Teil 1 - Evangelische Kirche Ehlen

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Teil 1 - Evangelische Kirche Ehlen

Unsere

Kirchengemeinde

Ausgabe

Februar - März 2007

Mitteilungen der evangelischen Kirchengemeinde Ehlen


Gottesdienste in Ehlen ( in der Regel um 10.45 Uhr)

Februar 2007

04.02. Septuagesimä im

Gemeindehaus

11.02. Sexagesimä im

Gemeindehaus

18.02. Estomihi im

Gemeindehaus

24.02. Samstag

15.00

Kinderkirche

25.02. Invokavit im

Gemeindehaus

März 2007

im

Gemeindehaus

02.03. Freitag

19.00 Uhr

Gottesdienst

Weltgebetstag

im

Gemeindehaus

04.03. Reminiszere im

Gemeindehaus

11.03 Okuli wieder in der

Kirche

18.03. Lätare VorstellungsGD

der Konfirmanden

24.03 Samstag

15.00 Uhr

Kinderkirche im

Gemeindehaus

25.03. Judika mit Taufe Beginn der

Sommerzeit

01.04. Palmsonntag

April 2007


Weltgebetstag der Frauen

Freitag, 2. März 2007

um 19.00 Uhr im

Gemeindehaus

Unter dem Motto „Informiertes Beten

– betendes Handeln“ feiern in

über 170 Ländern Frauen einen

Gottesdienst, der von Frauen des

jeweiligen Weltgebetstagslandes

geschrieben wurde. Die ökumenischen

Gottesdienste werden in

unzähligen Gemeinden gefeiert.

Allein in Deutschland nehmen jedes

Jahr über eine Million Frauen

und Männer an den Gottesdiensten

teil.

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr

am ersten Freitag im März gefeiert;

doch nicht nur die Gottesdienste

machen den Weltgebetstag

aus: die intensive Vorbereitung

der Gottesdienste gehört

ebenfalls dazu. In Seminaren und

Workshops, die in der Regel ab

September des Vorjahres durchgeführt

werden, erfahren die TeilnehmerInnen

viel über das jeweilige

Weltgebetstagsland: über Geschichte,

Geographie, Politik, Kultur

bis hin zu landestypischen

Kochrezepten. Ein besonderer Augenmerk

wird dabei auf die Situation

von Frauen im Land gerichtet.

Der Weltgebetstag leistet somit

einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung

für weltweite

Probleme und Zusammenhänge.

Da die Gottesdienstordnung jedes

Jahr aus einem anderen

Land kommt, lernen die TeilnehmerInnen

alljährlich ein neues

Land intensiv kennen. Der Gottesdienst

ist stets von dem Land

geprägt aus dem die Ordnung

kommt.

Mit den Kollekten der Weltgebetstags-Gottesdienste

fördert

das Deutsche Komitee des Weltgebetstages

Frauenprojekte auf

der ganzen Welt.

In diesem Jahr haben Frauen

aus Paraguay die Gottesdienstordnung

vorbereitet.

Einheit in Vielfalt - die paraguayische

Ñanduti - Spitze schafft Verbindung.

Eine wertvolle, feine Spitze, Ñanduti

genannt, bildet das Zentrum


des Bildes der paraguayischen

Künstlerin María Victoria Servin.

Dieses typische paraguayische

Kunsthandwerk entstand aus der

kreativen Verbindung von indigener

und europäischer Kultur. Die

verschiedenen Muster entsprechen

der reichen Natur Paraguays

und sind miteinander durch ein

einziges Garn zu einem Ganzen

vereint. Die Kreisformen der Ñanduti

- Spitze symbolisieren die immerwährende

Anwesenheit und

Gegenwart Gottes.

Der Weltgebetstag aus Paraguay

führt uns in eher unbekanntes

Land im Herzen Lateinamerikas.

In der Gottesdienstordnung der

Frauen aus Paraguay hören wir

von der paradiesischen Schönheit

Paraguays, dem Zusammenhalt

der Menschen, aber auch von ihren

drängenden wirtschaftlichen

und sozialen Problemen. 1989

ging die fast 35 Jahre dauernde

Militärdiktatur unter Alfredo

Stroessner zu Ende. Der politische

und gesellschaftliche Umgestaltungsprozess

gestaltet sich

schwer und langwierig, auch wegen

der überall vorherrschenden

Korruption. Die Armut unter der

Mehrheit der Bevölkerung wächst;

Folgen sind Landflucht, Migration

und Kinderarbeit. In dieser Situation

erinnert uns der Lesungstext in

der Gottesdienstordnung mit der

Verheißung an Sara (1. Mose

18,1-15), dass wir auf Gottes Zusage

auch in scheinbar hoffnungslosen

Situationen vertrauen können

und dass für Gott nichts unmöglich

ist. Dann entfaltet ein

Text aus dem Epheserbrief (Eph

4,1-16) unsere verschiedenen

Berufungen, Aufgaben und Fähigkeiten,

mit denen wir diese

Welt zum Besseren gestalten

können. Getragen und bewegt

werden wir in diesem Gottesdienst

auch von den wunderschönen

Liedern aus Paraguay

und der kraftvollen Musik dieses

Landes.

Frauen aus zehn verschiedenen

Konfessionen bilden das Paraguayische

Weltgebetstagskomitee

und geben mit ihrer lebendigen

Ökumene ein ermutigendes Beispiel.

Am 2. März 2007 verbindet uns

der Weltgebetstag zu einer „

Einheit in Vielfalt“, wie im Symbol

der kostbaren paraguayischen

Ñandutí-Spitze – unserem

Titelbild – zum Ausdruck gebracht

wird.

Frauen aller Konfessionen laden

Sie herzlich dazu ein!


Fastenaktion 2007 der

evangelischen Kirche: „Machen

Sie mal eine Atempause!“

Die evangelische Fasten- und Passionsaktion

„7 Wochen ohne“ findet

zum 24. Mal statt. Sie beginnt

am 21. Februar und endet am 8.

April 2007 und lädt dazu ein, die

Passions- und Fastenzeit bewusst

zu erleben und zu gestalten. Heute

nehmen an der Aktion rund

zwei Millionen Menschen teil, sie

fasten allein oder treffen sich in

Gemeinden und schließen sich als

Fastengruppen zusammen.

Diesmal lautet das Motto:

„Atempause. Spüren, wie das Leben

fließt“. Wann haben Sie zuletzt

eine Pause gemacht und einmal

bewusst geatmet? Wir leben

in Zeiten, in denen es für viele

nur wenige Momente des Innehaltens

gibt. Wer dieses spürt, der

sehnt sich nach einer Unterbrechung.

So ist für viele Menschen

die Passionszeit ein willkommener

Anlass, nach den Kraftquellen ihres

Lebens zu suchen, sich neu

auszurichten auf Gott, Meditation

und Gebet für sich zu entdecken.

Gemeinsam können wir den Weg

von der Quelle zur Mündung beschreiten.

Dazu gehört, die Quellen

des Lebens zu entdecken (1.

Woche), Oasen der Stille zu finden

(2. Woche), um zu spüren,

wie das Leben fließt (3. Woche).

Dann kommt der Moment, vom

Gewohnten loszulassen (4. Woche)

und dem Fluss des Lebens

zu folgen (5. Woche). So ermutigt,

können wir neue Kraft

schöpfen (6. Woche), um den

Weg, der sich eröffnet, zu Ende

zu gehen (7. Woche).

Das Bewusstsein innezuhalten,

eingeschliffene Verhaltensweisen

zu überdenken und sich auf

das Neue einzulassen, aus „

Weniger“ „Mehr“ zu machen,

wird Ihnen neue Perspektiven

eröffnen. Machen Sie einmal eine

Pause – eine „Atempause“.


viel Essen, zu viel Alkohol, zu

viel Konsum. Wer da nicht mehr

mitmachen möchte, hat den ersten

Schritt zur Veränderung

schon getan – im Kopf. Er hat erkannt,

dass wir satt sind. Und

wer satt ist, sollte fasten. Veränderung

macht immer Angst, weil

wir nicht wissen, was auf uns zukommt.

Aber – und das ist das

Dilemma – wir erfahren erst, was

auf uns zukommt, wenn wir uns

darauf einlassen.

Fasten und Konsum:

„Meine Seele schreit nach Ersatz“

Heute geht es mir nicht gut. Meine

Seele schreit nach Ersatz und Fülle.

Was mache ich nur, um diesem

inneren Druck standzuhalten?

Ich konsumiere, ich kaufe

mir vielleicht die zehnte oder gar

fünfzehnte Handtasche, habe

mich – vermeintlich – verwöhnt

und vorübergehend geht es mir

gut. Aber was geschieht an den

kommenden Tagen mit mir? Diese

ewige, nie enden wollende Spirale

ist eine Geißel, und ich kann ihr

nur durch abermaligen Konsum

entrinnen? – Bestimmt nicht.

Denn Sie handeln gewohnt fremdbestimmt.

Dieses Handeln ist bequem,

aber es ist keineswegs erfüllend

für Ihre Seele, es ist lediglich

nichts weiter als eine Art der

Ersatzbefriedigung.

Wir haben von allem zu viel

Viele Menschen wissen, dass wir

von allem ein „Zuviel“ haben. Zu

Aus: „Fasten – wie geht das? Aspekte

des Fastens und 7 Schritte

zum Fasten“ von Heike Laura

Adolff.

www.7-wochen-ohne.de

Bischofswort zur Passionszeit:

Die unbequeme Kreuzes-

Botschaft

Passion heißt Leiden. In den

vierzig Tagen vor Ostern kommt

der Leidensweg Jesu Christi in

den Blick. Leiden ist mit Angst

besetzt. Denn wer fürchtet sich

nicht vor eigenem Leiden und

dem

der Menschen, die einem am

Herz liegen? Schicksalsschläge

aller Art, Leiden an Körper, Seele

und Geist, gar der Tod – all

das, so hoffen wir, möge ihnen

und uns erspart bleiben. Anders

verhält

es sich mit fremdem Leiden: Wir

schauen weg. Das ist keine Er-


scheinung unserer Tage; bereits

Jesus kann davon im Gleichnis

vom „Barmherzigen Samariter“

berichten.

Mit dem Kreuz Jesu wird das Leiden

offensichtlich. Dies ist schon

in den Geschichten der Bibel so

gewollt: Die Passion Jesu nimmt

in ihnen großen Raum ein. Sein

Leiden soll uns stets vor Augen

gehalten werden.

Deshalb ist es wichtig,

dass das Kreuz im

öffentlichen Raum

nicht versteckt wird,

sondern zu sehen ist.

Denn das Kreuz Jesu

hat eine Botschaft an

uns, eine unbequeme

und eine hoffnungsvolle

zugleich.

Die unbequeme Botschaft:

Wenn wir das

Kreuz Jesu betrachten,

so schauen wir damit auch in

einen Spiegel. Das Leid, das Jesus

zugefügt wurde, ist kein vom

Schicksal verhängtes, wie Krankheiten

aller Art. Das Kreuz Jesu

weist auf uns Menschen zurück

und darauf, wozu wir fähig sind.

Das ist eine alte, böse Geschichte.

Auch fast zweitausend Jahre

nach Jesu Tod hat diese Botschaft

eine

traurige Aktualität. Es ist deshalb

wenig hilfreich, nach fernen

Schuldigen in die Vergangenheit

zu schauen. Wir selber sind in eine

Geschichte des Bösen einbezogen,

so hat es der französische

Denker Paul Ricoeur ausgedrückt.

Daran erinnert uns das Kreuz Jesu.

Doch wäre dies die einzige

Botschaft des Kreuzes, dann

müssten wir verzweifeln: Das

Leiden, auch das Leiden an uns

selbst, müsste endlos und trostlos

sein.

Der tiefe Sinn der Passionszeit

besteht allerdings nicht in dieser

Trostlosigkeit. Die Botschaft des

Leidens Christi

und seines Todes

lautet:

Gott bekennt

sich zu dieser

Welt und zu

uns Menschen.

Er begibt sich

in die Untiefen,

auch in

die Abgründe

des Bösen. Er

hat Sympathie

mit uns leidenden,

fehlbaren Menschen. Jesus

stirbt am Kreuz – durch Menschenhand.

Doch so niedrig die

Absichten

auch sind, Gott lässt sich nicht

von der Bosheit des Menschen

besiegen. Jesus nimmt unsere

Schuld auf sich; dem Tod, dem

Hass, dem Bösen ist die letzte

Macht genommen. Der Weg des

Leidens durch Dunkelheit und

Tod führt in das Licht des Ostermorgens.

Auf diesem Weg ist Jesus

uns vorausgegangen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete

Passionszeit.

Altarkreuz von H. Pohl

Ihr Bischof Martin Hein


Sie

interessieren

sich für die

Arbeit der evangelischen

Kirchengemeinde Ehlen...

Sie überlegen, ob Sie sich selber in

der Gemeinde engagieren sollten...

Sie würden sich möglicherweise als

Kandidat, als Kandidatin zur Wahl

im Kirchenvorstand aufstellen lassen...

Wir freuen uns darüber!

Was ist ein Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium

der Kirchengemeinde.

Er wird von den Gemeindemitgliedern

gewählt. Gemeinsam

mit den Pfarrern und Pfarrerinnen

leiten die Kirchenvorsteherinnen

und Kirchenvorsteher die Gemeinde.

Eine Wahlperiode dauert

sechs Jahre.

Was sind die Aufgaben?

Der Kirchenvorstand leitet und vertritt

die Kirchengemeinde nach innen

und außen. Er verantwortet

die Gottesdienste, begleitet den

Konfirmandenunterricht, die

Kindergottesdienste, den Religionsunterricht,

fördert

das Gemeindeleben (z.B.

Jugendarbeit, Erwachsenenarbeit

oder Kirchenmusik),

pflegt die Kontakte

zu anderen Kirchen

oder Religionsgemeinschaften

vor Ort und weltweit, verwaltet

die Finanzen und Gebäude der

Kirchengemeinde, entsendet

Vertreterinnen und Vertreter in ü-

bergemeindliche Gremien der E-

vangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

(z.B. Kreissynoden,

Zweckverbände für Diakonie)

Wer darf kandidieren?

Alle Frauen und Männer, die das

18. Lebensjahr vollendet haben,

der Kirchengemeinde angehören,

öffentlich für die Kirchengemeinde

eintreten wollen.

Warum lohnt sich die Kandidatur?

Als Mitglied im Kirchenvorstand

gestalte ich das Gemeindeleben

aktiv mit,

kann ich meine Begabungen einbringen,

erlebe ich persönlich Halt und

Sinn,

übernehme ich ehrenamtlich Verantwortung

in leitender Position.

Nähere Informationen:

Bei den noch amtierenden Mitgliedern

im Kirchenvorstand und bei

Pfarrer G. Schramm.

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