beteiligungsgesellschaft wird mit

der ECH und der GHW Golf- und Hotelresort Wittenbeck KG

(GHW) entsprechend des jeweiligen Platzierungsstandes Bauträgerkaufverträge

zu Pauschal- und Festpreisen zzgl. Umsatzsteuer

vereinbaren.

Der Preis der ECH inklusive Grundstück, Gebäude und Einrichtung

beträgt für den Kid’s-Club pauschal € 1.816.446,-,

für das Ayurveda-Zentrum € 8.448.587,-, den Fürstenhof

€ 11.828.022,-, das Konferenzzentrum € 5.069.152,-, die Gartenwirtschaft

€ 2.957.006,- und die Parkplatzanlage € 2.556.459,jeweils

zzgl. Umsatzsteuer. Die Tennisanlage bietet die ECH für

pauschal € 1.086.496,- zzgl. Umsatzsteuer an.

Als Kaufpreis für die Errichtung der 27-Loch-Meisterschafts-

Die Investition und Finanzierung

Golfanlage in Wittenbeck einschließlich Grundstück und entsprechender

golfspezifischer Einrichtungen wurden zwischen der

Beteiligungsgesellschaft und der GHW pauschal € 6.902.441,zzgl.

Umsatzsteuer vereinbart. Die schlüsselfertige Errichtung des

Golfclubhauses und des italienischen Restaurants bietet die

GHW einschließlich Grundstück, Gebäude und Einrichtung für

pauschal € 8.448.587,- zzgl. Umsatzsteuer an.

Darüber hinaus hat die Beteiligungsgesellschaft die

Anschaffung einer Elektrowagen-Flotte für € 153.387,56 zzgl.

Umsatzsteuer beschlossen.

Pre-Opening-Budget/Technical Assistance

Der Beteiligungsgesellschaft stehen für Pre-Opening-Kosten

(z. B. Voreröffnungswerbung, Verkaufspromotion, Schaffung der

Betriebsorganisation, Personalauswahl, Einrichtung des

Rechnungswesens etc.) insgesamt € 2.400.406,73 zzgl. Umsatzsteuer

zur Verfügung. Dieses Budget wird für die Beteiligungsgesellschaft

von Kempinski verwaltet.

Für ihre hotelfachlichen Planungs- und Betreuungsleistungen

erhält Kempinksi auf der Grundlage eines Technical-Assistance-Vertrages

insgesamt € 250.000,– zzgl. Umsatzsteuer.

Treuhandschaft und Steuerberatung

Im Investitionsplan der Beteiligungsgesellschaft sind die Vergütungen

für die Steuerberatung durch die Treuhandgesellschaft

Jagdfeld und Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH sowie

deren Treuhandvergütung in Höhe von insgesamt

€ 3.144.778,25 zzgl. Umsatzsteuer enthalten.

Eigenkapitalbeschaffung, Projektierung, Geschäftsbesorgung

Die Beteiligungsgesellschaft hat mit der FUNDUS FONDS-Verwaltungen

GmbH Verträge geschlossen, in denen für die von

FUNDUS zu erbringenden Leistungen, die im Investitionsplan

ausgewiesenen Vergütungen vereinbart wurden. Bei einer Veräußerung

der Fondsimmobilien erhält FUNDUS für ihre Tätigkeit

beim Verkauf eine Vergütung von 2 % des Verkaufspreises

zzgl. Umsatzsteuer.

Komplementär

Die Komplementärin, eine juristische Person, ist als Organ der

Gesellschaft zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft

verpflichtet. Sie ist berechtigt, für Rechnung und im

Namen der Gesellschaft Dritte mit Geschäftsführungsaufgaben

zu betrauen. Sie hat mit der Beauftragung der FUNDUS

FONDS-Verwaltungen GmbH zur Geschäftsbesorgung, die

nicht das Hotelmanagement umfasst, von diesem Recht

Gebrauch gemacht. Die Vergütung der Komplementärin beläuft

sich auf eine Einmalvergütung von € 51.129,19 zzgl. Umsatzsteuer

und auf eine laufende Vergütung von € 15.338,76,– zzgl.

Umsatzsteuer ab dem Jahre 2003, welche jährlich unter Berücksichtigung

des Anstiegs der Lebenshaltungskosten angepasst

wird. Soweit das erzielte Nettobetriebsergebnis p. a. den in der

nachfolgenden Tabelle wiedergegebenen Wert für das betreffende

Jahr übersteigt, erhält die Komplementärin als zusätzliche

Vergütung 10 % von dem erzielten Mehrbetrag. Im Falle eines

Verkaufs des Grand Hotel Heiligendamm erhält die Komplementärin

eine Sondervergütung in Höhe von 10 % des Mehrerlöses,

um den der Veräußerungserlös die Summe der Investitionskosten

von bis zu rd. € 232 Mio. übersteigt. Daneben erhalten

die Komplementärin und der Treuhandkommanditist für

ihre Tätigkeit bei der Verwertung des Gesellschaftsvermögens

bzw. der Auflösung der Gesellschaft eine zusätzliche Vergütung

von insgesamt 1 % des Verkaufserlöses der Fondsimmobilien.

61


Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der erfolgsabhängigen

Komplementärvergütung (siehe § 18 Ziffer 2 des Gesellschaftsvertrages

auf Seite 91)

Jahr Nettobetriebs- Jahr Nettobetriebsergebnis

in T€ ergebnis in T€

2003 4.756

2004 5.081

2005 6.707

2006 7.226

2007 7.991

2008 8.491

2009 8.870

2010 9.237

2011 9.582

2012 9.877

2013 10.145

62

2014 10.346

2015 10.686

2016 10.889

2017 11.130

2018 11.485

2019 11.746

2020 12.005

2021 12.380

2022 12.652

2023 12.933

Der Kaufpreis

Die Beteiligungsgesellschaft verfügt nach Kauf über ca.

864.674 m 2 Grund und Boden und ca. 42.353 m 2 Bruttogrundfläche

(BGF). Der Kaufpreis* pro m 2 BGF ermittelt sich wie

folgt:

Sonstiges

Hierunter fallen neben der Grunderwerbsteuer Gebühren für

Jahresabschlussprüfungen, Notar- und Gerichtskosten, Handelsregistereintragungen,

nicht abzugsfähige Vorsteuern etc. Der

Inhalt der Leistungsverträge ist näher im Kapitel „Grundstücksund

Leistungsverträge“ beschrieben.

Mittelverwendung in €** je m 2 BGF (netto) in %

Neue und neuwertige Gebäude inkl. Grund und Boden,

Außenanlagen und inkl. aller Planungsleistungen und

Sanierung der historischen Substanz und Einrichtung 4.298,44 82,91

Grunderwerbsteuer, Notar-, Gerichtskosten,

nicht abzugsfähige Vorsteuern, Sonstiges 218,99 4,22

Pre-Opening und Technical Assistance 59,69 1,15

Liquiditätsreserve 82,47 1,59

Zwischensumme 4.659,59 89,87

Treuhandschaft und Steuerberatung 70,83 1,37

Eigenkapitalbeschaffung, Fondsprojektierung, Geschäftsbesorgung,

Komplementärvergütung etc. 453,90 8,76

Gesamtinvestitionskosten 5.184,32 100,00

* ohne die Kaufpreise für die Golfplatzflächen, die Parkplatz- und Tennisanlage sowie der Elektrowagen-Flotte und anteiliger

Gemeinkosten in Höhe von insgesamt rd. € 12,5 Mio. bzw. 5,4 % des Gesamtinvestitionsvolumens.

** exklusive Agio


D IE G EBÄUDE IM Ü BERBLICK

Die Investition und Finanzierung

Gebäude Funktionen Anzahl Bruttogrund-

Suiten / Zimmer fläche in m 2 ca.*)

Grand Hotel Hotelrezeption, Hotelhalle, Bibliothek, American Bar,

Bridgeraum, Verwaltungsräume, Zimmer/Suiten

50 4.799

Severin Palais Zimmer/Suiten, Swimmingpool, Bar, kleine Rezeption,

Fitness- und Massageraum, Solarium, Saunen, Liege- und

Ruheräume, Beauty-Behandlungsräume, Whirlpool, Hamam,

Dampfbäder, Caldarium, Saline

75 8.838

Kurhaus Konferenzfoyer, Konferenz-/Tagungsräume, Ballsaal,

Restaurant, Bistro/Café, Küche, Verwaltungs-, Lagerund

Nebenräume

0 6.488

Haus Mecklenburg Zimmer/Suiten 52 5.220

Burg Hohenzollern Zimmer/Suiten 21 2.740

Orangerie Zimmer/Suiten, Ladenflächen 27 3.338

Haus Brahn Kid’s-Club, Spiel- und Aufenthaltsräume, kleine Küche 0 430

Ayurveda-Zentrum Lobby, Rezeption, Behandlungs-, Yoga- und Meditationsräume,

Restaurant, Küche, Labor- und Ölkochküche, Shop, Ruhe-,

Sozial- und Lagerräume

0 2.000

Fürstenhof Zimmer, kleine Rezeption, Frühstücksraum, kleine Küche,

Sozial-, Lager- und Nebenräume

35 2.800

Konferenzzentrum Konferenzsaal, Konferenzräume, kleine Rezeption, kleine

Küche, Nebenräume

0 1.200

Gartenwirtschaft Restaurant, Abenteuer- und Kinderspielplatz, Minigolfanlage 0 700

Golf-Clubhaus Clubhaus-Gastronomie, Italienisches Restaurant, Rezeption,

Proshop, Caddy-, Sozial-, Umkleide-, Küchen-, Kühl- und

Lagerräume

0 2.000

Wirtschaftsgebäude Verwaltungsräume, Anlieferung, Entsorgung, Küche, Kühlräume,

Kantine, Sozial-, Lager-, Technik- und Nebenräume

0 1.800

Summe 260 ca. 42.353

*) berechnet nach DIN 277 (Planungsstand: Juli 2002). Die Bruttogrundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen

eines Bauwerks. Nicht dazu gehören die Grundflächen von nicht nutzbaren Dachflächen und von konstruktiv bedingten Hohlräumen.

Für die Berechnung sind die äußeren Maße der Bauteile einschließlich Bekleidung in Fußbodenhöhe anzusetzen.

Z IMMERSPIEGEL

Gebäude des Lage Gesamtanzahl davon davon Anzahl Ø Zimmer-

Grand Hotels Suiten / Zimmer Suiten Zimmer Balkone/ größen NGF*)

Terrassen in m 2

Grand Hotel 1. bis 3. OG 50 14 36 21 42

Severin Palais 1. bis 5. OG 75 19 56 56 51

Haus Mecklenburg EG, 1. bis 3. OG 52 43 9 22 50

Burg Hohenzollern EG, 1. bis 2. OG 21 9 12 16 58

Orangerie EG, 1. OG, DG 27 22 5 28 67

Fürstenhof 1. bis. 3. OG, DG 35 0 35 7 42

Summe 260 107 153 150 50

*) berechnet nach DIN 277 (Planungsstand: Juli 2002). Die Nettogrundfläche ist die Summe der nutzbaren, zwischen den aufgehenden

Bauten befindlichen Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks. Balkon- und Terrassenflächen sind voll angerechnet.

Gegenüber dem Planungsstand vom Juli 2002 können sich im Zuge von Planungsoptimierungen Änderungen ergeben.

63


Die Beteiligungsgesellschaft betreibt das Grand Hotel Heiligendamm

mit allen Einrichtungen in eigener Verantwortung und für

eigene Rechnung. Das Hotelmanagement sowie das Management

des Ayurveda-Zentrums, des Kid’s-Clubs, der Gartenwirtschaft, der

Parkplatz- und Tennisanlage sowie der Gastronomie im Golfclubhaus

und im Italienischem Restaurant erfolgt im Auftrag und für

Rechnung der Beteiligungsgesellschaft – wie dargestellt – durch

die Kempinski AG. Das Management des Golfplatzangebots

erfolgt im Auftrag und für Rechnung der Beteiligungsgesellschaft

64

Die Ertragschancen

I. Prognose der Betriebsergebnisse (in T€) für den Zeitraum 2002 – 2023

Betriebsjahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

1. Nettozimmerpreis in € 215 220 226 231 237 243 249

2. Zimmerbelegung (in Prozent) 61% 69% 74% 75% 76% 76% 76%

Umsätze

3. Logis 8.103 12.470 15.840 16.456 17.092 17.519 17.957

4. Gastronomie 5.144 7.916 12.133 13.106 13.964 14.530 15.047

5. Nebenbetriebe und sonstige Umsätze 734 1.130 5.061 5.742 6.896 7.519 8.068

6. Gesamtumsatz 13.981 21.516 33.034 35.304 37.951 39.568 41.072

Kosten

7. Personal 4.289 6.173 9.837 10.239 10.665 10.972 11.417

8. Direkt 1.106 1.681 2.460 2.617 2.757 2.854 2.955

9. Wareneinsatz 1.301 1.974 3.483 3.802 4.097 4.284 4.455

10. Energie 467 681 1.058 1.113 1.181 1.232 1.281

11. Managementgebühren 419 645 975 1.036 1.095 1.134 1.170

12. Erfolgsabhängige Mangementgebühren 0 834 1.147 1.216 1.326 1.388 1.454

13. Instandhaltung, Reparaturen, Rücklagen 271 702 1.616 2.047 2.219 2.357 2.459

14. Sonstige Kosten 877 1.312 2.449 2.624 2.923 3.079 3.236

15. Gesamte Kosten 8.731 14.002 23.025 24.694 26.263 27.300 28.427

16. Nettobetriebsergebnis 5.250 7.514 10.009 10.610 11.688 12.268 12.645

II. Prognose für die Beteiligungsgesellschaft (in T€) für den Zeitraum 2002 – 2023 – voraussichtliche Liquiditätsentwicklung

Betriebsjahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

1. Nettobetriebsergebnis (s. I.16.) 0 5.250 7.514 10.009 10.610 11.688 12.268 12.645

2. Einnahmen Ladeneinheiten 0 115 118 121 124 127 130 133

3. Guthabenzinsen 250 157 353 461 447 444 436 421

4. Einnahmen 250 5.522 7.985 10.591 11.180 12.259 12.834 13.199

5. Kosten der Beteiligungsgesellschaft 0 612 815 976 1.045 1.104 1.148 1.186

6. Gewerbesteuer 0 0 54 243 321 475 558 606

7. Liquider Überschuss 250 4.910 7.116 9.371 9.814 10.679 11.129 11.407

8. Ausschüttung in T€ 0 0 11.509 11.509 11.509 11.509 11.509 11.509

9. Ausschüttung in % des Eigenkapitals (∑ 133,50%) 0,00 0,00 6,00 6,00 6,00 6,00 6,00 6,00

10. Steueranrechnung gem. § 35 EStG 0 0 28 125 165 244 287 312

11. Steueranrechnung in % v. Eigenkapital 0,00 0,00 0,01 0,07 0,09 0,13 0,15 0,16

12. Ausschüttung inkl. Steueranrechnung 0 0 11.537 11.634 11.674 11.753 11.796 11.821

13. Ausschüttung inkl. Steueranrechnung in % v. Eigenkapital 0,00 0,00 6,01 6,07 6,09 6,13 6,15 6,16

14. Liquiditätsreserve 3.206 10.039 5.647 3.508 1.814 984 603 501

III. Prognose der voraussichtlichen steuerlichen Ergebnisse (in T€)

Betriebsjahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

1. Liquider Überschuss (s. II.6.) 250 4.910 7.116 9.371 9.814 10.679 11.129 11.407

2. ./. Abschreibung 0 4.990 6.664 8.088 8.088 8.088 8.062 8.062

3. ./. andere Betriebsausgaben 13.368 0 0 0 0 0 0 0

4. Steuerliches Ergebnis –13.118 –80 453 1.283 1.726 2.591 3.066 3.344

5. Steuerliches Ergebnis in % des Eigenkapitals (∑ 50,7 %) – 6,84 – 0,04 0,24 0,67 0,90 1,35 1,60 1,74

6. Stand Kapitalkonto in % des Eigenkapitals 98,16 98,12 92,36 87,02 81,92 77,28 72,87 68,62

EDV-bedingt sind Rundungsdifferenzen möglich.

Die Prognoserechnungen

durch die A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG. Die Beteiligungsgesellschaft

und damit jeder Gesellschafter als deren Mitunternehmer

tragen daher die Chancen und Risiken aus dem Hotelbetrieb

und dem Betrieb der weiteren Einrichtungen.

Das unternehmerische Beteiligungskonzept und die Managementverträge

eröffnen dem Anleger alle Chancen, die spezifischen

Ertragsmöglichkeiten der Resorthotellerie und die besonderen

Chancen des Grand Hotel Heiligendamm mit seinen Einrichtungen

durch seine Alleinstellung zu nutzen.


Die Prognose der Betriebsergebnisse des Grand Hotel Heiligendamm

hat die FUNDUS Hotelentwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft

mbH, Köln, im Auftrag der FUNDUS FONDS-

Verwaltungen GmbH, Köln, erstellt. Die Erfolgsaussichten, insbesondere

die zugrunde liegende Berechnung der Betriebsergebnisse,

wurden von der Kempinski AG als verantwortlicher Managementgesellschaft

als zutreffend und plausibel eingeschätzt.

Aufbau und Gliederung der Berechnungen basieren auf dem

in der Hotellerie international anerkannten „Uniform System of

Accounts for Hotels“. Die Eckdaten der Prognose der Betriebsergebnisse

sind in der Tabelle in ihrem Kerngehalt unter I. wiedergegeben

und in die Prognoserechnung für die Beteiligungsgesellschaft

unter II. eingeflossen.

Die anfänglich zur Ausschüttung zur Verfügung stehende

Liquidität beträgt für 2004 ca. 6 % und steigt nach Maßgabe der

Die Ertragschancen

Prognoseprämissen auf 8 % p. a. im Jahr 2023. Während des

gesamten Prognosezeitraums bleiben die ersten ca. 4 % der jährlichen

Ausschüttungen aufgrund der Abschreibungen steuerfrei.

Die Prämissen der Prognoserechnung bilden jedoch nicht

das gesamte Ertragspotenzial ab. Der günstige Investitionszeitpunkt,

das einzigartige Profil Heiligendamms, das hohe Ausstattungsniveau

und die saison- und witterungsunabhängige Angebotsvielfalt

bieten der Beteiligungsgesellschaft vielmehr beste

Voraussetzungen zur Erzielung von Spitzenpreisen und Spitzenbelegungen.

Alternativrechnungen mit höheren Zimmerpreisen und

Auslastungsquoten als in der Prognoserechnung unterstellt verdeutlichen,

dass sich bei Eintritt dieser Prämissen Ausschüttungsperspektiven

von 10 % p.a. und mehr ergeben. Siehe hierzu

insbesondere die Sensitivitätsanalyse auf Seite 69.

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

255 262 268 275 282 289 296 303 311 319 327 335 343 352

76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76% 76%

18.406 18.866 19.338 19.821 20.317 20.825 21.345 21.879 22.426 22.987 23.561 24.150 24.754 25.373

15.521 15.953 16.365 16.783 17.211 17.642 18.083 18.535 18.998 19.473 19.960 20.459 20.970 21.495

8.549 8.994 9.362 9.576 9.762 10.115 10.291 10.464 10.829 11.020 11.221 11.600 11.795 11.995

42.476 43.813 45.066 46.181 47.290 48.582 49.719 50.878 52.253 53.480 54.742 56.209 57.520 58.863

11.753 12.070 12.388 12.715 13.050 13.376 13.710 14.053 14.405 14.765 15.134 15.512 15.900 16.297

3.052 3.143 3.224 3.307 3.391 3.476 3.563 3.652 3.743 3.837 3.933 4.031 4.132 4.235

4.612 4.757 4.895 5.022 5.150 5.288 5.414 5.542 5.689 5.825 5.965 6.122 6.267 6.416

1.326 1.368 1.408 1.443 1.478 1.518 1.554 1.590 1.633 1.671 1.711 1.757 1.798 1.840

1.205 1.238 1.270 1.302 1.336 1.368 1.402 1.436 1.471 1.507 1.544 1.582 1.621 1.660

1.506 1.561 1.607 1.621 1.653 1.697 1.734 1.771 1.819 1.856 1.891 1.944 1.986 2.030

2.547 2.634 2.712 2.780 2.869 2.949 3.061 3.129 3.217 3.290 3.366 3.459 3.537 3.617

3.368 3.522 3.644 3.742 3.814 3.932 4.010 4.087 4.211 4.294 4.381 4.511 4.599 4.687

29.368 30.292 31.147 31.931 32.741 33.605 34.447 35.261 36.188 37.047 37.924 38.918 39.839 40.783

13.108 13.521 13.918 14.250 14.550 14.977 15.272 15.617 16.065 16.433 16.818 17.291 17.680 18.080

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

13.108 13.521 13.918 14.250 14.550 14.977 15.272 15.617 16.065 16.433 16.818 17.291 17.680 18.080

137 140 144 147 151 154 159 163 167 171 175 179 184 189

411 405 403 403 410 418 424 431 439 446 452 461 470 446

13.656 14.067 14.465 14.800 15.110 15.549 15.855 16.210 16.671 17.051 17.445 17.932 18.334 18.715

1.234 1.257 1.285 1.291 1.318 1.342 1.373 1.405 1.432 1.465 1.495 1.527 1.563 1.624

667 725 781 1.027 1.106 1.204 1.246 1.295 1.385 1.447 1.553 1.621 1.677 1.722

11.755 12.084 12.398 12.483 12.687 13.003 13.237 13.510 13.854 14.139 14.397 14.784 15.094 15.369

11.509 11.989 11.989 12.468 12.468 12.948 12.948 13.427 13.907 14.386 14.386 14.386 14.866 15.346

6,00 6,25 6,25 6,50 6,50 6,75 6,75 7,00 7,25 7,50 7,50 7,50 7,75 8,00

343 373 402 528 569 619 641 666 712 744 799 834 862 885

0,18 0,19 0,21 0,28 0,30 0,32 0,33 0,35 0,37 0,39 0,42 0,43 0,45 0,46

11.852 12.362 12.391 12.996 13.037 13.567 13.589 14.093 14.619 15.131 15.185 15.220 15.728 16.231

6,18 6,44 6,46 6,78 6,80 7,07 7,08 7,35 7,62 7,89 7,92 7,93 8,20 8,46

746 841 1.251 1.265 1.484 1.539 1.827 1.910 1.857 1.610 1.621 2.018 2.246 2.270

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

11.755 12.084 12.398 12.483 12.687 13.003 13.237 13.510 13.854 14.139 14.397 14.784 15.094 15.369

8.062 8.062 8.062 6.728 6.481 6.234 6.234 6.234 6.065 6.003 5.656 5.656 5.656 5.656

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

3.692 4.021 4.336 5.755 6.206 6.769 7.003 7.277 7.789 8.137 8.742 9.128 9.438 9.714

1,92 2,10 2,26 3,00 3,24 3,53 3,65 3,79 4,06 4,24 4,56 4,76 4,92 5,06

64,54 60,39 56,40 52,90 49,63 46,41 43,31 40,11 36,92 33,66 30,72 27,98 25,15 22,21

65


Erläuterungen zu den Prognoserechnungen

I. PROGNOSE DER B ETRIEBSERGEBNISSE

N ETTOBETRIEBSERGEBNIS

Das Nettobetriebsergebnis basiert auf der Annahme, dass alle

Erweiterungsmaßnahmen realisiert wurden. Es wurde aus den

folgenden Betrieben ermittelt:

◆ Grand Hotel Heiligendamm mit 225 Zimmern, ab 2005 mit

insgesamt 260 Zimmern (Erweiterung um 35 Zimmer im

Fürstenhof) und Konferenzzentrum mit Parkplatzanlage

◆ Golfanlage Wittenbeck mit Clubhaus und eigener Gastronomie

sowie einem auf gehobenem Niveau geführten Italienischen

Restaurant ab 2005

◆ Ayurveda-Zentrum ab 2005

◆ Kid’s-Club im Haus Brahn ab 2005

◆ Gartenwirtschaft mit Abenteuerspielplatz ab 2005

◆ Tennisanlage ab 2005

Sollten zu Beginn des Jahres 2005 noch nicht alle Komponenten

realisiert worden sein, hätte das entsprechende Auswirkungen

auf das Nettobetriebesergebnis.

Die ausführlichen und einzelnen Betriebsergebnisprognosen

werden auf Seite 64 f. unter I. zusammengefasst dargestellt. Die

Systematik dieser ausführlichen Ergebnisprognosen entspricht

im Wesentlichen der international im Beherbergungsgewerbe

üblichen Darstellungsweise der Deckungsbeitragsrechnung nach

dem „Uniform System of Accounts for the Lodging Industry“.

Dort wird von folgenden Abteilungen ausgegangen:

◆ Logis

◆ Gastronomie

◆ Nebenbetriebe und sonstige Umsätze

Die Erträge aus Übernachtungen wurden dem Logis zugeordnet,

die Einnahmen aus Verpflegung (Speisen und Getränke)

aller Einrichtungen der Gastronomie. Alle anderen Einnahmen

sind in den Nebenbetrieben erfasst worden. Neben Umsätzen

aus Telefon, Wäsche und sonstigen Serviceleistungen sind hier

vor allem die Einnahmen aus den Betriebseinrichtungen des

Golfens (Green-Fee-Gebühr, Golf-Stunden, Mitgliederbeiträge,

Pro-Shop), dem Abenteuerspielplatz an der Gartenwirtschaft

(Einnahmen aus Fahr- und Spielgeschäft), dem Ayurveda-Zentrum

(Behandlungen und Produktverkauf), den Tennisplätzen

(Nutzungsgebühr und Lehrer), dem Konferenzzentrum (Nutzungsgebühr),

dem Kid´s-Club (Tagesbetreuung) und der Parkplatzanlage

(Parkplatzgebühren) enthalten. Bei der Berechnung

wurden die Synergien zwischen den einzelnen Betrieben und

dem bestehenden Hotel berücksichtigt. Kosteneinsparungen

werden in den Gemeinkosten und im Personal erwartet.

Bei den Ermittlungen der Abteilungsergebnisse werden

jeweils nur die Umsatzerlöse der einzelnen Abteilungen und die

direkt zurechenbaren Aufwendungen berücksichtigt. Die

danach verbleibenden Abteilungsergebnisse stellen die

Deckungsbeiträge dar, die die einzelnen Abteilungen unter

anderem zur Deckung der Gemeinkosten leisten.

Die Berechnungen der hotelnahen Bereiche (Erweiterung um

35 Zimmer, Konferenzzentrum, Parkplatzanlage, Gastronomiebetriebe

und Kid´s-Club) wurden durch die FUNDUS Hotelent-

66

wicklungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH erstellt und plausibilisiert.

Die Kempinski AG als verantwortliche Managementgesellschaft

teilt die Prognose der Betriebsergebnisse und dahinterstehenden

Annahmen und schätzt sie als zutreffend und plausibel

ein. Die Berechnungen für das Ayurveda-Zentrum, die Golfund

Tennisanlage, basieren auf einer Studie der „Golf & Tourism

Consulting“ und wurden von der FUNDUS Hotelentwicklungsund

Verwaltungsgesellschaft mbH erstellt und plausibilisiert.

Der Prospektherausgeber unterstellt in den Prognoserechnungen

eine jährliche Geldentwertungsrate von 2,5 %. Dies

führt zu einer nominalen jährlichen Ergebniserhöhung in gleicher

Höhe, da Umsatzerlöse wie Kosten um die angesetzte Geldentwertungsrate

steigen. Inwieweit die Einführung des Euro die

zukünftigen Inflationsraten beeinflussen wird, ist noch ungewiss.

Der zukünftige Inflationsverlauf führt, soweit er von der zugrunde

gelegten Annahme einer durchschnittlichen Inflationsrate in

Höhe von 2,5 % abweicht, zu einer abweichenden Entwicklung

der Prognosedaten und damit der prognostizierten Ausschüttungen.

Im folgenden werden die einzelnen Annahmen bzw. Plausibilisierungen

zusammengefasst.

Logis

Zu den wesentlichen Einflussgrößen für den Erfolg eines Hotels

gehören der durchschnittlich erzielbare Netto-Zimmerpreis, die

jährliche Belegungsquote und die Personal- und Sachkosten. Für

das Grand Hotel Heiligendamm wird laut der Prognose der

Betriebsergebnisse ab dem 1. Betriebsjahr bezogen auf 225 Zimmer

von einer Belegungsquote von 61 % ausgegangen, die im 2.

Betriebsjahr auf 69 % steigt und ab dem 3. Betriebsjahr – nach

Fertigstellung der zusätzlichen Zimmer bezogen auf insgesamt

260 Zimmer – bis zum 5. Betriebsjahr auf 76 % ansteigt und

dann in der Folgezeit auf diesem Niveau verbleibt.

Der für das erste Betriebsjahr kalkulierte Netto-Zimmerpreis

beträgt € 215,– und erhöht sich um 2,5 % p. a. Erfahrungsgemäß

geht man bei Resorthotels von einer durchschnittlichen Zimmerbelegungsdichte

(Doppelbelegungsfaktor) von 1,7 Personen

aus. Der pro Person angesetzte Zimmerpreis beträgt danach

anfänglich durchschnittlich rd. € 126,–.

Die Prognose des Prospektherausgebers geht von einer linearen

Preisentwicklung der Erlöse und Kosten entsprechend der

erwarteten jährlichen Inflationsrate von 2,5 % aus. In der Regel

erzielen vergleichbare Hotels in den Anfangsjahren über die

Inflationsrate hinaus steigende Zimmerpreise.

Die Logiserlöse stellen rund 44 % der Gesamterlöse dar. Der

Anteil der Gehälter und Sozialleistungen dieser Abteilung für die

260 Zimmer im ersten vollen Betriebsjahr nach Fertigstellung der 35

Hotelzimmer im Fürstenhof wurde mit rund 16 % der Abteilungserlöse

ermittelt.

Die sonstigen Aufwendungen, z. B. für Gästeartikel, Reinigungsmittel,

Bettwäsche, Badewäsche, Dekoration etc., wurden

im ersten vollen Betriebsjahr nach Gesamtfertigstellung mit ca.

6 % vom Abteilungsumsatz angesetzt. Das Abteilungsergebnis

Logis beträgt in einem repräsentativen Jahr ca. 78 % der Logiserlöse.

Die Abteilung Logis trägt mit einem Deckungsbeitrag

von ca. 36 % der gesamten Erlöse zum Ergebnis bei.


Gastronomie

Die Gastronomieumsätze ergeben sich aus den folgenden Einnahmequellen:

◆ Restaurationsbetriebe im bestehenden Grand Hotel Heiligendamm

mit den Einrichtungen im Kurhaus (Restaurants,

kleine Bar, Bankette), Pool-Bar im Severin Palais sowie die

Lobby im Grand Hotel

◆ Bankette und Konferenzen im neuen Konferenzzentrum Fürstenhof

◆ Club-Restaurant (Bar mit Bistro inkl. Veranstaltungen) und

Italienisches Restaurant der Golfanlage Wittenbeck

◆ Ayurveda-Zentrum

◆ Kid’s-Club

◆ Gartenwirtschaft mit Abenteuerspielplatz

Die Berechnungen gehen grundsätzlich von einem ganzjährigen

Betrieb aus. Bei Gastronomiebetrieben, die an einen „Spielbetrieb“

angeschlossen sind und betriebsbedingt aufgrund Witterung

und Saisonalität geschlossen haben, wurde eine entsprechend kürzere

Öffnungszeit berücksichtigt. In der Ertragsermittlung wurden

aber auch entsprechende Mehreinnahmen in der Hauptsaison mit

Terrassengeschäft durch eine höhere Belegung berücksichtigt.

Das in Heiligendamm angepeilte hohe gastronomische

Niveau lässt eine Preisspanne der durchschnittlichen Umsätze

pro Gast pro Mahlzeit (inkl. Café und Kuchen) von € 15,- bis

€ 47,- erwarten. In einem repräsentativen Betriebsjahr (2007)

ergeben sich danach Umsätze aus Speisen und Getränken in Höhe

von rund 37 % der Gesamterlöse. Davon entfallen vom Gesamtumsatz

Speisen und Getränke rund 70 % auf Speisen und 30 %

auf Getränke. Synergieeffekte ergeben sich hier vor allem im

Einkauf und Marketing. Die Vermarktung geschieht primär über

das Hotel und durch seine bereits jetzt schon hohe Bekanntheit.

Der Wareneinsatz für Speisen wurde auf 28 %, für Getränke auf

19 % der entsprechenden Umsatzerlöse geschätzt. Die Personalkosten

in der Abteilung Gastronomie entsprechen in einem repräsentativen

Jahr ca. 33 % des Abteilungsumsatzes. Die sonstigen Aufwendungen

(direkte Kosten, die Kleinmaterial und Gebrauchsgüter

darstellen und dem Verursacher direkt zugeordnet werden können)

dieser Abteilung betreffen Geschirr, Gläser, Tischwäsche, Servietten,

Dekoration, Gästeartikel, Uniformen etc. die mit insgesamt

7 % der Umsatzerlöse berücksichtigt wurden.

Das Abteilungsergebnis Gastronomie beträgt im Jahr 2007

rund 27 % der Abteilungserlöse. Insgesamt trägt die Abteilung

Gastronomie mit einem Deckungsbeitrag von rund 10 % der

gesamten Erlöse zum Ergebnis bei.

Nebenbetriebe und sonstige Umsätze

Die Erlöse und Kosten der Nebenbetriebe und sonstigen Umsätze

betreffen neben den hotelüblichen Einnahmen für Telefon,

Wäsche und sonstige Dienstleistungen insbesondere folgende

Einkunftsquellen:

◆ Behandlungen im Ayurveda-Zentrum und Verkauf von

Behandlungsartikeln

◆ Mitgliedschaften des Golfclubs, Green-Fee-Spieler, Driving

Range mit Unterrichtsstunden sowie Pro-Shop

◆ Saalmieten aus dem neuen Konferenzzentrum bzw. Nebeneinnahmen

aus zusätzlichen Dienstleistungen (z. B. Deko,

Telefon etc.)

◆ Parkplatzbelegung

◆ Tennisplätze inkl. Lehrerstunden

◆ Kinderbetreuung

◆ Nebeneinnahmen aus Veranstaltungen im Clubhaus-

Restaurant und dem Italienischem Restaurant

Die Ertragschancen

Die Nebenbetriebe erzielen in einem repräsentativen Jahr

(2007) rund 19 % der Gesamterlöse. Dabei wird bei ca. 33 %

Personalaufwand und 32 % übrige Aufwendungen ein Abteilungsergebnis

von rund 35 % erzielt. Damit tragen die Nebenbetriebe

mit einem Deckungsbeitrag von rund 6 % der gesamten

Erlöse zum Ergebnis bei.

Kosten

Laut Prognose wird der gesamte Personalaufwand des Resorts mit

allen Nebenbetrieben ab dem repräsentativen Jahr 2007 bei rund

28 % der Gesamterlöse liegen. Der Mitarbeiterstamm erhöht sich

laut Einzelplanung auf der Basis von den bereits 220 Personen

(inkl. 25 Auszubildende) im Grand Hotel Heiligendamm um rund

100 Personen (inkl. 10 Auszubildende). Berücksichtigt wurden

dabei die Synergiekräfte des bestehenden Hotels sowie die saisonale

unterschiedliche Belegung der jeweiligen Einrichtungen.

Der durchschnittliche Personalaufwand (Gehälter inkl.

Sozialleistungen und Nebenkosten) pro Mitarbeiter liegt auf der

Preisbasis 2005 bei ca. T€ 31. Die Gemeinkosten ohne umsatzabhängige

Vergütung für die Betreibergesellschaften und ohne

Zuführung zur Instandhaltungsrücklage im repräsentativen Jahr

2007 betragen bei einer Belegung von 76 % laut Prognose branchenübliche

rund 17 %, davon entfallen auf Verwaltung und

Administration (Allgemeines) 6 %, Marketing 5 %, Energie

3 %, Reparaturen und Instandhaltung 3 %.

Die Betriebsführung der neu geschaffenen Anlagen mit Ausnahme

des Golfspielbetriebs wird durch die Kempinski AG

übernommen und im Rahmen der bisherigen Konditionen

(umsatzabhängige Managementgebühr von 3 % plus 10 % des

Bruttobetriebsgewinns) geführt. Die A. Hartl Resort AG & Co.

Holding KG wird auf der Basis eines Managementvertrags die

Betriebsführung der Golfanlage in Wittenbeck übernehmen. Für

ihre Dienstleistungen erhält sie ein Mindesthonorar von € 30.000

p. a. sowie ein umsatzbezogenes Honorar in Höhe von 10 % der

jährlichen Nettoumsätze. Ferner sind für aperiodisch anfallende

Großreparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen ab 2005

jährlich 3 % der Umsatzerlöse berücksichtigt.

Nach Abzug der Gemeinkosten einschließlich der umsatzabhängigen

Vergütung für die Betreibergesellschaften und einschließlich

der Zuführung der Instandhaltungsrücklage von der

Summe der Abteilungsergebnisse, errechnen sich die Brutto-

Betriebsergebnisse der Prognose des Prospektherausgebers ab

einem repräsentativen Jahr (2007) in Höhe von ca. 35 %.

Ungeachtet aller getroffenen Annahmen und Prognosewerte

ist die tatsächliche Entwicklung des Grand Hotel Heiligendamm

und der Hotelbranche u. a. durch Reisetrends und Zyklen

beeinflusst, die nicht vorhersehbar sind und in der Prognose

auch nicht berücksichtigt werden können. Die Berechnungen

und Analysen wurden aufgrund der vorliegenden Angaben und

Vorgaben getätigt. Für Abweichungen aufgrund gesamtwirtschaftlicher

Veränderungen oder marktspezifischer Anpassungen

kann für die Berechnung keine Garantie übernommen

werden. Die Berechnungen sind Prognosen und können zur

Realität (erzieltes Ergebnis) variieren.

II. PROGNOSE FÜR DIE B ETEILIGUNGS-

GESELLSCHAFT

Einnahmen aus Ladeneinheiten

Innerhalb der Orangerie sind im Erdgeschoss rund 375 m 2 für

mehrere Ladeneinheiten vorgesehen, die für hochwertigen, dem

Hotel-Niveau angepassten Einzelhandel genutzt werden. Die

prognostizierten jährlichen Einnahmen sind anfänglich mit

67


€ 115.020,- kalkuliert und entsprechend der Inflationsrate über

den Prognosezeitraum dynamisiert. Die tatsächlich erzielten

Einnahmen können von den kalkulierten abweichen.

Guthabenzinsen

Bei der Ermittlung der Guthabenzinsen wurde ein geschätzter

durchschnittlicher Liquiditätssaldo aus Einnahmeüberschüssen,

Liquiditätsreserve und Barausschüttung bei längerfristiger Anlage

des Bodensatzes mit durchschnittlich 3,5 % p. a. verzinst. Die

tatsächlichen Guthabenzinsen sind abhängig von den jeweiligen

Einnahmen, den jeweiligen Ausgaben und den jeweiligen Anlagezinsen

und können daher von den prognostizierten Daten

sowohl nach oben als auch nach unten abweichen.

Die Zinsabschlagsteuer wird nicht in die Betrachtung einbezogen,

da diese dem Anleger über eine entsprechende Steuergutschrift

in Anrechnung auf die Ausschüttung gutgeschrieben

wird.

Ausgaben der Beteiligungsgesellschaft

Die Ausgaben der Beteiligungsgesellschaft für Treuhandschaft,

Verwaltung der Beteiligung und Komplementärvergütung, sonstige

Kosten der Beteiligungsgesellschaft, Instandhaltung und

Pflege der Außenanlagen sind nach Erfahrungswerten kalkuliert

und betragen insgesamt anfänglich T€ 612 p. a. Sie setzen sich

wie folgt zusammen: Treuhandschaft T€ 102, Verwaltung

T€ 102, Komplementärvergütung T€ 65 einschließlich erfolgsabhängiger

Vergütung, Instandhaltung T€ 205, Steuerberatung,

Grundsteuern, Gebäudeversicherung und sonstige Kosten der

Beteiligungsgesellschaft T€ 138. Ab dem Jahr 2003 sind diese

Werte mit Ausnahme der erfolgsabhängigen Komplementärvergütung

mit 2,5 % dynamisiert; der Basisbetrag für Instandhaltung

wird aus Vorsorgegründen zusätzlich zwischen 2006 und 2010

von Jahr zu Jahr angehoben. Zur Berechnung der erfolgsabhängigen

Komplementärvergütung siehe die Ausführungen im Kapitel

„Investition und Finanzierung“ auf Seite 61. Die Aufwendungen

für Treuhandschaft, Steuerberatung und Verwaltung der

Beteiligung sowie die Komplementärvergütung sind vertraglich

geregelt. Bei den Instandhaltungskosten, den Grundsteuern, der

Gebäudeversicherung und bei den sonstigen Kosten der Beteiligungsgesellschaft

handelt es sich um kalkulierte Aufwendungen;

die tatsächlichen können von den prognostizierten abweichen.

Die dem Hotelbetrieb nach dem „Uniform System of

Accounts for Hotels“ unmittelbar zuzurechnenden Aufwendun-

68

gen sind in der Prognose der Betriebsergebnisse erfasst und dort

berücksichtigt.

Gewerbesteuer

Ab 2004 entsteht für die Gesellschaft eine Gewerbesteuerbelastung.

Bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 350 % wie in Heiligendamm,

wird eine Gewerbesteuerbelastung wirtschaftlich in

der Regel in vollem Umfang kompensiert, wenn neben dem

Betriebsausgabenabzug der Anrechnungsbetrag nach § 35 EStG

auf die Einkommensteuer in voller Höhe berücksichtigt werden

kann (siehe hierzu auch S. 78).

Ausschüttung inkl. Steueranrechnung

Der ausgewiesene Ausschüttungsbetrag enthält neben der Barausschüttung

auch die Steueranrechnung der Gewerbesteuer

gemäß § 35 EStG. Die Auszahlung der Barausschüttung erfolgt

gemäß Gesellschaftsvertrag jeweils am 30. 06. des Folgejahres,

insoweit also abweichend von der Darstellung in der Prognoserechnung.

Liquiditätsreserve

Die für das Jahr 2002 ausgewiesene Liquiditätsreserve beinhaltet

einen Teilbetrag in Höhe von € 1.738.392,39 aus der im Investitionsplan

enthaltenen Liquiditätsreserve sowie die bisher

einschließlich des Jahres 2002 aufgelaufenen Guthabenzinsen in

Höhe von € 1.467.848,64.

Die liquiden, nicht zur Ausschüttung vorgesehenen Überschüsse,

soweit sie nicht zur laufenden Deckung von Aufwendungen

eingesetzt werden, werden der Liquiditätsreserve zugeführt.

Neben ihrer Glättungsfunktion zur Gewährleistung einer

Ausschüttungskontinuität dient die Liquiditätsreserve als Rücklage

für nicht auszuschließende zukünftige Instandhaltungs-,

Revitalisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Deshalb

kann die Entwicklung der Liquiditätsreserve von der Prognose

abweichen.

Prognosecharakter

Generell sind Prognosedaten auf die Zukunft gerichtete Größen.

Sie treten nur dann ein, wenn die heute angegebenen Prämissen

tatsächlich eintreffen. Ist die tatsächliche Entwicklung aber

schlechter als angenommen, führt dies zu sinkenden Ausschüttungen.

Eine tatsächlich bessere Entwicklung als angenommen

bringt hingegen höhere Ausschüttungen mit sich.


Sensitivitätsanalyse

Ausschüttungsperspektiven in % p. a. des Eigenkapitals in Abhängigkeit von Zimmerpreis- und Auslastungsentwicklung

Auslastung

20%

15%

10%

5%

0%

Belegung

90 %

85 %

80 %

75 %

70 %

60 %

50 %

40 %

Die Ausschüttungsperspektiven

Die Investition in Heiligendamm erfolgt zur richtigen Zeit, am

richtigen Ort, mit dem richtigen Konzept. Das einzigartige Profil

Heiligendamms, das hohe Ausstattungsniveau und die große saison-

und witterungsunabhängige Angebotsvielfalt bieten der

Beteiligungsgesellschaft beste Voraussetzungen für Spitzenpreise

und Spitzenbelegungen:

◆ Das Resort Heiligendamm hat insbesondere aufgrund seiner

Lagegunst im norddeutschen Raum alle Chancen, die Top-

Auslastungsquoten von rund 90 % der bisher führenden und

ausschließlich in Süddeutschland liegenden Ferienhotels zu

erreichen.

◆ Gleichzeitig gibt es die begründete Erwartung, mit Einführung

des Euro und der daraus resultierenden Preistransparenz

an das etwa doppelt so hohe westeuropäische Preisniveau

der Spitzenhotellerie anknüpfen zu können.

Netto-Zimmerpreis in €

150,00 200,00 250,00 300,00 350,00 400,00 450,00 500,00

90,0% 3,6 5,4 7,2 9,0 10,7 12,5 14,3 16,0

85,0% 3,4 5,1 6,8 8,4 10,1 11,8 13,5 15,1

80,0% 3,2 4,8 6,4 7,9 9,5 11,1 12,6 14,2

75,0% 2,9 4,5 5,9 7,4 8,9 10,4 11,8 13,3

70,0% 2,7 4,2 5,5 6,9 8,3 9,7 11,0 12,4

60,0% 2,2 3,5 4,7 5,9 7,1 8,3 9,4 10,6

50,0% 1,7 2,8 3,9 4,9 5,9 6,9 7,8 8,8

40,0% 1,3 2,1 3,0 3,8 4,7 5,5 6,2 7,0

Ausschüttungsszenarien bei alternativen Zimmerpreisen und Auslastungen

150,- 200,- 250,- 300,- 350,- 400,- 450, - 500,

Netto-Zimmerpreis in €

Die Ertragschancen

Diese Erwartungen sind in die Prognoserechnung nicht eingegangen.

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse verdeutlicht die Auswirkungen

alternativer Zimmerpreise und Auslastungsquoten

auf die zur Ausschüttung zur Verfügung stehende Liquidität (vgl.

auf Seite 64 II.7.). Hierbei wurden die hotelspezifischen Ertragsund

Kostenrelationen berücksichtigt.

Höhere Auslastungsquoten und/oder höhere Zimmerpreise

sind nach Erreichen der Kostendeckung zu 75 bis 90 % Reingewinn,

der nahezu ungeschmälert den Anlegern zufließt.

In den Alternativberechnungen wurde insbesondere davon

ausgegangen, dass das Grand Hotel Heiligendamm mit seinen

Einrichtungen ganzjährig betrieben wird. Als Referenzjahr für

die Betriebskosten und die Kosten der Beteiligungsgesellschaft

wurde das Jahr 2008 zugrunde gelegt. Die Annahmen zur Ermittlung

der Guthabenzinsen und der Einnahmen aus den Ladeneinheiten

entsprechen denen der Prognoserechnung.

Ausschüttung

20%

15%

10%

5%

0%

69


Die Fondsgesellschaft besteht in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft

und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düren

unter HRA 1485 eingetragen. Die Firma lautet Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft.

D IE B ETEILIGUNGSGESELLSCHAFT

Die Gründungsgesellschafter sind als Komplementärin die Grand

Hotel Heiligendamm GmbH mit Geschäftssitz in 18209 Heiligendamm,

Prof.-Dr.-Vogel-Straße 3, derzeit eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts Düren unter HRB 2374, Stammkapital:

DM 50.000,–, Geschäftsführer: Anno August Jagdfeld, Dipl.-Kaufmann,

Köln, Alleinvertretung, von den Beschränkungen des § 181

BGB befreit, und als Kommanditisten die WBT Westdeutsche

Beteiligungs-Treuhand-Gesellschaft mbH mit Geschäftssitz in

52391 Disternich, Bergstraße 2, mit einem Kommanditkapital von

DM 70.000,– sowie die Treuhandgesellschaft Jagdfeld & Partner

Steuerberatungsgesellschaft mbH mit Geschäftssitz in 52391 Disternich,

Bergstraße 2, mit einem Kommanditkapital von DM 10.000,–.

T REUHANDKOMMANDITIST

Treuhandgesellschaft Jagdfeld & Partner Steuerberatungsgesellschaft

mbH, Bergstraße 2, 52391 Disternich, eingetragen beim

Amtsgericht Düren unter HRB 819 am 04. 08. 1980, Stammkapital:

DM 1.000.000,–. Der Treuhandkommanditist hält und verwaltet

die Beteiligungen seiner Treugeber, und zwar nach Maßgabe

des ab Seite 96 ff. abgedruckten Treuhandvertrags.

Gesellschafter: Jagdfeld Beteiligungsgesellschaft mbH,

Aachen; Geschäftsführer: Dipl.-Kfm. Ulf Maull, Steuerberater,

Bonn, Gesamtvertretung; Rosemarie Mühlhahn, Rechtsanwältin,

Düren, Gesamtvertretung; Dipl.-Betriebswirt Martin Schmitz,

Steuerberater, Langerwehe, Gesamtvertretung.

Der Treuhänder übernimmt seine Einlage im eigenen Namen,

aber für fremde Rechnung mit dem Recht der Erhöhung, bis das

Eigenkapital der Gesellschaft bis zu € 191.820.000,– beträgt.

G ENERALEMITTENT

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH, Hohenstaufenring 57,

50674 Köln, eingetragen beim Amtsgericht Köln unter HRB

13164 am 18. 11. 1982, Stammkapital: DM 20.000.000,–, Gesellschafter:

Anno August Jagdfeld, Dipl.-Kaufmann, Köln,

Geschäftsführer: Anno August Jagdfeld, Dipl.-Kaufmann, Köln,

Alleinvertretung; Helmut Jagdfeld, Köln, Gesamtvertretung; H.

Jürgen Schünemann, Dipl.-Kaufmann, Köln, Gesamtvertretung.

Die FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH übernimmt weitere

Leistungen und Funktionen wie dargestellt.

V ERKÄ UFER UND B AUTRÄ GER

Verkäufer der zu modernisierenden bzw. neu zu errichtenden, schlüsselfertig

und vollständig eingerichteten zu übergebenden Gebäude

des Grand Hotel Heiligendamm einschließlich Wirtschaftsgebäude,

Fürstenhof mit 35 Hotelzimmern und Konferenzzentrum, Parkplatzund

Tennisanlage, Ayurveda-Zentrum, Kid’s-Club und Gartenwirtschaft,

ist die ECH Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm GmbH

& Co. KG (ECH) mit dem Sitz in Vettweiß-Disternich, Kommanditkapital:

DM 80.000,–; persönlich haftende Gesellschafterin ist

die ECH Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm GmbH mit Sitz

in Vettweiß-Disternich, eingetragen beim Amtsgericht Düren unter

70

Die Partner

HRB 2409, Stammkapital: DM 50.000,–, Geschäftsführer: Anno

August Jagdfeld, Diplom-Kaufmann, Köln, Alleinvertretung, von

den Beschränkungen des § 181 BGB befreit; Heiner Zimmermann,

Diplom-Kaufmann, Berlin, Gesamtvertretung; Gilbert Van Overberghe,

Ingenieur, Köln, Gesamtvertretung; Hans Schlag, Diplom-

Ingenieur, Gesamtvertretung.

Verkäufer der zu errichtenden 27-Loch-Golfanlage mit dem

neu zu errichtenden, schlüsselfertig und vollständig eingerichteten

Golfclubhaus und Italienischem Restaurant in Wittenbeck ist die

GHW Golf- und Hotelresort Wittenbeck KG mit dem Sitz in Vettweiß-Disternich,

eingetragen beim Amtsgericht Düren unter HRA

1788, Kommanditkapital: € 25.000,–; persönlich haftende Gesellschafterin

ist die GHW Verwaltungs GmbH mit Sitz in Vettweiß-

Disternich, eingetragen beim Amtsgericht Düren unter HRB 2803,

Stammkapital: € 25.000,–, Geschäftsführer: Anno August Jagdfeld,

Diplom-Kaufmann, Köln, Alleinvertretung, von den Beschränkungen

des § 181 BGB befreit; Heiner Zimmermann, Diplom-Kaufmann,

Berlin, Gesamtvertretung.

KAPITALMÄSSIGE UND PERSONELLE VERFLECHTUNG

Das Gesellschaftskapital aller zuvor genannten Gesellschaften

einschließlich des Treuhandkommanditisten, der FUNDUS

FONDS-Verwaltungen GmbH sowie der ECH Entwicklungs-Compagnie

Heiligendamm GmbH & Co. KG und der GHW Golf- und

Hotelresort Wittenbeck KG befindet sich unmittelbar oder mittelbar

in Händen von Anno August Jagdfeld und/oder dessen nahen

Angehörigen. Innerhalb der FUNDUS-Unternehmensgruppe ist

die ECH für die Entwicklung und Realisierung von Heiligendamm

zuständig. Die namentliche Nennung der Gesellschafter und

Geschäftsführer erfolgt zur Information über die Vertretungs- und

Beteiligungsverhältnisse bei den einzelnen Gesellschaften.

H OTELMANAGEMENTGESELLSCHAFT

Die Kempinski AG übernimmt die Betriebsführung des Grand

Hotel Heiligendamm einschließlich Konferenzhotel und -zentrum,

Parkplatz- und Tennisanlage, Ayurveda-Zentrum, Kid´s-

Club, Gartenwirtschaft sowie der Gastronomie im Golfclubhaus

und Italienischem Restaurant.

G OLFMANAGEMENTGESELLSCHAFT

Die Betriebsführung der Golfanlage in Wittenbeck übernimmt die

A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG mit dem Sitz in Bad Griesbach,

eingetragen beim Registergericht Passau unter HRA 2226.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die A. Hartl Resort AG mit

dem Sitz in Bad Griesbach, eingetragen beim Registergericht Passau

unter HRB 829. Vorstand Thomas Rupperti, Bad Griesbach, Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Eberhard Braun.

Mit der Nennung der Gesellschafter bzw. Geschäftsführer der

Partnergesellschaften ist keine persönliche Vertrauenswerbung

verbunden.

G EWÄ HRUNG DER I NVESTITIONSZUSCHÜ SSE

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt Investitionszuschüsse

aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der

regionalen Wirtschaftsstruktur“ auf der Grundlage des 25. und 31.

Rahmenplanes.


Die Beteiligungsgesellschaft hat von der ECH Entwicklungs-

Compagnie Heiligendamm auf der Grundlage eines Bauträgerkaufvertrages

den nachstehend aufgeführten Grundbesitz mit

den aufstehenden, von der ECH Entwicklungs-Compagnie

Heiligendamm schlüsselfertig zu modernisierenden bzw. neu zu

errichtenden Gebäuden erworben.

Hierbei handelt es sich um folgende Flurstücke mit einer

Größe von insgesamt 29.499 m 2:

Grand Hotel – Flur 2, Flurstück 11/30, 5.382 m 2 groß

(Prof.-Dr.-Vogel-Straße 6),

Haus Mecklenburg – (Badehaus), Flur 2, Flurstück 11/23,

2.390 m 2 groß,

Burg Hohenzollern – Flur 2, Flurstück 11/16, 5.841 m 2 groß

(Prof.-Dr.-Vogel-Straße 4),

Kurhaus – Flur 2, Flurstück 11/24, 5.847 m 2 groß

(Prof.-Dr.-Vogel-Straße 5),

Orangerie – Flur 2, Flurstück 11/26, 1.566 m 2 groß, Flur 2,

Flurstück 11/25, 1.889 m 2 groß,

Severin Palais – Flur 2, Flurstück 46/13, 3.488 m 2 groß, Flur 2,

Flurstück 46/12, 574 m 2 groß,

Grünanlage – Flur 2, Flurstück 11/14, 2.522 m 2 groß.

Die Beteiligungsgesellschaft wird von der ECH noch das Wirtschaftsgebäude

– Flur 2, Flur-Stücke 1/3, 1/5, 86/3, 86/5 4.788 m 2

groß – erwerben.

Die ECH ist als Eigentümerin der Flurstücke im Grundbuch

eingetragen. Für die Beteiligungsgesellschaft ist mit Ausnahme des

Wirtschaftsgebäudes eine Auflassungsvormerkung eingetragen. Die

auf den Grundstücken befindlichen historischen Gebäude unterliegen

mit Ausnahme des Severin Palais und des Wirtschaftsgebäudes

als Bau- und Bodendenkmale den Bestimmungen des Landesdenkmalschutzgesetzes

von Mecklenburg-Vorpommern.

Weiterhin wird die Beteiligungsgesellschaft von der ECH

entsprechend des jeweiligen Platzierungsstandes auf der Grundlage

von Bauträgerkaufverträgen den nachstehend aufgeführten

Grundbesitz mit den aufstehenden, von der ECH schlüsselfertig

zu modernisierenden bzw. neu zu errichtenden Gebäuden erwerben.

Die Reihenfolge der Realisierung der einzelnen Erweiterungsinvestitionen

liegt im Entscheidungsbereich des Geschäftsführers

der Beteiligungsgesellschaft.

Hierbei handelt es sich um folgende Flurstücke mit einer

Größe von voraussichtlich insgesamt ca. 30.387 m 2:

Kid’s-Club im Haus Brahn – Flur 2, Flurstück 3/9, 405 m 2

gross, Flurstück 86/10, 198 m 2 groß

Ayurveda-Zentrum – Flur 2, Teilfläche der Flurstücke 22,

44/24, 44/27, 3.500 m 2 groß

Fürstenhof – Flur 2, Flurstück 84, 11.784 m 2 groß

Gartenwirtschaft – Flur 2, Teilfläche des Flurstück 81/7,

2.000 m 2 groß

Parkplatzanlage – voraussichtlich ca. 12.500 m 2 groß

Die ECH ist mit Ausnahme des Grundstücks für die vorgesehene

Parkplatzanlage als Eigentümerin der Flurstücke im

Grundbuch eingetragen.

Das einheitliche Erscheinungsbild und der hohe Standard

von Alt-Heiligendamm werden durch eine von der ECH zu

erstellende Gestaltungssatzung mittels Gestaltungsauflagen und

grundbuchlicher Eintragung geschützt.

Die Grundstücks- und Leistungsverträge

Die Grundstücks-

und Leistungsverträge

Darüber hinaus wird die Beteiligungsgesellschaft, entsprechender

Platzierungsstand vorausgesetzt, einen Golfplatz mit

einem Golfclubhaus und einem Italienischen Restaurant betreiben.

Sie beabsichtigt deshalb, von der GHW Golf und Hotelresort

Wittenbeck KG auf der Grundlage von Bauträgerkaufverträgen

den nachstehend aufgeführten Grundbesitz mit den aufstehenden,

von der GHW schlüsselfertig zu modernisierenden

bzw. neu zu errichtenden Gebäuden zu erwerben.

Hierbei handelt es sich um Teilflächen der folgenden Flurstücke

mit einer Größe von insgesamt ca. 800.000 m 2:

Grundbuch von Wittenbeck, Blatt 10137, Flur 1, Flurstücke

125/4, 127, 129/9, 129/10, 149/4, 126/2, insgesamt 355.501 m 2

groß; Blatt 10159, Flur 1, Flurstücke 120/4, 120/5, 120/6, 122/7,

122/8, 122/9, insgesamt 233.301 m 2 groß; Blatt 10135, Flur 1,

Flurstück 150/2, 16.000 m 2 groß; Blatt 10383, Flur 2, Flurstück

10, 21, 253.991 m 2 groß; Blatt 10465, Flur 2, Flurstück 2/1, 875

m 2 groß; Blatt 10466, Flur 2, Flurstück 20/8, 319 m 2 groß.

Die Eintragung der GHW als Eigentümerin der Flurstücke

im Grundbuch wurde beantragt.

B AUTRÄ GERKAUFVERTRAG G RAND H OTEL

EINSCHLIESSLICH E RWEITERUNG 1

Die ECH übernimmt in dem abgeschlossenen Bauträgerkaufvertrag

bzw. noch zu beurkundenden Nachtrag (Erweiterung des

Grand Hotels und Wirtschaftsgebäude) die Verpflichtung, den

zum Grand Hotel Heiligendamm gehörenden Grundbesitz an

die Beteiligungsgesellschaft zu übereignen und entsprechend der

vertraglich vereinbarten Baubeschreibung die umfassende

Modernisierung und Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude

sowie den Neubau des „Severin Palais“ und des Wirtschaftsgebäudes

durchzuführen. Die ECH ist als Bauträger/Verkäufer

berechtigt, Bau- und Planungsleistungen weiter zu vergeben.

Ihre Vertragsstellung als Verkäufer und Vertragspartner der

Beteiligungsgesellschaft wird davon nicht berührt. Wegen der

Gewährleistung für Bauleistungen wurde eine vertragliche Regelung

entsprechend der Verdingungsordnung für Bauleistungen

(VOB) Teil B vereinbart. Die Gewährleistung für Mobiliar und

Einrichtungsgegenstände richtet sich nach den gesetzlichen

Bestimmungen bzw. nach der Verdingungsordnung für Leistungen

(VOL). Ein Recht auf Wandlung wurde vertraglich ausgeschlossen.

Die Kaufpreiszahlung erfolgt nur nach Baufortschritt

auf Grundlage eines leistungsorientierten Zahlungsplans.

Des Weiteren liefert die ECH zum Preis von rd. € 13,4 Mio.

zzgl. USt das vollständige Inventar und Zubehör für das Grand

Hotel Heiligendamm. Die Beteiligungsgesellschaft wird das

Grand Hotel als Luxushotel in Anlehnung an den Kempinski-

Standard entwickeln und einrichten. Die gesamte Einrichtung

wird in hochwertigem Material ausgeführt. Art und Umfang der

Einrichtung und Ausstattung werden vom Bauträger in Abstimmung

mit der Kempinski AG bestimmt. Diese wird den hohen

Anforderungen der Luxushotelkategorie gerecht werden. Die

FUNDUS-Gruppe wird das vorhandene Know-how aus der Planung,

Einrichtung und Ausstattung des Hotel Adlon in Berlin

am Pariser Platz auch bei diesem Hotelprojekt einsetzen.

Zur Sicherung des historisch gewachsenen Ortsbildes, der

Freiräume und deren Nutzung wird von der ECH eine Gestal-

71


tungsvereinbarung auf privatrechtlicher Grundlage entwickelt.

Die Beteiligungsgesellschaft übernimmt die Verpflichtung, die

Gestaltungsanforderungen an die Gebäude und die Flächen des

Außenbereichs einzuhalten. Die Einhaltung dieser Verpflichtung

wird durch eine noch einzutragende beschränkte persönliche

Dienstbarkeit für die ECH abgesichert. Das gleiche gilt für

andere Erwerber, die von der ECH noch Grundstücksflächen in

Heiligendamm erwerben werden. Auf dem Grundbesitz der

Beteiligungsgesellschaft werden die erforderlichen Baulasten für

Versorgungswege und Leitungen eingetragen.

B AUTRÄ GERKAUFVERTRÄ GE E RWEITERUNG 2

Die Beteiligungsgesellschaft wird gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung

vom 13. Juli 2002 mit der ECH die

beschlossenen Erweiterungsinvestitionen in den Fürstenhof

mit 35 Hotelzimmern und Konferenzzentrum, Parkplatz- und

Tennisanlage, das Ayurveda-Zentrum, den Kid’s-Club und die

Gartenwirtschaft inkl. Einrichtung entsprechend des jeweiligen

Platzierungsstandes durch Bauträgerkaufverträge zum Pauschalund

Festpreis von insgesamt rd. € 33,76 Mio. zzgl. USt vereinbaren.

Die ECH übernimmt in den Bauträgerkaufverträgen die Verpflichtung,

den Grundbesitz an die Beteiligungsgesellschaft zu

übereignen und entsprechend der vertraglich vereinbarten Baubeschreibung

die umfassende Modernisierung und Sanierung der

zum Teil denkmalgeschützten Gebäude sowie den Neubau des

Konferenzzentrums, der Tennis- und Parkplatzanlage sowie des

Ayurveda-Zentrums durchzuführen. Die ECH ist als Bauträger/Verkäufer

berechtigt, Bau- und Planungsleistungen weiter zu

vergeben. Ihre Vertragsstellung als Verkäufer und Vertragspartner

der Beteiligungsgesellschaft wird davon nicht berührt.

Wegen der Gewährleistung für Bauleistungen wird eine vertragliche

Regelung entsprechend der Verdingungsordnung für Bauleistungen

(VOB) Teil B vereinbart. Die Gewährleistung für

Mobiliar und Einrichtungsgegenstände richtet sich nach den

gesetzlichen Bestimmungen bzw. nach der Verdingungsordnung

für Leistungen (VOL). Ein Recht auf Wandlung wurde vertraglich

ausgeschlossen. Die Kaufpreiszahlung erfolgt nur nach Baufortschritt

auf Grundlage eines leistungsorientierten Zahlungsplans.

Weiterhin wird die Beteiligungsgesellschaft gemäß Beschluss

der Gesellschafterversammlung vom 13. Juli 2002 mit der GHW

Golf- und Hotelresort Wittenbeck KG die beschlossenen Erweiterungsinvestitionen

in die Golfanlage Wittenbeck mit 18

Loch- und 9-Lochkurzplatz, Clubhaus und Italienischem

Restaurant inkl. Einrichtung entsprechend des jeweiligen Platzierungsstandes

durch Bauträgerkaufverträge zum Pauschal- und

Festpreis von insgesamt rd. € 15,35 Mio. zzgl. USt vereinbaren.

Die zur FUNDUS-Gruppe gehörende GHW übernimmt in

den Bauträgerkaufverträgen die Verpflichtung, den Grundbesitz

an die Beteiligungsgesellschaft zu übereignen und entsprechend

der vertraglich vereinbarten Baubeschreibung eine 27-Loch-

Meisterschafts-Golfanlage nach internationalen Kriterien spielfertig

zu errichten und den Neubau eines Golfclubhauses und

eines Italienischen Restaurants durchzuführen. Die GHW ist als

Bauträger/Verkäufer berechtigt, Bau- und Planungsleistungen

weiter zu vergeben. Ihre Vertragsstellung als Verkäufer und Vertragspartner

der Beteiligungsgesellschaft wird davon nicht

berührt. Wegen der Gewährleistung für Bauleistungen wird eine

vertragliche Regelung entsprechend der Verdingungsordnung für

Bauleistungen (VOB) Teil B vereinbart. Die Gewährleistung für

Mobiliar und Einrichtungsgegenstände richtet sich nach den

72

gesetzlichen Bestimmungen bzw. nach der Verdingungsordnung

für Leistungen (VOL). Ein Recht auf Wandlung wurde vertraglich

ausgeschlossen. Die Kaufpreiszahlung erfolgt nur nach Baufortschritt

auf Grundlage eines leistungsorientierten Zahlungsplans.

B AURECHT

Für die Gebäude Haus Grand Hotel, Haus Mecklenburg, Burg

Hohenzollern, Kurhaus, Orangerie und Severin Palais liegen die

Baugenehmigungen vor. Für das Wirtschaftsgebäude wurde auf

Basis eines positiven Bauvorbescheids der Bauantrag eingereicht.

Die ECH und die GHW werden für die übrigen Gebäude

alle erforderlichen Baugenehmigungen beschaffen. Die Baugenehmigungsplanung

kann im Zuge der Durchführung der in den

Bauträgerkaufverträgen vereinbarten Planung durch Planungsänderungen

angepasst werden. Die ECH und die GHW werden

dann ebenso alle erforderlichen Baugenehmigungsänderungen

beschaffen.

V ERTRIEBSAUFTRAG/EIGENKAPITALBE-

SCHAFFUNG

Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG hat die

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH mit der Platzierung

des Emissionskapitals von bis zu € 191,82 Mio. beauftragt. Die

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH übernimmt in diesem

Zusammenhang die textliche Erstellung, grafische Gestaltung

und drucktechnische Herstellung eines Emissionsprospekts und

der emissionsbegleitenden Unterlagen. Sie erhält für die Platzierung

der Gesellschaftskapitalerhöhung die im Investitionsplan

ausgewiesene Vergütung in Höhe von bis zu € 15,30 Mio. zzgl.

5 % Agio auf das Eigenkapital. Die Vergütung entsteht anteilig

im Verhältnis des platzierten Gesellschaftskapitals zum gesamten

zur Platzierung vorgesehenen Gesellschaftskapital und wird

für jeden Beteiligten nach Eingang des Eigenkapitals des Beteiligten

bei der KG einzeln fällig.

Die FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH haftet nur bei

grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Verletzung der ihr obliegenden

Verpflichtungen. Sie übernimmt keine Haftung für den Eintritt

der von der KG und ihren Beteiligten angestrebten steuerlichen

und wirtschaftlichen Folgen, für die Bonität der Vertragspartner

der KG oder deren ordnungsgemäßer vertraglicher

Pflichterfüllung.

T REUHANDSCHAFT

Der Treuhandgesellschaft Jagdfeld & Partner Steuerberatungsgesellschaft

mbH ist die Treuhandschaft zwecks Aufnahme des

Anlegers in die Beteiligungsgesellschaft übertragen, und zwar

nach Maßgabe des in diesem Prospekt abgedruckten Treuhandvertrages.

Das Angebot zum Abschluss des Treuhandvertrages

erklärt der Anleger mit Abgabe seiner Beitrittserklärung. Der

Treuhandvertrag kommt mit der Annahmeerklärung durch die

Treuhandgesellschaft zustande. Die Treuhandgesellschaft Jagdfeld

& Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH erhält für die

Investitionsphase als Vergütung bis zu € 1.994.469,- zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer und eine laufende Vergütung ab dem

1.1.2003 von anfänglich € 102.285,- p.a. zzgl. der gesetzlichen

Umsatzsteuer. Die Vergütung ist jährlich nach Maßgabe der Entwicklung

des Preisindexes für die Lebenshaltung aller privaten

Haushalte (Basis 1991 = 100) anzupassen. Sie ist jeweils zum

31.12. eines jeden Jahres fällig.


V ERTRAG Ü BER G ESCHÄ FTSBESORGUNG

Die FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH hat mit der Beteiligungsgesellschaft

einen Vertrag zur Übernahme der Geschäftsbesorgung

geschlossen. Zu den Aufgaben der FUNDUS gehören

die Durchführung und Abwicklung aller Geschäftsführungsmaßnahmen

mit Ausnahme des Managements des Grand Hotel

Heiligendamm und seiner Einrichtungen sowie des Golfangebotes.

FUNDUS ist berechtigt, sich hinsichtlich seiner Leistungen

Dritter zu bedienen oder deren Erfüllung auf nahestehende

Unternehmen zu übertragen.

Als Vergütung für die Übernahme der Geschäftsbesorgung

bis zur Fertigstellung ist eine Pauschalvergütung in Höhe von bis

zu € 2.301.618,-zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer vereinbart.

Die Vergütung ist fällig gemäß § 20 des Gesellschaftsvertrages.

Ab Fertigstellung beträgt die jährliche Vergütung anfänglich

€ 102.285,- p. a. zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Diese Vergütung

ist jährlich nach Maßgabe der Entwicklung des Preisindexes

für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte (Basis

1991 = 100) anzupassen. Sie ist jeweils zum 31.12. eines jeden

Kalenderjahres fällig. Weiterhin erhält die FUNDUS FONDS-

Verwaltungen GmbH bei einer Veräußerung des Objekts oder

Teilen hiervon für den Nachweis eines Käufers oder für die beratende

Unterstützung der Beteiligungsgesellschaft eine Vergütung

in Höhe von 2 % zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer des

Verkaufspreises bei Abschluss eines Kaufvertrags. Die Haftung

der FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH bestimmt sich

entsprechend der Vereinbarungen zum Vertriebsauftrag.

P ROJEKTIERUNG

Zu den von der FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH übernommenen

Projektierungsleistungen gehören insbesondere die

Strukturierung, Analyse und Ermittlung der gesamten Wirtschaftlichkeit

des Hotels und aller Nebenbetriebe, die Regelung der

vertraglichen Beziehungen der Beteiligungsgesellschaft zu Gesellschaftern

und Treuhänder, die Regelung der übrigen Vertragsbeziehungen

sowie die Aufnahme und Sichtung der bestehenden

objektbezogenen Verträge. Für ihre Leistungen einschließlich der

Vorleistungen und des Kostenersatzes erhält die FUNDUS

FONDS-Verwaltungen GmbH eine Pauschalvergütung in Höhe

von bis zu € 2.301.618,- Mio. Der Anspruch auf die Pauschalvergütung

ist fällig gemäß § 20 des Gesellschaftsvertrages.

Die Haftung der FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH

bestimmt sich entsprechend der Vereinbarungen zum Vertriebsauftrag.

S TEUERBERATUNGSVERTRAG

Die Beteiligungsgesellschaft hat einen Vertrag zur Übernahme

der Steuerberatung durch eine Steuerberatungsgesellschaft

geschlossen. Gegenstand dieses Vertrags sind die laufende Buchhaltung,

die Erstellung der Jahresabschlüsse, die Fertigung der

Steuererklärungen, die Wahrnehmung der sonstigen steuerlichen

Belange der Gesellschaft sowie die außergerichtliche

Durchsetzung ihrer Ansprüche gegenüber der Finanzverwaltung.

Für seine Leistungen in der Investitionsphase erhält der

steuerliche Berater insgesamt ein Honorar in Höhe von bis zu

€ 1.150.309,-. zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Für den Eintritt

der von der KG verfolgten steuerlichen Ziele übernimmt

Die Grundstücks- und Leistungsverträge

der steuerliche Berater keine Haftung. Soweit in dem abgeschlossenen

Vertrag keine abweichenden Bestimmungen getroffen

sind, gelten – auch gegenüber Dritten – die Allgemeinen

Auftragsbedingungen für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte

und Steuerberatungsgesellschaften, Stand 1.1.1998. Abweichend

hiervon ist der Haftungshöchstbetrag nach Ziffer 5 (1)

der Allgemeinen Auftragsbedingungen bei leicht fahrlässiger

Pflichtverletzung des steuerlichen Beraters für sämtliche

Ansprüche auf € 2.556.459,– je Einzelfall, bei grob fahrlässiger

Vertragsverletzung des steuerlichen Beraters auf € 5.112.918,– je

Einzelfall erhöht.

M ANAGEMENTVERTRÄ GE UND T ECHNICAL

A SSISTANCE

Die Kempinski AG übernimmt auf Basis eines Managementvertrags

die gesamte Betriebsführung der Hotelanlage mit Ausnahme

des Golfangebots. Für ihre Dienstleistungen ab Eröffnung

des Grand Hotels erhält die Kempinski AG ein umsatzbezogenes

Honorar in Höhe von 3 % der jährlichen Bruttoerträge, d. h.

aller Erlöse aus dem Betrieb, und ein ergebnisbezogenes Honorar

ab dem zweiten vollen Betriebsjahr in Höhe von 10 % des Bruttobetriebsergebnisses.

Des Weiteren hat die Kempinski AG die

hotelfachliche Betreuung der Beteiligungsgesellschaft während

der Investitionsphase übernommen. Zu den Einzelheiten vgl.

Seite 58 f.

Die A. Hartl Resort AG & Co. Holding KG wird auf Basis

eines Managementvertrags die Betriebsführung der 27-Loch-

Golfanlage in Wittenbeck übernehmen. Für ihre Dienstleistungen

erhält sie ein Mindesthonorar von € 30.000 p. a. sowie ein

umsatzbezogenes Honorar in Höhe von 10 % der jährlichen

Nettoumsätze, d. h. aller Erlöse aus dem gesamten Spiel- und

Lehrbetrieb des Golfbetriebs, sofern das Bruttobetriebsergebnis

(Betriebsergebnis I) positiv ist. Das Mindesthonorar wird auf die

variable Vergütung angerechnet. Das Mindesthonorar wird

immer dann neu vereinbart, wenn sich der von dem Statistischen

Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung

eines Vier-Personen-Arbeitnehmer-Haushalts mit mittlerem

Einkommen (Basis 1991=100) um mehr als 5% seit Vertragsbeginn

bzw. der letzten Festsetzung erhöht oder ermäßigt.

G ESELLSCHAFTSVERTRAG

Der Gesellschaftsvertrag der Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft vom 13. Juli 2002

bestimmt den Zweck der Gesellschaft. Zweck der Gesellschaft ist

der Betrieb des Grand Hotel Heiligendamm in den von Grund

auf sanierten und modernisierten sowie neuen Gebäuden in

Heiligendamm und aller Einrichtungen und Anlagen, die für das

Grand Hotel Heiligendamm dienlich sind. Weiterhin regelt der

Gesellschaftsvertrag die Rechtsstellung der Gesellschafter untereinander

sowie deren Rechte und Pflichten. Der Wortlaut des

Gesellschaftsvertrags ist ab Seite 86 des Prospektes wiedergegeben.

Die für die Bewirtschaftungsphase vorgesehenen laufenden

Vergütungen gelten ab dem Jahr der Hoteleröffnung.

Die in diesem Prospekt enthaltene Übersicht über die Grundstücks-

und Leistungsverträge kann deren Inhalt nicht vollständig

wiedergeben. Die Verträge selbst enthalten weitere Regelungen,

die nicht im Prospekt beschrieben sind.

73


Die Rechtsstellung der Beteiligten

Die Treugeber werden über den Treuhandkommanditisten an

dem Gesellschaftsvermögen der Beteiligungsgesellschaft beteiligt.

Der Treuhandkommanditist erwirbt und verwaltet seine

Gesellschaftsbeteiligung im eigenen Namen, aber für Rechnung

der beigetretenen Beteiligten.

T REUHÄ NDERISCH B ETEILIGTE

Der Treuhandkommanditist vermittelt somit den Treugebern

das wirtschaftliche Eigentum am Grand Hotel Heiligendamm

und die wirtschaftliche Mitunternehmerstellung in Bezug auf

den Hotelbetrieb. Nach dem Gesellschaftsvertrag werden die

treuhänderisch Beteiligten im Innenverhältnis wie unmittelbar

beteiligte Kommanditisten behandelt. Der Treuhandkommanditist

überträgt in dem Treuhandvertrag sämtliche Rechte – soweit

dies gesellschaftsrechtlich zulässig ist – aus der Gesellschaftsbeteiligung

an den Treugeber.

Der Treugeber wird so z. B. unmittelbar Rechtsinhaber des

Anspruchs auf Ausschüttung und auf das Auseinandersetzungsguthaben

bei Ausscheiden aus der Gesellschaft. Aufgrund einer im

Treuhandvertrag enthaltenen Ausübungsvollmacht ist der Treugeber

berechtigt, in der Gesellschafterversammlung der Eigentümer-

Kommanditgesellschaft das auf seine treuhänderische Gesellschaftsbeteiligung

entfallende Stimmrecht selbst auszuüben.

Die Rechtsstellung des Treugebers ist somit wesentlich verstärkt,

ohne dass die Vorteile der treuhänderischen Verwaltung

der Gesellschaftsbeteiligung betroffen werden.

Der Treuhandkommanditist bleibt ermächtigt, die an den

Treugeber abgetretenen Rechte aus der Gesellschafterstellung

im Interesse des Treugebers zu verwalten, soweit er diese Rechte

nicht selbst ausübt. Der Treuhandkommanditist führt über alle

Treugeber ein Treugeberregister. Die Beteiligung des Treugebers

am Gewinn und Verlust der Beteiligungsgesellschaft sowie am

Gesellschaftsvermögen bestimmt sich nach der Höhe des

treuhänderisch gezeichneten Kapitalanteils.

Die Geschäftsführung in der Eigentümer-Kommanditgesellschaft

sowie die Vertretung sind Aufgabe der persönlich haftenden

Gesellschafterin. Mit der Wahrnehmung der Geschäftsbesorgungsaufgaben

hat sie die FUNDUS FONDS-Verwaltungen

GmbH beauftragt.

Die Mitbestimmung der Kommanditisten und Treugeber ist

durch entsprechende Kontroll- und Mitwirkungsrechte im

Gesellschaftsvertrag verankert. Die Kommanditisten und Treugeber

setzen einen Verwaltungsrat zur Beratung, Unterstützung

und Überwachung der Geschäftsführung ein. Auf diese Weise

können die Kommanditisten und Treugeber der Gesellschaft ein

Gremium beiordnen, das die Geschäftsführung berät.

Der Treugeber kann die Rechte aus dem Treuhandverhältnis,

also seine treuhänderische Beteiligung, ohne Zustimmung des

Treuhänders übertragen. Die treuhänderische Beteiligung geht auf

die Rechtsnachfolger des Treugebers (z. B. Erben) über. Der Treugeber

kann jederzeit die Übertragung der treuhänderisch gehaltenen

Beteiligung an sich vornehmen und die Beteiligung als Direktkommanditist

fortsetzen. Lediglich die Kosten der dann notwendig werdenden

Handelsregisteranmeldung trägt der Treugeber.

D IREKTKOMMANDITISTEN

Der Anleger hat die Möglichkeit, als unmittelbar beteiligter

Kommanditist der Eigentümer-Kommanditgesellschaft beizutre-

74

ten und in das Handelsregister eingetragen zu werden. Dazu hat er

dem Treuhänder eine notariell beglaubigte unwiderrufliche Handelsregister-Vollmacht

auszuhändigen. Die Kosten dieser Handelsregister-Vollmacht,

die erfahrungsgemäß ca. € 150,– betragen,

trägt der Beteiligte. Die übrigen Kosten der erstmaligen Handelsregistereintragung

sind im Investitionsplan berücksichtigt. Die

Kosten künftiger Handelsregisterveränderungen, z. B. infolge der

Übertragung der Kommanditbeteiligung auf einen Rechtsnachfolger,

trägt der Kommanditist. Die Rechtsstellung des Direktkommanditisten

und die wirtschaftliche Mitunternehmerstellung

in Bezug auf den Hotelbetrieb entsprechen in ihrem sachlichen

Inhalt den Rechten, die auch einem treuhänderisch Beteiligten

zugeordnet sind. Der Beitritt des Direktkommanditisten wird

durch den dazu beauftragten und bevollmächtigten Treuhänder

besorgt, der auch die Gesellschaftsbeteiligung des Kommanditisten

im Namen und im Interesse des Beteiligten verwaltet.

D IE H AFTUNG DES TREUHÄ NDERISCH B ETEI-

LIGTEN UND DES D IREKTKOMMANDITISTEN

Die Haftung des Kommanditisten gegenüber den Gesellschaftsgläubigern

ist gesetzlich geregelt (vgl. §§ 171 ff. HGB). Sie ist

auf die in das Handelsregister für den Kommanditisten eingetragene

Hafteinlage beschränkt. Die Hafteinlage entspricht dem

Betrag des gezeichneten Kapitalanteils (Pflichteinlage) und

beträgt somit 100 % des gezeichneten Kapitalanteils. Diese

gesetzliche Haftung des Kommanditisten erlischt mit Einzahlung

des Beteiligungsbetrags. Nach der gesetzlichen Regelung in

§ 172 HGB lebt die Haftung des Kommanditisten wieder auf,

soweit an ihn Ausschüttungen erfolgen, während das handelsrechtliche

Kapitalkonto unter den Betrag der Hafteinlage

gemindert ist.

Die Haftung lebt jedoch nicht vollumfänglich wieder auf,

sondern nur in Höhe der erhaltenen Ausschüttungen und Entnahmen,

höchstens jedoch in dem Umfang, in dem das handelsrechtliche

Kapitalkonto unter den Betrag der Hafteinlage herabgemindert

ist. Für den treuhänderisch Beteiligten ist gesellschaftsrechtlich

der Treuhänder Kommanditist.

Auf den Treugeber finden die gesetzlichen Vorschriften über

die Haftung des Kommanditisten zwar keine unmittelbare

Anwendung. Da jedoch die Kommanditistenstellung dem Treugeber

wirtschaftlich und rechtlich im Innenverhältnis zum Treuhänder

zugeordnet ist, ist der Treugeber aber verpflichtet, den

Treuhänder von einer eventuellen Inanspruchnahme durch Gläubiger

der Fondsgesellschaft freizustellen. Diese Freistellungsverpflichtung

des Treugebers ergibt sich aus dem Treuhandvertrag.

Sie ist ausgeschlossen, soweit der Treugeber seinen Beteiligungsbetrag

eingezahlt hat. Im Übrigen ist die Freistellungsverpflichtung

des Treugebers gegenüber dem Treuhandkommanditisten

entsprechend der gesetzlichen Vorschriften über die Kommanditistenhaftung

in den §§ 171 ff. HGB vertraglich geregelt.

Dies gilt auch hinsichtlich des Wiederauflebens der Haftung

durch Ausschüttungen. Eine Nachschusspflicht des Treugebers

über den Beteiligungsbetrag hinaus kann auch durch einen qualifizierten

Mehrheitsbeschluss in der Gesellschafterversammlung

nicht gegen den Willen eines Gesellschafters oder Treugebers

beschlossen werden. Der Treugeber oder ein Direktkommanditist

ist nicht verpflichtet, sich an einer gemäß § 8 des Gesellschaftsvertrags

beschlossenen Kapitalerhöhung zu beteiligen.


E INKOMMENSTEUER

Das steuerliche Konzept

Einkunftsart Gewerbebetrieb

Die Gesellschafter der Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co.

KG erzielen aus dem Hotelbetrieb und seinen Einrichtungen Einkünfte

aus Gewerbebetrieb gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG. Die

Gesellschaft ist sowohl nach Handels- als auch nach Steuerrecht

zur Buchführung und Bilanzierung verpflichtet und ermittelt ihren

Gewinn nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsgemäßer

Buchführung durch Vermögensvergleich (§ 5 EStG).

Nur Unternehmen, die als Gewerbetreibende anzusehen

sind, sind zur Inanspruchnahme der Investitionszuschüsse über

rd. € 40 Mio. aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung

der regionalen Wirtschaftsstruktur“ berechtigt.

Treuhandbeteiligung

Einkünfte aus Gewerbebetrieb sind den Gesellschaftern einer

Personenhandelsgesellschaft dann zuzurechnen, wenn sie in

gesamthänderischer Verbundenheit den Tatbestand der Einkunftsart

verwirklichen (BFH vom 03. 12. 1991, IX R 155/89,

BStBl II 1992, S. 459). Da die Kommanditgesellschaft das

Grand Hotel im Rahmen von Managementverträgen im eigenen

Namen und für eigene Rechnung betreibt, sind die von der

Gesellschaft erwirtschafteten Einkünfte den Gesellschaftern als

Einkünfte aus Gewerbebetrieb zuzurechnen.

Soweit die Beteiligung an der Gesellschaft durch ein Treuhandverhältnis

vermittelt wird, ist Voraussetzung für die Zurechnung

der Einkünfte aus Gewerbebetrieb beim Treugeber, dass der

Treuhänder ausschließlich für Rechnung und Gefahr des Treugebers

handelt und dieser nach der Ausgestaltung des Treuhandverhältnisses

und nach den sonstigen Umständen gegenüber

dem Treuhänder eine derart beherrschende Stellung einnimmt,

dass er wirtschaftlich die Rechte und Pflichten aus dem Betrieb

des Hotels trägt und über ein Weisungs- und Kontrollrecht

gegenüber dem Treuhänder Mitunternehmerinitiative entfalten

kann (BFH-Urteil vom 10. 12. 1992 XI R 45/88, BStBl II 1993,

Hotelkonzeption nach Einkunftsart im Vergleich *)

Das steuerliche Konzept

S. 538; BFH vom 27. 01. 1993, IX R 269/87, BStBl II 1994, S.

615). Dies gilt bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb auch bei

den mittelbar beteiligten Treugebern (BFH vom 25. 02. 1991,

GrS 7/89, BStBl II 1991, S. 691).

Betriebsausgaben in der Investitionsphase

Nach den vorliegenden Berechnungen ergeben sich in 2002

Betriebsausgaben in relativ geringfügiger Höhe. Diese Betriebsausgaben

belaufen sich im Jahr 2002 auf voraussichtlich ca. 6,8 %,

bezogen auf das vorgesehene Eigenkapital. Bei der Ermittlung der

vorgenannten Betriebsausgaben wurde angenommen, dass die

Eigenkapitalbeschaffungsgebühr und Steuerberatung für im Jahr

2002 beitretende Gesellschafter anteilig als Betriebsausgaben anerkannt

werden. Anderenfalls reduzieren sich die Betriebsausgaben

für das Jahr 2002 auf ca. 3,0 %, bezogen auf das vorgesehene Eigenkapital.

Ab dem Jahr 2003 stehen den Betriebsausgaben die Einnahmen

gegenüber. Das steuerliche Ergebnis entnehmen Sie der

Prognoserechnung (S. 64f).

Einschränkung des Verlustausgleichs

Nach § 2 Abs. 3 EStG sind der Verlustausgleich und der Verlustabzug

innerhalb derselben Einkunftsart unbeschränkt zulässig. Soweit

sich unter Einbeziehung der Verluste aus der Beteiligung insgesamt

ein Verlust aus Gewerbebetrieb ergibt, der allein oder zusammen

mit Verlusten aus anderen Einkunftsarten den Betrag von

€ 51.500,– bei Ledigen bzw. € 103.000,– bei Ehegattenveranlagung

überschreitet, ist die Verlustausgleichsbeschränkung zu beachten.

Positive Einkünfte aus anderen Einkunftsarten, die die vorgenannten

Beträge überschreiten, können nur bis zur Hälfte des

übersteigenden Betrags durch Verluste nicht identischer Einkunftsarten

gemindert werden. Soweit tatsächlich der maximal

nutzbare Verlust überschritten wird, kann der übersteigende

Betrag in das nächste Veranlagungsjahr vorgetragen oder bis zur

Höhe von € 511.500,- wahlweise in das letzte Veranlagungsjahr

zurückgetragen werden, wo er unter Beachtung der vorstehenden

Einschränkungen verrechnet werden kann.

Einkunftsart Vermietung & Gewerbebetrieb

Verpachtung Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG

1. Gebäudeabschreibung 2 % p. a. (50 Jahre) linear 3 % bzw. 4 % p. a. linear

2. Veräußerungsgewinn innerhalb von 10 Jahren steuerpflichtig, aber

steuerpflichtig a) € 51.200,– Freibetrag

b) halber Steuersatz

(einmalig, 55. Lebensjahr vollendet)

3. Veräußerungsverlust innerhalb von 10 Jahren mit

Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften

ausgleichsfähig

abzugsfähig

4. § 6b/6c EStG-Übertragung nicht möglich möglich

5. Preisnachlässe für Gesell- steuerpflichtig in der Regel steuerfrei (wenn zu zahlender

schafter bei Hotelnutzung Betrag die Selbstkosten nicht unterschreitet)

6. Gewerbesteuer nein ja, aber Anrechnung auf Einkommensteuer

7. Investitionszuschuss nein ja (rd. € 40 Mio.)

*) Diese Darstellung ist eine verkürzte Übersicht. Die gesetzlichen Regelungen enthalten zusätzliche Auflagen und Voraussetzungen, so dass im Einzelfall eine auf die

individuelle Situation abgestellte Beratung durch den persönlichen Steuerberater erforderlich ist.

75


Sofern im Übrigen keine negativen Einkünfte beim Gesellschafter

vorhanden sind, kann die vorstehende Verlustausgleichsbeschränkung

bei einer Beteiligung an der Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. KG nur bei sehr hoher Beteiligung relevant werden.

Keine Anwendung des § 2b EStG

Neben der vorstehend beschriebenen allgemeinen Einschränkung

des Verlustausgleichs ist für so genannte Verlustzuweisungsgesellschaften

eine weitergehende Einschränkung gegeben.

Nach § 2b EStG können Verluste aus solchen Gesellschaften

nur mit positiven Einkünften aus derselben Gesellschaft oder

anderen Verlustzuweisungsmodellen verrechnet werden, auf die

§ 2b EStG tatsächlich Anwendung gefunden hat. Diese Verluste

können damit generell nicht mehr mit positiven Einkünften aus

anderen (Nicht-Verlustzuweisungs-) Einkunftsquellen saldiert

werden.

Verlustzuweisungsgesellschaften sind gegeben, wenn beim

Erwerb der Gesellschaftsbeteiligung die Erzielung eines steuerlichen

Vorteils im Vordergrund steht. Dies ist nach dem Gesetzeswortlaut

insbesondere dann der Fall, wenn nach dem Betriebskonzept

der Gesellschaft die Rendite auf das einzusetzende Kapital

nach Steuern mehr als das Doppelte dieser Rendite vor

Steuern beträgt und die Betriebsführung dieser Gesellschaft überwiegend

auf diesem Umstand beruht, oder wenn Kapitalanlegern

Steuerminderungen durch Verlustzuweisungen in Aussicht

gestellt werden. Diese Tatbestandsmerkmale werden durch diesen

Emissionsprospekt nicht erfüllt. Die in der Investitionsphase

entstehenden Verluste sind im Verhältnis zum Gesellschaftskapital

als eher geringfügig zu bezeichnen, so dass die Erzielung eines

steuerlichen Vorteils bei der Anlageentscheidung offenkundig

nicht im Vordergrund steht. Die Verlustentstehung in der Investitionsphase

wird überdies nicht werbemäßig hervorgehoben,

sondern der dahingehende Hinweis erfüllt lediglich die Aufklärungspflicht

des Prospektherausgebers.

Die Finanzverwaltung hat ihre Interpretation für die

Anwendung von § 2b EStG in mehreren BMF-Schreiben

(Schreiben vom 5.7.2000, IV A 5 – S 2118 b – 111/00, BStBl I

2000, S. 1148; Schreiben vom 20.12.2000 BStBl I 2000, S.

1563) bekannt gemacht.

Neben den vorstehend erläuterten Gesichtspunkten wird

dort aus Gründen der Praktikabilität eine so genannte „Nichtaufgriffsgrenze“

geschaffen. Danach ist das Vorliegen eines Verlustzuweisungsmodells

i. S. d. § 2b EStG regelmäßig dann nicht

zu prüfen, wenn nach der Ergebnisvorschau das Verhältnis der

kumulierten Verluste während der Verlustphase zur Höhe des

gezeichneten und nach dem Betriebskonzept aufzubringenden

Kapitals 50 % nicht übersteigt (BMF-Schreiben vom 5.7.2000,

a.a.O., Tz. 4).

Im vorliegenden Fall wird die „ Nichtaufgriffsgrenze“ mehr

als deutlich unterschritten.

Bei der Beteiligungsgesellschaft handelt es sich somit nicht

um eine Verlustzuweisungsgesellschaft im Sinne von § 2b EStG.

Abschreibungen für Abnutzung

Gebäudeabschreibung

Die bestehenden Altbauten (Grand Hotel, Kurhaus, Haus Mecklenburg,

Burg Hohenzollern, Orangerie) wurden vollständig oder

nahezu vollständig entkernt und innerhalb der stehen bleibenden

Außenmauern das Innere der Gebäude unter anderem durch

das Einziehen von Betondecken sowie der Veränderung der

Raumaufteilung unter Umsetzung der tragenden Wände völlig

umgestaltet. Überwiegend ist es dabei auch zu einer vollständi-

76

gen Erneuerung der Dachkonstruktion gekommen.

Nach der BFH-Rechtsprechung (BFH-Urteil vom

19.03.1991, IX R 131/86, BFH/NV 1991, S. 670; BFH-Urteil vom

31.03.1992 IX R 175/87, BStBl II 1992, S. 808) liegt ein neues

Gebäude vor, wenn die neu eingefügten Gebäudeteile dem

Gesamtgebäude das bautechnische Gepräge eines neuen Gebäudes

verleihen, d. h. wenn Fundamente, tragende Mauern, Außenwände,

Geschossdecken und die Dachkonstruktion durch neue

ersetzt werden. Im Einzelfall ist allerdings noch nicht von einem

neuen Gebäude auszugehen, wenn einzelne dieser Gebäudeteile

(z. B. Geschossdecken) erneuert werden, solange dies in der

Gesamtbetrachtung für die einzelnen Gebäude nur von untergeordneter

Bedeutung ist. Auch die einschlägigen Verwaltungsanweisungen

beziehen sich ausdrücklich auf die vorgenannten BFH-

Entscheidungen zur Einkommensteuer, nach denen die Beibehaltung

bzw. Veränderung der tragenden Teile maßgeblich ist ( H 44

Einkommensteuerrichtlinien, Stichwort: Neubau). Das Verhältnis

der Höhe der Aufwendungen für die Baumaßnahme zum Wert

des bisherigen Gebäudes ist dabei ohne Bedeutung (BdF-Schreiben

vom 29.03.1993 IV B3-S 1988-28/93, BStBl I 1993, S. 279

(280); BdF-Schreiben vom 10.06.1997 IV B3 – S 1988 – 61/97).

Nach den vorgenannten Grundsätzen führen die Baumaßnahmen

zu neuen Gebäuden im einkommensteuerrechtlichen

Sinne, weil die bautechnisch tragenden Gebäudebestandteile

überwiegend erneuert wurden. Da die entsprechenden Baugenehmigungen

nach dem 31. 03. 1985 beantragt worden sind und

sich die Gebäude in einem steuerlichen Betriebsvermögen befinden,

sind die Gebäudeanschaffungskosten gemäß § 7 Abs. 4 Nr.

1 EStG mit 4 % linear abzuschreiben. Im Jahr der Fertigstellung

allerdings nur pro rata temporis.

Das Severin Palais, das neben Hotelzimmern den Schwimmbad-

und Wellnessbereich enthält, wird als Neubau errichtet.

Auch dieses Gebäude kann gem. § 7 Abs. 4 Nr. 1 EStG linear

mit 4 % p. a. abgeschrieben werden.

Soweit der Schwimmbad- und Wellnessbereich Betriebsvorrichtungen

beinhaltet, werden diese linear mit deren gewöhnlicher

Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die im Rahmen der Unternehmenssteuerreform verabschiedete

Absenkung des Abschreibungssatzes auf 3 % kommt für die

vorgenannten Gebäude nicht zur Anwendung, da diese nur für

Gebäude gilt, die aufgrund eines nach dem 31.12.2000 abgeschlossenen

obligatorischen Vertrags angeschafft werden (§ 52

Abs. 21 b EStG).

Da die obligatorischen Anschaffungsverträge für das Wirtschaftsgebäude,

den Kid’s-Club, das Ayurveda-Zentrum, das

Golfclubhaus mit Italienischem Restaurant, den Fürstenhof, das

Konferenzzentrum und die Gartenwirtschaft noch nicht abgeschlossen

sind, sind die Gebäudeanschaffungskosten gemäß § 7

Abs. 4 Nr. 1 EStG mit 3 % linear abzuschreiben.

Abschreibung auf Einrichtung

Bei der erworbenen Einrichtung handelt es sich um bewegliche

Wirtschaftsgüter, die linear mit durchschnittlich 10 % abgeschrieben

werden.

Abschreibung Tennisanlage

Die Tennisanlage ist linear auf 10 Jahre abzuschreiben.

Abschreibung Golfplatz

Der Golfplatz ist linear auf 20 Jahre abzuschreiben.

Abschreibung Parkplatzanlage

Die Parkplatzanlage ist linear auf 15 Jahre abzuschreiben.


Abschreibung auf Außenanlagen

Die Außenanlagen sind linear auf 15 Jahre abzuschreiben.

Preisnachlässe für Gesellschafter in der Regel steuerfrei

Nach der vorliegenden Hotelprognoserechnung ist nach den

nachstehenden Grundsätzen eine Versteuerung der eingeräumten

Preisnachlässe nicht zu erwarten.

Die Gesellschaft gewährt ihren Gesellschaftern einen Preisnachlass

für Übernachtungskosten. Dieser beträgt für Logis in

der Hauptsaison 10 % und in der Neben- und Zwischensaison

25 % des Listenpreises (rack-rate). Darüber hinaus gewährt die

Beteiligungsgesellschaft für den Golfplatz Wittenbeck einen

Nachlass von jeweils 30 % auf die Mitgliedschaft und die laufende

Spielberechtigung (green fee).

Unentgeltliche bzw. verbilligte Nutzungen durch Gesellschafter

sind (anteilig) Entnahmen im Sinne des Einkommensteuerrechts

(R 14 Abs. 4 EStR). Der Entnahmewert (§ 6 Abs. 1

Nr. 4 EStG) für Nutzungen bestimmt sich nach den tatsächlichen

Selbstkosten unter Einbeziehung der Abschreibungen

(BFH-Urteil vom 24.05.1989 I R 213/85, BStBl II 1990, S. 8).

Eine Besteuerung des Preisnachlasses käme danach in Betracht,

wenn der zu zahlende Betrag die Selbstkosten unterschreitet.

Umsatzsteuerlich handelt es sich um einen Leistungsaustausch

zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter. Gemäß

§ 10 Abs. 4 UStG i.V.m. § 10 Abs. 5 UStG ist in solchen Fällen

die so genannte Mindestbemessungsgrundlage zu beachten, soweit

diese das vom Gesellschafter zu zahlende Entgelt übersteigt. Die

Mindestbemessungsgrundlage ermittelt sich nach den bei der

Ausführung des konkreten Umsatzes entstehenden Selbstkosten.

Die vorstehenden Aussagen zur tatsächlichen Steuerbelastung

der Vorteile aus dem Preisnachlass gelten unter Zugrundelegung

der Hotelergebnisprognoserechnung und der sich daraus ergebenden

Selbstkosten. Die Höhe der Selbstkosten ist abhängig von der

tatsächlichen Kostenentwicklung und der tatsächlichen Auslastung

der Hotelanlage. Eine höhere Auslastung durch Dritte und

Gesellschafter führt zu einem niedrigeren Ansatz der Selbstkosten

pro Nutzungseinheit. Umgekehrt führt eine niedrige Auslastung

zu höheren Selbstkosten pro Nutzungseinheit. Soweit tatsächlich

aus der Inanspruchnahme von Preisnachlässen eine Umsatzsteuerbelastung

entstehen sollte, ist diese vom betreffenden Gesellschafter

zu tragen (vgl. § 17 Ziff. 3 Gesellschaftsvertrag).

Keine Auswirkung der Anwendung von § 15a EStG

Nach den erstellten Prognoserechnungen sind Verlustausgleichsbeschränkungen

bzw. die Besteuerung von Entnahmen

aus der Anwendung von § 15a EStG auf die Beteiligungsergebnisse

aus der Gesellschaft nicht zu erwarten.

Gewinnerzielungsabsicht liegt vor

Gewerbliche Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts

liegen vor, wenn neben den allgemeinen Tatbestandsmerkmalen

eine Gewinnerzielungsabsicht gegeben ist (§ 15 Abs. 2 EStG).

Nach Auffassung des Bundesfinanzhofs (BFH-Urteil vom

21.08.1990 VIII R 25/86, BStBl II 1991, S. 564; BFH-Urteil

vom 30.09.1997 IV R 80/94, DStR 1997, S. 2013) ist dabei entscheidend,

dass anhand konkret nachvollziehbarer Prognoserechnungen

unter Einbeziehung des Sonderbetriebsvermögens

sowie der Eigenkapitalausstattung ein positives Totalergebnis zu

erwarten ist. Ein etwaiger Veräußerungsgewinn ist bei der

Ermittlung des Totalergebnisses einzubeziehen.

Aufgrund der vorliegenden Prognoserechnung wird ein positives

steuerliches Totalergebnis im Jahr 2010 erwartet. Angesichts

der langen technischen Nutzungsdauer der Betriebsgebäu-

Das steuerliche Konzept

de und der unternehmerischen Tätigkeit der Gesellschaft ist das

Tatbestandsmerkmal der Gewinnerzielungsabsicht hier unproblematisch.

Es ist dabei zu berücksichtigen, dass das Investment

in vollem Umfang aus Eigenkapital finanziert wird. Sofern der

Gesellschafter beabsichtigt, Fremdkapital einzusetzen und keine

kurzfristige Rückführung des Fremdkapitals geplant ist, wird

unbedingt empfohlen, eine individuelle Berechnung unter Hinzuziehung

des persönlichen Steuerberaters zu erstellen und steuerlich

zu würdigen.

Veräußerungsgewinne begünstigt

Sofern der Gesellschaftsanteil veräußert wird, unterliegt die Differenz

zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des

Gesellschaftsanteils als Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer.

Für diese Veräußerungsgewinne gelten folgende steuerliche

Vergünstigungen:

a) Gemäß § 16 Absatz 4 EStG wird ein Freibetrag von

€ 51.200,– gewährt. Dieser reduziert sich insoweit, als der

Veräußerungsgewinn € 154.000,– überschreitet.

Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr

vollendet hat oder im sozialversicherungsrechtlichen

Sinne dauernd berufsunfähig ist. Der Freibetrag wird nur

einmal im Leben gewährt (§ 16 Absatz 4 Satz 2 EStG).

b) Daneben ist auf Antrag auf den Veräußerungsgewinn (bis

maximal € 5 Millionen) der halbe durchschnittliche Steuersatz,

mindestens aber der Eingangssteuersatz anzuwenden

(§ 34 Absatz 3 EStG). Auch der halbe durchschnittliche

Steuersatz wird unter den vorgenannten Voraussetzungen

nur einmal im Leben gewährt.

c) Sofern der Steuerpflichtige die Vergünstigung des § 34 Absatz

3 EStG nicht in Anspruch nimmt, unterliegen die Veräußerungsgewinne

des Gesellschafters der Besteuerungsregelung

für außerordentliche Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG. Die

für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer

beträgt das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen

der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte

zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes

Einkommen) und der Einkommensteuer für das

verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines

Fünftels dieser Einkünfte. In vielen Fällen, insbesondere bei

hohen laufenden positiven Einkünften, führt die Anwendung

dieser Regelung nicht zu einer Steuerentlastung.

Eine Veräußerung einzelner Wirtschaftsgüter des Gesellschaftsvermögens

unterliegt als Bestandteil des laufenden

Gewinns dem allgemeinen Steuersatz.

Die vorstehenden Grundsätze gelten analog, wenn die

Gesellschaft im Rahmen einer Betriebsaufgabe ihren gesamten

Gewerbebetrieb veräußert.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Veräußerung von

Gesellschaftsanteilen vor Ablauf von 10 Jahren auf der Ebene

des Gesellschafters einen gewerblichen Grundstückshandel

begründen kann (z. B. Verfügung der OFD Düsseldorf vom

09.07.1997, S 2240 A ST 111, DB 1997, S. 1440).

R EFINANZIERUNG DER B ETEILIGUNG NICHT

EMPFOHLEN

Eine Refinanzierung der Beteiligung kann im Hinblick auf die

Beurteilung der Gewinnerzielungsabsicht auf der Ebene des Gesellschafters

zu unerwünschten steuerlichen Ergebnissen führen.

Unabhängig davon ist darauf hinzuweisen, dass eine Beteiligung

an der Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG ein

77


unternehmerisches Engagement mit den damit naturgemäß verbundenen

Chancen und Risiken ist. Abgesehen von den dargestellten

negativen steuerlichen Folgen kann auch aus Gründen

kaufmännischer Vorsicht eine Refinanzierung der Beteiligung

nicht empfohlen werden.

G EWERBESTEUER

Die Gesellschaft betreibt ein Gewerbe und unterliegt grundsätzlich

der Gewerbesteuer. Mit einer Gewerbesteuer ist ab 2004 zu

rechnen.

§ 35 EStG soll die Belastung von Einzelunternehmer und

Mitunternehmer von Personengesellschaften durch Gewerbesteuer

entlasten. Im Rahmen dieser Regelung wird die Einkommensteuer

um eine pauschale Anrechnung der Gewerbesteuer

vermindert. Der pauschale Anrechnungsbetrag ermittelt sich mit

dem 1,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrages. Bei Gesellschaftern

von Personengesellschaften ist dieser Anrechnungsbetrag

nach der Beteiligung am Gesellschaftskapital zu verteilen.

Unabhängig von der pauschaleinkommensteuerlichen

Anrechnung bleibt die Gewerbesteuer als Betriebsausgabe weiterhin

abzugsfähig. Im Ergebnis bedeutet dies, dass bei einem

Gewerbesteuer-Hebesatz von 350 %, wie in Heiligendamm,

durch Anrechnung des Anrechnungsbetrages nach § 35 EStG

auf die Einkommensteuer sowie den Betriebsausgabenabzug eine

Gewerbesteuerbelastung wirtschaftlich in der Regel in vollem

Umfang kompensiert wird.

Dies ist jedoch nur der Fall, wenn der Mitunternehmer

(Gesellschafter) zur Einkommensteuer veranlagt wird und die

tarifliche Einkommensteuer mindestens der Höhe des Anrechnungsbetrages

entspricht.

Des Weiteren ist zu beachten, dass das Anrechnungsvolumen

auf die Höhe der tariflichen Einkommensteuer i. S. des § 35

78

EStG, die anteilig auf die im zu versteuernden Einkommen enthaltenen

gewerblichen Einkünfte entfällt, begrenzt wird (Ermäßigungshöchstbetrag).

D. h., sollte der Anrechnungsbetrag höher

als die tarifliche Einkommensteuer sein oder der Ermäßigungshöchstbetrag

geringer als der mögliche Anrechnungsbetrag, wird

die Gewerbesteuerbelastung nicht in voller Höhe kompensiert.

E INZIGARTIGE V ORTEILE BEI E RBSCHAFT-

UND S CHENKUNGSTEUER

Die Gesellschafter/Treugeber sind am Vermögen der Gesellschaft

entsprechend ihrer Beteiligungsquote berechtigt. Als

steuerpflichtiger Erwerb im Schenkungs- und Erbfall gilt die

Bereicherung des Begünstigten, soweit sie nicht steuerfrei ist. Zu

bewerten ist der Wert des übergegangenen Vermögens auf den

Tag des Erbfalls bzw. den Tag der Schenkung (sog. Bedarfsbewertung).

Die Bewertung richtet sich nach den allgemeinen Bewertungsvorschriften.

Forderungen und Schulden werden in nomineller

Höhe, Betriebsvorrichtungen mit dem Steuerbilanzwert

sowie Grundstücke nach den Vorschriften der §§ 145 ff. BewG

bewertet. Der Wert der Beteiligung wird im Wesentlichen durch

den bebauten Grundbesitz bestimmt. Da sich im vorliegenden

Fall aufgrund der Einzigartigkeit der Immobilie eine übliche

Miete i.S.v. § 146 Abs. 3 BewG nicht ermitteln lässt, ergibt sich

der Wert des Grundbesitzes gem. § 147 BewG (R 178 Abs. 1 S. 4

Erbschaftsteuerrichtlinien). Der Wert des Grund und Bodens ist

hierbei mit dem um 30 % verminderten Bodenrichtwert (§ 147

Abs. 2 BewG) anzusetzen. Der Wert der Gebäude bestimmt sich

nach den ertragsteuerlichen Bewertungsvorschriften. Aufgrund

der in Anspruch genommenen Abschreibungen wird sich der

ertragsteuerliche Gebäudewert nach Abschluss der Baumaßnahmen

sukzessive auf einen geringen Restwert vermindern.

Hotelkonzeption als Gewerbebetrieb:

Einzigartige Steuervorteile bei Schenkung und Erbschaft im Vergleich *)

Gegenstand der Barvermögen Immobilien(fonds) bei Grand Hotel Heiligendamm

Schenkung/Erbschaft Vermietung & Verpachtung GmbH & Co. KG

Bemessungsgrundlage Nominalwert Mietwert (12,5 x Miete) Buchwert der Beteiligung

Höhe der Bemessungs- konstant steigt (durch höhere Mieten) sinkt bis auf Grundstückswert

grundlage im Zeitablauf

Bemessungsgrundlage

25 Jahre

25 Jahre

Freibetrag € 256.000,– nein nein ja, € 256.000,–

für Gewerbebetrieb alle 10 Jahre

Bewertungsabschlag nach nein nein 40 %

Abzug des Freibetrages

persönlicher Freibetrag für alle Gegenstände von Schenkung und Erbschaft gleiche Freibeträge

Steuerklassen I, II, III (je nach I, II, III (je nach immer I (unabhängig

Verwandtschaftsgrad) Verwandtschaftsgrad) vom Verwandtschaftsgrad)

*) Diese Darstellung ist eine verkürzte Übersicht. Die gesetzlichen Regelungen enthalten zusätzliche Auflagen und Voraussetzungen,

so dass im Einzelfall eine auf die individuelle Situation abgestellte Beratung durch den persönlichen Steuerberater erforderlich ist.

Bemessungsgrundlage

Bemessungsgrundlage

25 Jahre


Für die Erbschaftsteuer ergeben sich die in der nachfolgenden

Tabelle aufgeführten geschätzten Wertansätze bezogen auf das

nominale Eigenkapital bei konstantem Bodenrichtwert.

Wertansatz per %

01. 01. 2004 93,6

01. 01. 2005 88,8

01. 01. 2006 84,6

01. 01. 2007 80,3

01. 01. 2008 76,1

01. 01. 2009 71,9

01. 01. 2010 67,7

01. 01. 2011 63,5

01. 01. 2012 59,3

01. 01. 2013 55,1

Wertansatz per %

01. 01. 2014 51,6

01. 01. 2015 48,2

01. 01. 2016 45,0

01. 01. 2017 41,7

01. 01. 2018 38,5

01. 01. 2019 35,3

01. 01. 2020 32,2

01. 01. 2021 29,2

01. 01. 2022 26,3

01. 01. 2023 23,3

Die vorstehenden Werte sind auch im Schenkungsfall maßgeblich.

Die unentgeltliche Übertragung einer Beteiligung an der

Gesellschaft ist entsprechend der vorstehenden Darstellung auch

nach der Neuregelung der Bewertung von Grundbesitz durch das

Jahressteuergesetz 1997 deutlich günstiger als die Übertragung

von Barmitteln. Sie ist auch deutlich günstiger als die Übertragung

von im Privatvermögen gehaltenen vermieteten Immobilien,

deren Wertansatz im Zeitablauf durch die Anknüpfung an den

jährlichen Mietertrag bei Mietsteigerungen steigt. Demgegenüber

ist bei einer Beteiligung an der Gesellschaft wegen der mit dem

Unikatcharakter der Immobilie verbundenen besonderen Bewertungsvorschriften

mit ständig fallenden Wertansätzen zu rechnen.

Die vorstehend beschriebenen günstigen steuerlichen Effekte

gelten erst nach Fertigstellung der Gebäude und Eigentumsumschreibung,

da bis dahin die mit dem Nominalwert zu bewertenden

Sachleistungsansprüche aus dem Bauträgerkaufvertrag

anzusetzen sind.

Da es sich ertragsteuerlich um gewerbliches Betriebsvermögen

handelt, kommen grundsätzlich der zuwenderbezogene Freibetrag

gem. § 13a Abs. 1 ErbStG in Höhe von 256.000,– sowie die Kürzung

des Steuerwerts des darüber hinausgehenden Betrages um 40

% in Betracht. Zusätzlich entlastet § 19a ErbStG den Erwerber, da

die auf das begünstigte Vermögen entfallende Steuer unabhängig

Das steuerliche Konzept

vom Verwandtschaftsverhältnis zum Zuwender nach den Steuersätzen

der Steuerklasse I ermittelt wird. Im Einzelfall sind allerdings

die engen Anwendungsvoraussetzungen dieser Vorschrift zu

beachten. Die Nachversteuerungsregelung gem. § 13a Abs. 5

ErbStG bei Erfüllung bestimmter Tatbestände (Veräußerungsverbot,

Verbot der Betriebsaufgabe, Beschränkung von über den

Gewinn hinausgehenden Entnahmen auf € 51.200,–) im 5-jährigen

Nachversteuerungszeitraum ist gleichfalls zu beachten. Sofern

die Inanspruchnahme dieser Regelung angestrebt wird, ist die Hinzuziehung

eines steuerlichen Beraters unbedingt zu empfehlen.

Mit Beschluss vom 24. Oktober 2001 II R 61/99 wird zum wiederholten

Mal die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob unterschiedliche

Bewertungen des vererbten Vermögens, z. B. Grundvermögen

oder Barvermögen, und die daraus resultierenden

unterschiedlichen Erbschaftsteuerbelastungen verfassungswidrig

sind. Neben dieser allgemeinen Frage geht der Beschluss unter

anderem auch auf die besonderen Vergünstigungen ein, die beim

Betriebsvermögen im Erbschaftsfall angewendet werden können.

Hierbei handelt es sich in erster Linie um die Übernahme der

Steuerbilanzwerte, um die Gewährung des Freibetrags von Euro

256.000,00 und um die Gewährung des Bewertungsabschlages in

Höhe von 40 % sowie um die so genannte Tarifbegrenzung.

Die im Emissionsprospekt dargestellten steuerlichen Vorteile

zur Erbschaft- und Schenkungsteuer stellen die derzeit geltende

Rechtslage dar. Da Anleger bei dem Objekt Heiligendamm originär

Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen, kommen sie in den

Genuss, den das Erbschaftsteuergesetz für Betriebsvermögen vorsieht.

Diese erheblichen Vergünstigungen für Betriebsvermögen

stehen schon seit längerem auf dem Prüfstand. Mit dem BFH-

Beschluss vom 24.10.2001 formuliert der BFH deutliche Zweifel

an der Verfassungsmäßigkeit der Erbschaftsteuer, die bei der

Anwendung des derzeit geltenden Erbschaftsteuerrechts zu

erheblichen Differenzen beim Wertniveau der Bemessungsgrundlagen

des Immobilienvermögens zu anderen Wirtschaftsgütern (z.

b. Geld) kommt. Die verfassungsrechtlichen Bedenken werfen die

Frage auf, ob die erbschaftsteuerlichen Vorteile bei der Beteiligung

an dem Objekt Heiligendamm nach einer Überprüfung

durch die Finanzverwaltung bestehen bleiben. Die Finanzverwaltung

hat auf den Beschluss des BFH vom 24.10.2001 reagiert und

Berechnungsbeispiel: Schenkung an Lebensgefährten (nicht verheiratet)

Barschenkung Beteiligung Grand Hotel

Heiligendamm GmbH & Co. KG

Schenkung nach 12 Jahren

1 Steuerklasse III I

2 Vorgesehene Übertragung 500.000 500.000

3 Steuerlicher Wert ca. 500.000 258.000

4 abzüglich Freibetrag Betriebsvermögen 0 256.000

5 verbleibende Bemessungsgrundlage 500.000 2.000

6 abzüglich Wertabschlag (40 %) 0 800

7 verbleibende Bemessungsgrundlage 500.000 1.200

8 abzüglich persönlichem Freibetrag 5.200 5.200

9 verbleibende Bemessungsgrundlage 494.800 0

10 Steuersatz 29 % 0 %

11 zu zahlende Schenkungsteuer 143.492 0

12 Vermögensminderung 29 % 0 %

13 Übertragenes Vermögen 356.508 500.000

79


80

Steuerklassen, Freibeträge und Tarife

bei Erbschaft und Schenkung

Steuertarife gemäß § 19 ErbStG

Steuerpflichtiger Betrag Steuersatz je Steuerklasse

bis einschließlich € I II III

52.000 7% 12% 17%

256.000 11% 17% 23%

512.000 15% 22% 29%

5.113.000 19% 27% 35%

12.783.000 23% 32% 41%

25.565.000 27% 37% 47%

über 25.565.000 30% 40% 50%

Je höher die

Bemessungsgrundlage,

desto höher

sind die

Steuersätze!

Je entfernter der Verwandtschaftsgrad, desto höher sind die Steuersätze!

Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG Besteuerung immer nach Steuerklasse I (unabhängig vom Verwandtschaftsgrad)

Allgemeine Freibeträge gemäß § 16 ErbStG

Verwandtschaftsgrad Freibetrag €

Ehegatte 307.000

Kinder, Stiefkinder 205.000

Je entfernter

der Verwandt-

Enkel, Urenkel, Eltern, Groß- und Urgroßeltern im Erbfall 51.200 schaftsgrad,

Eltern, Groß- und Urgroßeltern bei Schenkung,

desto niedriger

Geschwister, Neffen, Nichten, Schwiegerkinder

sind die Frei-

und -eltern, geschiedene Ehegatten 10.300 beträge!

Verlobte, Lebensgefährte, alle anderen 5.200

Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG zusätzlicher Freibetrag € 256.000,– (alle 10 Jahre bei vorweggenommener Erbfolge)

Steuerklassen gemäß § 15 ErbStG

Steuerklasse I Steuerklasse II Steuerklasse III

Erben Ehegatten, Kinder, Geschwister, Neffen, Verlobte,

Stiefkinder, Enkel, Nichten, Schwiegerkinder Lebensgefährte,

Urenkel, Eltern, Groß- und -eltern, Stiefeltern, alle anderen

eltern, Urgroßeltern geschiedene Ehegatten

Beschenkte Ehegatten, Kinder, Stiefkinder, Geschwister, Neffen, Nichten, Verlobte,

Enkel, Urenkel Schwiegerkinder und -eltern, Lebensgefährte,

Stiefeltern, geschiedene Ehegatten,

Eltern, Großeltern, Urgroßeltern

alle anderen

Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG Besteuerung immer nach Steuerklasse I bei Erbschaft und Schenkung


mit Erlass vom 06.12.2001 S 3700/15 die Finanzämter angewiesen,

Festsetzungen der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) ab

sofort in vollem Umfang für vorläufig zu erklären. Die Frage ist

nun, ob diese Vorläufigkeitserklärungen in den Steuerbescheiden

später einmal, wenn das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das

jetzt bestehende Erbschaftsteuergesetz für mit dem Gesetz unvereinbar

oder für nichtig erklären sollte, dazu führen könnten, dass

die erbschaft-/schenkungsteuerlichen Vorteile aus der Beteiligung

am Bauvorhaben Heiligendamm später aberkannt werden.

Trotz einer Vorläufigkeitserklärung gemäß § 165 AO durch die

Finanzverwaltung bleiben die im Steuerfestsetzungsverfahren

getroffenen Feststellungen in Steuerbescheiden zumindest bis zum

Ergehen eines Urteils des BVerfG uneingeschränkt gültig, da hier

geltendes Recht angewandt wird. Der Vertrauensschutz bei der

Aufhebung und Änderung von Steuerbescheiden entfaltet hier

seine große Bedeutung. In § 176 Abs. 1 AO heißt es „Bei der Aufhebung

oder Änderung eines Steuerbescheides darf nicht zu

Ungunsten des Steuerpflichtigen berücksichtigt werden, dass das

BVerfG die Nichtigkeit eines Gesetzes feststellt, auf dem die bisherige

Steuerfestsetzung beruht“. Diese Vorschrift der Abgabenordnung

schützt also den Bürger bei der Gestaltung seiner Vermögensverhältnisse

im Vertrauen auf die geltende Rechtslage. Für die Praxis

bedeutet dies, dass nach wie vor die Steuervorteile zu

Betriebsvermögen bei der Erbschaft-/Schenkungsteuer gewährt

werden, da zumindest bis zum Urteil des BVerfG Vertrauensschutz

besteht. Ob über diesen Termin hinaus auch noch Vertrauensschutz

besteht, ist davon abhängig, wie das BVerfG entscheidet. Wenn das

BVerfG seiner bisherigen Spruchpraxis treu bleibt und wie in vergleichbaren

Fällen, das Gesetz nicht für nichtig, sondern lediglich

für unvereinbar erklärt, ist das derzeitig geltende Recht bis zu einer

Neuregelung durch den Gesetzgeber weiterhin maßgebend und

anwendbar. Sollte jedoch das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz

rückwirkend für nichtig erklärt werden, dann gilt der Vertrauensschutz

wie vorstehend ausgeführt nur bis zur Urteilsverkündung.

U MSATZSTEUER

Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG erbringt in

Form der Beherbergungs- und Bewirtungsumsätze gem. § 4 Nr.

12 S. 2 UStG umsatzsteuerpflichtige Leistungen. Sie kann insoweit

die ihr für den Erwerb der Immobilien sowie der übrigen

Wirtschaftsgüter des Gesellschaftsvermögens in Rechnung

gestellten Umsatzsteuern als Vorsteuer abziehen. Die hieraus

resultierenden Vorsteuererstattungsbeträge sind in den Finanzierungsplan

der Gesellschaft einkalkuliert.

Darüber hinaus wird die Gesellschaft weitere steuerbare Leistungen

durch die Ausgabe von Gesellschaftsanteilen erbringen,

die jedoch nach § 4 Nr. 8f UStG befreit sind. Eine Option zur

Umsatzsteuerpflicht gem. § 9 UStG ist hier nicht vorgesehen.

Ein Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit der Ausgabe der

Gesellschaftsanteile steht der Gesellschaft nicht zu. Gleiches

gilt für Leistungen, die nicht gegenüber der Gesellschaft, sondern

gegenüber dem Gesellschafter erbracht werden (z. B. Teile

der Treuhand- und Steuerberatungsleistungen). Der hieraus

resultierende Aufwand aus nicht abzugsfähigen Vorsteuern ist im

Umfang der Erfahrungen aus abgeschlossenen Außenprüfungen

bei vergleichbaren Gesellschaften im Gesamtbetrag nach § 7 des

Gesellschaftsvertrags kalkuliert.

G RUNDERWERBSTEUER

Der Erwerb von Grundbesitz durch die Gesellschaft ist grunderwerbsteuerbar

und -pflichtig gem. § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG.

Das steuerliche Konzept

Diese Grunderwerbsteuer ist im Investitionsplan der Gesellschaft

berücksichtigt.

Der Erwerb von Mitgliedschaftsrechten an einer Personengesellschaft

war in der Regel nicht grunderwerbsteuerbar, soweit

nicht sämtliche Anteile übereignet wurden. Im Rahmen des Steueränderungsgesetzes

1997 ist § 1 Abs. 2a GrEStG in das Gesetz

eingefügt worden. Danach unterliegt der vollständige oder

wesentliche (mindestens 95 %) Wechsel im Gesellschafterbestand

einer Grundstücks-Personengesellschaft der Grunderwerbsteuer.

§ 8 Abs. 2 GrEStG in der Fassung des Steuerentlastungsgesetzes

bestimmt als Bemessungsgrundlage den Bedarfswert im

Sinne des § 138 Abs. 3 BewG, wie dieser in den Ausführungen zur

Erbschaft- und Schenkungsteuer erläutert worden ist.

Gem. § 1 Abs. 2a Satz 3 GrEStG unterliegt im vorliegenden

Fall allerdings nur ein Teil der Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer,

weil die Gesellschafter der Verkäuferin (ECH Entwicklungs-Compagnie

Heiligendamm GmbH & Co. KG) und

der Käuferin (Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG)

zum Zeitpunkt des Abschlusses des Bauträgerkaufvertrages identisch

waren. Für diesen Erwerbsvorgang (Bauträgerkaufvertrag)

entfällt die Befreiungsvorschrift des § 6 Abs. 3 GrEStG rückwirkend

mit der geplanten Kapitalerhöhung. Soweit aus diesem

Grunde beim Erwerb selbst die Anwendung der Befreiungsvorschrift

des § 6 Abs. 3 GrEStG versagt wird, bleibt die Bemessungsgrundlage

für den vorgesehenen Gesellschafterwechsel gem.

§ 1 Abs. 2a Satz 3 GrEStG steuerfrei, auch wenn mehr als 95 %

der Gesellschaftsanteile auf neue Gesellschafter übergehen

(koordinierter Ländererlaß vom 7.2.2000, -3- S 4501/6, BStBl. I

2000, S. 344). Die nach Inanspruchnahme dieser Befreiung verbleibende

Grunderwerbsteuer aus dem Gesellschafterwechsel ist

in den Investitionsplan der Gesellschaft einkalkuliert.

EINHEITLICHE UND GESONDERTE FESTSTELLUNG

Die Einkünfte sind den Gesellschaftern nach dem Gesellschaftsvertrag

festkapitalanteilig zuzurechnen. Verfahrensrechtlich

werden mittelbar beteiligte Treugeber grundsätzlich wie Gesellschafter

behandelt, da die Zwischenschaltung eines Treuhänders

unbeachtlich ist, wenn diesem wirtschaftlich Einkünfte nicht

zugerechnet werden. Die Einkünfte aus der Beteiligungsgesellschaft

werden vom zuständigen Betriebsfinanzamt gem. § 180

Abs. 1 Nr. 2a AO einheitlich und gesondert für jeden Gesellschafter

festgestellt. An diese Feststellungen ist das Wohnsitzfinanzamt

des Gesellschafters gebunden.

A NGABENVORBEHALT

Die den dargestellten steuerlichen Folgen zugrundeliegenden Prämissen

stehen in Übereinstimmung mit dem Gesetz sowie der veröffentlichten

Rechtsprechung und der veröffentlichten oder

nachgewiesenen Verwaltungsauflagen zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe.

Die dargestellten steuerlichen Folgen stehen

unter dem Vorbehalt der Anerkennung durch die Finanzverwaltung.

Detaillierte Ausführungen und ergänzende Hinweise enthält

das vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebene steuerliche

Gutachten, das jedem ernsthaften Anlageinteressenten gerne

zur Verfügung gestellt werden kann. Eine Haftung für den Eintritt

der mit einer Beteiligung beabsichtigten steuerlichen Effekte

kann nicht übernommen werden, da die Festsetzung der Besteuerung

der Finanzverwaltung obliegt. Soweit die Betriebsausgaben

quantifiziert sind, ist ein Beitritt im Jahr 2002 unterstellt.

81


Bei der Beteiligung an der Grand Hotel Heiligendamm GmbH

& Co. KG handelt es sich um eine langfristig angelegte unternehmerische

Investition.

Der Anleger wird Hotelier und hat alle mit dem Betrieb des

Grand Hotel Heiligendamm und der Nebeneinrichtungen verbundenen

Chancen. Er trägt aber auch die mit der Eigentümerstellung

und dem Hotelbetrieb und seiner Nebeneinrichtungen

verbundenen Risiken.

Zukünftige Entwicklungen der wirtschaftlichen, rechtlichen

oder steuerrechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. Änderungen

in der Gesetzgebung, Rechtsprechung oder der Verwaltungspraxis

können die Ertragslage und damit die Werthaltigkeit der

Vermögensanlage beeinflussen.

Die nachfolgenden Risikohinweise sind beispielhaft und

nicht abschließend.

L AUFENDE L IQUIDITÄ TSENTWICKLUNG DER

B ETEILIGUNGSGESELLSCHAFT

Die nach den Prognosen geplanten Einnahmen und Ausgaben

(vgl. Seite 64 f.) basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten.

Wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der

Beteiligung haben die tatsächlich erzielten Erlöse sowie alle

tatsächlich anfallenden Betriebsausgaben, z. B. für Personal,

Bewirtschaftungskosten, Instandhaltung und Instandsetzung

sowie Modernisierung, ferner die Pflege der Außenanlagen.

Höhere Ausgaben und/oder geringere Erlöse als prognostiziert

verändern das Betriebsergebnis und damit auch die für eine

Ausschüttung prognostizierte Liquidität.

Im Übrigen entscheiden die Gesellschafter jährlich über die

Höhe der Ausschüttung.

B ETRIEBSERGEBNISSE

Die Beteiligungsgesellschaft betreibt das Hotel mit seinen

Nebeneinrichtungen für eigene Rechnung. Die Chancen und

Risiken aus dem Betrieb trägt die Beteiligungsgesellschaft und

damit die an ihr beteiligten Gesellschafter. Die in den einzelnen

Betriebsergebnisprognosen enthaltenen Annahmen und prognostizierten

künftigen wirtschaftlichen Entwicklungen können

durch die tatsächlichen Ergebnisse der einzelnen Betriebe unterschritten

werden.

Ob jedoch die in den Betriebsergebnisrechnungen ermittelten

Einnahmen das in die Prognoserechnung eingestellte

Niveau erreichen werden, wird im Wesentlichen von der Standortentwicklung,

der Geldwertentwicklung, der Konjunkturlage

– vor allem für Luxushotels, Gastronomie, Gesundheits- und

Lifestyle-Angebote – sowie der Entwicklung der Konsum- und

Verbrauchergewohnheiten, so auch der Anleger aufgrund deren

Sonderrechte, beeinflusst sein. Das gleiche gilt für die betrieblichen

Aufwendungen. Auch insoweit handelt es sich um Prognosen

und Annahmen, die, sofern höhere Aufwendungen als

prognostiziert eintreten, unmittelbar zu Verlusten und liquiden

Unterdeckungen führen können. Ferner können infolge geänderter

Ansprüche Umbaukosten auf die Gesellschaft zukommen,

82

Die Risikohinweise

die nicht kalkuliert sind. Soweit diese nicht aus Reserven finanziert

werden können, müssten sie durch Aufnahme von Fremdmitteln

und/oder zu Lasten der Ausschüttung finanziert werden.

In solchen Fällen ist die Grand Hotel Heiligendamm GmbH

als persönlich haftende Gesellschafterin berechtigt und verpflichtet,

zur ordnungsgemäßen Führung der Betriebe erforderliche

Betriebsmittelkredite im Namen und auf Rechnung der

Beteiligungsgesellschaft aufzunehmen und ggf. am Gesellschaftsvermögen

zu besichern (Gesellschaftsvertrag § 9 Abs. 1).

I NSTANDHALTUNG/INSTANDSETZUNG/

M ODERNISIERUNG

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass nach Abschluss der

Investitionsphase höhere Instandhaltungs- und Bewirtschaftungsaufwendungen

als kalkuliert entstehen. Sollte dies der Fall

sein, müssten diese aus der Liquiditätsreserve oder zu Lasten der

Ausschüttung bedient oder ggf. darüber hinaus durch Fremdmittel

finanziert werden. Es ist auch nicht auszuschließen, dass

Marktanpassungsmaßnahmen erforderlich werden, um die

Attraktivität des Grand Hotel Heiligendamm aufrechtzuerhalten

oder zu erhöhen.

G EWINNERZIELUNGSABSICHT/GEWERB-

LICHER G RUNDSTÜ CKSHANDEL

Eine Fremdfinanzierung der Beteiligungssumme ist nicht zu

empfehlen, da die Finanzverwaltung die Gewinnerzielungsabsicht

in Frage stellen könnte (steuerlich „Liebhaberei“) mit der

Folge, dass zugeordnete steuerliche Verluste nicht steuermindernd

beim Beteiligten berücksichtigt werden.

Auch eine nur kurzfristige Beteiligungsabsicht kann die

Gewinnerzielungsabsicht in Frage stellen.

Sofern die Beteiligung vor Ablauf von 10 Jahren veräußert

wird, kann die Feststellung eines gewerblichen Grundstückshandels

beim Beteiligten infolge dieser Veräußerung nicht ausgeschlossen

werden. Dies hätte zur Folge, dass sich die Verluste bis

zum Ablauf der Frist deutlich reduzieren und ggf. weitere bisher

private Immobilienveräußerungen mit den dargestellten Folgen

in diesen gewerblichen Grundstückshandel einbezogen werden.

A LLGEMEINES V ERTRAGSRISIKO

Der Prospektdarstellung liegt zugrunde, dass die Vertragspartner der

Beteiligungsgesellschaft ihre Leistungspflichten jeweils vertragsgemäß

erfüllen. Die Gesellschaft hat eine Reihe von Verträgen

abgeschlossen. Unbeschadet der Tatsache, dass die Vertragspartner

der Beteiligungsgesellschaft verpflichtet sind, die Verpflichtungen

aus den eingegangenen Verträgen zu erfüllen, ist nicht auszuschließen,

daß sich die Bonität der Vertragspartner verschlechtert, so dass

diese ihren Verpflichtungen nicht mehr entsprechen können und

Ansprüche gegen diese nicht mehr durchsetzbar sind.

Abhängig von der jeweils durch den Vertragspartner übernommenen

Verpflichtung können in solchen Fällen auch nachhaltige

Auswirkungen auf die Liquiditäts- und Vermögenslage

der Beteiligungsgesellschaft eintreten.


H AFTUNG

Nach Eintragung in das Handelsregister ist die Haftung der

Kommanditisten für von diesem Zeitpunkt an begründete Verbindlichkeiten

der Gesellschaft jeweils auf die Hafteinlage

begrenzt und erlischt, soweit die Einlage geleistet ist. Die Höhe

der Hafteinlage entspricht der Höhe der Pflichteinlage (Beteiligungssumme).

Soweit durch Ausschüttungen (Entnahmen) und Verluste

der Saldo der Kapitalkonten unter den Betrag der Hafteinlage

sinkt, lebt die Haftung in Höhe der angenommenen Einlage gem.

§ 172 Absatz 4 HGB wieder auf. Für Treugeber gilt wirtschaftlich

das Gleiche. Sie sind aufgrund des Treuhandvertrags verpflichtet,

die Treuhandkommanditistin im Innenverhältnis von allen Verbindlichkeiten

freizustellen, die bei pflichtgemäßer Erfüllung des

Treuhandvertrags und des Gesellschaftsvertrags entstehen.

F UNGIBILITÄ T DER B ETEILIGUNG

(ZWEITMARKT)

Für Beteiligungen der vorliegenden Art hat sich noch kein institutionalisierter

Zweitmarkt nachhaltig etabliert. Die Anteile

werden grundsätzlich nicht von der Gesellschaft oder dem Prospektherausgeber

zurückgenommen. Bei Beteiligungen der vorliegenden

Art handelt es sich um eine langfristig angelegte

unternehmerische Beteiligung. Bei Veräußerungswünschen wird

die FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH vermittelnd tätig

und versuchen, den Verkauf abzuwickeln.

Selbstverständlich wird der erzielbare Veräußerungserlös

beeinflusst durch die Attraktivität der Anlage zum beabsichtigten

Verkaufszeitpunkt und ferner durch die zum Verkaufszeitpunkt

bestehenden wirtschaftlichen Daten und Aussichten für

die Fondsimmobilien und den Betrieb sowie die geltenden steuerlichen

Regelungen.

Bei einer Veräußerung von Anteilen an dieser Beteiligungsgesellschaft

ist gegenüber der Verwertung von Wertpapieren u.

U. eine größere Zeitspanne für die Abwicklung einzuplanen. Der

Preis unterliegt Angebot und Nachfrage.

Die Risikohinweise

Die Beteiligung am Grand Hotel Heiligendamm ist als sehr

langfristige Kapitalanlage konzipiert. Eine Gewinnerzielungsabsicht

ist nicht gegeben, wenn während der Beteiligungsdauer

keine positiven steuerlichen Ergebnisse inkl. der Sonderbetriebsausgaben

erreicht werden. Werden per Saldo positive steuerliche

Ergebnisse nicht erreicht, so hat das zur Folge, dass Verluste

aus dieser Beteiligung unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen

Liebhaberei nicht anerkannt werden. Insofern ist die

Beteiligung am Grand Hotel Heiligendamm nur Kapitalanlegern

mit langfristiger Beteiligungsabsicht zu empfehlen.

B ESCHLUSSFASSUNG IN DER G ESELLSCHAFT

Der einzelne Beteiligte kann seine gesellschaftsrechtlichen

Interessen effektiv nicht gegen den Willen der Mehrheit der

übrigen Gesellschafter aufgrund des gesellschaftsvertraglich verankerten

Mehrheitsprinzips durchsetzen. Auch bei Nichtwahrnehmung

von Mitbestimmungsrechten der Kommanditisten,

z. B. durch Nichtteilnahme an Gesellschafterversammlungen,

sind Beschlüsse der Gesellschafterversammlung von allen

Gesellschaftern mitzutragen.

Neu in die Gesellschaft eintretende Gesellschafter sind an

die bisher gefassten Gesellschafterbeschlüsse und abgeschlossenen

Verträge gebunden. Die wirtschaftlichen Risiken, auch aus

Altverpflichtungen, treffen alle Gesellschafter.

S TEUERLICHER A NGABENVORBEHALT

Die dargestellten steuerlichen Folgen stehen unter dem Vorbehalt

der Anerkennung durch die Finanzverwaltung. Detaillierte

Ausführungen und ergänzende Hinweise enthält das vom Prospektherausgeber

in Auftrag gegebene steuerliche Gutachten, das

jedem ernsthaften Anlageinteressenten gerne zur Verfügung

gestellt werden kann. Eine Haftung für den Eintritt der mit einer

Beteiligung beabsichtigten steuerlichen Effekte kann nicht

übernommen werden, da die Festsetzung der Besteuerung der

Finanzverwaltung obliegt. Soweit die Betriebsausgaben quantifiziert

sind, ist ein Beitritt im Jahr 2002 unterstellt.

83


Die Bau- und Ausstattungsbeschreibung

Allgemeines

Alle Arbeiten an den Gebäuden werden nach den anerkannten

DIN-Normen und örtlichen Besonderheiten ausgeführt.

Statik

Das statische System der bestehenden Gebäude wird erneuert.

Höhere Nutzlasten und notwendige Abfangungen aufgrund von

Grundrissumgestaltungen und Funktionsänderungen machen in

Teilbereichen Fundamentverstärkungen erforderlich. Tragende

Außenwände bleiben erhalten, statisch nicht mehr ausreichende

Bereiche werden ausgebessert. Tragende Innenwände werden überwiegend

erneuert. Die veränderten Grundrissgestaltungen erfordern

in Teilbereichen Wandabfangungen und den Einbau neuer Wände

aus Mauerwerk. Es werden überwiegend neue Decken eingezogen.

Die tragende Struktur des Neubaus des Severin Palais sowie des

Wirtschaftsgebäudes, des Konferenzzentrums, des Ayurveda-Zentrums

und des Golfclubhauses wird entsprechend den Nutzungsanforderungen

und den statischen Erfordernissen angelegt.

Fassaden und Außenwände

Alle Außenwände der bestehenden Gebäude bleiben in ihrer Form

und Funktion erhalten. Die weiß gestrichenen Fassaden aus verputztem

monolithischem Mauerwerk besitzen Schmuckwerke wie

horizontale Profilierungen, umlaufende Gesimse und gestaltete

Fensterwände. Fenster, Türen und Fenster-Tür-Elemente sind als

Holzelemente mit Lackanstrich geplant. Die Holzsprossenfenster

werden nach historischem Vorbild gebaut. Außenliegende Verglasungen

werden grundsätzlich in Isolierverglasung ausgeführt. Die

K-Werte der Isolierverglasung entsprechen der Wärmeschutzverordnung.

An fast allen Gebäuden tragen verzierte und verspielt

gestaltete Balkone und Loggien, Veranden und Freisitze zu einem

hochwertigen Gesamtbild bei. Brüstungselemente von Balkonen

und Dachterrassen sind je nach Bestand aus lackiertem Stahl, Mauerwerk

mit mineralischem Putz bzw. aus einer Holzkonstruktion.

Dächer

Die Dächer der einzelnen Gebäude werden erneuert oder werden

teilweise aufgrund denkmalpflegerischer Auflagen überarbeitet. Die

Dächer erhalten eine neue Metalleindeckung aus anthrazitfarbenem

Zinkblech. Der Lichthof im Grand Hotel wird mit einer Stahlkonstruktion

und Isolierverglasung überdacht.

Schutzeinrichtungen und Abdichtungen

Wärme-, Lärm- und Feuchteschutz werden nach modernsten

Erkenntnissen unter Beachtung denkmalpflegerischer Auflagen

integriert. Einzelne Bauteile werden durch Materialwahl (schwer

oder nicht entflammbar), Konstruktion (Detailausbildung) und

Auslegung (Dimensionierung) so gestaltet, dass sie im Brandfall

zumindest die Zeit der Evakuierung standfest und unverraucht

überstehen. Fluchtwege sind ausreichend vorhanden, sicherheitstechnisch

ausgeleuchtet, beschildert und entsprechend dimensioniert.

Der gesamte Gebäudekomplex ist mit Türüberwachungs- und

-schließanlagen, Brandmeldeanlagen versehen. Erdung, Potenzialausgleich

und Blitzschutz entsprechen den Vorschriften.

Aufzüge

Hotelgästeaufzüge werden architektonisch nach Planung der Innenarchitekten

gestaltet: Fußboden in Naturstein, Wandverkleidungen

aus Edelholzfurnieren und Spiegeln, Beleuchtung mit Down-light

und Deko-Leuchtkörpern. Die Ausstattung der Lasten- und

Küchenaufzüge wird in zweckentsprechenden Materialien erfolgen.

84

Grundrissgliederungen

Alle Suiten verfügen über einen Eingangsbereich mit Garderobe,

Wohn- und Schlafbereich und Bad mit getrenntem WC – einige

sind als zweigeschossige Maisonettes mit innenliegender Treppe

geplant. Teilweise sind mehrere Schlafbereiche und variabel nutzbare

WC-Anlagen als Lock-off ausgebildet. Alle Suiten verfügen

über ausreichend große Schrank- und Abstellflächen.

Innenausbau allgemein

Es soll in den öffentlichen und privaten Bereichen eine Atmosphäre

geschaffen werden, die einen eindrucksvollen, aber dennoch vertrauten

und entspannenden Eindruck vermittelt. Die Planung

bezieht traditionelle Gestaltungselemente mit ein.

Inneneinrichtung

Die Inneneinrichtung wird nach den Plänen der Innenarchitekten

Robert Stern, New York, und der amj design, Berlin, ausgeführt. Im

Wohn-/Schlafraum besteht der Fußbodenbelag aus hochwertiger

Teppichware. Die Wände erhalten zum Teil eine Holzverkleidung

von bis zu 1,10 m Höhe, der darüber liegende Wandbereich erhält

einen glatten Wandanstrich, teilweise auch hochwertige Tapeten.

Der Anschluss Decke-Wand besteht aus einem profilierten Randfries.

Die Eingangstür erhält eine Rahmentür mit Füllung, Futter

und Bekleidung in Holz. Diese Tür wird als Schallschutztür mit

Doppelfalz und absenkbarer Bodendichtung ausgeführt. Im Badezimmer

besteht der Boden- und – teilweise – Wandbelag aus Naturstein

oder hochwertigen Fliesen. Die zur Unterbringung der aufwendigen

Haustechnik abgehängte Gipskarton-Decke erhält einen

Anstrich. Die Tür zum WC ist eine Rahmentür mit Füllung; Futter

und Bekleidung in Holz; die Tür zur Dusche wird als Glastür ausgeführt.

Die Vorderseite der Wanne wird, korrespondierend mit den

Fronten der Unterbauschränke, in lackiertem Holz ausgeführt. Der

Waschtisch wird in eine Natursteinplatte eingebaut. Die Fußböden

der Hotelflure sind mit Teppichböden belegt. Die teilweise profilierten

Gipskartondecken werden mit einem Anstrich versehen

und enthalten die Beleuchtung.

AUSSTATTUNG DER ZIMMER/SUITEN

Möblierung und Beleuchtung

◆ Exklusives Doppelbett mit Nachttischen, Leuchten und integrierten

Touchscreens für Beleuchtung und Raumklima

◆ Headboard aus Holz oder stoffbezogen

◆ Bettbank

◆ Eleganter Schreib- und/oder Esstisch mit Stühlen

◆ Bequemer Sessel mit Leseleuchte

◆ Begehbarer Kleiderschrank oder Wandschrank

◆ Deckenleuchten, Wand- und Bilderleuchten, Einbaustrahler

Dekoration

◆ Fensterdekoration aus hochwertigen Stoffen mit dahinterliegenden

Verdunklungsvorhängen

◆ Qualitativ hochwertige Bettwäsche und Tagesdecke

◆ Bilder und Kunstobjekte

Equipment – Medienschrank mit:

◆ Farbfernsehgerät

◆ Hi-Fi-Stereoanlage

◆ Minibar

◆ Telefonanlage

◆ Elektrischem Safe


T ECHNISCHE G EBÄ UDEAUSSTATTUNG

Sanitäranlagen

Die Auslegung der Sanitäranlagen erfolgt nach DIN: Die Bäder

und Duschen werden mit hochwertigen Sanitärobjekten und

Armaturen ausgestattet. Sprinkleranlagen werden nach VDS ausgeführt

und nach Auflagen der Feuerwehr, die Feuerlösch-Hydrantenanlage

nach DIN und den Auflagen der Feuerwehr.

Heizungsanlagen

Die Gebäude sind bzw. werden an das öffentlich vorhandene Fernwärmenetz

angeschlossen. Der Wärmebedarf wird nach DIN mit

den entsprechenden DIN-Raumtemperaturen ausgelegt. Die Wärmebedarfsdeckung

der Zimmer erfolgt über die Lüftungsanlage, wo

erforderlich über zusätzliche Rundrohr-Radiatoren. Die Wärmebedarfsdeckung

der Badezimmer erfolgt durch eine Fußbodenheizung

und zusätzlich für Spitzenlasten und im Sommerbetrieb über einen

Handtuchheizkörper, der an den Regelkreis der Fußbodenheizung

angeschlossen ist. Ferner ist der Handtuchheizkörper für den Sommerbetrieb

mit einer elektrischen Heizpatrone vorgesehen.

Lüftungs- und Klimaanlagen

Die Auslegung der Anlagen erfolgt nach DIN. Die Gästezimmer

werden über eine individuell regelbare Fan-Coil-Anlage beheizt,

gekühlt oder belüftet. Die Absaugung der Abluft erfolgt zur Vermeidung

von Geruchsbelästigungen über ein Abluftventil, im WCund

Badezimmerbereich über eine Sammelabluftanlage. Klimaanlagen

für Ballsaal und Konferenzräume, Eingangshalle, Foyerzone,

Restaurant, Bar und Küche werden eingebaut. Die Entrauchungsanlagen

werden nach Auflagen der Feuerwehr ausgeführt. Sämtliche

Anlagen werden über eine moderne DDC-Regelanlage und

zentrale Leittechnik überwacht und betrieben.

Elektroanlagen – Beleuchtung – Kommunikation

Die elektrische Versorgung der Häuser erfolgt aus Stationen der

e.dis in erforderlicher Anzahl. In den Gebäuden befinden sich die

jeweiligen Hauptverteilungen und Messeinrichtungen. Schwerpunktverteiler

werden in den Hotelgeschossen und an den Lastschwerpunkten,

Unterverteiler in den Zimmern installiert. In den

öffentlichen Bereichen werden hochwertige Leuchtkörper und

Schmuckleuchten eingebaut. Im Zimmerbereich werden Downlights

und Strahler in die Gipskartondecken eingebaut. Die Steuerung

und Überwachung der Elektroanlagen erfolgt über die zentrale

Leittechnik. Eine Notstromanlage gewährleistet die Funktion

der Notbeleuchtung, der Aufzüge und der sicherheitsrelevanten

Anlagen. Die gesamten Gebäude werden mit Brand- und Rauchmeldern

überwacht. Über die elektroakustische Anlage erfolgen

Alarmierung und Durchsagen. Die digitale Telekommunikationsanlage

wird den zukünftigen Kommunikationsbedürfnissen in

Bezug auf Sprache, Text, Daten und Bild gerecht. In den Konferenzräumen

sichern Overheadprojektoren, Leinwände, fahrbare

Monitore und Videorecorder die Medienausstattung.

S CHWIMMBAD, FITNESS UND S AUNA IM

S EVERIN PALAIS

Innenausbau

Der Schwimmbadbereich sowie die Fitness- und Wellnessbereiche

und die dazugehörigen weiteren Räume werden mit hochwertigen

Fliesen ausgestattet und/oder erhalten einen wasserfesten dekorativen

Anstrich.

Sanitäranlagen

Die Wasseraufbereitung für das Schwimmbad erfolgt auf der

Grundlage der DIN 19643 und 19627 nach dem Verfahren „Ozo-

Die Bau- und Ausstattungsbeschreibung

nung und Flockung und Kombinationsfilterung und Chlorung“.

Die Chlorzugabe und die Zugabe des ph-Korrekturmittels erfolgen

über Dosierpumpen, der Zulauf über Einläufe in den Seitenwänden.

Der Ablauf wird über Rinnen erfolgen.

Lüftungs- und Klimaanlagen

Der Schwimmbadbereich wird be- und entlüftet mit Kühlung und

Entfeuchtung entsprechend VDI 2089.

E RWEITERUNGSBAUTEN

Die Erweiterungsbauten Wirtschaftsgebäude, Fürstenhof, Konferenzzentrum,

Haus Brahn, Ayurveda-Zentrum, Gartenwirtschaft

und das Golf-Clubhaus werden nach entsprechender Planung in

der gleichen hochwertigen Qualität wie die oben beschriebenen

Gebäude errichtet und ausgestattet werden. Entsprechend ihrer

spezifischen Nutzung werden Fassaden, Innenausbau, -ausstattung

und haustechnische Ausrüstung den jeweiligen besonderen Anforderungen

Genüge tragen.

S ONSTIGE A NLAGEN UND A USSTATTUNGEN

Die Küchen mit Einrichtungen werden nach Plänen des Küchenplaners

in Abstimmung mit dem Betreiber ausgeführt. Die „Back of

the house“-Bereiche werden den Anforderungen und der Nutzung

entsprechend ausgestattet und ausgeführt. Die Fassaden der Gebäude

werden nachts angestrahlt, Innenhöfe und Außenanlagen ausgeleuchtet.

Der Hotelverwaltung steht ein EDV-, Kassen- und Türschließsystem

zur Verfügung.

G RUNDRISSE

Es wird darauf verzichtet, die Grundrisse der einzelnen Gebäude

darzustellen. Sofern ernsthafte Interessenten es wünschen, wird der

Prospektherausgeber sie gerne zur Verfügung stellen.

A USSENANLAGEN

Der prägende Baumbestand Heiligendamms wird erhalten und

gesichert. Das Landschaftsschutzgebiet Heiligendamm wird durch

die Baumaßnahme nicht beeinträchtigt. Die gestalterischen Qualitäten

der Freiräume innerhalb des historischen Ensembles entstehen

durch behutsame Erneuerung und Ausbau mit hochwertigen

angepassten Materialien. Die Außenanlagen des Grand Hotels sind

nachts durchgehend ausgeleuchtet, vor allem öffentliche und private

Wegesysteme und Parkflächen sind aufgehellt, um Sicherheit

und Wohlgefühl auch im Dunkeln zu ermöglichen. Die für das

Grand Hotel baurechtlich erforderliche Anzahl von Parkplätzen

wird errichtet und nachgewiesen.

P LANUNGS- UND Ä NDERUNGSVORBEHALT

Vorbehalten bleiben Abweichungen technischer und funktionaler

Einzelheiten, Maße und Austausch bezeichneter Materialien bei

gleichwertiger bzw. höherwertiger Qualität während der Ausführungsplanung

und Bauausführung. Änderungen aufgrund von

behördlichen Auflagen bzw. notwendige Änderungen im Zuge der

Genehmigungsverfahren sowie aufgrund von Änderungen der

Gesetze, der Rechtsprechung oder Verwaltungsübung bleiben

ebenfalls vorbehalten.

Die auf den Seiten 3, 16-19, 22, 23, 26 abgebildeten Zeichnungen

sind künstlerisch motivierte Illustrationen und nicht verbindlich

für die Bauausführung.

85


Für die Kommanditgesellschaft in Firma Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft gilt nachstehender

Gesellschaftsvertrag:

§ 1 Firma, Sitz

Die Firma der Gesellschaft lautet:

Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. Kommanditgesellschaft.

Der Sitz der Gesellschaft ist 52391 Vettweiß-Disternich.

§ 2 Gesellschaftszweck

1. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb des Grand Hotel Heiligendamm

in den von Grund auf sanierten und modernisierten

sowie neuen Gebäuden auf dem Grundbesitz Gemarkung

Heiligendamm:

86

Der Gesellschaftsvertrag

in der Fassung vom 13. Juli 2002

◆ Grand Hotel, Flur 2, Flurstück 11/30, 5.382 m 2 groß

(Prof.-Dr.-Vogel-Straße 6),

◆ Haus Mecklenburg – Flur 2, Flurstück 11/23, 2.390 m 2

groß,

◆ Burg Hohenzollern – Flur 2, Flurstück 11/16, 5.841 m 2

groß (Prof.-Dr.-Vogel-Straße 4),

◆ Kurhaus – Flur 2, Flurstück 11/24, 5.847 m 2 groß

(Prof.-Dr.-Vogel-Straße 5),

◆ Orangerie – Flur 2, Flurstück 11/26, 1.566 m 2 groß,

Flur 2, Flurstück 11/25, 1.889 m 2 groß,

◆ Severin Palais – Flur 2, Flurstück 46/13, 3.488 m 2 groß,

Flur 2, Flurstück 46/12, 574 m 2 groß,

◆ Grünanlage – Flur 2, Flurstück 11/14, 2.522 m 2 groß.

Es handelt sich, abgesehen von dem Neubau Severin Palais,

um Kulturdenkmale, die den Bestimmungen des Landesdenkmalschutzgesetzes

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

unterliegen. Die Gesellschaft beabsichtigt, den vorbezeichneten

Grundbesitz mit den aufstehenden, vom Verkäufer

umfassend zu sanierenden und modernisierenden

Gebäuden (Kernsanierung) bzw. dem zu errichtenden Neubau

im Rahmen eines Bauträgerkaufvertrages zu erwerben.

Mit der Durchführung des Gesellschaftszwecks werden Investitionsverpflichtungen

aus dem Ankaufsvertrag der Verkäuferin

erfüllt, die in Bezug auf den vorgenannten Grundbesitz

von der Bundesrepublik Deutschland dem Erwerber des

Grundbesitzes auferlegt und dinglich auf den Grundstücken

abgesichert (u.a. Rückauflassungsvormerkung) wurden.

Es ist beabsichtigt, die im Gesamtareal erforderlichen Zuwegungen,

Feuerwehrzugänge und -zufahrten, Ver- und Entsorgungsleitungen

etc. durch eine den angebotenen Grundbesitz

und die betroffenen Nachbargrundstücke einbeziehende Vereinigungsbaulast

gem. § 4 Abs. 2 der Landesbauordnung

Mecklenburg-Vorpommern öffentlich-rechtlich zu sichern.

Die Gesellschaft kann Handelsgeschäfte, Rechtshandlungen

und Rechtsgeschäfte aller Art vornehmen oder durch Dritte

vornehmen lassen, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks

erforderlich, zweckmäßig oder dienlich erscheinen.

Weiterer Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb aller Einrich-

tungen und Anlagen, die für das Grand Hotel Heiligendamm

dienlich sind.

2. Der Komplementär ist berechtigt, den Leistungsumfang des

Bauträgerkaufvertrages vom 30.03.2000 - UR-Nr.: 395/2000

M des Notars Müsgen, Aachen, wie folgt zu erweitern:

a) Kauf eines Wirtschaftsgebäudes mit einer Bruttogrundfläche

von ca. 1.800 m 2, das vom Verkäufer entsprechend

den Nutzungsanforderungen des Hotelbetriebs ausgebaut

und eingerichtet ist.

b) Weiterhin verpflichtet sich der Bauträger, die nach dem

Bauträgerkaufvertrag vom 30.03.2000 erworbenen Gebäude

so zu bauen bzw. auszubauen, daß sich die Bruttogrundfläche

um ca. 3.085 m 2 auf 31.423 m 2 erhöht.

c) Der bisher vorgesehene Tunnelbau zwischen Severin-

Palais und Kurhaus wird entsprechend dem fortentwickelten

Hotelkonzept nicht ausgeführt.

3. Der Komplementär ist zur Erreichung des Gesellschaftszweckes

im Rahmen des genehmigten Investitionsplanes

gemäß § 7 dieses Vertrages berechtigt, die nachfolgend

geplanten Maßnahmen durchzuführen:

a) Einrichtung eines Kids-Club, der mit allen Facilities ausgestattet

werden soll, um Kinder jeden Alters zu betreuen,

zu unterhalten, mit Speisen und Getränken zu versorgen

und jegliche Freizeitgestaltung zu ermöglichen;

b) Betrieb eines Ayurveda-Zentrums für Gesundheits- und

Ernährungsberatung;

c) Betrieb einer Tennisanlage mit 6 Tennisplätzen im Freien;

d) Betrieb einer 27-Loch-Golfanlage nach internationalen

Turnierkriterien mit Clubhaus und einem italienischen

Restaurant;

e) Betrieb eines Konferenzzentrums;

f) Betrieb eines weiteren Hotelgebäudes mit ca. 35 Zimmern;

g) Betrieb einer Gartenwirtschaft mit Abenteuerspielplatz;

h) Betrieb einer gewerblichen Parkplatzanlage mit ca. 500

Parkplätzen.

4. Der Komplementär wird berechtigt, zur Durchführung der

unter 2. und 3. aufgeführten Maßnahmen bzw. Tätigkeiten

die in § 7 ausgewiesenen Leistungen mit den benannten Vertragspartnern

zu beauftragen. Die unter 3. aufgeführten

Tätigkeiten sind abhängig vom jeweils zur Verfügung stehenden

Kapital zu beauftragen.

5. Der Komplementär ist berechtigt, in Abstimmung mit dem

Treuhandkommanditisten und dem Verwaltungsrat Änderungen

bei den geplanten Erweiterungsinvestitionen vorzunehmen

soweit sie innerhalb der beschlossenen Investitionskosten

gem. § 7 liegen.

§ 3 Gesellschafter, Gesellschaftskapital

1. Die Gesellschaft hat einen persönlich haftenden Gesellschafter.

Er ist am Gesellschaftskapital nicht beteiligt. Er ist jedoch berechtigt,

sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Persönlich haftender

Gesellschafter ist die Grand Hotel Heiligendamm GmbH.

2. Das Gründungskapital beträgt Euro 40.903,35 (in Worten:

vierzigtausendneunhundertunddrei Euro und fünfunddreißig

Cent), Gründungskommanditisten sind


◆ WBT Westdeutsche Beteiligungs-Treuhand-Gesellschaft

mbH, Bergstraße 2, 52391 Vettweiß-Disternich

mit einem Gründungskapitalanteil von Euro 35.790,43 (in

Worten: fünfunddreißigtausendsiebenhundertneunzig Euro

und dreiundvierzig Cent),

◆ die Treuhandgesellschaft Jagdfeld & Partner Steuerberatungsgesellschaft

mbH, Bergstraße 2, 52391 Vettweiß-Disternich

– im folgenden „Treuhänder“ oder „Treuhandkommanditist“

genannt – mit einem Gründungskapitalanteil von

Euro 5.112,92 (in Worten: fünftausendeinhundertzwölf Euro

und zweiundneunzig Cent).

3. Das Gesellschaftskapital soll zur Finanzierung des Investitionsplanes

auf voraussichtlich Euro 191.820.000,00 (in Worten:einhunderteinundneunzigmillionenachthundertzwanzigtausend

Euro) durch Erhöhung des Kapitalanteils des Treuhandkommanditisten

oder durch Aufnahme weiterer

Kommanditisten erhöht werden.

4. Der Treuhandkommanditist, die Treuhandgesellschaft Jagdfeld

& Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH, ist unter

Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB berechtigt

und bevollmächtigt, einmal oder mehrmals weitere Kommanditisten

in die Gesellschaft aufzunehmen bzw. seinen

Kapitalanteil zu erhöhen, insgesamt jedoch höchstens, bis die

zur Durchführung des Investitionsplanes gemäß § 7 festgelegte

Gesellschaftskapitalerhöhung auf Euro 191.820.000,00

(in Worten: einhunderteinundneunzigmillionenachthundertzwanzigtausend

Euro) erbracht ist.

5. Die Kapitalanteile der Gesellschafter sind fest. Sie bilden

zusammen das Gesellschaftskapital. Die für jeden Kommanditisten

in das Handelsregister einzutragende Hafteinlage

entspricht seinem Kapitalanteil (100% der Pflichteinlage).

6. Die Mindestbeteiligung (Kapitalanteil) eines neuen Gesellschafters

am Gesellschaftskapital soll Euro 25.000,00 (in

Worten: fünfundzwanzigtausend Euro) betragen; höhere

Beträge sollen ganzzahlig durch 5.000 teilbar sein.

7. Jeder neu aufgenommene Kommanditist hat auf seine Kosten

bei seinem Beitritt in die Gesellschaft dem Treuhandkommanditisten

eine unwiderrufliche und über den Tod hinaus

geltende notariell beglaubigte Handelsregistervollmacht zu

allen Anmeldungen zum Handelsregister, an denen ein Kommanditist

mitzuwirken verpflichtet ist, zu erteilen. Eine entsprechende

Verpflichtung trifft den Sonderrechtsnachfolger.

8. Neu beitretende Gesellschafter sind nicht berechtigt, die

Anteile treuhänderisch für einen Dritten zu halten. Bei

einem Verstoß gegen diese Regelung hat der betreffende

Gesellschafter der Gesellschaft den daraus entstehenden

Schaden zu ersetzen, der im Hinblick auf § 1 Abs. 2a GrEStG

eintreten kann.

§ 4 Gesellschafterkonten

1. Das gezeichnete Kapital ist das Gesellschaftskapital (Kapitalkonto

I). Es ist unveränderlich und maßgebend für das

Stimmrecht, für die Ergebnisverteilung, für die Beteiligung

am Gesellschaftsvermögen, den Anspruch auf das Auseinandersetzungsguthaben

sowie den Liquidationserlös.

2. Jahresfehlbeträge der dem Geschäftsjahr vorangegangenen

Geschäftsjahre werden auf dem Verlustvortragskonto ausgewiesen.

Jahresüberschüsse werden dem Verlustvortragskonto

bis zu seinem Ausgleich gutgeschrieben. Übersteigende

Beträge werden als Gewinnvortrag ausgewiesen. Das Ergebnis

des Geschäftsjahres wird als Jahresüberschuß/-fehlbetrag ausgewiesen

(Kapitalkonto II).

Der Gesellschaftsvertrag

3. Die Entnahmen (Ausschüttungen) werden gesondert verbucht

(Kapitalkonto III).

4. Die von einem Gesellschafter/Treugeber durch Inanspruchnahme

der Vorzugskonditionen erlangten Preisnachlässe

werden, soweit sie steuerlich als Entnahme behandelt

werden, mit dem für steuerliche Zwecke maßgebenden Wert

auf den Kapitalkonten IV und V als Sondereinnahmen und

-entnahmen verbucht.

5. Für den Leistungsverkehr und sonstigen Abrechnungsverkehr

zwischen der Gesellschaft und dem Treuhandkommanditisten

wird ein gesondertes Verrechnungskonto geführt.

Auf diesem Konto werden Forderungen und Verbindlichkeiten

im Verhältnis von Kommanditisten und Gesellschaft

zueinander verbucht.

6. Vorbehaltlich § 5 Ziff. 3 werden die Kapitalkonten inkl.

Kapitalrücklage nicht verzinst.

§ 5 Erbringung der Kommanditeinlagen

1. Kommanditisten und Treugeber sind zur Barleistung ihrer

Pflichteinlage (Kapitalanteil zzgl. 5% Agio) entsprechend

den Angaben in der Beitrittserklärung nach Anforderung

durch die Gesellschaft verpflichtet.

2. Der Treuhandkommanditist erbringt bei Fälligkeit gemäß

vorstehendem Pkt. 1 die von ihm übernommene Pflichteinlage

nach Vorliegen entsprechender Treuhandaufträge Dritter

und Eingang der gezeichneten Beteiligungsbeträge auf den

Treuhandkonten.

3. Leistet ein Gesellschafter seine Einzahlung nicht fristgerecht,

sind die Gesellschaft oder der hierzu von der Gesellschaft

bevollmächtigte Treuhänder berechtigt, Verzugszinsen in

Höhe von bis zu 12% p.a. zu verlangen. Die Geltendmachung

weiteren Schadenersatzes durch die Gesellschaft bleibt

davon unberührt. Dem säumigen Gesellschafter bleibt es vorbehalten,

einen geringeren Verzugsschaden nachzuweisen.

4. Wird die Pflichteinlage trotz Mahnung und Nachfrist nicht

oder nicht in voller Höhe erbracht, ist der persönlich haftende

Gesellschafter im Namen der Gesellschaft oder der

Treuhänder berechtigt, von dem Beitrittsvertrag mit dem

säumigen Gesellschafter zurückzutreten, ihn durch schriftliche

Erklärung aus der Gesellschaft auszuschließen und unter

Befreiung von § 181 BGB in entsprechendem Umfange neue

Gesellschafter in die Gesellschaft aufzunehmen.

5. Der ausgeschiedene Gesellschafter trägt die im Zusammenhang

mit seinem Ausschluß entstandenen Kosten, mindestens

jedoch einen Betrag in Höhe des Agios der von ihm

ursprünglich gezeichneten Beteiligung. Insoweit ist die

Gesellschaft zur Verrechnung mit etwaigen Rückzahlungsansprüchen

berechtigt. Dem Gesellschafter bleibt es vorbehalten,

einen geringeren Verzugsschaden nachzuweisen.

6. Anstelle des Ausschlusses ist der persönlich haftende Gesellschafter

oder der Treuhänder im Namen der Gesellschaft

berechtigt und bevollmächtigt, die Gesellschaftseinlage des

in Verzug geratenen Gesellschafters auf den Betrag der geleisteten

Zahlungen, abzgl. 5% Agio, herabzusetzen. Ziffer 5 gilt

entsprechend.

7. Der Treuhandkommanditist haftet im Verhältnis der Gesellschafter

untereinander für die Erbringung der von ihm

treuhänderisch übernommenen Pflichteinlage beschränkt auf

die von den Treugebern auf Treuhandkonten bei der Treuhandbank

vorgenommenen Einzahlungen. Er ist verpflichtet,

die auf seinen Treuhandkonten eingegangenen Zahlungen der

Treugeber unter Berücksichtigung der Mittelfreigabebedin-

87


88

gungen im Treuhandauftrag an die DePfa Bank AG BauBoden,

Zweigniederlassung Stuttgart, zur Erfüllung der treuhänderisch

übernommenen Verpflichtung in die Gesellschaft

einzubringen. (Nachrichtlich: Der Treuhandauftrag ist erfüllt.

Insoweit ist diese Ziffer gegenstandslos.)

§ 6 Rechtsstellung der treuhänderisch beteiligten Gesellschafter

1. Der Treuhandkommanditist erwirbt, hält und verwaltet seine

Gesellschaftsbeteiligung treuhänderisch für Treugeber, mit

denen er nach einheitlichem Muster Treuhandverträge

geschlossen hat. Der Treuhandkommanditist wird seine

Gesellschafterrechte im Interesse der Treugeber ausüben. Er

wird dabei den Weisungen der Treugeber Folge leisten.

2. Im Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander werden

die Treugeber, für die der Treuhandkommanditist seine

Gesellschaftsbeteiligung treuhänderisch hält, wie unmittelbar

beteiligte Gesellschafter behandelt. Dies gilt insbesondere

für die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen, am Gewinn

und Verlust, an einem Auseinandersetzungsguthaben, einem

Liquidationserlös sowie für die Ausübung mitgliedschaftlicher

Rechte, insbesondere auch die Rechte gemäß § 164

HGB (Widerspruchsrecht gegen Maßnahmen der Geschäftsführung)

und § 166 HGB (Kontrollrechte).

3. Die Treugeber haben das Recht, an den Gesellschafterversammlungen

teilzunehmen und das ihnen vom Treuhandkommanditisten

überlassene Stimmrecht auszuüben.

4. Soweit nachfolgend die Begriffe Gesellschafter oder Kommanditist

verwandt werden, sind damit auch die Treugeber

umfaßt.

§ 7 Investitions- und Finanzierungsplan

1. Es gilt nachfolgender Investitions- und Finanzierungsplan

Mittelherkunft Euro %

1. Gründungskapital 40.903,35 0,02

2. Emissionskapital 191.779.096,65 82,63

3. Investitionszuschuß Hotel 25.564.594,06 11,02

4. Investitionszuschuß Erweiterung 14.699.000,00 6,33

Gesamtbetrag 232.083.594,06 100,00

Mittelverwendung Euro %

1. Bauträgerkaufpreis Hotel – ECH 115.909.869,47 49,94

2. Einrichtung Hotel – ECH 12.398.828,12 5,34

3. Erweiterung Bauträgerkaufvertrag gem.

Beschluss Gesellschafterversammlung

vom 6. September 2001 – ECH 14.175.567,41 6,11

4. Einrichtung Erweiterung gem. Beschluss

Gesellschafterversammlung vom

6. September 2001 – ECH 999.575,63 0,43

5. Bauträgerkaufpreise incl. Einrichtung

aus Kapitalerhöhung 2:

Kid’s-Club – ECH 1.816.446,00 0,78

Ayurveda-Zentrum – ECH 8.448.587,00 3,64

Tennisplätze – ECH 1.086.496,00 0,47

Golfclubhaus/ Ital. Restaurant – GHW 8.448.587,00 3,64

Golfanlage – GHW 6.902.441,00 2,97

Fürstenhof – ECH 11.828.022,00 5,10

Konferenzzentrum – ECH 5.069.152,00 2,18

Gartenwirtschaft/Abenteuerspielplatz – ECH 2.957.006,00 1,27

Gewerbliche Parkplatzanlage – ECH 2.556.459,00 1,10

6. Elektrowagen-Flotte 153.387,56 0,07

7. Pre Opening/Technical Assistance 2.650.406,73 1,14

8. Treuhandschaft – J & P 1.994.469,13 0,86

9. Steuerberatung – J & P 1.150.309,12 0,50

10. EK-Beschaffung-FFV 15.345.454,89 6,61

11. Projektierung-FFV 2.301.618,23 0,99

12. Geschäftsbesorgung-FFV 2.301.618,23 0,99

13. Komplementärvergütung 51.129,19 0,02

14. Treuhandauftrag Bank 153.387,56 0,07

15. Liquiditätsreserve 3.661.514,86 1,59

16. Sonstiges 9.723.261,93 4,19

Summe Investitionskosten 232.083.594,06 100,00

Weitere Eigenkapitalbeschaffungsaufwendungen

(5 % Agio) 9.591.000,00

2. In Höhe von 5% des Gesellschaftskapitals entstehen weitere

Kosten der Eigenkapitalbeschaffung, die der Vertriebsbeauftragten

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH zustehen.

Das Eigenkapital erhöht sich um ein Agio in Höhe von 5%

des Gesellschaftskapitals gem. § 3, das für weitere Eigenkapitalbeschaffungskosten

verwendet wird.

3. Sämtliche Positionen im Investitionsplan sind ohne Umsatzsteuer

ausgewiesen.

§ 8 Keine Nachschußpflicht/Kein Wettbewerbsverbot

1. Die Kommanditisten übernehmen weder gegenüber Gesellschaftern

noch gegenüber Dritten irgendwelche Zahlungsverpflichtungen,

Haftungen oder Nachschußverpflichtungen,

die über die Verpflichtung zur Leistung der vereinbarten

Einlagen hinausgehen. Dies gilt auch für den Fall der Liquidation.

Der vertragliche Ausschluß einer Nachschußpflicht

läßt die gesetzliche Regelung über die Haftung der Kommanditisten

gegenüber Gesellschaftsgläubigern in den §§ 171 ff.

HGB unberührt.

2. Eine Erhöhung des Gesellschaftskapitals über die in § 3 vorgesehenen

Beträge hinaus kann mit einer Mehrheit von 75%

der abgegebenen Stimmen auf Antrag des persönlich haftenden

Gesellschafters beschlossen werden. Zur Beteiligung an

einer beschlossenen Kapitalerhöhung ist der einzelne Gesellschafter

ohne seine Zustimmung nicht verpflichtet.

3. Durch diesen Gesellschaftsvertrag werden für die Gesellschafter

keine Wettbewerbsbeschränkungen begründet.

§ 9 Geschäftsführung und Vertretung

1. Zur Geschäftsführung und Vertretung ist der persönlich haftende

Gesellschafter berechtigt und verpflichtet. Die

Geschäftsführungsbefugnis des persönlich haftenden Gesellschafters

erstreckt sich auf die Vornahme aller Rechtsgeschäfte,

die zum üblichen Betrieb der Gesellschaft gehören,

insbesondere auf die Durchführung und Abwicklung der dem

Investitions- und Finanzierungsplan zugrundeliegenden

Rechtsgeschäfte, und auf alle Rechtsgeschäfte, Rechtshandlungen

und Maßnahmen, die zum Betrieb des Grand Hotels

zweckmäßig erscheinen. Dazu gehört auch die Befugnis, zur

reibungslosen Abwicklung des Bauvorhabens Investitionskredite

bis zur vollständigen Kapitalerhöhung sowie zur ordnungsgemäßen

Führung des Hotelbetriebs erforderliche

Betriebsmittelkredite im Namen und auf Rechnung der

Gesellschaft aufzunehmen und am Gesellschaftsvermögen

ggf. zu besichern. Zur Aufnahme von Investitionskrediten ist

er jedoch nur berechtigt, wenn dadurch die Investitionskosten

gem. § 7 nicht überschritten werden. Der persönlich

haftende Gesellschafter ist berechtigt, im Namen und auf

Rechnung der Gesellschaft mit dem Hotelmanagement eine


geeignete Hotelbetriebsgesellschaft zu beauftragen und einen

branchenüblichen Managementvertrag abzuschließen.

2. Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt, im

Namen und auf Rechnung der Gesellschaft dritten Personen

oder Gesellschaften die Geschäftsführungsaufgaben zu übertragen.

Diese Übertragung bedarf der Zustimmung des

Treuhänders. Die Verantwortung für die Geschäftsführung

des persönlich haftenden Gesellschafters wird hiervon nicht

berührt.

3. Der persönlich haftende Gesellschafter ist von den Beschränkungen

des § 181 BGB befreit, soweit er zur Erreichung des

Gesellschaftszwecks Rechtsgeschäfte und Rechtshandlungen

im Rahmen des Investitions- und Finanzierungsplanes vornimmt.

4. Der persönlich haftende Gesellschafter führt die Geschäfte

mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns.

5. Der persönlich haftende Gesellschafter erstellt jährlich einen

Geschäftsbericht. Er berichtet dem Verwaltungsrat und dem

Treuhänder über die wesentlichen und außerordentlichen

Geschäftsvorfälle.

6. Sämtliche Gesellschafter haben im Rahmen des Gesellschaftsverhältnisses

untereinander nur Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit zu vertreten. Schadenersatzansprüche der

Gesellschafter untereinander verjähren innerhalb von 3 Jahren

nach Bekanntwerden des haftungsbegründenden Sachverhalts,

soweit sie nicht kraft Gesetzes einer kürzeren Verjährungsfrist

unterliegen. Sie sind innerhalb einer

Ausschlußfrist von 6 Monaten nach Kenntniserlangung von

dem Schaden gegenüber dem Verpflichteten durch eingeschriebenen

Brief geltend zu machen.

§ 10 Zustimmungsbedürftige Rechtsgeschäfte

1. Zu den folgenden Geschäften bedarf der persönlich haftende

Gesellschafter der Zustimmung der Gesellschafterversammlung:

a) Änderung des Investitionsplanes;

b) Erwerb und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen

Rechten; es sei denn, die Rechtsgeschäfte

dienen zur Arrondierung des Grundbesitzes der Gesellschaft,

dem Tausch von Grundstücksflächen, der Abtretung

von Flächen für Straßen- und Wegeanlagen oder

sonst zur Realisierung des Gesellschaftszwecks;

c) Belastungen von Grundstücken und grundstücksgleichen

Rechten, soweit diese nicht zur Finanzierung von Krediten

gem. § 9 Nr. 1 dienen. Weiterhin ist der persönlich

haftende Gesellschafter berechtigt, die nach seinem pflichtgemäßen

Ermessen zur Erreichung des Gesellschaftszwecks

erforderlichen Dienstbarkeiten, wie beispielsweise

Grunddienstbarkeiten für Wege- und Versorgungsleitungsrechte,

Benutzungsdienstbarkeiten, Dienstbarkeiten

für Gestaltungsregelungen sowie Baulasten zu bestellen.

d) Kreditgewährung, mit Ausnahme handels- und branchenüblicher

Zahlungsziele und Begebung von Wechseln;

e) Erwerb und Veräußerung von Beteiligungen an anderen

Gesellschaften;

f) Eingehen von Rechtsgeschäften und Vornahme von

Rechtshandlungen, die über den gewöhnlichen

Geschäftsbetrieb des Unternehmens hinausgehen oder für

die Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

2. Zur Durchführung der in § 7 genannten Maßnahmen und

Rechtshandlungen sowie der Belastung des Grundbesitzes zur

Absicherung kurzfristiger Finanzierungen oder von Betriebs-

Der Gesellschaftsvertrag

mittelkrediten gilt die Zustimmung der Gesellschafter als

erteilt. Die Zustimmung der Gesellschafter gilt auch als

erteilt für die an die FUNDUS FONDS-Verwaltungen

GmbH zur Besorgung der Fonds- und Objektverwaltung zu

erteilende Generalvollmacht.

§ 11 Verwaltungsrat

1. Zur Beratung, Unterstützung und Überwachung der

Geschäftsführung kann für die Gesellschaft ein Verwaltungsrat

gewählt werden. Dieser besteht aus drei Mitgliedern sowie

zwei Ersatzmitgliedern, die durch die Gesellschafterversammlung

gewählt werden.

2. Der persönlich haftende Gesellschafter kann in Abstimmung

mit dem Treuhandkommanditisten einen vorläufigen Verwaltungsrat

bestellen. In diesem Fall wird der ordentliche

Verwaltungsrat auf der ersten Gesellschafterversammlung

gewählt.

3. Die Verwaltungsratsmitglieder werden für die Zeit bis zur

Beendigung der Gesellschafterversammlung gewählt, die

über die Feststellung des Jahresabschlusses für das zweite auf

die Bestellung des Verwaltungsrats folgende Geschäftsjahr

beschließt. Fällt ein Verwaltungsratsmitglied aus, tritt an

seine Stelle für die restliche Amtszeit des Verwaltungsrats ein

Ersatzmitglied. Eine Wiederwahl ist zulässig.

4. Der Verwaltungsrat gibt sich selbst eine Geschäftsordnung

und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Er faßt seine

Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Der Verwaltungsrat ist

beschlußfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder

anwesend sind. Fehlt ein Mitglied, so können nur solche

Beschlüsse gefaßt werden, denen die beiden anwesenden

Mitglieder zustimmen.

5. Der Verwaltungsrat ist nicht berechtigt, dem persönlich haftenden

Gesellschafter Weisungen zu erteilen. Der Verwaltungsrat

ist jedoch berechtigt, von der Geschäftsführung

einen Bericht über einzelne Geschäftsführungsangelegenheiten

zu verlangen. Auf Beschluß des Verwaltungsrats ist ein

Mitglied oder ein beauftragter Dritter auf Kosten der Gesellschaft

berechtigt, die Geschäftsbücher der Gesellschaft einzusehen

und Bericht zu erstatten.

6. Der persönlich haftende Gesellschafter oder ein von ihm zu

benennender Vertreter sowie der Treuhänder nehmen auf

Verlangen des Verwaltungsrats an den Sitzungen des Verwaltungsrats

teil.

7. Die Mitglieder des Verwaltungsrats nehmen an den Gesellschafterversammlungen

teil.

8. Der Verwaltungsrat ist kein Organ im Sinne des Gesellschaftsrechts.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats haften nur

für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Schadenersatzansprüche

der Gesellschafter oder der Gesellschaft bzw. der

Treugeber verjähren innerhalb von 2 Jahren nach Kenntniserlangung

von dem ersatzpflichtbegründenden Sachverhalt,

soweit sie nicht kraft Gesetzes einer kürzeren Verjährungsfrist

unterliegen. Die Haftung eines überstimmten Mitgliedes ist

ausgeschlossen.

9. Der Verwaltungsrat erhält neben der Erstattung seiner Auslagen

eine Vergütung, die von der Gesellschafterversammlung

zu beschließen ist.

§ 12 Gesellschafterversammlung

1. Die ordentliche Gesellschafterversammlung findet jährlich

bis spätestens 30. November statt.

2. Außerordentliche Gesellschafterversammlungen finden auf

89


Antrag von Gesellschaftern, die mindestens 30% des Gesellschaftskapitals

vertreten, des persönlich haftenden Gesellschafters

oder des Treuhänders statt.

3. Die Einberufung einer Gesellschafterversammlung erfolgt

schriftlich durch den persönlich haftenden Gesellschafter

unter Bekanntgabe der Tagesordnung und der Wahrnehmung

einer Ladungsfrist von 4 Wochen, gerechnet von der Absendung

an. Für außerordentliche Gesellschafterversammlungen

kann die Einberufungsfrist auf 10 Tage verkürzt werden.

4. Einladungen und Aufforderungen zur schriftlichen Abstimmung

erfolgen an die der Gesellschaft zuletzt bekanntgegebene

Adresse. Jeder Gesellschafter und Treugeber hat Änderungen

gegenüber den im Treugeberregister festgehaltenen Angaben

dem Treuhandkommanditisten schriftlich mitzuteilen. Im Verhältnis

der Gesellschaft zu den Gesellschaftern und im Verhältnis

zwischen Treuhandkommanditist und Treugeber gelten die

niedergelegten Daten als maßgebend auch für die Zustellung.

5. Die Gesellschafterversammlung wird von dem persönlich

haftenden Gesellschafter geleitet. Er ist berechtigt, einen

Vertreter mit der Leitung zu beauftragen. Die Gesellschafterversammlung

ist jederzeit berechtigt, ohne Ankündigung in

der Tagesordnung mehrheitlich einen anderen Versammlungsleiter

zu wählen.

6. Jeder Gesellschafter kann sich in der Gesellschafterversammlung

durch einen mit schriftlicher Vollmacht versehenen

Dritten vertreten lassen. Die schriftliche Vollmacht ist

zu Beginn der Gesellschafterversammlung dem Leiter der

Gesellschafterversammlung vorzulegen, soweit die Vertretung

des Gesellschafters nicht durch den Treuhänder erfolgt.

§ 13 Gegenstand der Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafter und Treugeber beschließen in den in diesem

Vertrag und den im Gesetz vorgesehenen Angelegenheiten.

Die Gesellschafterversammlung ist insbesondere zuständig

für folgende Beschlußfassungen:

a) Zustimmungsbedürftige Rechtsgeschäfte im Sinne von § 10;

b) Genehmigung und Feststellung des Jahresabschlusses;

c) Beschlußfassung über die Verwendung von Jahresüberschüssen/Jahresfehlbeträgen

und Liquiditätsüberschüssen;

d) Wahl des Abschlußprüfers;

e) Entlastung des persönlich haftenden Gesellschafters;

f) Entlastung des Verwaltungsrates und des Treuhänders;

g) Aufnahme von Gesellschaftern, soweit diese zu einer Kapitalerhöhung

über das in § 3 bestimmte Gesellschaftskapital führt;

h) Änderung des Gesellschaftsvertrages;

i) Änderungen oder Abweichungen vom Investitions- und

Finanzierungsplan, soweit sie gemäß § 10 zustimmungspflichtig

sind;

j) Auflösung der Gesellschaft;

k) Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken oder

grundstücksgleichen Rechten, soweit sie zustimmungspflichtig

sind oder nicht von der Geschäftsführungsbefugnis des

persönlich haftenden Gesellschafters umfaßt werden;

l) Erwerb und Veräußerung von Beteiligungen an anderen

Gesellschaften.

§ 14 Beschlußfassung

1. Die Gesellschafter beschließen über die in diesem Vertrag

und im Gesetz vorgesehenen Fälle. Die Beschlüsse können in

Gesellschafterversammlungen oder im Wege der schriftlichen

Abstimmung gefaßt werden.

2. Die Gesellschafterversammlung ist beschlußfähig, wenn

90

sämtliche Gesellschafter und Treugeber ordnungsgemäß geladen,

der persönlich haftende Gesellschafter sowie der Treuhandkommanditist

und mindestens 25% des Gesellschaftskapitals

anwesend oder vertreten sind. Ein Beschluß im Wege

der schriftlichen Abstimmung kommt nur zustande, wenn

mindestens 40% der Stimmen aller Gesellschafter und Treugeber

an der Abstimmung teilnehmen.

3. Alle Beschlüsse der Gesellschafterversammlung, mit Ausnahme

der Beschlußfassung zu § 13 (i–l), bedürfen der einfachen

Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht in

diesem Vertrag oder durch Gesetz etwas anderes bestimmt ist.

Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.

Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

4. Beschlüsse zu § 13 (i–l) bedürfen einer Mehrheit von 75%

der abgegebenen Stimmen sowie der Zustimmung des persönlich

haftenden Gesellschafters, die nur aus wichtigem Grund

verweigert werden kann.

5. Ein Stellvertreter, der mehrere Gesellschafter oder Treugeber

vertritt, kann entsprechend ihm erteilter Weisung voneinander

abweichende Stimmen abgeben. Dies gilt insbesondere für den

Treuhandkommanditisten. Ein Gesellschafter/Treugeber kann

für seine Beteiligung nur eine einheitliche Stimme abgeben.

6. Das Stimmrecht richtet sich nach dem Kapitalkonto I in der

Weise, daß auf je 1 Euro der Beteiligung am Kapital der

Gesellschaft eine Stimme entfällt. Der persönlich haftende

Gesellschafter hat zusätzlich 51.129 Stimmen.

7. Bei schriftlicher Abstimmung ist den Gesellschaftern und

Treugebern die Aufforderung zur Abstimmung von dem persönlich

haftenden Gesellschafter zu übersenden. Dabei ist der

Abstimmungsgegenstand mit einer Stellungnahme des persönlich

haftenden Gesellschafters bekanntzugeben. Die

Stimmabgabe der Gesellschafter muß innerhalb von 4

Wochen nach Absendung der Abstimmungsaufforderung bei

dem Treuhandkommanditisten eingehen. Die Auszählung

der Stimmen hat durch diesen zu erfolgen.

8. Über das Ergebnis einer schriftlichen Abstimmung unterrichtet

der Treuhandkommanditist die Gesellschaft bzw. die

Gesellschafter und Treugeber schriftlich.

9. Die Unwirksamkeit eines Gesellschafterbeschlusses kann nur

binnen einer Ausschlußfrist von einem Monat nach Kenntniserlangung,

spätestens einen Monat nach Zugang des Protokolls

der Gesellschafterversammlung, die den Beschluß

gefaßt hat, durch Klage, die gegen die Gesellschaft zu richten

ist, geltend gemacht werden. Nach Ablauf der Frist gilt ein

etwaiger Mangel des Gesellschafterbeschlusses als geheilt.

§ 15 Protokollierung der Gesellschafterbeschlüsse

1. Über die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung ist durch

den Treuhänder ein Protokoll anzufertigen, das von dem Leiter

der Gesellschafterversammlung und dem Treuhänder zu

unterzeichnen und den Gesellschaftern und Treugebern zu

übersenden ist.

2. Einsprüche gegen das Protokoll bzw. die schriftliche Mitteilung

gem. § 14 Ziff. 8 sind innerhalb von 4 Wochen nach

Absendung schriftlich gegenüber dem persönlich haftenden

Gesellschafter zu erklären. Über die Einsprüche entscheidet

die nächste Gesellschafterversammlung.

§ 16 Geschäftsjahr, Jahresabschluß

1. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr endet

am 31.12. des Jahres, in dem die Gesellschaft begonnen hat.


2. Innerhalb des ordnungsgemäßen Geschäftsganges sind von

dem persönlich haftenden Gesellschafter unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung

sowie der gesetzlichen Vorschriften die Bilanz und die

Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft anzufertigen.

3. Der Jahresabschluß ist von einem Wirtschaftsprüfer oder

einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter Beachtung von

Gesetz und Gesellschaftsvertrag zu prüfen. Die Bestellung des

Wirtschaftsprüfers erfolgt aufgrund eines Beschlusses der

Gesellschafterversammlung. Der Abschlußprüfer für das

Wirtschaftsjahr, in dem dieser Vertrag in Kraft tritt, wird von

dem persönlich haftenden Gesellschafter im Einvernehmen

mit dem Treuhandkommanditisten bestimmt.

4. Der geprüfte Jahresabschluß ist den Gesellschaftern und

Treugebern mit der Einladung zur ordentlichen Gesellschafterversammlung

zuzusenden.

§ 17 Beteiligung am Ergebnis und am Vermögen, Ausschüttungen,

Vorzugskonditionen für das Grand Hotel Heiligendamm

1. Die Gesellschafter und Treugeber sind im Verhältnis ihrer

Kapitalanteile am Vermögen und am Ergebnis der Gesellschaft

beteiligt. Das Ergebnis der Gesellschaft ist den Gesellschaftern

und Treugebern in dem Verhältnis zuzurechnen, in

dem sie am 31.12. eines jeden Jahres an der Gesellschaft

beteiligt sind. Für Ergebnisse, die vor der Kapitalerhöhung i.

S. von § 3 Ziff. 3 entstanden sind, gilt dies nur, soweit sie auf

der Abwicklung des Investitions- und Finanzierungsplans

gem. § 7 beruhen.

Abweichend von der vorstehenden Regelung werden die

Gesellschaftsergebnisse, die in der Zeit von dem Tag der

ersten Kapitalerhöhung bis zum 31.12.2002 erfolgen, so verteilt,

daß sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt beigetretenen

Kommanditisten und Treugeber im gleichen Umfang begünstigt

oder belastet sind.

2. Sofern ein Gesellschafter durch in seiner Person begründete

Umstände (z.B. Nichterfüllung der personenbezogenen Voraussetzungen

eines ggf. bestehenden gewerbesteuerlichen

Verlustvortrags bei späterem Erwerb des Gesellschaftsanteils,

positives Ergebnis in der Ergänzungsbilanz aufgrund der Inanspruchnahme

von § 6 b EStG etc.) bei der Gesellschaft

Gewerbesteuer verursacht, ist dem Gesellschafter der

dadurch bedingte Aufwand aus Gewerbesteuer vorab im

Rahmen der Gewinnverteilung zuzurechnen.

Der Gesellschafter ist insoweit verpflichtet, die hierdurch

bedingte Minderung seines Kapitalkontos innerhalb von vier

Wochen nach Aufforderung durch die KG durch Einlage des

entsprechenden Geldbetrages auszugleichen. Kommt der

Gesellschafter dieser Verpflichtung nicht fristgerecht nach,

ist der Betrag ab diesem Zeitpunkt mit 6% p.a. zu verzinsen.

Die Gesellschaft ist berechtigt, ausstehende Ausgleichsbeträge

einschließlich Zinsen mit einer Ausschüttung gemäß

nachstehender Ziff. 6 zu verrechnen.

3. Die Gesellschaft gewährt jedem Gesellschafter einen nicht

übertragbaren persönlichen Preisnachlaß bei Selbstbuchung für

Übernachtungskosten. Dieser beträgt in der Hauptsaison 10%

und in der Neben- und Zwischensaison 25 % des Listenpreises

(rack-rate). Zimmerbuchungen durch die Gesellschafter können

nur im Rahmen der Verfügbarkeit erfüllt werden. Die Verfügbarkeit

von Zimmern wird vom Hotelmanager bestimmt.

Von Kommanditisten oder Treugebern in Anspruch genommene

Preisnachlässe sind diesen unmittelbar mit dem Wert

Der Gesellschaftsvertrag

zuzurechnen, der für steuerliche Zwecke maßgeblich ist. Ist

für die Umsatzsteuer aufgrund der in Anspuch genommenen

Preisnachlässe eine höhere Bemessungsgrundlage als das

gezahlte Entgelt zugrunde zu legen (Mindestbemessungsgrundlage

gem. § 10 Abs. 5 UStG), so ist diese Umsatzsteuermehrbelastung

vom Gesellschafter zu tragen. Hinsichtlich

dieser Ausgleichsverpflichtung des Gesellschafters

gilt Ziff. 2 entsprechend.

4. Allen Gesellschaftern und Treugebern werden Verlustanteile

auch dann zugerechnet, wenn sie die Höhe ihrer Kommanditeinlage

übersteigen.

5. Über die Verwendung von Jahresüberschüssen/-fehlbeträgen

und Liquiditätsüberschüssen, soweit sie nicht zur Erfüllung

vertraglicher, gesetzlicher oder sonstiger Verpflichtungen

benötigt werden, entscheidet die Gesellschafterversammlung

unter Berücksichtigung der hotelbetrieblichen Erfordernisse

und der Bildung einer angemessenen Liquiditätsreserve zur

Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung,

namentlich zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen

Instandhaltung.

Komplementär, Treuhänder und Verwaltungsrat haben das

Recht, gemeinsam der Gesellschafterversammlung einen

Vorschlag über die Höhe der für das vorangegangene

Geschäftsjahr zu gewährenden Barausschüttung zu unterbreiten.

Ein Beschluß der Gesellschafterversammlung über eine

niedrigere als die vorgeschlagene Barausschüttung bedarf der

Mehrheit von 75% der Stimmen.

6. Barausschüttungen erfolgen jeweils zum 30.06. für das vorangegangene

Geschäftsjahr, und zwar auch dann, wenn die

Kapitalkonten durch aufgelaufene Jahresfehlbeträge oder

frühere Barausschüttungen unter den Betrag der Hafteinlage

gemindert sind. Der Komplementär ist in Abstimmung mit

dem Treuhandkommanditisten und dem Verwaltungsrat

berechtigt, Barausschüttungen auch bereits vor einem

Beschluß gem. § 13 Buchstabe c) vorzunehmen.

7. Die Beteiligungsgesellschaft ist berechtigt, Barausschüttungen

auf alle Kommanditanteile an die Treuhandkommanditistin

für Rechnung der Gesellschafter und Treugeber vorzunehmen.

§ 18 Vergütung des persönlich haftenden Gesellschafters

1. Für die Übernahme des Haftungsrisikos erhält der persönlich

haftende Gesellschafter eine einmalige Vergütung in Höhe

von Euro 51.129,19. Dieser Vergütungsbetrag ist im Investitionsplan

nach § 7 enthalten und spätestens zum 31.12.1999

fällig, jedoch nicht vor Sicherstellung der Vollplazierung des

vorgesehenen Gesellschaftskapitals.

2. In den Jahren 2000 und 2001 erhält der persönlich haftende

Gesellschafter keine gesonderte weitere Vergütung. Ab dem

Jahr 2002 erhält der Komplementär Euro 15.338,76 p. a. Die

Vergütung ist jährlich nach Maßgabe der Entwicklung des Preisindexes

für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte (Basis

1991 = 100) anzupassen, und zwar dergestalt, daß sich die Vergütung

gegenüber dem Vorjahr um denselben Prozentsatz

erhöht oder ermäßigt, wie sich der Preisindex vom Dezember

des vorvorigen Jahres bis Dezember des Vorjahres verändert hat.

Soweit das erzielte Nettobetriebsergebnis p.a. den prognostizierten

Wert für das betreffende Jahr übersteigt, erhält der Komplementär

als Sondervergütung 10% des Mehrbetrages.

3. Im Falle einer Veräußerung der Immobilie erhält der Komplementär

eine Vorabvergütung in Höhe von 10% von dem

Mehrbetrag, um den der Veräußerungserlös die Aufwendungen

gem. § 7 übersteigt.

91


4. Über die Vergütung hinaus erhält der persönlich haftende

Gesellschafter Ersatz seiner notwendigen Aufwendungen, die

in Wahrnehmung der Geschäftsführungs- und Vertretungsaufgaben

für die Gesellschaft entstanden sind.

5. Eine eventuell anfallende gesetzliche Umsatzsteuer ist zzgl. zu

den o. g. Vergütungen zu bezahlen.

Die Vergütungen und der Aufwendungsersatz sind jährlich

zahlbar und spätestens zum 31.12. eines jeden Jahres fällig.

Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt, alle

ihm nach Ziff. 1 bis 4 zustehenden Vergütungen sowie den

Aufwendungsersatz zu entnehmen.

§ 19 Vergütung des Treuhandkommanditisten

1. Der Treuhandkommanditist erhält für die im Rahmen des

Treuhandvertrages zu erbringenden Leistungen eine Einmalvergütung

von Euro 1.329.358,89 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

Dieser Vergütungsbetrag ist im Investitionsplan nach

§ 7 enthalten und spätestens zum 31.12.1999 fällig, jedoch

nicht vor Sicherstellung der Vollplazierung eines Gesellschaftskapitals

von Euro 127.822.970,30.

1 a. Der Treuhandkommanditist erhält für die im Rahmen des

Treuhandvertrages zu erbringenden Leistungen bei Durchführung

einer weiteren Kapitalerhöhung um Euro

17.895.215,84 auf Euro 145.718.186,15 gemäß Gesellschafterbeschluß

vom 6. September 2001 eine weitere einmalige

Vergütung in Höhe von Euro 186.110,24 zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer. Diese Vergütung ist im Investitionsplan gemäß

§ 7 des Gesellschaftsvertrages enthalten und spätestens bis

zum 31.12.2001 fällig, nicht jedoch vor Durchführung der

vorgenannten Kapitalerhöhung.

1 b. Der Treuhandkommanditist erhält für die im Rahmen des

Treuhandvertrages zu erbringenden Leistungen bei Durchführung

einer weiteren Kapitalerhöhung um bis zu Euro

46.101.813,85 auf max. Euro 191.820.000,00 gemäß Gesellschafterbeschluß

vom heutigen Tage eine weitere Vergütung

in Höhe von bis zu Euro 479.000,00 zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer. Diese Vergütung ist im Investitionsplan

gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrages enthalten. Diese

Gebühr entsteht bei Durchführung einzelner Maßnahmen

der Erweiterungsinvestitionen gemäß § 7 Nr. 5 anteilig mit

Abschluß des jeweiligen Bauträgerkaufvertrages. Sie ist

jedoch erst nach Durchführung der dazu notwendigen Kapitalerhöhungen

fällig.

2. Ab dem 01.01.2002 erhält der Treuhandkommanditist für

seine laufende Tätigkeit eine jährliche Vergütung in Höhe

von Euro 102.258,38 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die

Vergütung ist jährlich nach Maßgabe der Entwicklung des

Preisindexes für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte

(Basis 1991 = 100) anzupassen, und zwar dergestalt, daß sich

die Vergütung gegenüber dem Vorjahr um denselben Prozentsatz

erhöht oder ermäßigt, wie sich der Preisindex vom

Dezember des vorvorigen Jahres bis Dezember des Vorjahres

verändert hat.

3. Die Vergütung ist jährlich zahlbar und spätestens am 31.12.

eines jeden Jahres fällig. Der Treuhänder kann quartalsweise

Abschlagszahlungen verlangen.

4. Die Vergütungen des Treuhandkommanditisten sind Kosten

der Gesellschaft. Die Gesellschaft verpflichtet sich hiermit,

die vorstehend unter Ziffer 1 und 2 vereinbarten Vergütungen

sind bei Fälligkeit an den Treuhandkommanditisten zu

zahlen.

92

§ 20 Geschäftsbesorgung, Projektierung

1. Geschäftsbesorgung

Die Gesellschaft hat einen Vertrag mit der FUNDUS FONDS-

Verwaltungen GmbH über die Geschäftsbesorgung mit einer vereinbarten

Festlaufzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Gegenstand

der Geschäftsbesorgung ist nicht das Hotelmanagement. Die

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH hat das Recht, diesen

Geschäftsbesorgungsvertrag mit allen Rechten und Pflichten

auch auf eine ihr nahestehende Gesellschaft zu übertragen.

Für die Übernahme der Geschäftsbesorgung inkl. der Leistungen

bis Fertigstellung der Baumaßnahmen erhält die FUN-

DUS eine Vergütung von Euro 1.533.875,64 zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer.

Dieser Vergütungsbetrag ist im Investitionsplan nach § 7

enthalten und spätestens zum 31.12.1999 fällig, jedoch nicht

vor Sicherstellung der Vollplazierung eines Gesellschaftskapitals

von Euro 127.822.970,30. Für die Durchführung der übernommenen

Geschäftsbesorgung/Fondsverwaltung erhält die FUN-

DUS jährlich ab dem 01.01.2002 eine Vergütung in Höhe von

Euro 102.258,38 zuzüglich Umsatzsteuer. Die Vergütung ist jährlich

nach Maßgabe der Entwicklung des Preisindexes für die

Lebenshaltung aller privaten Haushalte (Basis 1991 = 100)

anzupassen, und zwar dergestalt, daß sich die Vergütung gegenüber

dem Vorjahr um denselben Prozentsatz erhöht oder

ermäßigt, wie sich der Preisindex vom Dezember des vorvorigen

Jahres bis Dezember des Vorjahres verändert hat.

Über diese Vergütung hinaus kann die FUNDUS – in analoger

Anwendung des § 670 BGB – Ersatz von anderweitigen Aufwendungen,

die ihr in Wahrnehmung der Geschäftsbesorgung

für die Gesellschaft entstanden sind, verlangen. Die Vergütung

ist spätestens am 31.12. eines jeden Kalenderjahres fällig. Die

FUNDUS ist berechtigt, angemessene vierteljährliche

Abschlagszahlungen auf die Vergütung anzufordern. Bei ihrem

Ausscheiden hat die FUNDUS Anspruch auf einen angemessenen

Teil der Jahresvergütungen.

Bei einer Veräußerung erhält die FUNDUS für den Nachweis

oder für die Vermittlung eines Käufers oder die beratende

Unterstützung der Fondsgesellschaft eine Vergütung von 2,0%

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer des Verkaufspreises bei Abschluß

des Kaufvertrages.

1 a. Für ihre Geschäftsbesorgungsleistungen erhält die Fundus

bei der Durchführung einer weiteren Kapitalerhöhung um

Euro 17.895.215,84 auf Euro 145.718.186,15 gemäß Gesellschafterbeschluß

vom 6. September 2001 eine weitere einmalige

Vergütung in Höhe von Euro 214.742,59 zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer. Diese Vergütung ist im Investitionsplan

gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrages enthalten und spätestens

bis zum 31.12.2001 fällig, nicht jedoch vor Durchführung

der vorgenannten Kapitalerhöhung.

1 b. Für ihre Geschäftsbesorgungsleistungen im Zusammenhang

mit der Durchführung einer weiteren Kapitalerhöhung

um bis zu Euro 46.101.813,85 auf max. Euro 191.820.000,00

gemäß Gesellschafterbeschluß vom heutigen Tage, erhält

Fundus eine weitere einmalige Vergütung in Höhe von Euro

553.000,00 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

Diese Vergütung ist im Investitionsplan gemäß § 7 des

Gesellschaftsvertrages enthalten. Diese Gebühr entsteht bei

Durchführung einzelner Maßnahmen der Erweiterungsinvestitionen

gemäß § 7 Nr. 5 anteilig mit Abschluß des jeweiligen

Bauträgerkaufvertrages. Sie ist jedoch erst nach Durchführung

der dazu notwendigen Kapitalerhöhungen fällig.


2. Projektierung

Die FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH erbringt aufgrund

eines gesonderten Vertrages die nachstehenden Projektierungsleistungen.

Die Projektierungsleistungen sind von der FUNDUS

FONDS-Verwaltungen GmbH bereits teilweise erbracht. Die

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH ist berechtigt, sich

Dritter zu bedienen.

Die Leistungen umfassen:

◆ Ermittlung der Rentabilität auf Grundlage der Kosten der

vorgesehenen Investitionsmaßnahmen sowie deren Finanzierung,

◆ Regelung der vertraglichen Beziehungen der Fondsgesellschaft

zu Gesellschafter und Treuhänder,

◆ Regelung der Vertragsbeziehungen zur Durchführung der

Ziele der Fondsgesellschaft,

◆ Aufnahme und Sichtung der bestehenden objektbezogenen

Verträge, insbesondere Miet-, Versicherungs- und Wartungsverträge,

◆ Beauftragung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der

Erstellung eines Prospektprüfungsberichtes.

Zur pauschalen Abgeltung der Projektierungsleistungen erhält die

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH eine Pauschalvergütung

von Euro 1.533.875,64. Wenn auf diese Leistung Umsatzsteuer

anfällt, ist diese durch das vorbezeichnete Pauschalhonorar mitumfaßt,

soweit die Gesellschaft die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer

nicht als Vorsteuer abziehen kann. Dieser Vergütungsbetrag

ist im Investitionsplan nach § 7 enthalten und spätestens zum

31.12.1999 fällig, jedoch nicht vor Sicherstellung der Vollplazierung

eines Gesellschaftskapitals von Euro 127.822.970,30.

2 a. Für ihre Projektierungsleistung im Zusammenhang mit

der Durchführung einer weiteren Kapitalerhöhung um Euro

17.895.215,84 auf Euro 145.718.186,15 gemäß Gesellschafterbeschluß

vom 6. September 2001 erhält Fundus eine weitere

einmalige Vergütung in Höhe von Euro 214.742,59.

Wenn auf diese Leistung Umsatzsteuer anfällt, ist diese durch

das vorbezeichnete Pauschalhonorar mitumfaßt, soweit die

Gesellschaft die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer nicht

als Vorsteuer abziehen kann. Diese Vergütung ist im Investitionsplan

gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrages enthalten und

spätestens zum 31.12.2001 fällig, nicht jedoch vor Durchführung

der vorgenannten Kapitalerhöhung.

2 b. Für ihre Projektierungsleistung im Zusammenhang mit

der Durchführung einer weiteren Kapitalerhöhung um bis zu

Euro 46.101.813,85 auf max. Euro 191.820.000,00 gemäß

Gesellschafterbeschluß vom heutigen Tage erhält Fundus

eine weitere einmalige Vergütung in Höhe von Euro

553.000,00. Wenn auf diese Leistung Umsatzsteuer anfällt,

ist diese durch das vorbezeichnete Pauschalhonorar mitumfaßt,

soweit die Gesellschaft die in Rechnung gestellte

Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen kann. Diese Vergütung

ist im Investitionsplan gemäß § 7 des Gesellschaftsvertrages

enthalten. Diese Gebühr entsteht bei Durchführung

einzelner Maßnahmen der Erweiterungsinvestitionen

gemäß § 7 Nr. 5 anteilig mit Abschluß des jeweiligen

Bauträgerkaufvertrages. Sie ist jedoch erst nach Durchführung

der dazu notwendigen Kapitalerhöhungen fällig.

§ 21 Abtretung und Belastung von Kommanditanteilen

1. Jeder Gesellschafter kann vorbehaltlich Ziff. 2 und Ziff. 3

jederzeit seinen Gesellschaftsanteil abtreten oder in sonstiger

Der Gesellschaftsvertrag

Weise darüber verfügen, soweit dadurch nicht Kommanditanteile

unter dem Betrag der Mindestbeteiligung gem. § 3

Ziff. 6 entstehen.

2. Der Treuhandkommanditist kann seine Beteiligung im

Ganzen oder Teilbeträge seiner Beteiligung nur mit Genehmigung

des insoweit nach Maßgabe des Treuhandvertrages

berechtigten Treugebers abtreten oder in sonstiger Weise

über seine Gesellschaftsbeteiligung verfügen. Bei einer mit

Genehmigung des berechtigen Treugebers erfolgenden

Abtretung der Gesellschaftsbeteiligung durch den Treuhandkommanditisten

gehen die gesellschafterlichen Rechte und

Pflichten anteilig in Höhe des abgetretenen Betrages auf den

neuen Gesellschafter über.

3. Jede Abtretung bedarf im Hinblick auf § 1 Abs. 2a GrEStG

der Zustimmung des persönlich haftenden Gesellschafters,

die dieser nur aus wichtigem Grund verweigern kann.

4. Unbeschadet der Abtretung des Gesellschaftsanteiles bleibt

die Beteiligungsgesellschaft ermächtigt, alle Barausschüttungen,

die auf den abgetretenen Gesellschaftsanteil entfallen,

mit schuldbefreiender Wirkung auch für Rechnung des Sonderrechtsnachfolgers

an den Treuhandkommanditisten zu leisten.

Entsprechendes gilt bei sonstigen Verfügungen über den

Gesellschaftsanteil. Der Treuhänder tritt im Umfange des

gekündigten Treugeberanteils aus seinem Kommanditanteil

einen Kommanditanteil in Höhe des gekündigten Nominalbetrages

an den kündigenden Treugeber ab.

5. Bei Übertragungen oder bei jedem sonstigen Übergang der

Gesellschafterstellung auf einen Dritten, gleichgültig ob im

Rahmen von Gesamtrechts- oder Sonderrechtsnachfolge,

werden alle Konten gem. § 4 unverändert und einheitlich

fortgeführt. Die Übertragung oder der Übergang einzelner

Rechte und/oder Pflichten hinsichtlich nur einzelner Gesellschafterkonten

ist nicht möglich. Die Kosten einer Übertragung,

insbesondere die Kosten der Handelsregisteränderung,

trägt der Abtretungsempfänger.

§ 22 Dauer der Gesellschaft, Kündigung

1. Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Zeit errichtet.

2. Das Gesellschaftsverhältnis kann von jedem Gesellschafter

durch eingeschriebenen Brief mit einer Frist von 6 Monaten

zum Ende eines Geschäftsjahres, erstmals zum 31.12.2029,

gekündigt werden.

3. Die Kündigung ist an die Gesellschaft zu richten. Maßgeblich

für die Einhaltung der Kündigungsfrist ist der Eingang

des Kündigungsschreibens bei der Gesellschaft. Die Kündigung

hat nicht die Auflösung der Gesellschaft, sondern nur

das Ausscheiden des kündigenden Gesellschafters zur Folge.

4. Der Treuhandkommanditist ist unter Befreiung von den

Beschränkungen des § 181 BGB berechtigt und bevollmächtigt,

seinen treuhänderisch gehaltenen Kapitalanteil und die

Haftsumme in dem Umfang herabzusetzen, in dem Treugeber

das Treuhandverhältnis gekündigt haben.

5. Beschließt die Gesellschafterversammlung innerhalb einer

Frist von 6 Monaten nach Zugang der Kündigung die Liquidation,

so nimmt auch der kündigende Gesellschafter an der

Liquidation teil.

§ 23 Ausscheiden von Gesellschaftern

1. Der persönlich haftende Gesellschafter oder ein Kommanditist

scheiden aus der Gesellschaft aus, wenn

a) sie das Gesellschaftsverhältnis kündigen;

93


) ihnen das Gesellschaftsverhältnis aus wichtigem Grund

gekündigt wird, mit Wirksamwerden der Kündigungserklärung

bzw. der Ausschlußerklärung der Gesellschaft;

c) über ihr Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet, die

Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt

oder der Gesellschaftsanteil von einem Gläubiger

gepfändet und die Vollstreckungsmaßnahme nicht innerhalb

von 6 Monaten aufgehoben wird, sofern der persönlich

haftende Gesellschafter dies mit Zustimmung des Treuhandkommanditisten

und des Verwaltungsrates verlangt;

d) sie ihre Einzahlungsverpflichtungen nicht erfüllen und

gemäß § 5 Ziff. 4 aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

2. Durch das Ausscheiden eines Kommanditisten wird die

Gesellschaft nicht aufgelöst, sondern von den verbleibenden

Gesellschaftern unter der bisherigen Firma fortgeführt. Der

Treuhandkommanditist ist berechtigt, an Stelle des ausgeschiedenen

einen neuen Kommanditisten in die Gesellschaft

aufzunehmen bzw. seinen Kapitalanteil zu erhöhen.

3. Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt, auch

vor Ablauf der in § 22 bestimmten Dauer der Gesellschaft

durch Kündigung gegenüber der Gesellschaft aus der Gesellschaft

auszuscheiden. Der Treuhandkommanditist ist bei

Ausscheiden des persönlich haftenden Gesellschafters unter

Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB ermächtigt,

einen neuen persönlich haftenden Gesellschafter in die

Gesellschaft, befristet bis zum Zeitpunkt der nächsten Gesellschafterversammlung

gem. § 12, aufzunehmen.

Sollte der Treuhandkommanditist nicht unmittelbar nach

dem Ausscheiden des persönlich haftenden Gesellschafters

einen neuen persönlich haftenden Gesellschafter aufgenommen

haben, sind die Gesellschafter verpflichtet, über die

Aufnahme eines neuen persönlich haftenden Gesellschafters

in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung zu

beschliessen. Der Beschluß der Gesellschafter zur Aufnahme

eines neuen persönlich haftenden Gesellschafters erfolgt mit

einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

4. Bei Ausscheiden des Treuhandkommanditisten können die Gesellschafter

und Treugeber einen neuen Treuhandkommanditisten

wählen. Die Gesellschaft wird dann mit dem neu gewählten

Treuhandkommanditisten fortgesetzt. Dabei gehen im Wege der

Sonderrechtsnachfolge alle Rechte und Pflichten des ausscheidenden

Treuhandkommanditisten unter Ausschluß der Auseinandersetzung

auf den neuen Treuhandkommanditisten über.

§ 24 Tod eines Kommanditisten

1. Verstirbt ein Kommanditist, geht die Beteiligung auf seine

Erben oder Vermächtnisnehmer über und wird mit diesen fortgesetzt.

Die Erben müssen sich durch Vorlage eines Erbscheines

oder einer beglaubigten Abschrift des Testamentseröffnungsprotokolls

und der letztwilligen Verfügung legitimieren.

2. Mehrere Erben dürfen ihre gesellschafterlichen Rechte nur

durch einen gemeinsamen, schriftlich bevollmächtigten Vertreter

ausüben, sofern es sich nicht um Beschlüsse über die

Änderung oder Ergänzung des Gesellschaftsvertrages handelt.

Solange ein gemeinsamer Vertreter nicht bestellt ist

oder die Legitimation des oder der Erben nicht erfolgt ist,

ruhen die Rechte aus der Gesellschaftsbeteiligung.

§ 25 Auseinandersetzungsguthaben

1. Scheidet ein Gesellschafter aus der Gesellschaft aus, hat er

Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben, das seiner

94

Beteiligung am Vermögen der Gesellschaft entspricht. Maßgebend

ist der Verkehrswert des Gesellschaftsanteils.

2. Das Auseinandersetzungsguthaben berechnet sich nach dem

Wert des Gesellschaftsanteiles, der auf den Tag des Ausscheidens

zu ermitteln ist. Zur Ermittlung ist auf den Tag des vollständigen

oder teilweisen Ausscheidens auf Kosten des Ausscheidenden

eine Auseinandersetzungsbilanz zu erstellen. Erfolgt

das Ausscheiden zum Ende eines Geschäftsjahres,

entfällt die Kostentragungspflicht für den Ausscheidenden.

3. Das Auseinandersetzungsguthaben ist von dem jeweils

bestellten oder gewählten Abschlußprüfer für Gesellschaft

und Gesellschafter verbindlich festzustellen.

4. Die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens erfolgt 6

Monate nach seiner verbindlichen Feststellung. Wird die

wirtschaftliche und insbesondere die Liquiditätslage der

Gesellschaft durch die Auszahlung von Auseinandersetzungsguthaben

innerhalb der genannten Frist gefährdet,

kann das Auseinandersetzungsguthaben in Raten im Laufe

einer angemessenen Frist ausgezahlt werden. Führt die Auszahlung

des festgestellten Auseinandersetzungsguthabens in

einem Geschäftsjahr dazu, daß die verbleibenden Gesellschafter

nur einen geringeren Betrag als die jeweils beschlossene

Ausschüttung entnehmen könnten, ist die Gesellschaft

berechtigt, die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

entsprechend anzupassen. Bei ratenweiser Auszahlung

hat die Gesellschaft das restliche Auseinandersetzungsguthaben

in dem Umfang zu verzinsen, wie sie Ausschüttungen

an die verbleibenden Gesellschafter vornimmt.

Erfolgt eine Veräußerung des Grundbesitzes der Gesellschaft

während der Laufzeit der Auszahlung eines Auseinandersetzungsguthabens,

ist die Gesellschaft berechtigt, die noch ausstehenden

Zahlungsraten anzupassen und das noch offene

Auseinandersetzungsguthaben zu mindern, wenn der tatsächlich

erzielte Kaufpreis für den Grundbesitz von dem Wert

zum Nachteil der Gesellschaft abweicht, der als Verkehrswert

der Ermittlung des Auseinandersetzungsguthabens zugrunde

gelegt wurde.

5. Ausscheidende Gesellschafter bzw. Treugeber können keine

Sicherstellung ihres Auseinandersetzungsguthabens verlangen.

Sie haben keinen Anspruch auf Freistellung von Gesellschaftsverbindlichkeiten

oder auf Sicherheitsleistungen

wegen künftiger Inanspruchnahme durch Gesellschaftsgläubiger.

Der persönlich haftende Gesellschafter und der Treuhandkommanditist

können als höchstpersönliches gesellschafterliches

Sonderrecht bei ihrem Ausscheiden Freistellung

von der Forthaftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten

verlangen.

§ 26 Auflösung der Gesellschaft

1. Die Gesellschaft kann mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung

zum Ende eines Geschäftsjahres aufgelöst werden,

frühestens jedoch zum 31.12.2029.

Im Falle einer Auflösung ist die Gesellschaft gemeinsam

durch den persönlich haftenden Gesellschafter und den

Treuhandkommanditisten abzuwickeln und das Gesellschaftsvermögen

zu verwerten. FUNDUS hat sich im

Geschäftsbesorgungsvertrag verpflichtet, bei der Verwertung

des Immobilienvermögens beratend mitzuwirken und erhält

für die Beratung der Gesellschaft eine Vergütung von 2%

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer des Verkaufspreises bei

Abschluß des Kaufvertrages über das Fondsobjekt. Dabei ist

der Verwaltungsrat vor dem Abschluß von Verträgen über die


Veräußerung von Grundbesitz darüber zu hören, ob der in

Aussicht genommene Kaufpreis angemessen und das Interesse

der Gesellschafter insgesamt gewahrt ist.

2. Der Erlös aus der Verwertung des Gesellschaftsvermögens

wird nach Begleichung der Verbindlichkeiten an die Gesellschafter

im Verhältnis ihrer Beteiligung am Vermögen der

Gesellschaft nach dem Verhältnis des jeweiligen Gesellschaftskapitals

(Kapitalkonto I) ausgezahlt.

3. Der persönlich haftende Gesellschafter und der Treuhandkommanditist

erhalten für ihre Tätigkeit bei der Auflösung

der Gesellschaft oder Verwertung des Gesellschaftsvermögens

den Ersatz ihrer Auslagen und eine Auflösungsgebühr

von insgesamt 1% vom Verkaufserlös der Fonds-Immobilien.

Die Auszahlung des Erlöses an die Kommanditgesellschaft

und Treugeber erfolgt durch den Treuhandkommanditisten.

§ 27 Salvatorische Klausel, Haftung, Erfüllungsort, Gerichtsstand

1. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam

sein oder werden, wird dadurch die Gültigkeit dieses Vertrages

im übrigen nicht berührt.

An die Stelle der unwirksamen Bestimmungen treten diejenigen

gesetzlichen Bestimmungen, die dem wirtschaftlichen

Zweck der ungültigen Bestimmungen am nächsten kommen.

Entsprechendes gilt, wenn sich bei Durchführung des Vertrages

eine ergänzungsbedürftige Lücke ergeben sollte.

Änderungen dieses Vertrages – einschließlich der Vereinbarungen

über den Eintritt weiterer Gesellschafter – bedürfen

der Schriftform, soweit nicht gesetzlich zwingend eine andere

Form vorgeschrieben ist.

2. Alle Gesellschafter haben im Rahmen des Gesellschaftsverhältnisses

untereinander sowie im Verhältnis zu der Gesellschaft

nur Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zu vertreten.

Der Gesellschaftsvertrag

Schadenersatzansprüche der Gesellschafter untereinander

und der Treugeber aus dem Gesellschaftsverhältnis verjähren

innerhalb von zwei Jahren nach Bekanntwerden des haftungsbegründenden

Sachverhalts, soweit sie nicht kraft

Gesetzes einer kürzeren Verjährungsfrist unterliegen. Sie sind

innerhalb einer Ausschlußfrist von 6 Monaten nach Kenntniserlangung

von dem Schaden gegenüber dem Verpflichteten

durch eingeschriebenen Brief geltend zu machen.

3. Die Kommanditisten verpflichten sich, nur im Einvernehmen

mit dem Komplementär der Gesellschaft Rechtsbehelfe

oder Rechtsmittel im Rahmen der steuerlichen Veranlagungen

der Gesellschaft einzulegen.

4. Erfüllungsort für die Verpflichtungen und Gerichtsstand für

sämtliche Streitigkeiten aus diesem Vertrag sowie über das

Zustandekommen dieses Vertrages ist der Sitz der Gesellschaft,

soweit dies gesetzlich zulässig vereinbart werden kann.

Sämtliche Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem

Gesellschaftsverhältnis, wie z.B. Streitigkeiten im Zusammenhang

mit Beitritt, Ausscheiden, Rechten und Pflichten

von Gesellschaftern und Gesellschafterbeschlüssen, können

als Aktiv- oder Passivprozesse von der Gesellschaft selbst

geführt werden.

5. Die Kosten aus diesem Vertrag trägt die Gesellschaft. Ausgenommen

sind die Kosten der Beglaubigung der Handelsregistervollmacht

sowie die Kosten von Handelsregisteränderungen,

die durch die Abtretung von Gesellschaftsanteilen oder

sonstige Verfügung über Gesellschaftsanteile begründet werden.

Diese Kosten trägt der Gesellschafter, der die Änderung

veranlaßt. Dies gilt auch bei Handelsregisteränderungen im

Todesfall.

95


Der Treugeber beteiligt sich an der Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft.

Die in der Beitrittserklärung zu der Kommanditgesellschaft in

Firma

Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

Im Neffeltal 1, 52391 Vettweiß/Disternich

genannte(n) Person(en), im folgenden „Treugeber“ genannt,

bietet/bieten der

Treuhandgesellschaft

Jagdfeld & Partner

Steuerberatungsgesellschaft mbH

Bergstraße 2, 52391 Vettweiß/Disternich,

im folgenden „Treuhänder“ genannt, hiermit den Abschluß des

nachstehenden Treuhandvertrages an.

Der Treugeber hält sich an das Treuhandvertragsangebot für die

Dauer von 2 Monaten seit Unterzeichnung der Beitrittserklärung

gebunden. Der Treuhandvertrag kommt mit der Annahmeerklärung

durch den Treuhänder innerhalb dieser Annahmefrist

zustande. Der Zugang der Annahmeerklärung ist nicht

Wirksamkeitsvoraussetzung. Der Tag der Unterzeichnung der

Beitrittserklärung durch den Treuhänder ist der Tag des Vertragsabschlusses.

Änderungen gegenüber den nachfolgend niedergelegten

Vertragsregelungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen

Bestätigung des Treuhänders.

Vorbemerkungen

Der Treugeber beteiligt sich an der Grand Hotel Heiligendamm

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft – nachfolgend „Beteiligungsgesellschaft“

genannt.

Der in der Beitrittserklärung genannte Betrag entspricht

dem Kapitalanteil (Pflichteinlage) an der Beteiligungsgesellschaft

sowie der übernommenen Hafteinlage.

Das gleiche gilt für die Hafteinlage des Treuhandkommanditisten

entsprechend. Der Treuhänder hält einen Kapitalanteil an

der Beteiligungsgesellschaft als Treuhandkommanditist. Er ist

nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

ermächtigt, seinen Kapitalanteil zu erhöhen und treuhänderisch

für Dritte zu halten. Der Treugeber hat das Recht, sich

unmittelbar als Kommanditist an der Beteiligungsgesellschaft zu

beteiligen. Die nachstehenden Vertragsbedingungen regeln die

Rechtsbeziehung zwischen Treugeber und Treuhänder.

§ 1 Treuhandgegenstand

1. Der Treuhänder erwirbt im Auftrage des Treugebers und hält

treuhänderisch im eigenen Namen, aber für Rechnung des

Treugebers, einen Kapitalanteil als Treuhandkommanditist

an der Beteiligungsgesellschaft. Die Höhe des Kapitalanteiles

zzgl. 5% Agio bestimmt sich nach dem in der Beitrittserklärung

vom Treugeber gezeichneten Beteiligungsbetrag.

2. Der Treuhänder ist berechtigt und wird hiermit von dem

Treugeber bevollmächtigt, einen gemäß Ziffer 1 im Auftrage

96

Der Treuhandvertrag

des Treugebers erworbenen und für Rechnung des Treugebers

gehaltenen Kapitalanteil durch Abtretung des dem Kapitalanteil

des Treugebers entsprechenden Kommanditanteils

auf den Treugeber in eine unmittelbare Beteiligung des Treugebers

als Kommanditist umzuwandeln und die Eintragung

des Treugebers als Kommanditist in das Handelsregister der

Beteiligungsgesellschaft zu bewirken. Der Treuhänder wird

den Treugeber rechtzeitig von einer Umwandlung der Beteiligungsform

unterrichten und die zum handelsregisterlichen

Vollzug der Eintragung des Treugebers als Kommanditist in

das Handelsregister erforderliche Erteilung einer Vollmacht

in notariell beglaubigter Form von dem Treugeber anfordern.

Entsprechend § 1 Ziffer 4 dieses Treuhandvertrages verpflichtet

sich der Treugeber, diese Vollmacht in öffentlich beglaubigter

Form zu erteilen.

Im Falle der Umwandlung der Beteiligung in eine in dem

Handelsregister eingetragene Kommanditbeteiligung gelten

die Bestimmungen dieses Treuhandvertrages entsprechend

fort, vgl. § 1 Ziffer 5.

3. Die Beteiligung des Treuhänders als Treuhandkommanditist

erfolgt nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

und den Bestimmungen dieses Treuhandvertrages.

Für das Verhältnis zwischen dem Treuhänder und dem Treugeber

gelten die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages der

Beteiligungsgesellschaft sinngemäß, sofern nicht in diesem

Treuhandvertrag abweichende Regelungen getroffen sind.

4. Erteilt der Treugeber in der Beitrittserklärung dem Treuhänder

den Auftrag, den Beitritt des Treugebers als unmittelbar

beteiligter Kommanditist zu bewirken, ist der Treugeber verpflichtet,

dem Treuhänder eine unwiderrufliche und über den

Tod hinaus geltende Handelsregistervollmacht in öffentlich

beglaubigter Form zur Anmeldung von allen Angelegenheiten

zu erteilen, deren Eintragung in das Handelsregister der

Kommanditist anzumelden verpflichtet ist. Die Kosten der

öffentlichen Beglaubigung trägt der Treugeber.

5. Im Falle einer direkten Beteiligung des Treugebers als Kommanditist

an der Beteiligungsgesellschaft gelten die Bestimmungen

des Treuhandvertrages für eine treuhänderische

Beteiligung sinngemäß.

Der Treuhänder wird die Kommanditbeteiligung des Treugebers

als dessen Stellvertreter verwalten, soweit der Treugeber

dem nicht ausdrücklich widerspricht.

Der Treugeber erteilt hiermit dem Treuhänder Vollmacht, die

Rechte aus der Kommanditbeteiligung, insbesondere das Stimmrecht,

auszuüben, sofern er diese Rechte nicht selbst ausübt.

6. Der Treuhänder ist berechtigt, für weitere Treugeber Kapitalanteile

an der Beteiligungsgesellschaft treuhänderisch zu

erwerben und zu verwalten.

7. Der Treuhänder ist berechtigt, den Treuhandauftrag erst auszuführen,

wenn der Treugeber das von ihm gezeichnete Kapital

zzgl. 5 % Agio auf das Gesellschaftskonto eingezahlt hat.

§ 2 Zurechnung der Beteiligung, Sicherung des Treugebers

1. Der Treuhänder hält seine Gesellschaftsbeteiligung für die Treugeber

im Außenverhältnis als einheitlichen Gesellschaftsanteil.

Er tritt nach außen im eigenen Namen auf. Er nimmt die Gesellschafterrechte

und -pflichten der Treugeber gegenüber der Betei-


ligungsgesellschaft nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages wahr.

Er nimmt die Rechte des Treugebers in der Gesellschafterversammlung

wahr, soweit dieser nicht persönlich anwesend ist oder

sich nicht anderweitig vertreten läßt. Er übt sein Stimmrecht

unter Berücksichtigung der Weisungen und der Interessen des

Treugebers sowie unter Beachtung seiner gesellschafterlichen

Treuepflicht gegenüber den übrigen Gesellschaftern aus.

2. Der Treuhänder handelt im Innenverhältnis ausschließlich im

Auftrage und für Rechnung des Treugebers. Wirtschaftlich ist

der Treugeber Kommanditist der Beteiligungsgesellschaft.

3. Der Treuhänder tritt hiermit die Ansprüche aus der treuhänderisch

gehaltenen Gesellschaftsbeteiligung auf den festzustellenden

Gewinn, die zu beschließenden Barausschüttungen,

den Liquidationserlös sowie auf dasjenige, was ihm im

Falle seines Ausscheidens aus der Gesellschaft zusteht, an

den Treugeber in dem Umfang ab, wie diese Ansprüche dem

Treugeber nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages

gebühren. Die Abtretung ist auflösend bedingt durch einen

gem. § 4 Ziff. 3 erklärten Rücktritt des Treuhänders von dem

Treuhandvertrag. Der Treuhänder ist ermächtigt, die an den

Treugeber abgetretenen Ansprüche aus der Gesellschaftsbeteiligung

im eigenen Namen einzuziehen.

4. Der Treuhänder erteilt hiermit dem Treugeber Vollmacht zur

Ausübung des Stimmrechts aus der für ihn treuhänderisch

gehaltenen Gesellschaftsbeteiligung.

5. Der Treuhänder tritt für den Fall der Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über sein Vermögen bzw. der Ablehnung der Eröffnung

des Insolvenzverfahrens mangels Masse den treuhänderisch

gehaltenen Gesellschaftsanteil an den Treugeber in Höhe

des von diesem gezeichneten Kapitalanteiles ab. Die Übertragung

des Kommanditanteiles ist aufschiebend bedingt durch

die Eintragung des Treugebers als Kommanditist im Wege der

Rechtsnachfolge in das Handelsregister. Entsprechendes gilt für

den Fall, daß Maßnahmen der Einzelzwangsvollstreckung von

Privatgläubigern des Treuhänders in den treuhänderisch gehaltenen

Gesellschaftsanteil ausgebracht werden.

§ 3 Ausführung des Treuhandauftrages

Der Treuhänder wird der Beteiligungsgesellschaft im Auftrage und

für Rechnung des Treugebers beitreten bzw. den Beitritt des Treugebers,

der eine Direktbeteiligung wünscht, bewirken, wenn der

Treugeber den gezeichneten Kapitalanteil laut Beitrittserklärung

zuzüglich 5 % Agio auf das Gesellschaftskonto eingezahlt hat.

Im Einzelfall wird der Treuhänder den Treuhandauftrag

schon vor vollständiger Einzahlung des Beteiligungsbetrages auf

dem Gesellschaftskonto ausführen.

§ 4 Einzahlung der gezeichneten Einlage

1. Der Treugeber ist zur Barleistung seiner Pflichteinlage (Kapitalanteil

zzgl. 5 % Agio) entsprechend den Angaben in der

Beitrittserklärung nach Anforderung durch die Gesellschaft

verpflichtet.

2. Erfüllt ein Treugeber die von ihm gemäß Beitrittserklärung

übernommene Einlageverpflichtung nicht fristgerecht, ist der

Treuhänder berechtigt, Verzugszinsen ab Fälligkeit in Höhe

von bis zu 12 % p. a. zu verlangen. Die Geltendmachung

eines weitergehenden Schadens auch durch die Beteiligungsgesellschaft

bleibt davon unberührt. Dem Treugeber bleibt es

vorbehalten, einen geringeren Schaden nachzuweisen.

3. Erbringt der Treugeber seine Einlage zzgl. 5 % Agio trotz

Mahnung und Nachfristsetzung nicht oder nur teilweise, ist

der Treuhänder berechtigt, von dem Treuhandauftrag bzw.

der Annahme der Beitrittserklärung zurückzutreten und den

Treugeber ggf. aus der Gesellschaft auszuschließen oder den

gezeichneten Kapitalanteil auf die geleistete Einlage abzüglich

5 % Agio herabzusetzen.

4. Die mit dem Ausschluß aus der Gesellschaft bzw. dem Rücktritt

vom Treuhandvertrag entstehenden Kosten trägt der

säumige Treugeber, mindestens jedoch einen Betrag in Höhe

des Agios des von ihm ursprünglich gezeichneten Kapitalanteiles,

wobei es dem Treugeber vorbehalten bleibt, einen

geringeren Schaden nachzuweisen.

§ 5 Beitrittsabwicklung

Der Treuhandvertrag

Der Treuhänder übernimmt im Rahmen der Beitrittsabwicklung

die nachfolgenden Aufgaben:

1. Überprüfung der Angaben in der Beitrittserklärung und Vollmacht;

2. Aufnahme des Treugebers in das Treugeberregister;

3. Annahme des Angebots auf Abschluß dieses Treuhandvertrages

und deren Bestätigung an den Treugeber;

4. Anforderung der Einlage zzgl. Agio auf das in der Beitrittserklärung

bezeichnete Gesellschaftskonto;

5. Überwachung des Eingangs der Einlageverpflichtung und ggf.

Durchführung von außergerichtlichen und gerichtlichen

Mahnverfahren;

6. Abschluß des Vertrages zum Beitritt zu der Beteiligungsgesellschaft

im Namen des Treugebers;

7. Anmeldung des Treugebers zur Eintragung in das Handelsregister,

sofern dieser eine Beteiligung als Kommanditist wünscht.

§ 6 Freistellungsanspruch des Treuhänders

1. Der Treuhänder hat Anspruch darauf, vom Treugeber von

allen Verbindlichkeiten freigestellt zu werden, die im Zusammenhang

mit dem Erwerb und der Verwaltung der treuhänderisch

übernommenen Gesellschaftsbeteiligung stehen.

2. Der Treuhänder haftet im Außenverhältnis mit seiner im

Handelsregister eingetragenen Hafteinlage. Die Freistellungsverpflichtung

des Treugebers ist daher begrenzt bis zur Höhe

seines Kapitalanteils i. S. des § 4 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages.

Sie ist somit nach den gesetzlichen Bestimmungen ausgeschlossen,

wenn der Kapitalanteil des Treugebers auf das

Gesellschaftskonto eingezahlt und dem Treugeber nicht im

Sinne von § 172 HGB zurückgewährt worden ist.

Werden an den Treuhänder in seiner Eigenschaft als Treuhandkommanditist

Barausschüttungen vorgenommen, während der

Kapitalanteil des Treuhänders durch Jahresfehlbeträge oder

frühere Barausschüttungen unter den Betrag der im Handelsregister

eingetragenen Hafteinlage (= Kapitaleinlage) herabgemindert

ist oder wird (vgl. § 172 HGB), lebt die Freistellungsverpflichtung

des Treugebers bis zu der Höhe des an ihn auf

diese Weise zurückgezahlten Kapitalanteils wieder auf, höchstens

jedoch bis zu dem Betrag, um den der Stand des handelsrechtlichen

Kapitalkontos unter den Betrag der im Handelsregister

eingetragenen Hafteinlage, soweit sie im Innenverhältnis

des Treuhänders zum Treugeber auf dessen Beteiligung entfällt,

im Zeitpunkt der Inanspruchnahme herabgemindert ist.

Im Falle seiner Inanspruchnahme durch Gesellschaftsgläubiger

aufgrund der gesetzlichen Kommanditistenhaftung ist der

Treuhandkommanditist berechtigt, die Weiterleitung von

Barausschüttungen an den Treugeber davon abhängig zu

machen, daß dieser bis zur Höhe der auf ihn entfallenden Freistellungsverpflichtung

dem Treuhänder Sicherheit leistet.

97


§ 7 Rechtsstellung des Treugebers in der Gesellschafterversammlung

1. Der Treugeber ist berechtigt, an den Gesellschafterversammlungen

der Beteiligungsgesellschaft teilzunehmen.

2. Der Treugeber ist berechtigt, in der Gesellschafterversammlung

der Beteiligungsgesellschaft das auf seine treuhänderische Gesellschaftsbeteiligung

entfallende Stimmrecht selbst auszuüben.

3. Der Treugeber kann sich in der Gesellschafterversammlung

durch einen mit schriftlicher Vollmacht versehenen Dritten

vertreten lassen.

§ 8 Treuhandverwaltung

1. Der Treuhänder verwaltet die treuhänderisch gehaltene

Gesellschaftsbeteiligung als Treuhandkommanditist oder als

Verwaltungstreuhänder der einzelnen Treugeber gemäß diesem

Treuhandvertrag und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages.

2. Der Treuhänder hat das Treuhandvermögen getrennt von seinem

sonstigen Vermögen zu halten und zu verwalten.

3. Der Treuhänder wird alles, was er in Ausführung dieses Treuhandvertrages

erlangt hat, an den Treugeber herausgeben,

soweit ihm dies nach dem Treuhandvertrag gebührt, insbesondere

wird er alle Barausschüttungen und Zuflüsse aus der

Beteiligungsgesellschaft umgehend an die Treugeber anteilig

entsprechend dem für jeden Treugeber gehaltenen Kapitalanteil

weiterleiten.

4. Der Treuhänder nimmt die steuerliche Beratung der Beteiligungsgesellschaft

gemäß gesondertem Vertrag wahr.

5. Der Treugeber kann jederzeit die Herausgabe der treuhänderisch

gehaltenen Beteiligung verlangen und seine Rechte als Direktkommanditist

unmittelbar wahrnehmen. Der Treuhänder wird –

soweit der Treugeber dem nicht ausdrücklich widerspricht – dann

die Kommanditbeteiligung des Treugebers als dessen Stellvertreter

verwalten. Der Treugeber verpflichtet sich, im Falle der Beendigung

der treuhänderisch gehaltenen Beteiligung dem Treuhänder

eine unwiderrufliche und über den Tod hinaus geltende Handelsregistervollmacht

in öffentlich beglaubigter Form zur

Anmeldung von allen Angelegenheiten zu erteilen, deren Eintragung

in das Handelsregister der Kommanditist anzumelden verpflichtet

ist. Die Kosten der Handelsregisteranmeldung sowie die

Kosten der öffentlichen Beglaubigung trägt der Treugeber.

§ 9 Rechenschaftsbericht

1. Der Treuhänder erstattet den Treugebern anhand des durch

einen Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

geprüften Jahresabschlusses sowie des Geschäftsberichtes

der Komplementärin einen Bericht über das abgelaufene

Geschäftsjahr.

2. Der Treuhänder wird die Treugeber über alle wesentlichen

Geschäftsvorgänge informieren.

§ 10 Treugeberregister, Datenschutz

1. Der Treuhänder führt über alle Treugeber ein Register mit

ihren persönlichen und beteiligungsbezogenen Daten. Jeder

Treugeber erhält nach Annahme seiner Beitrittserklärung

von dem Treuhänder eine schriftliche Bestätigung über die

Eintragung seiner Beteiligung in dieses Register.

2. Der Treugeber hat keinen Anspruch darauf, daß ihm der

Treuhänder Angaben über die übrigen Treugeber macht.

98

Anderen Personen als den persönlich haftenden Gesellschaftern

und dem Geschäftsbesorger darf der Treuhänder keine

Auskünfte über die Beteiligung und die Eintragung im Register

erteilen, es sei denn, daß die Offenlegung gegenüber dem

zuständigen Finanzamt, dem das Beteiligungsvorhaben finanzierenden

Kreditinstitut oder einer anderen Bank im Zusammenhang

mit der Eigenkapitalfinanzierung erfolgt.

Diese Einschränkung gilt nicht gegenüber gesetzlich zur Berufsverschwiegenheit

verpflichteten Personen, wenn diese als Berater

der Beteiligungsgesellschaft oder des Treugebers tätig werden.

3. Der Treugeber ist verpflichtet, Änderungen der Daten zu seiner

Person oder zur rechtlichen Inhaberschaft der Gesellschaftsbeteiligung

mitzuteilen.

4. Der Treugeber nimmt zustimmend davon Kenntnis, daß im

Rahmen dieses Vertrages personenbezogene Daten auf EDV-

Anlagen gespeichert werden. Er ist damit einverstanden, daß

die in die Plazierung des Eigenkapitals eingeschalteten Personen

über die Verhältnisse der Beteiligungsgesellschaft – ohne

personenbezogene Daten – informiert werden.

§ 11 Selbstkontrahieren

Der Treuhänder ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Er ist berechtigt, für Einzelaufgaben Untervollmachten zu erteilen.

§ 12 Haftung des Treuhänders

1. Der Treuhänder handelt mit der berufsüblichen Sorgfalt. Er

haftet dem Treugeber nur bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher

Verletzung der ihm obliegenden Verpflichtungen.

2. Der Anspruch des Treugebers auf Schadenersatz – gleich aus

welchem Rechtsgrunde, auch aus der Verletzung von Pflichten

bei den Vertragsverhandlungen – verjährt in 3 Jahren von dem

Zeitpunkt an, in dem der Anspruch entstanden ist, soweit er

nicht kraft Gesetzes einer kürzeren Verjährung unterliegt.

Schadenersatzansprüche hat der Treugeber innerhalb einer

Ausschlußfrist von 6 Monaten nach Kenntniserlangung von

dem Schaden gegenüber dem Treuhänder durch eingeschriebenen

Brief geltend zu machen.

3. Der Treuhänder übernimmt keine Haftung für den Eintritt

der vom Treugeber mit seinem Beitritt zu der Beteiligungsgesellschaft

angestrebten steuerlichen Folgen. Die angestrebten

steuerlichen Folgen stehen unter dem Vorbehalt der Anerkennung

durch Finanzverwaltung und Finanzgerichtsbarkeit.

4. Die Vertragsparteien sind darüber einig, daß der Treuhänder

keine Haftung für die Bonität der Vertragspartner der Beteiligungsgesellschaft

oder dafür übernimmt, daß die Vertragspartner

der Beteiligungsgesellschaft die eingegangenen vertraglichen

Pflichten ordnungsgemäß erfüllen. Insbesondere

haftet der Treuhänder nicht für den Eintritt des unternehmerischen

Erfolgs der Beteiligungsgesellschaft oder für den Eintritt

der vom Treugeber oder der Beteiligungsgesellschaft verfolgten

sonstigen wirtschaftlichen Ziele.

§ 13 Übertragung der Beteiligung

1. Der Treugeber kann jederzeit die Rechte aus dem Treuhandverhältnis

unter Beachtung der Regelungen im Gesellschaftsvertrag

auf Dritte übertragen. Mit der Übertragung der Rechte

gehen gleichzeitig die Pflichten des Treugebers über, auch

soweit sie vor der Übertragung entstanden sind.

2. Der Treugeber hat die Übertragung seiner Beteiligung schriftlich

dem Treuhänder mitzuteilen und dabei den Namen


sowie die Anschrift des Rechtsnachfolgers bekanntzugeben.

3. Die Übertragung von treuhänderisch gehaltenen Beteiligungen

ist nur im Ganzen oder in Teilbeträgen von jeweils vollen

Euro 2.500,00 möglich. Im Falle einer Teilabtretung soll

jedoch mindestens eine Restbeteiligung in Höhe von Euro

25.000,00 nominal treuhänderisch gehaltener oder verwalteter

Gesellschaftsbeteiligung je Treugeber verbleiben.

4. Bei der Übertragung oder bei jedem sonstigen Übergang der

Treugeberstellung auf einen Dritten gelten im übrigen die

Regelungen des Gesellschaftsvertrages.

5. Unbeschadet einer Übertragung oder sonstigen Verfügung über

die Beteiligung ist die Beteiligungsgesellschaft berechtigt, alle

Barausschüttungen an den Treuhänder mit schuldbefreiender

Wirkung gegenüber dem jeweiligen Rechtsinhaber vorzunehmen.

§ 14 Erbfolge

1. Stirbt ein Treugeber, so wird die Treuhandschaft mit dessen

Erbe bzw. Vermächtnisnehmer fortgesetzt. Die Erbfolge ist

durch Vorlage eines Erbscheines oder einer beglaubigten

Abschrift des Testamentseröffnungsprotokolls mit beglaubigter

Testamentsabschrift nachzuweisen.

2. Mehrere Erben oder Vermächtnisnehmer haben einen

gemeinsamen Bevollmächtigten zu bestimmen, der die Rechte

aus dem Gesellschaftsanteil wahrzunehmen hat. Bis zur

Benennung eines Bevollmächtigten ruhen sämtliche Rechte

aus der treuhänderisch gehaltenen Gesellschaftsbeteiligung.

§ 15 Ausscheiden des Treuhandkommanditisten

1. Scheidet ein Treuhänder in seiner Eigenschaft als Treuhandkommanditist

aus der Beteiligungsgesellschaft aus, können die

Treugeber entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

einen neuen Treuhandkommanditisten bestellen. Der

hierfür erforderliche Beschluß der Treugeber wird mit einfacher

Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefaßt. Das Treuhandverhältnis

wird sodann mit dem neu gewählten Treuhandkommanditisten

fortgesetzt.

2. Der ausscheidende Treuhandkommanditist führt die Abstimmung

durch. Scheidet er fristlos aus, wird die Abstimmung

durch die persönlich haftenden Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft

durchgeführt.

§ 16 Vergütung des Treuhänders

1. Der Treuhänder erhält für die Übernahme der Treuhandschaft

und der damit verbundenen Tätigkeiten eine von der

Beteiligungsgesellschaft geschuldete und zu zahlende Treuhandvergütung

gem. § 19 des Gesellschaftsvertrages. Mit

dem Honorar sind auch die übrigen Treuhandleistungen bis

zum 31. 12. 2002 abgegolten.

Der Treuhänder wird gemäß gesondertem Vertrag als Steuerberater

für die Beteiligungsgesellschaft tätig. Das Honorar für

die Jahre 1999 bis 2002 ergibt sich aus § 7 des Gesellschaftsvertrages.

Die jährliche Vergütung für die Leistungen des Treuhänders

beträgt ab dem 01. 01. 2003 anfänglich Euro 102.258,38 p. a.

Die vorstehenden Beträge verstehen sich zuzüglich der

gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Vergütung ist jährlich nach

Maßgabe der Entwicklung des Preisindexes für die Lebenshaltung

aller privaten Haushalte (Basis 1991 = 100) anzupassen,

und zwar dergestalt, daß sich die Vergütung gegenüber

dem Vorjahr um denselben Prozentsatz erhöht oder ermäßigt,

wie sich der Preisindex vom Dezember des vorvorigen Jahres

bis Dezember des Vorjahres verändert hat.

2. Zusätzliche Leistungen des Treuhänders zugunsten eines einzelnen

Treugebers werden darüber hinaus diesem gesondert

in Rechnung gestellt. Insoweit ist der Treuhänder zur Verrechnung

von Beträgen bis zu Euro 50,00 mit Ansprüchen

des Treugebers, z. B. auf Barausschüttungen, berechtigt.

3. Für die Mitwirkung bei der Übertragung von Gesellschaftsanteilen

bzw. der Rechte und Pflichten aus dem Treuhandvertrag

und die Änderung des Treugebervertrages gilt eine

Gebühr in Höhe von 0,5 % des Nominalwertes zzgl. Umsatzsteuer

der Beteiligung als vereinbart.

§ 17 Dauer des Treuhandvertrages, Kündigung

1. Der Treuhandvertrag wird für die Zeit der Beteiligung des

Treuhänders als Treuhandkommanditist an der Beteiligungsgesellschaft

geschlossen. Der Treugeber kann das Treuhandverhältnis

ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.

2. Der Treuhänder kann das Treuhandverhältnis nur aus wichtigem

Grunde kündigen. Die in § 23 des Gesellschaftsvertrages

genannten Gründe für das Ausscheiden eines Gesellschafters

gelten als wichtige Gründe.

3. Die Kündigung des Treuhandverhältnisses hat schriftlich zu

erfolgen.

4. Bei Beendigung des Treuhandverhältnisses ist der Treuhänder

verpflichtet, die treuhänderisch für den Treugeber verwaltete

Kommanditbeteiligung in dem Umfang, wie sie dem

Treugeber gebührt, an diesen herauszugeben bzw. an einen

vom Treugeber benannten Dritten zu übertragen.

§ 18 Personenmehrheit

Der Treuhandvertrag

Soweit der Treuhänder nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages

einen Kapitalanteil an der Beteiligungsgesellschaft für mehrere

Personen, insbesondere Ehegatten, gleichzeitig hält, übernehmen

diese sämtliche Verpflichtungen aus diesem Vertrag und dem

Gesellschaftsvertrag als Gesamtschuldner mit der Maßgabe, daß

Tatsachen, die nur hinsichtlich eines Gesamtschuldners vorliegen

oder eintreten, für oder gegen jeden von ihnen wirken. Sie bevollmächtigen

sich hiermit für die Dauer dieses Vertrages gegenseitig,

Erklärungen und Schriftstücke, die einem von ihnen zugehen, mit

rechtsverbindlicher Wirkung gegen alle entgegenzunehmen. Die

Abgabe von Erklärungen einschließlich der Stimmrechtsausübung

durch einen der Treugeber wirkt für und gegen die gesamte Personenmehrheit.

§ 19 Schlußbestimmungen

1. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam oder der

Vertrag lückenhaft sein, wird dadurch der Vertrag in seinem

übrigen Inhalt nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung oder

lückenhafte Regelung gilt vielmehr als durch eine solche Vorschrift

ersetzt oder ausgefüllt, die der von den Parteien beabsichtigten

Regelung in gesetzlich zulässiger Weise am nächsten

kommt.

2. Im übrigen gelten die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages,

soweit vorstehend nicht etwas anderes bestimmt ist, für

das Treuhandverhältnis entsprechend.

3. Erfüllungsort für alle Verpflichtungen und Gerichtsstand für

Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Treuhänders,

soweit dieser Gerichtsstand gesetzlich zulässig vereinbart werden

kann.

99


Wenn Sie sich zur Beteiligung entschlossen haben, füllen Sie

bitte die Beitrittserklärung und Widerrufsbelehrung vollständig

aus und senden sie an:

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH,

Hohenstaufenring 57, 50674 Köln,

oder reichen Sie die Zeichnungsscheine

über Ihren persönlichen Berater ein.

Beitritt

Die Beitrittserklärungen werden in der Reihenfolge des Posteinganges

registriert und anschließend im Original zur Annahme

an den Treuhandkommanditisten gesandt. Von dort erhalten Sie

die Annahmebestätigung und ggf. weitere Informationen. Die

Annahmebestätigung dokumentiert die Aufnahme des Treugebers

in das beim Treuhänder geführte Treugeberregister.

Aufnahme in die Beteiligungsgesellschaft

Der Treuhänder wird die Aufnahme in die Beteiligungsgesellschaft

bewirken.

Die Mindestbeteiligung soll € 25.000,– zzgl. 5 % Agio betragen.

Höhere Beträge sollen durch 5.000 teilbar sein. Der Beteiligungsbetrag

zzgl. 5 % Agio ist nach Vorlage der Beitrittserklärung

und Aufforderung durch den Treuhänder auf das Gesellschaftskonto

Nr. 50 114 10 bei der Aareal Bank AG, Filiale

Stuttgart (BLZ 600 104 24) einzuzahlen.

Fälligkeit der Einzahlung der Beteiligungssumme

100 % zzgl. 5 % auf die Beteiligungssumme nach Annahme der

Beitrittserklärung

Bitte beachten Sie:

Sofern Sie einen Beitritt als Direktkommanditist wünschen,

kreuzen Sie bitte die entsprechende Stelle in der Beitrittserklärung

an. Sie erhalten dann eine Vollmacht für die Handelsregistereintragung,

die Sie nach der Beglaubigung durch Ihren

Notar an den Treuhandkommanditisten senden.

Die Kosten der notariellen Beglaubigung der Handelsregister-Vollmacht

(ca. € 150,–) trägt der Beteiligte, die Kosten der

Anmeldung zum Handelsregister werden von der Beteiligungsgesellschaft

übernommen.

Angabenvorbehalt

Die im Prospekt abgebildeten Zeichnungen, Pläne und Fotos

sind künstlerische Umsetzungen der Planungsvorschläge der

100

Abwicklung

Architekten und insoweit für die Ausführungsarbeiten nicht

verbindlich. Änderungen können sich ergeben durch behördliche

Auflagen, Umplanungen und Vereinbarungen im Rahmen

bestehender Verträge. Dies gilt auch für die erläuterten Ausführungsdetails.

Die Angaben, Entwicklungsprognosen und Berechnungen

wurden von der FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH im Auftrag

der Beteiligungsgesellschaft zusammengestellt. Jeder Vertragspartner

der Beteiligungsgesellschaft ist für die Angaben im Prospekt

nur in dem Umfang verantwortlich, wie diese Angaben seine

Vertragsleistungen betreffen. Eine gesamtschuldnerische Haftung

der Vertragspartner der Beteiligungsgesellschaft für die Richtigkeit

und Vollständigkeit des Prospektes wird ausgeschlossen.

Alle Angaben beruhen auf den gegenwärtigen wirtschaftlichen

Verhältnissen, den geltenden gesetzlichen Vorschriften,

dem aktuellen Stand der Rechtsprechung und einschlägigen

Erlassen der Finanzverwaltung. Eine Haftung für Abweichungen

durch künftige wirtschaftliche Entwicklungen, durch Änderungen

der rechtlichen Grundlagen – Gesetze, Erlasse, Rechtsprechung

– sowie durch Dispositionskorrekturen im Gesamtinteresse

kann nicht übernommen werden.

Vom Prospektinhalt abweichende Angaben sind nur verbindlich

bei schriftlicher Bestätigung durch die Beteiligungsgesellschaft.

Für versehentlich unrichtige oder unvollständige Prospektangaben

haften der Generalemittent, der Treuhandkommanditist

oder die Gründungskommanditisten gegenüber dem Beteiligten

oder der Beteiligungsgesellschaft nur bei Vorsatz oder

grober Fahrlässigkeit. Ersatzansprüche wegen unrichtiger oder

auch unvollständiger Prospektangaben gegen den Generalemittenten,

die Gründungskommanditisten oder den Treuhandkommanditisten

verjähren nach Ablauf von 6 Monaten nach

Kenntniserlangung des Beteiligten von einem Prospektangabenfehler

oder einer Unvollständigkeit des Prospektes, spätestens

jedoch 3 Jahre nach Beitritt zur Beteiligungsgesellschaft.

Mit der Beitrittserklärung gibt der Beteiligte sein Einverständnis

zu dem vorstehenden Angabenvorbehalt.

Steuerliches Gutachten

Die FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH hat den Treuhandkommanditisten,

eine Steuerberatungsgesellschaft, mit der

Erstellung eines steuerlichen Gutachtens zum Beteiligungsangebot

beauftragt. Das Gutachten wird jedem ernsthaften Interessenten

auf Anforderung zur Verfügung gestellt


I MPRESSUM

Herausgeber:

FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH

Hohenstaufenring 57, 50674 Köln

Erscheinungsdatum: Juli 2002

Fotos /Illustrationen:

AKG Archiv für Kunst und Geschichte, Berlin: S. 14 (7)

Archiv Friedrich Rochow: S. U2, 12, 13, 14 (2), 15 (2), 20, 23, 24 (2), 43 (2)

Ayurveda-Zentrum: S. 45

Dorint AG, Mönchengladbach: S. 18

dpa/ZB, Frankfurt: S. 2

Getty Images, München: S. 29, 43

Gräfe und Unzer Verlag, München: S. 26 (3)

Grundner, Thomas, Heiligendamm: S. 23, 24 (2), 25, 29, 33 (3), 34, 35, 40, 41, 42, 49

HB-Verlag, Ostfildern: S. 28, 36, 37 (2), 38 (2), 42/43

Heinisch, Damian, Essen: S. 10, 11, 39

Hutchison, Travis, Berlin: S. 4

Isselstein, Ben, Aachen: S. 18, 32, 46 (2)

Jänicke, Steffen/ELLE DECORATION: S. 5, 38

Jörss-Munzlinger, Christine, Sternberg: S. 39

Kempinski AG, Berlin: S. 31 (3), 52

Legrand, René, Rühn: S. 38, 39

Schenk-Kern, Radegunde, Leonberg: S. 37

Schneider, Günter, Berlin: S. 29

Silvestris Fotoservice, Kastl: S. 37

Stern, Robert A. M. Architects: S. 3, 16, 17, 18, 19, 22, 23

Layout & Satz: KONTUR Medienteam, Köln

Druck: Schmittdruck GmbH & Co. KG, Essen

Copyright: FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH

Der Prospekt ist in seinem gesamten Inhalt urheberrechtlich geschützt. Ganze oder

auszugsweise Veröffentlichung, Abdruck, Ablichtung oder Speicherung auf Datenträger

ist nur mit schriftlicher Genehmigung der FUNDUS FONDS-Verwaltungen GmbH

zulässig.


50674 Köln · Hohenstaufenring 57 · Telefon 02 21/20 07-52 07 · Telefax 02 21/20 07-52 19

E-Mail: fundus@fundus.de · Internet: www.fundus.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!