Himmlische Desserts stückweise entnehmbar - Hotel & GV Praxis

hotel.gv.praxis.at

Himmlische Desserts stückweise entnehmbar - Hotel & GV Praxis

Heft 4/2009 · Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf P.b.b. GZ 02Z032690 M · Sendung zur ermäßigten Gebühr

www.hgvpraxis.at Ausgabe 4, April 2009

Brunnwirt,

Fuschl:

Qualität ohne

Spektakel

Wellness:

Steierness –

die Antwort auf

den Asia-Hype

Energie

AG:

Frische Power

im Tower

Kulti-

Wirte:

Brigitte Böhm

im Interview


Activia – das Erfolgskonzept

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mehr als 2,7 Mio. Österreicher konsumieren Activia

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Diät


Das Gespenst der drohenden Jugendarbeitslosigkeit

suchte nun offensichtlich auch Christoph

Leitl heim. Und nachdem andere, sonst

vom Chef der Wirtschaftskammer innig gehätschelte

Branchen derzeit leider wirklich

keinen Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften

melden, muss sich Leitl nun einem wirtschaftlichen

Segment zuwenden, das vom obersten

Kammerherren bislang kaum von Zuneigung

überschüttet wurde: dem Tourismus.

Durchaus verständlich, läuft der Tourismus

doch nach wie vor einigermaßen rund und

fungiert derzeit als die verlässlichste

Jobmaschine des

Landes. Während vor allem

in der Metallindustrie oder

in der Baubranche streckenweise

Kurzarbeit angesagt

ist oder Mitarbeiter

entlassen werden, betteln

Hoteliers und Gastronomen

nachgerade um arbeitswillige

und fachlich

versierte Mitarbeiter.

Knapp 250.000 Menschen

arbeiten direkt oder indirekt

in der Tourismusbranche,

auch in der auslaufenden

Saison sind 3000 Stellen

unbesetzt und es fehlen

13.000 Lehrlinge. Den guten

Winter, der noch einmal Rekordergebnisse

lieferte, konnte die Hotellerie wieder mit viel

Improvisation überstehen. Vor dem Sommer,

für den die Prognosen – mit Abstrichen – so

übel nicht sind, graut allerdings vielen Unternehmern

heute schon. Wenn vor der Hauptsaison

im Juni wieder tausende Stellen in Küche

und Service, an der Rezeption und auf den

Etagen zu besetzen sind, setzt vermutlich neuerlich

der verbissene Grabenkampf um gute

Mitarbeiter ein.

Eine Misere, auf welche die ÖHV schon seit

Jahren hinweist. Die gemachten Vorschläge –

von einer kurzfristigen Bezahlung der Sozialabgaben

aus Mitteln der Arbeitsmarktförderung

in Zwischensaisonen bis hin zu arbeitsrechtlichen

Erleichterungen etwa bei der Lehrlingsausbildung

– verhallten ungehört. Drei

Münzen in den Wunschbrunnen hätten wahrscheinlich

eine ähnliche Wirkung erzielt.

Jedoch, tempora mutantur, die Zeiten ändern

sich – und Christoph Leitl mit ihnen. Plötzlich

gerät die Freizeitwirtschaft als Rettungsanker

in den Fokus des Kammerchefs. Im Rahmen

einer Tourismus-Veranstaltung auf dem Arlberg

schlug Leitl vor, Jugendlichen in Hotels

und anderen nicht näher definierten Freizeit-

meinung | 3

Arbeitslose werden Praktikanten

Tourismus als Lückenbüßer

betrieben fünfmonatige Praktika anzubieten.

Bezahlt werden soll die Aktion mit Geldern

wie der Mobilitätsprämie oder aus Mitteln

des AMS. Entschließen sich viele Jungendliche

zu einem Praktikum, kann das teuer werden:

Schließlich sollen die so Geförderten im

Schnitt 1500 Euro verdienen. Die Frage, wie

ein derartiges Salär auf Lehrlinge oder junge

Mitarbeiter in einem ordentlichen Arbeitsverhältnis

wirkt, muss hier gar nicht näher behandelt

werden.

Grundsätzlich ist die Idee Leitls zu begrüßen.

Jungen Menschen ohne ausreichende Zukunfts-

bzw. Berufsperspektiven wird eine

Chance geboten, Einblicke in ein durchaus interessantes

Arbeitsfeld zu erhalten und vielleicht

das eine oder andere Vorurteil diese

Branche betreffend abzubauen. Im besten Fall

entschließen sich die jungen Damen und Herren,

im Tourismus eine Ausbildung zu absolvieren

und so ihre Zukunftschancen zu erhöhen.

Auf der anderen Seite erhalten die Unternehmer

die Möglichkeit, den Nachwuchs erst einmal

zu testen und auf die Eignung für Dienstleistungsberufe

zu überprüfen. Quasi ein Engagement

mit verbrieftem Rückgaberecht.

Gleichzeitig wäre dies die Gelegenheit für Hoteliers

und Gastronomen, sich und ihre Betriebe

selbst als attraktive Arbeitgeber bzw.

Arbeitsstellen zu präsentieren, bei denen es

sich zu bleiben lohnt.

Man könnte also von einer Win-win-Situation

sprechen, wenn da nicht zwei Dinge wären,

die die Freude über die plötzliche Hinwendung

zum Tourismus trüben. Zum einen ist es

jetzt reichlich spät für derartige Gedankenspiele

– und viel mehr als das ist das Ganze

bislang nicht. Und zum Zweiten meinte Leitl

noch, dass es ja auch darum gehe, die jungen

Leute aus der Arbeitslosigkeit zu holen, bis in

ihren Wunschberufen wieder Arbeitsplätze

frei seien. Der Tourismus als Lückenbüßer

und Durchgangslager – so haben die Hoteliers

vermutlich nicht gewettet.

Tatsächlich sind dem gelernten Baustoffhändler

Leitl der Tourismus und seine Mitarbeiter

weitgehend fremd geblieben. Ein Beispiel mag

das verdeutlichen. Anfang März veranstaltete

die Wirtschaftskammer in Graz den Bundeslehrlingswettbewerb

für gastronomische Berufe.

Bisher sah sich die Kammer außerstande,

einer breiten Öffentlichkeit die Ergebnisse

mitzuteilen. Und so einmal positiv auf die

Leistungen des Nachwuchses hinzuweisen.

Auch sehr motivierend, so etwas.

Harald Lanzerstorfer

h.lanzerstorfer@hgvpraxis.at

HGV PRAXIS 4.2009


4 | HoT SHoTS

Tiroler Tageszeitung

FH für Tourismus und

Wellness in Landeck

Geht es nach dem Tiroler Landesrat Bernhard

Tilg, soll in Landeck eine Ausbildungsstätte,

die die Themen „Tourismus, Wellness

und Gesundheit“ verknüpft, entstehen. Ihm

schwebt eine Fachhochschule mit Kompetenzzentrum

zu dieser Branche vor, die mit

Abstand der wichtigste Wirtschaftszweig im

Tiroler Oberland ist. Die Ausbildungsdauer

soll vier bis fünf Jahre betragen. Der Politiker

will das Projekt mit Hilfe lokaler Betriebe

auf die Beine stellen. Diese sollen rund

40 bis 50 Prozent der Kosten des Betriebes

von 1 bis 1,5 Millionen Euro tragen. Den

Rest zahlt die öffentliche Hand. Schützenhilfe

erhält Tilg von Wirtschaftslandesrätin

Patrizia Zoller-Frischauf: „Landeck ist als

Standort für den Studiengang durchaus möglich.

Wir schauen schon, dass nicht alles in

Innsbruck passiert.“

ORF online

Wien-Tourismus:

minus 5,5 Prozent

Der Wien-Tourismus verzeichnet im Februar

ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem

Vorjahr. Das Ausbleiben der Gäste trifft in

Zeiten der Wirtschaftskrise vor allem die Luxushotels,

nur Häuser mit ein oder zwei Sternen

konnten zulegen. Vor allem Gäste aus

Deutschland, Italien, Großbritannien, den

USA, Frankreich, Japan und der Schweiz

blieben aus. Die Auslastung der Hotelzimmer

sank im Februar von 49 auf rund 42

Prozent. In den ersten beiden Monaten 2009

verzeichnete Wien insgesamt 1.036.000

Nächtigungen, das ist ein Minus von 5,5

Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum

2008.

HGV PRAXIS 4.2009

AHGZ

Tagungshotels spüren

Wirtschaftskrise

Die Stadt- und Tagungshotels bekommen

immer mehr die Wirtschaftskrise zu spüren.

In den ersten beiden Monaten hätten Großunternehmen

bis zu 30 Prozent ihrer Reservierungen

storniert, sagte Alexander Aisenbrey,

der Vorsitzende der Hoteldirektorenvereinigung

Deutschland (HDV). Auch das

März-Geschäft ist nicht besser gelaufen. Dagegen

könne die Branche mit der Nachfrage

von Individualgästen „verhältnismäßig zufrieden“

sein. Fast die Hälfte der 140 Hoteldirektoren

der Vereinigung, unter denen die

Umfrage durchgeführt wurde, rechneten in

diesem Jahr mit Umsatzrückgängen bis zu

30 Prozent. In der HDV sind 350 4- und

5-Sterne-Hotels mit 40.000 Zimmern zusammengeschlossen

(Umsatz 2008: 2 Mrd.

Euro).

Der Spiegel

Rosenthal entlässt

300 Mitarbeiter

Schlechte Nachricht für die Beschäftigten

von Rosenthal: Rund 300 Mitarbeiter des

Porzellanherstellers müssen gehen. Obwohl

die Gespräche mit potenziellen Investoren

nach eigenen Angaben gut laufen, will das

insolvente Unternehmen Stellen streichen.

Im Zuge der Sanierung sei auch vorgesehen,

die Produktion zu verschlanken und die derzeit

über 6000 selbst hergestellten Produkte

in einem ersten Schritt um 20 Prozent zu reduzieren.

Die Maßnahmen seien nötig, um

eine angestrebte Übernahme Rosenthals

durch einen strategischen Investor zum Abschluss

bringen zu können. Dem Vernehmen

nach sollen die Gespräche aber unmittelbar

vor dem Abschluss stehen und die Übernahme

durch den italienischen Edelstahl-Besteck-

und Geschirrhersteller Sambonet Paderno

so gut wie beschlossen sein. In den

vergangenen Monaten waren bereits mehr

als 200 Stellen gestrichen worden. Aus Medienkreisen

heißt es, der neuerliche Personalabbau

sei eine Bedingung der Käufer. Betroffen

ist vor allem die Firmenzentrale in Selb.

Die Welt

ITB mit

Besucherrekord

Zur weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin

sind trotz der Wirtschaftskrise mehr Besucher

gekommen als im Jahr zuvor. An den

fünf Tagen sind rund 179.000 Experten und

Privatinteressenten in den Messehallen gezählt

worden, melden die Veranstalter. Das

seien rund 1000 Besucher mehr als im Jahr

2008. Die 11.000 Aussteller aus rund 187

Ländern seien mit dem Messegeschäft in Berlin

zufrieden. Der Deutsche Reiseverband

wagte aber wegen der wirtschaftlichen Lage

keine Prognose für das laufende Jahr. Eine

repräsentative Umfrage unter den Ausstellern

habe ergeben, dass sechs von zehn Unternehmern

nicht von der Krise betroffen

seien, berichtete die Messe.

AFP

Frankreich senkt

Steuern

Die Mehrwertsteuer in französischen Restaurants

soll bald von 19,6 auf 5,5 Prozent

gesenkt werden, sagte Staatspräsident Nicolas

Sarkozy Ende März. Die EU gab Mitte

März grünes Licht für geringere Mehrwertsteuern

auf einige Dienstleistungen und Restaurants.

Deutschlands Finanzminister Peer

Steinbrück lehnt eine solche Steuersenkung

dagegen strikt ab. Nicht so die bayerische

CSU und die FDP. Die bayerische Europaministerin

Emilia Müller kündigte eine Bundesratsinitiative

für niedrigere Mehrwertsteuersätze

an: „Wir brauchen den reduzierten

Mehrwertsteuersatz für Gaststätten, um der

mittelständisch geprägten Branche in der

Wirtschaftskrise zu helfen und Wettbewerbsverzerrungen

zu vermeiden“, erklärte Müller.

Die deutschen Gastronomiebetriebe stünden

in intensivem Wettbewerb mit den Nachbarländern.

So müsse die Gastronomie in

Österreich nur zehn Prozent Mehrwertsteuer

abführen, in der Schweiz sogar nur 7,6 Prozent.

Das sei eine unzumutbare Benachteiligung

für die deutschen Betriebe. Bayerns

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP)

sprach sich für einen Mehrwertsteuersatz

von sieben Prozent aus.

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Bei effi zientem Human Resource

Management kommt es drauf an, „die

richtigen Impulse zu setzen“, meint

Hotel Früstenhaus-Managerin

Michaela Altenberger im

HGV PRAXIS-Interview auf den

Seiten 22 und 23.

Mit einer neuen Küche wurde in der

PVA-Sonderkrankenanstalt Lindau bei

Bad Ischl das Tor zu einem besseren

kulinarischen Erlebnis aufgestoßen.

Bericht ab Seite 38

Heft 4/2009 · Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf P.b.b. GZ 02Z032690 M · Sendung zur ermäßigten Gebühr

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Wellness:

Steierness –

die Antwort auf

den Asia-Hype

Brunnwirt,

Fuschl:

Qualität ohne

Spektakel

Energie

A G :

Frische Power

im Tower

Kulti-

Wirte:

Brigitte Böhm

im Interview

Cover: Gartenhotel

Ochensberger

Beilagenhinweis: Teile dieser

Ausgabe enthalten Produktinformationen

des Unternehmens

W.H.S.F. Wir bitten um

besondere Beachtung.

HGV-PRAXIS –

ein Fachmagazin der Manstein

Zeitschriftenverlags-GmbH.

Redaktion und Anzeigen:

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E-Mail: offi ce@hgvpraxis.at

www.hgvpraxis.at

Bild: Hotel

Bild: HGV PRAXIS

RUBRIKEN

3 Meinung

4 Hotshots

5 Inhalt

6 Jobnews, Leserbriefe

8 Magazin

54 Klub der Köche Kärnten, Impressum

55 Messe-News

59 Markt-News

62 Kongress, Drinks-Corner

64 Wein aktuell

65 Salon-Winzer

66 Weinseite (158): Steirische Weintrophy 09

67 Internet-Pool

REPORTAGEN

14 Gartenhotel Ochensberger, St. Ruprecht:

Stationen der Entspannung

18 Family Resort Hagleitner, Zell am See:

Für Babys das Beste

20 Hotel-Restaurant Bentley House, Zürs:

Im Namen des Automobils

26 Life-Medicine-Resort Bad Gleichenberg:

Gesundheit im Design-Hotel

30 Gastronomie, Brunnwirt in Fuschl:

Ohne großes Spektakel

36 Stadtmeierei Leoben: Kleiner Rahmen, große Leistung

56 Interview Kulti-Wirte Obfrau Brigitte Böhm:

Stirbt das Wirtshaus?

58 Interspar-Restaurants: Standards für alle

FACHTHEMEN

17 Wellness und Spa

22 Human Resource Management,

Hotel Fürstenhaus: Die richtigen Impulse setzen

24 ÖHV-Studie zu Web-Marketing:

Einfach unverzichtbar

28 Fachthema Hotel-Design

32 Eistrends 2009: Die Quadratur des Eises

42 Neue Küche bei Johann Lafer: Qualität verpfl ichtet

45 Electrolux: Libero bleibt im Zentrum

35 Technik-News

36 Fachdiskussion Qualität gegen die Krise:

Nicht hinter das Erreichte zurück

52 Fachthema IT, EDV

GV-PRAXIS

38 Krankenhausküche,

SKA-RZ Lindau bei Bad Ischl:

Genießen als Therapie

43 GV-News

44 Branchentagung von

Ronge & Partner und HGV PRAXIS

46 MA-Restaurant Energie AG, Linz:

Frische Power im Tower

48 AGÖ-Nachrichten

52 GV-News

INHALT | 5

HGV PRAXIS 4.2009

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6 | job-news

bÖG

sylvia Petz, toni Mörwald,

Harald E. Meyer

HotEl scHloss PicHlarn

Die Gastwirtevereinigung BÖG

(Beste Österreichische Gastlichkeit)

kommt nicht zur Ruhe. Nach lediglich

viermonatiger Tätigkeit warf

Kurzzeitgeschäftsführerin Sylvia

Petz Mitte März das Handtuch. In

einer Aussendung teilte BÖG-Präsident

Toni Mörwald mit, Petz leite

die Agenden noch bis Mai. Zur Erin-

nerung: Erst Ende letzten Jahres wurde der langjährige BÖG-Geschäftsführer

Christian Bayr völlig überraschend durch Petz abgelöst.

Mörwald präsentierte auch gleich einen Nachfolger für Sylvia Petz.

Neuer BÖG-Geschäftsführer wird Harald E. Meyer. Der Absolvent

des Wiener Moduls verweist auf eine 25-jährige Erfahrung in der Hotellerie

und Gastronomie. Zuletzt war Meyer als Manager bei der zur

ÖBB gehörenden Postbus AG für touristische Projekte beschäftigt.

Neben dem erneuten Wechsel in der BÖG-Geschäftsführung ist die

Wirtevereinigung ebenfalls dabei, umzuziehen. Das vor wenigen Monaten

in Betrieb genommene „Genusszentrum“ in der Wiener Zirkusstraße,

das einerseits eine aufwendige Schauküche und andererseits

die Büroräumlichkeiten der BÖG zusammenfasste, wurde laut Mörwald

geschlossen. Mit Anfang April wurde ein Innenstadtbüro im Palais

Corso in der Mahlerstraße bezogen. Dieses Büro befindet sich im

Komplex des Grand Hotels Wien, das im Besitz des Milliardärs Al Jaber

steht. Der saudische Scheich beabsichtigt, sich auch zu wesentlichen

Teilen an den Betrieben Toni Mörwalds zu beteiligen. Somit

wurde binnen weniger Monate die gesamte Strategie der BÖG, mit

Kochshows und Genussveranstaltungen auf die Betriebe aufmerksam

zu machen, zu Grabe getragen. Neo-Geschäftsführer Meyer soll die

Vereinigung wieder zu ihrer Kernkompetenz, dem Angebot von Marketingleistungen,

zurückführen. Ex-Geschäftsführerin Sylvia Petz

macht sich erneut selbstständig und will künftig Beratungen und

Coachings in der Genussszene anbieten. Zusätzlich soll sie künftig

die – ebenfalls in der Verantwortung Toni Mörwalds und der BÖG

liegende – Österreich-Bewerbung für den Kochwettbewerb „Bocuse

d’Or“ in selbstständiger Projektleitung verantworten.

Michael Weil

Bild: SFBG

Michael Weil übernahm mit April 2009 die Position

des Hoteldirektors im Hotel Schloss Pichlarn. Das

Fünf-Sterne-Haus in der Steiermark gehört seit dem

1. Dezember 2008 zur Schloss Fuschl Betriebe

GmbH. Weil ist bereits seit Juli 2007 als stellvertretender

Direktor im Schloss Fuschl-Resort mit den

beiden Häusern Hotel Schloss Fuschl und Hotel

Jagdhof tätig. Seine langjährige Erfahrung in der

Luxushotellerie setzt er nun für das Hotel Schloss

Pichlarn ein. Weil wurde 1968 in Salzburg geboren

und ist Klessheim-Absolvent. Seine Karriere führte

ihn bereits in namhafte Häuser wie das Turnberry Isle Resort & Club

in Miami und das Schlosshotel Bühlerhöhe bei Baden-Baden. Nach

weiteren Managementpositionen für die elitäre Four Seasons-Hotelgruppe

in Berlin, auf den Malediven und in Prag wechselte Weil zurück

in seine Salzburger Heimat.

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HGV PRAXIS 4.2009

Bild: BÖG

Ab April leitet der 40-Jährige das

operative Geschäft des traditionsreichen

Hotels Schloss Pichlarn

im steirischen Ennstal. Weil

berichtet in seiner neuen Funktion

weiterhin an Geschäftsführer

Wolfgang M. Greiner.

kraft foods ÖstErrEicH

dr. Peter

reinecke

EurEst

Hilton innsbruck

Kraft Foods hat mit Beginn des Jahres seine Ländergesellschaften

in Europa neu strukturiert und sich

auf die drei Kernbereiche Snacks, Kaffee und Käse

konzentriert. Das Kraft Foods Geschäft wird in diesen

drei Kategorien von Zürich aus geführt. Dr. Peter

Reinecke (58), Generaldirektor Kraft Foods Österreich,

wird das Unternehmen verlassen, um sich

neuen Aufgaben zu widmen. Er hat die operative

Geschäftsverantwortung per 1. März 2009 übergeben

und steht dem Unternehmen bis zur Jahresmitte

beratend zur Verfügung, um einen reibungslosen

Übergang auf die neue Organisationsstruktur zu

unterstützen. Kraft Foods Österreich ist heute mit

einem Umsatz von 425 Mio. Euro (2007) Marktführer in den Bereichen

Schokolade, Kaffee, Kakao und Frischkäse. Seit März 2009 ist

im Zuge der Neuausrichtung der europäischen Organisation das Geschäft

in Österreich in drei Bereiche gegliedert: Der Bereich Schokolade/Kekse

wird von Mag. Andreas Kutil, Geschäftsführer Vertrieb,

geführt. Der Bereich Kaffee/Käse wird von Ernst Kavlik, Geschäftsführer

Vertrieb, geleitet, das Außer-Haus-Geschäft von Mag. Gerhard

Schaller, Geschäftsführer Gastronomie & Vending.

Michaela

Hellmann

Bild: Hilton Bild: Eurest

Bild: Kraft

Michaela Hellmann (38) ist die neue Leiterin des

Eurest Partyservice e-Catering. Die frischgebackene

„Bachelor of Art in Business“ arbeitet bereits seit

März 2003 bei Eurest und hat hier sehr erfolgreich

Marketing & Sales von e-Catering betreut. Zu ihrer

neuen Aufgabe meint Michaela Hellmann: „Ich bin

überzeugt, durch Qualitätssteigerung eine weitere

Erhöhung der Kundenzufriedenheit zu erreichen sowie

die Palette an Dienstleistungen optimieren zu

können.“ Hellmann verfügt über eine fundierte gas-

tronomische und wirtschaftliche Ausbildung: Nach dem Abschluss

des Lycée de Vienne besucht sie ein zweijähriges Fremdenverkehrskolleg

an der Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe in

Krems. Mehrjährige nationale und internationale Cateringerfahrung

runden das Profil von Michaela Hellmann ab. 2008 schließt der Cateringprofi

erfolgreich sein berufsbegleitendes Studium an der Fachhochschule

Wr. Neustadt ab.

Sven Beissel (38) ist der neue Direktor des 176

Zimmer großen Hilton Innsbruck und folgt in dieser

Funktion Hans Wurzer nach, der nach 47 Jahren

in der internationalen Hotellerie als Direktor in

Pension geht. Sven Beissel startete seine Karriere

nach seinem Tourismusstudium an der Kölner Universität

bei der Ibis-Hotelgruppe in Deutschland

und Frankreich, wo er unterschiedliche Positionen

sven beissel

bekleidete. 2000 stieg der gebürtige Deutsche als

Senior Management Trainee im Seoul Hilton in Korea bei Hilton Hotels

Corporation ein. Es folgten weitere Stationen zuerst als Assistant

Food & Beverage-Manager und danach als verantwortlicher Food &

Beverage-Manager im Hilton Kuala Lumpur und Hilton Vienna.

2006 wurde Beissel schließlich zum Director of Operations im Hilton

Berlin befördert, wo er bis zu seinem Wechsel nach Innsbruck tätig

war.


Vienna Marriott hotel

Mag. (FH) Maria Kerschbaum wird neuer Director of

Sales im Vienna Marriott Hotel am Parkring. Die

25-jährige Wienerin konnte ihre Fachkompetenz bereits

im Sales-Team unter Beweis stellen und folgt mit

dem Aufstieg der langjährigen Abteilungsleiterin Anita

Paic nach. Maria Kerschbaum ist damit ab sofort für

die strategische Akquise und Betreuung von Corporate

Key Accounts sowie den Marketing- & PR-Bereich ver-

M. Kerschbaum antwortlich. Nach dem Studium an der Fachhochschule

für Tourismus-Management Modul in Wien sammelte Maria

Kerschbaum in Montréal, Québec und London wertvolle Auslandserfahrungen,

bevor sie 2006 ins Sales-Team des Vienna Marriott Hotel einstieg

und bald zum Senior Account Manager avancierte. Mit der Position des

Director of Sales übernimmt sie eine verantwortungsvolle Aufgabe in der

Marriott-Gruppe.

Bild: Marriott

FalstaFF Verlag Capella

Das Rätselraten über den Verbleib

des langjährigen BÖG-Geschäftsführers

Christian Bayr ist zu Ende.

Seit Anfang Februar

verstärkt

Bayr das Team

des Falstaff Verlags

als Marketingleiter.

Der

51-jährige Niederösterreicher

Bild: privat

Das von Capella Hotels und Resorts

geführte Schloss Velden am

Wörthersee erhielt mit Yvonne

Kollaritsch eine

erfahrene Direktorin

im

Food & Beverage-Bereich.

Die 33-jährige

gebürtige Gra-

zerin war zuletztstellvertretendeDirektorin

in den

Christian Bayr

soll sich künftig

verstärkt um

Kooperationen und Sonderpro-

Yvonne

Kollaritsch

jekte kümmern und berichtet an beiden 5-Stern-Superior-Häusern

Falstaff-Geschäftsführer Kempinski Hotel Falkenstein

Mag. Klaus Buttenhauser. und Villa Rothschild in Königstein,

Deutschland. Zu Yvonne

Kollaritschs bisherigen berufli-

dungl Vital res. chen Stationen zählten neben

den Hotels Athens Plaza Deluxe

Das Dungl Medical-Vital-Resort und Alexandros in Athen auch

hat seit Jahresbeginn einen neuen das renommierte Savoy Hotel in

Chef de Cuisine im Restaurant London.

„Zum Roten

Panda“: Sascha

Wurdinger, geboren

in Krich-

reed Messe

heim/Teck in Seit Anfang Februar verstärkt

Deutschland, Mag. Jasmin Medani (30) das

sammelte Er- Presse- und PR-Team von Reed

fahrungen in Exhibitions Messe Wien und

sascha

Wurdinger

prämierten

Gastronomiestätten

und

wird sich fortan um die redaktionelle

Betreuung aller Reed-eigenen

Fach- und Publikumsmessen

verwöhnt nun die Gäste in Gars sowie der Gastveranstaltungen

am Kamp mit kulinarischen in der Messe Wien kümmern.

Köstlichkeiten aus dem asiati- Zuletzt war Medani vier Jahre

schen Raum. Seine mittlerweile lang im Manstein Verlag als

17-jährige Berufserfahrung als Wirtschaftsjournalistin tätig, seit

Koch führte ihn in verschiedenste 2006 als stellvertretende Chefre-

gehobene Restaurants: Stromdakteurin der wöchentlichen

burg, Pa’s Cuers, Madlein, Hangar

7 sowie Herberstein.

Fachzeitschrift Horizont.

Bild Dungl Vital Resort

Bild: privat

araBella hospitalitY group

Wolfgang M.

neumann

Bild: Arabella

sChluMBerger

job-news | 7

leserBrieF zum leitartikel „helmania“ ausgabe 1-2/09

Guten Tag Herr Lanzerstorfer,

muss Ihnen gratulieren zu Ihrem Artikel in der HGV PRAXIS!

Sie haben das mit einem Schuss Ironie perfekt auf den Punkt gebracht!

Hoffentlich kommen wir, auch auf Grund Ihrer Zeilen, möglichst

schnell wieder weg von der Mania zu vernünftigen Sichtweisen und

Darstellungen.

Herzliche Grüße vom Arlberg,

Klaus Huber

S K I A R L B E R G , Po o l We s t

Lech-Oberlech-Zürs

Mit Wolfgang M. Neumann tritt ein ausgewiesener

Tophotelier die Nachfolge von Stefan Schörghuber

an der Spitze der Arabella Hospitality GmbH &

Co. KG an. Zugleich wird er den Unternehmensbereich

Hotel im Vorstand der Schörghuber Stiftung

& Co. Holding KG vertreten. Bereits zum 15. April

wird Wolfgang M. Neumann den seit dem überraschenden

Tod von Firmeninhaber Stefan Schörghuber

am 25. November vergangenen Jahres vakanten

Vorsitz der Geschäftsführung der Arabella Hospita-

lity GmbH & Co. KG übernehmen. Er bildet damit gemeinsam mit

Christian Böll, der für Marketing und Vertrieb verantwortlich zeichnet,

und dem kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Christoph Scherk

das Führungstrio der Gesellschaft, in der die Schörghuber-Unternehmensgruppe

ihre Hotel- und touristischen Aktivitäten bündelt.

Nach seiner Ausbildung am renommierten Institute for Tourism and

Hotelmanagement an der Tourismusschule Kleßheim in Salzburg trat

Neumann 1984 in die Dienste der Hilton-Hotelgruppe ein. 2005

wurde Neumann zum President von Hilton Europe ernannt. In dieser

Funktion war er für 90 Hotels in 25 europäischen Ländern mit mehr

als 20.000 Mitarbeitern verantwortlich. „Mit seinen mehr als 25 Jahren

Berufserfahrung in der internationalen Tophotellerie ist Wolfgang

M. Neumann der Richtige, um unsere Hotelgruppe mit ihren herausragenden

Häusern – trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten – in

eine erfolgreiche Zukunft zu führen und die Vision der Gastlichkeit,

so wie Stefan Schörghuber sie geprägt hat, fortzuführen“, zeigt sich

Dr. Klaus N. Naeve überzeugt.

Der designierte Vorstandsvorsitzende der Schörghuber Unternehmensgruppe

und Firmenchefin Alexandra Schörghuber haben mit der

Berufung Wolfgang M. Neumanns zugleich auch das zukünftige Führungsquartett

der Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG komplettiert.

Diesem werden neben Dr. Naeve und Neumann noch Hans-Peter

Hoh für den Unternehmensbereich Getränke und Dr. Jürgen Büllesbach

für den integrierten Bau- und Immobilienbereich der

Schörghuber-Unternehmensgruppe angehören.

Für Mag. Benedikt Zacherl, Leiter der Unternehmenskommunikation

bei Sekthersteller Schlumberger, erweitert sich das Aufgabengebiet.

Zusätzlich zur Funktion als Unternehmenssprecher der Schlumberger

AG verantwortet Zacherl nun auch das Marketing der Marke

„Schlumberger“. So sind nun Marketing und Communications in einer

Hand gebündelt. Zur Unterstützung Zacherls arbeitet das Unternehmen

bereits seit einiger Zeit mit der PR-Agentur Zowack unter

Federführung von Dr. Martina Zowack zusammen.

HGV PRAXIS 4.2009


8 | MagazIn

Tourismusschulen Bad Gleichenberg

Urlauberstudie 2009

Die Präsentation der diesjährigen

Urlauberstudie der Tourismusschulen

Bad Gleichenberg wurde

vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen

Lage mit besonderer

Spannung erwartet. 2008

war kein Urlaubsfrust spürbar –

77,5 % der Österreicher haben

2008 einen Urlaub im In- und/

oder Ausland gemacht. Auch die

Urlaubsabsicht für 2009 ist stark

vorhanden: 58,7 % der Befragten

werden sicher urlauben. Nur 9,2

Prozent planen keinen Urlaub.

Bei drei Prozent findet der Urlaub

2009 bewusst daheim statt. Auch

dieses Jahr liegt die Urlaubsreise

mit dem Pkw voran – das Auto ist

für fast 2/3 ein Garant für Spon-

Accor

4. Etap-Hotel

in Österreich

Im Jahr 2011 soll das insgesamt

vierte Hotel der Budget-Linie

Etap des Bettenkonzerns Accor

in Österreich in Betrieb gehen.

Der Mietvertrag hierzu wurde

zwischen Accor.Österreich-General

Hans-Michael Leise und

dem Eigentümer, der S+B Gamma

Immobilienentwicklung GmbH,

vertreten durch Vorstand Ing.

Wolfdieter Jarisch, Ende Februar

unterzeichnet. Das neue Hotel

wird sich in perfekter Lage zwischen

Praterstern und Uno City,

in 1020 Wien, Lassallestraße 7,

befinden und „Etap Wien Messe“

heißen. Das Gebäude mit 250

Gästezimmern soll in einer Bauzeit

von rund 24 Monaten entstehen.

In unmittelbarer Nähe

befinden sich bereits zwei zur

Gruppe zählende Hotels: das

Suitehotel Wien Messe sowie das

Ibis Wien Messe. „Wie geplant

setzt Accor seinen Expansionskurs

fort. Ich freue mich, dass

wir unseren preisbewussten Gästen,

allen voran Messebesuchern

und Geschäftsreisenden, mit dem

Etap Wien Messe eine ideale und

kostengünstige Alternative zur

traditionellen Hotellerie anbieten

können“, zeigt sich Leise von

der Richtigkeit der Entscheidung

überzeugt.

HGV PRAXIS 4.2009

tanität und Kostenkontrolle. Als

liebste Betätigung im Urlaub hat

das Faulenzen leicht zugelegt

(52,8 %), ebenso Essen und Trinken

(39,4 %) und das Ausgehen

(34,9 %). Auch der Besuch von

Museen und Sehenswürdigkeiten

(35,8 %) sowie von Kunst- und

Kulturveranstaltungen (17,9 %)

ist leicht gestiegen – zu Lasten der

Sportlichkeit: hier sinkt der Wert

(26,6 %). Für 20,2 Prozent ist

Shoppen/Einkaufen eine wichtige

Urlaubsbetätigung. Informationen

braucht der Gast: Preisinformationen

sind enorm wichtig geworden

(58,7 %), ebenso wie Informationen

über die verschiedenen

Möglichkeiten vor Ort und

Bild: Schule

V.l.: Fachvorstand Wolfgang Haas, Michael Schlögl, Mag. Claudia

Brandstätter, Dir. Georg Bliem, Direktor Prof. Helmuth Hölbing, DI

Franz Rauchenberger mit den Schülern des „College of Tourism“

bei der Präsentation der Urlauberstudie.

die vorhandenen Wellnessangebote

(21,1 %). 2009 ist das Jahr

des vorsichtigen Geldumganges:

41,7 % der Befragten werden

vorsichtiger mit dem Geld umgehen.

Sparbereiche, damit Urlaub

stattfinden kann, sind Kleidung

(50,5 %) und Essen gehen/Ausgehen

(45,1 %). Das höchste Ein-

Tourismusschulen Bludenz

Österreich-Botschafter auf Mailänder BIT

Auch in diesem Jahr haben die

Tourismusschulen Bludenz wieder

das Catering für den Österreich-Stand

auf der Borsa Internationale

del Tourismo (BIT),

der zweitgrößten Tourismusmesse

in Europa nach der ITB in

Berlin, übernommen. Im Vorfeld

gab es persönliche Treffen mit

der Leitung der Österreich Werbung,

um die Abwicklung am

neuen Stand zu besprechen. In

diesem Jahr wurden zahlreiche

typische österreichische Gerichte

als Fingerfood und Mehlspeisen,

wie zum Beispiel gebun-

dene Suppen, Rindsuppe mit

Käsepressknödel oder Leberspätzle,

Wiener Schnitzel mit

Kartoffelsalat, Tafelspitz mit

den klassischen Beilagen, Spinatspätzle

und vieles mehr, angeboten.

Zur Jause gab es das klassische

Frankfurter-Würstchen, Brettljause

und gefüllte Jourgebäcke.

Die österreichischen Mehlspeisen,

wie zum Beispiel Germknödel

Apfel- und Topfenstrudel,

rundeten das Speisenangebot ab.

Im Wiener Kaffeehaus gab es zusätzlich

Sacher- und Linzer-

Bild: Neumayr

sparpotenzial sehen die Befragten

im Bereich Rauchwaren: durch

Rauchverzicht wollen 30,8 %

Geld einsparen. In Krisenzeiten

besonders wichtig: weniger Urlaubsstreit.

33,0 % bemerken im

Urlaub eine Verbesserung der

zwischenmenschlichen Beziehungen.

schnitten sowie Mohn- und

Nussbeugel.

Als besondere Attraktion bereiteten

die Schüler aus der molekularen

Küche „Mangoravioli“

zu. Viele Gäste hatten die Zubereitung

der Ravioli auf diese Art

und Weise überhaupt das erste

Mal bewundern können. Auch

im Servicebereich hatten die

Schüler flambierte Früchte und

Kaffe Diabolo zubereitet. Die

Gäste waren wieder von der

Freundlichkeit der Schüler, den

angebotenen Speisen und Kaffeespezialitäten

begeistert.

Der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter

Wilfried Haslauerzeichnete

(l.) prominente

Persönlichkeiten des Salzburger

Tourismus mit Ehrenzeichen aus.

Angelika Dorigo (Hotel Sacher)

und Erich Wagner (Erlebnispark

Straßwalchen) erhielten Ehrenzeichen

in Silber. Die Chefin des Hotels

Sacher in Salzburg,

Dir. Elfi Kammerhofer, und der

Chef des „Goldenen Hirschen“,

Dir. Herbert Pöcklhofer (r.),

wurden mit dem Orden in Gold

ausgezeichnet.


Der 10. hogast-Powertag findet am 4. Mai

2009 im neuen 5-Sterne-Hotel „The Alpine Palace“

in Hinterglemm statt. Als Referent konnte

DDr. Cay von Fournier gewonnen werden. Er wird

ÖHV Praktikerseminare

Kraftvoll gegen den Strom schwimmen

Gerade in schwierigen Zeiten

macht sich ein Wissensvorsprung

bezahlt. Wer sich informiert und

Expertentipps einholt, wird der

Konkurrenz immer eine Länge

voraus sein. Unter diesem Aspekt

hat die ÖHV die Themen ihrer

aktuellen Praktikerseminare zusammengestellt.

Sie sollen dazu

animieren, umzudenken und optimistisch

und kraftvoll gegen

den Strom zu schwimmen.

„Denn“, so ÖHV-Generalsekretär

Thomas Reisenzahn, „wir

wollen die Hoteliers dabei unterstützen,

mit fundierten und innovativen

Strategien den Erfolg

auch bei Gegenwind zu sichern.“

Die ÖHV-Praktikerseminare behandeln

im ersten Halbjahr 2009

die Themen Unternehmensführung,

Future-Hotel und Betriebsübergabe:

IT-Lösungen – made in

m Unternehmensführung in herausfordernden

Zeiten

Wie kann man auf drohende

Nachfrageschwankungen reagieren?

Experten informieren

über Reaktionsmöglichkeiten

und geben Handlungsempfehlungen

in den Bereichen

Marketing, Kosteneinsparungen

und Finanzierung/

Förderungen, die sofort umgesetzt

werden können.

Termin: Donnerstag, 23. April,

Salzburg.

m Future-Hotel – Ein Praktikerseminar

mit Weitblick

Wie werden erfolgreiche Hotels

in fünf bis zehn Jahren

ihre Gäste anziehen? Wie werden

sie gebaut und gestaltet

sein? Themenschwerpunkte

sind energieeffizientes Bauen,

exklusive Angebote und Ser-

„Das Geheimnis der Lebensbalance“ ergründen.

Ein Pflichttermin für alle, die mit Persönlichkeitsentwicklung

den Weg zu beruflichem Erfolg und Glück

in der Familie finden möchten.

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Bild: Hotel

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Architektur und Authentizität.

Termin: Dienstag, 5. Mai

2009 in Salzburg.

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planen verhindert Probleme

Rechtzeitige Vorbereitung auf

die Übergabe sichert einen

möglichst konfliktfreien

Wechsel von einer Generation

zur nächsten. Die rechtlichen,

steuerlichen und wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen

spielen dabei eine genauso

große Rolle wie die menschliche

Seite und das Zusammenspiel

von Familie und Unternehmen.

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maGazin | 9

Kurzmeldungen

Golf: In der Türkei sollen mittelfristig

bis zum Jahr 2020 100

neue Golfplätze gebaut werden.

Alleine dreißig neue Kurse werden

in den nächsten Jahren an

der Mittelmeerküste rund um

Antalya errichtet. Das Golfzentrum

Belek rund 30 Kilometer

südlich lebt fast ausschließlich

vom Tourismus.

Tirol: Die Wintersaison im Zillertal

setzt neue Maßstäbe: 9,4

% mehr Nächtigungen von

November bis Jänner. Sensationell

auch der Jänner: Erstmals

in der Geschichte des Zillertales

wurden im Jänner 2009

über eine Million Nächtigungen

verzeichnet.

Berlin: Die Vienna International

Hotelgruppe hat Mitte

März das 4-Sterne-Superior-

Designhotel andel’s Berlin feierlich

eröffnet. Nach 19 Monaten

intensivster Bauphase

wurde das bisher größte Hotelprojekt

der österreichischen

Immobilienentwickler Warimpex

und UBM seiner Nutzung

übergeben.

Schweiz: Hapimag, Anbieter

von Ferienwohnrechten, hat

sich 2008 trotz des schwierigen

Umfeldes gut behauptet: 165,4

Mio. Euro Umsatz bedeuten

ein Plus von 5,1 Prozent.

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HGV PRAXIS 4.2009


10 | Magazin

Das europäische Umweltzeichen – die höchste EU-weite Auszeichnung für im Bereich Umwelt und

Nachhaltigkeit herausragend engagierte Hotels – wurde dem Biohotel Daberer als Gesundheits- und

Bio-Pionier durch Umweltminister Niki Berlakovich persönlich Ende Februar überreicht. Dazu reiste der

Umweltminister selbst nach Kärnten, ins obere Gailtal, um der Familie Daberer für mehr als 30 Jahre

herausragendes Engagement und visionäres Agieren als Tourismusunternehmer zu gratulieren.

Horwath HTL

Krise erreicht Hotellerie

Die weltweite Hotelindustrie

sieht ihre Zukunft angesichts der

derzeitigen wirtschaftlichen Lage

gefährdet. Dies belegt die soeben

erschienene „Global Hotel Market

Sentiment Survey”, eine Be-

www.softistep.at

fragung von Hoteliers in 46 Ländern,

durchgeführt von Horwath

HTL, der weltweit führenden Beratungsgruppe

für Hotellerie,

Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Auf einer Skala von minus 150

bis plus 150 schätzen die befragten

Hoteliers die Zukunftsaussichten

am globalen Hotelmarkt

mit durchschnittlich pessimistischen

-34 Punkten ein. Laut der

Studie ist Asien zusammen mit

Nordamerika mit -41 Punkten

die am negativsten eingestellte

Region der Welt, gefolgt von Europa

und Australien mit -36 bzw.

-34 Punkten. Die einzige Region

mit einer Einschätzung im Plus-

Bereich ist Südamerika mit zehn

Punkten. Die Befragung ergab

auch, dass Hoteliers weltweit einen

Rückgang der Zimmerauslastung

und durchschnittlichen

Zimmerrate (ADR) von jeweils

HGV PRAXIS 4 . 2009

ca. 5% im Jahr 2009 erwarten,

was infolge zu einem durchschnittlichen

Verlust von 10%

der Erträge pro verfügbarem

Zimmer (RevPAR bzw. Room

Yield) führen würde.

Auch Österreich wird vom negativen

Einfluss der weltweiten

Krise nicht verschont, da auch

hier laut Umfrage der Börsenmarkt

als Einflussfaktor Nr. 1 genannt

wird. Die weltweite Wirtschaftskrise

wird erst auf Platz 3

gemeinsam mit Wechselkursschwankungen

genannt. Bedrohlicher

schätzen österreichische

Hoteliers offenbar neue Mitbewerber

ein, die an 2. Stelle der

Einflussfaktoren stehen.

Bei der Frage nach der Entwicklung

des Hotelmarktes für 2009

im Vergleich zu 2008 sehen österreichische

Hoteliers vor allem

bei der Auslastung schwarz und

bewerten diese mit -48. Auch die

Entwicklung des durchschnittlichen

Zimmerpreises (ADR) am

Hotelmarkt wird mit -35 negativ

eingestuft, was 63 % der Befragten

veranlasst, die Entwicklung

der Erträge pro verfügbarem

Zimmer (RevPAR) mit „schlechter“

einzustufen.

Die Ergebnisse spiegeln auch den

tendenziellen Rückgang an Geschäftsreisen

wider – die Hoffnung

auf Firmenkunden bzw.

MICE-Gäste schwindet, wie die

Einschätzung mit 45 bzw. 58 Negativpunkten

zeigt.

Bild: Hotel

Vermeldet Rekordergebnis:

McDonald’s-Österreich-Boss

Andreas Schwerla.

Bild: McDonald’s

McDonald‘s Österreich

Über 400 Millionen

Euro Umsatz

Mit einem Traumergebnis

schloss Österreichs größte Fastfood-Marke

McDonald‘s das

Geschäftsjahr 2008 ab: Die

Kette erzielte einen Umsatz von

406 Millionen Euro, das ist ein

Plus von 11,1 Prozent. Nach eigenen

Angaben wurden 127

Millionen Gäste (plus 7,4 Prozent)

in 162 Restaurants bewirtet.

McDonald’s Österreich-

Managing-Director Andreas

Schwerla führt das beeindruckende

Ergebnis vor allem auf

Modernisierungs-Offensive zurück:

„2006 starteten wir unsereModernisierungs-Offensive

– vom Innen- und Außendesign

bis zum Einsatz moderner

Technologien in unseren

Restaurants. Besonders stolz

sind wir auf die rasche Expansion

von McCafé: 2008 konnten

wir schon das 50. McCafé

eröffnen. Ende 2009 werden

wir bei 100 sein und parallel

wird die Modernisierung unserer

Restaurants in Österreich

abgeschlossen sein.“ 2008 und

2009 werden insgesamt 500

neue Mitarbeiter eingestellt.

Aktuell beschäftigt die Fastfood-Kette

7.250 Arbeitnehmer.

Beim 45. Bundeslehrlingswettbewerb für Tourismusberufe, der

von 28. Februar bis 4. März 2009 in Graz stattfand, war Jakob Rinderle,

der im Hotel Mercure Wien Europaplatz im zweiten Lehrjahr als Koch

ausgebildet wird, unter 117 Teilnehmern doppelt erfolgreich. In der Kategorie

„Küche“ erhielt der 23-jährige Deutsche aus Freiburg (Baden-

Württemberg) gleich zwei der begehrten Auszeichnungen: die Goldmedaille

für sein hervorragendes Menü und Bronze in der Gesamtwertung.

Bild: Mercure


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12 | MAgAzIn

Kurzmeldungen

Cordial: Die Cordial Hotelgruppe

mit Sitz in Linz konnte

2008 sowohl den Umsatz (von

15,9 auf 16,6 Millionen Euro)

als auch die Auslastung (von 72

auf 74 Prozent) steigern.

Waldviertel: Das Waldviertel

konnte 2008 um 4,7% mehr

Ankünfte verzeichnen als 2007

und liegt damit wieder über

dem niederösterreichischen

Durchschnitt von +3,4%. Die

Zahl der Nächtigungen blieb

mit 1.032.259 und einem leichten

Plus von 0,8% stabil.

Bad Waltersdorf: Eine positive

Bilanz über das abgelaufene

Jahr 2008 zog die Thermenregion

Bad Waltersdorf,

Steiermark: 20,5 Prozent mehr

Nächtigungen und ein Plus von

über 14 Prozent bei den Auslandsankünften.

Besonders erfreulich:

4,7 Prozent mehr

Nächtigungen der ausgabefreudigen

deutschen Gäste.

Jubiläum: Anfang Februar

vollendete Walter Maschkan,

ehemaliger Leiter der Tourismusschule

Bischofshofen, das

70. Lebensjahr.

Prandtauerhof: Hotels mit

Geschichte, die selbst Geschichten

erzählen: Die „Schlosshotels

und Herrenhäuser“ (Historic

Hotels of Austria) haben

Holzapfels Prandtauerhof in

der Wachau in ihre renommierte

Kooperation aufgenommen.

Marché International eröffnete

am Plattensee (Ungarn)

die Raststationen Balatonlelle

Nord und Süd. An der Autobahn

M7 laden Bistros zur frischen,

gesunden und schnellen

Rast ein, die genau gegenüber

liegen.

Accor: Der französische Hotelkonzern

Accor meldet für

das Geschäftsjahr 2008 ein

Vorsteuerergebnis in der Höhe

von 875 Millionen Euro. Der

konsolidierte Jahresumsatz belief

sich auf 7,7 Milliarden

Euro (minus 4,7 Prozent).

HGV PRAXIS 4 . 2009

Young Hotelier Award

Barbara Eckmann siegt

Bereits zum fünften Mal wurde

der begehrte Young Hotelier

Award im noblen Wiener Hotel

Imperial verliehen, mit dem das

General Managers Council

(GMC) der Wiener 5-Sterne-Hotellerie

Nachwuchstalente fordern

und fördern möchte. Beim

diesjährigen Award mussten die

17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

aus den 14 Top-Hotels unter

dem Thema „What should a

green hotel look like and how

would you implement it“ der

Frage nachgehen, wie ein umweltfreundliches

Hotel aussehen

sollte und wie es in der Praxis

umzusetzen sei.

Nach umfangreichen Präsentationstrainings

mit Personalexperten

von Manpower hielten die

Kandidaten am Vortag schließlich

vor einer hochkarätig be-

setzten Jury – bestehend aus

Wien Tourismus-Direktor Norbert

Kettner, Manpower-Managerin

Katharina Münchmeyer,

Martin Führer (Johnson Diversey),

Hotelbesitzerin Michaela

Reiterer, Hilton Vienna Plaza-

Direktor Michael Reinhardt und

GMC-Vorsitzendem Thomas

Eder (Renaissance Wien Hotel) –

Präsentationen in englischer

Sprache und skizzierten ihre persönlichen

Vorstellungen vom

umweltfreundlichen Hotel der

Zukunft. Unter den „durchwegs

exzellenten Präsentationen“, so

Eder, setzte sich Barbara Eckmann

vom Hotel Le Méridien

vor Caroline Winter (Intercont)

und den ex aequo Drittplatzierten

Angelique Piquer (Grand

Hotel Wien) und Thorben Thiemann

(Radisson SAS) als Erst-

Zielgruppe

50-plus-Urlauber sind ausgabefreudig

Die Europäische Konferenz

„50-plus-Tourismus“ anlässlich

der ITB Berlin brachte eindrucksvolle

Ergebnisse zutage: Laut

Deutscher Reiseanalyse 2009 liegen

die Ausgaben pro Person und

Reise bei den älteren Reisenden

deutlich über dem Durchschnitt

aller Urlaubsreisenden. Diese

verbrauchten 2008 834 Euro pro

Urlaub, während die 50- bis

59-jährigen 918 Euro und die

über 60-jährigen 889 Euro aus-

gaben. Und die Generation 50

plus zählt zu den krisenresistenten

Bevölkerungsschichten. Laut

GfK-TravelScope planen sie

heuer Reisen wie im Vorjahr und

schränken sich nicht ein. Viele

dieser „Best Ager“ wollen sich

Lebensträume erfüllen und legen

im Urlaub Wert auf Qualität,

Komfort und Sicherheit. Karen

Winkler von NIT: „Ältere Reisende

übernachten überdurchschnittlich

häufig im Hotel oder

Bild: Creative Events

Glückliche Siegerin beim

Young Hotelier Award:

Barbara Eckmann.

platzierte durch. Eckmann kann

sich über einen Sommerkurs an

der renommierten Cornell University

wahlweise in Brüssel (Belgien)

oder New York (USA) im

Wert von 4.000 Euro freuen, den

ihr Hauptsponsor und Johnson

Diversey-Manager Martin Führer

überreichte. Die zu Tränen

gerührte Preisträgerin freute sich

und appellierte an ihre Mitstreiter:

„Wir sollten uns nicht aus

den Augen verlieren. Schließlich

sind wir die General Manager

von morgen.“

Gasthof auf Urlaubsreisen.“ Dieser

Nachfrage kommen die

50-plus-Hotels mit ihrem Service-Qualitätskonzept

entgegen.

Hermann Paschinger stellte neue

Angebotsschwerpunkte aus Natur

und Kulinarik mit regionalen

Spezialitäten aus Österreich und

Südtirol vor. Als große Stärke der

50-plus-Hotels wird der Umgang

mit dem Gast herausgestrichen.

Persönliche Betreuung wird vor

allen anderen Aspekten gereiht.

Das InterContinental Wien

zählt zu den Top-drei-Arbeitgebern

Österreichs. Das besagt eine unabhängige

Auswertung des Great

Place to Work-Institutes Österreich,

das jährlich die besten Arbeitgeber

des Landes ermittelt.

Die feierliche Verleihung der Auszeichnung

fand im Februar im Congress

Casino Baden statt. Der

Great Place to Work-Award gilt als

international anerkanntes Gütesiegel

für ausgezeichnete Qualität in

der Personalarbeit und wurde dem

Wiener Hotel in der Kategorie über

250 Mitarbeiter verliehen.

Bild: leisuregroup


Spannend bis zur letzten Minute verlief die

Wahl zu „Salzburgs Super-Wirtin“, die der „Junge

Tourismus“ initiierte. Das Rennen um den begehrten

Titel „Salzburgs Super-Wirtin 2009“ hat Gunda

Schwaninger vom „Steinerwirt 1493“ in Zell am See

gemacht. Die studierte Genetikerin darf sich über

Kaffeebedarf von Helmut Sachers und einen Brauereibesuch

mit der gesamten Belegschaft ebenso

freuen wie darüber, ein Jahr lang als Stiegl-Testimo-

Trend

Die Renaissance des Campingurlaubs

Unterlag das Thema Campingurlaub

in den letzten Jahren durch

die Konkurrenz der Billig� ieger

einer leichten Rezession, so ändert

sich das derzeit wieder. Das

Magazin „Zukunftsbranchen“

schrieb im Februar: „Eine Urlaubsvariante,

die ihre Hochzeit

schon im letzten Jahrhundert zu

haben glaubte, erlebt im Zuge

der allgemeinen Sparwut eine

fröhlichen Renaissance: das

Campen!“

Camping entstand Anfang des

20. Jahrhunderts, als nach dem

Ersten Weltkrieg der wirtschaftliche

Aufschwung Einzug hielt.

Erstmals konnte sich der Normalverbraucher

Urlaub leisten

und es lag nahe, in der freien Natur

kostengünstig zu regenerieren.

Durch den Zweiten Weltkrieg

wurde die Entwicklung unterbrochen,

erst nach Kriegsende

und mit dem einsetzenden Wirtschaftswunder

konnte sich die

MAGAZIN | 13

nial zu fungieren. Im Bild von links: Drittplatzierte Waltraud

Rehrl vom Alpenstüberl in der Stadt Salzburg,

Zweite Inge Pabinger von der Après-Bar Kuhstall in

Wagrain, die sich den Platz mit Sandra Lindtner vom

Zinkenstüberl in Bad Dürrnberg teilt (nicht im Bild),

„Salzburgs Super-Wirtin 2009“ Gunda Schwaninger

vom Steinerwirt 1493 in Zell am See sowie die Drittplatzierte

Karoline Lerchner vom Caros Stüberl in

Tamsweg.

breite Masse wieder Urlaub leisten.

Der im Jahr 1931 erfundene

Wohnwagen trat seinen Siegeszug

an. Heute ist auf diesem

Markt alles erhältlich: vom einfachen

Ein-Mann-Zelt bis zu einem

Luxus-Wohnmobil. Und

laut dem Institut für Freizeit- und

Tourismusforschung (IFT) ist der

Anteil jener, die auf „Balkonien“

urlauben, groß: Jeder dritte Österreicher

will 2009 im Urlaub

„sicher zu Hause bleiben“.

Reg.-Rat Prof. Dkfm. Wolfgang Reith feiert am 20. April 2009 seinen 80. Geburtstag.

Der Jubilar gilt als Pionier und Doyen des touristischen Schulwesens. Er war

Mitbegründer und Vizepräsident der EUHOFA international (Verein europ. Hotelfachschul-Direktoren)

und langjähriger Direktor der Salzburger Hotelfachschule in Bad Hofgastein

mit dem angeschlossenen Grand Park Hotel. Er ist selbst Absolvent dieser

Schule. Entsprechend dem „Hofgasteiner Schulmodell” half er bei der Organisation

von Hotelfachschulen auf den Bermudas, in Tschechien und New Orleans (USA). Prof.

Reith ist Ehrenbürger dieser vor wenigen Jahren vom Hurrikan schwer heimgesuchten

Stadt. Als Vizepräsident der ÖHV konnte er die Unternehmerakademie mitbegründen und gestalten. Erst im

November 2008 verabschiedete er in Wien in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Prüfungskommission

21 „Diplom-Hoteliers”. Prof. Reith ist ein international anerkannter Fachmann und Verfasser zahlreicher betriebswirtschaftlicher

Lehrbücher, die seit über 20 Jahren zu den Standardwerken an deutschsprachigen Tourismusschulen

zählen und auch Eingang an der Hochschule St. Gallen, Schweiz, fanden.

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Bild: Neumayr

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HGV PRAXIS 4 . 2009


14 | WELLNESS & SPA

Stationen der Entspannung

Im Gartenhotel Ochensberger schließen sich die Kreise

Steierness, die Vermählung von Steiermark und

Wellness, wurde in St. Ruprecht an der Raab

erfunden.

Droben in der steirischen Waldheimat

versinkt Mitte März die

Welt in Bergen von Neuschnee.

Etwas weiter südlich, auf der

Höhe von Graz, blühen schon

prächtige Schneerosen. Während

in der Hochsteiermark noch

tiefster Winter herrscht, werden

im Gartenhotel Ochensberger

die Naturteiche eingelassen. In

St. Ruprecht an der Raab blüht

eben alles etwas früher.

Die Gemeinde liegt zwischen

Gleisdorf und Weiz. Im Süden

des Örtchens franst das pulsierende

Gewerbegebiet von Gleisdorf

in die Ebene aus, im Norden

wird die Gegend hügelig und

steigt dann auf in Richtung

Teichalm. Die Bundesstraße umfährt

St. Ruprecht großzügig, das

beschert dem Ort am Raabufer

eine beinahe himmlische Ruhe.

Beste Voraussetzungen also für

ein ambitioniertes Wellness-Hotel

– natürliche Vorgaben, die genutzt

werden wollen. Entschlossen,

mit viel Dynamik und Gefühl

bauten Astrid und Peter

Ochensberger in St. Ruprecht in

HGV PRAXIS 4.2009

den vergangenen 16 Jahren ihr

Gartenhotel zu einem touristischen

Leitbetrieb aus. Eine Energie,

die wohl in der Familie liegt:

Schon die Senioren Grete und

Peter Ochensberger hatten aus

einem kleinen Gasthaus mit angeschlossener

Tankstelle einen

respektable Drei-Stern-Gasthof

geschaffen.

Nach der Übergabe 1992 oblag

es den Jungen, den Betrieb weiter

auszubauen und auf den heutigen

Stand zu heben. Was nun als

ein mit leichter Hand entworfenes

Gesamtkunstwerk erscheint,

ist das Ergebnis penibler Planung

und frisch wuchernder Kreativität.

Müßig, aufzuzählen, was

sich in den vergangenen Jahren

positiv verändert hat, der Status

quo lässt die Gesamtleistung erkennen.

Das Zentrum bildet der weitläu-

� ge Kraftgarten, die von einem

Künstler gestaltete Außenanlage.

Auf über tausend Quadratmetern

verteilen sich hier ein

Schwimmteich und ein kleiner

Zierteich, Bächlein mit Brücken,

ein Kneippweg, Vulkansteine

und viel Platz für Ruhesuchende.

Die Gäste entspannen hier auf

Liegen mitten im Schilf oder im

strohgedeckten Pavillon. Ein erster

Tribut an die Steiermark � ndet

sich hier mit einem Gradierwerk,

wo wie im Salzkammergut

Sole über eine Mauer aus

Schwarzdornzweigen rieselt und

die so entstandene salzhaltige

Luft wohltuend auf die gestressten

Großstadtlungen wirkt.

Wintergarten, Apfelgarten

62 moderne Zimmer bieten im

Gartenhotel 114 Betten. Die

Zimmer stehen je nach Lage in

Künstlerisch gestaltete

Garten- und Teichlandschaft.

Hier darf die

Seele baumeln.

den untereinander verbundenen

Flügeln des Hotels unter verschiedenen

Themen – das Angebot

reicht von den hübschen

Garten- und Genießerzimmern

bis hin zu den Natur- und Landidyllzimmern.

Trotz technisch

aktueller Ausstattung spiegeln

die Zimmer in ihrer individuellen

Gestaltung auch die Facetten

der Region wider.

Auch die Lobby und die

Gasträume wurden ausgebaut

und aufgewertet. Hier gelang ein

� ießender Übergang zwischen

Astrid und Peter Ochensberger: Kontinuierlich einen Leitbetrieb

für die Oststeiermark geschaffen.

Bilder: Hotel


Alt und Neu, zwischen Tradition

und modernen Elementen. Wurden

im Barbereich im Prinzip die

alte Gaststube und ein Raum mit

einer wirklich erhaltenswerten

Holzdecke beibehalten, baute

Familie Ochensberger an die Außenwand

einen eleganten Wintergarten.

Die Gäste blicken aus dem hohen

Raum nicht nur direkt in

den neuen Gastgarten, sondern

auch hinaus auf den weitläu� gen

Garten mit seinem prächtigen

Altbestand an steirischen Apfelbäumen.

Am Übergang zwischen

Alt und Neu richteten die Hoteliers

ein Buffet sowie ein Frontcookingsystem

für das Frühstück

und die Versorgung des Gastgartens

ein.

Steierness als USP

„Es war so eine halbe Blödelei

am Stammtisch“, erinnert sich

Astrid Ochensberger. „Wir waren

gerade bei der Planung des

neuen Wellness-Bereiches und

dann � el der Begriff Steierness.“

Darin fanden sich für die Hoteliére

die Ansprüche an die neue

Wellness-Landschaft bestens beschrieben.

Denn genau das war

die Ambition: einen hochkarätigen

Spa-Bereich und professionelle

Therapien mit dem reichen

kulturellen Erbe der steirischen

Regionen zu verbinden.

So entstand in einem neuen, mit

dem Haupthaus verbundenen

Gebäude ein Vitalreich, in dem

auf zwei Etagen der Steierness

gefrönt wird. Die Stationen der

Entspannung sind gleichzeitig

eine Reise durch die Steiermark.

Das beginnt beim Vulkanschwimmbad,

setzt sich fort bei

der gemäßigten Biosauna mit

Weizer Wiesenkräutern, der

Waldsauna mit Tannenholz oder

der Ausseer Salzgrotte, einem Soledampfbad.

Infrarotkammer, Erlebnisduschen,

Eisbecken, Solarium oder

der Raum der Stille mit Wasserbetten

komplettieren das Angebot.

Ein Genuss sind auch der

Ruheraum mit dem Ausblick auf

WELLNESS & SPA | 15

den Apfelgarten und der Outdoor-Liegebereich

auf einem

Dachgarten.

Die Gestalter verwendeten vorwiegend

regionale Naturmaterialien

wie Tannen- und Apfelholz,

Tropfsteine aus den Höhlen in

der Umgebung und natürlich

Vulkangestein aus dem südlich

gelegenen Vulkanland. Steierness

auch im Therapiebereich, Massagen,

Kosmetikbehandlungen

und Treatments in der Softpackliege

weisen meist einen steirischen

Hintergrund auf. Seit die

Kosmetikerinnen die heimische

Traubenkosmetikserie „Vinoble“

anbieten, wird die ebenfalls angebotene

Edelserie „Maria Galland“

ein wenig in den Hintergrund

gedrängt. Regional zieht

und die Garten-Hoteliers setzen

hier auf das richtige Pferd.

Trotz allem streicht Gastgeberin

Astrid neben der Regionalität

des Angebotes auch den internationalen

Anspruch hervor. „Wir

sind ein weltoffenes Haus und

das wollen wir auch zeigen“, er-

Dem Zufall bleibt hier

nichts überlassen.

Auch nicht beim neuen

mediterranen

Gastgarten.

Das Dampfbad als

Salzgrotte schafft

Anklänge an das

Salzkammergut.

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16 | WELLNESS & SPA

Restaurant Glashaus: Blick in den alten Apfelgarten.

Das Vitalreich steht unter dem Motto Steierness.

Die Verbindung zwischen Wellness und Steiermark

wurde im Gartenhotel erfunden.

HGV PRAXIS 4 . 2009

Gartenhotel Ochensberger in St. Ruprecht

an der Raab: Gebäudeensemble um einen

prächtigen Kraftgarten.

klärt sie und verweist auf eine

ganze Reihe groß� ächiger Bilder

eines Künstlers aus Ecuador, die

die Gänge zum Vitalreich und zu

den Waldzimmern zieren. Das ist

geschickt ausgesucht, passt doch

das ausgewiesene Vulkanland

Ecuador ausgezeichnet zur vulkanischen

Oststeiermark.

Großzügiger Seminarbereich

Mit der Neugestaltung der inzwischen

untereinander verbundenen

Häuser rund um den Kraftgarten

weiteten die Ochensbergers

auch das Seminarangebot

aus. Tagungen und Incentives bilden

heute neben Business- und

Wellness-Gästen ein wichtiges

wirtschaftliches Standbein des

Gartenhotels. Bis zu hundert Personen

können hier Konferenzen,

Tagungen und Seminare abhalten.

Zwei teilbare Seminarräume,

vier Gruppenräume, eine großzügige

Pausenlounge sowie ein Seminargarten

und natürlich der

Kreativgarten bieten Tagungsteilnehmern

optimale Bedingungen.

Das hervorragende Angebot der

Küche des Hauses, die vorwie-

gend auf verfeinerte regionale

Spezialitäten setzt, trägt ein weiteres

Detail zum gelungenen Aufenthalt

im Gartenhotel Ochensberger

bei.

Ein Aufenthalt, der in diesem

Haus ganz locker und unverkrampft

abläuft. Die Omnipräsenz

der Che� n wird durch das

ruhige Agieren des Chefs ergänzt.

Auch die bestens ausgebildeten

Mitarbeiter überzeugen durch

ihre herzliche Professionalität

und tragen so die steirische Gastlichkeit

nach draußen.

Dass ein Aufenthalt im Gartenhotel

Ochensberger durchaus

dazu angetan ist, Seele und Körper

wieder aufzurichten, beweisen

auch die Fußballer vom SK

Puntigamer Sturm. Nach drei

Niederlagen in Serie zu Beginn

der Saison kasernierte der Trainer

das Team vor dem Entscheidungsspiel

gegen den SV Ried in

St. Ruprecht ein. Beim Spiel zeigten

die Grazer dann immerhin

einen Aufwärtstrend: Mit einem

1 : 1 holten sie schlussendlich

den ersten Punkt der Frühjahrssaison.

-hal-


Schloss Mönchstein

Ein verjüngtes Romantikerparadies

Ein Juwel der internationalen

Top-Hotellerie liegt im Herzen

der Stadt Salzburg und von einem

ruhigen, großen Park umgeben

auf dem Mönchsberg.

Nach jahrelanger Erweiterung

konnten die Eigentümer das

Schloss mit seinen 24 Zimmern

zu einem Designobjekt aufwerten,

das seine Gäste romantisch

berührt und architektonisch begeistert.

Seit 2005 haben die Besitzer das

Schloss mit neuester Technik

und aufwendigen Bädern neu renovieren

lassen. Nun wurde auf

300 Quadratmetern im neuen

Mönchstein-Spa eine in Wellen

geschwungene Ebene geschaffen,

die mit ganzheitlich abgestimmten

Angeboten spezielle

Highlights bereithält. Bei der

Entscheidung für den Einbau

der Wellnessanlage waren die

Größe und die Felsform des

Mönchsbergs ausschlaggebend

– Sauna- und Spa-Spezialist

Klafs aus Hopfgarten war hierbei

technischer Begleiter.

Directrice Halbedl erklärt das

Konzept: „Wir wollen unseren

Gästen nur das Beste bieten –

und Klafs ist als Marktführer

bekannt, da war die Entscheidung

schnell gefällt. Als dann

noch die Geschäftsführung persönlich

vorbeikam, um sich vor

Ort umzuschauen und uns in der

Planung zu unterstützen, hat uns

das natürlich besonders gefreut.“

Auch eine gewundene

� nnische Sauna in Hemlockholz

und ein Majusofen Maximus,

ein massives Dampfbad mit Naturstein,

Sternenhimmel und

Soundsystem, wurden eingebaut.

Mit dem modernen Steuerungspaneel

Touchcontrol können

die Spa-Angestellten nun

das erweiterte Angebot abstimmen.

Für ein Private Spa kann man

die Sauna auch exklusiv buchen.

So können sich Individualisten

nach der Schwitzkur in der edlen

Sauna unbeschwert in die

Wellness-Oase mit Dampfbad,

aber auch auf die außen angelegten

Ruheterrassen begeben.

Eindrucksvoll ist auch die zentral

angelegte, runde Relax-

Lounge, von der aus man unterhalb

des verglasten Schlossbrunnens

das faszinierende Lichtspiel

beobachten und dem sprudelnden

Wassergeräusch lauschen

kann. Im neuen Mönchstein-Spa

lassen sich klassische Massagen

und therapeutische Anwendungen

in vier großzügigen Behandlungsräumen

genießen, neuartige

Behandlungen wie die Hypoxi-Therapie,

Klafs-Sanotherm

oder auch die höhenverstellbare

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Hotel Tyrol

Nassmassageliege Klafs-Spavital

ausprobieren. Auf der Sanotherm,

der beheizten Anwendungsliege

für Ganzkörperpackungen

und Thalasso- und

Aromabäder, sowie Anwendungen

in Kreide-Heilschlamm

schwebt man im Mönchstein so

weit oben noch über Wasser.

Hotel Weißes Rössl

Hotel Schloss Mönchstein Hotel Juffing

WELLNESS & SPA | 17

Der wellenförmig angelegten

Spa-Landschaft im Schloss

Mönchstein wird auch die

gewundene fi nnische Sauna

von Klafs gerecht.

Eintritt ins Wellness-Paradies

auf dem Salzburger

Mönchsberg.

Am Anfang besteht Ihre

Wellness-Anlage aus einem

leeren Stück Papier. Am Ende

aus purer Zufriedenheit.

Wellness beginnt mit KLAFS.

Zentrale: KLAFS GmbH • www.klafs.at

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Klafs Vertriebszentren:

Wien • Salzburg • Graz • Linz • Villach • Laibach

Bilder: Klafs


18 | Wellness

Für Babys das Beste

Das Familienhotel Hagleitner in Zell am See bietet Wellness für Babys

„Shiatsu“, „Glücksgriffe“ und Massagen für

Säuglinge zählen zu den diesjährigen Besonderheiten

im Wellnessangebot des Pinzgauer Top-Hotels.

HGV PRAXIS 4.2009

Das Hagleitner Family Balance

Hotel & Spa in Zell am See im

Salzburger Land hat sich ganz

auf die Bedürfnisse von Familien

eingestellt und versucht durch

ein stimmiges Family-Balance-

Konzept zu überzeugen. Neuheit

in diesem Jahr sind Kindermassagen

ab dem Säuglingsalter, bei

denen Eltern ihre kleinen Schützlinge

in guten Händen wissen.

„Himpelchen und Pimpelchen“,

„Kinder-Shiatsu“ und „Glücksgriffe“

aktivieren u. a. die Selbstheilungskräfte

und bringen Ruhe

und Entspannung für Kinder und

indirekt auch für die Eltern.

„Es sind natürlich nicht Massagen

im herkömmlichen Sinn“,

erklärt Sales-Manager Konrad

Mittelberger, „man muss sich

das vielmehr als besonders zärtliche

Streicheleinheiten vorstellen.“

Auf die Idee, dieses Angebot

aufzunehmen, ist das Hotel

über eine besonders engagierte

Kinderbetreuerin im Hause gekommen,

die sich auf Säuglinge

spezialisiert hat. Für das hochkompetente

Familienhotel ist das

eine ideale Ergänzung. Konrad

Mittelberger: „Wir bieten ja

auch pränatale Betreuung an so-

wie die Betreuung von Säuglingen.

Hier verfügen wir über

große Kompetenz.“ Dass Mütter

in diesem Stadium mit Neugeborenen

naturgemäß sensibel sind,

erscheint klar. Umso professioneller

muss die Betreuung klappen.

So gibt es neben hochklassiger

Betreuung selbstverständlich

auch die nötige Hardware. Eigene

Säuglingszimmer, eigenes

babygerechtes Essen und sogar

Telefone für Mütter, die sich im

Bad erholen oder Skifahren sind.

„Glücksgriffe“ nennt sich die

energetische Babymassage für

die Kleinsten. Sie wendet sich an

Kinder ab dem ersten Lebensmonat.

Zarte Streicheleinheiten und

Massagen erleichtern Babys den

Start in das Leben außerhalb des

Mutterleibes, durch sanfte Berührungen

erfahren sie ihre Körpergrenzen

hautnah. Vorsichtiges

Dehnen verhilft den Neugeborenen,

die gewaltigen Entwicklungsschritte

der ersten Lebensmonate

aufzunehmen, und

lindert Verdauungsbeschwerden.

Als Rückenmassagegeschichte

erleben Kleinkinder die Behandlung

„Im Garten“. Die „spannende“

Behandlung befreit von


Verspannungen und unterstützt

zugleich die Mobilität der Rückensäule

sowie eine bewusste

Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Besonders lebhafte Kinder

erfreuen sich an der Fußmassagengeschichte

namens „Himpelchen

und Pimpelchen“. Sie führt

durch sanfte Bewegungen vom

Kopf bis zu den Füßen, von der

Bewegung in die Regeneration.

Lebhafte Kids kommen zur Ruhe

und lauschen entspannt den Erzählungen.

Die Selbstheilungskräfte

werden aktiviert, Kopfschmerzen

und leichten Problemen

des Immunsystems wie

Stirnhöhlen- oder Mittelohrenentzündung

entgegengewirkt.

Shiatsu liegt auch bei den Kleinen

voll im Trend: Die 20-minütige

Anwendung bietet Kindern

die Möglichkeit, ihren Körper

selbst zu erfahren. Muskelverspannungen

lösen sich, Entwicklungsprozesse

werden unterstützt

und die Selbstheilungskräfte

angeregt. Die Behandlungen

dauern 20 Minuten und kos-

ERMÄSSIGTE

TICKETS UNTER:

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ten 30 Euro, Kinder-Shiatsu ist

für 40 Euro zu buchen.

Das mit fünf „Smileys“ und vier

Sternen ausgezeichnete Family

Hotel & Spa verfügt über 47 geräumige

und modern ausgestattete

Familienappartements und

-suiten mit einer Größe von 40

bis 100 Quadratmeter. Eine attraktive

Badelandschaft mit beheizten

Innen- und Außenpools

sowie jeweils separaten Kleinkinderbecken,

einer kindergerechten

� nnischen Sauna und Tepidarium

sowie das 5000 Quadratmeter

große private Seegrundstück garantieren

Badespaß für Groß und

Klein. Für kulinarische Genüsse

sorgt das Küchenteam im Panorama-Restaurant,

in dem täglich

wechselnde Gerichte zubereitet

werden. Zahlreiche Spielanlagen

und eine professionelle Kinderbetreuung

bieten Eltern die Möglichkeit,

sich im architektonisch

angrenzenden, großzügigen Spa-

und Wellnessbereich des Mavida-

Spa ausgiebig und ohne Kinder

verwöhnen zu lassen. -sax-

WELLNESS | 19

Sanfte Berührungen, leichte

Massagen, zarte Dehnungen

sollen den Säuglingen Körpererfahrungen

und dadurch

-bewusstsein bringen.

Internationale Fachmesse für

Gastronomie und Hotellerie

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20 | HOTELLERIE

Im Namen des Automobils

Gastronomie-Boutique Bentleys House, Zürs am Arlberg

Butler-Service in den Suiten und ein Feuerwerk

der Geschmäcker im Restaurant.

Auf 1.450 Metern, mitten in

Zürs, vis-à-vis vom traditionsreichen

Hotel Lorünser, also am

früheren Standort des Schweizerhauses,

eröffnete diesen Winter

das luxuriöse „Bentleys House“.

Schon der Name lässt Edles erwarten.

Die Assoziation mit der

Automarke, mit Luxus, Prestige

und höchster Qualität ist keineswegs

zufällig. Und so war Bentleys

House bereits vor seiner Eröffnung

in aller Munde – nicht

nur in der Gastronomie-Szene

am Arlberg.

Das ehemalige Schweizerhaus

wurde komplett ausgehöhlt und

in zwei Boutique-Chalets (für bis

zu sechs oder zwölf Personen)

und ein Restaurant mit zwei Stuben

umgebaut. Das Restaurant

„Bentleys Stube“ empfängt bis

zu 40 Gäste. Heimeliges Holz

und ein gemauerter, mollig warmer

Kachelofen prägen das Ambiente.

In der zweiten rustikalen

Stube darf auch geraucht werden.

Aufgekocht wird mittags

und abends, wobei die edlen

Holz- und Steinböden vor allem

mittags auch Gäste in Skischuhen

herzlich willkommen heißen.

Besitzer des Bentleys ist ein deut-

HGV PRAXIS 4.2009

scher Staatsbürger, der vorwiegend

in Großbritannien geschäftlich

tätig ist. Er war über Jahrzehnte

hindurch treuer Gast am

Arlberg, als Stammgast von

Eberhard Walch, der neben seinem

Hotel in Lech auch als Direktor

für Bentleys House in

Zürs verantwortlich zeichnet.

Walch hat auch schon die Planungsarbeiten

und die gesamte

Bauphase für das Bentleys begleitet.

Chalet Jazzi und Pazuel

In den beiden Chalets Jazzi und

Pazuel hinter Schindelfassaden

wurde Landhausstil mit Design

vereint. „Unter dem Motto

‚Home from home‘ wollen wir

unseren Gästen hier Komfort so

lange wie erwünscht bieten“, so

Direktor Walch. Das Chalet Pazuel

umfasst 262 Quadratmeter

auf zwei Ebenen. Zur Ausstattung

gehören Kamine, LCD-

Bildschirme und praktische Details

wie Kofferschränke. Küche,

Essplatz und Wohnzimmer be� nden

sich im ersten Stock. Im

Stockwerk darüber liegen zwei

Schlafzimmer mit separaten Badezimmern.

Auch das Chalet Jazzi (145 Quadratmeter)

erstreckt sich über

zwei Stockwerke, mit Wohnzimmer,

Küche, Essbereich und drei

Schlafzimmern.

Und schließlich be� ndet sich

auch der Spa- und Fitness-Bereich

im Obergeschoß. Finnische

Sauna, Eis-Raum, Dampfbad

und Massagen genießt man hier

also bei prachtvollem Ausblick

in die Bergwelt.

Küchenchef in Bentleys House

und Restaurant ist Stefan Lastin,

ausgebildet bei den Obauers in

Werfen und bis Herbst 2008

als Souschef an der Seite von

Thomas M. Walkensteiner im

Restaurant Imperial in Schloss

Fuschl Resort erfolgreich tätig.

Und Lastins Sousche� n im Bentleys

ist Bettina Strasser, die zuvor

ebenfalls im Imperial kochte.

Mit seinem jungen kleinen Team

stellt sich das Duo also einer

neuen, großen Aufgabe in zwei

Bereichen. Einerseits wird den

Chalet-Gästen abends eine aufwendige

Gourmet-Küche in den

Salons der Suiten serviert. Den

formvollendeten Service besorgt

hier Butler Axel Köhler, der in

Holland die Butler-Schule absolvierte

und schon international

für eine prominente Klientel tätig

war.

Am Abend herrscht hier

die ganz große Küche.

Bentleys Stube (ganz oben):

Nicht nur Landhaus-Stil, die

verwendeten Materialien

veredeln das Zürser Haus.

Die zweite Gourmet-Schiene hat

ihren Schauplatz im öffentlichen

Restaurant „Bentleys Stube“.

Mittags wird hier eine klassisch

österreichische, regionale Linie

gefahren. Skikanonen gönnen

sich hier bodenständige Spezialitäten

und genießen das speziell

gebraute Bentleys Bier.

Abends stehen in Bentleys Stube

drei Menüs zur Auswahl: Menü

Zürs zu 88 Euro, Menü Arlberg

zu 98 Euro und Menü Bentleys

zu 125 Euro, wobei auch einzelne

Gänge in individueller Abfolge

kombiniert werden können.

-Doris Maier-


Trevi-Brunnen, Rom: das süße Leben in Italien.

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22 | HoTellerIe

Die richtigen Impulse setzen

Engagiertes Human Resource Management als Erfolgsfaktor

Eine Situation, die niemand gern zugibt und

dennoch existiert: unzufriedene Gäste durch

unzufriedene Mitarbeiter. Damit konfrontiert,

musste Michaela Altenberger vom Hotel Fürstenhaus

reagieren. HGV PRAXIS sprach mit der

Personalmanagerin über Tools und Wirkungen

ihrer Mitarbeiterführung.

HGV PRAXIS:

Frau Altenberger, Sie und

Ihr Mann übernahmen 2006 die

Führung des Hotels Fürstenhaus

in Pertisau am Achensee

für die deutsche Travel Charme-

Gruppe. Welche Situation

fanden Sie vor?

Altenberger: Eine, wie vermutlich

in vielen österreichischen

Hotels: unbesetzte Stellen, eingegangene

Kompromisse beim Recruiting,

überhöhte Löhne, um

überhaupt jemanden zu kriegen.

Daraus resultieren qualitative

Abstriche und heruntergeschraubte

Anforderungen an

Mitarbeiter, nur um durch die

Saison zu kommen.

Eine ziemlich unbefriedigende

Situation also?

Altenberger: Exakt.

Wie haben

Sie reagiert?

Altenberger: Damit, dass wir den

Führungsstil völlig umgekrempelt

– ich möchte sogar sagen –, neu

definiert haben. Gemeinsam mit

meinem Mann war schnell klar:

Wofür stehen wir beide mit unseren

Werten und Zielen für das

Unternehmen? – Die Reflexion

der eigenen Haltung als Chef

also. Daraus leitet sich der Anspruch

ab, auf professionellem

Wege ein Hotellerie-Arbeitgeber

erster Wahl zu werden. Und dazu

müssen wir als Arbeitgeber die

Vorzüge, im Fürstenhaus beschäftigt

zu sein, sichtbar machen.

Würden Sie mir so einen

Vorzug formulieren, der es

attraktiv macht, bei Ihnen zu

arbeiten?

Altenberger: Menschen haben

die Ansprüche an ihren Arbeitsplatz

verändert. Heute muss er

auch Raum zur Selbstverwirklichung

bieten. Und genau diese

Chance ist explizit in unserem

Führungsstil verankert. Ich sehe

das als eine Werthaltung an, die

den Mitarbeiter eben nicht zum

Befehlsempfänger degradiert.

Klingt wirklich wie eine

ambitionierte Philosophie.

Aber wie setzt man das in der

Praxis um?

Tools der Fürstenhaus Personalentwicklung

Jahresgespräche

Coaching für Führungskräfte mit einem erfahrenen Psychologen

Training im fachlichen Bereich

Inhouse-Schulungen für Persönlichkeitsentwicklung

Startworkshop zu Beginn eines Jahres mit Schwerpunktthema

für das kommende Jahr

Incentives wie:

m Gemeinsame Reise zum Saisonende zur Teamentwicklung

m Regelmäßige Teamevents, die jeweils von einem anderen

Team organisiert werden

m Sportangebot im Haus – etwa Yoga

m Vergünstigte Hotelaufenthalte in den Partnerbetrieben

m Geburtstagsgeschenke und Weihnachtsgeschenke

m Weihnachtsfeier, Sommerfest und Abschlussfeier

HGV PRAXIS 4.2009

Michaela Altenberger: „Professionelle Mitarbeiterführung

hat etwas mit Homöopathie zu tun: Man kann nur die

richtigen Impulse setzen und dadurch den Organismus

oder ein System in gewollter Weise beeinflussen.“

Das Ehepaar

Christian und

Michaela

Altenberger leitet

das Hotel

Fürstenhaus seit

2006. Das Haus

verfügt über 240

Betten, beschäftigt

80 Mitarbeiter

und erzielte 2008

rund 43.000

Nächtigungen.

Bilder: Hotel


Altenberger: Das funktioniert

nur über Aufgabenteilung. Begonnen

habe ich bei den Abteilungsleitern,

denen anhand verschiedener

Tools und externer

Experten neue Perspektiven vermittelt

wurden.

Was genau,

zum Beispiel?

Altenberger: Wir haben einen

Balletttänzer engagiert, der die

Wirkungen der Körpersprache

vermittelte. Eine Psychologin

führte Einzelcoachings zur Persönlichkeitsentwicklung

durch.

Wir haben aber auch einen Organisationsprofi

hereingeholt,

der die banale Büro- und Verwaltungsarbeit

neu gestaltet hat. So

haben wir neu gelernt, wie man

vieles vereinfachen kann. Als Effekt

ist diese Arbeit dadurch wesentlich

transparenter geworden.

Sehr bewährt hat sich auch eine

eigene Atemtrainerin. Sie lernte

uns, wie man diese hilfreiche

Technik insbesondere in Stresssituationen

perfekt einsetzen

kann.

Wie verhindern Sie, dass

solche Maßnahmen als

Einmaleffekte verpuffen?

Altenberger: Indem ich Personalentwicklung

als permanenten

Lernprozess empfinde. Eine gute

Führungskraft wird nicht geboren,

sondern sie muss sich über

Jahre entwickeln. Dazu gehört

auch die Auseinandersetzung mit

eigenen Verhaltensweisen und

Einstellungen. Und da kommt

man nicht umhin, sich mit den

eigenen Schattenseiten und Fehlbarkeiten

zu konfrontieren.

Fühlen Sie sich manchmal

nicht machtlos, wenn Sie

durchs Haus gehen und Situationen

mitbekommen, wo dringend

was geändert gehört?

Altenberger: Das ist ein springender

Punkt. Ich bin hier zu der

Überzeugung gelangt, dass professionelle

Führung darin besteht,

die richtigen Impulse zu

setzen. So ähnlich wie bei der

Homöopathie, der Organismus

erhält einen Anreiz und setzt eine

Art Selbstheilungsmechanismus

in Gang. Wirkungsvolle Mitarbeiterführung

beginnt dort, wo

man den Menschen verstehen

will. Wenn ich das imstande bin

Das Hotel Fürstenhaus in

Pertisau am Achensee wird von

der deutschen Travel Charme-

Gruppe betrieben. Die Kette

verfolgt in Österreich weitere

Ziele: Konkret steht das

Ifen-Hotel im Kleinwalsertal vor

der Wiedereröffnung. In

Oberösterreich harren die

Projekte „Lacus felix“ in

Gmunden sowie ein Hotelprojekt

auf der „Rösslwiese“ in St.

Wolfgang der Realisierung.

zu signalisieren, bleibt das Feedback

sicher nicht aus. Wenn den

Mitarbeitern bewusst wird, dass

sie durch ihr eigenes Handeln

das Umfeld positiv verbessern,

bilden sie effiziente Teams und

steigern die Qualität ihrer

Dienstleistung.

Was hat sich im Fürstenhaus

seit Ihrem Engagement

verändert?

Altenberger: Von der großen

Wertschätzung unseren Leuten

gegenüber mal abgesehen bin ich

zuerst einmal stolz auf unsere

Crew. Ich bin mir sicher, jeder

Gast, der unser Haus betritt,

spürt das. Da ist etwas Atmosphärisches

vorhanden: ein spürbarer

Teamgeist, ein Engagement,

eine positive Ausstrahlung.

Die Fluktuation ist gering und

die Krankenstände auf dem niedrigsten

Niveau in ganz Tirol und

unsere Lehrlinge bringen Siege

bei den verschiedensten Berufswettbewerben

nach Hause. Für

mich sind das untrügliche Zeichen

einer zufriedenen Belegschaft.

Was schwebt Ihnen auf

diesem Gebiet noch vor, wo

geht die Reise hin?

Altenberger: Wir stellen jedes

Jahr unter ein Motto. Heuer lautet

es „Achtsamkeit“. Hier werden

wir Kurse für die Mitarbeiter

anbieten, die sich an dem

Hauptthema „Selbstwert und

Persönlichkeitsentwicklung“ orientieren.

Frau Altenberger, vielen Dank

für das Gespräch. -sax-

Hotellerie | 23

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DIE GEBRAUCHTEN TRAFIC PASSENGER VON RENAULT WIEN

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HGV PRAXIS 4.2009


24 | WEb-MarkEting

Einfach unverzichtbar

Webmarketingstudie: Die ÖHV verglich Reise- und Buchungsplattformen

Immer wieder heißt es: Dem Reisesektor steht ein „historischer“ Wandel

bevor. Dieser ist längst vollzogen. Online-Verkauf ist ein Muss. 2009 wird

europaweit ein Online-Reiseumsatz von 70 Milliarden Euro erwartet.

Entscheidungskriterien bei der Reiseorganisation.

Was online gebucht/gekauft wird.

HGV PRAXIS 4.2009

Charts: ÖHV

Die neue Webmarketingstudie

gibt einen Überblick über die aktuellen

Marktbedingungen und

Anbieter am Online-Reisemarkt.

Bei den Kosten schnitten kleinere

Anbieter wie NetHotels.

com mit Provisionsätzen von

etwa zehn Prozent am besten ab.

Bei den Marktführern wie hrs.de

und booking.com sind um die

zwölf Prozent üblich. Professionellem

Yield-Management kommen

u. a. die Plattformen booking.com,

venere.com und hotel.

de besonders entgegen. Was das

Suchmaschinenmarketing betrifft,

gehören hrs.de, booking.

com, tiscover.at sowie lastminute.com

zu den Top-Anbietern.

Dieser Punkt ist besonders wichtig,

da bereits 85 Prozent aller

Reisenden ihre Reiseziele über

Suchmaschinen wie Google auswählen.

Hier kann nur mitmischen,

wer an prominenter Stelle

gelistet wird.

Gästebewertungen –

Fluch oder Segen?

Im Bereich Web 2.0 schnitten

booking.com, hotel.de, hrs.de,

tiscover.at, Expedia.com und venere.com

besonders gut ab, da

die Gäste auf diesen Plattformen

u. a. auch Hotelbewertungen abgeben

können. Solche Bewertungen

stellen – bei richtigem Handling

– eine gute Marketingchance

dar. Damit Hoteliers und Gäste

gleichermaßen von Hotelbewertungsportalen

profitieren, müssen

Mindest-Standards gewährleistet

sein. Der Europäische

Dachverband für Hotellerie und

Gastronomie (HOTREC) hat

unter Mitwirkung der ÖHV

zehn Prinzipien zum Schutz vor

ungerechtfertigten Bewertungen

postuliert. Bei den Portalen Holidaycheck,

Trivago oder Booking.

com wurden bereits die meisten

Prinzipien umgesetzt, die ÖHV

evaluiert laufend. „Wir empfehlen,

die Bewertungen regelmäßig

zu kontrollieren, auf Kritik sofort

zu reagieren und die Gäste

zu positiven Kommentaren zu

animieren“, sagt ÖHV-Generalsekretär

Thomas Reisenzahn.


Bild: ÖHV

Online am Ball bleiben –

Umsatz steigern

Insgesamt wurden etwa 500 Reiseplattformen

und Reiseinformationsseiten

erfasst. 70 davon

wurden bewertet, 20 detailliert

analysiert. Für die Hoteliers sind

jedoch nicht nur diese Analysen

und Bewertungen interessant. Sie

pro� tieren vor allem auch von

Hotel-Webmarketingstudie

Der Gast aus dem Web –

Reise- und Buchungsplattformen im Vergleich

3. Ausgabe, Februar 2009

© ÖHV-Touristik Service GmbH www.oehv.at

den Exkursen zu Themen wie

Preispolitik, Beschwerdemanagement,

Suchmaschinenmarketing

und Yield-Möglichkeiten im Internet.

„In diesen Bereichen hat

sich in den letzten Jahren viel getan.

Unsere Studie bringt den

Hotelier auf den neuesten Stand,

sodass er sich die Kosten für

teure Berater ersparen kann“, so

Reisenzahn. „Der Leitfaden hilft

bei der Auswahl der individuell

richtigen Vermarktungswerkzeuge

und zeigt, wie mit einer

aktiven Online-Verkaufspolitik

Umsatz und Auslastung gesteigert

werden können.“ Erstmals

WEB-MARKETING | 25

wurde auch erhoben, auf welchen

Plattformen Ferienwohnungen

und -häuser sowie Appartements

angeboten werden. Die

Webmarketingstudie kostet netto

85 Euro und für Mitglieder 65

Euro. www.oehv.at/shop

Kontinuierliche Produktinnovation und gezielte Kundenorientierung haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind: Weltmarktführer in der gewerblichen

Geschirrspültechnik für Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpfl egung, Bäckereien, sowie Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffe. Als Tochtergesellschaft

des amerikanischen ITW-Konzerns sind weltweit 10.000 Mitarbeiter für uns tätig.

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HGV PRAXIS 4.2009


26 | HOTEL-DESIGN

Gesundheit im Design-Hotel

Die Vermählung von Genuss, Therapie und Entspannung

Im Life-Medicine-Resort in Bad Gleichberg offenbart

sich die Zukunft der Gesundheitshotellerie.

Das hätte ins Auge gehen können.

Ein Design-Hotel und -Kurhaus

in den ehrwürdigen Kurpark

von Bad Gleichenberg zu

stellen, erfordert Mut. Aber es ist

gut gegangen und dem Kurort,

der heuer das 175. Jahr seines

Bestehens feiert, wurde ein wenig

der Staub von den Dächern

geblasen. Tatsächlich ist das im

September eröffnete Life-Medicine-Resort

ein schönes Beispiel

dafür, was möglich ist, wenn private

Investoren Visionen haben

und diese auch leben.

Die schöne Summe von 62 Millionen

Euro investierten der

Gesundheitsökonom Christian

Köck (HCC – Health Care Company)

und Partner in den kompletten

Neubau des Gleichenberger

Kurhauses. Und um die Vision

einer zeitgemäßen Unterbringung

von Kurgästen wahr

werden zu lassen, wurde das Kurhaus

mit einem Hotel verbunden.

Heilbad, Spitzenmedizin, Therapien,

Anwendungen, Design und

moderne Küche nach ernährungsphysiologischen

Ideen verschmelzen

so zu einer Einheit, an

der sich die Zukunft einer ganzen

Branche ablesen lässt.

Hier � ndet statt, was in Europa

bislang lediglich in den Köpfen

der Zukunftsforscher ablief (in

den USA oder Teilen Asiens ist

man da schon weiter): Die Men-

HGV PRAXIS 4.2009

schen begeben sich in hochwertige

Hotels, um nicht nur einen

Urlaub zu genießen, sondern um

mit Hilfe von Ärzten und Therapeuten

gleichzeitig an Körper

und Seele zu genesen.

Nehmen wir einmal das Hotel.

Schon hier wird der Anspruch an

ganzheitliche Qualität sichtbar.

Die Investoren klotzten nicht

einfach einen weiteren Betonbunker

in das sensible Ambiente

des 20 Hektar großen Kurparks

mit seinem zum Teil über hundert

Jahre alten Baumbestand.

Die Mitarbeit der norwegischen

Architekten Olav Jensen und

Børre Skodvin sicherte zum einen

das aufregende Design des

Hauses und zum anderen die einfühlsame

Umsetzung.

Mit den Materialien Holz und

Glas sowie der Einbindung der

Umgebung aus Luft, Wasser und

Licht schufen sie einen Grundriss,

der sich trotz aller Geometrie

in Schleifen in die Landschaft

fügt. Trotz des spektakulären

Stils passt sich das Gebäudeensemble

den Gegebenheiten des

Parks an. Stolz ist man zum Beispiel

auf die Tatsache, dass nicht

ein Baum während der Bauarbeiten

verletzt wurde oder gar gefällt

werden musste. Um zum

Beispiel eine über hundertjährige

Magnolie zu erhalten, wurde das

Gebäude um den Baum herum

Das Küchenteam forcierte eine „Küche der Nähe und der

Frische“. Entworfen wurden die Ernährungslinien mit Ärzten

und Diätologen.

geplant. Der äußere Anspruch

setzt sich im Innern fort. Das Innendesign

von „c satek interior“

ist klar, hell und solide funktionell.

Dem Anspruch des Hauses

gemäß hielten sich die Einrichter

nicht mit Schnörkeln und Dekorationen

auf, der Fokus des Gastes

darf auf sich selbst oder seine

Heilung gerichtet bleiben.

Entspannung und

Spitzenmedizin

Selbstredend bleibt das Kerngeschäft

des Life-Medicine-Resorts

mit dem integrierten Kurhaus die

Medizin. Gerade hier werden die

Ansprüche besonders hoch geschraubt.

Im Life-Medicine-Institut

� nden sich die Leistungen,

die den Gast erwarten, zusammengefasst.

Der Aufenthalt der

Gesundheitsgäste beginnt auf

Wunsch mit einer ganzheitlichen

Untersuchung in der modernsten

Diagnosestraße Österreichs. Auf

Basis der Ergebnisse arbeitet ein

Team aus Spitzenmedizinern,

Therapeuten und mitunter Psychotherapeuten

ein Programm

aus, das auf die spezi� schen Bedürfnisse

des Gastes eingeht.

Das Spektrum der Behandlungen

beinhaltet Bewegungs- und Bädertherapien,

Massagen, Elektro-

oder Infusionstherapien.

Stolz ist man auch auf die Möglichkeit

von Thermo- und Kryotherapien

in einer der ersten

Ganzkörper-Kältekammern Österreichs.

Und natürlich ist da das Heilbad,


das in Bad Gleichenberg seit fast

175 Jahren genutzt wird. Die

hochmineralisierten und kohlesäurehaltigen

Quellen stellen

eine wichtige Säule im Angebot

dar. Entsprechend findet sich auf

2500 Quadratmetern ein Indoor-

und ein Outdoorpool mit warmem

Heilwasser, inklusive des

großzügigen Spa-Bereiches.

Kulinarik mit

hohem Stellenwert

Im Sinne der ganzheitlichen Betrachtungsweise

wird im Life-

Medicine-Resort auch der Küche

große Aufmerksamkeit geschenkt.

Das Gastronomie-Konzept

entwickelte der Tiroler

Zwei-Hauben-Koch Otto Bayer.

Als Grundvoraussetzung formu-

Dometic HiPro miniBars

Neu gedacht – perfekt gemacht:

Die einzigartige HiPro-Technologie

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Holz, Glas, Luft und Wasser:

Das Life-Medicine-Resort

Bad Gleichberg schmiegt sich

in die Landschaft des

altehrwürdigen Kurparks.

Reduzierte Schönheit

auch im Innern. Die

ausladende Hotelbar.

Kein Baum wurde für den Bau

verletzt. Das Fünf-Stern-Hotel

ist auch Mitglied der exklusiven

Gruppe der Design Hotels.

liert Bayer einmal viel Regionalität,

Frische und schonende Zubereitung.

„Wir versuchen, die

besten Rohprodukte aus der Umgebung

zu beschaffen.“ Das setzt

viel Kommunikation und Arbeit

mit den bäuerlichen Produzenten

voraus, lohnt sich aber. Otto

Bayer nennt es „eine Küche der

Nähe“, die hier gepflegt wird.

Selbstredend huldigt das Küchenteam

nicht nur chauvinistisch

der Regionalität, aber auch

für Produkte aus ferneren Gegenden

wie etwa italienischen

Pasta-Spezialitäten gilt das Prinzip

höchster Qualität.

Auf dieser Basis wird die tägliche

Karte gestaltet, klein, aber ausgewogen

steht das Abendangebot

nicht nur den Hotelgästen zur

Dometic Hotel-Systeme

Über 40 Jahre Erfahrung als Zulieferer der Hotel-Branche

Dometic proSafe

Der Qualitätsmaßstab für sichere Hotelsafes

Garantie vom Hersteller: Produktqualität „Made in Europe“

Beratung & Verkauf schnell und direkt durch unsere Vertretung vor Ort

Verfügung, das Hotelrestaurant

steht auch für externe Gäste offen.

„Voller Genuss bei wenig

Kalorien und einer über den Tag

durchdachten Nahrungsaufnahme“

lautet die Devise.

Das bedeutet, grob gesagt, für

das Mittagsmenü volles Programm

und am Abend möglichst

Verzicht auf Kohlenhydrate und

rohes Gemüse und Obst. Die

viergängigen Gourmet-Menüs

enthalten auch selten mehr als

700 Kalorien.

Die Ernährungslinie wurde gemeinsam

mit den Ärzten und Diätologen

des Medicine-Instituts

entwickelt, Zwang, dem zu folgen,

gibt es keinen. „Wir sind

keine Missionare“, sagt Bayer,

„jeder Gast erhält alles, was er

Gern senden wir Ihnen unseren Gesamtkatalog zu!

Dometic Austria GmbH Neudorferstrasse 108 A-2353 Guntramsdorf Tel. +43 (0) 2236 908070 info@dometic.at

Klare Formen in

will. Aber wir wollen die Leute

überzeugen, unsere Philosophie

des gesunden Genusses mitzuleben.“

Dafür gibt es auch regelmäßig

Kochkurse mit den Gästen,

die so die Möglichkeit erhalten,

das hier Gelernte auch im

Alltag umzusetzen.

Die Küche umsorgt die Gäste

selbstverständlich auch individuell.

So werden je nach Diagnose

persönliche Ernährungspläne erstellt,

die gemeinsam mit den

Entspannungssuchenden umgesetzt

werden. So kommen zum

Beispiel auch Abnehmwillige,

Diabetiker oder von anderen

Stoffwechselerkrankungen Befallene

im Rahmen ihrer Therapie

zu höchsten kulinarischen

Genüssen. -hal-

Dometic Design Line miniBars

Form und Funktion in perfekter Harmonie:

MiniBar-Design, das den Unterschied macht

HGV PRAXIS 4.2009


28 | Hotel-DeSign

Schlafen mit den Beatles

Musikgeschichte in modernem Design erleben

Das „Hard Days Night Hotel“ in Liverpool steht

ganz im Zeichen der größten Söhne der Stadt.

JOHN

PAUL

GEORGE

RINGO

Im britischen Liverpool sind die

berühmtesten Söhne der Hafenstadt

– The Beatles – allgegenwärtig.

Ein Museum und zahlreiche

Beatles-Restaurants und -Cafés

ehren die Musiker. Im ersten offiziellen

Beatles-Hotel – dem Hard

Days Night Hotel – können Besucher

nun auch unveröffentlichte

Fotografien und Kunstwerke der

Beatles bestaunen und gleichzeitig

das Ambiente eines Vier-

Sterne-Hotels genießen.

Unweit des prominenten Cavern

Clubs, in dem zahlreiche Pop-

und Rockgrößen auftraten, liegt

das imposante Gebäude des

Hard Days Night Hotel in der

North John Street. Das ehemals

städtische Gebäude wurde in ein

Vier-Sterne-Boutique-Hotel umgewandelt,

das sich ganz den

Beatles widmet. Statuen von

John, Paul, Ringo und George an

der aufwendig gestalteten Fassade

machen das Hotel schon

von außen unverkennbar.

Im Eingangsbereich des 1884 erbauten

Hauses taucht der Besu-

cher mit der Yellow Submarine

Jukebox, handgeschriebenen

Partituren des Welthits „Yesterday“

und zahlreichen Beatles-

Artefakten in die unvergleichliche

Geschichte der Fab Four ein.

Gesäumt von Schwarz-Weiß-Fotografien

der Beatles gelangt der

Hotelgast über eine Steintreppe

zu einigen der 110 Gästezimmer

HGV PRAXIS 4.2009

– ein jedes stellt ein Stück der

musikalischen Geschichte der

Band dar.

Exquisite Stoffe und

edle Einrichtung

Modernes Innendesign und restaurierte

Originalbausubstanz

im Mix mit ungewöhnlichen

Beatles-Kunstwerken machen

das Hard Days Night Hotel außergewöhnlich.

Das luxuriöse

Interieur des Hotels ist in hellen

Sand- und Brauntönen gestaltet.

Bei der Ausstattung der Gästezimmer

legten die Innenarchitekten

von Design LSM insbesondere

bei der Stoffwahl Wert auf

Qualität und Funktionalität: So

passen sich die Bettüberwürfe

aus „drapilux flammstop“-Stoffen

durch ihre hochwertige Textur

und Farbigkeit nicht nur hervorragend

in das Gesamtkonzept

des Hotels ein. Zusätzlich sind

die Tagesdecken durch eine Modifikation

der Polyesterfasern

permanent schwer entflammbar

und zeichnen sich im Brandfall

durch eine geringe Rauchgasent-

wicklung aus. Über 600 Meter

des „drapilux flammstop“-Stoffes

wurden für die sichere Ausstattung

der Hotelräume verwendet.

Luxus pur in Beatles-Suiten

Die exklusiven Penthouse-Suiten

des Hotels bieten einen fesseln-

den Blick über Liverpool. In der

McCartney-Suite gibt eine gewaltige

Wandcollage aus Zeitungsartikeln

über Sir Paul Mc-

Cartney dem Hotelgast einen

kleinen Einblick in das Leben des

gebürtigen Liverpoolers. Die lebendigen

Farben der Kissen in

Blau, Rot und Gelb stehen in

schönem Kontrast zu den unifar-

benen drapilux-Bettüberwürfen.

Mit seinem modernen Dekor bildet

die McCartney-Suite das Gegenstück

zu der in Weißtönen gestalteten

Lennon-Suite. Umrahmt

von zwei Bildern des verstorbenen

Beatles-Sängers ist ein weißer

Flügel das Highlight in der mini-

malistisch anmutenden Suite.

Durch sein außergewöhnliches

Design schafft das Hotel ein

Beatles-Erlebnis der besonderen

Art und ist für jeden – ob Fan

oder nicht – eine unvergessliche

Erfahrung.

Die McCartney-Suite bietet

dem Hotelgast Einblicke in ein

aufregendes Leben.

Musik zum Träumen in der

Imagine-Suite.

Bilder: Hotel

Schon an der Rezeption

beginnt das Design zu wirken.


Aliseo

Lichtspuren im Badezimmer

Im modern ausgestatteten Hotel gilt es, Akzente

zu setzen. Gerade im Urlaub wollen die

Gäste auf einen Hauch von Luxus nicht verzichten.

Und der zeigt sich in der Liebe zum

Detail. Edle Stoffe, moderne Accessoires und

viel Glanz und Innovationen im Badezimmer

gehören einfach dazu.

Das Unternehmen Aliseo als ausgewiesener

Spezialist für edles Zubehör für Hotelbadezimmer

punktet immer wieder mit originellen

Lösungen, die in Sanitärräumen einzigartige

Akzente setzen. So auch mit der noch jungen

„Signature Series“, die ausgewählte Produkte

mit Swarovski-Kristallen veredelt. So auch

den Badezimmerspiegel im New Square-Design,

dessen Einfassung, Arm und Rückseite

mit Swarovski-Glitzersteinen verbrämt sind.

Kristall bringt den Charme eines schon edlen

Reefness

Das Unternehmen Reefness entwirft, entwickelt

und betreut Meerwasseraquarien und

Korallenwelten und steht dabei für visionäre

Architektur, die neue Lebensqualität schafft.

So inszeniert das in Österreich einzigartige

Unternehmen den Urlaubstraum eines paradiesischen,

lebendigen Korallenriffs direkt in

den Räumlichkeiten seiner Kunden. Jede Korallenwelt

ist ein individuell gestaltetes Unikat

und wird von den Experten aus Biologie,

GO IN

Design-Wettbewerb für Stühle

„Wir wollen unseren Kunden anspruchsvolle

Produkte mit hervorragendem Design bieten,

bauen aber nicht auf Übertreibungen und bleiben

erschwinglich“, betont GO IN-Geschäftsführer

Maurus Reisenthel. Um diesem Anspruch

auch weiter gerecht zu werden, schrieb

der 29-jährige studierte Designer einen Design-Wettbewerb

für den Nachwuchs aus, dessen

Ergebnisse im Rahmen der diesjährigen

Internorga in Hamburg vorgestellt wurden.

Eine hochkarätige Jury aus Designern, Architekten

und Design-Professoren sprach Martha

Schwindling schließlich den ersten Platz

zu. Die Studentin der Hochschule für Gestaltung

in Karlsruhe näherte sich der Aufgabe,

einen funktionellen Stuhl zu designen, auf

ungewöhnliche Weise: Sie faltete viele kleine

Papiermodelle, bis sie schließlich zum preisgekrönten

Ergebnis kam.

Funkelnde Swarovski-Kristalle

auf dem Spiegel zaubern edle

Effekte ins Badezimmer.

Bild: GO IN

Ambientes zum Strahlen und erweckt modernes

Design zum Leben. Eine ganz besondere

Wirkung entsteht, wenn sich die Kristalle im

Badezimmer mit Chromoberflächen vereinen.

Funkelnde Glanzpunkte setzen dann besondere

Akzente und die feinen Lichtspuren der

Glassteine lassen den Raum lebendig werden.

Bei Kunstlicht beginnen die Farben des Regenbogens

erst richtig zu strahlen.

Der Kreativität des Einrichters sind keine

Grenzen gesetzt. „Signature Series“ präsentiert

Vergrößerungsspiegel, Badezimmer-Accessoires

und den dazu passenden Haartrockner

– ausgewählte Produkte mit Swarovski-

Kristallen, die für sich sprechen.

In Österreich wird Aliseo von Horn, Kitzbühel,

vertrieben.

www.horn-vertrieb.at, www.aliseo.de

Korallenwelten für visionäre Einrichtung

Design und Technik kreiert und professionell

umgesetzt.

Nachdem das Meerwasserbecken nach Kundenwünschen

entworfen und mit Architekten

und Baumeistern abgestimmt wurde, erhält

der Kunde bereits in der Planungsphase

die Möglichkeit, in seinen Korallentraum

einzutauchen. Die Experten sorgen für die

sorgfältige Vorbereitung, den artgerechten

Transport und den fachgerechten Aufbau.

Den zweiten Preis für exzeptionelles Stuhl-

Design erhielt die Schreinermeisterin und

Studentin der Design-Akademie in Garmisch,

Andrea Mittermeier, den dritten Platz eroberte

mit Alex Rehn ein Student der Kunstakademie

München.

Anders als bei anderen Wettbewerben, bei

denen es nur um das Abschöpfen von Ideen

geht, will GO IN nicht nur die ausgezeichneten,

sondern auch weitere der insgesamt 15

eingereichten Modelle ins Programm aufnehmen.

„Vor allem in der Gastronomie ist eine

Tendenz zum anspruchsvollen, individuellen

Design zu erkennen“, sagt Maurus Reisenthel.

„Gäste nehmen heute das Design eines

Lokales viel bewusster wahr und die Gastronomen

möchten diesem neuen Anspruch

gerecht werden“, so der GO IN-Geschäftsführer.

„Und bei uns liegen sie da richtig.“

GO IN-Produktdesigner Andreas Rieker

(links) mit den Preisträgern Alex Rehn

und Martha Schwindling.

Bild: Aliseo

HGV PRAXIS 4.2009

Stilvoll wie

Zuhause

Mit Intelligenz und Ästhetik schafft

drapilux im Hotel ein stilvolles und

individuelles Zuhause auf Zeit –

damit Gäste gern wiederkommen:

• speziell für den Hotelbereich

entwickelte Stoffkollektionen

www.drapilux.com

• außerordentliche Designqualität

auf Basis eines subtilen Coordinate-

Konzeptes

• drapilux air baut auf katalytischem

Wege Schad- und Geruchsstoffe ab

• drapilux akustik verfügt über ausge-

prägt schalldämpfende Eigenschaften

drapilux GmbH • D-Emsdetten • info@drapilux.com


30 | gaStrOnOmie

Ohne großes Spektakel

Der Brunnwirt: Ein Stiller mit ständig guter Leistung

Im kleinen Restaurant in Fuschl am See finden

Revolutionen zum Glück nur verhalten statt.

„Diese Frage hat sich nie gestellt.

Es war immer schon klar, dass

ich das Haus übernehmen

werde.“ Johannes Brandstätter

lässt keinen Zweifel daran, dass

mit ihm die Kontinuität des

Brunnwirtes gewahrt bleibt.

Nachdem Mutter Cäcilia das

Haus am Ortsrand von Fuschl

am See in die Haubenränge gekocht

hatte, setzt der sechste Johannes

in Serie den Qualitätsweg

selbstbewusst fort.

HGV PRAXIS 4.2009

Trotz der gleichbleibend guten

Leistung über Jahre hinweg findet

man den Brunnwirt nie in

den Society-Spalten der Gazetten

oder den Spitzenkoch Johannes

als Adabei bei diversen Haubenköchetreffen.

Gänzlich unspektakulär

führt der Chef mit Gattin

Gertraud das Restaurant, insgesamt

umfasst das Team gerade

einmal fünf Personen.

Die Stammgäste schätzen derart

geübte Diskretion, und wen es

Bilder: HGV PRAXIS

zufällig zum Brunnwirt verschlägt,

zeigt sich oft überrascht

von den Leistungen der Küche

und der souverän-freundlichen

Arbeit des Service unter der Leitung

von Gertraud Brandstätter.

Aber das gehört zur seit langem

gepflegten Philosophie des Hauses.

Mit 25 Sitzplätzen ist das

Restaurant überschaubar geblieben:

„Bei 25 Gästen kann man

sich um jeden einzelnen mit voller

Kraft kümmern und ihn ordentlich

umsorgen.“ Was nicht

heißt, dass die Brandstätters

nicht auch anders können. „Wir

bewältigen in unserem Saal auch

Der sechste Johannes

Brandstätter in Serie vor dem

neuen Herd von Menü System.

Schon um 1400 wurde im

Brunnwirt Gastronomie

betrieben.

3er-Slidecontrol-Platte.

Funktioniert bei Berührung.

Hochleistungsinduktion für

große Küchenleistung.

Veranstaltungen mit bis zu hundert

Personen. Wir machen das

gerne, bewerben diese Möglichkeit

aber nicht aktiv.“

Die Küchenphilosophie des

Brunnwirtes ist exakt auf der

Höhe der Zeit. Zum Einsatz

kommen großteils heimische

Produkte. Logischerweise steht

viel Fisch auf der Karte. Kein

Wunder, liefert doch der Fuschlsee

mit Seeforellen, Reinanken,

Saiblingen oder ab und zu Aalen

die besten Grundprodukte. Die

Verarbeitung erfolgt unkompliziert,

der Eigengeschmack erstklassiger

Grundstoffe soll erhalten

bleiben. „Wir würzen viel

mit frischen Kräutern und gehen

dafür mit Salz sparsam um. Bio-

Produkte verwenden wir, wenn

sie gut und erhältlich sind, hängen

das aber nicht extra an die

große Glocke.“ Zu besseren Erhaltung

des Eigengeschmacks arbeitet

der Koch auch viel nach

der Sous Vide-Methode.

Und ab und zu, vor allem im

Winter, dürfen es auch Meeresfische,

Muscheln oder andere Produkte

aus ferneren Regionen

sein. Regionalität ist zwar Teil

der kulinarischen Philosophie,

artet aber nicht zum Dogma aus.

Nur bei Spargel ist Küchenchef

Brandstätter eisern. Da kommen

nur noch Biospargel aus dem nahen

Thalgau auf den Teller.

Den alten Holzherd ersetzt

Revolutionen finden beim Brunnwirt

im Stillen statt, und eine der

größten Veränderungen abseits

der ständigen Weiterentwicklung

der Küchenlinie ergab sich im

Vorjahr. Seit jeher wurde in der

Küche auf einem mit Holz beheizten

Herd gekocht. Im Herbst

entschied sich die Familie, das

bewährte Stück durch einen

hochmodernen Elektroherd zu

ersetzen.

Nach vielen Tests, Vergleichen

und Beratungen entschied sich

Brandstätter für eine maßgeschneiderte

Induktionsanlage

von Menü System. „Auch andere

Hersteller haben gute Produkte,

aber Menü System ist technisch


einfach einen Schritt voraus“,

begründet Brandstätter die Entscheidung.

Mit der Hochleistungsinduktionsplatte,

einer 3er-

Slidecontrol-Platte, zwei Wärmeschränken,

dem Backrohr und

dem integrierten Pastakocher

lässt sich das À-la-carte-Geschäft

perfekt erledigen.

„Am Anfang war die Umstellung

durchaus schwierig. Es ist nicht

so, dass man sich an das neue

Gerät stellt und kocht wie zuvor“,

widerspricht der Koch diversenMarketingübertreibungen.

Tatsächlich brauchte das

Küchenteam rund zwei Monate,

bis die Dinge wieder so im Fluss

waren wie vorher.

„Jetzt aber“, so Brandstätter,

„würde ich meinen Menü System

nicht mehr hergeben.“ Vieles

ist leichter geworden, einfach

angenehmer und kontrollierter

im Handling. Auch der Schweinsbraten,

den Nostalgiker stets so

gerne aus dem Holzofen hätten,

gelingt klassisch mit Ober- und

Unterhitze im Backrohr des Induktionsherdes

genauso wie früher.

Er bedarf während des Garvorganges

nur weniger Aufmerksamkeit

des Koches.

Auch den Einwand, wer mit

Holz heizt, heizt billig, kann der

Gastronom widerlegen. „Tatsächlich

spare ich mit dem neuen

Herd Kosten“, rechnet er vor.

„Die Stromrechnung ist gegenüber

früher gleich hoch, aber das

Geld für das Holz fällt weg.“ Ein

Umstand macht ihm allerdings

ein wenig zu schaffen. Hatte es

einst mit dem Holzherd im Sommer

bis zu 90 Grad in der Küche,

muss er jetzt an besonders kalten

Tagen im Winter ein wenig zuheizen.

„Das Ding gibt einfach

keine Hitze mehr ab“, sagt der

Küchenchef nicht ohne leise Bewunderung.

-hal-

Gertraud Brandstätter

mit Tochter Nummer

drei, Luisa Maria.

Integrierter Pastakocher

mit automatischer

Wasserfüllung.

Ein schöner

Arbeitsplatz, der keine

Hitze abgibt.

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gastronomie | 31


32 | Eis-NEuhEiTEN

Die Quadratur des Eises

Das Speiseeis verabschiedet sich von der solitären Dessert-Funktion

Eis mit Crevetten, Sorbet auf Salat, Olivenöl- und Basilikumeis – Speiseeis

verabschiedet sich sukzessive von der tradierten Dessert-Zuordnung. Seit

der Dekonstruktionsphase – hervorgerufen durch die Molekularküche – wandern

die gefrorenen Köstlichkeiten immer mehr in die Tiefen des Menüaufbaus,

die vordergründig nicht mit Eis assoziiert werden. Ein Segment öffnet

ein Tor zu ungeahnten (Kombinations-)Möglichkeiten, bei dem die Hersteller

bei Kreativität und Produktkompetenz gleichermaßen gefordert sind.

In einem seiner frühen Interviews

wurde der Vater der Molekularküche,

der Katalane Ferran Adria,

nach seinem höchsten Ziel

gefragt. „Warmes Eis“, lautete

die knappe Antwort des stillen

Spaniers. Zwei Wörter, die wie

die Quadratur des (Kr)Eises anmuten.

Bislang konnte der als

Zertrümmerer tradierter Zube-

Nestlé Schöller

Jenseits von Tüte und Becher

Es gibt wohl kaum einen Gast,

der nicht für gute Eiscreme zu

begeistern ist. Was liegt also näher,

als diese Begeisterung möglichst

oft zu wecken, auch jenseits

der gewohnten Serviervarianten

und Gelegenheiten? Sowohl

mit dem klassischen Nestlé

Schöller Eis als auch mit der Premiumeiscreme

von Mövenpick

Eis mit Marshmallow.

HGV PRAXIS 4.2009

lassen sich unzählige neue Köstlichkeiten

kreieren. Man muss

sich nur trauen.

Ein Traumpaar ersten Ranges

bilden, so ist sich Nestlé Schöller

mit zahlreichen Patissiers einig,

Kuchen und Eiscreme. Nicht nur,

weil der Tiefkühlspezialist auch

ein riesiges Kuchensortiment anbietet,

liegt diese Kombination

sehr nahe. Ob selbst gemacht

oder ebenfalls von Nestlé Schöller

– im Duett mit etwas Eis

schmecken die süßen Köstlichkeiten

gleich noch einmal so gut.

Idee Nummer zwei: Eis-Minis.

Ausgehend vom Seufzer mancher

Gäste: „Ich würde ja gern,

aber das wird mir zu viel!“,

schlägt Nestlé Schöller dezente

Mini-Desserts als Lösung vor.

Denn für eine kleine süße Portion,

z. B. eine einzige Kugel Eis,

ist immer Platz. Voraussetzung

ist natürlich, dass diese eine Kugel

besonders exquisit in Szene

gesetzt wird. Sensationelle Optik

und sensationeller Geschmack

bieten z. B. „panierte“ Eiskugeln,

etwa mit Sesambröseln, Wasabierbsen

oder Minz-Mandelkuchenstückchen.

Noch ausgefallener sind jedoch

die Vorschläge, mit denen Nestlé

Schöller die klassische Menüfolge

quasi auf den Kopf stellt.

„Das Beste muss ja nicht immer

reitungsformen genauso geliebte

wie verhasste Koch noch keine

Zielerreichung vermelden, was

das Eis betrifft.

Die Riesenwelle, die die Arbeit

zum Schluss kommen“, meinen

die Eis-Experten und empfehlen

das Gefrorene nicht nur als Dessert,

sondern auch als Starter

oder Zwischengang. Mit Karotten,

Garnelen oder Spargel kombiniert

und beispielsweise in

Cocktailgläsern serviert, wird Eis

zur Revolution.

Auch beim Thema Drinks mit

Eiscreme denkt Nestlé Schöller

weit über den klassischen Milchshake

hinaus. Smoothies mit Premium-Eiscreme

von Mövenpick

und frischen Gewürzen und sogar

mit Gemüse greifen den

Trend zu frechen, gewagten Gaumenfreuden

auf. Einige Beispiele

des Spaniers jedoch auf dem kulinarischen

Sektor ausgelöst hat,

spülte das Eis vom ehernen Sockel

der solitären Dessertfunktion.

Kreative Geister, aber auch

Scharlatane überschlagen sich in

den wahnwitzigsten Kreationen.

Nahezu nichts ist mehr vor der

Vereisung gefeit. Wenn bald

schon ein Consommé-Eis vordergründig

um der Schlagzeilen

willen kreiert wird, sollte man

sich nicht wundern. HGV PRA-

XIS hat die wichtigsten Entwicklungen

und Eistrends zusammengetragen.

Gewagte Kreation von Nestlé Schöller: Sorbet auf Salat.

gefällig? „Captain Gurk“, ein

Wellnessdrink mit Zitronensorbet

und – erraten – frischer

Gurke. Oder Sellerie-Shake mit

Mango-Joghurt, Maracuja und

Basilikum, kombiniert mit Staudensellerie

und Ingwer.

Last but not least lässt sich mit

edler Mövenpick-Eiscreme auch

das Thema Cocktails neu aufrollen.

Beliebte Klassiker bekommen

mit Eiscreme ihren eigenen

Reiz: Cinnamon Sunrise, Blaue

Lagune, Bloody Campary, Bellini

Shake … die Icy Cocktails sind

ein außergewöhnlicher Genuss

für heiße Tage.

www.nestle-schoeller.at

Bilder: Nestlé Schöller


Mecanti

Premium-Eiscreme nach

italienischer Gelatieri-Tradition

Rechtzeitig zum Saisonbeginn

bereichert Mecanti die österreichische

Gastronomie um eine –

nach traditionellem handwerklichem

Verfahren – in Italien hergestellte

Premium-Eiscreme. Der

Clou: Neben den 16 klassischen

Eissorten können Kunden bei

Mecanti auch Eis nach eigenen

Eis-NEuhEiTEN | 33

Rezeptideen exklusiv herstellen

lassen. Haubenkoch Rudi Obauer

ist von der cremigen Süßigkeit

begeistert: „Die könnte ich

selbst nicht besser machen.“ Mecanti-Eiscreme

wird seit über 40

Jahren von Gelatieri im italienischen

Veneto nach traditionellem

Verfahren weitgehend in Hand-

arbeit hergestellt. Ausgesuchte,

natürliche Rohstoffe, frische

Vollmilch und der vollständige

Verzicht auf den Zusatz von

Pflanzenfett garantieren die einzigartige

Qualität der kühlen

Köstlichkeit und ihren unnachahmlich

zarten Schmelz. Warum

seine Eisspezialitäten selbst anspruchsvollste

Genießer überzeugen,

verrät Mecanti-Geschäftsführer

Chris Öhlund: „Wiegen

Sie einmal nach. Ein Liter Eis

wiegt bei den meisten Herstellern

sortenabhängig rund 550

Gramm – Mecanti-Eiscreme

Eis von Mecanti – ganz der italienischen Gelatieri-Kultur verpflich- bringt durchschnittlich 20 Pro-

Sujet tet Cassis und mit Vanilla prominenten Querformat Fürsprechern: 19.02.2009 Rudi Obauer 15:24 (l.), Uhr Mecanti- Seite 1zent

mehr auf die Waage. Die

GF Chris Öhlund und Sepp Brüggler (r.).

dichtere Eismasse ist cremiger

Bilder: Mecanti

Mövenpick

Cassis Vanilla

und bringt ein Mehr an Geschmack

– deshalb ist unser Eis

viel aromatischer. Mit diesem

Qualitätsanspruch erfüllen wir

konsequent den Wunsch nach

hochwertigem, natürlichem und

ursprünglichem Genuss.“ Auf

den Geschmack des exquisiten

Speiseeises kamen die Mecanti-

Gründer Chris Öhlund und M.

E. Langmann während eines Besuchs

bei einem befreundeten italienischen

Eishersteller. Um diesen

Genuss nach Österreich zu

holen, gründeten sie 2008 die

Mecanti Handels GmbH.

Tel.: 06246-77 171-0;

Mobil: 0699-13307060

HGV PRAXIS 4.2009


34 | Eis-NEuhEitEN

Eskimo/Carte d’Or

Die Eissaison ist beerig, nussig und à la surprise

Das Jahr 2009 wird bei Eskimo/

Carte d’Or mit mannigfaltigen

Innovationen eingeläutet. Vielseitig

kombinierbar und herrlich

erfrischend an heißen Sommertagen

präsentiert sich das neue

exotische Sorbet Maracuja –

Maracujaeis mit großen Mangostückchen.

Es ist fruchtig-frisch,

wie ein Sorbet einfach sein muss,

mit dem Hauch feiner Cremigkeit.

Ganz den österreichischen

Geschmacksvorlieben entspricht

die zweite Neuheit der Saison.

Topfen-Heidelbeer von Carte

d‘Or ist nicht nur eine außer-

gewöhnlich gut schmeckende

Fruchteissorte, sondern besticht

auch noch durch besonders ansprechende

Eis-Optik. Feines,

weißes Topfeneis ist dabei durchzogen

von einer dunklen, besonders

fruchtigen Heidelbeersauce.

Eine Kombination, wie man sie

hierzulande ganz besonders

30 Grad und er hat

noch kein einziges Eis

verkauft...

schätzt. Ob als Kugel für sich alleine

herausportioniert oder in

Kombination mit frischen Früchten,

das neue Topfen-Heidelbeer

wird heuer den Gaumen kitzeln

und das Auge des Genießers

gleichsam erfreuen. Zwei neue

Sorten verstärken in der Eissaison

2009 das Sortiment der Selectionswannen,

das durch besonders

attraktive Produktoptik

und ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis

bis zum letzten

„Scoop“ besticht. Bei den 5,5-Liter-Wannen

verführt die Carte

d’Or-Selection heuer neu mit

Haselnuss – einem der beliebtesten

österreichischen Eis-Klassiker.

Diese Neuheit in Premium-

Qualität mit feinsten Haselnussstückchen

ist einfach cremig,

nussig-köstlich und ergänzt das

bestehende Sortiment hervorragend.

Für alle „Ice Cream“-

Schleckermäulchen ist die zweite

Wunderts Dich

Er hat auch kein

Valentino Premium Eis

Damit Ihnen das nicht passiert: Premium Eiskultur von Hügli.

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Die handwerklich erzeugte Eiskultur

HGV PRAXIS 4 . HGVPraxis92x126 ImParkbei30Grad.indd 2009 1 26.02.2009 16:27:15 Uhr

47Grad.eu | Illu: Wehinger

neue Sorte Vanilla, Chocolate &

Cookies ein absolutes Muss. Mit

heuer insgesamt 18 verschiedenen

erlesenen Sorten besticht das

Sortiment von Carte d’Or-Selection

mit attraktiver Produktoptik

und breitem, vielfältigem Angebot.

Die wie im Eissalon von

Hand aufgestrichenen Wannen

sind bestens geeignet für den

Gassenverkauf.

Auch bei den servierfertigen Eiskreationen

präsentieren sich dieses

Jahr besondere Neuzugänge.

In zwei köstlichen Sorten besticht

„La Surprise“ mit einer

Hügli Valentino

Eiskultur auf köstlichem Niveau

Der Name verspricht und hält

viel: Valentino, das Premium-Eis

von Hügli, schmeckt erstklassig.

Der Genuss der süßen Spezialitäten

sorgt für vollendete Geschmackserlebnisse.

Die Geschmacksintensität

wird durch

behutsame Verarbeitung erstklassiger

Rohstoffe erreicht. Die

Konsistenz ist bei Eis für den Gesamteindruck

auch sehr wichtig.

Mit der handwerklich orientierten

Produktionsmethode wird

nur so viel Luft eingeschlagen,

dass die perfekte Mundhaptik

erzielt wird. Das Eis schmeckt

wunderbar cremig, voller und ist

auch ergiebiger. Valentino Premium-Eis

wird in einer kleinen

Manufaktur in Österreichs exklusiv

für Hügli hergestellt. Dort

dreht sich alles um die kalte

Köstlichkeit. Mit viel Sorgfalt

und großer Erfahrung wird an

den perfekten Eiskreationen gearbeitet,

wobei nach Möglichkeit

österreichische Zutaten verarbeitet

werden.

Seit 2006 ist Hügli erfolgreich

mit seinem Valentino-Premiumeis

am Markt. Ausgezeichnet

mit dem Innovationspreis 2006,

wurde das bewusst hoch angesetzte

Niveau gehalten. Die Erwartungen

anspruchsvoller Gastronomen

und Eissalons werden

mehr als nur erfüllt. Für die Saison

2009 ging Hügli über die Rezeptbücher.

Alle Rezepturen wur-

Eskimo/Carte d’Or:

Servier fertige Eiskreationen.

neuartigen Technologie, die es

ermöglicht, cremigen Mini-Eisbomben

einen zartschmelzenden,

flüssigen Kern zu geben. Ein raffiniertes

Dessert für die gehobene

Gastronomie. La Surprise Erdbeer

verzaubert dabei mit cremigem

Vanilleeis mit echter Vanille

aus Madagaskar und einer edlen

Erdbeerzubereitung im Kern.

La Surprise Schokolade bietet

feinstes Schokoladeneis, gefüllt

mit flüssiger Schokoladensauce

mit schokoüberzogenen Mandelstückchen

im Kern.

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den geprüft und perfektioniert.

Das Eis lässt sich jetzt auch direkt

aus der Tiefkühltruhe problemlos

portionieren, was besonders

für die Gastronomie von

Vorteil ist. Verbogene Portionierer

gehören der Vergangenheit

an.

Für erfolgreiche Eissalonbetreiber

und solche, die es werden

wollen, bietet Hügli ein komplettes

Eissalon-Konzept an. Alles,

was kleine und große Naschkatzen

im Eissalon glücklich macht,

bekommt man bei Hügli aus einer

Hand. Wanneneis in über 30

Sorten, das größte Montanara-

Eissortiment Österreichs, Eisstangen,

knusprige Tüten,

Waffeln, herrliche Saucen, Toppings

und ein spezielles Kinderprogramm,

dazu noch Dekoartikel

und praktische Verkaufshelfer

wie Eiskarten, Sortentafeln

usw. „Der Erfolg unserer Kunden

ist unser Erfolg. Neben der

Profiqualität der Produkte bieten

wir auch professionelle und

diskrete Beratung an“, erklärt

Marketingleiter Thomas Kofler

die Service-Philosophie

von Hügli.

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Bilder: Eskimo/Carte d‘Or

Bild: Hügli


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36 | gastRonomie

Kleiner Rahmen, große Leistung

Die Stadt-Meierei nützt den Aufschwung in Leoben

Zwei junge Gastronomen bringen mit einem

neuen Lokal frische Impulse in die alte steirische

Bergbaustadt.

Noch vor wenigen Jahren stöhnten

selbst hartgesottene Gastronomen

bei der Erwähnung der

Stadt Leoben. Das sei ein „harter

Boden“ für die Gastronomie,

hieß es, da müsse man besonders

zäh und widerstandsfähig sein.

Die Zeiten ändern sich und Leoben

erfreut sich über einen wirtschaftlichen

Aufschwung, der

auch das Gesicht der Stadt veränderte.

Aufwendig renovierte Häuser im

Stadtkern, eine attraktive Fußgängerzone,

ein anziehendes Einkaufszentrum

auf der einen Seite,

eine aufblühende Gastronomielandschaft

auf der anderen. Die

umfassende Renovierung des

Braugasthofes der Gösser-Brauerei

im vergangenen Jahr etwa

Tafelzimmer: Behutsam

ins Gewölbe gesetzt.

setzte ein starkes Zeichen und

auch die innerstädtische Szene

gibt kräftige Signale von sich.

Diese Aufbruchstimmung nützt

auch das junge Gastronomenpaar

Isabella Pichler und Martin

Neuretter, das sich schon seit einiger

Zeit auf der Suche nach einem

attraktiven Standort in der

Region befand. Vor allem weil

der männliche Part des Gespanns

aus der Gegend stammt: Martin

Neuretter ist der Sproß einer

Gastronomenfamilie aus dem

nahen St. Peter-Freienstein.

Nach Engagements in der

Schweiz, in Spanien und einer erfolgreichen

Zeit auf dem Arlberg

– unter anderem fungierte Neuretter

als Küchenchef im angeblich

kleinsten Haubenlokal Ös-

terreichs, der „Ente von Zürs“ –

stand nun also der Wunsch nach

Selbständigkeit im Vordergrund.

Da traf es sich gut, dass Mutter

Neuretter das Freiwerden eines

Lokals in Leoben auf den Arlberg

melden konnte.

Tatsächlich stand die ehemalige

Gaststätte „Zum Bergmann“ zur

neuerlichen Verpachtung an. Mit

der Adresse Homanngasse 1 bestens

gelegen – gleich ums Eck ist

der Stadtplatz und die Gasse ist

Teil der Fußgängerzone. Noch

besser traf sich der Umstand,

dass das alte Bürgerhaus im Besitz

der gemeindenahen Schönowitz-Stiftung

aufwendig renoviert

wurde.

Das eröffnete auch gute Möglichkeiten

der Lokalneugestaltung

und – gewappnet mit einem

Bündel an frischen Ideen erhielten

Isabella Pichler und Martin

Neuretter schließlich den Zuschlag

als neue Betreiber.

Und machten erst einmal die Phi-

losophie fest: „Wir wollen anders

sein, als die anderen“, stellt

Neuretter fest. „Es hat auch in

Leoben keinen Sinn, noch einmal

dasselbe System und Angebot

auf die Beine zu stellen. Die

Gäste dürfen von uns eben anderes

und vielleicht auch etwas

Neues erwarten.“

Das beginnt in der nunmehrigen

Stadt-Meierei schon beim Speisenangebot.

Viel Fisch und nur

erstklassige Rohware bei Fleisch

und Gemüse dominieren die

Karte. „Wir pflegen hier eine

täglich frische Küche und verzichten

auch bei Pastaspezialitäten

oder zum Beispiel Gnocci

auf Convenience. Der größte Teil

der Produkte ist hier wirklich

hausgemacht“, postuliert der

Spitzenkoch, der lediglich mit

—einer Kollegin in der Küche

werkt, während Isabella Pichler

mit einer Mitarbeiterin umsichtig

und professionell den Service

schupft.

Das Angebot folgt den Saisonen,

die Küchenlinie bevorzugt regionale

Produkte, zeigt aber auch

gelungene Ausflüge in mediterrane

Gefilde. Kein Wunder, will

der Küchenchef doch auch die

zum Beispiel in Mallorca gemachten

Erfahrungen in Leoben

kompetent umsetzen.

Eine Mischung, die bei den Gästen

gut ankommt, schon zur Mittagszeit

picken sich die Gäste aus

der regelmäßig wechselnden Offerte

eifrig ihre Lieblingsgerichte

heraus. Am Abend wird die

Stadt-Meierei dann zum lockeren

Gourmetlokal, ohne diesen

Anspruch erheben zu wollen.

„Wir wollen den Gästen ganz

ungezwungen gutes Essen, gute

Getränke und erstklassigen Service

bieten, die sie sich bequem


leisten können.“ Essen stellt hier

keinen Zwang dar, willkommen

sind auch Gäste oder lockere

Runden, die sich nur auf ein paar

Gläser Wein oder Bier einfinden.

Das kommt beim Publikum an,

auch wenn der Essensanteil am

Umsatz überdurchschnittlich

hoch ist.

Wolkige Akzente

im Gewölbe

Wirken Professionalität und

Qualitätsdenken der Gastgeber

auf die Gäste durchaus anziehend,

trägt auch die umsichtige

Gestaltung der Stadt-Meierei ihren

Teil zum Erfolg bei. Schließlich

erwies es sich als gar nicht so

einfach, in dem schlauchartigen

Gewölbe eine zeitgemäße Einrichtung

zu installieren. Um die

unveränderlichen Bedingungen

des Raumes und die Vorgaben

des Denkmalschutzes zu berücksichtigen,

bedurfte es einer feinfühligen

Planung.

Pichler und Neuretter engagierten

dazu die Spezialisten von

Gastro-Trend-Design Koll. Die

Schwanenstädter hatten sich unter

anderem auch mit dem Umbau

des Gösserbräus Leoben

empfohlen. Anders als im Traditionswirtshaus

setzte das Projektteam

unter Projektleiter Michael

Dutzler in der Stadt-Meierei

ganz andere Akzente.

Hier entschied man sich, die dicken

Mauern und das alte Gewölbe

mit einer zeitgeistig-geradlinigen

Einrichtung zu kontrastieren.

Mit warmen Orangetönen

und der Verwendung von

seltenem Olivenholz lassen die

Designer schon einmal das nahe

Mittelmeer grüßen. Eine Glasfront

schließt das Lokal zur

Straße hin ab und sorgt für Tageslicht.

Dem Eingang folgt eine

langgestreckte Bar, in deren verspiegelte

Front das geschwungene

Logo der Stadt-Meierei geätzt

ist.

Dass hier drinnen das Leben an

Leichtigkeit gewinnt, symbolisierte

die üppige Wolke, die über

der Bar hängt und die gleichzeitig

für Beleuchtung sorgt. Von einem

Elektromotor in zarte

Schwingungen versetzt, schwebt

das flauschige Wölkchen über

den Köpfen der Barflies.

So zieht sich das Lokal in das Innere

des Gebäudes, passiert einen

Sichtkamin als Raumteiler

und öffnet sich im hinteren Bereich

einer Art Wintergarten, der

Ausblick in den Innenhof gewährt.

Eine Seite des Hofes, in

dem demnächst die Outdoor-Saison

eröffnet wird, wird vom „Tafelraum“

flankiert. Auf den rund

20 Plätzen dieser Gewölbestube

lassen sich bequem geschlossene

Gesellschaften unterbringen.

Ohne schmuckes Extrazimmer

und ohne die geplanten Gastgärten

im Innenhof und vor der Tür

auf der Homanngasse fasst die

Stadt-Meierei 55 Sitzplätze. Ein

Ensemble, das sich bei guter Organisation

und Planung gerade

noch mit vier Leuten bespielen

lässt. In dem es herzlich familiär

zugeht und sich der Küchenchef

immer wieder auch unter die

Gäste mischen kann. Aber große

Leistung kommt oft auch auf

kleinem Raum zustande. -hal-

Nur hereinspaziert.

Die Stadt-Meierei in

Leoben ist ein offenes

Lokal mit hohen

Ansprüchen.

Gastronomieprofis

Isabella Pichler und

Martin Neuretter.

gastronomie | 37

An der Bar der Stadt-Meierei treffen sich inzwischen die

Spitzen der Leobener Gesellschaft. Hauptumsatzbringer

bleibt aber der Food-Bereich.

call koll

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„GösserBräu“, Leoben

Erfolgs-

Konzepte

[..einzigartiges Ambiente –

begeisterte Gäste..]

HGV PRAXIS 4.2009


38 | GV-Praxis

Genießen als Therapie

Essen ist Gesundheitsprophylaxe im PVA-Rehazentrum Lindau bei Bad Ischl

Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation stehen im

Mittelpunkt der Leistungen in der Sonderkrankenanstalt

und Rehabilitationszentrum Bad Ischl-

Lindau. Dreißig Jahre nach der Eröffnung wurde

nun mit einem Küchenneubau der Grundstein für

ein neues kulinarisches Zeitalter gelegt.

Schulmäßig angeordnet: Kochen und kühlen.

HGV PRAXIS 4.2009

Bilder: PVA, Sautner, HGV PRAXIS, BMLF/Newman

Im Leistungskatalog der gesetzlichen

Pensionsversicherung ist

neben den klassischen Pensionsleistungen

unter dem Sammelbegriff

„Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge“

auch eine

Vielzahl von Gesundheitsleistungen

enthalten. Während Maßnahmen

der Rehabilitation nach

schweren Unfällen, Operationen

und Erkrankungen die Bewältigung

der Folgen und die Absicherung

der weiteren beruflichen

Existenz zum Ziel haben, sollen

Leistungen der Gesundheitsvorsorge

bereits frühzeitig gesundheitliche

Beeinträchtigungen mildern

oder beheben. Die österreichischePensionsversicherungsanstalt

hat etwas mehr als 4,3

Millionen Versicherte und wendet

im Jahr rund 500 Millionen

Euro für Gesundheitsvorsorge

und Rehabilitation auf. Eine wesentliche

Säule dieses Versorgungskonzeptes

ist der Betrieb

von Sonderkrankenanstalten

und Rehabilitationszentren. Österreichweit

führt der Versicherer

sechzehn Pflege- und Rehabetriebe

mit insgesamt etwas

mehr als 2100 Betten.

100 Prozent Auslastung

Die steigende Lebenserwartung

und der medizinische Fortschritt

sorgen für ein höheres Lebensalter

des Menschen. Die Zeiten, in

denen man nach einem Herzinfarkt

in Pension geschickt wurde,

gehören längst der Vergangen-

heit an. Aber die Leistungen des

Versicherers beschränken sich

keineswegs nur mehr auf Rehabilitation

und Wiederherstellung

nach Unfällen, Operationen oder

Krankheiten. Viel Geld fließt bereits

in die Prophylaxe.

Im Jahr 1979 wurde die Sonderkrankenanstalt-Rehabilitationszentrum

in Bad Ischl im abgeschiedenen

Ortsteil in Lindau

feierlich eröffnet. Ruhig gelegen,

inmitten herrlichster Natur mit

Blick auf die Ischler Bergwelt, ist

dieser Platz für Erholung jeglicher

Art wie geschaffen.

Das Leistungsprofil dieses Zentrums

erstreckt sich auf die Behandlung

von Erkrankungen des

Stütz- und Bewegungsapparates

sowie Atemwegserkrankungen.

Verwaltungsleiter Harald Aichinger

ist vom therapeutischen

Effekt der Verpflegung überzeugt,

wenn er meint: „Ernährungsform

und -weise nehmen in

unserer Einrichtung Therapiestatus

ein. Wir versuchen, unsere

Patienten über die Wertigkeit einer

gesunden und vernünftigen

Ernährung zu informieren und

vor allem zu einem dauerhaften

gesunden Essverhalten zu motivieren.

Dass dabei der Gaumen

nicht zu leiden braucht, beweist

unsere abwechslungsreiche und

schmackhafte Küche. Dies gilt

selbstverständlich auch für die

durch den behandelnden Arzt

und die Diätologin verordnete

Sonder- und Diätkost.“


Speisesaal mit freier

Platzwahl zu jeder Mahlzeit.

Verwaltungsleiter Harald

Aichinger.

Ausgewogene, gesunde Kost

mit viel Salat und frischem

Obst dominiert den Menüplan.

Patisserie mit eigenem

Brotbackofen (r.).

Inmitten herrlicher Natur (l.

oben): Sonderkrankenanstalt

und Rehabilitationszentrum der

PVA in Lindau bei Bad Ischl.

Modernes Küchenkonzept

von Sautner

In dem Gesundheitsbetrieb versteht

man sehr gut, auf die Patienten/Gäste

einzugehen. Ein Aufenthalt

dauert mindestens drei

Wochen und kann – je nach medizinischer

Erfordernis – um eine

Woche verlängert werden. „Tatsache

bleibt allerdings“, so Verwaltungsleiter

Aichinger, „dass

die Patienten im Regelfall nach

einer OP oder Erkrankung zu

uns kommen. Das heißt: Vor uns

ging es ihm schlechter, nach uns

sollte sich sein Zustand verbessert

haben. Wir versuchen, ihn

genau an diesem Scheidepunkt

zu erwischen. In so einer Phase

ist man eher bereit, von Gewohnheiten

Abschied zu nehmen.

Beim Essen lässt sich das gut

nachvollziehen. Ich will jetzt

nicht als Sektierer missverstanden

werden, aber es muss nicht

immer Wurst und Käse beim

Frühstück oder ein in Fett gebackenes

Irgendwas zu Mittag sein.

Wir versuchen, sanft darauf hinzuweisen,

dass es auch anders,

gesünder – meist auch verträglicher

– und langfristig besser für

den Organismus geht. Die Be-

reitschaft zu einer gesünderen

Lebensweise ist bei unseren Gästen

überwältigend.“

Mit ein Grund hierfür könnte

das neue kulinarische Herzstück

des PVA-Heims sein: die Küche.

Nach dreißigjährigem Betrieb

war es ganz einfach an der Zeit,

die Betriebsstätte den aktuellen

Erfordernissen an Qualität, Hygiene

und Arbeitssicherheit anzupassen.

In einem mehrmonatigen

Interregnum wurde der Betrieb

in eine Containerküche auf

den Parkplatz auswaggoniert,

während im Gebäude praktisch

kein Stein auf dem anderen blieb

(Planung: Gerhard Taferl). Entstanden

ist eine topmoderne Profiküche,

die die Handschrift der

Küchenexperten des Gmundner

Unternehmens Sautner trägt. Gerätschaften

in Hängeausführung,

ideale Kombination von Gar-

(Rational-Kombidämpfer) und

Kühlmedien (Lainox) sowie der

Einsatz moderner Vario-Cooking-Centers

von Rational. Die

Arbeitsbereiche sind schulmäßig

in die wichtigsten Abteilungen

unterteilt, die gesamte Küche ist

mit Tageslicht durchflutet und

auch der Ausgabe- und Buffetbe-

Genauso einfach und perfekt gelingen:

Großbraten, Kurzgebratenes, Gefl ügel, Gemüse,

Kartoffelgerichte, Eierspeisen, Desserts oder Backwaren.

www.rational-austria.at · Tel. 0662-832799

GV-Praxis | 39

Das einzige SelfCooking Center ®

„Ich mag Fisch außen

braun und innen saftig.

Jetzt nur noch meinen

Wunsch so eingeben, fertig.“

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40 | GV-Praxis

reich als wichtige Schaltstelle

zwischen Speisesaal und Küche

wurde ebenfalls neu gestaltet.

Harald Aichinger über sein

Genussverständnis: „Ich muss

darauf hinweisen, dass nicht nur

unsere Patienten (134 bei Vollbelegung,

Anm.), sondern auch alle

Mitarbeiter das gleiche Essen bekommen.

Die Ausgabe ist zentrale

Anlaufstelle, und je nach

dem gehen die Speisen ins Mitarbeiterrestaurant

oder in den Gästespeisesaal.“

Leicht, frisch,

regional, mediterran

Täglich stehen drei Menüs zur

Auswahl und das Angebot liest

HGV PRAXIS 4 . 2009

Ausgabe und Buffet als

Verbindung zwischen Küche

und Restaurants.

Gelungene Profiküche

von Sautner.

sich verlockend: Getreidepuffer

mit Gemüse und Salat, Puten-

Paprikaschnitzel, Fischfilet in

Zitronensauce, Frühlingsrolle

mit Sojasauce, Polenta-Auflauf,

Thunfischcocktail, Schweinemedaillons

mit Pfeffersauce, Esterhazy-Rinderbraten

usw. Das

Frühstück ist als reichhaltiges

Buffet angerichtet. Und auch hier

dominieren viel frisches Obst,

Milchprodukte und Cerealien.

Der tägliche Verpflegungssatz

pro Gast wird in Lindau mit 4,50

Euro kalkuliert.

Bei der Zubereitung setzt der Betrieb

vorwiegend auf Frischkost,

die täglich gekocht wird. Cook

& Chill-Zubereitung wird bei

manchen Menükomponenten für

das Abendessen angewendet.

Und einer Unsitte hat Verwaltungsleiter

Harald Aichinger

auch ein für allemal ein Ende gemacht.

Die Gäste haben bei jeder

Mahlzeit freie Platzwahl. Mit der

im Volksmund so eingebürgerten

Kur haben Aufenthalt, Pflege,

Regeneration und Verpflegung

im PVA-RZ in Lindau nur mehr

wenig zu tun. -sax-

Die Gesundheitseinrichtungen der PVA

Betrieb/Ort Zimmer

SKA-RZ Aflenz 104

SKA-RZ Alland 133

SKA-RZ Bad Aussee 140

SKA-RZ Bad Hofgastein 124

SKA-RZ Bad Ischl 134

SKA-RZ Bad Schallerbach 129

Ambulatorium Kurhaus Bad Schallerbach 106

SKA-RZ Bad Tatzmannsdorf 158

SKA-RZ Felbring 106

SKA-RZ Gröbming 135

SKA-RZ Großgmain 114

SKA-RZ Hochegg 213

SKA-RZ Laab im Walde 120

SKA-RZ Saalfelden 106

SKA-RZ St. Radegund 150

SKA-RZ Weyer 132


42 | Technik-news

Qualität verpflichtet

Johann Lafer, Deutschlands beliebtester Fernsehkoch,

setzt in seinen Betrieben bei der Küchentechnik

auf drei Buchstaben: MKN.

Wer Johann Lafer kennt, weiß:

Sein gastronomischer Erfolg basiert

auf der kontinuierlichen

Weiterentwicklung der eigenen

Arbeit und der seines Teams. Die

äußerst gewissenhafte Umsetzung

seiner Projekte zeigt: Niemand

stellt höhere Ansprüche an

Johann Lafer als er selbst. Seine

Liebe zum Detail, gepaart mit

der großen Kreation und solidem

handwerklichen Können, machen

Lafer rund um Küche und

Kulinarik zur anerkannten Persönlichkeit.

Seine Meinung ist

gefragt, sein Wort hat Gewicht.

So steht die „Marke“ Lafer für

höchste Qualität, perfekten Service

und die Vermittlung eines

faszinierenden Gesamteindrucks.

Eine Zusammenarbeit mit Lieferanten

stellt Lafer unter das gleiche

Postulat: „Ich arbeite nur

mit Partnern, die den gleichen

hohen Anspruch an sich selbst

stellen“, sagt Johann Lafer,

„nämlich permanent Spitzenleistungen

zu erbringen.“

Jetzt hat Johann Lafer die Küche

seiner berühmten Stromburg auf

das Neueste modernisiert und

sich dabei erneut für die Großküchentechnik

aus dem Hause

HGV PRAXIS 4.2009

MKN entschieden. „Mit MKN

erfüllen wir unsere Bedürfnisse

optimal“, sagt Lafer und ergänzt:

„Hohe Qualität und die Funktionalität

der MKN-Produkte ermöglichen

uns ein perfektes,

wirtschaftliches Arbeiten.“

„Der neue Kochblock bietet uns

zudem handfeste wirtschaftliche

Vorteile“, zieht Lafer Bilanz und

nennt Details: „Wir sparen Zeit,

verbrauchen viel weniger Strom

und haben gegenüber früher eine

um 15 Grad niedrigere Raumtemperatur.“

Im Ergebnis bedeutet

dies für Johann Lafer und

sein Team „einfach ein besseres,

rationelleres und moderneres Arbeiten.

Wenn es in Lafers Küche darum

geht, große Mengen für Soßen zu

reduzieren, stehen die Töpfe bei

minimaler Flamme auf den Gasfeldern.

Die Produktion für das

À-la-carte-Geschäft der beiden

Restaurants „Le Val d’Or“ mit

40 Plätzen und dem „Bistro

d’Or“ mit 50 Plätzen erfolgt „à

la minute“ auf den insgesamt

zehn Flächeninduktionsfeldern.

Diese bieten mit ihrem optimalen

Wirkungsgrad beste Voraussetzungen

für kulinarische Spit-

zenleistungen. Die Küchenbrigade

um Küchenchef Martin

Steiner erfreut sich an den vielen

Vorteilen, die ihnen der neue

MKN-Küchenmeister bietet. Das

Ergebnis erfreut auch die Gäste.

Die wählen aktuell zum Beispiel

zwischen „Pavé vom bretonischen

Steinbutt“, einem „Pyrenäen-Lammrücken

unter der

Olivenkräuterhaube“ oder dem

„Label Rouge-Perlhuhn in zwei

Gängen serviert“.

Herzstück der Küche von

Johann Lafer ist ein

MKN-KüchenMeister-Premiumkochblock

der neuen

Generation, mit einer

Kombination aus original

MKN-Induktionstechnik

und traditionellem

Gasherd.

Deutschlands beliebtester Fernsehkoch ist ein Österreicher und

entscheidet sich für MKN: Johann Lafer.

Bilder: MKN


Auch heuer

wird im

Rahmen der

Automatenmesse

Eu´Vend

wieder der Vending-Star für

besondere Verdienste um die

Automatenbranche verliehen.

29. und 30. April

Fachtagung der

anderen Art

HGV PRAXIS organisiert gemeinsam

mit Ronge & Partner

eine hochkarätige Tagung, in

der es um Trends, Netzwerke,

Wissen und Beziehungen in der

Branche geht.

Praxisnahe, kompetent und zukunftsorientiert

– das ist das

Motto der Branchentagung, die

am 29. und 30. April 2009 in

Baden bei Wien über die Bühne

geht. Veranstalter sind HGV

PRAXIS sowie Ronge & Partner

– Best Culinary Coaching.

Unter dem Titel „Trends, Netzwerke,

Wissen, Beziehung“ sind

Managerinnen und Manager

der Gemeinschaftsverpflegung,

aber auch der Hotellerie und

Gastronomie eingeladen, im

Tagungshotel „Caruso“ Themenschwerpunkte

wie Personalmanagement,Qualitätsmanagement

oder Rohwarenbeschaffung

zu verfolgen und intensiv

über die künftige Ausrichtung

dieser aktuellen Herausforderungen

zu diskutieren.

Bei der Programmgestaltung

wurde großer Wert auf praxisorientierte,

„unverbrauchte“

Experten als Referenten gelegt.

Damit ist gewährleistet, dass

Informationen und Diskussionsbeiträge

den Teilnehmern

direkt vermittelt und gleichzeitig

gemeinsam mit ihnen erarbeitet

werden.

In der Seminargebühr von 580

Euro ist das gesamte Leistungspaket

(ohne Nächtigung) enthalten:

Zwei-Tages-Seminar,

Dokumentation, Getränke und

Seminarverpflegung sowie die

Teilnahme (inkl. Transfer) am

„Abend der Region“ bei den

„Burgundermachern“.

Weitere Info und Anmeldung

www.hgvpraxis.at

oder www.ronge-partner.at

Eu´Vend

Führende Vendingmesse mit guten Perspektiven

Gute Perspektiven für die Eu´Vend

Internationale Fachmesse für die

Vending-Automatenwirtschaft,

die in sieben Monaten in Köln

wieder die Plattform der internationalen

Vendingbranche sein

wird. Aktuell haben bereits mehr

Unternehmen mit deutlich mehr

Hallenfläche ihre Teilnahme zugesagt

als zum vergleichbaren Zeitraum

der Vorveranstaltung – ein

erneut hervorragendes Ergebnis

zur Eu´Vend 2009 zeichnet sich

damit ab.

Angemeldet sind zahlreiche Key-

Postronik Kassensysteme

Die Zeit erfordert durchdachte Kassensysteme

Internationalität gepaart mit heimischem

Know-how ergibt Perfektion

im Service. Auf der Gastmesse

in Wien bietet Postronik

Top-Messeangebote und präsentiert

dabei Casio-Kassen, die am

Weltmarkt zu den stärksten Marken

zählen.

Geschäftsführer Ing. Manfred

Niehsner freut sich heimischen

Gastronomiebetrieben eine attraktive

Produktpalette zu präsentieren,

die sich aus internationalen

Spitzenanbietern zusammensetzt.

Neben Casio-Kassensystemen

bezieht Postronik auch

als Händler von Micros Fidelio

Player sowie kleinere und mittlere

Anbieter. Die Eu´Vend wird von

der Koelnmesse GmbH veranstaltet,

ideeller Träger der Messe ist

der Bundesverband der Deutschen

Vending-Automatenwirtschaft

e.V. (bdv). Die Eu´Vend findet

vom 10. bis 12. September 2009

zum vierten Mal als eigenständige

Branchenfachmesse in Köln statt.

Die Eu´Vend bildet die Schnittstelle

zwischen den Herstellern

von Verkaufsautomaten und den

Herstellern von Waren sowie den

Betreibern und potenziellen Nut-

INKA-Restaurantkassen.

Niehsner selbst war jahrelang

Hugin Sweda Mitarbeiter und

freut sich, dass sein Team aus

ehemaligen Kollegen besteht. Es

gilt moderne Techniken rationell

zu nützen, eine optimale Verbindung

zwischen Anforderung,

Kasse QT6100: Beliebt ist die

Integration mit Funkterminals.

GV-News | 43

zern von Verkaufsautomaten.

Auch 2009 bestimmt das Leitthema

„Visions of Vending“ Gestaltung

und Rahmenprogramm

der Eu´Vend. Ziel ist es, Perspektiven

und Visionen für die Vending-Branche

zu formulieren und

zu visualisieren, um das Machbare

deutlich zu machen. Ebenfalls

fortgeführt wird der Wettbewerb

„Vending-Innovation“ und

die damit verbundene Verleihung

des „Vending Star“ für innovative

Konzepte und Ideen.

www.euvend.de

Funktionalität und Bedienerkomfort

herzustellen und das

System in den laufenden Betrieb

optimal zu integrieren.

Die Systeme unterstützen selbstverständlich

auch jegliche Art

von Kassenperipherie wie Bestelldrucker,

Schankanlagen,

Funkbestell-Terminals oder Kundendisplays.

Die Postronik-Zentrale

befindet sich am ehemaligen

Hugin Sweda-Standort in Wien

23, Laxenburger Strasse 226.

Weitere Standorte befinden sich

in Graz und Salzburg.

„Alles für den Gast“, Wien

Halle B, Stand 0517

HGV PRAXIS 4.2009


Hotellerie und

Gemeinschaftsverpfl egung

Trends, Netzwerke, Wissen, Beziehung

Die Branchentagung der etwas anderen Art –

29. bis 30. April 2009

praxisnahe, kompetent und zukunftsorientiert

Themenschwerpunkte:

n Personalmanagement

n Qualitätsmanagement

n Rohwarenmanagement

n Beziehungsmanagement

n Dekoration und Design

Ihre Vorteile:

n Branchennews aus erster Hand

n Praxisorientierte Referenten

n Tagungsort Baden bei Wien

n Angemessene Kostenstruktur

n Viel Gelegenheit für informelle Gespräche

Information und Anmeldeformulare unter www.hgvpraxis.at

bzw. bei Ronge & Partner, Tel. 02252/254 990-0, offi ce@ronge-partner.at


Libero bleibt im Zentrum

Electrolux punktet mit Innovationen und Geschwindigkeit

Profi-Hersteller Electrolux definiert die – im Fußball

leider abhanden gekommene – Position des Liberos

neu. Denn die Libero-Line wurde speziell für

den mobilen Einsatz und das Frontcooking konzipiert.

Sie beinhaltet eine komplette Serie unterschiedlicher

Geräte, mit denen an jedem Ort und

auf kleinstem Raum eine Vielzahl köstlicher Speisen

zubereitet werden können.

Für noch mehr Power sorgen die

neuen Geräte der Serie Libero

Line HP. Diese extrem leistungsstarke

Geräteserie umfasst eine

Induktions-Platte, einen Induktions-Wok

und eine hart verchromte

Griddleplatte. Alle Geräte

der Libero Line HP sind

kleine Leichtgewichte und so

überall flexibel einsetzbar, wann

und wo immer es gefordert ist.

Bei Anschluss an 400 V erreichen

diese Kraftwunder eine Leistung

von bis zu 8 kW.

Mit den Serien Libero Line und

Libero Line HP von Electrolux

ist jeder bestens gerüstet – für

tolle Präsentation, gute Speisen-

Mit dem Libero-Point bleibt der

Koch die zentrale Position

beim Frontcooking.

Bilder: Electrolux

qualität und reibungslosen Ablauf

beim Frontcooking. Die

nachgenannten Features untermauern

die große Flexibilität des

Libero-Points.

Steckerfertiger

HP-Induktionstischherd

n keine Wärmeabgabe an das

Arbeitsumfeld durch Induktionstechnologie

n glatte Oberfläche ermöglicht

eine einfache Reinigung

n große Einzonen-Kochfläche

n präzise, stufenlose Temperaturregelung

Steckerfertiger

HP-Induktionswok

n extrem schnelle Induktionswärme

ohne Wärmeabgabe

an die Arbeitsumgebung

n glatte, leicht zu reinigende

Oberfläche

n 10 Liter Garkapazität

Steckerfertige

HP-Griddleplatte

n große, glatte Bratplatte mit

hartverchromter Oberfläche

n zwei Heizzonen mit separater,

stufenloser Temperaturregelung

(50 °C bis 300 °C)

n Fettsammelrinne und Spritzschutz

einfach zu entfernen

High Speed-Grill

Die besten Sandwiches können

ab sofort in weniger als einer Minute

produziert werden – mit

dem neuen High Speed-Grill von

Electrolux Professional. Durch

die Kombination von drei unterschiedlichen

Heizmethoden lassen

sich sagenhafte Zeitvorteile

erzielen.

Die High-Speed-Philosophie klug weiter gedacht:

High Speed Grill – extra für Sandwiches.

Der High Speed-Grill von Electrolux

bietet zahlreiche Möglichkeiten

zur schnellen Zubereitung

von Sandwiches, Wraps oder

ähnlichen Fast-Food-Produkten.

Egal, welche Form von Brot, Füllung

(Fleisch, Fisch, Käse, Gemüse

etc.) und Dressings benutzt

werden, in weniger als 60 Sekunden

ist alles heiß servierbereit.

Der High Speed-Grill arbeitet

mit mehreren Heizmethoden, die

optimal kombiniert werden. Von

oben sorgt eine Kontaktheizplatte

für knusprige und leckere

Struktur, von unten werden die

Speisen mit Infrarothitze perfekt

gegart und zubereitet. Kombiniert

mit der Mikrowellen-Funktion

ist ein Sandwich in kürzester

Zeit verzehrfertig – 75 %

schneller als mit einem herkömmlichen

Sandwich-Grill,

und das selbstverständlich mit

höchster Qualität. Der High

Speed-Grill von Electrolux ersetzt

bis zu drei traditionelle

Sandwich-Grills.

TecHnIk-newS | 45

Eine elektronische Steuerung

sorgt für optimale Einstellungen.

Neben den Temperaturen für

Ober- und Unterhitze lassen sich

auch die Zeit der zugeschalteten

Mikrowellenleistung sowie die

Gesamtgardauer programmieren.

Für öfter wiederkehrende

Garabläufe können vier Produkttasten

mit unterschiedlichen

Parametern belegt werden. So

sind die am häufigsten zubereiteten

Produkte direkt mit einem

Knopfdruck abrufbar – schneller

geht‘s nicht.

Die zu garenden Produkte werden

einfach auf die Grillfläche

gelegt, dann wird der Deckel geschlossen.

Nach Ablauf des Programms

öffnet sich der Deckel

automatisch, das Sandwich ist

fertig, kann entnommen und sofort

heiß serviert werden.

Ist der High Speed-Grill nicht in

Aktion, schaltet er sich automatisch

in einen Stand-by-Modus

und spart so Energie und Kosten.

HGV PRAXIS 4.2009


46 | GV-PRAXIS

Frische Power im Tower

MA-Restaurant: Hoher kulinarischer Anspruch bei der Energie AG

Die neue Konzernzentrale des oberösterreichischen

Landesenergieversorgers ist ein Vorzeigeprojekt

in mehreren Belangen. Insbesondere auch

bei der Mitarbeiterverpfl egung.

„Power Tower“ heißt die neue

Zentrale der Energie AG in

Oberösterreich. 75 Meter hoch

und in 19 Geschoße unterteilt,

ragt der Büroturm am Linzer

Bahnhof in die Höhe. Eine

dunkle Fassade mit viel Glas dominiert

das Bild. Für einen Farbtupfer

sorgen längliche, asymmetrisch

angeordnete gelbe Streifen.

Das sind Leuchtdioden, die dem

Komplex bei Dunkelheit eine eigenwillige

Aura verleihen.

Ende letzten Jahres wurde der

Neubau (am alten Unternehmensstandort)

fertig gestellt. 600

Mitarbeiter, die während der

Gmunden

Koaserbauerstraße 7

Tel. +43 (0) 76 12 / 63 3 66 - 0

Internet: www.gtm.co.at

Bauzeit in provisorischen Büros

an verschiedenen Standorten untergebracht

waren, verfügen nun

über moderne und vorbildliche

Arbeitsbedingungen. Die neue

Konzernzentrale wurde nach den

aktuellsten Erkenntnissen ökologischer

und energieoptimierter

Bauweise geplant. Der Power Tower

kommt ohne Fernwärmeanschluss

aus und verzichtet ganz

auf den Einsatz fossiler Energieträger

für Heizung und Kühlung.

Energie wird aus der Erde und

dem Grundwasser gewonnen

bzw. mit einem 700 m 2 großen

Sonnenkraftwerk an der Fassade

Das Maß aller Küchen

®

erzeugt. Nicht ohne Stolz spricht

die Energie AG beim Power Tower

vom weltweit ersten Bürohochhaus,

das mit Passivhauscharakter

errichtet wurde.

Küche von GTM und Elro

Den hohen Anspruch setzt der

Energieversorger auch bei der

Mitarbeiterverp� egung fort –

ohne dabei wirtschaftliche Aspekte

außer Acht zu lassen. Das

Betriebsrestaurant und die Küche

sind mit dem Veranstaltungszentrum

auf gleicher Ebene im

ersten Stock angesiedelt. Während

das Restaurant im Schnitt

350 Personen frequentieren, bieten

die Eventräume nochmal

dreihundert Gästen Platz. Dazu

kommt noch die Betreuung von

Konferenzen und Meetings in

den eigenen Besprechungszimmern

und Sälen.

Für Küchenleiterin Theresia

Köttstorfer und ihre elfköp� ge

Crew stellt das eine große Herausforderung

dar. Täglich gibt es

drei Menüs zur Auswahl, der

Qualitätsanspruch ist hoch und

Küchenleiterin

Theresia Köttstorfer.

Gelungene Gesamtküchenplanung

und -ausstattung von GTM.

Mitarbeiterrestaurant

wird vom Einsatz frischer Produkte

und handwerklichem Können

diktiert. Neben der Mitarbeiterverp�

egung sind auch die

Events zu betreuen, manchmal

mehrmals pro Woche. Gerade

jetzt, so kurz nach der Eröffnung,

sagen sich reihenweise Delegationen

an, die den Komplex

in Augenschein nehmen wollen.

Für das Unternehmen natürlich

auch eine ideale Chance, sich

von der besten Seite zu zeigen.

Die Küchenleiterin kann sich anhand

einer topmodernen Küche

von GTM mit Gartechnik von

Elro darauf stützen, die Abläufe,

so gut es geht, zu koordinieren.

Ein wichtiges Element ist das

Niedertemperaturgaren. Tafelspitz

beispielsweise wird grundsätzlich

über Nacht gegart und

in vorprogrammierten Druckgarbraisieren

von Elro zur butterweichen

Delikatesse, die in kaum

einem Restaurant besser zu kriegen

ist.

Leichte Gerichte, frisch zubereitet,

das ist das Maß der Dinge.

So zeigt sich das Salatbuffet at-

Niedertemperaturgaren mit

Küchentechnik von Elro.

Bestellen online, bezahlen

bargeldlos mit Hoteldata.


Auszeichnung durch das Land Steiermark

Power Tower: Konzernzentrale

der Energie AG in Linz.

Bilder: HGV PRAXIS

Mozartknödel

traktiv angerichtet, Ge� ügel und

Fisch � nden sich immer wieder

auf dem Menüplan. In einem

ausgeklügelten Einsatzplan weiß

das Team um Theresia Köttstorfer,

wann welches Gericht in die

Druckpfanne oder den Kombidämpfer

muss. Kurze Wege, sinnvolle

Abtrennungen und klare

Zuständigkeiten zeichnen diese

gelungene GTM-Küche aus. Und

wenn dann die Gäste nach dem

Mittagstisch mit dem Tiramisu

in der Hand wieder die Büros

aufsuchen, dann kann die Meisterköchin

zufrieden lächeln. Das

ist das beste Feedback.

Bargeldlose Abrechnung

Die gelebte Professionalität manifestiert

sich auch im Bestellund

Abrechnungssystem. Im

Zeitalter bargeldloser Zahlungsabwicklung

stützt sich das Mitarbeiterrestaurant

auf das System

Hoteldata. Die täglich angebotenen

drei Wahlmenüs werden

über eigene Terminals bestellt.

Küchenleiterin Theresia Köttstorfer

weiß aus Erfahrung, wie

Meisterfrostprodukte erhalten Sie im TK Fachgroßhandel und in TK C&C Märkten

Infos: A.M.T. Wien: 01 888 01 90, Meisterfrost: 03357 43 770 - www.meisterfrost.at

GV-PRAXIS | 47

viel von welchem Menü zubereitet

werden muss. Sollte ein Menü

ausverkauft sein, kann es über

den Bestellterminal nicht mehr

geordert werden.

Die eigentliche Gästekonsumation

läuft in der gewohnten Prozedur

mit personi� zierter Plastikkarte

ab. Bezahlt wird bargeldlos

über Chipkarten, die

über den Automaten beim Restaurant-Eingang

mit Bargeld aufgewertet

werden können. Auf

der Karte sind auch die Informationen

über den jeweiligen Inhaber

gespeichert. Die Karten können

auch bei den diversen Verp�

egs- und Getränke-Automaten

als Zahlungsmittel verwendet

werden.

Für die Küchenleiterin bietet das

Kassensystem ein perfektes Reportingsystem,

über das es nicht

nur einzelne Kostenstellen de� -

nieren kann, sondern das auf

Knopfdruck auch Auskunft über

Verkaufszahlen, über Renner

und Penner im täglichen Angebot

oder die aktuellen Umsätze

bietet. -sax-

Himmlische Desserts

stückweise entnehmbar | schnell verfügbar | klar kalkuliert

Marillenknödel


48 |

Denken vorm Essen

Regional handeln ist Klimaschutz

Rund 12.000 Kilometer hatte die Ananas zurückgelegt,

bevor sie in Wien in einem Mistkübel

landete. Den gleichen Weg absolvierten

die Meeresfrüchte in Knoblauchöl mit Zutaten

aus China, Taiwan und Indonesien, bevor

sie ein Fall für den Restmüll wurden. Vergleichsweise

nur einen Sprung von 5000 Kilometern

absolvierte dagegen die Kokosnuss,

die Mitarbeiter der Müllverwertung aus dem

angelieferten Mist fischten.

Zwischen 700 Kilo und einer Tonne Lebensmittel

verbraucht jeder Österreicher jährlich,

sechs bis zwölf Prozent werden zu einem großen

Teil noch in der Originalverpackung im

Müll entsorgt. Bis zu 25 Prozent zu viel Brot

produzieren die Bäcker täglich, nur um in

den Geschäften volle Regale vorweisen zu

können. Der Überschuss landet – eh klar –

auf dem Müllhaufen.

Andrea Ebner-Pladerer, Expertin für Lebensmittel,

nachhaltige Ernährung und Abfallvermeidung

bei der Österreichischen Gesellschaft

für Umwelt und Technik (ÖGUT),

führte den Teilnehmern an der März-Tagung

den täglichen Lebensmittelwahnsinn drastisch

vor Augen.

Die Zusammenhänge zwischen Ernährung

und Klimaschutz finden demnach noch viel

zu wenig Beachtung. Wer möchte aber auch

HGV PRAXIS 4.2009

beim Anblick einer unschuldigen Kokosnuss

an Klimaschutz denken? Tatsächlich sind es

die kleinen Dinge, die in Summe für den Klimawandel

mit verantwortlich sind.

Wer bedenkt schon, dass bei der Produktion

von einem Kilo Rindfleisch 6,5 Kilo CO2

freigesetzt werden? Das ist so viel, wie ein

Pkw auf 40 Kilometern Fahrt ausstößt. Eine

komplette Beiried entspricht also einer Autobahnfahrt

von Wien nach Salzburg.

Geht man nach den Beispielen, die Andrea

Ebner-Pladerer in den Räumen der Domus

Bistro an die Wand warf, dann kann man

sich nur wundern, woher die österreichischen

Bäcker noch das Mehl für ihre tägliche Überproduktion

beziehen. Werden doch 63 Prozent

des in Österreich geernteten Getreides

wieder an Nutztiere verfüttert.

Beeindruckend auch das Beispiel, wie sehr

Nahrungsmittel zum Verkehrsaufkommen in

Österreich beitragen. 20 Prozent der Transportwege

entfallen auf Essen. Auch da ließen

sich einige Lkw einsparen. Wir sind also aufgerufen,

uns einer „klimafreundlichen Ernährung“

zuzuwenden. Ebner-Pladerer: „Es

geht um die Reduktion von negativen Auswirkungen

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

vom Feld bis zum Teller.“

Wie das gehen soll, erläuterte die ÖGUT-Expertin

ebenfalls in ihrem Referat. Mit der

Forderung nach mehr Regionalität und Saisonalität

liegt sie durchaus im Trend. Denn

der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit setzt

sich auch in der Gemeinschaftsgastronomie

fest.

In den Großküchen Österreichs, die täglich

mehr als 1,5 Millionen Menschen versorgen,

registrieren die Verantwortlichen Umfragen

gemäß ein gesteigertes Bedürfnis nach gesundem

Essen, Bioprodukten sowie regionalen

Speisen. Das kommt den Ambitionen des Klimaschutzes

entgegen.

Bewusster einkaufen

Wie lässt sich das Angebot in der GV nun

möglichst nachhaltig und klimafreundlich

gestalten? In der Theorie recht einfach: Verzicht

auf Flugimporte, Verwendung von regionalen

Bio-Produkten, mehr pflanzlich – weniger

tierisch, frisch statt tiefgefroren und

Einkauf von saisonal erhältlichem Freiland-

Gemüse und -Obst lauten die Schlagworte

zur klimafreundlicheren Küche.

Grundsätzlich, so Ebner-Pladerer, müsse das

Wertbewusstsein für Ernährung und Lebensmittel

gesteigert werden. Die Einkäufer hätten

mehr Aufmerksamkeit entlang der gesamten

Wertschöpfungskette „vom Feld bis

zum Teller“ zu legen. Letztlich gehe es dabei

aber nicht nur um die Beschaffung von Rohprodukten

und Zutaten, sondern auch um

die Lagerung mit energieeffizienten Geräten

und sachgemäße Zubereitung mit wenig Abfall.

Kleines Dankeschön für

die hervorragende Bewirtung.

Referentin Andrea Ebner-Pladerer von

ÖGUT (links), Domus Bistro-Prokurist

Gerald Fritz (hinten), AGÖ-Präsident

Werner Pannagl und Mitarbeiter des

Betriebsrestaurants.


Interessiert lauschten die

Teilnehmer den Vorschlägen

für eine klimafreundlichereGemeinschaftsverpflegung.

Die AGÖ begrüßt folgende

neue Mitglieder:

Markus Lichtenecker

Lehranstalten Mater Salvatoris, Wien

Werner Fuhrmann

Domus Bistro GmbH, Wien

AGÖ

Arbeitsgemeinschaft

Großküchen Österreich

Sekretariat:

Gumpendorfer Straße 39, 1060 Wien

Tel.: und Fax: +43 1 587 84 66

Sekretariatszeiten:

Mo. u. Do., 9.00 bis 12.00 Uhr

Die AGÖ im Internet:

www.agoe.net

E-Mail: agoe@aon.at

Die ÖGUT startet dazu das Projekt „Klimafreundliche

Großküche“, in dessen Rahmen

ein Kriterienset entwickelt wird, welches

den Produktionsbetrieb Großküche und

seine Produkte in Hinblick auf Klimarelevanz

(CO2-Ausstoß, Energie- und Ressourcenverbrauch)

erfasst. Nach Erstellung des

Kriterienkatalogs geht es in eine Testphase

mit interessierten Betrieben. Die Krönung

des Projektes soll schließlich die Verleihung

eines Preises für die klimafreundlichste Großküche

Österreichs sein, stellt Andrea Ebner-

Pladerer in Aussicht. -hal-

Domus Bistro blickt

auf erfolgreiches Jahr

zurück

Die Küchenleitertagung im März fand im

Restaurant der Domus Bistro am Julius-

Tandler-Platz statt. Geschäftsführer Werner

Fuhrmann und Prok. Gerald Fritz erwiesen

sich dabei als perfekte Gastgeber.

Bei der Einführung in den Betrieb verwiesen

die Gastgeber nicht ohne Stolz auf die

Tatsache, dass das vergangene Jahr wirtschaftlich

das beste seit Bestehen von Domus

Bistro war. So bewältigte man neben

einer ganzen Reihe von Veranstaltungen

auch Großereignisse wie die Bewirtung im

UniCredit-Tower während der EURO 2008

mit 10.000 Gästen, das Golf-Open im

Golfclub Fontana mit 6000 Gästen oder

die Tennis-Trophy in der Wiener Stadthalle

mit über 11.000 Gästen.

Aber auch im Stammgeschäft Betriebsverpflegung

zeigte sich die Domus Bistro wieder

erfolgreich. An vier Standorten werden

täglich an die 5000 Gäste verpflegt, rund

70 Mitarbeiter geben jährlich mehr als eine

Million Menüs aus. Neben den Betriebsrestaurants

betreibt das Unternehmen erfolgreich

an jedem Standort noch eine Cafeteria

für die Zwischenverpflegung.

Bestens läuft auch das Catering-Geschäft.

2008 betreute das Team 1344 entsprechende

Veranstaltungen mit mehr als zehn

Gästen. Insgesamt bewirtete Domus Bistro

in diesem Segment voriges Jahr über

115.000 Gäste. -hal-

Zum Abschluss der Tagung zeigte das

Küchenteam sein Können.

| 49

HGV PRAXIS 4.2009


50 |

Im hohen Norden viel Neues

Die AGÖ bei der Internorga und

beim Deutschen Kongress für

Gemeinschaftsverpflegung.

Eine starke Abordnung der AGÖ reiste Mitte

März nach Hamburg. Zum einen, um eine

der größten gastronomischen Fachmessen

Europas, die Internorga, zu besuchen, und

zum zweiten, um am Deutschen Kongress für

Gemeinschaftsverpflegung, veranstaltet von

gv-praxis, teilzunehmen. Alleine aus dem

Team der EB-R nahmen sechs Personen teil.

Die Vorstandsmitglieder Georg Frisch und

Heinz Musich fungierten dabei auch als offizielle

Vertreter der AGÖ. Mit dabei auch zum

Beispiel Michael Cihal, Leiter der Business-

Lounge der Wiener Allianz. Und so eroberte

letztlich eine recht starke Abteilung aus Österreich

Hamburg.

Dass vor allem der GV-Kongress den Teilnehmern

viel Neues und Spannendes bot,

zeigt auch nachstehender Bericht von www.

cafe-future.net.

Mehr als 250 Teilnehmer aus fünf Ländern

erlebten beim Deutschen Kongress für Gemeinschaftsverpflegung

2009 am Internorga-

Montag im Congress Center Hamburg einen

spannenden Mix aus Marktforschung, Kon-

HGV PRAXIS 4 . 2009

zepten aus drei Märkten und Kommunikation.

Bevor Keynote-Speaker Anselm Bilgri, ehemaliger

Benediktinermönch, Autor und Berater

aus München, über Spielregeln in der

Wirtschaft und Moral reflektierte („Wirtschaft

hat den Menschen zu dienen“), kamen

hochkarätige Referenten aus der Praxis zu

Wort: Jochen Pinsker von der npdgroup

Deutschland GmbH, Nürnberg, widerspiegelte

anhand aufwendig recherchierter Branchenzahlen

das neue Profil der Tischgäste.

Claudia Zilz, gv-praxis, referierte über das

Mega-Thema „Mittagessen im Umbruch“.

Die Botschaft von Lukas Rohé, Aramark

GmbH, lautete: „Zurück zur Handwerklichkeit,

Neues entdecken und auch mit Partnerfirmen

weiterentwickeln.“ Dass Betriebsverpflegung

mehr ist als „nur Essen verkaufen“,

bestätigte Christian Feist, Versicherungskammer

Bayern. Sein Credo: Die moderne, selbstbewusste

Betriebsgastronomie ist Mehr-Wert

für ein Unternehmen.

Wie eine Krankenhausküche den Spagat zwischen

Kostendruck, Anspruchsdenken der

Gäste und einer qualitativ hochwertigen Verpflegungsdienstleistung

schaffen kann, bewies

eindrucksvoll Hans-Peter Klaus von der

HSK Service GmbH, Wiesbaden. Er zeigte

auf, dass trotz angespannter Personal-, Kos-

Eine starke Abordnung der AGÖ besuchte heuer

wieder die Hamburger Internorga und den

Deutschen Kongress für Gemeinschaftsverpflegung.

Fernweh im Hamburger Hafen. Im Hintergrund der

Großsegler „Rickmer Rickmers“, in dem jedes Jahr

zur Internorga der große GV-Empfang stattfindet.

ten- sowie äußerer Rahmenbedingungen immer

noch Handlungsspielräume existieren,

die erfolgreich genutzt werden müssen.

Fazit: Der Trend geht weiter zur Marke. Gäste

wollen verwöhnt, begeistert und nicht nur

versorgt werden. Da zählen Qualität, Auswahl,

Service, Individualität, Lifestyle – und

ein gutes Gewissen beim Verzehr. Der Gast

isst bewusster und emotionaler als je zuvor.

Erfolgsfaktoren sind Transparenz, Gesundheit,

ein attraktives Angebot und Nachhaltigkeit,

umgesetzt mit Argumenten wie Bio, fairem

Handel, Klimaschutz und Regionalität.

Moderator Burkart Schmid (Chefredakteur

gv-praxis) brachte die Vorträge zum Abschluss

auf den Punkt: „Sie sind ein eindrucksvoller

Beweis, dass GV-Küchen erfolgreich

Trends nutzen können, wenn sie die

Herausforderungen der Zeit annehmen.

Dann kann jedes Unternehmen der Branche

die Möglichkeiten des Marktes und seine Positionen

nicht nur behaupten, sondern sogar

ausbauen. Gefragt ist jede Menge kreatives

Denken und kreative Energie.“

Der Deutsche Kongress für Gemeinschaftsverpflegung

ist jährlich eines der größten und

wichtigsten Foren für professionelle Gemeinschaftsverpflegung.

Veranstalter sind die

Hamburg Messe und die Wirtschaftsfachzeitschrift

gv-praxis.


AGÖ-Sponsor Karl Hemmelmayr:

Gut geplant ist

schon gewonnen

Das Unternehmen Software Hemmelmayr

wurde von Karl Hemmelmayr 1982 im oberösterreichischen

Eferding gegründet. Hemmelmayr

entwickelt und adaptiert Softwarelösungen

für KMU. Mit dem System

„Plankoch“ bietet der EDV-Spezialist ausgereifte

Lösungen für die Gemeinschaftsverpflegung

an. Warenwirtschaft, Logistik, Abrechnung

und Analyse gehören ebenso zu

„Plankoch“, wie zum Beispiel mit dem Modul

Plankoch-EZD eine spezielle Lösung für

Essen auf Rädern.

Lagerführung, Planung, Beschaffung, Verrechnung,

Kassa und Essensanmeldung über

betriebliche Netzwerke in Betriebsrestaurants

finden sich genauso im Leistungskatalog

wie Organisations- und Strategieplanung.

Als EDV-Spezialisten und auch als Betriebsberater

wissen sich Karl Hemmelmayr und

sein Team auf die individuellen Vorgaben des

jeweiligen Kunden einzustellen. Im Rahmen

eines Profinetzwerkes wird dabei mitunter

auch auf die Expertise von Küchen- oder GV-

Spezialisten zurückgegriffen, um für die Auftraggeber

die optimale Lösung zu entwickeln.

Als einen großen Vorteil gegenüber anderen

Anbietern beschreibt der Firmenchef seinen

Standort in der Nähe von Linz. „Wir können

in ganz Österreich innerhalb kurzer Zeit bei

den Kunden sein. Und das wollen wir auch,

weil uns die persönliche Betreuung nach wie

vor sehr wichtig ist.“ Auch wenn natürlich

viele Aktualisierungen und Supports online

ablaufen, der Kontakt soll auch nach der Installierung

eines Systems nicht abreißen.

Als zweites Atout führen die oberösterreichischen

EDV-Spezialisten an, dass es sich bei

ihren Produkten um österreichische Entwicklungen

handelt. „Das hat mit Chauvinismus

nichts zu tun, aber unsere Lösungen sind

eben auf österreichische Gesetze und Anforderungen

abgestimmt.“

Was muss eine moderne Software-Lösung

können, um auch für die Zukunft zu bestehen?

Hemmelmayr: „Eine gute Software

muss ausbau- und anpassungsfähig sein. Sie

soll in der Basis so gestaltet sein, dass auch

künftige Entwicklungen jederzeit berücksichtigt

und implementiert werden können.“ Als

Beispiel sei hier etwa die Angebotsausweitung

in der Betriebsgastronomie genannt.

Reichte es früher, zwei bis drei Menüs zu verwalten,

sind heute durch Komponentenwahl,

Zwischen- und Schichtverpflegung und die

Installierung von ganztägig geöffneten Cafeterias

viel höhere Anforderungen an die EDV

entstanden. Und was sollen Unternehmer

oder Großküchenleiter in erster Linie bedenken,

wenn sie sich für neue Betriebssoftware

entscheiden? „Zuerst einmal muss man sich

darüber klar werden, wie es in den nächsten

fünf Jahren weitergehen soll. Wo wollen wir

dann stehen, wie wird sich das Umfeld entwickeln

oder welche Umsatzziele verfolgen wir,

das sind die Fragen, die man sich als Erstes

stellen muss“, so der Experte.

Dabei zeigte Hemmelmayr in der Vergangenheit

Kontinuität und Anpassungsfähigkeit.

„Eines unserer ersten Systeme haben wir zum

Beispiel vor über 20 Jahren, 1988, in der Kü-

| 51

Karl Hemmelmayr

führt das Unternehmen

gemeinsam mit

Leopoldine

Hemmelmayr und

Norbert Biermayr.

che von BMW in Steyr installiert, kurz darauf

folgte die VOEST (Caseli). Beide sind

noch heute unsere Kunden. Gemeinsam mit

den Verantwortlichen konnten wir unser System

hier über Jahre kontinuierlich weiterentwickeln

und an die stets neuen Erfordernisse

anpassen.“ -hal-

HGV PRAXIS 4 . 2009

Bild: Privat


52 | HygIene

Vorsicht Haftungsfalle

Nicht jeder darf Verantwortung delegieren

Die verwaltungsrechtliche Haftung im

Lebensmittel- und Verbraucherschutzgesetz.

Zur verwaltungsstrafrechtlichen

Verantwortung zählen unter anderem

sämtliche lebensmittelrechtlichen

Vorschriften. In Einzelunternehmen

betrifft dies den

Inhaber, bei juristischen Personen

(z. B. GmbH) den handelsrechtlichen

Geschäftsführer.

Die Verantwortung ist im Gesetz

LMVSG § 33 (3) definiert: „Unternehmer

(ihre Vertreter nach

außen) haben durch Eigenkontrollen

die Einhaltung der Vor-

office@postronik.at

www.postronik.at

Tel.: 01 / 890 22 01 – 0

Kantinenabrechnung

schriften regelmäßig zu überprüfen

und Maßnahmen zu ergreifen“

(gekürzte Fassung).

Handelsrechtliche Geschäftsführer

haften für die Einhaltung der

Verwaltungsvorschriften.

Sie sind berechtigt, „fachlich ge-

eignete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“

zum verantwortlichen

Beauftragten zu bestellen,

denen die Verantwortung für die

Einhaltung der Verwaltungsvorschriften

obliegt. Darunter fallen

F&B-Manager, Küchenchefs,

Souschefs oder Einkäufer. Wichtig

ist, deren „fachliche Eignung“

zu prüfen.

Die Bestellung kann nur durch

den handelsrechtlichen Geschäftsführer

(nicht von einem

Prokuristen, gewerberechtlichen

Geschäftsführer oder Direktor

ohne handelsrechtliche Kompetenz)

erfolgen. Der gewerberechtliche

Geschäftsführer hat

keine Verantwortung für die Einhaltung

lebensmittelrechtlicher

Vorschriften.

Bei der Bestellung zum verantwortlichen

Beauftragten ist Vorsicht

bei der Abgrenzung des

räumlichen und sachlichen Bereichs

geboten. Ist dieser nicht

klar abgegrenzt, ist die Übertragung

der Verantwortung unwirksam.

Als Beispiel hierfür nennt

Hygienepraktiker Erich Gutsche

die Formulierung „zuständig für

das gesamte Personalwesen“.

Dies befand der Verwaltungsgerichtshof

in einem Urteil als zu

ungenügend bzw. zu allgemein

und hob damit eine Bestellung

als formal fehlerhaft auf.

In der Praxis läuft die Übertragung

der Verantwortung in Betrieben

meist nach einem bestimmten

Schema ab. Beim Vorstellungsgespräch

eines Küchen-

Bei der Bestellung zum verantwortlichen

Beauftragten ist Vorsicht bei der

Abgrenzung des räumlichen und sachlichen

Bereichs geboten. Ist dieser

nicht klar abgegrenzt, ist die Übertragung

der Verantwortung unwirksam.

HGV PRAXIS 4.2009

chefs wird in der Regel über die

gastronomische Linie des Betriebes

diskutiert. Hygieneaufgaben

werden dagegen vage besprochen.

Sollte in dem jeweiligen Inserat

vermerkt auch sein, Küchenchef/

-in mit HACCP-Kenntnissen gesucht,

wird damit nur festgestellt,

dass der Küchenchef Hygienekenntnisse

haben soll. Ohne

eindeutige Definition der Verantwortung

bleibt die Haftung beim

Geschäftsführer oder Inhaber.

Nimmt der fachlich geeignete

Erich Gutsche, Gründer des Büros für Hygiene und

Gesundheitsschutz.

Mitarbeiter die Bestellung an, ist

er verantwortlicher Beauftragter

nach § 9 VStG.

Er erhält Kompetenzen, in deren

Rahmen er weisungsbefugt ist,

und haftet somit für die Aufgaben

im Verwaltungsstrafverfahren.

Findet sich kein verantwortlicher

Beauftragter, ist der Abteilungsleiter

der verantwortliche

Ausführende in der Abteilung.

Richtlinien und Aufgaben werden

dann vorgegeben, an welche

der Küchenchef gebunden ist. Er

verantwortet seine Leistung und

die Leistung der Mitarbeiter/-innen

gegenüber dem Geschäftsführer.

Gutsche: „Der Geschäftsführer

kann sich entlasten, indem er bei

der Ressortverteilung beachtet:

Wo gilt das LMSVG, wo nicht!“

Es ist möglich, dass er verantwortliche

Beauftragte bestellt,

trotzdem bleibt die Kontrollpflicht

aufrechterhalten. Belehren,

schulen, beauftragen, kontrollieren

und dokumentieren ergibt

einen Entlastungsbeweis für

den handelsrechtlichen Geschäftsführer.

Der Direktor, das

Lebensmittelgesetz und

das Verwaltungsrecht

Die Rolle des Direktors muss im

Verwaltungsstrafverfahren abgeklärt

sein. Ist er handelsrechtlicher

Geschäftsführer, ist seine

Verantwortung eindeutig geklärt.

Ist er gewerberechtlicher

Geschäftsführer, sind zwei Lösungswege

möglich: Erstens, der

Direktor nimmt die Bestellung

zum verantwortlichen Beauftragten

für das Lebensmittelrecht an.

Somit ist er im Verwaltungsrecht

der Verantwortliche und Haftbare.

Im zweiten Fall delegiert er die

Bestellung weiter. Dann ist der

Abteilungsleiter im Verwaltungsrecht

der Verantwortliche und

Haftbare. -Susanne Gutsche-

Info:

Erich Gutsche

Tel.: +43 664 311 59 27

erich.gutsche@aon.at

Es wird darauf verwiesen, dass der Inhalt

dieses Beitrages trotz sorgfältiger Bearbeitung

ohne Gewähr erfolgt und eine Haftung

des Autors ausgeschlossen ist.


Bei allen Sinnen

Kröswang-Akademie: Was heißt hier schmecken?

Der Frage, welche Sinne beim Schmecken und

Riechen aktiviert werden, widmete sich die 7.

Kröswang-Akademie, die Mitte Februar an der

Wiener Universität für Bodenkultur stattfand. Nur

so viel – es sind eine Menge.

Der Mensch hat fünf Sinne. Diese

Tatsache steht vermeintlich unverrückbar

seit ewigen Zeiten

fest. Mit diesem Irrtum wurde

gleich zu Beginn des Seminars

aufgeräumt. Mehr als zehn Sinne

zählt die moderne Wissenschaft,

darunter der Temperatursinn,

der Gleichgewichtssinn oder der

mechanische Sinn. In einem Aufwaschen

wurde gleich auch die

Mär von den vier Geschmäckern

ins Wanken gebracht.

Unter dem Stichwort Sensorik

brachten Professor Klaus

Dürrschmid und seine Kolleginnen

Mag. Birgit Lahm und Dipl.-

Ing. Elisabeth Buchinger den

knapp 30 Teilnehmerinnen und

Teilnehmern beim Geschmacksseminar

von Kröswang die komplexe

Welt der Sinneswahrnehmungen

nahe.

Weil Sinne nur sinnlich erfassbar

sind, wurden die Teilnehmer

gleich selbst auf die Probe gestellt.

Es wurde gebissen, gekos-

tet, geschluckt und gerochen.

Standardisierte Tests, wie sie

auch in Forschungslaboren Anwendung

finden, machten klar,

wie einmalig und komplex unsere

Sinne zusammenwirken.

Uh! Mammi!

Auch die fünf Grundgeschmacksrichtungen

waren einen Versuch

wert. Süß, sauer, salzig, bitter

und – umami. Kaum einer der

Teilnehmer hat wohl je diese

fünfte Geschmacksrichtung pur

oder bewusst getestet. Gute natürlich

gebraute Sojasauce führt

zum Beispiel zur Umami-Wahrnehmung.

Umami findet sich

aber zum Beispiel auch im viel

diskutierten Natriumglutamat.

Was viele nicht wussten und von

Klaus Dürrschmid erfuhren: Natriumglutamat

kommt in natürlicher

Form in Muttermilch, Parmesankäse,

aromatischen Tomaten,

Fleisch, Fisch oder Spargel

vor. Als solches wird es als eine

GV-NEWS | 53

Geschäftsführer Manfred

Kröswang. Die nächste

Kröswang-Akademie findet am

8. April zum Thema „Hygieneschulung“

statt.

Info: www.kroeswang.at

Riechen alleine ist zu wenig.

Der Mensch nutzt alle seine

Sinne für die Geschmacks- und

Geruchsfindung.

feine Sache wahrgenommen und

ist auch nicht gesundheitsschädigend.

Als künstlicher Zusatzstoff

sollte es – wie eigentlich alles im

Leben – in Maßen verwendet

und genossen werden.

Visual Flavours

Dass auch das Auge mitschmeckt,

ist ein alter Hut. Weniger bekannt

ist, dass auch Farben spezielle

Geschmacksrichtungen assoziieren.

Viele Produkthersteller

haben sich diese menschlichen

Assoziationsketten (sogenannte

Visual Flavours) schon vor Jahrzehnten

zu eigen gemacht. Man

denke an die Farbe Rosa: süß

wie eine Mannerschnitte, oder

an die Farbe Blau: erfrischend

wie ein Eiszuckerl. Mal ehrlich:

Wie erfrischend ist so ein Eiszuckerl

wirklich?

Unsere Sinne sind tagtäglich im

Dauereinsatz. Im Rahmen der

Kröswang-Akademie wurden

unter Anleitung des Sensorik-

Teams um Professor Dürrschmid

einige davon verstärkt aktiviert,

um Lebensmittel bewusster

wahrnehmen zu können. Mit

dem nötigen Hintergrundwissen

ausgestattet, machten sie aus dieser

Ausgabe der Kröswang-Akademie

eine spannende Entdeckungsreise

aller Sinne.

HGV PRAXIS 4.2009

Bild: Kröswang

www.hansdampf.at


54 | KKK

KKK auf der Klagenfurter GAST

Vielfältige Aktivitäten

Durch hohes Niveau zeichneten

sich die Plattenschau sowie der

„Service Master Cup“ des KKK

anlässlich der GAST 2009 in

Klagenfurt aus. Köche, Konditoren,

Lehrlinge imponierten in

den Disziplinen Schauplatte,

Menüs, Restaurationsplatten,

Butterskulpturen, Zuckerartistik

und verschiedenen Schokoladen-

Exponaten.

Über den Gesamtsieg bei den

Köchen freute sich Marek

Schmidt vom Dorfhotel Schönleiten.

Aus dem gleichen Betrieb

stammend, konnte Lehrling Patrick

Gera den Gesamtsieg in seiner

Kategorie erreichen. Routinier

Ernst Lienbacher gelang bei

den Konditoren der Gesamtsieg.

Die Aussteller aus Caorle, Friaul,

Maribor und dem Pittental sorgten

für internationale Qualität

und Flair in der Messestadt Klagenfurt.

Bärlauchnudel

www.KaerntnerNudel.com

Impressum

Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H.

Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf

Tel.: +43/1/866 48-0, Fax: DW-100

www.manstein.at

Gründer: Hans-Jörgen Manstein

Geschäftsführerin:

Mag. Dagmar Lang, MBA

Aufsichtsrat:

Hans-Jörgen Manstein (Vorsitz),

Klaus Kottmeier, Peter Ruß und Peter Kley

Herausgeberin: Mag. Dagmar Lang, MBA

Chefredakteur: Harald Lanzerstorfer (hal)

(h.lanzerstorfer@hgvpraxis.at)

Redaktion: Mag. (FH) Axel Schimmel (sax)

(a.schimmel@hgvpraxis.at)

Mitarbeiter Redaktion:

Dr. Doris Maier, Susanne Mitterbauer,

Dr. Alexander Tempelmayr,

Mag. Christine Stahl, Mag. Doris Mittner

Anzeigenleitung:

Elisabeth Zillner (e.zillner@hgvpraxis.at)

Anzeigenassistenz:

Petra Mauer (p.mauer@hgvpraxis.at)

Sekretariat: Karin Angulanza

(office@hgvpraxis.at)

Grafisches Konzept:

Manfred Fürst (m.fuerst@manstein.at)

Druck: Bauer Druck, 1110 Wien

Anschrift Redaktion und

Anzeigen: HGV PRAXIS

Schrannengasse, 2/3/2, 5027 Salzburg

Tel.: 0662 / 87 71 08-0,

Fax: 0662 / 87 71 08-3, www.hgvpraxis.at

Erscheinungsweise: monatlich

Anzeigenpreisliste: Nr. 28 vom 1. 1. 2009

Jahresabo: 38 Euro exkl. MwSt.

Verbreitete Auflage:

(1. Halbjahr 2008): 17.771

HGV PRAXIS 4.2009

KKK-Präsident Günter Walder

konnte Urs Regli, einen der wohl

besten Zuckerkünstler aus der

Schweiz, mit seinen süßen Demonstrationen

für den vielbesuchten

KKK-Stand gewinnen.

Das rege Interesse an den Zuckerkunststücken

überraschte

selbst Urs Regli. Für die bestens

gelungene Organisation zeichneten

gleich mehrere KKK-Vorstandsmitglieder

verantwortlich.

Manfred Brunner, Heinz Flaschberger,

Christian Schillinger,

Günther Prommer sowie die Juroren

Koloini, Ebner und Walder

blickten auf eine arbeitsreiche

und schöne Woche zurück.

Im KKK-Bistro gab es für die vielen

Besucher Torten, Kuchen, Petit

Fours von Kärntens besten

Konditoreien. Die Betriebe Café-

Konditorei Andreasplatz, St. Andrä,

Café-Konditorei Semmelrock

aus Hermagor, Café-Konditorei

Fahrnberger, Klagenfurt

und Café-Konditorei Bernold

aus Villach überzeugten mit frischer

Qualität und verschiedenen

Demonstrationen aus der

Konditorei. Schüler der HLW St.

Veit bewirteten im Bistro.

Wunderschönes Schaustück aus der Konditorei Lienbacher,

bereits mit österlichen Anklängen.

Ehrentafel des Klubs der Köche Kärnten

Die Ehrentafel des Klubs der Köche Kärnten symbolisiert folgende

Qualitätsmerkmale:

1. Mitgliedsbetrieb des KKK

2. In der Küche werden hauptsächlich heimische Produkte veredelt.

3. Es wird im Haus auf die Vielfältigkeit der Produkte vor Ort geachtet.

4. Das Restaurant, der Gasthof ist bemüht, auf dem neuesten Stand

der Kochkunst zu sein.

5. Eine geschulte Hand rührt hier

im Kochtopf.

6. Förderer des KKK, um den

Nachwuchs zu sichern.

7. Die Schrauben der Ehrentafel

stellen die Knöpfe der Kochjacken dar.

Die Tafel wird vom bekannten Metalldesign

Uggowitzer aus dem Drautal hergestellt.

Ausführung in Edelstahl und Messing.

Mitglieder können die Ehrentafel zum

Selbstkostenpreis beim Klub der Köche

Kärnten erwerben.

Service-Master-Cup

Tourismusschüler stellten ihr Können unter Beweis

Wie schon in den vergangenen

Jahren wurde auch 2009 unter

der Patronanz des Klubs der Köche

Kärnten der „Service-Master-Cup“

im Rahmen der Fachmesse

für Tourismus in Klagenfurt

durchgeführt. Unter der Leitung

des Serviermeisters Heinz

Steindorfer stellten sich fünf

Teams einer ausgewählten Fachjury,

um ihr Können im Bereich

Cocktail, Flambée Käse & Wein

sowie der Gestaltung eines Thementisches

unter Beweis zu stellen.

Zu den teilnehmenden Schülern

gehörten die KTS Villach mit

zwei Teams unter Trainer Werner

Reinsberger, die HLW St. Veit an

der Glan mit Trainer Günther

Prommer sowie der FBS Oberwollanig

unter Trainer Heinz

Steindorfer.

Es wurden außerordentlich gute

Bild: KKK

Leistungen geboten, was nicht

zuletzt die Jury, aber auch das

Fachpublikum überzeugte. Das

Team der FBS Oberwollanig

überzeugte in allen Bewerben

und durfte den Titel „Service-

Master-Cup 2009“ für sich beanspruchen.

Der zweite Platz

ging ex aequo an das Team der

HLW St. Veit und an ein Team

der KTS Villach.

Das Siegerduo Fabian Hiestinger

und David Pirker von der

Tourismusschule in Oberwollanig

holte sich den „Service-

Master-Cup“ 2009 auf der

41. GAST in Klagenfurt.

Bild: KKK

Teilnehmende

Schülerteams:

1. Platz Fabian Heistinger

David Pirker

Fachberufsschule

für Tourismus in

Oberwollanig

2. Platz Bernhard Thomas

Estha Maria Sackl

HLW St. Veit

3. Platz Simon Kowalirek

Kathrin Donza

KTS Villach

4. Platz Hannes Hochfellner

Daniel Fleischhacker

KTS Villach

5. Platz Christine Werzer

Anna Tengg

HLW St. Veit


Gastronomia

War’s das?

Nicht ganz nach Wunsch dürfte

die erste Gastronomiefachmesse

2009, die Gastronomia in Graz

verlaufen sein. Der Abschlussbericht

führt nur vage Besucherzahlen

an: „In Summe haben an

die 4000 Besucher die Messe besucht.“

Auch auf HGV PRAXIS-

Nachfrage blieb Gastronomia-

Messeleiterin Evelyn Straitz hartnäckig:

„Es waren wirklich an

die 4000.“

Keineswegs zufrieden mit der

Gesamtbilanz der Gastronomia

09 zeigte sich Messe Graz-GF

Nilly Nail: „Mit der Stagnation

der Gastronomia können wir uns

Alles für den Gast – Wien

Starke Signale im Osten

Wien als europäische Metropole

des internationalen Städte- und

Businesstourismus wird im

Frühjahr wieder zum In-Treffpunkt

der Gastronomie- und

Hotelbranche Ostösterreichs

und der Nachbarländer. Von 18.

bis 21. April wird die Wiener

„Alles für den Gast“ in Szene

gehen. Rund 350 Aussteller aus

dem In- und Ausland werden in

den Hallen A und B die neuesten

Trends, Produkte und aktuellen

Programme sowie Dienstleistungen

präsentieren. Das Angebotsspektrum

umfasst im Food-Bereich

die Themen Nahrungs-

und Genussmittel, Molkereiprodukte,

Tiefkühlkost, Süßwaren,

Diätkost, Convenience-Produkte,

Teigwaren, Essig und Öl, Gewürze,

Bier, Kaffee/Tee, Energydrinks,

alkoholfreie und alkoholische

Getränke. Im Non-Food-

Bereich werden die Sparten

Großküchenanlagen, Gastronomieeinrichtung

und -maschinen,

Hoteleinrichtung, Betriebshygi-

nicht zufrieden geben. Die Qualität

der Fachbesucher ist ebenso

unbestritten wie das Programm-

Angebot. Doch fehlt es an der

notwendigen Akzeptanz in der

Branche. Wir werden das Konzept

einer genauen Überprüfung

unterziehen.“ Somit steht mehr

denn je in Frage, ob es im nächsten

Jahr die gleiche Messe mit

dem gleichen Konzept in Graz

geben wird.

Strahlende Gewinner hingegen

gab es beim 45. Österreichischen

Bundeslehrlingswettbewerb für

Tourismusberufe, der im Rahmen

der Gastronomia stattfand.

ene, EDV-Anlagen und -Programme,

Tischkultur, Tiefkühlanlagen

und Unterhaltungsautomaten

sowie Raum- und Gartengestaltung

abgedeckt. So wie

Wien und Wein zum Wienerlied,

gehört der Wein zur „Alles für

den Gast Wien“. Nach der erfolgreichen

Premiere im vergangenen

Jahr wird sich die „Wine

Lounge“ 2009 in neuem Ambiente

im Zentrum der Halle A

präsentieren, das Motto dazu

lautet: „erlesen & exquisit“. In

Kooperation mit dem Partnerunternehmen

Cimbali wird es

auch, wie Reed-Messeleiterin

Renate Leutz mitteilt, einen Kaffee-Corner

namens „Coffee2Chill“

geben. „Dort sind

Baristas vor Ort, die Besucher

können sich fachgerecht über

Kaffee informieren oder einfach

entspannen“, beschreibt Renate

Leutz. „Im Rahmen eines Sensorik-Seminars

werden von einer

Kaffee-Experten-Jury Espressi

verkostet.“

Das Beste für Ihre Gäste

• Sahniger Premium Pudding in den beliebtesten Sorten:

Vanilla, Schoko und Grieß

• Mit Sahne abgerundet für beste cremige Konsistenz und

höchstes Geschmacksniveau

Österreichs beste Lehrlinge stellten

sich als Köchinnen und Köche,

Restaurantfachleute und

Hotel- und Gastgewerbe-Assistenten

den strengen Blicken einer

Fachjury. Im Einzelbewerb ging

der Sieg an Thomas Schäffer

(Landhotel Restaurant Hubin-

GAST Klagenfurt

Sechs Prozent Besucherplus

Mit 19.000 Besuchern ging

Mitte März die 41. GAST in

Klagenfurt zu Ende. Laut Messegesellschaft

konnte damit ein

Plus von sechs Prozent erzielt

werden. Der Veranstalter sprach

von „einem deutlichen Besucherzuwachs

aus der Steiermark“.

„Mit gezielt neuen

Trendthemen und einem frischen,

modernen Marketingauftritt

konnten wir dieses Jahr

19.000 interessierte Fachbesucher

auf der GAST begrüßen“,

freuen sich Messepräsident Walter

Dermuth und Geschäftsführer

Erich Hallegger über die sehr

zufrieden stellende Messebilanz.

Es ist damit gelungen, den bedeutendsten

Branchentreff im

Alpen-Adria-Raum nicht nur zu

festigen, sondern sogar weiter

auszubauen. Einer der Höhepunkte

war zweifellos die Wahl

des „1. Österreichischen Bierzapfmeisters“.

Den Titel holte

sich Andreas Schmid vom

Glöckl Bräu in Graz vor Josef

• Ungeöffnet ohne Kühlung in optimaler Qualität lange haltbar

• Wiederverschließbares 5 kg-Gebinde im platzsparenden

eckigen Format

MeSSen | 55

ger, Etmißl), der 2. Platz an Karin

Schröck (Dorfhotel Fasching,

Fischbach) und der 3. Platz an

Katrin Wagner (Landhaus Legenstein,

Bad Gleichenberg). In

der Mannschaftswertung konnte

das Team aus der Steiermark vor

Salzburg und Wien überzeugen.

Kaschnig aus Ruden und Utho

Christl aus Krumpendorf. Ebenfalls

sehr gut angenommen

wurde die „Coffee-Lounge“, wo

Wirte unter der Anleitung von

Baristameistern die richtige Zubereitung

von Kaffee erlernen

konnten. Der vom Land Kärnten

initiierte Tourismus-Award

wurde dieses Jahr von der grenzüberschreitenden

Kooperation

„Urlaub am Bauernhof“ gewonnen:

Das Motto „Grenzenlos

genießen – Essen und Trinken

als Urlaubsmagnet“ hatte die

Jury unter Vorsitz von Tourismusreferent

und Landeshauptmann

Gerhard Dörfler überzeugt.

Beim 17. Landeslehrlingswettbewerb

für Tourismusberufe

überzeugten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer mit

hervorragenden Leistungen und

empfahlen sich als Visitenkarte

für den Kärntner Tourismus.

Die 42. GAST Klagenfurt findet

vom 14. bis 17. März 2010

statt.

Im Vertrieb von:

A. Darbo AG · Dornau 18 · A-6135 Stans / Tirol – Austria

Tel.: +43 (0) 52 42 / 69 51-0 · Fax: +43 (0) 52 42 / 69 51-33 · E-Mail: verkauf@darbo.at

Bild: Langusch

18. – 21. April 2009

Halle B · Stand B1013


56 | IntervIeW

Stirbt das Wirtshaus?

Brigitte Böhm, Chefin der oö. Kulti-Wirte, im HGV PRAXIS-Interview

Kaum eine Wirte-Initiative verkörpert den Begriff

des bodenständigen Wirtshauses so treffsicher

wie die oberösterreichischen Kulti-Wirte. Nachdem

Langzeit-Obmann Otto Klement aus Steyr sein

Amt niedergelegt hat, trat Brigitte Böhm seine

Nachfolge bei dem Verein an. Sie ist leidenschaftliche

Wirtin in St. Georgen an der Gusen, nahe

Linz, verschließt aber keineswegs die Augen vor

den Problemen der Branche.

Die Marktstubn in St. Georgen an der Gusen bei Linz.

Die Marktstubn-Wirtin mit ihrer Crew.

HGV PRAXIS 4.2009

Bilder: Marktstubn

HGV PRAXIS: Frau Böhm,

ich falle gleich mal mit der

Tür ins Haus: Stirbt das Wirtshaus?

Böhm: Na ich hoffe nicht.

Aber es gibt Druck von

vielen Seiten. Stimmen

Sie mir da zu?

Böhm: Ohne Wenn und Aber.

Die Kulti-Wirte sind ja so

etwas wie die Speerspitze

des normalen Wirtshauses …

Böhm: … ehrlich, authentisch

und bodenständig dürfen Sie

auch nicht vergessen.

Gut, momentan erleben

wir eine Phase, wo sich jeder

Betrieb als einfaches Wirtshaus

bezeichnet, insbesondere

bei den Haubenrestaurants

herrscht diese Unsitte.

Böhm: Haubengastronomie und

Wirtshauskultur unterscheiden

sich für mich so diametral wie

High Heels und Birkenstock.

Warum stürzen sich die

Gourmettempel so auf die

Bezeichnung Wirtshaus, was

glauben Sie?

Böhm: Das mag verschiedene

Gründe haben. Einerseits, um

eine gewisse Schwellenangst abzubauen,

andererseits vielleicht,

um in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten Normalität zu signalisieren.

Meistens kommt dabei ein

„Wirtshaus mit Haubenpreisen“

heraus. Halten Sie das

für problematisch?

Böhm: Nein, weil zu einem richtigen

Wirtshaus andere Attribute

zählen. Da geht es um Kommunikation

und Gemütlichkeit und

die Freude daran sich mitzuteilen

und seine Stammgäste zu verwöhnen.

Damit ich nicht falsch

verstanden werde. Ich bin gern

Gast in Haubenlokalen, weil ich

auch selber in der Küche stehe.

Ich will Neues kennen lernen,

besser werden, und ein Genussmensch

bin ich sowieso. Aber

eine Jakobsmuschel hat in einem

Wirtshaus genauso wenig verloren

wie ein bornierter Sommelier,

der dem Gast eine önologische

Vorlesung über die Bordeaux

von 1884 hält. Unter diesen Gesichtspunkten

sehe ich die von

Ihnen zitierten „Wirtshäuser zu

Haubenpreisen“ nicht als Gefahr,

weil der Gast heute so mündig

ist, dass er das nicht nur auf

den ersten Blick erkennt, sondern

auch gleich die Konsequenzen

daraus zieht.

Trotzdem, die Bedingungen

für Wirte sind nicht einfach.

Wo sehen Sie die Problemfelder?

Böhm: Für sehr problematisch

halte ich das Aussterben des Gewerbes

in Kommunen, Städten

und kleineren urbanen Strukturen.

So gibt es in vielen Orten

nicht nur keine Wirtshäuser

mehr, sondern auch kaum noch

anderes Gewerbe, wie Friseur,

Metzger, Bäcker oder Papierhandlung.

Es konzentriert sich

zu viel auf gigantomanische Einkaufszentren.

Da stirbt sehr viel

jahrhundertelang entwickelte

Kultur aus. Das betrifft nicht nur

uns Wirte. Ein weiterer Nachteil

sind unattraktive Arbeitszeiten.

Wir müssen eben arbeiten, wenn

andere Leute frei haben. Das ist

so und wird sich à la longue

nicht so schnell ändern. Eine direkte

Folge daraus ist der fehlende

Berufsnachwuchs.

Sind Sie bei den Kulti-

Wirten mit einer besonderen

Botschaft, einem eigenen

Ziel angetreten?

Böhm: Botschaft und Ziel – das

klingt für mich ein wenig hochtrabend.

Aber wenn es uns durch

unsere Arbeit gelingt, dem Wirtshaus

ein wenig des Stellenwerts

zurückzugeben, den es einmal

hatte, dann können wir nicht so

falsch gelegen sein.

Welchen Stellenwert hatte

das Wirtshaus Ihrer Meinung

nach?

Böhm: Den einer Stätte der Begegnung,

in der man aufrichtige


Gastfreundschaft erfährt, in der

einem Wertschätzung entgegengebracht

wird. Im Wirtshaus

muss die Kommunikation blühen,

der Schmäh laufen – ohne

dass man seinen Charakter verbiegt.

Dazu gehört ein gesundes

und schmackhaftes Essen, frisches

Bier und hervorragender

Wein. Und bei uns kehrt man ein,

weil man genießen will und

kann.

Welche Initiativen unternehmen

die Kulti-Wirte in

diesem Jahr?

Böhm: Eine ganze Menge. Wir

nehmen an der Genussland-

Straße im Semptember in Linz

teil. Im Herbst steht ein Ausflug

Steckbrief

IntervIew | 57

in die Steiermark auf dem Programm,

wo wir Hersteller regionaler

Produkte besuchen: Öhlmühle,

Wein, Schinkenproduzenten,

Schnapsbrenner usw. Im Mai

gibt es einen Seminartag mit einem

Unternehmensberater zum

Thema Kennzahlen. Und momentan

wird gerade an eigenen

Kulti-Wirte-Merchandising-Artikeln

gearbeitet, Regenschirme,

Fächer, Feuerzeuge, Seife, Bistro-

Schürze usw.

Das Wirtshaus stirbt

also nicht?

Böhm: Wenn es nach uns geht,

keineswegs.

Frau Böhm, vielen Dank für das

Gespräch. -sax-

Brigitte Böhm (Jahrgang 1964) entstammt einer traditionsreichen

Fleischhauer-Familie in St. Georgen an der Gusen. Sie beabsichtigte

eigentlich, Chemikerin zu werden. Die Eltern wollten allerdings zuerst

eine „ordentliche“ Berufsausbildung, woraufhin Böhm die Tourismusschulen

in Bad Leonfelden absolvierte. Gastronomische Karrierestationen

führten sie unter anderem ins Salzkammergut nach Fuschl. 1980

erwarb Böhms Vater den benachbarten Gastronomiebetrieb. Da es mit

dem Pächter Schwierigkeiten gab, stellte er seine Tochter vor die Entscheidung,

das Wirtshaus entweder zu verkaufen oder zu übernehmen.

Brigitte Böhm entscheidet sich für zweiteres und macht sich mit

26 Jahren selbstständig. Die engagierte Wirtin befindet sich nun im 18.

Betriebsjahr und beschäftigt in ihrer „Marktstubn“ sechs Mitarbeiter.

Die elterliche Metzgerei führt inzwischen ihr Bruder. Seit acht Jahren

ist sie Mitglied bei den Kulti-Wirten und wurde im Herbst letzten Jahres

zur Obfrau gewählt. www.markstubn.at

HGV PRAXIS 4.2009

KLAUS FLEISCHHAKER, RESTAURANT „PFEFFERSCHIFF ZU SÖLLHEIM“, HALLWANG.

„LANGFRISTIG SETZT SICH

NUR QUALITÄT DURCH.

ALMDUDLER IST DAS

BESTE BEISPIEL DAFÜR.“

ALMDUDLER IST NICHT NUR DIE BEKANNTESTE

UND BELIEBTESTE ÖSTERREICHISCHE

GETRÄNKEMARKE, SONDERN AUCH EIN WAHRER

UMSATZBRINGER, AUF DEN DIE GASTRONOMIE

SEIT ÜBER 50 JAHREN VERTRAUT.

WENN DIE KAN ALMDUDLER HAB’N,

GEH’ I WIEDER HAM!


58 | KAUFHAUS-GASTRONOMIE

Standards für alle schaffen

Neues Gastro-College für Interspar-Restaurants

Die Spar-Gruppe richtet in Wels ein Seminarzentrum

für die gastronomischen Mitarbeiter

des Konzerns ein.

Vor knapp 40 Jahren öffnete das

erste Interspar-Restaurant seine

Pforten. Inzwischen ist die Kette

österreichweit auf 49 Restaurants

und 23 Cafés Cappuccino

angewachsen. Dazu gesellen sich

noch sechs Restaurants in den

vor einigen Jahren von Spar

übernommenen Maxi-Märkten.

Bislang waren die Interspar-Restaurants

durch ein regional geprägtes,

bürgerliches Angebot

bekannt. Die solide Qualität und

faire Preise wissen die 35.000

Gäste zu schätzen, die täglich die

SB-Restaurants in den großen

Sparmärkten frequentieren. Allerdings

setzte die Gastronomie

im Laufe der Jahrzehnte ein wenig

Patina an.

Mit einem neuen Frische- und

Buffetkonzept sowie einem großzügigen

Umbau der bestehenden

Outlets setzt sich Interspar nun

vom etwas angestaubten SB-

Prinzip ab. Ein knackiges Frühstücksangebot,

frische Salatbuffets

und heiße Buffetlösungen für

das Mittagsgeschäft sind die ersten

Schritte zu einem modernen

Image (siehe auch Bericht in

HGV PRAXIS 3/09).

Dem neuen selbstbewussten Auftritt

sollen nun auch einheitlich

hohe Qualitätsstandards folgen.

HGV PRAXIS 4.2009

Interspar-Geschäftsführer

Mag. Fritz Seher.

Stellvertretender Gastronomieleiter

Christoph Wenisch.

Gastro-College-Leiter

Johann Zallinger.

Bilder: Interspar

Dazu installierte Interspar in

Wels das Gastro-College, ein

Ausbildungszentrum, in dem unter

anderem die rund 900 gastronomischen

Mitarbeiter regelmäßig

geschult werden sollen.

„Uns ist klar, dass es schwer ist,

für alle Restaurants einheitliche

Standards durchzusetzen. Vor allem,

weil die Restaurants neben

Standardprodukten auch jeweils

regionale Spezialitäten ins Angebot

ein� ießen lassen“, merkte Interspar-Geschäftsführer

Fritz Seher

anlässlich der Gastro-College-Eröffnung

am 4. März an.

„Aber mit dieser Ausbildungsstätte

machen wir einen großen

Schritt in diese Richtung.“

Tatsächlich sollen in Wels die

Mitarbeiter der Restaurants eine

praxisnahe Weiterbildung erfahren,

um durchgehend die geforderten

Qualitätskriterien erfüllen

zu können und um eine österreichweite

Einheitlichkeit im

Angebot zu erreichen. Dazu gehören

nicht nur ein standardisiertes

Speisenangebot, sondern

auch einheitliche Regeln bezüglich

Lebensmittelhygiene und

Dokumentationen.

Für den stellvertretenden Leiter

der Interspar-Gastronomie, den

Welser Christoph Wenisch, ist

das neue Ausbildungszentrum

gleichzeitig auch ein Tourismusfaktor.

„Wir generieren hier bis

zu 800 Übernachtungen jährlich“,

meint er stolz. Schließlich

Mit einer neuen

Frische- und

Buffetlinie

positionieren sich

die Interspar-

Restaurants neu.

seien die jeweiligen Kurse so aufgebaut,

dass sie mindestens eineinhalb

Tage dauern. „Damit

werden die Mitarbeiter auch ein

wenig aus dem Arbeitsalltag herausgerissen.

Das motiviert und

macht den Kopf für frische Ideen

frei“, ergänzt der Leiter des Gastro-Colleges,

Johann Zallinger.

Tatsächlich sollen in Wels vom

Lehrling bis zum Restaurantleiter

sämtliche Abteilungen mindestens

einmal jährlich eine

Schulung im neuen Seminarzentrum

durchlaufen. Die 60 Lehrlinge

etwa erhalten vertiefende

Praxisanleitungen zum Kochberuf

oder werden ab dem dritten

Lehrjahr auf die Abschlussprüfung

vorbereitet. Gästebetreuung

ist ebenso Seminarthema

wie der fachgerechte Umgang

mit dem Kombidämpfer oder

Schulungen zur Produktsicherheit.

Eigene Fortbildungsveranstaltungen

sind für Restaurantleiter

und deren Stellvertreter geplant.

Für die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in den Cafés Cappuccino

wurde auf den 540 Quadratmetern

des Gastro-College

eine eigene Café-Bar für die

Barista-Ausbildung geschaffen.

Gleichzeitig wurden im College

mit seiner neuen Lehr- und Versuchsküche

auch die Sortiments-

und Rezepturentwicklung sowie

der Zentraleinkauf für die Gastronomie

angesiedelt. -hal-


Tiefkühlpasta

Speisemanufaktur Meisterfrost

kündigt süße Nudelrevolution an

Die Speisemanufaktur Meisterfrost

interpretiert das Thema

Nudeln ganz neu und kündigt

für die Jahresmitte 2009 eine

faszinierende Pasta-Edition mit

köstlichen Nudelvariationen an.

Meisterfrost-Chef Emmerich

Böhm hat HGV PRAXIS bereits

erste Details verraten: „Diese

neuen Convenience-Produkte

werden zum einen mit pfiffigen,

süßen Rezepturen und zum anderen

durch das innovative Produktionsverfahren

überzeugen.

Die Zutaten werden nach bester

Neue kulinarische Erfahrungen

sind demnächst zu erwarten.

Zum Beispiel Walnusseis auf

Schokonudeln.

italienischer Nudeltradition zu

Teig verarbeitet und dann sofort

schockgefrostet. Die Vorteile für

den Küchenchef liegen auf der

Hand: große Zeitersparnis bei

der Zubereitung sowie ein völlig

neues Geschmackserlebnis, welches

man sonst allenfalls von

selbstgemachten Nudelspezialitäten

kennt.“

Meisterfrost ist bekannt für erst-

klassige Qualität und eine unglaubliche

Produktvielfalt. Die

facettenreiche Angebotspalette

reicht von pikanten Gerichten

wie zum Beispiel Suppeneinlagen,

Snacks und Palatschinken

über süße Variationen wie Mohr

im Hemd, Knödelspezialitäten

und Desserts bis hin zu Bio-Produkten

aus heimischen Zutaten.

In dem innovativen Manufakturbereich

in Sinnersdorf arbeiten

die Mitarbeiter mit handwerklichem

Perfektionismus

und stehen für die schönste Garantie:

dass jedes

Gericht perfekt ist

und schmeckt wie

in der guten alten

Zeit.

Mit der neuen

Pasta-Edition werden

die Meisterfrost-Chefs

de

Cuisine einmal

mehr überraschendeVariationen

feiner Hausmannskostpräsentieren.

Für

diese süße Nudelrevolution

haben

sich die Pastaspezialisten

von den Köchen und

Regionen Italiens inspirieren

lassen und dabei die Raffinesse

der mediterranen Küche in neun

exquisite Nudelkompositionen

umgesetzt.

Die neuen Kreationen richten

sich an alle, die das Besondere

lieben und zelebrieren. Und sie

empfehlen sich für alle weltoffenen

Genießer, die neue Geschmackserlebnisse

entdecken

wollen. Ab Juni 2009 können

Österreichs Küchenchefs mit ihren

Gästen auf kulinarische Entdeckungsreise

gehen.

Bild: Meisterfrost

Novacom

Vertrieb für hotline hotelsoftware

Seit 1. Jänner hat Novacom die

Verantwortung für den Vertrieb

der Hotelsoftware „hotline front

office“ in Österreich übernommen.

Die leistungsfähigen Produkte

der „hotline hotelsoftware

gmbh“, Sonthofen, sind perfekt

auf die Belange der Ferienhotellerie

abgestimmt und seit mehr

als zwei Jahrzehnten fest im

Markt etabliert.

Die hervorragende Performance

von „hotline frontoffice“ wird in

der Dehoga-Marktanalyse Hotelsoftware

eindrucksvoll unterstrichen.

„Die exzellenten Testergebnisse

haben unsere Wahl bestätigt“, so

Novacom-Prokurist Alexander

Kogler. „Die gedankliche Nähe

beider Partner hat auch uns die

Entscheidung leicht gemacht“,

ergänzt Ernst Recla, Geschäftsführer

der hotline hotelsoftware

gmbh.

Bereits mit dem Start der Kooperation

stehen Leistungsfeatures

zur Verfügung, die im heiß umkämpften

Markt der Hotel-

Front-Office-Systeme noch immer

nicht selbstverständlich sind.

So sorgt der integrierte „hotline

wellnessmanager“ für die einfa-

Muss es immer Eis sein?

Neu: Unsere Individual-Törtchen,

echte Unikate der Dessert-Kunst!

www.vandemoortele-foodservice.de

„ALLES FÜR DEN GAST WIEN”, Halle A/Stand A0216

Markt-NewS | 59

Die Servicekräfte können per „hotline

wlan“ den Status von Minibar, Zimmer

und eventuelle Notizen direkt und

drahtlos an das Frontoffice-System

übermitteln. Dies erspart Zeit und

Wege, und alle relevanten Infos sind

stets verfügbar.

che und übersichtliche Verwaltung

von Behandlungsräumen,

Anwendungen und Therapeuten.

Mit „hotline mobile“ können jederzeit

und überall Zimmereservierungen

vorgenommen werden,

auch wenn die Rezeption

nicht besetzt ist. Die Daten werden

später einfach in das „hotline

frontoffice“-System übertragen.

Servicekräfte übermitteln

per „hotline wlan“ den Status

www.softistep.at

von Minibar und Zimmer direkt

und drahtlos an das Frontoffice-

System, und „hotline web“ liefert

eine Buchungsmaske für die

Internetseite des Hotels.

Perfekt gelöst ist auch die Einbindung

der Kassen-Software

NovaTouch®, eines der führenden

Gastronomiesysteme auf

dem Markt.

Novacom ist auch auf der

„Alles für den Gast, Wien“

präsent.

Halle B, Stand B0323


60 | MARKT-NEWS

Duni

Einladung an den Frühlingstisch

Glaubt man den Wetterexperten,

dann wird es jetzt endlich Frühling.

Draußen herrschen wieder

Licht und Farben, erste Blüten,

erstes Grün.

„Lass Blumen sprechen“ – das

gilt auch für den einladenden

Frühlingstisch. Nichts einfacher

als das – mit der neuen Duni-

Frühlingskollektion. Mit der

richtigen Farb- und Motivaus-

REWE-Großverbraucher-Service

Fairer Handel im Fokus

Fünf hochwertige Produkte mit

dem Fairtrade-Siegel ergänzen

seit neuestem das Angebot der

Eigenmarke Honneurs von

REWE-Großverbraucher-Service:

Hochlandkaffee, Rohrzucker-

Sticks, grob geschroteter schwarzer

Pfeffer sowie Assam- und

Darjeeling-Tee. Diese fünf Artikel

aus dem Honneurs-Sortiment

von REWE-Großverbraucher-

Service haben vor allem eines gemeinsam:

Sie wurden fair gehandelt

und entsprechen den international

festgelegten Anforderungen,

die der gemeinnützige

Verein TransFair und seine internationale

Dachorganisation Fairtrade

Labelling Organization an

Convotherm

Heißluftdämpfer mit zwei Garräumen

Ab Mai läutet Convotherm eine

neue Generation in der Heißluftdämpfer-Technik

ein. Erstmalig

wird ein vollwertiger Heißluftdämpfer

angeboten, welcher mit

zwei separaten Garräumen ausgestattet

ist. Der Clou hierbei –

es wird nur eine Bedienober� äche

benötigt. Auch bei

der Breite des „2in1

mini“ werden keine

Kompromisse gemacht.

Mit 51,5 cm gehört er

zu den schmalsten

Heißluftdämpfern. Bei

der Namensgebung

wurde dabei der besondere

Nutzen des Gerätes

zum Ausdruck ge-

HGV PRAXIS 4 . 2009

wahl lassen sich, übrigens ganz

unabhängig von der Wetterlage,

frühlingshungrige Gäste anlocken.

Sonnige Grüße also, die

warme Jahreszeit und damit die

Outdoor-Saison ist da.

„Springtime“ aus der Frühlingskollektion

von Duni bringt

frische Farbe ins Spiel.

deren Herkunft stellen, um ihnen

das Fairtrade-Siegel zu verleihen.

Fair handeln heißt, die Lebens-

und Arbeitsbedingungen von benachteiligtenProduzentenfamilien

in Afrika, Asien und Lateinamerika

zu verbessern und in deren

Zukunft zu investieren. Dieses

Engagement unterstützt

REWE-Großverbraucher-Service

und bietet seinen Kunden aus

Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverp�

egung ab sofort

im Rahmen des Eigenmarkensortiments

eine Auswahl an fair gehandelten

Produkten. Die neuen

Honneurs-Produkte sind gut zu

erkennen an dem internationalen,

blau-grünen Fairtrade-Siegel.

bracht. „2in1 mini“ – zwei Garräume,

eine Bedienung.

Zwei übereinander liegende Garräume

sorgen für optimale Flexibilität

im Küchenalltag. Je nach

Bedarf und Auslastung können

die Köche über den Einsatz selbst

entscheiden. Laut Convotherm

ist der Mini besonders vorteilhaft,

wenn zwei verschiedene

Garverfahren zur gleichen Zeit

benötigt werden.

So stellt die gleichzeitige Zubereitung

von Steaks und Kuchen

in Zukunft kein Problem mehr

dar. Auch die Bedienung des

Heißluftdämpfers ist dank des

easyTOUCH-Touchscreens spielend

einfach.

Bild: Duni

Rist

Revolution in der Küche

Kochkunst ist auch Handarbeit.

Eine Tätigkeit, die durchaus

kraftraubend, immer aber zeitintensiv

ist. Man kann sich die Arbeit

allerdings erleichtern.

Der Thermo-Mixer „Pro� “

bringt nun eine Revolution in die

Küche. Sauce hollandaise, Sauce

bernaise, Zabaione und alle Saucen

und Cremes, die bisher mit

Hand im Wasserbad aufgeschlagen

wurden, können jetzt mit

Thermo-Mixer „Pro� “ auf klassische

Art zubereitet werden.

Dies sind nur einige der zahlreichen

Einsatzmöglichkeiten.

Der „Pro� “ ist ein vielseitig verwendbares

Gerät mit einem robusten,

leistungsstarken Motor

(800 W) sowie einer im Behälter

Berger & Wedl

Wiener Markt neu geordnet

Das alteingesessene Familienunternehmen

C + C Berger suchte

seit Jahren nach einem neuen

Standort, um das vorhandene

Zukunftspotenzial im Bereich C

+ C und Zustellung zu nützen.

Das Handelshaus Wedl, als einer

der Big Player im Lebensmittelhandel,

suchte seit geraumer Zeit

nach einem Szenario, in den Wiener

Handel einzusteigen. Jedoch

fehlte der geeignete strategische

Partner für diesen Schritt nach

Osten. Dieser wurde nun mit C +

C Berger gefunden.

Im Westen von Wien – unweit

des bisherigen Standortes von

Berger – in der Linzer Straße 235

– entsteht der neue C + C Markt

integrierten Induktionsheizung

(1000 W).

Er verfügt über zehn Geschwindigkeitsstufen

mit einer zusätzlichen

Turbo- bzw. Knetfunktion

und arbeitet im Temperaturbereich

von 40 bis 120 Grad.

Auch zum Rühren, Mixen, Reiben,

Hacken, Kneten, Mahlen ist

er bestens geeignet. Die zu verarbeitenden

Nahrungsmittel wie

zum Beispiel Gemüse behalten

dabei selbstverständlich ihren

natürlichen Geschmack.

von Berger & Wedl. Hier will

man sich verstärkt um die Wiener

Hotellerie und Gastronomie

und die Zustellschiene kümmern.

Gepunktet werden soll mit absoluter

Frische und Spezialitäten,

wozu auch starke regionale Partner

ins Boot geholt werden. Eine

Zusammenarbeit mit regionalen

Produzenten rund um heimisches

Obst und Gemüse wird ebenso

anvisiert wie Kooperationen mit

heimischen Molkereien und

Fleischerzeugern. Ein großes Augenmerk

wird auf den Frisch-

� schbereich gelegt. Die Eröffnung

des neuen C + C-Marktes

ist im Herbst 2009 geplant.


Bild: Friedr. Dick

Hotelwäsche Erwin Müller

Ein Feuerwerk der Farben

Der Versand-Anbieter für Hotellerie

und Gastronomie zeigt auf

der „Alles für den Gast“ in Wien

das Aktuellste aus der neuen Kollektion

2009 – ein Feuerwerk der

Farben.

Die Besucher erwarten Textilien,

Farben und Muster mit Inspirationen

aus aller Welt mit harmonisch

abgestimmten Produkten,

die vielseitige Kombinationen

zulassen.

So überzeugt bei Berufsbekleidung

Jobline als Trendsetter die

orientalische Linie mit Gewändern

aus „Tausend und einer

Nacht“, die in Farben und Linien

schwelgen und Akzente in der

modernen Gastronomie setzen.

Die Highlights der Linie Fernost

sind modische Wickeljacken und

Wickelkleider für das Servicepersonal

sowie ebenso kreative Ho-

W.H.S.F.

Messer als Baustein für HACCP

Seit Jänner 2006 gilt europaweit

eine einheitliche Verordnung

zum Thema Lebensmittelsicherheit

und Hygiene. In der Lebensmittelhygiene

bedeutet dies, dass

z. B. reine und unreine Arbeitsbereiche

getrennt werden bzw. zwischen

verschiedenen Lebensmitteln

unterschieden werden muss.

Als Musterbeispiel kann die Verunreinigung

von frischem Salat

durch Salmonellen aus Ge� ügel

dienen (Überkreuzkontamination).

Beim Zerteilen von rohem

Ge� ügel besteht die Gefahr, dass

Salmonellen an der Messerklinge

haften bleiben. Wird mit demselben

Messer hinterher Salat geschnitten,

können die Salmonellen

übertragen werden.

Um diese Gefahren auszuschalten,

hat Friedr. Dick bereits seit

einiger Zeit entsprechende Produkte

im Programm.

Nur Kochmesser mit farbigen

Griffen ermöglichen eine klare

Differenzierung der verarbeite-

Verschiedenfärbige Messer

verringern die Gefahr der

Kreuzkontamination.

senmodelle, die sich universell in

jedem modernen Gastraum-Ambiente

einsetzen lassen: Damit

setzen Sie ein Ausrufungszeichen.

Dem nicht genug, schwelgen die

modernen T-Shirts, Hosen und

Röcke der „Regenbogen-Kollektion“

in den Trendfarben des

Jahres 2009: Brombeer, Türkis

und Olive.

P� f� ge neue Dirndln runden das

Feuerwerk der neuen Jobeline-

Kollektion ab: ob bunt kariert

oder in den aktuellen Sommerfarben

Aquarell-Blau und Türkis.

Die Modelle der Linie „Crossover“

verbinden klare Linien mit

trendigen Farben und Mustern –

die Farben Kastanie, Anthrazit,

Metall und Ecru sorgen für einen

eleganten Grundton.

ten Lebensmittel. Für die Risiko-

Kategorien wurde ein international

gültiges Farbkonzept entwickelt:

Rot für rohes Fleisch, Blau

für Fisch, Gelb für Ge� ügel und

Grün für Gemüse. Besonders hygienisch

sind die Messer zudem

durch die spaltenlose Verbindung

zwischen Kunststoff und Messerstahl.

Dadurch können keine

Verunreinigungen eindringen.

Die geschmiedeten HACCP-

Messer von Friedr. Dick sind

nicht nur Problemlöser, sondern

perfekte Werkzeuge dank der

Premier-Plus-Eigenschaften wie

vollendeter Griff, eine schnittige

Messerklinge oder optimale Balance.

W.H.S.F. Warenhandels GmbH

vertritt die Firma Dick seit fast

20 Jahren erfolgreich in Österreich

und stellt die komplette

Dick-Kollektion auf der „Alles

für den Gast“ in Wien aus.

Halle B Stand B0115

Bild: Jobline

Jobline kommt im Frühjahr mit neuen, pfi ffi gen Lösungen für den

berufl ichen Alltag in der Gastronomie.

Meylip

Mehr Mediterranes auf den Tisch

Wer Snack sagt, der sagt ab jetzt

auch Ciabatta. Ab sofort erweitert

Meylip sein Sortiment mediterraner

Spezialitäten um eine

Vielzahl italienischer Varianten.

Zum Beispiel um das 110

Gramm schwere, rustikale Baguelino

oder das klassische Ciabatta

Piccolo (80 Gramm). Beide

eignen sich ideal für das trendgerechte

Beleggeschäft. Die Natursauerteige

überzeugen durch

eine feine Krumenstruktur und

eine fein säuerliche Note, wie sie

nur ein echtes Ciabatta nach italienischem

Rezept hat. Das

große, 290 Gramm schwere Ciabatta

Mediterran ist überdies

auf Stein gebacken und enthält

einen kräftigen Schuss kalt gepresstes

Olivenöl.

Zur Einführung könnten � ndige

Gastronomen zum Beispiel Bruschetta-Tage

veranstalten. Die

beliebten italienischen Antipasti

stammen aus Mittel- und Süditalien,

wurden ursprünglich mit

gehackten Tomaten und Knoblauch

serviert, können aber nach

Herzenslust mit verschiedenen

Aufstrichen oder Salaten variiert

werden.

Am besten werden Bruschette

MARKT-NEWS | 61

frisch geröstet und belegt. Der

Aufwand lohnt, denn die Wertschöpfung

ist enorm: Aus einem

einzigen Ciabatta Mediterran

lassen sich bis zu zwölf Bruschette

herstellen.

Meylip liefert alle Ciabatta-Varianten

sowohl teil- als auch fertig

gebacken. So kann langfristig

kalkuliert und kurzfristig auf

Nachfragespitzen reagiert werden.

Alle fertig gebackenen Varianten

sind nämlich direkt nach

dem Auftauen servierbereit –

und dennoch knusprig.

Ciabatta als Ergänzung zum

täglichen Angebot oder als

Beigabe um Frühstück.

Bild: Meylip

HGV PRAXIS 4 . 2009


62 | KONGRESS, DRINKS

Housekeeping-Kongress

Alles rund ums Bett

Der dritte Housekeeping-Kongress

der Veranstalterinnen

Andrea P� eger und Gabriele

Perklitsch (8. und 9. Juni in St.

Johann im Pongau) wirft bereits

seine thematischen Schatten voraus.

Das Motto des diesjährigen

Kongresses lautet „Alles

rund ums Bett“.

Und unter mehreren Experten

ist den Damen die Verp� ichtung

vor allem eines Spezialisten gelungen:

Dr. Paul Friedrich Metz

– der in Deutschland nur „der

Daunendoktor“ genannt wird.

Metz hat mit seiner Doktorarbeit

und den weltweit ersten systematischen

Untersuchungen

materialspezi� scher Fragestellungen

in den letzten Jahren, die

besonders den Verbraucher betreffen,

großes Medieninteresse

hervorgerufen.

Entscheidende wissenschaftliche

Zielsetzungen seiner Dissertation

lagen unter anderem in der

präzisen Beantwortung folgender

Fragen:

m Wie wirken sich verschiedene

Faktoren der Landwirtschaft

auf die Qualität und Eigenschaften

von Daunen aus?

m Wie beein� ussen unterschiedliche

Veredelungsverfahren

die Eigenschaften von Daunen?

m Inwieweit hängen Strapazierfähigkeit

und Haltbarkeit der

Daunen von ihrer Qualität

ab?

Die Anforderungen, die vor allem

an die Eigenschaften von

Füllmaterialien in Bettwaren gestellt

werden, weisen ein breit

gefächertes Pro� l auf. Dabei stehen

die thermophysiologischen

Eigenschaften wie Wärmeisolation

und Feuchtigkeitstransport

an vorderster Stelle. Daunen

und Federn können z. B. bis zu

30 % ihres Eigengewichtes aufnehmen.

Zum Vergleich: Einfache

Synthetikfasern können nur

ca. acht bis zehn Prozent Feuchtigkeit

aufnehmen.

Federnguru Metz wird beim

Housekeeping-Kongress einen

Fachvortrag über das Spezialgebiet

der Daunen & Federn halten.

Hier erfahren die Teilnehmer

alle Daten, Fakten und

Tipps zur Anschaffung und zur

P� ege dieser edlen Materialien.

Der „Daunen-Doc“ – wie er in

Insiderkreisen genannt wird –

überrascht immer wieder mit

seiner jahrelangen Erfahrung

und den ständig neuen Erkenntnissen

zum Thema Verarbeitung

von Daunen und Federn.

www.housekeepingkongress.at

Referiert beim 3. Housekeeping-Kongress im Juni:

Daunendoktor Paul-Friedrich Metz.

HGV PRAXIS 4.2009

Bild: privat

Bild: Langusch

Die Bar Society Graz ermittelte anlässlich der Gastronomia in Graz

zum 2. Mal den besten Showbarkeeper Österreichs. Die spektakuläre

Show wurde von hunderten begeisterten Besuchern verfolgt. Titelverteidiger

Kenny Klein (Bild) konnte sich in überlegener Manier als Nummer

Eins in Österreich behaupten.

World-Spirits Award 2009

Award 2009 geht an Franz Tinnauer

Beim „World-Spirits Award

2009“ nahmen 52 Teilnehmer

aus 21 Nationen mit 294 Spirituosen

teil. 288 Medaillen wurden

Mitte März vergeben, Gewinner

des einzigen „World-Spirits

Award“ ist der steirische Fruchtbrenner

Franz Tinnauer.

Die sechste Au� age des „World-

Spirits Award“ im Rahmen der

GAST-Messe in Klagenfurt, organisiert

von Wolfram Ortner, ging

mit der Prämierung der besten

Edelbrände zu Ende. 155 Gold-,

128 Silber- und fünf Bronze-Medaillen

schmücken nun die Pro-

dukte der teilnehmenden Destillerien.

Star der „World-Spirits 2009“

und Gewinner des einzigen

„World-Spirits Award“ ist erstmals

der steirische Fruchtbrenner

Franz Tinnauer als „Distillery of

the Year 2009“ in der Kategorie

Obst-Destillate.

Gefolgt wird er von der oberösterreichischen

Brennerei Manfred

Wöhrer („Distillery of the Year“

in Silber) und der Schweizer

Kirsch-Spezialitäten-Brennerei Arnold

Dettling aus Brunnen („Distillery

of the Year“ in Bronze).

Verleihung der World-Spirits Awards anlässlich der GAST Klagenfurt.

Aus Anlass der Whiskey-Messe, die Ende März bereits zum 4.

Mal im Arcotel Wimberger stattfand, rief Pernod Ricard auf seiner Online-Plattform

„Exclusive Spirits“ den März zum Whisky-Monat aus. In

Auktion befand sich eine Whisky-Verkostung von Irish zu Scotch, von

Blend zu Malt mit Whisky-Experten Gert Weihsmann für maximal 15

Personen – Whiskys, Gläser sowie Verkostungsunterlagen inklusive.

Bild: Pernod Ricard

Bild: Messe


Bild: Römerquelle

Destillata

Ungar gewinnt „Brenner des Jahres“

Das Grand Casino Baden stand

am Freitag, dem 13. März, ganz

im Zeichen hochgeistiger Genüsse.

400 Gäste aus Österreich,

Deutschland, Ungarn, Italien, der

Schweiz, Schweden und den Niederlanden

kamen zum hochkarätigen

Treffen der Meisterdestillateure

und feierten die „Destillerien

des Jahres 2009“.

Und es war ein rauschendes,

spannungsgeladenes Fest in prickelnder

Atmosphäre, an dessen

Höhepunkt Niederösterreichs

Neo-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf

schließlich den Gesamtsieger

verkündete. „Destillerie des

Jahres 2009 ist – die Agárdi Pálinkafözde

aus Ungarn mit Brennmeister

Tibor Vèrtes.“ Die Silbermedaille

ging an den erfolgsgewohnten

Mostviertler Georg

Hiebl aus Stadt Haag (Niederösterreich),

der sich damit gleichzeitig

an die erste Stelle der österreichischen

Brennerszene brannte.

Platz drei und die Bronzemedaille

der Destillata-Prämierung bester

Spirituosen sicherte sich der Osttiroler

Rudolf Schwarzer aus Lienz

und setzte damit einen verdienten

Höhepunkt in seiner erfolgreichen

Brennerkarriere. Insgesamt

beteiligten sich 188 Betriebe

aus 13 Nationen an der

heurigen Edelbrand-Meisterschaft

Destillata. Destillerien aus

Österreich, Deutschland, Italien,

Ungarn, Griechenland, Schweden,

der Schweiz,

der Slowakei, den

Niederlanden, Australien,

Argentinien,

Neuseeland und

Thailand stellten

mehr als 1600 Produkte

der verdeckten

Verkostung

durch die Destillata-

Fachjury. Entsprechend

groß war da-

mit auch der Konkurrenzdruck

an der

Spitze.

Gast-Wien

Cocktail-Kompetenz

Römerquelle bringt frischen Wind in heimische Getränkekarten: Ab sofort ist die neu-

este emotion-Kreation brombeere|limette auch in den österreichischen Gastronomiebetrieben

erhältlich. Fruchtig, erfrischend und belebend – das ist die neue emotion-Sorte

von Römerquelle. Nach dem erfolgreichen Start im Handel erobert emotion

brombeere|limette nun auch die Gastronomie. Unterstützt wird der Gastro-Launch

durch elegante Tischaufsteller als hochwertige Präsentationsform und ein attraktives

Test-Angebot für Direktkunden: Bei Bestellung von 5 Kisten aus der gesamten Römerquelle-Produktpalette

gibt es einen Tray emotion brombeere|limette gratis dazu.

Beim „CU“-Szenetreff der „Alles für den Gast – Wien“ wurde der

Grundstein bei der Vorjahresausgabe gelegt, 2009 verspricht eine

attraktive Fortsetzung. Im Event-Center ist der erste Tag dem Thema

Entertainment gewidmet, dabei stehen Disco-Equipment, Lightshow,

Showbarkeeper-Act und ein DJ-Workshop auf dem Programm.

Der zweite Tag wird sich dem Thema Bar widmen, mit

Cocktailtasting und der Showbarkeeper Competition unter dem Titel

„1. International CEE Flairing Cup“. Am dritten Messetag lädt

Whiskybotschafter Christian Rosenberg zum Vodka- und Whisky-

Tasting statt. Und am vierten und letzten Messetag ist schlussendlich

wieder Cocktailtasting angesagt. Die Wiener Gast läuft von 18.

bis 21. April im Wiener Messezentrum.

Die Destillata-Sieger des Jahres 2009, v.l.:

Georg Hiebl, Tibor Vèrtes und Rudolf Schwarzer.

Praxisorientierung steht als Zielsetzung in den Tourismusschulen

HLF Krems ganz vorne in der Schulphilosophie. Gemäß

diesem Motto haben sich zwei Lehrer besonders dem aktuellen

Thema des „Responsible Serving“ – dem verantwortungsvollen

Umgang mit Alkohol – gewidmet. Dipl.-Päd. August Teufl und

Dipl.-Päd. Hans-Jürgen Sponseiler (l.) haben die Prüfung zum

„Experten für alkoholfreie Getränke“ mit sehr gutem Erfolg bestanden.

Dieses Wissen passt ausgezeichnet zum Pilotprojekt

„Nachdenken statt Nachschenken“, bei dem die Tourismusschulen

HLF Krems einen Lehrplan für den verantwortungsvollen und bewussten Umgang

mit Alkohol entwerfen und mit den Schülerinnen und Schülern umsetzen.

DRINKS-CORNER | 63

Bild: Schule

Bild: OTS

Apfelkorn-Erfi nder

Berentzen

gestorben

Der Erfi nder des Apfelkorns,

Friedrich Berentzen, ist tot. Der

langjährige Chef des gleichnamigen

Spirituosenherstellers starb

Ende Februar im Alter von 80

Jahren. Schon mit 26 hatte Friedrich

Berentzen zusammen mit seinem

Bruder Hans die Leitung des

Familienunternehmens übernommen.

Der große Wurf gelang den

Brüdern 1976, als sie den Apfelkorn

entwickelten. Dieser

Schnaps gilt als die erfolgreichste

Spirituosen-Neueinführung in

Deutschland nach dem Zweiten

Weltkrieg und begründete ein

neues Marktsegment, die sogenannten

fruchtigen Spirituosen,

das bis heute besonders gut läuft.

1994 führte Berentzen seine

Firma an die Börse und zwei

Jahre später, mit 68, wechselte

er in den Aufsichtsrat, dem er bis

2002 angehörte. Die darauffolgenden

Verlustjahre bekam er nur

noch als Aktionär mit. Die Firma

gehörte inzwischen vier Familien,

die zerstritten waren. 2008 übernahm

der Münchner Finanzinvestor

Aurelius die Mehrheit.

HGV PRAXIS 4.2009


64 | wein Aktuell

Salzburg

DAC-Jahrgangspräsentation

Die überdachten Weiten des

Terminal 2 am Salzburger Flughafen

stellten sich als ideale Location

für die 2009er-Jahrgangspräsentation

der Weinkomitees

Weinviertel und Mittelburgendland

heraus. 170 Win-

zer zeigten und zeigen in Linz,

Wien, Salzburg und Götzis ihren

neuen Jahrgang aus der Region,

in der das Pfefferl zu

Hause ist.

„Der Urmeter des Grünen Veltliners

kommt eben aus dem

Winzer Hans Setzer, die GF des Weinkomitees Weinviertel Ulrike

Hager, der GF von Wein Burgenland Christian Zechmeister und

der Präsident Blaufränkischland Walter Kirnbauer stoßen auf

einen gelungenen Auftritt im Terminal 2 des Salzburger Flughafens

an.

HLF Krems

„Veltliner Cup“

Geschmack und Sensorik sind

im praktischen Ausbildungsteil

der Tourismusschüler

wichtige Bereiche beim Weinwissen.

Gemeinsam mit der

Landjugend Krems veranstaltete

die Schule einen „Veltliner-Cup“,

in dessen Rahmen

fünf Veltliner aus Krems und

Röschitz in einer Blindverkostung

bewertet wurden.

Die wertvolle „Unterlage“

für die Kostteams

kam aus der

ausgezeichneten Küche

der Tourismusschule,

wo die Schüler

der 3 CHLT die Weintester

auch servicemäßig

im wahrsten Sinne

des Wortes verwöhnten.

Die Verkostungssieger

kommen aus

dem Team der Landju-

HGV PRAXIS 4.2009

gend Krems, ihre Weinbewertung

war beeindruckend.

Hinten, v. l.: Martina Tauchner,

Julia Gschweicher,

Sabrina Galler und Schulleiter

Mag. Johann Böhm;

vorne: Lukas Platzer, Leonhard

Czipin, Christian Aigner

und Erwin Tauchner.

Bild: Wild

Bild: Schule

Bild: Graselwirtin

Weinviertel“, meint Weinviertel

DAC-GF Ulli Hager, wenngleich

sie auch eingesteht, „einfach

war das Weinjahr 2008 nicht.

Der Jahrgang verlangte den

Winzern durch seine Wetterkapriolen

– viel Feuchtigkeit und

Hagel – einiges ab. Aber wer intensiv

gearbeitet hat, dem hat

das Jahr einen DAC gebracht,

wie er sein soll. Der Wein ist

pfeffrig, fruchtig und trocken

mit hellgrüner Farbe – ein echter

Grüner Veltliner eben.“

Das Weinviertel war nicht umsonst

die erste Region Öster-

Gasthaus Graselwirtin

Denkwürdige Jamek-Verkostung

Zu Ehren des Doyens der österreichischen

Winzer Josef Jamek

und der Wachauer Weinkultur

im Besonderen – der Ökonomierat

feiert heuer seinen 90.

Geburtstag – kam es bei der

Graselwirtin in Mörtersdorf zu

einer denkwürdigen Raritätenweinverkostung:

30 Jahre Weingenuss

aus dem Hause Jamek.

Schwiegersohn und Winzer

Hans Altmann hatte für die Degustation

Wertvolles im Gepäck.

Es wurde von 2007 bis

1977 von jedem Jahr eine Flasche

Jamek-Wein verkostet. Seit

20 Jahren stehen Jamek-Weine

bei der Graselwirtin nicht nur

in der Weinkarte, sondern werden

von den Gästen auch viel-

reichs, die es mit ihrem DAC geschafft

hat, einen regionstypischen,

unverwechselbaren Wein

zu etablieren. Die Weinviertel

DAC-Weine harmonieren bestens

mit den Speisen der österreichischen

Küche, aber auch

mit zahlreichen Käsesorten. So

wurde er auch zum Wäldar Win,

dem Festwein der Käsestraße

Bregenzerwald, auserkoren. Natürlich

kann man ihn auch alleine

genießen, denn wer gibt

seinem Leben nicht gern ein wenig

mehr Würze mit einem

Weinviertel DAC?

Dipl.-Ing. Hans Altmann

leitete die große Jamek-

Raritätenweinverkostung

in Mörtersdorf. Graselwirtin

Anni Rehatschek

zeigte sich von der

Strahlkraft älterer

Semester unter den

Veltlinern und Rieslingen

aus dem berühmten

Wachauer Weingut sichtlich

beeindruckt. Nicht

umsonst stellen Jamek-

Weine seit über zwanzig

Jahren einen Fixpunkt in

der Weinkarte der

Graselwirtin dar.

fach geordert. Hans und Jutta

Altmann führen seit 1996 das

Jochinger Weingut und setzten

im Betrieb unablässig qualitative

Impulse. Aus der zwanzigjährigen

Kundenbeziehung ist

längst Verbundenheit und

Freundschaft geworden, weshalb

Hans Altmann gemeinsam

mit Freunden diese besondere

Weinverkostung organisiert

hatte. Zu den Weinen wurden

passende Waldviertler Speisen

gereicht, und die Verkostung

war nicht nur ein voller Erfolg,

sondern ließ die zahlreich anwesenden

Stammgäste des Hauses

noch Tage und Wochen von diesem

hochkarätigen Weinerlebnis

schwärmen.


Parker’s Wine Advocate

Hymnische Österreich-Bewertungen

Robert Parker‘s Wine Advocate

gehört zu den wichtigsten und

einflussreichsten Weinbewertungen

international. Für die Ende

Februar online erschienene

Österreich-Bewertung wurden

knapp 50 Weingüter beurteilt.

Beschrieben werden vorwiegend

Weine aus den Jahrgängen 2007

und 2006.

Und das allgemeine Niveau liegt

hoch. Von mehr als 640 verkos-

Im Jahr 2005 und in nunmehr fünfter Generation

hat Ewald Diem das traditionsreiche

Weingut in Hohenruppersdorf übernommen.

Der Winzer ist Chef eines „Viermäderlhauses“:

Mutter Maria als Chefin der Weingärten,

Gattin Michaela als önologische Quereinsteigerin

und Mutter der gemeinsamen

Tochter Magdalena sowie Schwester Dagmar,

die hauptberuflich in Wien arbeitet und

in der Freizeit eine willkommene Aushilfe ist. Zu den besten Lagen des

Weinguts zählen: Breitenluss, Steinberg und Wegscheid. Der Boden besteht

aus Lehm, Löss und Sand. Die Weinlese erfolgt ausschließlich von

Hand, um eine bestmögliche Selektion der Trauben zu gewährleisten. Die

Qualitätsarbeit setzt sich im Weinkeller fort, wobei in die Weinwerdung

selbst möglichst wenig bis gar nicht eingegriffen wird. Die Wahl des richtigen

Zeitpunktes für die einzelnen Arbeitsschritte und eine ausgeprägte

Sensorik ermöglichen hochqualitativen Weine.

Weingut Ewald Diem, Obere Hauptstraße 28,

2223 Hohenruppersdorf; Tel.: 02574/8292, Fax: 02574/8904

E-Mail: info@wein-diem.at, Net: www.wein-diem.at

Rebfläche: 10 Hektar. Wichtigste Sorten: Grüner Veltliner, Rivaner,

Riesling, Weißburgunder, Roter Muskateller, Neuburger, Rosé,

Zweigelt, Blauburger und Pinot Noir.

teten Weinen bekamen 16 Weine

(11 x weiß, 4 x süß, 1 x rot) die

höchste Auszeichnung „extraordinary“,

die ab 95 Punkten vergeben

wird und die besten Vertreter

ihrer Kategorie weltweit

beschreibt. Fast 250 Weine erhielten

Topnoten von 90 bis 94

Punkten (im 100-Punkte-Bewertungsschema),

gelten also als

„outstanding wines of exceptional

complexity and character“,

kurz gesagt, grandiose Weine

(terrific wines).

Erstmals erhielt auch ein österreichischer

Rotwein, ein Blaufränkisch,

die Höchstnote 95,

und zwar der 2006 Moric Blaufränkisch

Neckenmarkter Alte

Reben. Zu Blaufränkisch meint

Parker-Journalist David Schildknecht:

„Wenn Sie es bisher verabsäumt

haben, das Potenzial

des burgenländischen Blaufränkisch

zu erleben, dann ist 2006

Österreichs Salon-Winzer im Porträt

Am Ratscher Nussberg, einer der

besten Lagen der Südsteiermark,

liegt, behutsam in den Weingarten

gebaut, das Weingut Gross. Vom

Welschriesling über Muskateller,

Weiß- und Grauburgunder bis hin zu

Morillon (Steirisch für Chardonnay),

Sauvignon Blanc und Gewürztraminer

reicht das regionaltypische Sortenangebot,

das die Familie Gross

auf nahezu 40 Hektar Rebfläche kultiviert.

Winzer Alois Gross setzt dabei auf strikte Qualitätsorientierung

und keltert vielschichtige und in jeder Hinsicht kostbare Weine: zum einen

die sortentypisch fruchtigen der „steirischen Klassik“, zum anderen

die hochreifen, ausgeprägt aromatischen Lagenweine der Rieden

Nussberg, Sulz und Kittenberg.

Weingut Gross, 8461 Ratsch a. d. Weinstraße 26

Tel.: 03453/2527, Fax: 03453/2728

E-Mail: weingut@gross.at; Net: www.gross.at;

Rebfläche: 40 ha; Jahresproduktion: 250.000 Flaschen, Rebsortenanteil:

24 % Sauvignon Blanc, 24 % Welschriesling, 18 % Muskateller,

14 % Weißburgunder, 9 % Morillon, 2% Grauburgunder, 7 % Zweigelt,

1 % Traminer, 1 % Sämling.

www.weinausoesterreich.at

WEin aktuEll | 65

die Gelegenheit.“ Und er kommentiert

auch noch kurz, dass

viele französische Winzer von

der Burgund (Côte d‘Or) bis

nach Roussillon von diesen Weinen

begeistert sind. Lediglich einen

Punkt niedriger wurde der

Südburgenländer Uwe Schiefer

eingestuft. Sein 2006 Blaufränkisch

Reihburg erhielt 94

Punkte.

Bei den Weißen wurden Weine

vom Nikolaihof in Mautern/Wachau

mit sensationellen Bewertungen

ausgezeichnet. Der „Nikolaihof

Steiner Hund Riesling

Reserve 2004“ erhielt 97 von

100 Punkten und gehört damit

zu den besten Weinen der Welt.

Insgesamt erreichten sechs Weine

des Nikolaihof Wachau mehr als

90 Punkte und gelten daher als

„hervorragende Weine mit außergewöhnlicher

Komplexität

und Charakter“.

HGV PRAXIS 4.2009


66 | wEinsEitE nr. 158

Erste Überraschungen

Zu Besuch in Bad Gleichenberg bei der Verleihung

der Steirischen Weintrophy 2009, dem ersten

Weinpreis des Jahres.

Als der Sieger verkündet war,

traten gestandenen Weststeirern

die Tränen in die Augen. Der

Preis für den besten Schilcher,

ihre ureigensten Domäne, ging

an das Weingut Retter-Kneissl

aus Löffelbach bei Hartberg. In

die Oststeiermark also. Da steht

dann auch die Welt nicht mehr

lange. Aber es sollte nicht die

einzige Überraschung des Abends

bleiben.

Bereits zum elften Mal wurden

in den Tourismusschulen Bad

Gleichenberg am 12. März die

Preise der Steirischen Weintrophy

vergeben. Jedes Jahr ist diese

Veranstaltung der erste Gradmesser

für die Qualität der aktuellen

steirischen Jahrgänge. Und

der Zulauf wird jährlich stärker.

Vor allem für die nachrückenden

jungen Winzer der Steiermark ist

die Weintrophy in Gleichenberg

ein Prüfstein, an dem sich die

Richtigkeit des eingeschlagenen

Weges kontrollieren lässt.

Die Prüfkommission hat auch

heuer wieder ganze Arbeit geleistet.

649 Weine von 170 Weinbaubetrieben

unterzog die Jury

einer professionellen Blindverkostung.

Bewertet wurde in zehn

Kategorien: Schilcher, Welsch-

riesling, Muskateller, Weißburgunder,

Sauvignon Blanc, gereifte

Burgunder, Rotwein-Cuvée,

Blauer Zweigelt, Traminer und

Prädikatsweine.

Jeweils drei Weine rückten ins

Finale auf, bis schließlich nach

einer großen Schlussrunde die

Sieger feststanden. Die dann, gemeinsam

mit den anderen Finalisten,

im Rahmen einer Gala im

großen Festsaal der Tourismusschulen

auf die Bühne gebeten

wurden. Im Rahmen des von

Gleichenberger Schülerinnen

Um- und Neubau der Tourismusschulen Bad Gleichenberg

sind jetzt beschlossene Sache. Der Landeshauptmann

brachte die Finanzierungszusage mit.

Sie haben die besten steirischen Weine gekeltert.

Die Gewinner der „Steirischen Weintrophy 2009“.

HGV PRAXIS 4.2009

und Schülern zubereiteten und

servierten Menüs konnten die

160 Gäste korrespondierend die

Weine der Finalisten verkosten.

Dabei fiel auf: Die zu Beginn des

„steirischen Weinwunders“ ein

wenig im Schatten der auch

marketingtechnisch überlegenen

Südsteirer stehenden ost- und

südoststeirischen Winzer holten

in den vergangenen Jahren ganz

gewaltig auf. Sorgfältige Arbeit

in Garten und Keller gipfelt in

feingliedrigen, eleganten Weißweinen,

die weder Boden noch

Sorte verleugnen. Was ja nicht

immer so war.

Versteckte man sich einst in der

Nische zwischen der Südsteier-

mark und dem Burgenland, so

duelliert man sich inzwischen

mit den Rivalen auf Augenhöhe,

eine erfreuliche Entwicklung, die

eben auch Überraschungen zeitigt.

Der Sieg für den Gelben

Muskateller ging an Josef Scharl

aus St. Anna a. Aigen, ebenso ein

Mitglied der Eruptionswinzer

wie der Sieger in der Kategorie

Weißburgunder, Rupert Ulrich

(ebenfalls St. Anna a. Aigen).

Der erste Preis für den Welschriesling

dagegen fiel an das Familienweingut

Trabos am Kranachberg

in Gamlitz, und auch bei

den gereiften Burgundern schlug

die südsteirische Weinstraße zu:

Platz eins für Johann Jöbstl aus

Gamlitz. Dass die Trophäe für

den Sauvignon Blanc mit Anton

Pilch nach Ratsch a. d. Weinstraße

ging, untermauerte die

Vorherrschaft des Südens bei dieser

Traube noch einmal. Doch

die Verfolger rücken näher.

Aber wie gesagt, die Welt kann

nicht mehr lange stehen, wenn

Herbert Germuth aus Glanz an

der Weinstraße den besten Traminer

abliefert. Gewissermaßen

die nach Rosen duftende Rache

für den Schilcher.

Auffallend auch, dass die Oststeiermark

kraftvoll der bisherigen

Rotweinschwäche der steirischen

Weinwirtschaft entgegentritt.

Auch hier sind es vor allem

wieder die Eruptionswinzer, die

dem Vulkanland starke Rote abringen.

Walter Frauwallner aus

Straden etwa ließ mit seinem

Zweigelt keinen Zweifel daran,

dass er eines Tages an die österreichische

Spitze vorzustoßen gedenkt.

Ebenso Franz Hutter aus Feldbach,

dessen Zweigelt-Shiraz-

Cuvée nicht nur österreichweit

keine Vergleiche scheuen muss.

Was im Übrigen auch für die

Rotweine der anderen Finalisten

zutrifft. In diesem Bereich gelang

in den letzten Jahren ein großer

Sprung vorwärts.

Die ersten Weinpreise des Jahres

sind also vergeben, die ersten

Überraschungen verdaut.

Und für die Tourismusschulen

Bad Gleichenberg, deren Schüler

und Lehrer die Gala einmal mehr

bravourös gestaltet hatten, gibt

es auch Grund zu feiern.

Just am Festabend verkündete

Franz Voves, der steirische Landeshauptmann,

dass die Landeskasse

zusätzlich zu weiteren Bundesmitteln

von 500.000 Euro

eine halbe Million Euro für den

längst fälligen Um- und Neubau

der Schule bereitstellt.

Damit steht einer umfangreichen

Modernisierung der Tourismusschulen

mit neuem Internat

nichts mehr im Weg. Man kann

also auch in krisenanfälligen Zeiten

Geld durchaus sinnvoll verwenden.

-hal-


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