nkurier Nr. 3. Dezember 2008, Weihnachtsausgabe

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nkurier Nr. 3. Dezember 2008, Weihnachtsausgabe

J a hrgang 1 , A usg a be 3 D e z 2008 / J a n. 2 0 0 9

Weihnachts-Sonderausgabe

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Webseite:

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oder schreiben Sie uns:

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In dieser Ausgabe

wollen wir Ihnen

unterhaltsame Informationen

rund um das

Weihnachtsfest geben

und hoffen, dass Sie

an den Tagen zwischen

den Jahren Zeit

und Muße finden, um

sich in diese Lektüre

vertiefen zu können.

Vielleicht entdecken

Sie auch Angebote

oder Gutscheine sowie

Geschenkideen, um

Ihre Liebsten damit zu

überraschen.

Ein frohes, friedliches Fest

und einen guten Start ins eue Jahr 2009

Beatrice Hohler, Herausgeberin

Tel: 0034/ 856 115 222

Fax: 0034/ 856 117 338

Mov. 0034/ 630 703 091


S e i t e 2

W e i h n a c h t s g r ü ß e

D e u t s c h e s G e n e r a l k o n s u l a t S e v i l l a

Liebe Landsleute,

Jahresrückblicke über gemeinsam Erlebtes treffen in diesen Tagen von Freunden und

Bekannten in großer Zahl ein und lassen Bilanz ziehen. Diese Berichte sind auch ein wichtiger

Beitrag dazu, die Verbindungen zu den Menschen in der alten Heimat nicht abreißen zu lassen,

die für manche von Ihnen sicherlich auch heute noch Heimat ist. Diese Brücken sind wichtig,

gerade wenn man die dritte Lebensphase hier genießen will, wo die Gesellschaft noch stark von

Familienbanden und familiärer Hilfestellung, auf die man zurückgreifen kann, geprägt ist.

Für die Zugezogenen an diesen prächtigen und lichtdurchfluteten Gestaden des Atlantiks und

des Mittelmeers wird dann der Kontakt in den Vereinigungen, Kirchengemeinden, Clubs,

Freundeskreisen der lebenswichtige örtliche Bezugspunkt. Deshalb wünsche ich allen

Vereinigungen, dass sie ein weiteres gutes Jahr mit viel gemeinsamen Aktivitäten in guter

Stimmung und mit viel Zuspruch vor sich haben werden. Bei allem ausgelebtem

Individualismus brauchen wir doch einander, und sollten uns nicht erst daran erinnern, wenn es

spät ist. Gesellschaftliches Engagement und der eigene Beitrag hierzu sind auch hier in der

neuen Heimat gefragt. Daher gilt mein Dank vor allem denjenigen, die sich dafür aktiv und mit

eigenem Beitrag engagieren, dass es hier ein abwechslungsreiches und freundschaftliches

Zusammenleben untereinander und mit der spanischen Gastgesellschaft gibt.

Für uns Deutsche wird das kommende Jahr zwei besonders erfreuliche Jahrestage bringen, auf

die wir stolz sein können: Am 23. Mai wird unser Grundgesetz und damit unser heutiger

demokratischer Rechtsstaat 60 Jahre bestehen. Aus gutem Grund stellt diese Verfassung die

Würde des Menschen an den Anfang, deren Schutz staatliche Aufgabe ist. Für alle, die unter

dem Terror des NS-Regimes gelitten, oder in folge des deutschen Krieges gegen alle Nachbarn

ihre Heimat verloren hatten und heute zum Teil auch hier leben, war das ein ganz wichtiger

Neuanfang auf einer menschlich-solidarischen Basis. Diese Verfassung galt zunächst nur in

einem Teil unseres geteilten Landes. Und wenn wir am 9. November dann den 20. Jahrestags

des Mauerfalls und des beginnenden Endes der Teilung Deutschlands und Europas und des

steril-gefährlichen Ost-West-Konflikts feiern können, ist das auch der Jahrestag der

erfolgreichen friedlichen Revolution der Bürger, die ebenfalls von den Werten unseres heute

gemeinsamen Grundgesetzes bewegt waren, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen,

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und im östlichen Teil Berlins.

Meine Frau und ich wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr

nicht nur Gesundheit und Wohlergehen, sondern auch viele Gelegenheiten, miteinander das

Leben im herrlichen Andalusien genießen zu können.

Ihr

Berthold Johannes

Generalkonsul


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 3

D e u t s c h e s K o n s u l a t M a l a g a

Liebe Landsleute,

seit Urzeiten nutzen die Menschen die Jahreswende, um Bilanz zu ziehen für das abgelaufene

Jahr und einen Ausblick zu versuchen in das kommende Jahr. Mag die Beschäftigung mit der

Vergangenheit noch eine hinreichend befriedigende Gewissheit ergeben, so kennt die

Beschäftigung mit der Zukunft nur einen einzigen verlässlichen Faktor: Dass man sich seiner

Prognose nie sicher sein kann. Leicht kommt das Gefühl auf, ein vom Lauf der Dinge

Getriebener zu sein, anstatt selber gestalten zu können.

Dabei verlieren viele aus dem Blick, dass sie durchaus nicht so machtlos sind wie sie sich

wähnen. Schließlich ist es eines der vornehmsten Rechte des Bürgers im modernen

Verfassungsstaat, durch die Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen mitzubestimmen über

seine Geschicke in den kommenden Jahren. In diesem Sinne rufe ich Sie auf, die

Europawahlen 2009 und die Bundestagswahlen 2009 nicht zu ignorieren, sondern an beiden

Wahlen teilzunehmen. Jederzeit aktuelle Informationen hierzu finden Sie im Internet unter

www.bundeswahlleiter.de

Für die Weihnachtsfeiertage 2008 und das neue Jahr 2009 wünsche ich Ihnen Ruhe und

Besinnlichkeit sowie Gesundheit, Glück und Erfolg!

Ihr

Georg Hagl

Konsul in Malaga

Honorarkonsulat Jerez

Liebe Landsleute und Freunde unseres Gastlandes,

dieses Jahr 2008 hat uns nähergebracht, denn endlich ist es uns gelungen einen deutschsprachigen

Verein zu gründen. Dieses Neugeborene braucht viel Liebe, Mitarbeit und guten Willen,

um so schnell wie möglich gross und stark zu werden. Das ist mein Wunsch für das Neue Jahr.

Getrübt durch die weltweite Krise, die manche von uns, und auch viele unserer spanischen

Freunde betreffen, wird dieses Jahr 2008 mit einer kaum zu beantwortenden Frage enden: Wie

wird die nächste Zukunft aussehen?

Deshalb wünsche ich Ihnen viel Glück und Geschick, um diese Tage trotz Wind und Wetter in

Liebe und Beisammensein zu geniessen. Die Vereinszukunft und deren Entwicklung liegt in

unseren Händen; die allgemeine Krise können wir nur mit Optimismus und besten Wünschen

für unsere Politiker bekämpfen, denen unser persönlicher Beitrag nicht fehlen sollte.

Deshalb, Liebe Freunde, gehet mit Zuversicht und Freude ins Neue Jahr. Mögen sich Eure

Wünsche und Träume erfüllen, die Familie und Freunde erhalten und Kraft geben, um neuen

Zielen entgegenzusehen.

Mit herzlichen Wünschen und Grüssen,

Ihr, Jürgen W. Mundt -

Honorarkonsul Jerez


S e i t e 4

W e i h n a c h t s g r ü ß e

H o n o r a r k o n s u l a t A l m e r i a

Weihnachtsgrüsse aus Aguadulce...

Auch wir möchten auf diesem Wege allen unseren Landsleuten, die hier ihren

Lebensabend verbringen, arbeiten oder nur eine gewisse Zeit in unserer Provinz das

wunderbare Klima geniessen dürfen - die besten Wünsche für das bevorstehende

Weihnachtsfest übermitteln, vor allem jedoch Gesundheit und Wohlergehen für das

kommende Jahr 2009

"Frohe Festtage" wünschen Ihnen

Ihr Alexander Prinzen und Familie

Honorarkonsul in Almeria

R e s i d e n t e n K u r i e r

Liebe Residenten, Gäste, Urlauber,

Freunde des Kuriers im In-und Ausland

Wir wünschen euch allen mit Euren Familien und Freunden

schöne, geruhsame und besinnliche Weihnachtsfeiertage,

und für das kommende Jahr viel Kraft und Energie, um das Beste aus der Situation zu machen,

Mut zu neuen Wegen, Optimismus, Freude und Erfolg, Gesundheit und Glück

Herzlichst

Beatrice Hohler

und das Team des Residenten Kurier

Roland Beysel, Roman Stadtmüller,

Heike Zornek und Tino Hohler


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 5

A d v e n t u n d W e i h n a c h t e n —

e r s t m a l s i n S p a n i e n , B e a t r i c e H o h l e r

Eigentlich fand ich es kitschig, übertrieben und

dachte, es sei billiger Kommerz: alle Jahre

wieder die gleiche Deko-Orgie im Haus, und alle

Jahre wieder Adventskranz, Plätzerl,

Weihnachtstress, oder gar Weihnachtslieder!

Puh, als rebellischer Teenager stand ich mit der

Blockflöte schon lange auf Kriegsfuß, und

belächelte die ewig gleiche Gefühlsduselei in der

Vorweihnachtszeit.

Aber als ich 1980 als Studentin in Sevilla weilte,

bei herrlichen 25 - 30 Grad im Schatten, und das

Anfang Dezember (!), da überfiel es mich

plötzlich, ein schleichendes Gefühl, als fehlte mir

etwas, und je mehr ich in mich hinein horchte,

umso lauter vernahm ich die Stimme: „bei uns

sind jetzt alle Städte so schön geschmückt, es

duftet herrlich nach Orangen, Zimt, Mandeln,

und alles ist irgendwie schön feierlich“. Aus dem

Chor der Uni hatte ich viele Freunde, die mir

nicht nur spanisch, sondern auch deren Kultur

und Brauchtum beibrachten, also könnte ich sie

im Gegenzug doch etwas mit unseren Sitten

„beglücken“. Gedacht, getan: die Plätzchen

waren schnell gebacken, ein paar Kerzen besorgt,

und der Rotwein mit allerlei Gewürzen brodelte

auf dem Herd. Die andächtige Adventsfeier

konnte beginnen. Schnell war die Bude gefüllt,

doch niemand verstand so recht, wieso ich bei

strahlendem Sonnenschein Kerzen im Haus

anzündete. Mokkabusserln, Vanillkipferl,

Zimtsterne, nichts wollte ihnen so recht

schmecken, sie waren einfach für den spanischen

Geschmack nicht süß und pappig genug! Der

größte Reinfall aber war : „Heißer Wein ??? Das

ist doch eine Sünde, den guten Wein so zu

verpfuschen!“ Alle machten sich lustig darüber,

und da habe ich es schlagartig begriffen: zu

Glühwein und Kerzenschein braucht man Kälte

und Dunkelheit, nur das ergibt die wunderbare

Stimmung, die wir alljährlich im Advent erleben

und genießen. Seither zieht es mich, bei aller

Liebe zu Spanien, spätestens ab Mitte Dezember

in die Heimat, denn Advent oder Weihnachten

ohne Kerzenschein, Plätzchen und Glühwein, das

ist einfach kein richtiges Weihnachten, oder?

Ein paar Jahre später, frisch verliebt, fand ich die

Idee doch recht romantisch, mit meinem Schatz

das Weihnachtsfest weit ab von Familie und

üblichem Stress mal ganz anders zu verbringen:

im sonnigen Sevilla! Wir packten auch noch die

WG-Mitbewohnerin in das Wohnmobil ein, und

mit ihr eine Gitarre, damit wir wenigstens

deutsche Weihnachtslieder singen konnten, denn

für den Heiligen Abend waren wir bei „meiner

Familie“ in Sevilla eingeladen. Die Töchter

kannte ich aus dem Chor, die Mutter war absolute

Wagnerianerin, der Flügel stand im

Wohnzimmer, so dass auf jeden Fall der

musikalische Teil des Abends gebührend

gefeiert werden konnte. Am Abend davor haben

wir fleißig geübt, Gabi auf der Gitarre, ich auf

dem Klavier, und der Gastmutter standen die

Tränen in den Augen vor lauter Rührung bei

diesen wunderbaren deutschen Weihnachtsliedern.

Ich war sicher, ich hatte endlich die

optimale Lösung gefunden: deutsche Weihnacht

in spanischer Familie!

Das Abendessen am Heiligen Abend fiel dann

doch etwas anders aus als erwartet, ganz ohne

Prunk und Kerzenschein, dafür in fröhlicher

Runde, mitten in der kahl gekachelten Küche,

an Campingtischen, die den alten Holztisch

verlängerten, so dass die ganze Familie,

schätzungsweise fast 30 Personen!, eng

gedrängt zusammen saß, bei Tellern aus

mindestens 3 Servicen, billigem, verbogenem

Besteck. Aber was soll´s! Mein Liebster hat

dabei immerhin 2 spanische Ausdrücke gelernt,

die sich ihm für immer eingeprägt haben:

„Salud, y fuerza a la canut!“ und: „Mas

Champán!“ Nach drei Stunden Essen war

endlich der Augenblick gekommen, wo man in

den gediegenen Salon wechselte, sich rund um

den Flügel scharte, auf dem ein kleiner,

kitschig geschmückter Plastikbaum stand, um

andächtig die Ankunft des Jesuskindleins zu

feiern. Dachte ich! Ich hatte nur nicht ganz

verstanden, warum sich alle in der Küche mit

Tellern, Topfdeckeln, Besteck, Kochlöffeln und

den geriffelten Anisflaschen eingedeckt hatten.

Aber schnell war klar, dass man damit hervorragend

Musik machen kann, oder sagen wir mal

eher, Töne aller Art! Die spanischen

Weihnachtslieder sind so flott und fröhlich, dass

„Feiern“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung

erlangt, die nichts mehr mit „feierlich“ zu tun

hat. Aber lustig wars, und als wir gebeten

wurden, nun doch die deutschen Lieder zu

singen, da war dies schlicht unmöglich, es hätte

nicht zu der Stimmung gepaßt.

„Oh du Fröhliche“ haben Sie das schon mal

richtig fröhlich gehört? Ich verrate Ihnen meine

ultimative Lösung, mit der man deutsche und

spanische Weihnacht am besten unter einen Hut

bringt: man lade sich eine spanische Familie

oder Freunde zu Weihnachten nach Deutschland

ein! Ehrfürchtig erleben sie, was fromme und

friedliche Weihnacht ist. Aber spätenstens dann,

wenn sie unsere Weihnachtslieder mit Besteck,

Panderetas, Kastagnetten oder Rasseln

untermalen, dann, ja dann versteht man, was es

bedeutet, zu singen: „Fröhliche Weihnacht

überall, tönet durch die Lüfte froher Schall!“


S e i t e 6

W e i h n a c h t s g e s c h i c h t e

D e r W e i h n a c h t s e s e l

D

ick und schwer purzelten

die Schneeflocken vom

grauen Himmel herab. Es

war kalt und Dunja fror in ihrem

dünnen Mäntelchen. Aber das

machte ihr nur wenig aus. Sie

hatte jetzt einfach keine Zeit, um

auf die Kälte zu achten und auch

nicht auf das lustige Tanzen der

Schneeflocken. Es war jetzt

schon fast Mittag. In einer

knappen Stunde würden die

Geschäfte zusperren. Bis dahin

musste sie es einfach gefunden

haben. In vier Läden hatte Dunja

es an diesem Vormittag schon

versucht, aber in keinem davon

hatte sie genau das bekommen

was sie suchte. Jetzt wusste sie

nur noch ein Geschäft in der

Nähe der Altstadt, wo sie es noch

probieren konnte.

Also ließ sich Dunja mit der

Menge der Menschen treiben, die

genau wie sie noch in letzter

Minute etwas einkaufen mussten.

Immer wieder wurde sie

angerempelt und gestoßen, weil

die Erwachsenen nicht auf das

kleine Mädchen achteten, das da

zwischen ihnen dahin stolperte.

Obwohl jetzt die friedlichste Zeit

des Jahres sein sollte, ging es in

Wirklichkeit ganz anders zu.

Dunja kam sich noch kleiner und

verlassener vor, als sie es

ohnehin schon war. Sie war

heilfroh, dass sie in die ruhigere

kleine Gasse einbiegen konnte, in

der das Geschäft lag, zu dem sie

wollte.

Nach ein paar Schritten stand sie

endlich vor der Drogerie. Dunja

drückte fast ihre Nase an der

Scheibe des Schaufensters platt.

Da drinnen, nur noch durch das

Glas getrennt, lag es! Sie hatte

es wirklich gefunden. Das

Weihnachtsgeschenk für ihre

Mama! So lange hatte sie danach

gesucht. Nicht, dass sie nicht

gewusst hätte was sie ihr

schenken sollte. Ganz im

Gegenteil. Sie wusste es ganz

genau. Das hatte die Sache ja so

schwer gemacht.

Dunjas Mama hatte wunderschöne,

lange, dunkelbraune

Haare. Sie waren leicht gewellt

und glänzten in der Sonne so

hübsch. Im Sommer hatte sie

ihre Haare immer mit einer

Klammer und einem Kamm zu

einer frechen Frisur hochgesteckt.

A b e r d i e K l a m m e r w a r

zerbrochen und dem Kamm

fehlten schon einige Zähne, so

dass er nicht mehr besonders

gut hielt. Deswegen hatte Dunja

beschlossen, ihrer Mama zu

Weihnachten einen neuen Kamm

und eine neue Haarklammer zu

schenken. Aber es sollten kein

gewöhnlicher Kamm und keine

gewöhnliche Klammer sein.

Dunja stellte sich einen

gebogenen Kamm und eine

Klammer mit ganz langen,

runden Zähnen vor. Und

goldfarben sollten sie sein, weil

das so gut zur Haarfarbe ihrer

Mama passte. Genau das lag da

vor ihr im Schaufenster.


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 7

V o n W o l f g a n g K r a m e l

Vor lauter Freude und Aufregung

klopfte ihr das Herz bis zum Hals.

Sie entzifferte das Preisschild, das

neben ihrem Geschenk stand. 45

Schillinge für die Klammer und 30

Schillinge für den Kamm. Zusammen

also 75 Schillinge. Das konnte

Dunja sich gerade leisten, es würden

ihr sogar noch etwas übrigbleiben.

Eigentlich waren 75

Schillinge ja nicht so viel Geld.

Aber Dunja hatte es nicht leicht.

Sie und ihre Mama waren nicht

das, was man reich nennen konnte.

Seit sie vor ein paar Monaten

nach Österreich gekommen waren,

wohnten die beiden in einer kleinen

dunklen Kellerwohnung. Sie hatten

nur einen kleinen Kasten, einen

Tisch und zwei Sessel. Zum Kochen

gab es einen kleinen elektrischen

Kocher und das Wasser zum

Waschen mussten sie in einer

Schüssel vom Gang holen.

Kühlschrank gab es keinen. Und

zum Schlafen gab es zwei alte

Matratzen und ein paar Decken.

Spielzeug hatte Dunja keines. Das

hatte sie mit all den anderen

Sachen zurückgelassen, als sie mit

ihrer Mama vor dem Krieg in ihrer

Heimat flüchten musste. Und auch

ihr Papa war nicht da. Er war aus

dem Krieg nicht mehr heimgekommen

und Dunja wusste nicht,

ob er überhaupt noch am Leben

war.

Oft lag Dunja auf ihrem Bett und

weinte, weil sie so alleine war und

niemanden hatte, mit dem sie

reden hätte können. Nur die

Pfarrschwester der Kirche in der

Nähe ihrer Wohnung hatte immer

Zeit für sie. Sooft sie konnte, half

Dunja ihr bei kleinen Arbeiten in

der Kirche, und weil sie eine

schöne Stimme hatte, durfte sie

bei den Tauffeiern singen. Dafür

bekam Dunja immer wieder eine

Kleinig-keit zugesteckt. Davon

hatte sie Schilling um Schilling

gespart, um ihrer Mama zu

Weihnachten die Haarklammer

und den Kamm kaufen zu

können.

Entschlossen ging Dunja in das

Geschäft, grüßte höflich und

erklärte der Verkäuferin, was sie

haben wollte. Das war gar nicht

so einfach, weil sie ja die fremde

Sprache noch nicht so gut

konnte. Am Ende zog sie die

Verkäuferin einfach zum Schaufenster

und zeigte auf den Kamm

und die Klammer. Die verstand,

holte die beiden Sachen aus dem

Fenster und verpackte sie für

Dunja besonders hübsch. Dann

ging die Verkäuferin zur Kasse

und tippte den Preis ein. Dunja

griff in ihre Manteltasche, um

ihre Geldbörse herauszuholen.

Aber da war nichts! Die Tasche

war leer. Dunja griff in die

andere Manteltasche. Wieder

nichts! Beide Taschen waren

völlig leer. Dunja erstarrte vor

Schreck und wurde ganz bleich

im Gesicht. Sie durchwühlte noch

einmal beide Taschen. Aber

vergeblich. Nur in der rechten

Hand hatte sie ein verwelktes

Salatblatt. Der Überrest vom

Futter für den Esel bei der

großen Weihnachtskrippe am

Altstadtplatz. Tränen schossen

ihr in die Augen und verzweifelt

lief Dunja aus dem Geschäft. Sie

hatte sich schon so gefreut und

jetzt war alles aus. Kein Weihnachtsgeschenk

für ihre Mama.

Weinend rannte Dunja einfach

weiter, ohne dass sie wusste

wohin.


S e i t e 8

W e i h n a c h t s g e s c h i c h t e

We i h n a c h t s g e s c h i c h t e

Auf einmal stand sie wieder vor

dem Zaun der Weihnachtskrippe.

Sie lehnte sich an und dicke Tränen

kullerten über ihr Gesicht. Eine

feuchte Schnauze stuppste sie an

und die raue Zunge des Esels

leckte über ihre Wangen.

Dunja streckte die Hand aus und

kraulte den Esel zwischen den

Ohren. Es tat ihr gut das weiche

Fell zwischen ihren Fingern zu

spüren. Sie erzählte dem Esel ihr

ganzes Leid. Als ob er sie

verstehen könnte, hielt er still und

leckte immer wieder über ihr

Gesicht. Dunja fühlte sich ganz

klein und elend. Sie erinnerte sich

an das verwelkte Salatblatt in ihrer

Manteltasche und hielt es dem

Grautier hin. Gemächlich nahm es

der Esel aus ihrer Hand und fraß.

Dann senkte er den Kopf und

wühlte ihm Stroh am Boden

herum. Mit geschlossenen Augen

streichelte Dunja die Mähne des

Esels.

"Iii-Aah!" sagte der.

"Ist ja schon gut, lieber Esel."

murmelte Dunja.

"Iii-Aah" meldete sich der

wieder und stieß sie sanft an.

"Ich hab‘ doch nichts mehr!"

sagte Dunja zum Esel und sah

ihn an. Und auf einmal ging ein

Leuchten über ihr Gesicht und

ihr Weinen war wie weggewischt.

Die Tränen aus ihren

Augen kamen diesmal vor

lauter Lachen. So froh war sie

nicht mehr gewesen, seit sie

von Zuhause hatte weggehen

müssen. Der Esel hatte ihre

Geldbörse im Maul. Dunja

musste es hier bei der Krippe

verloren haben, als sie in der

Früh da war, um dem Grautier

seine Salatblätter zu füttern.

"Danke! Ich dank dir, du lieber

Esel du! Vielen Dank!" rief sie.

Dann wandte sie sich um und

rannte so schnell sie konnte

zurück zu dem Geschäft, um

das Weihnachtsgeschenk für

ihre Mama zu holen.

***

Foto: Roland Beysel, Krippe aus

der Exposicion in Sevilla


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 9

K r i p p e n

W i e O c h s u n d E s e l i n d i e K r i p p e k a m e n

Z u jeder Krippe gehören neben

der Heiligen Familie der Engel der

Verheissung, mindestens ein Hirte,

ein paar Schafe und meist auch

Ochs und Esel. Engel, Hirte und

Schafe sind biblisch im Lukas-

Evangelium überliefert. Aber von

Ochs und Esel findet man nichts im

Weihnachtsevangelium. Beim Esel

kann man vermuten, dass er die

schwangere Maria von Nazareth in

Galiläa hinauf ins judäische

Bergland nach Bethlehem getragen

hat und daher mit im Stall stand.

Beide Tiere sind Arbeitstiere. Der

Ochse arbeitet ruhig, kraftvoll und

mit großer Ausdauer. Auch der

kleine Esel ist ein Arbeitstier. In

der Bibel kommt er ca. 130 Mal als

Reit- oder Zugtier und als Lastenträger

vor. Daneben ist er vor

allem ein Tier des Friedens.

Auf einem Esel zieht Jesus später

in Jerusalem ein, zum Zeichen,

dass er ein "Friedensfürst" ist, kein

Heerführer, kein machtvoller

Despot, kein Unterdrücker.

Die heutige Krippe wie wir sie

kennen, geht auf eine Idee des

Franz von Assisi zurück. 1223

stellte er in Greccio eine Krippe

mit einem lebendigen Ochsen und

einem Esel auf und legte Heu in

die Krippe. Die Tradition ist jedoch

wesentlich älter, denn Krippendarstellungen

mit Ochs und Esel

finden sich bereits auf Sarkophagreliefs

aus dem 3. Jahrhundert.

Gab es über viele Jahrhunderte

Krippen in den Kirchen, wurden

sie ab dem 19. Jahrhundert auch

in den Wohnzimmern der Familien

aufgestellt, zuerst in katholischen

Gegenden. Im Abendland steht

die Krippe in einem Stall.

Auffallend ist, dass nicht die

stolzen Rosse und Dromedare

nahe bei dem kleinen Kind – dem

wahren Herrn der Welt –

ausruhen, verweilen und ihm

W ä r m e u n d B e h a g l i ch k e i t

schenken, sondern sie, die

einfachen Tiere: der dumme Ochs

und der dumme Esel.

Krippe aus der diesjährigen „Ruta

de belenes“ in Chiclana, noch bi

zum 6. Januar zu bewundern

Mesón-Rustico Machin, Medina-Sidonia

Traditionelle Gerichte der Region, z. B.

Schmorbraten, Eintöpfe, Gemüsesuppen,

gebckener Spargel: Spezialität: Wildgerichte

Deutsche Speisekarte

Kaminzimmer, temperierte

Bodega, reedgedeckter Saal für

Feste und Familienfeiern

Frohe Weihnachten

und viel Glück im

euen Jahr

Mesón Machin, Carretera Medina-Chiclana, km 2,5, Medina-Sidonia

Tel: 956 411 347, 956 423 052. Mittwoch: Ruhetag


S e i t e 1 0

W e i h n a c h t s g e s c h i c h t e

Eine Weihnachts-Fabel

D ie Tiere diskutierten einmal

über Weihnachten. Sie stritten,

was wohl die Hauptsache an

W e i h n a c h t e n s e i .

„Na klar, Gänsebraten“, sagte der

Fuchs, „was wäre Weihnachten

o h n e G ä n s e b r a t e n ! “

„Schnee“, sagte der Eisbär, „viel

Schnee!“ Und er schwärmte

verzückt: „Weiße Weihnachten!“

Das Reh sagte: „Ich brauche aber

einen Tannenbaum, sonst kann ich

ni ch t Weihnachten fei ern.“

„Aber nicht so viele Kerzen“, heulte

die Eule, „schön schummerig und

gemütlich muss es sein, Stimmung

i s t d i e H a u p t s a c h e . “

„Aber mein neues Kleid muss man

sehen“, sagte der Pfau, „wenn ich

kein neues Kleid kriege, ist für

m i c h k e i n W e i h n a c h t e n . “

„Und Schmuck!“, krächzte die

Elster, „jedes Weihnachtsfest

kriege ich was: einen Ring, ein

Armband, eine Brosche oder eine

Kette, das ist für mich das

Allerschönste an Weihnachten.“

„Na, aber bitte den Stollen nicht

vergessen“, brummte der Bär,

„das ist doch die Hauptsache.

Wenn es den nicht gibt und all die

süßen Sachen, verzichte ich auf

W e i h n a c h t e n . “

„Mach's wie ich“, sagte der Dachs,

„pennen, pennen, das ist das

Wahre. Weihnachten heißt für

mich: mal richtig pennen!“

„Und saufen“, ergänzte tierisch

der Ochse, „mal richtig einen

saufen und dann pennen -“, aber

dann schrie er „Aua!“, denn der

Esel hatte ihm einen gewaltigen

Tritt versetzt: „Du Ochse, denkst

du denn nicht an das Kind?“

Da senkte der Ochse beschämt

den Kopf und sagte: „Das Kind, ja,

das Kind, das ist doch die

Hauptsache.“ - „Übrigens“, fragte

er dann den Esel: „Wissen das die

Menschen eigentlich?“

Von Ingeborg Fülderbrandt


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 1 1

U n e r l ä ß l i c h f ü r W e i h n a c h t e n :

D i e K r i p p e / B e l é n

E ine helle Freude, nicht nur für

Kinderaugen: die Krippen, die in

der Vorweihnachtszeit überall

aufgestellt werden. Ich kann mich

noch gut daran erinnern, dass wir

am Heilig Abend oft stundenlang

mit Papa von einer Kirche zur

anderen fuhren, um die verschiedenen

Krippen zu bewundern.

Verzaubert waren wir vor allem von

der Krippe, im Käppele von Würzburg,

bei der man ein Zehnerl eingeworfen

hat: da begann im

Brunnen das Wasser zu laufen, die

Glocken der Kirche fingen an zu

läuten, die Türe der Kirche öffnete

sich und heraus kam das Christkind

in Engelsgestalt, und hat uns

gesegnet. „Wie schön, bitte

nochmal und nochmal“, bettelten

wir. Gewundert haben wir uns dann

nur, wie es das Christkind geschafft

hat, in der Zwischenzeit auch einen

Baum zu uns zu bringen, mit all

den schönen Kerzen, Lametta, den

Strohsternen und vor allem mit

Süßigkeiten behängt, und da wir

natürlich brave Kinder waren, gab

es sogar noch Geschenke unter

dem Baum.

Im 17. Jahrhundert waren die

Figuren der Kirchenkrippen schlicht

zu groß für Privathaushalte. Nach

und nach kam der Wunsch auf,

zuhause eigene Krippen zu haben

und die Geburt Christi nicht nur

durch die heilige Familie darzustellen,

sondern auch die Hirten mit

ihren Schafen, und vor allem die

drei Weisen aus dem Morgenland

dazu zu stellen. In Ländern mit

großem Wald- und Holzvorrat

begann man, kleine Krippenfiguren

aus Holz zu schnitzen und diese

farbig zu fassen. Auch die

Landschaft, in die man den Stall

einbettete, erlebte durch die

Popularisierung der Krippen in

Privathaushalten gegen Ende des

18. Jahrhunderts eine enorme

Weiterentwicklung. Während man

zunächst immer Bethlehem

darstellen wollten, wagten die

Künstler peu a peu, das biblische

Ereignis auch in ihrem jeweiligen

Land anzusiedeln und Architektur,

Figuren und Trachten aus ihrer

eigenen Heimat einzubringen. So

entstanden sehr eigenständige

K r i p p e n m i t s p e z i f i s c h e n

regionalen Besonderheiten.

Heute gibt es weltweit Verbände

von Krippenfreunden. Und

überall, wo sich diese Verbände

etabliert haben, lebt auch der

Krippengedanke weiter und bringt

n e u e k u n s t h a n d w e r k l i c h e

Leistungen hervor.

In Spanien spielen die Krippen

eine besonders große Rolle und

sind wesentlich wichtiger als ein

Baum. Jeder hat sein eigenes

Belén (Bethelehem) im Haus,

aber auch Rathäuser, Vereine und

Hermandades wetteifern um die

jeweils beste Krippe des Jahres.

Die Spanier lieben es, gemeinsam

wochenlang Krippen zu bauen,

denn es macht viel mehr Spaß,

sich gegenseitig anzuspornen,

neue Ideen aufzunehmen und

umzusetzen, und natürlich am

Ende vielleicht sogar noch einen

Preis bekommen, meist großzügige

Geldgewinne, die dann für

soziale Zwecke eingesetzt

werden.

Text und Fotos: Beatrice Hohler, von

der Ruta de Belenes in Chiclana


S e i t e 1 2

W e i h n a c h t b r ä u c h e i n S p a n i e n

Belén vivente/lebendige Krippen

S ehr beliebt zur Weihnachtszeit

sind in Spanien sogenannte

Lebende Krippen (belen viviente).

Wohl die größte in ganz Spanien ist

die in Arcos de la Frontera, zu der

Jahr für Jahr über 20.000 Besucher

kommen.

Meist beteiligt sich das halbe Dorf

und taucht in das Leben des alten

Bethlehem von vor 2000 Jahren

ein. Im historischen Altstadtzentrum

von Arcos fühlt man sich

in die damalige Zeit versetzt, mit

alten Stadtschreibern, Handwerkern,

Künstlern und Märkten.

Insgesamt werden verschiedene

Szenen dargestellt: die Flucht nach

Ägypten, die Herbergssuche, die

Heiligen drei Könige, aber auch

alltägliche Situationen aus dem

Leben von damals. Wie ein großes

Schauspiel zieht es die Besucher in

seinen Bann, und man könnte das

Ganze ergriffen und ehrfürchtig

bestaunen, wäre da nicht die

typisch spanische Lebensfreude,

die im Nu alle Besucher ansteckt.

Am Besten schlüpft man einfach in

die Gassen, erwärmt sich an den

Lagerfeuern, und lässt sich

mitnehmen auf eine Zeitreise ins

alte Jerusalem, das von den

Darstellern detailgetreu nachgestellt

wird. Selbst das Christkind in

der Wiege ist ein neugeborenes

Baby. In diesem Jahr fand das

Spektakel am 20. Dezember statt,

leider vor Endes des Redaktionsschlusses.

Aber In Villamartin,

Ubrique und Medina Sidonia kann

man dieses Dorftreiben noch in

diesen Tagen erleben, teilweise

sogar bis Ende Dezember.

Text.: Beatrice Hohler

Fotos. Patronato Provincial de

Turismo de Cádiz

Oben: Arcos de la frontera,

rechts und re. Oben Medina

Sidonia


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 1 3

M u s i k z u m M i t f e i e r n : Z a m b o m b á s

Ich glaube, in keinem anderen

Land ist es so einfach, die Bräuche

hautnah mitzuerleben wie in

Spanien. Gefeiert wird immer und

überall, Hauptsache, es ist laut und

fröhlich. Die besten Methode, um

s p a n i s c h e W e i h n a c h t s l i e d e r

(Villancicos) zu hören, ist, an einer

d e r z a h l l o s e n Z a m b o m b á s

teilzunehmen, die zur Zeit und

noch bis zu Heilig Drei Könige auf

den Straßen stattfinden. Jerez

dürfte di e Hauptstadt der

Zambombás sein, aber auch

Chiclana hat in diesem Jahr diesen

herrlichen Brauch in Straßen und

Patios gebracht. Worum es geht?

Musik natürlich, mit einem

außergewöhnlichem Instrument:

der sogenannten Zambomba, klingt

schon irgendwie nach Trommel und

Schlag, oder? Nun, das ist es im

Prinzip auch, allerdings von Hand

gefertigt. Über einen Tontopf wird

ein Pergament gespannt. In die

Mitte dieses Pergaments wird ein

Loch hineingebohrt, in das ein Stab

gesteckt wird. Wenn man den Stab

hin und her bewegt, entsteht ein

Schall. Damit gibt man den Takt

für die Weihnachtslieder vor.

Der Brauch stammt ursprünglich

aus dem 18. Jahrhundert:

Nachbarn , Freunde, Verwandte

und Bekannte trafen sich am

Abend vor Weihnachten in den

Höfen ihrer Häuser, um gemeinsam

die letzte Nacht vor Weihnachten

zu verbringen. Der idealste Platz

zum Singen und Tanzen war meist

der Hinterhof oder Patio, die

einzige Stelle, wo es einen Ofen

gab, an dem man sich wärmen

konnte und feiern, meist bis zum

Morgengrauen.

Heute kann jeder an diesen

Feiern teilnehmen: einfach

dazustellen, mitfeiern oder gar

mitsingen – genau das macht

dieses Fest so besonders. Viele

Gruppen treten zu bestimmten

Zeiten an bestimmten Plätzen

auf, andere treffen sich spontan,

um gemeinsam Weihnachtslieder

zu singen, zu tanzen, Glühwein zu

trinken und Süßigkeiten zu essen.

Lassen auch Sie sich mitreißen,

ich kann Ihnen versichern, es hat

nichts mit unserer „Stillen Nacht“

oder der Besinnlichkeit bei

deutschen Weihnachtsliedern

gemeinsam. Da ich in Spanien

wieder in einem Chor singe,

begeistern mich die Texte: Da

gehts es unter anderem darum,

dass sich das Christkind

beschwert, dass Josef es mit

seinem Bart sticht (que me

pinchas con las barbas“), und der

Rhythmus der Lieder verlockt

unweigerlich zum Mitklatschen

u n d T a n z e n . M i t t l e r w e i l e

veranstalten kulturelle Einrichtungen,

Vereine, Geschäftszentren

oder einfach Bars ihre

eigene Zambombá. In Jerez ist es

am leichtesten, welche zu finden,

denn die meisten ziehen durch

die Straßen. Sollten Sie also einer

Gruppe Menschen begegnen, von

denen sie glauben, dass sie sich

im Datum geirrt haben und schon

Karneval feiern, bleiben sie

einfach stehen und lauschen: es

sind tatsächlich wunderschöne

Weihnachtslieder, und ja, man

darf dazu auch tanzen.

Text: B. Hohler

Fotos: Patronato Provincial de

Turismo de Cádiz

Heidi Zornek hat auf

ihrer Webseite ein Video

über eine Zambombá:

www.anda-luz.es


S e i t e 1 4

W e i h n a c h t b r ä u c h e i n S p a n i e n

E l G o r d o

D e r b e l i e b t e s t e „ D i c k e “

Dick kann sooo schön sein! In Spanien lieben sie ihn alle, den Dicken, el

GORDO, denn es ist der Hauptgewinn der Weihnachtslotterie. Jahr für Jahr

erlebt ganz Spanien mit Spannung eine der langweiligsten Fernsehshows: drei

Stunden lang drehen sich 2 große Trommeln, kleine Kugeln fallen heraus, und

Kinder singen - ausnahmsweise mal - völlig monoton endlose Zahlenreihen

vor, doch gerade dies ist für die Spanier die schönste Melodie der Welt.

ie „Lotería de navidad“ ist

D die traditionsreichste und

größte Lotterie der Welt. Als 1763

die spanischen Staatskassen leer

waren, legte König Carlos III diese

Lotterie als „Konjunkturprogramm“

auf, um Geld in die Kassen zu

spülen, und zwar nicht nur in die

Staatskassen, auch die Bürger

sollten von diesem Segen profitieren,

um mit dem gewonnenen Geld

wiederum den Konsum ankurbeln

zu können. Seit dem 18. Dezember

1812 findet dieses Spektakel auf

die immer gleiche Weise im Hauptsaal

der staatlichen Lotterieverwaltung

in Madrid statt. Alle Radio–

und Fernsehsender übertragen die

Ziehung live. Eine Trommel enthält

85.000 Holzkugeln für jedes Los,

die andere enthält Kugeln für die

verschiedenen Gewinnstufen. Damit

ist die Reihenfolge, in der die

Gewinne ausgespielt werden,

ebenso dem Zufall überlassen wie

die einzelne Losnummer. Es gibt

180 Serien zu je 200 €. Da dies für

die meisten zu teuer ist, kauft man

üblicherweise „Decimos“, also

Zehntel-Lose, denn es geht nicht

um millonenschwere Einzelgewinne,

sondern darum, dass möglichst

viele Menschen von dem Geldsegen

profitieren. So teilt man eine Serie

auf unter Familie, Dorfbewohnern,

oder Mitarbeitern einer Firma etc.

Im Falle eines Gewinnes frönt dann

die ganze Familie, ein Stadtviertel,

Dorf oder die gesamte Belegschaft

einer Firma dem Freudentaumel

oder ist eine Bar mit Belegschaft

und Stammkunden im Sektrausch.

So wird selbst ein kleiner Gewinn

zu einem rauschenden Fest; und

das ist das Schönste an dieser

Lotterie: es verbindet alle, denn

selbst wenn „nur“ die Kollegen

oder Freunde gewonnen haben,

ist eine Party sicher, und so

k o m m t s c h l i e ß l i c h j e d e r

irgendwie in den Genuss der

Lottomilliarden. Insgesamt

werden heuer über 2 Millarden

Euro ausgespielt. Vielleicht

nehmen sich andere Staaten

gerade in der jetzigen Krise ein

Beispiel daran und kurbeln die

Wirtschaft vor allem in der

„Wirtschaft“ an, damit alle was

davon haben und fleißig

konsumieren.


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 1 5

D i e R e y e s M a g o s

S p a n i s c h e W e i h n a c h t s b r ä u c h e

Advent und Christbaum kommen erst in den letzten Jahre allmählich nach

Spanien. Am heiligen Abend, „Noche buena“, besucht man um Mitternacht la

„misa del Gallo“, und das große Weihnachtsessen nimmt man am 1. Feiertag

im Kreise der Familie ein, mit viel Sekt und allerlei Arten von Turrones, aus

gerösteten Mandeln, Zucker, Honig und Eiern. Musikalisch wird alles durch die

frech-fröhlichen Weihnachtslieder /villancicos untermalt.

Fotos: Patronato Provincial

de Turismo de Cádiz

Die Geschenke bringen erst die

Heiligen Drei Könige aus dem

Morgenland. In den Krippen

rücken diese drei Figuren Tag für

Tag ein Stückchen näher an den

Stall mit dem Christuskind. Diese

Tradition geht darauf zurück, dass

nach biblischen Erzählungen die

Heiligen Drei Könige erst am

Abend des 5. Januar in Betlehem

eintrafen, um ihre Geschenke

(Gold, Weihrauch und Myrrhe) zu

ü berrei ch en . En t s prech end

schreiben die Kinder ihre

Weihnachtswünsche auch nicht

zum Weihnachtsmann, sondern zu

den Heiligen Drei Königen.

In vielen Fällen reist bereits ein

paar Tage vorher der „cartero

Real“, der Königliche Briefträger

durch die Stadt, um die Briefe

einzusammeln. Im Internetzeitalter

können diese Bitten

allerdings auch per email an die 3

Heiligen geschickt werden. Am

spannendsten ist es jedoch, die

Briefe einem der Pagen im

Begleitzug der Reyes Magos

persönlich zu überreichen. Dies ist

bei den sog. Cabalgatas, den

Umzügen am 5. Januar möglich.

Die Könige kommen auf Pferden,

Kamelen oder mit geschmückten

Wagen und verteilen Süßigkeiten

an die wartenden Kinder.

Überreicht werden die eigentlichen

Geschenke dann über

Nacht vom 5. auf den 6. Januar.

Die Kinder stellen ihre sauber

geputzten Schuhe auf den Balkon,

vor das Fenster oder den Kamin.

Zur Stärkung der Könige und

ihrer Kamele werden zusätzlich

ein Krug mit Wasser, ein Stück

Obst und wenig Heu dazu gelegt.

Dies geht auf eine alte Legende

zurück. Danach bedauerten zwei

Freunde das völlig arme und

barfüssige Jesuskind so sehr,

dass sie sich entschieden, ihm

ihre eigenen Schuhe zu überlassen.

Sie säuberten diese

gründlich und stellten sie über

Nacht zum Trocknen auf den

Balkon. Am nächsten Morgen war

die Überraschung und Freude

groß. Die Heiligen Drei Könige

hatten ihnen, um sie für ihre Güte

und Barmherzigkeit zu belohnen,

über Nacht Geschenke gebracht.

Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts

waren die Gaben

alltäglicher und einfacherer Art

als heute. Caspar brachte

Bonbons und Süßigkeiten,

Melchior verschenkte Kleidungsstücke

oder Schuhe. Balthasar

war derjenige, der ähnlich

unserem Nikolaus, die "bösen"

Kinder bestrafte, die im Laufe des

Jahres öfter unartig waren und

sich schlecht benommen hatten.

Sie erhielten statt Geschenken

Kohle, Holz oder Steine.

Heutzutage erhalten sie diese

Dinge nur noch symbolisch als

süßes Naschwerk. Wie bei uns in

Deutschland sind im Laufe der

Zeit die Geschenke immer

üppiger und wertvoller geworden.

-beho -


S e i t e 1 6

B r a u c h t u m z u W e i h n a c h t e n i n D e u t s c h l a n d

B r a u c h t u m b e i u n s : d e r We i h n a c h t s b a u m

B e s o n d e r h e i t : L a m e t t a

Z

uerst wurde der Weihnachtsbaum

in protestantischen

Familien heimisch. Doch Martin

Luther ist nicht, wie angenommen, der

„Erfinder“ des Baumes. Das Bild

„Weihnachten in Luthers Haus“ wurde

von C.A. Schwerdgeburth um 1640, also

rund 100 Jahre nach Luthers Tod

gemalt. 1539 wird zum ersten Mal ein

Weihnachtsbaum in Straßburg erwähnt.

Aber erst in der zweiten Hälfte des 19.

Jahrhunderts kam er in alle Häuser. Der

erste gusseiserne Weihnachtsbaumständer

wurde 1866 patentiert. Mit dem

Weihnachtsbaum zog das Weihnachtsfest

die Bescherung vom Nikolaustag

auf den 24. Dezember, so wie auch

Nikolaus als Weihnachtsmann auftauchte.

Wurde der Baum zunächst mit

Backwerk und Äpfeln geschmückt, so

kamen zwischen 1880 und 1890

Lametta, bunte Kugeln und Glaswerk

dazu. Sie symbolisieren die Geschenke,

die die Weisen aus dem Morgenland

dem Kind in der Krippe brachten.

Das Lametta

Verfasser unbekannt

Weihnachten naht, das Fest der Feste -

das Fest der Kinder, das Fest der

Gäste .

Da geht es vorher hektisch zu...

von Früh bis Abend keine Ruh.

Vor Hetzen, Kaufen, Proben, Messen

hat man auch leicht mal was vergessen!

So ging’s mir, keine Ahnung habend -

vor ein paar Jahren - Heiligabend!

Der zudem noch ein Sonntag war,

ich saß noch bei der Kinderschar,

da sprach mein Weib:

„Tu Dich nicht drücken,

du hast heut noch den Baum zu

schmücken!“

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,

hab kurz darauf ich schon geschwitzt.

Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt

und in den Ständer eingelegt.

Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,

Krippenfiguren mit Laterne.

Zum Schluss..., ja

Himmeldonnerwetta...,

nirgends fand ich das Lametta!

Es ward meiner Frau ganz heiß

und stotternd sprach sie:

„Ja, ich weiß,

im letzten Jahr war’s arg zerschlissen,

darum haben wir’s weggeschmissen.

Und in dem Trubel dieser Tage

bei meiner Arbeit, Müh und Plage

vergaß ich Neues zu besorgen -

ich werd was von den Nachbarn

borgen!

Die Nachbarn links, rechts drunter,

drüber,

die hatten kein Lametta über!

Da schauten wir uns an verdrossen,

die Läden sind ja auch geschlossen.

So sprach ich dann zu meinen Knaben:

"Hört zu, wir werden heuer haben

einen Baum - altdeutscher Stiel",

weil .... mir Lametta nicht gefiel.

Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen

und ich gab nach den

Schmerzfontänen.

„Hört endlich auf mit dem Gezeta...

ihr kriegt ‘nen Baum mit viel Lametta!"

Zwar konnt ich noch nicht ganz

begreifen,

woher ich nehm’ die Silberstreifen.

Als ich suchte dann mein Messa -

las ich: „Hengstenberg Mildessa“

Es war die Sauerkrautkonserve,

ich kombinier' mit Messerschärfe.

Hier liegt die Lösung eingebettet,

das Weihnachtsfest, es ist gerettet!


J a h r g a n g 1 , A u s g a b e 3

S e i t e 1 7

L a m e t t a

Schnell ward der Deckel aufgedreht,

das Kraut gepresst, so gut es geht!

Zum Trocknen einzeln aufgehängt

und dann gefönt, doch nicht versengt.

Die trocknen Streifen, stark geblichen

mit Silberbronze angestrichen,

auf beiden Seiten Silberkleid,

oh freue Dich Du Christenheit!

Der Christbaum ward einmalig schön,

wie selten man ihn hat gesehen.

Zwar roch’s süßsauer zur Bescherung,

geruchlich gab’s ne Überquerung,

weil mit Benzin ich wusch die Hände,

mit Nitro reinigte die Wände.

Dazu noch Räucherkerz' und Myrthe,

der Duft die Menge leicht verwirrte.

Und jedermann sprach, still

verwundert:

So ist’s im technischen Jahrhundert!

Ne Woche drauf... ich saß gemütlich

im Sessel, las die Zeitung friedlich,

den Bauch voll Feiertagerester,

‘s war wieder Sonntag und Sylvester.

Da sprach mein Weib: „Du weißt

Bescheid,

es kommen heut zur Abendszeit,

Schulzes, Lehmanns und Herr Meier

zu unserer Sylvesterfeier.

Wir werden leben wie die Fürsten,

‘s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten.“

Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut!

Am Christbaum hängt mein Sauerkraut,

vergessen, Neues zu besorgen,

ich wird was von den Nachbarn borgen!

Die Nachbarn links, rechts, drunter,

drüber

die hatten leider keines über!

Da schauten wir uns an verdrossen,

die Läden waren auch geschlossen.

Und so ward wieder ich zum Retter,

nahm ab vom Baume ich das Lametta.

Mit Terpentin und viel Bedacht

hab ich das Silber abgemacht.

Das Kraut dann gründlich

durchgewässert,

mit reichlich Essig noch verbessert.

Hinzu noch Nelken, Pfeffer, Salz

und Curry, Ingwer, Gänseschmalz.

Dann als das Ganze sich erhitzte -

das Kraut, das funkelte und blitzte

da konnt ich nur nach oben flehn:

„Lass diesen Kelch vorübergehen!“

Fransiska Lehmann sprach zu Franz

„Dein Goldzahn hat heut Silberglanz“

und einer, der da musste mal,

rief freudig: „Ich hab 'nen Silberstrahl!“

So gab’s nach dieser Krautmethode

noch manche nette Episode!

Als später dann das Kraut serviert

ist auch noch folgendes passiert:

Da eine Dame musste niesen,

sah man aus ihrer Nase sprießen

tausend kleine Silbersterne.

„Mach’s noch mal, denn wir sehn das

gerne“

so rief man ringsum hocherfreut,

die Dame wusste nicht Bescheid.

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir

„Es hat mir gut gefallen hier,

doch wär die Wohnung noch viel netter,

hättest Du am Weihnachtsbaum

Lametta.“

Ich konnte da gequält nur lächeln

und mir noch frische Luft zufächeln.

Ich sprach und klopfte ihm aufs

Jäckchen:

„im nächsten Jahr kauf’ ich 100

Päckchen!“ .........


S e i t e 1 8

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Handwerk eines

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versteht: Pepa

Perez aus Jerez.

Die Arbeit mit Metall hat sie von

klein auf fasziniert, und so hat sie

sich als Autodidakt dieses

Handwerk beigebracht, und auf ihre

ganz spezielle Art verfeinert und

immer weiter entwickelt. Im Zoco

bietet sie vorwiegend Kunstartikel

als Gebrauchsgegenstände an, wie

sie nachgefragt werden. Ihr

eigentliches Ziel sind jedoch Bilder

und große Kunstwerke, und sie

hofft darauf, auch religiöse

Kunstgegenstände restaurieren zu

dürfen. Doch die Zeiten sind

momentan für junge Künstler sehr

schwierig. Pepa hat noch große

Ziele und arbeitet hartnäckig daran.

Artesania Samarkanda

Zoco Jerez, 1. Stock

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es einfach, denn Bücher kann man bestellen, deutsche Bücher in Spanien schnell und einfach

in der Buchhandlung Libresso per Telefon oder mail. Beliebt ist auch: einen besonderen Tag

zu schenken, oder ein Wellness-Wochenende, asiatische Massagen oder einen Gutschein zum

Entspannen, z. B. im Hammam in Jerez. Schmuck ist natürlich immer ein Renner, aber auch

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Text : Beatrice Hohler

Fotos: Roland Beysel

Es duftet verlockend nach Zimt, Mandeln,

Orangen, Honig, weihnachtliches Aroma

strömt aus der Küche: doch was da

zusammengebraut wird, ergibt nicht etwa

Plätzchen, sondern puren Genuss für die

Haut: selbstgemachte Seife. In allen Farben

und Variationen, für jeden Hauttyp und

Geschmack das Richtige. Naturseife liegt

hoch im Trend. Eine dufte Idee, für ein

außergewöhnliches Präsent. Seifensiederin

Cristina präsentiert ihre edlen Kreationen in

ihrem Laden Jaborandí in Medina Sidonia.

Aus einem ursprünglichen Hobby ist eine

neue Leidenschaft und Lebensaufgabe

geworden. Cristina sprüht über vor Ideen,

wandelt auf den ursprünglichen Spuren

aromatischer Düfte der Araber und zaubert

in ihrer Küche wundervolle Kreationen an

Naturseifen.

Die meisten Seifen basieren auf Glyzerin

und Kokosöl und werden mit natürlichen

Zutaten verfeinert, wie Aloe Vera, Minze,

Honig etc., je nachdem, welche Wirkung

eine Seife erzielen soll.

Seife mit Aloe Vera ist erfrischend,

antiseptisch, spendet Feuchtigkeit und

regeneriert die Haut. Seifen mit Zimt und

N e l ken s i n d w a h re V e rf ü h re r

(Aphrodisiakum). Oder Kokosseife mit

Erdbeeraroma, auf Mandelölbasis, erfrischt

nicht nur, sondern hilft der Haut beim

Peeling. Für fettige Haut oder Akne

empfiehlt Cristina Seife aus frischem Ton

mit Minze. Man kann die Seife auch auf der

Haut trocknen lassen und wie eine Maske

anwenden. Um trockene Haut samtweich zu

machen, mixt Cristina reinen Blütenhonig

aus der Sierra mit Orangenessenzen. Die

Zutatenliste der vielfältigen Seifen liest sich

fast wie Backrezepte, und manche Seifen

duften so verführerisch, dass man versucht

ist, daran zu naschen.

Um dieses Hobby professionell ausbauen zu

können, hat sich Cristina per Fernstudium

einen Titel als Expertin für Kosmetik und

dermofarmacia (medizinische Hautpflege)

erarbeitet. Die EU macht immer wieder

neue Vorschriften. „Bald stirbt damit das

Kunsthandwerk aus, denn ich darf

beispielsweise den reinen Honig nicht mehr

beim Bauern aus der Sierra kaufen, weil er

kein Zertifikat über die vollständige

Analyse hat.“ Wärhend der „puertas

abiertas“ in Medina-Sidonia gab Cristina

einen kleinen Einführungskurs. Wer

möchte, kann bei ihr nicht nur Seifen kaufen

und verchenken, sondern auch einen Kurs in

der Seifenherstellung belegen.

• Tel.: 956 411 704

• mov: 626 979 235

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R e s i d e n t e n K u r i e r E r f o l g s s t o r y

Portal für Conil und die

Costa de la Luz

e u e , i n t e re s s a n t e B l o g s ,

d a nk Residen t e n Kurier

Bloggen ist in: Heidi Zornek betreibt nicht nur das Portal www.anda-luz.eu, in dem sie sehr

interessante Informationen über Conil und Umgebung bietet, sondern hat auch die Webseite für

den Residenten Kurier erstellt und pflegt sie. Für alle Ideen und Wünsche, die mir stets neu

einfallen, findet Heidi eine Lösung, indem sie solange rechercheirt und probiert, bis sie alles

umsetzen kann. Auf diese Weise ist die Seite „aktuelles“ entstanden, ein Blog, den ich ganz

ohne Webkenntnisse täglich aktualisieren kann. Als Heidi gesehen hat, wie gut diese Seite

angenommen wird, hat auch sie einen blog für ihre Seite entworfen: http://andaluzaktuell.blogspot.com/

. Da findet man sogar ganz aktuell ein Video über Zambombás.

Vor dem Start des Residenten Kurier habe

ich mir alle Seiten angesehen, die ich über

die Costa de la Luz finden konnte, und bin

dabei auf das Portal www.anda-luz.eu

gestoßen, das mich sehr beeindruckt hat.

Klare, gute Gliederung, nicht überladen,

nicht von Werbung zugeklatscht, sondern

hervorragende Informationen über Dinge in

und um Conil, die sogar für mich noch neu

waren, obwohl ich meinte, die gesamte

Gegend wie kaum ein anderer zu kennen.

Erstmals erlebte ich eine besondere

Entdeckungsreise in die nächste Umgebung

per Internet. Grund genug, ins Impressum zu

spitzen und mich mit Heidi in Verbindung zu

setzen.

Seit kurzem hat sie nun auch ihre Seite durch

einen Blog erweitert, mit dem gesamten

Veranstaltungsprogramm der Weihnachtsfeiertage

in Conil. Alle Fans von Conil und

Umgebung werden sich freuen: gibt es jetzt

doch absolut aktuelle Informationen aus

diesem bei Deutschen so beliebten Ort.

Bezaubernd sind nicht nur die Fotos, sondern

auch kurze Videosequenzen, die Heidi

geschickt einbaut. Super empfehlenswert: der

andalusische Sprachkurs: "Curso Dandalú"

auf der Seite: http://www.anda-luz.eu/

seiten/land-und-leute.html . Werfen Sie

mal einen Blick darauf, es lohnt sich.

B l o g f ü r P f e r d e f a n s

und a l l e , die e s noch w er den w ol len, o der ei nfach nur 10 kg a bnehme n!

Gehobenes Landhotel mit

Dressur-Reitzentrum

Spezial-Angebot für

Residenten-Kurier-Leser:

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geben wir 30 % Sonder-

Nachlass auf den

Übernachtungspreis.

www.haciendaelboyal.com

Beim Weihnachtstreff der Residenten in

Medina Sidonia vollbrachte Sabine

Wesseln, Besitzerin der Hacienda el Boyal,

ein „kleines Wunder“. Angeregt durch die

Seite „Aktuelles“ des Residenten Kurier

beschloss sie, nun auch ein eigenes

„Tagebuch“ ins Internet zu stellen, und hat

das schnell und professionell umgesetzt,

sogar mit Diashow. In ihrem Blog

veröffentlichte sie dann diese wundervolle

Geschichte über den wahren Nikolaus und

das kleine Wunder von Medina.

http://haciendaelboyal.blogspot.com/2008/12/

und-es-gibt-den-nikolaus-doch.html

Sabine und ihre Familie gehören zu der

Generation Residenten, die nach Spanien

kommen und einen kompletten Neuanfang

wagen. In zwei Jahren harter Arbeit haben

sie die Hacienda El Boyal, ehemaliger

Familiensitz des Stierkämpfers Juan

Belmonte, zu einem Reiterhotel umgebaut.

18 Suiten mit Salon, Doppelschlafzimmer,

Bad und eigener Terrasse, alle mit TV,

Klimaanlage, Minibar und kostenlosem

Internetzugang ausgestattet, warten auf

Gäste, die das Besondere suchen. Die rührige

Sabine hat bereits Olympiareiterin Heike

Kemmer und Starreiter Manolo Oliva aus der

Show Apassionata auf die Hacienda geholt

und Kurse mit ihnen für interessierte Reiter

angeboten. Voraussichtlich wenn es vom

Sender nicht wieder verschoben wird, zeigt

VOX im Februar einen Filmbeitrag über

dieses Reitzentrum.

Aber man muss nicht Reiter sein, um dieses

schöne Landhotel nutzen zu können. Für

Feburar bietet Sabine ein Wochenendseminar

zum Abnehmen an: vom 27.02. bis zum

1.03.09 führt die staatlich geprüfte Heilpraktikerin,

Andrea Schmidt-Fischer, in die

Metabolik-Balance ein, mit der es möglich

ist, auf natürliche Weise innerhalb von 2

Monaten ca. 10 kg abzunehmen. Und wo

könnte man dies besser starten als in der

Gruppe auf dieser wunderbaren Hacienda.

Infos: www.haciendaelboyal.com


R e s i d e n t e n K u r i e r P á g i n a 2 3

D i e A u s z eit in d er Vo rw eihnachtsstresszeit

Geschichte von Gabriele Hef e l e , SUR-Deutsche

Sie kam, sprach und siegte: Gabriele Hefele, endtdeckt und eingeladen vom Residenten

Kurier, kam zur Weihnachtsfeier der Academia Andaluza und gab zwei Lesungen aus ihrem

heiteren Hörbuch „Spanisch für Fortgeschrittene.“, ein voller Erfolg. Entstanden ist es aus

ihrer regelmäßigen Kolumne in der SUR-Deutschen, mit der sie seit geraumer Zeit deutsche

Residenten an der Costa del Sol amüsiert. Damit auch die Leser des Residenten Kurier

herzhaft lachen können, dürfen wir diese Kolumne nun auch bei uns vorstellen.

Tel: +34 956 23 07 72

Fax: + 34 956 23 29 35

Über die spanischen Besonderheiten im

Umgang mit der Zeit respektive dem

Tages- und Wochenablauf habe ich mich

ja schon ausgelassen, zum Beispiel über

die Siesta (dafür) oder das Horario de

Verano (dagegen). Einzigartig auch die

Gepflogenheit, einen Feiertag, der auf

einen Sonntag fällt, am Montag

nachzuholen - sehr pragmatisch und

zudem arbeitnehmerfreundlich .

Man hat hier also ein Recht auf seine

Feiertage. Die meisten verdankt man nach

wie vor der katholischen Tradition, wie

immer man dazu stehen mag. Das merkten

wir seinerzeit sogar in Deutschand

schmerzlich, als wir nichtsahnend vom

katholischen Bayern ins protestantische

Niedersachsen umzogen: da fehlten uns

doch ganze vier (!) Feiertage im Jahr, noch

dazu in der Hauptsache diese praktischen

Donnerstage, die zusammen mit dem

Brückentag Freitag immer zu einem

begehrten Kurzurlaub führten ! Nun, in

Spanien haben wir ja glücklicherweise

wieder diese vier Tage zurück.

Doch damit nicht genug: Kurz vor

Weihnachten und den darauf folgenden

vielen Feier- und freien Tagen bis zum 7.

Januar, haben sich die Spanier noch

einmal so eine Urlaubswoche gelegt mit

dem 6. Dezember, dem großen spanischen

Nationalfeiertag, dem Dia de la

Constitución (Verfassung) und dem

achten, Mariä Empfängnis. Okay, dieses

Jahr hatten die Arbeitnehmer etwas Pech,

der 6. und Nikolaustag fiel auf einen

Samstag und da gilt die Sonntagsregel

nicht!

Aber ansonsten kann man die Woche

zwischen 5. und 12. Dezember total

vergessen, da geht in ganz Spanien

nichts ! Das bringt einen allerdings zur

Verzweiflung, wenn man wie wir eine

kleine Firma für Heizung hat und natürlich

vor Weihnachten Hochbetrieb herrscht, da

kein Kunde vor dem Weihnachtsbaum

frieren will. Und dann sagt das

einheimische Personal - einschließlich

Gärtner Miguel - einfach: „Und tschüss,

ich bin dann mal weg!“ Meist kann man

gar nichts dagegen machen, weil ja auch

noch Resturlaub bis Jahresende zu nehmen

ist. Folge: Chef und Gattin schuften

alleine in dieser Wahnsinnswoche, oft Tag

und Nacht.

Erst neulich beschwerte ich mich bei

meiner Freundin Ana aus Málaga über so

einen Un-Sinn, mitten in der Hochdruckzeit

vor Weihnachten einfach alles dicht

zu machen und abzutauchen, aber Ana

konnte mich wiederum nicht verstehen:

„Aber Gabriela, das ist doch das Schöne,

sonst kommt man doch um vor Stress mit

all diesen „Was-noch-zu-erledigen-ist vorder-

Noche-Buena! So haben wir auch

genügend Zeit für die Weihnachtseinkäufe,

das mußt Du doch verstehen.“

Tja, so unrecht hat sie nicht, dieses

spanische Antistress-Programm ist schon

verblüffend, vielleicht sollten wir alle ein

bisschen inne halten, denn: von den

Spaniern lernen heißt leben lernen.

Aber wie erkläre ich das unseren heidnisch

norddeutschen Kunden ? Was ich hiermit

tue.

info@kart-chiclana.com

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Lust bekommen auf mehr?

Zu bestellen sind Buch (10€) und

CD (7,95 €) bei der Autorin direkt

unter: info@BioRanch.com,

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P á g i n a 2 4

G a s t r o n o m i e

Immer wieder heiß begehrt: Der Glühwein

Von den zahlreichen Weihnachtsmärkten

in Deutschland ist er einfach nicht mehr

wegzudenken: der Glühwein gehört hier zu

Lande längst genauso zu Weihnachten wie

Stollen, Plätzchen und Christbaum. Dabei ist

der heiße Wein sogar älter als das Weihnachtsfest.

Die Geschichte des Glühweins

liegt im Würzwein der alten Römer. Sie

versetzten den Wein zur besseren Haltbarkeit

mit kostbaren Gewürzen.

Der klassische Glühwein enthält meist eine

Mischung verschiedener Rotweine und hat

zwischen 7 und 14,5 Volumenprozent

Alkohol. Dazu kommen Gewürze wie Anis,

Kardamom,

Muskat, Nelken,

Orangen- und

Zitronenschalen,

Piment und

Zimt. Mittlerweile

genügt das

aber nicht mehr:

Jahr für Jahr

erfinden die

Hersteller neue

Kreationen, mal mit „Schuss“, mal aus

Fruchtweinen. Etwa 40 Millionen Liter

Glühwein trinken die Deutschen alljährlich

im Advent.

Schnelle Küche: WOK-Buffet

Im Weihnachtstress selbst kochen? Muss

nicht sein. Die einfachste Art, einmal etwas

Neues auszuprobieren, bietet die Restaurant-

Kette WOK. „Buffet Libre“ heißt das

Zauberwort. Zum Festpreis essen, so viel

man will, und kann. Das freut besonders

Sushi-Fans und alle Freunde asiatischer

Spezialitäten. Da locken kalte oder warme

Vorspeisen, oder Fleisch, Fisch, Meerestiere,

Froschschenkel, Pilze und allerelei Gemüse ,

alles frisch, das man sich ganz nach

individuellem Geschmack zusammenstellt.

Die Köche bereiten alles vor den Augen der

Gäste zu, und man hat die Qual der Wahl:

auf dem Grill braten lassen, oder im Wok

saltieren lassen. Es ist eine herrliche Show ,

den Meisterköchen zuzusehen, wie sie

schnell und schonend alles scharf anbraten.

Da ist man schnell Feuer und Flamme, denn

sie hantieren so geschickt, vermischen alles

mit einer Sauce nach Wahl. Am besten

mehrfach ausprobieren, ist ja alles im Preis

inbegriffen, außer den Getränken. Und die

braucht man reichlich, denn die gut

gewürzten Speisen machen Durst.

In Chiclana wurde das WOK nahe der

Blauen Brücke vor kurzem eröffnet. Es

findet gerade jetzt in der Krise großen

Anklang, vor allem bei den Spaniern, weil

der Preis begrenzt ist, die Menge jedoch nach

oben offen.

WOK JIANG NAN, essen so viel sie wollen, eat what you can

Buffet libre, asiatische Spezialitäten, asian specialities

Alles frisch, Fleisch, Fisch, Gambas, Gemüse, Pilze, etc.

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Warme Gerichte vor Ihren Augen zubereitet

Show cooking

Für individuellen Geschmack: 6 verschiedene Soßen

Try the different sauces for your individual taste

WOK JIANG NAN, Avd. de los Descubrimientos 1, Local 3, 11130 Chiclana

Centro comercial Higinio, blaue Brücke, Tel/ FAX: 0034/ 956– 53 33 71

Täglich geöffnet: 12:00-16:30 h (10,95 € p.P.), 19.30 - 23.30h (12.95 € p.P.)


R e z e p t S e i t e 2 5

We i h n a c h t s e s s e n : F i l e t B a l s á mi c o

och keine Idee, was Sie ihren Liebsten am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag vorsetzen

können, ohne Stress, so dass sie selbst auch noch etwas von den Feiertagen haben?

Chefkoch Roland Beysel hat einen Vorschlag, wie Sie mit geringem Aufwand großen

Erfolg erzielen.

Schnelle Vorspeise: Salatschiffchen.

Man nehme: Salatherzen, Frischkäse, 1

Karrotte, Salz, Pfeffer, Essig, Schnittlauch.

Hauptgericht: Filet Balsámico

Zubereitung:

Salatherzen

waschen und auf

einer Platte

anrichten. Karotte

raspeln und die

Hälfte davon mit

Frischkäse und

Gewürzen mischen

und in die Salatherzen

füllen.

Mit den restlichen

Karottenraspeln die

Salatschiffchen

dekorieren.

Zutaten: ca. 200 g Schweinefilet pro Person,

1 –2 Kartoffel pro Person, je nach Größe der

Kartoffel. Ansonsten Kräuter: Oregano,

Basilikum, Thymian, Petersilie, Salz Pfeffer,

Balsamico Essig, 3- 4 EL Öl.

Zubereitung:

Kräuter trocken

mischen, Fleisch

waschen und

enthäuten, in

Kräuter wälzen und

etwas ruhen lassen.

Derweil rohe

Kartoffel schälen

und in kleine Würfel

schneiden.

Ofen auf 80 Grad

vorheizen.

Filets in der Pfanne

rundum anbraten und

mit Balsamico (ca.

50 ml)- und nach

Belieben auch mit

etwas Rotwein

ablöschen. Dann die

Filets in Alufolie

einschlagen und je

nach Gusto 8—12

min. lang im

vorgeheizten Ofen

ruhen lassen.

Beilage: Mandel-Kartoffel á la Roland

Kartoffeln, 25 g Butter, 50g gehackte Mandeln

Butter und Mandel

in die Pfanne geben,

die gewürfelten

rohen Kartoffel

dazugeben und

solange wenden, bis

sie gar sind. Etwas

Öl zum Braten nach

Bedarf nachgießen,

salzen, pfeffern, mit

mit etwas Petersilie

dekorieren. Dauer:

ca. 10 - 15. min.

In der Zwischenzeit ist das Fleisch gar. Aus der

Foilie nehmen und in Streifen schneiden. Mit

Kartoffeln und gegebenenfalls einer Tomate

garnieren, und Guten Appetit!

Roland Beysel an der Plancha

im Hotel Barrossa Garden

Haben Sie Interesse an einem

Privat-Kochkurs mit Roland

Beysel (max. 4 Personen),

dann melden Sie sich bitte:

Vorbereitung und Fertigstellung:

Gesamt 1 Stunde. .

Preis

Tel: 0034/ 856– 11 52 22

r.beysel@web.de

Fleisch pro kg: 8—10 €

Kartoffel: kg 0,50 €

Salat und Frischkäse: 2 €

Restliche Zutaten sind normalerweise

eh im jedem Haus.

Gesamt: rund 20 €

ein Festmahl für 8 Personen.


S e i t e 2 6

R e s i d e n t e n K u r i e r

Wir erfinden Versicherungen neu

Ich wünsche allen Residenten ein

Frohes, Gesegnetes Weihnachtsfest

und ein Neues Jahr voller Freude,

Gesundheit und Zufriedenheit

Marisabella Recuero

Axa Seguros : neue Programme speziell für deutsche Residenten in Spanien

Wir bieten Lösungen für alle Fragen ihrer Versicherungen an und blicken dabei auf langjährige

Erfahrungen zurück, damit Sie heute und in Zukunft beruhigt sein können. Zu einer

Krankenversicherung gehört bei uns nicht nur normale Absicherung, sondern auch präventive Medizin,

Hausbesuche bei Notfällen (mit Erstattung der Kosten) , bis hin zu modernsten chirurgischen

Spezialmethoden oder hochmodernen diagnositschen Geräte, ebenso wie Fachärztliche Betreuung

oder ergänzende therapeutische Behandlung.

Wir bieten ferner:

Versicherungen für Haus und Büro, Handel und Industrie, Autoflotte, Haftpflicht, Lebensversicherung,

Gesundheit, Unfall, Investitionen, Sparprogramme und vieles mehr.

Bei uns können Sie mit mir persönlich reden, oder mit meinen Mitarbeiterinnen, die deutsch sprechen.

Kein Sprachautomat, sondern persönlicher Service.

Marisabella Recuero Olivera - Mobil: 0034/ 635 42 50 80

Finanzberaterin AXA Versicherungen und Investitionen

I m p r e s s u m

Herausgeberin und

verantwortlich für den Inhalt:

Beatrice Hohler

Abt-Paulus-Str. 4

94486 Osterhofen

Tel: 0049/ 9932– 4919

Fax: 0049/ 9932– 4918

Mobil: +49/171 380 98 89

Skype: www.vip-tv.online.com

ID: 43 712 685 609

Ust. ID: DE 213480574

Büro Spanien

c/ Agustín Blazquez Nr.11, 2E

E-11130 Chichlana

Tel. 0034/ 856 115 222

Fax: 0034/ 856 117 338

Mov. 0034/ 630 703 091

residentenkurier@gmail.com

www.residentenkurier.com

NIE: X-7129500-Y

Redaktionelle Mitarbeit:

Roman Stadtmüller

E-11130 Chiclana

Tel. 956 531 845

romanstadtmueller@yahoo.de

In Kooperation mit:

Heidi Z.

www.anda-luz.eu

Reformas Juan Manuel

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spreche spanisch und englisch, 2 Mitarbeiter sprechen Deutsch.

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englisch in Wort und Schrift beherrschen und gerne verkaufen. Firmensitz: Derzeit in Cadiz,

es sind aber weitere Büros in der Region geplant.

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