3 - Hessischer Rundfunk

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3 - Hessischer Rundfunk

So, 10.07.

Teil 1

So, 17.07.

Teil 2

14.05 Uhr

Peter Høeg

Der Plan von der Abschaffung

des Dunkels

Aus dem Dänischen von Angelika Gundlach

Hörspielbearbeitung & Regie: Hermann Naber

Musik: Cornelius Schwehr

SWR 2007 / 68 / 69 Min.

In seinem autobiografisch geprägten Roman

Der Plan von der Abschaffung des Dunkels berichtet

der Ich-Erzähler, der als Vierzehnjähriger nach

zahlreichen Waisenhaus- und Kinderheimaufenthalten

in Biehls Privatinternat landet, von einem

Planversuch, zu dessen Opfer und gleichzeitigem

Beobachter er wird. »Es war der Plan, alle Kinder

in der dänischen Volksschule zu versammeln,

auch die gestörten und die straffälligen, auch die

schwierigen Schüler, alle bis zur Schwachsinnsgrenze.

Biehls Privatschule sollte zum Modell für

die Integration werden [...] Sie sprachen es nicht

direkt aus, vielleicht dachten sie es auch nicht

direkt. Aber irgendwo untereinander waren sie

absolut sicher, dass ihre Ideen und Gedanken mit

künftigen Generationen von Kindern, die erwachsen

wurden, hinaus in die Welt fliegen und sich

über das Land verbreiten würden, und man eines

Tages alle dazu bringen konnte, ihre Ideale von

Fleiß und Präzision zu respektieren, und dann

würden alle Lebewesen im Universum friedlich

zusammenleben ...« [Peter Høeg]

/ Peter Høeg, geboren 1957 in Kopenhagen, arbeitete

als Tänzer und Schauspieler, bevor er mit seinem

Roman »Fräulein Smillas Gespür für Schnee« großen

literarischen Erfolg hatte. Seither zahlreiche Romane

und Erzählungen.

So, 10.07.

22.00 Uhr

Heinrich Böll

Eine Stunde Aufenthalt

Regie: Ludwig Cremer

SWF/NDR 1957 / 47 Min.

Der Reisende kommt in die Stadt, die er vor sieb-

zehn Jahren verließ, und spricht, zunächst gegen

seinen Willen, mit dem Gepäckträger, dem er

seine Koffer übergibt. Der Träger überredet ihn,

sich den Ort anzusehen und seine Freunde zu

besuchen. Er erfährt, dass seine Eltern und sein

liebster Bruder, den er am ehesten wiedersehen

wollte, bereits gestorben sind. Nur seine ehemalige

Freundin Anne lebt noch. Der Träger bewegt

ihn zu einem Telefongespräch mit ihr, die mitbestimmend

war für seinen Entschluss, damals

die Stadt zu verlassen. Der Mann redet mit seiner

ehemaligen Freundin. Sie ist überrascht und wirft

ihm vor, sich nie gemeldet zu haben. In diesem

kurzen Gespräch klärt sich nun manches – dennoch

bleibt die Tatsache, dass siebzehn Jahre

eines Lebens nicht zurückgedreht werden können,

dass es den, der nach so langer schweigender

Abwesenheit zurückgekehrt ist, nicht mehr gibt.

Mit Gerd Brüdern, Kurt Ebbinghaus, Gisela von

Collande u.a.

/ Heinrich Böll (1917–1985) zählt zu den wichtigsten

Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur. Erhielt

1972 den Nobelpreis für Literatur. Zahlreiche seiner

Hörspiele entlehnte er seinem Romanwerk.

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