Der Schärdinger ERFINDERGEIST - Berglandmilch

berglandmilch.at

Der Schärdinger ERFINDERGEIST - Berglandmilch

Der

Schärdinger

DIE BERGLANDMILCH-INFORMATION

FÜR MITGLIEDER

Sommer 2013

ERFINDERGEIST

Milchbauer Josef Gruber

hat einen Ladewagen für

Rundballen entwickelt.

Seite 6

AUFSICHTSRÄTE

Das Kontrollgremium der

Berglandmilch auf einen Blick.

Seite 12–13

KÄSESTOLLEN

Tirol Milch eröffnet demnächst

den neuen Felsenkeller.

Seite 14


VORWORT

Geschätzte Mitglieder

unserer Berglandmilch!

Wussten Sie eigentlich, dass alle Unternehmen in der EU bis Ende

September des Folgejahres eine geprüfte und genehmigte Bilanz bei

der Behörde zur Veröffentlichung einreichen müssen? Somit kann

jedermann europaweit Einsicht in diese Abschlüsse nehmen und sich

detailliert informieren. Darüber hinaus durchleuchten spezialisierte

Analysten hochprofessionell solche Bilanzen, um sie vergleichbar zu

machen. Eine Bilanzanalyse ist somit der einzige aussagekräftige und

unbestechliche Vergleich, ohne Interpretationsspielraum für mögliche

Selbstdarsteller, die es in fast jeder Branche gibt.

Gerade vorschnelle „Bewertungen“ von Molkereien in manchen

Medien oder am sonntäglichen Stammtisch unterscheiden sich dagegen

oft wesentlich von der professionellen, wenn auch zeitversetzten

Gegenüberstellung entsprechender Daten. Mit freihändig interpretierten

Statistiken kann man vieles darstellen. Oft werden dazu etwa

Monatsvergleiche oder gar Zweijahreszeiträume benützt, die selten

einer aufrichtigen Prüfung standhalten.

Dabei gibt es viele seriöse Vergleichsmöglichkeiten, wie das Eigenkapital,

die Risikostreuung, die Exportanteile, den Eigentümer, aber

auch Betriebsaufwand, Abschreibung (AFA – Absetzung für Abnutzung),

den Erzeugermilchpreis und anderes mehr. Bei Unternehmensvergleichen

mit ausländischen Molkereien sollte man gerade beim

Milchpreis immer auch die dortigen Verhältnisse vergleichen, allen

voran Betriebsstrukturen, Anfuhrkosten, Steuern, Fördersysteme oder

die Milchqualität. Alleine dadurch ergibt sich etwa für unsere Molkereien

gegenüber Verarbeitern in Deutschland ein nachweisbarer

Wettbewerbsnachteil von 1,53 Cent pro kg Milch.

Grundsätzlich gibt es beim Milchpreisvergleich mit Deutschland nur

sehr geringe Unterschiede, allfällige Preisdifferenzen sind über einen

größeren Zeitraum in der Praxis kaum relevant. Vergleicht man in den

Bilanzanalysen von 2000 bis einschließlich 2011 etwa die Erzeugermilchpreise

von Bergader, Jäger, Gmundner Molkerei und Berglandmilch,

so erhält man exakt den gleichen Wert. Mit dem heutigen

Wissen aus dieser Analyse stellt sich die Frage: Wie viel Konfliktpotenzial

hätte es von vornherein erst gar nicht gegeben – und wie viele

hitzige Diskussionen der vergangenen Monate und Jahre hätten wir

uns ersparen können? Schon Prof. Jakob Stöckl, Ex-Vorstandschef

der Bayrischen Milchindustrie (BMI), hat es einst treffend formuliert:

„Vagabundierende Milch ist und bleibt eine Sackgasse.“

Österreichs Milchwirtschaft, und hier federführend unsere Berglandmilch,

leistete seit dem EU-Beitritt enorme Anstrengungen in Qualität

und Produktvielfalt. Heute liegen wir vor der Schweiz oder Frankreich,

das beweisen unsere laufenden Erfolge bei internationalen

Wettbewerben. Gelingen konnte das nur durch konsequente Qualitätsstrategien

– von der Rohmilch über die GVO-freie Fütterung bis hin

zu einer höchst professionellen Verarbeitung. Selbst in einem extrem

fordernden Jahr wie zuletzt 2012 konnten wir damit so manchen

Wettbewerbsnachteil wettmachen.

Genossenschaften wie die Berglandmilch eGen, zu 100 Prozent im

Bauerneigentum und ausgestattet mit entsprechendem Eigenkapital,

sind in der Krise deutlich solider. Bleiben Sie daher bewusst

Eigentümer unserer Spitzenmolkerei, in der sich hochmotivierte

Verantwortliche dem Wettbewerb selbstverständlich auch in Zukunft

stellen werden.

Euer Johann Schneeberger, Obmann

Mit Schärdinger lässt sich's leben.


ANALYSE

„Unkenrufe sind

schlichtweg falsch“

JOSEF BRAUNSHOFER ÜBER KRITIK AM

ZUKUNFTSMODELL UND TIROLER AUSSTEIGER

Fotos: agrarfoto.at, Archiv

Die sich seit Ende des vergangenen Jahres 2012 abzeichnende internationale

Festigung des Marktes hat sich auch in den zuletzt wieder

besonders milchstarken Monaten fortgesetzt.

Die internationalen Lagerstände sowohl bei

Käse als auch bei Butter liegen nach wie vor

deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die

Berglandmilch verzeichnete heuer in der letzten

Maiwoche ihre bisherige Anlieferungsspitze.

Trotzdem sind unsere Lagerstände an

H-Milch, Butter und Käse nach wie vor nur

auf unterdurchschnittlichem Niveau. Daher

hat der Vorstand der Berglandmilch schon

jetzt entschieden, für 2014 keinen Vermarktungsbeitrag

festzusetzen. Gleichzeitig wurde

allen Milchbauern per SMS mitgeteilt, dass

die Berglandmilch-Gruppe die von ihnen

produzierte und an die zwölf Milchwerke in

Österreich und Bayern angelieferte Rohmilch

auch bestmöglich zu Top-Molkereiprodukten

weiterverarbeiten wird können. Mancherorts

verbreitete Kommentare – interessanterweise

nahezu ausschließlich von Nicht-Mitgliedern

der Berglandmilch – und allen Unkenrufen

über unser Zukunftsmodell zum Trotz erweisen

sich all diese voreiligen Angriffe und

Wehklagen schon dem Start unseres Liefermodells

im kommenden Jahr schlichtweg als

falsch.

Der erste und wichtigste Auftrag der Berglandmilch

lautet nach wie vor, in naher und

ferner Zukunft die gesamte von den Mitgliedern

angelieferte Milch bestmöglich zu verwerten.

Ich persönlich verwende lieber das

Wort „veredeln“. Hinter dieser Vorgabe aller

14.000 Mitglieder steht klarerweise der gesamte

Vorstand und Aufsichtsrat der Berglandmilch.

Natürlich wissen auch die Mitarbeiter

der Berglandmilch, dass diese Obliegenheit

im obersten Eigentümerinteresse

liegt. Darauf aufbauend wurden in den vergangenen

Monaten und Jahren auch alle entsprechenden

Investitionsentscheidungen für

die Zeit nach dem Quotenende getroffen.

Aufgrund unserer langjährigen Beobachtung

erwarten auch wir mehr Milch von unseren

Mitgliedern. Mit der nötigen Umsicht und

Vorausschau haben wir uns schon jetzt mit

unseren Werken bestmöglich aufgestellt, um

den erwarteten steigenden Milchmengen

auch optimal begegnen zu können.

Dass uns – wie wir vorerst ebenfalls eher

überraschend erfahren haben – knapp 200

Milchbauern aus Tirol, konkret aus dem

Wipptal und dem Stubaital, verlassen wollen,

müssen wir wohl oder übel mit Bedauern zur

Kenntnis nehmen. Zumindest hat dies der

Sprecher der Wipptaler Liefergemeinschaft,

Tirols Ex-Agrarlandesrat Anton Steixner, via

Medien mitgeteilt. Mit dieser Gruppe würden

der Berglandmilch und hier vor allem der

Tirol Milch rund sechs Millionen Liter Milch

verloren gehen.

Wir bedauern jeden Liter Milch der uns verläßt.

Bedauerlich wäre der Abschied dieser

Mitglieder vor allem auch deshalb, weil die

vor drei Jahren von den Milchbauern und

ihren obersten Funktionären selbst eingefädelte

und gewünschte Verschmelzung von

Tirol Milch und Berglandmilch mittlerweile

in weiten Teilen vollzogen wurde. Damit

wurden einmal mehr frühzeitig die Weichen

gestellt und die Berglandmilch als Österreichs

größte Molkerei in Bauernhand mit

starken Marken und besonders innovativen

Mitarbeitern auf eine Erfolgsgerade geführt.

Den Ertrag daraus würden wir gerne mit

allen Mitgliedern teilen, die uns damals wie

heute in unserem ehrlichen Bemühen zustimmen

und unterstützen.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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INTERVIEW

„Volatile Märkte

bergen Risiken“

BAUERNBUNDDIREKTOR JOHANNES ABENTUNG IM GESPRÄCH

Fotos: Österreichischer Bauernbund

DER SCHÄRDINGER: Wie beurteilt der

Bauernbund die weitere Entwicklung der heimischen

Milchwirtschaft nach dem Wegfall

der Milchquoten ab 2015?

Johannes Abentung: Das bringt Bewegung

in den Markt. Experten erwarten ein Plus von

etwa zwei Prozent pro Jahr. Eine Herausforderung

für die Verarbeitung ist die intelligente

Vermarktung und dass man sich nicht

gegenseitig die Lieferanten abwirbt. Andererseits

fällt die Superabgabe, zuletzt immerhin

30 Millionen Euro. Auch das bringt ein Wertschöpfungsplus

für die Bauern.

Was brauchen die Milchbauern derzeit am

dringendsten?

In manchen Regionen hat die Flut den ersten

Schnitt vernichtet, Wiesen und Weiden sind

durch Geröll und angeschwemmtes Holz verschmutzt.

Solcherart betroffene Höfe brauchen

nun rasch Hilfe. Mittelfristig müssen

wir die nächste GAP-Periode 2014 bis 2020

unter Dach und Fach bringen. Gelder in derselben

Höhe wie bisher wurden bereits gesichert.

Das ist ein großer Erfolg für den Bauernbund,

war doch noch 2012 von massiven

Kürzungen des EU-Agrarbudgets um bis zu

30 Prozent die Rede.

Jeder Euro aus Brüssel

wird weiterhin abgeholt

und verdoppelt, daran

wird nicht gerüttelt. Voraussetzung

dafür ist, dass

die ÖVP weiterhin in der

Regierung sitzt. Langfristig

ist neben dem Verlust

an Agrarfläche durch Verbauung

die steigende Kreditabhängigkeit der

Bauern ein Problem.

Das Thema Almflächenerhebung erzürnt derzeit

Bergbauern vor allem in den westlichen

Bundesländern. Wann rechnen Sie mit einer

endgültigen Lösung der Misere?

Die SOKO Alm mit Franz Fischler war eine

gute Entscheidung. Sie soll offene Fälle aus

früheren Jahren klären. Für 2013 klären

Kammer und AMA nach SOKO-Plan die

Futterfläche gemeinsam mit den Bauern. Das

soll Rechtssicherheit bringen. Ich bin vorsichtig

optimistisch, dass das System bis zum

Sommer tragfähig neu aufgestellt werden

kann.

Wie kann die Politik speziell den Milchbauern

helfen?

Notwendig für die bäuerlichen Familienbetriebe

sind Planungssicherheit, stabile Rahmenbedingungen

und Entwicklungsmöglichkeiten

sowie die Qualitätsförderung. Um

Volatilitäten abzufedern, brauchen wir weiterhin

das Sicherheitsnetz der EU-Mittel.

Eine starke Investförderung soll die Innovationskraft

der Bauern verstärken. Bei der Tierhaltung

sind nationale Alleingänge gefährlich,

weil die Konkurrenzfähigkeit enorm

leidet.

Die Flucht zu Verarbeitern im benachbarten

Ausland ist neuerdings nicht nur eine Ausnahmeerscheinung

von Milchrebellen. Unter

der Schirmherrschaft des früheren Agrarlandesrates

von Tirol, Anton Steixner, wollen

knapp 200 Tirol-Milch-Lieferanten zu einer

Molkerei in Südtirol wechseln. Ihre Meinung

dazu?

Daran sieht man die Dynamik am Milchmarkt,

die in jedem Kuhstall angekommen

ist. Möge die Wechselfreudigkeit der Bauern

auch langfristig belohnt werden. Leider gab

es negative Erfahrungen, wo langfristige Lieferbeziehungen

leichtfertig für einen verlockenden

Milchpreises aufgegeben wurden.

Die Freie Milch Austria als Milchsammel -

unternehmen einiger Hundert Milchrebellen

zahlte zuletzt ihren Lieferanten weit weniger

für Milch als alle namhaften Genossenschaftsmolkereien.

Welche Schlüsse muss

man daraus ziehen?

Das Problem der Freien Milch ist, dass sie

sich auf den Spot-Märkten bewegt. Volatile

Märkte bergen Risiken, die dann wohl auch

die Bauern auszubaden haben.

Welche Hausaufgaben muss Österreichs

Milchwirtschaft dringend angehen? Und gibt

aufgrund der wachsenden Nachfrage nach

Milch nicht auch enorme Chancen?

Österreich hat die Schweiz überholt und

ist Käse-Exportweltmeister. Wichtig

wäre die Einrichtung eines Branchenverbandes

zur Bündelung der Kräfte – auch

gegenüber dem Handel, der die Kostensituation

der Bauern nicht ignorieren darf.

Gebündelte Rohmilchanlieferungen oder

Überschussverwertungen wären höchst

sinnvoll. Bei geschickter Vermarktung lebt

der Milchstandort Österreich auch in

Zukunft von der unvergleichlichen

Qualität der Produkte.

4 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Foto: LVN

AKTUELLES VOM JUGENDBEIRAT

JUGENDEVENT IN GEINBERG

Bereits zum vierten Mal findet auch heuer

wieder der Berglandmilch-Jugendevent statt,

diesmal am 24. August in Geinberg. Wie bei

den ersten drei dieser Netzwerk-Treffen für

jungen Milchbauern stehen das gegenseitige

Kennenlernen, viel Information rund um

Österreichs größte genossenschaftlich organisierte

Molkerei, die Berglandmilch eGen,

und natürlich Spaß und Action im Mittelpunkt.

Der jährlich stattfindende Event ist

mittlerweile zur Tradition geworden. Jugendbeiratssprecher

Reinhard Puchner: „Für viele

Jungbauern ist er bereits ein fixer Bestandteil

im Milchwirtschaftsjahr.“ Heuer öffnet dafür

die Molkerei Geinberg ihre Pforten, das spezialisierte

Konfektionierungswerk der Berglandmilch

für Käse. Die motivierten Mitarbeiter

verpacken dort jedes Jahr rund 20.000

Tonnen Käse in Form von Scheiben, Klein -

stücken, Reibkäse und Würfelkäse. Zuletzt

wurde am Standort Geinberg einmal mehr

kräftig investiert, in neue Lagerkapazitäten,

einen neuen Käsereifekeller und nicht zuletzt

in ein neues Käseeck für den Verkauf. Puchner:

„Wer diese neuen Anlagen sehen möch -

te, soll unbedingt am 24. August nach Geinberg

kommen.“ Was erwartet die Gäste noch?

Ein Zusammentreffen mit Obmann Johann

Der Jugendbeirat der Berglandmilch eGen

entwickelt sich prächtig. So hat das Jugend-

Gremium laut dem Sprecher des Beirates,

Reinhard Puchner, seit kurzem drei neue Mitglieder:

Manuela Renz aus Handenberg, Philipp

Johann Hipfl aus St. Margarethen. Neues

„Verbindungsglied“ zwischen Jugendbeirat

und der Geschäftsführung ist Stefan Lindner,

Vorstandsmitglied der Berglandmilch und

Obmann der Tirol Milch. Weiters verweist

Puchner auf drei Sitzungen im Jänner am

Rande der Funktionärsklausur

in Garsten, im März in

Aschbach und im April in

Wels. „Unsere Sitzungen

beginnen immer mit einem

aktuellen Markt- und Geschäftsbericht

samt Diskussionen

darüber“, sagt Puchner.

Außerdem lädt der Jugendbeirat

stets einen Abteilungsleiter aus

der Molkereigruppe in seine Runde. „In den

vergangenen Sitzungen gaben Karl Riegler,

Chef des Rohstoffmanagements und der Produktionsplanung,

sowie Reinhard Rosenauer,

Produktmanager für die gesamte Berglandmilch-Käsepalette,

interessante Einblicke ins

Unternehmen. Beide haben uns mit ihrem

enormen Hintergrundwissen beeindruckt.“

Speziell die Erläuterungen rund um das Milknet

der Berglandmilch hat die Jungfunktionäre

überzeugt. Puchner: „Kaum zu glauben,

wie verflochten hier verschiedene Computerprogramme

miteinander kommunizieren.

Viele Fachleute mit großem Know-how sind

im Hintergrund notwendig, dass wir Bauern

diese Plattform für unsere Milchgeldabrechnung,

eine Bestellung im Expedit oder auch

für ein Inserat nutzen können.“ Auch eine

Tourenumstellung sei aufgrund der komplex

kommunizierenden Programme gar nicht so

einfach, wie es manchmal den Anschein

hätte. „Auch das wurde uns dank des Vortrages

von Karl Riegler klar.“ Viel Zeit und ehrenamtliches

Engagement wenden die Mitglieder

des Jugendbeirates auch heuer wieder

für die Organisation ihres „Jugendevents

2013“ auf. Dieser findet am 24. August in

Geinberg statt. Dort sollen alle Jungbäuerinnen

und Jungbauern einen Tag lang in die

Welt ihrer Genossenschaftsmolkerei Berglandmilch

eintauchen können.

Fotos: Schilling (2)

Schneeberger und Geschäftsführer Jo sef

Braunshofer, eine Werksbesichtigung, Spaß

beim Bullriding und Wettmelken und ein

herzhaftes Käsebuffet in der Berglandmilch-

Käsewelt. Etwa zwei Wochen vor dem Event

folgt eine gesonderte Einladung, die per

Milchsammelwagen zugestellt wird. Auch

die Gratis-Anreise mit Bussen wird organisiert,

die Abfahrtszeiten und Zustiegsstellen

werden nach Eingang der Anmeldungen den

Teilnehmern vom zuständigen Jugendbeirat

in der Region mitgeteilt. Da die Sitzplätze in

den Bussen begrenzt sind, gilt: rasch anmelden,

um sich einen Platz zu sichern.

Fragen an den Jugendbeirat werden am

schnellsten per E-Mail beantwortet:

jugendbeirat@berglandmilch.at

KUH-LE VIDEOS

AUS DEM STALL

Innovative Milchbauern aus Niedersachsen,

BRD, greifen in den nächsten Monaten

zu ihrem Smartphone, um regelmäßig

kurze Videos aus ihren Kuhställen

zu veröffentlichen. Ihr Ziel: „My

KuhTube“ soll die Milchproduktion für

Konsumenten transparenter machen.

Verbreitet werden die Videos über eine

spezielle Milch-App.

Zwar interessiere es viele Menschen,

wie es auf einem Milchbauernhof zugehe,

doch sie hätten nicht die Gelegenheit

für einen Besuch. Nur wenige haben

je einen Kuhstall von innen gesehen,

heißt es. Demgegenüber steigt die Zahl

der Konsumenten, die an der Herkunft

ihrer Lebensmittel interessiert sind. Deswegen

nützt die Landesvereinigung für

Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN)

nun die modernen Kommunikationswege,

um realistische und authentische

Bilder von modernen niedersächsischen

Milchbauernhöfen zu zeigen.

Zweimal in der Woche gibt es nun via

Internet neue Kuh-Videos von gut einem

Dutzend Höfen. Die Videos werden

nicht bearbeitet, sie werden direkt vom

Landwirt im Stall übertragen. Die 16

meist jungen Bauern sind in Workshops

vor Ort mit der Kamera vertraut gemacht

worden. Jedes Video soll eine

eigene kleine Geschichte für sich sein.

Wer die kostenlose Milch-App etwa auf

seinem iPhone hat, bekommt nicht nur

laufend neue Videos aus dem Stall, sondern

kann auch eine faszinierende neue

Technik kennenlernen, die AR-Technik,

der Fachjargon für „Augmented Reality“

oder „erweiterte Wirklichkeit“. Der Betrachter

sieht die reale Welt, erhält aber

zusätzlich dazu passende virtuelle Bilder

oder digitale Textinfos.

Internet: www.mykuhtube.de

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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ERFINDER

Vier auf einen Streich

MILCHBAUER HAT LADEWAGEN FÜR RUNDBALLEN ENTWICKELT

Foto: Laresser (4)

Viele Berglandmilch-Bauern sind auch Technik-Tüftler. Dem einen

oder anderen gelingt mit seiner Erfindung der Durchbruch. Wie

Josef Gruber. Ein geeigneter Transportwagen musste her, um die

Schlagkraft beim Sammeln und Wickeln seiner Rundballen zu erhöhen.

Und den hat der findige Milchbauer gleich selbst erfunden.

Gebastelt und an allerlei Geräten herumgeschraubt

hat Josef Gruber aus St. Georgen

am Walde in Oberösterreich schon von Kindesbeinen

an, anfangs am Gokart, am

Moped, später als Jungbauer auch an den

verschiedenen Maschinen. Ungezählte Stunden

verbrachte er im Laufe der Jahre in seiner

Hofwerkstatt, baute sich seinen eigenen

Futtermischwagen, eine – bis dato einzigartige

– schwenkbare Ladegutschaufel, diverse

Aufstallungs-Einrichtungen im Laufstall oder

einen Viehanhänger fürs Auto, stets neben

der täglichen Arbeit als Milchbauer und

Fleckviehzüchter. „Eigentlich gibt es immer

eine Gelegenheit, um über technische Verbesserungsmöglichkeiten

zumindest nachzudenken.

Oder ob man eine nötige Maschine

auch selber bauen kann“, scherzt Gruber, der

als leidenschaftlicher Jäger selbst manch

stille Stunde am Hochstand dazu nutzt. So

EUROPAS MODERNSTER MILCHVIEHSTALL

Schauplatzwechsel nach Tirol: Zu den Lieferanten

der Berglandmilch gehört auch

Josef Hetzenauer aus Langkampfen. Der

Nebenerwerbslandwirt hat sich als Hersteller

von Fütterungstechnik einen Namen

gemacht und auf seinem Hof einen „lebendigen

Schauraum“ für die Produkte seiner

Firma Hetwin erschaffen. Der Musterstall

bei Kufstein gilt mittlerweile als Europas

vielleicht modernster Kuhstall.

Gegründet hat der gelernte Maschinenschlosser

seine Firma „Hetwin“ vor neun

Jahren, vor fünf Jahren ist er selbst in die

Entwicklung von Fütterungsrobotern eingestiegen.

Mit der Übernahme des Hofes

von seinen Eltern entschied sich Josef Hetzenauer,

den Fleckvieh-Red-Holstein-

Kreuzungen ein neues Zuhause zu schaffen.

50 Milchkühe hat der Betrieb mit 27

Hektar Grünland und ebenso viel Wald.

Noch 2012 wurden die Tiere in Anbindehaltung

in einem Altgebäude gehalten. Nun

leben sie in einem Top-kalt-warm-Stall, der

alle Stücke spielt. Eingebaut wurde alles, was

Hetwin baut oder vertreibt: Curtains, die von

Temperaturreglern gesteuert werden; eine automatisierte

Beleuchtung; der Fütterungsroboter

„Aramis“ aus eigener Herstellung (zugleich

Schwerpunkt im Hetwin-Programm)

zur bedarfsspezifischen Fütterung der einzelnen

Kuhgruppen; der„Stallboy Feed“, für den

Hetzenauer 2012 auch einen Innovationspreis

erhalten hat. Auch die Software dafür

schreibt der Landwirt selber.

„Nur wenn ich selber Kühe habe, verliere ich

nicht den Anschluss zur Praxis. Außerdem

müssen wir mit unseren Kunden jetzt nicht

mehr zu fremden Betrieben fahren, um unsere

Produkte herzuzeigen“, begründet der

Tiroler die Errichtung des Hightech-Stalls,

Foto: www.landwirt.com

der auch in Sachen Melktechnik, Milchkühlung

und Entmistung den neuesten

Stand der Technik widerspiegelt. Wobei,

und das räumt auch Milchbauer Hetzen -

auer ein: In seinem Stall stehe nicht überall

die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die

Präsentation der Einrichtungen im Mittelpunkt.

Internet: www.hetwin.at

6 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


entstand auch jenes Gerät, mit dem der

Mühlviertler mittlerweile am Landtechnikmarkt

für Aufsehen sorgt.

Der Grünlandbauer presst jedes Jahr mehrere

Hundert Silagerundballen sowie Dutzende

Heuballen auf seinem insgesamt 32 Hektar

Wiesen. Am Lagerplatz des Hofes werden

die Ballen mit einer stationären Wickelmaschine

mit Folie umwickelt. Mit seinem

Traktor konnte er früher nur zwei Ballen

transportieren. Da einige auf bis zu zwei Kilometer

entfernten Pachtflächen eingesammelt

werden mussten, kostete das enorm viel

Zeit. Ein geeigneter Rundballen-Transportwagen

musste her, um die Schlagkraft zu

erhöhen. Und den hat der findige Tüftler

gleich selbst entwickelt.

Der Prototyp Auf dem Rahmen mit Anhängedeichsel

aus vorhandenen I-Trägern wurden

zwei gebrauchte Halbachsen verschweißt,

die Achslast des Laders beträgt

rund sechs Tonnen. Sowohl der Ballenspieß

als auch die Ballengabel werden mit einem

doppelt wirkenden Hydraulikzylinder betätigt

und können unabhängig voneinander gesteuert

werden. Die Funktionsweise ist denkbar

einfach: Der erste Rundballen wird mit

dem Ballenspieß angestochen und so hoch

gehoben, bis die Ladegabel für den zweiten

Rundballen frei ist. Befindet sich der zweite

Rundballen in der Ladegabel, werden die

Hydraulikzylinder ganz eingezogen, und

auch der zweite Ballen hebt sich vom Boden

ab. Beim Hebevorgang selbst drücken am

Ballenspieß befestigte Stahlrollen ab einer

bestimmten Höhe auf den Hebel der Ladegabel.

Dadurch hebt sich auch die Ballengabel

mit und beide Rundballen können mithilfe

eines Zylinders in die Transportposition gebracht

werden. Mithilfe von zwei Steuergeräten

am Traktor können so vier Ballen geladen

und gleichzeitig transportiert werden.

Beim Entladen werden die Zylinder vorerst

so weit ausgefahren, bis sich der untere Ballen

(in der Ballengabel) am Boden befindet.

Nach kurzem Rangieren nach vorne wird der

obere Ballen im Ballenspieß bis zum Boden

abgesenkt. Nach einer weiteren Anfahrt sind

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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die Ballen schließlich entladen und die Zylinder

werden wieder voll eingezogen.

Bewährt hat sich der Ballenwagen neben

dem Transport von Siloballen auch bei Heu

bzw. Strohballen. „Der gesamte Materialaufwand

für den Prototyp betrug etwa 5.000

Euro“, erzählt Gruber. Im praktischen Einsatz

hat sich die Erfindung prompt bewährt.

Mit dem Sammelwagen konnte der Landwirte

auf einmal fünf Rundballen gleichzeitig

– die Nr. 5 mit der Fronthydraulik – transportieren

und so die Transportleistung mehr

als verdoppeln.

Das Seriengerät Seine Idee, vom Magazin

„TopAgrar Österreich“ prompt als „Erfindung

des Monats“ gewürdigt, hat sich Gruber

natürlich im Jahr 2011 beim Patentamt schützen

lassen. Und er hat alsbald einen Hersteller

für sein Gerät gefunden. Im Herbst vergangenen

Jahres stellte die Mammut Maschinenbau

GmbH in Gurten in Lizenz den „Silotrans“-Transportwagen

vor. Die Botschaft:

Vier Ballen in 90 Sekunden laden. Mittlerweile

gebe es Anfragen aus Deutschland,

aber auch aus Irland und Norwegen. Zehn

Ballentransporter wurden für die erste Saison

produziert, erste Bestellungen seien bereits

eingelangt, sagt Mammut-Firmenchef Reinhard

Frauscher. Preis pro Maschine: 9.600

Euro. Auch in Grubers Nachbarschaft gebe

es bereits einige Freunde und Bekannte, die

sich dafür interessieren, erzählt der Landwirt.

Drei Jahre dauerte es von der ersten Idee bis

zur Serienreife. Zudem tüftelt Gruber bereits

an der weiteren Verbesserung der Ladetechnik

seines Silotrans. Leben könnte er von seiner

Erfindung noch nicht, räumt er ein, „aber

es wird mittlerweile auch ökonomisch interessant“.

Der Prototyp wurde für in Folie gewickelte

Ballen weiterentwickelt. „Diese einzigartige

Neuheit habe ich ebenfalls international

patentieren lassen.“

Weiters wurde das Seriengerät mit einer automatischen

Ladegutsicherung mit aufgebauter

Beleuchtung – wichtig für die Sicherheit

im Straßenverkehr – verbessert.

Noch stolzer als auf seine Eigenbau-Technik

ist der 52-jährige Landwirte aber auf seine

vier Kinder: Drei haben erfolgreich an Universitäten

studiert, der jüngste Sohn Markus,

21, wird als Absolvent der HLBLA St. Florian

einmal den elterlichen Hof übernehmen.

Internet: www.mammut.at

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8 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


IM GESPRÄCH

Teamarbeiter &

Quargel-Fan

KARRIERE

MIT LEHRE

Eine Muster-Karriere wie jene von Josef

Kirchweger ist in der Berglandmilch

keine Seltenheit. Zahlreiche Führungskräfte

der Molkereigruppe rekrutieren

sich aus den Reihen ehemaliger Lehrlinge.

Engagierte junge Mitarbeiter sind

bei der Berglandmilch jederzeit willkommen,

egal ob für die Ausbildung

zum Molkereifachmann, Labortechniker,

Lagerlogistiker oder Bürokaufmann.

Bewerbung mit Lebenslauf und

Zeugnissen an die Personalabteilung,

(bevorzugt per) E-Mail:

bewerbung@berglandmilch.at

DER SCHÄRDINGER: Seit wann sind Sie

bei der Berglandmilch?

Josef Kirchweger: Seit 1998, im Sommer

werden es genau 15 Jahre.

Warum sind gelandet?

Schon mein Vater war in der Molkerei beschäftigt.

Ich habe also von Kindesbeinen an

Einblicke in die interessante wie abwechslungsreiche

Arbeit der Milchverarbeitung bekommen.

Beschreiben Sie uns kurz Ihren bisherigen

beruflichen Werdegang!

Nach meiner dreijährigen Lehrzeit in Asch -

bach begann ich dort als Buttermeier in der

neuen Butterei, war dann zwei Jahre Schichtleiter

im neuen Becherwerk in der Sauermilchabteilung

und absolvierte ne benher die

Fachschule für Milch- und Molkereiwirtschaft

in Kempten. 2005 habe ich meine

Abschlüsse als Wirtschafter für Milch und

Molkereiwesen sowie als Mol kereimeister

gemacht. Danach war ich stellvertretender

Produktionsleiter und Ab teilungsleiter der

DER NEUE MOLKEREILEITER VON GEINBERG

Molkereimeister Josef Kirchweger, 30, dirigiert seit kurzem neben

der Spezialitätenkäserei Rohrbach und der Frischkäseerzeugung in

Wels auch alle Abläufe im Schärdinger-Werk Geinberg.

Topfen- und Frischkäseproduktion in Aschbach.

2010 wurde ich Werksleiter in Rohrbach,

wo 15 Mitarbeiter Sauermilchkäse und

Quargel produzieren, ein Jahr später kam das

Landfrischwerk Wels mit 95 Mitarbeitern

dazu und nun auch noch Geinberg.

Die wichtigsten Eckdaten des Betriebes?

Geinberg ist das Käseverpackungszentrum

der Berglandmilch mit 120 Mitarbeitern.

Hier wird unser Käse aus Feldkirchen,

Voitsberg und Garsten aufgeschnitten und

verpackt, immerhin 20.000 Tonnen pro Jahr.

Das geschieht in drei Abteilungen für

Kleinstücke, Reibkäse und Scheiben.

Derzeit stehen große Um- und Ausbauarbeiten

an. Es wird das zentrale

Käserohwarenlager für die gesamte

Berglandmilch-Gruppe für rund 6.800

Palettenplätze errichtet, dazu ein Reifelager

für Bergkäse und ein Auslieferungslager für

etwa 3.000 Paletten.

Wie viele Stunden arbeiten Sie jede Woche?

Das kommt darauf an, keine Woche ist

gleich.

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie

morgens zur Arbeit kommen?

Einen Betriebsrundgang, um mir eine

aktuelle Übersicht zu verschaffen. Später

folgt in der Morgenbesprechung die Abstimmung

mit den jeweiligen Abteilungsleitern

und dem Qualitätsmanagment.

Welche Fähigkeiten neben einer fundierten

Fachausbildung braucht man, um diesen

Beruf ausüben zu können?

Übersicht und Verständnis für Fragen der

Produktion und Kostenanalyse; dazu

Objektivität und das Maß, Entscheidungen zu

treffen und diese auch zu vertreten.

Ihre größte Herausforderung im vergangenen

Jahr?

Nach dem Umbau der „Cottage Cheese“-

Produktion bei laufender Produktion in Wels

natürlich meine Entscheidung, die Verantwortung

für das Werk Geinberg zu

übernehmen.

Was nervt Sie manchmal?

„Inseldenken“. Jeder sollte das Gesamtunternehmen

in den Mittelpunkt stellen und nicht

einzelne Abteilungen.

Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihr

liebstes Schärdinger-Produkt?

Quargel ist ein sehr interessantes und innovatives

Produkt, das in der richtigen Zubereitung

zu jeder Mahlzeit passt. In meinem

Kühlschrank findet man aber meist das volle

Sortiment der Berglandmilch.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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WELTMILCHTAG 1

3 min Arbeit für 1 l Milch

BERGLANDMILCH UND MILCHBAUERN WARBEN UM SYMPATHIE

Fotos: NÖN/Schalhas, Hudler

Feierten in Melk den Weltmilchtag: Johannes Gstettenhofer, Maria Ettlinger, Franz Burger, Leopoldine Zahorik,

Bürgermeister Thomas Widrich, Maria Kitzler, Josef Luger, Bernhard Griessler, Birgit Bauer.

Den traditionellen Weltmilchtag am 1. Juni hat auch die Berglandmilch

zum Anlass genommen, mit verschiedensten Aktivitäten auf den

besonderen Wert frischer, gesunder Milch aus heimischer Produktion

hinzuweisen. Mit Inseraten in Zeitungen, aber auch im direkten Kontakt

mit Milchkonsumenten auf Straßen und Plätzen.

Österreichs Bäuerinnen und Bauern gewährleisten

365 Tage im Jahr hohe Umwelt- und

Qualitätsstandards in der Milchproduktion.

Daneben sind das Tierwohl und die hohe Futterqualitäten

in der Milchviehhaltung besonders

ausschlaggebend für die Leistung der

Tiere. Mit Aussagen wie diesen warben Vertreter

der Berglandmilch etwa in Oberösterreich

gemeinsam mit dem Bauernbund für

mehr Akzeptanz und Sympathien für die

Milcherzeuger. Verurteilt wurden im gleichen

Atemzug Schleuderpreisaktionen einzelner

Handelsketten – egal, um welche Nahrungsmittel

es sich auch handelt. Die Konsumenten

wurden aufgefordert, noch mehr Eigenverantwortung

zu übernehmen und auf solche

auf den ersten Blick billigen Angeboten

nicht einzugehen. „Nur wenn die Landwirtschaft

für ihre Produkte faire Preise erzielen

kann, ist die Erhaltung der Kulturlandschaft

für die Gesellschaft möglich“, erklärten etwa

Oberösterreichs Landesbäuerin Annemarie

Brunner gemeinsam mit Agrarlandesrat Max

Hiegelsberger und Bauernbund-Direktorin

Maria Sauer am Linzer Südbahnhofmarkt.

Dort wie auch in einigen Bezirksstädten, darunter

Freistadt, Schärding, Wels oder Steyr,

verteilten engagierte Milchbauern am Weltmilchtag

unermüdlich „kuhle“ Produkte, leider

heuer bei besonders kühler, ja nasskalter

Witterung. Schon in den Tagen davor warb

die Berglandmilch auf Radio OÖ für den

Milchtag und verloste Produktkörbe.

Amstettens Vizebürgermeister trinkt

frische Schärdinger-Milch.

In Niederösterreich verteilte Österreichs

größte Molkerei im Vorfeld gemeinsam mit

der NÖN und beherzten Milchbäuerinnen in

Melk, Wieselburg, Amstetten, Waidhofen/

Ybbs und natürlich am 1. Juni in der Landeshauptstadt

St. Pölten frische Berglandmilch-

Produkte aus 100 Prozent heimischer Milch.

Im persönlichen Gespräch wurde den Konsumenten

auch die Produktion dieser wertvollen

Nahrungsmittels näher gebracht und

gleichzeitig versucht, die Zusammenhänge

von harter Arbeit in der Landwirtschaft mit

Viehhaltung und gepflegter Landschaft zu

vermitteln.

Besonders erstaunt reagierten manche auf

folgende Zahlen: Herr und Frau Österreicher

konsumieren jährlich durchschnittlich 80

Liter Trinkmilch und 19 Kilogramm Käse.

Die Arbeitszeit der Arbeitnehmer in Österreich

für den Kauf von einem Liter Milch

verringerte sich seit 1970 von neun Minuten

auf drei Minuten im Jahr 2011, jene für den

Kauf von 250 Gramm Butter von 22 Minuten

auf fünf Minuten. Milch ist aber weiterhin

das Produkt harter Arbeit, die Milchbauern

bewirtschaften zigtausende Hektar Wiesen,

Weiden und Almen, stehen täglich zwei Mal

im Stall, sieben Tage die Woche, rund ums

Jahr, und pflegen nicht nur das Land, sondern

sorgen für frische, gesunde Lebensmittel.

Das schätzen auch die Konsumenten. Molkereien

wie die Berglandmilch sind zudem wesentliche

Jobmotoren: In ganz Österreich gibt

es 91 Milchverarbeiter mit etwa 4500 Beschäftigten

und einem Umsatz von 2,2 Milliarden

Euro. Genossenschaftlich organisierte

Molkereien sichern zudem nach wie vor die

Abholung auch kleinerer Milchmengen aus

entlegen Tal- und Berglagen. Am Weltmilchtag

selbst dankte die Berglandmilch gezielt in

mehreren auflagenstarken Zeitungen ihren

Bauern für ihre tägliche Arbeit und den Konsumenten

für die Treue. Auch in Graz wurde

am 1. Juni am Kaiser-Josefs-Platz Milch von

der Berglandmilch und Milchbäuerinnen verteilt.

10 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


WELTMILCHTAG 2

Unsere Milchbäuerinnen

sagen Danke

IMAGEKAMPAGNE IN REGIONALZEITUNGEN

Heidi Barth,

Oberösterreich

Roswitha Höller,

Steiermark

Sabine Schipflinger,

Tirol

Christine Leutschacher,

Kärnten

Tina-Lisa Gasper,

Burgenland

Maria Krondorfer,

Niederösterreich

Je eine Bäuerin aus den sechs Bundesländern, aus denen die frische

Milch für Österreichs größte Molkerei kommt, nahmen den diesjährigen

Weltmilchtag am 1. Juni zum Anlass, den Konsumenten für

ihre Treue und den tüchtigen Milchbauern für ihre harte Arbeit zu

danken.

Mit auffälligen Zeitungsinseraten auf blauem

Berglandmilch Hintergrund betonten Heidi

Barth aus Feldkirchen in Oberösterreich,

Christine Leutschacher aus Köttmannsdorf in

Kärnten, Sabine Schipflinger aus Kirchberg

in Tirol, Roswitha Höller aus Birkfeld in der

Steiermark, Maria Krondorfer aus Seitenstetten

in Niederösterreich sowie Tina-Lisa

Gasper aus Heiligenbrunn im Burgenland die

Bedeutung des wertvollen Rohstoffes Milch.

Diese enthält neben unversichtbarem Eiweiß

auch wertvolle Mineralstoffe. „Unsere

Milchbauern liefern uns täglich diesen wichtigen

Rohstoff und unsere Konsumenten

schätzen diese Qualität“, so das Botschafterinnen-Sextett,

und dafür gab es für diese ein

„Danke, liebe Kunden, liebe Milchbauern.“

Die Berglandmilch-Vertreterinnen über ihre

unverzichtbare Rolle: „Milchbäuerin oder

Milchbauer zu sein ist ein schöner, aber kein

leichter Beruf. Es bedeutet an jedem Tag des

Jahres mehrmals täglich in den Stall zu

gehen, die Milchkühe zu füttern und zu melken,

auf die Eigenheiten der Tiere einzugehen

und sich um ihre Gesundheit zu kümmern,

aber auch für Weidehaltung, Auslauf

und gute gentechnikfreie Futterqualität zu

sorgen.“

GUTE LAUNE ...

… trotz Regen herrschte bei der großen

Schärdinger-Verteilaktion zum Weltmilchtag

auch in Waidhofen/Ybbs: Mit dabei

waren der Obmann der Rinderzüchter

Anton Wagner (r.), Milchbäuerin Anita

Tatzberger, die NÖN-Hostessen Michi

Katzengruber und Theresa Schirak und Einwohner

von Waidhofen/Ybbs.

Foto: Hochpöchler

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

11


AUFSICHTSRÄTE

Das Kontrollgremium

Der Aufsichtsrat der Berglandmilch eGen.

Alle 44 Funktionäre und ihre persönlichen Kontaktdaten auf einen Blick.

DER AUFSICHTSRATSVORSITZ

Aufsichtsratsvorsitzender

Ök.-Rat Josef Pomper,

Herrengasse 7, 7551 Bocksdorf – StM

Tel.: 0664/453 83 52

pomper-josef@aon.at

Aufsichtsratsvorsitzender-Stv.

BBK-Obmann Ök.-Rat Josef Mühlbachler,

Eibenberg 2, 4252 Liebenau – MUAV

Tel.: 07953/324

josef.muehlbachler@aon.at

Aufsichtsratsvorsitzender-Stv.

Siegfried Enthammer,

Irnstötten 3, 5233 Pischelsdorf – SLM

Tel.: 0664/221 25 60

s.enthammer@aon.at

AUFSICHTSRÄTE

Franz Meierhofer

Zwein 3, 9300 St. Veit/Glan – BMU

Tel.: 0664/5620961

franz.meierhofer@berglandmilch.at

Johann Spitzer

Strein 1, 9072 Ludmannsdorf – BMU

Tel.: 0676/328 63 28

dounighof@gmx.at

Elmar Vallant

Kamp 25, 9413 St. Gertraud – BMU

Tel.: 0664/383 63 69

kampwirt@aon.at

Alexander Kordesch

Klein St. Veit 15, 9371 Brückl – BMU

Tel.: 0664/312 47 36

alexander.kordesch@aon.at

Johann Schwarz

Wachsreith 1, 4312 Ried – LIM

Tel.: 0664/846 08 50

jv.schwarz@aon.at

Andreas Kampelmüller

Böhmdorf 1, 4193 Reichenthal – LIM

Tel.: 0664/500 64 58

andreas.kampelmueller@gmail.com

Johann Schiller

Unterwaldschlag 12, 4183 Traberg – LIM

Tel.: 07218/347

johann.schiller@aon.at

Josef Redl

Heidenreichsteiner Str. 7, 3902 Vitis – MIM

Tel.: 0664/574 59 54

redl.josef@gmx.at

Christian Viertlmayer

Hamet 1, 3324 Euratsfeld – MIM

Tel.: 0681/10 63 95 15

christianviertlmayer@hotmail.com

Anton Wagner

Baichberg 7, 3331 Kematen – MIM

Tel.: 0664/511 37 62

obmann@zar.at

Franz Etlinger

Altenhof 9, 3261 Steinakirchen – MIM

Tel.: 0664/73 86 04 89

etlinger.f@utanet.at

Leopold Aspalter

Neustiftgraben 29, 4463 Großraming – MUAV

Tel.: 07254/84 87

naglerhof@aon.at

Karl Steindl

Ettenberg 10, 4391 Waldhausen – MUAV

Tel.: 07260/44 21

steindl.karl@utanet.at oder: karl_steindl@aon.at

Johannes Achleitner

Unterhörnbach 6, 4352 Klam – MUAV

Tel.: 0699/10 72 16 49 od. 0699/88 48 48 84

hannes.achleitner@aon.at

Karl Schuster

Oberneuberg 90, 8225 Pöllau – StM

Tel.: 0664/831 25 08

karl.schuster90@aon.at

Ing. Helmut Glössl

Laufnitzdorf 53, 8130 Frohnleiten – StM

Tel.: 0664/8170015

h.gloessl@mm-forst.at

Alois Maier

Lichtenegg 6, 8570 Voitsberg – StM

Tel.: 0664/991 45 85

alois.maier48@gmx.at


Jakob Fuchs

Maierhofen 15, 8263 Gr.Wilfersdorf – StM

Tel.: 0664/140 30 92

jakob.fuchs1@gmx.at

Franz Oblinger

Doppelhub 7, 4941 Mehrnbach – StM

Tel.: 0664/990 91 20

wolfgang.oblinger@gmx.at

Robert Jetzinger

Böcklarn 7, 4743 Peterskirchen – SLM

Tel.: 0650/697 78 63

robertj@direkt.at

Gerhard Obernhumer

Mehring 7, 4724 Neukirchen/Walde – SLM

Tel.: 07278/31 78

obernhumer@gmx.net

Herbert Haberl

Brandstatt 1, 5144 St. Georgen – SLM

Tel.: 07748/22 45

herbert.haberl@gmx.net

Sonja Ortner

Aubauernweg 35, 5280 Braunau – SLM

Tel.: 0664/590 34 62

ortnersonja@gmx.at

Ludwig Schoibl

Litzlham 15, 4920 Schildorn – SLM

Tel.: 0664/451 00 13

schoibl.ludwig@aon.at

Johann Steinmann

Eden 4, 4776 Diersbach – SLM

Tel.: 0676/355 31 54

johannsteinmann@aon.at

Josef Ammer

Haidberg 3, D- 84371 Triftern – RM

Tel.: +49/8562/772

hiaslbauer_sepp@web.de

Martin Krautstorfer

Schildorn 4, D-94086 Griesbach – RM

Tel.: +49//8532/2984

Rupert Pfaffinger

Hoffmansöd 1, D-84378 Dietersburg – RM

Tel.: +49/151/51 59 57 16

r.a.pfaffinger@t-online.de

Hans Hubner

Königsbach 16, D-94496 Ortenburg – RM

Tel.: +49/160/455 08 70

hans.hubner@t-online.de

Rudolf Hinterberger

Schurrerprambach 5, 4730 Waizenkirchen – LFM

Tel.: 0664/630 09 46

rudolf.hinterberger@direkt.at

Franz Höppe

Altenhofen 1, 4150 Rohrbach – LFM

Tel.: 0681/104 656 30

franz.hoeppe@gmx.at

Herbert Augdopler

Parz 2, 4084 St. Agatha – LFM

Tel.: 0664/503 12 76

augdopler.v@gmx.at

Alois Höfler

Lamprechtswiesen 1, 4154 Kollerschlag – LFM

Tel.: 0664/73858637 oder

07287/8128

Hansjörg Schneeberger

Burgstall 362, Ahornstr 852, 6290 Mayrhofen – TM

Tel.: 0664/362 1309,

info@gaestehaus-schneeberger.at

Georg Oberhammer

Ing.-Lindner-Straße 33, 6250 Kundl – TM

Tel. 0664/819 14 25

georg.oberhammer@aon.at

Paul Mair

Telfes 183, 6165 Telfes – TM

Tel.: 0699/111 395 62

schlosserhof@aon.at

Hannes Reinalter

Stadlen 142, 6555 Kappl – TM

Tel.: 0664/346 25 28

reinalter@kappl.at

Josef Misslinger

Penningberg 34, 6361 Hopfgarten – TM

Tel.: 0664/270 50 84 oder 0664/285 04 07

misslinger.wiflberg@hotmail.com

Markus Schwaighofer

Dorf 35, 6343 Erl – TM

Tel.: 0664/993 45 44

m.schwaighofer@A1.net

Raimund Steiner

Klausen 12, 9971 Matrei – TM

Tel.: 0664/156 81 30

boecher@aon.at

Norbert Riegelnegg

Untergreith 85, 8453 St. Johann i.S. – StM

Tel.: 0664/441 88 60

riegelnegg@aon.at

Hannes Zeitlberger

Frauenhofen 22, 3580 Horn – MIM

Tel.: 02982/352 62

z_hannes@hotmail.com

Die Primärgenossenschaften:

LFR: Landfrisch, BMU – Bäuerliche Milchunion Kärnten, MUAV – Milchunion

Alpenvorland, SLM – Schärdinger Landmolkerei, TM – Tirol Milch,

RM – Rottaler Milchwerk, LIM – Linzer Molkerei, MIM – Molkerei im

Mostviertel, StM – Steirermilch


WERKSBESUCH

Einzigartiger Käsestollen

TIROL MILCH ERÖFFNET DEMNÄCHST DEN NEUEN FELSENKELLER

Fotos: Tirol Milch

Die erste Höhle wurde vor mehr als 350 Jahren in den Berg zwischen

Wörgl und Kundl getrieben. Brauleute errichteten anno 1658 einen

50 Meter tiefen, 15 Meter breiten Stollen als kühle Lagerstätte für ihr

Bier. 2013 wird der neue Felsenkeller ab Mitte Juli als Reifestätte für

beste Käse genutzt – jene der Tirol Milch.

Die ersten Bergkäse-Laibe rollten Anfang der

1990er Jahre ins Berginnere. „Die Idee für

unseren Tiroler Felsenkeller geht in die Zeit

vor 1994, auf den damaligen Käsemeister der

Kitzbüheler Alpenmilch Genossenschaft, den

Eberharter Bepp, zurück“, erzählt sein Nachfolger

und Werksleiter der heutigen Tirol

Milch, Stefan Kolmeder. Seither hat sich die

Zahl der goldgelben Laibe Jahr für Jahr erhöht,

in den vergangenen zwölf Monaten

wurde die Käse-Schatzkammer neu gebaut.

Kolmeder: „Unser neuer, dieser Tage fertiggestellter

Käsestollen entspricht nun den absolut

modernsten Standards bezüglich Klimatisierung

und Käsepflege.“ So wird etwa die

Käsepflege neuerdings mit einem vollautomatischen

Käseschmierroboter durchgeführt.

Beeindruckend sind die technischen Eckdaten

der Käse-Kaverne: 7 Meter hoch, 16

Meter breit und stolze 70 Meter lang ist der

Stollen, der nun 330 Käsestellagen à 120

Rundlaibe mit 18 Zentimeter Durchmesser

und je 7,5 Kilogramm Platz bietet. Insgesamt

also für knapp 40.000 Laibe oder 300 Tonnen

Käse. Der „Kitzbüheler Felsenkellerkäse“ ist

ein würziger Bergkäse mit einer üblichen

Reifezeit zwischen drei und neun Monaten.

Kolmeder: „Der Käse wird im Felsenkeller

unter natürlichem Klima, gleichbleibender

Luftfeuchte und konstanter Temperatur bedingt

durch das Felsgestein gereift. Dadurch

erhält der Käse seinen einzigartigen Geruch,

Geschmack und Aussehen.“

Neben diesem speziellen Hartkäse umfasst

das Tirol-Milch-Sortiment auch noch traditionellen

Bergkäse und Emmentaler sowie

den „Tiroler Adler“-Laib und mehrere

Schnittkäse, etwa Tilsiter mit unterschiedlichen

Fettstufen, den „Kaiser Max“, den „Feinen

Tiroler“ und den milden Inntaler Ziegenschnittkäse.

„Die größte Menge geht auf das

Konto des Bergkäses, hergestellt aus silofreier

Milch, die kleinste Produktionsmenge

ist der Inntaler Laib als regionale Rotschmierkäsespezialität“,

erzählt Kolmeder.

Bergkäse, naturgereift und mit Rotschmiere,

wird auch nach Deutschland, Italien und in

die Schweiz geliefert, Emmentaler auch nach

Griechenland. Und dass die Tiroler sowohl

für ihren Felsenkellerkäse als auch für ihren

Bergkäse mehrere Auszeichnungen, darunter

den begehrten Käse-Kaiser, erobert haben,

versteht sich nahezu von selbst.

Übrigens: Statuen von Kaisern und Königen

von unermesslichem Wert hat der Felsenkeller

schon einmal gesehen, als einst in den

Kriegsjahren 1942 bis 1945 die „Schwarzmander“

aus der Innsbrucker Hofkirche

wegen Bombengefahr in den Felsen gebracht

wurden: insgesamt 28 überlebensgroße, gegossene

Bronze-Figuren des Prunkgrabmales

von Kaiser Maximilian I. Aber das ist eine

andere Geschichte. Mitte Juni wird der Felsenkeller

offiziell mit einem Käsefest in Kitzbühel

eröffnet. Insgesamt beschäftigt die

Tirol Milch etwa 290 Menschen, darunter

jedes Jahr auch sechs bis acht Lehrlinge. Insgesamt

werden bei der Berglandmilch im

14 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Werk Wörgl aktuell aus 220 Millionen Kilogramm

Milchanlieferung 100 Millionen Kilogramm

Käse erzeugt. „Nach der Fertigstellung

des Neubaus Ende 2013 werden es 250

Millionen Kilogramm Milch sein“, sagt Kolmeder.

Diese stammt von 3.800 Milchbauern

in einem Einzugsgebiet von bis zu 150 Kilometern

Radius um Wörgl. Die Molkerei und

Käserei läuft im Drei-Schicht-Betrieb, sieben

Tage die Woche. Alle zwei Tage angeliefert

wird Biomilch für Biokäse, aber auch Heumilch

für Heumilchkäse „und generell nur

Tiroler Milch für unseren Tirol-Milch-Käse“,

betont der Werksleiter.

Neben dem Felsenkeller will die Berglandmilch

in den weiteren Ausbau der Käserei

heuer und auch 2014 stark investieren. „Wir

wollen die Produktion massiv ausweiten“,

kündigte Berglandmilch-Geschäftsführer

Josef Braunshofer auch gegenüber der Tiroler

Tagezeitung an. Bedeutend erhöht wurde

zuletzt auch die Fruchtjoghurt-Produktion am

Standort im Inntal.

In Tirol indes mit einem weinenden Auge

ver folgt wird die angekündigte Verlagerung

der Produktion der Traditionsmarke Lattella

von Wörgl nach Aschbach. Der Grund dafür

sind Logistikvorteile, da Lattella überwiegend

im Osten von Österreich konsumiert

werde, erklärte Braunshofer. Weiterhin im

Tiroler Werk abgefüllt werden die Kleinpackungen

des erfolgreichen Molkegetränks.

Im Gegenzug wird die Produktion der länger

haltbaren ESL-Milch für den italienischen

Markt nach Wörgl verlegt. Das Molkegetränk

Lattella feiert nächstes Jahr seinen 35.

Geburtstag. 1979 wurde es von der Tirol

Milch auf den Markt gebracht und entwickelte

sich rasch zu einem äußerst beliebten,

erfrischenden Durstlöscher.

STANDORT WÖRGL

Erfahrener Käsespezialist und tradi -

tionsreicher Milchverarbeiter bester

heimischer Alpenmilch

Wichtigste Produkte: Tiroler Vollmilch,

Tiroler Alpenbutter, Tiroler Frucht -

joghurts, Tiroler Felsenkeller-Käse,

Tiroler Adler, Kaiser Max

Latellaplatz 1, 6300 Wörgl

Tel.: +43/(0)5332/78 01-0

Fax: +43/(0)5332/78 01-914

Werksleiter: Stefan Kolmeder

STROM ZU 100 % AUS WASSERKRAFT

Als Vorreiter in Sachen Umweltschutz

zeigt sich einmal mehr die Berglandmilch.

Seit 1. Mai 2013 werden alle elf Produktionsstätten

der Berglandmilch – neben den

Schärdinger-Werken auch die Molkerein

von Tirol Milch und Stainzer – mit Strom

aus 100 Prozent Wasserkraft versorgt.

Dank neuer Verträge mit einem zertifizierten

Stromanbieter ist garantiert, dass die

elektrische Energie aus rein regenerativen

Quellen erzeugt wird. Die nachhaltige Produktion

von Strom ist somit vollständig

CO 2

-emissionsfrei. Herbert Altendorfer,

Co-Geschäftsführer der Berglandmilch, erklärte

dazu: „Ziel der Berglandmilch ist es,

ERÖFFNUNG MIT FENDRICH

Paul WERNER

Maschinenbau – Geräte für die Landwirtschaft

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Foto: Archiv

rücksichtsvoll miteinander und unserer

Umwelt umzugehen, um auch der nächsten

Generation mit gutem Gewissen in die

Augen sehen zu können.“

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In die Berglandmilch-Molkerei Geinberg

wurde zuletzt kräftig investiert. Die Erweiterung

der modernen Käserei wird am

Sonntag, den 25. August 2013 gefeiert.

Beginn ist um 10 Uhr. Mit der Berglandmilch

feiert auch Austro-Popper Rainhard

Fendrich. Seine heimliche Österreich-

Hymne „I am from Austria“ untermalt und

betont seit einem Jahr auch die Botschaft

der Berglandmilch in ihren TV-Werbespots:

„100 % Österreichische Milch“.

Alle „Schärdinger“-Fans sind herzlich

willkommen, sich an diesem Tag in Geinberg

umzusehen und mitzufeiern.

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in Dieselausführung

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

15


BUCHTIPP

Einfach

selber machen

EISCREME AUS MILCH UND NATÜRLICHEN ZUTATEN

Foto: Archiv

In ihrem Buch „Einfach Eis machen“ zeigt eine Berliner Eismacherin,

wie leicht es ist, aus frischer Milch und allerlei Zutaten aus dem

Garten köstliches Eis mit intensivem Aroma herzustellen.

Es braucht gar nicht viel, um Eis selber zu

machen. Als Geschmacksträger dienen

Früchte, Schokolade, Nüsse oder Gewürze.

Für cremige Eissorten werden praktisch alle

Varianten von Milchprodukten verwendet,

also Vollmilch, Magermilch, Topfen, Schlagobers

oder Joghurt sowie eventuell Eier.

Zucker, Süßstoff oder Honig sorgen für die

Süße. Dazu kommen passende Zutaten wie

Früchte oder Saft, Schokolade, Nüsse oder

Gewürze. Eine Eismaschine erleichtert die

Arbeit, sie übernimmt das ständige Rühren.

Die meisten Maschinen gefrieren die Eismasse

direkt während des Rührens. Es geht

aber auch problemlos ohne Eismaschine. Unverzichtbar

ist allerdings ein Gefriergerät, das

mindestens –18 °C erreicht. Je häufiger man

die gefrierende Masse durchrührt, desto cremiger

wird das Eis. Wichtig sind natürlich

auch gut schließende Behälter, in denen das

Eis eingefroren werden kann. Bekannt für

besonders ungewöhnliche Kombinationen ist

die Berliner Eismacherin Marion Schmid. In

ihrer „eisbox“ setzt sie Maßstäbe, was die

handwerkliche Fertigung köstlicher Eiscremes

und Sorbets betrifft. In ihrem Buch

„Einfach Eis machen“ zeigt sie, wie leicht es

ist, aus frischen Zutaten, die in unseren heimischen

Gärten wachsen, Obst wie auch Gemüse,

oder mit exotischen Gewürzen, die

man im Lebensmittelhandel bekommt, ein

Bio-Eis mit intensivem Aroma herzustellen:

Beeren, Kirschen, Birnen, Zwetschgen, aber

auch Holunder, Eberesche und Berberitze.

Neben Rezepten für fruchtige Eiscremes,

Sorbets und Schokovarianten gibt es auch

Rezepte für ausgefallene Spezialitäten wie

Tonkabohneneis. Für die appetitlichen Bilder

verantwortlich zeichnen der Fotograf und

„Foodstylist“ Johannes

Schalk

sowie der Illustrator

Simon Vollmeyer.

„Einfach Eis

machen“ von

Marion Schmid,

Verlag Edition

Styria,

176 Seiten,

24,99 €;

ISBN: 978-3-

99011-059-1

KREATIV MIT JOGURELLA MIXI

Gemeinsam mit dem KiKu, dem „Kinder

Kurier“ hat Berglandmilch einen großen

Malwettbewerb initiert. Die schönsten

Zeichnungen wurden auf der Kinder-Seite

der auflagenstarken Tageszeitung veröffentlicht,

Ende Mai die drei besten Bilder

ausgewählt. Einsendeschluss war am 21.

Mai 2013. Zu gewinnen gab es neben zehn

Jogurella Mixi-Paketen einen einwöchigen

Urlaub am Bauernhof-Aufenthalt für zwei

Erwachsene und zwei Kinder in Kärnten,

konkret am „Pleschinhof“ am Wörthersee.

Weiters sind die besten 30 Bilder auf der

Jogurella-Homepage sowie auf

facebook.com/jogurella zu bewundern.

Jogurella Mixi ist das neue Kinder joghurt

im praktischen

125-g-Becher,

Österreichs

einziges Markenjoghurt,

naturgesüßt

mit explodie-

rendem Knisterzucker oder in der Variante

Erdbeere mit Schokolinsen im Deckel.

Diese innovative Produktidee unter dem

Markendach der beliebten Fruchtjoghurtmarke

„Jogurella“ trifft voll und ganz den

Geschmack der kleinen Konsumenten.

Einfach den Stülpdeckel

öffnen, den Inhalt ins

Joghurt geben, verrühren

und genießen.

Internet: www.jogurella.at

16 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


KURIOS

XXL-Kuh

„Salem Sue“

MEGA-STATUE IN NORTH DAKOTA

Fotos: Weber, Archiv

Im Örtchen New Salem in North Dakota grast die größte Kuh der

Welt. Überdimensionale Landwirtschaft ist im Norden der USA

nichts Ungewöhnliches.

Auf dem einzigen Hügel weit und breit

thront das elf Meter hohe und 15 Meter lange

Tier über dem Interstate 94. Ein imposantes,

weithin unübersehbares Zeichen, wie sehr die

Vieh- und Milchwirtschaft im Mittleren Westen

der USA bis heute in Ehren gehalten

wird. Der Erhalt des um damals 40.000

Dollar aus sechs Tonnen Fieberglas erbauten

tierischen Monuments mit dem klingenden

Namen „Salem Sue“ wird seit 1974 durch

Spenden der Besucher gesichert. Vom

Highway aus gelangt man über eine Schottertrasse

hinauf direkt zu der überdimensionierten

Mega-Milchviehstatue. In eine Milchkanne

neben dem Parkplatz können die staunenden

Besucher ihren Obolus einwerfen.

Ein entfernter Verwandter von Salem Sue ist

ebenfalls am Interstate 94 beheimatet. Knapp

130 Meilen weiter östlich, in Jamestown,

überragt der weltgrößte Bison die Fernstraße.

Die Ausmaße dieses Rekordhalters ähneln

der von Salem Sue: Acht Meter Höhe und 14

Meter Länge hat der Büffel, der allerdings

schon älter ist. Seit 1959 steht er dort und erinnert

auch an seine bis zu 30 Millionen Artgenossen,

die einst das weite Grasland der

„Great Plains“ dominierten, bevor sie – bis in

die 1890er-Jahre – beinahe ausgerottet wurden.

Salem Sue hat übrigens deutsche Ahnen:

Bei der schwarzweiß gefleckten Skulptur

handelt es sich um eine Holstein-Milchkuh.

Unter den Farmern der Region haben viele

ihre familiären Wurzeln in Deutschland und

Skandinavien. Dem stolzen Tier wurde sogar

eine kurze Ballade gewidmet. XXL-Landwirtschaft

findet man in der Gegend an allen

Ecken und Enden. Im Nachbarstaat Minnesota

wurde 1957 in einer Scheune der 1.600

Hektar großen Milchviehfarm von John Steiger

der erste Riesentraktor mit 238 PS gebaut.

130 Maschinen später siedelte Steiger

seine Fabrik in North Dakota an. 1986 übernahm

Case IH das Werk in Fargo. Heute laufen

dort jedes Jahr etwa 9.000 dieser 16 Tonnen

schwere Acker-Giganten, bis zu 600 PS

stark und bis zu 500.000 Dollar teuer, vom

Band – mehr als „kleine“ Case-Maxxum in

St. Valentin in Österreich.

Naturkost für das liebe Vieh

SOLAN KÄLBERMÜSLI

Hydrothermisch aufgeschlossenes Getreide für rasche Pansenentwicklung

SOLAN Kraftfutterwerk Schmalwieser GmbH & Co.KG 4672 Bachmanning, Austria,

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

17


PFEIF DIR NIX WAS !

Fotos: OÖ Tourismus, Nova Rock

Sommerspaß pur

MOLKEDRINK LATTELLA IST WEIT MEHR ALS EIN FRUCHTSAFT

Lattella ist seit über 30 Jahren Österreichs Molkemarke Nr. 1 und

macht die Alpenrepublik zur Nation der Molketrinker. Egal ob an

heißen Sommertagen beim Baden am See oder zu heißen Rhythmen

am Rock-Festival.

Im Jahr 1979 stand die erste Lattella-Packung

im Kühlregal mit einer unscheinbaren

Mango vorne drauf. Eine echte Produktinnovation,

wie sich später herausstellen sollte –

entstanden aus der Idee heraus, wie man die

wertvolle Molke, die bei der Käseproduktion

entsteht, ihrem Wert entsprechend veredeln

könnte. Das damalige Team der Inntal Milch

Wörgl, heute Tirol Milch, hat letztlich auf

das richtige Pferd gesetzt.

Anfangs angeboten in den mittlerweile klassischen

Sorten Mango und Maracuja, wurde

Lattella rasch zum Lieblingsgetränk vieler

Österreicher. Der Grundstein für den heimischen

Fruchtmolkemarkt war gelegt. Heute

gibt es Lattella zudem in den Klassik-Sorten

Erdbeere, Orange Grapefruit Zitrone, Guave

Limette, Ananas Papaya, Blutorange, Pfirsich

Eistee und natürlich Natur, dazu neuerdings

auch als Lattella Stevi Light Mango Maracuja,

Multifrucht und Traube Cassis sowie

als kleineres Lattella Mini in den Sorten

Mango und Maracuja gegen den schnellen

Durst.

Frisch und knackig zeigt sich Lattella seit

kurzem auch im neuen Design. Dieses Update

von Lattella 3.0 ist nicht nur optisch gelungen,

sondern birgt auch noch so manch

anderen großartigen Vorteil für alle kleinen

und großen Lattella-Fans. Auch die neue

Lattella-Website im Internet besticht durch

ihr neues Design. Zudem ist Lattella ab sofort

auch auf mobilen Endgeräten wie

Smartphone oder Tablet abrufbar. Egal ob zu

Hause oder unterwegs, die neue Oberfläche

lässt sich ganz einfach und intuitiv steuern

und durchstöbern. Wer beim Lattella-„Pfeif

dir was!“-Gewinnspiel mitmacht, kann sogar

einen von zehn heißen Scarabeo 125ie Motorrollern

oder einen von 1.000 lässigen Sofortgewinnen

für den Sommer gewinnen:

STICHWORT MOLKE

Sie enthält natürliche essenzielle Nährstoffe

der Milch wie wertvolle Vitamine,

Proteine und Mineralstoffe, ist aber nahezu

fettfrei. Da Lattella ohne Konservierungs-

und Farbstoffe hergestellt wird,

entspricht dieses Getränk allen Ansprüchen

einer modernen und bewussten Ernährung

und ist dank der vielen köstlichen

Geschmacksrichtungen der ideale

Begleiter durch den Tag. Eine angenehme

Erfrischung und ein besonderer Trinkgenuss

– zum Frühstück, in der Schule, im

Büro oder einfach zwischendurch. Über

Luftmatratzen, Sonnenbrillen, Tragtaschen

oder Badetücher. Einfach ein pfiffiges Liedchen

samt Text abliefern; die pfiffigsten gewinnen,

zusätzlich werden jede Woche zwei

Frequency Festivalpässe vergeben. Denn

Lattella ist heuer auf den größten Festivals in

Österreich vertreten, ob NovaRock, Urban

Art Forms oder Frequency.

Wer dagegen Latella lieber in Ruhe mit

Freunden bei seinem eigenen Gartenfest an

der genießt, für den gibt es eine Bandbreite

an neuen Drinks, mit denen man ausgelassen

in den Abend feiern kann. Denn Lattella kann

man nicht nur pur genießen, es eignet sich

auch ideal für das Mixen von Cocktails.

Kaum zu glauben, was man aus Frucht &

Molke alles machen kann. Cocktailrezepte

zum Nachshaken (und noch viel mehr) auf

www.lattella.at.

die Jahre wurde das Original oft kopiert,

aber nie erreicht. Lattella ist unangefochten

Marktführer und der Grund dafür,

dass nirgendwo in Europa so viel Fruchtmolke

getrunken wird wie in Österreich.

Molke beeinflusst den Stoffwechsel positiv

und hat eine spezielle Wirkung auf die

Darmfunktion. Der hohe Mineralstoffgehalt

verbessert den Kreislauf und stärkt

das Nervensystem. Zusätzlich sorgen

wertvolle Vitamine und Mineralstoffe für

eine schöne Haut, gesunde Haare und

feste Nägel.

18

Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Foto: Lerchecker

SCHÄRDINGER KÄSEAKADEMIE

KÄSEPARTY

Im Pfarrheim von Opponitz im Ybbstal

fand vor kurzem eine Käseparty statt –

natürlich mit Käsen von Schärdinger.

Eva Hochpöchler, die das kleine Käseseminar

organisiert und geleitet hat, hat

der Berglandmilch ein Bild davon übermittelt.

Neben dem kulinarischen Genuss

wurden auch viele Informationen

an alte wie neue Käsefreunde weitergegeben.

Reifeprüfung

rund um Käse

ELFRIEDE LESTERL IST KÄSESEMINAR-LEITERIN

Josef Stiendl hat Österreichs einzige Käseakademie ins Leben gerufen.

In Seminaren vermittelt er sein Wissen, das er als Molkereifachmann

und Käseexperte schon früh erworben hat, und schult zudem

interessierte Bäuerinnen und Bauern wie Maria Lester.

Wer wissen will, wie die Löcher in den Käse

kommen, seit wann es überhaupt Käse gibt

oder wie man diesen richtig lagert und aufschneidet

– der ist beim diplomierten Käsesommelier

Josef Stiendl richtig. Sein Wissensstand

zum Thema geht weit über das

eines normalen Käsers hinaus. 2011 erhielt er

als erster Österreicher überhaupt für sein außergewöhnliches

Engagement und seine

Rolle als Botschafter für die heimische Käsekultur

einen Ehren-„Käse Kaiser“ der Agrarmarkt

Austria verliehen.

Auf Stiendls Terminplan stehen Monat für

Monat zahlreiche Workshops für Handelskunden

und Gastronomen, seit 2010 auch für

Landwirte. Um möglichst vielen Funktionären

und Bauern, die ja Eigentümer der Berglandmilch

eGen sind, ein profundes Basiswissen

zu den Produkten zu geben, wurden

diese „Schärdinger Käsebotschafter-Seminare“

ins Leben gerufen. Der

gebürtige Steirer aus Voitsberg ist überzeugt:

„Käse-Genuss muss kommuniziert werden.“

Teilnehmer dieser Seminare erhalten einen

Tag lang einen Einblick in die Vielfalt der

Schärdinger Käsewelt. „Es werden alle Themen

rund um den Käsegenuss beleuchtet,

von der Herstellung und Reifung über die

richtige Präsentation und Degustation bis hin

zur Begleitung mit Wein, Most, Bier und

Fruchtsäften“, weiß Stiendl.

Elfriede Lesterl aus Katsdorf bei Perg im

Mühlviertel hat sich im vergangenen Winter

von Josef Stiendl kostenlos zur Käseseminarleiterin

ausbilden lassen. Der Kurs dafür dauert

drei Tage. „Wir haben selbst 40 Kühe und

mich hat es schon immer interessiert, dass

die Produkte aus ihrer Milch bestmöglich

verkauft werden.“ Ihrem Lehrmeister zollt

sie höchstes Lob: „Er hat uns sein Hintergrundwissen

zu Käse wirklich super vermittelt.“

Mittlerweile hat die Milchbäuerin an

der Bauernkammer Perg auch schon ihr erstes

eigenes Drei-Stunden-Seminar samt Verkostung

von einem Dutzend Käsesorten geleitet.

Ein spezielles Anliegen ist ihr, die besonders

hohe Qualität der Schärdinger-Käse

zu vermitteln. Weitere Anfragen für Herbst

gibt es bereits. Elfriede Lesterls Lieblingskäse?

„Ganz klar, der Kaisertaler.“

Übrigens: Anfang 2013 konnte Josef Stiendl

die 500. Teilnehmerin eines Käseseminars

begrüßen und Barbara Hatschenberger aus

Garsten einen Korb voller Schärdinger-Käsespezialitäten

überreichen. Interessenten können

sich (auch in Gruppen) bei ihren zuständigen

Berglandmilch-Funktionären anmelden.

Die Teilnehmerzahl je Seminar ist mit

20 Personen begrenzt.

Foto: Lesterl

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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EINSTREU

Mehr Liege-Komfort

macht sich bezahlt

MIT „GREEN BEDDING“ ZELLZAHL NACHHALTIG REDUZIEREN

Fotos: FAN

Seit er die mit einem Separator selbst produzierte Einstreu aus der

festen Phase der Gülle („Green Bedding“) verwendet, hat Timo Wessels

auf seinem Betrieb in Ostdeutschland die Zellzahl in der Milch

nachhaltig gesenkt.

Der 34-jährige gebürtige Niedersachse besitzt

mit seiner Familie seit 15 Jahren einen

900 Hektar großen Agrarbetrieb mit 350

Milchkühen in Brandenburg. Wessels gilt

auch als Pionier in Sachen Biogas und Gülle-

Separation. „Wir mengen dem frisch abgepressten

Gärrest etwas Branntkalk bei.

Dadurch steigt der pH-Wert kurzfristig auf

8 bis 10, wodurch etwaige noch vorhandene

Keime abgetötet werden“, erzählt der junge

Landwirtschaftsmeister. Bei Material, das

nach der Biogasproduktion in den Separator

kommt, sei dies nicht mehr notwendig – aber

es schadet auch keinesfalls, wie die von rund

300.000 auf deutlich unter 200.000 Zellen je

Milliliter gesunkene Zellzahl seiner Milch

beweist.

Nicht nur die Milchqualität und Tiergesundheit

verbessert sich mit Green-Bedding-Material,

diese Einstreu ist auch deutlich günstiger

in der Beschaffung: Das früher verwendete

Kalk-Stroh-Gemisch sei zwar gut bei

Tieflaufboxen, „Stroh ist aber immer schwieriger

zu bekommen und teuer“. Noch teurer

sind Sägespäne. Wessels: „So kamen wir

über einen Zufall zur Separation. Wir brauchten

mehr Flüssigkeit, um den Festmist in der

Biogasanlage leichter aufrühren zu können.

Deshalb kauften wir den ersten Separator,

verwendeten die flüssige Phase, um den Mist

aufzurühren, und die feste Phase als Einstreu

oder Dünger.“

Bei der Separation am Betrieb der Wessels

wird der Trockensubstanzgehalt des Gärrestes

von etwa zehn auf rund fünf Prozent halbiert.

So gewinnt man aus einem Kubikmeter

Gärrest 150 kg Einstreumaterial mit 32 Prozent

TS. Schon bei diesem relativ geringen

TS-Gehalt ist eine Nutzung als Einstreumaterial

problemlos möglich.

Der Hersteller FAN, ein Unternehmen der

Bauer-Gruppe, bietet seit kurzem eine Neuentwicklung

seiner Separatoren an, welche

speziell für diesen Einsatzzweck – nämlich

die Produktion von Green-Bedding-Material

– optimiert wurde und TS-Gehalte von 35 bis

38 Prozent erreicht. Das macht es für den

Anwender noch einfacher, Einstreumaterial

in Top-Qualität zu produzieren.

Geht man von einem Einstreubedarf je Kuh

von 10 kg pro Tag aus, dann müsste der Separator

bei einem Betrieb mit 100 Milchkühen

nur sieben Stunden pro Woche laufen.

Damit könnte der Bedarf von 365 Tonnen

Einstreu pro Jahr quasi nebenbei gedeckt

werden. „Green Bedding kann nicht nur sehr

günstig produziert werden. Es lassen sich

damit auch die Arbeitsspitzen bei der Ernte

im Hochsommer besser brechen, wenn die

Zeit ohnehin knapp ist“, verweist Timo Wessels

auf einen weiteren betriebswirtschaftlichen

Aspekt.

Der wesentlichste Vorteil mit der vom Green-

Bedding-Separator erzeugten Einstreu liegt

für den 34-Jährigen aber im besseren „Kuh-

Komfort“ oder „Liege-Komfort“: Die Milchkühe

können im Tiefliegeboxenstall wie auf

einer Matratze sehr komfortabel liegen und

machen das auch. „Je mehr Zeit eine Kuh pro

Tag im Liegen verbringt, desto besser ist ihre

Milchleistung.“ Eine konstante Durchschnittsleistung

von 10.600 kg/Jahr bei seiner

Herde von 350 Schwarzbunten während der

vergangenen drei Jahre mit Green Bedding

beweist, dass sich die Tiere wohlfühlen.

„Eingestreut wird einmal pro Woche. Den

Rest des Materials verwenden wir einfach

wieder als Dünger.“ Die Angst vor der Verbreitung

von Krankheiten über das Einstreumaterial

sei unbegründet, heißt es. Immer nur

Gülle aus dem eigenen Betrieb hält das Risiko

der Keimübertragung am geringsten.

20 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


COCA-COLA IM

MILCHBUSINESS

Foto: Core Power

In den USA wagt Coca-Cola mit Milchprodukten

einen ersten Schritt auf den

Markt. Der Softdrink-Riese ist beim

Hersteller einer Protein-Drink-Milch

eingestiegen. Dessen Fitnessgetränk

„Core Power“, das sich mit seinem

hohen Eiweiß-Gehalt an die Zielgruppe

der Sportler richtet, wurde bislang von

Fair Oaks Farms Brands Inc. produziert,

die sich im alleinigen Besitz von Select

Milk Producers befand. Im Sommer

2012 hatte Coca-Cola die Distribution

für den Protein-Shake übernommen.

Nun gründeten Coca-Cola und die USamerikanische

Molkereigenossenschaft

Select Milk Producers das neue Vermarktungsunternehmen

Oaks Farms

Brands LLC, an dem beide Firmen zu

gleichen Teilen beteiligt sind. Coke-

Konkurrent Pepsi ist schon länger im

Geschäft mit Milchprodukten tätig. Bereits

2009 stieg PepsiCo in den Vertrieb

des Protein-Getränks „Muscle Milk“

ein, 2011 folgte die Übernahme des russischen

Molkereikonzerns Wimm-Bill-

Dann. In diesem Jahr gründeten PepsiCo

und Müller Milch ein Gemeinschaftsunternehmen

zur Vermarktung

von Joghurt-Produkten in den USA.

ANTI-GERM: NEUE MASSSTÄBE IN DER EUTERHYGIENE

Gutes Milchgeld erreichen Milcherzeuger

nur mit guter Eutergesundheit und konstanter

Euterhygiene. Heute ist das Dippen

der Striche nach dem Melken selbstverständlich.

Darüber hinaus ist aber die

Pflege der Zitzenhaut neben optimaler

Keimreduzierung eine wichtige Voraussetzung

für eine hohe Milchleistung und eine

zufriedenstellende Milchgeldabrechnung.

Worauf muss der Milcherzeuger heute achten,

wenn es um die Auswahl geeigneter

Euterhygieneprodukte geht? Mit einem

möglichst breiten Desinfektionsspektrum

alleine ist es dabei nicht getan. Nachfolgend

einige Tipps: Achten sollte man bei

der Auswahl von Euterhygieneprodukten

auf ausreichende Schnelldesinfektion

sowie auf eine biozide Langzeitwirkung.

Ein stabiler Aktivstoff mit geringer Flüchtigkeit

ist Produkten, die auf Basis von

Chlorhexidin, Peroxyden oder Milchsäure

formuliert sind, vorzuziehen, weil die Zitzenhaut

wesentlich weniger gereizt wird.

Weiters sind ein optimaler pH-Wert und

kosmetische, natürliche Hautpflegestoffe

wichtig, um die Zitzenhaut glatt und geschmeidig

zu erhalten. In rissiger und

spröder Zitzenhaut siedeln sich Mastitis

verursachende Keime vermehrt an und

führen so leicht zu Problemen. Eine neue

biozertifizierte Produktlinie von Anti-

Germ namens „Trayserie“ wurde speziell

nach diesen neuen Maßstäben entwickelt.

Die Produkte sind aufeinander abgestimmt

und garantieren auch bei besonders

schwierigen Bedingungen ausgezeichnete

Resultate. Der verwendete Wirkstoff Preventol

(Biphenyl-2-ol) ist ein natürlicher

Bestandteil der Thymianessenz. Er zeichnet

sich durch seine schnelle und lang anhaltende

fungizide und bakterizide Wirkung

aus. „Trayor“ ist eine Speziallösung

zur Euterreinigung und -desinfektion vor

und nach dem Melken. Trayor kann zum

manuellen Sprayen, Dippen (mittels Dippund

Schaumdipp-Becher) und in allen

vollautomatisierten Melkroboter-Systemen

verwendet werden. Hautpflegestoffe

wie Allantoin und Glycerin halten die Zitzenhaut

feucht und geschmeidig (EN-

1656-getestet und biozertifiziert).

„Traydou“ ist ein viskoses Zitzen-Desinfektions-Gel,

das tropffrei einen feinen,

feuch ten Schutzfilm bildet. Es enthält

Aloe vera, Melaeuka alternifolia und Vitamin

E zur natürlichen Pflege der Zitzenhaut

(EN-1656-getestet und biozertifiziert).

„Trayfilm“ ist ein filmbildendes Zitzen-

Desinfektionsmittel, das für eine Keimbarriere

bis zum nächsten Melken sorgt. Natürliche

Hautpflegestoffe wie Aloe vera,

Melaleuka alternifolia und Vitamin E sorgen

für eine glatte und gesunde Zitzenhaut

(EN-1656-getestet und biozertifiziert).

Internet: www.anti-germ.at

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SCHWEIZ

Strukturwandel

setzt sich fort

KNAPP 140.000 KG ROHMILCH PRO BETRIEB

Die Milchanlieferungen pro Betrieb sind im vergangenen Jahr

durchschnittlich um 4.859 kg auf 137.582 kg gestiegen. Zum Vergleich:

In Österreich sind es etwa 85.000 kg. Der Strukturwandel in

der eidgenössischen Milchwirtschaft schreitet fort.

Die Schweizer Milchproduktion blieb 2012

trotz eines Rückgangs bei den bäuerlichen

Betrieben mit 3,44 Millionen Tonnen stabil;

gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine nur

geringfügige Änderung bei der Menge. Die

Ursache: Die Anlieferung pro Betrieb hat

gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent

zugenommen. 388 bäuerliche Betriebe lieferten

2012 mehr als 500.000 kg an die Molkereien

und 25 Höfe mehr als eine Million kg.

Der Hauptanteil der eidgenössischen Milcherzeugung

stammt aber immer noch von kleineren

und mittleren Betrieben. 81 Prozent

aller Höfe verfügten über eine Menge von

weniger als 200.000 kg. Vor einigen Jahren

waren die Strukturen noch kleiner: So hat

sich die durchschnittliche Anlieferung von

gut 52.000 kg im Milchjahr 1985/86 bis

heute um 160 Prozent erhöht. Die Betriebsgröße

nahm seither von 14,8 auf 24 ha zu

(+ 62 %).

Im Laufe des vergangenen Jahres stellten 854

eidgenössische Bauernhöfe die Milchproduktion

endgültig ein. Das sind mehr als zwei

Höfe pro Tag. Somit wurden im vergangenen

Jahr nur noch 24.369 Betriebe mit Milchviehhaltung

gezählt. Die Jahresstatistik 2012

weist für die Schweiz eine gesamte Milchverarbeitung

von 3,470.831 Tonnen aus (inklusive

Milch aus dem Fürstentum Liechtenstein).

Der größte Anteil der verarbeiteten

Milch wird traditionell verkäst (42 %). Bei

der Käseproduktion liegen die Sorten

Gruyère (15,8 %) und Emmentaler (14,5 %)

auf den Spitzenplätzen, gefolgt von Mozzarella

(11,8 %). Weitere wichtige Molkereiprodukte

sind Butter (Anteil 17 %) und Konsummilch

(11,9 %). Die geringsten Anteile in

der Milchverarbeitung erzielten Joghurt

(3,3 %), übrige Frischmilchprodukte inklusive

Speiseeis (2,8 %) und Topfen (0,7 %).

Die Käseproduktion blieb zuletzt mit

181.179 Tonnen gegenüber dem Vorjahr

konstant. Mit 50.643 Tonnen erreichte die

Butterherstellung einen neuen Höchstwert.






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22 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


TAFELSPITZ & KÄSE

Er gilt als Österreichs erfolgreichste Feinschmecker-Fibel

und bester Wegweiser für

Genuss-Suchende zwischen Boden- und

Neusiedler See: Die Rede ist vom „freizeit“-

Tafelspitz. 600 Lokale in ganz Österreich

sowie Südtirol – Wirtshäuser, Top-Restaurants,

aber auch Heurige – wurden für diesen

Gastro-Führer mittlerweile getestet und miteinander

vergleichbar gemacht. Mittlerweile

über 300 Seiten stark, bietet das kleine rote

Handbuch für Genießer heuer eine Premiere:

Erstmals werden in der 2013er-Ausgabe –

der nunmehr 14. Neuauflage – auch jene 62

Lokale ausgewiesen, in denen Schärdinger-

Käsespezialitäten angeboten werden, darunter

besonders renommierte Adressen wie das

Gasthaus zur Dankbarkeit in Podersdorf,

das Landhaus Bacher in Mautern, die Gastwirtschaft

Floh in Langenlebarn, das Steirer -

eck im Wiener Stadtpark oder beim Obauer

in Werfen. „Wir lieben gutes Essen. Auf das

Tamtam drumherum, sinnlos-modische Küchentrends,

den übertriebenen Gastrohype

können wir verzichten.

Worauf wir viel

mehr Wert legen,

sind der bewusste

Umgang mit Lebensmitteln

und die Verarbeitung

saisonaler

Produkte der Region“,

sagt Herausgeber Michael Horowitz.

Und dazu gehört eben auch bester heimischer

Käse wie jener von Schärdinger oder Tirol

Milch. Den freizeit-Tafelspitz gibt es in jeder

Trafik um 6 Euro sowie als App für das

Smartphone um 3,59 Euro zum Downloaden.

Internet: http://kurier.at/tafelspitz.html

Foto: Kurier

Die Gesamtsieger: „Donau Griller“. (Foto: NÖN)

GRILLBUTTER SUCHT

DIE GRILLMEISTER

Gemeinsam mit den „Niederösterreichischen

Nachrichten“ und der Initiative

„So schmeckt Niederösterreich“ suchte

Berglandmilch als Hersteller feinster

Grillbutter heuer den besten Grillmeister

im Land unter der Enns. Am 11. Mai

war es so weit. In Horn trafen sich mehrere

begeisterte Grill-Amateure, um

unter den Argusaugen von Doppel-

Grillweltmeister Adi Matzek den Besten

aus ihren Reihen zu ermitteln. Auf das

heiße Grill-Eisen kamen herrliche

Steaks, später auf den Teller neben raffinierten

Beilagen und Salaten auch beste

Grillbutter von Schärdinger. Auf die

schwört übrigens auch der Doppel-

Weltmeister. Sieger und damit beste

Grillmeister in Niederösterreich wurden

die „Donau Griller“ Sonja Postl, Markus

Traxler sowie Christoph und Astrid

Schaufler, alle aus Leiben. Die besten

Spareribs lieferten Veronika Streibl und

Josef Mikschovsky. Einen Griller samt

einem Korb voll Schärdinger-Produkte

erhielt Roswitha Koch aus Horn, einen

Gasgriller bekam Gerhard Schindl aus

Heidenreichstein und ein Kugelgriller

ging an Elisabeth Trimmel. Am 22. Juni

findet in Horn mit Unterstützung der

Berglandmilch auch die 15. Österreichische

Grillmeisterschaft statt.

STECKBRIEF ZUM TITELBILD

Betrieb: Josef Gruber, vulgo „Lemböck“,

Ober Sankt Georgen 46, 4372 Sankt

Georgen am Walde

Ehefrau Rosa, vier Kinder, Sohn Markus

ist der Hoferbe

Gründlandbetrieb mit 32 Hektar Wiesen,

davon 16 Hektar Pacht plus 11 Hektar

Wald, 127 Berghöfekatasterpunkte;

moderner Laufstall seit 1998,

seit kurzem mit Lely-Melkroboter

Herde: 38 Fleckvieh-Kühe mit weiblichem

Jungvieh u. a. auf zwei Aufzuchtbetrieben

in Ternberg und Laussa; Stalldurchschnitt:

9.500 kg

„HANSI“ BEWIRBT TM-KÄSE

AUCH IN ÖSTERREICH

Nachdem Hansi Hinterseer von der Tirol

Milch als sympathischer Werbebotschafter

für ihre Käse in Deutschland gewonnen

werden konnte, bewirbt der Schlager-Star

die beliebten Käse aus seiner Heimat nun

auch in Österreich. Gebürtig aus Kitzbühel,

ist Hinterseer auch mit den Käsespezialitäten

der Tirol Milch aufgewachsen

und legt sich für deren Bergkäse, Bergtilsiter

und Scheibentrio ins Zeug. „Das Beste

aus meiner Tiroler Heimat im Kühlregal –

produziert aus garantiert gentechnikfreier

Tiroler Alpenmilch!“ So präsentiert

Hansi Hinterseer den Käse aus seiner

Foto: Laresser

„Eigentlich gibt es immer eine

Gelegenheit, um über technische

Verbesserungsmöglichkeiten zumindest

nachzudenken. Oder ob man eine nötige

Maschine auch selber bauen kann.“

Foto: Tirol Milch

Heimat nun auch in ganz Österreich –

„Weil’s wahr ist.“

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

23


Firmenmitteilung

FIXKRAFT: POWERLAC REVOLUTIONIERT DIE RINDERFÜTTERUNG

Pansenfermentation mit und ohne PowerLac: ohne PhytoPass (links), mit PhytoPass (rechts).

gegen ist ein natürlicher Futterzusatz der in

das Kraftfutter eingemischt wird und seine

Wirkung im Pansen entfaltet. Es wird nicht

nur eine Futterkomponente, sondern die gesamte

Ration aufgewertet und somit Futterkosten

eingespart. Die Kräutermischung

schützt schnell verfügbares Eiweiß und

Stärke vor mikrobiellem Abbau im Pansen.

Gleichzeitig wird die Pansenfermentation optimiert,

um die Produktion von Methan und

überschüssigem Ammoniak zu reduzieren.

„Kräuter und Gewürze in unseren Speisen

führen zu einer Verbesserung der Verdauung

und des Geschmacks. Genauso wirkt sich

PhytoPass im Rinderfutter positiv auf die

Nährstoffaufnahme im Dünndarm aus“, erläutert

Martin Veit, Fixkraft-Spartenleiter für

Rind. Die Wirkungen auf das Verdauungssys-

Geschütztes Eiweiß aus der Kraft der

Natur: Eine neue „PhytoPass“-Kräutermischung

von Fixkraft für Rinder bringt Vorteile

für die Kuh, den Landwirt und die

Umwelt. Der Wunsch nach natürlichen

und nachhaltig produzierten Qualitätslebensmitteln

wird immer größer. Fixkraft

arbeitet ständig an Möglichkeiten, den

Bedürfnissen der Konsumenten und der

Landwirte in gleicher Weise Rechnung zu

tragen. Im Zentrum stehen dabei das Tier

und dessen Gesundheit, die maßgeblich

vom Futter beeinflusst werden kann.

Wiederkäuer füttern bedeutet in erster

Linie die Mikroorganismen im Pansen zu

füttern. Diese erzeugen Energie und hochwertiges

Eiweiß für Wachstum und Milchproduktion.

Um den heutigen Leistungsanforderungen

gerecht zu werden, benötigen

die Tiere sogenanntes „geschütztes Eiweiß“

(UDP). Um dieses UDP zu erhalten,

gibt es die Möglichkeit, die Passagerate

über hohe Kraftfuttergaben zu steigern,

was allerdings zu einer schlechten Verwertung

des Grundfutters und einer hohen Belastung

für den Stoffwechsel führt. Daher

werden derzeit Eiweißquellen wie Rapsoder

Sojaschrot chemisch behandelt, um

eine Verdauung durch Mikroorganismen

im Pansen zu verhindern. PhytoPass hintem

von Wiederkäuern ersetzen chemisch

aufbereitete Ölschrote. Durch den Einsatz

von PhytoPass im Kraftfutter wird also die

gesamte Ration aufgewertet. Eiweiß und

Stärke werden durch den Pansen geschleust,

Verluste in Form von Methan und

Ammoniak reduziert und die Produktion

von mikrobiellem Eiweiß gesteigert (siehe

Grafiken).

„PhytoPass sichert hohe Leistungen, die

Gesundheit der Tiere und genießt auch von

Konsumenten höchste Akzeptanz. Phyto-

Pass wird von Fixkraft in der neuen Hochleistungslinie

für Milchkühe namens

‚PowerLac‘ eingesetzt“, ist Veit stolz auf

die neue Produktentwicklung.

Internet: www.fixkraft.at

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Berglandmilch eGen, Schubertstraße 30, 4600 Wels, www.schaerdinger.at

für hohe Milchleistung

spart Futterkosten

schont die Umwelt

natürlicher Ersatz von

geschütztem Rapsschrot (Pansenschutz wird

oftmals durch chemische Behandlung erzielt)

Die Milchviehfutterpalette PowerLac enthält die Kräutermischung

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