markt Berlin - WMD Brokerchannel

wmd.brokerchannel.de

markt Berlin - WMD Brokerchannel

IMMOBILIENMARKTBERICHT

BERLIN

2005

ENTWICKLUNGEN

UND PERSPEKTIVEN

Die aktuelle Entwicklung

auf dem Büroimmobilienmarkt

Berlin

Angespannter Vermietungsmarkt vorerst

weiter auf Konsolidierungskurs –

Lichtblicke erst mittelfristig zu erwarten

DG HYP. Die innovative Immobilienbank.


3

Berlin politisch und kulturell die Hauptstadt

Deutschlands – eine Stadt im Wandel

Berlin hat in den letzten 15 Jahren seit der

Wiedervereinigung einen derartig deutlichen

strukturellen Wandel erlebt wie wohl keine andere

Stadt in Deutschland. Von einer zweigeteilten

Stadt mit eher regionaler Bedeutung – der eine

Teil als westliche Enklave hinter dem Eisernen

Vorhang, der andere Teil das Zentrum der ehemaligen

DDR – zur größten deutschen Metropole

und neuen deutschen Hauptstadt. In Berlin leben

etwa 3,4 Mio. Menschen; einschließlich des so

genannten „engeren Verflechtungsraumes“, das

sind die Umlandgemeinden und Potsdam, sind es

insgesamt knapp 4,4 Mio. Menschen.

Durch die Entscheidung, Berlin zur deutschen

Hauptstadt zu machen, hat die Stadt einen weit

über die deutschen Grenzen reichenden Bedeutungsgewinn

erzielt.

Auch kulturell und hinsichtlich des städtischen

Lebens von schrill bis traditionell hat Berlin die

Hauptstadtfunktion übernommen. Durch das

Zusammenwachsen der beiden jahrzehntelang

getrennten Stadtteile ist Berlin in einem ständigen

Wandel. Berlin ist schillernd mit unglaublich

vielen Facetten. Insbesondere junge Menschen

werden von dieser Atmosphäre stark angesprochen.

Darüber hinaus hat sich Berlin auch als Wissenschaftsmetropole

etabliert. 16 Universitäten und

Hochschulen und über 100 nichtuniversitäre

Forschungseinrichtungen bilden eine wichtige

Grundlage und ein Reservoir für die wirtschaftliche

Entwicklung.

In einer vom Statistischen Landesamt Baden-

Württemberg verfassten Studie, in der europäische

Regionen hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit

und -kraft in ein Ranking gestellt werden,

belegt Berlin erstaunlicherweise den zweiten

Platz hinter Baden-Württemberg. Das ist ein

wichtiger Erfolg für die ansonsten in vielen anderen

Rankings eher weniger mit Spitzenplätzen

bedachte Stadt.

Der Wohnungsmarkt ist im bundesdeutschen

Vergleich sehr entspannt: für Vermieter und

Verkäufer schwierig, gut für Mieter und Käufer.

Die Mieten zählen unter den großen deutschen

Städten tendenziell zu den preiswertesten überhaupt.

Ein wesentlicher Grund dafür ist die jahrelange

öffentliche Förderung bzw. Förderpraxis für

den Wohnungsbau der Stadt Berlin. Das darf

allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in

begehrten Lagen auch hier Wohnungen eher

knapp und die Preise hoch sind.

Darüber hinaus bietet das sehr gut durch den

ÖPNV erschlossene Umland hervorragende Naherholungsmöglichkeiten.

Berlin – Rang 2

hinsichtlich

Innovationsfähigkeit

und -kraft


4

Wirtschaft – immer noch im schmerzhaften

Umstrukturierungsprozess

Weiterhin stetiger

Abbau industrieller

Arbeitsplätze

Trotz unzweifelhaft vieler Erfolge im politischen,

kulturellen und wissenschaftlichen Bereich durchläuft

die Berliner Wirtschaft – auch 15 Jahre nach

der Wende – immer noch einen strukturellen

Wandel.

Ausdruck dieses Wandels und des Anpassungsprozesses

ist der stetige Abbau von industriellen

und baugewerblichen Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosigkeit

liegt mit einer Quote von über 17%

(Ende 2004) deutlich über dem Bundesdurchschnitt

und den Arbeitslosenquoten in den anderen

großen Ballungsgebieten, z.B. Hamburg oder

München.

Berlin war vor der Wende weniger als Dienstleistungszentrum

wirtschaftlich bedeutend, sondern

vielmehr als industrielles Zentrum. Hintergrund

war im Westteil der Stadt die attraktive Westberliner

Strukturförderung, während im Ostteil

große und für die ehemalige DDR wichtige

Industriekombinate angesiedelt waren. Nach der

Wende haben der Verlust der Berlin-Förderung im

Westteil und das Zusammenbrechen vieler „volkseigener

Betriebe“ im Ostteil der Stadt zu einem

deutlichen Niedergang der Industrie geführt.

Darüber hinaus befindet sich auch die Baubranche

nach dem Auslaufen vieler Großbauprojekte

auf einem steilen Konsolidierungskurs. Und der

Rückgang der Beschäftigtenzahlen hält noch

weiter an. Allein von 1995 bis 2004 war die Zahl

der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um

knapp 200.000 Personen rückläufig. Weder der

Umzug der Bundesregierung von Bonn nach

Berlin noch die zunehmende Stärkung des Dienstleistungssektors

konnten diese Entwicklung

kompensieren.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Bürobeschäftigte* in Berlin (Angaben in 1.000)

1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004

Soz.-vers. Beschäftigte 1.239 1.210 1.159 1.133 1.132 1.139 1.126 1.104 1.065 1.042

Bürobeschäftigte 566 561 554 553 554 571 574 574 561 554**

*Bürobeschäftigte nach Dobberstein **2004 vorläufig Bulwien Gesa AG Quelle: Destatis, Bulwien Gesa AG


5

Das viel zitierte Ziel, dass Berlin an die Vorkriegszeit

anknüpfen und wieder als Zentrum des Ost-

West-Handels auftreten könnte, wurde bislang

nicht erreicht. Weniger als 2% aller deutschen

Exporte in die neuen osteuropäischen Mitgliedstaaten

der EU kamen im letzten Jahr aus Berlin.

Allerdings kann die Berliner Wirtschaft auch

Erfolge verzeichnen. So hat es Berlin erfolgreich

verstanden, zukunftsträchtige Wirtschaftsbereiche

auch im industriellen Bereich zu etablieren. Dieses

sind insbesondere die Bereiche Biotechnologie,

Medizin-, Umwelt- und Verkehrstechnik.

Auch im Bereich Medien, insbesondere in der

Film-, Unterhaltungs- und Musikindustrie, in

der Werbung sowie im IT-Bereich besetzt Berlin

deutschlandweit Spitzenstellungen. Der Berliner

Senat will den Ausbau und die Stärkung dieser

Branchen weiter konsequent fördern.

Büroimmobilienmarkt 2004 – Anstieg des

Vermietungsvolumens, aber…

Neben Hamburg, München, Frankfurt am Main

und Düsseldorf gehört Berlin zu den so genannten

„Big-Five“, den fünf größten Dienstleistungsmetropolen

in Deutschland.

Unter diesen fünf Städten hat Berlin den größten

Büroflächenbestand von etwa 14,1 Mio. m 2 (gif),

wenn das Münchner Umland aus der Betrachtung

ausgeklammert wird.

Der Berliner Büromarkt befindet sich wie auch

die meisten anderen Bürozentren in einer angespannten

Lage. Zwar sind die Vermietungszahlen

im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas angestiegen,

auf den Markt drückt jedoch ein hoher

Flächenleerstand und die Mieten befinden sich

seit Jahren im Sinkflug, für die Besitzer von Büroflächen

eine potenzielle Bedrohung.

Die heutige Lage auf dem Berliner Büromarkt ist

nicht nur das Resultat der jüngsten Vergangenheit,

sondern auch die Folge von Altlasten, die

aus der Goldgräberzeit der Nachwendezeit und

dem „Hauptstadtstatus“ herrühren.

Diese „Altlasten“ entstanden, als nach der Wende

die plötzlich ansteigende Nachfrage nach modernen

Büroflächen nicht gedeckt werden konnte

und die Mieten sprunghaft anstiegen, mit

Spitzenmieten im Bereich von bis zu 50,– € /m 2 .

Aus dieser Situation resultierte ein Bauboom, der

zusätzlich noch durch großzügige steuerliche

Leichter Anstieg des

Vermietungsvolumens,

trotzdem schwierige

Lage.

Vermietungsvolumen in großen Dienstleistungszentren

1997 – 2004

Quelle: Bulwien Gesa AG

Angaben in 1.000 m 2 , Stadtgebiet ohne Peripherie


6

Berliner Büromarkt

leidet heute noch

an den Folgen der

Goldgräberstimmung

Anfang der 90er Jahre.

Subventionen in Form von Abschreibungen angeheizt

wurde.

Zusätzlich wurde durch den neuen „Hauptstadtstatus“

die Entwicklung ab 1994 weiter angeheizt.

Die dabei entstandenen neuen Flächen

wurden überwiegend spekulativ, d.h. ohne Vorvermietung,

errichtet. Dieser Flächenzuwachs

übertraf die Nachfrage bei weitem. Der Glaube

an die Zukunft Berlins regierte den Markt.

Die höchsten Neubauflächen kamen 1997 auf

den Berliner Markt, zu einer Zeit, als die Vermietungsleistung

den ersten deutlichen Einbruch in

der Nachwendezeit verzeichnete. Die Neubauzahlen

gingen in den folgenden Jahren zwar

ebenfalls deutlich zurück, aber erst 1999 übertraf

die Vermietungsleistung wieder die Neubauzahlen.

Parallel dazu stieg der Leerstand bis 1998

an auf ein Niveau von knapp 1,5 Mio. m 2 Bürofläche.

Das entspricht einer Leerstandsquote von

etwa 11,8 % (gif). Mit dieser hohen Altlast startete

Berlin in den nächsten Zyklus, den Aufschwung

als Folge des Booms der New Economy.

Im Gegensatz zu anderen Städten wie München

oder Hamburg konnte der Berliner Büromarkt

von diesem Zyklus nur geringfügig profitieren.

Während sich in anderen Städten ab 1997 die

Vermietungen deutlich erhöhten und im Jahr des

Höhepunkts 2000 ihr Vermietungsvolumen nahezu

verdoppeln konnten, passierte in Berlin zwischen

1997 und 1999 nur wenig. Das Neuvermietungsgeschäft

war sogar leicht rückläufig.

Einen kräftigen Impuls erhielt der Büromarkt erst

im Jahresverlauf 1999/2000 als Folge eines

Anstieges der Bürobeschäftigten, der zu einem

Vermietungsanstieg um 27% auf 510.000 m 2

führte. Erstmals seit der Wende reduzierte sich

der Leerstand auf ein Niveau von 1,2 Mio. m 2

(Leerstandsquote 8,7 % – gif). Dieses erfolgte

primär durch die stark rückläufige Neubautätigkeit,

aber auch durch die hohe Vermietungsleistung

im Jahre 2000.

Die Mieten stiegen sogar schon ab 1997 wieder

an. Und auch einige größere Bauprojekte gingen

wieder in die Realisierungsphase.

Das schnelle Ende des New-Economy-Booms ließ

das Interesse an neuen Büroflächen schon 2001

schlagartig zurückgehen. Diese Entwicklung,

kombiniert mit den neuen auf den Markt drängenden

Bauprojekten, führte wieder zu ansteigenden

Leerständen und rückläufigen Mieten.

Das Mietniveau hat Ende 2004 das niedrigste

Niveau seit der Wiedervereinigung erreicht. Gleiches

gilt für den Leerstand mit über 1,7 Mio. m 2

Bürofläche.

Neue Büroflächen* in Berlin

Quelle: Statistisches Landesamt Berlin,

Prognose DG HYP

*Fertigstellungen Neubau 1.000 m 2 Nutzfläche

2005 und 2006 Prognose


7

Kurzfristige bis mittelfristige Perspektive –

schwierig

Die sehr angespannte Lage hat zu einem wahren

Eldorado für Mieter geführt. Seit 2001 sinken die

Büromieten wieder deutlich. Selbst Top-Lagen

sind teilweise schon für Mieten unter 20,– € /m 2

zu haben. Das ist das niedrigste Preisniveau seit

der Wende. Es ist zwar eine leichte Abschwächung

der Mietrückgänge zu beobachten, das

kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass

freizügig „Incentives“ gewährt werden, z.B. die

Übernahme der Kosten für Umzüge, mietfreie

Zeiten, um die Miet-Cashflows nicht noch weiter

sinken zu lassen.

Die im deutschlandweiten Vergleich immer noch

hohe Vermietungsleistung beruht hauptsächlich

auf reinen Umschichtungsaktivitäten – innerstädtischen

Umzügen.

Flächenoptimierung und Preisoptimierung stehen

im Vordergrund. Eine Neuvermietung führt damit

gleichzeitig wieder zu einem Freisetzen von in der

Regel älteren, nicht so modernen Flächen. Die

Nettoabsorption ist gering. Flächen, die nicht

mehr den erwarteten modernen Standards genügen,

werden ohne Sanierung nur noch mit

deutlichen Preisabschlägen oder überhaupt nicht

mehr marktfähig sein. Der Sockelbestand an leer

stehenden Büroflächen (persistierender Leerstand),

die eigentlich nicht mehr marktfähig sind,

aber in der Statistik auftauchen, beziffert das

Maklerunternehmen Aengevelt mit etwa 28 %.

Dieses sind Objekte, die länger als 5 Jahre zu

50 % und mehr unvermietet sind. Aber auch

moderne, attraktive Flächen, deren Mietverträge

auslaufen, werden mit teilweise deutlichen Mietabschlägen

rechnen müssen. Und die Konkurrenz

unter modernen Flächen ist groß. Allein seit

1995 wurden knapp 4,4 Mio. m 2 neue Büroflächen

fertig gestellt. Dazu kommen mindestens

300.000 m 2 total modernisierte Flächen. Die

Vermietungsdauer wird von Maklerunternehmen

mit etwa 12 bis 18 Monaten angegeben. Glücklicherweise

wird der Flächenzugang durch Neubauten

in den nächsten Jahren stark rückläufig

sein, so dass der Marktdruck auf der Anbieterseite

nicht weiter zunehmen wird. Das Vermietungsgeschehen

spielt sich zum überwiegenden

Teil in den Citylagen ab. Sofern die im weit

gehenden Sinne „öffentliche Hand“ Flächen

nachfragt, ist dieses eher am Cityrand.

Die Spitzenmieten in Top-Regionen liegen laut

Angabe der Bulwien Gesa AG bei 21,– € /m 2 .

Allerdings werden auch schon am Potsdamer

Platz Abschlüsse deutlich unter 19,– € /m 2 gemeldet.

Die Durchschnittsmieten liegen in der City

bei 15,20 € /m 2 , am Cityrand bei 10,30 € /m 2

und in den Randlagen bei etwa 7,– € /m 2 .

Flächen, deren

Mietverträge auslaufen,

müssen mit Mietabschlägen

rechnen.

Büromietenentwicklung* in großen Bürozentren in in Deutschland Deutschland

Berlin

Spitzenmiete 2004: 21,00 €/m²

Hamburg

Spitzenmiete 2004: 20,00 €/m²

Minimum:

21,00 €/m²

Minimum:

19,50 €/m²

Maximum:

34,30 €/m²

Maximum:

25,60 €/m²

Differenz Min/Max 13,30 €/m²

Differenz Min/Max 6,10 €/m²

102 102

100

100

100

98

99

97 97

98

96

96

96 96

91

93 94

92

90

90

88

87

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004

Frankfurt

114

Spitzenmiete 2004: 30,00 €/m²

Minimum:

30,50 €/m²

Maximum:

49,60 €/m² 108

Differenz Min/Max: 19,60 €/m²

105

103

100

98

99

97

95 95

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003

95

2004

München

Spitzenmiete 2004: 26,50 €/m²

Minimum:

25,60 €/m²

Maximum:

34,80 €/m²

Differenz Min/Max 9,20 €/m² 105

107

102

100

100

100

97 97 97

98

98

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004

Quelle: Bulwien Gesa AG

**Spitzenmieten, absolute absolute Änderung Änderung zum Vorjahr, zum indexiert Vorjahr, indexiert

Quelle: Bulwien Gesa AG


8

Preisrückgang

abgeflacht – hohe

Abhängigkeit der

Vermietungen durch

öffentliche Hand.

Der Preisrückgang hat sich im Vergleich zu den

Vorjahren abgeschwächt. Die Talsohle wird mit

großer Wahrscheinlichkeit allerdings erst frühestens

2006 erreicht werden. Voraussetzung hierfür

sind aber die Erholung der Berliner Wirtschaft

und die Stabilisierung des Arbeitsmarktes.

Ein nicht zu übersehendes Problem des Berliner

Büromarktes besteht aber in der deutlich veränderten

Nachfrager-Struktur der Hauptmietbranchen.

Während 2000 noch den vier in allen

großen Dienstleistungszentren bedeutenden

Wirtschaftsbranchen „Banken, Versicherer und

andere Finanzdienstleister“, „Verwaltungszentralen

von großen Unternehmen und Konzernen“, die

Bereiche „Medien“ sowie „Information und

Kommunikation (IuK)“ nahezu 50 % der vermieteten

Fläche zuzuordnen waren, ist deren Anteil

bis 2004 auf nur noch knapp 22 % zurückgegangen.

Dieses verdeutlicht die schwierige wirtschaftliche

Situation von Berlin.

Auffallend ist, wie unbedeutend der Bereich

„Verwaltungen von Unternehmen“ ist. Hier zeigt

sich das Fehlen großer Verwaltungszentralen,

insbesondere auch von Deutschlandzentralen

international agierender Großkonzerne. Eine

Auflistung der größten Unternehmen von Berlin

hinsichtlich der Beschäftigten durch die Industrieund

Handelskammer Berlin zeigt, dass sich unter

den 40 Unternehmen mit mehr als 1.000

Beschäftigten nur eine Hand voll internationale

Konzerne befinden, die ihre Deutschlandzentrale

in Berlin haben. Unter diesen ist die IBM Deutschland

GmbH mit etwa 2.300 Mitarbeitern das

größte Unternehmen.

Gleichzeitig stieg der Anteil des Bereichs „öffentliche

Verwaltung“ mit den begleitenden Branchen

Lobbyisten und Beratung von einem Marktanteil

von weniger als 20% auf über 40% an. Die

Erwartungen für das laufende Jahr gehen von

einer Vermietungsleistung in vergleichbarer

Größenordnung wie 2004 aus. Aber die Wahrscheinlichkeit

ist sehr hoch, dass der größte

Nachfrager wieder der Bereich der öffentlichen

Verwaltung sein wird. Dieses wirkt zwar stabilisierend,

dürfte aber eher den Bereich in B- und

C-Lagen entlasten und deutet auf eine sich aufbauende

Abhängigkeit des Vermietungsmarktes.

Glücklicherweise hat sich der Bereich der „sonstigen

Dienstleistungen“ sehr dynamisch entwickelt.

Diese Branche, in die alle Dienstleistungsbereiche

fallen, die sonst nicht mit größeren Nachfragen

als Einzelbranche auftreten, z.B. Anwaltskanzleien,

Arztpraxen etc., fragt allerdings überwiegend

kleinteiligere Flächen nach. Diese stellen

in Berlin auch den überwiegenden Anteil der

Vermietungen dar.

Großvermietungen über 10.000 m 2 sind selten

und werden in den letzten Jahren hauptsächlich

durch den Staat getätigt oder auch durch

staatsnahe Unternehmen wie die Deutsche Bahn,

die 2002 mit zwei Großvermietungen knapp

70.000 m 2 mietete (Transport und Verkehr).

Bedeutungswandel in der Branchenstruktur

bei der Bürovermietung in Berlin

Quelle: Atismüller

Alle Grafiken Pestel Institut 2004


9

Ausblick und Fazit

An der schwierigen Situation des Berliner Büroimmobilienmarktes

wird sich auch im laufenden

und im nächsten Jahr wenig ändern.

Der Vermietungsmarkt hat mit etwa 375.000 m 2

das Niveau der zweiten Hälfte der 90er Jahre

erreicht. Die Hauptnachfrage nach Büroflächen

erfolgt durch die öffentliche Verwaltung sowie

die begleitenden Branchen Lobbyisten und Beratung.

Sonstige Dienstleistungen gewinnen stark

an Bedeutung, fragen aber hauptsächlich kleinteilige

Flächen nach. Key-Branchen, z.B. Medien,

sowie Information und Kommunikation halten

sich stark zurück.

Die Mieten haben das niedrigste Preisniveau seit

der Wiedervereinigung erreicht und werden tendenziell

weiter unter Druck stehen, auch wenn

sich der Rückgang abgeschwächt hat. Die Talsohle

bei den Mieten wird frühestens 2006

erreicht werden, aber auch nur dann, wenn sich

die Berliner Wirtschaft erholen sollte und sich der

Arbeitsmarkt stabilisieren wird. Glücklicherweise

sind erste positive Zeichen für eine Aufhellung

der wirtschaftlichen Stimmung und der aktuellen

Geschäftslage aus den Untersuchungen der

Industrie- und Handelskammer sichtbar. Bis sich

dieses aber auch in einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen

niederschlägt, wird noch Zeit vergehen.

Alle Angaben und Daten entstammen öffentlich zugänglichen Quellen (Stand: 29.04.2005).

Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Gewährleistung übernommen.


10

Anschriften der DG HYP

Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG

20095 Hamburg 10117 Berlin

Rosenstraße 2 Pariser Platz 3

Postfach 10 14 46 Postfach 08 01 62

20009 Hamburg 10001 Berlin

Telefon (0 40) 33 34-0 Telefon (0 30) 3 19 93-0

Telefax (0 40) 33 34-11 11 Telefax (0 30) 3 19 93-50 10

Internet: www.dghyp.de

Immobilienzentren für gewerbliche Investoren

DG HYP

Immobilienzentrum Nord

20095 Hamburg

Rosenstraße 2

Telefon (0 40) 33 34-37 78

Telefax (0 40) 33 34-11 02

DG HYP

Immobilienzentrum Mitte

60325 Frankfurt am Main

Friedr.-Ebert-Anlage 2–14

(City-Haus)

Telefon (0 69) 75 06 76-21

Telefax (0 69) 75 06 76-99

DG HYP

Immobilienzentrum Ost

Niederlassung Berlin

10117 Berlin

Pariser Platz 3

Telefon (0 30) 3 19 93-51 01

Telefax (0 30) 3 19 93-50 60

DG HYP

Immobilienzentrum West

40227 Düsseldorf

Ludwig-Erhard-Allee 9

Telefon (02 11) 22 04 99-10

Telefax (02 11) 22 04 99-40

DG HYP

Immobilienzentrum Süd

80333 München

Türkenstraße 16

Telefon (0 89) 51 26 76-10

Telefax (0 89) 51 26 76-30

DG HYP

Immobilienzentrum Südwest

70191 Stuttgart

Vordernbergstraße 16

Telefon (07 11) 2 63 76-39

Telefax (07 11) 2 63 76-47

Repräsentanzen

Repräsentanz Paris

Bureau de représentation Paris

F-75008 Paris

120, avenue des Champs-Elysées

Telefon +33 (0)1 56 88 12-90

Telefax +33 (0)1 56 88 12-91

Repräsentanz Amsterdam

Amsterdam Representative Office

NL-1075 AB Amsterdam

Koningslaan 35

Telefon +31 (0)20 5 71 15-55

Telefax +31 (0)20 5 71 15-50

Repräsentanz London

London Representative Office

GB-London EC1A 4HJ

10, Aldersgate Street

Telefon +44 (0)20 77 76 76-11

Telefax +44 (0)20 77 76 76-19

Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG

Rosenstraße 2 · 20095 Hamburg

Ihr Ansprechpartner: Carsten Rieckhoff

Telefon +49 (0)40 33 34-20 58 · Telefax +49 (0)40 33 34-782 20 58

Carsten.Rieckhoff@dghyp.de · www.dghyp.de


IMMOBILIENMARKTBERICHT BERLIN 2005

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine