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Systems Engineering

Explodierende Haftungsvorschriften und Behördenauflagen

Die Kosten für die stetig wachsenden Haftungsvorschriften

und Behördenauflagen stellen für Unternehmen, die

Produkte herstellen, zunehmend eine enorme Belastung

dar und führen für den unbeteiligten Betrachter oft zu

irrationalem Verhalten. Die Risiken im Zusammenhang

mit diesem Trend können für das Unternehmen potenziell

katastrophale Folgen haben, da nur beschränkte

Möglichkeiten vorhanden sind, um diese Risiken im

Voraus abzuwehren oder zu kontrollieren. Um diese

Probleme anzugehen, müssen Hersteller die Qualität,

Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer Produkte verbessern

und zugleich die wachsenden und zunehmend auch

widersprüchlichen Anforderungen von Behördenauflagen

und Industriestandards erfüllen.

Um solche Verbesserungen zu erreichen und zugleich

durch Erhöhung der Komplexität die Produkte

besser, schneller und billiger zu machen, sind

Hersteller gezwungen, alle ihre Geschäftsabläufe im

Produktlebenszyklus zu überdenken. Eine kleine, aber

bedeutende Hilfe in diesem schwierigen Szenario ist die

Tatsache, dass die Änderungen, die zur Bewältigung dieser

Herausforderungen notwendig sind, nahezu identisch

sind mit denen, die für „bessere, schnellere und billigere“

Produkte erforderlich sind. Allerdings müssen die

gemeinsamen Änderungen mit größter Sorgfalt umgesetzt

werden, um den doppelten Vorteil zu erzielen.

Schneller technologischer Fortschritt

Die jüngsten technologischen Fortschritte in für die

Herstellung von Produkten relevanten Bereichen

wie Materialkunde und Nanotechnologie, Sensoren

und Wireless-Technologie wirken sich tiefgreifend

auf Unternehmen und Systemingenieure aus. Diese

Fortschritte machen fundamentale Produktinnovationen

in einem rasenden Tempo möglich, und jeder einzelne

Fortschritt erfordert die Anpassung der Praktiken,

Methoden und Tools in allen Bereichen der Entwicklung.

Natürlich ziehen diese Änderungen wiederum Anpassungen

in verwandten Disziplinen nach sich. Infolgedessen lastet

ein enormer Druck auf den Systemingenieuren, sich

schnell und effektiv an neue technologische Veränderungen

anzupassen, um sie in vollem Umfang nutzen zu können.

Systems Engineering für intelligente Produkte

Systems Engineering bietet eine größere

Wertschöpfung als je zuvor

„Bessere/mehr Systemingenieure

bedeuten eine Verkürzung der

Zeitpläne um 40 % oder mehr, selbst

bei zunehmender Komplexität.“

Boehm, et al.: The ROI of Systems Engineering: Some

Quantitative Results for Software-Intensive Systems,

Journal of Systems Engineering, Ausgabe 11, 2008.

Die meisten Entwicklungsorganisationen arbeiten auch

heute noch nach dem klassischen Modell, bei dem

voneinander getrennte Entwicklungsteams nach den

verschiedenen Fachbereichen getrennt werden und

vorwiegend in ihrem eigenen isolierten Tätigkeitssilo

arbeiten. Systemingenieure übergeben Subsystem-,

Komponenten- und Schnittstellenspezifikationen einfach

„über den Zaun“ an die Maschinenbau-, Elektronik- und

Softwareteams. Diese Teams arbeiten dann meist isoliert

voneinander an den jeweiligen Entwürfen und Codezeilen.

Die Integration und Prüfung auf Systemebene erfolgen

erst sehr spät im Entwicklungszyklus. Die Folgen sind

Nacharbeit in einer späten Entwicklungsphase sowie ein

teurer und zeitaufwändiger Prüf- und Korrekturzyklus.

Diese Schwierigkeiten schränken Unternehmen in ihrer

Fähigkeit ein, innovative, intelligente und zuverlässige

Produkte schneller und kostengünstiger auf den Markt

zu bringen. Die klassische Entwicklungsstrategie

nach dem Prinzip „teilen und herrschen“ ist diesen

Herausforderungen, die sich ja gerade dadurch

auszeichnen, dass sie mehrere Bereiche betreffen und

ganzheitlicher Natur sind, einfach nicht gewachsen.

Die Komplexität von Produkten und Systemen hat vor

Jahren eine unsichtbare Schwelle überschritten. Seitdem

reichen die klassischen Wasserfallmodelle des Systems

Engineering nicht mehr aus, um kritische Risiken früh

genug im Lebenszyklus zu erkennen und auszumerzen.

So wird späte Nacharbeit erforderlich. Die Folge sind

deutliche Kostenüberschreitungen und verzögerte

Markteinführungen oder Schlimmeres.

Ein interdisziplinärer, iterativer Systems

Engineering-Ansatz für die Produktkonstruktion

ist daher unverzichtbar, wenn Unternehmen diese

Komplexität beherrschen möchten.

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