Oktober/November 2010 - Kirche am Krankenhaus Hamburg ...

kirche.am.krankenhaus.de

Oktober/November 2010 - Kirche am Krankenhaus Hamburg ...

Oktober/November 2010


LIEBE LESERINNEN UND LESER.......................................

Liebe Leserin, lieber Leser,

da öffnete ich das Paket mit den Schmuckblättern: „Hatte ich nicht

ein anderes Motiv für die Herbstausgabe von Kontakte bestellt?“

Ich war der festen Überzeugung, Herbstblätter im Spätsommerlicht

angekreuzt zu haben und nun das…Beim Nachsehen in meinen

Unterlagen zeigt sich, dass ich das Kreuzchen an der „falschen“

Stelle gemacht hatte. Um es nochmal zu bestellen, war die

Zeit zu knapp und zudem eine doppelte Ausgabe.

Ich schaute mir das Bild „Mittagsgebet bei der Ernte“ von Theodor

Schüz genauer an.

Es erinnerte mich an ein Bild meiner Großmutter und an eine

Reproduktion aus unserem Wohnzimmer, die mich durch meine

Kindheit und Jugendzeit begleitet hatte.

Das Abendgebet: zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, die

vor ihrem spärlich gefüllten Korb mit Kartoffeln stehen und beten.

Gemeinsam ist den Bildern dieser Moment des Innehaltens, der

Besinnung. Dankbarkeit und Gebet erwächst bei den Menschen

auf den Bildern nicht aus dem Überfluss. Sie sehen, was sie haben

und sind Gott dankbar für das, was sie haben. Was sie erarbeitet

haben und sich häufig dennoch ihrer Verfügbarkeit entzieht.

Das Arbeiten und das Beten zeigten sich an den Händen.

Wenn meine Großmutter mit mir abends am Bett gebetet hatte,

faltete sie auch immer ihre Hände. Sie hatte knochige Finger, die

von der Arbeit gezeichnet waren, ob vom kraftvollen Kneten des

Teigs für die Nudeln oder dem Entkernen der Pflaumen. Auch

nach noch so gründlichem Waschen sah ich die kleinen Schnitte

am Finger. Der Saft der Pflaumen hatte seine Spuren hinterlassen.

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.......................................LIEBE LESERINNEN UND LESER

Ihr Arbeiten und ihr Beten zeigten sich an den Händen.

Und an ihren Händen konnte ich „ablesen“ und spüren wie sie

glaubte. Sie vertraute sich Gott mit ihrer Arbeit und ihrem Leben

an – dankbar.

Nun bin ich dankbar, dass ich das Kreuzchen an der „falschen"

Stelle gemacht habe, mich an meine Großmutter erinnern

konnte und hoffe sehr, dass mein Leben und Glauben gleichfalls

an meinen Händen “abzulesen“ ist.

Ich wünsche Ihnen und Euch solche Hände.

Ihre / Eure

EINE ZEIT WIRD REIF

FRÜCHTE VOLLENDEN SICH

FARBEN BEGINNEN ZU LEUCHTEN

GOLDENE WANDLUNGEN

AUGEN UND HÄNDE ERNTEN

ZWISCHEN ALLEM

WÄCHST DER DANK ANK

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Peter Klever


FEIERN UND LOBEN...................................................

Unser Monatslied für Oktober: „Ich bin geliebt“

FL Nr. 335

Beim Thema Liebe gibt es einen entscheidenden Unterschied

zwischen Gott und Menschen.

Während Liebe beim Menschen an Bedingungen geknüpft ist, liebt

Gott uns Menschen ohne Vorbedingung. Gott liebt uns, weil wir

sind. Er hat uns gewollt und erschaffen. Seine Liebe gilt uns vorbehaltlos.

Nun liegt es an uns, wie wir mit dieser Liebe umgehen.

Ist sie uns bewusst? Nehmen wir diese Liebe an? Denken wir

vielleicht, wir müssen sie uns jeden Tag wieder neu verdienen?

Wenn uns bewusst ist, dass diese Liebe uns ohne Vorbedingung

geschenkt wird, wächst in uns eine große Dankbarkeit unserem

Schöpfer gegenüber. Sie äußert sich im dankbaren Gebet, aber

auch darin, dass wir Gottes Liebe weitergeben in dem Bewusstsein,

dass Gott die anderen Menschen ebenso vorbehaltlos liebt

wie mich. Das eröffnet uns Möglichkeiten, Menschen mit Liebe zu

begegnen, die sie nach unseren menschlichen Maßstäben eigentlich

nicht verdient haben. Jesu größtes Gebot „Liebe deinen Nächsten,

wie dich selbst“ rückt hier wieder ganz in den Vordergrund.

Wenn Menschen Liebe entgegengebracht wird, obwohl sie ihrer

Meinung nach eigentlich gar keine verdient haben, bekommen sie

eine Ahnung davon, dass die göttliche Liebe die Liebe nach

menschlichen Maßstäben sprengt. Gott kann ihnen dann das Herz

öffnen, Ihn zu erkennen.

Unser Monatslied für November: „Solang mein Jesus lebt“

FL Nr. 403

Eine meiner frühesten Erinnerungen an meine Großmutter ist diese:

Ich sitze auf ihrem Schoß und sie singt mir mit ihrer rauhen

Stimme dieses Lied vor. In ihrer Stimme schwingt Zuneigung und

Liebe mit. Bald sangen wir es gemeinsam, immer und immer wieder.

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...................................................FEIERN UND LOBEN

Sie kannte es mit Sicherheit schon seit ihrer frühen Jugend, denn

es stand schon im alten Singvögelein.

Der „Sängervater“ Ernst Gebhardt erstellte eine deutsche Version

des Liedes der englischen Liederdichterin Anne Steele, die den

Psalm 23 in einer Sprache wiedergibt, die von Kindern gut verstanden

wurde, wenngleich sie für heutige Ohren etwas ungewohnt

klingt. Mir wird bis heute warm ums Herz, wenn ich die

Worte und die Musik auf mich wirken lasse bzw. in mein Herz

hineinlasse. Es ist einfach schön, zu wissen, dass wir bei aller

Kompliziertheit des Lebens einen ganz kurzen Weg bis zu „Jesu

Herz“ haben. Mit unserer Freude und mit unseren Sorgen können

wir uns jederzeit direkt an ihn wenden; er hat immer ein offenes

Ohr für uns, weil er uns unendlich liebt. Ich wünsche mir, dass

dieses Lied auch bei der jüngeren Generation etwas Positives

von Gottes Liebe und Größe auslöst. Joachim Duske

Wertvolle Geschenkideen – nicht nur zu Weihnachten!

„Was schenk´ ich bloß, was schenk´ ich bloß...“ - diesen Stoßseufzer

hat wohl jeder schon einmal von sich gegeben. Ein neues

Angebot soll helfen, diesen Seufzer vielleicht verstummen zu lassen!

Unser Gemeindechor ist Mitglied im Christlichen Sängerbund. Seit

Jahrzehnten erfreut er uns durch Lieder, die von diesem Sängerbund

herausgegeben wurden. Viele dieser Lieder haben auch

Einzug in unsere Gemeindeliederbücher gefunden und sie sind

uns vertraut.

All diesen Liedern ist Eines gemeinsam: Sie enthalten wertvolle

Texte, die uns trösten, ermuntern und erfreuen. Sie begleiten uns

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BAUSTELLE GEMEINDE................................................

in unserem Leben als Christ und laden zum Glauben ein. Die musikalische

Palette reicht vom Bachchoral über Gospel bis zum

Popsong, begleitet von Orgel, Klavier, Flöte, Klarinette, Schlagzeug

und vielem mehr.

In Kürze wird an einigen Sonntagen am Büchertisch ein breites

Angebot an CDs aus dem „Verlag Singende Gemeinde“ ausliegen.

Es sind qualitativ hochwertige CD – Aufnahmen, etwa von

der Kleinen Kantorei des CS oder dem NINIVE – Projektchor. Es

wird die Möglichkeit geben, in diese CDs hineinzuhören und in

einige Andachtsbücher hineinzuschauen.

Das sind gute Gelegenheiten, sich selber und anderen eine bleibende

Freude zu bereiten!

Wann die CDs und Bücher angeboten werden, wird im Gottesdienst

angekündigt. Man kann mich auch außerhalb dieser Gelegenheiten

jederzeit auf diese Angebote ansprechen.

Joachim Duske

Einladung zum BASAR UND FLOHMARKT

Die Bewohnerinnen und Bewohner des ALBERTINEN-HAUSES

laden auch in diesem Jahr wieder zum BASAR und FLOHMARKT

am Sonnabend, dem 06. November 2010, in der Zeit von 10.00

bis 14.30 Uhr, ein.

Freiwillige Helferinnen und Helfer haben diesen Basar wieder

vorbereitet und hoffen sehr, dass viele Besucher zum Stöbern

und Kaufen kommen. Auch über Kuchenspenden würde man

sich sehr freuen. Listen dafür hängen an den Brettern der

Wohnhäuser aus.

Das Basarteam freut sich auf Ihr/Euer Kommen

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................................................BAUSTELLE GEMEINDE

Kommt und guckt!

Am Büchertisch liegen die neuesten Kataloge aus verschiedenen

Verlagen bereit. Gerade zur täglichen Bibellese gibt es viele gute

und erschwingliche Literatur, z. B. aus dem Neukirchener Verlag:

� „Start in den Tag“, Impulse zum Bibel lesen für

junge Leute, bereits für € 4,50

� „Brot in deiner Hand“, Brot als Symbol des Glaubens,

Meditationen und Gebete

� „Hoffen wir das Beste“, Impulse von Axel Kühner

� Abreißkalender in großer Schrift

Und natürlich:

� Die Losungen: für junge Leute, als Geschenkausgabe,

in Groß- und Normaldruck

� und vieles mehr an Kalendern und für die Weihnachtszeit

Wir freuen uns, wenn Sie sich inspirieren lassen und wir für

Sie bestellen dürfen!

Das Büchertisch-Team

Verheißungsvoll

Der ANDERE ADVENT

Meditativ – überraschend – augenzwinkernd – farbenfroh!

Meditationen und Anregungen vom 1. Dezember 2010 bis 6. Januar

2011. Bestellungen nimmt der Büchertisch gerne im Oktober

bis Mitte November entgegen, damit der Kalender pünktlich zum

1. Dezember da ist. Vera Kolbe

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Empfehlung Empfehlung Empfehlung

Empfehlung Empfehlung


DAS GIBT'S...............................................................

ATEMPAUSE

Von Frauen für Frauen

...um vom Alltag Atem zu holen

...um das Gespräch über Gott und die Welt zu suchen

...um ein festliches Frühstück zu genießen

...um Denkanstöße zu bekommen

“Die Harmoniefalle”

... und am Ende gehe ich leer aus?

Referentin: Franziska von Bremen, Seelsorgerin und

Psychotherapeutin (HPG) aus Seevetal

“Jeder wünscht sich ein Leben in Harmonie. Doch immer für

andere da sein - wie lange geht das gut?

Immer nur Frieden und nur keinen Streit - wer hält das auf

Dauer aus?

Trotz hohem Einsatz erreichen Harmoniesüchtige am Ende

genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen.

Vier Lebensschicksale zeigen uns, wie der Alltag in „aufrichtiger

Harmonie“ gelingen kann.”

Samstag, 23.Oktober 2010, 9.30 -12.00 Uhr

Beginn mit ausgiebigem Frühstücksbüffett

Kostenbeitrag: 8,50 Euro

Anmeldungen bei Helga Kistenmacher, Tel.: 550 65 56

Anmeldeschluss: 19.10.2010

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.................................................................DAS GIBT'S

Seniorencafe

Am 21.10.

„Henri Nouwen - ein Lebensbild“

Pastorin Claudia Hinck

und am

18.11.

„Budapest“

Friedhelm Philipp

Beginn jeweils um 15.30 h,

mit Andacht und

gemeinsamem Kaffeetrinken.

Sie sind herzlich willkommen!

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DAS GIBT'S..............................................................

Musik bei Wein und Kerzenschein

Zum 7. Mal möchte ich Sie und Euch im Namen des Albertinen

Diakoniewerkes und der Kirche am Krankenhaus zu einem Konzert

unserer mittlerweile sehr beliebten Veranstaltungsreihe einladen:

„Musik bei Wein und Kerzenschein“

Am Samstag, den 30.Oktober um 20.00 Uhr

– Einlass 19.15 Uhr – in der Kirche am Krankenhaus

Wieder einmal wollen wir die Zeitumstellung auf die Winterzeit -

die in der Nacht dieses Samstags folgt und uns damit endgültig

daran erinnert, dass der Herbst angefangen hat - mit „Musik bei

Wein und Kerzenschein“ begrüßen und dieser Jahreszeit damit

auch ihre schönen Seiten abgewinnen. Der im Kerzenschein

erleuchtete Gottesdienstraum, ein Glas Wein und leckere Snacks

sollen uns in die richtige Stimmung versetzen, um der schönen

Musik zu lauschen und uns auf die kommende Zeit einzustimmen.

Wir wollen uns daran erinnern, dass diese Zeit auch Behaglichkeit,

Ruhe, Wärme und Besinnlichkeit bringen kann.

Die dargebotene Musik

wird auch einen

Großteil dazu beitragen;

haben wir doch

wieder ein ganz besonderes

Programm

zusammengestellt:

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................................................................DAS GIBT'S

Das Ensemble „Trialogue Musical“ besteht aus drei hochkarätigen

Musikern Irina Grünwald (Violine), Ekaterina Kitàeva (Piano)

und Grigory Gruzman (Piano), die auf diversen Musikhochschulen

und Konservatorien in Russland, Deutschland und Israel studiert

haben und über viele Konzerterfahrungen verfügen. Gruzman war

Gewinner des 3. Chopin-Wettbewerbes in Warschau und war

bereits Gast bei Karajan.

Das Repertoire von Trialogue Musical ist sehr vielfältig, wie auch

der Einsatz der Instrumente:

Von Solobeiträgen über Duette bis zum „Klavier zu 6 Händen“ ist

alles dabei.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Frédéric Chopin präsentieren

sie bei uns das Programm:

„Frédéric Chopin, Zeitgenossen und Nachfolger“

(Gesprächskonzert)

Lassen Sie sich überraschen.

Wir freuen uns auf viele Besucher, die vielleicht ja auch noch Freunde

mitbringen.

Dagmar Waltz

PS.:

1. Zwei bis 3 Wochen vor der Veranstaltung wird es wieder

Handzettel für diese Veranstaltung geben, außerdem kann

der Handzettel dann auch von unserer Homepage heruntergeladen

werden.

2. Wer mithelfen möchte (Aufbau, Abbau, Küche, Plakate verteilen…)

kann sich gerne bei mir melden.

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DAS GIBT’S...............................................................

Bußtage

Bußtage

sind eine Gelegenheit in sich zu gehen,

damit neue Versuche des des des des des Lebens Lebens Lebens Lebens Lebens

herauskommen können.

Peter Klever

Julius von Jans: Bußtagspredigt 1938

Je länger die NS-Herrschaft dauerte, desto schwieriger und seltener

wurden solche Demonstrationen der Solidarität mit der unterdrückten

jüdischen Minderheit und der Bekundung von Opposition gegen das

Regime. Die Mehrheit der Deutschen ließ sich einschüchtern, viele

äußerten ihre Abneigung nur noch heimlich, die meisten gewöhnten

sich an den Unrechtsstaat, seine Diskriminierungen und Untaten.

Aber es gibt auch viele Beispiele von Widerstand einzelner Personen,

die ihrem Gewissen folgten und nicht bereit waren, alles hinzunehmen.

Drei Fälle öffentlichen Widerstandes aus individueller Verantwortung

werden im Folgenden beschrieben: die Bußtagspredigt eines evangelischen

Pfarrers 1938, ein Attentatsversuch 1939 und der Frauenprotest

1943.

In der Nacht des 9. November 1938 hatte die NSDAP einen Pogrom

gegen die deutschen Juden inszeniert. Angestachelt vom Reichspropagandaminister

Goebbels, der das Attentat des 17jährigen polnischen

Juden Herschel Grünspan gegen einen Beamten der deutschen

Botschaft in Paris zum Anlass nahm, überfielen SA-Männer und NSDAP-

Funktionäre Synagogen, Geschäfte und Wohnungen von Juden im

ganzen Reich. Der Schaden durch Zerstörung, Plünderung und Brandstiftung

war beträchtlich. Tausende Juden wurden gedemütigt und miss-

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...............................................................DAS GIBT'S

handelt, die Zahl der Ermordeten ging in die Hunderte. In den Tagen

nach dieser Pogromnacht wurden rund 30000 deutsche Juden in Konzentrationslager

gesperrt. Die Politik des NS-Staates gegen die Juden

hatte eine neue Stufe erreicht: Der Diskriminierung, Isolierung und Entrechtung

folgten jetzt die Vernichtung der wirtschaftlichen Existenzen

und die Vertreibung aus Deutschland. Der inszenierte Pogrom vom 9.

November 1938 stieß viele Deutsche ab. Selbst wenn sie keine Freunde

der Juden waren, empörten sie sich über die Formen der Entrechtung

der jüdischen Minderheit in Deutschland.

Julius von Jan, seit 1935 evangelischer Pfarrer im württembergischen

Oberlenningen, damals 41 Jahre alt, als Mann der Bekennenden Kirche

und Kritiker der regimehörigen „Deutschen Christen“, war den Behörden

schon unliebsam aufgefallen. Er konnte es mit seinem Gewissen

nicht vereinbaren, in stiller Empörung zu verharren. Den Bußtag

am 16. November 1938 benutzte er, um seine Gemeinde an Christenpflicht

zu erinnern. „In diesen Tagen wurde es mir innerlich klar, dass

längeres Schweigen Sünde wäre.“ Die Predigt war eine eindrucksvolle

und in ihrer Deutlichkeit einmalige Demonstration gegen den Antisemitismus

und gegen den NS-Staat. Von Jan erinnerte daran, wieviel mutige

Männer bereits „in Konzentrationslagern mundtot gemacht“ worden

seien, nur weil sie die Wahrheit gesagt hätten. Mit Schärfe kritisierte er

sodann die Verbrechen, die in der Pogromnacht begangen worden seien

und forderte die Deutschen zur Buße auf.

Am Ende des Gottesdienstes verlas er zur Fürbitte eine Liste von Pfarrern,

die mit Redeverbot oder Landesverweisung bestraft worden waren

und im Schlussgebet bat er, dass Gott „dem Führer und aller Obrigkeit

den Geist der Buße schenken möge“.

Einige Tage später, am 25. November 1938, wurde von Jan von SA-

Leuten vor seinem Pfarrhaus verprügelt, auf das Dach eines Schuppen

geworfen, schließlich ins Rathaus gebracht und verhaftet. Bis Februar

1939 blieb er in Kirchheim/Teck inhaftiert, wurde dann nach

Stuttgart überführt, geriet im März aus dem Gewahrsam der Justiz in

Gestapo-Haft. Am 13. April wurde er entlassen und zwei Tage später

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DAS GIBT'S...............................................................

aus Württemberg verwiesen. Ab Juli 1939 lebte er in einem evangelischen

Freizeitheim in Bayern in der Nähe von Passau.

Vom Sondergericht Stuttgart wurde Julius von Jan aufgrund des

„Heimtückegesetzes“ am 15. November 1939 zu 16 Monaten Gefängnis

verurteilt. Ihm wurde dabei zur Last gelegt, er habe „1) öffentlich

gehässige, hetzerische und von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen

über leitende Persönlichkeiten des Staates und der NSDAP,

über ihre Anordnungen und die von ihnen geschaffenen Einrichtungen

gemacht, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen

Führung zu untergraben, und in Tateinheit hiermit 2) als Geistlicher in

einer Kirche vor mehreren Angelegenheiten des Staats in einer den

öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstand seiner Verkündigung

und Erörterung gemacht“.

Anfang Juni 1943 wurde der Geistliche zum Kriegsdienst, u. a. an der

Ostfront, eingezogen. Im September 1945 kehrte er in sein Pfarramt

nach Oberlenningen zurück.

Aus: Informationen zur politischen Bildung, Heft 243, Wolfgang Benz

übergänge erleben

vom sommer zum herbst

vom wachsen zum ernten

vom weniger zum mehr

vom mehr zum weniger

vom leben zum sterben

übergänge erleben

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Peter Klever


...................................................EWIGKEITSSONNTAG

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TERMINE...................................................................

Termine im Oktober

Freitag 01.10. 19.00 Jugend GH

Samstag 02.10. Kinderbibeltag GZ

Sonntag 03.10. 10.00 Familiengottesdienst

zu Erntedank

GZ

10.00 Erntedankgottesdienst

AH

Montag 04.10. 20.00 Chor GZ

Dienstag 05.10. 20.00 Offener Trauergesprächskreis

„Raum der Stille“

Mittwoch 06.10. 16.00 Cafe Kuckucknest

GH

18.30 Bibelstunde

AH

Sonntag 10.10. 10.00 Gottesdienst

GZ

10.00 Abendmahlsgottesdienst

AH

Montag 11.10. 20.00 Chor GH

Mittwoch 13.10. 16.00 Cafe Kuckucksnest

GH

18.30 Gebetsstunde

AH

Sonntag 17.10. 10.00 Gottesdienst

GH

10.00 Gottesdienst

AH

18.00 Meditativer Tanz

GZ

Montag 18.10. 20.00 Chor GZ

Dienstag 19.10. 18.00 Gemeindeunterricht GH

Mittwoch 20.10. 16.00 Cafe Kuckucksnest

GZ

18.30 Bibelstunde

AH

Donnerstag 21.10. 15.30 Seniorencafe AH

Freitag 22.10. 19.00 Jugend GH

Samstag 23.10. 09.30 Atempause

GZ

17.00 Gemeindeunterricht

Übernachtung im Gemeindehaus

GH

Sonntag 24.10. 10.00 Gottesdienst

GZ

10.00 Gottesdienst

AH

Montag 25.10. 20.00 Chor GZ

Dienstag 26.10. 18.00 Gemeindeunterricht GH

Mittwoch 27.10. 09.30 Kirchenzwerge

(Eltern-Kind-Kreis)

GH

16.00 Cafe Kuckucknest

GH

18.30 Bibelstunde

AH

Donnerstag 28.10. 19.00 Gebetsabend AH

Freitag 29.10. 19.00 Jugend GH

Samstag 30.10. 20.00 Musik bei Wein und Kerzenschein GZ

Sonntag 31.10 10.00 Gottesdienst

GZ

Gottesdienst

AH

19.00 Abendgottesdienst

GZ

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Termine

Montag

Dienstag

Mittwoch

Freitag

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Ab Donnerst

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Sonntag


GH

GZ

GZ

AH

GZ

GH

AH

GZ

AH

GH

GH

AH

GH

AH

GZ

GZ

GH

GZ

AH

AH

GH

GZ

GH

GZ

AH

GZ

GH

GH

GH

AH

AH

GH

hein GZ

GZ

AH

GZ

...................................................................TERMINE

Termine im November

Montag 01.11. 20.00 Chor GZ

Dienstag 02.11. 18.00 Gemeindeunterricht

GH

20.00 Offener Trauergesprächskreis

„Raum der Stille“

Mittwoch 03.11. 09.30 Kirchenzwerge

(Eltern-Kind-Kreis)

GH

16.00 Cafe Kuckucknest

GH

18.30 Bibelstunde

AH

Freitag 05.11. 18.30 Jugend GH

Sonntag 07.11. 10.00 Abendmahlsgottesdienst

GZ

10.00 Gottesdienst

AH

Montag 08.11. 20.00 Chor GZ

Dienstag 09.11. Kein Gemeindeunterricht

Mittwoch 10.11. 09.30 Kirchenzwerge

(Eltern-Kind-Kreis)

GH

16.00 Cafe Kuckucknest

GH

18.30 Gebetsstunde

AH

Ab Donnerstag 11.11. - 14.11. WOKO Jugend GH

Samstag 13.11. 10.00 Chorsingtag ( bis 16.00 Uhr) GZ

Sonntag 14.11. 10.00 Gottesdienst

GZ

10.00 Abendmahlsgottesdienst

AH

Montag 15.11. 20.00 Chor GZ

Dienstag 16.11. 18.00 Gemeindeunterricht GH

Donnerstag 18.11. 15.30 Seniorencafe AH

Freitag 19.11. 19.00 Jugend

GH

20.00 Bibelabend

GZ

Samstag 20.11. 17.00 Bibelabend GZ

Sonntag 21.11. 10.00 Gottesdienst Ewigkeitssonntag GH

10.00 Gottesdienst Ewigkeitssontag AH

Montag 22.11. 20.00 Chor GZ

Dienstag 23.11. 18.00 Gemeindeunterricht GH

Mittwoch 24.11. 09.30 Kirchenzwerge

(Eltern-Kind-Kreis)

GH

16.00 Cafe Kuckucknest

GH

Mittwoch 24.11. 18.30 Bibelstunde

AH

Donnerstag 25.11. 19.00 Gebetsabend AH

Freitag 26.11. 19.00 Jugend GH

Sonntag 28.11. 10.00 Gottesdienst

GZ

10.00 Gottesdienst

AH

17.00 Adventsmusik

GZ

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TERMINE...................................................................

Montag 29.11. 20.00 Chor GZ

Dienstag 30.11. 18.00 Gemeindeunterricht GH

Mittwoch 01.12. 09.30 Kirchenzwerge

(Eltern-Kind-Kreis)

GH

16.00 Cafe Kuckucknest

GH

18.30 Bibelstunde

AH

Freitag 03.12. 19.00 Jugend GH

Sonntag 05.12. 10.00 Abendgottesdienst

GZ

10.00 Gottesdienst

AH

Besonderes:

23.10.10 Atempause – Frühstück für Frauen

30.10.10 Musik bei Wein und Kerzenschein

08.11. - 12.11.10 Vera Kolbe Fortbildung

11.11. - 14.11.10 WOKO Jugend

13.11.10 Chorsingtag

19.11. - 21.11.10 Bibelabende mit Pastor Stefan Stiegler

Sommerkirche 2010

Eine schöne Tradition ist es mittlerweile, dass die evangelischen

Gemeinden in Schnelsen einmal im Jahr zum gemeinsamen Gottesdienst

auf den Vorplatz des Freizeitzentrums Schnelsen laden.

Auch in diesem Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter, was ja bei

den aktuellen Wetterlagen überhaupt nicht selbstverständlich ist.

So konnten sich groß und klein am 05. September an schönem

Frühherbst/Spätsommerwetter erfreuen. Unter dem Motto: „Harmonie

des Lebens“ wurde der Gottesdienst gestaltet. Mit Unterstützung

unseres Chores und dem Posaunenchor der evangelisch

Lutherischen Gemeinde wurde der Gottesdienst musikalisch begleitet.

Viele Ehrenamtliche engagierten sich bei der folgenden

Verköstigung mit Wurst/ Salat und Kuchen und die Konfirmanden

bzw. Gemeindeunterrichtler waren beim Aufbau aktiv. Mir persön-

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GZ

GH

GH

GH

AH

GH

GZ

AH

...............................................................DAS GIBT'S

lich gefällt es immer wieder, die eigene Kirche zu verlassen und

auch mal an anderen Orten zu sein, und wenn es so öffentlich

geschieht, denke ich, ist das auch ein gutes Zeugnis für unseren

Glauben, wenn wir uns so versammeln können und gemeinsam

mit anderen Christen feiern. Schön, dass das hier möglich ist.

Jens Klindworth

BIBELSTUNDEN IM ALBERTINEN - HAUS

Mittwochs, 18.30 Uhr

Das Reich Gottes gleicht ...

06.10. ...einem König, Mt 18,21ff

13.10. Gebetsstunde

20.10. ...einem Hausherrn, Mt 20,1ff

27.10. …einem König Mt 22,1ff

03.11. …zehn Jungfrauen Mt 25,1ff

10.11. Gebetsstunde

17.11. keine Bibelstunde

24.11. zwischen Ewigkeitssonntag und Advent!!

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DAS GIBT'S...............................................................

Bibeltage Schnelsen

„Mit den Psalmen klagen lernen“

Freitag, 19.11.2010 – 20.00 - 21.30 Uhr

Psalm 13 – „Herr, wie lange?“ statt „Warum ich?“

oder: Klagen statt Jammern

Samstag, 20.11.2010

17.00 - 18.30 Uhr

Psalm 137 – Was den Ohnmächtigen bleibt

oder: Feindpsalmen verstehen

Pause – gemeinsamer Imbiss

19.30 - 21.00 Uhr

Psalm 56,9 -„Sammle meine Tränen in deinen Krug“

Liturgischer Klagegottesdienst

Ewigkeitssonntag 21.11.2010 – 10.00 Uhr

Ezechiel 37 – Gewendete Klage

oder: Neues Leben aus dem Geist

Klagen ist etwas anders als Jammern. Klagen bedeutet loslassen,

herausschreien, was einen bedrückt. Wer alles in sich hineinfrisst,

der wird am Ende krank. Deshalb ist es so wichtig, einen

Ort zum Klagen zu finden. – Was ist notwendig, damit unsere

Gottesdienste solche Orte sind oder werden, wo man echt sein

kann und sagen und beten, wie es einem wirklich ums Herz ist?

Die Bibel sagt, wir dürfen, ja wir sollen unser Herz ausschütten

vor IHM (Ps 62,9). Aber tun wir das auch? Wagen wir zu klagen?

Oder steckt uns die alte preußische Erziehung noch tief in den

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...............................................................DAS GIBT'S

Knochen: Ein Junge weint nicht !? Ein Junge beißt sich auf die

Zunge, auch wenn das Herz reißt !?

Dieses Gemeindeseminar will helfen, klagen zu lernen und das

Klagen zu üben mit den Worten der Psalmen des Alten Testamentes.

Wir wollen zunächst miteinander auf zwei Klagepsalmen hören,

die sich mit drastischen Worten an Gott wenden. Und wir

wollen versuchen, diese Art zu beten zu verstehen. Doch dann

wollen wir am Samstag Abend auch selber versuchen, unsere

eigene Klage in Worte zu fassen und einen liturgischen Klagegottesdienst

feiern. Jeder ist dazu herzlich eingeladen, auch der

und die, die im Moment gar nichts zum Klagen haben. Denn Gott

will unsere Klage verwandeln – in einen Reigentanz (Ps 30,12).

Stefan Stiegler

Herzliche Grüße aus Kamerun von Jutta Krebs und Familie

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Der neue Rundbrief ist

wieder erhältlich!

B.P.82, Maroua, Kamerun

krebsmbiene@aol.com

Rundbriefversand: Frau

Krebs, Jevenstedter

Str.197A, 22547 Hamburg

Europäische Baptistische

Mission, Gottfried- Wilhelm

Lehmannstr. 4, 14641

Wustermark

Spendenkonto: EBM, SKB

Bad Homburg,BLZ

50092100, Konto 33316


DAS GIBT'S...............................................................

Adventsmusik

„Wie soll ich dich empfangen?“

1. Advent

28. November 2010

17.00 Uhr

Chor der „Kirche am Krankenhaus

Leitung: Thomas Pfeifer

und weitere Musiker

Eintritt frei – Spende erbeten

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.........................................BLICK ÜBER DENTELLERRAND

Die Welt im Sinne Jesu zu verändern ist kein

Zauberwerk. An vielen wichtigen Stellen ist

es einfach frauenwerk. frauen frauen frauen frauen

Frauenkongress in Berlin (+ eine gute Nachricht für Männer)

„Jedes Jahr um diese Zeit bekomme ich die Spätherbstdepression.

Sie kommt im November, sie geht kurz vor Weihnachten.“

schrieb Harald Martenstein einmal in einer ZEIT-Kolumne.

Frauen haben in diesem Jahr die Möglichkeit, dem Novemberblues

zu entfliehen, denn das Frauenwerk lädt ein zum

1.Baptistischen Frauenkongress

vom 05.-07.11.2010

in der EFG Berlin-Schöneberg Hauptstraße.

„Wir hoffen, Sie genießen die lebendige Gemeinschaft von Frauen

aller Generationen und erleben 3 Tage voller neuer Ideen,

interessanter Kontakte und bereichernder Erlebnisse. In unserer

gemeinsamen Zeit wollen wir nicht nur zum Glauben ermutigen,

sondern auch Räume der Begegnung schaffen, die Möglichkeit

zur Standortbestimmung geben und neue Formen des gesellschaftlichen

und spirituellen Engagements entwickeln.“ - so heißt

es im Vorwort des Programmheftes zum Kongress.

23


BLICK ÜBER DEN TELLERAND......................................

Die inhaltlichen Programmpunkte beschäftigen sich mit der Frage

nach Rollenbildern und Lebensmodellen von Frauen heute und

morgen.

Aber es gibt nicht nur etwas für den Kopf: z. B. beim Galaabend

am Samstag erwartet die Teilnehmerinnen ein leckeres Buffet,

Cocktails und gute Musik.

Und wer zwischendurch genug vom Trubel hat, kann den Raum

der Stille oder das Seelsorge- und Gebetsangebot nutzen.

Und hier nun die gute Nachricht für die Männer: Zum Galaabend

können sich auch Männer anmelden, und natürlich ist auch der

Gottesdienst am Sonntag (der zusammen mit der EFG Schöneberg

gefeiert wird) für alle offen.

Sie möchten mehr wissen? Oder sich gleich anmelden? Alle Infos

und auch die Möglichkeit zur Onlineanmeldung gibt es auf der

Homepage des Frauenwerkes: www.frauenwerk.org

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Auf Anfrage

verschicken wir auch gerne Programmhefte zum Selbstlesen oder

Weitergeben. Hier unsere Adresse:

Frauenwerk

Geschäftsstelle

Johann-Gerhard-Oncken-Straße 7

14641 Wustermark

Tel.: 033234-74445

Ich freue mich sehr auf die Begegnungen im November,

Nicole Witzemann, Referentin im Frauenwerk

24


................................................................PERSONEN

Rolf Peters

*02.07.1930 – †21.06.2010

Jesus Christus spricht:„Ich bin das Licht der Welt.

Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,

sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Johannes 8,12

frauenwerkfrauenwerk.

Am 2. Juli 1930 wurde Rolf Peters geboren. Wenn er als Erwachsener

an seine Kindheit und Jugendzeit dachte, waren seine Erinnerungen

nicht von freudigen Erlebnissen angefüllt. Rolf Peters

hatte ein schwere Kindheit und Jugendzeit. Seine Mutter starb als

er 12 Jahre alt war und von seinem Vater musste er sich als

05. junger Mensch – 07. verabschieden. November Er hat sich einsam 2010 und nicht behei- in

matet gefühlt und musste lernen, viel Verantwortung zu übernehmen.

Es zeichnete ihn aus, dass er sich sehr treu um seinen

Bruder und um seine Familie mit Frau und Sohn gekümmert hat.

Ein hohes Maß an verbindlichem Leben und sozialem Engagement

gehörte zu ihm. Freundlich und zugewandt begegnete er

den Menschen.

Im Juli 1965 hat er seine spätere Frau Edith kennengelernt, geheiratet

haben sie am 25. Mai 1971. Der Sohn Olaf wurde 1973

geboren. Seine verbindliche und zuverlässige Art prägt auch seinen

Berufsalltag. Rolf Peters war von 1953 bis 1989 beim Axel

Springer Verlag angestellt, zuerst als Schriftsetzer, später als

Revisor und Korrektor. Ein Ausgleich zur vielen Arbeit waren für

ihn das Wandern und manche Reise.

Am 18. Februar 1990, mit kapp 60 Jahren, wurde Rolf Peters auf

das Bekenntnis seines Glaubens in der „Kirche am Krankenhaus“,

in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde getauft. Es war zum

einen eine stetige und langsame Entwicklung bis zu diesem Ent-

25


PERSONEN................................................................

schluss, andererseits gab es 1985 ein wegweisendes Erlebnis,

eine Grenzerfahrung mit Notoperation im Albertinen Krankenhaus.

Seither empfand er eine große Dankbarkeit zu Gott und der Wunsch

sich taufen zu lassen, wurde immer stärker. Seit dieser Zeit leitete

ihn auch das Wort Jesu: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir

nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird

das Licht des Lebens haben.“ Es war das Wort, das Rolf Peters

nicht oft genug bei seinen persönlichen Unterlagen haben konnte:

in vielerlei Ausführungen, abgeschrieben bei seiner Lebensgeschichte,

als Kopien seiner Taufkarte. In Jesus Christus hatte Rolf

Peters das Licht seines Lebens entdeckt, an ihn hat er sich gehalten

und konnte sich durch Gottes Licht in seinem Leben, im Leben

der Familie und Gemeinde orientieren. Vera Kolbe

AUF EIN GROß ES LICHT ZUGEHEN

ES GIBT IM LEBEN EIN GESETZ,

DASS WENN SICH EINE TÜR

SCHLIEß T, EINE ANDERE SICH AUFTUT.

DIE WELT WIRD GRÖß ER, ALS SIE JEMALS FÜR UNS GEWESEN IST,

DAS LICHT EINER ANDEREN WIRKLICHKEIT LIEGT ÜBER IHR,

UND UNSER WEG FÄNGT NOCH EINMAL AN.

WIE DAS ALLES ZUGEHEN WIRD, WEIß ICH NICHT.

ABER ICH WERDE WISSEN, WAS ICH JETZT GLAUBE:

DASS ZWISCHEN MIR UND DEM LEBEN NICHTS MEHR SEIN

WIRD UND DASS ICH AUF EIN GROß ES LICHT ZUGEHE,

DAS LICHT, DAS WIR CHRISTUS NENNEN.

26

Jörg Zink


................................................................PERSONEN

Tabea Lenz

*30. Juni 1911 †10. Juli 2010

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;

ich habe dich bei deinem Namen gerufen.

Du bist mein.“ Jesaja 43,1

Am 30. Juni 1911 kam Tabea Lenz als jüngste von sechs

Geschwistern in Polen zur Welt. Sie wurde in eine Predigerfamilie

hineingeboren. Ihre Familien mütterlicher und

väterlicherseits gehörten zu den ersten Baptisten in Polen.

1925 wurde sie auf das Bekenntnis ihres Glaubens getauft.

Sie hatte persönlich Gottes Ruf gehört:

„Ich habe dich, Tabea bei deinem Namen gerufen. Du bist

mein.“ Der Glaube prägte ihr Leben, auch wenn sie sich zur

Freiheit der Gotteskindschaft immer wieder durchdringen

musste. Tabea Lenz war eine bescheidene Frau, die oft ihr

Licht unter den Scheffel stellte. Sie stellte ihr Wissen nicht zur

Schau. Sie war keine forsch oder mutig anpackende Frau.

Andere mussten sie immer wieder ermutigen, dass sie das

zeigen und leben konnte, was an Begabungen und Qualitäten

in ihr steckte. Häufig genug wurde sie unterschätzt. Etwas

mehr „Raum“ haben ihr viele gegönnt, aber sie wollte ihn nicht

bewusst einnehmen. Sie war sehr differenziert und belesen,

war interessiert an Politik und Theologie und hielt sich bis ins

hohe Alter auf dem Laufenden. Sie hätte gern früh auf Lehramt

studiert. Doch in den zwanziger Jahren nahm das Lehrerseminar

nur männliche Schüler auf. Gut zwanzig Jahre später

studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Bederkesa

und unterrichtete mehr als zwanzig Jahre. Sie musste aus

gesundheitlichen Gründen früher in Pension gehen und zog

nach Ellerau, ihre Schwester Ruth Kretsch mit Mann lebte

27


PERSONEN................................................................

dort. Neun Jahre später zogen sie in das neugebaute Albertinen

Haus ein. Die kommenden Jahre waren für sie mit vielen

Reisen angefüllt. 1990 veränderte sich jedoch ihr Leben

radikal. Sie sah immer weniger und erblindete schließlich. Ihr

gelang es solange wie möglich die Selbständigkeit zu erhalten.

In Ihren letzten Lebensjahren sie war zu einer Wanderin

zwischen den Welten geworden. Sie lebte im Hier und Jetzt,

gleichzeitig bekam die Vergangenheit eine immer größere

Bedeutung. Ihre älteste Schwester Euschi war allgegenwärtig.

Nun wandert sie nicht mehr zwischen den Welten. Am

10.Juli im 100ten Lebensjahr ist sie heimgegangen. Über

ihrem Leben leuchtet das Wort des Propheten auf: „Fürchte

dich nicht, denn ich habe dich erlöst;ich habe dich bei deinem

Namen gerufen. Du bist mein.“ Jesaja 43,1 Vera Kolbe

DIE NEUEN TAGE ÖFFNEN IHRE TÜREN.

SIE KÖNNEN, WAS DIE ALTEN NICHT GEKONNT.

VOR UNS DIE WEGE, DIE INS WEITE FÜHREN.

DEN ERSTEN SCHRITT, INS LAND, ZUM HORIZONT.

WIR WISSEN NICHT, OB WIR ANS ZIEL GELANGEN.

DOCH GEHEN WIR LOS, DOCH REIHT SICH SCHRITT AN SCHRITT.

UND WIR VERSTEHN ZULETZT, DAS ZIEL IST MITGEGANGEN,

DENN DER DEN WEG BESCHLIEß T, UND DER IHN ANGEFANGEN,

DER HERR DER ZEIT GEHT ALLE TAGE MIT.

28

Klaus-Peter Hertzsch


............................................................GEBURTSTAGE

Im Oktober

01.10.Heide Eisenblätter

02.10.Esther Hoppe

02.10.Vanessa Rossow

03.10.Margot Lüdecke

04.10.Martina Adam

06.10.Markus Fischer

09.10.Marianne Schwartz

10.10.Tomke Giesmann

10.10.Helmut Rayzik

11.10.Herbert Eppler

11.10.Meike Korkisch

12.10.Thomas Pfeifer

12.10.Edwin Strauß

12.10.Felix Waltz

12.10.Gerd Treiber

13.10.Elke Mantay

13.10.Herma Purwin

13.10.Gisela Roll

14.10.Tim Möckel

17.10.Dorle Danne

18.10.Maria Schulze

21.10.Ingrun Gruber

21.10.Karin Treiber

24.10.Elisabeth Stiegler

26.10.Kurt Hille

27.10.Sven Krampitz

27.10.Gertrud Linder

28.10.Anna Hinck

29.10.Claudia Pfeiffer

Im November

01.11.Johannes Heilmann

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03.11.Stephan Adam

03.11.Angela Duske

04.11.Matthias Danne

04.11.Sarah Klindworth

05.11.Lili Lausch

06.11.Edith Peters

06.11.Andrea Westphalen

07.11.Hannelore Nowak

07.11.Irmgard Wollert

08.11.Christa Löhner

08.11.Brigitte Purwin

08.11.Ursula Ruhrmann

09.11.Frank Möckel

09.11.Petra Pelika

10.11.Gerda Wedeleit

11.11.Sigrid Reppin

12.11.Madlin Halipi

12.11.Christa Hartmann

13.11.Arne Klindworth

15.11.Jakob Westphalen

16.11.Ester Schulze

17.11.Erika Brinkert-Roosch

19.11.Manfred Landgraf

20.11.Dr. Dirk Rose

22.11.Elfriede Glaesmann

22.11.Reinhard Strauß

23.11.Diethelm Neetz

23.11.Matthias Borchert

24.11.Benjamin Landgraf

25.11.Edeltraud Walter

26.11.Ronald Fisch

29.11.Sieglinde Kirchhoff-

Wietting


IMPRESSUM................................................................

IMPRESSUM

Gemeindebrief der Evangelisch-

Freikirchlichen Gemeinde

Hamburg-Schnelsen,

Hogenfelder Straße 28,

22457 Hamburg,

Postfach 610340, 22423 Hamburg

Bankverbindung:

Spar- und Kreditbank

Bad Homburg

Bankleitzahl: 50092100

Konto-Nr: 1174711

Pastorin:

Vera Kolbe

Tel.privat: 040/76992860

Gemeindebüro:

Tel.040/57149375

e-mail:

Pastorin@kirche-am-krankenhaus.de

Im Internet:

http://www.kirche-am-krankenhaus.de

Gemeindeleiterin:

Elisabeth Strauß, Tel.: 04101/778213

e-mail: Ellistr@web.de

Stellvertretende Gemeindeleiter:

Birgit Busse, Tel.:040/5502287

e-mail: Birgit.Busse@t-online.de

Gemeindekassierer:

Joachim Pfeiffer

Tel.: 04101/512509

e-mail:

DuJPfeiffer@gmx.net

Hausmeister:

Friedhelm Philipp/Ingrid Schrumpf

Tel.: 040/55886676

e-mail:

friedhelm.philipp@albertinen.de

Redaktionsteam:

Angela Duske,

Jens Klindworth (Leitung),

Vera Kolbe

Layout: Angela Duske

e-mail: meangela@gmx.de

KONTAKTE

für: Dezember/Januar 2010/2011

erscheint am: 28.11.2010

Redaktionsschluss: 14.11.2010

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die

Meinung der VerfasserInnen wieder, die nicht mit

der Meinung der Redaktion identisch zu sein

braucht.

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..................................................WOCHENKALENDER

Sonntag:

· 09.30 Uhr Gebetskreis (AH)

· 10.00 Uhr Gottesdienst (Kleinkinderbetreuung und Kindergottesdienst)

Im Anschluss Kirchencafe (GZ)

· 10.00 Uhr Gottesdienst (AH)

· 19.00 Uhr Abendgottesdienst (siehe Gottesdienstplan, GZ)

Montag:

· 20.00 Uhr Chorprobe (GZ)

Dienstag:

· 18.00 Uhr Gemeindeunterricht (12-14 Jährige, GH)

. 20.00 Uhr Offener Trauergesprächskreis Raum der Stille, Albertinen -

Krankenhaus (1.Dienstag im Monat)

Mittwoch:

· 09.30 Uhr Kirchenzwerge (Eltern-Kind-Kreis, GH)

· 16.00 Uhr Cafe Kuckucksnest (GH)

· 18.30 Uhr Bibelstunde (AH)

Donnerstag:

· 15.30 Uhr Seniorencafe (3. Donnerstag im Monat, AH)

· 19.00 Uhr Gebetsabend (letzter Donnerstag im Monat, AH)

Freitag:

· 19.00 Uhr Jugend

Wo finde ich was?

Gemeindezentrum (GZ) und Hogenfelder Straße 28

Gemeindehaus (GH): Hogenfelder Straße 30

Albertinen-Haus (AH): Sellhopsweg 18-22

Telefonnummern:

Pastorin Vera Kolbe: 040/57149375 (Gemeindebüro) oder 040/76992860

Hausmeisterteam Friedhelm Philipp/Ingrid Schrumpf: 040/55886676

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GOTTESDIENSTE

In der Kirche am Krankenhaus, Hogenfelder Straße 28, und im Albertinen-Haus,

Sellhopsweg 18-22, jeweils sonntags, 10.00 Uhr

Kirche am Krankenhaus Kirche im Albertinen-Haus

Predigt Besonderes Predigt Besonderes Kollekten

03.10. Pn. V. Kolbe Erntedank Jung und alt Pn. C. Hinck Erntedank Erntedankopfer

10.10. Axel Steen Jan Hendrik Frank Abendmahl Jutta Krebs

17.10. E. Riethmüller Gideons Pn. V. Kolbe Gemeindearbeit

24.10. Pn. V. Kolbe P. H. J. Schrumpf Jesus Center

31.10. P. M. Kasemann Jan Hendrik Frank Gemeindearbeit

31.10. Pn. V. Kolbe Abendgottesdienst ---------------- --------------- --------------

07.11. Pn. V. Kolbe Abendmahl Izmir

14.11. Pn. V. Kolbe Gestaltet von und mit

der Jugend

P. H. J. Schrumpf Abendmahl Gemeindearbeit

21.11. P. St. Stiegler Ewigkeitssonntag P. M. Kolbe Beratungsstelle

28.11. Pn. C. Hinck 1.Advent P. St. Stiegler Chorarbeit

28.11. Adventskonzert, kein Abendgottesdienst

Änderungen sind möglich! Für Schwerhörige ist in der Kirche und im Albertinen-Haus

eine Verstärkeranlage vorhanden.

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