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Lloyd Fonds

Beteiligungsangebot

Britische Kapital Leben I

LF 49


u Hinweis

Bei diesem Beteiligungsangebot handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung an einer Gesellschaft, deren

zukünftige Entwicklung nicht vorhersehbar ist. Die künftige Entwicklung des Unternehmens kann sowohl in positiver

als auch in negativer Hinsicht von den in diesem Prospekt enthaltenen Prognosen abweichen. Der Anleger partizipiert

somit an den wirtschaftlichen Chancen und Risiken.

Dieses Beteiligungsangebot richtet sich an Anleger, die in Grundzügen rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche

Kenntnisse haben und mit der entsprechenden Terminologie vertraut sind. Interessenten, die Fragen zu den Ausführungen

in diesem Prospekt haben, wird empfohlen, sich vor Beitritt von einem fachkundigen Dritten ihres Vertrauens beraten zu

lassen.

Stand: August 2004


Inhalt

u Vorwort _. 5

u Beteiligungsangebot _. 6

u Eckdaten _...7

u Chancen und Risiken im Überblick _...8

u Kurzdarstellung des Beteiligungsangebotes _...10

u Fonds-Konzept _...14

u Britische Kapitallebensversicherungen _...14

u Der Zweitmarkt in Großbritannien _...20

u Akquisition und Handel des Fondsportfolios/Anlagekriterien _...22

u Ergebnisprognose _...24

u Partner _...26

u Lloyd Fonds AG _. 26

u LF Treuhand GmbH _...28

u AVD – Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H. _. 30

u Investitionsrechnung des Musterportfolios _...32

u Wirtschaftlichkeitsrechnung des Musterportfolios _...34

u Rechtliche Grundlagen _...38

u Steuerliche Grundlagen _...42

u Chancen und Risiken _...52

u Wichtige Hinweise _...56

u Beteiligte Partner _...58

u Gesellschaftsvertrag _...60

u Muster der Beitrittserklärung _.070

u Anlagekriterien _...71

u Treuhand- und Verwaltungsvertrag _...72

u Portfolio-Supportvertrag _...77

u Anlage _.. Beitrittserklärung


Vorwort

Vorwort

Lebensversicherungen gelten weltweit als eines der

wichtigsten Instrumente zur Altersvorsorge und als

Absicherungsinstrument für Angehörige. Da die

Lebensversicherung ein ausgewogenes Verhältnis

von Rentabilität und Sicherheit bietet, haben Anleger

nach wie vor großes Vertrauen in diese Kapitalanlageform.

Jetzt bietet die Lloyd Fonds AG erstmalig ihren Kapitalanlegern

die Möglichkeit, sich an einem Fonds zu

beteiligen, der in britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen

investieren wird. Durch das

ausgewogene Chancen- und Risiko-Verhältnis richtet

sich dieses Angebot an rendite- und gleichzeitig

sicherheitsorientierte Anleger.

Hamburg, August 2004

Trotz der attraktiven Performance der Lebensversicherungen

kündigen Versicherungsnehmer aus verschiedenen

Gründen ihre Policen. An dieser Stelle

setzt das Konzept dieses Fonds an. Das Beteiligungsangebot

Britische Kapital Leben I investiert in

britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen

und handelt diese anschließend am Zweitmarkt.

Zweitmarkt-Policen bieten den Vorteil, dass sie zu

einem Preis angekauft werden können, der in der

Regel unter dem Wert des bereits aufgebauten Vermögens

liegt.

Auch bei diesem Beteiligungsangebot arbeitet die

Lloyd Fonds AG mit erfahrenen Partnern zusammen.

Unter Beratung der österreichischen Allgemeiner

Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H. (AVD),

Wörgl, dem Marktführer für britische Zweitmarkt-

Policen im deutschsprachigen Raum, wird ein Portfolio

aus bestehenden, klassischen Er- und Ablebensversicherungen

mit Gewinnbeteiligungen erworben.

Es handelt sich hierbei um Versicherungspolicen von

renommierten britischen Versicherungsgesellschaften.

Die Lloyd Fonds AG als Initiator dieses Beteiligungsangebotes

verfügt über langjährige Erfahrungen insbesondere

in der Konzeption von geschlossenen

Fonds. Im vergangenen Jahr erzielte Lloyd Fonds mit

einem eingeworbenen Eigenkapital von 1 135 Mio.

einen Rekord und kam damit unter die “Top Five” der

Emissionshäuser für Schiffsfonds. Seit 1995 wurden

von Lloyd Fonds 46 Schiffsfonds mit einem Investitionsvolumen

von weit über 1 1 Milliarde sowie ein

Immobilienfonds und ein Fonds im Segment Regenerative

Energien initiiert.

LLoyd Fonds

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Das Beteiligungsangebot

Beteiligungsangebot Britische Kapital Leben I

Mit dem Beteiligungsangebot Britische Kapital Leben I (“Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co.

KG”) wird Kapitalanlegern die Möglichkeit geboten, sich an einem Kapitalanlageprodukt, das in britische

Zweitmarkt-Policen investiert, zu beteiligen. Britische Kapitallebensversicherungen stellen seit vielen Jahren

ein vergleichsweise sicheres und renditestarkes Investment für Privatanleger dar. Der Fonds wird Versicherungspolicen

renommierter britischer Versicherungsgesellschaften erwerben. Die Qualität des Portfolios

und die hohe Professionalität des Fondsmanagers bieten die Basis für stabile sowie nachhaltige

Erträge dieses unternehmerischen Investments.

Das Beteiligungsangebot bietet dem Anleger eine

attraktive Rendite-Risiko-Kombination. Der Zweitmarkt

in Großbritannien hat den Vorteil, dass Versicherungspolicen

zu einem Preis angekauft werden

können, der in der Regel deutlich unter dem Wert

des bereits aufgebauten Vermögens liegt. Zurzeit

können aufgrund der Marktsituation bestehende

Lebensversicherungspolicen zu günstigen Preisen

angekauft werden. Dadurch bietet sich der Beteiligungsgesellschaft

die Möglichkeit, bei einer positiven

Entwicklung des Kapitalmarktes deutlich höhere

Renditen als prognostiziert zu erzielen.

Diese attraktive Renditeaussicht für den Investor

kombiniert der Fonds mit einer ausgewogenen

Sicherheitsqualität. Die eingekauften Policen haben

feste Laufzeiten. Soweit einzelne Policen nicht im

Rahmen der Handelstätigkeit des Fonds veräußert

werden, wird die garantierte Versicherungssumme

am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Diese Garantiesumme

steht bei Abschluss eines Versicherungsvertrages

fest und ist unveränderlich. Daneben werden

den Policen jährliche Boni zugewiesen, die sodann

neben der Versicherungssumme garantiert sind.

Am Ende der Laufzeit werden die Versicherungssumme

und die aufgelaufenen jährlichen Boni zuzüglich

einer Schlussgewinnbeteiligung ausgezahlt.

Zusätzliche Sicherheit für den Anleger besteht

durch den für Versicherungen verpflichtenden Einlagensicherungsfonds

(Financial Services Compensation

Scheme), der mit dem deutschen Einlagensicherungsfonds

im Bankensektor vergleichbar ist.

Durch den aktiven Handel des Portfolios wird die

Rendite der Beteiligungsgesellschaft optimiert.

Zudem unterliegen die Gewinne des Fonds als gewerbliche

Einkünfte der Besteuerung in Österreich,

weil die Beteiligungsgesellschaft in Österreich aktiv

tätig ist. Dies kann aufgrund der Gewährung von

Grundfreibeträgen zu einer niedrigen bzw. gar keiner

Steuerbelastung in Österreich führen.

Das Beteiligungsangebot Britische Kapital Leben I

ist als Renditefonds für den Anleger konzipiert. So

bietet die Beteiligung hohe Auszahlungen, die bereits

ab 2006 mit 7% p.a. beginnen sollen. Insgesamt

sind Auszahlungen während der rund 14-jährigen

Laufzeit in Höhe von rund 230% geplant.

LLoyd Fonds

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Eckdaten

Eckdaten des Beteiligungsangebotes

u Die Gesellschaft, eine Personengesellschaft

österreichischen Rechts, investiert in britische

Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen. Es

wird ein breit diversifiziertes und gut strukturiertes

Portfolio aus über 1.000 Policen angestrebt.

u Hohes Chancenpotential durch historisch günstige

Einkaufspreise der Policen.

u Sicherheit durch Investition in Policen von

renommierten und bonitätsstarken britischen

Versicherungsgesellschaften, die einer aufsichtsrechtlichen

Regulierung unterliegen.

u Kooperation mit erfahrenem österreichischen

Partner: Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft

m.b.H. (AVD).

u Aktives Management und Handeln des Portfolios.

u Keine oder geringe steuerliche Belastung der

gewerblichen Einkünfte in Österreich.

u Ca. 230% Auszahlungen über eine Fondslaufzeit

von rd. 14 Jahren geplant.

u Ein- und Auszahlungen erfolgen in Euro.

u Sicherheit durch bereits festgeschriebene

Garantien in Form der Versicherungssumme

und der bisher zugewiesenen Boni.

LLoyd Fonds

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Chancen und Risiken im Überblick

Chancen

Unternehmerische

Beteiligung

Portfolio

Cluster-Risiko

Bonuszuweisungen

Bei positiver Entwicklung der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmendaten können die prognostizierten

Ergebnisse für den Anleger übertroffen werden.

Die Fondsgesellschaft investiert in ein heute noch nicht feststehendes Portfolio britischer Zweitmarkt-Lebensversicherungen

(Blindpool). Es besteht die Chance, Policen zu erwerben, die höhere Jahres- und Schlussbonuszuweisungen

erhalten und für die höhere Veräußerungserlöse erzielt werden können als in diesem Prospekt

kalkuliert.

Durch die verbindlich festgelegten Anlagerichtlinien erfolgt eine Risikostreuung des Portfolios. Des Weiteren ist

durch das Versicherungsaufsichtsgesetz und die Einlagensicherung in Großbritannien ein Totalausfall von Versicherungspolicen

nahezu ausgeschlossen.

Die Verkaufserlöse der Policen hängen u.a. von den Jahres- und Schlussbonuszuweisungen der Versicherungsgesellschaften

ab. Es besteht die Chance, dass Policen für das Portfolio erworben werden, die später signifikant

höhere Zuweisungen aufweisen und somit zu einem höheren Verkaufserlös als geplant führen.

Markt

Es ist vorgesehen, das gesamte Portfolio aktiv am Zweitmarkt zu handeln. Hieraus ergibt sich die Chance, aus

der Nutzung vorteilhafter Marktsituationen eine Zusatzrendite für den Fonds zu erwirtschaften.

Prämienzahlungen,

Liquidität

Der Ankauf des Policenportfolios erfolgt unter Berücksichtigung einer angemessenen Liquiditätsreserve. Die

Kapitalrückflüsse aus der Veräußerung der Policen können zu einer höheren Liquidität in der Gesellschaft

führen, als sie in den Hochrechnungen angenommen wird.

Währung

Ausfall

Zins

Auszahlungen

Beteiligte Partner

Fungibilität

Steuerliche und rechtliche

Änderungen

Die Performance des Policenportfolios hängt für die Anleger entscheidend von der Entwicklung des britischen

Pfund (GBP; £) ab. Ist die Entwicklung des Wechselkurses für den Fonds vorteilhaft, so führt dies zu einer höheren

Rendite als prospektiert.

Das Ausfallrisiko eines Portfolios von Zweitmarkt-Lebensversicherungen ist begrenzt. Die Versicherungsgesellschaften

unterliegen der Aufsicht der britischen Behörden, die zugewiesenen Boni auf Versicherungspolicen

sind den einzelnen Versicherungsverträgen unwiderruflich zugeordnet, und das Portfolio wird auf eine Mehrzahl

von Versicherungsgesellschaften gestreut.

Niedrigere Zinssätze für das Fremdkapital als kalkuliert führen zu einer Verbesserung des Ergebnisses.

Die Auszahlungen können steigen, sofern die Rahmendaten, insbesondere Verkaufserlöse der Policen, günstiger

als prognostiziert ausfallen. Der persönlich haftenden Gesellschafterin steht der über eine Rendite von 8,0%

(IRR) hinausgehende Gewinn bzw. Liquiditätsüberschuss in Höhe von 25% zu.

Die Vertragspartner, insbesondere der österreichische Partner, der britische Treuhänder, die britischen Market

Maker und die finanzierende Bank, wurden sorgfältig ausgewählt.

Falls ein Anleger seinen Anteil vorzeitig veräußern möchte, ist die LF Treuhand GmbH bei der Vermittlung von

Interessenten gern behilflich.

Bei einem planmäßigen Verlauf des Fonds können die Anleger die Erträge aus dem Handel der Versicherungspolicen

weitgehend steuerfrei vereinnahmen.

Haftung der Kommanditisten

Auslandsrisiko

Die Haftung gegenüber Dritten ist generell auf die im Firmenbuch eingetragene Hafteinlage begrenzt. Ist die

Pflichteinlage voll eingezahlt, besteht keine Nachschusspflicht.

Das österreichische und britische Steuer- und Rechtssytem ist stabil und verlässlich.

Kumulation von Risiken

Es besteht die Möglichkeit, dass aufgrund einzelner oder kumulativer Entwicklungen in der Fondsgesellschaft

eine bessere Rendite erzielt wird, als sie in diesem Prospekt hochgerechnet wird.

Eine ausführliche Darstellung dieser und weiterer Chancen und Risiken befindet sich auf den Seiten 52–55 dieses Prospektes.

LLoyd Fonds

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Chancen und Risiken im Überblick

Risiken

Bei dem Beteiligungsangebot handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung. Änderungen der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen

Rahmendaten können zu negativen Ergebnissen und im äußersten Fall zum Totalverlust führen.

Es besteht das Risiko, dass geeignete Policen nicht, verzögert oder nicht in ausreichendem Maße auf dem Zweitmarkt verfügbar sind, was

zu negativen Auswirkungen auf die Erzielung der prospektierten Rendite führen kann.

Kommt es, z.B. aufgrund besonderer Marktentwicklungen, zu einer Konzentration von Policen einer oder weniger Versicherungsgesellschaften

innerhalb des Portfolios oder zu einem Ankauf von Policen mit sehr hohen Versicherungssummen, so kann hierdurch eine Erhöhung der

Portfoliokonzentration und damit des Ausfallrisikos entstehen.

Die Jahres- und Schlussbonuszuweisungen der Versicherungsgesellschaften hängen entscheidend von der Kapitalmarktentwicklung und von

der Zuweisungspolitik der jeweiligen Versicherungsgesellschaften ab. Es besteht das Risiko, dass die Versicherungsgesellschaften den Policen

für einen Zeitabschnitt oder auch über die gesamte Versicherungslaufzeit geringere als kalkulierte Boni zuweisen oder diese gänzlich ausfallen.

Dies kann zu negativen Auswirkungen auf den Verkaufserlös und auf den Erhalt des Kapitals führen.

Bestehen bei Erwerb des Portfolios Engpässe im Angebot geeigneter Policen, ergibt sich ein Überangebot von Policen zum geplanten Verkaufszeitpunkt

von Teilen des Portfolios, oder treffen andere negative Entwicklungen bezüglich des An- und Verkaufs von Policen ein, so kann

dies die wirtschaftliche Entwicklung des Portfolios signifikant negativ beeinflussen.

Teile der Prämienzahlungen und der laufenden Kosten werden aus der Fremdfinanzierung bzw. aus der Veräußerung von Policen bestritten.

Verlaufen die Mittelrückflüsse nicht plangemäß, so kann unter Berücksichtigung der Liquiditätsreserve ein Liquiditätsengpass entstehen, der

dann über vorzeitige Policenverkäufe oder eine erhöhte Fremdfinanzierung, unter entsprechender Belastung der Rendite und der Kapitalsicherheit,

gedeckt werden müsste.

Britische Lebensversicherungen basieren auf dem englischen Pfund (GBP), so dass die Investitionen der Fondsgesellschaft auf reiner GBP-

Basis abgewickelt werden. Bei einer unvorteilhaften Wechselkursentwicklung ist mit negativen Auswirkungen auf die Rendite und auf den

Erhalt des Kapitals zu rechnen. Es werden auf Fondsebene voraussichtlich keine Kurssicherungsinstrumente eingesetzt.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass eine oder mehrere Versicherungsgesellschaften aus dem Portfolio in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

In diesem Fall besteht ein Ausfallrisiko der betroffenen Policen mit negativen Auswirkungen auf die Rendite und den Erhalt des investierten

Kapitals.

Höhere Zinssätze für das Fremdkapital als kalkuliert führen zu einer Verschlechterung des Ergebnisses.

Bei Unterschreitung der prognostizierten Werte (Verkaufserlöse etc.) können die Auszahlungen geringer ausfallen oder ganz wegfallen. Im

Fall der Illiquidität der Gesellschaft besteht die Gefahr, dass bereits erhaltene Auszahlungen zurückbezahlt werden müssen (Wiederaufleben

der Haftung).

Im Zusammenhang mit sämtlichen beteiligten Parteien besteht grundsätzlich das Risiko von Vertragsverletzungen bzw. –brüchen sowie Auseinandersetzungen,

die zu negativen Auswirkungen auf die Rendite und den Erhalt des Kapitals führen können.

Es besteht kein liquider Zweitmarkt für die Anteile an geschlossenen Fonds. Eine Veräußerung von Anteilen kann daher wahrscheinlich nicht

oder nur mit einem hohen Abschlag auf den Wert der Anteile vorgenommen werden.

Durch veränderte Steuergesetze, Rechtsprechung, neue Erlasse und Verordnungen oder sonstige neue Auffassungen der Finanzbehörden in

Österreich, Deutschland und Großbritannien kann das wirtschaftliche Gesamtergebnis des Beteiligungsangebotes gegenüber der Prospektkalkulation

negativ beeinflusst werden. Es kann außerdem nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung die Einkünfte

nicht von der deutschen Besteuerung freistellt und der Besteuerung im Inland unterwirft.

Bei nicht durch Gewinne gedeckten Auszahlungen lebt die Haftung bis zur im Firmenbuch eingetragenen Hafteinlage wieder auf.

Durch den Bezug zum österreichischen und britischen Rechtskreis entstehen die klassischen Auslandsrisiken bzgl. z.B. Kapitaltransfer und

Rechtsstreitigkeiten.

Durch einzelne oder kumulative Risiken können die Rendite und der Erhalt des eingesetzten Kapitals gefährdet werden, bis hin zum möglichen

Fall eines Totalverlustes.

LLoyd Fonds

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Kurzdarstellung des Beteiligungsangebotes

Das Beteiligungsangebot: Kurzdarstellung

Bei diesem Angebot, das in ein breit diversifiziertes

Portfolio aus britischen Zweitmarkt-

Kapitallebensversicherungen investiert, handelt

es sich um eine unternehmerische

Beteiligung, die sowohl Chancen als auch

Risiken beinhaltet. Über einen Planungshorizont

von ca. 14 Jahren soll für den Anleger eine

überdurchschnittlich hohe Rendite erwirtschaftet

werden. Diese Kurzdarstellung des

Beteiligungsangebotes Britische Kapital Leben I

soll eine schnelle Übersicht ermöglichen.

Wesentliche Punkte werden auf den nachfolgenden

Seiten ausführlich behandelt.

u Beteiligungsgesellschaft (Handelsgesellschaft)

Die Anleger beteiligen sich an der Handelsgesellschaft

“Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH &

Co. KG”, einer Personengesellschaft nach österreichischem

Recht mit Sitz in Wörgl. Zweck der

Gesellschaft sind der Erwerb, die Verwaltung und der

aktive Handel eines Portfolios britischer Zweitmarkt-

Kapitallebensversicherungen. Da das österreichische

Rechts- und Steuersystem dem deutschen sehr

ähnlich ist, ist eine Beteiligung in der Fondsgesellschaft

mit der Anlage in einem klassischen deutschen

geschlossenen Fonds vergleichbar.

u Fondskonzept

Die Handelsgesellschaft erwirbt unter laufender

Beratung der Allgemeinen Versicherungsdienst

Gesellschaft m.b.H. (AVD), Wörgl, von britischen

Market Makern ein Portfolio bereits bestehender

Kapitallebensversicherungen. Die Lebensversicherungspolicen

werden von der “Lloyd Fonds Britische

Kapital Leben I GmbH & Co. KG” zu einem Betrag

erworben, der über den von den Versicherungsgesellschaften

genannten Rückkaufswerten, aber

unter dem sogenannten “inneren Wert” der Policen

liegt. Die Kaufpreise für die Kapitallebensversicherungen

sind aufgrund der gefallenen Kapitalmärkte in

den letzten Jahren erheblich gesunken, so dass die

Handelsgesellschaft Policen zu deutlich günstigeren

Preisen als in den Vorjahren ankaufen kann. Hierdurch

besteht die Chance, bei einer geänderten

Marktsituation wesentlich höhere Verkaufserlöse zu

erzielen.

Nach dem Erwerb der Kapitallebensversicherungen

veräußert die Handelsgesellschaft die Policen auf

dem freien Markt. In Ausnahmefällen (Unveräußerbarkeit,

Tod der versicherten Person) vereinnahmt

sie die Ablaufleistung aus den Policen. Es ist vorgesehen,

das gesamte Portfolio aktiv am Zweitmarkt zu

handeln, um die Rendite zu optimieren. Einkünfte

aus dem Handel der Policen unterliegen als gewerbliche

Einkünfte in Österreich wegen des steuerlichen

Grundfreibetrages planmäßig keiner oder einer

geringen Besteuerung. Der Ankauf der Lebensversicherungspolicen

erfolgt gemäß strenger Anlagerichtlinien,

die unter anderem sicherstellen, dass nur

Policen von Versicherungsgesellschaften erworben

werden dürfen, die über eine hohe Bonität verfügen.

u Investorenprofil

Dieses Investment eignet sich sowohl für jenen Anleger,

der sich in der Phase des Vermögensaufbaus

befindet, als auch für jenen, bei dem die Substanzerhaltung

im Vordergrund steht. Diese Kaptitalanlage

richtet sich an Anleger, die in Deutschland unbe-

LLoyd Fonds

10


Kurzdarstellung des Beteiligungsangebotes

schränkt steuerpflichtig sind und keine weiteren Einkünfte

in Österreich erzielen und deshalb in Österreich

bei einem niedrigen Eingangssteuersatz keiner

oder einer niedrigen Besteuerung unterliegen.

In Deutschland werden die Einkünfte nach dem Doppelbesteuerungsabkommen

Deutschland/Österreich

vorausichtlich mit Progressionsvorbehalt freigestellt.

u Der britische Lebensversicherungsmarkt

Großbritannien ist der größte Versicherungsmarkt

Europas und der drittgrößte der Welt. Die britischen

Versicherungsnehmer schließen überwiegend kapitalbildende

Lebensversicherungen ab. Aufgrund effizienter

Verwaltungen und Vertriebsorganisationen verfügen

viele Versicherungsgesellschaften nach wie vor

über eine hohe Bonität. Oftmals wird ein Rating von

“A” oder besser nach den Kriterien renommierter

Rating-Agenturen wie Standard & Poor’s erreicht. Die

Versicherungsunternehmen unterliegen der Aufsicht

durch die Financial Services Authority (FSA). Der britische

Einlagensicherungsfonds (Financial Services

Compensation Scheme), der mit dem deutschen Einlagensicherungsfonds

im Bankensektor vergleichbar

ist, sorgt für die notwendige Sicherheit.

u Der Zweitmarkt in Großbritannien

Zweitmarkt-Lebensversicherungen “Traded Endowment

Policies”, kurz TEPs, werden in Großbritannien

seit über 150 Jahren gehandelt. Wie in Deutschland

werden viele Versicherungen vor Ablauf der Versicherungsdauer

während der Laufzeit von den Versicherungsnehmern

gekündigt. Hierfür gibt es eine Vielzahl

von Gründen. Da die von den Versicherungsgesellschaften

dem Kunden angebotenen Rückkaufswerte

meistens niedrig sind und dem sogenannten “inneren

Wert” der Police bei weitem nicht entsprechen, hat

sich ein aktiver Zweitmarkt für Kapitallebensversicherungen

mit einem Handelsvolumen von ca. GBP 550

Mio. p.a. (ca. 1 800 Mio.) gebildet. Anders als beispielsweise

in Deutschland müssen die britischen

Versicherungsgesellschaften die Policenverkäufer auf

den Zweitmarkt hinweisen. Auf diesem Zweitmarkt

kann der Versicherungsnehmer die Police regelmäßig

zu einem höheren Preis verkaufen. Erworben werden

die Policen von spezialisierten “Market Makern”, die

diese dann an Investoren z.B. die Handelsgesellschaft

weiterveräußern.

u Partner

Die Beteiligungsgesellschaft arbeitet mit der Allgemeinen

Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H.

(AVD) mit Sitz in Wörgl zusammen. Das österreichische

Unternehmen gehört zu den Pionieren des

Zweitmarktes für britische Kapitallebensversicherungen

im deutschsprachigen Raum. Die Gesellschaft

verwaltet treuhänderisch für rund 3.000 Kunden

mehr als 7.000 Policen, dies entspricht einer Auszahlungssumme

von rund 1 450 Mio. (Stand: Juli

2004). Inzwischen erreicht AVD einen Marktanteil

am Zweitmarkt für britische Lebensversicherungen

von rund 7 %. Damit ist AVD Marktführer im

LLoyd Fonds

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Kurzdarstellung des Beteiligungsangebotes

deutschsprachigen Raum. AVD berät die Fondsgesellschaft

bei dem Ankauf der Policen von Market

Makern, der Verwaltung und Verwertung (aktives

Trading) des Portfolios am Markt. AVD ist gesellschaftsrechtlich

in die Fondsgesellschaft eingebunden

und stellt einen der Geschäftsführer.

u Beteiligungsvolumen

Es ist vorgesehen, Kommanditkapital in Höhe von bis

zu 1 20,75 Mio. einzuwerben, welches um bis zu weitere

1 15 Mio. erhöht werden kann. Die exakte Höhe

wird erst nach endgültiger Schließung ermittelt und

kann nach oben oder unten abweichen.

u Investition und Finanzierung

Bei Platzierung von 1 20,75 Mio. ergibt sich aus den

Berechnungen der folgende Investitions- und Finanzierungsplan:

Investition und Finanzierung

Kaufpreis des Portfolios von Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen

Investitionsnebenkosten 1)

Liquiditätsreserve

Gesamtinvestition 1)

Emissionskapital 1)

Bankdarlehen (TGBP 9.229)

T1 29.500

T1 3.795

T1 1.259

T1 34.554

T1 20.750

T1 13.774

1)

zzgl. 5% Agio auf das Kommanditkapital

Die vollständige Investitionsrechnung ist auf Seite 32 abgebildet.

Die tatsächliche Investitions- und Finanzierungsstruktur

hängt von den erworbenen Policen und den Kapitalmarktkonditionen

bei Erwerb des Portfolios ab.

Sofern sich das Emissionskapital des Fonds verändert,

ändern sich weitere Positionen der Investitionsrechnung

entsprechend. Der Fremdkapitalanteil des

Portfolios wird über eine österreichische Bank finanziert.

Der Gesellschaft wird ein Kreditrahmen zum

Kauf von Policen und Leistungen von Prämienzahlungen

in Höhe von insgesamt GBP 13 Mio. zur Verfügung

gestellt. Dieser wird über die Laufzeit zurückgeführt

u Beitritt

Die Anleger können der “Lloyd Fonds Britische

Kapital Leben I GmbH & Co. KG” auf zwei Arten beitreten.

Grundsätzlich erfolgt der Beitritt als Treugeber

über die LF Treuhand GmbH, Hamburg. Der

Anleger hat außerdem die Möglichkeit, sich als

unmittelbar an der Gesellschaft beteiligter Kommanditist

in das Firmenbuch eintragen zu lassen.

In beiden Fällen ist vorgesehen, dass die Treuhänderin

die Verwaltung der Beteiligung sowie die

umfassende Betreuung der Anleger übernimmt.

u Einzahlungen

Die Einzahlung der Kommanditbeteiligung soll in

voller Höhe zzgl. 5 % Agio nach Annahme erfolgen.

u Mindestbeteiligung

Die Mindestbeteiligung beträgt 1 10.000,-. Höhere

Beträge sollen durch 1 1.000,- teilbar sein.

u Emissionshaus

Lloyd Fonds AG, Hamburg.

u Treuhänder

LF Treuhand GmbH, Hamburg.

u Auszahlungen

Für das Jahr 2006 ist eine erste Auszahlung in

Höhe von 7 % an die Anleger vorgesehen. Die

geplanten Auszahlungen während des prognostizierten

Beteiligungszeitraumes von ca. 14 Jahren

sollen insgesamt rund 230 % betragen. Die Auszahlungen

sind im 4. Quartal des jeweiligen Jahres

vorgesehen.

u Laufzeit

Die Laufzeit der Gesellschaft ist bis zum

31. Dezember 2018 vorgesehen.

u Haftung

Grundsätzlich besteht für den Kommanditisten

keine Haftung und keine Nachschusspflicht über

den Beteiligungsbetrag hinaus.

u Mittelverwendungskontrolle

Die prospektgemäße Verwendung des Emissionskapitals

während der Investitionsphase wird durch

einen unabhängigen Mittelverwendungskontrolleur

sichergestellt.

u Beirat

Die Gesellschafterversammlung kann einen Beirat

bestellen, der aus drei Mitgliedern besteht. Zwei

der Beiratsmitglieder werden von den Anlegern

gewählt. Ein Mitglied wird von der Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft ernannt.

LLoyd Fonds

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Fonds-Konzept – Britische Kapitallebensversicherungen

Britische Kapitallebensversicherungen

Lebensversicherungen gelten weltweit als eines der

wichtigsten Instrumente zur Altersvorsorge und als

Absicherungsinstrument für Angehörige. Großbritannien

(UK) ist der größte Versicherungsmarkt

Europas und der drittgrößte Markt der Welt. Die britische

Versicherungswirtschaft blickt auf eine rund

200-jährige Tradition zurück. Heute existieren in

Großbritannien ca. 165 Lebens- und Pensionsversicherungen.

Im Bereich der Lebensversicherungen

nach Prämienaufkommen nimmt Großbritannien in

Europa die Spitzenposition vor Frankreich und der

Bundesrepublik Deutschland ein. In Großbritannien

ist ein jährliches Gesamtprämienaufkommen von

über GBP 97 Mrd. zu verzeichnen.

u Policenarten

Auf dem britischen Lebensversicherungsmarkt

dominieren kapitalbildende Lebensversicherungen.

Bei dieser Versicherungsform handelt es sich um

eine Kombination aus Risikoabsicherung und Geldanlage.

Daneben gibt es wie in Deutschland Risikolebensversicherungen

und fondsgebundene

Lebensversicherungen. Für Lebensversicherungs-

Zweitmarktfonds eignen sich aufgrund ihrer Struktur

insbesondere kapitalbildende Lebensversicherungen,

aus denen das Portfolio des Britischen

Kapital Leben I bestehen soll. Für kapitalbildende

Zweitmarkt-Lebensversicherungen wird allgemein

der Begriff “Traded Endowment Policies” oder die

Abkürzung “TEPs” verwendet.

u Hohe Bonität britischer Lebensversicherungsgesellschaften

Britische Versicherungsgesellschaften sind vergleichsweise

effizienter als deutsche, da sie meist

über kleinere Verwaltungen und Vertriebsorganisationen

verfügen. Aufgrund dieser Strukturen können

oftmals mehr als 90% der erwirtschafteten

Gewinne an die Policeninhaber ausgeschüttet werden.

Die meisten britischen Versicherungsgesellschaften

verfügen nach wie vor über eine sehr gute

Bonität. Die weltweite Krise an den Aktienmärkten

ist auch an den britischen Lebensversicherungsgesellschaften

nicht spurlos vorübergegangen, dennoch

ist die Bonität der britischen Gesellschaften

gegenüber den deutschen zumeist besser geblieben.

Oftmals wird ein Rating von “A” oder besser

nach den Kriterien renommierter Rating-Agenturen

wie z.B. Standard & Poor’s erreicht (siehe Tabellen

auf der nächsten Seite).

u Ansprüche aus den Versicherungen

Die durch Prämien angesparte Versicherungssumme

beträgt in der Regel lediglich ca. 25% der Ablaufleistung.

Die Gewinnbeteiligungen inklusive

Schlussbonus erwirtschaften die britischen Gesell-

Großbritannien: Größter Markt für Lebensversicherungen in Europa

Rest der Welt13%

Japan 25%

Frankreich 5%

Restliches Europa 12%

USA 30%

Großbritannien 11%

Deutschland 4%

Quelle: Swiss Re Sigma, Juni 2002, Verteilung Lebensversicherungen nach Prämienaufkommen.

LLoyd Fonds

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Fonds-Konzept – Britische Kapitallebensversicherungen

Aktuelle Ratingübersicht einiger Versicherungsgesellschaften:

Großbritannien

Legal & General Assurance Ltd.

Prudential Assurance Co. Ltd.

Scottish Amicable Life PLC

CGNU Life Assurance Ltd.

Clerical Medical Investment Group Ltd.

Norwich Union Life & Pensions Ltd.

Scottish Equitable PLC

Scottish Widows’ Fund & Life Ass.

Axa Sun Life PLC

Friends Provident Life Pension Ltd.

Standard Life Assurance Co. (The)

Co-operative Insurance Society Ltd.

Royal London Mutual Ins. Society Ltd.

Scottish Provident Ltd.

BBB-

BB

AA+

AA+

AA+

AA

AA

AA

AA

AA

AA-

A+

A+

A

A-

BBB+

Quelle: Standard & Poor’s, Mai 2004, Insurer Financial Strength

Ratings.

Deutschland

Aachener und Münchener LV-AG

Allianz Lebensversicherungs AG

AXA Colonia LV-AG

Berlinische LV-AG

Hamburg-Mannheimer Vers.-AG

Deutscher Herold LV-AG

Nürnberger Lebensversicherung AG

Gothaer LV-AG

Alte Leipziger LV Gesellschaft AG

Bayern-Versicherung LV-AG

Continentale Lebensversicherung AG

SV Sparkassen-Versicherung LV-AG

Gerling-Konzern LV-AG

Mannheimer Lebensversicherung AG

AA

A+

A+

A

A

A-

BBB

BBB

BBB

BBB

AA-

AA-

Quelle: Standard & Poor’s, Mai 2004, Insurer Financial Strength

Ratings.

schaften zum größten Teil mit Aktienengagements.

Steigen die Bonusraten bis zur Fälligkeit über den

Prognosewert, wird die Ablaufleistung höher als

erwartet ausfallen. Im Falle sinkender Bonusraten

reduziert sich die Ablaufleistung entsprechend. In

Abweichung von den deutschen Kapitallebensversicherungen

ist in der Versicherungssumme einer

britischen Lebensversicherungsgesellschaft kein

Garantiezins inkludiert.

Prozentuelle Veränderung der Schlussboni

für 25-jährige Policenlaufzeiten ausgewählter britischer Versicherer

1,2

1,0

0,8

Clerical Medical

General Accident

Norwich Union

Prudential

Standard Life

0,6

0,4

0,2

0

1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Die Grafik verdeutlicht die prozentuale Reduzierung der Schlussboni, wobei 1998 das Basisjahr ist. Die letzten Schlussboni

der Versicherungsgesellschaften beeinflussen signifikant die prognostizierte Ablaufleistung und somit den Policenkaufpreis.

Die gesunkenen Schlussboni spiegeln sich dementsprechend in den gefallenen Kaufpreisen wider.

Quelle: AVD, 2004, Prozentuelle Veränderung der Schlussboni ausgewählter Versicherungsgesellschaften.

LLoyd Fonds

15


Fonds-Konzept – Britische Kapitallebensversicherungen

Die Grundstruktur einer britischen Lebensversicherung als Modell

Schlussbonus

Jahresboni

Versicherungssumme

Quelle: AVD, 2004.

0 5 10 15 20

Jahre

25

Die garantierte Versicherungssumme wird am Ende

der Laufzeit (oder im früheren Todesfall der versicherten

Person) ausgezahlt. Diese Garantiesumme

steht bei Abschluss eines Versicherungsvertrages

fest und ist unveränderlich. Daneben hat der

Berechtigte Anspruch auf die bis dahin unverfallbar

gutgeschriebenen Jahresboni. Die Versicherungsgesellschaften

investieren die eingenommenen

Prämienzahlungen in Kapitalmärkte. Im Durchschnitt

werden heute ca. 40% in Aktien, 40% in

Anleihen, 10% in Immobilien und 10% in sonstige

Kapitalanlagen investiert. Die Versicherungsnehmer

erhalten daraus resultierende Investmentgewinne

jedes Jahr unwiderruflich gutgeschrieben.

Der Jahresbonus wird üblicherweise jährlich aufgrund

eines Beschlusses der Versicherungsgesellschaft

als Prozentsatz der Versicherungssumme

und der bisher zugewiesenen Boni festgesetzt und

dem Versicherungsnehmer gutgeschrieben. Ist die

Gutschrift einmal erfolgt, so ist seine Auszahlung

ebenso garantiert wie die Versicherungssumme.

Ablauf der Versicherung gezahlt. Er beruht auf jährlicher

Beschlussfassung der Versicherungsgesellschaften,

ist am Ende der Laufzeit fällig und macht

heute im Schnitt 37% der Gesamtzahlung bei 25-

jähriger Laufzeit einer Lebensversicherung aus.

u Versicherungsaufsicht in Großbritannien

Lebensversicherungsgesellschaften unterliegen in

Großbritannien der Aufsicht durch die Financial

Services Authority (FSA). Rechtsgrundlage der

staatlichen Versicherungsaufsicht ist der “Financial

Der Schlussbonus wird entweder anteilig im Todesfall

der versicherten Person oder im Gesamten bei

LLoyd Fonds

16


Fonds-Konzept – Britische Kapitallebensversicherungen

Services and Markets Act 2000” (FSMA), der am

1. Dezember 2001 in Kraft getreten ist. Versicherungsunternehmen

benötigen in Großbritannien

wie in der Bundesrepublik Deutschland zur Aufnahme

des Geschäftsbetriebes eine Erlaubnis dieser

Aufsichtsbehörde. Sie müssen im Besonderen den

strengen Solvenzanforderungen genügen. Erforderlich

ist, dass zur Befriedigung möglicher Ansprüche

eine Solvabilitätsmarge ausgewiesen wird. Unter

Solvabilität versteht man die Eigenmittelausstattung

eines Versicherungsunternehmens. Der Nachweis

dieser Marge muss jederzeit geführt werden

können.

Die Versicherungen können im Rahmen ihrer

Finanzkraft einen hohen Anteil ihrer Vermögensbestände

(sog. Deckungsstockvermögen) in Aktien

anlegen. Deutsche Versicherungsunternehmen können

aufgrund der Vorgaben des Versicherungsaufsichtsgesetzes

(VAG) grundsätzlich nur bis zu 35%

des Deckungsstockvermögens in Aktien anlegen.

Die britischen Versicherungen haben mit Aktienquoten

von teilweise über 50% in der Vergangenheit

eine sehr gute Verzinsung des Deckungsstocks

erreicht. So wurden bei 25-jährigen Policen regelmäßig

zweistellige Renditen über die Gesamtlaufzeit

erwirtschaftet. Die Aktienquoten wurden mittlerweile

deutlich reduziert und betragen momentan bei

den großen Versicherungsgesellschaften etwa 40%

bis 45%.

Zusätzliche Sicherheit für den Anleger besteht

durch den für Versicherungen verpflichtenden Einlagensicherungsfonds

(Financial Services Compensation

Scheme), der mit dem deutschen Einlagensicherungsfonds

im Bankensektor vergleichbar ist.

Die ersten GBP 2.000,- einer Versicherung werden

hierdurch zu 100%, der restliche aktuelle Policenwert

zu 90% garantiert.

Durchschnittsrenditen bei 25-jährigen britischen “with profit” LV-Policen mit lfd. Prämienzahlung

Renditen in % p.a.

1990

Axa Sun Life

13,1

Clerical Medical

13,0

Co-operative

11,4

Friends Provident

9,8

CGU

12,6

Legal & General

12,3

Norwich Union

13,0

Pearl

12,0

Prudential

12,0


Scottish Widows

Royal London

12,8

Scottish Amicable

13,1

Scottish Life

12,7

Standard Life

13,4

Durchschnitt ❋❋ 12,4

1991

13,4

13,2

12,3

10,0

13,3

13,1

13,3

12,7

13,2

13,0

13,4

13,3

13,0

13,6

12,8

1992

13,3

13,2

12,5

13,4

13,6

13,1

13,1

12,6

13,2

13,2

13,4

13,4

13,5

13,6

13,2

1993

13,1

13,2

12,6

13,2

13,6

13,2

12,9

12,4

12,8

12,9

13,2

13,2

13,2

13,4

12,3

1994

13,3

13,1

12,7

13,3

13,6

12,9

12,9

12,2

12,6

13,2

13,2

13,1

13,3

13,4

12,4

1995

13,2

13,2

12,8

13,0

13,5

13,1

12,5

12,3

12,8

13,1

13,0

13,1

13,0

13,2

12,5

1996

13,3

13,3

12,6

13,2

13,7

13,2

12,5

12,2

12,7

13,1

13,2

12,9

13,1

13,3

12,5

1997

13,1

13,4

12,7

13,2

13,9

13,2

12,6

12,5

13,0

13,4

13,6

12,5

13,0

13,2

12,6

1998

12,9

13,7

12,7

13,4

14,2

13,0

13,0

12,3

13,1

13,5

13,9

13,0

13,2

13,5

12,9

1999

13,0

13,5

12,8

13,4

14,0

13,0

12,9

11,2

13,4

13,3

14,4

13,0

13,2

13,4

12,9

2000

12,9

13,3

13,0

13,2

14,1

12,6

12,3

12,4

13,0

12,7

14,2

12,8

13,1

13,6

12,9

2001 2002


12,7

13,0 11,9

13,1 12,4

12,6 11,8

13,4 12,3

12,4 11,2

12,1 11,1


12,4


12,5

12,5 11,2

14,5 13,5

12,5 11,1

13,9 12,7

13,6 13,0

12,7 12,2

2003


10,6

11,1

10,8

10,8

10,1

9,7


10,9

9,7

12,2

10,1

11,1

11,3

10,9

Jährliche Rendite für britische Er- und Ablebensversicherung (with profit policies) mit laufender Prämienzahlung (GBP 50,- pro

Monat bei 25-jähriger Laufzeit; Daten zum 01.02.2004; männlich; Alter 30). Bsp.: Bei einer Police, die 1990 ausgelaufen ist,

betrug die Durchschnittsrendite 12,4 % p.a., im Jahr 2003 betrug sie 10,9 %.

Quelle: Money Management 04/04.


Daten nicht verfügbar.

❋❋

Alle britischen Lebensversicherungen.

LLoyd Fonds

17


Fonds-Konzept – Der Zweitmarkt in Großbritannien

Der Zweitmarkt in Großbritannien

u Marktübersicht

Seit über 150 Jahren werden Zweitmarkt-Lebensversicherungen

gehandelt. In 2002 betrug das

Marktvolumen des TEP-Marktes ca. GBP 550 Mio.

(umgerechnet ca. 1 800 Mio.) pro Jahr.

In den ersten 5 Jahren nach einem Versicherungsabschluss

werden ca. 30% der Versicherungen

gekündigt. In den darauf folgenden Jahren werden

weitere 40% aller Policen abgegeben. Insgesamt

erreichen ca. zwei Drittel aller Lebensversicherungspolicen

in Großbritannien nicht ihre Fälligkeit mit den

Ersterwerbern.

u Verkaufsgründe für die Versicherten

Die Gründe für die Kündigung der Policen sind vielfältig.

Da die Policen häufig der Besicherung von

Darlehen dienen, kann z.B. die Änderung des Darlehenstyps

ebenso ein Verkaufsgrund sein wie der

Umstand, dass der Policenwert ausreicht, um das

Darlehen zurückzuzahlen. Weitere wichtige Gründe

sind Immobilienwechsel, Scheidungsfälle oder kurzfristiger

Liquiditätsbedarf.

Die Kündigung einer Police ist für den Versicherungsnehmer

oftmals nicht empfehlenswert. Der

von den Versicherungsgesellschaften angebotene

Rückkaufswert ist niedrig und entspricht bei weitem

nicht dem tatsächlichen inneren Wert der Police. Vor

diesem Hintergrund hat sich ein sehr liquider Zweitmarkt

für Kapitallebensversicherungen gebildet. Auf

diesem Zweitmarkt kann der Versicherungsnehmer

die Police regelmäßig zu einem höheren Preis verkaufen,

als ihm von der Versicherungsgesellschaft

als Rückkaufswert geboten wird.

u Werthaltigkeit von Zweitmarkt-Policen

Der Kauf- bzw. Marktpreis einer Police errechnet sich

aus ihrer voraussichtlichen Ablaufleistung, abdiskontiert

auf den Zeitpunkt des Ankaufes der Police, und

liegt oberhalb des Rückkaufswertes.

Für den Käufer ist der Erwerb einer laufenden Police

eine attraktive Investition, da er die Police zu einem

Preis erwirbt, der unterhalb des sogenannten inneren

Wertes liegt. Die von der Versicherungsgesellschaft

gutgeschriebenen Boni sowie die Versicherungssumme

sind bei Fortzahlung der Prämien garantiert, bei

vorzeitiger Kündigung werden sie jedoch nicht in voller

Höhe ausgezahlt. Hinzu kommt der regelmäßig

TEPs Handelsvolumen

in Pfund (GBP)

600

550

500

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002

Quelle: APMM, 2003.

LLoyd Fonds

18


Fonds-Konzept – Der Zweitmarkt in Großbritannien

Gründe für den Verkauf von Versicherungen

andere Gründe

13 %

Privatimmobilienwechsel

41 %

Schuldentilgung

3%

Liquiditätsbedarf

13 %

unzufrieden mit der

Versicherung

14 %

kann Beiträge

nicht leisten

2%

Scheidung

14 %

Quelle: PolicyPlus, July 2004.

erhebliche Schlussgewinnanteil, der nur bei Erreichen

der Fälligkeit zur Auszahlung kommt und bei

vorzeitiger Kündigung entfällt oder nur zu einem

Anteil berücksichtigt wird. Der Erwerber profitiert

weiterhin von der Tatsache, dass der größte Teil der

administrativen Kosten der Versicherungsgesellschaft

aus den Prämienzahlungen der Anfangsjahre

bereits beglichen ist.

Der geschäftsmäßige An- und Verkauf von Zweitmarkt-Lebensversicherungen

stellt eine Finanzdienstleistung

im Sinne des britischen Kapitalmarktgesetzes,

des “Financial Services and

Markets Act 2000” (FSMA), dar. Die Tätigkeit des

Market Makers setzt daher eine Autorisierung

durch eine Genehmigung der Finanzdienstleistungsaufsichtsbehörde

FSA voraus.

u Erwerb der Policen durch britische Market Maker

Als Marktteilnehmer treten in Großbritannien spezialisierte

“Market Maker” auf. Diese haben eine wichtige

Brückenfunktion zwischen dem potentiellen Verkäufer

und dem Käufer der Police. Sie fungieren als

Makler, die die Versicherungspolicen vor dem Erwerb

einem sehr ausführlichen und detaillierten Bewertungsprozess

unterwerfen. Der Market Maker prüft

mittels eines hierfür spezialisierten Anwaltes die

Berechtigung des Veräußernden, der sein Eigentum

nachweisen muss. Die Policen werden vom Market

Maker angekauft und an Investoren weiterveräußert,

wobei der Market Maker eine Gewinnmarge einbehält.

LLoyd Fonds

19


Fonds-Konzept – Akquisition und Handel des Fondsportfolios/Anlagekriterien

Akquisition und Handel des Fondsportfolios/Anlagekriterien

u Einkauf des Portfolios

Zur Risikodiversifizierung sollen von verschiedenen

Versicherungsunternehmen Kapitallebensversicherungen

mit unterschiedlichen Restlaufzeiten

erworben werden.

Die “Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH &

Co. KG” stellt sukzessive das Versicherungspolicen-

Portfolio unter Beratung des AVD, direkt von britischen

Market Makern zusammen. Die Versicherungspolicen

werden bei einem britischen Treuhänder

(Solicitor) gelagert. Vor dem Ankauf einer Police

werden das Versicherungsunternehmen hinsichtlich

Bonität und Deckungsstock, die bereits vorhandenen

Garantien im Verhältnis zum Totalaufwand einer Police,

der Versicherungstarif und nicht zuletzt die

Bewertung und die Preisgestaltung eingehend

geprüft. Als ein führendes Unternehmen auf dem

LLoyd Fonds

20


Fonds-Konzept – Akquisition und Handel des Fondsportfolios/Anlagekriterien

Gebiet des Zweitmarktes für britische Kapitallebensversicherungen

verfügt der AVD über umfangreiche

Kontakte zu Market Makern und Kreditinstituten,

über eine spezialisierte Software zum Vergleichen

und Überwachen der Preisgestaltung sowie über ein

ausgeprägtes Know-how rund um die Kapitallebensversicherung

und deren Bewertung.

Der Zweitmarkt in Großbritannien bietet den Vorteil,

dass Versicherungspolicen zu einem Preis angekauft

werden können, der in der Regel deutlich unter

dem Wert des bereits aufgebauten Vermögens liegt.

Bei der Ermittlung des Kaufpreises werden im

ersten Schritt die garantierte Versicherungssumme

und die bisher zugewiesenen Jahresboni festgestellt.

Mit Hilfe der letzten zugewiesenen Jahresboni

und dem Schlussbonus einer vergleichbaren, aber

heute ablaufenden Police wird die voraussichtliche

Ablaufleistung hochgerechnet. Diese Ablaufleistung

wird mit einem Zinsfaktor (Marktzins) abdiskontiert,

um den Kaufpreis zu ermitteln. Dieser wird u.a.

durch die Restlaufzeit und Bonität der Versicherungsgesellschaft

als auch durch Angebot und

Nachfrage am Zweitmarkt beeinflusst. In den letzten

Jahren sind die Jahres- und Schlussboni erheblich

gesunken. Dadurch sanken die prognostizierten Ablaufleistungen

und somit auch die Kaufpreise der

Policen deutlich, so dass aufgrund der Marktsituation

gleichwertige Lebensversicherungspolicen zu erheblich

günstigeren Preisen von der Fondsgesellschaft

angekauft werden können. Diesen positiven

Effekt verdeutlicht die Tabelle auf der folgenden

Seite. Wenn die Jahres- bzw. Schlussboni wieder

steigen, kann sich die Erlössituation beim Policenverkauf

signifikant erhöhen.

Vergleich der Verläufe der Rückkaufswerte, des Kaufpreises u. des inneren Wertes einer britischen LV

Modell:

Ablaufleistung

innerer Wert der Police

Rückkaufswert von

der Versicherung

Kaufpreis

Schlussbonus

Jahresboni (kumuliert)

Versicherungssumme

Quelle: AVD, 2004.

0 5 10

Jahre

15 20 25

LLoyd Fonds

21


Fonds-Konzept – Akquisition und Handel des Fondsportfolios/Anlagekriterien

Vergleich des Kaufpreises zweier gleichartiger Lebensversicherungen mit 10-jähriger Restlaufzeit

Stichtag Restlaufzeit Versicherungssumme

Zugewiesene

Boni

Prognostizierte

Ablaufleistung

Kaufpreis

April 2000

10 Jahre

GBP 5.973,-

GBP 4.851,-

GBP 39.719,-

GBP 12.469,-

April 2004

10 Jahre

GBP 5.973,-

GBP 3.673,-

GBP 17.843,-

GBP 6.793,-

Quelle: Policy Portfolio PLC, 2004.

Die Tabelle zeigt zwei gleichartige Standard Life Lebensversicherungen mit einer 25-jährigen Gesamtlaufzeit

und einer Restlaufzeit von 10 Jahren. Die Policen werden zu unterschiedlichen Kaufzeitpunkten (April

2000/April 2004) gegenübergestellt. Standard Life Lebensversicherungen werden voraussichtlich Bestandteil

des Portfolios sein. Die Versicherungssummen und die unwiderruflich zugewiesenen Boni stehen schon

zu diesem Zeitpunkt als garantierte Zahlungen fest. Mit Hilfe der letzten zugewiesenen Jahresboni und dem

Schlussbonus einer vergleichbaren, aber heute ablaufenden Police werden u.a. die voraussichtlichen Ablaufleistungen

hochgerechnet. Diese Ablaufleistungen werden mit einem Zinsfaktor abdiskontiert, um die

Kaufpreise zu ermitteln.

Durch die gesunkenen Jahres- und Schlussboni der letzten Jahre ist die prognostizierte Ablaufleistung stark

gesunken (in diesem Beispiel um ca. 55% von GBP 39.719,- auf GBP 17.843,-). Dieses spiegelt sich auch im

Kaufpreis wider, der im April 2004 um 45% gegenüber einer vergleichbaren Police im April 2000 gefallen ist.

Der Kaufpreis (GBP 6.793,-) ist in diesem Beispiel um GBP 2.853,- niedriger als die bisher garantierten Leistungen

(Versicherungssumme zzgl. zugewiesener Boni). Bei einer positiven Entwicklung der Kapitalmärkte

und wieder erhöhten Bonuszuweisungen der Versicherungsgesellschaften besteht die Chance, höhere Verkaufspreise

als prognostiziert zu erzielen.

u Anlagekriterien für den Kauf des Portfolios

Das Fondsmanagement unterliegt strengen Anlagerichtlinien,

die insbesondere die Qualität und Risikostreuung

des Fondsvermögens sicherstellen

sollen. Hierdurch ist das Management bei der Akquisition

der Policen für die “Lloyd Fonds Britische

Kapital Leben I GmbH & Co. KG” an die Anlagekriterien

(siehe Seite 23) gebunden.

u Aktives Trading des Portfolios

Es ist vorgesehen, das gesamte Portfolio des Britische

Kapital Leben I aktiv am Zweitmarkt zu handeln.

Das heißt, dass unter der Beratung des AVD in

der Investitionsphase ein Portfolio von voraussichtlich

über 1.000 Lebensversicherungspolicen aufgebaut

wird und die Policen während der Fondslaufzeit

sukzessive am Markt wieder angeboten und verkauft

werden. Durch aktives Kaufen und Verkaufen

von Policen wird eine Gewinnmaximierung beabsichtigt.

Erlöse aus der Veräußerung von Policen

werden u.a. in andere Policen reinvestiert. Dies

bedeutet insbesondere, dass Policen bereits vor Fälligkeit

verkauft werden bzw. mittelfristige Restlaufzeiten

in den nächsten Jahren in längere Restlaufzeiten

umgeschichtet werden können.

Der Ein- bzw. Verkauf von Policen wird durch einen

softwareunterstützten Vergleich der aktuellen Angebote

und Preise für alle unterschiedlichen Gesellschaften

und Restlaufzeiten bei verschiedenen

Marktteilnehmern vorbereitet. Damit können die

Ein- bzw. Verkäufe jeweils nach dem Prinzip “Bei

vergleichbarer Qualität den besten Preis erzielen”

optimiert werden. Neben dem Rating, den Diskontfaktoren

und dem jeweiligen Rückkaufswert stellen

vor allem die bereits unwiderruflich festgeschriebenen

Boni im Verhältnis zum Gesamtaufwand für eine

Police ein wesentliches Kriterium dar. Angestrebt

wird, dass ein möglichst hoher Anteil des

Gesamtaufwandes für eine Police bereits bei Kauf

durch zugewiesene Boni gedeckt ist.

LLoyd Fonds

22


Fonds-Konzept – Akquisition und Handel des Fondsportfolios/Anlagekriterien

Britische Kapital Leben I – Anlagekriterien

1. Mindestens 75% des Portfolios müssen mit

Policen von Versicherungsgesellschaften abgedeckt

sein, die ein Mindest-Rating von A

nach Standard & Poor’s oder ein A2 nach

Moody’s aufweisen.

2. Maximal 25% des Portfolios können mit Versicherungsgesellschaften

abgedeckt sein, die

ein geringeres Rating, jedoch zumindestens

BBB nach Standard & Poor’s oder ein BAA

nach Moody’s aufweisen oder nicht geratet

sind. Das Rating muss für Punkt 1 und 2 spätestens

einen Monat vor Einkauf der Policen

erfolgt sein.

3. Eine einzelne Versicherungsgesellschaft darf

max. 30% des Portfolios abdecken.

4. Bei Bedarf können bis zu 25% des Portfolios

als Liquiditätsreserve gehalten werden bzw.

kann der Fremdkapitalanteil entsprechend

reduziert werden.

5. Es muss zumindest eine Streuung des Portfolios

auf 5 verschiedene Versicherungsgesellschaften

gegeben sein.

6. Der Anteil an Versicherungspolicen einer einzelnen

Versicherungsgesellschaft, die über

kein Rating von Standard & Poor’s bzw.

Moody’s verfügt, darf den Betrag von GBP

500.000,- im Fondsportfolio nicht übersteigen.

7. Einzelne Versicherungspolicen dürfen den

Kaufpreis in Höhe von GBP 250.000,- nicht

überschreiten.

8. Für die Einhaltung der in den vorstehenden Ziffern

1 bis 7 genannten Erfordernisse ist der

Zeitpunkt des Kaufes der Police maßgeblich.

9. Abweichungen von den vorstehenden Anlagekriterien

sind nur mit Zustimmung des Beirates

zulässig.

LLoyd Fonds

23


Fonds-Konzept – Ergebnisprognose

Ergebnisprognose

Grundlage für die Berechnungsbeispiele ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung

(S. 34/35).

u Einzahlung:

100 % + 5 % Agio

u Einkünfte in Österreich: Ausschließlich aus dieser Beteiligung

(keine weiteren Einkünfte in Österreich)

u Steuersätze in Österreich: 1 0– 1 10.000 00,00 %

(ab dem 01.Januar 2005) 1 10.001 – 1 25.000 38,33 %

1 25.001 – 1 51.000 43,60 %

ab 1 51.001 50,00 %

u Progressionsvorbehalt:

nicht berücksichtigt

Die folgenden Ergebnisprognosen basieren auf der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Seiten 34 bis 35.

Die endgültige Zusammensetzung des anzukaufenden Portfolios aus Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen

wird im Investitionsprozess nach Schließung des Fonds festgelegt. Die folgenden Angaben

basieren daher auf der Hochrechnung eines Musterportfolios und auf Erfahrungswerten des AVD. Der

tatsächliche Verlauf der Beteiligung kann hiervon signifikant abweichen.

u Kommanditbeteiligung in Höhe von 1 10.000,-

Einzahlung des Kommanditkapitals inkl. Agio 1

Auszahlungen in %

1

Steuerzahlungen 1

Mittelrückfluss nach Steuern 1

2004 2005 2006 2007 2008 2009

10.500 – – – – –

– – 7,0 7,0 8,0 9,0

– – 700 700 800 900

– – – – – –

– – 700 700 800 900

u Kommanditbeteiligung in Höhe von 1 50.000,-

Einzahlung des Kommanditkapitals inkl. Agio 1

Auszahlungen in %

1

Steuerzahlungen 1

Mittelrückfluss nach Steuern 1

2004 2005 2006 2007 2008 2009

52.500 – – – – –

– – 7,0 7,0 8,0 9,0

– – 3.500 3.500 4.000 4.500

– – – – – –

– – 3.500 3.500 4.000 4.500

1)

Das Ergebnis vor Steuern/nach Steuern wurde nach der Methode des internen Zinsfußes (IRR) berechnet. Hierbei werden den prospektierten

Einzahlungen und Steuerzahlungen sämtliche Auszahlungen, bezogen auf die jeweiligen Zahlungszeitpunkte, gegenübergestellt. Es wird angenommen,

dass die Beteiligung genau den im Prospekt dargestellten Verlauf nimmt. Abweichungen von den prognostizierten Daten wirken sich direkt

auf das Ergebnis aus. Das nach der Methode des internen Zinsfußes ermittelte Ergebnis basiert auf dem jeweils gebundenen Eigenkapital und ist

somit nicht direkt mit der Rendite von z.B. festverzinslichen Wertpapieren vergleichbar, sondern nur mit Ergebnissen, die nach der gleichen Methode

berechnet werden.

Rechnerische Abweichungen resultieren aus Rundungsdifferenzen.

LLoyd Fonds

24


Fonds-Konzept – Ergebnisprognose

2010


9,0

900


900

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Gesamt

– – – – – – – – –

10,0 10,0 16,0 20,0 25,0 30,0 36,0 42,21 229,21

1.000 1.000 1.600 2.000 2.500 3.000 3.600 4.221 22.921

– – – – – – – – –

1.000 1.000 1.600 2.000 2.500 3.000 3.600 4.221 22.921

Ergebnis vor Steuern 1) 8,3 %

(Methode interner Zinsfuß)

Ergebnis nach Steuern 1) 8,3 %

2010


9,0

4.500


4.500

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Gesamt

– – – – – – – – –

10,0 10,0 16,0 20,0 25,0 30,0 36,0 42,21 229,21

5.000 5.000 8.000 10.000 12.500 15.000 18.000 21.104 114.604

– – – – – -1.625 -2.864 -5.261 -9.750

5.000 5.000 8.000 10.000 12.500 13.375 15.136 15.844 104.854

Ergebnis vor Steuern 1) 8,3 %

(Methode interner Zinsfuß)

Ergebnis nach Steuern 1) 7,6 %

LLoyd Fonds

25


Lloyd Fonds AG

Lloyd Fonds AG

Die Lloyd Fonds

AG entwickelt, initiiert

und vertreibt

Kapitalanlagen.

Kapitalanlagen sind

Vertrauenssache.

Entscheidend ist der richtige Partner. Die Kompetenz

des Managements der Lloyd Fonds AG sowie

präzise Marktkenntnisse sind Grundlage für die

Konzeption und Realisierung von Kapitalanlagen,

mit denen die Anleger langfristig wirtschaftliche

Erfolge erzielen können.

Das Unternehmen Lloyd Fonds wurde im Jahr 1995

gegründet und im Dezember 2001 in eine Aktiengesellschaft

umgewandelt. Bei den Aktionären der

Lloyd Fonds AG handelt es sich um renommierte

Fonds-Experten, hamburgische Reedereien,

Schiffsmakler und das Management. Bisher wurden

43 Schiffsfonds und 3 Flottenfonds initiiert.

Die Lloyd Fonds AG zählt in diesem Kerngeschäftsfeld

zu den führenden Initiatoren in

Deutschland und arbeitet bundesweit mit freien

Finanzberatern, Vertriebshäusern und institutionellen

Partnern zusammen.

In den vergangenen Jahren wurde die Produktpalette

sukzessive um die Segmente Immobilien und

Regenerative Energien erweitert. Das gesamte

Investitionsvolumen aller Beteiligungsangebote

liegt bei über 1 1 Mrd. Bisher haben sich rd. 9.500

Anleger an den Fonds beteiligt.

Ihre Innovationskraft bewies die Lloyd Fonds AG

unter anderem dadurch, dass sie als einer der

ersten Initiatoren einen Schiffsfonds als Tranchenmodell

in dem Markt einführte. Auf das steigende

Interesse der Anleger nach neuen und innovativen

Kapitalprodukten reagierte die Lloyd Fonds AG mit

der Konzeption von Stillen Beteiligungen mit Wandlungsrecht,

Flottenfonds und Poollösungen als

Konsequenz auf die ansteigende Nachfrage nach

Tankertonnage.

Mit dem Britische Kapital Leben I bietet die Lloyd

Fonds AG ihren Investoren einen Fonds an, der

erstmals in ein Portfolio britischer Zweitmarkt-

Lebensversicherungen investiert.

Die Lloyd Fonds AG veröffentlicht jährlich eine

Leistungsbilanz mit Daten, die von einem Wirtschaftsprüfer

testiert werden. Die Leistungsbilanz

kann jederzeit angefordert werden. Derzeit ist die

Leistungsbilanz für 2003 in Vorbereitung. Erste

Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte August

veröffentlicht werden.

LLoyd Fonds

26


Lloyd Fonds AG

Die Performance der Lloyd Fonds AG wurde

bereits mehrfach durch unabhängige Analyseinstitute

und Fonds-Experten bestätigt. Der Brancheninformationsdienst

DFI Report wertet Lloyd

Fonds in einer Analyse der bisherigen Ergebnisse

(Leistungsbilanz 2002) als soliden und erfolgreichen

Initiator. Die unabhängige Asset-Research-

Gesellschaft Fonds Media GmbH zählt die Lloyd

Fonds AG zu den “Outperformern” der Branche

bei Schiffsbeteiligungen. Besonders die Auszahlungsperformance

des Portfolios liegt deutlich

über der aktuellen Marktleistung.

Außerdem liegt ein Initiatorenrating der Scope

Group vor, wonach die Lloyd Fonds AG auf einer

Skala von A bis E mit dem sehr guten Ergebnis

“A-” (hohe Qualität) im Bereich der Schiffsfonds

bewertet wird. Diese Ergebnisse unterstreichen

die positive Leistungsbilanz sowie die hohe Kompetenz

und Transparenz der Lloyd Fonds AG.

www.lloydfonds.de

Lloyd Fonds

MT “GREEN POINT”

Handymax-Produktentanker

LF 46

Lloyd Fonds hat bisher 46 Schiffsbeteiligungen inkl. 3 Flottenfonds,

einen Immobilien- und einen Windkraftfonds initiiert.

Die Website der Lloyd Fonds AG zeigt sich ab August 2004 mit

neuem Erscheinungsbild im Netz.

LLoyd Fonds

27


LF Treuhand GmbH

LF Treuhand GmbH

Die LF Treuhand GmbH (LFT) (vormals: LF Treuhandund

Verwaltungsgesellschaft mbH) betreut seit

1999 Kapitalanleger im Bereich der Schiffs-, Windkraft-

und Immobilienfonds. Zum 01. Juni 2004 ist

das verwaltete Beteiligungsvermögen der LFT auf

1 370 Mio. angewachsen. Es verteilt sich auf 39

Beteiligungsgesellschaften, in die nahezu 7.500

Treugeber investiert haben.

In einer aktuellen Analyse (Juli 2004) über die

“Dokumentationsgüte” der Geschäftsberichte der

Fondsgesellschaften durch den Wirtschaftsjournalisten

Stefan Loipfinger, wurden u.a. die Geschäftsberichte

der LF Treuhand GmbH als vorbildlich bei

Schiffsbeteiligungen beurteilt.

Als Kommunikationsschnittstelle zwischen Investoren

und allen Beteiligten des Fonds nimmt die LFT

als Treuhandkommanditist und Verwaltungstreuhänder

die Interessen der Investoren über die Laufzeit

der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft wahr.

Die LF Treuhand GmbH ist verantwortlich für die

treuhänderischen Abwicklungen von Neuemissionen

und die Führung der jeweiligen Treuhandkonten.

Im weiteren Verlauf ist die LFT Ansprechpartner

der Investoren für alle steuerlichen und wirtschaftlichen

Fragestellungen und die verständliche Darstellung

der jeweiligen Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften.

Die LFT organisiert die jährlichen Gesellschafterund

Treugeberversammlungen einschließlich der

kompetenten Durchführung der Beschlussfassungen

der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Auf

Investorenwunsch werden auch Übertragungen und

Veräußerungen von Gesellschaftsanteilen durch

den Treuhänder vermittelt.

Die Kernkompetenz der LFT liegt in der regelmäßigen,

zeitnahen und fundierten Information der Anleger

über den Stand ihrer Beteiligungsgesellschaften.

Dafür werden ansprechende und verständliche

Dokumentationen, bestehend aus dem Jahresabschluss,

dem Bericht der Geschäftsführung und des

Beirates, für die Investoren erstellt. Kompetentes

und schnelles Antworten auf die individuellen Anfragen

der Anleger ist die Basis der Qualitätsphilosophie

der LF Treuhand GmbH. Diesen hohen Qualitätskriterien

verdankt die LF Treuhand GmbH ihre

hohe Marktakzeptanz.

Der Firmensitz der Lloyd Fonds Unternehmensgruppe, betrachtet

von der Fleetseite, direkt im Herzen Hamburgs.

LLoyd Fonds

28


AVD

Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H (AVD)

Die Allgemeiner Versicherungsdienst

Gesellschaft m.b.H.

(AVD), Wörgl, Österreich, ist auf den An- und Verkauf

angesparter Lebensversicherungen britischer

Versicherer spezialisiert und bündelt diese zu maßgeschneiderten

Portfolios. 1995 startete AVD mit

einem Policenstock von 1,5 Millionen Britischen

Pfund. Inzwischen erreicht AVD einen Weltmarktanteil

von rund 7 % und ist damit Marktführer im

deutschsprachigen Raum. Derzeit (Stand: Juli 2004)

werden mehr als 7.000 Versicherungspolicen

treuhändisch für mehr als 3.000 Kunden verwaltet.

Dies entspricht einer Ablaufleistung von rund

1 450 Mio.

AVD berät die Fondsgesellschaft beim Ankauf der

Policen, der Verwaltung, dem aktiven Trading und

der Verwertung des Portfolios. AVD ist gesellschaftsrechtlich

in die Fondsgesellschaft eingebunden

und stellt einen der Geschäftsführer der

Beteiligungsgesellschaft.

www.avd.biz

Entscheidend für diese positive Entwicklung des

Unternehmens war die Konzeption des AVD-Portfolios

im Jahre 1998. Angesparte britische Lebensversicherungen

mit demselbem Ablaufjahr werden

gebündelt und maßgeschneidert für jeden Anlagewunsch

angeboten. Ebenso wichtig war der Aufbau

einer lückenlosen Treuhandkette, um im grenz- und

währungsüberschreitenden Handel den Anlegern

größtmögliche Sicherheit garantieren zu können.

Die Beherrschung der hinter dieser Leistung stehenden

komplexen juristischen, wirtschaftlichen

und administrativen Faktoren zeichnet AVD aus.

Besonderer Fokus gilt der AVD-Full-Service-

Kompetenz und der dafür entwickelten, hoch spezialisierten

Software. Diese ermöglichen optimale

Policenauswahl (best price/quality) aus unterschiedlichen

Quellen (monitoring), Portfoliobildung

mit laufender periodischer Bewertung, Anteilsverkauf

und fundiertes Reporting. Dadurch wird eine

reibungslose Administration der Policen bis zum

jeweiligen Ablauf sichergestellt.

Rund 400 geprüfte unabhängige Finanzdienstleister

und Finanzvertriebe in Österreich, Deutschland

und in der Schweiz beraten ihre Kunden über die

Produktlösungen von AVD.

Diese Marktstellung macht AVD zum ersten

Ansprechpartner für Dienstleistungen im Zusammenhang

mit angesparten britischen Lebensversicherungen

im europäischen Raum.

Der Hauptsitz von AVD in Wörgl, Österreich.

LLoyd Fonds

30


Investitionsrechnung des Musterportfolios

Investitionsrechnung des Musterportfolios

Diese Investitions- und Finanzierungsrechnung bildet ein Musterportfolio mit einem Grundstock von

1.298 Policen ab. Während der Platzierung des Emissionskapitals wird die Gesellschaft parallel mit

dem Einkauf der Policen beginnen und zügig das Portfolio erweitern. Laut Gesellschaftsvertrag kann

das Emissionsvolumen um bis zu 1 15 Mio. auf 1 35,75 Mio. erhöht werden. Dann werden sich weitere

Positionen inkl. des Fremdkapitals entsprechend erhöhen. Diese Muster-Investitionsrechnung

berücksichtig ausdrücklich nicht den angestrebten Handel der Lebensversicherungspolicen, sondern

bildet ausschließlich die gesamte Investitionsphase ab. Die tatsächliche Investitionsrechnung wird

hiervon abweichen.

Investitionsrechnung Britische Kapital Leben I

Diese Investitions- und Finanzierungsrechnung basiert auf einem Musterportfolio.

1)

Investition

1. Kaufpreis Lebensversicherungspolicen

2. Dienstleistung Investitionsphase

3. Finanzierungskosten

4. Rechts- und Steuerberatung

5. Policenprüfung

6. Finanzierungsvermittlung

7. Mittelverwendungskontrolle, Gründungskosten, Prospektbeurteilung, etc.

8. Treuhandgebühren

9. Projektierung

10. Emission, Werbung und Marketing

11. Liquiditätsreserve

Gesamtinvestition

T£ 19.765

T3

29.500

737

179

238

174

210

88

174

499

1.496

1.259

34.554

2)

Finanzierung

12. Fremdkapital

Bankdarlehen

13. Kommanditkapital

Lloyd Fonds AG

LF Treuhand GmbH

Emissionskapital

Gesamtfinanzierung

T£ 9.229

25

5

20.750

T3

13.774

20.780

34.554

2)

1)

Sollte die Gesamtinvestition hiervon abweichen, verändern sich die Positionen 1-5, 9-12 und das Emissionskapital entsprechend.

2)

Zuzüglich 5 % Agio in Höhe von T2 1.039, das für weitere Emissionskosten verwendet wird.

LLoyd Fonds

32


Investitionsrechnung des Musterportfolios

Erläuterungen

zu 1. Kaufpreis Lebensversicherungspolicen

Der geplante Kaufpreis nach der Musterportfolioberechnung

beträgt umgerechnet insgesamt

1 29,5 Mio. Die endgültige Zusammensetzung des

Portfolios steht noch nicht fest und kann von der

geplanten Summe signifikant abweichen.

zu 2. Dienstleistung Investitionsphase

Für die beratende Tätigkeit in der Investitionsphase

erhält der Allgemeiner Versicherungsdienst

Gesellschaft m.b.H. eine einmalige Vergütung von

2,5% der Kaufpreise des Lebensversicherungsportfolios.

zu 3. Finanzierungskosten

Hierbei handelt es sich um kalkulierte Kosten für

die Bereitstellung des GBP-Bankdarlehens sowie

Kosten für den Devisenwechsel.

zu 4. Rechts- und Steuerberatung

Hierbei handelt es sich um die kalkulierten Kosten

für die steuerliche und rechtliche Beratung dieses

Fonds. Die Höhe ist u.a. abhängig von der Höhe des

Gesamtinvestitionsvolumens.

zu 5. Policenprüfung

Für die Prüfung und treuhänderische Verwahrung

der einzelnen Policen durch den britischen Solicitor

werden GBP 75,- pro Police zzgl. britischer Umsatzsteuer

kalkuliert.

zu 6. Finanzierungsvermittlung

Für die Vermittlung der Finanzierung erhält die

Lloyd Fonds AG eine pauschale Vergütung, die bei

Auszahlung der Fremdmittel zur Zahlung fällig ist.

zu 9. und 10. Projektierung, Emission, Werbung

und Marketing

Hierbei handelt es sich um Leistungen der Lloyd

Fonds AG gemäß § 6 des Gesellschaftsvertrages.

Aus dieser Vergütung werden u.a. sämtliche Vertriebsprovisionen

gezahlt. Die Vergütung für

Emission, Werbung und Marketing und die Vergütung

für die Projektierung sind spätestens am

31. Dezember 2004 fällig.

zu 11. Liquiditätsreserve

Dieser Betrag dient als Liquiditätspolster, um die

Dispositionsfähigkeit der Beteiligungsgesellschaft

zu wahren. Durch Abweichungen der diversen

Kostenpositionen kann die Höhe der Liquiditätsreserve

schwanken.

zu 12. Fremdkapital

Gemäß Kreditzusage einer österreichischen Bank

werden Teile des Kaufpreises der Versicherungspolicen

langfristig finanziert. Der Gesellschaft wird

ein Kreditrahmen in Höhe von insgesamt GBP 13 Mio.

zur Verfügung gestellt. Die einzelnen Policen werden

an die Bank als Kreditsicherheit abgetreten.

zu 13. Kommanditkapital

Gründungskommanditisten sind mit einer Einlage

von 1 25.000,- die Lloyd Fonds AG sowie mit einer

Einlage von 1 5.000,- die LF Treuhand GmbH.

Es ist vorgesehen, Kommanditkapital in Höhe von

bis zu 1 20.750.000,- einzuwerben. Die persönlich

haftende Gesellschafterin ist gemäß § 3 Abs. 3

des Gesellschaftsvertrages berechtigt, das Kommanditkapital

abweichend vom Investitionsplan

um bis zu 1 15 Mio. zu erhöhen.

zu 7. Mittelverwendungskontrolle, Gründungskosten,

Prospektbeurteilung etc.

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um vereinbarte

Festpreise.

zu 8. Treuhandgebühren

Diesen einmaligen Betrag erhält die LF Treuhand

GmbH für die Einrichtung der Treuhandverwaltung

im Jahr 2004. Die Vergütung ist spätestens am

31. Dezember 2004 fällig.

LLoyd Fonds

33


Wirtschaftlichkeitsrechnung des Musterportfolios

Wirtschaftlichkeitsrechnung des Musterportfolios

Britische Kapital Leben I

Die Zusammensetzung des anzukaufenden Portfolios aus Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen wird im

Investitionsprozess festgelegt. Mit dem Kauf der Policen wird bereits während der Kapitaleinwerbung begonnen.

Danach kauft und verkauft die Gesellschaft die Policen aktiv am Zweitmarkt. Die folgenden Angaben

basieren allerdings auf der Hochrechnung eines Musterportfolios und auf Erfahrungswerten des AVD. Diese

Muster-Wirtschaftlichkeitsrechnung beinhaltet nicht den geplanten Handel mit Policen während der Fondslaufzeit,

da zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden kann, zu welchem Zeitpunkt die Policen

am besten an- bzw. verkauft werden können. Der tatsächliche Verlauf der Beteiligungsgesellschaft wird deshalb

signifikant von dieser Musterkalkulation abweichen.

Diese Wirtschaftlichkeitsrechnung basiert auf einem Musterportfolio.

Gehandelte Policen

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

1. Anzahl Lebensversicherungen am Jahresanfang

1.298

1.298

1.298

1.228

1.133

1.044

962

2. Minderung des Bestandes der gehandelten Policen



70

95

89

82

82

3. Anzahl Lebensversicherungen am Jahresende

1.298

1.298

1.228

1.133

1.044

962

880

4. Kurs 1/GBP

0,67

0,67

0,67

0,67

0,67

0,67

0,67

Liquiditätsrechnung in T3

5. Verkaufserlöse

-

-

3.664

3.925

4.109

4.250

4.106

6. Verwaltungs- und Managementgebühr (AVD)

275

291

291

266

241

218

196

7. Übrige Verwaltungskosten

138

258

268

272

275

278

282

8. Zinsaufwendungen

71

920

975

1.017

1.014

993

1.011

9. Ergebnis nach Zinsen

-484

-1.469

2.130

2.369

2.579

2.761

2.618

10. Fremdkapital

1.070

2.070

454

169

81

50

139

11. Lebensversicherungsbeiträge

1.039

1.197

1.149

1.088

1.009

947

884

12. Liquiditätsreserve

1.259







13. Auszahlungen



1.455

1.455

1.662

1.870

1.870

14. Auszahlungen in % des Kommanditkapitals



7,0

7,0

8,0

9,0

9,0

15. Liquidität p.a.

805

-595

-19

-4

-12

-6

3

16. Liquidität kumuliert

805

210

191

186

175

168

171

Ergebnisrechnung in T3

17. Ergebnis nach Zinsen

-484

-1.469

2.130

2.369

2.579

2.761

2.618

18. Abgang Versicherungspolicen u. Investitionsnebenkosten

3

39

3.034

3.016

2.954

2.827

2.479

19. Sofort abzugsfähige Betriebsausgaben

3.375







20.Plan-Gewinn (+)/-Verlust (-)

-3.863

-1.508

-904

-646

-375

-66

139

21. in % des nominellen Kapitals

-18,59

-7,26

-4,35

-3,11

-1,81

-0,32

0,67

1)

Diese Position beinhaltet die Auszahlungen an die Investoren in Höhe von T2 8.771 sowie eine Gewinnbeteiligung für die persönlich haftende

Gesellschafterin (PhG). Alle Rückflüsse gehen zunächst an die Anleger, bis ihre Einlage eine interne Verzinsung von 8 ,0 % p.a. (IRR) erreicht hat.

Alle weiteren Auszahlungen werden zu 25 % an die PhG und zu 75 % an den Anleger aufgeteilt. In dieser Musterrechnung erhält die persönlich

haftende Gesellschafterin am Ende der Laufzeit des Fonds rund T2 590 zugewiesen.

Rechnerische Abweichungen resultieren aus Rundungsdifferenzen.

LLoyd Fonds

34


LLoyd Fonds

35

Wirtschaftlichkeitsrechnung des Musterportfolios

2011

880

99

781

0,67

4,855

176

287

1.017

3.374

-495

811


2.078

10,0

-11

161

3.374

2.887


487

2,34

2012

781

70

711

0,67

4.337

155

288

980

2.914

-87

751


2.078

10,0

-2

159

2.914

2.209


705

3,39

2013

711

102

609

0,67

6.465

139

296

942

5.088

-1.097

663


3.325

16,0

3

162

5.088

3.114


1.974

9,50

2014

609

83

526

0,67

7.513

120

297

883

6.213

-1.500

561


4.156

20,0

-4

158

6.213

3.171


3.043

14,64

2015

526

120

406

0,67

9.082

102

305

775

7.900

-2.264

443


5.195

25,0

-3

155

7.900

3.523


4.377

21,06

2016

406

130

276

0,67

10.975

83

311

605

9.976

-3.399

302


6.234

30,0

40

196

9.976

4.058


5.918

28,48

2017

276

137

139

0,67

12.158

65

316

401

11.378

-3.777

163


7.481

36,0

-43

153

11.378

4.116


7.262

34,94

2018

139

139

0

0,67

14.933

47

320

170

14.397

-5.188



9.361

42,21

-153


14.397

4.537


9.860

47,45

1)


Wirtschaftlichkeitsrechnung des Musterportfolios

Erläuterungen

zu 1. bis 3. Anzahl Lebensversicherungen Jahresanfang/-ende

und Bestandsminderung

Für die vorliegende Hochrechnung mit einem kalkulierten

Gesamtvolumen von 1 29,5 Mio. wurde

ein Grundstock von 1.298 Policen zugrunde

gelegt. Durch aktives Handeln vermindert sich der

Policenbestand in der rund 14-jährigen Laufzeit.

Bezüglich der Restlaufzeiten der Versicherungspolicen

ist das Ziel, bei Ankauf der Policen die in der

Wirtschaftlichkeitsrechnung dargestellte Verteilung

nachzubilden.

Es wird darauf hingewiesen, dass der tatsächliche

Verlauf des Policenbestandes hiervon signifikant

abweichen kann.

zu 4. Kursrelation

Das Kursverhältnis zwischen 1 und GBP wurde

durchgehend mit 0,67 kalkuliert.

zu 5. Verkaufserlöse

Die prognostizierten Erlöse resultieren aus dem

Verkauf der Policen im jeweiligen Jahr. Es werden

die voraussichtlichen Ablaufleistungen des Musterportfolios

als Basis kalkuliert.

zu. 6. Verwaltungs- und Managementgebühr

Für die unterstützende Tätigkeit bei der Policenverwaltung

erhält der AVD eine Pauschalvergütung

in Höhe von 1 20.000,- p.a. (ab dem Jahr 2005

erfolgt eine Steigerung um 1,5 % p.a.) sowie für

jede verwaltete Police eine Vergütung von 1 25,-.

Für die laufende Betreuung des Policenportfolios

erhält der AVD zusätzlich eine Vergütung auf die

jeweils zu Beginn eines Jahres im Bestand befindlichen

Versicherungspolicen. Die Vergütung beträgt

0,5 % der im Bestand befindlichen Versicherungspolicen

(Kaufpreise) zzgl. 70 % der Summe

der auf diese Policen zu zahlenden Prämien. Für

die Investitionsphase in den Jahren 2004 und

2005 bemisst sich die Vergütung auf den Policenstand

zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres.

Sämtliche dieser Vergütungen verstehen sich zzgl.

etwaiger Umsatzsteuer.

zu 7. Übrige Verwaltungskosten

Unter der Position übrige Verwaltungskosten fallen

folgende Vergütungen an:

Kosten

Haftungsvergütung an

die persönlich haftende

Gesellschafterin

Geschäftsführungsvergütung

Sonstiges inkl. Bankgebühr

für Policenkontrolle

und Beiratsvergütungen

Steuerliche Beratung,

Jahresabschluss etc.

Gebühr für den Policenverkauf

Treuhandvergütungen

1 5.000,- p.a.; um 1,5% dynamisiert

ab dem Jahr 2005

0,425% des Emissionskapitals

p.a.; um 1,5% dynamisiert ab

dem Jahr 2006

1 20.500,- p.a.

1 20.000,- p.a. zzgl. Umsatz

steuer; um 1,5% dynamisiert

ab dem Jahr 2005

GBP 60,- zzgl. Umsatzsteuer

pro Police

0,5% des treuhänderisch verwalteten

Kapitals zzgl. Umsatzsteuer;

um 1,5% dynamisiert

ab dem Jahr 2008

zu 8. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten die Zinsen für

das benötigte GBP-Bankdarlehen für die Investitionsphase.

Zusätzlich wird der zur Verfügung stehende

Rahmenkredit in Höhe von bis zu insgesamt

GBP 3 Mio. durch Lebensversicherungsprämien

und Zinsaufwendungen weiter in Anspruch genommen.

Es wird hierbei mit einem Zinssatz von 5,75%

p.a. gerechnet. Es bestehen keine Zinsfestschreibungen.

zu 10. Fremdkapital

In dieser Zeile wird der Mittelzufluss und Mittelabfluss

innerhalb des Kreditrahmens dargestellt. Die

Beteiligungsgesellschaft verfügt über ein Darlehen

von bis zu GBP 13 Mio. Der Kredit wird überwiegend

für den Policenkauf und die laufenden Prämienzahlung

in Anspruch genommen. Der Gesamtkredit

wird über die Laufzeit der Beteilung

zurückgeführt.

LLoyd Fonds

36


Wirtschaftlichkeitsrechnung des Musterportfolios

zu 11. Lebensversicherungsbeiträge

Es handelt sich hierbei um die zu leistenden

Lebensversicherungsbeiträge im jeweiligen Jahr

und anfallender Versicherungsteuer.

zu 12. Liquiditätsreserve

Es handelt sich hierbei um die Liquiditätsreserve

aus der Investitionsphase.

zu 13. und 14. Auszahlungen

Die vorgesehenen Auszahlungen an die Kommanditisten

erfolgen gemäß Prognose ab 2006 mit 7 %

p.a. Insgesamt sollen die Auszahlungen rd. 230 %

betragen.

zu. 18. Abgang Versicherungspolicen und Investitionsnebenkosten

Hier wird der ursprüngliche Kaufpreis der in dem

Jahr verkauften Policen dargestellt. Ferner werden

die geleisteten Prämien der verkauften Policen

sowie die anteilig entfallenden Investitionsnebenkosten

ausgewiesen.

zu 19. Sofort abzugsfähige Betriebsausgaben

Die Aufwendungen in der Investitionsphase umfassen

im Wesentlichen die Kosten für Projektierung,

Emission, Werbung und Marketing (vgl. S. 32

Investitionsrechnung).

LLoyd Fonds

37


Rechtliche Grundlagen

Rechtliche Grundlagen

u Beteiligungsgesellschaft

Beteiligungsgesellschaft ist die Lloyd Fonds Britische

Kapital Leben I GmbH & Co. KG, eine Kommanditgesellschaft

nach österreichischem Recht,

die im Firmenbuch beim Landesgericht Innsbruck

eingetragen ist. Sitz der Gesellschaft ist Wörgl. Der

Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb

eines Portfolios britischer Zweitmarkt-Lebensversicherungen

sowie der aktive Handel mit britischen

Zweitmarkt-Lebensversicherungspolicen im Rahmen

von Anschaffungs- und Veräußerungsvorgängen, die

mit dem Ziel der kontinuierlichen Nutzung von

Ertragschancen vollzogen werden. Ferner ist die

Gesellschaft zur Vornahme aller mit dem Gegenstand

des Unternehmens in Zusammenhang stehenden

Geschäfte berechtigt. Die Gesellschaft übt

das Gewerbe des Versicherungsmaklers im Sinne

des österreichischen Gewerberechts aus. Persönlich

haftende Gesellschafterin ist die Lloyd Fonds

Britische Kapital Leben GmbH, eine Gesellschaft mit

beschränkter Haftung nach österreichischem Recht

mit Sitz in Wörgl, mit einem Stammkapital von

1 35.000,-, das zu 51% von der Lloyd Fonds AG und

zu 49% von der Allgemeiner Versicherungsdienst

Gesellschaft m.b.H. gehalten wird. Das Stammkapital

ist zur Hälfte eingezahlt.

Die persönlich haftende Gesellschafterin leistet

keine Kapitaleinlage. Ihr obliegt die Geschäftsführung

und Vertretung der Kommanditgesellschaft.

Die persönlich haftende Gesellschafterin erhält gemäß

§ 6 Ziffer 3 des Gesellschaftsvertrages für die

Geschäftsführung einschließlich aller Kosten und

Auslagen eine jährliche ergebnisunabhängige Vergütung

in Höhe von 0,425% des Erhöhungsbetrages

der Kommanditeinlage im Sinne von § 3 Ziffer 3 des

Gesellschaftsvertrages, die ab dem Jahre 2006 entsprechend

der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes

für Österreich, mindestens jedoch um 1,5%

p.a. erhöht wird. Daneben erhält die persönlich haftende

Gesellschafterin für die Übernahme der persönlichen

Haftung ab dem Jahr 2004 eine jährliche

Haftungsvergütung in Höhe von 1 5.000,-, die jährlich

um 1,5% erhöht wird. Ist den Anlegern als Ausschüttung/Entnahme

ihre Pflichteinlage (Kapitaleinlage)

ohne Agio zzgl. einer Rendite von 8,0% (IRR)

zugeflossen, steht der persönlich haftenden Gesellschafterin

gemäß § 6 Ziffer 4 des Gesellschaftsvertrages

der über eine Rendite von 8,0% hinausgehende

Gewinn bzw. der Liquiditätsüberschuss am

Ende der Laufzeit in Höhe von 25% zu. Die verbleibenden

75% stehen den Anlegern zu. Die Rendite

berechnet sich ab vollständiger Platzierung des

Gesellschaftskapitals und unter Zugrundelegung der

im Prospekt abgedruckten Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Das Emissionskapital wird von der LF Treuhand

GmbH mit Sitz in Hamburg im eigenen Namen und

für Rechnung des jeweils beitretenden Kommanditisten

erworben und verwaltet. Der Gesellschaftsvertrag

und der Treuhand- und Verwaltungsvertrag, in

denen die Rechtsstellung der Kommanditisten, insbesondere

die umfangreichen Mitwirkungs- und

Mitgestaltungsrechte geregelt sind, werden im

Wortlaut ab Seite 60 bzw. 72 abgedruckt.

u Haftung der Kommanditisten

Durch die Rechtsform der Kommanditgesellschaft

ist die Haftung der Kommanditisten auf ihren jeweiligen

Beteiligungsbetrag begrenzt. Die gesetzliche

Haftung erlischt mit Einzahlung des Beteiligungskapitals

(vgl. §§ 171 ff. des österreichischen HGB).

Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Werden die Kommanditeinlagen durch Entnahmen

(Auszahlungen) unter die Hafteinlage gemindert, so

lebt die Haftung bis zur Höhe der Hafteinlage wieder

auf (§ 172 Abs. 4 i.V.m. § 171 Abs. 1 des österreichischen

HGB). Sollte die Beteiligungsgesellschaft

z.B. illiquide werden, könnten die empfangenen

Auszahlungen zurückgefordert werden, jedoch

nur bis zur Höhe der Hafteinlage. Eine weiter

gehende Haftung bis maximal zur Höhe der insgesamt

erhaltenen Auszahlungen kommt dann in

Betracht, wenn diese unter Verstoß gegen die

Bestimmungen des § 7 Ziffer 3 und 4 des Gesellschaftsvertrages

erfolgen, also die Liquiditätslage

der Gesellschaft Auszahlungen nicht zugelassen

hätte.

u Rechte der Kommanditisten

Die Gesellschafter besitzen umfassende Auskunftsund

Einsichtsrechte, die in § 13 des Gesellschafts-

LLoyd Fonds

38


Rechtliche Grundlagen

vertrages geregelt sind. Auf den Gesellschafterversammlungen

wird je 1 100,- Kommanditkapital eine

Stimme gewährt.

u Ausscheiden aus der Kommanditgesellschaft

Jeder Gesellschafter kann aus der Gesellschaft zum

Ablauf eines Geschäftsjahres, frühestens jedoch

zum 31. Dezember 2018 austreten. Die Ermittlung

des Abfindungsguthabens wird aufgrund einer unter

Berücksichtigung des Verkehrswertes erstellten

Auseinandersetzungsbilanz ermittelt (vgl. § 18 des

Gesellschaftsvertrages).

u Beirat

Im Interesse der Gesellschafter unterstützt der Beirat

die Geschäftsführung. Die Rechte und Pflichten

sind in § 8 des Gesellschaftsvertrages geregelt.

u Treuhand- und Verwaltungsvertrag

Das vorgesehene Emissionskapital in Höhe von bis

zu 1 20.750.000,- (Kommanditkapital), das laut § 3

Ziffer 3 des Gesellschaftsvertrages mit Zustimmung

der persönlich haftenden Gesellschafterin auf bis zu

1 35.750.000,- erhöht werden kann, wird von der LF

Treuhand GmbH (Treuhänder) im eigenen Namen

und für Rechnung des jeweilig beitretenden Anlegers

erworben und verwaltet. Für seine Tätigkeiten

erhält der Treuhänder für das Jahr 2004 eine pauschale

Vergütung in Höhe von 1 150.000,- zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer. Ab dem Jahr 2005

beträgt die Vergütung 0,5% p.a. des verwalteten

Kommanditkapitals zzgl. etwaiger Umsatzsteuer.

Daneben besteht gemäß § 3 Ziffer 4 des Gesellschaftsvertrages

die Möglichkeit einer unmittelbaren

Übernahme der Kommanditeinlage durch den

Anleger.

u Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen

im Rahmen des Erwerbes und Verkaufes von

Policen sowie der Policenverwaltung

Die Beteiligungsgesellschaft hat mit der Allgemeiner

Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H. einen Rahmenvertrag

über die Erbringung von Dienstleistungen

bei dem An- und Verkauf von Policen sowie bei

der Policenverwaltung abgeschlossen (Portfolio-

Supportvertrag). Aufgrund dieses Vertrages ist die

Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft

m.b.H. verpflichtet, die Beteiligungsgesellschaft

beim Erwerb und Verkauf von Versicherungspolicen

sowie bei der Policenverwaltung zu unterstützen.

Die Dienstleistungen im Rahmen der Policenverwaltung

beinhalten insbesondere die Vorbereitung von

An- und Verkaufsvorgängen durch die Bereitstellung

von geeigneten Informationen, die Vorbereitung von

Unterlagen und zahlreiche andere Dienstleistungen

wie die Überwachung des Policenbestandes und

der Portfolioperformance.

Für die Unterstützung der Beteiligungsgesellschaft

beim Erwerb und Verkauf der Versicherungspolicen

erhält die Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft

m.b.H. eine pauschale Vergütung in Höhe

von 2,5% des Kaufpreises der in der Erstinvestitionsphase

voraussichtlich bis zum 31. Dezember

2005 erworbenen Lebensversicherungspolicen.

Für die Unterstützung bei der Policenverwaltung

erhält die Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft

m.b.H. eine Pauschalvergütung in Höhe von

1 20.000,- p.a. (im Jahr 2004 zeitanteilig), die jährlich

um 1,5% erhöht wird. Ferner wird eine pauschale

Vergütung in Höhe von 1 25,- pro verwaltete

Police p.a. gewährt. Für die laufende Betreuung des

Policenportfolios ist weiterhin eine jährliche Vergütung

in Höhe von 0,5% vereinbart, die sich auf folgender

Basis berechnet: Grundlage der Berechnung

ist der Einkaufspreis der Policen im Portfolio zum

1. Januar eines Jahres zzgl. 70% der Summe der auf

diese Policen noch zu zahlenden Prämien. Die Vergütungen

sind jeweils zum 31. Dezember des betreffenden

Jahres zahlbar zzgl. etwaiger Umsatzsteuer.

u Kaufverträge zum Policenerwerb

Die Beteiligungsgesellschaft ist gemäß § 5 Nr. 6 c

des Gesellschaftsvertrages zum Abschluss von

Kaufverträgen über den Erwerb von Kapitallebensversicherungspolicen

aus dem britischen Zweitmarkt

berechtigt. Sie wird dabei von der Allgemeiner

Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H.

aufgrund des vorstehend beschriebenen Portfolio-

Supportvertrages unterstützt. Die Lebensversicherungspolicen

werden von britischen Finanzdienstleistungsunternehmen,

die auf den Handel mit

britischen Lebensversicherungspolicen spezialisiert

sind (Market Maker), im Rahmen von Einzelkaufverträgen

erworben. Die Market Maker unterliegen der

Finanzdienstleistungsaufsicht durch die Financial

Services Authority (FSA).

LLoyd Fonds

39


Rechtliche Grundlagen

Die Übertragung der Rechte und Pflichten aus der

einzelnen Versicherungspolice auf die Fondsgesellschaft

erfolgt im Wege der Abtretung (sog. deed of

absolute assignment). Infolge der Abtretung wird die

Fondsgesellschaft Versicherungsnehmer und ist zur

Entrichtung der Versicherungprämien verpflichtet.

Als Versicherungsnehmer hat die Fondsgesellschaft

Anspruch auf die Versicherungsleistung im Falle der

Fälligkeit der Police wie auch im Fall des vorzeitigen

Ablebens der versicherten Person während der

Laufzeit der Police.

u Policenverwahrung durch Solicitor

Es ist vorgesehen, dass die erworbenen Policen von

einem britischen Rechtsanwalt (Solicitor) treuhänderisch

für die Fondsgesellschaft verwahrt werden.

Die Beteiligungsgesellschaft ist gemäß § 5 Nr. 6 d

des Gesellschaftsvertrages zum Abschluss eines

Vertrages mit einem britischen Rechtsanwalt (Solicitor)

über die treuhänderische Verwaltung von

Kapitallebensversicherungspolicen aus dem britischen

Zweitmarkt berechtigt. Die Beteiligungsgesellschaft

hat Verhandlungen mit einem Solicitor

über den Abschluss eines entsprechenden Vertrages

aufgenommen.

u Mittelverwendungskontrolle

Eine durchgängige Mittelverwendungskontrolle wird

durch entsprechende Vereinbarungen zwischen der

Beteiligungsgesellschaft und einem unabhängigen

Mittelverwendungskontrolleur sichergestellt. Das

Emissionskapital wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt,

über das die Beteiligungsgesellschaft nur

gemeinsam mit dem Mittelverwendungskontrolleur

und dem Treuhänder verfügen kann. Die Freigabe

der Mittel erfolgt nach Maßgabe der Anlage I zum

Gesellschaftsvertrag.

u Kreditverträge

Eine österreichische Geschäftsbank hat der Beteiligungsgesellschaft

für die Finanzierung des Policenerwerbes,

der ausstehenden Prämien der angekauften

Versicherungspolicen, zur Finanzierung von

Verwaltungs- und Beratungskosten sowie zur Finanzierung

der Zinszahlungen während der bis Ende

2005 laufenden Erstinvestitionsphase ein Darlehen

in Höhe eines Gesamtbetrages von GBP 13,0 Mio.

zugesagt. Das Gesamtdarlehen setzt sich aus zwei

Teilbeträgen von GBP 10,0 Mio. (Fazilität A) und GBP

3,0 Mio. (Fazilität B) zusammen, wobei die Fazilität

B nur zur Bezahlung von Prämien, nicht aber zum

Ankauf von Versicherungspolicen genutzt werden

darf. Das Gesamtdarlehen ist nach Vertragsunterzeichnung

und frühestens ab Vorliegen ordnungsgeemäßer

Kreditverträge und Kreditsicherungsvereinbarungen

sowie der sonstigen Ziehungsvoraussetzungen

verfügbar. Für die Fazilität A ist eine

Laufzeit bis zum Jahr 2018 vereinbart worden. Die

Fazilität B hat eine Laufzeit von 364 Tagen, wobei

mit Zustimmung der kreditgewährenden Bank und

der Beteiligungsgesellschaft eine Verlängerung um

jeweils 364 Tage möglich ist.

Zur Besicherung der beiden Darlehensteilbeträge ist

die Beteiligungsgesellschaft zur Verpfändung der

erworbenen Policen an die Bank verpflichtet.

Die Kreditrückzahlung hat jeweils in einer Höhe von

mindestens GBP 250.000,- zu erfolgen, wobei der

Gesamtbetrag spätestens zum Ende der Kreditlaufzeit

zurückzuzahlen ist. Feste Tilgungsraten

während der Kreditlaufzeit sind nicht vorgesehen.

Wie bei derartigen Finanzierungen üblich, bestehen

besondere Fälligstellungsgründe für den Fall, dass

Vertragsparteien ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

Zu den Fälligstellungsgründen gehören

unter anderem die Nichtbezahlung fälliger Beträge,

die Insolvenz der Beteiligungsgesellschaft, der Lloyd

Fonds AG oder der Allgemeiner Versicherungsdienst

Gesellschaft m.b.H. Im Falle der Insolvenz der Allgemeiner

Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H.

bleibt der Beteiligungsgesellschaft eine Frist von 3

Monaten, um ein anderes Unternehmen - mit

Zustimmung der Bank - mit der von der Allgemeiner

Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H. geschuldeten

Geschäftsbesorgung zu betrauen.

Wird mehr Emissionskapital eingeworben als in der

Investitionsrechnung aufgeführt, so wird sich die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft entsprechend,

um den Abschluß weitere Kreditverträge

bemühen.

LLoyd Fonds

40


Steuerliche Grundlagen

Steuerliche Grundlagen

u Vorbemerkung

Die nachfolgende Darstellung informiert über die

steuerlichen Konsequenzen aus dem Erwerb einer

Kommanditbeteiligung an der Fondsgesellschaft.

Die Ausführungen beziehen sich auf die am 31. Juli

2004 geltende Rechtslage, die sich aus den zu diesem

Zeitpunkt gültigen Steuergesetzen, veröffentlichten

Verwaltungsanweisungen und Gerichtsentscheidungen

ergibt. Geplante Gesetzesänderungen,

nicht offiziell veröffentlichte Verwaltungsanweisungen

und sonstige nicht verbindliche Äußerungen

zum deutschen und österreichischen Steuerrecht

wurden nicht berücksichtigt. Es wird ausdrücklich

darauf hingewiesen, dass gegebenenfalls während

der Laufzeit des Fonds eintretende Änderungen der

Rechtslage durch Steuergesetzänderungen, erstmalige

oder geänderte Äußerungen der Finanzverwaltung

und die Fortentwicklung der Rechtsprechung

negative Auswirkungen auf die Höhe des Überschusses

der Fondsgesellschaft sowie jedes einzelnen

Anlegers mit sich bringen können. Ebenso kann

nicht ausgeschlossen werden, dass die zuständigen

Finanzverwaltungen im Rahmen der Veranlagung

des einzelnen Anlegers zu einer von den nachfolgenden

Darstellungen abweichenden Würdigung

kommen.

Den steuerlichen Hinweisen zu der Beteiligung von

Anlegern an der Fondsgesellschaft liegen bestimmte

Annahmen zugrunde. So beziehen sich die Nachfolgenden

Ausführungen auf in der Bundesrepublik

Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige

natürliche Personen, die die Beteiligung an der

Fondsgesellschaft im Privatvermögen halten, diese

in vollem Umfang aus Eigenkapital finanzieren und

nicht bereits mit anderen Einkünften in Österreich

steuerpflichtig sind. Die persönlichen Verhältnisse

des einzelnen Anlegers können jedoch von den

getroffenen Annahmen abweichen. Grundsätzlich

wird daher jedem Anleger empfohlen, die persönlichen

steuerlichen Konsequenzen einer Beteiligung

mit seinem Steuerberater zu erörtern. Dies gilt insbesondere

dann, wenn der Anleger beabsichtigt, die

Anteile im Betriebsvermögen zu halten oder sie mit

Fremdkapital zu finanzieren. In diesem Fall können

sich abweichende steuerliche Besonderheiten ergeben,

die nachfolgend nicht im Einzelnen dargestellt

werden und daher einer gesonderten Überprüfung

bedürfen. Eine individuelle steuerliche Würdigung ist

insbesondere auch dann erforderlich, wenn der

Anleger über zusätzliche Einkunftsquellen in Österreich

verfügt.

Die nachfolgenden Ausführungen bieten einen

allgemeinen Überblick über die steuerlichen Konsequenzen

der Beteiligung des Anlegers an der Fondsgesellschaft,

können jedoch aufgrund der Komplexität

und der Neuartigkeit der Investitionen eine

Beratung der Anleger durch ihren persönlichen

Steuerberater nicht ersetzen.

u Gewerbebetrieb nach österreichischem Steuerrecht

Die österreichische Handelsgesellschaft erwirbt

Lebensversicherungspolicen auf dem britischen

Zweitmarkt von dort ansässigen Händlern mit der

Absicht, diese gewinnbringend am Markt weiterzuveräußern.

Dabei werden der Handelsgesellschaft

mit Unterstützung der AVD von den in Großbritannien

ansässigen Händlern eine Vielzahl von Lebensversicherungspolicen

zum Kauf angeboten. Die

Handelsgesellschaft wählt Lebensversicherungspolicen

gemäß ihren Anlagerichtungen unter rein wirtschaftlichen

Gesichtspunkten mit dem Ziel zum

Erwerb aus, diese gewinnbringend zu einem späteren

Zeitpunkt zu veräußern. Erworben werden

danach solche Policen, bei denen sich gemessen an

der Bewertung im Erwerbszeitpunkt künftig eine

bestimmte Gewinnerwartung durch den Weiterverkauf

realisieren lässt. Andererseits wird entsprechend

der Investmentpolitik der Handelsgesellschaft

die jeweilige Police veräußert, sobald sich am

Markt ein angemessener Gewinn realisieren lässt.

Hierzu wird regelmäßig der Policenbestand daraufhin

analysiert, welche Policen zu welchem Preis veräußert

werden sollen. Infolgedessen werden Policen

von der österreichischen Handelsgesellschaft mit

wechselnder Umschlaghäufigkeit, aber in insgesamt

erheblichem Umfang gehandelt. Der Erwerb der

Policen wird zu einem erheblichen Teil fremdfinanziert.

Erlöse aus der Veräußerung der Policen werden

in erheblichem Umfang in neu erworbene Policen

reinvestiert.

LLoyd Fonds

42


Steuerliche Grundlagen

Eine gewerbliche Betätigung der Handelsgesellschaft

ist daher nach österreichischem Steuerrecht

mit der Folge anzunehmen, dass die Einkünfte von

der österreichischen Finanzverwaltung voraussichtlich

als gewerbliche Einkünfte beurteilt werden.

Werden einzelne Policen entgegen den Erwartungen

der Initiatoren mangels eines angemessenen realisierbaren

Marktpreises nicht veräußert und wird infolgedessen

ausnahmsweise die Ablaufleistung dieser

Policen durch den Fonds vereinnahmt, so liegen

nach österreichischem Steuerrecht auch insoweit

infolge gewerblicher Infizierung gewerbliche Einkünfte

vor. Nach Auffassung der österreichischen

Finanzverwaltung ist selbst bei einer reinen Verwaltungstätigkeit

eine gewerbliche Tätigkeit anzunehmen,

wenn gezielt und planmäßig Bezugsrechte aus

bestehenden Lebensversicherungen erworben werden

(öBMF v. 14. Februar 2003). Die Tätigkeit der

Handelsgesellschaft stellt also auch in diesem Fall

nach nationalem österreichischen Steuerrecht insgesamt

eine gewerbliche Tätigkeit dar.

u Gewerbebetrieb nach deutschem Steuerrecht

Die Tätigkeit der österreichischen Handelsgesellschaft

ist auch für deutsche Besteuerungszwecke

nach der geltenden Rechtslage in Deutschland insgesamt

als Gewerbebetrieb zu beurteilen, da die

Tätigkeit nach dem Gesamtbild der Verhältnisse in

Abgrenzung zum Typus des privaten Anlegers dem

Bild des Gewerbetreibenden entspricht. Die Haupttätigkeit

der österreichischen Handelsgesellschaft

besteht darin, auf dem britischen Zweitmarkt in erheblichem

Umfang Lebensversicherungen in der

Absicht zu erwerben, diese gewinnbringend weiterzuveräußern.

Bei der Veräußerung werden die Policen

von der österreichischen Handelsgesellschaft

auf dem relevanten Markt einer breiten Öffentlichkeit

angeboten. Dabei treten die Geschäftsführer

der österreichischen Handelsgesellschaft selbst mit

den institutionellen Marktteilnehmern (Market

Maker) und Abnehmern in Verbindung.

Die österreichische Handelsgesellschaft beschränkt

ihre wirtschaftlichen Aktivitäten darauf, ihre Gewinne

durch das professionelle, häufige Umschichten

bzw. Umschlagen des Vermögens zu erzielen. Damit

geht die Tätigkeit der Handelsgesellschaft im Vergleich

zu einem typischen privaten Anleger über die

reine Vermögensverwaltung, also die Verwaltung,

Fruchtziehung und die Ausnutzung von Substanzwertsteigerungen

des eigenen Vermögens, hinaus.

Ablaufleistungen sollen planmäßig nicht vereinnahmt

werden. Es handelt sich vielmehr um ein

händlertypisches, marktmäßiges Umschlagen von

Vermögenswerten, da sich der Handel auf den für

den britischen Zweitmarkt typischen starken

Schwankungen der Marktwerte der Lebensversicherungen

begründet. Gewinne aus der Fruchtziehung

oder aus der Ausnutzung von Substanzwertsteigerungen

treten dabei in den Hintergrund.

Weiterhin kann für eine gewerbliche Betätigung der

österreichischen Handelsgesellschaft auch sprechen,

dass sie den Handel mit Lebensversicherungspolicen

zu einem erheblichen Teil fremdfinanziert.

Für die kaufmännische Durchführung der

Handelstätigkeit benötigt und unterhält die Handelsgesellschaft

eine eigene betriebliche Organisation,

die ausschließlich für den Handel mit Lebensversicherungspolicen

bestimmt ist. Der Handel mit

Policen wird in eigenen Geschäftsräumen in Österreich

betrieben, wobei der Geschäftsführer seine

beruflichen Erfahrungen mit dem professionellen

Handel von britischen Zweitmarkt-Lebensversicherungen

aus seiner früheren Tätigkeit ausnutzt.

Außerdem bedient sich die österreichische Handelsgesellschaft

eines Dienstleisters zur Unterstützung

der Geschäftstätigkeit, dessen Aktivität der

österreichischen Handelsgesellschaft zuzurechnen

ist und die Gewerblichkeit belegt. Damit erfüllt der

Handel mit Lebensversicherungspolicen auch nach

deutschem Steuerrecht die Voraussetzungen einer

gewerblichen Betätigung.

u Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich

und Deutschland

Nach dem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung

zwischen Österreich und Deutschland

vom 24. August 2000 (DBA) steht bei planmäßigem

Verlauf Österreich das Besteuerungsrecht für

Gewinnanteile der Anleger zu. Nach dem DBA sind

gewerbliche Gewinne eines Unternehmens von der

deutschen Besteuerung ausgenommen, soweit sie

auf eine österreichische Betriebsstätte entfallen. Da

die Beteiligung an der österreichischen Handelsge-

LLoyd Fonds

43


Steuerliche Grundlagen

sellschaft den Anlegern jeweils eine gewerbliche

Betriebsstätte in Österreich vermittelt (Art. 7 des

DBA), stellt Deutschland nach Art. 23 Abs. 1 lit. a)

des DBA dementsprechend die Gewinnanteile der

deutschen Anleger aus der österreichischen Handelsgesellschaft

unter Progressionsvorbehalt von

der Besteuerung frei. Eine Besteuerung erfolgt ausschließlich

in Österreich; die Einkünfte werden

jedoch in Deutschland für Zwecke der Ermittlung

des Steuersatzes bei der Besteuerung der übrigen

Einkünfte der Anleger herangezogen (Progressionsvorbehalt).

Das Besteuerungsrecht für andere Einkünfte der

deutschen Anleger aus der österreichischen Handelsgesellschaft,

die wirtschaftlich nicht dem Unternehmensgewinn

zuzuordnen sind, ist gesondert

nach dem DBA zu beurteilen. Erwirtschaftet die

österreichische Handelsgesellschaft neben den Einkünften

aus dem Handel mit Policen Zinsen aus der

Anlage von Barvermögen, so kann unter dieser Voraussetzung

das Besteuerungsrecht für derartige

Zinsen gemäß Art. 11 Abs. 1 DBA Deutschland zustehen.

Ein Besteuerungsrecht Deutschlands kann

auch gegeben sein, wenn und soweit die Finanzverwaltung

die Einnahmen aus der Ablaufleistung einzelner

Policen nicht dem Unternehmensgewinnen

zuordnet, sondern i. S. d. DBA als Zinserträge qualifiziert.

Die Voraussetzungen einer Zurechnung von

Zins und Guthaben zu den Unternehmensgewinnen

dürften nur dann gegeben sein, wenn diese kurzfristig

zur Investition in Policen vorgehalten werden

(Art. 11 Abs. 4 DBA).

u Keine Besteuerung in Großbritannien

Der Handel der österreichischen Gesellschaft mit den

Lebensversicherungspolicen unterliegt in Großbritannien

voraussichtlich nicht der Besteuerung, da der

österreichische Lebensversicherungsfonds in Großbritannien

weder eine Betriebsstätte unterhält noch

einen ständigen Vertreter dort bestellt hat. Somit sind

weder der Fonds noch die Anleger in Großbritannien

beschränkt einkommensteuerpflichtig.

u Besteuerung des Anlegers in Österreich

Die österreichische Handelsgesellschaft ist als Personengesellschaft

steuerlich transparent und unterliegt

selbst nicht der Besteuerung. Die Anleger

beteiligen sich direkt an der österreichischen Handelsgesellschaft

und erzielen aus dieser Beteiligung

nach österreichischem Steuerrecht gewerbliche

Einkünfte. Sie unterliegen mit diesen Einkünften in

Österreich selbst der Einkommensteuer. Die Einkommensteuerbelastung

des jeweiligen Anlegers in

Österreich ergibt sich nach Abzug des Grundfreibetrages

und unter Berücksichtigung der Steuerprogression.

Der Grundfreibetrag beträgt ab dem

1. Januar 2005 1 10.000,-. Übersteigen die österreichischen

Einkünfte des Anlegers diesen Grundfreibetrag

nicht, so unterliegen die Anleger in Österreich

nicht der Besteuerung. In diesem Fall besteht

grundsätzlich keine Verpflichtung zur Abgabe einer

Steuererklärung in Österreich. Ausnahmsweise

besteht dann für den Steuerpflichtigen eine Verpflichtung

zur Abgabe einer Steuererklärung, wenn

er von der Finanzverwaltung dazu aufgefordert wird.

Übersteigen die Einkünfte den Grundfreibetrag, so

sind die Anleger verpflichtet, eine Steuererklärung

abzugeben, auf deren Basis sie in Österreich veranlagt

werden und in den folgenden Veranlagungszeiträumen

Vorauszahlungen zu leisten haben. In

Abhängigkeit vom österreichischen Einkommen findet

ein Stufentarif von derzeit 38,3% bis 50,0%

Anwendung, soweit die Einkünfte den Grundfreibetrag

übersteigen (Grenzsteuerbelastung).

u Besteuerung des Anlegers in Deutschland

Die österreichische Handelsgesellschaft ist in

Deutschland für steuerliche Zwecke transparent.

Die Anleger erzielen als Mitunternehmer des Betriebes

der österreichischen Handelsgesellschaft Einkünfte

aus Gewerbebetrieb. Die Mitunternehmereigenschaft

setzt bei den einzelnen Gesellschaftern

der Fondsgesellschaft Mitunternehmerrisiko und

Mitunternehmerinitiative voraus. Da die Gesellschafter

nach den entsprechenden Regelungen des

Gesellschaftsvertrages am Gewinn und Verlust der

Fondsgesellschaft sowie an den stillen Reserven und

an einem etwaigen Firmenwert beteiligt sind, tragen

sie steuerlich ein Mitunternehmerrisiko. Durch die

im Gesellschaftsvertrag gewährten Mitsprache-,

Kontroll- und Informationsrechte entfalten sie zudem

Mitunternehmerinitiative. Die Einkünfte der Anleger

aus Gewerbebetrieb umfassen sämtliche Einkünfte

der Handelsgesellschaft. Dazu zählen neben

den Gewinnen aus dem Handel mit Lebensversicherungspolicen

auch die von der Lebensversicherung

mit der Ablaufleistung ausgezahlten rechnungs-

LLoyd Fonds

44


Steuerliche Grundlagen

mäßigen und außerrechnungsmäßigen Prämien und

Zinsen sowie sämtliche Einkünfte aus Gewinnen, die

die Fondsgesellschaft daneben selbst erzielt. Diese

Einkünfte aus Gewerbebetrieb sind unter Progressionsvorbehalt

von der deutschen Besteuerung freigestellt,

soweit sie gemäß Art. 7 Abs. 1 und Abs. 7

DBA durch die Betriebsstätte in Österreich erwirtschaftet

werden. Für Zwecke der Ermittlung des

Steuersatzes aufgrund des Progressionsvorbehaltes

sind auch diese Einkünfte in Deutschland in der Einkommensteuererklärung

zu erfassen.

u Keine Besteuerung im Inland nach nationalen

Vorschriften

u Investmentsteuergesetz (InvStG)

Das Vermögen der österreichischen Handelsgesellschaft

kann wirtschaftlich die Voraussetzungen

eines ausländischen Investmentvermögens

im Sinne des Investmentsteuergesetzes erfüllen.

Eine Besteuerung nach dem Investmentsteuergesetz

(InvStG) setzt jedoch voraus, dass ein

Vermögen zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage

vorliegt, das nach dem Grundsatz der Risikomischung

in bestimmten Vermögensgegenständen

angelegt ist. Da die mit Verkaufsabsicht

erworbenen Lebensversicherungspolicen planmäßig

nicht die Voraussetzungen der Kapitalanlage

nach dem Grundsatz der Risikomischung

erfüllen, findet das InvStG in diesem Fall voraussichtlich

keine Anwendung. Allerdings ist darauf

hinzuweisen, dass die Anwendbarkeit des InvStG

auf ausländische gewerbliche Vermögen umstritten

ist und eine Äußerung der Finanzverwaltung

zu dieser Frage noch aussteht. Insofern besteht

das Risiko, dass die Finanzverwaltung das InvStG

auf die österreichische Handelsgesellschaft

anwendet. Jedoch kann in diesem Fall eine Strafbesteuerung

nach dem InvStG durch die Erfüllung

erweiterter Nachweispflichten vermieden

werden. Die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

wird - soweit erforderlich - diesen Pflichten

nachkommen.

u Außensteuergesetz

Die Steuerfreistellung nach dem DBA wird den

Anlegern auch dann verwehrt, wenn die Einkünfte

aus der österreichischen Handelsgesellschaft

als Zwischeneinkünfte i.S.d. § 8 AStG zu qualifizieren

sind (§ 20 Abs. 2 AStG). Da die österreichische

Handelsgesellschaft aber auch nach

deutschem Steuerrecht aktiv gewerblich tätig ist

und zudem eine Niedrigbesteuerung allein infolge

der Gewährung eines Grundfreibetrages und

der Anwendung eines Stufentarifs nicht angenommen

werden sollte, handelt es sich bei den

Einkünften aus der österreichischen Handelsgesellschaft

vermutlich nicht um Zwischeneinkünfte

mit Kapitalanlagecharakter. Infolgedessen

findet auch nach nationalen steuerlichen Vorschriften

die Freistellungsmethode, nicht aber

die Anrechnungsmethode Anwendung. Allerdings

wird darauf hingewiesen, dass die Finanzverwaltung

auf Basis einer extensiven Auslegung

dieser Vorschrift versuchen könnte, die Freistellung

der ausländischen Einkünfte zu versagen.

u Folgen einer abweichenden steuerlichen Würdigung

Die steuerliche Würdigung der Tätigkeit der österreichischen

Handelsgesellschaft erfolgte nach

bestem Wissen und Gewissen. Allerdings ist zu

beachten, dass es sich bei der Beteiligung an einer

österreichischen Handelsgesellschaft, die in Lebensversicherungspolicen

des Zweitmarktes in Großbritannien

investiert, um ein innovatives Fondsprodukt

handelt. Daher ist eine abschließende

rechtliche und steuerliche Würdigung dieser Anlageform

durch die Finanzverwaltung und Rechtsprechung

bis dato noch nicht erfolgt. Eine letztlich

abweichende Beurteilung des Sachverhalts durch

die Finanzverwaltung und die Rechtsprechung kann

daher nicht ausgeschlossen werden. Dieses gilt insbesondere

für die Anwendung der Freistellungsmethode

nach DBA auf die Einkünfte aus dem Handel

mit Lebensversicherungspolicen durch die Handelsgesellschaft.

Sollte die Finanzverwaltung entgegen der Auffassung

der Initiatoren die Tätigkeit der österreichischen

Handelsgesellschaft als nicht gewerblich einstufen,

so wären zumindest die Einkünfte aus der

Vereinnahmung von Ablaufleistungen i.S.d. § 20

Abs. 1 Nr. 6 EStG in Deutschland steuerpflichtig.

Sollte die deutsche Finanzverwaltung auf den vorliegenden

Sachverhalt andere Abkommensvorschriften

anwenden als die österreichische Finanzverwaltung

oder die betreffenden Regelungen anders

auslegen, wäre das Besteuerungsrecht Deutsch-

LLoyd Fonds

46


Steuerliche Grundlagen

lands bzw. Österreichs gegebenenfalls in einem

Schiedsverfahren zu bestimmen. Hat danach

Deutschland das Besteuerungsrecht, entstünden

den Anlegern insofern in den ersten Jahren der Laufzeit

des Fonds insbesondere aus den laufenden

Finanzierungskosten voraussichtlich steuerlich anzuerkennende

Verluste. Sollte die Finanzverwaltung

von niedrig besteuerten gewerblichen Einkünften in

Österreich ausgehen, hätte dies infolge des Wechsels

von der Freistellungs- zur Anrechnungsmethode

ebenfalls eine Besteuerung in Deutschland zur

Folge. Bemessungsgrundlage wäre das steuerliche

Ergebnis, das auch zur Ermittlung des individuellen

Steuersatzes im Rahmen des Progressionsvorbehaltes

zugrunde gelegt wird. Die Besteuerung würde

nach geltender Rechtslage zum regulären individuellen

Steuertarif erfolgen.

u Anfangsverluste in Österreich

In den ersten Jahren nach Einzahlung des Kapitals

entstehen auf Ebene der Handelsgesellschaft

Anfangsverluste, da dem Aufwand aus dem Betrieb

der österreichischen Handelsgesellschaft noch nicht

im ausreichenden Maße Handelsgewinne gegenüberstehen.

Die gewerblichen Verluste können in Österreich nicht

mit Gewinnen aus anderen gewerblichen Tätigkeiten

oder aus anderen Einkunftsarten verrechnet werden.

Ein verbleibender Verlust kann aber grundsätzlich für

Steuerzwecke zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden.

Allerdings ist der Verlustabzug in den nachfolgenden

Veranlagungszeiträumen jeweils auf 75 v. H.

der positiven Einkünfte beschränkt.

u Behandlung der ausländischen Verluste in

Deutschland

Die in der Betriebsstätte der österreichischen Handelsgesellschaft

erwirtschafteten Verluste können

grundsätzlich in Deutschland geltend gemacht werden,

da sie aus dem Handel mit Lebensversicherungspolicen

und somit aus einer aktiven Tätigkeit

der österreichischen Handelsgesellschaft stammen

(§ 2 a EStG). Allerdings ist der in Deutschland

berücksichtigungsfähige Verlust bei den beschränkt

haftenden Gesellschaftern der österreichischen KG

jeweils auf die geleistete Einlage begrenzt (§ 15 a

EStG). Da die Einkünfte aus der österreichischen

Gesellschaft jedoch von der deutschen Besteuerung

freigestellt sind, dürfen diese Verluste nicht mit

positiven inländischen Einkünften ausgeglichen werden.

Sie finden allein bei der Bemessung des Progressionsvorbehaltes

Berücksichtigung.

u Wirkung des Progressionsvorbehaltes

Gewerbliche Einkünfte, die von der österreichischen

Handelsgesellschaft erwirtschaftet werden, sind

nach dem Art. 23 Abs. 1 lit. a) DBA unter Progressionsvorbehalt

von der deutschen Besteuerung freigestellt.

Der Steuersatz für die sonstigen in

Deutschland steuerpflichtigen Einkünfte des Anlegers

wird unter Berücksichtigung der steuerfreien

ausländischen Einkünfte ermittelt.

LLoyd Fonds

47


Steuerliche Grundlagen

Die ausländischen Einkünfte, die in einem Veranlagungszeitraum

erzielt, aber nach dem DBA nicht der

Besteuerung unterworfen worden sind, sind gemäß

§ 32 b Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. Nr. 2 EStG in die Ermittlung

des Steuersatzes miteinzubeziehen. Im Ergebnis

erhöht sich infolgedessen gegebenenfalls die

Steuerbelastung auf das übrige in Deutschland steuerpflichtige

Einkommen (Progressionsvorbehalt).

Entstehen in der österreichischen Handelsgesellschaft

Verluste, so mindern diese die positiven unter

Progressionsvorbehalt stehenden Einkünfte.

Individuelle Berechnungen der Steuerprogression

können gegebenenfalls durch den persönlichen

Steuerberater erstellt werden. Dazu müssen die

ausländischen, steuerfrei gestellten Einkünfte des

Anlegers, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen,

nach den deutschen Gewinnermittlungsvorschriften

(§§ 4 Abs. 1, 5 EStG) ermittelt werden.

u Veräußerung der Kommanditbeteiligung

Die Veräußerung einer Kommanditbeteiligung an

der österreichischen Handelsgesellschaft unterliegt

in Österreich der Besteuerung, wenn es sich bei den

Anlegern um in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige

Personen handelt. Nach Art. 13 Abs. 3

i.V.m. Art. 23 Abs. 1 lit. a) des DBA steht das

Besteuerungsrecht für einen derartigen Veräußerungsgewinn

allein Österreich zu. Deutschland stellt

den Gewinn unter Progressionsvorbehalt von der

Besteuerung frei. Der von der inländischen Besteuerung

freigestellte Veräußerungsgewinn unterliegt

jedoch in Höhe von 1/5 dem Progressionsvorbehalt

gem. § 32b Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. 34 Abs. 2 Nr. 1 EStG.

Übersteigt der Veräußerungsgewinn zusammen mit

einem etwaigen laufenden Gewinn den Grundfreibetrag

des Anlegers, fällt insoweit österreichische

Einkommensteuer an. Der Veräußerungsgewinn

kann in gleichmäßigen Teilen auf drei Jahre verteilt

werden, wenn seit dem Erwerbsvorgang mehr als

7 Jahre verstrichen sind. Dabei kommt der reguläre

Steuertarif in Österreich zur Anwendung. Sofern die

zuvor genannten Voraussetzungen nicht gegeben

sind, unterliegt der Veräußerungsgewinn ebenfalls

dem regulären Steuertarif. In diesem Fall kann der

Anleger einen seinem Anteil am Kommanditkapital

entsprechenden Anteil am Freibetrag von 1 7.300,-

geltend machen.

u Gewinnermittlung nach österreichischem Recht

Der Gewinn aus der Veräußerung der Lebensversicherungen

ermittelt sich als Differenz des Veräußerungspreises

abzüglich der Anschaffungskosten.

Die Anschaffungskosten der Lebensversicherungspolicen

setzen sich aus dem Kaufpreis, den

Anschaffungsnebenkosten (wie z.B. Provisionen und

Gebühren) und den nachträglichen Anschaffungskosten

zusammen. Nachträgliche Anschaffungskosten

sind insbesondere die nach dem Erwerb auf die

Lebensversicherungspolicen entrichteten Prämien

sowie die Versicherungsteuer.

u Einkünfteermittlung nach österreichischem

Recht

Auf der Basis des Jahresabschlusses der österreichischen

Handelsgesellschaft wird die nach österreichischem

Steuerrecht erforderliche Feststellungserklärung

erstellt. Die Finanzverwaltung setzt

den steuerlichen Gewinn der österreichischen Handelsgesellschaft

fest und teilt diesen auf die Gesellschafter

entsprechend ihrem Gewinnanteil auf.

Die Anleger sind in Österreich regelmäßig nur dann

zur Abgabe einer persönlichen Steuererklärung verpflichtet,

wenn ihre österreichischen Einkünfte den

Grundfreibetrag übersteigen. Grundsätzlich sind die

Steuererklärungen auf amtlichem Vordruck bis spätestens

30. April des Folgejahres, im Fall der elektronischen

Einreichung bis zum 30. Juni des Folgejahres,

bei der Finanzverwaltung einzureichen, auf deren

Basis sie in Österreich veranlagt werden. Für die

Erstellung einer persönlichen Steuererklärung durch

einen österreichischen Steuerberater fallen weitere

Kosten an.

u Gewinnermittlung nach deutschem Recht

Für deutsche steuerliche Zwecke ist der Gewinn der

österreichischen Personengesellschaft nach den

deutschen Gewinnermittlungsvorschriften der §§ 4

Abs. 1 und 5 EStG zu ermitteln. Anlass einer solchen

Gewinnermittlung ist insbesondere die

Berechnung des Progressionsvorbehaltes der einzelnen

Anleger. Bei der Ermittlung des Gewinnes

LLoyd Fonds

48


Steuerliche Grundlagen

LLoyd Fonds

49


Steuerliche Grundlagen

nach deutschen Gewinnermittlungsgrundsätzen ist

insbesondere das BMF-Schreiben vom 20. Oktober

2003 (5. Bauherrenerlass) zu beachten, wonach die

sofortige Abzugsfähigkeit der Kosten des Fonds insbesondere

für Leistungen der Initiatoren erheblich

eingeschränkt ist.

u Einkünfteermittlung nach deutschem Recht

Für Zwecke des Progressionsvorbehaltes sind auch

die ausländischen Einkünfte der Anleger aus der

Beteiligung an der österreichischen Handelsgesellschaft,

die in Deutschland von der Besteuerung freigestellt

sind, einheitlich und gesondert festzustellen.

Zuständig ist regelmäßig das Finanzamt, in

dessen Bezirk der Beteiligte mit dem höchsten

Anteil ansässig ist. In der individuellen Einkommensteuererklärung

des Anlegers sind diese Einkünfte

in der Anlage AUS (Ausländische Einkünfte) als freigestellte,

aber für Zwecke des Progressionsvorbehaltes

beachtliche Einkünfte anzugeben.

u Beitritt der Anleger

Der Beitritt der Anleger zur österreichischen Handelsgesellschaft

erfüllt steuerlich die Voraussetzungen

des Zusammenschlusses gem. Art. IV des

österreichischen Umgründungssteuergesetzes. Der

Beitritt von Anlegern innerhalb eines Zeitraumes

von 9 Monaten löst allerdings keine steuerlichen

Konsequenzen aus. Über diesen Zeitraum hinaus

unterliegen stille Reserven, die auf die neu beitretenden

Anleger übergehen, nach Maßgabe des

Umgründungssteuergesetzes der Besteuerung.

u Aufwendungen des Anlegers im Zusammenhang

mit der Beteiligung

Die dem Kommanditisten im Zusammenhang mit

der Beteiligung an der österreichischen Handelsgesellschaft

entstehenden Aufwendungen können

grundsätzlich als Sonderbetriebsausgaben im Rahmen

der Gewinnfeststellung in Österreich geltend

gemacht werden. Diese Sonderbetriebsausgaben

müssen bereits in der Steuererklärung der österreichischen

Handelsgesellschaft geltend gemacht

werden.

u Erbschaft- und Schenkungsteuer

Die Anleger sind in Österreich nach Ansicht des

Fondsinitiators mit ihrem Anteil an der österreichischen

Handelsgesellschaft möglicherweise nicht

beschränkt erbschaft- und schenkungsteuerpflichtig.

Nach österreichischem Verständnis bildet der

Kommanditanteil den Erwerbsgegenstand i.S.d.

österreichischen Erbschaftsteuergesetzes. Derartige

Anteile sind nach dieser Auffassung kein Inlandsvermögen,

so dass erbfallbedingte oder schenkweise

Übergänge nicht erfasst werden. Allerdings kann

nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass

die österreichische Finanzverwaltung eine abweichende

Auffassung vertritt und einen derartigen

Vorgang besteuert. In diesem Fall ist Bemessungsgrundlage

der Erbschaft- und Schenkungsteuer

grundsätzlich der Marktwert des übergegangenen

Vermögens. Von der Bemessungsgrundlage können

abhängig vom Verwandtschaftsgrad Freibeträge

abgezogen werden. Der Steuertarif beträgt gestaffelt

nach Verwandtschaftsgrad und Wert des Vermögens

zwischen 2% und 60%. Steuerbegünstigungen

für Betriebsvermögen werden in der Regel nicht

geltend gemacht werden können, da diese nur

gewährt werden, wenn mindestens 25% des gesamten

Gewerbebetriebes übertragen werden.

Die Übertragung einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft

durch Erbfolge unterliegt daneben auch

nicht der deutschen Erbschaftsteuer, auch wenn die

Anleger als Erblasser ihren Wohnsitz in Deutschland

haben. Denn das DBA auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer

zwischen Österreich und Deutschland

(DBA-E) vom 4. Oktober 1954 weist das Besteuerungsrecht

für Zwecke der Erbschaftsteuer ausschließlich

Österreich als Ansässigkeitsstaat der

Handelsgesellschaft zu (Art. 4 Ziffer 1 des DBA-E).

In Deutschland ist der Vermögensübergang im

Wege der Erbfolge unter Progressionsvorbehalt von

der deutschen Besteuerung freigestellt (Art. 7 des

DBA-E). Bei der Übertragung der Beteiligung an der

Fondsgesellschaft durch Schenkung findet das

DBA-E keine Anwendung. Die Schenkung der Beteiligung

unterliegt damit in Deutschland der Besteuerung,

wenn Schenker oder Beschenkter in Deutschland

ansässig sind. In diesem Fall wird die

österreichische Schenkungsteuer gem. § 21 ErbStG

auf die deutsche Schenkungsteuer angerechnet.

Dem einzelnen Anleger wird empfohlen, die erbschaft-

und schenkungsteuerlichen Konsequenzen

LLoyd Fonds

50


Steuerliche Grundlagen

der Übertragung eines Anteiles an der Fondsgesellschaft

im Wege der Schenkung oder Erbschaft mit

seinem persönlichen steuerlichen Berater zu erörtern.

u Gewerbesteuer

In Österreich wurde die Gewerbesteuer aufgehoben.

Die stattdessen erhobene Kommunalsteuer

findet auf die Tätigkeit der österreichischen Handelsgesellschaft

keine Anwendung.

Die Tätigkeit der österreichischen Handelsgesellschaft

unterliegt nicht der deutschen Gewerbesteuer.

u Kreditsteuer

In Österreich wird auf den Abschluss eines Kreditvertrages

eine Kreditsteuer erhoben. Die Handelsgesellschaft

schließt einen Vertrag über einen nicht

revolvierenden Kredit ab (Kredit A). Die Kreditsteuer

beträgt insoweit 0,8% der Kreditsumme. Weiterhin

schließt die Handelsgesellschaft einen Kreditvertrag

über einen Betrag in Höhe von GBP 3 Mio. mit einer

Laufzeit von 364 Tagen ab, der mit Zustimmung beider

Parteien jeweils um weitere 364 Tage verlängert

werden kann (Kredit B). Auf den Abschluss des Kreditvertrages

B fällt eine Kreditsteuer in Höhe von

0,8% an. Die ein- oder mehrmalige Prolongation des

Vertrages ist bis zu einer Gesamtlaufzeit von maximal

5 Jahren gebührenfrei. Eine Prolongation über

diesen Zeitraum hinaus löst wiederum eine Kreditsteuer

in Höhe von 0,8% der maßgebenden Kreditsumme

aus.

u Umsatzsteuer

Der Handel der österreichischen Handelsgesellschaft

mit britischen Lebensversicherungen unterliegt

in Österreich nicht der Umsatzsteuer. Insoweit

ist die österreichische Handelsgesellschaft nicht

zum Abzug der Vorsteuer auf Eingangsleistungen

berechtigt. Erbringt die österreichische Handelsgesellschaft

neben dem Handel mit Lebensversicherungen

umsatzsteuerpflichtige Leistungen, ist sie

insoweit zum Abzug der Vorsteuer aus Eingangsleistungen

berechtigt.

u Versicherungsteuer

Weder in Großbritannien noch in Deutschland fällt

Versicherungsteuer an. In Österreich unterliegen die

Prämienzahlungen der Versicherungsteuer.

Nach Auffassung des Fondsinitiators sollte in Österreich

keine Versicherungsteuer auf die Anschaffungskosten

der Lebensversicherungspolicen beim

Erwerb durch die österreichische Handelsgesellschaft

anfallen. Nach dem Gesetzeswortlaut unterliegt

der Eintritt eines österreichischen Rechtsträgers

in ein bestehendes Versicherungsverhältnis mit

einem im Gebiet der EWR-Staaten niedergelassenen

Versicherer der Versicherungsteuer, wenn es

sich um eine Novation (Neuabschluss) des Versicherungsvertrages

handelt. Nach Ansicht des Fondsinitiators

liegt eine Novation beim Erwerb der

Lebensversicherungspolicen durch die österreichische

Handelsgesellschaft nicht vor, so dass der

Kaufpreis für die Policen nicht der Versicherungsteuer

unterliegt.

Eine abweichende Beurteilung durch die Finanzbehörde

in Österreich kann allerdings nicht ausgeschlossen

werden. Bemessungsgrundlage der Versicherungsteuer

wären insofern die Altprämien

zuzüglich Gewinnanteilen (mindestens aber der

Rückkaufswert) und die Prämienzahlungen des

neuen Versicherungsnehmers. Der Tarif würde in

diesem Fall bei Verträgen mit einer Laufzeit von

mehr als 10 Jahren und gleich bleibenden Prämienzahlungen

4% betragen. Erfüllen die erworbenen

Policen ausnahmsweise die zuvor genannten Kriterien

nicht, beträgt die Versicherungsteuer 11% der

Bemessungsgrundlage.

In jedem Fall entsteht Versicherungsteuer in Höhe

von 4% der von der Beteiligungsgesellschaft nach

der Anschaffung auf die Lebensversicherungspolicen

entrichteten Prämien. Dabei wird davon ausgegangen,

dass die Handelsgesellschaft lediglich

Policen mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als

10 Jahren und gleich bleibender Prämienzahlung

erwirbt. Andernfalls beträgt die Versicherungsteuer

ausnahmsweise 11% der laufenden Prämien.

u Zessionsgebühr

Im Fall der Veräußerung der Versicherungspolicen

bzw. der Abtretung von Rechten aus den Policen

kann in Österreich eine Zessionsgebühr in Höhe von

0,8% bezogen auf das Entgelt anfallen.

LLoyd Fonds

51


Chancen und Risiken

Chancen und Risiken

Die Beteiligung an einem Lebensversicherungszweitmarktfonds

bietet Kapitalanlegern

eine vergleichsweise hohe Sicherheit aufgrund

des geringen Ausfallrisikos von Policenportfolien.

Dessen ungeachtet sind Beteiligungen

dieser Art grundsätzlich mit einer Reihe

von Risiken verbunden, die in diesem Kapitel

dargestellt werden.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligung

kann über die Laufzeit nicht vorhergesagt

werden und steht zum jetzigen Zeitpunkt

nicht fest. Sollten die künftigen wirtschaftlichen

und rechtlichen Rahmenbedingungen

von den hier unterstellten Annahmen abweichen,

kann dies die Ertrags-, Liquiditäts- und

Wertentwicklung gegenüber den Prognosen

sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht

stark verändern. Die folgenden Ausführungen

sollen Anlegern die mit der Anlage

verbundenen Chancen und Risiken verdeutlichen.

Dabei darf nicht übersehen werden,

dass Chancen und Risiken sich zwar einerseits

gegenseitig aufheben können, dass aber andererseits

einzelne und mehrere Risiken im Falle

einer Realisierung zusammen zu einem Misserfolg

der Beteiligung und im Extremfall zu

einem Gesamtverlust des eingesetzten Kapitals

führen können.

u Portfolio

Die Fondsgesellschaft “Lloyd Fonds Britische Kapital

Leben I GmbH & Co. KG” erwirbt britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen

unter Beratung

des Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft

m.b.H. mit Sitz in Wörgl, Österreich. Die Policen werden

über Market Maker direkt in Großbritannien

erworben. Aus diesem Grund stellen die in diesem

Prospekt dargestellten Hochrechnungen des Portfolios

lediglich einen möglichen Verlauf der Investition

dar.

Die tatsächliche Entwicklung des Portfolios, insbesondere

der Jahres- und Schlussbonuszuweisungen

sowie der erzielbaren Verkaufserlöse aus dem Trading,

kann signifikant von den Hochrechnungen

abweichen. Hieraus ergibt sich sowohl die Chance

auf eine höhere erzielbare Rendite bei vorteilhaften

Marktkonditionen als auch die Gefahr eines Verlustes

an Rendite und im Extremfall an Kapital bei nachteiligen

Marktbedingungen.

u Cluster-Risiko

Die Fondsgeschäftsführung ist bei Erwerb von Policen

an feste Anlagekriterien gebunden, die unter

anderem die Streuung der Policen über verschiedene

Versicherungsgesellschaften und eine Höchstgröße

pro Police festlegen. Von diesen Richtlinien kann nur

mit Zustimmung des Beirates zur Wahrung der Interessen

der Anleger bzw. bei Auf- und Abbau des

Gesamtportfolios abgewichen werden. Kommt es zu

einer Konzentration auf eine oder wenige Versicherungsgesellschaften

oder Policen, so erhöht dies signifikant

das Einzelperformance- und Ausfallrisiko in

dem Portfolio.

u Bonuszuweisungen

Die Performance des Policenportfolios basiert auf

den historischen und zu erwartenden Jahres- und

Schlussbonuszuweisungen der Versicherungsgesellschaften.

Die Zuweisungen bestimmen entscheidend,

neben weiteren Marktkonditionen, den inneren

Wert und damit den Marktpreis einer jeden Police.

Die Bonuszuweisungen der Versicherungsgesellschaften

hängen von der Kapitalmarktentwicklung

und von der jeweiligen Zuweisungspolitik der Versicherungsgesellschaften

ab. Entwickeln sich die

Bonuszuweisungen oder die zu erwartende Zuweisungspolitik

der Versicherungsgesellschaften negativ,

so verringert dies den Marktwert der Policen und

kann zu geringeren Verkaufserlösen aus dem Handel

mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die

Rendite und den Erhalt des Kapitals der Investition

führen.

u Marktrisiko

Es ist vorgesehen, das gesamte Portfolio aktiv am

Zweitmarkt zu handeln, um die Rendite zu optimieren.

Zweitmarkt-Policen haben sich in Großbritannien

als liquide Anlageform entwickelt, da ca. 10 etablierte

Market Maker sowie eine Vielzahl von Brokern

über gemeinsame Plattformen die Daten über die

LLoyd Fonds

52


Chancen und Risiken

Kapitalrückfluss in Abhängigkeit von den

Verkaufserlösen

Kapitalrückfluss in % der Kommanditbeteiligung

300 %

250 %

200 %

150 %

100 %

-5 -2,5 Prospekt 2,5 5

Veränderung der Verkaufserlöse in %

BKL I

jeweils im Markt angebotenen Policen austauschen.

Auf diesen Plattformen werden die Policen für das

Beteiligungsportfolio erworben und später wieder

zum Verkauf angeboten.

Bestehen bei Erwerb des Portfolios Engpässe im

Angebot geeigneter Policen, oder ergibt sich ein

Überangebot von Policen zum geplanten Verkaufszeitpunkt

von Teilen des Portfolios, kann dies die

wirtschaftliche Entwicklung des Portfolios erheblich

negativ beeinflussen. Dies gilt auch, wenn andere

negative Entwicklungen bezüglich des An- und Verkaufes

von Policen eintreten.

u Prämienzahlungen, Liquidität

Der Ankauf des Policenportfolios erfolgt unter

Berücksichtigung einer angemessenen Liquiditätsreserve.

Für die Finanzierung eines Teiles der Prämienzahlungen

wird durch eine österreichische Bank eine

Fremdfinanzierung bereitgestellt. Es ist geplant, den

restlichen Anteil der Prämienzahlungen aus Rückflüssen

aus dem Policenhandel zu bestreiten. Entwickelt

sich die Liquidität aus den Rückflüssen nicht gemäß

den anfänglichen Annahmen, so muss ein etwaiger

Liquiditätsengpass über den Verkauf von weiteren

Policen oder eine Erhöhung des Fremdfinanzierungsanteiles,

unter entsprechender Belastung der Rendite,

gedeckt werden.

u Währungsrisiko

Bei einer Investition in den Britische Kapital Leben I

handelt es sich um eine Anlage in ein Portfolio auf

Basis des britischen Pfunds. Das Kursänderungsrisiko

wird ausschließlich durch die Fondsgesellschaft und

damit durch die beteiligten Anleger mit möglichen

positiven oder negativen Auswirkungen auf Rendite

und Kapitalerhalt getragen. Über den Umfang eines

möglichen Einsatzes von Kurssicherungsinstrumenten

wird durch die Geschäftsführung nach endgültiger

Zusammenstellung des Portfolios entschieden.

Kapitalrückfluss in Abhängigkeit

vom GBP-Kurs

Kapitalrückfluss in % der Kommanditbeteiligung

300 %

250 %

200 %

150 %

100 %

10 5 Prospekt -5 -10

Veränderung des Kursverhältnisses in %

BKL I

u Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko eines Portfolios von Zweitmarkt-

Lebensversicherungen ist begrenzt. Die Versicherungsgesellschaften

unterliegen der Aufsicht der britischen

Behörden, die zugewiesenen Boni auf

Versicherungspolicen sind den einzelnen Versicherungsverträgen

dezidiert zugeordnet und das Portfolio

wird auf eine Mehrzahl von Versicherungsgesellschaften

gestreut.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass eine oder mehrere

Versicherungsgesellschaften aus dem Portfolio in

Zahlungsschwierigkeiten geraten. In diesem Fall

besteht trotz Einlagensicherung ein Ausfallrisiko der

betroffenen Policen mit negativen Auswirkungen auf

die Rendite und den Erhalt des investierten Kapitals.

LLoyd Fonds

53


Chancen und Risiken

u Zinsänderungsrisiko

Der Fremdkapitalanteil des Portfolios wird über eine

österreichische Bank finanziert. Es wurden keine Zinsfestschreibungen

vorgenommen, so dass ein Zinsänderungsrisiko

besteht. Höhere als in der Wirtschaftlichkeitsrechnung

kalkulierte Zinsen führen zu

negativen Auswirkungen auf Rendite und Kapitalerhalt.

Kapitalrückfluss in Abhängigkeit von den

prospektierten Fremdkapitalzinsen

Kapitalrückfluss in % der Kommanditbeteiligung

300 %

250 %

200 %

150 %

100 %

10 5 Prospekt -5 -10

Veränderung der Fremdkapitalzinsen in %

BKL I

u Finanzierung

Zur Teilfinanzierung der Kaufpreise des Policenportfolios,

der ausstehenden Prämienzahlungen der

angekauften Lebensversicherungen und für Verwaltungs-,

Rechts- und Beratungskosten der Fondsgesellschaft

sowie der Zinszahlungen während der

Investitionsphase bis Ende 2005 liegt eine Finanzierungszusage

in Höhe von insgesamt GBP 13,0 Mio.

von einer österreichischen Bank vor.

Das Bankdarlehen ist unterteilt in zwei Tranchen. Die

erste Tranche (Fazilität A) beinhaltet einen Kreditbetrag

in Höhe von GBP 10,0 Mio. und umfasst eine

Laufzeit bis 2018. Die zweite Tranche (Fazilität B) ist

bis zu GBP 3,0 Mio. abrufbar. Sie hat eine Laufzeit

von 364 Tagen und soll jährlich verlängert werden.

Für Finanzierungen dieser Art bestehen geschäftsübliche

Fälligstellungsgründe u.a. Nichtzahlung fälliger

Beträge, Unterdeckung, Insolvenz des Kreditnehmers,

der Lloyd Fonds AG bzw. des AVD. Bei Insolvenz

des AVD hat der Kreditnehmer eine Frist von

3 Monaten, um ein anderes Unternehmen mit

Zustimmung des Kreditgebers mit der Geschäftsbesorgung

zu betrauen.

Im Falle der Platzierung eines 1 20,75 Mio. übersteigenden

Kommanditkapitals ist eine proportionale

Erhöhung der Fazilitäten geplant. Hieraus u.U. resultierende

Verschlechterungen der Konditionen bzw.

eine Renditeverschlechterung aufgrund einer Verringerung

des Fremdfinanzierungsgrades bei Unterlassung

einer Erhöhung der Fazilitäten gehen zu Lasten

der Rendite und der Ausschüttungen der Fondsgesellschaft.

u Auszahlungen

Sofern sich die wirtschaftliche Situation oder die

Liquiditätslage der Handelsgesellschaft schlechter

als prognostiziert entwickelt, können die Auszahlungen

ggf. ganz oder teilweise ausfallen. Der persönlich

haftenden Gesellschafterin steht der über eine

Rendite von 8,0% (IRR) hinausgehende Gewinn bzw.

Liquiditätsüberschuss in Höhe von 25% zu.

u Beteiligte Partner

Die Qualitätskriterien der Anlagerichtlinien sollen

sicherstellen, dass in das Portfolio ausschließlich

erstklassige Policen solventer Versicherungsgesellschaften

aufgenommen werden. Dessen ungeachtet

trägt die Fondsgesellschaft das Risiko von Insolvenz,

Betrug oder sonstigen negativen Entwicklungen

beteiligter Parteien. Weiterhin kann trotz sorgfältiger

Auswahl der beteiligten Vertragspartner und Mitwirkenden

nicht ausgeschlossen werden, dass während

der Fondslaufzeit Auseinandersetzungen oder Vertragsverletzungen

bzw. –brüche auftreten.

u Fungibilität

Die Übertragung oder Veräußerung einer Beteiligung

ist mit Zustimmung der Komplementärin möglich.

Die Anteile an der Fondsgesellschaft werden nicht

öffentlich gehandelt. Eine vorzeitige Veräußerung ist

daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht oder nur

mit einem hohen Abschlag möglich.

u Steuerliche und rechtliche Änderungen

Auf der Grundlage der steuerlichen Konzeption des

Britische Kapital Leben I geht der Fondsinitiator

davon aus, dass die Einkünfte des Fonds nach deutschem

wie auch nach österreichischem Recht als

gewerbliche Einkünfte qualifiziert werden. Die gewerblichen

Einkünfte des österreichischen Fonds

unterliegen nach Auffassung des Initiators als Unter-

LLoyd Fonds

54


Chancen und Risiken

nehmensgewinne einer Betriebsstätte der Besteuerung

in Österreich. Es kann allerdings nicht

ausgeschlossen werden, dass die deutsche Finanzverwaltung

eine abweichende Auffassung vertritt und

eine Besteuerung in Deutschland vornimmt. Die Einkünfte

unterlägen in diesem Fall gegebenenfalls der

Gewerbe- und Einkommensteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag.

Sollte sowohl Österreich als auch

Deutschland das Besteuerungsrecht für sich in

Anspruch nehmen, so wird gegebenenfalls im Rahmen

eines Verständigungsverfahrens geklärt werden

müssen, welchem Staat das Besteuerungsrecht

zusteht.

Weiterhin können die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen

durch neue Gesetzgebung, Änderungen in

der Rechtsprechung und der Auffassungen der

Finanzverwaltungen in Deutschland, Österreich oder

Großbritannien so verändert werden, dass das wirtschaftliche

Gesamtergebnis des Beteiligungsangebotes

gegenüber der Prospektkalkulation negativ beeinflusst

wird. Solche negativen Entwicklungen können

die Rendite wie auch den Kapitalerhalt der Anlage

gefährden.

Weiterhin besteht das Risiko, dass die österreichische

Finanzverwaltung in Abweichung von der

geltenden Verwaltungspraxis den Erwerb der Policen

als Novation (Neuabschluss) wertet und infolgedessen

Versicherungsteuer auch auf die Altprämien zzgl.

Gewinnanteilen (mindestens aber Rückkaufwert)

erhebt.

u Kommanditistenhaftung

Die Haftung der Anleger gegenüber Dritten ist auf die

im Firmenbuch eingetragene Hafteinlage beschränkt.

Eine weitere Haftung ist ausgeschlossen,

soweit die Einlage geleistet ist; es besteht keine

Nachschusspflicht. Bei nicht durch entsprechende

Gewinne gedeckten Ausschüttungen kann ein Aufleben

der Haftung bis zur Höhe der eingetragenen

Hafteinlage erfolgen.

Vornahme von Rechtshandlungen, etc. Insbesondere

Rechtsstreitigkeiten können im Ausland zu erheblichen

Kostenbelastungen führen, die sich negativ auf

die wirtschaftliche Entwicklung der Investition auswirken

können.

u Kumulation von Risiken

Sämtliche genannten Risiken sowie weitere negative

Einflussgrößen können sowohl einzeln als auch

kumuliert auftreten, wodurch negative Auswirkungen

auf die Rendite und den Erhalt des Kapitals entstehen

können. Im theoretischen Extremfall kann eine Insolvenz

der Gesellschaft und damit ein Totalverlust der

Kommanditeinlage zu keinem Zeitpunkt der Investition

ausgeschlossen werden.

u Zusammenfassung der Chancen und Risiken

Das Ergebnis dieser Investition steht im Wesentlichen

unter dem Einfluss folgender Faktoren:

u Kaufpreise der Versicherungspolicen

u Verkaufserlöse der Versicherungspolicen

u Zinsniveau

u Währungskurse

u Bonität von Versicherungsgesellschaften

u Steuerliche und rechtliche Rahmendaten

Die Berechnungen dieses Beteiligungsangebotes

basieren auf Kalkulation eines Musterportfolios britischer

Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen, abgeschlossenen

Verträgen und Vereinbarungen sowie

auf Prognosen, die ihrerseits auf Erfahrungen und

Erwartungen der beteiligten Partner beruhen. Es

kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich

z.B. durch Marktveränderungen die Rahmenbedingungen

für die Fondsgesellschaft verändern. Alle

Abweichungen von den Planzahlen der Gesellschaft

können demzufolge das Ergebnis dieser Investition

positiv oder negativ beeinflussen.

u Auslandsrisiko

Durch die Berührung der österreichischen und britischen

Rechtskreise entstehen die klassischen Auslandsrisiken

wie z.B. mögliche Behinderung des Kapitaltransfers

und der Verwaltung von Vermögen, der

LLoyd Fonds

55


Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise

u Beitrittserklärung

Dem Emissionsprospekt ist die Beitrittserklärung beigefügt,

die vollständig ausgefüllt und rechtsverbindlich

unterschrieben bei den Vertriebsbeauftragten

oder bei der Lloyd Fonds AG einzureichen ist.

u Annahme der Beitrittserklärung

Die Annahme der Beitrittserklärung erfolgt durch den

Treuhänder und wird von diesem schriftlich unter

Angabe der Beteiligungsnummer bestätigt.

u Einzahlungen

Die Einzahlung der Kommanditbeteiligung soll in

voller Höhe zzgl. 5 % Agio nach Annahme erfolgen.

u Firmenbucheintragung

Die LF Treuhand GmbH wird als Treuhandkommanditistin

unmittelbar in das Firmenbuch eingetragen.

Der Eintrag der Treugeber (Kommanditisten) ins Firmenbuch

ist bis spätestens zum 30. September

2005 vorgesehen. Sofern der Beteiligungsgesellschaft

die zur Eintragung erforderliche notariell beurkundete

Vollmacht nicht zum vorgenannten Termin

vorliegt, ist eine Eintragung ins Firmenbuch nur noch

auf eigene Kosten möglich.

u Vertriebshinweis

Das Emissionskapital wird durch Vertriebsbeauftragte

der Lloyd Fonds AG platziert, mit denen entsprechende

Vertriebsvereinbarungen getroffen werden.

Die Vertriebsbeauftragten sind selbstständige Unternehmer.

Sie und ihre Mitarbeiter treten nicht als

Erfüllungsgehilfen der Prospektherausgeber auf.

Beanstandungen sind an die LF Treuhand GmbH,

Neuer Wall 72, 20354 Hamburg, zu richten. Diese

Beanstandungen wirken auch gegenüber der “Lloyd

Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG”. Ein

Anleger, der als Kommanditist im Firmenbuch eingetragen

ist, kann seine Gesellschafterstellung in der

Kommanditgesellschaft “Lloyd Fonds Britische Kapital

Leben I GmbH & Co. KG” ordentlich mit einer Frist

von sechs Monaten zum Ablauf eines Geschäftsjahres

durch eingeschriebenen Brief an die “Lloyd Fonds

Britische Kapital Leben GmbH” , Bahnhofsstraße

53, 6300 Wörgl, Österreich, kündigen, frühestens

jedoch zum 31. Dezember 2018. Das Recht zur

außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Treugeber,

die nicht selbst als Kommanditisten im Firmenbuch

eingetragen sind, können den Treuhänder

LF Treuhand GmbH durch eingeschriebenen Brief

anweisen, die für sie gehaltene Kommanditbeteiligung

zu den oben genannten Bedingungen zu kündigen.

Die entsprechende Weisung muss dem Treuhänder

LF Treuhand GmbH, Neuer Wall 72, 20354

Hamburg, spätestens vier Wochen vor Ablauf der

Kündigungsfrist des Gesellschaftsvertrages der

“Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co.

KG” zugehen.

u Kein Vertrieb in Österreich

Dieses Beteiligungsangebot gilt nicht für Österreich

und darf in Österreich nicht öffentlich angeboten

werden.

u Angabenvorbehalt

Alle hier aufgeführten Angaben, Prognosen über Entwicklungen,

Berechnungen sowie die steuerlichen

und rechtlichen Grundlagen wurden von den Herausgebern

dieses Prospektes mit Sorgfalt zusammengestellt.

Eine Haftung für Abweichungen durch Gesetzesänderungen,

wirtschaftliche Entwicklungen

oder Änderungen der Rechtsprechung, insbesondere

Maßnahmen der Steuerbehörden oder

Änderungen der Steuerrechtsprechung, sowie

für den tatsächlichen Eintritt der mit dieser

Beteiligung verbundenen steuerlichen und wirtschaftlichen

Ziele und Vorstellungen kann von

den Prospektherausgebern nicht übernommen

werden. Die Prospektherausgeber sind nur an

diejenigen vom Prospekt abweichenden Angaben

gebunden, die in schriftlicher Form von

ihnen selbst verfasst wurden. Mündliche

Absprachen haben keine Gültigkeit. Für den

Inhalt des Prospektes sind nur die bis zum Herausgabedatum

bekannten oder erkennbaren

Sachverhalte maßgeblich. Die Haftung der

Lloyd Fonds AG sowie der Vertriebsbeauftragten

ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen,

dass die Kapitalanleger ein unternehmerisches

LLoyd Fonds

56


Wichtige Hinweise

Risiko eingehen. Das wirtschaftliche Ergebnis

der Beteiligung kann nicht vorhergesagt werden

und steht zum Zeitpunkt der Beteiligung

nicht fest. Alle Angaben in diesem Prospekt

basieren auf den abgeschlossenen Verträgen

sowie Markteinschätzungen, die sich bei

Abweichungen von den Prognosen sowohl positiv

als auch negativ auf das Ergebnis für die

Anleger auswirken können. Kapitalanlegern

wird empfohlen, diesen Prospekt mit den anderen

ihnen übergebenen Unterlagen aufzubewahren.

Dieses Beteiligungsangebot wird von

der “Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I

GmbH & Co. KG” in Zusammenarbeit mit der

Lloyd Fonds AG herausgegeben.

Stand: August 2004

LLoyd Fonds

57


Beteiligte Partner

Beteiligte Partner

Beteiligungsgesellschaft

Firma:

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG

Sitz:

Wörgl, Österreich

Firmenbuch:

Landesgericht Innsbruck, Firma in Gründung

Gründung: 2004

Kommanditkapital: bis zu 1 20.780.000,– (vertraglich vorgesehen)

Komplementärin: Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH

Kommanditisten: Lloyd Fonds AG, Hamburg

LF Treuhand GmbH, Hamburg

Komplementärin der Beteiligungsgesellschaft

Firma:

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH

Sitz:

Wörgl, Österreich

Firmenbuch:

Landesgericht Innsbruck, Firma in Gründung

Gründung: 2004

Stammkapital:

1 35.000,– (zur Hälfte eingezahlt)

Gesellschafter: Lloyd Fonds AG, Hamburg

Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H., Wörgl, Österreich

Geschäftsführer: Johann Kirchmair, Wörgl, Österreich

Holger Schmitz, Hamburg

Emissionshaus und Kommanditist der Beteiligungsgesellschaft

Firma:

Lloyd Fonds AG

Sitz:

Neuer Wall 72, 20354 Hamburg

Handelsregister: Amtsgericht Hamburg, HRB 75 492

Gründung:

2000 (vormals: Lloyd Fonds Gesellschaft für Unternehmensbeteiligungen

mbH & Co. KG, Gründung: 1995)

Grundkapital: 1 1.000.000,–

Vorstand:

Dr. Torsten Teichert (Vorsitzender), Hamburg

Gunnar Dittmann, Hamburg

Holger Schmitz, Hamburg

Aufsichtsrat:

Dr. Stefan Duhnkrack (Vorsitzender), Hamburg

LLoyd Fonds

58


Beteiligte Partner

Kommanditistin und Treuhänderin für das Kommanditkapital

Firma:

LF Treuhand GmbH

Sitz:

Neuer Wall 72, 20354 Hamburg

Handelsregister: Amtsgericht Hamburg, HRB 71 179

Gründung: 1999

Stammkapital: 1 50.500,–

Gesellschafter: Lloyd Fonds AG, Hamburg

Geschäftsführer: Björn Meschkat, Hamburg

Portfolio Manager

Firma:

Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H., Wörgl, Österreich

Sitz:

Bahnhofsstraße 53, 6300 Wörgl, Österreich

Firmenbuch:

Landesgericht Innsbruck, FN 48287k

Gründung: 1995

Stammkapital: 1 1.000.000,–

Gesellschafter: Dr. Bosin Privatstiftung

FinanzInvest Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Geschäftsführer: Dr. Ernst Bosin

Johann Kirchmair

LLoyd Fonds

59


Gesellschaftsvertrag

Gesellschaftsvertrag

§ 1 u Firma, Sitz, Geschäftsjahr

1. Die Firma der Gesellschaft lautet: “Lloyd Fonds

Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG”.

2. Der Sitz der Gesellschaft ist Wörgl.

3. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Das erste Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr

und endet am 31.12.2004.

§ 2 u Gegenstand des Unternehmens

1. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb eines

Portfolios britischer Sekundärmarkt-Lebensversicherungen

sowie der aktive Handel mit britischen

Sekundärmarktlebensversicherungspolicen im Rahmen

von Anschaffungs- und Veräußerungsvorgängen,

die mit dem Ziel der kontinuierlichen Nutzung

von Ertragschancen vollzogen werden.

2. Die Gesellschaft kann Geschäfte jeder Art im In- und

Ausland tätigen, die dem Gegenstand des Unternehmens

unmittelbar oder mittelbar dienen, soweit es

sich nicht um eine genehmigungspflichtige Tätigkeit

handelt. Die Gesellschaft kann sich zur Verfolgung

des Gesellschaftszwecks an in- und ausländischen

Personen- oder Kapitalgesellschaften beteiligen.

3. Die Gesellschaft übt das Gewerbe des Versicherungsmaklers

im Sinne des österreichischen Gewerberechts

aus.

§ 3 u Gesellschafter und Einlagen

1. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Lloyd

Fonds Britische Kapital Leben GmbH mit Sitz in

Wörgl. Zur Leistung einer Kapitaleinlage ist die

Komplementärin weder berechtigt noch verpflichtet.

2. Kommanditisten sind mit folgenden Pflichteinlagen

(Kapitaleinlagen):

a) Lloyd Fonds AG, Hamburg EUR 25.000,00

b) LF Treuhand GmbH EUR 5.000,00

Gesamt EUR 30.000,00

Alle Kommanditisten werden mit Hafteinlagen von

jeweils 100 % der obigen Pflichteinlagen in das Firmenbuch

eingetragen.

3. Die LF Treuhand GmbH – nachfolgend auch Treuhandkommanditistin

genannt – ist berechtigt,

durch einseitige Erklärung gegenüber der persönlich

haftenden Gesellschafterin ihre Kommanditeinlage

(Pflichteinlage) von EUR 5.000,00 um bis zu

EUR 20.750.000,00 zu erhöhen. Mit Zustimmung

der persönlich haftenden Gesellschafterin darf

die Treuhandkommanditistin ihre Kommanditeinlage

(Pflichteinlage) um weitere bis zu EUR

15.000.000,00 erhöhen. Die Gesellschaft wird

spätestens mit Erreichung eines Erhöhungsbetrages

von EUR 35.750.000,00 geschlossen. Die

nach Maßgabe des vorstehenden Satzes erhöhte

Pflichteinlage wird als Haftsumme in das Firmenbuch

eingetragen. Bei Erhöhungen der Kommanditeinlagen

(Pflichteinlagen) sind die Vorschriften des

Artikel IV des Umgründungssteuergesetzes über

Zusammenschlüsse einzuhalten und ist hierfür eine

Steuerberatungsgesellschaft einzuschalten.

4. Die Beteiligung der Anleger an der Gesellschaft im

Rahmen der Kapitalerhöhung gemäß § 3 Ziffer 3

erfolgt entweder durch die unmittelbare Übernahme

einer Kommanditeinlage oder mittelbar durch

Abschluss eines Treuhandvertrages mit der Treuhandkommanditistin.

Die Treugeber sind gegenüber

der Treuhandkommanditistin berechtigt, unter Übernahme

aller damit verbundenen Kosten und

Gebühren sich selbst anstelle der Treuhandkommanditistin

mit dem von dieser bisher für sie gehaltenen

Treuhandkommanditanteil in das Firmenbuch

eintragen zu lassen, verbunden mit der Maßgabe,

dass dann die Treuhandkommanditistin insoweit die

Rechte des bisherigen Treugebers nur noch als Vollmachtstreuhänderin

wahrnimmt. Die Ausübung dieses

Rechts ist nur dann wirksam, wenn der Treugeber,

der von diesem Recht Gebrauch machen will,

der Treuhandkommanditistin zuvor auf eigene

Kosten eine umfassende und über den Tod hinausreichende

notariell beglaubigte Firmenbuchvollmacht

erteilt hat, mit der alle die Gesellschaft betreffenden

Vorgänge angemeldet werden können.

Weitere Einzelheiten regelt der Treuhand- und Verwaltungsvertrag.

5. Zusätzlich zu ihrer Einlage leisten die Kommanditisten

ein Agio von 5 % der Zeichnungssumme.

6. Die Fälligkeit der Einlagen nebst Agio ergibt sich

aus den Bestimmungen der jeweiligen Beitrittserklärung.

Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt,

ihre Einlageverpflichtung dadurch zu erfüllen,

dass sie ihre Zahlungsansprüche gegenüber den

Treugebern mit befreiender Wirkung an Erfüllung

statt an die Gesellschaft abtritt. Die Treuhandkommanditistin

ist zur Einzahlung jedoch nur verpflichtet,

wenn und soweit sie ihrerseits Zahlungen von

ihren Treugebern erhalten hat und die Voraussetzungen

für die Mittelfreigabe durch die vereinbarte

Mittelverwendungskontrolle bestätigt sind. Rückständige

Einlagen können mit 1 % monatlich zu

Lasten des Kommanditisten verzinst werden.

7. Soweit ein Treugeber seine fällige Einlage trotz

schriftlicher Mahnung, Fristsetzung und Ausschlussandrohung

ganz oder teilweise nicht erbringt,

kann die persönlich haftende Gesellschafterin die

Treuhandkommanditistin mit dem Teil ihrer Kommanditbeteiligung,

den sie treuhänderisch für den

säumigen Anleger hält, aus der Gesellschaft durch

schriftlichen Bescheid ganz oder teilweise ausschließen

und anstelle des säumigen Anlegers

einen oder mehrere neue Anleger aufnehmen,

ohne dass hierfür ein besonderer Gesellschafterbeschluss

erforderlich ist. Der ausscheidende

Treugeber trägt die im Zusammenhang mit seinem

Ausscheiden entstehenden Kosten. Die Berech-

LLoyd Fonds

60


Gesellschaftsvertrag

nung von Verzugszinsen bleibt davon unberührt.

Etwaige Rückzahlungsansprüche werden nicht verzinst.

Die persönlich haftende Gesellschafterin ist

zur Verrechnung mit etwaigen Rückzahlungsansprüchen

berechtigt. Weitere Ansprüche hat der

ausscheidende Treugeber nicht. Endet das Treuhandverhältnis

mit der Treuhandkommanditistin,

gleich aus welchem Rechtsgrund, so ist die Treuhandkommanditistin

berechtigt, die Herabsetzung

ihrer Kommanditeinlage in Höhe des Nennbetrages

zu verlangen. Die vorstehende Regelung findet entsprechende

Anwendung für Anleger, die ihre Kommanditbeteiligung

direkt als Kommanditisten halten.

8. Die Eintragung eines Kommanditisten bzw. die Eintragung

der Kapitalerhöhung der Treuhandkommanditistin

im Firmenbuch ist nicht Wirksamkeitsvoraussetzung

für die Beteiligung an der

Gesellschaft. Aus Gründen der Haftungsbeschränkung

wird vereinbart, dass bis zur Eintragung in das

Firmenbuch ein atypisch stilles Gesellschaftsverhältnis

besteht. Auf das atypisch stille Gesellschaftsverhältnis

sind sämtliche Bestimmungen

dieses Vertrags entsprechend anwendbar. Eine

Nachschussverpflichtung ist in jedem Fall ausgeschlossen.

§ 4 u Gesellschafterkonten

1. Für jeden Kommanditisten wird ein Festkapitalkonto,

ein Rücklagekonto, ein variables Kapitalkonto

und ein Ergebnissonderkonto geführt.

2. Die Pflichteinlagen der Kommanditisten werden auf

den Festkapitalkonten gebucht, wenn und soweit

sie der Gesellschaft zur freien Verfügung stehen.

3. Auf den variablen Kapitalkonten werden Einlagen,

die nicht dem Festkapital zuzuordnen sind und Entnahmen

gebucht.

4. Auf den Ergebnissonderkonten werden die anteiligen

Gewinne und Verluste gebucht. Dies gilt auch

dann, wenn die Verlustanteile die Hafteinlagen der

Kommanditisten übersteigen.

5. Das Agio der Kommanditisten gemäß § 3 Ziffer 5

wird auf dem Rücklagekonto gebucht.

6. Die Salden sämtlicher Konten sind unverzinslich.

§ 5 u Geschäftsführung und Vertretung

1. Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft

erfolgen durch die persönlich haftende

Gesellschafterin. Sie hat die Geschäfte der Gesellschaft

mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes

und unter Beachtung der diesem Gesellschaftsvertrag

als Anlage III beigefügten

Anlagekriterien zu führen. Sie und ihre Organe sind

von der einschränkenden Bestimmung des § 112

HGB befreit sowie berechtigt, Rechtsgeschäfte im

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten abzuschließen.

Die persönlich haftende Gesellschafterin

führt die Geschäfte in Übereinstimmung mit

dem Gesellschaftsvertrag, den Beschlüssen des

Beirates und der Gesellschafterversammlung.

2. Folgende Rechtsgeschäfte, Rechtshandlungen und

Maßnahmen der persönlich haftenden Gesellschafterin

bedürfen der vorherigen Zustimmung der

Gesellschafterversammlung:

Gründungen von Kapital- und Personengesellschaften

sowie Abschluss und Kündigung von Gesellschaftsverträgen,

die Gesellschaften betreffen, an

denen die Gesellschaft beteiligt ist.

3. Folgende Rechtsgeschäfte, Rechtshandlungen und

Maßnahmen der persönlich haftenden Gesellschafterin

bedürfen der vorherigen Zustimmung des Beirates:

a) Eingehung von Wechselverbindlichkeiten, Übernahme

von Bürgschaften, Schuldbeitritt, Übernahme

von Garantien und Gewährung von

Sicherheiten mit Ausnahme derjenigen Garantien

und Bürgschaften, die üblicherweise mit dem

normalen Geschäftsablauf verbunden sind;

b) Erteilung und Widerruf von Prokuren und Handlungsvollmachten;

c) Abschluss von Anstellungsverhältnissen, Erteilung

und Erhöhung von Pensions- und Versorgungszusagen

und Tantiemen;

d) Inbetriebnahme und Stillegung von wesentlichen

Betriebsteilen;

e) Eingehung von Waren- oder Börsentermingeschäften

oder sonstigen Spekulationsgeschäften;

ausgenommen hiervon sind Devisen- und

Zinsvereinbarungen, die in direktem Zusammenhang

mit dem Erwerb von Lebensversicherungspolicen

stehen;

f) Eingehung von Verbindlichkeiten jeder Art, die

EUR 50.000,00 übersteigen, es sei denn, es

handelt sich um den Ankauf von britischen

Sekundärmarkt-Lebensversicherungen oder die

Eingehung von Verbindlichkeiten ist gemäß Ziffer

6 a) ohne Zustimmung zulässig;

g) Gewährung von Darlehen von mehr als EUR

50.000,00;

h) alle sonstigen Rechtshandlungen, die nach Art,

Umfang und Risiko erkennbar über den gewöhnlichen

Geschäftsbetrieb hinausgehen;

i) Abweichungen von den diesem Gesellschaftsvertrag

als Anlage III beigefügten Anlagekriterien.

4. Verfügt die Gesellschaft über keinen Beirat, werden

dessen Rechte durch die Gesellschafterversammlung

wahrgenommen.

5. Wenn die persönlich haftende Gesellschafterin in

Eil- und Notfällen zur Abwehr wirtschaftlicher Nachteile

für die Gesellschaft die Zustimmung der

LLoyd Fonds

61


Gesellschaftsvertrag

Gesellschafterversammlung bzw. des Beirates nicht

einholen kann, so hat sie nach pflichtgemäßen

Ermessen zu handeln. Hat die persönlich haftende

Gesellschafterin hiervon Gebrauch gemacht, so hat

sie den Beirat oder - soweit die Zustimmung der

Gesellschafterversammlung erforderlich wäre - die

Gesellschafter unverzüglich darüber zu unterrichten.

6. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist

berechtigt, folgende Verträge abzuschließen und

Rechtsgeschäfte vorzunehmen:

a) Darlehensverträge mit den finanzierenden Banken

zur Zwischen- und Endfinanzierung der

Anschaffung der Versicherungspolicen sowie

die zur Sicherung dieser Darlehensansprüche

erforderliche Bestellung von Sicherheiten;

b) Vertrag mit der Allgemeiner Versicherungsdienst

Gesellschaft m.b.H., Bahnhofstraße 53,

A-6300 Wörgl über die Erbringung von Serviceund

Verwaltungsleistungen (Portfolio-Support-

Vertrag);

c) Verträge mit britischen Market Makern über den

Erwerb und den Verkauf von Kapitallebensversicherungspolicen

aus dem britischen Sekundärmarkt

oder über den Verkauf an Dritte, wenn

und soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis

erforderlich ist oder eine solche vorliegt;

d) Vertrag mit einem britischen Rechtsanwalt (Solicitor)

über die treuhänderische Verwaltung von

Kapitallebensversicherungspolicen aus dem britischen

Sekundärmarkt;

e) Treuhand- und Verwaltungsvertrag mit der LF

Treuhand GmbH als Treuhandkommanditistin

über die Betreuung der von ihr treuhänderisch

gehaltenen Beteiligung bzw. der später im Firmenbuch

eingetragenen Kommanditisten;

f) Geschäftsbesorgungsvertrag mit Lloyd Fonds

AG über die Beratung der Gesellschaft (Projektierung)

einschließlich der Erstellung des Beteiligungsprospektes

und der Durchführung aller

werblichen Maßnahmen sowie die Platzierung

der Kommanditanteile;

g) Geschäftsbesorgungsvertrag mit Lloyd Fonds

AG über die Vermittlung von Fremdkapital zur

Finanzierung der Lebensversicherungspolicen;

h) Geschäftsbesorgungsvertrag mit der LF Treuhand

GmbH über die Abwicklung des Geschäftsverkehrs

der Gesellschaft mit den Gesellschaftern;

i) Mittelverwendungskontrollvertrag;

j) Sonstige Verträge im Rahmen der in diesem

Prospekt vorgesehenen Mittelverwendung laut

Anlage I zu diesem Gesellschaftsvertrages.

§ 6 u Besondere Gesellschafterleistungen

1. Aufgrund gesonderter Geschäftsbesorgungsverträge

übernimmt die Lloyd Fonds AG folgende entgeltlichen

Leistungen:

a) Die Platzierung des noch erforderlichen Kommanditkapitals

in Höhe von bis zu EUR

20.750.000,00, das um weitere bis zu EUR

15.000.000,00 erhöht werden kann, einschließlich

der dazugehörigen Werbe- und Vertriebsmaßnahmen;

b) Im Rahmen der Projektierung der Gesellschaft die

betriebswirtschaftliche Beratung der Gesellschaft

im Geschäftsjahr 2004 bezüglich der Ermittlung

und Festlegung der erforderlichen wirtschaftlichen

Rahmendaten für einen langfristigen wirtschaftlichen

Geschäftsbetrieb, der auf Vermögensmehrung

und Gewinnerzielung der

Gesellschaft ausgelegt ist;

c) Die Beschaffung von Fremdkapital zur Finanzierung

der Lebensversicherungspolicen.

2. Die Treuhandkommanditistin erhält für ihre Verwaltungstätigkeit,

welche die Gesellschaft ansonsten

selbst gegenüber ihren Kommanditisten erbringen

müsste, und als Erstattung ihrer Aufwendungen

und Auslagen von der Gesellschaft die im Treuhand-

und Verwaltungsvertrag vereinbarte Vergütung.

3. Die persönlich haftende Gesellschafterin erhält ab

dem Jahr 2004 für die Geschäftsführung der Kommanditgesellschaft,

einschließlich Kosten und Auslagen,

vorab eine jährliche ergebnisunabhängige

Vergütung in Höhe von 0,425 % des Erhöhungsbetrages

der Kommanditeinlage im Sinne von § 3 Ziffer

3 dieses Gesellschaftsvertrages, die jeweils in

Höhe von 50 % zum 1. März und in Höhe von 50 %

zum 1. September eines jeden Jahres fällig ist. Im

Jahr 2004 ist der komplette Betrag zum 1. September

2004 fällig. Ab dem Jahre 2006 wird diese

ergebnisunabhängige Vergütung entsprechend der

Entwicklung des Verbraucherpreisindexes für

Österreich erhöht, mindestens jedoch um 1,5 %

p.a. Daneben erhält die persönlich haftende

Gesellschafterin für die Übernahme der persönlichen

Haftung ab dem Jahr 2004 eine jährliche Haftungsvergütung

in Höhe von EUR 5.000,00, die in

den Folgejahren um 1,5 % p.a. gesteigert wird.

4. Ist den Gesellschaftern als Ausschüttung/ Entnahme

ihre Pflichteinlage (Kapitaleinlage) ohne Agio

zzgl. einer nach der internen Zinsfußmethode

berechneten Rendite von 8,0 % zugeflossen, so

steht der persönlich haftenden Gesellschafterin

der über eine Rendite von 8,0 % hinausgehende

Gewinn bzw. der Liquiditätsüberschuss in Höhe

von 25 % zu. Die verbleibenden 75 % stehen den

Gesellschaftern zu. Die Rendite von 8,0 % berechnet

sich ab vollständiger Platzierung des Gesellschaftskapitals.

Für die Berechnung der Rendite

von 8,0 % ist die im Prospekt auf S. 34/35 abge-

LLoyd Fonds

62


Gesellschaftsvertrag

druckte Wirtschaftlichkeitsrechnung zugrundezulegen.

5. Die in den vorstehenden Ziffern 2 bis 4 genannten

Positionen sind als laufender Aufwand der Gesellschaft

zu behandeln.

6. Die in den vorstehenden Ziffern 1 bis 4 genannten

Kostenerstattungen und Vergütungen verstehen

sich jeweils zuzüglich etwaiger gesetzlicher

Umsatzsteuer.

§ 7 u Beteiligung am Vermögen, Ergebnisverteilung,

Entnahmen

1. Am Vermögen der Gesellschaft einschließlich stiller

Reserven und eines etwaigen Firmenwertes

sind die Gesellschafter im Verhältnis ihrer geleisteten

Pflichteinlagen nach dem Stand des jeweiligen

Festkapitalkontos (wie in § 4 Ziffer 2 definiert)

zueinander beteiligt.

2. Das nach Abzug der Vergütungen gemäß § 6 dieses

Vertrages verbleibende Ergebnis wird auf die

Kommanditisten im Verhältnis ihrer Einzahlungen

auf die Pflichteinlagen verteilt.

3. Auszahlungen können die Kommanditisten nur zu

Lasten ihrer variablen Kapitalkonten gem. § 4 Ziffer

3 dieses Vertrages verlangen.

4. Soweit Auszahlungen von Liquiditätsüberschüssen

vorgenommen werden, werden sie den Kommanditisten

als unverzinsliche Darlehen gewährt, sofern

die Auszahlungen nicht durch Guthaben auf den

variablen Kapitalkonten gem. § 4 Ziffer 3 dieses

Vertrages gedeckt sind.

§ 8 u Aufgaben und Zusammensetzung des Beirates

1. Zur Beratung der Komplementärin wird ein Beirat

gebildet. Der Beirat unterstützt und berät die

Geschäftsführung zum Wohle der Gesellschaft und

nimmt die ihm in diesem Gesellschaftsvertrag - insbesondere

in § 5 Ziffer 3 - übertragenen Rechte

und Aufgaben wahr.

2. Der Beirat besteht aus drei natürlichen Personen.

Zwei Beiratsmitglieder werden von der Gesellschafterversammlung

mit einfacher Mehrheit der abgegebenen

Stimmen bestellt, ein Beiratsmitglied wird

von der persönlich haftenden Gesellschafterin entsandt.

Bis zur Wahl des Beirates kann die persönlich

haftende Gesellschafterin einen vorläufigen

Beirat berufen. Die Treuhandkommanditistin kann,

soweit sie im Beirat nicht vertreten ist, einen Vertreter

zu den Beiratssitzungen entsenden, der ein

Mitsprache- aber kein Stimmrecht hat.

3. Der Beirat wird für drei Jahre gewählt. Er bleibt

jedoch bis zur nächsten nach Ablauf der Wahlperiode

angesetzten Neuwahl im Amt. Beiratsmitglieder

können jederzeit durch diejenigen, von denen

sie bestellt bzw. entsandt wurden, abberufen werden.

Personen, die in einem Konkurrenzverhältnis

zur Gesellschaft bzw. zu den Kommanditisten

gemäß § 3 Ziffer 2 a) und b) stehen oder für ein

Unternehmen tätig sind, das im Wettbewerb zur

Gesellschaft steht bzw. zu den Kommanditisten

gemäß § 3 Ziffer 2 a) und b) steht, können nicht in

den Beirat gewählt werden. Scheidet ein Beiratsmitglied

vorzeitig aus, ist ein Ersatzbeiratsmitglied

spätestens nach 3 Monaten zu wählen bzw. zu entsenden.

4. Die Beiratsmitglieder wählen aus ihrer Mitte den

Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Vorsitzende,

bei Verhinderung sein Stellvertreter, vertritt

den Beirat.

5. Der Beirat hat die ihm in diesem Vertrag zugewiesenen

Aufgaben wahrzunehmen. Er ist berechtigt,

sich jederzeit über den Geschäftsverlauf der

Gesellschaft zu unterrichten sowie die Handelsbücher

der Gesellschaft einzusehen, darf aber hierdurch

den ordentlichen Geschäftsbetrieb nicht

maßgeblich stören. Die persönlich haftende Gesellschafterin

muss dem Beirat Auskunft erteilen und

ihn über alle wichtigen Geschäftsvorfälle unterrichten.

6. Beiratssitzungen sind vom Beiratsvorsitzenden

mündlich oder schriftlich einzuberufen. Die Treuhandkommanditistin

ist über die Einberufung rechtzeitig

zu informieren.

7. Der Beirat ist beschlussfähig, wenn mindestens ein

gewähltes und das entsandte Mitglied anwesend

sind.

Er entscheidet mit der Mehrheit der abgegebenen

Stimmen. Enthaltungen werden nicht mitgezählt.

Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des

Vorsitzenden. Beschlüsse des Beirates sind in Beiratssitzungen

zu fassen und in Protokollen festzuhalten.

Schriftliche und fernmündliche Beschlussfassungen

sind zulässig, wenn kein Mitglied einer

solchen Beschlussfassung widerspricht. Auch solche

Beschlüsse sind jedoch schriftlich festzuhalten

und allen Beiratsmitgliedern und der persönlich

haftenden Gesellschafterin zuzuleiten.

8. Die Beiratsmitglieder erhalten eine Vergütung, die

durch die Gesellschafterversammlung festgesetzt

wird. Sie erhalten außerdem die ihnen durch diese

Tätigkeit entstandenen und nachgewiesenen Auslagen

ersetzt.

9. Der Beirat hat seine Aufgabe mit der Sorgfalt eines

ordentlichen und gewissenhaften Sachwalters zu

erfüllen. Seine Mitglieder sind Dritten gegenüber

zur Verschwiegenheit verpflichtet, auch nach dem

Ausscheiden aus ihrem Amt.

10. Die Beiratsmitglieder haften für eigenes Verschulden.

In Fällen von leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung

auf EUR 25.000,00 beschränkt.

§ 9 u Gesellschafterversammlung

1. Alljährlich wird vor Ablauf der ersten acht Monate

eines jeden vollen Geschäftsjahres von der persönlich

haftenden Gesellschafterin eine ordentli-

LLoyd Fonds

63


Gesellschaftsvertrag

che Gesellschafterversammlung am Sitz der

Gesellschaft einberufen.

2. Aus wichtigem Grund können der Beirat oder

Gesellschafter, die zusammen 25 % der Kommanditeinlagen

repräsentieren, von der persönlich haftenden

Gesellschafterin unter Angabe einer Tagesordnung

die Einberufung einer außerordentlichen

Gesellschafterversammlung verlangen.

3. Ladungen zur Gesellschafterversammlung erfolgen

durch die persönlich haftende Gesellschafterin

unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von

drei Wochen, gerechnet vom Tage der Absendung.

Die Einberufung hat schriftlich an die letzte der

Gesellschaft bekannte Adresse des jeweiligen

Gesellschafters zu erfolgen. Ist der Gesellschaft

bekannt oder müsste es ihr nach den Umständen

bekannt sein, dass ein Gesellschafter abwesend

ist, so kann die Ladung wirksam nur an einen vom

abwesenden Gesellschafter zu benennenden

Bevollmächtigten erfolgen. Dies gilt jedoch nur,

soweit eine solche Bevollmächtigung der Gesellschaft

vorher mitgeteilt wurde.

4. Die Leitung der Gesellschafterversammlung übernimmt

die persönlich haftende Gesellschafterin.

Sie kann diese einem Mitglied des Beirates oder

der Treuhandkommanditistin übertragen.

5. Die Gesellschafterversammlung ist nur beschlussfähig,

wenn mehr als die Hälfte des stimmberechtigten

Kapitals vertreten ist. Fehlt es an dieser Voraussetzung,

so ist unverzüglich unter Einhaltung

der Formvorschriften der vorstehenden Ziffer 3 mit

derselben Tagesordnung eine neue Gesellschafterversammlung

einzuberufen, die ohne Rücksicht auf

die Höhe des vertretenen Kapitals beschlussfähig

ist, wenn hierauf in der Ladung ausdrücklich hingewiesen

wurde.

6. Jeder Gesellschafter kann sich in der Gesellschafterversammlung

aufgrund schriftlicher Vollmacht

durch einen anderen Gesellschafter oder durch

einen Rechtsanwalt, Notar, Wirtschaftsprüfer, vereidigten

Buchprüfer oder Steuerberater vertreten

lassen. Die Vertretung durch andere Personen ist

nur zulässig, sofern nicht die persönlich haftende

Gesellschafterin widerspricht. Die Treuhandkommanditistin

kann sich im übrigen durch ihre Treugeber

bezüglich der von diesen gehaltenen Anteile

vertreten lassen.

7. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat der

Gesellschafterversammlung über das abgelaufene

und das laufende Geschäftsjahr Bericht zu erstatten.

Die Berichterstattung hat sich auf den

Geschäftsgang, die Lage der Gesellschaft, die

beabsichtigte Geschäftspolitik und sonstige grundsätzliche

Fragen zu erstrecken.

8. Über jede Gesellschafterversammlung, insbesondere

über die darin behandelten Anträge und

durchgeführten Abstimmungen - einschließlich der

Stimmabgaben der Gesellschafter sowie des Abstimmungsergebnisses

- ist eine Niederschrift zu

fertigen, die von dem Versammlungsleiter und dem

Protokollführer zu unterzeichnen und den Gesellschaftern

zuzuleiten ist.

9. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt, Versammlungen

der Treugeber im Rahmen der Gesellschafterversammlung

der Kommanditgesellschaft

abzuhalten.

10. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist

berechtigt, an Stelle von Präsenzveranstaltungen

Gesellschafterversammlungen im schriftlichen Verfahren

abzuhalten, für die die vorstehenden Regelungen

entsprechend gelten, wenn nicht Gesellschafter,

die mindestens 25 % des

Kommanditkapitals repräsentieren, binnen einer

Erklärungsfrist von sieben Tagen diesem Verfahren

widersprechen. Für den Fristbeginn ist das Datum

des Poststempels des Aufforderungsschreibens an

die Gesellschafter maßgeblich.

§ 10 u Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung beschließt über alle

ihr gesetzlich und durch diesen Gesellschaftsvertrag

zugewiesenen Angelegenheiten, insbesondere über:

1. Jede Änderung des Gesellschaftsvertrages, insbesondere

auch die Erhöhung und Herabsetzung des

Gesellschaftskapitals, mit Ausnahme der Erhöhung

gem. § 3 Ziffer 3;

2. Auflösung der Gesellschaft;

3. Wahl des Beirats und Festsetzung der Beiratsvergütung;

4. Feststellung des Jahresabschlusses des abgelaufenen

Geschäftsjahres;

5. Entlastung der Geschäftsführung und des Beirates;

6. Auszahlung (Entnahme) von Liquiditätsüberschüssen.

Die im Prospekt vorgesehenen Auszahlungen

an die Kommanditisten wird die persönlich haftende

Gesellschafterin auch ohne gesonderten Gesellschafterbeschluss

vornehmen, sobald es die Liquiditätslage

der Gesellschaft erlaubt;

7. Wahl des Abschlussprüfers für das neue

Geschäftsjahr, mit Ausnahme des Abschlussprüfers

für das Geschäftsjahr 2004, der von der persönlich

haftenden Gesellschafterin ernannt wird;

8. Aufnahme und Ausschluss von Gesellschaftern,

soweit nicht § 3 Ziffer 7 Anwendung findet.

§ 11 u Gesellschafterbeschlüsse

1. Die Beschlüsse der Gesellschafter werden in

Gesellschafterversammlungen gefasst. Die persönlich

haftende Gesellschafterin ist jedoch berechtigt,

Beschlussfassungen durch schriftliche Abstimmung

herbeizuführen, wenn nicht Gesellschafter,

die insgesamt mindestens 25 % des Kommanditka-

LLoyd Fonds

64


Gesellschaftsvertrag

pitals repräsentieren, binnen einer Erklärungsfrist

von sieben Tagen diesem Verfahren widersprechen.

Für den Fristbeginn ist das Datum des Poststempels

des Aufforderungsschreibens an die

Gesellschafter maßgeblich.

2. Beschlüsse, die nicht in Gesellschafterversammlungen

gefasst werden, werden von der persönlich

haftenden Gesellschafterin festgestellt, von der

Treuhandkommanditistin auf formelle Richtigkeit

überprüft und allen Gesellschaftern schriftlich mitgeteilt.

3. Gesellschafterbeschlüsse werden, soweit das

Gesetz oder der Gesellschaftsvertrag nicht eine

andere Mehrheit vorsieht, mit einfacher Mehrheit

der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenthaltungen

und ungültige Stimmen zählen nicht mit. Bei

der Beschlussfassung gewähren je EUR 100,00

eines Geschäftsanteils eine Stimme.

4. Gesellschafterbeschlüsse nach § 5 Ziffer 2 und

nach § 10 Ziffer 1 und 2 dieses Vertrages bedürfen

zu ihrer Wirksamkeit einer Dreiviertelmehrheit der

abgegebenen Stimmen. Die Gesellschafterbeschlüsse

nach § 10 Ziffer 1 und 2 bedürfen zusätzlich

der Zustimmung der persönlich haftenden

Gesellschafterin.

5. Fehlerhafte Beschlüsse, deren Zustandekommen

oder Inhalt nicht gegen zwingende gesetzliche Vorschriften

verstößt, können nur innerhalb von drei

Monaten ab Beschlussfassung - im Falle der Ziffer

2 ab Zugang des Schreibens - durch Klage gegen

die Gesellschaft angefochten werden.

6. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt, von

ihrem Stimmrecht unter Berücksichtigung der ihr

aufgrund des Treuhandvertrages von den Treugebern

erteilten Weisungen unterschiedlich Gebrauch

zu machen, um auf diese Weise dem Willen

aller Treugeber Beachtung zu verleihen.

§ 12 u Jahresabschluss

1. Der Jahresabschluss ist von der persönlich haftenden

Gesellschafterin innerhalb der ersten fünf

Monate eines Geschäftsjahres nach handelsrechtlichen

Grundsätzen aufzustellen. Bei der Aufstellung

des Jahresabschlusses sind die steuerrechtlichen

Vorschriften zu beachten, soweit dies

handelsrechtlich zulässig ist.

2. Die Handelsbilanz der Gesellschaft entspricht der

Steuerbilanz, sofern nicht zwingende gesetzliche

Vorschriften eine abweichende Bilanzierung notwendig

machen. Die persönlich haftende Gesellschafterin

ist berechtigt, steuerlich zulässige

Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorzunehmen.

Nachträgliche Änderungen der Steuerbilanz

sind in der ersten noch nicht festgestellten

Handelsbilanz zu berücksichtigen. Wenn und

soweit aufgrund einer Betriebsprüfung des Finanzamtes

Änderungen vorzunehmen sind, haben diese

bindende Wirkung für alle Gesellschafter.

3. Der Jahresabschluss ist durch einen Wirtschaftsprüfer

zu prüfen und zu testieren.

4. Mit der Einladung zur Gesellschafterversammlung,

die über die Feststellung des Jahresabschlusses

beschließt, sind den Kommanditisten Abschriften

des Jahresabschlusses zu übersenden.

§ 13 u Informationsrechte

1. Die Kommanditisten können vom Beirat Auskünfte

über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen.

Sofern der Beirat einem begründeten Auskunftsverlangen

eines Kommanditisten in angemessener

Frist nicht nachkommt oder sonstige

wichtige Gründe vorliegen, sind die Kommanditisten

berechtigt, von der persönlich haftenden

Gesellschafterin Auskunft über die Angelegenheiten

der Gesellschaft und Einsichtnahme in die Handelsbücher

zu verlangen. Sie müssen sich hierbei

zur Berufsverschwiegenheit verpflichteter Personen,

die jedoch nicht selbst oder als Berater in

Konkurrenz zur Gesellschaft stehen dürfen, bedienen.

Die Kosten hierfür haben die Kommanditisten

selbst zu tragen.

2. Darüber hinaus wird die persönlich haftende Gesellschafterin

die Kommanditisten regelmäßig jeweils

alle sechs Monate über die Geschäftsentwicklung

der Gesellschaft - insbesondere über die Entwicklung

des Policenbestandes, die Entwicklung der

jährlich zugewiesenen Boni sowie der Schlussboni -

unterrichten.

3. Rechtzeitig vor Ablauf eines Geschäftsjahres ist die

persönlich haftende Gesellschafterin zur Vorlage

eines Planes für das kommende Geschäftsjahr

sowie eines Finanzplanes verpflichtet.

§ 14 u Verfügung über Gesellschaftsanteile

1. Die vollständige und teilweise Übertragung oder

Belastung von Kommanditanteilen durch Abtretung,

Verpfändung oder ähnliche Rechtsgeschäfte

sowie die Übertragung oder Belastung der Rechtsstellung

als Treugeber eines Kommanditanteils ist

nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der

persönlich haftenden Gesellschafterin möglich. Die

persönlich haftende Gesellschafterin kann diese

Zustimmung nur aus wichtigem Grund versagen.

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor,

wenn die Übertragung an ein Unternehmen oder

eine diesem nahestehende Person beabsichtigt ist,

das in Konkurrenz zur Gesellschaft steht oder stehen

könnte, sowie im Falle der Übertragung an

einen Dritten, von dem die Gesellschaft nach den

ihr bekannten Umständen annehmen muss, dass

er seine Verpflichtungen aus dem Gesellschaftsvertrag

nicht oder nicht vollständig erfüllen wird,

oder wenn der Gesellschaft gegen den betreffenden

Gesellschafter fällige Ansprüche zustehen.

2. Die Übertragung von treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteilen ist nur zusammen mit der

gleichzeitigen Übertragung der Rechte und Pflichten

aus dem jeweiligen zwischen dem Anleger und

der Treuhänderin gesondert abzuschließenden Treu

LLoyd Fonds

65


Gesellschaftsvertrag

hand- und Verwaltungsvertrag zulässig und von der

weiteren Voraussetzung abhängig, dass der Erwerber

eine notariell beglaubigte Firmenbuchvollmacht

gem. § 3 Ziffer 4 dieses Vertrages erteilt.

3. Die Übertragung soll nur zum Ende eines

Geschäftsjahres erfolgen. Die Anteile müssen

durch EUR 1.000,-- teilbar sein und sollen mindestens

EUR 10.000,-- betragen. Über Ausnahmen

von dem vorstehenden Mindestbetrag entscheidet

die persönlich haftende Gesellschafterin nach

pflichtgemäßen Ermessen.

4. Die Treuhandkommanditistin ist jederzeit berechtigt,

die für den jeweiligen Treugeber treuhänderisch

gehaltene Kommanditbeteiligung auf diesen, seinen

Ehegatten oder seine Kinder nach den Bestimmungen

des Treuhand- und Verwaltungsvertrages zu übertragen.

Hierfür ist erforderlich, dass der Erwerber der

Treuhandkommanditistin eine Firmenbuchvollmacht

gemäß § 3 Ziffer 4 dieses Gesellschaftsvertrages

erteilt hat.

5. Die persönlich haftende Gesellschafterin erteilt

bereits jetzt ihre Zustimmung zur Übertragung von

Kommanditanteilen auf den Treugeber, auf Ehegatten

und Kinder des Kommanditisten oder Treugebers.

6. Die Treuhandkommanditistin ist zur Übertragung

ihrer treuhänderisch gehaltenen Kommanditbeteiligung

auf einen Dritten nur dann berechtigt, wenn

sie der persönlichen haftenden Gesellschafterin

vorher nachweist, dass dies in Übereinstimmung

mit dem Treuhand- und Verwaltungsvertrag

geschieht.

§ 15 u Tod eines Gesellschafters

1. Durch den Tod eines Gesellschafters wird die

Gesellschaft nicht aufgelöst, sondern mit denjenigen,

die bezüglich des Gesellschaftsanteils Erben

oder anderweitig durch Verfügung von Todes

wegen Begünstigte sind, fortgesetzt.

2. Die Erben müssen sich durch Vorlage eines

Erbscheins, einer gerichtlich oder notariell beglaubigten

Kopie eines Erbscheins, eines Testamentsvollstreckerzeugnisses

oder einer beglaubigten Abschrift

einer letztwilligen Verfügung (Testament/

Erbvertrag) nebst Testamentseröffnungsprotokoll

legitimieren. Die Gesellschaft kann die Vorlage weiterer

Unterlagen verlangen, wenn sich aus den vorgelegten

Dokumenten die Erbfolge nicht hinreichend

klar ergibt.

Werden der Gesellschaft ausländische Urkunden

zum Nachweis des Erbgangs oder der Verfügungsbefugnis

vorgelegt, so ist die Gesellschaft berechtigt,

auf Kosten dessen, der seine Berechtigung auf

die ausländische Urkunde stützt, diese übersetzen

zu lassen und/oder eine ”legal opinion“ über die

Rechtswirkung der vorgelegten Urkunden einzuholen.

3. Sind mehrere Erben vorhanden, so können sie ihre

Rechte als Kommanditisten nur einheitlich durch einen

gemeinsamen Bevollmächtigten ausüben, der auch zur

Entgegennahme aller Erklärungen der übrigen Gesellschafter

und der Gesellschaft als ermächtigt gilt. Die

anderen Gesellschafter können einen solchen Bevollmächtigten

ablehnen, wenn dieser nicht selbst Kommanditist

ist oder nicht von Berufs wegen zur Verschwiegenheit

hinsichtlich aller ihm zur Kenntnis

gelangten Tatsachen, die die Gesellschaft betreffen,

verpflichtet ist. Solange ein solcher Bevollmächtigter

nicht schriftlich gegenüber der persönlich haftenden

Gesellschafterin von allen Erben einheitlich benannt

ist, ruhen die Stimmrechte der Erben. Während dieser

Zeit dürfen sie auch keine Entnahmen tätigen oder

über ihr Gewinnbezugsrecht oder ihr Auseinandersetzungsguthaben

durch Abtretung verfügen.

4. Die Wahrnehmung der Gesellschafterrechte durch

einen Testamentsvollstrecker wird zugelassen,

sofern dieser Testamentsvollstrecker gesetzlich zur

Berufsverschwiegenheit verpflichtet ist. In diesem

Fall entfällt für die Dauer der Testamentsvollstreckung

die Benennung eines gemeinsamen

Bevollmächtigten.

5. Soll eine Auseinandersetzung unter den Erben

erfolgen, müssen die einzelnen Anteile mindestens

einen Betrag von EUR 10.000,00 aufweisen und

durch EUR 1.000,00 teilbar sein. Ist dies nach dem

Inhalt des durch Todesfall übergegangenen Gesellschaftsanteils

nicht möglich, so kann eine Auseinandersetzung

gegenüber der Gesellschaft nicht

erfolgen. In diesem Fall haben sich die Begünstigten

der Gesellschaft gegenüber weiter durch einen

Bevollmächtigten vertreten zu lassen.

6. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend,

soweit ein Treugeber stirbt.

§ 16 u Dauer der Gesellschaft

1. Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Zeit

geschlossen.

2. Jeder Gesellschafter kann die Gesellschaft mit

einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf eines

Geschäftsjahres durch eingeschriebenen und an

die Gesellschaft gerichteten Brief kündigen. Eine

Kündigung kann jedoch frühestens zum 31. Dezember

2018 ausgesprochen werden. Das Recht zur

fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt

hiervon unberührt.

§ 17 u Ausscheiden eines Gesellschafters

1. Ein Gesellschafter scheidet aus der Gesellschaft

aus, wenn

a) er das Gesellschaftsverhältnis wirksam kündigt;

b) über sein Vermögen das Insolvenzverfahren

eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wird;

c) sein Auseinandersetzungsguthaben von einem

privaten Gläubiger gepfändet wird und dieser die

Gesellschaft gemäß § 135 HGB gekündigt hat,

LLoyd Fonds

66


Gesellschaftsvertrag

und zwar zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens

der Kündigung;

d) er trotz schriftlicher Abmahnung schwerwiegend

gegen die Vorschriften des Gesellschaftsvertrages

und/oder die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung

schuldhaft verstößt oder

wenn in seiner Person ein sonstiger nach §§

140, 133 HGB zum Ausschluss berechtigender

Grund vorliegt und der Gesellschafter durch

Gesellschafterbeschluss ausgeschlossen wird;

e) er gem. § 3 Ziffer. 7 von der persönlich haftenden

Gesellschafterin ausgeschlossen wird;

f) er Klage auf Auflösung der Gesellschaft erhebt;

g) er versucht, seinen Gesellschaftsanteil unter

Verstoß gegen § 14 dieses Gesellschaftsvertrages

zu veräußern.

2. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt, unter

Beachtung der obigen Frist und Formvorschriften

ihre Kommanditbeteiligung auch teilweise zu kündigen

nach Maßgabe der von den Treugebern ausgesprochenen

Kündigungen.

3. Die vorstehende Ziffer 1 gilt entsprechend für die

Treugeber der Treuhandkommanditistin mit der

Maßgabe, dass die Treuhandkommanditistin anteilig

mit dem Teil ihrer Kommanditbeteiligung aus der

Gesellschaft ausscheidet, den sie treuhänderisch

für den jeweils betroffenen Treugeber hält.

4. Auch in dem in der vorstehenden Ziffer 1 f) genannten

Fall wird die Gesellschaft nicht aufgelöst, sondern

unter den übrigen Gesellschaftern fortgesetzt.

§ 18 u Auseinandersetzungsguthaben

1. Scheidet ein Gesellschafter aus anderen als den in

§ 3 Ziffer 7 dieses Gesellschaftsvertrages genannten

Gründen aus der Gesellschaft aus, so ist an

den ausscheidenden Kommanditisten eine Abfindung

zu zahlen, die sich aus der Bewertung der

Gesellschaft zum Zeitpunkt des Ausscheidens

ergibt.

Für diesen Zeitpunkt ist durch den Abschlussprüfer

der Gesellschaft eine Auseinandersetzungsbilanz

zu erstellen, für die grundsätzlich die ertragsteuerlichen

Bewertungsgrundsätze gelten. Die Auseinandersetzungsbilanz

hat den Grundsätzen ordnungsgemäßer

Buchführung unter Beachtung der

Grundsätze der Bilanzkontinuität und der Bewertungsstetigkeit

zu entsprechen. Die Vermögenswerte

und Verbindlichkeiten der Gesellschaft werden

mit ihren Zeitwerten angesetzt werden. Ein

etwaiger Firmenwert wird berücksichtigt. Bei der

Berechnung der Abfindung ist die in § 6 Ziffer 4

dieses Gesellschaftsvertrages genannte Beteiligung

der persönlich haftenden Gesellschafterin an

der Endausschüttung als Abzugsposten zu berücksichtigen

2. Scheidet ein Kommanditist aufgrund einer ordentlichen

Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses

gemäß § 16 Ziff. 2 oder aufgrund einer Kündigung

aus wichtigem Grund aus, tragen die Gesellschaft

und der kündigende Kommanditist die Kosten der

Erstellung der Auseinandersetzungsbilanz je zur

Hälfte. In den übrigen Fällen hat der ausscheidende

Kommanditist diese Kosten allein zu tragen. Auf

die insofern mutmaßlich von dem ausscheidenden

Kommanditisten zu tragenden Kosten hat dieser

einen angemessenen Vorschuss zu leisten.

3. Für die Höhe und Bezahlung der Abfindung gilt folgendes:

a) Maßgebend ist der Wert des Kommanditanteils,

der auf den Tag des Ausscheidens nach den

Grundsätzen zu ermitteln ist, die für die Auseinandersetzungsbilanz

gelten. Die Abfindung

beträgt 100 % von dem so ermittelten Wert.

Scheidet der Kommanditist auf Grund einer

außerordentlichen Kündigung durch die persönlich

haftende Gesellschafterin aus wichtigem

Grund aus der Gesellschaft aus, beträgt die

Abfindung 60 % des nach Satz 1 ermittelten Wertes.

b) Die Abfindung ist in drei gleichen Jahresraten zu

zahlen. Die erste Rate ist am Ende des Monats

fällig, der der Feststellung der Auseinandersetzungsbilanz

folgt. Die Abfindung ist ab dem Tage

des Ausscheidens mit 2 % über dem jeweiligen

Zinssatz der Spitzenrefinanzierungsfazilität der

Europäischen Zentralbank (SRF-Satz) zu verzinsen.

Die aufgelaufenen Zinsen sind mit jeder

Rate zu zahlen. Die Gesellschaft ist berechtigt,

die Abfindung vor Fälligkeit zu zahlen.

4. Kann zwischen dem ausscheidenden Kommanditisten

und der Gesellschaft keine Einigung über die

Bewertung einzelner Vermögensgegenstände und

Verbindlichkeiten der Gesellschaft erzielt werden,

benennt jede Partei einen Wirtschaftsprüfer als

Sachverständigen. Die Sachverständigen fertigen

jeweils ein Bewertungsgutachten an. Der Mittelwert

aus beiden Sachverständigengutachten wird

der Auseinandersetzungsbilanz zugrunde gelegt.

Jede Partei trägt die Kosten des von ihr benannten

Sachverständigen.

5. Am Gewinn oder Verlust, der sich aus den am Tage

des Ausscheidens schwebenden Geschäften ergibt,

nimmt der ausscheidende Kommanditist nicht

teil. Das gleiche gilt für den Gewinn und Verlust des

laufenden Geschäftsjahres, wenn der Kommanditist

nicht zum Ende eines Geschäftsjahres ausscheidet.

6. Ergibt sich bei dem Kommanditisten ein negatives

Auseinandersetzungsguthaben, kann die Gesellschaft

keinen Ausgleich verlangen. Hat er jedoch

LLoyd Fonds

67


Gesellschaftsvertrag

Entnahmen getätigt, sind diese an die Gesellschaft

unverzüglich zurückzuzahlen, soweit sie die Gewinnanteile

des Kommanditisten übersteigen.

7. Der ausscheidende Kommanditist kann eine

Sicherheitsleistung für Schulden der Gesellschaft

nicht verlangen und Befreiung erst und insoweit,

als er von den Gläubigern in Anspruchgenommen

wird.

8. Reduziert sich die Beteiligung der Treuhandkommanditistin

durch Beendigung eines Treuhandverhältnisses,

gelten die vorstehenden Bestimmungen

entsprechend, soweit die entsprechende Kommanditbeteiligung

nicht auf den Treugeber übertragen

wird.

9. Ändert sich der für die Abfindung maßgebliche Jahresabschluß

infolge einer steuerlichen Außenprüfung

der Gesellschaft oder durch anderweitig veranlasste

Änderungen der Veranlagung, so ist die

Auseinandersetzungsbilanz entsprechend zu ändern

und die Abfindung der Änderung anzupassen.

§ 19 u Liquidation

1. Die Gesellschaft tritt in Liquidation, wenn die

Gesellschafter die Auflösung beschließen.

2. Liquidator ist die persönlich haftende Gesellschafterin.

3. Bei Liquidation der Gesellschaft wird das Vermögen

einschließlich aller stillen Reserven und eines

evtl. realisierten Firmenwertes nach Begleichung

der Verbindlichkeiten auf die Gesellschafter entsprechend

ihrer Beteiligung am Vermögen der

Gesellschaft verteilt. Der nach Begleichung sämtlicher

Kosten und Aufwendungen und nach Befriedigung

der Gläubiger verbleibende Liquidationserlös

wird in folgender Reihenfolge verwandt:

a) Auszahlung beschlossener und nicht entnommener

Auszahlungen an die Kommanditisten;

b) Rückzahlung der Einlagen der Kommanditisten;

c) Verteilung der verbleibenden freien Liquidität

auf die Kommanditisten im Verhältnis ihrer

Pflichteinlagen.

§ 20 u Schiedsgericht

Alle Rechtsstreitigkeiten zwischen den Gesellschaftern

oder zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern,

die das Gesellschaftsverhältnis, die Gesellschaft

oder die Wirksamkeit oder Auslegung dieses Gesellschaftsvertrages

betreffen, werden, soweit rechtlich

zulässig, unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges

ausschließlich und endgültig nach der Schiedsordnung

der Internationalen Handelskammer von

einem oder mehreren gemäß dieser Ordnung ernannten

Schiedsrichtern entschieden. Schiedsort ist Innsbruck.

auf Gesellschafterbeschlüsse. Insoweit ist ausschließlicher

Gerichtsort Innsbruck.

§ 21 u Schlussbestimmungen

1. Mündliche Nebenabreden wurden nicht getroffen.

2. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages oder eine

künftig in ihn aufgenommene Bestimmung ganz

oder teilweise unwirksam sein, soll hierdurch die

Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt

werden. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren

Bestimmung tritt eine Regelung, die

ihrem wirtschaftlichen Sinn am nächsten kommt.

3. Beruht die Unwirksamkeit oder Undurchführbarkeit

einer Bestimmung auf einem darin festgelegten

Maß der Leistung oder der Zeit (Frist oder Termin),

so soll das der Bestimmung am nächsten kommende

rechtlich zulässige Maß als vereinbart gelten.

4. Die Kosten dieses Vertrages und seiner Durchführung

trägt die Gesellschaft.

5. Schadensersatzansprüche der Gesellschafter aus

diesem Vertrag verjähren innerhalb von 3 Jahren

nach ihrer Entstehung, sofern nicht gesetzlich eine

kürzere Frist besteht. Sie sind innerhalb einer Ausschlussfrist

von 6 Monaten nach Kenntnis des

Schadens schriftlich geltend zu machen. Hinsichtlich

der Haftung für Vorsatz beginnt die Verjährungsfrist

mit dem Schluss des Jahres, in der

der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von

den den Anspruch begründenden Umständen

Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit

erlangen müsste. Insoweit gilt die Ausschlussfrist

nach Satz 2 nicht.

6. Alle Verpflichtungen aus diesem Gesellschaftsvertrag

und seiner Durchführung sind am Sitz der

Gesellschaft zu erfüllen.

§ 22 u Anwendbares Recht

Dieser Vertrag unterliegt dem österreichischem Recht.

Soweit in diesem Vertrag auf gesetzliche Bestimmungen

Bezug genommen wird, handelt es sich um solche

des österreichischen Rechts.

Wörgl, den 20. Juli 2004

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH

Lloyd Fonds AG

LF Treuhand GmbH

Die Zuständigkeit des Schiedsgerichts erstreckt sich

nicht auf Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen in Bezug

LLoyd Fonds

68


Gesellschaftsvertrag

Anlage I

Investitionsrechnung Britische Kapital Leben I

Diese Investitions- und Finanzierungsrechnung basiert auf einem Musterportfolio.

1)

Investition

1. Kaufpreis Lebensversicherungspolicen

2. Dienstleistung Investitionsphase

3. Finanzierungskosten

4. Rechts- und Steuerberatung

5. Policenprüfung

6. Finanzierungsvermittlung

7. Mittelverwendungskontrolle, Gründungskosten, Prospektbeurteilung, etc.

8. Treuhandgebühren

9. Projektierung

10. Emission, Werbung und Marketing

11. Liquiditätsreserve

Gesamtinvestition

T£ 19.765

T3

29.500

737

179

238

174

210

88

174

499

1.496

1.259

34.554

2)

Finanzierung

12. Fremdkapital

Bankdarlehen

13. Kommanditkapital

Lloyd Fonds AG

LF Treuhand GmbH

Emissionskapital

Gesamtfinanzierung

T£ 9.229

25

5

20.750

T3

13.774

20.780

34.554

2)

1)

Sollte die Gesamtinvestition hiervon abweichen, verändern sich die Positionen 1-5, 9-12 und das Emissionskapital entsprechend.

2)

Zuzüglich 5 % Agio in Höhe von T2 1.039, das für weitere Emissionskosten verwendet wird.

LLoyd Fonds

69


Gesellschaftsvertrag

Anlage II

Berater:

Britische Kapital Leben I

Beitrittserklärung

Britische Kapital Leben I

“Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG”

Ich, der/die Unterzeichnende,

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uName uVorname uGeburtsdatum

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uStraße

uPLZ/Ort

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uTelefon (privat/geschäftlich) uBeruf uE-Mail

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uZuständiges Finanzamt

uSteuernummer

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ uBankverbindung (für vorgesehene Auszahlungen) uKonto-Nr. uBLZ

beauftrage hiermit die LF Treuhand GmbH als Treuhänderin, für mich eine Kommanditbeteiligung an der “Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG”

in Höhe von

zzgl. 5 % Agio

__ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Euro

B49 -

Betrag in Worten

Hinweis: Aus steuerlichen Gründen wird Ehegatten ein getrennter Beitritt zur Gesellschaft empfohlen.

zu erwerben und meine Rechte entsprechend dem Treuhand- und Verwaltungsvertrag für mich wahrzunehmen, dem ich hiermit unter der Bedingung der Annahme

dieses Antrages beitrete.

Der Emissionsprospekt (Stand: August 2004) einschließlich des Treuhand- und Verwaltungsvertrages und des Gesellschaftsvertrages der

“Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG” sind Bestandteil dieser Beitrittserklärung und werden von mir verbindlich anerkannt. Der Mindestzeichnungsbetrag

beträgt 1 15.000,–. Den Beteiligungsbetrag zzgl. 5% Agio werde ich nach Aufforderung durch die Treuhänderin auf das Treuhandkonto der “Lloyd Fonds

Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG” Nr. 333 139.006 bei der Conrad Hinrich Donner Bank AG, Hamburg, BLZ 200 303 00, wie folgt einzahlen:

Einzahlungen:

100% + 5 % Agio nach Annahme

Mir ist bekannt, dass im Falle des Einzahlungsverzuges die “Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG” berechtigt ist, Verzugszinsen in Höhe von 1%

pro Monat in Rechnung zu stellen. Mir ist ferner bekannt, dass es sich bei diesem Angebot um eine unternehmerische Beteiligung mit Chancen und Risiken handelt,

dass mündliche Nebenabreden nur Gültigkeit haben, wenn sie durch die Lloyd Fonds AG schriftlich bestätigt worden sind, und dass niemand außer den Prospektherausgebern

berechtigt ist, vom Prospekt abweichende Angaben zu machen.

Ich bestätige, dass mein Beitritt ohne Vorbehalt und ausschließlich auf Grundlage des Emissionsprospektes (Stand: August 2004) erfolgt und hiervon keine

abweichenden oder darüber hinausgehenden Erklärungen oder Versicherungen abgegeben worden sind.

Ich bin damit einverstanden, dass meine persönlichen Daten über eine EDV-Anlage gespeichert werden, wobei ich davon ausgehe, dass diese ausschließlich zur

Verwaltung meiner Beteiligungen bzw. zu meiner Betreuung verwendet werden.


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uOrt, Datum

uTreugeber/Anleger

Der vorstehende Antrag wird angenommen:

Hamburg, den _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uLF Treuhand GmbH (Treuhänderin)

P/BKL I

Widerrufsbelehrung

1. Der nachstehende Anleger hat das Recht, seine am heutigen Tag auf den Erwerb einer Kommanditbeteiligung an der “Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG”

gerichtete Willenserklärung innerhalb von zwei Wochen gegenüber der LF Treuhand GmbH, Neuer Wall 72, 20354 Hamburg, in Textform zu widerrufen. Der Widerruf muss keine

Begründung enthalten. Die Frist für den Widerruf beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem dem Anleger diese Belehrung über sein Recht zum Widerruf mitgeteilt worden ist. Sie

beginnt nicht zu laufen, bevor ihm die Durchschrift, eine anderweitige Abschrift oder das Original des schriftlichen Antrages zum Erwerb der Beteiligung oder der

Vertragsurkunde zur Verfügung gestellt wurde.

2. Bei Verträgen, die unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln (Brief, Telefon, Telefax, E-Mail, Internet etc.) zustande gekommen sind, beginnt die Frist

für den Widerruf nicht zu laufen, bevor die LF Treuhand GmbH ihre Informationspflichten gem. § 312 c Abs. 2 BGB bzw. — bei elektronischem Geschäfts-verkehr — ihre Pflichten

gem. § 312 e Abs. 1 Satz 1 BGB erfüllt hat und die Annahme der Beitrittserklärung durch die LF Treuhand GmbH erfolgt ist.

3. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufes.

4. Das Widerrufsrecht gem. Ziffer 1 und 2 steht dem Anleger nur zu, wenn er Verbraucher i.S.d. § 13 BGB ist. Das Widerrufsrecht gem. Ziffer 1 steht dem Anleger darüber

hinaus nur dann zu, wenn er zum Vertragsabschluss im Rahmen eines Haustürgeschäftes gem. § 312 Abs. 1 BGB bestimmt worden ist.

5. Hat der Anleger fristgerecht widerrufen, ist er an seine auf Abschluss des Erwerbes der Kommanditbeteiligung gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden. Auf das

Widerrufsrecht finden, soweit nicht anderes bestimmt ist, die Vorschriften über den gesetzlichen Rücktritt gem. §§ 346 ff. BGB entsprechende Anwendung. Dies bedeutet im

Grundsatz, dass die empfangenen Leistungen zurückzugewähren und die gezogenen Nutzungen (z.B. Zinsen, Erträge) herauszugeben sind. Die Pflicht zum Wertersatz

des Anlegers entfällt abweichend von § 346 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BGB nicht schon deshalb, weil die Verschlechterung oder der Untergang beim Anleger eingetreten ist, obwohl

dieser diejenige Sorgfalt beobachtet hat, die er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt. Wegen der aufgrund des Widerrufes zu leistenden Rückzahlungen der Einlage

und des Agios tritt spätestens 30 Tage nach der Widerrufserklärung Verzug ein.


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

uOrt, Datum

Ich habe den Emissionsprospekt (Stand: August 2004) erhalten:

uUnterschrift des Anlegers


uUnterschrift des Anlegers

Sollte der Prospekt bei Zeichnung nicht vorliegen, wird er dem Anleger umgehend von der Treuhänderin zugesandt.

Bitte senden Sie das Original an: Lloyd Fonds AG, Neuer Wall 72, 20354 Hamburg, Telefon (040) 32 56 78-0, Telefax (040) 32 56 78-99

Die Durchschrift verbleibt beim Anleger.

LLoyd Fonds

70


Gesellschaftsvertrag

Anlage III

Anlagekriterien

Britische Kapital Leben I – Anlagekriterien

Die nachfolgenden Anlagekriterien enthalten die

Rahmenbedingungen, die die Geschäftsführung der

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co.

KG zu beachten hat:

1. Mindestens 75 % des Portfolios müssen mit

Policen von Versicherungsgesellschaften abgedeckt

sein, die ein Mindest-Rating von A nach

Standard & Poor’s oder ein A2 nach Moody’s

aufweisen.

2. Maximal 25 % des Portfolios kann mit Versicherungsgesellschaften

abgedeckt sein, die ein

geringeres Rating, jedoch zumindestens BBB

nach Standard & Poor’s oder ein BAA nach

Moody’s aufweisen, sowie nicht geratet sind.

Das Rating muss für Punkt 1 und 2 spätestens

ein Monat vor Einkauf der Policen erfolgt sein.

3. Eine einzelne Versicherungsgesellschaft darf

max. 30 % des Portfolios abdecken.

5. Es muss zumindest eine Streuung des Portfolios

auf 5 verschiedene Versicherungsgesellschaften

gegeben sein.

6. Der Anteil an Versicherungspolicen einer einzelnen

Versicherungsgesellschaft, die über kein

Rating von Standard & Poor’s bzw. Moody’s verfügt,

darf den Betrag von GBP 500.000,- im

Fondsportfolio nicht übersteigen.

7. Einzelne Versicherungspolicen dürfen den

Kaufpreis in Höhe von GBP 250.000,- nicht

überschreiten.

8. Für die Einhaltung der in den vorstehenden Ziffern

1 bis 7 genannten Erfordernisse ist der

Zeitpunkt des Kaufs der Police maßgeblich.

9. Abweichungen von den vorstehenden Anlagekriterien

sind nur mit Zustimmung des Beirates

zulässig.

4. Bei Bedarf können bis zu 25 % des Portfolios als

Liquiditätsreserve gehalten werden bzw. der

Fremdkapitalanteil entsprechend reduziert werden.

LLoyd Fonds

71


Treuhand- und Verwaltungsvertrag

Treuhand- und Verwaltungsvertrag

zwischen

LF Treuhand GmbH

Neuer Wall 72, 20354 Hamburg

- nachfolgend auch “Treuhänderin” genannt –

und der

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I

GmbH & Co. KG,

Bahnhofstraße 53, A-6300 Wörgl

- nachfolgend auch “Gesellschaft” genannt -

wird folgender Treuhand- und Verwaltungsvertrag

geschlossen:

Präambel

Die Treuhänderin ist gemäß § 3 Ziffer 3 des Gesellschaftsvertrages

der Gesellschaft (nachfolgend:

Gesellschaftsvertrag) berechtigt, sich an der Gesellschaft

durch einseitige Erklärung gegenüber der persönlich

haftenden Gesellschafterin der Gesellschaft

als Treuhandkommanditistin mit einer Kommanditeinlage

in Höhe von bis zu EUR 20.750.000,00 zzgl. 5 %

Agio zu beteiligen. Die Treuhänderin ist mit Zustimmung

der persönlich haftenden Gesellschafterin der

Gesellschaft berechtigt, ihre Kommanditeinlage um

weitere bis zu EUR 15.000.000,00 zzgl. 5 % Agio zu

erhöhen und sich mit einer Kommanditeinlage von insgesamt

bis zu EUR 35.750.000,00 zzgl. 5 % Agio

(Höchstbetrag) zu beteiligen. Die vorstehend beschriebene

Einlage (exklusive Agio) wird in das Firmenbuch

eingetragen.

Die Treuhänderin ist gem. § 3 Ziffer 4 des Gesellschaftsvertrages

berechtigt, die von ihr übernommenen

Pflichteinlagen vollständig oder teilweise für Dritte -

nachfolgend Treugeber genannt - nach Maßgabe dieses

Treuhand- und Verwaltungsvertrages zu halten und für

diese zu verwalten.

§ 1 u Treuhandverhältnis

1. Die Treuhänderin wird im eigenen Namen für Rechnung

der Treugeber, in Höhe der jeweils von diesen

in den Beitrittserklärungen gemäß Anlage II zum

Gesellschaftsvertrag gezeichneten Beteiligungsbeträge,

Anteile der Gesellschaft treuhänderisch

erwerben und diese uneigennützig verwalten.

2. Der Treuhandvertrag mit dem einzelnen Treugeber

ist wirksam geschlossen, sobald die von dem Treugeber

unterzeichnete Beitrittserklärung durch die

Treuhänderin gegengezeichnet wird. Der Treugeber

wird hierüber durch die Aushändigung einer Kopie

der entsprechenden Beitrittserklärung informiert.

Die Gesellschaft stimmt dem Beitritt hiermit zu.

3. Der Treugeber hat das jeweils gezeichnete Beteiligungskapital

zzgl. Agio zur Einzahlung in die Gesellschaft

auf das in der Beitrittserklärung genannte

Treuhandkonto der Gesellschaft oder der Treuhänderin

zu den in der Beitrittserklärung genannten

Zahlungsterminen bzw. unverzüglich nach entsprechender

Aufforderung durch die Treuhänderin zur

Verfügung zu stellen.

§ 2 u Treuhandverwaltung

1. Die Treuhänderin wird die von ihr auszuübenden

Rechte und Pflichten des Treugebers nach Maßgabe

dieses Treuhandvertrages und des Gesellschaftsvertrages

nach pflichtgemäßem Ermessen

und mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns

wahrnehmen.

2. Im Innenverhältnis ist der Treugeber wirtschaftlich

so zu stellen, als ob er unmittelbar Kommanditist

der Gesellschaft geworden wäre.

3. Die den Kommanditisten nach § 166 des österreichischen

HGB eingeräumten und in § 13 des

Gesellschaftsvertrages näher geregelten Informationsrechte

nimmt die Treuhänderin für den Treugeber

wahr, der diese Rechte aber auch selbst oder

durch einen zur Berufsverschwiegenheit verpflichteten

Angehörigen der rechts- und steuerberatenden

Berufe ausüben kann.

4. Die Treuhänderin ist von den Beschränkungen des

§ 181 BGB befreit.

§ 3 u Pflichten der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin hat die Rechte, die ihr aufgrund

der für Rechnung der Treugeber gehaltenen Treuhandanteile

nach außen hin zustehen, insbesondere

das Stimmrecht, gemäß den Weisungen der

Treugeber auszuüben, sofern diese nicht im Widerspruch

zu den Gesetzen, den Regelungen des

Gesellschaftsvertrages oder dieses Treuhand- und

Verwaltungsvertrages stehen. Die Treuhänderin ist

verpflichtet, den Treugeber anzuhören, ehe sie

Handlungen vornimmt, die rechtlich oder wirtschaftlich

für den Anteil oder den Treugeber von

besonderer Bedeutung sind.

2. Die Treuhänderin darf Dritten gegenüber die Beteiligung

des Treugebers an der Gesellschaft nur mit

dessen schriftlicher Zustimmung offen legen,

soweit nicht anderes gesetzlich vorgeschrieben ist,

die Offenlegung dem Interesse des Treugebers entspricht

oder zur Erfüllung der sich aus dem Treuhand-

oder Gesellschaftsvertrag ergebenden

Pflichten unerlässlich ist. Der Treuhänder ist insbesondere

zur Offenlegung gegenüber der Finanzverwaltung

und aus begründetem Anlass gegenüber

der Gesellschaft, insbesondere bei Kündigung der

Beteiligung, berechtigt.

3. Die Treuhänderin hat zur verwaltungsmäßigen Entlastung

der Gesellschaft den Treugeber über alle

wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft

unterrichtet zu halten und alle Unterlagen, Erläuterungen

und Auskünfte über die Gesellschaft und

den Anteil unverzüglich an ihn weiterzuleiten,

soweit dem gesetzliche oder vertragliche Pflichten

gegenüber der Gesellschaft und/oder den Mitgesellschaftern

nicht entgegenstehen.

LLoyd Fonds

72


Treuhand- und Verwaltungsvertrag

4. Die Treuhänderin hat zur verwaltungsmäßigen Entlastung

der Gesellschaft sämtliche auf den Anteil

entfallende Zahlungen, insbesondere Auszahlungen,

Ausschüttungen und das Abfindungsguthaben,

unverzüglich an den Treugeber abzuführen

oder sonst nach dessen Weisung damit zu verfahren.

5. Die Treuhänderin hat das Treuhandvermögen

getrennt von ihrem sonstigen Vermögen zu halten

und zu verwalten. Der getrennten Verwaltung ist

Genügegetan, wenn sich der Kapitalstand aus dem

Mittelverwendungskontrollkonto ergibt.

§ 4 u Pflichten des Treugebers

1. Der Treugeber und seine Rechtsnachfolger stellen

die Treuhänderin von allen Verpflichtungen und

Verbindlichkeiten frei, die für diese bei pflichtgemäßer

Erfüllung des Treuhandverhältnisses aus

dem Halten der Treuhandanteile entstehen bzw.

erstattet der Treuhänderin auf erstes Anfordern

den Gegenwert, soweit diese bereits Leistungen

erbracht hat. Die Freistellungsverpflichtung ist der

Höhe nach auf den Beteiligungsbetrag des

Treuhänders beschränkt.

2. Die Treugeber sind verpflichtet, die sich aus diesem

Vertrag ergebenden Verpflichtungen auch untereinander

zu beachten.

§ 5 u Treugeberversammlungen und Abstimmungsverfahren

1. Einmal jährlich hat die Treuhänderin eine Treugeberversammlung

einzuberufen. Darüber hinaus

haben Treugeberversammlungen stattzufinden,

wenn es im Interesse der Treugeber geboten

erscheint, dies mindestens zwei Beiratsmitglieder

der Gesellschaft wünschen oder von Treugebern

verlangt wird, die zusammen mindestens 25 % des

Kommanditkapitals repräsentieren.

2. Die Treuhänderin ist berechtigt, Treugeberversammlungen

im Rahmen der Gesellschaftsversammlung

der Gesellschaft abzuhalten. Ladungen

zur Treugeberversammlung erfolgen durch die

Treuhänderin unter Angabe der Tagesordnung mit

einer Frist von drei Wochen, gerechnet vom Tage

der Absendung. Die Treuhänderin lädt auch die

persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft,

die Lloyd Fonds Britische Kapital Leben

GmbH, sowie die Mitglieder des Beirates, die selber

keine Treugeber sind, zu der Treugeberversammlung

ein. Diese haben zwar ein Mitspracheaber

kein Stimmrecht in der Versammlung.

3. Die Leitung der Treugeberversammlung übernimmt

ein Vertreter der Treuhänderin. Wird die Treugeberversammlung

im Rahmen der Gesellschaftsversammlung

abgehalten, kann die Leitung einem Mitglied

des Beirates oder einem Vertreter der

Gesellschaft übertragen werden.

4. Jede Treugeberversammlung, insbesondere die

darin enthaltenen Anträge und Beschlussfassungen,

sind von der Treuhänderin wahlweise als

Ergebnis- oder Ablaufprotokoll zu protokollieren

und den Treugebern anschließend in Kopie zu übersenden.

5. Jeder Treugeber kann sich in der Treugeberversammlung

aufgrund schriftlicher Vollmacht durch

einen anderen Treugeber oder durch einen Rechtsanwalt,

Notar, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer

oder Steuerberater vertreten lassen. Die

Vertretung durch andere Personen ist nur zulässig,

sofern nicht die auf der Treugeberversammlung

vertretenen Treugeber mit einfacher Mehrheit

widersprechen. Die Treuhänderin kann sich im

übrigen durch ihre Treugeber bezüglich der von diesen

gehaltenen Anteile vertreten lassen.

6. In den Treugeberversammlungen erteilen die Treugeber

Weisungen bezüglich der Beschlussgegenstände

der Gesellschaft. Weiterhin werden Beschlüsse

gefasst, deren Beschlussfassung von

mindestens 25 % der das Kommanditkapital repräsentierenden

Treugeber beantragt wird.

7. Die Treugeberversammlung ist beschlussfähig,

wenn mehr als die Hälfte der Stimmen aller Treugeber

anwesend oder durch einen Bevollmächtigten

vertreten sind. Fehlt es an dieser Voraussetzung,

so ist unverzüglich unter Einhaltung der

Formvorschriften der vorstehenden Ziffer 2 eine

neue Treugeberversammlung einzuberufen, die

ohne Rücksicht auf die dann anwesenden bzw. vertretenen

Stimmen beschlussfähig ist, wenn hierauf

in der Ladung ausdrücklich hingewiesen wurde.

8. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der

abgegebenen Stimmen gefasst. Je EUR 100,00 der

Einlage der Treugeber gewähren eine Stimme.

9. Solange ein Treugeber mit seiner Einzahlungsverpflichtung

nach § 1 Ziffer 3 in Verzug ist, ruht sein

Weisungsrecht.

10. Die Treuhänderin ist berechtigt, an Stelle von Präsenzversammlungen

Treugeberversammlungen im

Im schriftlichem Verfahren abzuhalten, für die die

vorstehenden Regelungen entsprechend gelten,

wenn nicht Gesellschafter, die mindestens 25 %

des Kommanditkapitals repräsentieren, binnen

einer Erklärungsfrist von sieben Tagen diesem Verfahren

widersprechen.

§ 6 u Gesellschafterversammlungen der Gesellschaft

1. Die Treuhänderin hat spätestens drei Wochen vor

dem Termin von Gesellschafterversammlungen im

Sinne von § 9 des Gesellschaftsvertrages Weisungen

des jeweiligen Treugebers hinsichtlich der Ausübung

des Stimmrechts einzuholen.

LLoyd Fonds

73


Treuhand- und Verwaltungsvertrag

2. Derartige Weisungen an die Treuhänderin werden

schriftlich oder auf Treugeberversammlungen

erteilt. Die Treuhänderin wird den Treugebern

Abstimmungsvorschläge unterbreiten. Die Treugeber

haben Gelegenheit, der Treuhänderin innerhalb

einer mit den Vorschlägen benannten Frist ausdrückliche

Weisungen zur Abstimmung zu erteilen.

Geht der Treuhänderin fristgerecht keine ausdrückliche

Weisung zu, gilt dies als Weisung des

Treugebers, entsprechend den Vorschlägen abzustimmen.

Die Treuhänderin hat hierauf bei Unterbreitung

der Abstimmungsvorschläge hinzuweisen.

Abweichende Weisungen von Treugebern, die

der Treuhänderin nach Ablauf der Frist, aber vor

der Gesellschafterversammlung zugehen, wird die

Treuhänderin berücksichtigen.

3. Dem Gesellschaftsvertrag entsprechend wird die

Treuhänderin unterschiedlich nach zustimmenden,

ablehnenden und sich enthaltenden Weisungen der

Treugeber abstimmen.

4. Soweit Weisungen von den Treugebern erteilt wurden,

ist die Treuhänderin verpflichtet, weisungsgemäß

abzustimmen. Dies gilt nicht, wenn erst

nach der Erteilung der Weisung durch die Treugeber

der Treuhänderin Tatsachen bekannt werden,

aufgrund derer sie annehmen darf, dass die Weisung

der Treugeber bei Kenntnis dieser Tatsachen

anders ausgefallen wäre. Für diesen Fall ist die

Treuhänderin verpflichtet, dem Treugeber die

neuen Tatsachen mitzuteilen und eine erneute Weisung

einzuholen und gemäß dieser neuen Weisung

abzustimmen. Gelingt die Einholung einer neuen

Weisung trotz pflichtgemäßen Bemühungen nicht

oder ist sie aus Zeitgründen unmöglich, stimmt die

Treuhänderin gemäß nachstehender Ziffer 5 ab und

unterrichtet den Treugeber über ihr Abstimmungsverhalten

unverzüglich.

5. Soweit Weisungen von den Treugebern nicht rechtzeitig

eingeholt werden können, ist die Treuhänderin

berechtigt, nach pflichtgemäßem Ermessen

selbständig zu entscheiden und abzustimmen. Sie

hat dabei die berechtigten Interessen der Treugeber

sowie die sich aus dem Gesellschaftsvertrag

ergebenden Rechte und Verpflichtungen zu beachten

und gegebenenfalls gegeneinander abzuwägen.

In Fällen, in denen die Treuhänderin nicht mehr

rechtzeitig Weisungen einholen konnte, hat sie die

Treugeber über ihre Entscheidung und ihr Handeln

unverzüglich zu unterrichten.

6. Sofern die Treuhänderin keine anderslautenden

Weisungen erhält, ist sie verpflichtet, sich bei den

nachfolgenden Beschlussgegenständen mit den

jeweiligen Stimmen des Treugebers bzw. der Treugeber

der Stimme zu enthalten:

a) Änderung des Gesellschaftsvertrages;

b) Aufgabe des Geschäftsbetriebes oder dessen

wesentliche Änderung.

§ 7 u Übertragung von Kommanditanteilen

1. Übertragungen von Kommanditanteilen bzw. der

Treugeberstellung sollen nur zum Ende eines

Geschäftsjahres erfolgen. Die zu übertragenden

Anteile müssen mindestens EUR 10.000,00 betragen

und durch EUR 1.000,00 teilbar sein.

2. Im übrigen gilt § 14 des Gesellschaftsvertrages.

§ 8 u Bevollmächtigung des Treugebers

1. Die Treuhänderin erteilt hiermit den Treugebern

Vollmacht, soweit rechtlich zulässig, das Stimmrecht

aus der Beteiligung an der Gesellschaft auszuüben.

Soweit die Treugeber von dieser Vollmacht

Gebrauch machen, ist die Treuhänderin von der

Stimmabgabe ausgeschlossen.

2. Die Treuhänderin bevollmächtigt die Treugeber weiterhin,

die Treuhandanteile zu verkaufen und zu

übertragen und alle insoweit erforderlichen

Erklärungen im Namen der Treuhänderin abzugeben.

Diese Vollmacht gilt auch zum Erwerb einer

Beteiligung durch die Treugeber selbst, die hiermit

von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

werden. Diese Vollmacht soll auch für die Nachfolgerin

der Treuhänderin Geltung haben.

3. Die Vollmacht kann nur in Verbindung mit der Kündigung

dieses Vertrages widerrufen werden.

§ 9 u Tod eines Treugebers

1. Bei Tod eines Treugebers wird die Treuhandschaft

mit dessen Erben oder den anderweitig durch Verfügung

von Todes wegen Begünstigten fortgesetzt.

2. Sind danach mehrere Erben vorhanden, so können

sie ihre Rechte als Treugeber nur einheitlich durch

einen gemeinsamen Bevollmächtigten ausüben.

Gemeinsamer Bevollmächtigter kann nur ein Miterbe,

ein Mitvermächtnisnehmer, ein anderer Treugeber

oder eine von Berufs wegen zur Verschwiegenheit

verpflichtete Person sein. Die verbleibenden

Treugeber können mehrheitlich den Bevollmächtigten

aus wichtigem Grunde ablehnen. Bis zur

Benennung des gemeinsamen Bevollmächtigten

durch alle Erben in schriftlicher Form gegenüber

der Treuhänderin ruhen die Weisungs- und Stimmrechte

aus den §§ 3, 5 und 6 dieses Vertrages.

§ 10 u Dauer, Beendigung und Umwandlung des Treuhandverhältnisses

1. Der Treuhandvertrag wird auf unbestimmte Zeit

geschlossen.

2. Nur wenn die Kündigung der Gesellschaft durch die

Treuhänderin nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

oder des Gesetzes möglich ist

und auch erfolgt, kann der einzelne Treugeber den

Treuhandvertrag kündigen.

LLoyd Fonds

74


Treuhand- und Verwaltungsvertrag

Die Kündigung hat durch eingeschriebenen Brief an

die Treuhänderin zu erfolgen und muss spätestens

vier Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist des

Gesellschaftsvertrages (§ 16 Ziffer 2) der Treuhänderin

zugehen. Gegebenenfalls ist die Treuhänderin

unverzüglich verpflichtet, ihre treuhänderisch

gehaltene Kommanditbeteiligung in verhältnismäßigem

Umfang zu kündigen.

3. Die Treuhänderin kann das Treuhandverhältnis mit

einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf eines

Geschäftsjahres durch eingeschriebenen und an

alle Treugeber gerichteten Brief kündigen. Eine

Kündigung kann jedoch frühestens zum 31. Dezember

2018 ausgesprochen werden.

4. Ohne Kündigung endet das Treuhandverhältnis,

wenn in den Anteil der Treuhänderin vollstreckt

oder die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über

das Vermögen der Treuhänderin beantragt wird.

5. Unter der aufschiebenden Bedingung der Beendigung

des Treuhandverhältnisses und der Eintragung

der jeweiligen Treugeber in das Firmenbuch

tritt die Treuhänderin bereits hiermit eine der Beteiligung

des Treugebers entsprechende Kommanditeinlage

auf den Treugeber ab, der die Abtretung

annimmt und damit unmittelbar Kommanditist

wird. Mit Wirksamkeit der Übertragung wandelt

sich der Treuhandvertrag in eine Verwaltungstreuhand

um. Es gilt die nachstehende Ziffer 6 Satz 5.

6. Der Treugeber ist gemäß § 3 Ziffer 4 des Gesellschaftsvertrages

berechtigt, sich selbst anstelle

der Treuhänderin mit dem von dieser bisher für ihn

gehaltenen Hafteinlage in das Firmenbuch eintragen

zu lassen und die gesamte Pflichteinlage auch

im Außenverhältnis zu übernehmen. Macht der

Treugeber von diesem Recht Gebrauch, nimmt die

Treuhänderin die Rechte des bisherigen Treugebers

insoweit nur noch als Verwaltungstreuhänderin

wahr. Soweit sich dann aus der unmittelbaren

Beteiligung des Treugebers nicht zwingend etwas

anderes ergibt, gelten die Rechte und Pflichten dieses

Vertrages in entsprechender Weise zwischen

der Treuhänderin und dem Treugeber fort. Insbesondere

ist die Treuhänderin berechtigt und bevollmächtigt,

die sich aus der Einlage für den bisherigen

Treugeber ergebenden Stimmrechte für diesen

in Gesellschafterversammlungen oder bei schriftlichen

Beschlussfassungen weiter auszuüben, es sei

denn, der bisherige Treugeber entzieht ihr diese

Rechte durch schriftliche Mitteilung, wozu er jederzeit

berechtigt ist.

Voraussetzung für die Übernahme der Einlage

durch den Treugeber gem. Satz 1 ist, dass er der

Treuhänderin zuvor auf eigene Kosten eine unwiderrufliche

und über den Tod hinausreichende Firmenbuchvollmacht

auf eigene Kosten erteilt hat,

mit der alle die Gesellschaft betreffenden Vorgänge,

insbesondere der Eintritt und das Ausscheiden

von Kommanditisten, persönlich haftenden Gesellschaftern

sowie des Vollmachtgebers selbst und

die Änderung der Beteiligungsverhältnisse, der

Firma, des Kapitals wie auch des Sitzes und des

Zwecks der Gesellschaft angemeldet werden können.

7. Damit die Kommanditisten, die nicht oder nicht

mehr Treugeber sind, an dem Meinungsbildungsprozess

der übrigen Treugeber teilnehmen können,

wird die Treuhänderin diese Kommanditisten zu

den Treugeberversammlungen einladen, jedoch

ohne dass ihnen ein Stimmrecht zusteht.

§ 11 u Vergütung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin erhält ab 2005 von der Gesellschaft

für ihre Verwaltungstätigkeit für die Gesellschaft

eine jährliche Vergütung von 0,5 % p.a. des

verwalteten Kommanditkapitals zzgl. etwaig anfallender

Umsatzsteuer. Die Vergütung ist jeweils zum

30. Juni eines jeden Jahres fällig. Die Vergütung

wird jeweils nach Ablauf von drei vollen Geschäftsjahren

in Abstimmung mit dem Beirat an die allgemeine

Kostenentwicklung angepasst. Die Erhöhung

beträgt jedoch mindestens 1,5 % p.a.

2. Für die Einrichtung der Treuhandverwaltung sowie

für ihre Verwaltungstätigkeit für die Gesellschaft im

Jahr 2004 erhält die Treuhänderin eine pauschale

Vergütung in Höhe von EUR 150.000 zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer, die zum 31.12.2004 fällig ist.

Sobald die Gesellschaft über ausreichend Liquidität

verfügt, ist sie berechtigt und verpflichtet, die

Pauschalvergütung vorzeitig zu entrichten.

3. Bei Beginn der Liquidation der Gesellschaft erhält

die Treuhänderin zum Ausgleich des mit der Liquidation

verbundenen Mehraufwandes die Treuhandgebühr

auch für das folgende Kalenderjahr, auch

wenn die Gesellschaft vor Ablauf dieses Zeitraumes

beendet wird.

§ 12 u Haftung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin haftet nicht für den Eintritt der im

Emissionsprospekt prognostizierten wirtschaftlichen

Ergebnisse der Beteiligung und deren Werthaltigkeit.

2. Die Treuhänderin handelt mit der Sorgfalt eines

ordentlichen Kaufmanns. Soweit sie schuldhaft

eine wesentliche Vertragspflicht verletzt, haftet sie

nach den gesetzlichen Vorschriften. Dasselbe gilt

für ihre Haftung für Schäden, die aus einer Verletzung

des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit

des Treugebers (physische Schäden) entstehen.

3. Im Übrigen haftet die Treuhänderin und die Personen,

die sie vertreten, nur, soweit ihnen Vorsatz

oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

§ 13 u Verjährung

Etwaige Schadenersatzansprüche gegen die Treuhänderin

und ihre Organe verjähren, soweit nicht kürzere

LLoyd Fonds

75


Treuhand- und Verwaltungsvertrag

gesetzliche Fristen gelten, innerhalb von drei Jahren

nach Kenntniserlangung der haftungsbegründenden

Umstände und sind innerhalb einer Ausschlussfrist von

sechs Monaten nach Kenntniserlangung durch eingeschriebenen

Brief geltend zu machen. In jedem Fall

verjähren etwaige Ansprüche spätestens nach fünf Jahren

ab ihrer Entstehung. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht

für Schadensersatzansprüche, die auf grob fahrlässigem

oder vorsätzlichem Handeln der Treuhänderin

beruhen, sowie für Ansprüche auf Ersatz von physischen

Schäden.

4. Dieser Vertrag unterliegt, soweit zulässig, dem

deutschen Recht. Für formelle Firmenbucheingaben

gilt österreichisches Recht.

Hamburg, den 20. Juli 2004

LF Treuhand GmbH

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co.

KG

§ 14 u Schiedsvereinbarung

1. Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit

diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben,

werden nach der Schiedsgerichtsordnung der

Internationalen Handelskammer unter Ausschluss

des ordentlichen Rechtsweges endgültig entschieden.

2. Die Anzahl der Schiedsrichter beträgt drei.

3. Der Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens ist

Hamburg.

4. Das Schiedsgericht soll sich vor einer Entscheidung

um eine gütliche Beilegung der ihm vorgetragenen

Streitigkeiten bemühen.

5. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist für die

Parteien verbindlich.

§ 15 u Schlussbestimmungen

1. Die Beitrittserklärung des Treugebers und der

Gesellschaftsvertrag in seiner jeweiligen Fassung

sind Bestandteil dieses Treuhandvertrages. Die

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages gelten

sinngemäß für das Treuhandverhältnis, soweit in

diesem Vertrag nichts anderes bestimmt ist.

2. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen

und Ergänzungen dieses Vertrages können

nur in schriftlicher Form vereinbart werden. Dies

gilt auch für die Änderung dieses Schriftformerfordernisses.

3. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages oder eine

künftig in ihn aufgenommene Bestimmung ganz

oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein

oder die Wirksamkeit oder Durchführbarkeit später

verlieren oder sollte sich eine Lücke herausstellen,

soll hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen

nicht berührt werden. Anstelle der unwirksamen

oder undurchführbaren Bestimmung oder

zur Ausfüllung der Lücke soll eine Regelung gelten,

die, soweit rechtlich zulässig, dem am nächsten

kommt, was die Vertragsschließenden gewollt

haben oder nach dem Sinn und Zweck des Vertrages

gewollt hätten, falls sie den Punkt bedacht hätten.

Beruht die Unwirksamkeit oder Undurchführbarkeit

einer Bestimmung auf einem darin

festgelegten Maß der Leistung oder der Zeit (Frist

oder Termin), so soll das der Bestimmung am nächsten

kommende rechtlich zulässige Maß als vereinbart

gelten.

LLoyd Fonds

76


Portfolio-Supportvertrag

Portfolio-Supportvertrag

Präambel

zwischen

der Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I

GmbH & Co. KG,

vertreten durch die persönlich

haftende Gesellschafterin, die Lloyd Fonds Britische

Kapital Leben GmbH, diese vertreten

durch die Geschäftsführer

Holger Schmitz und Johann Kirchmair,

Bahnhofstraße 53, A-6300 Wörgl

- nachfolgend auch “die Fondsgesellschaft” genannt –

und der

der Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft

m.b.H.,

vertreten durch die Geschäftsführer

Dr. Ernst Bosin und Johann Kirchmair,

Bahnhofstraße 53, A-6300 Wörgl

- nachfolgend auch “AVD” genannt -

wird folgender Portfolio-Supportvertrag geschlossen:

AVD ist ein auf den Handel und die Verwaltung von

Lebensversicherungspolicen aus dem britischen

Sekundärmarkt (traded endowment policies – TEPs)

spezialisiertes Unternehmen.

Die Fondsgesellschaft ist ein geschlossener Fonds, der

in TEPs investieren und mit diesen handeln soll. Die

anzukaufenden TEPs sollen den Kriterien eines dem

Gesellschaftsvertrag der Lloyd Fonds Britische Kapital

Leben I GmbH & Co. KG als Anlage III beigefügten

Katalogs von Anlagekriterien genügen. AVD und die

Fondsgesellschaft haben anhand eines Musterportfolios

eine angestrebte Gesamtperformance für die

Gesellschafter der Fondsgesellschaft (erwarteter IRR,

erwartete Ausschüttungen) über die geplante Fondslaufzeit

errechnet.

AVD wird die Fondsgesellschaft im Rahmen dieses

Vertrages dabei unterstützen, TEPs in der Weise zu

erwerben, zu verwalten und zu handeln, dass die Performanceprognose

mit hoher Wahrscheinlichkeit

erreicht oder möglichst übertroffen wird. Vor diesem

Hintergrund vereinbaren die Vertragspartner folgendes:

§ 1 u Unterstützung beim Erwerb und Verkauf von

Policen sowie bei der Policenverwaltung

1. AVD unterstützt die Fondsgesellschaft beim

Erwerb und Verkauf von britischen TEPs. Die TEPs

werden durch die Fondsgesellschaft von britischen

Market Makern in der Erstinvestitionsphase, die

voraussichtlich bis zum 31.12.2005 dauert, erworben.

2. AVD unterstützt die Fondsgesellschaft bei der Policenverwaltung.

Diese umfasst im Einzelnen folgende

Tätigkeiten:

a) AVD bereitet die An- und Verkaufsunterlagen vor

und legt sie der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

rechtzeitig zur Unterzeichnung vor.

Nach Abzeichnung der Verkaufsunterlagen

durch die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

führt AVD die gesamten Abwicklungsschritte

für den An- und Verkauf durch;

b) Erfassung der im Portfolio verwalteten Policen,

Aufbereitung der relevanten Daten wie Kaufpreis,

Laufzeit, Prämienhöhe, Daten des Versicherten

und der Versicherung etc.;

c) Zusammenstellung und Überwachung der aktuell

und zukünftig fälligen Prämienzahlungen

sowie Vorbereitung der Auszahlungsanordnungen

für das Fondsmanagement;

d) Soweit erforderlich: Vorbereitung der Modalitäten

für die Vereinnahmung der Ablaufleistung

durch die Fondsgesellschaft inklusive Tracking

vorzeitig verstorbener Versicherter;

e) Monatliche Hochrechnungen über das Gesamtportfolio

hinsichtlich der erwarteten Einzelperformance

der Policen (bisherige und erwartete

Bonuszuweisungen) sowie der Gesamtportfolioperformance

(erwartete Gesamtrendite und

Auszahlungsströme des Portfolios);

f) Laufendes Monitoring hinsichtlich der Entwicklung

des Gesamtmarktes und der Bonität der

Versicherungsgesellschaften sowie Unterbreitung

von Vorschlägen hinsichtlich von Verkaufszeitpunkten

und potenziellen Käufern zur Nutzung

von Marktchancen und zur Realisierung

von Erträgen;

g) Entwürfe für das Anleger-Reporting;

§ 2 u Software, Lizensen

1. AVD ist verpflichtet, während der Vertragslaufzeit

die technischen und rechtlichen Voraussetzungen

für die Erbringung der nach § 1 dieses Vertrages

geschuldeten Dienstleistungen zu schaffen.

2. Sollte dieser Vertrag durch AVD gekündigt werden,

ist AVD verpflichtet, der Fondsgesellschaft die notwendigen

Lizenzen für die erforderlichen Systeme

zu marktüblichen Konditionen anzubieten.

3. Nach Kündigung und rechtzeitig vor Beendigung

dieses Vertrages wird AVD die Überleitung aller für

die Fondsgesellschaft relevanter Daten in einem

gängigem Dateiformat sowie sämtlicher Unterlagen

in aufbereiteter Form auf die Fondsgesellschaft

sicherstellen.

§ 3 u Vergütung

Für ihre Leistungen gemäß § 1 erhält AVD von der

Fondsgesellschaft die folgenden Vergütungen, jeweils

zzgl. etwaiger gesetzlicher Umsatzsteuer:

LLoyd Fonds

77


Portfolio-Supportvertrag

1. Für die Unterstützung beim An- und Verkauf von

TEPs erhält AVD eine pauschale Vergütung in

Höhe von 2,5 % des Kaufpreises der in der Erstinvestitionsphase,

die voraussichtlich bis zum

31.12.2005 dauert, erworbenen Lebensversicherungspolicen.

2. Für die Unterstützung bei der Policenverwaltung

gemäß § 1 Nr. 2 erhält AVD folgende Vergütungen:

a) AVD erhält eine Pauschalvergütung in Höhe von

EUR 20.000 p.a. (im Jahr 2004 zeitanteilig).

Diese Vergütung wird mit 1,5 % p.a. gesteigert.

b) AVD erhält eine pauschale Vergütung in Höhe

von EUR 25 pro verwaltete Police p.a. (Berechnungs-

und Zahlungsmodus wie nachstehend

unter Buchstabe c.).

c) AVD erhält eine jährliche Vergütung in Höhe von

0,5 %, die sich auf folgender Basis berechnet:

Grundlage der Berechnung ist der Einkaufspreisder

Policen im Portfolio zum 1. Januar eines Jahres

zzgl. 70 % der Summe der auf diese Policen

noch zu zahlenden Prämien. Die Vergütung ist

jeweils zum 31. Dezember des betreffenden Jahres

zahlbar. In der Erstinvestitionsphase, die voraussichtlich

bis zum 31.12.2005 dauert, bemisst

sich die Vergütung auf den Policenstand zum 31.

Dezember des jeweiligen Jahres und ist in diesem

Fall zum 31. Januar des Folgejahres zahlbar.

§ 4 u Laufzeit/Kündigung

1. Dieser Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Er endet spätestens mit der Auflösung der

Fondsgesellschaft.

2. Die Fondsgesellschaft ist berechtigt, diesen Vertrag

mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende

zu kündigen, wenn 75 % des Kommanditkapitals

der Fondsgesellschaft und ihr Beirat dies

verlangen. Eine Kündigung ist frühestens zum

31.12.2009 möglich.

3. AVD ist berechtigt, diesen Vertrag mit einer Frist

von zwölf Monaten zum Jahresende zu kündigen.

Frühestens kann der AVD diesen Vertrag jedoch

zum 31.12.2009 ordentlich kündigen.

4. Im übrigen kann dieser Vertrag nur aus wichtigem

Grund gekündigt werden.

5. §§ 2, 5, 6 und 8 gelten auch nach Beendigung des

Vertrages fort.

§ 5 u Wettbewerbsverbot

1. AVD wird für einen Zeitraum von 18 Monaten nach

Abschluss dieses Vertrags neben der Fondsgesellschaft

und den mit ihr verbundenen Unternehmen

keine andere juristische oder natürliche Person

direkt oder indirekt beim Erwerb oder beim Management

eines TEP-Policenportfolios, das in der

Bundesrepublik Deutschland als geschlossener

Fonds angeboten wird, durch Beratung, An- oder

Verkauf von Policen oder auf andere Art und Weise

unterstützen.

2. AVD wird alle im Zusammenhang mit dem Policenerwerb

erhaltenen Provisionen oder sonstige Vergünstigungen

– seien sie direkt oder indirekt

gewährt („Vergünstigungen“) – unmittelbar an die

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co.

KG abzuführen. Diese Pflicht trifft AVD auch, wenn

seine Mitarbeiter oder ein mit AVD verbundenes

Unternehmen derartige Vergünstigungen annehmen.

§ 6 u Haftung

Die Haftung von AVD ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit

beschränkt.

§ 7 u Schriftform, Salvatorische Klausel

1. Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages

bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform.

Diese Formvorschrift kann nur schriftlich

außer Kraft gesetzt werden.

2. Sollten Bestimmungen dieses Vertrages oder eine

künftig in ihn aufgenommene Bestimmung ganz

oder teilweise nicht rechtswirksam oder nicht

durchführbar sein, wird hierdurch die Gültigkeit der

übrigen Bestimmungen des Vertrages nicht

berührt. Das Gleiche gilt, soweit sich herausstellen

sollte, dass der Vertrag eine Regelungslücke enthält.

Im Falle der Unwirksamkeit einer oder mehrerer

Bestimmungen dieses Vertrags werden die Vertragspartner

eine der unwirksamen Regelung

wirtschaftlich möglichst nahekommende rechtswirksame

Ersatzregelung treffen. Entsprechendes

gilt bei Vertragslücken.

§ 8 u Schiedsvereinbarung

1. Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit

diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben,

werden nach der Schiedsgerichtsordnung der

Internationalen Handelskammer unter Ausschluss

des ordentlichen Rechtsweges endgültig entschieden.

2. Die Anzahl der Schiedsrichter beträgt drei.

3. Der Ort des schiedsrichterlichen Verfahrens ist

Innsbruck.

4. Das Schiedsgericht soll sich vor einer Entscheidung

um eine gütliche Beilegung der ihm vorgetragenen

Streitigkeiten bemühen.

5. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist für die

Parteien verbindlich.

§ 9 u Anwendbares Recht

Dieser Vertrag und sämtliche Verpflichtungen, die sich

daraus ergeben, unterliegen

dem Recht der Bundesrepublik Österreich.

Wörgl, den 20. Juli 2004

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I GmbH & Co. KG

Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft m.b.H.

LLoyd Fonds

78


Lloyd Fonds

“Auf den Partner kommt es an.”


Lloyd Fonds

Lloyd Fonds AG . Neuer Wall 72 . 20354 Hamburg . Telefon (040) 32 56 78-0 . Telefax (040) 32 56 78-99 . www.lloydfonds.de

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